Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 206124
Eingetragen
19.7.2016
Branche
Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur ErziehungAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Bau und der Betrieb von Sozialimmobilien, Kindertagesstätten, Schülerwohnheimen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Dienstleistungen auf diesen Gebieten und dem Gebiet der Schülerbetreuung und die Bewachung von Unterkünften sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte und Tätigkeiten.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Margarete Finke
seit 14.2.2020
Prokura
Rene Maynicke
seit 4.6.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
25.000 €
96.15%
Germany
992 €
3.82%

Konzern- und Jahresabschlüsse

HUMAN-CARE GmbH

Sottrum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

HUMAN-CARE GmbH, Sottrum

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Mit rund 186.000 Asylanträgen nahm die Anzahl an Migranten in Deutschland 2018 das zweite Jahr in Folge weiter ab. Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich die Menge um 16,5%. Die Hauptherkunftsländer sind dabei wie in 2017 Syrien, Irak und Afghanistan.

Die Aufgaben deutscher Kommunen liegen zunehmend in der Integration der Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt und das gesellschaftliche Umfeld. Inwieweit der rückläufige Trend neuer Asylanträge auch längerfristig Bestand haben wird, hängt maßgeblich von der Politik vieler Europäischer Mitgliedsstaaten und der Befriedung der Krisenregionen vor den Toren Europas ab.

Insgesamt haben sich nach einer langen Phase wirtschaftlicher Prosperität die Rahmenbedingungen in 2018 ein wenig verschlechtert. Vor allem politische Herausforderungen auf internationaler Ebene haben zu einer Zunahme an Risikoaversion an den Finanz- und Kapitalmärkten geführt und damit das Wirtschaftswachstum auf breiter Ebene gedämpft.

Die Kapazitäten sind dabei weiterhin gut ausgelastet, die Beschäftigung auf Rekordniveau und die Verbraucherpreise stabil. Im Jahr 2018 ist die Wirtschaft um 1,5 Prozent gewachsen. Die Bundesrepublik geht für 2019 und 2020 von einer weiterhin positiven Entwicklung aus. Die Wachstumsrate wird für 2019 mit 1,0% und 2020 mit 1,6% vorhergesehen.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag 2018 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes bei rund 45,0 Millionen und damit auf einem neuen Höchststand. Die Arbeitslosenquote lag mit 5,3% (Vorjahr: 5,7%) auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die meisten neuen Stellen wurden im Dienstleistungssektor geschaffen und hier insbesondere im öffentlichen wie auch im sozialen Bereich.

Der Fachkräftemangel zählt längst zu den größten Herausforderungen im Markt. Die durchschnittliche Vakanzzeit über alle Berufe stieg nach einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit auch in 2018 erneut gegenüber dem Vorjahr und erreichte mit 113 einen neuen Höchststand. Auf die unterschiedlichen Qualifikationsniveaus heruntergebrochen lässt sich dabei eine besonders starke Zunahme bei den Spezialisten feststellen. Weiterhin sind die längsten Vakanzzeiten, mit jedoch zum Teil ausgeprägten regionalen Unterschieden, in der Pflegebranche zu verzeichnen.

2. Stellung des Unternehmens in der Branche

Die HUMAN-CARE GmbH bietet deutschlandweit seit über 30 Jahren Dienstleistungen im Rahmen der Beherbergung und Betreuung von Aussiedlern, Flüchtlingen und Asylbewerbern. Sie stellt dabei geeigneten Wohnraum und Gemeinschaftsunterkünfte zur Verfügung und betreibt diese mit eigenem qualifiziertem Personal. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden werden zielgerichtete Konzepte zur sozialen Betreuung entwickelt. Aufgrund des bewährten Betreiberkonzeptes kann auf vielfältigste Anforderungen schnell, flexibel und professionell reagiert werden.

