BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH

Erdmannhäuser Straße 59, 71672 Marbach am Neckar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 311133
Eingetragen
11.9.2001
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Betrieb eines Unternehmens der kunststoffverarbeitenden Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jörg Stötzel
seit 18.9.2008
Prokura
Marc Gregor Baier
seit 5.9.2006
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH

Marbach am Neckar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Das Produkt- und Leistungsspektrum der BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH umfasst die Herstellung von Systemen und Komponenten aus Kunststoffteilen, die im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Schwerpunkte der Produktion bestehen in der Fertigung von qualitativen Spitzenerzeugnissen, von Spritzgussteilen für die Automobil-, Nutzfahrzeug-, Nahverkehrs-, Büromöbelindustrie und weitere Industrieanwendungen.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung werden in der eigenen Versuchsabteilung durchgeführt, die u. a. über eine Regenhalle zur Entwicklung, Erprobung und Verifizierung von Luftmanagementsystemen für die Automobilindustrie verfügt.

Denken in Kundennutzen und -vorstellungen bedeutet, Ideen und Entwicklungen zu erkennen und diese innovativ umzusetzen. Dieser Einsicht trägt BBP konsequent Rechnung. Die Bauteileentwicklung hat bei BBP einen sehr hohen Stellenwert. Sie umfasst die Eigenentwicklung richtungsweisender Lösungen, sowie Auftragsentwicklungen nach Kundenwünschen. Hierbei werden im Vorfeld angestellte Versuche, die Bauteileerprobung und Tests einbezogen. Den fortwährend steigenden Anforderungen nach zeit- und qualitätsgerechten Entwicklungen tragen wir mit hochqualifizierten Mitarbeitern und einem entsprechenden Entwicklungsequipment Rechnung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft.

Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisieren sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Vergleich zum Vorjahr preis- und kalenderbereinigt um 0,3 % gesunken.

Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe ohne Bau ging im Jahr 2023 deutlich um 2% zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen (Automobilbranche und Möbelbranche)

Die drei großen internationalen Automobilmärkte sind im vergangenen Jahr gewachsen, allerdings mit unterschiedlichem Tempo. Während China ein Allzeithoch bei den Neuzulassungen verbuchte, lief die Erholung in Europa und den USA deutlich schleppender.

Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU27, ETFA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft.

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) zog in seiner Jahreswirtschaftspressekonferenz am 14. Februar 2024 die Bilanz der Kunststoffverarbeitung in Deutschland für das Jahr 2023. Der Branchenumsatz verringert sich zwar um 6 % auf 72,5 Mrd. Euro, die verarbeitete Menge an Kunststoffen ging jedoch um 9 % auf 12,7 Mio. Tonnen zurück. Das Wachstum basiert nicht auf einer Mengensteigerung, sondern auf zum Teil signifikant gestiegenen Kosten, insbesondere bei der Energie. Die Anzahl der Beschäftigten hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert (-2,2 %) und betrug im Jahr 2023 319.264.

Die deutsche Möbelindustrie hat im vergangenen Jahr rund 18 Milliarden Euro umgesetzt, 4,3% weniger als im Vorjahr. Sowohl auf dem Heimatmarkt (-4,6%) als auch im Auslandsgeschäft (-3,6%) entwickelte sich der Umsatz rückläufig.

"Unsere Branche leidet schon seit Monaten unter der Kaufzurückhaltung der Konsumenten, deren Ursache wir in der Inflation, der eingebrochenen Baukonjunktur, der politischen Verunsicherung und den geopolitischen Krisen sehen. Zu den stärksten Einbußen kam es im vergangenen Jahr im Segment der "Sonstigen Möbel", zu denen auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gezählt werden. Der Umsatz der Sparte sank im Vorjahresvergleich um 12,6% auf 5,6 Milliarden Euro. Bei den Küchenmöbeln gab es ein leichtes Minus von 0,3% auf 6,2 Milliarden Euro. Zulegen konnten dagegen die Büromöbelproduzenten von 2,6% auf 2,3 Milliarden Euro sowie die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbel von 3,3% auf 2,2 Milliarden Euro.

1. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat die BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH eine Erhöhung der Umsatzerlöse in Höhe von 17,0 % von 101.331 TEUR um 17.261 TEUR auf 118.591 TEUR zu verzeichnen. Die Bestandsveränderungen betragen -459 TEUR (Vorjahr 2.479 TEUR). Die Gesamtleistung beträgt im Geschäftsjahr 118.132 TEUR (Vorjahr 103.810 TEUR) und liegt damit um 14.322 TEUR (relativ 13,8 %) über dem Vorjahreswert. Bei einer gemessen an der Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Personalaufwandsquote 8,0 % (Vorjahr 9,0 %) und gesunkenen Materialaufwandsquote 73,0% (Vorjahr 76,6%) ergibt sich ein Jahresüberschuss nach Steuern von 9.634 TEUR (Vorjahr 4.672 TEUR).

Der Anstieg der Gesamtleistung in Höhe von 14.322 TEUR und der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.319 TEUR führte trotz Steigerung von Materialaufwendungen in Höhe von 6.798 TEUR und sonstiger betrieblicher Aufwendungen in Höhe von 3.094 TEUR zu einem deutlichen Anstieg des Jahresüberschusses nach Steuern von 4.672 TEUR um 4.962 TEUR auf 9.634 TEUR.

Der für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Jahresüberschuss vor Steuern von 4,7 Mio. EUR konnte im abgelaufenen Jahr übertroffen werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 um 12.561 TEUR auf 83.204 (Vorjahr 70.642 TEUR) erhöht. Die Zunahme resultiert neben dem guten Jahresergebnis 2023 vor allem aus den gestiegenen Liquiden Mittel in Höhe von 10.468 TEUR, was mit dem Rückgang des Vorratsbestands einhergeht, und der erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.633 TEUR.

Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft kann als sehr gut eingestuft werden. Die liquiden Mittel in Höhe von 25.487 TEUR (Vorjahr 15.018 TUER) stellen einen Anteil an der Bilanzsumme von 30,6% (Vorjahr 21,6%) dar. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 wie auch in den Vorjahren, keinerlei Fremdfinanzierung in Anspruch genommen.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum 31.12.2023 auf 80,8% (Vorjahr 82,7%).

Gesamtaussage

Der Geschäftsverlauf 2023 kann widererwarten als positiv bezeichnet werden. Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen konnte ein Anstieg der Gesamtleistung um 14.322 TEUR verzeichnet werden. Obwohl die Materialaufwendungen einen Zuwachs verzeichneten (6.798 TEUR), konnte die Gesellschaft durch einen starken Zuwachs der Umsatzerlöse und vor allem durch außergewöhnlich hohe sonstige betriebliche Erträge einen Jahresüberschuss nach Steuern von 9.634 TEUR (Vorjahr 4.672 TEUR) erzielen.

Sowohl die Ertragslage als auch die Vermögens- und Finanzlage können weiterhin als gut angesehen werden.

III. Prognose und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die internationalen Automobilmärkte haben sich im ersten Halbjahr des Jahres 2024 mehrheitlich positiv entwickelt. In Europa (RU, ETFA & UK) und den USA wuchs der Markt mit geringer Rate im unteren einstelligen Bereich. In China erreichte der Pkw-Absatz im ersten Halbjahr 2024 ebenfalls ein Plus, zuletzt zeigten sich im Lichte einer schwachen Konsumlage in China allerdings im zweiten Quartal deutliche Marktrückgänge. Der japanische Pkw-Markt ist inmitten einer Rezession.

In Europa (EU, EFTA & UK) wurden auf dem Pkw-Markt im ersten Halbjahr gut 6,9 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind 4 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch liegt die Absatzlücke zum Jahr 2019 im bisherigen Jahresverlauf immer noch bei 18%. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich in den ersten sechs Monaten ähnlich. Im Monat Juni verbuchte der europäische Markt ein Plus von 4% auf 1,3 Mio. Pkw.

