Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 120221
Eingetragen
15.4.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Konfiguration und Vertrieb von Computern, Computernetzwerken, Software und artverwandten Produkten, sowie Erbringen von Dienstleistungen für Installation, Inbetriebnahme, Wartung und Schulung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandro Barazza
seit 13.10.2025
Geschäftsführer
Ioannis Armenis
seit 15.4.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Camera di Commercio Industria Artigianato e Agricoltura di Pordenone - UdineITA
80.00%
EUROTECH S.P.A.ITA
20.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Camera di Commercio Industria Artigianato e Agricoltura di Pordenone - Udine
Italy
200.000 €
80.00%
EUROTECH S.P.A.
Italy
50.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

InoNet Computer GmbH

Taufkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Unternehmensgrundlagen

Die InoNet Computer GmbH ist ein in Mitteleuropa tätiger Entwickler und Hersteller von industriellen Computersystemen. Der Einsatzbereich unserer Produkte ist breit gefächert und reicht von der Automatisierung und Robotik, dem Anlagenbau, der Daten- und Telekommunikation, der Medizintechnik, der Fahrzeugtechnik bis hin zu Anzeige- und Informationssystemen.

Mit notarieller Urkunde vom 12. September 2022 wurde die Satzung der Gesellschaft und auch das Geschäftsjahr geändert. Das Berichtsjahr ist das erste mit kalendergleichem Geschäftsjahr. Die berichteten Werte der Gewinn- und Verlustrechnung sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar, das Vorjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Im Folgenden werden daher für wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen, die Angaben für den Vergleichszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 angegeben.

Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Rumpf-Vorjahr 1. April bis 31. Dezember 2022 Vergleichszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022
(TEUR) (TEUR) (TEUR)
Rohergebnis 8.528 4.772 6.611
Löhne und Gehälter 4.243 2.914 3.883
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 759 511 683
sonstige betriebliche Aufwendungen 1.769 1.138 1.510

Entwicklung neuer Produkte

Im Geschäftsjahr 2023 wurden neue Produkte in die Produktion überführt. Dabei handelt es sich um eine neue High-Speed-Mass-Storage Speicherlösung mit hohem Ruggedization-Grad und Datenverschlüsselung. Ein Embedded Rechner mit Ubuntu-Zertifizierung vorbereitet für KI/AI-Anwendungen und ein 19"-Cabinet für eine kundenspezifische Speziallösung mit aus unserer Sicht hohem Erfolgspotential. Drei neue Entwicklungsprojekte wurden begonnen. Der Schwerpunkt lag sowohl auf der Weiterentwicklung von wassergekühlten Hochleistungssystemen und Speicherlösungen, sowie auf der Qualifizierung von Embedded- Systemen mit Cyber-Security-Zulassung nach IEC 62433 welche für Anwendungsbereiche wie Smart Factories, Industrie 4.0 und kritische Infrastrukturen wie Smart Grids relevant ist. Darüber hinaus wurden wesentliche Entwicklungsaktivitäten zur Aktualisierung der 19"- und Embedded-PC-Produktgruppen, zur Unterstützung neuer Prozessorgenerationen, sowie zur Anpassung an die Anforderungen des Industrial Internet of Things (IIOT) durchgeführt. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum TEUR 1.074 für die Entwicklung neuer Produkte aufgewendet. Davon wurden 104 TEUR aktiviert. Dies entspricht einer Quote von 9,7%. Die Abschreibungen auf aktivierte Produktentwicklungskosten betrugen TEUR 37.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsentwicklung

Im Kalenderjahr 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, welches in Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) umbenannt wurde, in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2024 einen Rückgang des Inlandsproduktes um preisbereinigt minus 0,3% (Vorjahr Anstieg von 1,8%). Der Ausblick auf 2024 zeigt eine Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau, es wird ein Wachstum von 0,2%, erwartet, aber keine Rezession.

Laut Analyse des BITKOM-Verbandes (Stand: Januar 2024) sind die Umsätze von IT-Hardware in Deutschland im Jahr 2023 um 2,0% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für das gesamte Kalenderjahr 2024 prognostiziert der BITKOM-Verband in seinem Januar 24 Bericht, einen gesamten Anstieg um 4,4% im Vergleich zum Vorjahr.

