Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 15338
Eingetragen
4.2.1999
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
der Handel von Neu- und Gebrauchtwagen, Kfz-Reparaturen, Kfz-Karosseriebau, Kfz-Lackierungen, Kfz-Pflege und Kfz-Vermietung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Elke Müller
seit 17.4.2002
Geschäftsführer
Frank Müller
seit 17.4.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG

Lutherstadt Wittenberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

DER MÜLLER BESITZ UND BETEILIGUNGEN GMBH & CO. KG, LUTHERSTADT WITTENBERG

AKTIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 2.015,00 2
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.966.352,98 14.600
2. Technische Anlagen und Maschinen 613.415,00 339
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.055.024,37 573
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 2.558.609,00 2.183
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11
18.193.401,35 17.706
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Lebensversicherungen 417.172,80 371
18.612.589,15 18.079
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 121.377,88 121
2. Unfertige Leistungen 34.521,99 52
3. Waren 11.441.832,66 11.171
11.597.732,53 11.344
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.262.062,65 3.781
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.419.411,82 1.314
4.681.474,47 5.095
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.550.131,26 608
17.829.338,26 17.047
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 157.758,28 134
36.599.685,69 35.260

PASSIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kapitalanteile der Komplementärin 0,00 0
II. Kapitalanteile der Kommanditisten 1.000,00 1
III. Kapitalrücklage 1.559.114,80 1.799
IV. Gewinnrücklage 2.595.000,00 1.975
V. Bilanzgewinn 3.911.699,76 3.708
8.066.814,56 7.483
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 32.296,69 36
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 390.366,00 253
2. Sonstige Rückstellungen 709.629,97 719
1.099.995,97 972
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.960.579,68 21.367
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 466.659,17 56
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.378.638,28 2.530
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 876.889,77 952
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.707.776,95 1.856
- davon aus Steuern: EUR 613.391,10 Vorjahr: TEUR 784
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 24.956,98 Vorjahr: TEUR 24
27.390.543,85 26.761
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.034,62 8
36.599.685,69 35.260

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2021 BIS 31. DEZEMBER 2021

DER MÜLLER BESITZ UND BETEILIGUNGEN GMBH & CO. KG, LUTHERSTADT WITTENBERG

Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 80.410.145,27 79.300
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -17.333,75 -8
3. Sonstige betriebliche Erträge 287.652,70 304
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 63.493.944,21 63.277
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.104.028,74 984
16.082.491,27 15.335
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.194.591,52 6.839
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.625.108,23 1.510
- davon für Altersversorgung: EUR 93.827,28 Vorjahr: TEUR 80
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögengegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.239.260,41 1.281
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.754.637,48 3.618
13.813.597,64 13.248
8. Zuschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 7
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.964,28 1
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 636.094,10 694
-622.129,82 -686
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 400.987,45 280
12. Ergebnis nach Steuern 1.245.776,36 1.121
13. Sonstige Steuern 44.360,57 43
14. Jahresüberschuss 1.201.415,79 1.078
15. Gewinnvortrag 3.707.944,73 4.102
16. Gutschrift auf den Gewinnrücklagenkonten der Kommanditisten 0,00 0
16. Einstellung in Gewinnrücklage -620.000,00 -1.175
17. Gutschrift auf den Darlehenskonten der Kommanditisten -377.660,76 -297
18. Bilanzgewinn 3.911.699,76 3.708

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

DER MÜLLER BESITZ UND BETEILIGUNGEN GMBH & CO. KG, LUTHERSTADT WITTENBERG

I. Allgemeine Angaben

Die Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG mit Sitz in Lutherstadt Wittenberg wird beim Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRA 857 geführt. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von Betriebsgrundstücken und Beteiligungen an Unternehmen der Kfz-Branche.

II. Darstellung der Konzernverhältnisse

1. Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Abschlüsse

Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag 31. Dezember 2021 für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 aufgestellt.

2. Allgemeine Angaben zum Konsolidierungskreis

Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgte nach den Grundsätzen der §§ 294 und 296 HGB. In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG, Lutherstadt Wittenberg, als Mutterunternehmen alle Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.

3. Anteilsliste

Konsolidierte Tochterunternehmen (§ 313 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 HGB) sind:

Anteil am Kapital
- Autohaus Müller Leipzig GmbH, Leipzig 100 %
- Autohaus Müller Paunsdorf GmbH, Leipzig 100 %
- Autohaus Müller Reudnitz GmbH, Leipzig 100 %
- Autohaus Müller Eilenburg GmbH, Eilenburg 100 %
- Autohaus Müller Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg 100 %
- Autohaus Müller Wurzen GmbH, Wurzen 100 %
- Car - La GmbH, Leipzig 100 %

Über diese Unternehmen hinaus ist die Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG, Lutherstadt Wittenberg, an keinem weiteren Unternehmen beteiligt.

4. Befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB

Sämtliche Tochterunternehmen machen - bezogen auf die Vorschriften der §§ 325 - 329 HGB - von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Das Mutterunternehmen Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG, Lutherstadt Wittenberg, macht - gleichfalls bezogen auf die Vorschriften der §§ 325 - 329 HGB - von der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch.

III. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß § 298 HGB i. V. m. den für die Konzerngesellschaften geltenden Regelungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Konzerngesellschaften maßgebend.

Bilanz

Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend §§ 297 ff. HGB i. V. m. § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Bewertung im Konzern erfolgte nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Bewertungsvorschriften. Bei den Tochterunternehmen lagen keine wesentlichen Bewertungsunterschiede vor, sodass hieraus keine Überleitung (Handelsbilanz II) auf die Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens vorzunehmen war.

Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, das Sachanlagevermögen und die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. Einbringungswerten, vermindert um planmäßige der jeweiligen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungen, bewertet.

Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis und die direkt zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt.

Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden linear und zeitanteilig abgeschrieben.

Die Abgänge wurden zu Restbuchwerten im Zeitpunkt des Ausscheidens (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen) ausgebucht.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Gebäude und Außenanlagen werden über einen Zeitraum von fünf bis vierzig Jahren linear abgeschrieben. Die technischen Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über eine Nutzungsdauer von drei bis dreiundzwanzig Jahren, Geschäfts- und Vorführfahrzeuge über eine solche von sechs bzw. sieben Jahren linear abgeschrieben.

Gemäß §§ 297 ff. HGB i. V. m. § 265 Abs. 5 HGB wurden für aktivierte Geschäfts- und Vorführfahrzeuge eine gesonderte Position beim Sachanlagevermögen gebildet. Der Erlös aus dem Verkauf der Vorführfahrzeuge wird vor dem Hintergrund der tatsächlichen Branchengegebenheiten (typisches Verkaufsgeschäft) und einem besseren Ausweis der Ertragslage unter Ziffer 1. "Umsatzerlöse" ausgewiesen. Der Ausweis des korrespondierenden Wareneinsatzes, welcher dem Restbuchwert der Vorführfahrzeuge im Veräußerungszeitpunkt entspricht, erfolgt unter Ziffer 4. a) "Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren".

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ansprüche gegenüber einer Lebensversicherung wurden mit dem Rückkaufswert bewertet.

Vorräte

Grundlage für die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind die durchschnittlichen Einstandspreise oder die niedrigeren Einstandspreise der letzten Bezüge vor dem Bilanzstichtag.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt unter Berücksichtigung der Material- und Fertigungseinzelkosten, zuzüglich notwendiger Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die Bewertung der Neufahrzeuge erfolgt zu den jeweiligen Einstandspreisen; die Gebrauchtfahrzeuge sind mit den laut aktuellen Bewertungslisten für Gebrauchtfahrzeuge zum Prüfungszeitpunkt ausgewiesenen Händlereinkaufspreisen oder mit den niedrigeren Anschaffungskosten bzw. einem aus den Veräußerungspreisen im Folgejahr abgeleiteten retrograden Wert bewertet.

Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt ausgehend vom Nennwert. Erkennbare Ausfallrisiken wurde durch Einzelwert-berichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 4 HGB Rechnung getragen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen enthält Zuschüsse von staatlichen Förderbanken und Fahrzeugherstellern für Investitionen. Die Auflösung erfolgt linear über die Restnutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanz-aufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde - wie in Vorjahren - entsprechend § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

IV. Angaben und Erläuterungen zu den Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. i. V. m. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB durch Verrechnung des Buchwerts der Anteile mit dem Eigenkapital im Zeitpunkt des Erwerbs der Tochterunternehmen am 31. Dezember 2003.

Die aus der Erstkonsolidierung stammenden und nach § 301 Abs. 3 HGB auszuweisenden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 2.001 wurden gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. i. V. m. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB offen mit derKapitalrücklage verrechnet. Passive Unterschiedsbeträge haben sich nicht ergeben.

2. Steuerabgrenzung

Eine Abgrenzung für latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB oder aus abweichenden Bewertungen im Rahmen der konzerneinheitlichen Bewertung war nicht vorzunehmen.

V. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, zum Konzerneigenkapitalspiegel sowie zur Konzernkapitalflussrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:

2. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2021:

Gesamt unter 1 Jahr davon Restlaufzeiten 1 - 5 Jahre über 5 Jahre davon gesichert
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.960.579,68 15.371.939,70 4.835.857,35 2.752.782,63 22.860.852,09
Vorjahr 21.367.052,62 12.997.314,10 5.325.550,29 3.044.188,23 21.367.052,62
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 466.659,17 466.659,17 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 55.455,05 55.455,05 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.378.638,28 1.376.044,23 2.594,05 0,00 0,00
Vorjahr 2.529.805,59 2.527.541,91 2.263,68 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 876.889,77 497.224,39 379.665,38 0,00 0,00
Vorjahr 952.453,38 572.788,00 0,00 379.665,38 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.707.776,95 1.447.776,95 260.000,00 0,00 0,00
Vorjahr 1.856.101,20 1.596.101,20 0,00 260.000,00 0,00
Gesamt 27.390.543,85 19.159.644,44 5.478.116,78 2.752.782,63 22.860.852,09
Vorjahr 26.760.867,84 17.749.200,26 5.327.813,97 3.683.853,61 21.367.052,62

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf die im Anlagevermögen befindlichen Grundstücke, durch Forderungsabtretungen, Raumsicherungsübereignung von Waren und die Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen besichert.

Die unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesenen Beträge sind sowohl im laufenden Jahr als auch im Vorjahr vollumfänglich den sonstigen Verbindlichkeiten zugehörig.

3. Haftungsverhältnisse

Die Konzerngesellschaften haften und bürgen für Darlehensverbindlichkeiten eines den Gesellschaftern nahestehenden Unternehmens. Diese Darlehen valutieren zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 6.910.700,91 (i. Vj. EUR 2.181.807,49).

Die mit diesen Verbindlichkeiten in Zusammenhang stehende Besicherung erfolgt durch Bestellung von Grundschulden auf im Eigentum der Gesellschaften stehende Grundstücke.

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der oben dargestellten Verbindlichkeiten aus Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Nach unserer Einschätzung bestehen derzeit keine Anhaltspunkte für Risiken, uns aus den oben genannten Haftungsverhältnissen in Anspruch zu nehmen.

4. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich entsprechend der operativen Segmente wie folgt zusammen:

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Verkauf Automobile 61.129 61.365
Service, Teilevertrieb 19.281 17.935
80.410 79.300

5. Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 22, welche im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und dem Ausbuchen von Verbindlichkeiten resultieren. In den Materialaufwendungen sind periodenfremde Erträge aus Herstellerboni in Höhe von TEUR 178 enthalten.

6. Periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 18. Die Materialaufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Rückzahlung von Herstellerboni in Höhe von TEUR 42. Die Personalaufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 53.

7. Konzerneigenkapitalspiegel

Zum Bilanzstichtag stehen TEUR 3.912 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Nach der Satzung der Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG ist am Bilanzstichtag die Möglichkeit der Ausschüttung jedoch auf einen Betrag in Höhe von TEUR 378 beschränkt.

8. Konzernkapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den in der Konzernbilanz unter der Position Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen Betrag in Höhe von TEUR 1.550 einerseits sowie aus den nicht mit der Finanzierung des Fahrzeugbestands korrespondierenden kurzfristigen Bankschulden in Höhe von TEUR -302 andererseits. Die Veränderung der kurzfristigen Bankschulden aus der Fahrzeugfinanzierung ist dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen.

Unter der Position sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen werden im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und dem Ausbuchen von Verbindlichkeiten ausgewiesen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB

TEUR
Mieten und Pachten 1.596
Leasing 174
1.770

Der Konzern ist verpflichtet, Fahrzeuge aus Finanzierungsverträgen ihrer Kunden mit den Herstellerbanken nach Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit zu erwerben. Die Rückkaufsverpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2021 TEUR 20.187.

2. Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB

Die Konzerngesellschaften beschäftigten im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 221 Mitarbeiter, davon 61 gewerbliche Angestellte (i. Vj. 215 Mitarbeiter).

3. Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB

Gemäß der Satzung der Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG ist der von dieser erzielte Jahresüberschuss zur Hälfte den Darlehenskonten der Kommanditisten zuzuweisen. Der verbleibende Betrag wird entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsleitung auf neue Rechnung vorgetragen. Einem gesonderten Gesellschafterbeschluss zufolge war jedoch vom Jahresüberschuss 2021 vorab ein Betrag in Höhe von TEUR 620 den Gewinnrücklagen der Gesellschafter zuzuführen.

4. Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
Abschlussprüfung 67
Steuerberatungsleistungen 40
Sonstige Leistungen 0
107

5. Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, welche bedeutsame Auswirkungen auf die Lage des Unternehmens haben.

Zwar hat der Ausbruch und die weiterhin anhaltende Verbreitung des Coronavirus weltweit gravierende sowie auch wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen, allerdings waren bis zum Aufstellungszeitpunkt die Geschäftsbeeinträchtigungen durch den Ausbruch des Coronavirus noch überschaubar. Mögliche Auswirkungen aus diesem Sachverhalt werden seitens der Geschäftsleitung fortlaufend analysiert. Grundsätzlich rechnen wir aber nicht damit, dass die Krise existenzgefährdende Auswirkungen auf unsere Unternehmensgruppe haben wird.

Inwieweit der in der Ukraine geführte Krieg aufgrund von Einflüssen auf Lieferketten der Fahrzeughersteller und auf die Entwicklung von Preisen für Fahrzeuge, Ersatzteile, Treibstoffe sowie Dienstleistungen und damit auf den Absatz und die Nutzung von Kraftfahrzeugen hat, lässt sich derzeit noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Auch hinsichtlich dieses Sachverhalts analysiert die Geschäftsleitung fortlaufend die Lage und ist bestrebt, einer solchen Entwicklung mit entsprechenden Gegenmaßnahmen zu begegnen.

 

Lutherstadt Wittenberg, den 9. Mai 2022

Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG

Lutherstadt Wittenberg

Müller Besitz und Beteiligungen Verwaltungsgesellschaft mbH

Lutherstadt Wittenberg

Die Geschäftsführer

gez. Elke Müller

gez. Frank Müller

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

DER MÜLLER BESITZ UND BETEILIGUNGEN GMBH & CO. KG, LUTHERSTADT WITTENBERG

Mutterunternehmen
erwirtschaftetes Eigenkapital Konzern-
Kapitalanteile Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn eigen-
Komplementärin Kommanditisten kapital
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 0,00 1.000,00 1.799.114,80 800.000,00 4.102.386,58 6.702.501,38
Konzern- Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 1.077.299,74 1.077.299,74
Gewinnrücklage 0,00 0,00 0,00 1.175.000,00 -1.175.000,00 0,00
Gutschrift auf Darlehenskonten der Kommanditisten 0,00 0,00 0,00 0,00 -296.741,59 -296.741,59
Stand 31.12.2020 0,00 1.000,00 1.799.114,80 1.975.000,00 3.707.944,73 7.483.059,53
Konzern- Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 1.201.415,79 1.201.415,79
Bildung
Gewinnrücklage 0,00 0,00 0,00 620.000,00 -620.000,00 0,00
Gutschrift auf Darlehenskonten der Kommanditisten 0,00 0,00 0,00 0,00 -377.660,76 -377.660,76
Herabsetzung
Kapitalrücklage 0,00 0,00 -240.000,00 0,00 0,00 -240.000,00
Stand 31.12.2021 0,00 1.000,00 1.559.114,80 2.595.000,00 3.911.699,76 8.066.814,56

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

DER MÜLLER BESITZ UND BETEILIGUNGEN GMBH & CO. KG, LUTHERSTADT WITTENBERG

Bei der Ermittlung des Jahres-Cashflow nach DVFA/SG werden auch die zahlungs-unwirksamen Veränderungen aufgrund von Abschreibungen auf Fahrzeuge des Anlage- sowie Umlaufvermögens berücksichtigt. Die korrespondierenden Veränderungen der Aktiva wurden um diese Abschreibungen entsprechend gemindert.

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung entspricht den Empfehlungen des Deutschen Standardisierungsrats nach DRS 21/Kapitalflussrechnung.

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 1.201 1.077
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 866 852
Zuschreibungen auf Gegenstände des Finanzanlagevermögens 0 -7
Abschreibungen auf Geschäfts- und Vorführwagen 374 430
Abschreibungen auf Fahrzeuge des Umlaufvermögens 358 224
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -215 -119
Jahres-Cashflow 2.584 2.457
Zunahme/Abnahme des Bestandes an Geschäfts- und Vorführwagen sowie an Fahrzeugen im Vorratsvermögen vermindert um zahlungsunwirksame Abschreibungen -749 534
Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -123 1.522
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -855 300
Zinserträge -14 -1
Zinsaufwendungen 636 694
Ertragssteueraufwand 401 279
Ertragssteuerzahlungen -268 -94
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1) 1.612 5.691
Einzahlungen auf Grund von Zuschüssen zu Anschaffungs- und Herstellungskosten 0 6
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1 -3
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -977 -190
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -46 -42
Zinserträge 14 1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (2) -1.010 -228
Zunahme/Abnahme Fahrzeugfinanzierung 2.282 -2.942
Auszahlungen aus Kapitalherabsetzungen -240 0
Gutschriften auf Verrechnungskonten der Gesellschafter -378 -297
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 445 81
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -1.203 -1.164
Zinsaufwendungen -636 -694
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (3) 270 -5.016
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (1) + (2) + (3) 872 447
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 376 -71
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.248 376