Im ersten Halbjahr des Jahres 2024 stiegen die Pkw-Neuzulassungen auf dem deutschen Pkw-Markt auch aufgrund eines im historischen Vergleich nach wie vor schwachen Vorjahresniveaus an. In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 1,47 Mio. Pkw neu zugelassen, gut 5% mehr als noch im ersten Halbjahr des Vorjahres 2023. Trotz des jüngsten Anstiegs der Pkw-Registrierung bleibt der Abstand zum Vorkrisenniveau weiterhin hoch. Das aktuelle Volumen liegt rund 20% unter dem Absatzniveau von 2019. Der Absatz im Monat Juni war im Vergleich zum Vorjahresmonat positiv, profilierte allerdings von einem Sondereffekt. Die Implementierung einer neuen EU-Typengenehmigungsverordnung ab dem 07. Juli 2024 hatte zu einigen vorgezogenen Neuzulassungen geführt. Betroffen sind insbesondere Fahrzeuge, welche noch nicht mit den laut der EU-Verordnung verpflichtenden Assistenzsystemen ausgestattet sind. So wurden im abgelaufenen Monat in Deutschland 297.300 Pkw neu zugelassen, ein Plus von 6% gegenüber dem Vorjahresmonat 2023.

Der Export entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf etwas dynamischer als die Produktion. Seit Januar wurden 2,4 Mio. neue Pkw exportiert, 3% mehr als im Vorjahreszeitraum 2023. Der Export befindet sich nach den ersten drei Quartalen noch knapp 10% unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Im September wurden 305.400 fabrikneue Pkw aus Produktionsstätten in Deutschland exportiert (+11%).

Im ersten Halbjahr von 2024 wurden auf dem chinesischen Pkw-Markt mit gut 9,9 Mio. verkauften Einheiten 3 % mehr Pkw abgesetzt als noch im Vorjahreszeitraum. Die noch positive Marktdynamik speist sich allerdings aus dem starken Jahresauftakt und ließ im zweiten Quartal 2024 deutlich nach. Im Juni gab es einen Rückgang des Marktes um 8%, es wurden 1,8 Mio. Pkw zugelassen. Im September stieg der Absatz ebenfalls um 2% auf 2,1 Mio. Pkw. China liegt damit, anders als Europa und die USA, über dem Vorkrisenniveau von 2019 und übertrifft die Zulassungen der ersten drei Quartale des Jahres 2019 im laufenden Jahr um 14%.

In den USA sind die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Duty) im ersten Halbjahr von 2024 um 2 % gestiegen. Insgesamt wurden knapp 7,8 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Dabei wurden im Juni 1,3 Mio. Light Vehicle verkauft, 3% weniger als im Vorjahresmonat. Der jüngste Rückgang ist jedoch im Lichte von Hackerattacken auf zahlreiche Händler in den Vereinigten Staaten zu sehen, die im vergangenen Monat für deutliche Einschränkungen sorgte.

Der Pkw-Absatz in Japan ging in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2024 um 12% zurück. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 1,8 Mio. Pkw verkauft. Im Juni lag der Absatz mit 311.900 Pkw um 6% unter dem Vorjahresniveau 2023.

Die deutsche Möbelindustrie hat im ersten Halbjahr 2024 die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu spüren bekommen, setzt auf eine leichte saisonale Belebung der Möbelnachfrage in den kommenden Monaten. Darüber hinaus rückte die Einrichtung des eigenen Zuhauses im Herbst traditionell wieder stärker in den Fokus der Menschen und löse das im Sommer dominierende Thema Reisen ab. Die erhoffte Belebung werde allerdings vermutlich nicht stark genug ausfallen, um die in der ersten Jahreshälfte verzeichneten Umsatzeinbußen zu kompensieren. "Für das Gesamtjahr 2024 gehen wir vor diesem Hintergrund von einem Umsatzrückgang von 7% bis 9% aus", prognostizierte Kurth.

In der ersten Hälfte dieses Jahres sank der Umsatz der deutschen Möbelindustrie laut amtlicher Statistik um 9,7% auf 8,3 Milliarden Euro. Auf dem Heimatmarkt setzten die 417 Betriebe (mit mehr als 50 Beschäftigten) mit insgesamt 71.841 Beschäftigen rund 5,56 Milliarden Euro um und damit 9,1% weniger als im Vorjahreszeitraum. Noch stärker rückläufig entwickelte sich die Auslandsumsatz mit einem Minus von 10,9% auf 2,7 Milliarden Euro.

