Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 54730
Vorher
cosma GmbH
Eingetragen
27.11.2001
Branche
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnEinzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
der Vertrieb, die Vermarktung und die Entwicklung von Produkten im Bereich Schönheit, Lifestyle und Ernährung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Dennis Martin
seit 9.10.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Petra Schönegger
seit 26.2.2020
Prokura
Yvonne Wutzler
seit 2.4.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura
Frank Detlev Reinecke
seit 25.1.2017
Prokura
Evelyn Cornelia Dietz
seit 22.4.2016
Prokura
Hilko Prahl
seit 16.3.2015
Geschäftsführer
Jens Bernhard Gädeke
seit 16.3.2015
Prokura
Claudia Walkenhorst
seit 17.3.2014
Prokura
Geschäftsführer
Christine Fink
seit 25.6.2010
Prokura
Carole Schrömbgens
seit 29.3.2010
Prokura
Alban Weidmann
seit 17.11.2005
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
cosnova Beauty GmbH
Germany
6.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

cosnova GmbH

Sulzbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Konzerns

1. Allgemeines

Die cosnova GmbH (im Folgenden "cosnova") ist hauptsächlich eine Vertriebs- und Marketinggesellschaft und im Wesentlichen im Bereich der dekorativen Kosmetik tätig.

Die cosnova Beauty GmbH hält 100% der Anteile an der cosnova GmbH, Sulzbach (Taunus). Eigentümerin der cosnova Beauty GmbH ist die Caramé Holding AG, Sulzbach (Taunus). Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die cosnova GmbH 618 Mitarbeiter*innen (versus 543 Mitarbeiter*innen zum Ende 2022) im Büro in Sulzbach (Taunus).

Unsere Hauptmarken "essence" und "CATRICE" richten sich an verschiedene Zielgruppen und sind in ihrer jeweiligen Kommunikation und auch preislich im Markt entsprechend unterschiedlich positioniert. cosnova lässt alle Produkte extern produzieren.

Wir betreuen Kunden in einigen Ländern direkt sowie mithilfe von verbundenen Vertriebsgesellschaften, Joint Ventures und unabhängigen Distributoren.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als Vertriebsgesellschaft steuert die Gesellschaft unverändert zum Vorjahr nach Umsatz und Jahresergebnis.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Entwicklung des Kosmetikmarkts und Geschäftsverlauf von cosnova

Entwicklung des GLOBALEN Kosmetikmarktes

Der globale Kosmetikmarkt ist auch in 2023 wieder stark gewachsen. L'Oreal schätzt das wertmäßige Wachstum des globalen Beauty Marktes in 2023 auf 8%. Wir gehen davon aus, dass dabei der Markt der dekorativen Kosmetik noch stärker gewachsen sein dürfte. Diese Entwicklung lässt sich u.a. auf Post-COVID Effekte zurückführen. Nach der langen Zeit der Pandemie war der Wunsch, soziale Kontakte wieder zu intensivieren, sehr groß. Dies hat insbesondere den Markt der dekorativen Kosmetik stark beflügelt. Basierend auf NielsenIQ-Daten wissen wir, dass der Mass Make-up Markt in Deutschland mit 23% (2023 vs. 2022) besonders stark gewachsen ist.

Ein Teil des Beauty Wachstums ist auf Preiserhöhungen zurückzuführen, getrieben durch die vergleichsweise hohe Inflation (weltweite Inflation: 6,9% gem. OECD consumer price index 2023). In Zeiten höherer Inflation und Kaufkraftverlust weichen Konsument*innen auf niedrig-preisigere Produkte aus, meist zu Lasten der sogenannten Masstige-Marken.

Darüber hinaus hat die hauptsächlich durch Energiepreissteigerungen ausgelöste Inflation Einfluss auf den Beschaffungsmarkt. So sind auch in diesem Jahr die Herstellungs- und Logistikkosten weiter gestiegen. Außerdem haben sich die Störungen der Lieferketten, wie sie aufgrund von Lockdown-Maßnahmen in China, durch den Krieg in der Ukraine sowie durch stark gestiegene Nachfrage im Geschäftsjahr 2022 vorherrschten, erst nach und nach wieder abgebaut. Dadurch kam es auch in 2023 bei unseren Herstellern zu Verfügbarkeitsproblemen und -verzögerungen bei Rohstoffen und Packmitteln, was wiederum Produktionsverzögerungen zur Folge hatte. Die dadurch bedingten Lieferverzögerungen unserer Hersteller führten auch in 2023 weiterhin zu Bestandslücken und Einschränkungen bei der Lieferfähigkeit von cosnova an unsere Kunden, die erst allmählich im zweiten Halbjahr des Jahres durch kontinuierliche Investitionen in die Kapazitäten unserer Lieferanten reduziert werden konnten.

Entwicklung cosnovas - DEUTSCHLAND

Von der sehr erfreulichen Entwicklung des Kosmetikmarktes, insbesondere in Deutschland, konnte auch cosnova profitieren. Darüber hinaus ist der Marktanteil von cosnova (Menge gemäß NielsenIQ) weiter auf jetzt 41,9% gestiegen (Vorjahr 40,3%). Besonders hervorzuheben ist, dass jede der beiden Marken von cosnova sowohl ihren mengen- als auch wertmäßigen Marktanteil weiter ausbauen konnten. Beide Marken sind mengenmäßig die Nummer 1 (essence) und Nummer 2 (Catrice) in Deutschland. Nach Wert hat Catrice (Marktanteil Wert in 2023: 11,3%) die Marke L'Oréal Paris (Marktanteil Wert in 2023: 9,7%) überholt und ist zur Nummer 3 aufgestiegen. Auch essence konnte den wertmäßigen Marktanteil von 13,8% auf 14,5% signifikant steigern und hat damit die Position als Nummer 2 im Markt der dekorativen Kosmetik in Deutschland hinter Maybelline gefestigt.

Im Vergleich zum vor-Corona-Jahr 2019 hat cosnova den Umsatz (Abverkaufsumsatz gemäß NielsenIQ) in 2023 um 44,0% erhöht, während der Markt im gleichen Zeitraum nur um 21,5% zugelegt hat. Zusammenfassend können wir festhalten, dass das Jahr 2023 für cosnova im Heimatmarkt Deutschland erneut ein herausragendes Jahr war.

Entwicklung cosnovas - EUROPA

Das Absatzgebiet von cosnova erstreckt sich auf so gut wie alle Länder Europas. Unser Ziel ist es weiterhin, unsere Präsenz in existierenden Märkten über weiteren Distributions- und Sortimentsaufbau auszubauen. Dies kann sowohl über den klassischen Handel als auch über E-Commerce geschehen.

Unsere Marke "essence" war schon im Jahr 2022 die meistverkaufte dekorative Kosmetikmarke in zahlreichen europäischen Ländern, inklusive Deutschland (NielsenIQ). Basierend auf NielsenIQ sowie einer Umrechnung der wertmäßigen Daten von Euromonitor gehen wir davon aus, dass essence der Mengenmarktführer insgesamt in Europa ist (West und Ost, ohne GUS-Staaten, Quelle Euromonitor 2022). Die Marke hat während und nach der Corona-Pandemie zusätzliche Marktanteile gewonnen, weshalb wir erwarten, dass wir diese Position auch im Jahr 2023 ausbauen konnten.

Insgesamt hat cosnova auch in Europa vom starken Wachstum des Kosmetikmarktes in 2023 profitiert. Darüber hinaus konnte cosnova in einigen Märkten wie z.B. in den Niederlanden, Italien und Spanien überproportional wachsen. Alle drei genannten Länder gehören zusammen mit dem Heimatmarkt Deutschland sowie den USA zu den fünf umsatzstärksten Märkten für cosnova. Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung in Europa zufrieden.

Entwicklung cosnovas - AUSSEREUROPÄISCHE REGIONEN

Im Jahr 2023 war cosnova in ca. 85 Ländern weltweit distribuiert. Dabei haben sich die meisten Märkte von den Auswirkungen der Pandemie weiter erholt. Insbesondere in der Region Nord-Amerika und Mittlerer Osten/Nord-Afrika sowie in der stark von der COVID-19 Pandemie in 2020 betroffenen Region Lateinamerika haben sich die Umsätze sehr positiv entwickelt. Dort kann cosnova zum Teil hohe zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. Dagegen ist unser Umsatz in der Region Asien inklusive China zurückgegangen.

Insgesamt gelang es uns, in den meisten der rund 85 Ländern, in denen cosnova tätig ist, die jeweilige Fläche im Handel auszuweiten und die Distributionskanäle weiter zu stärken. Der Erfolg in den vergangenen zwölf Monaten wurde unter anderem durch die steigende Regionalisierung der Sortimentsangebote von essence und Catrice ermöglicht.

Es ist unser klares Ziel für die nächsten Jahre, unsere Marktposition in der Region außerhalb Europas zu verstärken.

2. Ertragslage

2023 war wie das Vorjahr durch einen starken Anstieg des Umsatzes geprägt. Der Nettoumsatz der cosnova GmbH stieg von € 561,5 Mio. in 2022 auf € 750,8 Mio. (+34%), im Wesentlichen getrieben durch gestiegene Mengen, und lag damit deutlich über unserem ursprünglichen Plan, jedoch nah an unseren unterjährigen Vorhersagen.

Dabei steht das Wachstum gegenüber 2022 auf einer sehr breiten Basis. Nahezu alle Regionen haben ein positives Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erreicht. Dies schließt unsere größten Märkte Deutschland und Europa, aber auch Nord- und Südamerika sowie die Region Naher Osten & Nordafrika ein. Deutschland stand in 2023 wie auch im Vorjahr für 37% des Bruttoumsatzes, 63% des cosnova Bruttoumsatzes wurden mit Kunden aus dem Ausland generiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 9,4 Mio. sind um 86% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen und höhere Erträge aus Lieferantenvereinbarungen und aus Weiterbelastungen zurückzuführen.

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zu 2022 absolut um € 106,6 Mio. auf € 421,6 Mio. erhöht. In Relation zum Bruttoumsatz hat sich der Materialaufwand proportional entwickelt. Dabei sind Kostensteigerungen durch Mix-Effekte sowie einem Gesamtjahreseffekt einer leichten Preiserhöhung im Vorjahr ausgeglichen worden.

Die Personalkosten haben sich in 2023 im Vergleich zu 2022 von € 48,8 Mio. auf € 54,3 Mio. erhöht. Grund für die Erhöhung ist im Wesentlichen ein Personalaufbau in Höhe von ca. 14%.

Der Anstieg der Abschreibungen von € 4,1 Mio. auf € 6,6 Mio. ist vorrangig auf höhere Abschreibungen auf Theken und auf Produktwerkzeuge im Vergleich zu 2022 zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um € 43,8 Mio. auf € 158,4 Mio. erhöht. Dies liegt vor allem an verstärkten Marketingaktivitäten, insbesondere im Online-Bereich und Bereich Social Media, sowie einer Rückstellung für Rechtsrisiken.

Der Jahresüberschuss hat sich im Wesentlichen aufgrund des Umsatzanstiegs in 2023 von € 59,7 Mio. auf € 85,0 Mio. erhöht. Er lag damit über unserem ursprünglichen Plan, jedoch nah an unseren unterjährigen Prognosen. Aufgrund des Umsatzanstieges sind ebenfalls die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Vergleich zu 2022 um € 10,4 Mio. auf € 34,6 Mio. gestiegen.

3. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen ist im Geschäftsjahr von € 6,6 Mio. auf € 14,6 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Investitionen in Werkzeuge zur Produktion bei Lieferanten sowie im Bereich IT zurückzuführen.

Die Vorratsbestände sind um € 66,0 Mio. auf € 142,3 Mio. und damit um 86,4% gestiegen (Vorjahr: € 76,3 Mio.). Der Anstieg liegt über dem Mengenwachstum, da im Vorjahr die Bestände aufgrund der Verfügbarkeitsprobleme zu niedrig waren, während wir in 2023 in der Lage waren, zur Reduzierung der Lieferprobleme Bestände wieder aufzubauen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit € 52,2 Mio. über dem Wert des Vorjahres (€ 38,3 Mio.). Der Anstieg von 36% ist proportional zum Umsatzwachstum. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 68,4% auf € 17,5 Mio. gestiegen, da im Rahmen der Veränderung der Transfer Pricing Strategie das Zahlungsziel für ein verbundenes Unternehmen erhöht wurde.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um € 3,5 Mio. gestiegen (Geschäftsjahr: € 10,5 Mio., Vorjahr: € 7,0 Mio.).

Das Eigenkapital erreichte € 120,0 Mio. (Vorjahr: € 90,0 Mio.) bei einer Bilanzsumme von € 274,6 Mio. (Vorjahr: € 192,9 Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug damit 43,7% (Vorjahr: 46,7%). cosnova tätigte im Juli und Dezember 2023 eine Ausschüttung an die cosnova Beauty GmbH. Diese Mittel stehen für Investitionen auf Holding-Ebene zur Verfügung.

Die Steuerrückstellungen sind aufgrund des höheren Jahresüberschusses in 2023 gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen aufgrund höherer Rückstellungen für Rechtsrisiken gestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit € 69,5 Mio. über dem Wert des Vorjahres (€ 35,4 Mio.), was sich im Wesentlichen auf einen Anstieg der Vorräte zurückführen lässt. Wie im Vorjahr wurden einige Verbindlichkeiten zum Jahresende vorfällig ausgeglichen.

4. Investitionen / Forschung und Entwicklung

a) Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne geringwertige Wirtschaftsgüter) verteilen sich auf die Bereiche immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen unser Produktinformationsmanagementtool sowie den Kauf von Softwarelizenzen. Die Investitionen in Sachanlagen verteilen sich hauptsächlich auf gekaufte Werkzeuge für die Produktion bei Lieferanten und auf den Bereich IT. Für 2024 sind wieder Investitionen in Werkzeuge, die Erweiterung der Bürofläche und generell im Bereich der IT geplant.

b) Forschung und Entwicklung

Angesichts dynamischer Veränderungen im Markt und im Konsumentenverhalten betreibt cosnova einen Innovation Hub zur Sicherung des zukünftigen Unternehmenserfolgs. Der Innovation Hub stellt unter anderem dem Kerngeschäft umfangreiche Trend- und Consumer-Insight Informationen zur Verfügung, um relevante und erfolgreiche Produkt- und Markenweiterentwicklungen zu unterstützen. Daneben werden im Innovation Hub neue Business Modelle entwickelt, die zum zukünftigen Unternehmenswachstum beitragen sollten. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind unverändert zum Vorjahr.

5. Finanzlage

cosnova hat wie im Jahr 2022 keine externe Bankenfinanzierungen. Es bestehen jedoch Leasingverträge für Firmenwagen und für Services im digitalen Bereich (u.a. für Cloud Lösungen). Das organische Wachstum wurde vollständig aus eigenen Mitteln finanziert.

In Summe weist cosnova einen Barmittelbestand von € 31,3 Mio. per Ende 2023 aus (Vorjahr: € 49,5 Mio.). Damit weisen wir eine ausreichende Deckung der kurzfristigen Betriebsmittel gegen- über Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 13,9 Mio. oder 45% aus (Vorjahr € 52,3 Mio. oder 106%).

cosnova wurde auf Basis des Jahresabschlusses 2022 mit einem "AA" (Vorjahr: "BBB") Rating von unserer Hausbank bewertet.

III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Risikomanagement

In der cosnova GmbH erfolgt ein monatliches Risikomanagement im Rahmen der Unternehmenssteuerung. Primär wird die Umsatzentwicklung zum Latest Estimate (aktueller Forecast) sowie die Entwicklung von Kosten zum Budget (Plan zu Beginn des Jahres) betrachtet. Dabei werden in der Geschäftsführung auch aktuelle Risiken und Chancen und deren Einfluss auf die strategische und finanzielle Entwicklung des Unternehmens diskutiert.

2. Chancenbericht

Die Geschäftsführung sieht in den folgenden Bereichen moderate bis hohe Chancen für die Entwicklung cosnovas:

Bereich Einstufung Einstufung Vorjahr
Verbesserung der Lieferfähigkeit Hoch Moderat bis hoch
Wirtschaftliche Entwicklung Moderat bis hoch Hoch
Markenwachstum Hoch Hoch
Kommunikation über Soziale Medien Moderat bis hoch Moderat bis hoch
Internationalisierung Hoch Hoch
Digitalisierung Moderat bis hoch Moderat bis hoch
Nachhaltigkeit / Klimawandel Moderat Moderat
Mitarbeiter*innen Moderat Moderat

Die Einstufung ergibt sich aus einer Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung auf den Geschäftserfolg cosnovas. Im Folgenden werden die Chancen mit der höchsten Einstufung näher beschrieben.

Verbesserung der Lieferfähigkeit: Die bereits im Jahr 2022 aufgetretenen Lieferengpässe setzten sich auch im ersten Halbjahr 2023 fort. Ab dem Sommer 2023 kam es dann aber zu einer sukzessiven Verbesserung der Lieferfähigkeit von cosnova an unsere Kunden. Dies ist im Wesentlichen auf die bereits ab Frühjahr 2022 initiierten Maßnahmen zurückzuführen. Dazu gehören unter anderem die Erweiterung der Kapazitäten für Packmitteln bei Vorlieferanten und die Vereinbarung von zusätzlichen Kapazitäten bei den Herstellern unserer Produkte. Dies wurde begleitet von verbindlichen Zusagen für Abnahmemengen auf einige volumenstarke Produkte, damit die Hersteller sich entsprechend benötigte Rohstoffe und Packmittel sichern können. Neben der schrittweisen Verbesserung der Lieferfähigkeit hat dies auch zu einem Anstieg der Lagerbestände bei cosnova und unseren Handelspartnern geführt. Dies wird sich auch so im 1. Halbjahr 2024 fortsetzen und sollte ab Mitte 2024 zu einer Normalisierung der Lieferfähigkeit führen. Die damit verbundenen Chancen schätzen wir als hoch ein.

Marken: cosnova verfügt über ein Markenportfolio, welches wir konsequent durch entsprechende Kommunikationsmaßnahmen unterstützen. Im Hinblick auf unsere Zielgruppe ist uns dabei eine sehr verantwortungsvolle Kommunikation wichtig, die insbesondere auch Themen wie Nachhaltigkeit aufgreift. Gleichzeitig versuchen wir stetig, neue Trends im Markt so aufzunehmen, dass sie für die Konsument*innen unserer Marken eine möglichst hohe Relevanz haben. Wir investieren in den Schutz unserer Marken und haben Prozesse etabliert, die helfen, eine Verletzung anderer Marken und Rechte zu vermeiden. Gleichzeitig wurden bereits im Jahr 2023 die Budgets in die Kommunikation der Marken erhöht. Dies ist auch für das kommende Jahr geplant, verbunden mit signifikanten Investitionen in den Austausch von Displays der Marke essence. Aufgrund unserer Markenetablierung und der genannten Investitionen schätzen wir unsere Chancen, weiter zu wachsen als hoch ein.

Internationalisierung: cosnova ist bereits in zahlreichen Märkten vertreten, dennoch sehen wir insbesondere in sogenannten Schwellenländern mit hohem Bevölkerungswachstum für unsere Marken ein großes Wachstumspotenzial. Die Priorität wird auch durch die Einstellung eines Geschäftsführers für den Bereich Emerging Markets unterstrichen. Entsprechend wollen wir künftig an weiteren Markteintritten arbeiten, in denen wir mittelfristig ein hohes Umsatzpotenzial sehen. Solche Markteintritte können auch komplett Online stattfinden, z.B. auf Marktplätzen. Aufgrund der bereits getätigten und anstehenden Expansionen beurteilen wir unsere Chance hieraus als hoch.

3. Risikobericht

Die Geschäftsführung sieht in den folgenden Bereichen moderate bis hohe Risiken für die Entwicklung des Unternehmens:

Bereich Einstufung Einstufung Vorjahr
Lieferkette Moderat bis hoch Moderat bis hoch
Inflation / Zinsentwicklung / Marktentwicklung Moderat bis hoch Moderat bis hoch
Wettbewerber Moderat Moderat
Trends Moderat Moderat
Kunden Moderat Moderat
Lieferanten Moderat Moderat
Produktqualität Moderat Gering
Nachhaltigkeit / Klimawandel Moderat bis hoch Moderat bis hoch
Social Media Moderat Moderat

Die Einstufung ergibt sich aus einer Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung auf den Geschäftserfolg des cosnovas. Im Folgenden werden die Risiken mit der höchsten Einstufung näher beschrieben.

Lieferkette: Einen wesentlichen Einfluss auf das Geschäftsergebnis haben die Herausforderungen in der globalen Lieferkette, die in vorherigen Abschnitten bereits thematisiert wurden. Sollten die Lieferschwierigkeiten mittelfristig anhalten, besteht das Risiko, Marktanteile eventuell auch nachhaltig zu verlieren. Zudem könnte cosnova von Handelspartnern mit Kompensationsforderungen für entgangene Umsätze konfrontiert werden. Ein vordringliches Ziel ist es daher, die Lieferfähigkeit von cosnova im Jahr 2024 wieder auf das Niveau vor Corona zu erhöhen und zu stabilisieren. Dies ist für zahlreiche Produkte und Produktfamilien bereits gelungen, für einige Produkte sollten sich verbleibende Schwierigkeiten in der ersten Jahreshälfte 2024 auflösen, wenn alle getätigten Investitionen bei Lieferanten voll hochgefahren sind. Darüber hinaus befinden wir uns auch mit einigen Lieferanten in konkreten Gesprächen, wie wir eine Zusammenarbeit künftig vertiefen können, um eine kontinuierliche Stabilität in unserer Lieferkette und somit weiteres Wachstum zu gewährleisten. Die Risiken auf die Geschäftsentwicklung schätzen wir als moderat bis hoch ein.

Inflation / Zinsentwicklung / Marktentwicklung: Wir gehen derzeit davon aus, dass sich Inflation und Zinsen in 2024 tendenziell wieder nach unten bewegen werden. Dennoch bleibt zunächst abzuwarten, inwieweit der starke Anstieg der Zinsen im vergangenen Jahr in einzelnen Märkten zu Wachstumseinbußen bzw. Rezessionen führen wird. Dies stellt sicherlich auch ein Risiko für die Konsumgüterindustrie dar, allerdings schätzen wir die Risiken speziell auf den Kosmetikmarkt als gering bis moderat ein.

Gleichzeitig stellen die derzeitigen Inflations- und Zinsraten auch ein Risiko für die Kostenentwicklung der cosnova dar. Steigende Einkaufspreise und nachgelagert dann auch steigende Löhne haben den Druck auf der Kostenseite im Jahr 2023 weiter erhöht. cosnova hat sich bewusst dagegen entschieden, diese Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen an den Handel weiterzugeben. Wir beobachten die Situation weiterhin genau und werden gegebenenfalls darauf reagieren. Und schließlich wirken sich steigende Zinsen auch auf die Finanzierung bei Lieferanten und Kunden aus, und damit auf die Fähigkeit unser Wachstum zu finanzieren. Zusammenfassend schätzen wir die Risiken durch Inflation und Zinsentwicklung als moderat bis hoch ein.

Nachhaltigkeit / Klimawandel: Der globale Klimawandel bringt potenziell eine Reihe von Herausforderungen für cosnova mit sich. So werden z.B. eine regulatorische CO 2 -Besteuerung zu höheren Energiepreisen und damit zu höheren Kosten für Gas, Strom und Benzin führen. Nachgelagert würde dies auch die Logistikkosten, Roh- und Packmaterialien und damit letztendlich die Kosten der Fertigprodukte erhöhen. Gleichzeitig sind wir mit unseren Lieferanten in engem Kontakt, um nach gemeinsamen Lösungen zu suchen, wie ein weiteres Wachstum so gestaltet werden kann, dass es mit unseren CO 2 -Reduktionszielen vereinbar ist.

Ein weiteres Risiko des Klimawandels für cosnova stellen die Erwartungen unserer Konsument*innen und Kunden an die Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit ihrer Kosmetikprodukte dar. Wir müssen und werden einen hohen Fokus auf die Erfüllung dieser Erwartungen legen, um die Risiken von Marktanteilsverlusten in Chancen zu verwandeln. Zudem beobachten wir sehr genau die regulatorischen Entwicklungen in diesem Bereich. Wir beurteilen die Risiken, die durch den Klimawandel entstehen, für cosnova als moderat bis hoch.

4. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage

Die oben genannten Einschätzungen zur Chancen- und Risikolage basieren auf einer gemeinsamen Evaluation der betroffenen Geschäftsführer*innen.

Die Chancenlage ist im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch das dynamische Marktwachstum sowie durch die Erwartung einer Verbesserung der Lieferfähigkeit weiter gestiegen. Darüber hinaus bestehen die bedeutendsten Chancen für cosnova darin, aus ihrer Markenstärke neue Trends und Konzepte erfolgreich aufzugreifen bzw. umzusetzen, sowie in der Erweiterung der Distribution bei existierenden und neuen Kunden, in neuen Vertriebskanälen (E-Commerce) und in neuen Märkten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den sogenannten Schwellenländern.

Die größten Risiken für cosnova sind derzeit die noch immer teilweise gestörten Lieferketten und die damit verbundene schlechte Lieferfähigkeit. Darüber hinaus bleibt die weltwirtschaftliche Lage durch eine potenzielle weitere Eskalation des Russland-Ukraine Kriegs sowie des Konflikts im Nahen Osten fragil. Daneben sehen wir generell, dass cosnova Risiken aufgrund des Klimawandels weiterhin unter Einbeziehung der Lieferanten angehen muss. Auch aufgrund der Erfahrungen im Geschäftsjahr 2023 halten wir die oben aufgeführten Risiken für nicht bestandsgefährdend.

IV. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Derzeit beträgt der Frauenanteil auf der obersten Führungsebene rund 33%, und liegt damit höher als unser Ziel von mindestens 25%. Auf der zweiten Führungsebene liegt der Frauenanteil derzeit bei rund 56%, und damit über unserem Ziel von 50%. Auf der dritten Führungsebene beträgt der Frauenanteil rund 78%, gegenüber einer Zielgröße von mindestens 50%. Wir gehen davon aus, dass wir die gesetzten Zielgrößen auf allen Führungsebenen bis Ende 2025 beibehalten werden.

Die Gesellschaft begrüßt die Vielfalt unserer Belegschaft, nicht nur geschlechtlich, sondern auch bezüglich Alter, sexueller Orientierung, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Die Gesellschaft beschäftigt ihre Mitarbeiter*innen unabhängig von den genannten Merkmalen und sieht die Gleichbehandlung aller als maßgebend an.

V. PROGNOSEBERICHT

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 eine weiterhin positive Entwicklung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Allerdings gehen wir davon aus, dass sich das Wachstum deutlich abschwächen wird, da wir insbesondere ein deutlich moderateres Marktwachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten. Aufgrund unserer nach wie vor zahlreichen Möglichkeiten der Distributionserweiterungen, einer weiteren Steigerung unserer Produktverfügbarkeit sowie einer geplanten weiteren Steigerung unseres E-Commerce Geschäfts gehen wir von einem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr deutlich über den Marktwachstum aus.

Bezüglich des Jahresüberschusses erwarten wir, vor allem getrieben durch signifikante Investitionen in die Markteinführung einer neuen Generation unserer essence Displays, einer Steigerung der Marketing-Kommunikationsmaßnahmen, aber auch durch weitere Investitionen in die Verbesserung der Lieferketten, in neue Märkte und den weiteren Ausbau des E-Commerce Geschäfts, eine leicht rückläufige Entwicklung sowohl absolut als auch relativ zum Umsatz im Vergleich zum Jahresüberschuss 2023.

Unsere internationale Expansion wollen wir auch in 2024 fortführen. Nach der Gründung zahlreicher ausländischer Gruppen-Tochtergesellschaften in den vergangenen Jahren werden wir die enge Zusammenarbeit mit diesen fortführen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen moderaten Personalaufbau, der sich einerseits auf unsere Wachstumsfelder E-Commerce sowie Internationalisierung und neue Markenkonzepte fokussiert. Daneben planen wir aber auch weitere Stellen in Teams, die dieses Wachstum organisatorisch ermöglichen (IT, Produktentwicklung, Einkauf sowie Supply Chain).

Angesichts unserer erwähnten Wachstumsmöglichkeiten bleiben wir für das Jahr 2024 trotz der erwähnten Risiken sehr optimistisch.

 

Sulzbach (Taunus), den 28. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.023.364,09 3.055.862,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 607.096,71 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 230.815,89 149.152,51
3.861.276,69 3.205.014,97
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.708.635,18 768.100,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.260.485,62 4.176.147,26
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.608.403,17 1.676.759,56
14.577.523,97 6.621.007,63
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 107,87 107,87
18.438.908,53 9.826.130,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 209.160,00 144.834,88
2. Waren 138.494.958,69 75.105.443,16
3. Geleistete Anzahlungen 3.602.102,50 1.087.055,80
142.306.221,19 76.337.333,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52.155.599,28 38.287.852,48
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.523.022,42 10.404.388,53
3. Sonstige Vermögensgegenstände 10.547.950,73 7.013.667,54
80.226.572,43 55.705.908,55
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 31.255.841,43 49.484.098,24
253.788.635,05 181.527.340,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.420.610,70 1.546.242,13
274.648.154,28 192.899.713,23

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.000.000,00 6.000.000,00
II. Gewinnvortrag 29.000.004,57 24.290.952,97
III. Jahresüberschuss 85.029.847,63 59.709.051,59
120.029.852,20 90.000.004,56
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 23.526.078,60 18.914.523,98
2. Sonstige Rückstellungen 40.904.489,02 27.592.287,75
64.430.567,62 46.506.811,73
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.184,16 13.158,34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.464.872,97 35.448.434,32
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.248.596,36 12.197.686,89
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11.344.216,97 8.601.553,39
davon aus Steuern € 960.581,84 (i. Vj. € 728.346,81)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 82.672,10 (i. Vj. € 60.092,34)
90.067.870,46 56.260.832,94
D. Passive latente Steuern 119.864,00 132.064,00
274.648.154,28 192.899.713,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 750.839.920,20 561.540.219,10
2. Sonstige betriebliche Erträge 9.448.573,20 5.085.978,63
davon aus Währungsumrechnung € 893.025,01 (i. Vj. € 575.575,73)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -421.592.040,12 -315.009.967,09
338.696.453,28 251.616.230,64
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -45.763.429,66 -41.762.824,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.504.465,50 -7.015.620,89
davon für Altersversorgung € 1.560.330,72 (i. Vj. € 1.458.898,84)
-54.267.895,16 -48.778.445,06
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.606.840,17 -4.142.829,23
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -158.387.172,46 -114.619.142,00
davon aus Währungsumrechnung € 697.001,46 (i. Vj. € 681.693,66)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106.273,60 -63.514,86
davon aus Abzinsung von Rückstellungen € 105.568,07 (i. Vj. € 14.418,12)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 111.475,59 -3.942,83
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen € 3.193,91 (i. Vj. € 3.942,83)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34.585.076,54 -24.183.201,59
10. Ergebnis nach Steuern 85.067.218,14 59.825.155,07
11. Sonstige Steuern -37.370,51 -116.103,48
12. Jahresüberschuss 85.029.847,63 59.709.051,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft ist unter dem Namen cosnova GmbH mit Sitz in Sulzbach (Taunus) unter der Nummer HRB 54730 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Gliederungsgrundsätzen und unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 264 ff. HGB). Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten angesetzt vermindert um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Sachanlagen, ohne die geleisteten Anzahlungen, sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Anschaffungskosten der Sachanlagen, ohne die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, werden vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

 

Immaterielle Vermögensgegenstände: 3 bis 5 Jahre

 

Bauten auf fremden Grundstücken: Mindestrestlaufzeit des Mietvertrags

 

Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 10 Jahre

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau unterliegen keiner Abschreibung.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um vorgenommene Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen.

Das der Abschreibung unterliegende Anlagevermögen wird unter Anwendung der linearen Abschreibung abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs in Anlehnung an die Regelungen des § 6 Abs. 2 S. 1 EStG voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagenspiegel wird bei den Vollabschreibungen im Anschaffungsjahr ein fiktiver Abgang im gleichen Jahr unterstellt.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden im Wesentlichen durch permanente Inventur erfasst. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die sich ergebende Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Passive latente Steuern werden ausgewiesen.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen beinhalten sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend ihrer Laufzeit mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Zugangszeitpunkt zum tagesaktuellen Fremdwährungskurs und grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke für Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

IV. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Geschäftsjahr 2023 ist in dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 17.523 (Vorjahr: T€ 10.404) ausschließlich den Lieferung- und Leistungsverkehr und enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 20).

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Gesamthöhe von T€ 10.548 (Vorjahr: T€ 7.014) beinhalten Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen aus Ansprüchen der Gesellschaft auf noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von T€ 344 (Vorjahr: T€ 277). Von den sonstigen Vermögensgegenständen betreffen T€ 771 (Vorjahr: T€ 754) Kautionsansprüche. Diese Beträge stehen der Gesellschaft nicht kurzfristig zur Verfügung. Die Restlaufzeit beträgt mehr als ein Jahr.

Die weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

PASSIVA

1. Eigenkapital

Entwicklung des Gewinnvortrages T€
Stand 1. Januar 2023 24.291
Jahresüberschuss 2022 * 59.709
Gewinnausschüttung 2023 ** -55.000
Stand 31. Dezember 2023 29.000

* Der Jahresüberschuss 2022 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 1. August 2023 in Höhe von T€ 59.709 auf neue Rechnung vorgetragen.
** Die Gewinnausschüttungen in Höhe von T€ 30.000 aus Juli 2023 sowie T€ 25.000 aus Dezember 2023 erfolgten aufgrund der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom 21. Juli 2023 sowie vom 27. Dezember 2023.

2. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten u. a. Rückstellungen für Rechtsrisiken in Höhe von T€ 13.889 (Vorjahr: T€ 237), Rückstellungen für Rückvergütungen an Kunden in Höhe von T€ 6.917 (Vorjahr: T€ 8.141), Rückstellungen für Ergebnisvergütungen an Arbeitnehmer in Höhe von T€ 7.295 (Vorjahr: T€ 6.498), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 1.680 (Vorjahr: T€ 1.687), sonstige Personalrückstellungen in Höhe von T€ 4.329 (Vorjahr: T€ 4.007), Rückstellungen für Boni aus Lieferantenvereinbarungen in Höhe von T€ 3.588 (Vorjahr: T€ 983) sowie Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von T€ 1.502 (Vorjahr: T€ 1.123).

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Gesamtbetrag von T€ 90.068 (Vorjahr: T€ 56.261) innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 9.249 betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr (Vorjahr: T€ 12.198).

4. Latente Steuern

Aufgrund der unterschiedlichen Bewertungsvorschriften in Handels- und Steuerrecht ergeben sich bei immateriellen Vermögensgegenständen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten und bei sonstigen Rückstellungen unterschiedliche Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz, die insgesamt zu passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 120 führen. Für die Berechnung der latenten Steuer wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,43% zugrunde gelegt.

Der durchschnittliche Ertragssteuersatz der Gesellschaft beträgt 28,90% (Vorjahr: 28,61%). Der Gewerbesteuerhebesatz liegt bei 360% (Vorjahr: 360%).

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Auf das In- und Ausland verteilen sich die Umsätze wie folgt:

Umsatzerlöse in T€ 2023 in % 2022 in %
Inland 269.511 36% 201.454 36%
EU-Ausland 313.797 42% 227.645 41%
Drittland 167.532 22% 132.441 24%
Gesamt 750.840 100% 561.540 100%

Unter Berücksichtigung der Organisation des Verkaufs erfolgt keine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen. Die Umsatzerlöse beziehen sich fast ausschließlich auf den Bereich dekorative Kosmetik.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Im Posten sonstige betriebliche Erträge von insgesamt T€ 9.449 (Vorjahr: T€ 5.086) sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 4.854 (Vorjahr: T€ 1.430) enthalten, wovon T€ 2.438 auf die Auflösung einer Rückstellung für die Instandsetzung von Theken im Handel entfallen. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen andere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 259 (Vorjahr: T€ 479) zu verzeichnen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt T€ 158.387 (Vorjahr: T€ 114.619) sind periodenfremde Aufwendungen für Leistungen aus Vorperioden in Höhe von T€ 606 (Vorjahr: T€ 1.909) enthalten. Die Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung für Rechtsrisiken in Höhe von T€ 13.889 sind als außerordentliche Aufwendungen zu nennen.

4. Zinsen

Im Posten Zinsen sind Erträge aus Zinsen für betriebliche Steuern gem. § 233a AO in Höhe von T€ 129 (Vorjahr: T€ 196) enthalten, welche den Vorjahren zuzurechnen sind. Der Effekt resultiert aus der Auflösung von Zinsrückstellungen aus einer Betriebsprüfung. Ferner sind Erträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 106 (Vorjahr: T€ 10) enthalten.