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Liquide Mittel 1.550 608
Kurzfristige Bankschulden -302 -232
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.248 376

In der Konzernkapitalflussrechnung werden die kurzfristigen Bankschulden aus der Fahrzeugfinanzierung zwecks zutreffenderer Darstellung bei der Ermittlung des Finanzmittelfonds außer Acht gelassen. Die Veränderung der kurzfristigen Bankschulden aus der Fahrzeugfinanzierung ist dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

DER MÜLLER BESITZ UND BETEILIGUNGEN GMBH & CO. KG,

LUTHERSTADT WITTENBERG

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Unternehmen der Unternehmensgruppe "Automobile Müller" sind als Handels- und Dienstleistungsunternehmen in der Kfz-Branche und vorwiegend in der Region Leipzig tätig. Sie sind für mehrere Automobilmarken tätig und mit Händlervollverträgen der Marken BMW, BMW-Motorrad, Skoda, Seat und Yamaha Motorrad ausgestattet.

Dazu kommt ein Servicevertrag der Marke Mini. Im Einzelnen leisten die Unternehmen der Unternehmensgruppe neben dem Verkauf von Neuwagen, Motorrädern, Gebrauchtwagen und Gebrauchtmotorrädern den gesamten Service.

Der Service besteht aus Fahrzeugreparatur, Fahrzeugwartung und Fahrzeugpflege für alle der genannten Marken. Das sind Fahrzeugmechanik, Karosserie- und Fahrzeugbau, Lackierung, Fahrzeugelektrik sowie Leistungen im Sattlergewerk.

Die Unternehmen sind darauf ausgerichtet, die Mobilität des Kraftfahrzeughalters optimal zu gewährleisten. Kundennähe und Kundenfreundlichkeit ist dabei selbstverständlich.

1.2. Steuerungssystem

Die Steuerung erfolgt über den regelmäßigen Abgleich der unterjährigen Leistungen und der Kostenentwicklung mit den Planwerten. Die Abweichungen sind somit transparent. Es finden regelmäßig Auswertungen der Unternehmenszahlen statt.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Unternehmen der Unternehmensgruppe sind nicht in den Bereichen Forschung und Entwicklung tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2021 war das zweite Jahr in der Pandemie und politisch betrachtet das Jahr vor dem Wahlkampf und vor der Regierungsbildung. Automobilwirtschaftlich war das Jahr von höheren Kraftstoffpreisen und einer aus dem Chipmangel resultierenden Belastung des Neuwagengeschäfts gekennzeichnet.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt war die Nachfrage sehr hoch. Besonders in der zweiten Jahreshälfte stieg die Nachfrage enorm. Das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt verknappte sich dagegen immer mehr zum Jahresende.

Die weiterhin hohe Förderung von elektrifizierten Personenkraftwagen (Pkw) führte in diesem Sektor zu sehr hohen Zulassungszahlen. Leider erschwerte die sehr geringe Preisdifferenz zwischen neuen und gebrauchten E-Autos den Absatz der gebrauchten E-Autos.

Im Jahr 2021 wurden 2.622.132 Pkw neu zugelassen. Dies entsprach einer Abnahme um -10,1 % im Vergleich zum Vorjahr. 1

1 vgl. Kraftfahrtbundesamt, Statistik Neuzulassungen in 2021, Pressemitteilung 01/2022

Die Neuzulassungszahlen von Pkw mit den Antriebsarten Benzin und Diesel sanken um -28,6 % bzw. -36,0 % auf rund 972.000 bzw. 524.000 Einheiten. Der Anteil der benzin-angetriebenen Pkw nahm um 9,6 Prozentpunkte ab und betrug 37,1 %. Wie in den drei Vorjahren verringerte sich auch der Anteil der dieselbetriebenen Pkw auf 20,0 % (2020: 28,1 %; 2019: 32,0 %; 2018: 32,3 %). 2 , 3

2 ebenda

3 vgl. Kraftfahrtbundesamt, Statistik Neuzulassungen in 2020, Pressemitteilung 01/2020

Fast verdoppelt hat sich die Anzahl der neu zugelassenen Elektro-Pkw (BEV) (+83,3 %). Ihr Anteil stieg auf 13,6 % an (2020: 6,7 %). Die zweithöchsten Zuwächse waren bei den Pkw mit Plug-in-Hybrid-Antrieb (+62,3 %) zu beobachten, deren Anteil auf rund 12,4 % stieg (2020: 6,9 %). Flüssiggasfahrzeuge nahmen um 54,6 % zu. Ihr Anteil betrug 0,4 %. Erdgasbetriebene Pkw hatten nur noch einen Anteil von 0,1 % (-45,3 %). 4 , 5

4 vgl. Kraftfahrtbundesamt, Statistik Neuzulassungen in 2021, Pressemitteilung 01/2022

5 vgl. Kraftfahrtbundesamt, Statistik Neuzulassungen in 2020, Pressemitteilung 02/2021

Die größten Rückgänge waren in Sachsen (-13,3 %) zu verzeichnen, gefolgt von Thüringen (-12,8 %) und Baden-Württemberg (-12,3 %). Die geringsten Abnahmen waren in den Bundesländern Hessen (-4,1 %) und Schleswig-Holstein (-6,8 %) zu registrieren. 6

6 vgl. Kraftfahrtbundesamt, Statistik Neuzulassungen in 2021, Pressemitteilung 01/2022

Im Jahr 2021 wurden 65,4 % (-6,5 %) der Neuwagen gewerblich und 34,6 % (-16,3 %) privat zugelassen. 7

7 ebenda

Die Jahresbilanz im Gebrauchtwagengeschäft wies eine Besitzumschreibung von mehr als 6,7 Mio. Pkw (-4,5 % gegenüber Vorjahr) aus. 8

8 vgl. Kraftfahrtbundesamt, Statistik Neuzulassungen in 2021, Pressemitteilung 01/2022

Für das Automobilgewerbe ist diese Kennzahl von hoher Relevanz, denn das Geschäft mit Serviceleistungen und Teilen gilt schon seit Jahren als wesentliche Ertragsquelle. Allerdings setzen Serviceverträge, Schadensteuerung und der wachsende Teilehandel im Internet die Erlöse unter Druck. Zugleich müssen kontinuierliche Investitionen in die Weiterbildung der Werkstattmitarbeiter und die Aktualisierung der Servicetechnik getätigt werden.

