Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 120340
Eingetragen
8.11.1989
Branche
ElektroinstallationReparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Überprüfung und Installation von Blitzschutz- und Erdungsanlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorben Kley
seit 4.6.2024
Prokura
Anja Zytur
seit 6.10.2011
Prokura
Gerhard Liepert
seit 2.3.2010
Geschäftsführer
Stefan Schumacher
seit 18.1.2007
Geschäftsführer
Jens Liepert
seit 9.11.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Liepert Blitzschutz GmbH

Rastede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Unternehmensgrundlagen

Der Geschäftszweck der Liepert Blitzschutz GmbH ist die deutschlandweite Lieferung und Montage von Blitzschutz- und Erdungssystemen. Auf dieser Basis bietet die Gesellschaft ihre Lösungen als ganzheitliches Konzept bis hin zur Wartung, Reparatur und Instandhaltung an. Zusätzlich ist die Gesellschaft auch im Bereich der Blitzschutzplanung tätig.

Der Hauptsitz der Liepert Blitzschutz GmbH befindet sich in Rastede. Die Gesellschaft unterhält deutschlandweit mehrere unselbständige Niederlassungen.

Die Niederlassungen verfügen über eigene Lagerflächen. Mit diesen eigenen Lagerflächen kann die Gesellschaft kurzfristig auf die schnelllebige Baubranche reagieren.

Die Niederlassungen befinden sich in den Bundesländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen.

Im Einzelnen werden die Niederlassungen an den Orten Marschacht, Brüel, Viersen, Hanau, Giengen an der Brenz, Reichenbach und Bad Oeynhausen betrieben.

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresergebnis.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlich betrachtet, ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Als Ursache benennt das Statistische Bundesamt hierfür insbesondere die auf hohem Niveau verbliebenen Preise, sowie gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage.1

Die Liepert Blitzschutz GmbH ist aufgrund ihrer Tätigkeit der Baubranche angegliedert und teilt sich somit die konjunkturelle Entwicklung mit dieser.

Laut dem statistischen Bundesamt ist der Umsatz des Bauhauptgewerbes im Jahr 2023 um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Anstieg lässt sich in Unternehmensklassen einteilen. Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten erreichten einen Umsatzzuwachs von 3,5 %, während die Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten einen Umsatzverlust von 3,2 % einfuhren. Inflationsbereinigt ergibt sich ein Umsatzrückgang von 5,3 %. Die Anzahl der durchschnittlichen Beschäftigten im Bauhauptgewerbe ist zum Vorjahr um 0,1 % gestiegen. Für das Jahr 2024 rechnet der ZDB mit einem Rückgang der Beschäftigten von bis zu 30.000 Beschäftigten auf ca. 900.000 Beschäftigte was einem Rückgang von ca. 3,3 % entspricht. 2

Der für die Branche bestehende nachhaltige Auftragsrückgang im Wohnungsbau und die rückläufige Nachfrage im Hochbau führen in der Tendenz zu einer Unterauslastung. Dies birgt für die Unternehmen weitreichende betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Diese hängen vor allem von der Beschäftigung Mitarbeiter, den Erwartungen zur künftigen Zinsentwicklung und den künftigen Auftragseingängen ab.3 Im November 2023 hat das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Insolvenzen im Bauhauptgewerbe um 265 auf insgesamt 1.280 Insolvenzen (+26 %) gemeldet. Ursache hierfür ist der hohe Kostendruck und der zunehmende Wettbewerb um Aufträge, der die erzielbaren Baupreise senkt. Im Vergleich zu anderen Branchen bewegt sich der Anstieg der Insolvenzen jedoch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.4 Die steigenden Insolvenzen können dabei insbesondere auf die einkaufsseitig gestiegenen Kosten und dem weiter zunehmenden Preiswettbewerb um knappe Aufträge zurückgeführt werden. Bei einer Nachfrage auf konstant niedrigem Niveau, ist mit weiteren Insolvenzen zu rechnen. Eine Stabilisation der Insolvenzzahlen kann im Umkehrschluss nur durch einen Anstieg der Nachfrage realisiert werden.5 Die Entwicklung im Wirtschaftsbau war im Segment des Hochbaus geprägt durch eine hohe Zinslast einhergehend mit der wachen Konjunkturentwicklung. Infolgedessen lagen die Auftragseingänge um 3 % niedriger als im Vorjahresvergleich.6 Im Bereich des Wirtschaftstiefbau sorgten Großprojekte bedingt durch die Energie- und Mobilitätswende für Auftrieb. Somit konnte der Wirtschaftsbau einen deutlichen Auftragszuwachs von 26 % und einen realen Umsatzanstieg von 4,6 % erzielen.7 Insgesamt betrachtet stiegen die Umsätze im Wirtschaftsbau nominal um 5,5 %. Durch die zuvor beschriebenen Sachverhalte, vor allem im Wirtschaftshochbau, sanken die Umsätze real um 1,3 %. Der ZDB rechnet für das Jahr 2024 jedoch wieder mit einem realen Zuwachs von 2,7 %.8 Laut dem Hauptverband der deutschen Bauindustrie und der baukonjunkturellen Veröffentlichung zeichnet sich seit Jahresbeginn 2023 bei den Baumaterialpreisen eine Entspannung ab. Bis Juni 2024 sind die Preise für viele Materialien wie Stahl, Bauholz und Glas teilweise deutlich gesunken. Bei einigen energieintensiven Produkten wie Zement und Bitumen stiegen die Preise jedoch weiter an. Für das Jahr 2024 erwarten wir insgesamt rückläufige Materialpreise im Vergleich zu 2023. 9

Vor dem Hintergrund der rückläufigen Einkaufspreise hat absatzseitig wegen der schwachen Nachfrage im Hochbau 2023 wieder ein deutlicher Preiswettbewerb um Aufträge eingesetzt. Für 2024 erwartet der ZDB einen Preisrückgang für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr um 2 %.10

Der Beschaffungsmarkt des Unternehmens begrenzt sich auf den deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen hat mehrere Lieferanten, um etwaige Lieferschwierigkeiten abfangen zu können. Im Berichtsjahr kam es zu keinen signifikanten Ausfällen.

Die Rohstoffversorgung ist nach Auffassung der Geschäftsführung auch zukünftig gesichert.

Die Liepert Blitzschutz GmbH konnte seine Position am Markt trotz hohem Konkurrenzdruck halten und nach Meinung der Geschäftsführer noch etwas weiter stärken.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Liepert Blitzschutz GmbH veränderten sich nur unwesentlich und blieben auf Vorjahresniveau (2023: 16,8 Mio. EUR; 2022: 16,7 Mio. EUR). Die Umsatzentwicklung wird mit Blick auf die sonstige konjunkturelle Entwicklung im Bauhauptgewerbe als positiv beurteilt. Nach Auffassung der Geschäftsführung kann die Gesellschaft sich weiterhin auf die jahrelange Zusammenarbeit und den dadurch erworbenen guten Ruf bei der partnerschaftlichen Kundschaft verlassen.

Der Materialaufwand ist um 17,6 % gesunken, was im Wesentlichen auf gesunkene Materialpreise zurückzuführen ist. Die Materialaufwandsquote liegt bei 27,5 % und ist recht deutlich im Vergleich zum Vorjahr (32,8 %) um 5,3 %-Punkte gesunken.

Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten hat sich von 130 um 1,5 % auf 128 verringert. Der Personalaufwand im Verhältnis zum Vorjahr ist aufgrund von Gehaltsanpassungen leicht gestiegen (5,5 %). Die Personalaufwandsquote ist somit leicht zum Vorjahr gestiegen (2023: 46,1 % / 2022: 43,0 %). Diese Entwicklung zeigt, dass sich durch das gesunde Wachstum des Unternehmens auch die Personalkosten mit entwickeln.

Das Ergebnis nach Steuern ist um 23,7 % zum Vorjahr auf 827 TEUR gestiegen. Die Umsatzrendite von 4,9 % ist ebenfalls zum Vorjahr (4,0 %) gestiegen, liegt damit auf einem sehr guten Niveau. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Preissteigerungen im Verkauf und die Preissenkungen im Einkauf zurückzuführen. Bei vielen Bestandsprojekten hat sich der Einkauf im Laufe des Projektes zu Gunsten der Liepert Blitzschutz GmbH entwickelt.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist von 2,8 Mio EUR um 475 TEUR auf 3,3 Mio EUR gestiegen. Dies ist auf die Fertigstellung eines Geschäftsgebäudes in Giengen an der Brenz, welches als Bürogebäude und Lagerfläche dient, zurückzuführen. Außerdem wurde ein weiteres Bürogebäude in Rastede erworben.

Das Umlaufvermögen ist von 3,5 Mio EUR um 142 TEUR auf 3,7 Mio EUR gestiegen. Dies einspricht einer Veränderung von 4,0 %.

Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich von 1.006 TEUR um 28 TEUR auf 1.034 TEUR erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von 2,8 %. Das Unternehmen hat damit auf den fallenden Beschaffungsmarkt reagiert und die Lagerbestände weiter aufgestockt.

Der Wert der unfertigen Leistungen ist um 107 TEUR auf 3,6 Mio EUR (Vorjahr 3,5 Mio EUR) gestiegen. Gleichzeitig haben sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von 3,9 Mio EUR im Vorjahr auf 4,2 Mio EUR erhöht, sodass sich eine um die erhaltenen Anzahlungen bereinigte Verminderung von 135 TEUR ergibt.

Der Forderungsbestand ist um 153 TEUR von 1,6 Mio EUR auf 1,4 Mio EUR gesunken. Der Bestand an flüssigen Mitteln hat sich um 401TEUR auf 1,7 Mio EUR (Vorjahr 1,3 Mio EUR) erhöht.

Das Eigenkapital hat sich von 2,7 Mio EUR um 448 TEUR (16,4 %) auf 3,2 Mio EUR erhöht. Dies ist eine Folge dessen, dass Teile der Gewinne zur Stärkung des Eigenkapitals im Unternehmen thesauriert wurden. Die Eigenkapitalquote beträgt 45,5 %. (Vorjahr 42,7 %) und befindet sich damit wieder auf dem Niveau von 2021

Die Rückstellungen sind leicht gestiegen von 2,1 Mio EUR auf 2,18 Mio EUR.

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 % auf 7,0 Mio EUR gestiegen.

Finanzlage

Die Liepert Blitzschutz GmbH steht finanziellsehr gut und unabhängig dar. Dies zeigt sich im Bestand der flüssigen Mittel in Höhe von 1,72 Mio EUR (Vorjahr 1,3 Mio EUR).

Die flüssigen Mittel haben sich wie folgt entwickelt:

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Berichtsjahr Vorjahr
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1598 TEUR 935 TEUR
Cashflow aus Investitionstätigkeit -712 TEUR -1.624 TEUR
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -485 TEUR 436 TEUR

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nähert sich dem Niveau von 2020 an und hat sich damit im Verhältnis zum Vorjahr wieder normalisiert.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies ist zurückzuführen auf den Erwerb der Geschäftsgebäude in Rastede und in Giengen.

Eine Gegenfinanzierung für die Geschäftsgebäude in Giengen an der Brenz sowie für das Bürogebäude in Rastede erfolgte nicht. Deswegen zeigt sich dieses Jahr wieder ein negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Prognose

Der ZDB prognostiziert in seiner Konjunkturprognose für 2024, auf Basis der Orderzugänge und der Baugenehmigungen, einen Umsatz von etwa 60 Milliarden Euro im Wirtschaftsbau, was nominal einem Zuwachs von knapp 1 % und real von knapp 3 % entspricht. Diese positive Entwicklung wird hauptsächlich vom Tiefbau getragen, der fast 29 Milliarden Euro erreichen soll, was einem nominalen Plus von 5 % entspricht. Im Gegensatz dazu wird der Wirtschaftshochbau voraussichtlich rund 31 Milliarden Euro umsetzen, was einem nominalen Rückgang von 3 % entspricht.11

Die Mobilitäts- und Energiewende verleiht dem Wirtschaftstiefbau erhebliche Umsatzanteilsgewinne. Vor zehn Jahren lag sein Anteil am Umsatz im Wirtschaftsbau bei 37 %, während er 2024 voraussichtlich nahezu die Hälfte des Umsatzes ausmachen wird. Diese Stabilisierung des Anteils wird erwartet, da der Umbau der Energie- und Mobilitätsinfrastruktur nachhaltig vorangetrieben wird.12

Für 2024 verzeichnet die Liepert Blitzschutz GmbH bisher einen soliden aber leicht gedämpften Geschäftsverlauf im Vergleich zum Vorjahr. Die Auftragsbücher sind weiterhin voll und können sogar ein deutliches Plus zum Vorjahr verzeichnen. Die Umsätze sind im Verhältnis zum Vorjahr marginal gesunken. Das Umsatzminus bis Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt -5,2 % und liegt aber nicht an der wie vom ZDB beschriebenen wirtschaftlichen Lage, sondern an fehlenden Fachkräften, welche man zu einer Blitzschutzfachkraft weiterbilden kann und krankheitsbedingten Ausfällen im Verlauf des angefangenen Jahres 2024.

Das Ziel für das Jahr 2023 war ein Umsatzplus von 12,8 % und wurde mit einem Anstieg von 0,2 % nicht erreicht. Die Prognose für 2023 wurde vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Umsatzerlöse im ersten Halbjahr getroffen, wobei sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ein typischer Geschäftsverlauf ergeben hat. Die Umsatzrendite hat sich jedoch vor dem Hintergrund der sinkenden Einkaufspreise deutlich verbessert. Durch die anherrschende aber mittlerweile gebremste Inflation und geringeren steigenden Kosten wird dieses Jahr mit einem Umsatzplus von 2,0 % gerechnet.

Die Geschäftsführung erwartet aber für das Geschäftsjahr 2024 durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, die derzeitige Inflation, steigende Baukosten sowie ungewisser Bauzinsen und damit einhergehender ungewisser Baukonjunktur einen leicht geringeren Jahresüberschuss (-2 %) als im Vorjahr. Die Prognose ist mit einem Jahresüberschuss 2023 von TEUR 779 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 657 übertroffen worden.

Chancen, Risiken

Der ZDB gibt an dass, die Bauwirtschaft in Deutschland vor bedeutenden Chancen und Risiken steht. Auf der positiven Seite gibt es erhebliche Fördermittel, wie gut 90 Mio. Euro für altersgerechten Umbau und über 100 Mio. Euro für Neubauprojekte im KTF (Klima- und Transformationsfonds). Zudem stehen 18,8 Mrd. Euro für energetische Sanierungen zur Verfügung, was Potenzial für nachhaltiges Bauen bietet und den Übergang zu einer umweltfreundlicheren Bauweise fördert. Diese Investitionen könnten zur Modernisierung und Verbesserung der Wohn- und Infrastruktur beitragen.13

Jedoch gibt es auch erhebliche Risiken. Die stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten haben 2023 zu einem deutlichen Nachfrageeinbruch geführt, insbesondere im Wohnungsbau. Die Preise für Baumaterialien wie Zement, Betonstahl und Dämmstoffe haben historische Höchststände erreicht, was die Kosten für Bauleistungen insgesamt hochhält. Auch die Preisdynamik hat sich im Laufe des Jahres 2023 verlangsamt, was auf den anziehenden Wettbewerb und die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen zurückzuführen ist. Für 2024 wird ein weiterer Rückgang der Baupreise um 2 Prozent erwartet, was die Margen der Bauunternehmen zusätzlich unter Druck setzt.14

