Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 17216
Eingetragen
28.7.1999
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von Arbeitskräften
Gegenstand
Arbeitnehmerüberlassung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dilara Seray Dincer
seit 1.12.2021
Prokura
Markus Michael Öxler
seit 1.12.2021
Geschäftsführer
Güray Dincer
seit 22.7.2002
Geschäftsführer
Turgay Dincer
seit 22.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Donauwörther Straße 9, 86663 Asbach-Bäumenheim
12.500 €
50.00%
Buchenstraße 5, 86609 Donauwörth
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KMS Zeitarbeit GmbH

Donauwörth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

A. Geschäftsverlauf

Gegenstand des Unternehmens ist die Arbeitnehmerüberlassung. Der Schwerpunkt liegt hierbei im gewerblichen Bereich, wobei die Hauptabsatzmärkte in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen liegen.

Zum Kundenkreis zählen Unternehmen der Industrie, des Handwerks, der Lager-/ Logistik und der Luftfahrt.

Nach von der Bundesagentur für Arbeit publizierten Angaben waren im Jahr 2022 durchschnittlich 830.000 Personen als Leiharbeitnehmer beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm war dieser Wert fast unverändert. Im Dezember 2022 gab es in Deutschland knapp 48.000 Verleihbetriebe. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Anzahl um knapp 1200 gestiegen. Auch der Anteil der Zeitarbeitnehmer an der Gesamtbeschäftigung war gleichbleibend.

Die KMS Zeitarbeit GmbH wuchs seit einigen Jahren mit hoher Dynamik. Im Jahr 2022 sind die Umsätze um 18,5 % gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2022 zeichnete sich ein moderates Geschäftsergebnis ab.

B. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 18,5 % gestiegen ist, sind die Kosten um 22,4 % gestiegen. Es wurde daher ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 33 TEUR (Vj. 722 TEUR) erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 82 TEUR (Vj. 1.032 TEUR).

Die Personalkosten betragen 93,9 % der Gesamtleistung (Vj. 90,2 %). Dies entspricht einem Zuwachs von 23,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um 689 TEUR auf 33 TEUR gesunken.

2. Finanzlage

Der Cash Flow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) im Geschäftsjahr 2022 beträgt 164 TEUR (Vj. 834 TEUR).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 136 TEUR (Vj. 51 TEUR) getätigt.

Die Liquidität 2. Grades beträgt 156 % (Vj. 178 %).

Die Liquiditätslage im Berichtsjahr 2022 kann man als ausreichend bezeichnen.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7,0 % erhöht und beträgt zum 31.12.2022 8.399 TEUR (Vj. 7.879 TEUR).

Die Aktivseite der Bilanz ist in erster Linie durch den Bankbestand in Höhe von 1.664 TEUR und die Kundenforderungen in Höhe von 5.624 TEUR geprägt. Das Anlagevermögen wird mit 255 TEUR beziffert.

Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2022: 2.868 TEUR (Vj. 3.305 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt 34 % (Vj. 39 %).

Das Fremdkapital beträgt zum 31.12.2022: 5.531 TEUR und setzt sich aus Rückstellungen in Höhe von 2.179 TEUR (Vj. 1.941 TEUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 3.352 TEUR (Vj. 2.904 TEUR) zusammen.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

Die Zeitarbeitsbranche fängt Beschäftigungsschwankungen in der Wirtschaft ab. Deswegen sind konjunkturelle Einbrüche in dieser Branche besonders schnell und massiv spürbar. Im Gegenzug steigt bei einer wirtschaftlichen Erholung überdurchschnittlich die Nachfrage an Zeitarbeitskräften, d. h. die Nachfrage nach Arbeitskräften reagiert frühzeitig auf Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Im Geschäftsjahr 2023 kann der Umsatz gegenüber dem Vorjahr nicht aufrechterhalten werden. Das Unternehmen kämpft noch mit den Auswirkungen der Corona Krise und dem damit verbundenen starken Schwankungen in den Überlassungsbetrieben. Durch eine neue Ausrichtung des Unternehmens war es zwar möglich Mitarbeiter in krisensicheren Unternehmen zu überlassen, dies hatte aber zur Folge, dass zwar arbeitsreiche und Umsatzstarke Projekte generiert wurden, aber zuerst durch hohe Investitionen geprägt wurden. Vom Unternehmen wurden Maßnahmen und Regelungen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, Risikoanalyse und die Risikokommunikation (Risikomanagement) sichergestellt werden. Die wesentlichen Risikofelder sind wie folgt beschrieben:

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Risiken

Risiken bestehen sowohl in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, als auch in den Branchenentwicklungen der Zeitarbeit sowie unserer betreuten Kernbereiche Industrie, Handwerk und Luftfahrt. Positive wie negative Veränderungen treffen die Zeitarbeitsbranche sowohl früher als auch stärker.

Im zweiten Halbjahr 2023 ergeben sich durch die hohe Inflation und die zuvor notwendige Verschiebung bei den Kundenbetrieben von Auftragseingängen in die schwachen Coronajahre nun auftretenden Engpässe bei den aktuellen Auftragseingängen, dadurch entstehen enorme Risiken, da die Einsatzdauer nicht mehr langfristig geplant werden kann und starken Schwankungen unterliegt. Hauptaugenmerk sollte aber in unserer Branche auf den Demografischen Wandel gelegt werden, da dieser sich in allen Bereichen der deutschen Wirtschaft widerspiegelt und auch im Jahr 2023 zu ungeahnten Herausforderungen führen wird. Durch die hohe Anzahl an Renteneintritten und einer einhergehenden Zeit von Geburtenschwachen Jahren ergibt sich eine Verknappung von qualifiziertem Personal. Die Unternehmen werden um hier eine Sicherheit Ihrer Arbeitsprozesse aufrecht zu erhalten, verstärkt auf Festanstellung setzen und sich hier oftmals aus dem Bereich der Zeitarbeit bedienen, sowie auch generell selbst nach Mitarbeitern suchen, was Mitarbeiter hemmt hier den Weg in die Personaldienstleistung zu gehen. Die Branche wird sich im Jahr 2023 noch stärker auf kurzfristigere Einsätze zur Abdeckung von Auftragsspitzen und der Beschaffung von Mitarbeitern aus dem EU-Ausland konzentrieren.

Personalrisiken

Die Herausforderung offene Stellen zeitnah und langfristig erfolgreich zu besetzen nimmt weiterhin zu. Um unseren Kunden passendes Personal zur Verfügung stellen zu können, müssen immer wieder neue Anstrengungen unternommen werden. Für Kunden wird ein schnelles Umdenken und die Akzeptanz für ältere Mitarbeiter und nicht deutschsprachiges Personal wichtig werden um die Beschaffung von qualifiziertem Personal zu ermöglichen. Auch die Forderungen der Kunden nach papierlosen Lösungen bei Bewerbungen und Mitarbeiterbetreuung in online-Prozessen wird künftig größere Bedeutung erlangen.

Mangel an qualifizierten Arbeitskräften

Für das Wachstum und die Entwicklung der Gesellschaft ist die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitnehmern unerlässlich. Der Erfolg des Unternehmens wird davon abhängen, wie flexibel und kurzfristig auf Marktveränderungen reagiert werden kann. Auch eine Veränderung der Infrastruktur wie auch die Einführung der englischen Sprache als "Betriebssprache" wird kurzfristig unabdingbar werden.

Um der Gefahr des Fachkräftemangels zu begegnen, werden am Markt freigesetzte Fachkräfte auch ohne sofort vorhandenen Auftrag eingestellt. Somit wird sichergestellt, flexibel auf Aufträge reagieren zu können.

Die Personalbeschaffung wird verstärkt auf den ausländischen Bewerbermarkt ausgelegt und durch eine Zusammenarbeit mit renommierten Recruiting Unternehmen eine Sicherstellung des Personal Beschaffungsmarktes aufgebaut.

Zudem werden an verschiedenen Standorten Schulungsmaßnahmen angeboten.

Internes Personal

Durch eine ständige Weiterentwicklung und Fortbildung des internen Personals wird die Grundlage des Unternehmenserfolgs geschaffen. Zusätzlich wurde das Unternehmen mit weiteren Beschäftigten mit Sprachkenntnissen aus dem EU - Ausland verstärkt

Rechtliche Risiken

Die Zeitarbeit unterliegt grundsätzlich legislativen Risiken. Diese Risiken und deren Veränderung sind grundsätzlich nur schwer abzuschätzen. Sofern legislative Veränderungen erfolgen ist die Reaktionszeit darauf für die Zeitarbeitsunternehmen überwiegend angemessen.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend d. h. es sind keine Engpässe zu erwarten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Gesamtrisiko

Grundsätzlich haben sich die Risiken im Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die KMS Zeitarbeit GmbH ist weiterhin gut positioniert. Die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation im Rahmen des Risikomanagements durch die Inhaber hat ergeben, dass es keine Anhaltspunkte gibt, die den Fortbestand des Unternehmens im Berichtszeitraum gefährdet haben oder in den nächsten beiden Geschäftsjahren gefährden werden.

D. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist weiter stagnierend und eine Aussicht auf eine enorme Verbesserung ist auch in naher Zukunft nicht gegeben. Nach dem starken Rückgang im Vorjahr schrumpfte die Wirtschaftsleistung im 2. Quartal des Jahres um 77 % und im 3. Quartal um 0 %. Die Industriekonjunktur wird allerdings noch auf absehbare Zeit von bestehenden Engpässen bei Vorprodukten gebremst sein und auch die Unsicherheit in der umgesetzten Energiepolitik wird Investitionen eher hemmen. Zudem ist noch nicht abzuschätzen wie sich die Inflation auf die deutsche Wirtschaftskapitalkraft auswirken wird.

Wir erwarten im Geschäftsjahr 2023 leicht sinkende Umsatzerlöse bei einem leicht fallenden Jahresüberschuss.

Demnach rechnen wir insgesamt mit einer negativen Entwicklung des Zeitarbeitmarktes.

Andererseits wird die Zeitarbeit nach wie vor ein wichtiges Instrument zur Flexibilisierung des Faktors Arbeit bleiben. Das Bedürfnis von Unternehmen unterschiedlichster Branchen nach flexiblen Personalkostenstrukturen hebt die Systemrelevanz der Zeitarbeitsbranche hervor.

 

Im Mai 2024

Gez. Turgay Dincer, Geschäftsführer

Gez. Güray Dincer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 255.555,26 256.058,26
I. Sachanlagen 255.453,00 255.956,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.338,00 13.821,00
2. technische Anlagen und Maschinen 13.203,00 9.478,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.912,00 232.657,00
II. Finanzanlagen 102,26 102,26
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.944.009,14 7.499.399,10
I. Vorräte 10.000,00 10.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.270.076,38 5.323.196,99
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 207.509,72 157.630,83
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.062.566,66 5.165.566,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.663.932,76 2.166.202,11
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 80.934,78 13.146,61
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 118.717,86 110.667,16
Aktiva 8.399.217,04 7.879.271,13

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.868.120,32 3.034.698,67
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.809.698,67 2.287.535,25
III. Jahresüberschuss 33.421,65 722.163,42
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.178.950,38 1.940.732,89
C. VERBINDLICHKEITEN 3.352.146,34 2.903.839,57
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 145.602,44 114.529,70
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.206.543,90 2.789.309,87
Passiva 8.399.217,04 7.879.271,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 32.486.227,12 27.380.143,85
2. Personalaufwand 30.665.829,15 24.845.212,55
a) Löhne und Gehälter 25.073.750,29 20.788.954,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.592.078,86 4.056.258,52
davon für Altersversorgung 32.878,50 83.993,81
3. Abschreibungen 130.669,93 111.458,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 130.669,93 111.458,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.615.267,05 1.399.173,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.513,71 7.835,48
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.437,54 24.707,50
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 15.231,00 16.107,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.429,76 274.567,20
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.050,70 23.969,23
8. Ergebnis nach Steuern 42.107,40 732.860,17
9. sonstige Steuern 8.685,75 10.696,75
10. Jahresüberschuss 33.421,65 722.163,42

ANHANG für das Geschäftsjahr 2022

KMS Zeitarbeit GmbH, Donauwörth

I. Allgemeine Angaben

Die KMS Zeitarbeit GmbH hat ihren Sitz in Donauwörth und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg unter HRB 17216.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das bewegliche Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um teilweise lineare und teilweise degressive Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der von der Gesellschaft ermittelten Nutzungsdauern der Wirtschaftsgüter vorgenommen. Die Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern erfolgt auf Basis der Nutzungsdauern nach den amtlichen AfA-Tabellen, bei gebrauchten Wirtschaftsgütern auch unter Berücksichtigung des Alters.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert zum Abschlussstichtag bilanziert.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Zins- und Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand und Bankguthaben sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Aufwendungen für den Zeitraum nach Ende der Berichtsperiode

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Im Berichtszeitraum sind nur aktive latente Steuern zu berechnen. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete durchschnittliche Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 381%.

Wertansatz
in EUR
Aktivische Steuerlatenzen handelsrechtlich Aktivposten: (-) Passivposten: (+) steuerlich (-) (+) Differenz
Pensionsrückstellung wegen Abzinsung, Trendannahmen und steuerlicher Deckelung 845.615,00 437.018,00 408.597,00
Steuersatz 29,06%
Aktive latente Steuer 118.717,86

Die Pensionsrückstellungen wurden laut versicherungsmathematischem Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG vom 11.05.2023 mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgte anhand der versicherungsmathematischen PUC-Methode. Den Rechnungsgrundlagen liegen die Richttafeln nach Dr. Klaus Heubeck zugrunde, die Abzinsung erfolgte gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit einem einer Restlaufzeit von 10 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,78 % p.a. per 31.12.2022. Die zur Absicherung der Pensionsansprüche bestehende Rückdeckungsversicherung ist mit dem Aktivwert/Teilwert bewertet und mit der Pensionsrückstellung saldiert. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen betragen unter Berücksichtigung des Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Jahre EUR 909.214. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt somit EUR 63.599.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Aufwendungen und Erträge sind auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

III. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022 und die Entwicklung im Berichtszeitraum sowie die in der Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 hierauf vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel (Anlage 3, Blatt 4).

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
Zugänge Umbuchungen
Abgänge Umbuchungen
Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.510,00 0,00 0,00 11.510,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.395,19 0,00 0,00 18.395,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.049,01 7.245,00 0,00 32.294,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 624.133,20 129.221,93 135.727,43 617.627,70
667.577,40 136.466,93 135.727,43 668.316,90
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 102,26 0,00 0,00 102,26
102,26 0,00 0,00 102,26
Gesamtsumme 679.189,66 136.466,93 135.727,43 679.929,16
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.510,00 0,00 0,00 11.510,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.574,19 1.483,00 0,00 6.057,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.571,01 3.520,00 0,00 19.091,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 391.476,20 125.666,93 129.427,43 387.715,70
411.621,40 130.669,93 129.427,43 412.863,90
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 423.131,40 130.669,93 129.427,43 424.373,90
Nettowerte
31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.338,00 13.821,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.203,00 9.478,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.912,00 232.657,00
255.453,00 255.956,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 102,26 102,26
102,26 102,26
Gesamtsumme 255.555,26 256.058,26

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.270 (Vorjahr: TEUR 5.323) weisen im Berichtsjahr und im Vorjahr insgesamt eine Laufzeit bis zu einem Jahr auf.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 241).

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 80.935 (Vorjahr: EUR 13.147) beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

4. Aktive latente Steuern

Aufgrund temporärer Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 111) bilanziert.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 786) bestehen aufgrund von Pensionsvereinbarungen. Die zur Absicherung der Pensionsansprüche bestehende Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 262) (AK: TEUR 271) ist mit dem Aktivwert bewertet und mit der Pensionsrückstellung saldiert. Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 15) wurden zusammen mit den Erträgen aus dem Aktivwert (TEUR 0) in der GuV-Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen TEUR 1.219 (Vorjahr: TEUR 1.046) und Schwerbehindertenabgabe TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 89).

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht (Anlage 3, Blatt 6).

Verbindlichkeitenspiegel per 31. Dezember 2022

Beträge mit Restlaufzeiten
Bilanzposition: bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Gesamtbetrag
EUR
1. Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 54.839,79 90.762,65 0 145.602,44
(Vorjahreswert) 56.572,63 57.957,07 0 114.529,70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.669,45 0 0 126.669,45
(Vorjahreswert) 147.691,23 0 0 147.691,23
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.078.874,45 0 0 3.079.874,45
(Vorjahreswert) 2.641.618,64 0 0 2.641.618,64
davon i.R. d. soz. Sicherheit 286.544,36 0 0 286.544,36
(Vorjahreswert) 138.581,65 0 0 138.581,65
davon aus Steuern 1.265.676,50 0 0 1.265.676,50
(Vorjahreswert) 1.228.901,85 0 0 1.228.901,85
Summe 3.263.500,97 87.645,70 0 3.352.146,34

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen befinden sich die Quarantäneerstattung in Höhe von TEUR 7, Sachbezüge in Höhe von TEUR 90 und Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz in Höhe von TEUR 72.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen sowie sonstige Leistungen, die wie folgt fällig werden:

2022
TEUR
2021
TEUR
Leasing: - fällig innerhalb eines Jahres 84 75
- fällig innerhalb zwei bis fünf Jahren 166 27
- fällig nach Ablauf von mehr als fünf Jahren 0 0
250 102

Die Mietverpflichtungen für kurzfristig kündbare Verträge betragen jährlich TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 313).

3. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Turgay Dincer, Kaufmann

Herr Güray Dincer, Kaufmann Herr Markus Michael Öxler, Kaufmann

Von der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB an dieser Stelle abgesehen.

4. Mitarbeiterzahl

In der Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 wurden durchschnittlich 732 (Vorjahr: 623) Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Die genannten Zahlen beinhalten nicht die Mitglieder der Geschäftsführung sowie Auszubildende.

5. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

An Mitglieder der Geschäftsführung wurden zum Bilanzstichtag Kredite mit einem Gesamtbetrag in Höhe von EUR 249.416,85 (Vorjahr: EUR 240.996,60) gewährt. Die Kredite sind verzinslich (2% p.a. fix), laufen auf unbestimmte Zeit und sind nicht besichert.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird gem. § 288 Abs. 2 S. 3 HGB auf Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer übermittelt.

7. Ausschüttungssperre

Die Ausschüttungssperre betrifft die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 11) sowie den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 96).

8. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 33.421,65 neue Rechnung vorzutragen.

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2022 - 31.12.2022

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 249.416,85 EUR.

1.1.2021 - 31.12.2021

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 240.996,60 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Donauwörth, 13. Mai 2024

gez. Turgay Dincer, Geschäftsführer

gez. Güray Dincer, Geschäftsführer

gez. Markus Michael Öxler

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die KMS Zeitarbeit GmbH, Donauwörth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KMS Zeitarbeit GmbH, Donauwörth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KMS Zeitarbeit GmbH, Donauwörth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• ermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, 28.05.2024

drei6null Zirch & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Paul Hairbucher, Wirtschaftsprüfer

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