Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 5789
Vorher
CommuniGate Kommunikationsservice, Gesellschaft mit beschränkter HaftungCommuniGate Kommunikationsservice GmbH
Eingetragen
20.4.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieOnline-KommunikationsdienstePublic-Relations-Beratung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Kundenberatung und Kundenbindung sowie die Unterstützung bei der Kundenakquisition.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Nicola Joksch
seit 19.11.2025
Prokura
Stephan Alfons Heintz
seit 19.11.2025
Geschäftsführer
Manuel Fischer
seit 19.11.2025
Prokura
Christian Hallebach
seit 19.11.2025
Prokura
Claudia Klemm
seit 19.11.2025
Prokura
Andreas Kollmitz
seit 31.3.2023
Geschäftsführer
Christian Holzinger
seit 23.3.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.02% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (13)

NameAnteil
26.09%
25.98%
Deutscher Sparkassen Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung
12.03%
Ostdeutscher Sparkassenverband
8.96%
Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
8.96%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
qards GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CommuniGate Kommunikationsservice GmbH

Passau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die CommuniGate Kommunikationsservice GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Bayern Card-Services GmbH - S-Finanzgruppe und der IZB SOFT Verwaltungs-GmbH & Co. KG, die ein Unternehmen der bayerischen Sparkassen ist. Die organisatorische Struktur untergliedert sich in den Bereich Operations, der für die Leistungserbringung gegenüber den Auftraggebern verantwortlich ist und in unterstützenden Zentralfunktionen.

Das Leistungsspektrum von CommuniGate umfasst telefonische und schriftliche Inbound- und Outbound-Kommunikationsdienstleistungen im B2B und B2C Geschäft. Die Leistungserbringung erfolgt an den Standorten Passau und Frankfurt (Oder) sowie an mobilen Arbeitsplätzen und im Homeoffice. Zur Erfüllung dieser Leistungen wird Personal unter Berücksichtigung qualifizierter Mindestanforderungen eingestellt.

Die technischen und organisatorischen Prozesse zeichnen sich durch die Einhaltung von normierten Qualitäts- und Sicherheitsstandards aus. Das Unternehmen ist zertifiziert nach "Payment Card Industry Security Standard" (PCI DSS), ISO 9001:2015 und ISO 27001. Weiterhin wurde für das Geschäftsjahr 2023 eine Prüfung nach IDW PS 951 n. F. durchgeführt, für die der unabhängige Wirtschaftsprüfer eine Bescheinigung vom Typ 2 zur Ausgestaltung und Wirksamkeit der Kontrollen erteilt hat.

Der vertriebliche Fokus liegt auf dem deutschsprachigen Raum und die Hauptabsatzmärkte sind im Bereich der Finanzdienstleistungen sowie in der Energiewirtschaft.

Das Geschäft von CommuniGate wird wesentlich durch die regulatorischen Bestimmungen in den Hauptabsatzmärkten des Bankensektors sowie der Energiewirtschaft beeinflusst. Die daraus resultierenden Produktanpassungen bestimmen sowohl die kurzfristige Auslastung der Geschäftsbereiche als auch die langfristigen Outsourcing-Strategien der Auftraggeber. Gleichfalls von Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte an den Standorten des Unternehmens sowie die Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns.

II. Wirtschaftsbericht

1) Marktentwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat Auswirkungen im besonderen Maße auf Deutschland und stellt das Land vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Die Energiepreise sind weiter kräftig gestiegen. Durch die von der Bundesregierung eingeführte Energiepreisbremse konnte der finanzielle Schaden für die Unternehmen zumindest begrenzt werden. Die Inflation belaste Haushalte und Unternehmen massiv und trübe den konjunkturellen Ausblick deutlich ein.

Aufgrund der veränderten geopolitischen Situation und der Energiekrise seien Deutschland und Europa mit einer neuen Realität konfrontiert. Mittelfristig müsse die Wirtschaftspolitik das Fachkräftepotenzial sichern und angesichts der geopolitischen Veränderungen Abhängigkeiten reduzieren.

