Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Wagner seit 23.1.2025 | Geschäftsführer |
Christopher Hubertus Babel seit 14.5.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Freundorfer seit 14.8.2023 | Geschäftsführer |
Christine Kaufmann seit 5.6.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KTX GmbH (vormals: NIFCO Germany GmbH)WeißenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die NIFCO Germany GmbH, Weißenburg (im Folgenden kurz „Gesellschaft“ genannt), ist vorrangig im Zulieferbereich der Automobilindustrie tätig. Das Hauptumsatzvolumen ist die Spritzgussproduktion von Kunststoffartikeln bzw. Baugruppen sowie die Industrielackierung von diesen Teilen für die Automobilindustrie sowie die Entwicklung von Kunststoffspritzgießwerkzeugen und Versuchsformen. Dabei versteht sich die NIFCO Germany GmbH nicht als Kunststoff-Lohnspritzerei, sondern vielmehr als Systementwickler für kinematische, komplexe Bauteile mit qualitativ hochwertigen Oberflächen auf einem hohen technischen Niveau. Eine der Stärken der Gesellschaft liegt weiterhin in der allgemeinen Firmenkonzeption. Der Verbund mit der Firma SEGO GmbH, Solingen, (technische Konzeption und Werkzeugbeschaffung) zeigt sich auf dem Markt als erfolgreiches Modell. Durch unsere Tochtergesellschaft NIFCO KTW America Corporation, Toccoa, Georgia/USA, können wir auch den US-amerikanischen Markt beliefern. Steuerungssystem Die Gesellschaft bedient sich zur internen Unternehmenssteuerung unterschiedlicher finanzieller Leistungsindikatoren. Zu den wichtigsten Indikatoren zur Steuerung der Gesellschaft gehören Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Darüber hinaus haben wir keinen weiteren wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikator identifiziert. Forschung und Entwicklung Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgen in Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Dabei verfolgen wir das Ziel, technologisch führende und innovative Produkte anzubieten, und legen dabei besonderen Wert auf Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit des gesamten Produktportfolios. II. Wirtschaftsbericht Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Kraftwagen und Kraftwagenteile waren im Jahr 2023 mit 268,2 Milliarden Euro und einem Anteil von 17,2 % an den deutschen Gesamtexporten wie schon in den vergangenen Jahren Deutschlands wichtigste Exportgüter. Im Jahr 2023 wurden rund 3,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Dies entsprach einer Zunahme von 5,5%. Knapp die Hälfte aller Pkw waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw nahmen um +11,4 Prozent zu, Plug-in-Hybride waren mit -51,5 Prozent rückläufig. Fast jeder Dritte neu zugelassene Pkw war dem Segment der SUVs zuzuordnen. Rund 1,9 Millionen Pkw wurden gewerblich zugelassen. Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes war die Deutsche Wirtschaftsleistung 2023 rd. 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Die privaten Konsumausgaben waren um 0,8% geringer als im Jahr 2022. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Kraftfahrt-Bundesamt) Geschäftsverlauf der Gesellschaft Allgemeines Die Gesellschaft blickt auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2023 zurück, welches deutlich durch die anhaltende Rezession in Deutschland geprägt war. Die erzielten Umsätze der Gesellschaft lagen deutlich über dem Vorjahresniveau und somit auch leicht über den Planungen bzw. der Prognose aus dem Vorjahr. Allerdings konnten die gesteckten Ergebnisziele nicht erreicht werden. Die Gesellschaft wurde auch im Jahr 2023 erfolgreich zertifiziert. Standort Weißenburg: IATF 16949, ISO 14001 und ISO 50001 Standort Solingen: IATF 16949, ISO 14001 Ertragslage scroll
Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse betrugen im laufenden Geschäftsjahr 138,37 Mio. € und sind im Vergleich zum Vorjahr (116,30 Mio. €) um 19,0 % gestiegen. Grund für den starken Anstieg sind im Wesentlichen die Anpassungen der Kundenabrufe. Der Materialaufwand in Höhe von 70,79 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr (70,84 Mio. €) prozentual zur Gesamtleistung (Umsatz +/- Bestandsveränderung) deutlich gesunken. Dies hängt hauptsächlich mit den in 2022 erhöhten Materialpreiserhöhungen aufgrund der Ukraine-Krise zusammen, welche sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023 wieder ausnivelliert haben. Die Aufgliederung der Umsätze nach Regionen / Segmenten ist im Anhang ersichtlich. Geschäftsergebnis Das Rohergebnis von 63,33 Mio. € ist im Vergleich zum Vorjahr (49,47 Mio. €) deutlich gestiegen und spiegelt den gesunkenen Materialaufwand entsprechend wider. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, aber nach Ergebnisabführung) als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator beläuft sich im Geschäftsjahr auf -4,95 Mio. € nach -11,00 Mio. € im Vorjahr und hat sich im Jahr 2023 demnach ebenfalls deutlich verbessert. Grund hierfür sind wesentliche Einsparungen, welche im Geschäftsjahr erfolgreich umgesetzt werden konnten. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiven Entwicklung, entsprach das 2023er EBIT nicht den Erwartungen. Die Personalkosten sind im Laufe des Jahres 2023 um T€ 4.806 bzw. 14,60 % gestiegen. Der Grund hierfür liegt im Wesentlichen an den höheren Umsätzen und der damit einhergehenden Erhöhung des Personalbedarfes durch Zeitarbeitskräfte. Im Jahresdurchschnitt wurden 719 (Vj. 718) aktive Mitarbeiter beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 19.805 (Vj. T€ 20.284) und beinhalten Raumkosten (T€ 6.751), Kosten der Warenabgabe (T€ 3.364), laufende Instandhaltung (T€ 2.646), Versicherungen und Beiträge (T€ 444) sowie sonstige Verwaltungsaufwendungen (T€ 6.600) Das Ergebnis (Jahresfehlbetrag) des Geschäftsjahres 2023 verfehlte die Erwartungen und betrug 5,41 Mio. € (Vj. 18,06 Mio. € Jahresfehlbetrag). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens resultierten im Wesentlichen aus der Abschreibung des aktivierten Geschäfts- und Firmenwertes i. H. v. T€ 6.080 (Vj. T€ 3.040). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen i. H. v. T€ 0 (Vj. T€ 6.889 für die Auflösung aktiver latenter Steuern). Finanzlage Die Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen, soweit möglich unter Ausnutzung von Skonto, beglichen. Gleiches gilt für die Vereinnahmung von Forderungen. Der im Jahr 2023 bestehende und von der Muttergesellschaft abgesicherte Banken-Kreditrahmen betrug 24 Millionen Euro. Dieser wurde zum 31.12.2023 nur mit 17 Millionen Euro in Anspruch genommen und im Laufe des 1. Quartals 2024 komplett getilgt. Unser Forderungsbestand ist insgesamt als gesund einzustufen, sodass (aufgrund der sehr guten Bonität unserer Kunden) mit keinen größeren Ausfällen zu rechnen ist. NIFCO Germany finanziert sich neben dem Cash Flow aus der eigenen Tätigkeit im Wesentlichen aus der NIFCO-Gruppe und Kreditinstituten. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, die fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Der vereinfachte Cashflow, ermittelt aus dem Jahresfehlbetrag und korrigiert um die Abschreibung, lag mit T€ 6.341 (Vj. T€ -9.570) unterhalb der Planungen. Vermögenslage Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalteten im Vorjahr im Wesentlichen die folgenden aus dem Erwerb und anschließender Anwachsung der Anteile an der KTW KG und JK KG resultierenden Vermögensgegenstände und machen insgesamt 0,24 % (Vj. 6,93 %) der Bilanzsumme aus:
Das Anlagevermögen beträgt in Relation zur Bilanzsumme 35,93 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Wesentlichen aufgrund der gezahlten Gewinnabführung 2021 sowie 2022 (SEGO GmbH) um T€ 1.950 verringert. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen beliefen sich insgesamt auf T€ 11.753. Im Jahr 2023 wurde hauptsächlich in den Ausbau der Produktion investiert. Ferner wurden verschiedene kleinere Investitionen vorgenommen zur Erweiterung und Modernisierung der Betriebsausstattung. Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 30.302) deutlich reduziert und belaufen sich zum 31.12.2023 auf T€ 23.676. Die Veränderung betrifft im Wesentlichen den Bereich der Werkzeuge. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2023 um T€ 3.203 auf T€ 12.316 gestiegen. Die Forderungen bestehen gegenüber wenigen Großkunden mit guter Bonität. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.965 (i. Vj. T€ 4.915) bestehen unter anderem gegenüber dem Tochterunternehmen SEGO GmbH aufgrund von Gewinnabführung (T€ 1.008; i. Vj. T€ 1.235). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (inkl. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) teilen sich wie folgt auf: scroll
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung v.a. die Kennzahlen Umsatz sowie EBIT heran, deren Entwicklung im Rahmen der Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert wird. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind von untergeordneter Bedeutung und deshalb nicht aufgeführt. Gesamtaussage Aufgrund der Marktentwicklung im Jahr 2023 ist das Jahresergebnis entsprechend belastet. Der Trend im Jahr 2024 zeigt nach derzeitiger Sicht keine deutliche Verbesserung. Von daher wurden bereits Maßnahmen eingeleitet, um das Unternehmen besser auf die zukünftigen Marktveränderungen vorzubereiten und somit wieder in eine Gewinnsituation zu bringen. Die Finanz- und Vermögenslage stellt sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als solide dar. Trotz der Herausforderungen im Automobilzulieferbereich sowie unter Beachtung aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bekannten Gegebenheiten und Fakten liegen gegenwärtig keine Risiken