GSG - Global Sales Group UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Tews seit 17.4.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
eCom Logistik GmbHFalkenseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 20201. Grundlagen des Unternehmens Die eCom Logistik GmbH ("eCom Logistik" oder "Gesellschaft") bietet Logistikdienstleistungen für Handel und e-Commerce in den Bereichen Frachtmanagement, Lagerhaltung, Kommissionierung, Versand, Value Added Service, Retourenmanagement, Zollabwicklung sowie IT-Integration an. Des Weiteren erfolgt die Vermietung von Logistik- und Büroflächen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Falkensee, Brandenburg, und ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Pelikan Group GmbH. Sie ist für die Tochterunternehmen der Pelikan Group in Deutschland und Europa hinsichtlich der Logistikfunktionen von zentraler Bedeutung. Die Pelikan Group GmbH ist Muttergesellschaft des Pelikan-Konzerns. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der relevante Markt der eCom Logistik umfasst im Wesentlichen die Lagerung, Kommissionierung, Kontraktlogistik und Konfektionierung von Konsumgütern im Non Food-Bereich und seit Ende 2019 auch für den Food-Bereich. Diese Märkte verändern sich in ihrem Volumen zunehmend. Der Bedarf und somit auch der Absatz der damit zusammenhängenden Logistikdienstleistungen haben insbesondere durch die Pandemie während des Jahres 2020 zugenommen. Insbesondere der im Zusammenhang mit dem sich positiv entwickelnden privaten Konsum ansteigende Onlinehandel spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Der Einzelhandel in Deutschland hat sich im Corona-Jahr 2020 in Summe trotz eines historischen Umsatzeinbruchs im Dezember erfolgreich geschlagen. Durch die Branche geht ein Riss: Während der Onlinehandel boomt und auch Lebensmittelhändler sowie Möbel- und Heimwerkermärkte gute Geschäfte machen, stürzte zum Beispiel der Textilhandel tief in die Krise. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Umsätze des gesamten Einzelhandels in Deutschland 2020 real - also bereinigt um Preissteigerungen - um 3,9% über dem Vorjahr und nominal um 5,1% über dem Vorjahreswert. Im Internet- und Versandhandel legten die Erlöse um 21,1% zum Vorjahr zu, der Textil- und Schuhhandel musste ein Minus von 23,4% hinnehmen. (Quelle: Zukunftsängste trotz Rekordumsätzen; Der Tagesspiegel vom 02.02.2021) Mit dem weiteren Wachstum des Onlinehandels geht auch ein starkes Wachstum auf dem deutschen Paketmarkt einher. So hat im ersten Halbjahr allein die Deutsche Post 367 Millionen Pakte verschickt - 11,6% mehr als im Vorjahr. Und im diesjährigen Weihnachtsgeschäft (November und Dezember) dürfte der Online-Versand sogar alle Rekorde brechen. Der Paketverband BIEK rechnet mit rund 420 Millionen Sendungen, 60 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum und so viele wie nie zuvor. (Quelle: www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/deutsche-post-119.html) Trotz des Wachstums ist der Preisdruck groß in der Branche, Paketpreise steigen, Lohnkosten steigen durch Tariferhöhungen und der Mindestlohn steigt durch entsprechende gesetzliche Vorgaben. Auch die Frachtpreise erhöhen sich durch die Entwicklung der Straßenmaut und steigende Löhne für die notwendigen Kraftfahrer. In Summe ist eine Weitergabe der Kosten an die Kunden grundsätzlich möglich, führt aber letztlich zu weiterem Preisdruck im Wettbewerb und intensiven Gesprächen mit unseren Kunden. 3. Geschäftsverlauf Die Höhe der Umsatzerlöse konnte im Geschäftsjahr 2020 bei stabiler Entwicklung mit gruppeninternen Kunden und gutem Wachstum mit Kunden außerhalb der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 6% gesteigert werden. Das EBIT und die EBIT-Marge sind im Jahr 2020 positiv und haben sich im Vergleich zum Vorjahr 2019 mehr als verdreifacht. 4. Ziele und Strategie Die eCom Logistik verfolgt die Strategie, das Geschäft schwerpunktmäßig auf drei Bereiche zu konzentrieren und zu entwickeln. Zum einen soll der traditionelle und derzeit bedeutendste B2B-Bereich mit den wesentlichen Kunden im Pelikan-Konzern profitabel gestaltet und mit neuen Kunden weiterentwickelt werden. Zum anderen steht der wachsende B2C-Markt, insbesondere der E-Commerce-Markt, im Fokus der Geschäftsentwicklung. Zusätzlich nimmt aufgrund der wachsenden Attraktivität des Standortes durch seine Citynähe zu Berlin/Potsdam die Bedeutung des Vermietungsgeschäftes zu. Um diese Geschäftsfelder weiterzuentwickeln, betreibt die eCom sehr unterschiedliche externe Kommunikation (Internetpräsenz, Messen und Verbandsarbeit), um als attraktiver, innovativer Marktteilnehmer wahrgenommen zu werden. Darüber hinaus betreibt die eCom Logistik ein striktes Kostenmanagement. So ist es gelungen, die Personalkosten trotz steigender Umsätze (+6%) stabil zu halten. Die Umsetzung der Strategien und Ziele wird mit Hilfe von finanziellen Leistungsindikatoren gemessen. Die Steuerung des Geschäftsverlaufs der eCom Logistik erfolgt hauptsächlich auf Basis der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und EBIT-Marge (EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) sowie der Größe Umsatzanteil der Drittkunden. 5. Wirtschaftsbericht Ertragslage Die nachfolgende Darstellung zeigt die operative Entwicklung der Ertragslage (siehe dazu auch die Erläuterungen unter Punkt 3).
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Leistungsbereichen ist nachfolgend dargestellt:
Die Summe der Umsatzerlöse ist im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Dabei zieht sich die Steigerung durch alle Leistungsbereiche. Durch Wachstum im Drittkundengeschäft bei stabiler konzerninterner Auftragslage ist es gelungen, den positiven Trend des Vorjahres fortzusetzen und zu verstärken. Insgesamt ist der Anteil der Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr von 63% auf 60% gesunken und der Anteil mit Drittkunden von 37% im Vorjahr auf 40% im Jahr 2020 gestiegen. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert hauptsächlich aus periodenfremden Erträgen mit der Pelikan Group GmbH in 2019 (TEUR 0, Vorjahr TEUR 46) sowie geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 113, Vorjahr TEUR 141). Bezogen auf die Umsatzerlöse, liegt die Materialaufwandsquote unverändert bei 66%. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug im Geschäftsjahr 157 (Vorjahr 157). Insbesondere die Anmeldung von Kurzarbeit im Zeitraum April und Mai 2020 hat, bezogen auf die Umsatzerlöse, zu einer geringeren Personalaufwandsquote (26%, Vorjahr 27%) geführt. Insgesamt sind die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 123 gestiegen. Die im Vorjahresvergleich leicht gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich aus verschiedenen Kostenentwicklungen zusammen. So haben sich die konzerninternen Zukäufe von Rechts- und Beratungsleistungen weiter reduziert (TEUR 174, Vorjahr TEUR 265). Ursache dafür ist die Übernahme von bisher zugekaufter Leistung durch eCom-eigenes Personal. Dieser Effekt wirkt sich auch bei den Wachdienstleistungen aus, die gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gesunken sind (TEUR 19, Vorjahr TEUR 41). Darüber hinaus sind Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Reisetätigkeit stehen, wie Vertriebskosten (TEUR 28, Vorjahr TEUR 53) und Weiterbildungskosten (TEUR 3, Vorjahr TEUR 22), coronabedingt deutlich zurückgegangen. Auf der anderen Seite stiegen infolge des wachsenden Vermietungsgeschäftes vor allem gebäudebezogene Aufwendungen wie Stromkosten (TEUR 504, Vorjahr TEUR 439) und Gebäudeinstandhaltungen (TEUR 18, Vorjahr TEUR 8). Außerdem führte die Betriebskostenabrechnung für 2019 im Jahr 2020 zu einem Anstieg des periodenfremden Aufwands um TEUR 58. Vor allem die erfolgreiche Implementierung mehrerer im Vorjahr gewonnener Neukunden sowie permanente Prozessoptimierung, kombiniert mit einem strikten Kostenmanagement, führten im dritten Jahr in Folge zu einem positiven EBIT (TEUR 488, Vorjahr TEUR 145). Sowohl EBIT als auch EBIT-Marge konnten gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht werden. Im Geschäftsjahr 2020 konnten die im Jahresabschluss des Vorjahres der eCom Logistik GmbH prognostizierten Umsatzziele ("leicht steigende Umsatzerlöse") ebenso erreicht werden wie der 40%ige Umsatzanteil der Drittkunden. Das erzielte EBIT befand sich deutlich über dem vorhergesagten Bereich ("negativ im unteren sechsstelligen Bereich"). Auch die EBIT-Marge stellt sich besser dar als sie im Vorjahresbericht erwartet wurde ("niedriger einstelliger negativer Wert"). a) Vermögenslage Die nachfolgende Darstellung zeigt die operative Entwicklung der Vermögenslage.
Die Investitionen betrugen in 2020 TEUR 245 (Vorjahr TEUR 45). Von diesen Zugängen entfallen im Wesentlichen TEUR 125 (Vorjahr TEUR 0) auf IT-Software, TEUR 25 (Vorjahr TEUR 9) auf IT-Hardware sowie TEUR 63 (Vorjahr TEUR 12) auf geringwertige Wirtschaftsgüter. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 165 resultiert hauptsächlich daraus, dass die Umsätze im Dezember mit Dritten im Vorjahresvergleich gestiegen sind. Die Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrifft hauptsächlich unseren größten Kunden Pelikan Vertriebsgesellschaft mbH (TEUR -628). Der Bestand an Finanzmitteln belief sich wie im Vorjahr zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 5. b) Finanzlage Die nachfolgende Darstellung zeigt die operative Entwicklung der Finanzlage. Kapitalstruktur
Hauptursache für die Erhöhung der Rückstellungen sind ausstehende Rechnungen (TEUR 359), die sich hauptsächlich aus erhöhten Leistungszukäufen im Monat Dezember erklären. Gleichzeitig stiegen die Personalrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 82). Hauptursache dafür sind gestiegene Rückstellungen für Zielvereinbarungen und Urlaub bzw. Überstunden. Gegenläufig wirkte sich die Inanspruchnahme von Rückstellungen für Rechts- und Prozesskosten (TEUR 81) sowie für Gewerbesteuer (TEUR 170) aus. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um die Inanspruchnahme der seit April 2020 bestehenden Kreditlinie bei der Berliner Volksbank. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr TEUR 868) gegenüber der Pelikan Group GmbH im Rahmen einer Kontokorrentvereinbarung. Nach Abschluss der Kreditvereinbarung mit der Berliner Volksbank ist die eCom Logistik GmbH aus dem Cash Pool der Pelikan-Gruppe ausgeschieden. Die Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool wurden gegenüber der Pelikan Group GmbH im Jahr 2020 ausgeglichen. Der bestehende Saldo resultiert aus Zahlungsverpflichtungen, die sich aus der Gewinnabführung gemäß Vertrag vom 16. November 2018 in Höhe von TEUR 451 ergeben. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25. Liquidität Die nachfolgende Kapitalflussrechnung basiert auf der Bewegung der operativen Bilanzpositionen. Die Liquidität hat sich demnach wie folgt entwickelt:
Der positive Cashflow aus der laufenden Tätigkeit resultiert einerseits aus dem positiven Jahresergebnis (TEUR 568), andererseits aus einer deutlichen Reduzierung des Working Capitals (TEUR 364). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen Mittelabflüsse für IT-Hard- und Software (TEUR 151). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert hauptsächlich aus dem Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber der Pelikan Group GmbH aus Cash Pool und Ergebnisabführung (TEUR 1.118), darüber hinaus besteht nunmehr zusätzlich auch eine externe Finanzierung mit der Volksbank. Der Bestand an Finanzmitteln beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 5 (Vorjahr TEUR 5). Die eCom Logistik ist grundsätzlich in das Finanzmanagement des Pelikan Group GmbH-Konzerns eingebunden. Sie verfügt über eine bis zum 31. Dezember 2022 befristete harte Patronatserklärung der Pelikan Group GmbH. Darüber hinaus besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Pelikan Group GmbH. Gemäß ihrer Budgetplanung ist die Gesellschafterin in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen in den kommenden zwei Jahren nachzukommen. c) Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter deutlich verbessert. Darüber hinaus ist die Finanzierung der Gesellschaft durch eine Patronatserklärung der Pelikan Group GmbH bis zum 31. Dezember 2022 abgesichert. 6. Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem des Pelikan Group GmbH-Konzerns eingebunden. Dargestellt werden Schlüsselrisiken, die nach Berücksichtigung vorhandener Kontrollmechanismen als hoch bzw. sehr hoch eingestuft werden. Die Pelikan Group GmbH verfügt über ein konzernweites, integriertes Risikomanagementsystem (Global Enterprise Risk Management-System oder "ERM"). Es soll einen einheitlichen und transparenten Umgang mit Risiken im gesamten Konzern gewährleisten. Es ist darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu erfassen und vor dem Hintergrund bestehender Kontrollmechanismen zu beurteilen. Es dient weiterhin der Festlegung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie dazu, deren Wirksamkeit einschätzen und verfolgen zu können. Der letzte Risikobericht wurde turnusgemäß Ende 2020 erstellt. Zum Bilanzstichtag bestehen bei der eCom Logistik nachfolgend dargestellte, nach der Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen verbleibende, bedeutende Risiken. Strategische Risiken Abhängigkeit von einem Großkunden Risiko: Die Pelikan Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG, als Unternehmen des Pelikan-Konzerns, ist für die eCom Logistik weiterhin mit Abstand der größte Kunde, woraus sich eine hohe Abhängigkeit der Gesellschaft von der Geschäftsentwicklung der Pelikan Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG und ihrer Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen ergibt. Dies betrifft insbesondere den Schulanfang als wesentliches Saisongeschäft der Pelikan Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG. Aktuell haben insbesondere die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Umsatz mit diesem Großkunden direkten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der eCom Logistik. Auswirkungen: Die Kostenstruktur der eCom Logistik hat zu einem großen Teil fixen Charakter. Die im Zusammenhang mit möglichen Nachfrageschwankungen oder -rückgängen erforderlichen Anpassungen der Fixkosten könnten nicht ausreichend sein und es könnten sich dadurch negative Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung ergeben. Maßnahmen: Zur Minimierung des Risikos werden Maßnahmen getroffen, um Kunden außerhalb des Konzerns zu akquirieren. Darüber hinaus werden zur Verbesserung der Planungssicherheit mittelfristige Bedarfe zwischen den Parteien kommuniziert, um durch eine entsprechende Kapazitätsplanung die Kosten entsprechend anzupassen. Dabei spielt die Variabilisierung der anfallenden Kosten eine wichtige Rolle. Bewertung: Das Risiko wird unverändert zum Vorjahr als hoch eingeschätzt, obwohl sich der Anteil der konzerninternen Umsatzerlöse am Gesamtumsatz kontinuierlich verringert. Abhängigkeit von einer wettbewerbsfähigen Mietsituation Risiko: Durch den Anstieg der Mieten für Gewerbeimmobilien und die attraktive Lage der Immobilie mit seiner Nähe zu Berlin/Potsdam besteht das Risiko, dass der aktuelle Mietzins entsprechend der Marktsituation erhöht wird und die derzeitigen flexiblen Rahmenbedingungen des Mietvertrages eingeschränkt werden. Eine Verschlechterung der Flächeneinkaufssituation würde auf die derzeitige Ergebnisplanung der Gesellschaft erheblichen Einfluss haben. Auswirkung: Die Gesellschaft ist derzeit Hauptmieter der Immobilie mit insgesamt ca. 85.000 m 2 und ist zusätzlich exklusiver Mieter des Hochregal- und Kastenlagers. Eine Verschlechterung der Einkaufssituation für die genannten Flächen würde auf die derzeitige Ergebnisplanung der Gesellschaft erheblichen Einfluss haben. Maßnahme: Die eCom setzt ihrerseits marktkonforme Mieterhöhungen durch und darüber hinaus führt sie zurzeit intensive Gespräche mit dem Vermieter, um die weiteren Risiken zu minimieren. Bewertung: Das Risiko wird als hoch eingeschätzt. Finanzrisiken Liquiditätsrisiken der Gesellschaft Risiko: Es besteht das Risiko, dass die derzeitigen Ergebnisplanungen und der sich daraus ergebende Finanzmittelbedarf stark von den realisierten Werten abweichen. Auswirkungen: Abweichungen des Liquiditätsbedarfs von der vorgesehenen und abgesicherten Finanzierung könnten zu verspäteten Zahlungen an beauftragte Dienstleister (z.B. Spediteure und Paketdienstleister) führen. Maßnahmen: Um dieses Liquiditätsrisiko zu reduzieren, wird die strikte Einhaltung der Planvorgaben überwacht. Zu diesem Zweck werden regelmäßig detaillierte Liquiditätsvorschauen erstellt, die die Basis für die Identifizierung und Steuerung des Finanzmittelbedarfs bilden. Darüber hinaus hat die Pelikan Group GmbH zugesagt, der eCom Logistik bei Liquiditätsschwankungen jederzeit ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatserklärung hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2022. Bewertung: Das Risiko wird aufgrund der Patronatserklärung und der Liquiditätsausstattung der Pelikan Group GmbH als unwahrscheinlich eingeschätzt. Zusätzlich verfügt die Gesellschaft seit April 2020 über eine eigene Kreditlinie bei der Berliner Volksbank mit einem Finanzierungsrahmen von 0,5 Mio. EUR, um sich außerhalb des Cash Pools selbst zu finanzieren. Im Falle des Eintritts des Risikos ist jedoch mit schwerwiegenden Auswirkungen zu rechnen. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit und ihrer Finanzierung weiteren finanziellen Risiken ausgesetzt. Neben den genannten Liquiditätsrisiken besteht in Bezug auf Finanzinstrumente ein Kreditrisiko. Risiko: Es besteht das Risiko, dass Kundenforderungen nicht, nur teilweise oder verspätet beglichen werden. Auswirkungen: Der Ausfall oder nicht vollumfängliche Eingang nicht versicherter Kundenforderungen beeinträchtigt die Erreichung gesetzter Ergebnisziele und führt zu administrativem Aufwand sowie zu unvorhergesehenen Liquiditätsschwankungen. Maßnahmen: Das Risiko wird durch die Durchführung von Bonitätsprüfungen und die Vorgabe von Limits beschränkt. Darüber hinaus werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Bewertung: Das Risiko wird angesichts der bestehenden Maßnahmen als tolerierbar eingeschätzt. Zum Bilanzstichtag bestehen bei der eCom Logistik nachfolgend dargestellte wesentliche Chancen, wobei eine standardisierte und systemgestützte Dokumentation und Verfolgung der Chancen derzeit nicht erfolgt: Chancen bestehen insbesondere im Zusammenhang mit E-Commerce. Strategisch gesehen ist die Pandemie der Durchbruch des E-Commerce für Konsumgüter. Außerdem gehören Brandenburg/Berlin zusammen mit Hamburg und Frankfurt am Main zu den Top-3-Logistikstandorten in Deutschland. Die Logistik gehört mit rund 180.000 Beschäftigten zu den beschäftigungsintensivsten in der deutschen Hauptstadtregion. Und Berlin ist der "Hot Spot" der Start-up-Wirtschaft in Deutschland, hier entstehen neue Geschäftsideen. Der Trend im Onlinehandel zu immer kürzeren Zeitspannen von der Bestellung des Kunden bis zur Auslieferung ist weiterhin gesetzt. Dabei spielen kurze Wege zwischen Lagerort und Lieferort eine zentrale Rolle. Auch hier hat die eCom Logistik mit ihrer Lage in Falkensee, unmittelbar vor den Toren Berlins und Potsdams, einen wichtigen Standortvorteil, da innerstädtische Logistikflächen in der Regel unwirtschaftlich sind. Dieses Plus kommt vor allem beim stark wachsenden Onlinehandel zum Tragen (Quellen: Pressemitteilung der ILB "Logistikmarkt Brandenburg-Berlin auf Rekordkurs" und Tagesspiegel vom 21.08.2020 "Von Berlin aus an die Spitze"). Das Ziel ist es, den Anteil an konzernfremden Kunden deutlich (Anteil >50%) zu steigern und durch diese Diversifikationsstrategie das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und daraus das Wachstum für die nächsten Jahre zu generieren. Insgesamt haben im Rahmen der Beurteilung der Chancen und Risiken der Gesellschaft die Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter. Die Geschäftsführung sieht die eCom Logistik im Hinblick auf die identifizierten Chancen und Risiken weitestgehend zufriedenstellend aufgestellt. 7. Prognosebericht Die Umsatz- und Ertragsentwicklung der eCom Logistik ist auch im Jahr 2021 in hohem Maße von der Geschäftsentwicklung der Konzerngesellschaften der Pelikan-Group GmbH beeinflusst. Operativ wird seit Ende 2018 eine neue Kommissionierstrategie entwickelt, um der Veränderung der Leistungsnachfrage Rechnung zu tragen. Wesentliches Ziel ist es, die neuen Anforderungen des E-Commerce Business in der Inhouse-Logistik prozess- und kostenoptimiert abzubilden. Die Umsetzung der sich aus der Strategie ergebenden Maßnahmen ist ab dem zweiten Halbjahr 2021 geplant. Erste Vorarbeiten sind bereits erfolgt. Ende 2020 wurde eine Unternehmensberatung beauftragt, um den Ausschreibungsprozess zu begleiten. Die sich ergebenden Kosten sind in der Planung 2021 berücksichtigt und führen zu einem reduzierten Ergebnis. In der Mitelfristplanung wirkt sich dieser Umbau positiv auf die EBIT-Entwicklung aus und ist Basis für die weitere wachstumsorientierte Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Wichtig für die Ertragsentwicklung der eCom Logistik ist es ebenfalls, die Kostensteigerungen, insbesondere in den Bereichen Personal (Mindestlohn), Werksverträge und Frachten (Maut und Mindestlohn), durch entsprechende Preisanpassungen an den Markt weiterzugeben. Zusätzlich sind im Vermietungsgeschäft Jahr für Jahr analog der Marktentwicklung Mietpreiserhöhungen umzusetzen und die Mietnebenkosten anzupassen. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Erreichung eines optimalen Grades der Variabilisierung der Kostenstruktur insbesondere im Personalbereich durch den Einsatz von Werksdienstleistern und Leiharbeitnehmern, um auf Umsatzschwankungen reagieren zu können. Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Stabilität und Berechenbarkeit der Preise für die eingekauften Logistikflächen/Vermietungsflächen sowie die Einkaufskonditionen im Bereich der Frachten für Pakete und Stückgut. Für das Jahr 2021 geht die eCom Logistik weiterhin, wie auch im Jahr 2020, von steigenden Umsatzerlösen aus. Der Umsatzanteil der Drittkunden wird mit 45% prognostiziert. In Abstimmung mit dem Gesellschafter werden weiterhin die notwendigen Maßnahmen fortgeführt, um die eCom Logistik auf die oben beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einzustellen. Dies führt dazu, dass für die Gesellschaft im Jahr 2021 ein positives EBIT im unteren sechsstelligen Bereich prognostiziert wird. Die EBIT-Marge wäre damit in Höhe eines niedrigen einstelligen positiven Wertes zu erwarten. Insgesamt hat die Gesellschaft das Ziel, mittelfristig eine EBIT-Marge von 3% (2020/2019: 1,8%/0,6%) zu erwirtschaften. Am 31. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ausbreitung des Coronavirus als internationale Gesundheitsnotlage bezeichnet. Die aktuellen Geschehnisse im Zusammenhang mit der weltweit fortschreitenden Corona-Pandemie hat die Geschäftsführung dazu veranlasst, Analysen der möglichen Auswirkungen auf die prognostizierten Leistungsindikatoren auch für das Geschäftsjahr 2021 durchzuführen. Die Geschäftsführung hat ihre Prognose über die voraussichtliche Entwicklung im Jahr 2021, soweit vorhersehbar, mit einfließen lassen. Zeitliche Verschiebungen oder Ausfälle sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Vertriebsseite können die Liquidität unterjährig negativ beeinflussen. Die eCom nimmt, wenn notwendig, finanzielle Unterstützungen der Regierung in Anspruch. Dies umfasst unter anderem Steuerstundungen und Kurzarbeitergeld. Aufgrund der oben dargestellten Unsicherheiten ist eine präzise Abschätzung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Jahresergebnis der eCom derzeit nicht ganzheitlich möglich. Vor dem Hintergrund der bis zum 31.12.2022 geltenden betragsmäßig unbefristeten Patronatserklärung der Muttergesellschafft Pelikan Group GmbH ist die Liquidität auch bei verringerten Umsätzen im Jahr 2021 gewährleistet. Im Hinblick auf die im Risikobericht und in der Prognose dargestellten Auswirkungen der Corona-Pandemie ist die Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts der Ansicht, die zur Prognose abweichenden Folgen auf die finanzielle Situation mit den oben dargestellten Maßnahmen bewältigen zu können. Diese Einschätzung kann sich je nach Verlauf der Pandemie ändern.
Falkensee, 30. April 2021 Karsten Tews, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft entspricht in seiner Darstellung und Gliederung den gesetzlichen Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind grundsätzlich beibehalten worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Die Gesellschaft als Logistikunternehmen weist die Kosten für Frachten unter dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen aus. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft mit Sitz in Falkensee ist unter der Nummer HRB 14305P im Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (1) Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear über bis zu 5 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear über bis zu 17 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro betragen, werden in einem Sammelposten aktiviert und linear über 5 Jahre abgeschrieben (so genannte Poolabschreibung). Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. (2) Vorräte Die Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten mit dem gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, bestehend aus den Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie angemessenen Teilen der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und für freiwillige soziale Leistungen werden nicht aktiviert. Zinsen für Fremdkapital gehören nicht zu den Herstellungskosten. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und Reichweitenanalysen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Es bestehen keine Fremdwährungsforderungen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen werden nicht gebildet. (4) Kassenbestand Der Kassenbestand ist zum Nennwert angesetzt. (5) Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Auf der Passivseite werden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die einen Ertrag für künftige Perioden bilden. (6) Rückstellungen Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen Rechnung sowie drohenden Verlusten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages sowie unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen anzusetzen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Rückstellungen enthalten Jubiläumszahlungen und Sterbegelder, die gemäß § 253 HGB auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens gebildet worden sind. (7) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. (8) Latente Steuern Latente Steuern werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Gesellschaft gebildet, sofern sich diese in den Folgejahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Ergibt sich aus der Gegenüberstellung der Wertansätze eine Steuerbelastung, werden passive latente Steuern ausgewiesen. Im Fall einer sich ergebenden Steuerentlastung wird das Wahlrecht zum Ansatz des Aktivüberhangs gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie der relevanten Gewerbesteuersätze. C. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Der Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2020 ist in der Anlage dargestellt. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 544 gesunken. Sie resultieren in Höhe TEUR 1.295 aus Lieferungen und Leistungen und entfallen im Wesentlichen auf die Pelikan Vertriebsgesellschaft mbH. Gegen die Gesellschafterin Pelikan Group GmbH bestehen zum Bilanzstichtag sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr TEUR 0). Im Geschäftsjahr wurden kein Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 49, Vorjahr TEUR 53) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen Speditionsgesellschaften aus Palettenabwicklung in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr TEUR 40). Der Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weist wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. (3) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der eCom Logistik GmbH beträgt unverändert zum Vorjahresstichtag EUR 25.000. Es ist vollständig eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Pelikan Group GmbH, Falkensee. (4) Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) Sterbegeld, die gemäß § 253 HGB aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten gebildet worden sind. Die Ermittlung basiert auf einem Zinssatz der Deutschen Bundesbank von 1,60 % sowie den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck. Weitere Rückstellungen entfallen in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr TEUR 286) auf den Personalbereich und dabei hauptsächlich auf Aufwendungen für Sonderzahlungen (TEUR 170, Vorjahr TEUR 105) und Jubiläumsgelder (TEUR 76, Vorjahr TEUR 70). Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung basiert auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Es wurden ein Zinssatz der Deutschen Bundesbank von 1,60 %, eine Gehaltsdynamik von 2,1 % sowie die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck zugrunde gelegt. Weiterhin bestehen Rückstellungen für ausstehende Abrechnungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr für das abgelaufene Geschäftsjahr (TEUR 757, Vorjahr TEUR 398) sowie für Jahresabschluss- und Archivierungskosten (TEUR 33, Vorjahr TEUR 35). (5) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr TEUR 0). Sie bestehen gegenüber der Berliner Volksbank und betreffen einen revolvierenden Kredit mit einer Gesamthöhe von TEUR 500, mit unbegrenzter Laufzeit. Sicherheiten wurden hierfür keine gestellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 491; Vorjahr TEUR 741) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 325; Vorjahr TEUR 920) bestehen mit TEUR 201 (Vorjahr TEUR 868) im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin Pelikan Group GmbH und stellen sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen einer Kontokorrentvereinbarung dar. Mit dem Abschluss der eigenen externen Finanzierungslinie der eCom wurde die Cash Pool-Vereinbarung mit der Pelikan Group GmbH beendet und die Verbindlichkeiten werden nicht mehr im Verrechnungsverkehr abgebildet. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr TEUR 426) bestehen im Wesentlichen aus Steuern (TEUR 251, Vorjahr TEUR 279). Die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. (6) Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. (7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um IT-Wartungsverträge. Über fünf Jahre bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich in folgende Tätigkeitsgebiete auf:
Die Umsatzerlöse nach Regionen stellen sich wie folgt dar:
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr TEUR 198) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 113, Vorjahr TEUR 141). (3) Personalaufwand Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr, verursacht durch höhere Sonderzahlungen (TEUR 210, Vorjahr TEUR 105), gestiegen (TEUR 6.911, Vorjahr TEUR 6.787). Die durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende) im Geschäftsjahr sind nachfolgend dargestellt:
(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die wesentlichen Bestandteile des Betriebsaufwands sind Energiekosten in Höhe von TEUR 504 und Instandhaltungskosten in Höhe von TEUR 364 für die von der Pelikan Group GmbH angemieteten Logistikflächen in Falkensee. Von dem Verwaltungsaufwand entfallen TEUR 174 (Vorjahr TEUR 265) auf administrative Dienstleistungen, die als Geschäftsbesorgungen von der Pelikan Group GmbH und der Pelikan Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG erbracht wurden. Weiterhin sind im Jahr 2020 Beratungskosten in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr TEUR 20) angefallen, die im Wesentlichen mit der Entwicklung einer neuen Kommissionierstrategie zusammenhängen. In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zum Großteil periodenfremde Aufwendungen für Lieferungen und Leistungen, die das Vorjahr betreffen, enthalten (TEUR 90, Vorjahr TEUR 25). (5) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 13 (Vorjahr TEUR 7) auf verbundene Unternehmen, resultierend aus der Kontokorrentvereinbarung mit der Pelikan Group GmbH, und TEUR 4 (Vorjahr TEUR 0) auf Aufwand aus Bankzinsen. Die Zinsaufwendungen aus Rückstellungsdiskontierung betrugen TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3). E. Sonstige Angaben (1) Honorare des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr wurden Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 15) erfasst. (2) Geschäftsführung Die Geschäftsführung oblag: • Herr Karsten Tews Der Geschäftsführer war im Geschäftsjahr ununterbrochen bei der Gesellschaft angestellt. Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Den gegenwärtigen oder ehemaligen Organen der Gesellschaft werden weder Bezugsrechte noch Darlehen gewährt. (3) Konzernabschluss Die eCom Logistik GmbH wird in den Konzernabschluss der Pelikan Group GmbH, Falkensee, zum 31. Dezember 2020 einbezogen (kleinster Kreis). Der Konzernabschluss liegt am Sitz der Gesellschaft aus und ist im Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss der Pelikan Group GmbH geht in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft, der Pelikan International Corporation Berhad, Shah Alam, Selangor Darul Ehsan, Malaysia (PICB), ein (größter Kreis). Er ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird elektronisch unter www.bursamalaysia.com offengelegt. (4) Jahresergebnis Gemäß dem Gewinnabführungsvertrag wurde der handelsrechtliche Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 451 von der Pelikan Group GmbH übernommen.
Falkensee, 30. April 2021 Karsten Tews, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die eCom Logistik GmbH, Falkensee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der eCom Logistik GmbH, Falkensee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der eCom Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 31. Mai 2021 KPMG
AG
Sternberg, Wirtschaftsprüfer Unger, Wirtschaftsprüferin |
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