Der Geschäftsverlauf der InoNet Computer GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt deutlich besser entwickelt als das wirtschaftliche Umfeld. Der Umsatzanteil der 19"- Systeme betrug 53,1 % (Vorjahr 62,9 %), der der Embedded-Systeme 18,2 % (Vorjahr 17,1 %) und Office-PCs mit 16,9% (Vorjahr 8,9%). Alle anderen Umsätze, zu denen PanelPCs, Displays und Serverschränke zählen, machten 11,8% (Vorjahr 11,1%) aus. Durch ein kundenspezifisches Projekt bei dem industrietaugliche Hardware in einem Office-Gehäuse verbaut wurde, wurde der Umsatz mit Office-PCs deutlich gesteigert. Dies hat aber keinen Einfluss auf die weitere Fokussierung des Unternehmens, die auf Edge-Computing und KI basierende Systeme abzielt. Durch die Neuentwicklung von wassergekühlten Hochleistungssystemen ist der Umsatzanteil von 19"-Systemen insgesamt nur leicht zurückgegangen. Durch den Abschluss der Entwicklung von zwei Entwicklungsprojekten bei verbundenen Unternehmen mit Embedded Systemen auf Basis von NVidia-AI-Technologie erwarten wir für 2024 eine im Wesentlichen unveränderte Umsatzverteilung zwischen Embedded Systemen und 19"-Systemen.

Das Rohergebnis hat sich mit TEUR 8.528 gegenüber dem Vergleichszeitraum Vorjahr (TEUR 6.611) um 29,0% erhöht. Die im Vorjahr prognostizierte deutliche Steigerung konnte damit erreicht werden. Die Verbesserung resultiert überwiegend aus unterjährigen Preisanpassungen für Bauteile, deren Verfügbarkeit sich deutlich verbessert hat und dadurch günstigere Preise erzielt werden konnten. Auch haben die stark gestiegenen Energie- und Transportkosten einen Teil beigetragen, die wir bei vielen Kunden erstmalig als Nebenkosten durchreichen konnten. Darüber hinaus konnten wir zwei neue Projekte im Bereich ADAS (Advanced Driver-Assistance Systems) und IPC-Light für uns gewinnen. Auch der erwartete deutliche Anstieg im Jahresergebnis konnte damit erreicht werden.

Der Auftragseingang blieb im Berichtsjahr mit - 8% hinter dem Umsatz zurück. Dies ist weiterhin auf den Abbau der hohen Lagerbestände bei einigen Kunden mit denen Rahmenverträge existieren zurückzuführen. Diese hatten sich aufgrund von Materialverfügbarkeitsengpässen weit in die Zukunft Material für 2023 und 2024 gesichert und müssen dies erst abverkaufen, bevor wir neue Bestellungen erhalten werden.

Ertragslage

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vergleichszeitraum 9,5% gestiegen. Der durchschnittliche Personalbestand erhöhte sich auf 75 Mitarbeitende (Vorjahr 72). Die gestiegene Inflation haben wir unseren Mitarbeitern durch eine außerordentliche Gehaltserhöhung weitgehend ausgeglichen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vergleichszeitraum um 17,2% gestiegen. Die Werbe- und Messekosten stiegen um 32%, was auf die nach dem Abflauen der Corona-Pandemie wieder verstärkten Werbe- und Messeaktivitäten zurückzuführen ist. Dagegen sind die Kfz-Kosten sowie die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer gesunken. Wesentliche Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Mieten und Mietnebenkosten mit rund 22,5%, Werbe- und Messekosten mit 13,5 %, Kfz-Kosten mit 6,9% sowie Kosten für Zeitarbeitskräfte mit 1,9 %.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beläuft sich auf TEUR 1.600 (Vergleichszeitraum Vorjahr TEUR 377). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind im Vergleich zur Vergleichsperiode des Vorjahres von TEUR 27 auf TEUR 54 gestiegen.

Das Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 1.126 (Vergleichsperiode Vorjahr TEUR 265).

Insgesamt kann die Ertragslage im Berichtszeitraum als überdurchschnittlich gut bezeichnet werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr von TEUR 4.120 auf TEUR 5.274 deutlich angestiegen.

Das Anlagevermögen beläuft sich auf TEUR 463 (Vorjahr TEUR 379). Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 8,9% (Vorjahr 9,2%).

Das Vorratsvermögen zum Bilanzstichtag ist von TEUR 1.992 auf TEUR 1.844 leicht gesunken. Die Verknappung bei Halbleitern und anderen wichtigen Vormaterialien hält kaum noch an. Wir kaufen und bevorraten Material nur noch vereinzelt, um die zukünftigen Lieferverpflichtungen gegenüber unseren Kunden erfüllen zu können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 1.485 auf TEUR 2.802 fast verdoppelt. Dies liegt im gestiegenen Umsatz und einem verlängerten Zahlungsziel in einem Großprojekt begründet.

Das Umlaufvermögen inklusive des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens ist entsprechend gegenüber Vorjahr von TEUR 3.737 auf TEUR 4.808 angestiegen.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des sehr guten Jahresergebnisses deutlich gestiegen von bisher 53,2 % auf 62,9 %.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 406 (Vorjahr TEUR 325) betreffen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr TEUR 117), Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr 19), sowie sonstige Rückstellungen von TEUR 226 (Vorjahr TEUR 189).

Die Kontokorrentlinien der beiden Hausbanken belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.350. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten (Vorjahr TEUR 195). Die flüssigen Mittel belaufen sich auf TEUR 23 (Vorjahr TEUR 46).

Aufgrund der Dezember-Feiertage fand die letzte Warenannahme am 22.12.2023 statt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung sind dadurch zum Vorjahr um TEUR 439 gesunken. Zudem werden Skontovereinbarungen konsequent genutzt, Lieferantenrechnungen werden pünktlich bezahlt. Die Gesellschaft war und ist zu jeder Zeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Insgesamt kann die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft als stabil bezeichnet werden und bildet eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

Personalstand

Die durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter gem. § 267 HGB beträgt 75 (Vorjahr 72).

Die Anzahl der Mitarbeiter inklusive der Geschäftsführer und zwei Auszubildenden beträgt zum Bilanzstichtag 82.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Das Jahr 2023 hat der IT-Branche im Geschäftsverlauf im Markt für Industrie-PCs, ein stetiges Wachstum ermöglicht, getrieben durch die zunehmende Digitalisierung in verschiedenen Branchen, die Investitionen in die Automatisierung und die wachsende Bedeutung von Industrie 4.0. Die Cybersicherheit gewinnt für Unternehmen, die Industrie-PCs einsetzen, immer mehr an Bedeutung. Hersteller von Anlagen und Maschinen und deren Anwender investieren in Lösungen, um die Systeme vor Cyberangriffen zu schützen. In 2023 haben wir unser erstes IEC 62443 für Cybersicherheit Security Level 3 zertifiziertes System vorgestellt und im ersten Halbjahr 2024 werden wir weitere Geräte zertifiziert haben, weshalb wir uns hier einen gewissen Vorsprung vor den Mitbewerbern erwarten. Dies könnte für 2024 eine große Bedeutung erlangen, da die Anforderungen durch das Gesetz zur Umsetzung von EU NIS2 und Stärkung der Cybersicherheit, das NIS2UmsuCG, ab 2024 in Kraft treten wird. Es überführt die EU-weiten Mindeststandards für Cybersecurity der EU-Direktive NIS2 in deutsche Regulierung. Die NIS2- Umsetzung wird große Teile der deutschen Wirtschaft mit knapp 30 Tsd. Unternehmen betreffen. Hierfür werden wir im Laufe des Jahres weitere Gateways und Edge-Systeme anbieten können. Damit bieten wir unseren Kunden für das Geschäftsjahr 2024 jederzeit den besten Service, um ambitionierte Digitalisierungsprojekte in gewohnt hoher Qualität zu unterstützen. Im Bereich Edge-AI mit Cybersecurity erwarten wir uns nach eigenen Einschätzungen ein Wachstum von 12%.