Sämtliche Segmente der Branche mussten Einbußen hinnehmen. In der Küchenmöbelindustrie belief sich der Umsatz auf rund 2,9 Milliarden Euro, ein Minus von 9,8%. Die Hersteller von Polstermöbel registrierten einen Umsatzrückgang von 11,2% auf rund 500 Millionen Euro. Die stärkste Einbuße verzeichnete die Sparte der sonstigen Möbel, deren Umsatz um 15% auf 2,5 Milliarden Euro fiel.

Auch die Investitionsgütersegmente der Möbelindustrie registrierten eine rückläufige Geschäftsentwicklung. Die Büromöbelindustrie erzielte einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro, ein Minus von 1,8%, die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln lagen mit einem Umsatz von rund 980 Millionen Euro um 3,7% unter dem Vorjahr.

In den meisten europäischen Märkten kam es in der ersten Jahreshälfte zu Absatzrückgängen. Die Ausfuhren nach Frankreich, dem wichtigsten Exportmarkt, sanken um 8,7% auf knapp 660 Millionen Euro. Schwächer entwickelten sich auch die Lieferungen aus der Schweiz (-8,3%), nach Österreich (-13%), in die Niederlande (-11,3%), in das Vereinigte Königreich (-4,2%) sowie nach Belgien (-8,9%).

Die Möbellieferungen in die Vereinigten Staaten, die mit Abstand wichtigste Absatzregion für Möbel "Made in Germany" außerhalb Europas, rangierten mit knapp 130 Millionen Euro in etwa auf das Vorjahresniveau. Durch die gemeinsamen Messeaktivitäten konnte hier der Absatz von Küchenmöbeln um 5,2% gesteigert werden. Ein Wachstum von 6,4% auf rund 76 Millionen Euro gelang bei den Exporten nach China. China als weltweit größter Möbelmarkt stellt damit weiterhin den zweitwichtigsten außereuropäischen Exportmarkt für deutsche Möbel dar.

"Die Ursachen der Kaufzurückhaltung der Verbraucher in den vergangenen Monaten sehen wir neben den gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen auch in der politischen Verunsicherung aufgrund des Zustandes der Ampel-Regierung", sagte Verbandsgeschäftsführer Kurth. "Wirtschaft - das wissen wir - ist immer auch Psychologie und was die Ampel derzeit als Stimmungsbild nach außen liefert, trägt zur Verunsicherung und zum Verdruss der Bürger bei. Vielen haben den Glauben daran verloren, dass die Regierung noch ernsthaft Probleme lösen kann und aus dem lähmenden Streitmodus vor der nächsten Bundestagswahl herausfindet."

Dazu passe auch die Stimmung in der Möbelindustrie: Als ihre größte Herausforderung nennen die Unternehmen in einer aktuellen Verbandsumfrage mit großem Abstand das schwache Konsumklima. Dahinter folgen der wirtschaftspolitische Stillstand in Deutschland, die überbordende Bürokratie, der Fachkräftemangel sowie die gestiegenen Lohn-, Gehalts- und Energiekosten. Große Sorgen bereitet zudem der stockende Wohnungsneubau. Wie die jüngste Verbandsumfrage ergab, haben im August 38% der befragten Kurzarbeit beantragt. Für das vierte Quartal planen rund 40% der Hersteller Kurzarbeit.

Die weiteren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die aktuelle Inflation sind dynamisch und schwer einzuschätzen. Die Automobil- und Möbelbranche, als die für uns relevanten Branchen erschweren, zusätzlich eine genaue Prognose. Der nachfolgende Ausblick bezieht sich auf den Prognosezeitraum von einem Jahr und basiert auf den heutigen Zeitpunkt. Er berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Aufstellung vorliegenden Erkenntnisse, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf haben könnten. Die im Prognosebericht enthaltenen Erwartungen beziehen sich auf die Planung für das Jahr 2024 und geben den aktuellen Stand wieder. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen und unterliegen Unwägbarkeiten. Diese können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, positiv oder negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht.

Die BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH rechnet für 2024 aufgrund weiter gestiegener Material- und Lohnkosten, sehr hohen Anlaufkosten für Neuaufträge und Belastungen mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis.

