Dreher Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Alfred Thönes seit 11.7.2024 | Geschäftsführer |
Bernhard Mäntele seit 27.2.2012 | Prokura |
Hans-Peter Dreher seit 28.6.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.00% | |
| 5.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fidel Dreher GmbHStockachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2020 bis zum 31.08.2021LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Fidel Dreher GmbH ist in der Obstbauregion Bodensee angesiedelt. Das Unternehmen ist in der Produktion und dem Vertrieb von Direktsäften, Püree sowie Fruchtsaftkonzentraten tätig. Zu unseren Kunden zählen viele namhafte Abfüllbetriebe für Fruchtsäfte und fruchthaltige Getränke in Deutschland sowie den europäischen Nachbarländern. II. Forschung und Entwicklung In unserem modernen Labor werden die Produkte durch qualifizierte Laborfachkräfte bei jedem Verarbeitungsschritt kontrolliert. In unserem Sensorikbereich werden innovative Produkte in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickelt. Unsere Blending-Experten mischen die Säfte so aus, dass die Kunden jederzeit ein qualitativ hochwertiges Produkt nach ihren Vorstellungen erhalten. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Apfelernte der Obstkampagne 2020 ist, wie erwartet, nach der geringeren Ernte des letzten Jahres wieder etwas höher ausgefallen. Nach den Regeln der Alternanz, der zweijährigen Schwankung des Fruchtertrages eines Obstbaumes, war dies zu erwarten. Die produzierten Apfelmengen in Europa blieben nahezu unverändert. Es wurden 10.705.000 to (1) Äpfel (Vorjahr: 10.783.000 to) in Europa geerntet. In Deutschland sind die Erntemengen leicht gestiegen. Die geernteten Apfelmengen betrugen in Deutschland 1.023.000 to (1), was einem Plus von ca. 3% zum Vorjahr entspricht. Die Rohwarenpreise passten sich entsprechend dem Angebot an Industrieäpfeln an. Die Abschlüsse der Verkaufskontrakte verliefen zu unserer Zufriedenheit. Im vergangenen Jahr ging der Pro-Kopf-Verbrauch für Fruchtsaftgetränke leicht zurück. Hohe Absatzeinbußen in der über Monate durch die Coronaverordnungen geschlossenen Gastronomie konnten nur zum Teil durch eine höhere Verbrauchnachfrage im Einzelhandel kompensiert werden. Dieser für die Fruchtsaftindustrie wichtige Indikator liegt nun bei 30,0 Liter (Vorjahr: 30,5 Liter (2). Deutschland ist damit weiterhin Spitzenreiter beim Fruchtsaftkonsum. Der Marktanteil von unseren hochwertigen Direktsäften, gekühlten und ungekühlten sowie bei Apfel-Mischgetränken bleiben auf gleichbleibendem Niveau. II. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis Das erwirtschaftete Rohergebnis hat sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2020/2021 im Vergleich zum Vorjahr um 13,2% (2.345 T€) auf 20.155 T€ erhöht. Die Prognose des Vorjahres eines vergleichbaren bis leicht steigenden Rohertrags wurde markant übertroffen. Die Umsatzerlöse konnten jedoch das ursprünglich geplante Umsatzziel von 44-47 Mio. € nicht ganz erreichen. Dies war verursacht durch einen coronabedingten Nachfragerückgang im zweiten Halbjahr sowie aufgrund leicht gesunkener Verkaufspreise. Als Umsatzträger stehen mit Abstand unsere Produkte im Bereich Apfel-Direktsaft (konventionell und bio) im Vordergrund. Ebenso konnte der Absatz von Püree-Produkten und auch Buntsäften wieder erhöht werden. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ist mit einem Zinsaufwand aus den Genussrechten in Höhe von 517 T€ (Vj. 519 T€) belastet. Unsere polnische Tochtergesellschaft hat im Dezember 2017 den Betrieb aufgenommen. Das für den Aufbau gewährte Darlehen verminderte sich im Wirtschaftsjahr 2020/2021 per Saldo um 1.826 T€. Die Obstkampagne 2020 verlief erfolgreich und ohne technische Probleme. Das Unternehmen entwickelt sich nach Plan. Der Jahresüberschuss im Wirtschaftsjahr 2020/2021 beläuft sich auf 4.374 T€. Dieser berücksichtigt jedoch Sondereffekte (sonstiger betrieblicher Ertrag) aus der Anpassung an die Ergebnisse der abgeschlossenen Betriebsprüfung in Höhe von insgesamt 796 T€. Die prognostizierte Entwicklung wurde durch verschobene Kontraktabrufe aufgrund der Corona-Pandemie gestört. Die Vorratsbestände wurden durch verstärkte Produktion im 4. Quartal des Wirtschaftsjahres aufgebaut. Wir sind mit dem erwirtschafteten Ergebnis sehr zufrieden. Unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln konnten wir unser Geschäftsjahr weitestgehend unbeschadet weiterführen. III. Lage der Gesellschaft 1. Ertragslage Die Ertragslage unseres Unternehmens ist stabil. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10 % gefallen. Dies ist vor allem auf Verwerfungen begründet, welche durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden. Nicht abgerufene Kontraktmengen werden im Wirtschaftsjahr 2021/2022 nachgeholt. Die Kundenstruktur ist ausgewogen. 55% unseres Warenumsatzes gehen an Kunden mit Umsätzen größer als 3.000 T€. 22% des Warenumsatzes gehen an Kunden mit Umsätzen zwischen 1.000 T€ und 3.000 T€, der Rest von 23% des Warenumsatzes sind Kunden mit Umsätzen kleiner als 1.000 T€. Die Erzeugermengen in der Ernte 2020 blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil. Dies spiegelte sich in den Rohwareneinkaufspreisen wider, deren Niveau ebenso gleich blieb. Durch einen anderen Produktmix konnte die Materialaufwandsquote verbessert werden. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen durch die reguläre Erhöhung der Löhne und Gehälter (262 T€). Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt 78 Mitarbeiter beschäftigt. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bleiben weiter auf einem guten Niveau. Das Abschreibungsvolumen verringerte sich vor allem durch das Auslaufen der Abschreibung auf eine Großanlage um 21% auf 3.240 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringern sich um 212 T€ auf 5.748 T€. Die Raumkosten haben sich um ca. 11% im Wesentlichen durch die weitere Anmietung neuer Flächen bei einem Tochterunternehmen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die größten Posten der Instandhaltungskosten wurden durch regelmäßige Wartungsarbeiten an Dampfkesseln, BHKW, Obstpressen, Kühleinrichtungen und Separatoren verursacht. Die Kosten für die Instandhaltung unserer Anlagen, vor allem durch den Einsatz von Ersatzteilen und nicht jährlich wiederkehrenden Instandhaltungen sind um 46% gestiegen. Besondere Maßnahmen waren die Fliesenreparaturen in der Produktion und im Tanklager. Außerdem waren Reparaturen an den Plattenwärmetauschern notwendig. Die Kosten der Warenabgabe sind um ca. 26% deutlich geringer als im Vorjahr. Es wurden insgesamt weniger Waren ausgeliefert, daher ist ein entsprechender Rückgang der Kosten nachvollziehbar. Die verschiedenen betrieblichen Kosten haben sich insgesamt um ca. 8% verringert. Die Rechts- und Beratungskosten sowie auch die Laborkosten blieben stabil. Die Kosten für externe Analysen sind zurückgegangen. Die IT-Kosten haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von -590 T€ um 275 T€ auf -315 T€ deutlich verbessert. Die Bürgschaftsprovisionen wurden durch eine neue Vereinbarung angepasst. Der Aufwand beläuft sich auf 26 T€ (Vorjahr: 113 T€). Das Zinsaufkommen bei den kurzfristigen sowie auch bei den langfristigen Verbindlichkeiten ist insgesamt gesunken. Daneben erhöhten sich die Beteiligungserträge sowie die Zinsen gegenüber dem polnischen Tochterunternehmen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen im Wesentlichen das Wirtschaftsjahr 2020/2021. Die Steuerrückstellungen des Vorjahres aufgrund der Betriebsprüfung wurden verbraucht. Der verbleibende Restanteil wurde ertragswirksam aufgelöst. Die sonstigen Steuern berücksichtigen einen Ertrag in Höhe von 45 T€ aus der Auflösung einer Steuerrückstellung für zu erwartende Umsatzsteuernachzahlungen aus der Betriebsprüfung. 2. Finanzlage Die Finanzlage war im gesamten Wirtschaftsjahr stabil. Die Struktur unseres kurz- und langfristigen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. Durch den Aufbau der polnischen Tochtergesellschaft hatten sich in Vorjahren die Finanzanlagen in Form der Beteiligung und eines langfristigen Darlehens deutlich erhöht. Demgegenüber stehen erhöhte Kreditverbindlichkeiten. Das ausgegebene langfristige Darlehen sowie die Kreditverbindlichkeiten haben sich in der Zwischenzeit planmäßig reduziert. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 2,8% der Bilanzsumme. Unser Finanzmanagement ist darauf gerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Langfristige Anlagen sind fristenkongruent finanziert. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um ca. 9%, wobei insbesondere die Mittelbindung in den Finanzanlagen zur Finanzierung unserer polnischen Tochtergesellschaft notwendig ist. Die Tilgung hieraus betrug im Geschäftsjahr 2020/2021 1,81 Mio. €, neben einer Erhöhung des Darlehens um 1,0 Mio. € sowie die Umgliederung von Zinsen (1,02 Mio. €) in die kurzfristigen Forderungen. Die ursprüngliche Finanzierung der Mittelabflüsse an das polnische Tochterunternehmen erfolgte in Form langfristiger Kapitalgewährungen (langfristige Darlehen sowie Genussrechtsvereinbarung) in Höhe von insgesamt 17,0 Mio. € (Stand 31.08.2021: 13,99 Mio. €; Stand Vj. 15.37 Mio. €). Zur Finanzierung einer Kühllagerhalle im Industriegebiet Hardt wurde ein weiteres langfristiges Darlehen über 4,7 Mio. € aufgenommen, welches zum Bilanzstichtag in Höhe von 3,2 Mio. € abgerufen war. Zur kurzfristigen Finanzierung des saisonalen Wareneinkaufs besteht ein ausreichender Betriebsmittelkreditrahmen, der in unterschiedlicher Höhe in Anspruch genommen wird. 3. Vermögenslage Der Erhöhung der immateriellen Vermögensgegenstände (+25 T€) resultiert aus dem Erwerb von Software. Die Zunahme der Sachanlagen (+1.416 T€) gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Anlagen im Bau um 4.198 T€ für den im Dezember 2021 abgeschlossenen Neubau einer Kühllagerhalle mit integrierten Büro- und Sozialräumen im Industriegebiet Hardt in Stockach. Der Rückgang des übrigen Sachanlagevermögens ist auf die Neu- und Ersatzinvestitionen übersteigenden Abschreibungen zurückzuführen. Die Abnahme der Finanzanlagen um 1.619 T€ ist per Saldo auf die Rückführung des Darlehens der polnischen Tochtergesellschaft und entsprechender Umgliederung von Zinsforderungen in kurzfristige Forderungen sowie gegenläufig auf die Erhöhung des Beteiligungsbuchwertes eines weiteren Tochterunternehmens zurückzuführen. Der Bestand an Fertigerzeugnissen hat sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 2.608 T€ erhöht; im Wesentlichen bedingt durch einen Lageraufbau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 743 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 2.696 T€ auf 4.530 T€ erhöht. Die deutliche Erhöhung erfolgte im Wesentlichen durch die Umgliederung aufgelaufener Zinsforderungen aus den Ausleihungen gegen ein verbundenes Unternehmen und der Anpassung aufgrund einer steuerlichen Betriebsprüfung. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen eine Leasingsonderzahlung sowie abgegrenzte Versicherungsbeiträge. Das Eigenkapital ist absolut gesehen um 4,3 Mio.€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote steigt von 35,5 % im Vorjahr auf 38,4 % im laufenden Wirtschaftsjahr. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen zu erwartende Steuernachzahlungen für das Veranlagungsjahr 2021. Die sonstigen Rückstellungen vermindern sich von 670 T€ im Vorjahr auf 383 T€. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (-326 T€). Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurz-/ mittelfristige Verbindlichkeiten. Die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Stichtag 29.904 T€ (Vj. 26.691 T€). Neben der fristgerechten Tilgung der bestehenden Darlehen erfolgten Neuaufnahmen in Form von langfristigen Darlehen sowie kurzfristigen Betriebsmittelkrediten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 491 T€ auf 2.102 T€ erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten neben einem Verrechnungskonto, Umsatzsteuerverbindlichkeiten aus der Organschaft sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um T€ 1.205 auf T€ 11.381 im Wirtschaftsjahr 2020/2021 vermindert. Die Abnahme resultiert überwiegend aus vereinbarten Tilgungsleistungen (-1.209 T€) der bestehenden Darlehen. IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir als Kennzahlen die Umsatzerlöse, das Rohergebnis sowie das Jahresergebnis heran. Weiterhin werden Einkaufs-, Verkaufs- und Produktionsstatistiken und die Liquidität laufend überwacht. Auf monatlicher Basis werden anhand der erstellten Monatsabschlüsse die Ist-Zahlen mit den Plan-Zahlen verglichen und wesentliche Abweichungen analysiert. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden wieder verschiedene Qualitätsaudits durchgeführt. Im April 2021 wurde das Audit zur IFS-Zertifizierung durchgeführt. Mit dem Zertifikat vom 16. Juni 2021 wird bestätigt, dass die Anforderungen gemäß IFS Food Version 6.1 auf Higher Level erfüllt wurde. Es wurde das Überprüfungsaudit zur ISO 14001 Zertifizierung durchgeführt. Das Audit fand im Juni 2021 statt. Es wird bescheinigt, dass ein Umweltmanagementsystem eingeführt wurde und erfolgreich angewendet wird entsprechend der Norm ISO 14001 Ausgabe 09/2015. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit bis 23. September 2022. Ebenso wurde das Überprüfungsaudit zur ISO 50001 Zertifizierung durchgeführt. Das Audit fand im Juli 2021 statt. Es wird bescheinigt, dass ein Energiemanagementsystem eingeführt wurde und erfolgreich angewendet wird entsprechend der Norm ISO 50001 Ausgabe 12/2018. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit bis 22. Juli 2023. Weitere Zertifizierungen in verschiedenen Bereichen wurden durchgeführt. Nachfolgende gültige Zertifikate liegen vor: SGF International e.V., Naturland; ÖKO-Garantie Kiwa BCS; Bioland, Sozialaudit. Alle Zertifikate sind auf unserer Web-Site veröffentlicht. Zu unseren gesteckten Unternehmenszielen gehört die Versorgung unseres Betriebes mit Energie aus erneuerbaren Energien. Um dies zu unterstreichen, wurde im September und Oktober 2021 ein Photovoltaikkraftwerk mit insgesamt 1.035 kW Leistung installiert, das im Dezember 2021 in Betrieb genommen wurde. Regelmäßig werden unsere Mitarbeiter auf Schulungen und Fortbildungen geschickt. Wir bilden im kaufmännischen und gewerblichen Bereich aus. Alle unsere Auszubildenden werden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Seit 2012 bieten wir unseren Mitarbeitern die "Dreher-Rente" an. Die Mitarbeiter können in einem günstigen Gruppentarif eine private Rentenvorsorge aufbauen. Der Arbeitgeber beteiligt sich an den Kosten dazu. Diese Maßnahmen spiegeln sich wider im derzeitigen Personalstamm, der vorwiegend aus Fachkräften besteht, die seit vielen Jahren im Unternehmen arbeiten. Die Fluktuation ist niedrig. Wir planen, künftige Investitionen immer unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz umzusetzen. Das erklärte Unternehmensziel ist es, nicht nur Produktionswachstum umzusetzen, sondern Energieeinsparpotentiale aufzudecken, um diese durch gezielte Investitionen zu nutzen. C. Prognosebericht Das Wirtschaftsjahr 2021/2022 verlief im 1. Quartal sehr gut. Die Umsätze sind im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum um ca. 5,7% gestiegen. Die deutsche Apfelernte in der Saison 2021 war etwas schwächer als zuerst prognostiziert. Die sehr regenreichen Frühjahrs- und Frühsommermonate haben sich negativ auf den Erntemengen ausgewirkt. Auf europäischer Ebene wird mit einer Steigerung von ca. 10% der Apfelproduktion gerechnet. Die Erntemengen in Polen sollen sich dabei sogar um ca. 22% im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Die Apfelernte in Deutschland liegt mit geschätzten 1.080.000 to etwas über dem Vorjahresertrag (ca. +6%) (3). Nach einer sehr guten Ernte von Streuobstäpfeln im Vorjahr mussten wir nach den Regeln der Alternanz mit einer deutlich schwächeren Ernte rechnen. Dies wurde durch die schlechten Wetterbedingen mit niedrigen Temperaturen und viel Nässe während der Blütezeit noch verstärkt. Es wird eine Erntemenge an Streuobstäpfeln von 300.000 Tonnen (4) in Deutschland erwartet. Wir erwarten, dass sich die Erzeugerpreise im Vergleich zur Ernte 2020 leicht verringern. Die Erzeugerpreise für unsere Bioprodukte werden eher steigen. Die Verkaufspreise verändern sich für unsere Hauptprodukte grundsätzlich im gleichen Verhältnis zu den Einkaufspreisen der jeweiligen Ernte. Wir rechnen im Wirtschaftsjahr 2021/22 derzeit mit einem Umsatz in Höhe von 41 bis 43 Mio. €. Durch die Anpassung der Verkaufspreise an die Rohwarenpreise rechnen wir derzeit mit keinen grundlegenden Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2021/2022 von einem etwas geringeren Rohergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019/2020 aus. Die Materialquote planen wir auf einem ähnlichen Niveau. Die Personalkosten werden sich um die jährliche Lohnniveauanpassung um ca. 2,5% erhöhen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen planen wir mit gleichbleibenden Kosten gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2021/2022 planen wir derzeit mit einem vergleichbaren Ergebnis wie 2019/2020. Eine weitere negative Entwicklung durch die Corona-Pandemie könnte sich jedoch negativ auf unsere Planung auswirken. Auch unter Berücksichtigung der Mittelabflüsse aus den Investitionen ist unser Geschäftsbetrieb im Jahr 2021/2022 durchfinanziert, so dass wir jederzeit in der Lage sein werden, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. D. Chancen- und Risikobericht I. Risikobericht Die nur unwesentlichen Abweichungen der Erntemengen in Deutschland und auch in ganz Europa werden unsere Unternehmensziele nur bedingt tangieren. Der bisherige Stand der Kontraktabschlüsse ist zufriedenstellend. Den geplanten Rohwarenbedarf konnten wir ohne Probleme beziehen. Die Rohwarenbeschaffung erfolgt je nach Ernteverlauf aus dem regionalen Umfeld, aus Deutschland sowie den angrenzenden europäischen Nachbarländern. Bereits im Dezember 2019 wurden die ersten Meldungen der neuartigen Viruserkrankung SARS-COVID 19 bekannt. Ende Januar 2020 erklärt die WHO eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite. Dies führte dann Ende März zu einem "Lock-Down" in Deutschland. Ab November 2020 bis Jahresanfang 2021 gab es den sogenannten "Lock-Down-Light". Von Januar 2021 bis Mai 2021 dauert dann der 2. Lock-Down in Deutschland. Ein Teil unserer Kunden, die vorwiegend die Gastronomie beliefern, wurden hart getroffen. Die laufenden Kontrakte wurden zwar nicht storniert, jedoch wurden die Auslieferungen verschoben. Ein gegenläufiger Effekt war beim privaten Konsum zu verzeichnen. Bei Kunden, die den Einzelhandel beliefern, sind die Umsätze gestiegen. Wir gehen davon aus, die Corona-Pandemie auch weiterhin ohne größere Umsatzeinbrüche zu überstehen. Unser Betrieb in Stockach und der unseres Tochterunternehmens in Polen konnten bisher weitgehend ohne Einschränkungen produzieren. Durch den Abschluss von Lieferverträgen ist die Rohwarenversorgung langfristig gesichert. Die Liquiditätsreserven sind unter Berücksichtigung der Entwicklung der Rohwarenpreise ausreichend. Es sind keine Engpässe zur erwarten. Zur Finanzierung unseres Warenlagers haben unsere Hausbanken ausreichend Betriebsmittelkredite bereitgestellt. Die Kreditlinien sind somit ausreichend bemessen und gewähren uns durchgehend Liquidität. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Zur Absicherung gegen steigende Energiekosten haben wir bereits längerfristige Gaskontrakte geschlossen und betreiben darüber hinaus ein Blockheizkraftwerk. Außerdem haben wir im Dezember 2021 ein Photovoltaikkraftwerk in Betrieb genommen. Zur Finanzierung dieser Investition wurde im Oktober 2021 ein langfristiges Darlehen in Höhe von 700 T€ aufgenommen. Die Betriebsprüfung der Finanzverwaltung wurde nach einer coronabedingten Verzögerung im Juni 2021 abgeschlossen. Die gebildeten Rückstellungen für Steuernachzahlungen waren ausreichend. Überhänge wurde ertragswirksam aufgelöst. II. Chancenbericht In Deutschland wird weltweit am meisten Fruchtsaft getrunken. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fruchtsäften und Fruchtnektaren liegt im Jahr 2020 bei 30,0 l (Vj. ca. 30,5 l) in Deutschland und ist damit leicht rückläufig.(5) Bei Direktsäften gekühlt sehen wir weiterhin gute Chancen für unsere Säfte und steigende Absatzmöglichkeiten. Die Rohwarenpreise sind in der Obsternte 2021 um ca. 7,4% gefallen. Die Umsatzerlöse sind im Wirtschaftsjahr 2020/2021 um ca. 10 % gefallen. Dies hat auch mit mengenmäßigen Verschiebungen unseres Absatzes zu tun, welche durch die Einflüsse der Corona-Pandemie verursacht sind. Die Veränderungen der Rohwarenpreise werden an die Kunden weitergegeben, somit werden für uns die Chancen aus der Ernte 2021 überwiegen. Wir werden weiterhin unsere Produktlinien im Bereich Apfeldirektsaft sowie Bio-Apfeldirektsaft und Mischsäfte ausbauen. Der Bereich "Blending" wird weiter ausgebaut. Der Absatz der Püreeprodukte ist deutlich gestiegen. Die größte Einzelinvestition im abgelaufenen Wirtschaftsjahr war der Bau einer Kühllagerhalle im Industriegebiet Hardt in Stockach. Die Halle wurde im Dezember 2021 fertiggestellt. III. Gesamtaussage Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns der Bewältigung der künftigen Risiken - auch unter Berücksichtigung möglicher Auswirkungen durch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie - gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Genussrechte. Unser Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt unser Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Unsere Forderungen haben wir zusätzlich bei einer Kreditversicherung gegen Ausfall versichert. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich unser Unternehmen überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Hausbanken. Ein weiteres Finanzierungselement der Gesellschaft stellt zwischenzeitlich auch Leasing dar. Dadurch wurde die Kapitalbindung minimiert. Es wurden aber auch finanzielle Verpflichtungen eingegangen. Zur Stärkung der wirtschaftlichen Eigenmittelbasis der Fidel Dreher GmbH bei der Umsetzung der Großinvestition der Dreher Poland Sp. z o.o. wurden im Wirtschaftsjahr 2016/2017 6.000.000 Stück Genussrechte im Nennbetrag von jeweils 1,00 €, d.h. im Gesamtnennbetrag von 6,0 Mio. € ausgegeben. Dieses Genussrecht stellt bei der Fidel Dreher GmbH Fremdkapital dar. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. F. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Stockach, den 17. Dezember 2021 Geschäftsführung gez. Hans-Peter Dreher gez. Markus Bold (1) Quelle "Prognosfruit-Messe 2021 - European Apple Forecast 2021" (2) Quelle "Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V." (3) Quelle "Prognosfruit-Messe 2021 - European Apple Forecast 2021" (4) Quelle "VdF - Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie" - Pressemeldung 2021 (5) Quelle "Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V."" BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Die Fidel Dreher GmbH hat ihren Sitz in Stockach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Breisgau unter HRB 520298 eingetragen. Der Jahresabschluss der Fidel Dreher GmbH für das Geschäftsjahr 2020/2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt - mit Ausnahme der Davon-Vermerke in der Gewinn- und Verlustrechnung. Unsere Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Sie unterliegt der gesetzlichen Prüfungspflicht nach § 316 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert (§ 275 Abs. 2 HGB). B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierung und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden erfolgen unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Weiter werden Bilanzierung und Bewertung unverändert nach folgenden Grundsätzen vorgenommen: ANLAGEVERMöGEN Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3-5 Jahren, die Sachanlagen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3-33 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 410,00 € bzw. ab 1.1.2018 800 € nicht übersteigen, wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Öffentliche Zuwendungen wurden zeitlich durch Absetzung von den Anschaffungskosten abgegrenzt. Die Finanzanlagen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Anlagespiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt. UMLAUFVERMöGEN Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden grundsätzlich mit dem Einkaufspreis oder dem niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet. Für Ersatzteile wurden angemessene altersbedingte Abschläge vorgenommen. Die fertigen Erzeugnisse haben wir zu Herstellungskosten bewertet. Verwaltungsgemeinkosten wurden nicht angesetzt. Die Wertermittlung erfolgte retrograd aus den Verkaufspreisen. Die Bewertung erfolgt verlustfrei. Die Forderungen (gekürzt um pauschale Wertberichtigungen), die sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten kamen mit ihrem Nominalbetrag zum Ansatz. Für bereits vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungen gebildet. RüCKSTELLUNGEN Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Auf die Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen sowie auf die Abzinsung von Rückstellungen wurde aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten verzichtet. VERBINDLICHKEITEN Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennwert bewertet. Es erfolgte ein aktivischer Ausweis unter den Vorräten, soweit eine Verrechnung möglich war. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 15,825% (einschließlich Solidaritätszuschlag) und des Gewerbesteuersatzes bei einem Hebesatz von 350% von insgesamt 28,075%. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergaben sich ausschließlich - nicht bilanzierte - aktive latente Steuern. C. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Im laufenden Geschäftsjahr wurden aufgrund einer Vereinbarung mit dem Gläubiger aufgelaufene Zinsforderungen in Höhe von 1.017 T€ für die Jahre 2016/2017 - 2019/2020 von den Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen zu den kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen umgegliedert. In dieser Höhe ist die Vergleichbarkeit der beiden Positionen mit dem Vorjahr eingeschränkt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 1.018.247,78 €. (Vorjahr: 1.188.906,55 €). Diese betreffen ein verzinsliches Darlehen. Weiterhin betreffen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen kurzfristige, verzinsliche Darlehen in Höhe von 50 T€ (Vorjahr: 48 T€), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.872 T€ (Vorjahr: 230 T€) und Forderungen aus Gewinnansprüchen in Höhe von 590 T€ (Vorjahr: 368 T€). Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend ausstehende Rechnungen (84 T€), Personalkosten einschließlich Sonderzahlungen (135 T€), sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten (50 T€). Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 384.599,65 € (Vorjahr: 205.659,89 €), die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wurden. Diese betreffen zum Bilanzstichtag Umsatzsteuerverbindlichkeiten aus der Organschaft (385 T€). Weiter bestehen ein Verrechnungskonto (1.539 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (0 T€) gegenüber verbundenen Unternehmen. Mit Vertrag vom 10.05.2017 wurde ein Genussrecht ausgegeben. Genussrechtserwerber ist die "CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co.KG". Das Genussrechtskapital beträgt 6.000.000 €. Der Genussrechtsvertrag hat eine Laufzeit von sieben Jahren und endet am 30.06.2024. Mit dem Genussrechtserwerber wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung in gleicher Höhe abgeschlossen. Die Umsatzerlöse sind nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zu untergliedern:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0 T€ (Vj. 2 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 796 T€. Diese resultieren aus Feststellungen der im Geschäftsjahr abgeschlossen steuerlichen Außenprüfung. Die Feststellungen werden in laufender Rechnung korrigiert und betreffen eine Zinssatzkorrektur auf hingegebene Ausleihungen an ein verbundenes Unternehmen für die Geschäftsjahre 2015/2016 bis 2019/2020 in Höhe von 442 T€, sowie die Anpassung der Garantiezahlungen im gleichen Zeitraum an und von einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 354 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 5 T€ (Vj. 0 T€). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von 39 T€. Die sonstigen Steuern erhalten Umsatzsteuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von 45 T€. D. Sonstige Angaben Verbindlichkeitenspiegel nach § 285 Nr. 1 HGB Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Art und Form der Sicherheiten 1) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 29.904 T€ wie folgt besichert: - Sicherungsübereignung/ Raumsicherungsübertragung von Edelstahltanks der Tanklager sowie weitere Kühl- und Schönungstanks und Tanks im Freien (Sicherheiten Poolvertrag der Volksbank eG Überlingen gemeinsam mit der KSK Tuttlingen und der BW-Bank Singen) - Sicherungsübereignung der Tankreinigungsanlage - Sicherungsübereignung Waren/Säfte und Konzentrate (Sicherheiten Poolvertrag der Volksbank eG Überlingen gemeinsam mit der KSK Tuttlingen und der BW-Bank Singen), das heißt Raumsicherungsübertragung Waren mit Abtretung der Verkaufsforderungen - Globalabtretung der Forderungen (Sicherheiten Poolvertrag der Volksbank eG Überlingen gemeinsam mit der KSK Tuttlingen und der BW-Bank Singen), das heißt Abtretung von Außenständen/ Globalzession für alle gegenwärtigen und zukünftig entstehenden Forderungen gegen alle Kunden mit den Anfangsbuchstaben A-Z - Raumsicherungsübertragung Inventar (Tanklager/ Tanks) - Sicherungsübereignung maschinelle Anlagen/ Unipektin - Sicherungsübereignung der finanzierten Tankanlage (10 Edelstahltanks/ Tanklager 14) - Raumsicherungsübertragung diverser Räumlichkeiten - Sicherungsübereignung 38 Stück KZE Tanks mit Armaturen und Bühnenanlage - Sicherungsübereignung des Inventars der Industriestr. 28, Stockach - Sicherungsübereignung der maschinellen Anlagen KZE 6 - Garantieerklärung der Dreher Poland Sp. z o.o. 2) Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. 3) Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 857 T€ (Vj; 1.152 T€) durch Sicherungsübereignung einer Röhren-Pasteur- und Entgasungsanlage besichert. Außerbilanzielle Geschäfte Unsere Gesellschaft hat zum 31. August 2021 Verpflichtungen aus PKW/LKW-Leasingverhältnissen (137 T€ p.a.) und aus Anlagen sowie SAP-Lizenzen (494 T€ p.a.). Diese Maßnahmen dienen der Vermeidung des sofortigen Liquiditätsabflusses in voller Höhe, welcher beim Kauf entstehen würde, sowie der Vermeidung einer Erhöhung von Kreditverbindlichkeiten. Die Ertragslage muss in der Zukunft gewährleisten, dass die entsprechenden Leasingraten bedient werden können. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche Dauerschuldverhältnisse
Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bürgschaft für einen Betriebsmittelkredit gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von bis zu 26 Mio. PLN. Zum Bilanzstichtag wurde der Betriebsmittelkredit in Höhe von 13.000 TPLN (2.870 T€; umgerechnet zum Devisenkassamittelkurs von 4,5296) in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme ist derzeit nicht wahrscheinlich, da das verbundene Unternehmen seine Verpflichtungen bisher erfüllen kann und auch weitere Sicherheiten in Form von Grundschulden und Warenbeständen bestehen. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt rund 78 Mitarbeiter beschäftigt. Dieser Mitarbeiterbestand lässt sich wie folgt untergliedern.
Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr 2020/2021 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt 33 T€ für Abschlussprüfungsleistungen. (davon für 2020/2021 31 T€ und für 2019/2020 2 T€) Geschäftsführer Hans-Peter Dreher, Geschäftsführer, Stockach Markus Bold, Geschäftsführer (Bereiche: Einkauf und Verkauf), Stockach Die Angaben gem. § 285 Nr. 9a HGB (Aufwendungen für die Geschäftsführung) entfallen unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Dem Geschäftsführer Hans-Peter Dreher wurde im Geschäftsjahr 2020/2021 ein Darlehen über insgesamt 181 T€ mit einer Verzinsung in Höhe von 2% über dem Basiszins gewährt. Verbundunternehmen
* 1) Die Umrechnung ist zum Devisenkassamittelkurs erfolgt. Dieser beläuft sich zum Bilanzstichtag 31.08.2021 auf 4,5296. Das Eigenkapital beträgt somit zum Stichtag TPLN 70.580, der Jahresüberschuss beläuft sich auf TPLN 921. Konzernabschluss Die Fidel Dreher GmbH wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der Dreher Holding GmbH & Co. KG, Stockach, (oberstes Mutterunternehmen) einbezogen. Sie ist von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses nach den §§ 291,293 HGB befreit. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Die weiterhin vorherrschende Corona-Pandemie und die damit bestehenden Unsicherheiten begleiten uns auch nach dem Stichtag. Bisher war unsere Vermögens- Finanz- und Ertragslage hierdurch nicht wesentlich beeinflusst, je nach Verlauf der Pandemie können sich jedoch auf für die Fidel Dreher GmbH negative Auswirkungen ergeben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 28.392.713,04 €, bestehend aus Gewinnvortrag in Höhe von 24.019.189,68 € und dem Jahresüberschuss in Höhe von 4.373.523,36 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Stockach, den 17. Dezember 2021 gez. Hans-Peter Dreher gez. Markus Bold Anlagespiegel
*1) Im Geschäftsjahr 2020/2021 werden erstmals aufgelaufene Zinszahlungen der Vergangenheit im Umlaufvermögen ausgewiesen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2022 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fidel Dreher GmbH, Stockach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fidel Dreher GmbH, Stockach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2020 bis zum 31. August 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fidel Dreher GmbH, Stockach, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2020 bis zum 31. August 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, den 17. Dezember 2021 LFK
WPG mbH
Thomas Bußhardt, Wirtschaftsprüfer Sascha Wieckenberg, Wirtschaftsprüfer |
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