Ein weiteres Risiko ist das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen, das die Baukonjunktur im Hochbau erheblich beeinträchtigt hat. Der Wohnungsbau, der den Großteil der Bauaktivitäten in Deutschland ausmacht, ist besonders betroffen, was zu einem prognostizierten realen Umsatzrückgang von 13 Prozent in 2024 führt. Dieser Rückgang bedroht auch die Beschäftigung, mit einem erwarteten Verlust von ca. 30.000 Arbeitsplätzen im Bauhauptgewerbe.15

Die Unsicherheit in der Wirtschaftspolitik, wie die hängenden Maßnahmen im Wachstums-Chancen-Gesetz, verschärft die Lage. Maßnahmen zur Förderung des Mietwohnungsbaus und energetischen Sanierungen hängen im Vermittlungsausschuss fest, was die dringend benötigte Unterstützung für den Wohnungsbau weiter verzögert.

Insgesamt ist die Bauwirtschaft in Deutschland gefordert, sich an die volatilen Marktbedingungen und die hohen Kosten anzupassen, während sie gleichzeitig die Chancen nutzt, die durch die umfangreichen Fördermittel und Investitionen geboten werden.

Die Preisentwicklung am Stahlmarkt bleibt weiterhin undurchsichtig. Die Preise für die Hauptmaterialien im Blitzschutz sind sehr stark in Abhängigkeit zu den Rohstoffen, Molybdän, Nickel und Chrom, welche für die relevanteste Stahlsorte (im Erdungsbau) unabdingbar sind. Diese Zusatzstoffe verhalten sich sehr sprunghaft über die letzten Jahre. Derzeit ist das Preisniveau allerdings akzeptabel aus Sicht der Geschäftsführung. Kurzfristige Preisschwankungen sind laut Lieferanten zwar nicht ausgeschlossen, aber zurzeit nicht sehr wahrscheinlich.

Die Verkaufspreise des Unternehmens werden intern immer wieder in Frage gestellt und laufend angepasst, sobald neue Einkaufspreise von den Lieferanten durchgereicht werden. Es ist dennoch eine Herausforderung bei dem sehr rasanten Preisverlauf der letzten Quartale Schritt zu halten. Der Zenit der Preisschwankungen im Einkauf scheint zwar derzeit überschritten, aber die Situation scheint auf erhöhtem Niveau zur Ruhe zu kommen.

Das Debitorenmanagement erfolgt unter Beobachtung des Zahlungsverhaltens der Kunden. Zudem erfolgen kontinuierlichen Bonitätsabfragen für unsere Schlüssel- und Neukunden. Das Risiko des Zahlungsausfalls eines oder mehrerer Debitoren ordnen wir als deutlich überschaubar ein.

Die steigenden Energiepreise werden in den eigenen Büroräumen mit Solaranlagen und Wärmepumpen abgefangen. Bei der Fahrzeugflotte wird stark auf Hybrid und E-Mobilität gesetzt. Aufgrund der großen Einsatzgebiete und der noch überschaubaren Reichweiten der E-Nutzfahrzeuge muss jedoch auch weiterhin auf Diesel- und Benzinaggregate zurückgegriffen werden.

Die Benzin- sowie Dieselpreise sind zwar nicht gestiegen sind aber auf gleichbleibend hohem Niveau und stellen demnach einen unausweichlichen Kostenfaktor für das Unternehmen dar. Laut Statista lag der durchschnittliche Dieselpreis pro Liter im Jahr 2021 bei 140 Cent und im Jahr 2022 bei 196 Cent. Im Lauf des Jahres 2023 ist dieser Wert auf 173,7 minimal gesunken und befindet sich damit immer noch auf einem weiterhin sehr hohen Niveau.16 Um den gestiegenen Kosten entgegenzuwirken, übernachten die Monteure häufig vor Ort in Hotels. Leider stellt dies aufgrund der anfallenden Übernachtungskosten nur eine mäßige Hilfe dar. Anfang 2024 sind die Benzin- und Dieselpreise zwar wieder etwas gefallen, aber auch da setzt sich das angehobene Niveau des Vorjahres konsequent durch.