2. Chancen- und Risikobericht

Zur Steuerung der gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich auf die Kunststoffwerk Neuteichnitz Baier GmbH auswirken könnten, setzt die Geschäftsführung zur Steuerung dieser Risiken ein straffes Unternehmenscontrolling ein, in welchem sämtliche Unternehmensteile und Unternehmensverantwortliche mit einbezogen werden. Aufgrund des Controllings monatlicher Plan-Ist-Werte, Ermittlung von Kennzahlen und einer strengen Budgetplanung kann frühzeitig auf erkennbare Abweichungen reagiert werden. Durch diese Unternehmensüberwachung und intensiver Kommunikation mit klaren Verantwortlichkeitsregelungen ist dies ein wirksames Instrument, Anpassungen nach erfolgter Abweichungsanalyse auch im Unternehmen durchzusetzen. Ausfallrisiken waren in der Vergangenheit nicht zu verzeichnen.

Unsicherheiten und Abwärtsrisiken für die Wirtschaftsaussichten haben in den letzten Monaten wieder zugenommen, was hauptsächlich auf den anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den Konflikt im Nahen Osten zurückzuführen ist. Auch die globalen geopolitischen Spannungen stellen nach wie vor Risiken dar. Zudem könnte die anhaltende Inflation in den USA dazu führen, dass Zinssenkungen in den USA und nicht nur dort länger auf sich warten lassen, was zu restriktiveren globalen Finanzierungsbedingungen führen könnte.

Auch in der EU könnte die Inflation langsamer sinken als erwartet, sodass die Zentralbanken Zinssenkungen weiter aufschieben könnten, bis sich die Inflation bei den Dienstleistungen verfestigt. Überdies werden einige Mitgliedstaaten 2025 möglicherweise zusätzliche Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen ergreifen, die sich auf das Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr auswirken könnten. Gleichzeitig könnte eine weniger stark ausgeprägte Sparneigung das Konsumwachstum antreiben, auch die Investitionen im Wohnungsbau könnten sich schneller erholen. Mit dem Klimawandel verbundene Risiken belasten die Aussichten zunehmen.

Nachdem die Wirtschaft im Jahr 2023 weitgehend stagnierte, war das Wachstum zu Beginn des Jahres 2024 stärker als erwartet. Im Zusammenspiel mit dem anhaltenden Rückgang der Inflation bot das die Grundlage für eine allmähliche Ausweitung der Wirtschaftstätigkeit im Prognosezeitraum.

Nach einer Rezession im Jahr 2023 dürfte die Konjunktur in Deutschland 2024 stagnieren. Die Binnennachfrage wird im laufenden und im kommenden Jahr langsam wieder anziehen, da sich das reale Lohnwachstum fortsetzt. Es wird jedoch erwartet, dass angesichts anhaltend hoher Finanzierungskosten die Investitionen deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie bleiben. Die Exporte dürften sich 2025 langsam erholen.

Das finanzwirtschaftliche Risiko der Gesellschaft ist aufgrund der Liquiditätslage und weiteren internen und externen Finanzierungsmöglichkeiten als gering einzustufen. Wirtschaftliche Risiken, die durch zukünftige Umsatzrückgänge bedingt sind, könnten teilweise durch flexible Anpassung der Personalkosten (Leiharbeiter aber auch Kurzarbeit) begegnet werden. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen könnten.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch langjährige Produktionserfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Interne Ablauf- und Qualitätskontrollen inkl. ISO-Zertifizierung, durch die Corona-Pandemie bedingt geschwächte Wettbewerber sowie ein moderner Maschinenpark bieten weiterhin Chancen, Kunden im Automobil- und Möbelbereich zu gewinnen.

 