Eine wachsende Herausforderung stellt der Fachkräftemangel dar. Hier muss um jeden ausgebildeten Facharbeiter oder Meister geworben werden. Daraus entstehen erhöhte Personalkosten, welche sich in den Regionen mit Automobilwerken und Zulieferern umso deutlicher erhöhen.

Der Absatz der von uns vertretenen Marke BMW hat sich in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 7,7 % auf 222.481 Einheiten verringert; die Marke Mini musste ein Minus von 2,7 % auf 42.938 Einheiten hinnehmen. Dies bedeutet, dass BMW einen Marktanteil von 8,5 % und Mini einen solchen von 1,6 % erreicht. 9

9 ebenda

Bei Seat sanken die Zulassungen auf 108.726 Einheiten. Dies bedeutet ein Minus von 5,1 %. Der Marktanteil beträgt bundesweit 4,1 %. 10

10 ebenda

Auch die Marke Skoda musste einen Rückgang verzeichnen. Hier gingen die Zulassungszahlen auf 149.838 Einheiten zurück. Dies ist ein Minus von 17,3 %. Skoda hat damit einen Marktanteil von 5,7 % erreicht. 11

11 ebenda

Der Durchschnittspreis je Neuwagen stieg von EUR 36.340 im Jahr 2020 auf EUR 37.790 im Jahr 2021. Damit wurde erneut ein Allzeithoch erreicht, bedingt durch höhere Listenpreise, eine höhere SUV-Quote und die zahlreichen Fahrerassistenzsysteme in den Neuwagen. Auch die alternativen Antriebe wie Plug-In-Hybride treiben den Neuwagenpreis nach oben. 12

12 vgl. DAT-Report 2022, Seite 55

Auch die Entwicklung der Anschaffungspreise im Gebrauchtwagenbereich hat im Jahr 2021 einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Corona-Pandemie hat das eigene Automobil stärker in den Fokus gerückt. Durch den allgemeinen Chipmangel konnten weniger Neufahrzeuge geliefert werden, so dass davon der Gebrauchtwagenmarkt profitierte. 13

13 vgl. DAT-Report 2022, Seite 43

Die Wanderbewegungen betreffen auch die aktuellen Neuwagenkäufer: 21 % besaßen als Vorwagen einen Gebrauchtwagen und haben diesen nun gegen einen Neuwagen eingetauscht. 14

14 vgl. DAT-Report 2022, Seite 47

Dem durch die Chipkrise verursachten geringeren Neuwagenabsatz stand ein sehr gut laufender Gebrauchtwagenabsatz bei um 14 % gestiegenen Abgabepreisen und einem besseren Deckungsbeitrag gegenüber. Durch die sinkenden Bestände konnten zum Beispiel Kosten in der Einkaufsfinanzierung gespart werden. Auch sinkende Standzeiten und eine Lagerreichweite von 2 Monaten tragen zu einer positiven Entwicklung bei. 15

15 vgl. Autohaus 1-2/2022, Seite 17

Wie bereits im Vorjahr waren und sind das Werkstatt- wie auch das Teilegeschäft trotz weiterhin bestehender pandemiebedingter Einschränkungen die Bereiche mit den höchsten Deckungsbeiträgen, wobei festzustellen ist, dass der Anteil dieser Sparte am Gesamtumsatz aufgrund des starken Gebrauchtwagengeschäftes und der geringeren Reparaturbedürftigkeit der weniger Kilometer laufenden Dienst- und Flottenfahrzeuge leicht gesunken ist. 16

16 ebenda

Die Auslastung der Werkstätten ist gegenüber dem Vorjahr auf etwa 83 % gestiegen, allerdings ist die Anzahl der Durchgänge sowie der Mitarbeiter leicht zurückgegangen. Die Stundenverrechnungssätze sind leicht gestiegen. Als Folge des Rückgangs der Werkstattdurchgänge ist auch der Teilevertrieb leicht gesunken. 17

17 ebenda

Eine wichtige Kennzahl für den Aftersales ist das gestiegene Durchschnittsalter der zugelassen Pkws auf 9,8 Jahre. Trotz aller genannten Umstände ist Aftersales das wichtigste Standbein für die Kundenbindung im Autohaus. 18

18 ebenda

Insgesamt betrug die durchschnittliche Umsatzrendite der Branchenunternehmen ca. 1,6 %. 19

19 vgl. Autohaus 1-2/2022, Seite 18

2.2. Geschäftsverlauf

Die Unternehmensgruppe "Automobile Müller" ist Markenhändlerin von BMW, BMW Motorrad, Mini sowie von Skoda und Seat. Daher wirkt sich die Entwicklung dieser Marken natürlich auch auf unsere Handelsbetriebe aus.

Die Absatzzahlen der Neu- und Vorführfahrzeuge in 2021 der Firmengruppe haben sich wie folgt verändert:

BMW Skoda Seat
Veränderung in % -16,7 -26,9 -19,5

Der Konzern hatte insgesamt eine Umsatzsteigerung (Automobilhandel einschließlich Service- und Teilebereich) von TEUR 79.300 auf TEUR 80.410 zu verzeichnen.

Bei den Neuwagen haben wir bei gestiegenen Erlösen pro Einheit auf Grund gesunkener Absatzzahlen einen Rückgang der Umsätze gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.531 auf TEUR 21.163 zu verzeichnen, was einem Rückgang von 10,7 % entspricht.

