Pegasus Manga GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Büchern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ijad Dr. Madisch seit 19.8.2021 | Geschäftsführer |
Sören Dr. Hofmayer seit 19.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Researchgate Corporation | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ResearchGate GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023
ANHANG zum 31. Dezember 2023ResearchGate GmbH, BerlinAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Firma ResearchGate GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 232771 B eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB sowie ergänzender Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§§ 265 ff. und §§ 275 ff. HGB). Die Erleichterungsvorschriften des § 327 HGB wurden für Zwecke der Offenlegung in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Ausgenommen ist die Verrechnung nach § 274 HGB. Anlagevermögen Die Gesellschaft hat das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Bewertung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Herstellungskosten der Entwicklung abzüglich planmäßiger Abschreibungen ab dem Fertigstellungszeitpunkt. Neben den unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten für Personal und bezogene Dienstleistungen wurden angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt, die im Wege einer qualifizierten Schätzung ermittelt wurden. Der Abschreibungszeitraum wurde auf der Basis einer geschätzten voraussichtlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren festgelegt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 33,33 Jahren. Vermögensgegenstände im Einzelwert zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wurden im Zugangsjahr sofort in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgt eine Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt eine entsprechende Wertaufholung. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko/Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv) Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält vorausgezahlte Aufwendungen des Folgejahres. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Rechnungsabgrenzungsposten (passiv) Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen, die Umsatzerlöse des Folgejahres darstellen. Fremdwährungsumrechnung Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt unterjährig auf Grundlage der vom Bundesfinanzministerium zur Verfügung gestellten Umsatzsteuer-Umrechnungskurse. Am Geschäftsjahresende werden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuerabgrenzung Die abzugrenzenden passiven latenten Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz aus der Inanspruchnahme des Aktivierungswahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden verrechnet mit den nach § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB abzugrenzenden aktiven latenten Steuern auf bestehende Verlustvorträge, die in den Geschäftsjahren 2026 bis 2028 nach der Unternehmensplanung voraussichtlich genutzt werden können. Da die aktive latente Steuerabgrenzung den passiven latenten Abgrenzungsbetrag mindestens erreicht, erfolgt kein Ansatz in der Bilanz aufgrund des bestehenden Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von rd. 30% zugrunde. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres - nach Bilanzposten gegliedert - ergeben sich ebenfalls aus dem Anlagenspiegel. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden, da deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzanlagen beziehen sich auf die Anteile an der ResearchGate Limited mit Sitz in Richmond, 1 The Green, TW9 1 PL, Großbritannien. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 520 (Vorjahr: T€ 520) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 € 25.000,00 und ist voll eingezahlt. Weitere € 105.126.134,57 (Vorjahr: € 99.652.680,82) sind als andere Zuzahlungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Verbindlichkeiten Die Übrigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von T€ 7.800 (Vorjahr T€ 7.800) sowie i.H.v. T€ 385 (Kautionen; Vorjahr: T€ 269) eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen" sind T€ 1.570 (Vorjahr: T€ 1.570) planmäßige Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände enthalten. Im Jahr 2023 wurden keine Hinzuaktivierungen zu den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen vorgenommen. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 185 (Vorjahr: 207) Arbeitnehmer. Sie verteilen sich auf die Funktionsbereiche wie folgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen von nicht in der Bilanz enthaltenden Geschäften Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 4.959 zuzüglich Umsatzsteuer, die auf die Leasingkosten und die Mieten für die Geschäftsräume und Parkplätze entfallen. Ausschüttungsgesperrte Beträge Aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sind T€ 3.141 (Vorjahr: T€ 4.711) ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 HGB. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin ist die ResearchGate Corporation, 2711 Centerville Road, Wilmington, Delaware, USA. Beteiligungen Die Gesellschaft ist an der ResearchGate Limited mit Sitz in Richmond, 1 The Green, TW9 1 PL, Großbritannien zu 100% beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt GBP 79.929 (€ 69.462,29). Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis in Höhe von GBP 40.085 (€ 34.835,86). Geschäftsführung Die Geschäftsführung bestand im Zeitraum vom 1.1.2023 bis zum Aufstellungszeitpunkt aus folgenden Personen: Herrn Dr. Ijad Madisch, Arzt, Berlin, sowie Herrn Dr. Sören Hofmayer, Arzt, Berlin Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angaben zu den von der Geschäftsführung im Berichtsjahr bezogenen Gesamtbezügen im Sinne des § 285 Nr. 9a HGB von den Erleichterungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Jahresergebnis und Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag beträgt € -14.807.683,31 (Vorjahr: € -6.483.537,43) und wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Es hat sich bisher gezeigt, dass der Wissenschaftssektor und somit das Geschäftsfeld von ResearchGate widerstandsfähiger gegenüber Krisen ist, als andere Wirtschaftssektoren. Die der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr bekannten Abschätzungen und Annahmen sind im Lagebericht unter Prognosebericht berücksichtigt. Wir erwarten zum jetzigen Zeitpunkt keine längerfristigen negativen Auswirkungen. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen mit ihren Folgen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden laufend überwacht. Im August 2023 wurde vor dem Eastern District of Texas (United States District Court, Eastern District of Texas, Marshall Division) ein Gerichtsverfahren gegen die Gesellschaft wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen eingeleitet. Der Rechtsstreit wurde durch den Abschluss einer außergerichtlichen Vergleichsvereinbarung Anfang Oktober 2024 beigelegt. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 07.10.2024 gez. Dr. ljad Madisch gez. Dr. Sören Hofmayer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023ResearchGate GmbH, Berlin
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023ResearchGate GmbHBerlin1. Grundlagen der Gesellschaft ResearchGate wurde im Jahr 2008 von den Ärzten Dr. Ijad Madisch und Dr. Sören Hofmayer zusammen mit dem Informatiker Horst Fickenscher gegründet. Das professionelle Netzwerk vernetzt Wissenschaftler miteinander. Sie tauschen sich gemäß der Unternehmensmission "Connect the world of science. Make research open to all" in dem Netzwerk über ihre Forschung aus und teilen Ergebnisse mit. Über 25 Millionen Mitglieder haben sich dem Netzwerk bereits angeschlossen. Das Netzwerk ist exklusiv für Wissenschaftler und für sie kostenfrei. Sie melden sich mit ihrer E-Mail-Adresse einer akkreditierten Forschungseinrichtung oder eines forschenden Unternehmens an oder weisen ihre Forschungstätigkeit individuell nach. Allerdings sind alle von den Wissenschaftlern veröffentlichten Inhalte auch ohne Anmeldung der Allgemeinheit zugänglich. Damit folgt ResearchGate dem Open Science Prinzip, alle wissenschaftlichen Erkenntnisse der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Auch das Geschäftsmodell von ResearchGate trägt zum Ziel der Vernetzung der Wissenschaftswelt bei. Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Universitäten und wissenschaftliche Verlage sind Teil dieser Wissenschaftswelt. ResearchGate strebt eine Wertschöpfung sowohl für den einzelnen Forscher als auch für die Wissenschaftswelt insgesamt an. Das Geschäftsmodell von ResearchGate war zunächst hauptsächlich ausgerichtet auf Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Universitäten, die ihre Produkte und Dienstleistungen an Forscher verkaufen. Dieser Zielgruppe werden Marketing- und Recruitinglösungen angeboten, um sich gezielt mit relevanten Angeboten an Wissenschaftler zu richten. Im Jahr 2022 hat ResearchGate begonnen, sein Geschäftsmodell zu erweitern und fokussiert sich auf die Integration wissenschaftlicher Verlage und deren Veröffentlichungen in das Netzwerk. Diese Verlage spielen eine entscheidende Rolle in der Wissenschaftswelt und ResearchGate strebt hierdurch sowohl eine tiefere Integration in das bestehende Ökosystem als auch eine Erweiterung der Wertschöpfung an. 2. Forschung und Entwicklung Nutzungserweiterungen und -verbesserungen der vorhandenen Plattform durch Forschung und Entwicklung waren auch im Jahr 2023 zentral für unsere Arbeit. Forschungsarbeit hat nur in unwesentlichem Umfang stattgefunden. Die Entwicklungsarbeiten umfassen vor allem Erweiterungen und Verbesserungen, die direkt die Arbeit der Wissenschaftler und deren Vernetzung unterstützen. Ein weiterer wesentlicher Entwicklungsbereich im Geschäftsjahr war die Integration wissenschaftlicher Verlage in die Plattform. Außerdem haben Entwicklungsarbeiten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Marketing- und Recruitinglösungen auf der Plattform stattgefunden. Die Mitarbeiterzahl in den Bereichen Produktentwicklung und Engineering betrug im Berichtsjahr 99 (2022: 112). Es wurden im Berichtsjahr keine Entwicklungsleistungen aktiviert. 3. Wirtschaftsbericht Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren auch im Jahr 2023 weiterhin durch Krisen bestimmt. Die Folgen der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben die Weltwirtschaft stark beeinflusst, was sich in geringeren Wachstumsraten und gestiegenen Inflationsraten zeigt. 1 Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird vom Statistischen Bundesamt mit einem BIP -0,2% angegeben. 2 Der ITK-Markt, von dem ResearchGate ein Teil ist, verzeichnete ein Umsatzwachstum von 2% im Vergleich zum Vorjahr. 3 Als wissenschaftliches Netzwerk wird ResearchGate auch von den Rahmenbedingungen und politischen Entwicklungen in der Forschung geprägt. Für Deutschland ist festzustellen, dass sich die Bundesausgaben für Bildung und Forschung im Jahr 2023 auf etwa 21,5 Mrd. Euro beliefen (2022: 20,4 Mrd. Euro). 4 National und international unterstützen immer mehr Forschungseinrichtungen und Regierungen die Open Science Bewegung, die ResearchGate vorantreibt. Open Science steht, ähnlich der Open Source Bewegung in der Softwareentwicklung, für die freie Verfügbarkeit von Forschungsdaten im Internet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung verfolgt eine Strategie zur freien Verfügbarmachung wissenschaftlicher Publikationen für die Allgemeinheit. 5 Auch die UNESCO verpflichtete sich zur freien Verfügbarkeit öffentlich geförderter Studien. 6 Dieser Trend macht ResearchGate für Wissenschaftler attraktiv, die in ihren Profilen ihre Forschung der Öffentlichkeit frei zugänglich machen wollen und gleichzeitig machen diese Entwicklungen unser Netzwerk attraktiv für die gesamte wissenschaftliche Verlagswelt. Nicht zuletzt erhöht diese Entwicklung unseres Netzwerkes auch die Attraktivität unserer Marketing- und Recruitinglösungen. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr unseren Erwartungen entsprechend entwickelt. Ein geplanter erheblicher Rückgang der Umsätze und des EBITDA resultierte aus der Fokussierung auf das neue Geschäftsfeld Publisher Solutions und den damit einhergehenden Veränderungen und Investitionen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Mitarbeiterbestand deutlich verkleinert, was positive Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage hat.
1 Statistisches Bundesamt,
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/
Der Umsatz im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 23,6% auf T€ 19.632 zurückgegangen. Während Umsatzrückgänge im Bereich der Marketing- und Recruitinglösungen verzeichnet wurden, konnte der neue Geschäftsbereich Publisher Solutions erfolgreich weiterentwickelt werden und Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften. Die Umsätze lagen über Plan, die Geschäftsabschlüsse im Bereich Publisher Solutions waren größer als erwartet, außerdem fielen die Umsatzabgrenzungen insgesamt geringer aus. Das EBITDA fiel mit T€ -12.004 im Geschäftsjahr negativ und deutlich geringer als im Vorjahr (2022: T€ -4.019) aus, was im Wesentlichen auf geringere Umsätze zurückzuführen ist. Das EBITDA lag im Geschäftsjahr über Plan, da die Personalkosten geringer ausfielen als geplant. Der wissenschaftliche Austausch innerhalb des Netzwerkes konnte weiter gestärkt und gefördert werden, wozu insbesondere auch die voranschreitende Integration wissenschaftlicher Verlage beiträgt. ResearchGate basiert auf Netzwerkeffekten, das heißt je mehr Wissenschaftler sich dem Netzwerk anschließen und je öfter sie es nutzen, desto wertvoller wird es für sie und desto wertvoller wird es für alle Akteure der Wissenschaftswelt, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Universitäten und Verlage. Daher sind Nutzungskennzahlen relevante Leistungsindikatoren. Über 25 Millionen Wissenschaftler haben sich dem Netzwerk bereits angeschlossen und über 160 Millionen wissenschaftliche Publikationen sind auf der Plattform zugänglich oder referenziert. Zudem verstehen wir unsere Unternehmenskultur als einen zentralen Faktor unseres Erfolgs mit einem Fokus auf die strategische Entwicklung des Unternehmens. Im Jahr 2023 arbeiteten Mitarbeiter aus über 50 Nationen und mit diversen Werdegängen gemeinsam daran, die Welt der Wissenschaft zu vernetzen. Auftragslage Der Auftragsbestand per 31.12.2023 betrug T€ 2.014 (per 31.12.2022: T€ 2.564). Zum Jahresende sind weniger Kundenaufträge platziert worden, die das kommende Wirtschaftsjahr betreffen. Investitionen Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von T€ 26 (2022: T€ 231) getätigt. Die Investitionen gingen hauptsächlich in die IT-Infrastruktur, es sind keine aktivierten Entwicklungsleistungen enthalten. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Zum 31.12.2023 betrug das bilanzielle Eigenkapital € 10,9 Mio. (2022: € 20,2 Mio.). Der Ausbau des Geschäftes wird grundsätzlich über Eigenmittel finanziert, die durch die Alleingesellschafterin ResearchGate Corporation durch Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage zur Verfügung gestellt werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden der Kapitalrücklage T€ 5.473 zugeführt. Im Geschäftsjahr 2019 wurde außerdem ein Darlehen von einem Investor in Höhe von T€ 7.500 aufgenommen. Es besteht die Option noch zwei weitere Darlehensabrufe in Höhe von jeweils T€ 3.750 zu tätigen. Eine weitere Inanspruchnahme erfolgte bisher nicht. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 185 Mitarbeiter (2022: 207 Mitarbeiter). Ertragslage Die Ertragslage zeigte im Vergleich zum Vorjahr für die ResearchGate GmbH folgende Struktur:
Der Umsatz im Berichtsjahr geht um 23,6% auf T€ 19.632 zurück, was Resultat der Fokussierung auf das neue Geschäftsfeld Publisher Solutions ist. Während Umsatzrückgänge im Bereich der Marketing- und Recruitinglösungen verzeichnet wurden, konnte der neue Geschäftsbereich Publisher Solutions erfolgreich weiterentwickelt werden und Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften. Der Rückgang der Sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich aus erhöhten Beträgen im Vorjahr aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Wechselkurserträgen. Die Betriebsaufwendungen sind insgesamt etwa auf Vorjahresniveau. Der Materialaufwand ist um T€ 383 zurückgegangen, da durch geringere Untervermietung von Geschäftsräumen weniger Mietaufwand in dieser Position enthalten ist als noch im Vorjahr. Der Anstieg der Personalkosten um T€ 360 steht hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Personalabbau im Laufe des Geschäftsjahres und den damit verbundenen Rückstellungen für Freistellungen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht um T€ 29 gesunken. Hervorzuheben sind hier gestiegene Aufwendungen für Rechtsberatung, Softwarelizenzen, sowie höhere Aufwendungen der Tochtergesellschaft in Großbritannien. Im Gegenzug sind die Fremdleistungen gesunken. Im Ergebnis fällt das EBITDA 2023 mit T€ -12.004 negativ aus und liegt um T€ 7.986 unter dem Vorjahr. Das Jahresergebnis hat sich aufgrund der oben genannten Gründe auf T€ -14.808 (Vorjahr: T€ -6.484) verringert. Finanzlage Die Finanzlage 2023 stellt sich wie folgt dar:
Im Jahr 2023 war der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit negativ und betrug T€ -10.745 (2022: T€ -5.590). Die Verringerung des Cashflows gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Ergebnis aus dem operativen Geschäft, insbesondere basierend auf deutlich geringeren Umsätzen. Demgegenüber stehen einerseits die Zunahme der Rückstellungen und anderseits die Abnahme der Forderungen gegen Gesellschafter. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ist aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Investitionen in das Sachanlagevermögen gesunken. Im Geschäftsjahr wurden der Kapitalrücklage T€ 5.473 zugeführt, somit ergibt sich insgesamt ein negativer Cashflow von T€ - 6.411 und ein Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres von T€ 14.939. Die Gesellschaft kann jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachkommen. Die Kapitalstruktur per 31.12.2023 stellt sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zusammenfassend wie folgt dar:
Vermögenslage Die zusammengefassten Bilanzen der Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigen folgende Struktur der Vermögenslage:
Auf der Aktivseite sind die Immateriellen Vermögensgegenstände ein wesentlicher Posten, der um T€ 1.570 zum Vorjahr gesunken ist. Hierbei handelt es sich um die Abschreibung auf die aktivierten Entwicklungsleistungen. Der Forderungsbestand bleibt trotz gesunkener Umsatzerlöse etwa unverändert. Die liquiden Mittel sind zum Vorjahr um T€ -6.410 auf T€ 14.939 gesunken, was im Wesentlichen auf einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 beläuft sich auf T€ 14.808 das Eigenkapital hat sich um T€ - 9.334 verringert und beträgt T€ 10.890. Die Eigenkapitalquote beläuft sich am 31.12.2023 auf 47% gegenüber 64% am Vorjahresstichtag. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet ResearchGate die Größen, Umsatz und EBITDA. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die Anzahl der angemeldeten Netzwerknutzer herangezogen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Trotz rückläufiger Umsätze und negativem Jahresergebnis schätzt die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung, sowie der Geschäfts- und sonstigen Rahmenbedingungen die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr als zufriedenstellend ein und beurteilt die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 als zufriedenstellend. Das EBITDA ist mit T€ -12.004 zwar deutlich geringer als im Vorjahr, ist aber besser ausgefallen als geplant. Es ist gelungen, trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Lage das neue Geschäftsfeld Publisher Solutions erfolgreich aufzubauen und ein Geschäftsmodell basierend auf wiederkehrenden Umsätzen (subscriptions) zu etablieren. Dies sichert langfristige Kundenbindung, führt in Zukunft zu einer stabileren Umsatzentwicklung und wird sich in folgenden Geschäftsjahren auszahlen. Außerdem hat die Reduzierung des Mitarbeiterbestandes im Zuge dieser Veränderung positive Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage. Die Vermögens- und Finanzlage der ResearchGate GmbH ist als geordnet anzusehen. Das Unternehmen war stets in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Der Finanzmittelbestand hat eine angemessene Größenordnung und bietet die entsprechenden Möglichkeiten für notwendige Investitionen. 4. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Es ergaben sich aus der Risikoanalyse keine Anhaltspunkte über eine Gefährdung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. ResearchGate kann wichtige Mitarbeiter verlieren oder nicht in der Lage sein, Schlüsselpositionen zu besetzen, um seine Ziele zu erreichen. Änderungen der Wechselkurse können einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben. Ukraine-Krise Die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung als Folge der Krisensituation ist derzeit nicht absehbar und es ist nicht ausgeschlossen, dass dies einen temporären negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der ResearchGate GmbH nehmen kann. Insgesamt gehen wir davon aus, dass der Wissenschaftssektor, von dem ResearchGate ein Teil ist, deutlich widerstandsfähiger gegenüber Krisen ist, als andere Wirtschaftssektoren. Rechtsstreitigkeiten Im August 2023 wurde vor dem Eastern District of Texas (United States District Court, Eastern District of Texas, Marshall Division) ein Gerichtsverfahren gegen die Gesellschaft wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen eingeleitet. Die Klage begehrt eine dauerhafte Unterlassung und Schadensersatz, enthält aber keinen bezifferten Antrag auf Schadenersatz. Die Geschäftsleitung ist sich keiner Rechtsverletzung bewusst. Der Rechtsstreit wurde durch den Abschluss einer außergerichtlichen Vergleichsvereinbarung Anfang Oktober 2024 beigelegt. Entsprechend wurde im Jahresabschluss zum 31.12.2023 eine Rückstellung zzgl. Rechtsanwaltskosten gebildet. Gesamtrisiko Aus aktuell vorhandenen Informationen gehen keine wesentlichen Risiken hervor, die heute oder in absehbarer Zukunft, einzeln oder kumulativ, den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Bestehende Risiken sind im erforderlichen Umfang durch das vorhandene Risikomanagementsystem transparent und beherrschbar. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Chancenbericht Basierend auf der positiven allgemeinen Ausgangslage und den berichteten Daten ergibt sich für ResearchGate auch in Zukunft großes Potenzial. Grund hierfür ist vor allem die Neu- und Weiterentwicklung von Features, die Wissenschaftler aktiv in ihrer täglichen Forschung nutzen. Durch den Ausbau und die Weiterentwicklung dieser Features gehen wir davon aus, zukünftig auch Wissenschaftler für unser Netzwerk gewinnen zu können. Neben der wachsenden Gruppe der Wissenschaftler sehen wir für das Netzwerk auch Wachstumsmöglichkeiten in anderen Bereichen. Insbesondere in der Integration von wissenschaftlichen Verlagen in das Netzwerk sehen wir enorme Wachstumspotenziale für ResearchGate und Wertschöpfung für die Wissenschaftswelt insgesamt. Dieses neue Geschäftsmodell beinhaltet zu einem großen Teil wiederkehrende Umsätze (subscriptions), was in Zukunft zu einer stabileren Umsatzentwicklung führt. Neben unserem eigenen Wachstum ergeben sich auch aus der allgemeinen positiven Ausgangslage Potenziale: Nie wurde in Deutschland mehr für Forschung und Entwicklung ausgegeben als heute. Die Europa-2020- Strategie der europäischen Mitgliedstaaten und der Institutionen beinhaltet als Zielvorgabe jährlich 3% des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung auszugeben. 7
7
https://www.datenportal.bmbf.de/portal/de/reseach.html
Zudem wird die Open Science Idee unter Wissenschaftlern und wichtigen Einrichtungen in der Wissenschaft immer populärer. ResearchGate bietet mit dem Netzwerk Funktionalitäten an, um diese Idee umzusetzen und Forschungsdaten für alle zugänglich zu machen. So ist von einer stärkeren Nutzung des Netzwerks zur Veröffentlichung von Forschungsdaten auszugehen. Auch Trends in den Geschäftsfeldern unserer Kunden bieten große Chancen für unser Geschäftsmodell. Immer mehr Unternehmen und Institutionen nutzen digitale Lösungen für Recruiting- und Marketingaktivitäten. Wir bedienen diese Nachfrage, helfen Unternehmen bei der Planung und dem Ausbau neuer digitaler Marketingstrategien und setzen diese mit unseren Werbe- und Recruiting-Lösungen direkt um. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm, Forderungsausfälle sind in unwesentlichem Umfang vorhanden. Das Unternehmen verfügt über ein adäquates Debitorenmanagement zur Minimierung von Ausfallrisiken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. 5. Prognosebericht In den kommenden Jahren verfolgen wir mit unserem Netzwerk für Wissenschaftler weiterhin unsere Unternehmensmission "Connect the world of science. Make research open to all". Bisher haben sich über 25 Millionen Wissenschaftler dem Netzwerk angeschlossen und sie nutzen das Netzwerk immer umfassender für ihre tägliche Arbeit. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im allgemeinen Krisenumfeld mit rückläufigen Wachstumsraten sind derzeit unklar. Es hat sich bisher gezeigt, dass der Wissenschaftssektor und somit das Geschäftsfeld von ResearchGate widerstandsfähiger gegenüber Krisen sind als andere Wirtschaftssektoren. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen mit ihren Folgen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden laufend überwacht. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse, insbesondere durch die Ausweitung des neuen Geschäftsbereichs Publisher Solutions. Gleichzeitig erwarten wir eine erhebliche Verbesserung des EBITDA durch deutlich geringere Kosten, insbesondere aufgrund des reduzierten Personalbestands. Hinsichtlich der Nutzerzahlen und der Aktivität im Netzwerk erwarten wir auch für das Geschäftsjahr 2024 ein Wachstum der Mitgliederzahl und der Publikationen sowie eine weiter steigende Nutzung des Netzwerkes durch die Wissenschaftler. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächliche Entwicklung von unseren getroffenen Annahmen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen kann.
Berlin, 07.10.2024 gez. Dr. ljad Madisch gez. Dr. Sören Hofmayer Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 276, 288 und 327 HGB verkürzte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ResearchGate GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ResearchGate GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ResearchGate GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 14. Oktober 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
gez. Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer gez. Danijela Mijatov, Wirtschaftsprüferin" HRB 232771 BFeststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am xx.xx.2024 festgestellt. Vorschlag über die Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag für 2023 in Höhe von € 6.483.537,43 auf neue Rechnung vorgetragen. Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDer Jahresfehlbetrag für 2023 in Höhe von € 6.483.537,43 wird gemäß der Gesellschafterversammlung vom xx.xx.2024 auf neue Rechnung vorgetragen. |
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