Marbach am Neckar, 28.02.2025

BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH

gez. Marc G. Baier, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 15.064.273,78 16.267.076,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 37.601,63 41.936,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.601,63 41.936,00
II. Sachanlagen 15.026.541,00 16.225.009,60
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.748.682,00 7.872.952,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.801.076,00 3.643.458,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.372.286,51 3.582.036,37
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.496,49 1.126.563,23
III. Finanzanlagen 131,15 131,15
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 131,15 131,15
B. Umlaufvermögen 66.312.704,91 54.192.123,08
I. Vorräte 10.794.050,74 13.306.205,93
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.504.144,95 9.847.240,35
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.022.834,08
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.267.071,71 3.749.385,58
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 290.420,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.032.067,76 25.867.688,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.168.160,64 8.535.337,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.361.776,77 16.802.085,29
3. sonstige Vermögensgegenstände 502.130,35 530.265,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 25.486.586,41 15.018.228,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.826.628,76 183.180,08
Aktiva 83.203.607,45 70.642.379,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 67.264.308,08 58.437.773,33
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Bilanzgewinn 67.064.308,08 58.237.773,33
B. Rückstellungen 11.775.977,31 9.921.366,19
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.515.471,00 7.559.821,00
2. Steuerrückstellungen 3.352.679,31 1.642.445,19
3. sonstige Rückstellungen 907.827,00 719.100,00
C. Verbindlichkeiten 4.163.322,06 2.283.240,39
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.163.479,52 1.843.647,52
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 46.698,59 113.496,31
3. sonstige Verbindlichkeiten 953.143,95 326.096,56
davon aus Steuern 375.420,76 89.126,27
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 221.624,57 209.010,21
Passiva 83.203.607,45 70.642.379,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 118.591.458,97 101.330.949,34
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 459.479,79 -2.479.144,47
3. sonstige betriebliche Erträge 3.342.918,50 1.023.495,83
4. Materialaufwand 86.317.367,64 79.518.890,39
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 70.813.373,50 60.944.528,78
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.503.994,14 18.574.361,61
5. Personalaufwand 9.442.680,07 9.329.012,24
a) Löhne und Gehälter 8.001.609,99 7.604.435,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.441.070,08 1.724.576,48
davon für Altersversorgung -23.955,96 148.038,73
6. Abschreibungen 2.401.580,48 2.340.888,25
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.401.580,48 2.340.888,25
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.313.898,02 7.220.220,88
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 522.741,86 120.289,77
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 249.553,00 172.652,50
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.638.339,18 1.700.012,69
11. Ergebnis nach Steuern 9.634.221,15 4.672.202,46
12. sonstige Steuern 34.549,07 19.190,41
13. Jahresüberschuss 9.599.672,08 4.653.012,05
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 57.464.636,00 53.584.761,28
15. Bilanzgewinn 67.064.308,08 58.237.773,33

Anhang

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Zur Verbesserung der Klarheit in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke und Erläuterungen weitgehend in den Anhang übernommen.

Unter Ausübung des Wahlrechts zum zusammengefassten Ausweis gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB wurden die unfertigen Erzeugnisse mit den fertigen Erzeugnissen in dem Posten "unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse" zusammengefasst.

Registerinformation

Die BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH hat ihren Sitz in Marbach am Neckar. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 311133 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sämtliche Anlagengüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt.

Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Grundlage der Bewertung sind die Maschinenstundensätze. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1,0 % (Vj. 1,0%) berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Temporäre Differenzen bestehen vor allem in den Pensionsrückstellungen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage, der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Der Berechnung des Barwerts liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

31.12.2023 31.12.2022
Rentensteigerungsrate 1,0 % 1,0 %
gemäß § 16 Betr. AVG
Einkommensdynamik 2,00% 2,00%
Zinssatz 1,82 % 1,78 %
Pensionsrückstellung 7.515.471,00 EUR 7.559.821,00 EUR

Der Zinsaufwand beträgt 134.922 EUR (Vorjahr: 137.547 EUR).

Der Zinssatz beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO), berechnet aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren von 1,82 % und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren von 1,74 % beträgt 38.802,00 EUR (Vorjahr: 421.259 EUR. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagespiegel der BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH (Anlage 3 Seite 8) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.759 TEUR (Vorjahr: 14.112 TEUR).

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

- Personalbezogene Rückstellungen TEUR 217 (Vj. 193)
- Verkaufsbezogene Rückstellungen TEUR 403 (Vj. 330)
- Beratungs-, Prozesskosten TEUR 50 (Vj. 50)
- Unterlassene Instandhaltung TEUR 30 (Vj. 51)
- Ausstehende Rechnungen und Sonstiges TEUR 95 (Vj. 95)
Summe TEUR 795 (Vj. 719)

Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer 98 TEUR (Vorjahr: 89 TEUR) und im Rahmen der sozialen Sicherheit 221 TEUR (Vorjahr: 209 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse (vor Skontoaufwand und Retouren) nach Tätigkeitsbereichen und nach geographisch bestimmten Märkten:

2023
TEUR
2022
TEUR
Spritzguss/Formen/Blechbearbeitung
- Inland 93.479 75.529
- EU-Ausland 9.991 10.556
- Drittland 1.014 1.323
Handelsware, Fremdentwicklung, Prototyping
- Inland 11.676 11.772
- EU-Ausland 207 257
- Drittland 1.658 1.610
Sonstige 566 284

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 314 TEUR (Vorjahr: 808 TEUR) enthalten. Zudem bestehen periodenfremde Erträge in Höhe von 2.893 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR). Diese Beruhen insbesondere aus der Aktivierung von Werkzeugen und Prototypen aus den Vorjahren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 32 TEUR (Vorjahr: 189 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 148 TEUR) enthalten.

Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen von insgesamt 9 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen von insgesamt 1.356 TEUR (Vorjahr: 144 TEUR) und periodenfremde Erträge in Höhe von 671 TEUR (Vorjahr: 122 TEUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 126 121
Angestellte 65 61
Summe: 191 182

Ferner wurden 6 Personen zu ihrer Ausbildung beschäftigt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

• Mietverpflichtungen aus bestehenden Mietverhältnissen 35 TEUR p.a.

• Softwarepflegeverträge 149 TEUR p.a.

• Wartungsverträge 16 TEUR p.a.

Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an:

- Marc G. Baier, Diplom-Kaufmann

- Horst Hauke, Diplom-Wirtschaftsingenieur (bis zum 30.06.2023)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist 100 %-ige Tochtergesellschaft der Baier Holding GmbH & Co. KG, Marbach am Neckar.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers in Höhe von insgesamt 91 TEUR angefallen. Davon betragen die Aufwendungen für Abschlussprüfung 22 TEUR und für Steuerberatungsleistungen 69 TEUR.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zum 31.12.2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Marbach am Neckar, 28.02.2025

BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH

gez. Marc G. Baier, Geschäftsführer

Anlagespiegel 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge Umbuchungen (U)
EUR
Anpassungen Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 (U)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 535.245,54 41.186,63 0,00 -18.740,00 557.692,17
535.245,54 41.186,63 0,00 -18.740,00 557.692,17
II. Sachanlagen
2.505,00 (U)
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.651.642,78 285.416,70 0,00 0,00 13.939.564,48
0,00 (U)
2. technische Anlagen und Maschinen 15.978.713,99 0,00 0,00 0,00 15.978.713,99
154.724,25 (U)
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.919.837,18 1.121.893,00 1.439.241,00 -152.746,18 23.482.949,25
-157.229,25 (U)
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.126.563,23 11.337,00 0,00 -876.174,49 104.496,49
51.676.757,18 1.418.646,70 1.439.241,00 -1.028.920,67 53.505.724,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 131,15 0,00 0,00 131,15
52.212.133,87 1.459.833,33 1.439.241,00 -1.047.660,67 54.063.547,53
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge Umbuchungen (U)
EUR
Anpassungen Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -493.309,54 -26.781,00 0,00 0,00 -520.090,54
-493.309,54 -26.781,00 0,00 0,00 -520.090,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -5.778.690,78 -412.191,70 0,00 0,00 -6.190.882,48
2. technische Anlagen und Maschinen -12.335.255,99 -842.382,00 0,00 0,00 -13.177.637,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -17.337.800,81 -1.120.225,78 -805.382,33 152.746,18 -19.110.662,74
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-35.451.747,58 -2.374.799,48 -805.382,33 152.746,18 -38.479.183,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-35.945.057,12 -2.401.580,48 -805.382,33 152.746,18 -38.999.273,75
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.601,63 41.936,00
37.601,63 41.936,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.748.682,00 7.872.952,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.801.076,00 3.643.458,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.372.286,51 3.582.036,37
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.496,49 1.126.563,23
15.026.541,00 16.225.009,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 131,15 131,15
15.064.273,78 16.267.076,75

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BBP Kunststoffwerk Marbach Baier GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 31.03.2025

Auren KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Robert Rek, Wirtschaftsprüfer

gez. Susanne Schaich, Wirtschaftsprüferin

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