Ergänzend zu unserem aus unserer Sicht marktführenden Leistungsportfolio im Bereich der automobilen Datenlogger befinden sich weitere Ideen aktuell in der Entwicklung. Unser Portfolio wird im 2. Halbjahr 2024 voraussichtlich durch HIL-Hardware (Hardware in the Loop) und LLM- Server ergänzt, woraus wir uns weiteres Wachstum im Bereich der Forschung und Entwicklung bei Automobilherstellern erwarten. Hieraus erwarten wir uns nach eigenen Einschätzungen ein Wachstum von ca. 8 bis 10%.

Die Nachfrage nach leistungsstarken und zuverlässigen Industrie-PCs steigt laut Bitkom weiter an, da Unternehmen Lösungen benötigen, die den Anforderungen anspruchsvoller Anwendungen wie KI, maschinellem Lernen und Big Data Analytics gerecht werden können.

Besondere Schwierigkeiten erwarten wir im Personalmanagement für unser eigenes Unternehmen, aber auch bei unseren Kunden. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften im Bereich der industriellen Automatisierung und Informatik erschwerte es Unternehmen, die für den Betrieb und die Wartung von Industrie-PCs erforderlichen Mitarbeiter zu finden, was einen negativen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Projektrealisierung bei unseren Kunden haben wird. Auch wir werden stärker gefordert sein, das Wachstum durch qualifiziertes Personal zu unterstützen, weshalb wir im Bereich Human Resources voraussichtlich jemanden speziell für das Recruiting einstellen werden.

Wir beobachten eine Entspannung der Engpasssituation auf vielen Komponenten der Consumer- Elektronik und damit einhergehend ein Verlassen der Hochpreispolitik bei den Herstellern und Lieferanten. Wir gehen daher davon aus, dass sich diese Entspannung bei Preis und Verfügbarkeit, durch freiwerdende Fertigungskapazitäten auch verstärkt auf IT-Komponenten auswirken wird. Bei vielen IT-Komponenten ist die Verfügbarkeit zwar noch komplex, bei gleichzeitigem Abbau unserer Lagerbestände können wir aber bereits heute fast wieder an die guten Lieferquoten vor Corona von 98 bis 100% zum vereinbarten Liefertermin anknüpfen.

Der Euro/US-Dollar-Wechselkurs hat sich zum Ende des Berichtsjahres wieder etwas verbessert. Für das kommende Jahr erwarten wir Wechselkurse im Bereich von 1,10 bis 1,05 US-Dollar.

Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen moderaten Anstieg beim Rohergebnis und beim Jahresergebnis.

Risikobericht und Risikomanagement

Die InoNet Computer GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Grundlage für den bewussten und rechtzeitigen Umgang mit Chancen und Risiken ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Informationsbasis für Managemententscheidungen.

Neben der wesentlichen Kennzahl Rohergebnis wird auch auf den Auftragseingang und die Liquidität geachtet. Abweichungen von den Planzahlen können so frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Bilanziellen Risiken, soweit sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbar waren, wurde durch angemessene Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. Elementarrisiken sind durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt, der laufend überprüft und an veränderte Anforderungen angepasst wird. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Mögliche Risiken, denen wir ausgesetzt sind, sind Vertriebs-, Produkt- und Marktrisiken.

Aus der Gesamtheit der für das Unternehmen identifizierten Risiken werden nachfolgend diejenigen Risikofelder bzw. Einzelrisiken erläutert, die die InoNet aus heutiger Sicht für das kommende Geschäftsjahr als wesentlich einschätzt:

Konjunktur- und Branchenentwicklung: Durch die enge Kommunikation mit unseren Kunden und den wöchentlichen Abgleich der Auftragsplanung mit der Ist-Situation können wir konjunkturelle Entwicklungen frühzeitig erkennen und rechtzeitig gegensteuern.

Die Herausforderung für das neue Geschäftsjahr wird darin bestehen, Inflationsrisiken, steigende Zinsen und daraus resultierende Kosten durch eine strategisch ausgereifte Versorgung mit produktionsnotwendigen Komponenten abzusichern. Der Krieg in der Ukraine wirkt sich weiterhin auf die Materialpreise und -verfügbarkeit aus. Wir versuchen, diese Marktveränderungen durch eine sorgfältige und vorausschauende Materialplanung und Rahmenbestellungen bei Lieferanten abzufedern, um einer möglichen Materialknappheit entgegenzuwirken.

Abhängigkeit von Kunden und Märkten: Da die InoNet in verschiedenen Märkten tätig ist, werden die Auswirkungen von Marktschwankungen weitgehend reduziert. Der größte Kunde hat einen Umsatzanteil von nur ca. 14% am Gesamtumsatz. Daraus ergibt sich zwar eine leichte Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden, die wir durch Umsatzsteigerungen bei anderen Kunden reduzieren wollen. Dennoch könnte der Ausfall eines Großkunden wesentliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisziele der Gesellschaft haben. Derzeit gibt es dafür keine Anzeichen.

Währungsrisiken: Die Gesellschaft ist auf Grund ihrer internationalen Ausrichtung Währungsrisiken ausgesetzt. Dabei sind die Risiken aus Lieferungen- und Leistungen gering, da fast die gesamten Umsätze in Euro getätigt werden. Beim Wareneinkauf werden jedoch ca. 30,6% der Einkäufe direkt in US-Dollar getätigt. Um dieses Währungsrisiko zu reduzieren, werden kontinuierlich derivative Finanzinstrumente in Form von Devisen-Termingeschäften eingesetzt, um günstige US-Dollar Wechselkurse längerfristig zu nutzen. Zum Bilanzstichtag sind Devisen-Termingeschäfte über USD 74.000 abgeschlossen worden.

IT-Risiken: Im Hinblick auf Risiken aus unserer IT-Infrastruktur und Risiken aus Cyberangriffen hat die InoNet eine Reihe von Maßnahmen implementiert, die in den IT- Risikomanagementprozess eingebettet sind und fortlaufend an sich ändernde Gegebenheiten angepasst werden. So begegnet die InoNet den identifizierten IT-Risiken beispielsweise durch eine redundante Bereitstellung der geschäftskritischen Anwendungen und Datenbestände über physisch separierte Rechenzentrumsbereiche, eine dezentrale Datenhaltung und ausgelagerte Datenarchivierung bei einem zertifizierten externen Provider sowie den Einsatz zeitgemäßer Firewalls und E-Mail-Filter sowie eines Security Monitorings durch unser dediziertes IT-Team. Der Zugriff von Angestellten auf sensible Informationen wird mithilfe von auf die jeweiligen Stellen zugeschnittenen Berechtigungssystemen, unter Beachtung des Prinzips der Funktionstrennung, gesteuert. Schließlich finden regelmäßig Schulungen der Belegschaft sowie Awareness-Kampagnen zu Aspekten der Informationssicherheit statt. Des Weiteren werden strategische Cyber-Sicherheitsmodelle zum Schutz der digitalen Unternehmensinfrastruktur und digitaler Services (z.B. Private- und Public-Clouds, SaaS Anwendungen) sukzessive implementiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von IT-bezogenen Risiken wird trotz der bestehenden Gegenmaßnahmen in allen Regionen weiterhin als wahrscheinlich und die potenziellen finanziellen Auswirkungen weiterhin als moderat eingeschätzt.

Ausfallrisiko: Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für die Gesellschaften, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Richtlinien der Gesellschaften sehen vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien und in der Regel nach Übernahme durch die Warenkreditversicherung aufgenommen werden, um die Risiken eines Verlustes aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern.

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Wertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringlich sind. Es besteht eine Warenkreditversicherung, um das Ausfallrisiko weitgehend auszuschließen.

Zinsänderungsrisiko: Zinsänderungsrisiken können sich aus den Kreditlinien der beiden Hausbanken ergeben. Die Zinssätze der Kreditlinien sind an den 3-Monats Euribor gebunden. Zinsen fallen nur bei der Vorfinanzierung größerer Projekte an, bei denen die Zinsbelastung vorab kalkuliert und an den Kunden weitergegeben wird.

Liquiditätsrisiko: Die Liquiditätsrisiken sind gering. Im Bedarfsfall stehen Kontokorrentlinien bei den Hausbanken zur Verfügung. Wir gehen davon aus, dass die Kreditlinien der Hausbanken unverändert bestehen bleiben.

Personalrisiken: Personalrisiken haben sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Thema für Unternehmen entwickelt. Die dynamische Arbeitswelt, geprägt durch Digitalisierung, demografischen Wandel und geopolitische Spannungen, stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Um diese Risiken effektiv zu managen, haben wir unsere Personalabteilung verstärkt, mit Fokus auf Mitarbeiterbindung, Entwicklung und Förderung.

Insgesamt betrachten wir die Risikolage, trotz der noch abflauenden Konjunktur als beherrschbar. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind aktuell nicht zu erkennen.

Chancen

Die Geschäftspolitik der InoNet ist darauf ausgerichtet, Chancen, die sich aus Marktveränderungen ergeben, kurzfristig zu erkennen und zur Verbesserung der Leistungs- und Ertragskraft des Unternehmens zu nutzen. Diese können zu einer positiven Abweichung von der Planung führen. Die folgenden Chancen stellen unsere aktuelle Einschätzung möglicher zukünftiger Entwicklungen und Ereignisse dar:

Marktchancen: Die Ergänzung unserer Entwicklung von wassergekühlten Systemen durch KI- Fähigkeiten sowie die Weiterentwicklung und Qualifizierung unserer Embedded Systeme auf verschiedene Betriebssysteme und Inferenzanwendungen, eröffnet uns den Zugang zu neuen Kunden und Märkten. Unser Produktportfolio für ADAS-Anwendungen ist inzwischen sehr breit gefächert und eröffnet stetig neue Chancen bei namhaften Interessenten. Im Bereich IIOT streben wir durch Softwaremodule zur Maschinenanbindung und damit möglichen Partnerschaften mit Systemintegratoren, eine deutliche Verbesserung unserer Marktposition an. Homepage, Marketingautomatisierung, Messeauftritte, Webshop, Suchmaschinenoptimierung, intensive Pressearbeit und Fachpublikationen erhöhen die Anzahl der Anfragen von Neukunden deutlich. Unser Produktportfolio im Webshop wird kontinuierlich erweitert, woraus sich etliche interessante Kundenprojekte ergeben können.

Wir sehen uns gut vorbereitet, die sich ergebenden Chancen zu unserem Vorteil zu nutzen.

 

Taufkirchen, den 18. September 2024

Ralph Ostertag, Geschäftsführer

loannis Armenis, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

InoNet Computer GmbH

Taufkirchen

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 231.015,16 166.163,81
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.519,35 87.973,94
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 14.334,54 10.148,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 75.787,88 40.891,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.892,26 74.060,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe 1.664.544,90 1.862.627,21
2. unfertige Erzeugnisse 83.795,38 83.794,68
3. fertige Erzeugnisse und Waren 29.775,02 43.583,77
4. geleistete Anzahlungen 65.731,47 2.282,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.801.643,61 1.484.680,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 32.476,95
3. sonstige Vermögensgegenstände 73.612,39 81.252,22
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 22.514,34 45.965,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 66.473,90 100.879,94
D. Aktive latente Steuern 3.200,00 3.200,00
5.273.840,20 4.119.981,64

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 280.000,00 280.000,00
III. Gewinnvortrag 1.663.145,57 1.613.820,00
IV. Jahresüberschuss 1.125.569,99 49.325,57
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 544.694,00 145.694,00
2. sonstige Rückstellungen 406.169,96 325.159,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 195.228,72
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.512,11 36.905,82
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 615.785,40 1.054.767,17
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.002,00 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 315.261,17 123.580,85
D. Passive latente Steuern 62.700,00 45.500,00
5.273.840,20 4.119.981,64

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr (Rumpf)
Euro Euro Euro
1. Rohergebnis 8.527.753,75 4.772.173,62
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.243.314,94 2.914.477,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 758.859,19 511.039,53
5.002.174,13 3.425.517,19
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 156.196,34 120.591,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.769.028,06 1.137.754,41
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 1.600.355,22 88.310,08
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.400,65 165,94
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 54.454,88 17.780,65
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 420.513,00 20.657,80
8. Ergebnis nach Steuern 1.126.787,99 50.037,57
9. Sonstige Steuern 1.218,00 712,00
10. Jahresüberschuss 1.125.569,99 49.325,57

Die Vorjahresangaben beziehen sich auf das Rumpf-Geschäftsjahr vom 1.04.2022 bis 31.12.2022

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist unter der Firma InoNet Computer GmbH, Taufkirchen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 120221 eingetragen. Der Jahresabschluss der InoNet Computer GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die entsprechenden größenabhängigen Erleichterungsvorschriften wurden teilweise angewandt.

