abilis Consulting GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Kamuf seit 2.10.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
abilis GmbHStutenseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die abilis GmbH versteht sich als ein Komplettdienstleister für mittelständische Unternehmen. Das Portfolio von abilis kann für mittelständische Unternehmen ganzheitlich die IT betreiben, betreuen und strategisch ausbauen. Abilis unterhält 3 Geschäftsfelder: • IT Managed Service: Hosting, Remotebetreuung, Application Managed Service, Infrastrukturberatung, Security, und Verkauf von Hardware • SAP-Beratung: Kompletteinführung, Rollouts, AddOn-Entwicklung, Basisbetreuung, SAP HCM-Beratung, Support und Entwicklung sowie Prozessautomatisierung • Solutions: Eigenentwickelte Standardlösungen im Bereich CPQ "calcIT. calcIT kann komplexe Kalkulationen, Konfigurationen und Angebote erstellen. Die Software ist ein sehr flexibles Produkt, das für verschiedene Branchen gecustomized werden kann. Zu unseren Kunden zählen namhafte mittelständische Fertigungsunternehmen und Industriekonzerne die weltweit agieren. Zum 01.01.2024 werden die hier genannten Geschäftsfelder in selbständige Gesellschaften (GmbHs) unter dem Dach der abilis Holding GmbH ausgegründet. Die abilis GmbH wird in diesem Zuge zu einer Dienstleistungsgesellschaft der abilis Group und wird fortan Shared-Services in dieser erbringen. 1.2 Forschung und Entwicklung Mit unseren Partnern SAP und Microsoft halten wir einen regelmäßigen Austausch über die aktuellen Entwicklungen und Trends. Wichtige Erfahrungswerte und Erkenntnisse für zukünftige Projekte gewinnen wir aus den abgeschlossenen Kundenprojekten. Ein Teil unserer Angestellten arbeitet an der Weiterentwicklung unseres SAP-bezogenen Serviceangebots. Wir entwickeln sowohl Standardprodukte als auch Projektlösungen. Dazu gehören unter anderem SAP-AddOns, die wir in unserem AddOn-Shop anbieten. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Standard-Software calcIT, die eine CPQ-Software ist. calcIT ist ein eigenständiges Produkt, das zur Erstellung komplexer Kalkulationen und Angebote verwendet werden kann. calcIT verfügt über Schnittstellen zu unterschiedlichen ERP-Systemen, vor allem zu SAP. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war die Situation für IT-Dienstleister gemischt. Einerseits bot die fortschreitende Digitalisierung zahlreiche Chancen, insbesondere in den Bereichen Cloud-Lösungen, Cybersecurity und KI. Auf der anderen Seite waren sie mit gesamtwirtschaftlichen Problemen wie Inflation, einem Mangel an Fachkräften und einem intensiven Wettbewerb konfrontiert. Die IT-Dienstleister, die erfolgreich waren, bewahrten ihre Innovationskraft, bildeten ihre Fachkräfte gut aus und integrierten die neuesten Technologien sowie nachhaltige Lösungen in ihr Angebot. In zahlreichen Ländern, so auch in Deutschland, stellte die Inflation ein zentrales wirtschaftliches Thema dar. Vor allem die hohen Kosten für Energie und die Ungewissheit auf den Energiemärkten wirkten sich auf Unternehmen aller Branchen aus, darunter auch IT-Dienstleister, die mit steigenden Betriebsausgaben und einer instabilen Wirtschaftslage konfrontiert waren. Eine Vielzahl von Ökonomen sprach Warnungen aus, dass eine Rezession insbesondere in Europa und den USA möglich sei. Dadurch entstand eine allgemeine Unsicherheit, die Unternehmen dazu veranlasste, ihre Investitionen zu hinterfragen und Möglichkeiten zur Kostensenkung zu prüfen. Auch im Jahr 2023 stellte der Fachkräftemangel in der IT-Branche ein ernsthaftes Problem dar. SAP Experten, Softwareentwickler, Datenanalysten und Cybersecurity-Experten waren