Capgemini Engineering Service GmbH

Prinzregentenstraße 159A, 81677 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 89337
Vorher
IndustrieHansa GmbHAltran Service GmbH
Eingetragen
7.11.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Entwicklung von Systemen in Hard- und Software, Planung, Entwicklung, Konstruktion von Industrieanlagen und produkten, High-Tech Systemen, Gerätetechnik und deren Vertrieb und gewerbsmäßige, entgeltliche Arbeitnehmerüberlassung nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und Arbeitsvermittlung sowie alle Tätigkeiten, die diesem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar dienen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Jochen Bechtold
seit 25.9.2023
Geschäftsführer
Michael Hoffmann
seit 18.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Capgemini Engineering Deutschland S.A.S. & Co. KG
Germany
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Capgemini Engineering Service GmbH (vormals: Altran Service GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Capgemini Engineering Service GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Capgemini Engineering Service GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn - und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Capgemini Engineering Service GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 29. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Timo Husemann, Wirtschaftsprüfer

Marc Coolens, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
unfertige Leistungen 694.602,08 896.861,84
694.602,08 896.861,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.886.422,34 1.224.882,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.618.631,22 13.506.220,70
- davon gegen Gesellschafter: EUR 58.273,14 (Vorjahr: EUR 183.888,23)
3. sonstige Vermögensgegenstände 71.107,11 99.078,64
15.576.160,67 14.830.181,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.582,19 1.000,00
16.272.344,94 15.728.043,80

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 9.486.721,38 9.486.721,38
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 203.945,82 203.945,82
IV. Gewinnvortrag 3.923.858,73 3.923.858,73
V. Jahresüberschuss 0,00 0,00
13.666.525,93 13.666.525,93
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. sonstige Rückstellungen 333.296,57 837.308,33
2. Rückstellungen für Pensionen 33.181,42 28.940,67
366.477,99 866.249,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.267,35 20.638,27
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.486.879,63 504.249,89
- davon gegenüber Gesellschafter: EUR 1.335.047,53 (Vorjahr: EUR 271.191,89)
3. sonstige Verbindlichkeiten 751.194,04 670.380,71
- davon aus Steuern: EUR 599.368,58 (Vorjahr: EUR 579.439,32)
2.239.341,02 1.195.268,87
16.272.344,94 15.728.043,80

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr zum Vergleich)

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 13.086.070,81 12.392.456,56
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -202.259,76 -12.239,51
3. sonstige betriebliche Erträge 29.329,37 81.359,81
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 -1.892,62
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.534.988,41 -8.625.810,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.550.740,94 -1.675.340,67
-davon für Altersversorgung: EUR 3.928,04 (Vorjahr: EUR 8.430,46)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 -14.152,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.079.054,62 -2.329.573,23
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 424.941,55 51.841,82
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 424.941,55 (Vorjahr: EUR 51.841,82)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.411,72 -3.971,37
10. Ergebnis nach Steuern 1.169.886,28 -137.322,14
11. sonstige Steuern 0,00 -1.408,42
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn/erstatteter Verlust -1.169.886,28 138.730,56
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Capgemini Engineering Service GmbH hat ihren Sitz in München und wird beim dortigen Amtsgericht unter der Handelsregisternummer HRB 89337 geführt. Die Gesellschafterversammlung hat am 30.06.2023 die Umfirmierung der Altran Service GmbH in die Capgemini Engineering Service GmbH beschlossen und entsprechend den Gesellschaftervertrag geändert. Die Eintragung erfolgte am 12.07.2023 in das Handelsregister.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen basiert - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - auf Arbeitsstundenaufzeichnungen je Mitarbeiter für angearbeitete Projekte. Die entsprechenden Arbeitsstunden werden anhand eines durchschnittlichen Herstellungskostensatzes pro geleistete Ingenieurstunde bewertet, der sich im Wesentlichen aus den Personalkosten, Abschreibungen und direkt zurechenbaren Sachkosten ergibt. Soweit Materialeinzelkosten, Fremdleistungen, Material- und Fertigungsgemeinkosten angefallen sind, werden diese aktiviert. Allgemeine Verwaltungskosten wurden nicht in Ansatz gebracht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen aktiviert.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Das Eigenkapital wird zum Nominalwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Zugrundelegung der Richttafeln von Dr. Heubeck (2018 G) zum Erfüllungsbetrag angesetzt und mittels Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet. Prozentuale Lohn- und Gehaltsentwicklungen wurden nicht berücksichtigt, da diese keinen Einfluss auf zukünftige Pensionsverpflichtungen haben. Ein Rententrend wurde mit 2,00 % p.a. zugrunde gelegt. Der verwendete Rechnungszinsfuß von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) entspricht dem veröffentlichten pauschalen Abzinsungszinssatz der Deutschen Bundesbank der vergangenen 10 Jahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren, Stand Monatsende Dezember 2023. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Ansprüchen aus der Rückdeckungsversicherung saldiert, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 13.619 (Vorjahr TEUR 13.506) sind Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen die GMTS, Neuilly-sur-Seine / Frankreich in Höhe von TEUR 13.447 (Vorjahr TEUR 13.322) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB werden verpfändete Vermögensgegenstände mit ihrem beizulegenden Zeitwert (entspricht im Wesentlichen den Anschaffungskosten) bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Bei den verrechneten Vermögensgegenständen handelt es sich um Aktivwerte aus bestehenden Rückdeckungsversicherungen. Die Erträge aus der Erhöhung des Zeitwertes wurden mit Aufwendungen aus Altersversorgung saldiert.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 29) resultieren aus der Verrechnung der Erfüllungsbeträge von Rentenverpflichtungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr TEUR 40) mit den Zeitwerten der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 12).

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf einen Wert von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 4).

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Urlaub, Weihnachtsgeld, Gleitzeit & Überstunden 155 104
Restrukturierung 0 171
Schwerbehindertenabgabe & Berufsgenossenschaft 17 3
Prämien 43 78
Jubiläum 9 10
Übrige sonstige Rückstellungen 111 471
333 837

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.487 (Vorjahr TEUR 504). Diese bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr TEUR 504) und aus der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der Capgemini Engineering Deutschland S.A.S. & Co. KG in Höhe von TEUR 1.170.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zukünftigen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 77. Sie bestehen ausschließlich aus:

vertraglichen Leasingverhältnissen für Pkw (TEUR 77)

davon mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr TEUR 35,

davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr, aber unter 5 Jahre TEUR 42.

D. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die gem. § 267 Abs. 5 HGB durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt 124. Die Aufteilung der Mitarbeiter nach Funktionsbereichen ist wie folgt: 111 Consultants und 13 Administration.

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird vertreten durch die Geschäftsführer:

Herr Jochen Bechtold, Mannheim, Unternehmensberater, Mannheim

Frau Géraldine Marie Martine Segond, Boulogne Billancourt / Frankreich, Leiterin Group Finance der Capgemini SE, Boulogne Billancourt / Frankreich

Herr Michael Hoffmann, Ganderkesee, Unternehmensberater, Ganderkesee

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung sowie ehemaliger Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

100 % der Kapitalanteile der Gesellschaft werden von der Capgemini Engineering Deutschland S.A.S. & Co. KG, München, gehalten. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der Capgemini SE, Paris / Frankreich, und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen. Als verbundene Unternehmen gelten alle Unternehmen des Capgemini Konzerns.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Capgemini SE, Paris / Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt. Die Konzernabschlüsse sind dort auf Anfrage erhältlich.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es bestehen keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

Ergebnisverwendung

Der Jahresgewinn in Höhe von TEUR 1.170 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Capgemini Engineering Deutschland S.A.S. & Co. KG, München abgeführt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich keine wertaufhellenden Geschäftsvorfälle ergeben, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben.

 

München, den 28.05.2024

Die Geschäftsführung

Jochen Bechtold

Géraldine Marie Martine Segond

Michael Hoffmann

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Capgemini-Gruppe ist ein weltweit agierendes Beratungsunternehmen und Ingenieurdienstleister mit dem Mutterunternehmen Capgemini SE Paris, das vor allem auf High Technology-, IT- und Innovation Consulting spezialisiert ist. Capgemini Engineering begleitet seine Kunden bei der Konzeption und Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen und berät Kunden aus den Bereichen Automobilbau, Energie, HealthCare, Luft- und Raumfahrt, Schienen- und Transportwesen sowie Telekommunikation.

Die Capgemini Engineering Service GmbH als Teil der Capgemini-Gruppe ist im Inland tätig.

Sie ist eine 100 % Tochtergesellschaft der Capgemini Engineering Deutschland S.A.S. & Co. KG.

Die Capgemini Engineering Service GmbH betreibt ihre Geschäfte im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) in 6 Industriebereichen:

Automotive Defence
Aerospace Rail
Naval IT

Der umsatzstärkste Bereich der Capgemini Engineering Service GmbH ist die Automobilbranche. Als Technologieführer mit seiner Positionierung als "Innovationspartner" versorgt Capgemini Engineering als Teil der Capgemini-Gruppe seine Kunden mit globalen Lösungen in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, Connectivity, Karosserierohbau, Powertrain, Produktions- und Logistikplanung sowie Product-Lifecycle-Management/IT. Auf Platz 2 im Umsatz folgt der Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (Defence). Durch den Angriff auf die Ukraine und der damit verbundenen Stärkung der Verteidigungsbereitschaft Deutschlands, rückt dieser Industriebereich stärker in den Fokus der wirtschaftlichen Entwicklung und wir erwarten auf Grund unserer Partnerschaft zu Unternehmen aus diesem Bereich von der positiven Entwicklung zu profitieren.

1.2. Wesentliche Kennzahlen

Vorrangiges Ziel der Capgemini Engineering Service GmbH ist es, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Fokus richtet sich dabei auf Wachstum und operative Effizienz. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind der Umsatz sowie das EBIT.

Der Umsatz wird monatlich in seiner Verteilung nach Industrien und Bereichen analysiert, damit Markttrends frühzeitig aufgespürt werden können. Um zeitnah auf Veränderungen zu reagieren, werden regelmäßig neue Prognosen für Umsatz und EBIT gemeldet.

Das komplette Planungs- und interne Berichtswesen der Capgemini Engineering Service GmbH basiert auf den Vorgaben der Vorschriften der internationalen Rechnungslegung (IFRS).

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland

Gemäß einer Publikation des Statistischen Bundesamtes gestaltete sich die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland 2023 aufgrund des Ukraine-Krieges und der damit einhergehenden Energiekrise sowie des krisengeprägten Umfeldes schwierig. Im Gesamtjahr war das Bruttoinlandsprodukt um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die Gründe hierfür sind hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch die steigenden Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (quelle pressemitteilung DESTATIS)

Die OECD hat für 2024 die Wachstumsaussichten für Deutschland halbiert. Das Bruttoinlandsprodukt soll nur noch um 0,3 % wachsen. Die Bundesregierung selbst erwartet ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,2 %. Diese Entwicklung basiert u.a. auf der starken Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Außenhandel, der auf Grund geopolitischer Spannungen in Mitleidenschaft gezogen wird. (Quelle Handelsblatt; Die Zeit)

2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Arbeitnehmerüberlassung

Der Bereich der Arbeitnehmerüberlassung ist als wirtschaftlich bedeutendster Teil der Personaldienstleistungsbranche im ersten Halbjahr 2023 leicht um 3,8 % gesunken.

Insgesamt lag im ersten Halbjahr 2023 der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen Erwerbstätigen bei 2,0 %, was einer Reduzierung um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Automobilindustrie

Mit 2,84 Millionen Pkw Neuzulassungen in Deutschland im Jahr 2023 hat sich im Vergleich zu den 2,7 Millionen neu zugelassenen Pkw im Jahr 2022 ein geringes Plus ergeben. Der Automobilmarkt ist weiterhin durch Knappheit an Halbleitern und Vorprodukten beeinflusst. Im Jahr 2023 hat sich der Trend an umweltfreundlichen Pkw-Neuzulassungen trotz weggefallener Umweltprämie wieder bestätigt. Insgesamt waren unter den Neuzulassungen im Jahr 2023 1,37 Millionen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (quelle: pressemitteilung kraftfahrzeugbundesamt).

Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Deutschland hat der NATO für 2023 erstmals seit drei Jahrzehnten geplante Verteidigungsausgaben in Höhe von 2,01 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gemeldet. Dies entspricht einem Betrag von umgerechnet 73,41 Milliarden Dollar und bedeutet einen Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bundesregierung stärkt mit ihrem Bundeshaushalt auch im Jahr 2024 den Bereich Sicherheit und Verteidigung und hält am Ziel des Zwei-Prozent-Beitrages vom BIP als NATO Beitrag Deutschlands fest (Quelle Nachrichten Dt. Bundestag).

2.3. Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr

Im Personalbestand 2023 hat das Unternehmen im Durchschnitt des Jahres insgesamt 124 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber 2022 mit durchschnittlich 128 Mitarbeitern ist dies ein Nettoabgang von 4 Mitarbeitern, was einer Verminderung von 4,0 % entspricht.

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen sowohl in den eigenen Geschäftsräumen als auch bei externen Schulungsträgern. Es handelt sich hierbei um Veranstaltungen zur fachlichen und persönlichen Weiterqualifizierung der Mitarbeiter, mit dem Ziel einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Darüber hinaus soll damit die Fluktuation möglichst geringgehalten werden.

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 12.392 auf TEUR 13.086 gestiegen.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung hat sich von TEUR -137 für 2022 auf TEUR 1.170 im Jahr 2023 positiv entwickelt. Ursachen hierfür waren u.a. ein gestiegener Umsatz, gesunkene Personalkosten, niedrigere sonstige Aufwendungen, Zinserträge und eine Akquirierung von Projekten mit höheren Margen.

Die Geschäftsführung schätzt insgesamt den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend ein. Der im Vorjahr prognostizierten Umsatzzuwachs im niedrigen zweistelligen %-Bereich konnte nicht erreicht werden. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr liegt bei 1,22 %. Das Umsatzportfolio wurde um margenschwache Umsätze bereinigt. Das prognostizierte positive EBIT wurde jedoch mit TEUR 1.170 erreicht.

Die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den Gesellschaften innerhalb der Capgemini-Gruppe ist ein Element, um zukünftiges Wachstum zu sichern. Die eingeführten Prozesse und Systeme werden auch weiter überprüft und analysiert und kontinuierlich weiterentwickelt.

3. Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern und vor Ausgleich des Verlusts im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags lag im Jahr 2023 bei einem positiven Ergebnis von TEUR 1.170.

Umsatzerlöse wurden im Jahr 2023 insgesamt in der Höhe von TEUR 13.086 erzielt (Vorjahr TEUR 12.392), was einem Anstieg um TEUR 694 oder 5,60 % entspricht. In der Automobilindustrie wurde ein Umsatzanteil in Höhe von 70 % (Vorjahr 70 %) erwirtschaftet und entspricht somit der umsatzstärksten Industrie für die Gesellschaft. Die übrigen Umsätze wurden in diversen anderen Industrien, vor allem Aerospace, Defense, Naval, IT und Rail, erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 29 unter dem Vorjahreswert von TEUR 81 und sind auf Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen (TEUR 29) zurückzuführen.

Die Löhne und Gehälter haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 8.626 auf TEUR 8.535 verringert. Die Ursache hierfür liegt in den gesunkenen Mitarbeiterzahlen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 2.344 im Jahr 2022 auf TEUR 2.079 im Jahr 2023 gesunken und resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der Fremddienstleistungen.

Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen hat sich das Ergebnis nach Steuern von negativen TEUR 139 im Jahr 2022 auf positive TEUR 1.170 verbessert.

3.2 Finanzlage

Aufgrund der Zugehörigkeit zum Capgemini-Konzern Cashpooling verfügte das Unternehmen über jederzeit ausreichende Liquidität. Seit Mitte 2015 besteht dazu ein Finanzierungsvertrag mit dem Konzern. Die Cashpooling-Forderungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 13.446.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 544 auf TEUR 16.272 gestiegen. Während auf der Aktivseite im Wesentlichen ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen war, ist die Passivseite durch eine Erhöhung Verbindlichkeiten gekennzeichnet.

Die unfertigen Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 695 (Vorjahr TEUR 897).

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist von TEUR 1.225 im Jahr 2022 auf TEUR 1.886 im Jahr 2023 gestiegen. Das Bankguthaben hat sowohl im Vorjahr als auch im Jahr 2023 eine Höhe von TEUR 1.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von TEUR 13.506 im Jahr 2022 auf TEUR 13.619 im Jahr 2023 erhöht. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 13.446 (Vorjahr: TEUR 13.322).

Das Eigenkapital ist gegenüber 2022 mit TEUR 13.667 unverändert geblieben, da der gesamte Jahresüberschuss infolge des Ergebnisabführungsvertrages unter den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin ausgewiesen wird. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des leichten Anstiegs der Bilanzsumme von 86,9 % im Jahr 2022 auf 83,99 % im Jahr 2023 gesunken.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit TEUR 333 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 504 gesunken. Dieser Wert wird maßgeblich durch Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 273 bestimmt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 504 im Jahr 2022 auf TEUR 1.487 im Jahr 2023 gestiegen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der Capgemini Engineering Deutschland SAS & Co. KG sowie der Capgemini SE.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Prognosebericht

Die Gesellschaft erwartet trotz der herausfordernden gesetzlichen Rahmenbedingungen eine positive Fortführung des Geschäftes. Langjährige Kundenbeziehungen, qualifizierte Berater und eine schlanke Administration bilden dafür die Grundlage.

Für 2024 erwartet die Geschäftsführung Umsatzerlöse in Höhe MEUR 13,2 und ein leicht positives EBIT.

Des Weiteren werden Personaleinstellungen überwiegend im operativen Bereich erfolgen, während die Verwaltung auch weiterhin schlank aufgestellt werden soll. Insgesamt erwarten wir eine konstante oder leicht steigende Entwicklung der Mitarbeiterzahl.

Auch im Jahr 2024 liegt der Fokus der Capgemini Engineering Service GmbH auf der konsistenten Ausdehnung des Capgemini Footprint in schnell wachsenden Branchen und Regionen und konzentriert sich auf die Erweiterung des Servicemodells für den Engineering- und R&D-Dienstleistungsmarkt.

4.2. Chancenbericht

Trotz des weiterhin wachsenden Wettbewerbsdrucks auf dem Markt für Ingenieursdienstleistungen in Deutschland beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung der Unternehmung positiv.

Der Engineering-Markt profitiert trotz teilweise fragiler volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen von einer branchenweit anhaltend hohen Nachfrage nach neuen Produkten und den gestiegenen individuellen Kundenanforderungen, insbesondere im Bereich Entwicklung und IT. Dadurch steigt auch der Bedarf an Ingenieuren und Spezialisten weiter. Durch die Nutzung von Synergien innerhalb des Capgemini-Konzerns, zum Beispiel durch Personalaustausch, gemeinsamer Teilnahme an Job-Messen und den Auftritt auf Suchportalen versucht die Gesellschaft auf die Marktsituation entsprechend zu reagieren.

Neben der Automobil- und Luftfahrtindustrie benötigen auch Branchen wie IT - und Medizintechnik spezielle Fachkräfte und qualifizierte Ingenieurdienstleistungen. Die Capgemini Engineering Service GmbH sieht durch ihr breites Leistungsspektrum kurz- bis mittelfristig weitere Wachstumschancen.

Da sehr viele unserer Kunden einen hohen, expandierenden Exportanteil haben, speziell unsere großen Auto- und Luftfahrtkunden, erwarten wir an dieser Entwicklung auch zu partizipieren.

4.3. Risikobericht

Die Geschäftsleitung, das Management Board, als höchstes Kontroll- und Steuerungsorgan des Unternehmens, tagt mindestens zweimal im Monat; von ihr gehen alle operativen Steuerungsmaßnahmen aus.