Mit notarieller Urkunde vom 12. September 2022 wurde die Satzung der Gesellschaft und auch das Geschäftsjahr geändert. Das Berichtsjahr ist das erste mit kalendergleichem Geschäftsjahr. Die berichteten Werte der Gewinn- und Verlustrechnung sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar, das Vorjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Im Folgenden werden daher für wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen, die Angaben für den Vergleichszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 angegeben.

Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Rumpf-Vorjahr 1. April bis 31. Dezember 2022 Vergleichszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022
(TEUR) (TEUR) (TEUR)
Rohergebnis 8.528 4.772 6.611
Löhne und Gehälter 4.243 2.914 3.883
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 759 511 683
sonstige betriebliche Aufwendungen 1.769 1.138 1.510

II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögenswerte

Selbst geschaffene und erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungsdauer orientiert sich an der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und liegt für erworbene immaterielle Vermögenswerte zwischen 3 und 13 Jahren.

Entwicklungskosten werden gemäß § 248 HGB aktiviert, wenn ein neu entwickelter Vermögensgegenstand eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Aktivierte Entwicklungskosten werden im Wesentlichen planmäßig über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Liegt der erwartete Nutzen unter dem Buchwert, so werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

2. Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und um die planmäßige Abschreibung nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungsdauer orientiert sich an der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Für die einzelnen Anlagengruppen werden im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern angesetzt:

Bauten auf fremden Grundstücken: 9 bis 12 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 15 Jahre

Unter "Bauten auf fremden Grundstücken" sind Sachanlagen aufgeführt, die fest mit dem gemieteten Büro- und Produktionsgebäude verbunden sind.

"Technische Anlagen und Maschinen" beinhaltet im wesentlichen Server und andere Computersysteme.

Alle sonstigen materiellen Wirtschaftsgüter sind in den "andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" ausgewiesen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 1000 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

3. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Gleichartige Vermögensgegenstände werden mit dem gewogenen Durchschnittspreis bewertet.

Halbfertige und fertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

In der Folge werden die Vorräte am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des letzten Einkaufspreises bewertet sowie Abwertungen bei Artikeln mit geringer Umschlaghäufigkeit vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bilanziert.

Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung in ausreichender Höhe berücksichtigt.

Zur Absicherung der Forderungen besteht eine Warenkreditversicherung.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag bilanziert, soweit diese Aufwand nach diesem Zeitpunkt darstellen.

7. Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

8. Rückstellungen

Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst.

9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

10. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich ergebende Steuerbe- und die sich ergebende Steuerentlastung werden unverrechnet angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt, wie im Vorjahr, weniger als 1 Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Vorjahr stellen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin dar.

2. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Personalrückstellungen 118 117
Garantierückstellung 62 19
Übrige Rückstellungen 226 189
Summe Rückstellungen 406 325

3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahr betrug weniger als ein Jahr.

4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Die Restlaufzeit der erhaltenen Anzahlungen beträgt, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr.

5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten beträgt, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr.

6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit EUR 6.002,00 (Vorjahr EUR 0,00) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr.

7. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten für die Lohnsteuer (TEUR 68, Vorjahr TEUR 54), sowie die Umsatzsteuern (TEUR 243, Vorjahr TEUR 62).

Die Restlaufzeit der sonstigen Verbindlichkeiten beträgt, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr.

8. Latente Steuern

Die angesetzten passiven latenten Steuern resultieren aus den aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr TEUR 166).

Die angesetzten aktiven latenten Steuern resultieren wie im Vorjahr aus den Unterschieden bei den sonstigen Rückstellungen.

Der Berechnung wurden ein Körperschaftsteuersatz von 15 %, ein darauf entfallender Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie ein Gewerbesteuermessbetrag von 3,5 % und ein Hebesatz von 310 % zugrunde gelegt.