Auch die Personalkosten werden auf lange Sicht, verursacht durch die Inflation, steigen, was sich nach Meinung der Geschäftsführung in einer allgemeinen Lohn-Preis-Spirale widerspiegeln wird.

Aufgrund der auf hohem Niveau verharrenden Zinsen sowie der in Teilen hohen Inflation wird deutlich, dass die ersten Unternehmen aufgrund ungewisser Kostenkalkulation von neuen Bauvorhaben zurücktreten.

Für den Fall, dass sich dieser Trend ausweiten sollte und es weniger Neubauten geben sollte, ist das Unternehmen mit seiner Wartungsabteilung sehr gut aufgestellt. Insgesamt bestehen Chancen in der vorherrschenden Marktsituation resultierend aus der Diversifikation des Angebotsportfolios, was die Liepert Blitzschutz GmbH, soweit erforderlich, in Betracht zieht und umsetzt.

Für ein noch besseres Kostencontrolling werden vom hauseigenen Projektcontroller viele neue Methoden eingeführt und umgesetzt, welche die Geschäftsführung bei der Entscheidungsfindung mit Zahlen und Fakten unterstützt und somit für eine bessere Kostenkontrolle, sowie schnellere und fundierte Entscheidungen sorgen.

Um die Position am Markt gewährleisten zu können ist es für das Unternehmen wichtig, kompetenter Ansprechpartner für alle Bereiche rund um die Themen Blitzschutz und Erdung zu sein. Mit der ständigen Fortentwicklung der Gebäudetechnik und der erneuerbaren Energien entstehen zukunftsorientierte Tätigkeitsfelder, die nur mit gut ausgebildeten Arbeitnehmern erfolgreich bedient werden können.

Die Mitarbeiterfluktuation ist verhältnismäßig gering, jedoch wird dem Thema Fachkräftegewinnung hohe Bedeutung beigemessen. Hier wurde von der Geschäftsleitung ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der sich perspektivisch ausrichtet.

Die Geschäftsführung des Unternehmens ist mit dem Geschäftsverlauf des Berichtsjahres sehr zufrieden. Die Geschäftsführung der Liepert Blitzschutz GmbH blickt positiv in die Zukunft und sieht sich den kommenden Herausforderungen der Branche gewachsen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Rastede, 28. August 2024

gez. Gerhard Liepert

gez. Jens Liepert

gez. Stefan Schumacher

1 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html :~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Das%20preisbereinigte%20Bruttoinlandsprodukt%20(BIP,der%20Wirtschaftsleistung%200%2C1%20%25.

2 Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

3 Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

4 Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

5 Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

6 Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

7 Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

8 Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

9 Quelle: https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/publikationen/brancheninfo-bau/baukonjunkturelle-lage :~:text=Die%20BAUINDUSTRIE%20erwartet%20f%C3%BCr%202024,um%20etwa%2010.000%20Besch%C3%A4ftigte%20erwartet.

10 Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

11 Quelle: https://www.zdb.de/fileadmin/user_upload/90_-2023_Konjunktur_2023_2024_Langfassung_Statement.pdf

12 Quelle: https://www.zdb.de/fileadmin/user_upload/90_-2023_Konjunktur_2023_2024_Langfassung_Statement.pdf

13 Quelle: https://www.zdb.de/fileadmin/user_upload/90_-2023_Konjunktur_2023_2024_Langfassung_Statement.pdf

14 Quelle: https://www.zdb.de/fileadmin/user_upload/90_-2023_Konjunktur_2023_2024_Langfassung_Statement.pdf

15 Quelle: https://www.zdb.de/fileadmin/user_upload/90_-2023_Konjunktur_2023_2024_Langfassung_Statement.pdf

16 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/779/umfrage/durchschnittspreis-fuer-dieselkraftstoff-seit-dem-jahr-1950/