Im Gebrauchtwagengeschäft konnte dagegen - bei ebenfalls gestiegenen Erlösen je Einheit - eine Erhöhung der Umsätze gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. In dieser Sparte haben wir bei um 5,7 % gestiegenen Absatzzahlen eine 4,5 %ige Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.825 auf TEUR 42.651 zu verzeichnen.

Durch den Mangel an Neufahrzeugen hat sich der Käufermarkt zum Verkäufermarkt entwickelt. Besonders in der zweiten Jahreshälfte konnten wir die extremen Nachlässe, welche durch den Druck des Intrabrandtwettbewerbs im vergangenen Jahr zustande gekommen sind, zurückfahren.

Die Umverlagerung von Kosten, die eigentlich zum Hersteller gehören, wirkt sich weiterhin negativ auf den Handel aus. Im Gebrauchtwagengeschäft konnten wir den Umsatz als auch den DB III sehr gut ausbauen und stabilisieren. Dies ist dem sinkenden Neuwagenangebot und unserem weiterhin konsequenten Bestandsmanagement in Bezug auf die Einheiten im Bestand, auf die Standzeiten und den Lagerumschlagsfaktor geschuldet. Wir haben rechtzeitig einen zusätzlichen Einkäufer eingestellt und somit konnten wir die durch Leasingverlängerung fehlenden Rückläufer ausgleichen.

Die Vernetzung unserer Betriebe und der rationelle Einsatz und Umbesetzung der zweiten Führungsebene lassen Synergieeffekte zum Tragen kommen, die allen Standorten Vorteile verschafft.

Nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzentwicklung aus dem Automobilgeschäft an den einzelnen Standorten im Zwei-Jahresvergleich:

2021 2020
Automobilhandel Service/Teilevertrieb Automobilhandel Service/Teilevertrieb
EUR EUR EUR EUR
Leipzig-Paunsdorf (einschl. Car - La) 26.357 12.230 26.829 11.319
Leipzig-Reudnitz 7.014 2.135 8.192 2.051
Lutherstadt Wittenberg 7.687 2.031 7.110 1.938
Eilenburg 8.537 1.296 7.718 1.200
Wurzen 11.534 1.194 11.516 1.050
61.129 18.886 61.365 17.558
80.015 78.923

Die Abschreibungen verringerten sich im Berichtsjahr um TEUR 42 zum Vorjahreswert, wobei auch die bei den im Anlagevermögen geführten Geschäfts- und Vorführfahrzeugen verminderte Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 57 zu verzeichnen waren.

Die Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen lagen unter Außerachtlassung der Zugänge bei den im Anlagevermögen geführten Geschäfts- und Vorführfahrzeugen um TEUR 785 über dem Vorjahresniveau.

Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 471 erhöht, was im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahr erhöhten Löhnen und Gehältern von Mitarbeitern und der Erhöhung der Mitarbeiteranzahl gegenüber dem Vorjahr um 6 Personen resultiert.

Der Kostenblock "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 137. Ausschlaggebend hierfür waren die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen um TEUR 105 sowie Vertriebsaufwendungen um TEUR 292 bei gleichzeitiger Verminderung der Betriebsaufwendungen um TEUR 235 und Übrigen TEUR 25.

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 1.602 erzielt, was eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 244 darstellt. Er verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 somit einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.201 gegenüber TEUR 1.077 im Vorjahr.

2.3. Lage

Das Anlagevermögen und die Vorräte sind durch Eigenkapital und durch Bankdarlehen nahezu vollumfänglich finanziert. Dem bilanzierten Fahrzeugbestand im Anlage- und Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 14.000 stehen zum Bilanzstichtag Händlerfinanzierungen bei den Herstellerbanken in Höhe von TEUR 13.862 und darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Fahrzeugherstellern gegenüber.

Die betrieblichen Investitionen wurden im Wesentlichen durch Investitionskredite der Herstellerbanken und im Übrigen innenfinanziert.

Kurz- und langfristige Liquiditätsplanungen werden mit den Banken vertrauensvoll kommuniziert.

Alle unsere gegenüber den Banken bestehenden, zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Darlehensverbindlichkeiten sind langfristig zu einem festen Zinssatz prolongiert und im Wesentlichen bei unserer Muttergesellschaft, Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG, Lutherstadt Wittenberg, gebündelt.

Die in Vorjahren erreichte Reduzierung unseres langfristigen Bankenengagements sowie die daraus resultierende Verminderung unserer Zinsaufwendungen für langfristige Bankdarlehen konnte im Berichtsjahr weiter fortgesetzt werden.

Auf Grund der im Saldo positiven Ergebnisse der letzten 5 Geschäftsjahre stellt sich die Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklung des Konzerns wie folgt dar:

2017 2018 2019 2020 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Konzernergebnis 736 356 657 1.077 1.201
Konzerneigenkapital 5.932 6.251 6.702 7.483 8.067

In der nachfolgenden Übersicht werden die Vermögens- und Kapitalposten der Bilanz zum 31. Dezember 2021 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit am Bilanzstichtag von mehr als einem Jahr sind als langfristig ausgewiesen.

Vermögen 31.12.2021 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen 18.613 50,9 18.079 51,3 534 3,0
Vorräte 11.598 31,7 11.344 32,2 254 2,2
Andere
Vermögensgegenstände 4.839 13,2 5.229 14,8 -390 -7,5
Liquide Mittel 1.550 4,2 608 1,7 942 154,9
36.600 100,0 35.260 100,0 1.340 3,8
Kapital 31.12.2021 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 8.067 22,0 7.483 21,2 584 7,8
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 32 0,1 36 0,1 -4 -11,1
Langfristige Schulden
Langfristige Bankverbindlichkeiten 7.589 20,7 8.370 23,7 -781 -9,3
Übrige langfristige Schulden 642 1,8 642 1,8 0 0,0
8.231 22,5 9.012 25,5 -781 -8,7
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 15.372 42,0 12.997 36,9 2.375 18,3
Rückstellungen 1.100 3,0 972 2,8 128 13,2
Übrige kurzfristige Schulden 3.788 10,4 4.752 13,5 -964 -20,3
Rechnungsabgrenzung 10 0,0 8 0,0 2 25,0
20.270 55,4 18.729 53,2 1.541 8,2
36.600 100,0 35.260 100,0 1.340 3,8

Der Konzern-Cashflow beträgt im Berichtsjahr mit TEUR 2.584 TEUR 127 mehr als im Vorjahr.