5. Steuern

Von den Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen T€ 34.594 auf das Geschäftsjahr 2023. Der übrige Ertrag in Höhe von T€ 9 betrifft zu T€ 3 Aufwendungen aus Steuerzahlungen für Vorjahre und zu T€ 12 Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern. Die Entwicklung der Salden der latenten Steuern zum Bilanzstichtag ergibt sich wie folgt:

Stand zu Beginn des GJ Veränderung Stand zu Ende des GJ
Aktive latente Steuern T€ 103 T€ 143 T€ 246
Passive latente Steuern T€ 235 T€ 131 T€ 365
Passivüberhang T€ 132 - T€ 12 T€ 120

VI. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- sowie sonstigen Verträgen mit folgenden Fälligkeiten:

Werte in T€ 2023 2022
Bis zu einem Jahr 9.836 8.292
Über ein Jahr 35.184 23.835
Gesamtbetrag 45.020 32.127

Das Bestellobligo beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 129.687 für Waren und T€ 5.375 für Marketingmaterial.

Der Vorteil im Bestellobligo ist die Sicherung des zukünftigen Einkaufs. Der Nachteil ist die verpflichtende zukünftige Abnahme. Der Vorteil von Miet- und Leasingverträgen liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

2. Angaben über Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 523 Mitarbeiter beschäftigt, davon 401 Frauen und 122 Männer. Davon waren alle 523 Mitarbeiter Angestellte, aufgeteilt in 458 Mitarbeiter in der Verwaltung und 65 Mitarbeiter im Vertrieb.

Geschäftsführer:

Frau Christina Maria Oster-Daum, Vorstand Caramé Holding AG

Herr Francisco Javier González Moreno, Vorstand Caramé Holding AG

Herr Mathias Joachim Delor, Chief Operations Officer

Herr Hilko Prahl, Chief Sales Officer

Frau Kristina Gesine Hild, Chief Legal Officer

Frau Yvonne Wutzler, Chief Marketing Officer

Herr Thorsten Emmerich Mühl, Chief Digital Marketing & Experiences Officer (bestellt zum 01.01.2023)

Herr Stefan Franz Lothar Weinmiller, Chief Financial Officer (bestellt zum 01.07.2023)

Herr Dennis Martin, Chief Emerging Markets Officer (bestellt zum 01.10.2023)

Frau Oster-Daum, Herr González Moreno, Herr Delor, Herr Prahl, Frau Hild und Frau Wutzler vertreten die Gesellschaft allein. Herr Mühl, Herr Weinmiller und Herr Martin vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Frau Oster-Daum und Herr González Moreno sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Frau Hild ist von § 181 Alt. 2 BGB befreit. Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung.

3. Konzernverhältnisse

An der Gesellschaft besteht eine 100 %ige Beteiligung, die von der cosnova Beauty GmbH, Sulzbach (Taunus), gehalten wird. Die Jahresabschlüsse der cosnova GmbH und der cosnova Beauty GmbH werden in den auf den 31. Dezember 2023 aufgestellten Konzernabschluss der Carame Holding AG mit Sitz in Sulzbach (Taunus) einbezogen. Dies entspricht dem kleinsten und größten Konsolidierungskreis zugleich.

Der Konzernabschluss der Carame Holding AG wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers unterbleibt an dieser Stelle, da diese Angabe im Konzernabschluss erfolgt.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführer beabsichtigen, der Gesellschafterversammlung vorzuschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 85.030 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Sulzbach (Taunus), 28. Februar 2024

gez. Christina Maria Oster-Daum, Geschäftsführerin

gez. Francisco Javier González Moreno, Geschäftsführer

gez. Mathias M. Joachim Delor, Geschäftsführer

gez. Hilko Prabl, Geschäftsführer

gez. Yvonne Wutzler, Geschäftsführerin

Kristina Gesine Hild, Geschäftsführerin

gez. Thorsten Emmerich Mühl, Geschäftsführer

gez. Stefan Franz Lothar Weinmiller, Geschäftsführer

gez. Dennis Martin, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten (Bruttowerte)
01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.969.414,35 846.114,38 0,00 0,00 13.815.528,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 656.320,77 0,00 0,00 656.320,77
3. Geleistete Anzahlungen 149.152,51 81.663,38 0,00 0,00 230.815,89
13.118.566,86 1.584.098,53 0,00 0,00 14.702.665,39
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5.878.608,49 960.924,42 0,00 240.347,38 7.079.880,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.661.428,13 11.396.896,47 3.104.294,37 139.450,69 38.093.480,92
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.676.759,56 1.311.441,68 0,00 -379.798,07 2.608.403,17
37.216.796,18 13.669.262,57 3.104.294,37 0,00 47.781.764,38
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 161,39 0,00 0,00 0,00 161,39
50.335.524,43 15.253.361,10 3.104.294,37 0,00 62.484.591,16
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zuführung Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.913.551,89 878.612,75 0,00 10.792.164,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 49.224,06 0,00 49.224,06
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.913.551,89 927.836,81 0,00 10.841.388,70
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5.110.507,68 260.737,43 0,00 5.371.245,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.485.280,87 5.418.265,92 3.070.551,49 27.832.995,30
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
30.595.788,55 5.679.003,35 3.070.551,49 33.204.240,41
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 53,52 0,00 0,00 53,52
40.509.393,96 6.606.840,17 3.070.551,49 44.045.682,63
Nettowerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.023.364,09 3.055.862,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 607.096,71 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 230.815,89 149.152,51
3.861.276,69 3.205.014,97
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.708.635,18 768.100,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.260.485,62 4.176.147,26
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.608.403,17 1.676.759,56
14.577.523,97 6.621.007,63
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 107,87 107,87
18.438.908,53 9.826.130,47

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die cosnova GmbH, Sulzbach (Taunus)

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der cosnova GmbH, Sulzbach (Taunus), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der cosnova GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Vanessa Faust, Wirtschaftsprüferin

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