besonders gefragt. Das hatte zur Folge, dass IT-Dienstleister vermehrt in die Ausbildung und Bindung von Talenten investieren mussten. Auch im Jahr 2023 war die Nachfrage nach digitalen Transformationen und Cloud-Lösungen hoch. Um flexibler, skalierbarer und kosteneffizienter zu werden, setzten viele Unternehmen weiterhin auf Investitionen in Cloud-Technologien. Diese Entwicklung kam IT-Dienstleistern zugute, die Cloud-Dienste und Beratungen anboten. Cyberattacken und Schwachstellen sind nach wie vor ein relevantes Thema. Der Bedarf an IT-Dienstleistungen im Bereich der Cybersecurity nahm insbesondere im Zusammenhang mit Remote-Arbeit und der verstärkten Digitalisierung zu. Firmen suchten verstärkt nach spezialisierten Dienstleistern, die in der Lage waren, ihre Systeme vor Gefahren zu bewahren. In 2023 entwickelten sich Künstliche Intelligenz und Automatisierungstechnologien rasant. IT-Dienstleister, die in diesen Bereichen Lösungen anboten, sahen eine wachsende Nachfrage. Firmen waren auf der Suche nach Methoden zur Optimierung und Effizienzsteigerung ihrer Geschäftsabläufe mithilfe von KI. Der Wettbewerb und Preisdruck waren in 2023, vor allem bei Standardlösungen, sehr ausgeprägt. Zahlreiche Firmen versuchten, sich auf dem Markt zu etablieren, wodurch ein erheblicher Preisdruck entstand. IT-Dienstleister mussten sich durch Qualität, Innovation und maßgeschneiderte Lösungen von ihren Mitbewerbern unterscheiden. Der Trend zum Outsourcing und Nearshoring von IT-Dienstleistungen setzte sich im Jahr 2023 fort. Firmen strebten kostengünstige Lösungen an, vor allem durch Kooperationen mit Anbietern aus Niedriglohnländern oder durch die geografisch nahe Verlagerung von IT-Funktionen, um Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Qualitätsstandards einzuhalten. Auch in 2023 wurde die interne Entwicklung der abilis durch den Fachkräftemangel ausgebremst. Durch die hohen Invest-Tätigkeiten, um Themen wie Cloudtransformation und Cybersecurity im Portfolio fachgerecht abdecken zu können, sind ebenfalls große Herausforderungen bei gleichzeitig großen Chancen entstanden. Der Fokus lag neben dem Neukundengeschäft vorwiegend im Cross-Selling-Ansatz bei Bestandskunden, um auch 2023 als innovativer IT-Strategiepartner im Bereich SAP, IT und Softwareentwicklung wahrgenommen zu werden 2.2 Geschäftsverlauf Trotz einer Umsatzsteigerung setzt sich die positive Entwicklung für unser Unternehmen nur teilweise fort. Zum Vorjahr hat sich der Rohertrag auf 14.757 TEUR (Vorjahr: 13.191 TEUR) erhöht und positiv entwickelt. Er liegt jedoch hinter unserer Planung, die von höheren Umsatzerlösen und einem Rohertrag von 15.500 TEUR ausging. Durch die stark und deutlich über Plan gestiegenen Personalkosten und Investitionen im Geschäftsjahr erwirtschafteten wir entgegen unserer Prognose einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 484 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 448 TEUR). Das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2023 war insbesondere getrieben durch SAP-Projekte im Bereich S/4HANA Einführungen und Support. Gleichzeitig haben wir im Bereich Managed Service weitere Projekte, insbesondere durch Cross Selling im Zusammenhang mit SAP-Projekten gewonnen. Darunter auch namenhafte Neukunden aus verschiedenen Industriebereichen. Als Engpass zeigte sich insbesondere der erhebliche Mangel an Fachkräften im IT-Bereich. Der daraus resultierende Aufwand für Personalbeschaffung und Employer Branding hatte erhöhte Kosten und Investitionen zur Folge. Der weiter anhaltende Digitalisierungs- und Vernetzungstrend in der Industrie, die stetig zunehmende Automatisierung und Rationalisierung von Prozessen und der Bedarf nach angepassten Softwarelösungen in einem integrierten ERP-Umfeld hat die erfolgreiche Umsatz-Entwicklung im Geschäftsjahr weitergetrieben. Die Auswirkungen der Ukraine-Krise hatten 2023 ebenfalls einen Einfluss durch gestiegene Betriebskosten, welche nicht immer direkt an die Kunden weitergegeben werden konnten. 