3. Allgemeine Entwicklung des Unternehmens

2015 und 2016 hat HUMAN-CARE im Auftrag der öffentlichen Hand zahlreiche neue Beherbergungsmöglichkeiten für Asylsuchende geschaffen und betrieben. Durch den Rückgang des Zuzugs Asylsuchender nach Deutschland, wurden die Kommunen besser in die Lage versetzt, die Anzahl der Asylanträgen zu bearbeiten und langfristige Wohnmöglichkeiten für bleibeberechtigte Personen zu schaffen. Die Aufenthaltsdauer in den Flüchtlingsunterkünften nahm infolgedessen ab. Übergangsweise geschaffene Kapazitäten wurden zum Teil wieder abgebaut.

Insgesamt bleibt die Anzahl zu betreuender Asylsuchender aber auch 2018 auf einem relativ hohen Niveau. Neben der Hauptaufgabe, eine Herberge bereitzustellen, richtet sich zunehmend der Fokus auf Dienstleistungen zur Integration der Menschen in den Arbeitsmarkt und das soziale Umfeld. HUMAN-CARE entwickelt gemeinsam mit den zuständigen Behörden zielgerichtete Angebote, um diesen Prozess bestmöglich zu unterstützen.

II. Darstellung der Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

2018 2017
T € % T € %
Langfristig gebundenes Vermögen Anlagevermögen        
Immetarielle Vermögensgegenstände 4 0,0 41 0,2
Sachanlagen 8.212 33,1 9.587 37,6
  8.216 33,1 9.628 37,8
Kurfristiges gebundenes Vermögen Umlaufvermögen        
Vorräte 160 0,7 180 0,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.369 9,5 3.961 15,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.715 23,0 1.014 3,9
Sonstige Vermögensgegenstände 554 2,3 528 2,1
  8.798 35,5 5.683 22,3
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.795 31,4 10.121 39,9
  16.593 66,9 15.804 62,2
Rechnungsabgrenzungsposten 2 0,0 2 0,0
Gesamtvermögen 24.811 100,0 25.434 100,0

Neue Standorte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht hergestellt. Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich daher insbesondere um die planmäßige Abschreibung reduziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen fast ausschließlich gegenüber öffentlich rechtlichen Gebietskörperschaften. Wertberichtigungsbedarf hat es daher im Geschäftsjahr wie auch in den Vorjahren in nur sehr geringem Umfang gegeben.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere Forderungen gegen das Finanzamt aus Steuerforderungen von T€ 232 (Vorjahr: T€ 0), Forderungen aus Nebenkostenabrechnungen von T€ 147 (Vorjahr: T€ 228) sowie debitorische Kreditoren von T€ 84 (Vorjahr: T€ 47) enthalten.

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Die liquiden Mittel reduzierten sich jedoch im Vergleich zur Vorjahresbilanz um T€ 2.326 auf T€ 7.795.

2. Kapitalstruktur

2018 2017
T € % T € %
Langfristig verfügbares Kapital        
Eigenkapital 14.317 57,7 12.341 48,6
Fremdkapital        
Verbindlichkeiten gegenüber Krditinstituten 2.093 8,4 3.023 11,9
  16.410 66,1 15.364 60,5
Mittelfristig verfügbares Kapital        
Verbindlichkeiten gegenüber Krditinstituten 3.620 14,6 3.554 14,0
  3.620 14,6 3.554 14,0
Kurfristiges verfügbares Kapital        
Steuerrückstellungen 1.017 4,1 2.199 8,7
Sonstige Rückstellungen 1.292 5,2 1.113 4,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 890 3,6 982 3,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Lesitungen 1.245 5,0 1.391 5,5
Verbindlichkieten gegenüber verbundenen Unternhemen 24 0,1 16 0,1
Sonstige Verbindlichkeiten 310 1,3 773 3,0
  4.778 19,3 6.474 25,5
Rechnungsabgrenzungsposten 3 0,0 0,0 0,0
Gesamtvermögen 24.811 100,0 25.392 100,0

Das positive Ergebnis von T€ 1.976 hat zu einem weiteren Aufbau des Eigenkapitals geführt und die Eigenkapitalquote auf 57,7% angehoben.