Die Knappheit an verfügbaren Fachkräften war und ist auch für die CommuniGate spürbar. Zudem war die verschärfte Arbeitsmarktsituation weiterhin eine große Herausforderung in Bezug auf die Erreichung der vertraglichen Serviceziele und damit verbundenen Pönalen.

Gemäß unseren Gesprächen mit Call-Centern in 2023 (TaskUS, KiKxxl, S-Markt & Mehrwert und weiteren) stehen die personellen Herausforderungen ganz vorne auf der Agenda der Contact Center-Verantwortlichen. Anstatt technologischer Herausforderungen stünden diesmal eher wirtschaftliche Herausforderungen im Fokus, die auf die Erhöhung des Mindestlohnes zurückzuführen seien.

Um dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften teilweise entgegenwirken zu können, wurden und werden verschiedene Maßnahmen in der Personalgewinnung und -entwicklung ergriffen. Durch Homeoffice und die damit verbundene bundesweite Rekrutierung konnte die Gesellschaft den Bewerbern einen Benefit bieten, der durch die beiden Standorten Passau und Frankfurt/Oder unterstützt wurde. Zudem wird auch weiterhin Zeitarbeit als Rekrutierungskanal eingesetzt.

2.) Unternehmensentwicklung

Die CommuniGate blickt auf eine Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 zurück, bei der die im Vorfeld negativ ausfallende Planung deutlich positiver ausgefallen ist. Das prognostizierte Umsatzziel von TEUR 18.683 wurde um ca. 17 % überschritten - das geplante Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR -2.360 ist mit TEUR 63 um ca. 102,7 % besser ausgefallen.

Im Rahmen des Projekts CIG25 Extended entwickelten sich die Restrukturierungskosten niedriger als geplant und gleichzeitig konnten Kostensenkungen früher realisiert werden. Dadurch konnte ein um TEUR 2.423 höheres Ergebnis vor Steuern erzielt werden. Der operative Bereich konnte weiter gestärkt werden, da dort qualifiziertes Personal aus wegfallenden Stellen (Administration) eingesetzt werden konnte. In diesem Zusammenhang konnten auch vorgesehene Abfindungen um rund 38 % reduziert werden, die sich positiv im Ergebnis wiederfinden.

Die Mietflächen in Passau und Frankfurt Oder wurden in Summe um mehr als die Hälfte reduziert. Die dafür angenommenen Renovierungsaufwände sind um 87 % geringer ausgefallen. Zeitgleich sind die Aufwände für Energie, aufgrund der in 2023 eingeführten Strompreisbremse, um fast 44 % geringer ausgefallen.

Die um ca. 17 % höheren Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus zusätzlich abrechenbaren Leistungen bspw. durch Kampagnen oder höhere Volumina. Der geringere Teil hiervon machen Preisanpassungen gegenüber Kunden aus.

Die Inflation war durch Preissteigerungen einiger Dienstleister im Bereich IT spürbar zu erkennen. In anderen Bereichen war dies nicht so ausgeprägt.

Der überwiegende Teil der betreuten Kundensegmente verzeichneten eine höhere Nachfrage nach telefonischen Kommunikationsdienstleistungen. Die hierfür erforderlichen Kapazitätsbedarfe konnten aufgrund von Personalengpässen ab dem zweiten Halbjahr nicht mehr vollständig gedeckt werden. Bei Produkten, bei denen der Einsatz von Personal aus dem EU-Ausland möglich war, konnten damit höhere Umsatzvolumen generiert werden. In anderen Produkten, bei denen eine entsprechende Freigabe nicht vorlag, wurden die Servicelevel teilweise nicht eingehalten und vertraglich geschuldete Pönalen wurden fällig.

Die Auswirkungen der gesetzlichen Mindestlohnerhöhungen auf EUR 12 ab Oktober 2022 waren in 2023 über das gesamte Geschäftsjahr bei den Personalaufwendungen spürbar. Die gesteigerte Erwartungshaltung am Arbeitsmarkt erschwerte die Akquise von neuen Mitarbeitern und erhöhte die Fluktuation innerhalb der Gesellschaft.