2.3 Ertragslage - Finanzlage - Vermögenslage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Rohertrag 14.757 TEUR und liegt damit etwa 12 % über dem Rohertrag des Vorjahres (2022: 13.191 TEUR). Der Rohertrag ist aufgrund der überproportionalen Zunahme der Umsatzerlöse im Vergleich zu den Materialaufwendungen gestiegen. Die Umsatzerlöse werden dabei nahezu ausschließlich im Inland generiert. Zudem haben die Beschaffungskosten, insbesondere für Hardware, Softwarelizenzen und Fremdleistungen im Bereich auftragsbezogene Unterstützung, Auswirkungen auf den Materialaufwand und somit auch auf den Rohertrag. Die Materialaufwandsquote bewegt sich auf Vorjahresniveau. Größere Effekte aus Preisanpassungen im Einkauf haben sich nicht ergeben oder konnten an den Kunden weitergegeben werden. Der Personalaufwand beträgt 12.326 TEUR (Vorjahr: 9.867 TEUR) und hat sich um 24,9% erhöht. Der Anstieg ist dabei im Wesentlichen auf die höhere Anzahl an Mitarbeitern sowie auf Gehaltssteigerungen und höhere variable Vergütungen zurückzuführen, welche benötigt wurden, um dem Wettbewerbsdruck standzuhalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Raumkosten, Kosten der Personalsuche sowie Reise-, Repräsentations- und Werbekosten. Der Anstieg der Zinsaufwendungen steht in Zusammenhang mit der höheren Darlehensaufnahme und Kontokorrentfinanzierung. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen betrifft im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung in Form von Hardware. Die Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an der flowDOCS Software GmbH. Über das Produktportfolio dieser Gesellschaft bestehen mehrere Lösungen, mit denen Prozesse in SAP etwa im Einkauf und im Vertrieb digitalisiert und automatisiert werden können. Die Kundenforderungen haben sich um 8,8 %, im Vergleich zum Vorjahr, auf 4.456 TEUR erhöht. Der Anstieg steht in Zusammenhang mit einem insgesamt gegenüber dem Vorjahr höheren Umsatz und einem starken 4. Quartal. Es haben sich keine nennenswerten Forderungsausfälle oder Wertberichtigungen auf Forderungen ergeben. Die Eigenkapitalquote beträgt nach 28,6 % im Vorjahr in 2023 20,7 %. Der Rückgang ist auf den Jahresfehlbetrag und die um 5,9 % gestiegene Bilanzsumme zurückzuführen. Die Rückstellungen werden überwiegend für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen gebildet. Sie entfallen überwiegend auf variable Vergütungen. Die Höhe der Verbindlichkeiten ist stichtagsbedingt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegen die FlowDocs GmbH. Der Anstieg resultiert aus kurzfristiger Finanzierung und Verrechnung. Finanzlage Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen in Höhe von 713 TEUR. Diese entfielen im Wesentlichen auf IT-Zubehör/Hardware. Zum Stichtag bestanden zur Betriebsmittelfinanzierung kurzfristige Bankverbindlichkeiten über 1.797 TEUR und langfristige Bankverbindlichkeiten über 1.198 TEUR. Im Geschäftsjahr wurde ein Darlehen über 955 TEUR aufgenommen. Es bestehen für die laufenden Darlehen jährliche Tilgungsverpflichtungen über 407 TEUR. Die Liquiditätslage ist insgesamt als befriedigend jedoch anspruchsvoll zu bezeichnen; alle laufenden Verpflichtungen konnten bisher rechtzeitig erfüllt werden. Gleichwohl gilt es, die Liquiditätsentwicklung laufend zu überwachen und zu steuern. Durch die zum 01.01.2024 neu geschaffene Struktur können künftig Liquiditätsengpässe der abilis GmbH, welche unter der abilis Holding GmbH shared-services für die Gruppen-Gesellschaften erbringt, durch die operativ tätigen Tochtergesellschaften ausgeglichen werden. Die zum Stichtag 31.12.2023 bestehenden Kontokorrentlinien der Gesellschaft über 2.000 TEUR werden lediglich in Höhe von 1.389 TEUR genutzt. Wir gehen davon aus, dass wir auch künftig in der Lage sind, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir insbesondere die Kennzahlen Umsatz bzw. Rohertrag sowie den Jahresüberschuss heran. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikobericht Aufgrund der Umstrukturierung der abilis GmbH hin zu einer shared-services-Gesellschaft unterhalb der abilis Holding GmbH, ergeben sich die Chancen und Risiken ab dem Geschäftsjahr 2024 mittelbar aufgrund der Abhängigkeit aus der Entwicklung der Schwestergesellschaften, welche operativ tätig sind. Die abilis GmbH erbringt ab dem Geschäftsjahr 2024 nur noch interne Leistungen für die Gruppe. Die Software- und IT-Branche ist von immer schnelleren Innovationszyklen geprägt, die auf ständig wechselnden Markt- und Kundenanforderungen basieren. Das Risiko besteht also, dass Innovationstrends und neue Anforderungen nicht rechtzeitig erkannt werden oder zu spät erkannt werden. Aus diesem Grund setzen wir auf geeignetes Personal und Expertenwissen, um unser Leistungsspektrum weiterzuentwickeln. Um schnell auf Marktentwicklungen und Trends reagieren zu können, arbeiten wir auch mit führenden Technologieanbietern wie SAP, Microsoft und Dell zusammen. Dank dieser Kooperation und der Einbindung unserer Kundschaft können wir auch zukünftig Services und Lösungen anbieten, die für den Markt von Bedeutung sind. Zusätzlich zu den typischen Technologie- und IT-Risiken sowie Personal- und allgemeinen Projektrisiken für einen IT-Dienstleister werden das Auftragseingangsrisiko sowie das Risiko, dass bestehende Aufträge oder Serviceverträge gekündigt oder nicht verlängert werden, als besonders bedeutsam eingestuft. Wir gehen dem Risiko mit einem hohen Servicegrad und innovativen Lösungen, die den Kundenbedürfnissen entsprechen, entgegen. Gleichwohl ist auch die IT-Branche nicht losgelöst von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Ein Abschwung der Wirtschaft in Deutschland oder der Weltwirtschaft und ein damit verbundenes zurückhaltendes Investitionsvolumen unserer Kunden hat unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung der Umsätze und des Ergebnisses unserer Gruppengesellschaften. Die Überwachung und Steuerung der Liquidität der einzelnen Gesellschaften in der abilis-Gruppe ist bedeutsam für den sicheren Fortbestand der gesamten Gruppe. Aus einem Liquiditätsengpass aufgrund sinkender Umsatzerlöse bei bestehenden Personalkosten und weiteren Fixkosten kann eine fortbestandsgefährdende Lage für die Gruppe und damit auch die abilis GmbH entstehen. Das Risiko besteht zudem aufgrund der Mithaftung der abilis GmbH für Verbindlichkeiten bei den Schwestergesellschaften, insbesondere der opilio Immobilienverwaltungs-GmbH, über Bürgschaften. Über unser Liquiditätsmanagement begegnen wir diesem Risiko. Der Umsatzanteil, den einige Großkunden relativ gesehen ausmachen, birgt einerseits Risiken, kann andererseits aber auch zur Stabilisierung der künftigen Entwicklung beitragen - schließlich können durch Folgeprojekte zusätzliche Einnahmen erzielt werden. Zu den Technologie- und IT-Risiken zählen der Ausfall zentraler Anwendungen oder Infrastruktur sowie die Betriebsunterbrechung. Aufgrund der vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen schätzen wir dieses Risiko als überschaubar ein. Zu den Personalrisiken zählt die Möglichkeit, dass Mitarbeiter, die im Unternehmen gehalten werden sollen, dieses verlassen und so ein Verlust von Know-how eintritt. Es besteht die Gefahr, dass offene Positionen im Unternehmen nicht wie geplant besetzt werden können. Aktuell wird dieses Risiko als sehr bedeutsam angesehen. Für die abilis GmbH ist es entscheidend, dass sie in Zukunft noch innovativ und profitabel arbeiten kann: Sie braucht dafür hochmotivierte Mitarbeitende mit den richtigen Qualifikationen. Es ist daher für uns entscheidend, weiterhin in die Weiterentwicklung der bestehenden Mitarbeitenden zu investieren und gut qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Für die kommenden Jahre planen wir daher ein Wachstum der Mitarbeitenden, das mit dem Geschäftsverlauf übereinstimmt. Wir begegnen der anspruchsvollen Situation auf dem Personalmarkt durch verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören die intensive Nutzung unterschiedlicher Recruiting-Kanäle, der Ausbau des Employer Brandings, die Entwicklung neuer Arbeitswelten, Social-Media-Aktivitäten und Teamevents zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung. Es ist neben der Rekrutierung neuer Mitarbeitender von zentraler Wichtigkeit, dass diese sich an das Unternehmen binden - dies stellt die essenzielle Grundlage für die Realisierung einer auf Dauer angelegten Wachstumsstrategie dar. 4.2 Chancenbericht Die digitale Transformation und die zunehmende Automatisierung wirken sich auf alle Industrien in der DACH-Region aus. Dies erfordert eine gleichzeitige Erhöhung der Flexibilität und Interoperabilität der eingesetzten Systeme, wobei ihre Sicherheit und Resilienz ebenfalls gewährleistet werden müssen. Dies wird besonders evident bei der Einführung und Umstellung von ERP-Systemen. Die abilis bringt alle wesentlichen Elemente für die 360°-IT-Wertschöpfung unter einem Dach zusammen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und innovativen Lösungen. Wir setzen auf starke Partner und bieten unseren Kunden persönliche und feste Ansprechpartner. Von der Umgestaltung SAP-relevanter Prozesse über die Pflege und Verbesserung von SAP-Systemen sowie AddOns bis zum SAP-Personalmanagement. Von der zukunftssicheren IT-Beratung und IT-Betreuung, ob vor Ort oder remote, über Hosting und Microsoft Services bis zum ausgeklügelten Konzept für IT-Sicherheit. Oder auch von der leistungsfähigen CPQ-Software über Order-to-Cash- und Purchase-to-Pay-Lösungen bis zu maßgeschneiderten Entwicklungen. Wir sind aufgrund dieses breiten Spektrums an Dienstleistungen gut auf die Nachfrage unserer Kunden vorbereitet. Gleichzeitig sind wir nicht stark von einzelnen Trends abhängig und können als mittelständisches Unternehmen nahezu alle Anforderungen unserer Kunden im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung im ERP-Umfeld als Full-Service-Provider erfüllen. Dank unserer Nähe zum Markt und zu den Kunden sowie unserer hohen fachlichen und innovativen Kompetenz sind wir mit unserem Leistungsspektrum gut positioniert, um die Chancen des Marktes zu nutzen. 5. Prognosebericht Wie bereits in Punkt 1.1 erwähnt, wird die abilis GmbH in Zukunft als Servicegesellschaft für die einzelnen Spartengesellschaften der abilis Group tätig sein. Aus dieser Shared-Services Tätigkeit und den aktuell zugrundeliegenden Kosten plant die abilis GmbH einen Rohertrag von 5.000 TEUR zu erwirtschaften. Unserer Einschätzung nach wird das Geschäftsjahr 2024 jedoch von weiter steigenden Personalaufwendungen und allgemeinen Preissteigerungen beeinflusst werden. Wir haben dennoch einen leicht positiven Jahresüberschuss geplant.
Stutensee, 20.12.2024 gez. Frank Schäfer, Geschäftsführer gez. Uta Schäfer, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird, soweit erforderlich, durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde der 10-Jahres-Durchschnittssatz verwendet. Die ebenfalls mit dem 7-Jahres-Durchschnittssatz ermittelte Pensionsrückstellung wurde zur Ermittlung der Ausschüttungssperre herangezogen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Angabe zu Forderungen Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 191.183,94 EUR (Vorjahr: 105.147,57 EUR). Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen Ausleihungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 51.789,40 EUR (Vorjahr: 60.945,63 EUR). Es bestehen von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen solche gegen den Gesellschafter in Höhe von 76.818,75 EUR (Vorjahr: 94,63 EUR). Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 200,00 EUR welcher nach § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1.029 TEUR durch Forderungsabtretungen gesichert. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 596 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge sowie jährliche Verpflichtungen aus Mietverträgen für Geschäftsräume in Höhe von 645 TEUR. Die Gesellschaft unterhält Operate Leasing-Verträge. Zweck und Vorteil dieser Geschäfte bestehen primär in der Finanzierung. Risiken bestehen in der vertraglichen Bindung über die Laufzeit der Verträge. Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden Verpflichtungen aus mittelbaren Versorgungszusagen über eine externe Unterstützungskasse in Höhe eines versicherungsmathematisch ermittelten Barwerts von TEUR 236 nicht in der Bilanz ausgewiesen. Aus der Bestellung von Sicherheiten in Form von selbstschuldnerischen Bürgschaften für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei der opilio Immobilienverwaltungs-GmbH, Stutensee, bestehen Haftungsverhältnisse über 5.300.000,00 EUR. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der planmäßigen Rückführung der Darlehen als gering eingeschätzt. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außerordentliche und zugleich periodenfremde Erträge in einer Höhe von 189.020,88 EUR welche aus der Auflösung von Wertberichtigungen (113.264,36 EUR) und dem Eingang ausgebuchter Forderungen (75.756,52 EUR) resultieren. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Frank Schäfer; Wirtschaftsingenieur Uta Schäfer (ab 04.11.2024); Bankkauffrau/Bankfachwirtin Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben über den Anteilsbesitz Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 1.534.265,18 EUR enthalten; im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Nachtragsbericht § 285 Nr. 33 HGB Zum 01.01.2024 wurden einzelne Geschäftsfelder der abilis GmbH in selbständige Gesellschaften unter dem Dach der abilis Holding GmbH ausgegründet. Die abilis GmbH wird in diesem Zuge zu einer Dienstleistungsgesellschaft der abilis Gruppe und wird fortan Shared-Services in dieser erbringen. In diesem Zuge gehen auch Arbeitnehmer auf die neu gegründeten Gesellschaften über.
Stutensee, 20.12.2024 gez. Frank Schäfer gez. Uta Schäfer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.04.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fasssung. Zum vollständigen Jahresabschluss sowie dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die abilis GmbH, Stutensee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der abilis GmbH, Stutensee - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der abilis GmbH, Stutensee, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unseren Beurteilungen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, 1. April 2025 OT-audit
GmbH
gez. Oskar Ulrich, Wirtschaftsprüfer gez. Dirk Müller, Wirtschaftsprüfer |
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