Die latenten Steuersalden haben sich wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung Stand zu Ende des Geschäftsjahres
(TEUR) (TEUR) (TEUR)
Aktive latente Steuern 3 0 3
Passive latente Steuern 46 17 63

IV. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aktivierte Entwicklungsleistungen

Gem. § 248 Abs. 2 HGB werden Entwicklungsleistungen für neue Produkte aktiviert.

Die gesamten Ausgaben für die Forschung und Entwicklung neuer Produkte belaufen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 1.074. Davon wurden TEUR 104 aktiviert, TEUR 970 wurden in der Periode als Aufwand erfasst.

Die Abschreibungen auf aktivierte Produktentwicklungskosten beliefen sich auf TEUR 37.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 41 (Vorjahr TEUR 51).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 9) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 45 (Vorjahr TEUR 46).

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Zinsergebnis sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3) enthalten.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 5) enthalten.

Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz werden nicht erwartet, da die Umsatzgrenze von 750 Mio. EUR durch die Unternehmensgruppe nicht überschritten wird.

V. Sonstige Angaben

1. Derivative Finanzinstrumente

Art: Forward

Fälligkeitsdatum: 02.01.2024

Umfang: USD 74.000

Zeitwert auf Basis des USD-Kurses zum 29.12.2023: EUR 67.071,70

Eine Bilanzierung des schwebenden Geschäfts ist nicht erfolgt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen, insbesondere aus den Mietverträgen für Büroräume und Produktionsflächen sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge.

Der Mietvertrag für die Büroräume und Produktionsflächen in der Wettersteinstr. 18, 82024 Taufkirchen wurde um 10 Jahre verlängert und hat nun eine Laufzeit bis zum 31.03.2033. Die Verpflichtungen aus diesem Mietvertrag belaufen sich auf insgesamt TEUR 3.730, davon sind TEUR 371 innerhalb eines Jahres fällig.

Es bestanden 9 Leasingverträge für Firmen-Pkw mit Restlaufzeiten bis Juni 2027. Diese Leasingverträge sind reine Mietleasingverträge, bei denen die Fahrzeuge am Ende der Laufzeit ohne Kaufoption oder weitere Verpflichtung an den Leasinggeber zurückgegeben werden. Die Leasingraten für diese Verträge betragen für die gesamten Laufzeiten insgesamt TEUR 172 (Vorjahr TEUR 111). Davon sind TEUR 74 innerhalb eines Jahres fällig. Leasingverbindlichkeiten von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

3. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt 75 (Vorjahr 72). Die Anzahl der Auszubildenden beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2 (Vorjahr 1). Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 9 (Vorjahr 7) Mitarbeiter in Teilzeit und 66 (Vorjahr 65) Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

4. Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren hauptberuflich während des Berichtsjahres bestellt:

 

Ralph Ostertag, Oberhaching

 

Ioannis Armenis, München

5. Bezüge der Geschäftsführung

Aufgrund der Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB wird auf den Ausweis der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

6. Ausschüttungsgesperrter Betrag

TEUR
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 231
Abzüglich darauf gebildeter latenter Steuern -63
Aktive latente Steuern 3
Ausschüttungsgesperrter Betrag 172

7. Konzernzugehörigkeit

Die InoNet Computer GmbH ist eine 100 % Tochter der EUROTECH S.P.A., Amaro (Udine), Italien die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die InoNet Computer GmbH einbezogen ist. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Muttergesellschaft unter www.eurotech.com verfügbar.

8. Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben.

9. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Taufkirchen, den 18. September 2024

Ralph Ostertag, Geschäftsführer

loannis Armenis, Geschäftsführer

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss und Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die InoNet Computer GmbH, Taufkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der InoNet Computer GmbH, Taufkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der InoNet Computer GmbH, Taufkirchen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 18. September 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Haendel, Wirtschaftsprüfer

Kölbl, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde am 24. Oktober 2024 festgestellt. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, aus dem Gewinn einen Betrag von 1.000.000 EUR an den Gesellschafter auszuschütten.

Der verbleibende Betrag von 125.569,99 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

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