Bilanz

Aktiva

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31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.302.461,40 2.827.930,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 3.302.459,40 2.827.928,14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.782.270,40 2.031.179,40
2. technische Anlagen und Maschinen 78.645,00 67.102,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.544,00 433.586,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 296.060,74
B. Umlaufvermögen 3.690.545,42 3.548.330,79
I. Vorräte 440.998,73 575.772,25
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.193.688,97 3.923.117,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.533.557,11 1.657.612,57
1. Forderungen gegen Gesellschafter 3.560,00 3.560,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.529.997,11 1.654.052,57
III. Wertpapiere 250.000,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.465.989,58 1.314.945,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.026,06 29.836,72
Aktiva 7.006.032,88 6.406.097,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.184.516,19 2.736.720,23
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnrücklagen 100.000,00 100.000,00
III. Bilanzgewinn 2.884.516,19 2.436.720,23
davon Gewinnvortrag 2.145.761,27 2.008.190,13
B. Rückstellungen 2.179.711,30 2.063.083,56
C. Verbindlichkeiten 1.641.805,39 1.606.293,86
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.061.708,61 1.174.385,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 114.116,04 104.873,90
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 947.592,57 1.069.511,54
2. sonstige Verbindlichkeiten 580.096,78 431.908,42
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 580.096,78 431.908,42
Passiva 7.006.032,88 6.406.097,65

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.566.835,03 11.815.641,78
2. Personalaufwand 7.837.371,21 7.429.055,36
a) Löhne und Gehälter 6.409.805,75 6.086.468,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.427.565,46 1.342.587,23
davon für Altersversorgung 78.021,77 99.837,40
3. Abschreibungen 290.548,35 233.975,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 289.688,35 230.829,24
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 860,00 3.146,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.221.680,15 3.165.834,88
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 6.455,00 6.455,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.945,89
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.277,37 32.930,54
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 351.566,95 285.092,62
8. Ergebnis nach Steuern 827.336,89 668.753,14
9. sonstige Steuern 47.834,93 11.742,84
10. Jahresüberschuss 779.501,96 657.010,30
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.145.761,27 2.008.190,13
12. Ausschüttung 40.747,04 228.480,20
13. Bilanzgewinn 2.884.516,19 2.436.720,23

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

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Firmenname laut Registergericht: Liepert Blitzschutz GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Rastede
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Oldenburg (Oldenburg)
Register-Nr.: 120340

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Herstellungskosten umfassen neben Materialkosten und Fertigungslöhnen auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Das Anlagevermögen wird wie folgt abgeschrieben:

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1) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 3 Jahre
2) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33 Jahre
3) Technische Anlagen und Maschinen 20 Jahre
4) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-20 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden bis zu einem Wert von Euro 800,00 im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Der Abgang wird mit Ablauf des ersten Jahres nach Zugang unterstellt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Dabei wurden auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Von den Vorräten wurden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen abgesetzt.

Forderungen wurden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, flüssigen Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 896.361,00 EUR (VJ: 903.916,00 EUR).

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Angaben zu den Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahrs sind im Anlagenspiegel dargestellt.

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Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.321,44 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.321,44 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.145.176,61 818.825,49 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 94.735,45 16.417,50 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.222.791,15 225.400,36 111.572,61
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 296.060,74 119.677,72 415.738,46
Summe Sachanlagen 3.758.763,95 1.180.321,07 527.311,07
Summe Anlagevermögen 3.763.085,39 1.180.321,07 527.311,07
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Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.321,44
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.321,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.964.002,10
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 111.152,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.336.618,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 4.411.773,95
Summe Anlagevermögen 0,00 4.416.095,39
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kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.319,44 0,00 0,00 0,00 4.319,44
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.319,44 0,00 0,00 0,00 4.319,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.997,21 67.734,49 0,00 0,00 181.731,70
2. technische Anlagen und Maschinen 27.633,45 4.874,50 0,00 0,00 32.507,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 789.205,15 217.079,36 111.209,61 0,00 895.074,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 930.835,81 289.688,35 111.209,61 0,00 1.109.314,55
Summe Anlagevermögen 935.155,25 289.688,35 111.209,61 0,00 1.113.633,99
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Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00 2,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2,00 2,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.782.270,40 2.031.179,40
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 78.645,00 67.102,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 441.544,00 433.586,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 296.060,74
Summe Sachanlagen 0,00 3.302.459,40 2.827.928,14
Summe Anlagevermögen 0,00 3.302.461,40 2.827.930,14