vor, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NIFCO Germany GmbH wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen oder deren Fortbestand in absehbarer Zeit gefährden. III. Prognosebericht Die Prognose steht unter der Annahme, dass die für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Automobilsektor sich stabil entwickeln. Die Prognose für 2024 basiert auf der aktuellen bestehenden Auftragslage der Gesellschaft und unterstellt, dass es in den nächsten Monaten keine gravierenden Einschnitte durch externe Ereignisse geben wird. Nach Aussage des VDA (Verband der Autoindustrie) wird in Deutschland für 2024 mit einem Rückgang der Neuzulassungen für E-Fahrzeuge gerechnet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kraftfahrzeugbranche in Zukunft entwickeln wird. Die Auftragslage für die kommenden Jahre kann als stabil bewertet werden. Es liegen langfristige Direktaufträge der großen Automobilhersteller vor. Der Auslauf von Fahrzeugmodellen wird teilweise durch Neuaufträge kompensiert. Durch weitere geplante Strukturmaßnahmen im Unternehmensbereich werden in Zukunft Voraussetzungen geschaffen, eine noch bessere Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Auf Basis der aktuellen Entwicklung rechnet die Gesellschaft für das Gesamtjahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 mit einem um ca. 20% geringeren Umsatz. Weiterhin gehen wir für 2024 von einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im einstelligen Prozentbereich aus. Wie alle Prognosen ist auch diese mit Unsicherheit behaftet und hängt von dem Eintreten der zugrunde liegenden Annahmen und Prämissen ab. IV. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Die für die Entwicklung der Gesellschaft relevanten Risiken unterliegen einem regelmäßigen Monitoring durch die Geschäftsführung, aus dem entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung bzw. -vermeidung abgeleitet werden. Zur besseren Einordnung der Relevanz der jeweiligen Risiken werden diese in Risiken mit geringen, moderaten bzw. erhöhten Auswirkungen klassifiziert. Unsere Risiken fassen wir in den folgenden Kategorien zusammen: Wirtschaftliche Risiken Ein Großteil der Umsätze wird auch in Zukunft mit wenigen Großkunden erzielt werden. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft ist entscheidend von den Aufträgen der Großkunden abhängig. Auf der anderen Seite zeigt die Vergangenheit, dass eine langfristige und für beide Seiten erfolgreiche Zusammenarbeit möglich ist. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung keine Anzeichen dafür, dass sich die Beziehungen zu den Großkunden wesentlich verschlechtern werden. Wir sehen hier daher aktuell kein Risiko. Daneben wird versucht, die Gesellschaft breiter aufzustellen und neue Kunden zu gewinnen, um die Abhängigkeit von den Großkunden weiter zu reduzieren. Unsere Produkte laufen über einen Zeitraum von etwa 5 - 7 Jahren. Risiken der künftigen geschäftlichen Entwicklung bestehen darin, dass unsere Kunden die vorkalkulierten Abnahmemengen für die Produktlaufzeiten - insbesondere auch aufgrund von Effekten aus der Halbleiterkrise - nicht garantieren können. Diese Risiken werden als moderat eingeschätzt. Risiken liegen außerdem in der zukünftigen Entwicklung der Automobilbranche und des Automobilzulieferermarktes. Auch in Bezug auf das Thema E-Mobility bleibt abzuwarten, wie sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln wird. Aktuell werden diese Risiken allerdings als gering eingeschätzt. Rechtliche Risiken erwachsen insbesondere aus möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen im Projektgeschäft. Durch ein effizientes Qualitätsmanagement überwachen wir laufend entsprechende Risiken. Weiterhin wurde bereits eine entsprechende Rückstellung gebildet, darüber hinaus ist kein relevantes Risiko in diesem Umfeld ersichtlich. Personalrisiken begrenzen wir durch laufende Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme. Weiterhin investieren wir viel in ein attraktives Arbeitsumfeld und in eine gute Außendarstellung. Das Risiko in diesem Bereich ist somit als gering einzustufen. Auch im Bereich der Liquidität sind aufgrund der derzeitigen vorhandenen Mittel keine Risiken zu erwarten. Liquiditätsengpässe sind derzeit nicht zu erwarten. Unsere Zahlungsströme steuern wir auf der Grundlage einer Finanz- und Liquiditätsplanung. In Bezug auf unsere liquiden Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten sind wir den branchenüblichen Risiken aus Preisänderungen, Forderungsausfällen, fehlender Liquidität oder aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. Konkrete Risiken mit Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage oder die voraussichtliche Entwicklung sind nicht erkennbar. Sicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Zusätzliche Risiken ergeben sich durch