In diesem Zusammenhang wurde im Bereich Personal die Software "personio" eingeführt. Diese unterstützt dabei, Rekrutierungsprozesse zu optimieren und damit verbundene Ressourcen in der Administration einzusparen.

Der wichtigste Erfolgsfaktor für die CommuniGate sind dabei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Qualifizierung. Im Rahmen der Mitarbeiterbindung und -gewinnung wird zunehmend die Flexibilisierung der Arbeitszeit und des Einsatzortes angeboten, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Hierzu sind grundlegende Betriebsvereinbarungen mit den Betriebsräten geschlossen worden.

Zum Ende des Geschäftsjahres betrug die Teilzeitquote 42,7 %. Grundsätzlich wurde allen Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben, im Homeoffice zu arbeiten. Über alle Beschäftigten lag die Männerquote bei 30,8 %. Die Frauenquote in Führungsfunktionen lag bei 50,0 %. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt war als zunehmend angespannt wahrnehmbar. Zur besseren Vorselektierung von Bewerbern wurde ein Quiz in Social Media Plattformen eingeführt. Durch gezielte Fragen konnten potentielle Kandidaten im Vorfeld schon einen Einblick über bestimmte Rahmenbedingungen der zu besetzenden Stelle bekommen. Für eine Aufnahme der Ausbildung war bei Bewerbern die geforderte Qualifikation für eine Aufnahme der Ausbildung nicht erkennbar. Aus diesem Grund wurde beschlossen, in 2023 keinen Ausbildungsstart anzubieten. Die derzeit zwei Auszubildenden verfolgen ihre Berufsausbildung weiterhin.

Die Gesellschaft verfolgt weiterhin das Ziel, Auftraggeber mit hohem Qualitätsanspruch längerfristig vertraglich zu binden. Auf dieser Basis ist eine mittel- und langfristig betriebswirtschaftlich sinnvolle Entwicklung möglich.

3.) Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 6.424 (Vj: TEUR 6.339). Hiervon entfallen TEUR 672 auf das Anlagevermögen, TEUR 5.358 auf das Umlaufvermögen sowie TEUR 394 auf die Rechnungsabgrenzung. Das Verhältnis des Anlagevermögens zur Bilanzsumme liegt bei ca. 10,5 % (Vj: 11,2 %).

Die Passivseite setzt sich neben dem Eigenkapital von TEUR 3.799 (Vj: TEUR 3.773) aus dem Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen in Höhe von TEUR 4 (Vj: TEUR 10), den Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.353 (Vj: TEUR 1.787) sowie den Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.269 (Vj.: TEUR 705) zusammen. Die Rückstellungen betreffen ausschließlich sonstige Rückstellungen (TEUR 1.353). Auf Eigenkapital entfallen 59,1 % (Vj: 59,5 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 5,2 % der Bilanzsumme und sind vollständig durch flüssige Mittel abgedeckt.

Vor dem Hintergrund der zukünftig geplanten Weiterentwicklung des Geschäftsbetriebes wird die Finanzierung weiterer Investitionen in Modernisierung und Ausbau der Technik mit zusätzlichem Eigenkapitel der Gesellschaft sowie begleitender Maßnahmen angestrebt.

Es bestand zum Stichtag eine Kreditlinie bei der Bayerischen Landesbank, die nicht beansprucht wurde. Die Kreditlinie bei der Sparkasse Coburg-Lichtenfels wurde in 2023 ebenfalls nicht beansprucht und zum 15.05.2023 nicht mehr prolongiert.

Die Vermögenslage hat sich nicht wesentlich im Vergleich zum Vorjahr verändert, da weiterhin kein anlageintensives Geschäftsmodell verfolgt wird.

4.) Finanzlage

Der Nettocashflow veränderte sich unter Berücksichtigung der Abschreibungen, aller Rückstellungsveränderungen sowie der Veränderung des Sonderpostens im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -506 auf TEUR -18.