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Gegenüber Gesellschaftern bestehen nachfolgende Rechte:

Ausleihungen 3.560,00 EUR

Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 3.560,00 EUR (VJ: 3.560,00 EUR) ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

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Zinssatz 1,82 % (VJ: 1,78 %)
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,00 % (VJ: 2,00 %)
zugrunde gelegte Sterbetafel "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck
Fluktuation keine

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 14.560,00 EUR (VJ: 66.032,00 EUR).

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Vermögensgegenstände gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

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Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 965.241,00 (VJ: 973.484,00)
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 62.431,00 (VJ: 56.664,00)
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 62.431,00 (VJ: 56.664,00)
verrechnete Aufwendungen
- Zinsaufwand 17.457,00 (VJ: 17.224,00)
- Personalaufwand -25.700,00 (VJ: -2.063,00)
- Aufwand nach Art. 67 abs. 1 und 2 EGHGB 6.455,00 (VJ: 6.455,00)
verrechnete Erträge 0,00 (VJ: 0,00)

Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:

Die fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsversicherung entsprechen dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung).

Unterlassene Rückstellungsbildung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Erleichterungsmöglichkeit gemäß Artikel 28 Abs. 1 EGHGB wurde in Anspruch genommen. Der Betrag der nicht gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften und ähnliche Verpflichtungen beträgt: 6.449,00 EUR (VJ: 12.904,00 EUR).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

- Jahresabschlusskosten und Kosten der Jahresabschlusspflichtprüfung

- Berufsgenossenschaftsbeitrag und Schwerbehindertenausgleichsabgabe

- Prämien und Tantiemen

- Urlaubsabgeltung

- Aufbewahrungskosten

- Gewährleistungsansprüche

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

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Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit größer 5 Jahre Betrag
EUR
(VJ)
EUR
Sicherung Betrag
EUR
(VJ)
EUR
Vermerk
Anleihen 0,00 0,00
davon konvertibel 0,00 0,00
gegenüber Kreditinstituten 350.643,89 (617.134,70) 983.000,00 (983.000,00) 1
erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
aus der Annahme und Ausstellung von Wechseln 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
davon aus Steuern 0,00 0,00
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 0,00 0,00
Summe 350.643,89 983.000,00

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 17.457,00 EUR (VJ: 17.224,00 EUR) enthalten.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 85.664,28 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

- Mietkosten aus abgeschlossenen Mietverträgen

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- fällig 2024 85.664,28 EUR
- fällig 2023 - 2026 0,00 EUR
- fällig nach 2026 0,00 EUR

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

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Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Arbeiter 80,00 83,00
Angestellte 41,00 40,00
leitende Angestellte (Projektleiter) 7,00 7,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 128,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 112,00 115,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 16,00 16,00

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Geschäftsführung wurde im abgelaufenen Berichtsjahr durch folgende Personen wahrgenommen:

Gerhard Liepert, Rastede, Geschäftsführer

Jens Liepert, Rastede, Geschäftsführer

Stefan Schumacher, Rastede, Geschäftsführer

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB

Auf die Aufstellung der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a + b HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 779.501,96 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 2.925.263,23 EUR, der zu verwenden ist.

Vorab ausgeschüttet wurden 40.747,04 EUR.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 0,00 EUR vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden 2.884.516,19 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Rastede, 04.06.2024

gez. Gerhard Liepert

gez. Jens Liepert

gez. Stefan Schumacher

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Liepert Blitzschutz GmbH, Rastede

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Liepert Blitzschutz GmbH, Rastede - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Liepert Blitzschutz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in

Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 28. August 2024

BDO Oldenburg GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Obst, Wirtschaftsprüfer

Kunze, Wirtschaftsprüfer

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