Mit einem Anteil von 66,1% (Vorjahr: 60,5%) ist die Gesellschaft weiterhin zum Großteil langfristig finanziert.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten mit T€ 602 (Vorjahr: T€ 627) Rückstellungen für Energie- und Mietnebenkosten, Rückstellungen aus dem Personalbereich mit T€ 210 (Vorjahr: T€ 233), Rückstellungen für Rückbau- und Instandsetzungsverpflichtungen von T€ 292 (Vorjahr: T€ 96) und Versicherungsprämien von T€ 93 (Vorjahr: T€ 93).

Aufgrund der bestehenden Vermögens- und Kapitalstruktur ist das Anlagevermögen vollständig durch Eigenkapital sowie das kurz- und mittelfristige Fremdkapital vollständig durch kurzfristig gebundenes Vermögen gedeckt.

3. Finanzlage

Zur Darstellung der Finanzlage erfolgt nachfolgend eine vereinfachte Kapitalflussrechnung:

2018
T€
2017
T€
Jahresergebnis 1.976 3.312
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.292 1.447
- /+ Abnahme/ Zunahme der Rückstellung - 1.003 345
+ /- Verlsute/ gewinne aus Anlagenabgängen - 11 5
- Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferung und Lesitungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.586 - 524
- /+ Abnahme/ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Lesitungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 597 395
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 3.243 4.980
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/ immateriellen Anlagevermögens sowie Finanzanlagevermögen 176 1
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachalagevermögen/ immatrielle Anlagevermögen - 87 - 170
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagvermögen - 4.701 -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 4.612 - 169
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten - 957 - 1.004
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 957 - 1.004
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 2.326 3.807
+ Liquide Mittel am Jahresanfang 10.121 6.314
Liquide Mittel am Periodenende 7.795 10.121

Der gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnende Rückgang der Nachfrage nach Beherbergungsleistungen für Flüchtlinge hat zu geringeren Umsatzerlösen und in Folge dessen einem geringeren Jahresergebnis geführt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit reduzierte sich insgesamt um T€ 1.737 gegenüber dem Vorjahr. Neuinvestitionen hat es im Geschäftsjahr nur in geringem Umfang gegeben. Die Finanzverbindlichkeiten wurden planmäßig zurückgeführt. Vorhandene liquide Mittel wurden verbundenen Unternehmen in Form von Darlehen mit kurzfristiger Laufzeit zur Verfügung gestellt. Insgesamt reduzieren sich die liquiden Mittel am Bilanzstichtag dadurch gegenüber dem Vorjahr um rund 23%, liegen aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

4. Ertragslage

2018 2017 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 27.847 100,0 31.518 100,0 - 3.671 -11,6
sonstige betriebliche Erträge 190 0,6 655 2,1 - 465 -71,0
Materialaufwand - 370 - 1,3 - 383 - 1,2 13 -3,4
Rohergebnis 27.667 99 31.790 101 - 4.123 -13,0
Personalaufwand - 7.930 - 28,5 - 8.477 - 26,9 547 -6,5
Sonstige betreibliche Aufwendungen - 15.206 - 54,6 - 16.858 - 53,5 1.652 -9,8
Sonstige Steuern -122 - 0,4 -41 - 0,1 - 81 197,6
Betriebsaufwand - 23.258 - 83,5 - 25.376 - 80,5 2.118 -8,3
EBITDA 4.409 15,8 6.414 20,4 - 2.005 -31,3
Abschreibungen -1292 - 4,6 -1447 - 4,6 155 -10,7
EBIT 3.117 11,2 4.967 15,8 - 1.850 -37,2
Finanz- und Beteiligungsrohergebnis -140 - 0,5 -227 - 0,7 87 -38,3
Ergebnis vor Ertragssteuern 2.977 10,7 4.740 15,1 - 1.763 -37,2
Ertragssteuern - 1.001 - 3,6 - 1.428 - 4,6 427 -29,9
Jahresüberschuss 1976 7,1 3312 10,50 -1336 -40,3

Der anhaltende Rückgang der Zuwanderung nach Deutschland hat in 2018 zu einer geringeren Nachfrage nach Beherbergungsleistungen für Asylsuchende geführt. Vorhandene Kapazitäten wurden zum Teil abgebaut und Belegungen reduziert. Insgesamt ergab sich für das Gesamtjahr ein Umsatzrückgang von T€ 3.671.

Die Personalaufwendungen wurden im Zuge der Schließung von Einrichtungen reduziert. Lohnsteigerungen haben jedoch dazu geführt, dass dies nicht proportional zum Umsatzrückgang erfolgt ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zum Großteil aus Aufwendungen für Objektbewachung von T€ 6.957 (Vorjahr: T€ 7.322) und Miet- und Mietnebenkosten von T€ 4.958 (Vorjahr: T€ 6.010) zusammen.

5. Wesentliche Abweichungen zum Wirtschaftsplan 2018

Der Rückgang der Nachfrage nach Beherbergungsleistungen für Flüchtlinge fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr etwas höher aus als erwartet. Die Umsatzerlöse liegen daher unterhalb der Prognose zu Beginn des Jahres. Damit verbunden wird auch ein geringerer Jahresüberschuss ausgewiesen.

III. Risiko- und Prognosebericht

Der starke Zustrom an Flüchtlingen und Asylsuchenden nach Europa hat die europäischen Länder insbesondere in den Jahren 2015 bis 2017 vor große Herausforderungen gestellt. Eine einheitliche gesamteuropäische Lösung konnte bis heute nicht gefunden werden und ist auch bis auf weiteres nicht in Sicht. Viele Einzelmaßnahmen diverser EU-Länder haben inzwischen zu einem Nachlassen des Zustroms von Flüchtlingen und Asylsuchenden nach Deutschland geführt. Die ursächlichen Krisenregionen, aus denen die Flüchtlinge den Weg nach Europa suchen, existieren hingegen weiter. Endgültige Lösungen sind häufig nicht in Sicht. Es wird daher von den politischen Vorgaben vieler Staaten abhängen, wie sich der Flüchtlingszustrom nach Europa und insbesondere nach Deutschland zukünftig weiterentwickeln wird.

Bei den bereits eingewanderten Flüchtlingen besteht die Hauptaufgabe währenddessen darin, Konzepte zur längerfristigen Unterbringung, Betreuung und Integration in die Gesellschaft zu entwickeln und umzusetzen. Als eine von wenigen Regierungen hat die deutsche erkannt, dass auch Chancen mit einem vermehrten Zustrom verbunden sein können. Sowohl die Überalterung der Gesellschaft als auch ein stärker werdender Fachkräftemangel in vielen Branchen könnte durch Zuwanderung abgemildert werden. Voraussetzungen sind jedoch zum einen eine gelebte Willkommenskultur und zum anderen die Bereitschaft, sich mit der Kultur des Gastlandes auseinanderzusetzen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

Interkulturelle Spannungen innerhalb der Gemeinschaftsunterkünfte werden unter anderem dadurch vermieden, indem die Unterkünfte eine gewisse, ortsabhängige Kapazitätsgröße nicht übersteigen und sowohl Heimleiter als auch Sozialarbeiter vor Ort Präventivarbeit leisten. Objektbewachungen verhindern Übergriffe von außen.

Ein internes Reportsystem wird in regelmäßigen Abständen erstellt um Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Die Geschäftsführung geht zukünftig von einer gesicherten Liquiditätslage aus.

Wir gehen für 2019 von einem weiteren Rückgang der Beherbergungsleistungen für Flüchtlinge aus. Für 2019 ist daher bei rückläufigen Umsätzen (-15%) ein gegenüber dem Vorjahr entsprechend vermindertes Jahresergebnis geplant.

 

Sottrum, den 27. März 2019

Holger Wollesen, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 8.215.907,62 9.585.857,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.844,00 41.206,00
1. Erworbene Software 3.844,00 41.206,00
II. Sachanlagen 8.212.063,62 9.544.651,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.015.876,62 9.291.512,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.187,00 253.139,00
B. Umlaufvermögen 16.592.509,05 15.803.721,05
I. Vorräte 160.152,47 180.206,16
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 160.152,47 180.206,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.637.485,66 5.502.494,61
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.369.026,90 3.960.957,74
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.714.456,39 1.013.278,05
3. Sonstige Vermögensgegenstände 554.002,37 528.258,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.794.870,92 10.121.020,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.253,68 2.061,67
Bilanzsumme, Summe Aktiva 24.810.670,35 25.391.640,55

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 14.316.795,82 12.340.441,08
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 1.212.328,32 1.212.328,32
III. Gewinnvortrag 11.102.112,76 7.790.138,44
IV. Jahresüberschuss 1.976.354,74 3.311.974,32
B. Rückstellungen 2.309.138,87 3.312.109,68
1. Steuerrückstellungen 1.016.941,96 2.199.035,93
2. Sonstige Rückstellungen 1.292.196,91 1.113.073,75
C. Verbindlichkeiten 8.182.075,74 9.739.089,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.602.722,52 7.559.135,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.245.566,20 1.391.030,86
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.138,99 16.039,21
4. Sonstige Verbindlichkeiten 309.648,03 772.884,03
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.659,92 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 24.810.670,35 25.391.640,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 27.847.303,56 31.518.238,32
2. Sonstige betriebliche Erträge 190.451,14 654.713,92
3. Materialaufwand 369.624,24 383.453,27
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 142.742,21 38.441,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 226.882,03 345.011,43
4. Personalaufwand 7.929.893,51 8.477.310,84
a) Löhne und Gehälter 6.574.388,53 7.027.691,33
b) Soziale Abgaben 1.355.504,98 1.449.619,51
5. Abschreibungen 1.292.453,29 1.446.769,59
a) Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.292.453,29 1.446.769,59
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.206.911,17 16.857.737,98
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.747,63 591,58
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 215.433,57 227.270,59
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.001.147,56 1.427.832,05
10. Ergebnis nach Steuern 2.098.038,99 3.353.169,50
11. Sonstige Steuern 121.684,25 41.195,18
12. Jahresüberschuss 1.976.354,74 3.311.974,32

Anhang

Anlage III Seite

1. Allgemeine Angaben

Die HUMAN-CARE GmbH hat ihren Sitz in Sottrum und ist beim Amtsgericht Walsrode unter der Nr. HRB 206124 eingetragen.

Der Jahresabschluss der HUMAN-CARE GmbH, Sottrum, für das Geschäftsjahr 2018 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) sowie des GmbH-Gesetzes unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist zum Stichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB.

Die Bilanz wurde nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema des § 266 HGB aufgestellt.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Wert bis zu € 800 (Vorjahr: €410) wurden zum Zeitpunkt ihrer Anschaffung vollständig abgeschrieben. Ihr Abgang wird im Folgejahr unterstellt.

Umlaufvermögen

Vorräte

Das Vorratsvermögen wurde mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde zum Teil für die Bildung eines Festwertes von der Erleichterung gemäß § 240 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % Rechnung getragen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEuro 3 (Vorjahr: TEuro 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen mit T€ 353 die Gewerbesteuer für den Veranlagungszeitraum 2018 und mit T€ 664 (Körperschaftsteuer T€ 67, Solidaritätszuschlag T€ 5 und Gewerbesteuer T€ 592) die Vorjahre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Energie- und Mietnebenkosten von T€ 602 (Vorjahr: T€ 627), Personalkostenrückstellungen von T€ 210 (Vorjahr: T€ 233), Rückbau- und Instandsetzungsverpflichtungen von T€ 292 (Vorjahr: T€ 96) und Versicherungsprämien von T€ 93 (Vorjahr: T€ 93).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2018 davon mit einer Restlaufzeit
(Vorjahr) Gesamtbetrag
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
1 -5 Jahre
TEUR
>5 Jahre
TEUR
gesichert
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 6.603 890 3.620 2.093 6.603
  7.559 982 3.554 3.023 7.559
aus Lieferungen und Leistungen 1.245 1.245 0 0 0
  1.391 1.391 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 24 24 0 0 0
  16 16 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 310 310 0 0 0
  773 773 0 0 0
  8.182 2.469 3.620 2.093 6.603
  9.739 3.162 3.554 3.023 7.559

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T€ 5.713 (Vorjahr: T€ 6.577) und betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung von portablen Asylbewerberunterkünften in Containerbauweise, Grundschuldeintragungen sowie die stille Abtretung von Rechten und Ansprüchen aus dem Betrieb der finanzierten Wohnheime besichert. Ferner besteht eine zeitlich unbeschränkte Bürgschaft und die Übernahme der gesamtschuldnerischen Mithaft durch die K & S - Dr. Krantz Sozialbau und Betreuung SE & Co. KG.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2018
TEuro
2017
TEuro
Betrieb von Gemeinschaftsunterkünften 27.714 31.154
Weiterberechnung von Kosten 67 323
Übrige 66 41

Die Umsatzerlöse wurden vollständig auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erzielt.

5. Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 1.976.354,74 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 241 (Vorjahr: T€ 323) für bewegliche bzw. T€ 4.309 (Vorjahr: T€ 4.423) für unbewegliche Wirtschaftsgüter.

Mitarbeiter

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 177 Angestellte (Vorjahr: 175) und 73 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 93) sowie 27 Aushilfen (Vorjahr: 30) beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird in Anwendung von § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der K & S Sozial Bau AG, Sottrum, erfolgt.

Organe der Gesellschaft

Als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Berichtsjahr und ist bis heute Herr Holger Wollesen, Oyten-Schaphusen, bestellt. Sein ausgeübter Beruf ist die Besorgung der Geschäfte dieser Gesellschaft. Herr Wollesen ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Bezüge gemäß § 285 Nr. 9a - b HGB wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der K & S Sozial Bau AG, Sottrum, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Sottrum, den 27. März 2019

Holger Wollesen, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2018
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2018
Euro
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Erworbene Software 122.010,43 0,00 0 122.010,43
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 122.010,43 0,00 0,00 122.010,43
II. Sachanlagen        
Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.674.007,99 0,00 982.005,32 10.692.002,67
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 582.962,49 87.391,29 143.690,78 526.663,00
Summe Sachanlagen 12.256.970,48 87.391,29 1.125.696,10 11.218.665,67
Summe Anlagevermögen 12.378.980,91 87.391,29 1.125.696,10 11.340.676,10
Abschreibungen
Stand 01.01.2018
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2018
Euro
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Erworbene Software 80.804,43 37.362,00 0 118.166,43
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 80.804,43 37.362,00 0,00 118.166,43
II. Sachanlagen        
Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.382.495,16 1.123.064,00 829.433,11 2.676.126,05
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 329.823,49 132.027,29 131.374,78 330.476,00
Summe Sachanlagen 2.712.318,65 1.255.091,29 960.807,89 3.006.602,05
Summe Anlagevermögen 2.793.123,08 1.292.453,29 960.807,89 3.124.768,48
Buchwerte
Stand 31.12.2018
Euro
Stand 31.12.2017
Euro
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Erworbene Software 3.844,00 41.206,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.844,00 41.206,00
II. Sachanlagen    
Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.015.876,62 9.291.512,83
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.187,00 253.138,99
Summe Sachanlagen 8.212.063,62 9.544.651,82
Summe Anlagevermögen 8.215.907,62 9.585.857,82

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.10.2019 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HUMAN-CARE GmbH, Sottrum:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HUMAN-CARE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HUMAN-CARE GmbH für das Geschäftsjahr vom vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 27. März 2019

RTC | Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hellmers, Wirtschaftsprüfer

Stang-Wegener, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.