Alle relevanten Kennzahlen werden anhand von standardisierten Berichtspaketen analysiert und im Detail überprüft, dabei kommen Soll-Ist-Vergleiche zum Einsatz, die die geplanten Werte der Zukunft mit den tatsächlichen Werten der Gegenwart, Kennzahlen im Bereich der Auslastung der Berater, die Tagessätze als auch die durchschnittlichen Ressourcenkosten vergleichen. Abweichungen müssen detailliert erläutert werden. Sofern notwendig, werden Maßnahmen zur Sicherung der vorab definierten Ziele ergriffen.

Das Risikomanagementsystem der Unternehmung hat die Einhaltung der für das Unternehmen anzuwendenden Gesetze und sonstigen Vorschriften zu gewährleisten und die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sicherzustellen. Des Weiteren hat das System die Einhaltung der von der Geschäftsführung im Unternehmen eingesetzten Grundsätze, Verfahren und Regelungen zu überprüfen, die der organisatorischen Umsetzung von Entscheidungen dienen. Hier sind alle relevanten Funktionsabteilungen im Unternehmen involviert.

Die Einstellung von qualifizierten Beratern, um die Projekte beim Kunden durchzuführen, ist weiterhin ein Engpass, dem unser Management begegnen wird. Durch verstärkte Ansprache unseres Recruitings auf dem Bewerbermarkt (bei Bewerbermessen, Vorstellungen der Firma auf Fachtagungen, Hochschulen) und Verstärkung unseres Bewerbermanagements soll dieses Risiko minimiert werden.

Durch weiteren Ausbau der Schulungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter sollen Risiken beim Kunden im Bereich Vertragswesen reduziert werden. Zusätzliche Kontrollen und Sichtung der Kundenanfragen mit juristischer Unterstützung in der Angebotsphase werden diese Maßnahmen zur Erhöhung der Qualität flankieren.

Die temporäre Verschiebung von Entwicklungsaufträgen kann in einzelnen Geschäftsbereichen zu Unterauslastungen führen, die möglicherweise nur bedingt kompensierbar sind. Managementwechsel und Veränderungen in den Konzernstrukturen können insb. bei den Automobil- und Flugzeugherstellern zu einer Prüfung der Modellpalette und einer veränderten Projektstruktur führen. Wir sehen hier derzeit kein generelles Risiko.

Ausfallrisiken bei Kunden: Unser Kundenstamm setzt sich zu einem großen Anteil aus namhaften und großen DAX- oder Euro Stoxx 50 Firmen zusammen, die bereits seit vielen Jahren als Bestandskunden bei Altran geführt werden. Neukunden werden vor der Projektbewilligung anhand vorgenommener Bonitätsprüfungen gesichtet und einzeln auf potenzielles Risiko hin validiert. Offene Forderungsposten werden zeitnah überwacht, in enger Zusammenwirkung mit Kundenberatern als auch direkt mit den Kunden.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden diese mit Bildung von Wertberichtigungen abgedeckt.

Der Ausfall an Kundenforderungen ist als gering zu bezeichnen.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch den bestehenden Cash-Pool-Vertrag der Capgemini-Gruppe gesichert.

Ein weiteres Risiko ist die Verschärfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland. Diesen schwierigeren Rahmenbedingungen begegnet die Gesellschaft durch ein entsprechend breites Kundenportfolio sowie durch die Flexibilität beim Tausch von Mitarbeitern innerhalb der Capgemini-Gruppe in Deutschland.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus Sicht der Geschäftsführung nicht.

Die Geschäftsführung betrachtet die voraussichtliche Entwicklung der Unternehmung insgesamt als positiv.

Nachtragsbericht

Es gibt keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag die Auswirkungen auf das Berichtsjahr haben.

 

München, 28.05.2024

Die Geschäftsführung

Jochen Bechtold

Géraldine Marie Martine Segond

Michael Hoffmann


Der Jahresabschluss 2023 wurde am 19. Juni 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.