Unserem Konzern stehen ausreichend Einkaufskreditlinien zur Verfügung mit einer marktüblichen Verzinsung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Banken gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
Kontokorrent 302 232
Fahrzeugfinanzierungen 13.862 11.580
Darlehen 8.797 9.555
22.961 21.367

Als Händler von Automobilen setzt sich der Konzern aktiv mit dem Thema Umweltschutz auseinander. Dazu gehört, dass wir mit unserer Umwelt und den begrenzten natürlichen Ressourcen gewissenhaft umgehen, die geltenden Umweltschutzregelungen strikt einhalten und unsere Mitarbeiter entsprechend schulen. Auch beschäftigen wir uns weiterhin umfassend mit den Möglichkeiten, die sich auf dem Feld der Elektromobilität ergeben, um unseren Kunden Alternativen zu den herkömmlichen Fahrzeugen bieten zu können.

Unser Familienunternehmen legt darüber hinaus hohen Wert auf die Förderung von langjährig Beschäftigten und gut ausgebildeten Mitarbeitern. Die Unternehmensgruppe "Automobile Müller" hat das Ziel, ihren Mitarbeitern einen Weg zur persönlichen Weiterentwicklung zu bieten. Nur durch die Erfahrung und Fachkenntnisse unserer Mitarbeiter können auch die Ziele des Unternehmens erreicht werden.

Die Kundenstruktur der Unternehmensgruppe "Automobile Müller" ist stabil und von hohem Vertrauen in die Leistungsfähigkeit geprägt.

Zudem arbeitet der Konzern seit Jahren zuverlässig und partnerschaftlich mit den gleichbleibenden Lieferanten und Kreditinstituten zusammen und pflegt mit diesen einen engen und vertrauensvollen Kontakt.

3. Nachtragsbericht

Im Zeitraum vom Schluss des Konzern-Geschäftsjahres 2020 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses für das Konzern-Geschäftsjahr 2021 haben sich keine Vorgänge ereignet, die eine veränderte Darstellung der Lage unseres Konzerns im Konzernabschluss erfordern.

Die noch immer anhaltende Corona-Pandemie und der neu hinzugekommene Chipmangel haben weltweit wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen, von welchen auch unser Unternehmen nicht verschont bleiben wird, aber zum Aufstellungszeitpunkt waren die möglichen Geschäftsbeeinträchtigungen durch diese beiden Themen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht so gravierend, dass diese nicht durch ein aktives Eingreifen der Geschäftsleitung hätten beherrscht werden können.

Mögliche Auswirkungen aus diesen Sachverhalten werden seitens der Geschäftsleitung fortlaufend analysiert. Grundsätzlich rechnen wir aber nicht damit, dass die Krise existenzgefährdende Auswirkungen auf unser Unternehmen haben wird.

Derzeit nicht vorhersehbar ist das Risiko, welches sich aus dem in der Ukraine geführten Krieges ergeben könnte. Fraglich ist dabei insbesondere, welchen Einfluss unterbrochene Lieferketten auf die Produktion von Fahrzeugen und steigende Preise für Fahrzeuge, Ersatzteile, Treibstoffe und Dienstleistungen auf den Absatz und die Nutzung der Fahrzeuge durch die Verbraucher haben könnten bzw. haben werden. Auch hier analysieren wir fortlaufend die Entwicklung und versuchen, sofern erforderlich und möglich, entsprechend gegenzusteuern.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2021 um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmenden Liefer- und Materialengpässen konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, jedoch ist die Wirtschaftsleistung noch nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau von 2019. 20

20 vgl. statistisches Bundesamt DESTATIS, Pressemitteilung vom 14.01.2022 - 020/22

Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2021 verliefen noch unter den erheblichen Auflagen der Corona-Schutzmaßnahmen. In unserem Betrieb waren zu Anfang des Jahres sehr viele Mitarbeiter an Corona erkrankt.

Durch die weltweiten Auswirkungen der Corona-Maßnahmen sind erhebliche Lieferengpässe entstanden, welche auch nicht spurlos an der Automobilindustrie vorbei gegangen sind bzw. vorbeigehen.

Der seit 20. Februar 2022 laufende Ukraine-Krieg beeinträchtigt die Automobilindustrie sehr stark. Dabei ist die Lieferung von Kabelbäumen für Neufahrzeuge besonders betroffen. Ebenso wird die eingeschränkte Lieferung von Rohstoffen aus Russland und der Ukraine, wie zum Beispiel Stahl, Palladium usw. die Automobil- und Elektroindustrie beeinflussen. Die Liefersituation bei neuen Automobilen wird sich voraussichtlich erst zum Ende des III. bzw. zum Anfang des IV. Quartals 2022 etwas entspannen.

Der derzeitige Auftragseingang im Neuwagenbereich ist auf dem Vorjahresniveau und teilweise auch etwas höher. Dies ist markenabhängig. Bei BMW und Skoda liegen wir etwa um 10 % höher als im Vorjahr und bei Seat auf dem Vorjahresniveau. Bei Motorrädern von BMW und Yamaha starten wir gerade in die Saison, aber auch hier übertreffen wir die Vorjahresauftragseingänge. Nun ist abzuwarten, wie sich der Lieferengpass bei den jeweiligen Herstellern bzw. Importeuren wieder auflöst.

Im Gebrauchtwagengeschäft sind wir mit einem gut sortierten, jedoch verminderten Bestand ins Jahr 2022 gestartet. Unsere Einkäufer haben einen Fahrzeugbestand, welcher uns eine Reichweite von 3 Monaten sichert, einkaufen können.

Viele Neuwagenkäufer haben sich in den ersten Monaten des Jahres für gebrauchte Fahrzeuge entschieden, da diese sofort lieferbar waren. Auch die Bestände bei jungen gebrauchten Fahrzeugen, welche wir im vergangenen Oktober zugekauft haben, helfen uns derzeit, die Lieferengpässe für einige Kunden zu überbrücken. Aufgrund der derzeitigen Inflation und des Wertverfalls des Geldes ist der Kauf eines wertbeständigen Fahrzeuges eine gute Chance für unsere Kunden, welche diese auch nutzen.

Unser Servicebereich ist momentan gut ausgelastet. Die Ersatzteillieferungen der Hersteller sind sichergestellt. Wir starten im April in die Räderwechselsaison. Hier sind schon zahlreiche Termine vergeben und durch unser neues Räder- und Reifenlager können wir zusätzlichen Kunden und auch Großkunden mit einem Räderwechsel und der Einlagerung schnell helfen.

Die Unternehmen der Unternehmensgruppe "Automobile Müller" sind bestrebt ihre Ertragssituation durch eine permanente Optimierung des Bestandmanagements im Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie im Personaleinsatz ständig zu optimieren.

Der Fokus liegt in diesem Jahr sowohl auf dem Servicegeschäft als auch im Gebrauchtwagenhandel. Trotz des seit Januar 2022 neuen Kaufrechts wollen wir unseren Absatz der gebrauchten Automobile an Endkunden forcieren. Hier ist die Ausrichtung auf die Qualität bei der Hereinnahme und auch bei dem Absatz der Gebrauchtfahrzeuge entscheidend.

Wir werden das gesamte Jahr im Zukauf von Gebrauchtfahrzeugen auf Sicht fahren, da wir ganz genau den Absatz und die Gebrauchtwagenpreise im Auge behalten müssen, um nicht den Punkt des Wandels am Markt zu verpassen und somit die Umsatz- und Ertragserhöhung in diesem Jahr zu gefährden.

Unsere Planung für das Jahr 2022 basiert auf der Planung des Vorjahres mit einer leichten Steigerung. Die Folgen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges sind allerdings in dieser Planung noch nicht berücksichtigt worden.

Das im Jahr 2021 begonnene Projekt "Strategische Ausrichtung des Unternehmens" wird auch im Jahr 2022 von uns fortgeführt. Es hat folgende Agenda:

Strategische Ausrichtung für den Automobilvertrieb und -service der Zukunft

Zukunftsorientierte Unternehmensstruktur

Entlastung der Geschäftsführung bei der operativen Betriebssteuerung

Etablierung einer 2. Führungsebene zur Steuerung der einzelnen Betriebe und Marken

Zukunftsorientierte Personalentwicklung - Mindset

Weiterentwicklung der Unternehmensnachfolge

Im I. Quartal 2022 haben die Konzerngesellschaften unkonsolidiert Umsätze in Höhe von insgesamt TEUR 21.848 und damit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um etwa 23 % höhere Umsätze erzielt.

Dabei hat sich aber der für unsere Branche wichtige Deckungsbeitrag III des I. Quartals 2022 gegenüber dem Vorjahresvergleichswert um etwa 8 % vermindert.

Das operative Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern des I. Quartals 2022 lag bei TEUR 250 und damit über unserer Bestplanung.

Wir gehen davon aus, dass dieses Jahr für uns eine Herausforderung darstellt und zwar insbesondere deshalb, weil wir, wie alle Branchen und Unternehmen, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des Ukraine-Krieges für das restliche Geschäftsjahr und die Zukunft nicht genau abschätzen können.

Die Liquiditätssicherung des Unternehmens und der schrittweise Ausbau der Umsatz- und Ertragszahlen auf das Vorjahresniveau ist unser Ziel.

Monatliche betriebswirtschaftliche Auswertungen stellen sicher, dass Kennziffern abteilungsbezogen zum Steuern der kurzfristigen und mittelfristigen Entscheidungen den Geschäftsführern und verantwortlichen Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe "Automobile Müller" ist durch ihr unternehmerisches Handeln den verschiedensten Risiken ausgesetzt.

Die von uns durchgeführte umfassende Planung von Umsatz, Deckungsbeiträgen, Unternehmensergebnissen und Liquidität und deren Kontrolle im Wege des Soll-Ist-Vergleichs sind eine geeignete Basis zur Erkennung von Risiken und Einleitung von Gegenmaßnahmen. Aufgeschlüsselt auf Abteilungen bis hin zum einzelnen Monteur und Verkäufer kann eine genaue Analyse der Prozesse erfolgen.

Zusätzlich zum allgemeinen Geschäftsrisiko ist der Konzern folgenden Risiken, welche durch die Covid-19-Pandemie und den Ukraine-Krieg verschärft werden, ausgesetzt:

Risiken aus gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

produkt- und wettbewerbsspezifische Risiken

finanzwirtschaftliche Risiken

Die Unternehmensgruppe "Automobile Müller" hat den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit im Großraum Leipzig. Die von den Konzerngesellschaften vertriebene Premium-Marke BMW wird in einem Markt angeboten, in dem potenzielle Käufer über ein geringeres Einkommen verfügen als in anderen Teilen Deutschlands. Daher ist es für uns von großem Vorteil, weitere Marken wie Skoda und Seat im Angebot zu haben. Ebenso ist die Hinzunahme der Motorrad-Marke Yamaha eine Grundlage, um das Motorradgeschäft auch im Rollersegment und bei den Modellen mit 125ccm weiter auszubauen.

Der Unsicherheit im Kundenverhalten wird durch die Erstellung von verschiedenen Szenarien und unterjähriger Prognosefortschreibung Rechnung getragen.

Wir sind optimistisch und gehen weiterhin von einer langjährig guten Entwicklung unserer Unternehmensgruppe aus.

 

Lutherstadt Wittenberg, den 9. Mai 2022

Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG
Lutherstadt Wittenberg

Müller Besitz und Beteiligungen Verwaltungsgesellschaft mbH

Lutherstadt Wittenberg

Die Geschäftsführer

gez. Elke Müller

gez. Frank Müller

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG, Lutherstadt Wittenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG, Lutherstadt Wittenberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Müller Besitz und Beteiligungen GmbH & Co. KG, Lutherstadt Wittenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 9. Mai 2022

BANSBACH GmbH
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Michael A. Schnase, Wirtschaftsprüfer

Hans-Peter Spengler, Wirtschaftsprüfer

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