PRIMAVERA Life GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Körperpflegemitteln und Duftstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Frevert seit 14.5.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Katja Zink | 44.00% |
| 29.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ananda GmbHOy-MittelbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Konzernbilanz zum 30. Juni 2023AKTIVA :
PASSIVA :
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023
Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/2023Ananda GmbHOy-Mittelberg1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Ananda GmbH hat ihren Sitz in Oy-Mittelberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kempten (Allgäu) unter der Registernummer HRB 9309. Im Wege von vermögensübertragenden Einbringungen (Sacheinlagen) und Anteilskäufen wurde die Ananda GmbH ab dem Geschäftsjahr 2009 und in Folgejahren unmittelbar alleinige Gesellschafterin der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und übt als Mutterunternehmen auf diese beherrschenden Einfluss aus. Aufgrund des Überschreitens der Größenmerkmale des § 293 Abs. 1 HGB wird ab dem Geschäftsjahr 2020/2021 erstmalig ein Konzernabschluss aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde entsprechend der Regelungen der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Das Konzerngeschäftsjahr weicht vom Kalenderjahr ab. Es beginnt am 01. Juli und endet am 30. Juni. Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen endet einheitlich jeweils am 30. Juni. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind für einzelne Posten der Konzernbilanz geforderte Zusatzangaben im vorliegenden Konzernanhang übernommen worden. Die Vermerke zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden in Form eines Verbindlichkeitenspiegels dargestellt. 2. Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB Die Ananda GmbH, nachfolgend als Nr. 1 bezeichnet, ist zum 30. Juni 2023 an folgenden Unternehmen beteiligt, die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden:
VK = Einbezug im Wege der Vollkonsolidierung Die Amala Inc. wird als Gesellschaft ohne Geschäftstätigkeit aus Wesentlichkeitsgründen gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft ist vermögenslos, das Eigenkapital wurde ausgekehrt und die Gesellschaft befindet sich in Abwicklung. 3. Bilanzierung und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Bei beweglichen Anlagegütern wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) im Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 249,99 wurden in analoger Anwendung von § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr sofort als Aufwand erfasst. Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird bei der Bewertung grundsätzlich durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem Durchschnittswertverfahren. Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse wurden mit aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene anteilige Gemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurde bei der Bewertung durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem Aufwands- bzw. Ertragsverlauf verteilt. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird, soweit er auf stille Reserven abnutzbarer Vermögensgegenstände entfällt, entsprechend der Restnutzungsdauer dieser Vermögensgegenstände aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen wurden unter Berücksichtigung des von der Bundesbank veröffentlichten marktüblichen durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren von 1,80 % (Vj. 1,78 %) sowie den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. Es wurde ein Rentendynamik von 2 % bei der Bewertung berücksichtigt. Auswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand erfasst. Bei Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. 4. Konsolidierungsgrundsätze Die Beherrschung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen durch die Ananda GmbH als Mutterunternehmen entstand durch vermögensübertragende Einbringungen im Rahmen gruppeninterner Umstrukturierungen (Sacheinlagen) als auch durch Neugründungen und Anteilskäufe. Bei der Erstkonsolidierung zum 1. Juli 2020 wurden die Beteiligungswerte nach der Neubewertungsmethode mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Gesellschaften zu diesem Stichtag verrechnet. Die hieraus aufgedeckten stillen Reserven werden planmäßig über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben und in Form einer Neubewertungsrücklage im Eigenkapital abgebildet. Die gewählte Methode gewährt einen den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2022/2023 ist im folgenden Konzernanlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens → Anlage BA-002 einfügenForderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind vor Ablauf eines Jahres fällig. Eigenkapital und Ausschüttungssperre Das Stammkapital wird mit dem in der Unternehmenssatzung festgelegten Betrag ausgewiesen. Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB in Höhe von TEUR 43 (Vj. TEUR 82). Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der konsolidierungstechnische Unterschiedsbetrag resultiert aus aufgedeckten stillen Reserven im Rahmen der erstmaligen Aufstellung einer Konzernbilanz zum 01. Juli 2020 und ist daher nach dem Eigenkapital auszuweisen. Der auf die stillen Reserven von Gebäuden entfallende Unterschiedsbetrag wird über die durchschnittliche Restnutzungsdauer ergebniswirksam aufgelöst. Der Auflösungsbetrag für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 beträgt TEUR 36 und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Pensionsrückstellungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 43 (Vj. TEUR 82). Sonstige Rückstellungen Sie werden bzw. wurden im Wesentlichen gebildet für Personalaufwendungen (TEUR 777; Vj. TEUR 728). Sonstige Verbindlichkeiten Die Fälligkeiten der Sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Aufgliederung der Verbindlichkeiten Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten zum Stichtag gliedern sich wie folgt auf:
a Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 5.808 besichert. b Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise die üblichen Eigentumsvorbehalte auf Vorräte und Anlagegegenstände. c Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten des Vorjahres gliederten sich wie folgt:
a Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.826 besichert. b Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise die üblichen Eigentumsvorbehalte auf Vorräte und Anlagegegenstände. c Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Latente Steuern Die angesetzten latenten Steuerschulden beruhen auf Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB. Der Berechnung liegt ein durchschnittlicher Steuersatz von 28,1 % zugrunde.
6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2022/2023 verteilen sich die Umsatzerlöse auf folgende Geschäftsbereiche und Regionen: Aufgliederung nach Geschäftsbereichen:
Do it yourself Produkte: Produkte, die - neben ihrer eigenständigen Wirkung - mit tieferen Kenntnissen sowohl von Herstellern als auch Endverbrauchern kombinierbar eingesetzt werden können und diesen somit einem erweiterten Nutzen zugeführt werden. Ready to use Produkte: Produkte, die ohne weitere Bearbeitung und tiefere Kenntnisse direkt vom Kunden angewendet werden können Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten:
Gewinnabführung Die Position "auf Grund Ergebnisabführungsvertrag abgeführte Gewinne" steht im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten aus stiller Beteiligung. 7. Ergänzende Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (Betragsangaben auf Jahresbasis):
Das Bestellobligo am Bilanzstichtag ist für die Beurteilung der Finanzanlage nicht von Bedeutung. Durchschnittliche Beschäftigtenzahl
Geschäftsführung und Organbezüge Die Führung der Geschäfte und die Vertretung der Gesellschaft obliegt den Geschäftsführern:
Auf die Angabe der Organbezüge wird entsprechend §§ 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar einschließlich Auslagen beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 51. Konzernabschluss Dieser Konzernabschluss wird zum Bundesanzeiger eingereicht. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer nach bereits berücksichtigter Gewinnausschüttung verbleibende Bilanzgewinn der Ananda GmbH soll nach Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Oy-Mittelberg, 05. Februar 2024 Die Geschäftsführer Martin Frevert Kurt Ludwig Nübling Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023Ananda GmbHOy-Mittelberg1. Grundlagen des Konzerns Die Ananda GmbH (Ananda) wurde zum 2. Oktober 2006 gegründet und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten (Allgäu) unter der Registernummer HRB 9309 eingetragen. Für den Konzernabschluss der Ananda, einschließlich Lagebericht, gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach dem dritten Buch des Handelsgesetzes (erster und zweiter Abschnitt). Im Wege von vermögensübertragenden Einbringungen, Neugründungen von Tochtergesellschaften und Unternehmenskäufen wurde die Ananda unmittelbar alleinige Gesellschafterin der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und übt als Mutterunternehmen auf diese beherrschenden Einfluss aus. Die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschuss einbezogenen Unternehmen sind im Konzernanhang dargestellt. Für die Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit ist vor allem auf die Entwicklung der einbezogenen Primavera Life GmbH, Oy-Mittelberg, (PRIMAVERA), abzustellen. Die Ananda GmbH übernimmt im Konzern Holdingfunktionen und Vermietungsaktivitäten. Die Terra Provence SAS ist im Bereich Produktion und Handel mit ätherischen Ölen und Kräutern tätig. "Als Gründer von PRIMAVERA haben wir es uns zur Lebensaufgabe gemacht, Naturprodukte erlesener Qualität in verantwortungsvollem Umgang mit der Natur zu entwickeln und ökologisch nachhaltig herzustellen. Hinter all unseren Entscheidungen steht der Gedanke, dass pure und unverfälschte Natur perfekte Balance und Ausgewogenheit schenkt. PRIMAVERA geht daher schonend und respektvoll mit den Ressourcen unserer Erde um." (Ute Leube und Kurt Nübling - Gründer PRIMAVERA) Der Konzern setzt sich mit seinem Fokus auf ökologische Produkte und ressourcenschonende Wirtschaftsweise für den Erhalt der Natur ein und stellt höchste Ansprüche an die Qualität und Reinheit aller verwendeten Inhaltsstoffe, an die hohe Natürlichkeit des Anbaus und an eine produktschonende Weiterverarbeitung, die durch umfangreiche eigene Qualitätsprüfungen sichergestellt werden. 2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchensituation Im Kalenderjahr 2022 setzte die deutsche Wirtschaft nach dem Covid-19-bedingten Einbruch des Jahres 2020 das Wachstum des Jahres 2021 fort, allerdings nur mit +1,9% 1. Die starke Inflation infolge des Überfalls Russland auf die Ukraine führte zu einer Konsumzurückhaltung. Gleichzeitig zogen die Exporte nicht an. Beide Effekte schwächten das im Jahr 2021 begonnene Wachstum ab. In den ersten beiden Quartalen des Kalenderjahres 2023 gab es einen weiteren Rückgang über +0,2% 2 auf -0,6% 3. Das Wachstum lag damit im Jahr 2022 über dem Durchschnitt der zehn Vorjahre von 1,0%; im Jahr 2023 jedoch darunter.
1 Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023
2 Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 169 vom 28.04.2023
3 Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 299 vom 28.07.2023
Im Kalenderjahr 2022 ist der Umsatz mit Natur- und Biokosmetik mit -3,5% erstmalig überhaupt geschrumpft 4. Das ist vor allem vor dem Hintergrund eines insgesamt mit +5,4% wachsenden Gesamtmarkts für Kosmetik bemerkenswert. Bereits im ersten Halbjahr 2023 fand die Natur- und Biokosmetik wieder zum Wachstumspfad, sowohl bzgl. Absatz als auch Umsatz mit +3% bzw. +5% zurück 5. Für den für PRIMAVERA deutlich wichtigeren Markt der Aromatherapie liegen weniger detaillierte Marktdaten vor. Immerhin verdeutlicht die zunehmende Verfügbarkeit von internationalen Marktstudien die wachsende Bedeutung dieses Markts. So wurde im Jahr 2020 für den weltweiten Markt der Aromatherapie und der ätherischen Öle ein jährliches Wachstum von +13,4% bis 2026 vorhergesagt 6. Für das für PRIMAVERA relevante Marktsegment der ätherischen Öle in Bio-Qualität liegen jedoch keine Einzeldaten vor.
6 Quelle: Verify Markets, Global Aromatherapy
and Essential Oils Market, August 2020
Die deutlichen Veränderungen im Einkaufsverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher, getrieben durch die Inflation, haben die Strukturverlagerungen im Handel noch einmal beschleunigt. Im Bereich des Bio-Handels gab es auch Insolvenzen. Die Handelswege bzw. -partner reagieren mit Konsolidierung und Professionalisierung, denn auch etablierte Händler geraten durch verändertes Konsumentenverhalten, drastisch verstärkt durch die Sparneigungen der Verbraucher, unter Druck. Die Digitalisierung im Handel, sowohl im direkten Kontakt mit dem Kunden als auch in den dahinter liegenden Prozessen, führt zu großen Veränderungen. PRIMAVERA begegnet diesen sich ändernden und neuen Herausforderungen durch strukturelle Anpassungen im Hinblick auf Kundenorientierung, Marktbearbeitung und Produktneuheiten erfolgreich - ohne Bewährtes zu vernachlässigen. Um besser auf die spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Kunden und Handelspartnern eingehen zu können, hat PRIMAVERA ihren Vertrieb organisatorisch konsequent nach Kunden- und Handelspartnern ausgerichtet. Zunehmende regulatorische Vorschriften in Deutschland und Europa erhöhen den bürokratischen Aufwand und erschweren die Geschäftsentwicklung im Heimatmarkt. In der Folge richtet sich die Aufmerksamkeit des Konzerns zunehmend auf weitere Märkte außerhalb Europas, wo noch erhebliche Wachstumspotenziale zu erwarten sind. In diesem dynamischen Marktumfeld positioniert sich der Konzern als Qualitätsführer im Bereich ätherischer und pflegender Öle mit deren Anwendung in Aromatherapie und Naturkosmetik. Der Erfolg spiegelt sich in der Stärke der Marke "PRIMAVERA", mehrfach ausgezeichnet als Marke des Jahrhunderts, als eine Marke also, die beispielhaft für eine gesamte Produktkategorie steht. Im Geschäftsjahr 2022/2023 hatte die Covid-19 Pandemie keinerlei Auswirkungen auf den operativen Betrieb der PRIMAVERA mehr. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs 3.1 Vertrieb Das Geschäftsjahr 2022/2023 war unter den gegebenen Markt- und Umfeldbedingungen sehr herausfordernd. Die Entwicklungen nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine hatten großen Einfluss auf das gesamte Geschäftsjahr. Die Umsätze im deutschen Handel sind noch einmal hinter den gesunkenen Vorjahreswerten zurückgeblieben. Im Auslandsgeschäft wurde das stark wachsende Geschäft im russischen Markt sanktionsbedingt beendet. Der gute Start der komplett neu entwickelten und gestalteten PRIMAVERA Gesichtskosmetik im Juni 2022 sowie der sehr gute Start der ebenfalls neu entwickelten und gestalteten Körperkosmetik im März 2023 sorgten für Lichtblicke. Der Duft- und Naturkosmetikshop am Firmensitz der PRIMAVERA in Oy-Mittelberg konnte seine Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern. Im August 2022 eröffnete PRIMAVERA einen Duft- und Naturkosmetikshop in Berlin, der erste Umsätze generierte, die mit wachsender Bekanntheit weiter steigen werden. Dagegen musste der Web-Shop im Internet leichte Umsatzeinbußen verzeichnen, allerdings auf hohem Niveau. Die Online-Angebot werden als eine Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu unseren Partnern im Fachhandel und bei den Filialisten verstanden. Mit dem direkten Zugang zu unseren Kunden steigern wir die Markenbekanntheit und Marktdurchdringung, verbessern unsere Kenntnisse über die Bedürfnisse unserer Kunden und helfen damit auch unseren Handelspartnern. Terra Provence verfügt über einen stabilen Kundenstamm, der intensiv betreut wird. Ziel ist es, diese bestehenden Kundenbeziehungen zu erhalten und zu stärken. 3.2 Akademie Die Vermittlung von Grundlagen- und Anwendungswissen im Bereich Aromatherapie und Naturkosmetik war immer schon fester Bestandteil des Unternehmenskonzepts des Konzerns und hat wesentlich zum Erfolg beigetragen. Aufgrund des guten Erfolgs hat PRIMAVERA das Angebot, Lerninhalte in Form von Online-Schulungen digital bereitzustellen, ausgeweitet. Durch das Go Live der digitalen "PRIMAVERA Lernwelt" im September 2022 bietet PRIMAVERA ihren Kundinnen und Kunden nun rund um die Uhr und von allen digitalen Endgeräten einen umfassenden und komfortablen Zugang zu allen Präsenz- und Online-Veranstaltungen sowie eine Übersicht über bereits belegte Inhalte. Die Lernwelt erfreut sich zunehmender Beliebtheit und wird kontinuierlich für die Kundinnen und Kunden weiterentwickelt. Die PRIMAVERA Akademie hat im letzten Geschäftsjahr nahezu 8.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Präsenz- und Online-Veranstaltungen geschult. Auch in diesem Jahr konnten wir neuen PRIMAVERA Aroma Expertinnen zum Abschluss ihrer Ausbildung gratulieren. 3.3 Forschung und Entwicklung Unserer Entwicklungsaktivitäten haben zwei Schwerpunkte: Zum einen die Weiterentwicklung bestehender Rezepturen zur Steigerung der Wirksamkeit, zur Anpassung an geänderte gesetzliche Vorgaben und zur Verbesserung der Herstellprozesse; zum anderen in der Entwicklung neuer, hochwirksamer Rezepturen für neue Anwendungszwecke. Auch nach dem Launch unserer neuen Gesichts- und Körperkosmetik setzen wir unvermindert den Fokus auf die Entwicklung und Markteinführung von innovativen Produkten. Zum Start des Wintersemesters 2022/2023 nahm die von PRIMAVERA gestiftete Professur für Verfahrenstechnik (Schwerpunkt ätherische Öle/ Naturkosmetik), die erste in Deutschland mit diesem Schwerpunkt, die Lehrtätigkeit auf. Auf diese Weise wollen wir die Forschung auf diesem Zukunftsgebiet fördern und qualifizierten Nachwuchs fördern. Die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Kempten und unserem Unternehmen hat dadurch eine völlig neue Stufe erreicht. 3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die tatsächliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr entspricht hinsichtlich Umsatzerlösen und Jahresergebnis annähernd unserer abgegebenen Prognose aus dem Vorjahr. Die Umsätze blieben aufgrund des anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds leicht hinter der Prognose zurück, aber das Ergebnis entsprach den Erwartungen. Den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 bewerten wir insgesamt, unter den widrigen Umstände, als noch zufriedenstellend. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Darstellung der Ertragslage Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind in Folge der gesamtwirtschaftlichen Dynamiken auf 42,6 Mio. EUR gesunkene Umsätze (-2,2 Mio. EUR bzw. -5,0%) in nahezu allen Vertriebs-Kanälen und Produktgruppen zurückzuführen. Gesamtkosten Die Gesamtkosten (ohne Materialaufwand, bezogene Leistungen und Zinsaufwendungen) erhöhten sich um +10,8% zum Vorjahr (entsprechend +2,7 Mio. EUR) auf 28,0 Mio. EUR. Wesentliche Kostentreiber waren, neben den Personalkosten (+6,9%), vor allem die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+13,2%) und hierbei vorrangig die Werbe- und Reisekosten , Kosten der Warenabgabe sowie die Raumkosten. Betriebsergebnis Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte damit ein Betriebsergebnis in Höhe von +3,3 Mio. EUR erwirtschaftet werden, welches damit um -3,6 Mio. EUR (entsprechend -51,2 %) niedriger lag als im Vorjahr. Ergebnis vor Ertragsteuern In Verbindung mit dem Finanzergebnis beträgt das Ergebnis vor Ertragsteuern nunmehr +3,1 Mio. EUR. Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss im Konzernabschluss beträgt +2,2 Mio. EUR (Vorjahr +4,7 Mio. EUR), was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -52,8% entspricht. 4.2 Darstellung der Vermögenslage Das bilanzierte Gesamtvermögen erhöhte sich auf 39,4 Mio. EUR (Vorjahr 38,2 Mio. EUR). Das kurzfristige Fremdkapital (sonstige Rückstellungen zuzüglich Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 8,4 Mio EUR (Vorjahr 6,7 Mio. EUR). Das langfristige Fremdkapital betrug 5,0 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR). Das Eigenkapital betrug zum Ende des Geschäftsjahres 25,2 Mio. EUR (Vorjahr 23,9 Mio. EUR). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 63,9% (Vorjahr 62,6%). 4.3 Darstellung der Finanzlage Die Finanzlage 2022/2023 war stets ausgeglichen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR). Die Mittelbereitstellung im operativen Bereich betrug 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR). Die Mittelverwendung im Investitionsbereich betrug 1,2 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR), u.a. aufgrund von Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen sowie Gebäude. Die Mittelverwendung im Finanzierungsbereich betrug 1,4 Mio. EUR, insbesondere aufgrund der Aufnahme von Darlehen. Insgesamt betrugen die netto verfügbaren flüssigen Mittel zum Stichtag 4,3 Mio. EUR ( Vorjahr 1,7 Mio. EUR). 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 5.1 Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist einer der Gründungsgedanken sowohl von PRIMAVERA als auch von Terra Provence. Dass PRIMAVERA als produzierendes mittelständisches Unternehmen Maßstäbe zu setzen vermag, zeigt sich nicht zuletzt mit dem Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022 für Unternehmen in der Kategorie Biodiversität. Die Auszeichnung verstehen wir als Verpflichtung, uns auch in Zukunft beispielgebend für Nachhaltigkeit insgesamt und Biodiversität im Besonderen einzusetzen. Nachhaltigkeit ist tief verankert in unserem Handeln und unserer Unternehmenskultur. Dementsprechend konzentrieren sich unsere Aktivitäten nicht auf einzelne Bereiche wie z.B. dem Anteil an Recycling-Material in der Verpackung von einigen wenigen Produkten. Hohe sogenannte Rezyklat-Anteile in Produktverpackungen sind für uns seit Jahrzehnten selbstverständlich, wobei wir auf Umkartons sowieso weitestgehend verzichten. Bei Terra Provence liegt der Fokus der Nachhaltigkeitsaktivitäten auf dem Anbau der Rohstoffe bei den Anbaupartnern. Zusätzlich werden lokale Initiativen wie z.B. die Erzeugung von Öko-Strom unterstützt. Konsequent auf Nachhaltigkeit setzen wir am Firmenstandort in Oy-Mittelberg. Bereits im Jahr des Unternehmensneubaus 2010 wurde uns durch ein Gutachten von Soil & More bestätigt, dass die CO 2 -Bindung 500% über dem CO 2 -Ausstoß lag. In Oy-Mittelberg arbeiten wir klimafreundlich und ressourcensparend, z.B. durch den Einsatz von gesammeltem Regenwasser anstatt wertvollem Trinkwasser sofern möglich. Durch die kontinuierliche Anpflanzung weiterer Pflanzen und gezielte Maßnahmen für Insekten und Kleintiere steigern wir die Biodiversität von Jahr zu Jahr. Im Februar 2020 wurde das "Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030" gegründet, um das Allgäu als Vorreiter für Klimaneutralität sichtbar zu machen. Die Bündnismitglieder verpflichten sich, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu sein. PRIMAVERA gehört zu den Gründungsmitgliedern und stellt seit November 2020 seine Tätigkeit im Allgäu unter Zuhilfenahme geringfügiger Kompensation klimaneutral. 5.2 Personal PRIMAVERA beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr einschließlich unserer Auszubildenden durchschnittlich 281 (Vorjahr 273) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. PRIMAVERA legt seit Jahren großen Wert auf die Ausbildung junger Menschen und bildet kontinuierlich in mehreren Berufen aus. Die Weiterentwicklung der besonderen PRIMAVERA-Kultur ist entscheidend für den zukünftigen Erfolg. Aus diesem Grund wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 in Zusammenarbeit mit Great Place to Work© eine Befragung aller Mitarbeitenden durchgeführt. Die Ergebnisse geben wichtige Hinweise für die weitere Entwicklung der Organisation, fielen insgesamt aber sehr positiv aus: PRIMAVERA konnte in der Unternehmenskategorie über 250 Mitarbeitenden im Regionalwettbewerb "Besten Arbeitgebern im Allgäu 2023" den ersten Platz belegen und gehörte damit - wie in den beiden Vorjahren - im Landeswettbewerb zu "Bayerns besten Arbeitgebern 2023". 6. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Risiko- und Compliancemanagement ist im Konzern in allen Geschäftsprozessen integriert. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements sind das Qualitätsmanagementsystem, die Einhaltung von "Good Manufacturing Practice (GMP)", die Managementstruktur, das Planungssystem sowie die Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Im Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements trifft insbesondere PRIMAVERA Vorkehrungen bei wesentlichen Einzelrisiken: § Gegen Produktrisiken sichert sich PRIMAVERA durch ein Qualitätsmanagement ab, das u.a. wichtige Lieferanten bereits im Vorfeld mit einbezieht. § Durch Versicherungen schützen wir uns weitestgehend gegen Bedrohungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beim Eintritt von Haftungsrisiken oder Schadensfällen. § Steuerliche, Wettbewerbs- und Umweltregelungen können Unternehmensrisiken beinhalten. Der Konzern lässt sich deshalb umfassend von unabhängigen externen Fachleuten beraten. 6.1 Einsatz von Finanzinstrumenten Der Konzern finanziert sich teilweise durch die Aufnahme von Bankdarlehen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. 6.2 Allgemeine Marktrisiken und -chancen Mittels Marktbeobachtungen und Analysen wird das Marktgeschehen im europäischen Wirtschaftsraum zeitnah erfasst, um frühzeitig auf Marktveränderungen zu reagieren. Chancen Dank des Wertewandels in der Gesellschaft hin zu gesünderer Ernährung und natürlicher Pflege des Körpers liegt PRIMAVERA im Trend. Während der Covid-19 Pandemie wurde dieser Trend noch einmal verstärkt. Dem zunehmenden Wettbewerb begegnet PRIMAVERA durch konsequente Positionierung als Qualitätsführer und als Referenz im aromatherapeutischen Wissen und der Wissensvermittlung der Aromatherapie. Deutlich wird dies nicht zuletzt durch unsere hohen Aufwände zur Sicherstellung der Produktqualität und das umfangreiche Schulungsprogramm unserer PRIMAVERA Akademie. Zusätzliche Kundenpotenziale werden durch Benefitprodukte erschlossen, bei denen ihre Produktnutzen dem Verbraucher einfach und verständlich näher gebracht werden. Die im Juni 2022 ausgelieferte, völlig überarbeitete Gesichtskosmetik und die im März 2023 ausgelieferte, völlig neu überarbeitete Körperkosmetik wurden von Handelspartnern und Verbraucherinnen und Verbraucher überaus positiv aufgenommen. Sie sind in einem oben beschriebenen schwierigen Marktumfeld gewachsen und werden auch zukünftig positiven Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung nehmen. Ebenso wie PRIMAVERA profitiert Terra Provence mit seinem Portfolio an zertifizierten Bio-Produkten vom langfristigen Trend des Wertewandels in der Gesellschaft. Aufgrund der vorwiegend europäischen Kunden der Terra Provence sind die Risiken über die geographische Streuung reduziert. Zusammenfassend schätzen wir daher die aktuellen Marktchancen für den Konzern als mittel- und langfristig positiv ein. Risiken Geopolitische und gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich aktuell durch den Krieg in der Ukraine, die Energiekrise und die hohe Inflation. Diese Krisen können die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sowie in Folge damit auch die Nachfrage nach PRIMAVERA Produkten und somit die Zielerreichung gefährden, woraus sich negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf ergeben können. Die allgemeine Zurückhaltung der Verbraucher in Reaktion auf die hohe Inflation ab Anfang 2022 bekam auch PRIMAVERA zu spüren. Dies führte zu Umsatzrückgängen sowohl im Inland als auch im Ausland. Wir gehen davon aus, dass die Zurückhaltung nur vorübergehender Natur ist. Verwenderinnen und Verwender von PRIMAVERA Produkten kennen, schätzen und honorieren den Wert der Produkte und die Werte, die dahinter stehen. Terra Provence erhält von seinen anderen Kunden sehr ähnliche Informationen. Insgesamt schätzen wir daher derzeit die Auswirkungen dieses Risikos auf den Konzern als nur vorübergehend mittel bis hoch ein. 6.3 Beschaffungsrisiken Im Zuge der global gestiegenen Nachfrage nach Bio-Rohstoffen steigt auch für PRIMAVERA und Terra Provence das Beschaffungsrisiko wichtiger Rohstoffe. Eine Verknappung von Bio-Rohstoffen birgt zum einen das Risiko, dass geplante Umsätze nicht oder nur zeitlich verzögert realisiert werden können, wenn benötigte Vorprodukte hinsichtlich Menge und/oder Qualität nicht oder nicht termingerecht zur Verfügung stehen. Zum anderen können etwaige Preissteigerungen, die ein Resultat der Verknappung sind, dazu führen, dass diese Steigerungen unter Umständen nicht oder nur zeitverzögert an unsere Kunden berechnet werden, was sich negativ auf die Profitabilität auswirkt. Daher wird die globale Suche nach alternativen Rohstofflieferanten weiter intensiviert. Im Laufe des Geschäftsjahres 2022/2023 war eine deutliche Entspannung in den Lieferketten hinsichtlich Warenverfügbarkeit und Liefertreue spürbar. Eine Reduzierung zu den dramatisch verlängerten Lieferzeiten und der signifikant erhöhten Kosten war jedoch nicht zu verzeichnen. Durch vorausschauende Abschlüsse langfristiger Lieferverträge und gezielte Einkäufe vor Preiserhöhungen wurde einerseits der Lagerbestand erhöht, andererseits jedoch eigene Lieferfähigkeit sichergestellt. Insgesamt war die Lieferfähigkeit von PRIMAVERA und Terra Provence dadurch ausgezeichnet. Insgesamt schätzen wir derzeit die Auswirkungen der Beschaffungsrisiken auf den Konzern als mittel ein. 6.4 Zusammenfassende Beurteilung des aktuellen Gesamtrisikos Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation hat ergeben, dass für den Fortbestand der Konzerngesellschaften und den Konzern insgesamt keine wesentlichen Risiken bestehen und auch aus derzeitiger Sicht für die Zukunft keine grundsätzlichen Risiken zu erkennen sind. 7. Prognosebericht für das laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 Gemäß der Unternehmensstrategie werden sich die Konzerngesellschaften noch klarer und damit für die Kunden noch besser nachvollziehbar am Markt gegenüber den Wettbewerbern positionieren. Weitere Anwendungen der Aromatherapie werden bei PRIMAVERA kontinuierlich entwickelt. Beispiel dafür ist die Erschließung des Pflegemarktes. Hier werden nicht nur überarbeitete und neu entwickelte Produkte speziell für den Einsatz im Pflegeumfeld zum Einsatz kommen. Es stellt auch eine konsequente Erschließung weiterer Anwendungsgebiete für die Aromatherapie dar, zu einem großen Teil auf Basis des bereits bestehenden Produktportfolios. Die langfristige Orientierung des Konzerns wird durch diese langfristigen Initiativen verdeutlicht, deren positive Beiträge erst nach einer langen Vorlaufzeit eintreten. Durch die steigende Nachfrage am Markt wird die Rohstoffsicherung in PRIMAVERA-Qualität für uns immer wichtiger. Entsprechend unserer Philosophie arbeiten wir an dem Aus- und Aufbau weiterer Anbauprojekte und unterstützen unsere Partner in dem Ausbau Ihrer Flächen und der Modernisierung und Erweiterung z.B. von Destillationsanlagen. Für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld sowohl bei PRIMAVERA als auch bei Terra Provence einen moderaten Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/2023. Angesichts der hohen und schnellen Kostensteigerungen werden der Anstieg des Rohergebnis und des Jahresüberschusses um einiges geringer ausfallen. PRIMAVERA hat sich entschieden, die Kostensteigerungen, die nicht nur die Beschaffungsseite, sondern auch alle anderen Kostenpositionen erfasst haben, nur mit moderaten Preiserhöhungen zu den üblichen Anpassungsterminen an ihre Kundinnen und Kunden weiterzugeben. Dies ist unser Verständnis einer übergreifenden fairen Partnerschaft direkt und indirekt über unsere Handelspartner mit unseren Kundinnen und Kunden.
Oy-Mittelberg, den 05. Februar 2024 Die Geschäftsführer Martin Frevert Kurt Ludwig Nübling BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ananda GmbH, Oy-Mittelberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Ananda GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ananda GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kempten, den 05. Februar 2024 asr GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Matthew Kiskadden, Wirtschaftsprüfer Tatjana Puscher, Wirtschaftsprüferin Billigung des Konzernabschlusses Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 18.04.2024 wurde der Konzernabschluss zum 30.06.2023 gebilligt. |
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