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet.

5.) Ertragslage

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 21.887 (Vj: TEUR 19.502). Die zusätzliche Steigerung des Umsatzes in 2023 ist mitunter ein wesentlicher Faktor für das positive Jahresergebnis von TEUR 27 (Vj: Jahresfehlbetrag TEUR 1.070). Der Aufwand für bezogene Leistungen betrug im Jahr 2023 TEUR 1.299 (VJ: TEUR 1.342) Hintergrund hierfür war der immer noch notwendige Bedarf von Fremdpersonal in Folge des angespannten Arbeitsmarktes.

Auf der Aufwandsseite spiegelt sich die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter in der größten Aufwandsposition, dem Personalaufwand, entsprechend wider. Dieser lag bei TEUR 16.100 (Vj: TEUR 15.379). Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Personalstand mit durchschnittlich 389,5 FTE (Vj: 404,4 FTE).

Die Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 395 (Vj: TEUR 399). Hintergrund hierfür sind konstante Regelabschreibungen durch Ersatzinvestitionen im Geschäftsjahr.

Im Zusammenhang mit der Errichtung des weiteren Standortes in Frankfurt (Oder) im Jahr 2011 wurde bei der Investitionsbank des Landes Brandenburgs (ILB) ein Antrag auf Wirtschaftsförderung gestellt. Mit Zuwendungsbescheid der ILB vom 13.12.2011 und Änderung vom 13.04.2015 wurde ein Investitionszuschuss in Höhe von insgesamt TEUR 260 gewährt. Die Basis sind bereits gezahlte Rechnungen innerhalb des ursprünglichen Investitionszeitraums vom 29.07.2011 bis 28.07.2014 sowie die in der Verlängerung des Investitionszeitraums bis 30.10.2014 mit geändertem Zuwendungsbescheid vom 13.04.2015 getätigten Investitionen.

Mit dem geänderten Zuwendungsbescheid vom 13.04.2015 änderte sich ebenfalls die Höhe des ausgezahlten Investitionszuschusses von TEUR 251 auf TEUR 260. Dieser Zuschuss muss entsprechend den Nutzungsdauern der geförderten Wirtschaftsgüter ergebniswirksam verteilt werden. In 2023 wurden deshalb TEUR 6 ergebniswirksam aufgelöst. Der restliche Betrag von TEUR 4 wurde als Sonderposten für Investitionszuschüsse auf der Passivseite der Bilanz erfasst.

Die von den Gesellschaftern erwartete Umsatzrentabilität von mindestens 3 % wurde mit 0,1 % (Vj: - 5,6 %) nicht erreicht. Das durchgeführte Restrukturierungskonzept konnte, gegenüber dem Vorjahr, eine leicht positive Umsatzrentabilität herbeiführen.

III. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB

In Anwendung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat die Geschäftsführung der CommuniGate für Frauen in beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 25 % festgelegt. Im Jahr 2023 wurde diese Zielvorgabe mit 50 % Frauenanteil deutlich überschritten. Die Zielgröße im Aufsichtsrat liegt bei 16,67 % und bei der Geschäftsführung bei 0 %. Auch hier wurden beide Quoten erfüllt, im Aufsichtsrat mit 33,3 % sogar übertroffen.

Die Gesellschaft verfügt derzeit über einen Geschäftsführer. Die Gesellschaft sieht daher als Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung eine Größe von 0 % vor.

Grund für die Zielgröße von 0 % ist der, dass für die Gesellschaft nur ein Geschäftsführer (m/w/d) vorgesehen ist. Da derzeit nur ein Geschäftsführer bei der CommuniGate vorgesehen ist, ist theoretisch eine Quote von 100 % oder 0 % möglich. Wir haben uns für 0 % entschieden. Damit sollen aber weder Frauen, Männer, Diverse oder sonstige Gruppen durch die Vorgabe der Quote für die Besetzung dieser Stelle ausgeschlossen oder gar damit diskriminiert werden. