Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 232771
Eingetragen
19.8.2021
Branche
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Der Betrieb von Telemediendiensten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ijad Dr. Madisch
seit 19.8.2021
Geschäftsführer
Sören Dr. Hofmayer
seit 19.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Researchgate Corporation
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Researchgate Corporation
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ResearchGate GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.140.779,00 4.711
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 435.838,00 453
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.646,99 310
619.484,99 (763)
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,19 0
3.760.265,18 (5.474)
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.901.956,58 4.400
- davon gegen Gesellschafter: € 0,00 (Vorjahr: T€ 609)
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.939.493,89 21.350
18.841.450,47 (25.750)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 498.172,36 353
23.099.888,01 31.577

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 105.126.134,57 99.653
III. Verlustvortrag -79.456.750,73 -72.970
IV. Jahresfehlbetrag -14.807.683,31 -6.484
10.886.700,53 (20.224)
B. Rückstellungen 1.201.991,27 690
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten ggegenüber vebundenen Unternehmen 229.577,85 104
2. Übrige Verbindlichkeiten 9.198.475,94 9.263
9.428.053,79 (9.367)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.580.142,42 1.296
23.096.888,01 31.577

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 14.609.487,67 22.264
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.875.340,81 -16.532
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.846.587,55 -2.830
- davon für Altersversorgung: € 137.408,86 (Vorjahr: T€ 136) -19.721.928,36 (-19.362)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.740.081,86 -1.742
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.891.860,96 -6.921
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 318.917,28 (Vorjahr: T€ 485)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.600,17 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.118.198,39 -693
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.820,66 0
8. Ergebnis nach Steuern -14.806.802,39 -6.454
9. Sonstige Steuern -880,92 -30
10. Jahresfehlbetrag -14.807.683,31 -6.484

ANHANG zum 31. Dezember 2023

ResearchGate GmbH, Berlin

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma ResearchGate GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 232771 B eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB sowie ergänzender Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§§ 265 ff. und §§ 275 ff. HGB).

Die Erleichterungsvorschriften des § 327 HGB wurden für Zwecke der Offenlegung in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Ausgenommen ist die Verrechnung nach § 274 HGB.

Anlagevermögen

Die Gesellschaft hat das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Bewertung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Herstellungskosten der Entwicklung abzüglich planmäßiger Abschreibungen ab dem Fertigstellungszeitpunkt. Neben den unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten für Personal und bezogene Dienstleistungen wurden angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt, die im Wege einer qualifizierten Schätzung ermittelt wurden.

Der Abschreibungszeitraum wurde auf der Basis einer geschätzten voraussichtlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren festgelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 33,33 Jahren.

Vermögensgegenstände im Einzelwert zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wurden im Zugangsjahr sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgt eine Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt eine entsprechende Wertaufholung.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Das allgemeine Ausfallrisiko/Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv)

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält vorausgezahlte Aufwendungen des Folgejahres.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten (passiv)

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen, die Umsatzerlöse des Folgejahres darstellen.

Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt unterjährig auf Grundlage der vom Bundesfinanzministerium zur Verfügung gestellten Umsatzsteuer-Umrechnungskurse. Am Geschäftsjahresende werden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuerabgrenzung

Die abzugrenzenden passiven latenten Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz aus der Inanspruchnahme des Aktivierungswahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden verrechnet mit den nach § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB abzugrenzenden aktiven latenten Steuern auf bestehende Verlustvorträge, die in den Geschäftsjahren 2026 bis 2028 nach der Unternehmensplanung voraussichtlich genutzt werden können. Da die aktive latente Steuerabgrenzung den passiven latenten Abgrenzungsbetrag mindestens erreicht, erfolgt kein Ansatz in der Bilanz aufgrund des bestehenden Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von rd. 30% zugrunde.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres - nach Bilanzposten gegliedert - ergeben sich ebenfalls aus dem Anlagenspiegel.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden, da deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzanlagen beziehen sich auf die Anteile an der ResearchGate Limited mit Sitz in Richmond, 1 The Green, TW9 1 PL, Großbritannien.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 520 (Vorjahr: T€ 520) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 € 25.000,00 und ist voll eingezahlt. Weitere € 105.126.134,57 (Vorjahr: € 99.652.680,82) sind als andere Zuzahlungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.

Verbindlichkeiten

Die Übrigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von T€ 7.800 (Vorjahr T€ 7.800) sowie i.H.v. T€ 385 (Kautionen; Vorjahr: T€ 269) eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen" sind T€ 1.570 (Vorjahr: T€ 1.570) planmäßige Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände enthalten. Im Jahr 2023 wurden keine Hinzuaktivierungen zu den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen vorgenommen.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 185 (Vorjahr: 207) Arbeitnehmer. Sie verteilen sich auf die Funktionsbereiche wie folgt:

2023 2022
General & Administration 33 33
Product & Development 99 112
Sales & Operations 53 62

Sonstige finanzielle Verpflichtungen von nicht in der Bilanz enthaltenden Geschäften

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 4.959 zuzüglich Umsatzsteuer, die auf die Leasingkosten und die Mieten für die Geschäftsräume und Parkplätze entfallen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sind T€ 3.141 (Vorjahr: T€ 4.711) ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 HGB.

Gesellschafter

Alleinige Gesellschafterin ist die ResearchGate Corporation, 2711 Centerville Road, Wilmington, Delaware, USA.

Beteiligungen

Die Gesellschaft ist an der ResearchGate Limited mit Sitz in Richmond, 1 The Green, TW9 1 PL, Großbritannien zu 100% beteiligt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt GBP 79.929 (€ 69.462,29).

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis in Höhe von GBP 40.085 (€ 34.835,86).

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung bestand im Zeitraum vom 1.1.2023 bis zum Aufstellungszeitpunkt aus folgenden Personen:

Herrn Dr. Ijad Madisch, Arzt, Berlin, sowie

Herrn Dr. Sören Hofmayer, Arzt, Berlin

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angaben zu den von der Geschäftsführung im Berichtsjahr bezogenen Gesamtbezügen im Sinne des § 285 Nr. 9a HGB von den Erleichterungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Jahresergebnis und Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag beträgt € -14.807.683,31 (Vorjahr: € -6.483.537,43) und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Es hat sich bisher gezeigt, dass der Wissenschaftssektor und somit das Geschäftsfeld von ResearchGate widerstandsfähiger gegenüber Krisen ist, als andere Wirtschaftssektoren.

Die der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr bekannten Abschätzungen und Annahmen sind im Lagebericht unter Prognosebericht berücksichtigt. Wir erwarten zum jetzigen Zeitpunkt keine längerfristigen negativen Auswirkungen. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen mit ihren Folgen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden laufend überwacht.

Im August 2023 wurde vor dem Eastern District of Texas (United States District Court, Eastern District of Texas, Marshall Division) ein Gerichtsverfahren gegen die Gesellschaft wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen eingeleitet. Der Rechtsstreit wurde durch den Abschluss einer außergerichtlichen Vergleichsvereinbarung Anfang Oktober 2024 beigelegt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 07.10.2024

gez. Dr. ljad Madisch

gez. Dr. Sören Hofmayer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

ResearchGate GmbH, Berlin

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.078.867,30 0,00 13.078.867,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 542.223,33 0,00 542.223,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.818.541,78 26.231,86 1.844.773,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,19 0,00 1,19
Summe Anlagevermögen 15.439.633,60 26.231,86 15.465.865,46
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.367.698,30 1.570.390,00 9.938.088,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.952,33 17.433,00 106.385,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.508.867,79 152.258,86 1.661.126,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.965.518,42 1.740.081,86 11.705.600,28
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.140.779,00 4.711.169,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 435.838,00 453.271,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.646,99 309.673,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,19 1,19
Summe Anlagevermögen 3.760.265,18 5.474.115,18

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

ResearchGate GmbH

Berlin

1. Grundlagen der Gesellschaft

ResearchGate wurde im Jahr 2008 von den Ärzten Dr. Ijad Madisch und Dr. Sören Hofmayer zusammen mit dem Informatiker Horst Fickenscher gegründet. Das professionelle Netzwerk vernetzt Wissenschaftler miteinander. Sie tauschen sich gemäß der Unternehmensmission "Connect the world of science. Make research open to all" in dem Netzwerk über ihre Forschung aus und teilen Ergebnisse mit. Über 25 Millionen Mitglieder haben sich dem Netzwerk bereits angeschlossen.

Das Netzwerk ist exklusiv für Wissenschaftler und für sie kostenfrei. Sie melden sich mit ihrer E-Mail-Adresse einer akkreditierten Forschungseinrichtung oder eines forschenden Unternehmens an oder weisen ihre Forschungstätigkeit individuell nach. Allerdings sind alle von den Wissenschaftlern veröffentlichten Inhalte auch ohne Anmeldung der Allgemeinheit zugänglich. Damit folgt ResearchGate dem Open Science Prinzip, alle wissenschaftlichen Erkenntnisse der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen.

Auch das Geschäftsmodell von ResearchGate trägt zum Ziel der Vernetzung der Wissenschaftswelt bei. Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Universitäten und wissenschaftliche Verlage sind Teil dieser Wissenschaftswelt. ResearchGate strebt eine Wertschöpfung sowohl für den einzelnen Forscher als auch für die Wissenschaftswelt insgesamt an.

Das Geschäftsmodell von ResearchGate war zunächst hauptsächlich ausgerichtet auf Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Universitäten, die ihre Produkte und Dienstleistungen an Forscher verkaufen. Dieser Zielgruppe werden Marketing- und Recruitinglösungen angeboten, um sich gezielt mit relevanten Angeboten an Wissenschaftler zu richten.

Im Jahr 2022 hat ResearchGate begonnen, sein Geschäftsmodell zu erweitern und fokussiert sich auf die Integration wissenschaftlicher Verlage und deren Veröffentlichungen in das Netzwerk. Diese Verlage spielen eine entscheidende Rolle in der Wissenschaftswelt und ResearchGate strebt hierdurch sowohl eine tiefere Integration in das bestehende Ökosystem als auch eine Erweiterung der Wertschöpfung an.

2. Forschung und Entwicklung

Nutzungserweiterungen und -verbesserungen der vorhandenen Plattform durch Forschung und Entwicklung waren auch im Jahr 2023 zentral für unsere Arbeit. Forschungsarbeit hat nur in unwesentlichem Umfang stattgefunden. Die Entwicklungsarbeiten umfassen vor allem Erweiterungen und Verbesserungen, die direkt die Arbeit der Wissenschaftler und deren Vernetzung unterstützen. Ein weiterer wesentlicher Entwicklungsbereich im Geschäftsjahr war die Integration wissenschaftlicher Verlage in die Plattform. Außerdem haben Entwicklungsarbeiten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Marketing- und Recruitinglösungen auf der Plattform stattgefunden. Die Mitarbeiterzahl in den Bereichen Produktentwicklung und Engineering betrug im Berichtsjahr 99 (2022: 112). Es wurden im Berichtsjahr keine Entwicklungsleistungen aktiviert.

3. Wirtschaftsbericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren auch im Jahr 2023 weiterhin durch Krisen bestimmt. Die Folgen der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben die Weltwirtschaft stark beeinflusst, was sich in geringeren Wachstumsraten und gestiegenen Inflationsraten zeigt. 1

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird vom Statistischen Bundesamt mit einem BIP -0,2% angegeben. 2 Der ITK-Markt, von dem ResearchGate ein Teil ist, verzeichnete ein Umsatzwachstum von 2% im Vergleich zum Vorjahr. 3

Als wissenschaftliches Netzwerk wird ResearchGate auch von den Rahmenbedingungen und politischen Entwicklungen in der Forschung geprägt. Für Deutschland ist festzustellen, dass sich die Bundesausgaben für Bildung und Forschung im Jahr 2023 auf etwa 21,5 Mrd. Euro beliefen (2022: 20,4 Mrd. Euro). 4

National und international unterstützen immer mehr Forschungseinrichtungen und Regierungen die Open Science Bewegung, die ResearchGate vorantreibt. Open Science steht, ähnlich der Open Source Bewegung in der Softwareentwicklung, für die freie Verfügbarkeit von Forschungsdaten im Internet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung verfolgt eine Strategie zur freien Verfügbarmachung wissenschaftlicher Publikationen für die Allgemeinheit. 5 Auch die UNESCO verpflichtete sich zur freien Verfügbarkeit öffentlich geförderter Studien. 6

Dieser Trend macht ResearchGate für Wissenschaftler attraktiv, die in ihren Profilen ihre Forschung der Öffentlichkeit frei zugänglich machen wollen und gleichzeitig machen diese Entwicklungen unser Netzwerk attraktiv für die gesamte wissenschaftliche Verlagswelt. Nicht zuletzt erhöht diese Entwicklung unseres Netzwerkes auch die Attraktivität unserer Marketing- und Recruitinglösungen.

Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr unseren Erwartungen entsprechend entwickelt.

Ein geplanter erheblicher Rückgang der Umsätze und des EBITDA resultierte aus der Fokussierung auf das neue Geschäftsfeld Publisher Solutions und den damit einhergehenden Veränderungen und Investitionen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Mitarbeiterbestand deutlich verkleinert, was positive Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage hat.

1 Statistisches Bundesamt, https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/
bip-bubbles.html#fussnote-1-372912
2 Statistisches Bundesamt, https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/
bip-bubbles.html#fussnote-1-372912
3 Bitcom e.V ., https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html, Januar 2024
4 Bundesministerium für Finanzenhttps :, www.bundeshaushalt.de/#/2020/soll/ausgaben/einzelplan/30.html
5 https://www.bmbf.de/de/freier-zugang-schafft-mehr-wissen-3340.html
6 https://en.unesco.org/news/joint-coar-unesco-statement-open-access

Der Umsatz im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 23,6% auf T€ 19.632 zurückgegangen. Während Umsatzrückgänge im Bereich der Marketing- und Recruitinglösungen verzeichnet wurden, konnte der neue Geschäftsbereich Publisher Solutions erfolgreich weiterentwickelt werden und Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften. Die Umsätze lagen über Plan, die Geschäftsabschlüsse im Bereich Publisher Solutions waren größer als erwartet, außerdem fielen die Umsatzabgrenzungen insgesamt geringer aus.

Das EBITDA fiel mit T€ -12.004 im Geschäftsjahr negativ und deutlich geringer als im Vorjahr (2022: T€ -4.019) aus, was im Wesentlichen auf geringere Umsätze zurückzuführen ist. Das EBITDA lag im Geschäftsjahr über Plan, da die Personalkosten geringer ausfielen als geplant.

Der wissenschaftliche Austausch innerhalb des Netzwerkes konnte weiter gestärkt und gefördert werden, wozu insbesondere auch die voranschreitende Integration wissenschaftlicher Verlage beiträgt.

ResearchGate basiert auf Netzwerkeffekten, das heißt je mehr Wissenschaftler sich dem Netzwerk anschließen und je öfter sie es nutzen, desto wertvoller wird es für sie und desto wertvoller wird es für alle Akteure der Wissenschaftswelt, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Universitäten und Verlage. Daher sind Nutzungskennzahlen relevante Leistungsindikatoren. Über 25 Millionen Wissenschaftler haben sich dem Netzwerk bereits angeschlossen und über 160 Millionen wissenschaftliche Publikationen sind auf der Plattform zugänglich oder referenziert.

Zudem verstehen wir unsere Unternehmenskultur als einen zentralen Faktor unseres Erfolgs mit einem Fokus auf die strategische Entwicklung des Unternehmens. Im Jahr 2023 arbeiteten Mitarbeiter aus über 50 Nationen und mit diversen Werdegängen gemeinsam daran, die Welt der Wissenschaft zu vernetzen.

Auftragslage

Der Auftragsbestand per 31.12.2023 betrug T€ 2.014 (per 31.12.2022: T€ 2.564). Zum Jahresende sind weniger Kundenaufträge platziert worden, die das kommende Wirtschaftsjahr betreffen.

Investitionen

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von T€ 26 (2022: T€ 231) getätigt. Die Investitionen gingen hauptsächlich in die IT-Infrastruktur, es sind keine aktivierten Entwicklungsleistungen enthalten.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Zum 31.12.2023 betrug das bilanzielle Eigenkapital € 10,9 Mio. (2022: € 20,2 Mio.). Der Ausbau des Geschäftes wird grundsätzlich über Eigenmittel finanziert, die durch die Alleingesellschafterin ResearchGate Corporation durch Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage zur Verfügung gestellt werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden der Kapitalrücklage T€ 5.473 zugeführt. Im Geschäftsjahr 2019 wurde außerdem ein Darlehen von einem Investor in Höhe von T€ 7.500 aufgenommen. Es besteht die Option noch zwei weitere Darlehensabrufe in Höhe von jeweils T€ 3.750 zu tätigen. Eine weitere Inanspruchnahme erfolgte bisher nicht.

Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 185 Mitarbeiter (2022: 207 Mitarbeiter).

Ertragslage

Die Ertragslage zeigte im Vergleich zum Vorjahr für die ResearchGate GmbH folgende Struktur:

2023 2022 Ergebnisveränderung
T€ T€
Umsatzerlöse 19.632 96,3% 25.698 90,4% -6.066 -23,6%
Sonstige betriebliche Erträge 748 3,7% 2.719 9,6% -1.972 -72,5%
Betriebsleistung 20.380 100,0% 28.417 100,0% -8.038 -28,3%
Materialaufwand -5.770 -28,3% -6.153 -21,7% 383 6,2%
Personalaufwand -19.722 -96,8% -19.362 -68,1% -360 -1,9%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.892 -33,8% -6.921 -24,4% 29 0,4%
EBITDA -12.004 -58,9% -4.019 -14,1% -7.986 -198,7%
Abschreibungen -1.740 -8,5% -1.742 -6,1% 1 0,1%
EBIT -13.744 -67,4% -5.760 -20,3% -7.984 -138,6%
Zinserträge 76 0,4% 0 0,0% 76
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.118 -5,5% -693 -2,4% -425 -61,3%
Steuern -21 -0,1% -30 -0,1% 10 31,7%
Jahresfehlbetrag -14.808 -72,7% -6.484 -22,8% -8.324 -128,4%

Der Umsatz im Berichtsjahr geht um 23,6% auf T€ 19.632 zurück, was Resultat der Fokussierung auf das neue Geschäftsfeld Publisher Solutions ist. Während Umsatzrückgänge im Bereich der Marketing- und Recruitinglösungen verzeichnet wurden, konnte der neue Geschäftsbereich Publisher Solutions erfolgreich weiterentwickelt werden und Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften. Der Rückgang der Sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich aus erhöhten Beträgen im Vorjahr aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Wechselkurserträgen.

Die Betriebsaufwendungen sind insgesamt etwa auf Vorjahresniveau. Der Materialaufwand ist um T€ 383 zurückgegangen, da durch geringere Untervermietung von Geschäftsräumen weniger Mietaufwand in dieser Position enthalten ist als noch im Vorjahr. Der Anstieg der Personalkosten um T€ 360 steht hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Personalabbau im Laufe des Geschäftsjahres und den damit verbundenen Rückstellungen für Freistellungen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht um T€ 29 gesunken. Hervorzuheben sind hier gestiegene Aufwendungen für Rechtsberatung, Softwarelizenzen, sowie höhere Aufwendungen der Tochtergesellschaft in Großbritannien. Im Gegenzug sind die Fremdleistungen gesunken. Im Ergebnis fällt das EBITDA 2023 mit T€ -12.004 negativ aus und liegt um T€ 7.986 unter dem Vorjahr. Das Jahresergebnis hat sich aufgrund der oben genannten Gründe auf T€ -14.808 (Vorjahr: T€ -6.484) verringert.

Finanzlage

Die Finanzlage 2023 stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -10.745 -5.590
+ Cashflow aus der Investitionstätigkeit -26 -231
+ Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 4.360 7.246
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -6.411 1.425
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 21.350 19.925
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 14.939 21.350

Im Jahr 2023 war der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit negativ und betrug T€ -10.745 (2022: T€ -5.590). Die Verringerung des Cashflows gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Ergebnis aus dem operativen Geschäft, insbesondere basierend auf deutlich geringeren Umsätzen. Demgegenüber stehen einerseits die Zunahme der Rückstellungen und anderseits die Abnahme der Forderungen gegen Gesellschafter. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ist aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Investitionen in das Sachanlagevermögen gesunken. Im Geschäftsjahr wurden der Kapitalrücklage T€ 5.473 zugeführt, somit ergibt sich insgesamt ein negativer Cashflow von T€ - 6.411 und ein Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres von T€ 14.939. Die Gesellschaft kann jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachkommen.

Die Kapitalstruktur per 31.12.2023 stellt sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zusammenfassend wie folgt dar:

Stand zum 31.12.2023 in T€ Stand zum 31.12.2022 in T€ Veränderung
Eigenkapital 10.890 20.224 -9.334
kurzfristiges Fremdkapital 4.025 3.284 741
Langfristiges Fremdkapital 8.185 8.069 116
Bilanzsumme 23.100 31.577 -8.477

Vermögenslage

Die zusammengefassten Bilanzen der Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigen folgende Struktur der Vermögenslage:

2023 2022 Vermögensveränderung
T€ T€
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.141 14% 4.711 15% -1.570 -33,3%
Sachanlagen 619 3% 763 2% -143 -18,8%
Summe Anlagevermögen 3.760 16% 5.474 17% -1.714 -31,3%
Umlaufvermögen
Forderungen
- aus Lieferungen und Leistungen 3.161 14% 3.124 10% 37 1,2%
- gegen Gesellschafter 0 0% 609 2% -609 -100,0%
Sonstige Vermögensgegenstände 741 3% 667 2% 74 11,1%
Guthaben bei Kreditinstituten 14.939 65% 21.350 68% -6.410 -30,0%
Summe Umlaufvermögen 18.841 82% 25.750 82% -6.908 -26,8%
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 498 2% 353 1% 145 41,2%
Summe Aktiva 23.100 100% 31.577 100% -8.477 -26,8%
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 0% 25 0% 0 0,0%
Kapitalrücklage 105.126 455% 99.653 316% 5.473 5,5%
Verlustvortrag -79.454 -344% -72.970 -231% -6.484 -8,9%
Jahresfehlbetrag -14.808 -64% -6.484 -21% -8.324 -128,4%
Summe Eigenkapital 10.890 47% 20.224 64% -9.334 -46,2%
Fremdkapital
Sonstige Rückstellungen 1.202 5% 690 2% 512 74,2%
Verbindlichkeiten
- Erhaltene Anzahlungen 0 0% 240 1% -240 100%
- Lieferungen und Leistungen 372 2% 277 1% 96 34,5%
- Verbundene Unternehmen 230 1% 104 0% 125 120,0%
- Sonstige 8.826 38% 8.746 28% 80 0,9%
Summe Fremdkapital 10.630 46% 10.057 32% 573 5,7%
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.580 7% 1.296 4% 285 22,0%
Summe Passiva 23.100 100% 31.577 100% -8.477 -26,8%

Auf der Aktivseite sind die Immateriellen Vermögensgegenstände ein wesentlicher Posten, der um T€ 1.570 zum Vorjahr gesunken ist. Hierbei handelt es sich um die Abschreibung auf die aktivierten Entwicklungsleistungen. Der Forderungsbestand bleibt trotz gesunkener Umsatzerlöse etwa unverändert. Die liquiden Mittel sind zum Vorjahr um T€ -6.410 auf T€ 14.939 gesunken, was im Wesentlichen auf einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 beläuft sich auf T€ 14.808 das Eigenkapital hat sich um T€ - 9.334 verringert und beträgt T€ 10.890. Die Eigenkapitalquote beläuft sich am 31.12.2023 auf 47% gegenüber 64% am Vorjahresstichtag.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet ResearchGate die Größen, Umsatz und EBITDA. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die Anzahl der angemeldeten Netzwerknutzer herangezogen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Trotz rückläufiger Umsätze und negativem Jahresergebnis schätzt die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung, sowie der Geschäfts- und sonstigen Rahmenbedingungen die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr als zufriedenstellend ein und beurteilt die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 als zufriedenstellend. Das EBITDA ist mit T€ -12.004 zwar deutlich geringer als im Vorjahr, ist aber besser ausgefallen als geplant.

Es ist gelungen, trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Lage das neue Geschäftsfeld Publisher Solutions erfolgreich aufzubauen und ein Geschäftsmodell basierend auf wiederkehrenden Umsätzen (subscriptions) zu etablieren. Dies sichert langfristige Kundenbindung, führt in Zukunft zu einer stabileren Umsatzentwicklung und wird sich in folgenden Geschäftsjahren auszahlen. Außerdem hat die Reduzierung des Mitarbeiterbestandes im Zuge dieser Veränderung positive Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage.

Die Vermögens- und Finanzlage der ResearchGate GmbH ist als geordnet anzusehen. Das Unternehmen war stets in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Der Finanzmittelbestand hat eine angemessene Größenordnung und bietet die entsprechenden Möglichkeiten für notwendige Investitionen.

4. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Es ergaben sich aus der Risikoanalyse keine Anhaltspunkte über eine Gefährdung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

ResearchGate kann wichtige Mitarbeiter verlieren oder nicht in der Lage sein, Schlüsselpositionen zu besetzen, um seine Ziele zu erreichen. Änderungen der Wechselkurse können einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben.

Ukraine-Krise

Die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung als Folge der Krisensituation ist derzeit nicht absehbar und es ist nicht ausgeschlossen, dass dies einen temporären negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der ResearchGate GmbH nehmen kann.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass der Wissenschaftssektor, von dem ResearchGate ein Teil ist, deutlich widerstandsfähiger gegenüber Krisen ist, als andere Wirtschaftssektoren.

Rechtsstreitigkeiten

Im August 2023 wurde vor dem Eastern District of Texas (United States District Court, Eastern District of Texas, Marshall Division) ein Gerichtsverfahren gegen die Gesellschaft wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen eingeleitet.

Die Klage begehrt eine dauerhafte Unterlassung und Schadensersatz, enthält aber keinen bezifferten Antrag auf Schadenersatz.

Die Geschäftsleitung ist sich keiner Rechtsverletzung bewusst. Der Rechtsstreit wurde durch den Abschluss einer außergerichtlichen Vergleichsvereinbarung Anfang Oktober 2024 beigelegt. Entsprechend wurde im Jahresabschluss zum 31.12.2023 eine Rückstellung zzgl. Rechtsanwaltskosten gebildet.

Gesamtrisiko

Aus aktuell vorhandenen Informationen gehen keine wesentlichen Risiken hervor, die heute oder in absehbarer Zukunft, einzeln oder kumulativ, den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Bestehende Risiken sind im erforderlichen Umfang durch das vorhandene Risikomanagementsystem transparent und beherrschbar.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Chancenbericht

Basierend auf der positiven allgemeinen Ausgangslage und den berichteten Daten ergibt sich für ResearchGate auch in Zukunft großes Potenzial.

Grund hierfür ist vor allem die Neu- und Weiterentwicklung von Features, die Wissenschaftler aktiv in ihrer täglichen Forschung nutzen. Durch den Ausbau und die Weiterentwicklung dieser Features gehen wir davon aus, zukünftig auch Wissenschaftler für unser Netzwerk gewinnen zu können. Neben der wachsenden Gruppe der Wissenschaftler sehen wir für das Netzwerk auch Wachstumsmöglichkeiten in anderen Bereichen. Insbesondere in der Integration von wissenschaftlichen Verlagen in das Netzwerk sehen wir enorme Wachstumspotenziale für ResearchGate und Wertschöpfung für die Wissenschaftswelt insgesamt. Dieses neue Geschäftsmodell beinhaltet zu einem großen Teil wiederkehrende Umsätze (subscriptions), was in Zukunft zu einer stabileren Umsatzentwicklung führt.

Neben unserem eigenen Wachstum ergeben sich auch aus der allgemeinen positiven Ausgangslage Potenziale: Nie wurde in Deutschland mehr für Forschung und Entwicklung ausgegeben als heute. Die Europa-2020- Strategie der europäischen Mitgliedstaaten und der Institutionen beinhaltet als Zielvorgabe jährlich 3% des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung auszugeben. 7

7 https://www.datenportal.bmbf.de/portal/de/reseach.html

Zudem wird die Open Science Idee unter Wissenschaftlern und wichtigen Einrichtungen in der Wissenschaft immer populärer. ResearchGate bietet mit dem Netzwerk Funktionalitäten an, um diese Idee umzusetzen und Forschungsdaten für alle zugänglich zu machen. So ist von einer stärkeren Nutzung des Netzwerks zur Veröffentlichung von Forschungsdaten auszugehen.

Auch Trends in den Geschäftsfeldern unserer Kunden bieten große Chancen für unser Geschäftsmodell. Immer mehr Unternehmen und Institutionen nutzen digitale Lösungen für Recruiting- und Marketingaktivitäten. Wir bedienen diese Nachfrage, helfen Unternehmen bei der Planung und dem Ausbau neuer digitaler Marketingstrategien und setzen diese mit unseren Werbe- und Recruiting-Lösungen direkt um.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm, Forderungsausfälle sind in unwesentlichem Umfang vorhanden. Das Unternehmen verfügt über ein adäquates Debitorenmanagement zur Minimierung von Ausfallrisiken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

5. Prognosebericht

In den kommenden Jahren verfolgen wir mit unserem Netzwerk für Wissenschaftler weiterhin unsere Unternehmensmission "Connect the world of science. Make research open to all". Bisher haben sich über 25 Millionen Wissenschaftler dem Netzwerk angeschlossen und sie nutzen das Netzwerk immer umfassender für ihre tägliche Arbeit.

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im allgemeinen Krisenumfeld mit rückläufigen Wachstumsraten sind derzeit unklar. Es hat sich bisher gezeigt, dass der Wissenschaftssektor und somit das Geschäftsfeld von ResearchGate widerstandsfähiger gegenüber Krisen sind als andere Wirtschaftssektoren. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen mit ihren Folgen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden laufend überwacht.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse, insbesondere durch die Ausweitung des neuen Geschäftsbereichs Publisher Solutions. Gleichzeitig erwarten wir eine erhebliche Verbesserung des EBITDA durch deutlich geringere Kosten, insbesondere aufgrund des reduzierten Personalbestands.

Hinsichtlich der Nutzerzahlen und der Aktivität im Netzwerk erwarten wir auch für das Geschäftsjahr 2024 ein Wachstum der Mitgliederzahl und der Publikationen sowie eine weiter steigende Nutzung des Netzwerkes durch die Wissenschaftler.

Wir weisen darauf hin, dass die tatsächliche Entwicklung von unseren getroffenen Annahmen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen kann.

 

Berlin, 07.10.2024

gez. Dr. ljad Madisch

gez. Dr. Sören Hofmayer

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 276, 288 und 327 HGB verkürzte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ResearchGate GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ResearchGate GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ResearchGate GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 14. Oktober 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer

gez. Danijela Mijatov, Wirtschaftsprüferin"

HRB 232771 B

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am xx.xx.2024 festgestellt.

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag für 2023 in Höhe von € 6.483.537,43 auf neue Rechnung vorgetragen.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Der Jahresfehlbetrag für 2023 in Höhe von € 6.483.537,43 wird gemäß der Gesellschafterversammlung vom xx.xx.2024 auf neue Rechnung vorgetragen.

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