Insolvenzen von Kunden und daraus entstehende Forderungsausfälle. Diese sind aufgrund des Kundenportfolios jedoch als sehr gering einzustufen. Durch ein gut funktionierendes Forderungsmanagement gelang es bisher, Forderungsausfälle zu vermeiden. Um unsere Liquidität zu sichern, haben wir Liquiditätspläne erstellt und verschiedene Szenarien gegenübergestellt. Chancenbericht Chancen ergeben sich durch neue Modelle, auch im Zusammenhang mit der E-Mobility. Durch die beiden Produktionsstandorte in Weißenburg und Solingen können auch komplexere Baugruppen produziert werden, die nur einen geringen Anteil an Fremdleistungen benötigen. Weiterhin sehen wir Potenzial für den Aufbau des Standortes in Serbien. Durch die Integration in die AEQUITA Gruppe ist die Gesellschaft auch in die strategischen Entscheidungsprozesse des Konzerns eingebunden, und Konzernanforderungen werden in der Gesellschaft Berücksichtigung finden. Chancen sind des Weiteren gegeben durch die Fortführung bereits bestehender Projekte aufgrund von Produktaufwertungen (Facelift). Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld im Automobilzulieferbereich. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unseres Know-hows sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Bericht über Zweigniederlassungen Es bestehen folgende Zweigniederlassungen:
VI. Sonstige Informationen Die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung beträgt 30 %, wobei diese nicht für die aktuelle Besetzung (0 %) gilt. Die Zielerreichungsfrist beträgt 5 Jahre. Die Geschäftsführung erklärt, bei der Nachbesetzung von Führungspositionen in der Geschäftsführung und den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer Männern und Frauen Chancengleichheit zu gewähren.
Weißenburg, den 30.07.2024 Christopher Babel Karsten Schmidt Thomas Freundorfer Mike Schmidt Tony Schmidt Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die NIFCO Germany GmbH, Weißenburg, (im Folgenden kurz „Gesellschaft“ genannt) hat ihren Sitz in Weißenburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ansbach, Abteilung B, unter Nummer 5941 seit dem 24. November 2014 eingetragen. Der Jahresabschluss der NIFCO Germany GmbH, Weißenburg, für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind vorzugsweise im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE 1. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen zwischen 3 und 6 Jahren vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften linear (pro rata temporis) zwischen 3 und 13 Jahren vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich, wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt. 2. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse umfassen die direkt zurechenbaren Kosten und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Dabei wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der Posten Werkzeuge enthält im Zusammenhang mit Projekten hergestellte bzw. erworbene Werkzeuge, die mit Serienstart an den Kunden veräußert werden. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten analog zu den Handelswaren bzw. fertigen Erzeugnissen. Geleistete Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 0,3 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen ausreichend Rechnung getragen. 4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. 6. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung nicht abgezinst. Der entstehende aktive Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern wurde gemäß § 271 HGB nicht bilanziert. 7. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bereits erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Sofern Schätzverfahren bei der Ermittlung von Rückstellungen genutzt wurden, basieren diese auf Erfahrungswerten sowie Kostenschätzungen unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen. 8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 9. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, auf welche die NIFCO Inc., Tokio, Japan, unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. 10. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwert- bzw. Höchstwertprinzips bewertet. III. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN BILANZPOSTEN 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Der Geschäfts- und Firmenwert und der Kundenstamm resultieren aus der Anwachsung der KTW KG (KTW Kunststofftechnik Weißenburg GmbH & Co. KG) sowie der JK KG (JK Industrielackierungen GmbH & Co. KG) mit Wirkung zum 31. Dezember 2014. Der Kundenstamm wurde in der Höhe des Wertes prozentual abgeschrieben, der sich aus dem Verhältnis der budgetierten Umsatzerlöse pro Jahr zu den gesamten budgetierten Umsatzerlösen ergibt. Zum Stichtag ist der Kundenstamm planmäßig bereits vollständig abgeschrieben und daher nur zum Erinnerungswert von EUR 1,00 bilanziert. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ist durch die langen Lebenszyklen der Produkte der Gesellschaft sowie die langfristig bestehenden Kundenbeziehungen begründet. Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung wurde der verbleibende Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts im Berichtsjahr vollumfänglich außerplanmäßig abgeschrieben. 2. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (siehe Anlage zum Anhang). 3. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet: scroll
