Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH

Kumpenkampsheide 1, 29320 Südheide, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 100161
Vorher
Edwin Deutgen Kunststoff-Technik GmbH
Eingetragen
23.1.1980
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
1.) Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Kunststoff-Spritzerei mit Werkzeug- und Vorrichtungsbau für thermoplastische Spritzgußteile sowie der Vertrieb von Kunststoff- Artikeln aller Art. 2.) Die Gesellschaft kann Unternehmen erwerben, pachten, sich an diesen beteiligen, diese vertreten, soweit solche Unternehmen der Erfüllung des Geschäftszweckes dienlich sein können. Sie kann Patente und Lizenzen erwerben und veräußern sowie alle Rechtsgeschäfte vornehmen, die im Interesse der Gesellschaft liegen; sie kann auch Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Alexander Deutgen
seit 17.1.2016
Prokura
Burkhard Brühl
seit 17.1.2016
Geschäftsführer
Jörg Deutgen-Soelter
seit 17.1.2016
Prokura
Volker Thies
seit 17.1.2016
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH

Südheide OT Hermannsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens
Die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH stellt am Standort Hermannsburg vorwiegend hochwertige Spritzgussteile für Rückhaltesysteme und Starter von Kraftfahrzeugen her. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über hochmoderne Montageautomaten und einen eigenen Werkzeugbau. Die Hauptkunden sind namhafte Systemlieferanten der Automobilindustrie. Mehr als neun Zehntel der Umsätze werden außerhalb Westeuropas getätigt.

Neben der Herstellung von Bauteilen mit sehr langen Produktlebenszyklen werden von Vertrieb und Projektmanagement zahlreiche neue Produkte in enger Abstimmung mit den Kunden auf den Weg in die Serienproduktion gebracht.

Die Grundstücke und Gebäude der Gesellschaft befinden sich im Eigentum der Muttergesellschaft, der Amphenol Technologies Holding GmbH, Heilbronn, und werden an die Gesellschaft verpachtet.

B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In seiner Februar-Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF), dass die globale Wirtschaft 2023 um 3,1 Prozent gewachsen ist. Für Deutschland schätzt die Europäische Kommission, dass das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent gesunken ist. (Quelle: statista.com).

Im Oktober 2023 wurde davon ausgegangen, dass 2023 weltweit 87,5 Millionen Pkw produziert würden - im Vergleich zu 85 Millionen im Jahr zuvor. (Quellen: Polk & statista.de).

2. Geschäftsverlauf

Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 fiel das Rohergebnis mit TEUR 18.108 um 10,7 % höher als im Vorjahr aus. Es lag damit 1 % unter der ursprünglichen Planung.

Die Nachfrage der weltweiten Kundschaft hat sich 2023 nach teils schwierigen Jahren vollständig erholt.

Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.813 auf TEUR 3.136 verbessert, insbesondere durch positive Produktmix-Effekte. Das geplante operative Ergebnis konnte erreicht werden.

3. Darstellung der Lage

Ertragslage

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung sowie sonstige betriebliche Erträge und abzüglich Materialaufwand) hat sich absolut um TEUR 1.748 auf TEUR 18.108 erhöht. Die Rohgewinnmarge stieg dabei von 57,5 % auf 58,1 %. Dies ist auf einen optimierten Produktmix zurückzuführen.

Der Personalaufwand stieg um 3,0 % auf TEUR 7.812, was im Wesentlichen die Folge von Lohn- und Gehaltsanpassungen ist.

Der Aufwand für Abschreibungen ist um 14,6 % gestiegen auf TEUR 1.453 (Vorjahr TEUR 1.268) als Folge von Bau und Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 5.611 19,8 % über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 4.682). Dabei sind insbesondere die Stromkosten und der Reparaturaufwand für Werkzeuge deutlich gestiegen.

Das Ergebnis nach Steuern ist von TEUR 2.813 auf TEUR 3.136 gestiegen. Der Gewinn von TEUR 3.135 (Vorjahr TEUR 2.811) wird an die Muttergesellschaft abgeführt.
Belegschaft

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der durchschnittliche Personalbestand von 151 auf 155 erhöht.

Zum 31. Dezember 2023 befanden sich sieben Personen in beruflichen Ausbildungen zum Verfahrensmechaniker, zum Werkzeugmechaniker, zum Mechatroniker und zur Fachkraft für Lagerlogistik.

Vermögens- und Finanzlage

Zum Ende des Geschäftsjahres weist die Gesellschaft eine Bilanzsumme von TEUR 20.768 (Vorjahr TEUR 20.330) aus. Die Sachanlagen haben sich von TEUR 6.574 auf TEUR 8.011 aufgrund der Investition in eine Photovoltaikanlage erhöht.

Beim Umlaufvermögen sind die Vorräte gegenüber dem Vorjahr (TEUR 6.048) auf TEUR 5.735 zurückgegangen. Die Fertigteilbestände waren deutlich geringer, was insbesondere auf eine verbesserte Produktionsplanung zurückzuführen ist. Die Rohstoff-Bestände sowie die Bestände an unfertigen Werkzeugen blieben nahezu unverändert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von TEUR 7.358 auf TEUR 6.703 deutlich verringert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen TEUR 418 niedriger; dies betrifft im Wesentlichen die laufenden Forderungen, denn die Umsätze von September bis Dezember 2023 haben um TEUR 549 unter denen des Vorjahreszeitraumes gelegen. Die Vorsteuer-Forderungen sind u. a. aufgrund zuletzt leicht gesunkener Rohstoffpreise um TEUR 359 zurückgegangen. Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen weniger als TEUR 1 aufgrund des existierenden Cash-Pools.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages unverändert TEUR 9.339. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der leicht gestiegenen Bilanzsumme auf 45,0 % (Vorjahr 45,9 %) gesunken.

Die Rückstellungen sind um TEUR 107 gestiegen, insbesondere für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten liegen bei TEUR 8.669 (Vorjahr TEUR 8.343). Insbesondere haben sich die Cash-Pool-Verbindlichkeiten um TEUR 888 erhöht, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 191 zurückgegangen sind.

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch den zukünftigen Cashflow und eine Cash-Pool-Vereinbarung im Konzern jederzeit gesichert.

Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH zufriedenstellend. Das ursprünglich geplante Umsatzwachstum konnte nicht ganz erreicht werden. Der nachlassende Anstieg der Rohstoffpreise hat dagegen zu einem Anstieg des Jahresergebnisses geführt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Voraussichtliche Entwicklung

Der IWF erwartete im Januar 2024 einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 3,1 Prozent gegenüber 2023. Für das Jahr 2025 wird das weltweite Wirtschaftswachstum auf rund 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. (Quelle: imf.org). Laut IWF sei für Deutschland 2024 ein Wachstum von 0,5 Prozent zu erwarten. Als Exportnation leide Deutschland insgesamt stärker unter dem schwachen Welthandel als andere Länder, und die Industrie habe hierzulande mit hohen Energiepreisen zu kämpfen. (Quelle: statista.com).

S&P Mobility erwartete für 2024 einen Anstieg der weltweiten Automobilverkäufe um 2,8 Prozent auf 88,4 Millionen Einheiten (Quelle: spglobal.com). Der Polk-Report geht für 2024 von 89,6 Millionen produzierten Fahrzeugen aus und rechnet für 2025 mit einem weiteren Anstieg auf 91,5 Millionen Stück (Quelle: Polk-Report).

Die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 keinen Umsatzanstieg. Die steigende Nachfrage soll von Schwesterunternehmen im Amphenolkonzern gedeckt werden. Vielmehr setzt sich Deutgen zum Ziel, durch eine Steigerung der Auslastung und eine Optimierung des Produktmixes andere Kostensteigerungen, beispielsweise bei Personalkosten und Abschreibung auszugleichen, um 2024 ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau zu erreichen.

Der Personalbedarf dürfte 2024 weitgehend unverändert bleiben.

2. Chancen und Risiken

Die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH fokussiert sich auf die Automobilindustrie, wodurch sie in eingeschränkter Weise auch den Risiken dieser Branche ausgesetzt ist.

Die Risiken werden von der Geschäftsführung und vom Management regelmäßig ermittelt und über ein internes Reporting umfangreich bewertet. Dabei werden auch die Abweichungen zur Planung dargestellt, untersucht und nachgehalten.

Die Gesellschaft ist wie alle am Markt tätigen Unternehmen den gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die sich grundsätzlich in ständigem Preisdruck, volatilen Rohstoff- und Energiepreisen und zunehmenden Qualitätsanforderungen zeigen. Dies zwingt das Unternehmen verstärkt dazu, seine Kostenstrukturen und sein Qualitätswesen entsprechend kontinuierlich anzupassen.

Risiken für das kommende Geschäftsjahr sieht die Gesellschaft insbesondere
· in der Überwindung der Inflation und ihren Folgen auf die Kosten für Energie, Roh- und Hilfsstoffe sowie auf das Kaufverhalten von Kunden der Automobilhersteller, · in der Ungewissheit über die Auswirkungen zahlreicher globaler und regionaler Konflikte auf die Weltwirtschaft, · in möglichen Einschränkungen des Welthandels als Folge von veränderter Zoll- und Handelspolitik großer Wirtschaftsnationen, · in weiter steigenden Anforderungen seitens der Kunden an die Qualitätssicherung.

Wesentliche Risiken aus Wechselkursschwankungen bestehen nicht, da die Gesellschaft ihre Geschäfte sowohl auf den Beschaffungs- als auch auf den Absatzmärkten ausschließlich in Euro abwickelt. Forderungsausfallrisiken werden aufgrund der Kundenstruktur als gering eingestuft. Finanzielle Risiken sieht das Unternehmen aufgrund der Kapitalausstattung und des Konzernverbundes derzeit nicht.

Aufgrund der zahlreichen Maßnahmen der Regierungen und Notenbanken weltweit zur Wiederbelebung der Weltwirtschaft nach Jahren höherer Inflation ergeben sich wesentliche Chancen
· aus einem verbesserten Investitionsklima als Folge eines niedrigeren Zinsniveaus, · in der Möglichkeit, am Wachstum des Marktanteils unserer Kunden maßgeblich zu partizipieren, · in der Übernahme von Aufträgen von Wettbewerbern, · in der Möglichkeit, mit Hilfe der internationalen Konzernstruktur den Anforderungen unserer Kunden nach kundennahen Produktionsstandorten gerecht zu werden.

Die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH hat in den zurückliegenden Jahren unter teils schwierigen Rahmenbedingungen ihre Marktposition kontinuierlich verbessern können. Den Bestand gefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen. Die gute Stellung des Unternehmens im Markt lässt eine positive Entwicklung erwarten.

 

Hermannsburg, den 31. März 2024


Die Geschäftsführung

gez. Burkhard Brühl  gez. Günther Spielbauer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.236.931,60 6.827.692,48
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.471,00 27.641,00
II. Sachanlagen 8.010.985,49 6.573.639,59
III. Finanzanlagen 224.475,11 226.411,89
B. Umlaufvermögen 12.438.419,60 13.405.592,02
I. Vorräte 5.734.716,06 6.047.572,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.702.891,44 7.357.710,33
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 812,10 309,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92.624,16 97.152,38
Bilanzsumme, Summe Aktiva 20.767.975,36 20.330.436,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.339.103,06 9.339.103,06
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 9.313.103,06 9.313.103,06
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.755.985,49 2.648.710,95
C. Verbindlichkeiten 8.669.261,81 8.342.622,87
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.625,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 20.767.975,36 20.330.436,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.107.779,03 16.359.380,91
2. Personalaufwand 7.811.684,22 7.581.952,45
a) Löhne und Gehälter 6.577.108,12 6.390.932,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.234.576,10 1.191.020,24
3. Abschreibungen 1.453.290,31 1.267.717,62
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.453.290,31 1.267.717,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.610.676,17 4.681.997,30
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.917,00 101,44
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.670,21 15.190,95
7. Ergebnis nach Steuern 3.136.375,12 2.812.624,03
8. sonstige Steuern 1.192,00 1.552,00
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.135.183,12 2.811.072,03
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Gesellschaft ist eine "mittelgroße" Kapitalgesellschaft nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen für "mittelgroße" Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Für die Zugänge mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 aber bis 1.000 EUR wird ein jährlicher Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen betreffen eine Rückdeckungsversicherung für die Pensionsrückstellungen und werden zu Anschaffungskosten zuzüglich einer unwiderruflich zugeteilten Überschussbeteiligung angesetzt. Das Gliederungsschema gemäß § 266 Abs. 2 HGB wurde um diese Position erweitert.

Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten, die sich aus Material- und Fertigungskosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammensetzen, bewertet. Wenn erforderlich, werden angemessene Wertabschläge gebildet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Für nicht einbringliche Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Das Stammkapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Sonderposten für Investitionszuschüsse, die für vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zuschüsse gebildet worden sind, werden zweckentsprechend als Kürzung der Investitionen im Anlagevermögen verbraucht.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathema­tischen Grundsätzen mittels der Projected-Unit-Credit-Methode errechnet. Grundlagen des Gutachtens sind die Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG und ein Rechnungszins von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %), der dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Anwartschafts- und Rententrends wurden nicht berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Sämtliche Forderungen habe eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 22 und resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 137).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren zu Grunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB, der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und ausreichender freier Rücklagen keiner Abführungssperre unterliegt, beträgt TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 24).

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen, Abschluss- und Prüfungskosten, Gewährleistungen und Aufbewahrung gebildet worden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7.605 (Vorjahr: TEUR 6.915). Darin enthalten sind TEUR 361 (Vorjahr: TEUR 344) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 7.252 (TEUR 6.571) sonstige Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 69 Steuern (Vorjahr: TEUR 119) und mit TEUR 0 die soziale Sicherheit (Vorjahr: TEUR 10).

Alle Verbindlichkeiten sind ungesichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Gewinn- und Verlustrechnung
Der Personalaufwand beinhaltet TEUR 6 Aufwendungen für die Altersversorgung (Vorjahr: TEUR 32).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beinhalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

Die Zinsaufwendungen beinhalten TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie TEUR 88 gegenüber verbundenen Unternehmen.

4. Sonstige Angaben
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Vom produktiven Anlagevermögen sind Grundstück und Gebäude Eigentum der Muttergesellschaft und werden von dieser an die Gesellschaft verpachtet. Die Höhe der sich daraus ergebenden Pachtverpflichtungen für das Jahr 2023 war abhängig vom Umsatz und der Investitionstätigkeit und beträgt TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 558). Der Pachtvertrag ist jährlich durch die Gesellschaft kündbar. Zusätzlich bestehen Leasingverpflichtungen von insgesamt TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 30).

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch die Geschäftsführer
Herrn Burkhard Brühl, Hannover, Diplom-Ingenieur und Diplom-Wirtschaftsingenieur, hauptberuflich,
und
Herrn Günther Josef Spielbauer, Simbach a. Inn, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer der Amphenol Technologies Holding GmbH, Heilbronn,
wahrgenommen.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sind Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 218 gebildet.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 155 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 151). Hiervon sind 111 (Vorjahr: 108) gewerbliche Mitarbeiter sowie 44 (Vorjahr: 43) technische und kaufmännische Angestellte.

Mutterunternehmen und Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die Amphenol Technologies Holding GmbH, Heilbronn.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Amphenol Corporation, Wallingford, Connecticut (USA), einbezogen. Diese Gesellschaft ist das Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis der Tochterunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft offengelegt und ist elektronisch bei der U.S. Securities und Exchange Commission unter www.sec.gov erhältlich.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor.

 

Hermannsburg, den 31. März 2024


Die Geschäftsführung

gez. Burkhard Brühl

gez. Günther Spielbauer

Anlagespiegel



Anschaffungs- und Herstellungskosten




01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
31.12.2023


EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände





1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche






Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie






Lizenzen an solchen Rechten und Werten
460.402,15
0,00
0,00
0,00
460.402,15


460.402,15
0,00
0,00
0,00
460.402,15
II.
Sachanlagen





1.
Bauten auf fremden Grundstücken
66.160,50
5.289,00
0,00
0,00
71.449,50
2.
Technische Anlagen und Maschinen
11.134.329,57
2.647.787,66
0,00
1.330.068,00
15.112.185,23
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.878.036,21
211.389,55
2,00
0,00
2.089.423,76
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
      1.421.247,59
0,00
0,00
      -1.330.068,00
91.179,59


14.499.773,87
2.864.466,21
2,00
0,00
17.364.238,08
III.
Finanzanlagen





1.
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen
226.411,89
0,00
1.936,78
0,00
224.475,11


15.186.587,91
      2.864.466,21
      1.938,78
0,00
     18.049.115,34


Kumulierte Abschreibungen




01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
31.12.2023


EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände





1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche






Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie






Lizenzen an solchen Rechten und Werten
432.761,15
26.170,00
0,00
0,00
458.931,15
2.
Geschäfts- oder Firmenwert
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00


432.761,15
26.170,00
0,00
0,00
458.931,15
II.
Sachanlagen





1.
Bauten auf fremden Grundstücken
14.647,50
3.442,00
0,00
0,00
18.089,50
2.
Technische Anlagen und Maschinen
6.474.072,57
1.251.837,66
0,00
0,00
7.725.910,23
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.353.414,21
171.840,65
2,00
0,00
1.525.252,86
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
         84.000,00
0,00
0,00
0,00
84.000,00


7.926.134,28
     1.427.120,31
     2,00
     0,00
     9.353.252,59
III.
Finanzanlagen





1.
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00


8.358.895,43
1.453.290,31
2,00
0,00
9.812.183,74


      Buchwerte


31.12.2023
31.12.2022


EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände


1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche



Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie



Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.471,00
27.641,00
2.
Geschäfts- oder Firmenwert
0,00
0,00


1.471,00
27.641,00
II.
Sachanlagen


1.
Bauten auf fremden Grundstücken
53.360,00
51.513,00
2.
Technische Anlagen und Maschinen
      7.386.275,00
4.660.257,00
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
564.170,90
524.622,00
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
7.179,59
1.337.247,59


8.010.985,49
6.573.639,59
III.
Finanzanlagen


1.
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen
224.475,11
226.411,89


8.236.931,60
      6.827.692,48

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK


Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Edwin Deutgen Kunststofftechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Celle, 8. Mai 2024


Weilep audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Jan-Henning Weilep, Wirtschaftsprüfer

gez. Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer

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