Edwin
Deutgen Kunststofftechnik GmbH
Südheide OT Hermannsburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Grundlagen des Unternehmens
Die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH stellt am
Standort Hermannsburg vorwiegend hochwertige
Spritzgussteile für Rückhaltesysteme und Starter
von Kraftfahrzeugen her. Darüber hinaus verfügt
das Unternehmen über hochmoderne Montageautomaten und
einen eigenen Werkzeugbau. Die Hauptkunden sind namhafte
Systemlieferanten der Automobilindustrie. Mehr als neun
Zehntel der Umsätze werden außerhalb Westeuropas
getätigt.
Neben der Herstellung von Bauteilen mit sehr langen
Produktlebenszyklen werden von Vertrieb und
Projektmanagement zahlreiche neue Produkte in enger
Abstimmung mit den Kunden auf den Weg in die
Serienproduktion gebracht.
Die Grundstücke und Gebäude der
Gesellschaft befinden sich im Eigentum der
Muttergesellschaft, der Amphenol Technologies Holding GmbH,
Heilbronn, und werden an die Gesellschaft verpachtet.
B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
In seiner Februar-Prognose zur Entwicklung der
Weltwirtschaft erwartet der Internationale
Währungsfonds (IWF), dass die globale Wirtschaft 2023
um 3,1 Prozent gewachsen ist. Für Deutschland
schätzt die Europäische Kommission, dass das
Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent
gesunken ist. (Quelle: statista.com).
Im Oktober 2023 wurde davon ausgegangen, dass 2023
weltweit 87,5 Millionen Pkw produziert würden - im
Vergleich zu 85 Millionen im Jahr zuvor. (Quellen: Polk
& statista.de).
2. Geschäftsverlauf
Geschäftsentwicklung
Im Geschäftsjahr 2023 fiel das Rohergebnis mit
TEUR 18.108 um 10,7 % höher als im Vorjahr aus. Es lag
damit 1 % unter der ursprünglichen Planung.
Die Nachfrage der weltweiten Kundschaft hat sich 2023
nach teils schwierigen Jahren vollständig erholt.
Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem
Vorjahr von TEUR 2.813 auf TEUR 3.136 verbessert,
insbesondere durch positive Produktmix-Effekte. Das
geplante operative Ergebnis konnte erreicht werden.
3. Darstellung der Lage
Ertragslage
Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich
Bestandsveränderung sowie sonstige betriebliche
Erträge und abzüglich Materialaufwand) hat sich
absolut um TEUR 1.748 auf TEUR 18.108 erhöht. Die
Rohgewinnmarge stieg dabei von 57,5 % auf 58,1 %. Dies ist
auf einen optimierten Produktmix zurückzuführen.
Der Personalaufwand stieg um 3,0 % auf TEUR 7.812,
was im Wesentlichen die Folge von Lohn- und
Gehaltsanpassungen ist.
Der Aufwand für Abschreibungen ist um 14,6 %
gestiegen auf TEUR 1.453 (Vorjahr TEUR 1.268) als Folge von
Bau und Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit
TEUR 5.611 19,8 % über dem Niveau des Vorjahres (TEUR
4.682). Dabei sind insbesondere die Stromkosten und der
Reparaturaufwand für Werkzeuge deutlich gestiegen.
Das Ergebnis nach Steuern ist von TEUR 2.813 auf TEUR
3.136 gestiegen. Der Gewinn von TEUR 3.135 (Vorjahr TEUR
2.811) wird an die Muttergesellschaft abgeführt.
Belegschaft
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der
durchschnittliche Personalbestand von 151 auf 155
erhöht.
Zum 31. Dezember 2023 befanden sich sieben Personen
in beruflichen Ausbildungen zum Verfahrensmechaniker, zum
Werkzeugmechaniker, zum Mechatroniker und zur Fachkraft
für Lagerlogistik.
Vermögens- und Finanzlage
Zum Ende des Geschäftsjahres weist die
Gesellschaft eine Bilanzsumme von TEUR 20.768 (Vorjahr TEUR
20.330) aus. Die Sachanlagen haben sich von TEUR 6.574 auf
TEUR 8.011 aufgrund der Investition in eine
Photovoltaikanlage erhöht.
Beim Umlaufvermögen sind die Vorräte
gegenüber dem Vorjahr (TEUR 6.048) auf TEUR 5.735
zurückgegangen. Die Fertigteilbestände waren
deutlich geringer, was insbesondere auf eine verbesserte
Produktionsplanung zurückzuführen ist. Die
Rohstoff-Bestände sowie die Bestände an
unfertigen Werkzeugen blieben nahezu unverändert. Die
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände
haben sich von TEUR 7.358 auf TEUR 6.703 deutlich
verringert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
liegen TEUR 418 niedriger; dies betrifft im Wesentlichen
die laufenden Forderungen, denn die Umsätze von
September bis Dezember 2023 haben um TEUR 549 unter denen
des Vorjahreszeitraumes gelegen. Die Vorsteuer-Forderungen
sind u. a. aufgrund zuletzt leicht gesunkener
Rohstoffpreise um TEUR 359 zurückgegangen. Die
Guthaben bei Kreditinstituten betragen weniger als TEUR 1
aufgrund des existierenden Cash-Pools.
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt
aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages
unverändert TEUR 9.339. Die Eigenkapitalquote ist
aufgrund der leicht gestiegenen Bilanzsumme auf 45,0 %
(Vorjahr 45,9 %) gesunken.
Die Rückstellungen sind um TEUR 107 gestiegen,
insbesondere für ausstehende Rechnungen. Die
Verbindlichkeiten liegen bei TEUR 8.669 (Vorjahr TEUR
8.343). Insbesondere haben sich die
Cash-Pool-Verbindlichkeiten um TEUR 888 erhöht,
während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen um TEUR 191 zurückgegangen sind.
Die Liquidität der Gesellschaft ist durch den
zukünftigen Cashflow und eine Cash-Pool-Vereinbarung
im Konzern jederzeit gesichert.
Zusammengefasste Gesamtaussage zum
Geschäftsverlauf
Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die
Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH zufriedenstellend. Das
ursprünglich geplante Umsatzwachstum konnte nicht ganz
erreicht werden. Der nachlassende Anstieg der
Rohstoffpreise hat dagegen zu einem Anstieg des
Jahresergebnisses geführt.
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Voraussichtliche Entwicklung
Der IWF erwartete im Januar 2024 einen Anstieg der
weltweiten Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 3,1
Prozent gegenüber 2023. Für das Jahr 2025 wird
das weltweite Wirtschaftswachstum auf rund 3,2 Prozent
gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. (Quelle:
imf.org). Laut IWF sei für Deutschland 2024 ein
Wachstum von 0,5 Prozent zu erwarten. Als Exportnation
leide Deutschland insgesamt stärker unter dem
schwachen Welthandel als andere Länder, und die
Industrie habe hierzulande mit hohen Energiepreisen zu
kämpfen. (Quelle: statista.com).
S&P Mobility erwartete für 2024 einen
Anstieg der weltweiten Automobilverkäufe um 2,8
Prozent auf 88,4 Millionen Einheiten (Quelle:
spglobal.com). Der Polk-Report geht für 2024 von 89,6
Millionen produzierten Fahrzeugen aus und rechnet für
2025 mit einem weiteren Anstieg auf 91,5 Millionen
Stück (Quelle: Polk-Report).
Die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH plant
für das Geschäftsjahr 2024 keinen Umsatzanstieg.
Die steigende Nachfrage soll von Schwesterunternehmen im
Amphenolkonzern gedeckt werden. Vielmehr setzt sich Deutgen
zum Ziel, durch eine Steigerung der Auslastung und eine
Optimierung des Produktmixes andere Kostensteigerungen,
beispielsweise bei Personalkosten und Abschreibung
auszugleichen, um 2024 ein operatives Ergebnis auf
Vorjahresniveau zu erreichen.
Der Personalbedarf dürfte 2024 weitgehend
unverändert bleiben.
2. Chancen und Risiken
Die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH fokussiert
sich auf die Automobilindustrie, wodurch sie in
eingeschränkter Weise auch den Risiken dieser Branche
ausgesetzt ist.
Die Risiken werden von der Geschäftsführung
und vom Management regelmäßig ermittelt und
über ein internes Reporting umfangreich bewertet.
Dabei werden auch die Abweichungen zur Planung dargestellt,
untersucht und nachgehalten.
Die Gesellschaft ist wie alle am Markt tätigen
Unternehmen den gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt,
die sich grundsätzlich in ständigem Preisdruck,
volatilen Rohstoff- und Energiepreisen und zunehmenden
Qualitätsanforderungen zeigen. Dies zwingt das
Unternehmen verstärkt dazu, seine Kostenstrukturen und
sein Qualitätswesen entsprechend kontinuierlich
anzupassen.
Risiken für das kommende Geschäftsjahr
sieht die Gesellschaft insbesondere
· in der Überwindung der Inflation
und ihren Folgen auf die Kosten für Energie, Roh- und
Hilfsstoffe sowie auf das Kaufverhalten von Kunden der
Automobilhersteller, · in der Ungewissheit
über die Auswirkungen zahlreicher globaler und
regionaler Konflikte auf die Weltwirtschaft,
· in möglichen Einschränkungen des
Welthandels als Folge von veränderter Zoll- und
Handelspolitik großer Wirtschaftsnationen,
· in weiter steigenden Anforderungen seitens
der Kunden an die Qualitätssicherung.
Wesentliche Risiken aus Wechselkursschwankungen
bestehen nicht, da die Gesellschaft ihre Geschäfte
sowohl auf den Beschaffungs- als auch auf den
Absatzmärkten ausschließlich in Euro abwickelt.
Forderungsausfallrisiken werden aufgrund der Kundenstruktur
als gering eingestuft. Finanzielle Risiken sieht das
Unternehmen aufgrund der Kapitalausstattung und des
Konzernverbundes derzeit nicht.
Aufgrund der zahlreichen Maßnahmen der
Regierungen und Notenbanken weltweit zur Wiederbelebung der
Weltwirtschaft nach Jahren höherer Inflation ergeben
sich wesentliche Chancen
· aus einem verbesserten
Investitionsklima als Folge eines niedrigeren Zinsniveaus,
· in der Möglichkeit, am Wachstum des
Marktanteils unserer Kunden maßgeblich zu
partizipieren, · in der Übernahme von
Aufträgen von Wettbewerbern, · in der
Möglichkeit, mit Hilfe der internationalen
Konzernstruktur den Anforderungen unserer Kunden nach
kundennahen Produktionsstandorten gerecht zu werden.
Die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH hat in den
zurückliegenden Jahren unter teils schwierigen
Rahmenbedingungen ihre Marktposition kontinuierlich
verbessern können. Den Bestand gefährdende
Risiken werden derzeit nicht gesehen. Die gute Stellung des
Unternehmens im Markt lässt eine positive Entwicklung
erwarten.
Hermannsburg, den 31.
März 2024
Die Geschäftsführung
gez.
Burkhard Brühl gez. Günther
Spielbauer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
8.236.931,60 |
6.827.692,48 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.471,00 |
27.641,00 |
| II.
Sachanlagen |
8.010.985,49 |
6.573.639,59 |
| III.
Finanzanlagen |
224.475,11 |
226.411,89 |
| B.
Umlaufvermögen |
12.438.419,60 |
13.405.592,02 |
| I.
Vorräte |
5.734.716,06 |
6.047.572,61 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
6.702.891,44 |
7.357.710,33 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und
Schecks |
812,10 |
309,08 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
92.624,16 |
97.152,38 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
20.767.975,36 |
20.330.436,88 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
9.339.103,06 |
9.339.103,06 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
26.000,00 |
26.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
9.313.103,06 |
9.313.103,06 |
| III.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
2.755.985,49 |
2.648.710,95 |
| C.
Verbindlichkeiten |
8.669.261,81 |
8.342.622,87 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
3.625,00 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
20.767.975,36 |
20.330.436,88 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
18.107.779,03 |
16.359.380,91 |
| 2.
Personalaufwand |
7.811.684,22 |
7.581.952,45 |
| a)
Löhne und Gehälter |
6.577.108,12 |
6.390.932,21 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.234.576,10 |
1.191.020,24 |
| 3.
Abschreibungen |
1.453.290,31 |
1.267.717,62 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.453.290,31 |
1.267.717,62 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
5.610.676,17 |
4.681.997,30 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.917,00 |
101,44 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
97.670,21 |
15.190,95 |
| 7.
Ergebnis nach Steuern |
3.136.375,12 |
2.812.624,03 |
| 8.
sonstige Steuern |
1.192,00 |
1.552,00 |
| 9.
auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
3.135.183,12 |
2.811.072,03 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
Anhang
1. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des
GmbH-Gesetzes aufgestellt.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter
der Annahme der Unternehmensfortführung.
Die Gesellschaft ist eine "mittelgroße"
Kapitalgesellschaft nach den Größenkriterien des
§ 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen für
"mittelgroße" Kapitalgesellschaften gemäß
§ 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Immaterielle Vermögensgegenstände und das
Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten
angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige
bzw. außerplanmäßige Abschreibungen
vermindert. Die im Geschäftsjahr angeschafften
geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von
EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller
Höhe abgeschrieben. Für die Zugänge mit
Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 aber bis 1.000 EUR
wird ein jährlicher Sammelposten gebildet, der
über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.
Die Finanzanlagen betreffen eine
Rückdeckungsversicherung für die
Pensionsrückstellungen und werden zu
Anschaffungskosten zuzüglich einer unwiderruflich
zugeteilten Überschussbeteiligung angesetzt. Das
Gliederungsschema gemäß § 266 Abs. 2 HGB
wurde um diese Position erweitert.
Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den
Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen
Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten, die sich aus
Material- und Fertigungskosten sowie Material- und
Fertigungsgemeinkosten zusammensetzen, bewertet. Wenn
erforderlich, werden angemessene Wertabschläge
gebildet.
Die Forderungen und die sonstigen
Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert
angesetzt. Für nicht einbringliche Forderungen werden
Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine
Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die
nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.
Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für
eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.
Das Stammkapital wird zum Nennbetrag bilanziert.
Sonderposten für Investitionszuschüsse, die
für vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zuschüsse
gebildet worden sind, werden zweckentsprechend als
Kürzung der Investitionen im Anlagevermögen
verbraucht.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die
Pensionsrückstellungen werden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels
der Projected-Unit-Credit-Methode errechnet. Grundlagen des
Gutachtens sind die Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG und
ein Rechnungszins von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %), der dem
durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre bei
einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht.
Anwartschafts- und Rententrends wurden nicht
berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für
eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.
3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem
Anlagenspiegel zu entnehmen.
Sämtliche Forderungen habe eine Restlaufzeit von
unter einem Jahr.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in
Höhe von TEUR 22 und resultieren in voller Höhe
aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 137).
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten Steuererstattungsansprüche mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR
1 (Vorjahr: TEUR 1).
Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen
wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren zu Grunde gelegt. Der
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB, der aufgrund
des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und
ausreichender freier Rücklagen keiner
Abführungssperre unterliegt, beträgt TEUR 5
(Vorjahr: TEUR 24).
Die sonstigen Rückstellungen sind im
Wesentlichen für ausstehende Rechnungen,
Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen, Abschluss- und
Prüfungskosten, Gewährleistungen und Aufbewahrung
gebildet worden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der
Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7.605 (Vorjahr: TEUR
6.915). Darin enthalten sind TEUR 361 (Vorjahr: TEUR 344)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR
7.252 (TEUR 6.571) sonstige Verbindlichkeiten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 69
Steuern (Vorjahr: TEUR 119) und mit TEUR 0 die soziale
Sicherheit (Vorjahr: TEUR 10).
Alle Verbindlichkeiten sind ungesichert und haben wie
im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Gewinn- und Verlustrechnung
Der Personalaufwand beinhaltet TEUR 6 Aufwendungen
für die Altersversorgung (Vorjahr: TEUR 32).
Die Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen beinhalten
ausschließlich planmäßige Abschreibungen.
Die Zinsaufwendungen beinhalten TEUR 10 (Vorjahr:
TEUR 10) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der
Pensionsrückstellungen sowie TEUR 88 gegenüber
verbundenen Unternehmen.
4. Sonstige Angaben
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und
sonstige finanzielle Verpflichtungen
Vom produktiven Anlagevermögen sind
Grundstück und Gebäude Eigentum der
Muttergesellschaft und werden von dieser an die
Gesellschaft verpachtet. Die Höhe der sich daraus
ergebenden Pachtverpflichtungen für das Jahr 2023 war
abhängig vom Umsatz und der Investitionstätigkeit
und beträgt TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 558). Der
Pachtvertrag ist jährlich durch die Gesellschaft
kündbar. Zusätzlich bestehen
Leasingverpflichtungen von insgesamt TEUR 29 (Vorjahr: TEUR
30).
Angaben über die Mitglieder der
Unternehmensorgane
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch die
Geschäftsführer
Herrn Burkhard Brühl, Hannover, Diplom-Ingenieur
und Diplom-Wirtschaftsingenieur, hauptberuflich,
und
Herrn Günther Josef Spielbauer, Simbach a. Inn,
Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer der Amphenol
Technologies Holding GmbH, Heilbronn,
wahrgenommen.
Auf die Angabe der Bezüge der
Geschäftsführung wird gemäß § 286
Abs. 4 HGB verzichtet.
Für ehemalige Mitglieder des
Geschäftsführungsorgans sind Rückstellungen
für Pensionen in Höhe von TEUR 218 gebildet.
Mitarbeiter
Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 155
Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 151). Hiervon sind
111 (Vorjahr: 108) gewerbliche Mitarbeiter sowie 44
(Vorjahr: 43) technische und kaufmännische
Angestellte.
Mutterunternehmen und Konzernzugehörigkeit
Alleinige Gesellschafterin ist die Amphenol
Technologies Holding GmbH, Heilbronn.
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der
Amphenol Corporation, Wallingford, Connecticut (USA),
einbezogen. Diese Gesellschaft ist das Mutterunternehmen,
das einen Konzernabschluss für den größten
und zugleich kleinsten Kreis der Tochterunternehmen
aufstellt. Der Konzernabschluss wird am Sitz der
Gesellschaft offengelegt und ist elektronisch bei der U.S.
Securities und Exchange Commission unter www.sec.gov
erhältlich.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es liegen keine Vorgänge von besonderer
Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor.
Hermannsburg, den 31.
März 2024
Die Geschäftsführung
gez.
Burkhard Brühl
gez.
Günther Spielbauer
Anlagespiegel
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchung
|
31.12.2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
|
|
|
|
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
|
|
|
|
|
|
|
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
|
460.402,15
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
460.402,15
|
|
|
460.402,15
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
460.402,15
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
66.160,50
|
5.289,00
|
0,00
|
0,00
|
71.449,50
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
11.134.329,57
|
2.647.787,66
|
0,00
|
1.330.068,00
|
15.112.185,23
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.878.036,21
|
211.389,55
|
2,00
|
0,00
|
2.089.423,76
|
4.
|
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
1.421.247,59
|
0,00
|
0,00
|
-1.330.068,00
|
91.179,59
|
|
|
14.499.773,87
|
2.864.466,21
|
2,00
|
0,00
|
17.364.238,08
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherungen
|
226.411,89
|
0,00
|
1.936,78
|
0,00
|
224.475,11
|
|
|
15.186.587,91
|
2.864.466,21
|
1.938,78
|
0,00
|
18.049.115,34
|
|
|
Kumulierte
Abschreibungen
|
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchung
|
31.12.2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
|
|
|
|
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
|
|
|
|
|
|
|
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
|
432.761,15
|
26.170,00
|
0,00
|
0,00
|
458.931,15
|
2.
|
Geschäfts- oder
Firmenwert
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
432.761,15
|
26.170,00
|
0,00
|
0,00
|
458.931,15
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
14.647,50
|
3.442,00
|
0,00
|
0,00
|
18.089,50
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
6.474.072,57
|
1.251.837,66
|
0,00
|
0,00
|
7.725.910,23
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.353.414,21
|
171.840,65
|
2,00
|
0,00
|
1.525.252,86
|
4.
|
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
84.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
84.000,00
|
|
|
7.926.134,28
|
1.427.120,31
|
2,00
|
0,00
|
9.353.252,59
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
8.358.895,43
|
1.453.290,31
|
2,00
|
0,00
|
9.812.183,74
|
|
|
Buchwerte
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
|
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
|
|
|
|
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
|
1.471,00
|
27.641,00
|
2.
|
Geschäfts- oder
Firmenwert
|
0,00
|
0,00
|
|
|
1.471,00
|
27.641,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
1.
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
53.360,00
|
51.513,00
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
7.386.275,00
|
4.660.257,00
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
564.170,90
|
524.622,00
|
4.
|
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
7.179,59
|
1.337.247,59
|
|
|
8.010.985,49
|
6.573.639,59
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
1.
|
Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherungen
|
224.475,11
|
226.411,89
|
|
|
8.236.931,60
|
6.827.692,48
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten,
verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung und Anhang) wurden die
größenabhängigen Erleichterungen nach
§ 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem
vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben
wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten,
verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung und Anhang) wurden die
größenabhängigen Erleichterungen nach
§ 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem
vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben
wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Edwin Deutgen
Kunststofftechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Celle, 8. Mai 2024
Weilep audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Dr. Jan-Henning Weilep, Wirtschaftsprüfer
gez.
Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer
|