Mit Vertrag vom 12. Dezember 2013 wurde zwischen der NIFCO Germany GmbH als Organträgerin und der SEGO GmbH als Organgesellschaft ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Organgesellschaft ist verpflichtet, erstmals ab dem Beginn des im Zeitpunkt der Eintragung des Vertrages im Handelsregister laufenden Geschäftsjahres ihren Jahresüberschuss an die Organträgerin abzuführen. Die Organträgerin ist entsprechend zum Verlustausgleich der Organgesellschaft verpflichtet. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 20. Januar 2014. Der Beteiligungsbuchwert an der NIFCO KTW America Corporation (Toccoa, USA) wurde zum 31. Dezember 2021 auf EUR 1 wertberichtigt. Grundlage hierfür ist ein durchgeführter Impairment Test (Wertminderungstest). Eine Zuschreibung war im Berichtsjahr nicht angezeigt. 4. Vorräte In den Vorräten ist ein separater Bilanzposten „Werkzeuge“ in Höhe von TEUR 11.986 (i. Vj. TEUR 16.525) enthalten. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr ausnahmslos Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit der NIFCO KTW America Corporation (TEUR 1.375; i. Vj. TEUR 368) sowie der Forderung aus Ergebnisabführung gegen die SEGO GmbH (TEUR 1.008; i. Vj. TEUR 1.235). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin NIFCO Inc. betragen TEUR 25 (i. Vj. TEUR 4) und resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ebenfalls wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Erstattungen für Umsatzsteuer (TEUR 332), Kundenforderungen, Kautionen, Energiesteuer und Arbeitnehmerdarlehen. In Höhe von TEUR 315 (i. Vj. TEUR 315) haben die sonstigen Vermögensgegenstände Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr. 6. Latente Steuern Die latenten Steuern ergeben sich unter Anwendung eines Steuersatzes von 29,69 %. Auf den Ausweis der aktiven latenten Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. 7. Sonstige Rückstellungen Die ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.236 enthalten personalbezogene Rückstellungen (TEUR 1.829), Drohverluste (TEUR 708), Garantierückstellungen (TEUR 554), Werkzeuginstandhaltung (TEUR 464), Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (TEUR 273), Rückstellung für Aufbewahrungspflicht (TEUR 20) und Verschiedenes (TEUR 388). 8. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Laufzeiten: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 1.132.903,36 (VJ EUR 524.690,18) sowie Verbindlichkeiten aus der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 19.336,96 (VJ EUR 43.055,66). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, der bis zum Gesellschafterwechselt (siehe hierzu Erläuterungen im Abschnitt 9 Nachtragsbericht) durch eine Garantie der NIFCO Inc. gesichert ist, beträgt TEUR 24.000. IV. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsätze nach Marktsegmenten scroll
Umsätze nach Märkten scroll
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 77.884,53 (VJ EUR 69.987,24) sowie periodenfremde Erträge (im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste) in Höhe von EUR 885.764,82 (VJ EUR 899.775,47). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 22.844,18 (VJ EUR 29.377,60). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen aus verbundenen Unternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 351 (i. Vj. TEUR 94). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen resultieren mit TEUR 8 (i. Vj. TEUR 8) aus Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Außerbilanzielle Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Nutzung eines Teils unserer Produktionsanlagen sowie von Grundstücken und Gebäuden liegen Operating-Leasingvereinbarungen zugrunde. Diese tragen zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingvereinbarungen haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 8 Jahren und führten im Jahr 2023 zu einem Leasingaufwand in Höhe von TEUR 3.716 (VJ TEUR 3.659). scroll
Wesentliche zukünftige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in den Rückstellungen, Verbindlichkeiten oder Haftungsverhältnissen enthalten sind, bestehen für folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen: scroll
2. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse, auch nicht gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen, über die gemäß § 251 HGB zu berichten wäre. 3. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:
Die Gesellschaft wird durch zwei o.g. Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Des Weiteren sind folgende Geschäftsführer bestellt, die einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB (Selbstkontrahierungsverbot) befreit sind:
Zu Prokuristen sind ernannt:
Die Prokuristen vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer. 4. Mitarbeiter im Durchschnitt des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 523 gewerbliche Arbeitnehmer und 196 Angestellte beschäftigt. 5. Bezüge der Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführerbezüge werden im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB nicht ausgewiesen, da nur zwei Geschäftsführer im Geschäftsjahr Bezüge von der Gesellschaft bezogen. 6. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 225 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 7. Konzernzugehörigkeit/Konzernabschluss Die NIFCO Germany GmbH ist Tochter der NIFCO Inc., Tokio/Japan. Der Jahresabschluss der NIFCO Germany GmbH, Weißenburg, wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der NIFCO Inc., Tokio/Japan, als Mutterunternehmen mit dem kleinsten und größten Konsolidierungskreis einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz und auf der Homepage der Nifco Inc., Tokio/Japan erhältlich. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der NIFCO Inc., Tokio/Japan der nach Japanischen Financial Reporting Standards ("J-GAAP") aufgestellt wird, einbezogen und nimmt für das Jahr 2023 die Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes nach § 292 HGB in Anspruch. Dieser Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen und auf der Homepage der NIFCO Inc., Tokio/Japan einsehbar. Der Konzernabschluss der NIFCO Inc. wird nach seiner Aufstellung in englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Rechnungslegungsunterschiede zwischen HGB und J-GAAP im Konzernabschluss Hier sind insbesondere die folgenden wesentlichen Rechnungslegungsunterschiede zu nennen: Die Gliederung nach J-GAAP richtet sich bei den Vermögensgegenständen nach dem Grad der Liquidierbarkeit und bei den Schulden nach Restlaufzeit. Die Gliederung nach HGB ist im § 266 HGB definiert. Bei der Kalkulation der Abschreibungen liegen zum Teil unterschiedliche Nutzungsdauern der jeweiligen Gegenstände des Anlagevermögens zugrunde. Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Wiederbeschaffungswert zu bewerten. Entsprechend J-GAAP können Vorräte entweder zu Anschaffungs- oder Herstellkosten oder mit dem niedrigeren Marktwert bewertet werden, es sei denn, der Marktwert ist erheblich niedriger als die Anschaffungs- und Herstellungskosten, wobei dann der niedrigere Marktwert anzusetzen ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf den Barwert am Bilanzstichtag abzuzinsen. Rückstellungen für Instandhaltungen nach dem 1. Januar 2010 dürfen nur gebildet werden, wenn die Instandhaltungen im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von 3 Monaten nachgeholt werden. Eine derartige Beschränkung der Rückstellungsbildung für Reparaturen und Instandhaltungen besteht nach J-GAAP nicht. Rückstellungen werden nach J-GAAP nicht diskontiert. 8. Ergebnisverwendung Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 5.411.966,51 auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Nachtragsbericht Am 14.03.2024 wurde zwischen der Muttergesellschaft NIFCO Inc., Tokio (Japan), und der AEQH24 GmbH, München, ein Unternehmenskaufvertrag geschlossen. Die Anteile der NIFCO Germany GmbH sowie deren Tochterunternehmen sind zum 16.04.2024 auf den neuen Gesellschafter übergegangen. Ergänzend hierzu hat die NIFCO Germany GmbH mit Datum vom 15.03.2024 weitere 10% der Anteile an der NIFCO KTW America Corporation, Toccoa (USA), erworben. Um den Fortbestand der Gesellschaft zu gewährleisten, wurden im Rahmen der Verkaufsaktivitäten sämtliche Bankendarlehen innerhalb des ersten Quartals 2024 zurückbezahlt. Weiterhin wurden dem Unternehmen ausreichende liquide Mittel zur Verfügung gestellt.
Weißenburg, den 30.07.2024 Christopher Babel Karsten Schmidt Thomas Freundorfer Mike Schmidt Tony Schmidt Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023Entwicklung des Anlagevermögensscroll
scroll
scroll
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NIFCO Germany GmbH, Weißenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NIFCO Germany GmbH, Weißenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NIFCO Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt „VI. Sonstige Informationen“ des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt „VI. Sonstige Informationen“ des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 30. Juli 2024 KPMG AG Sperling, Wirtschaftsprüfer Eberle, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen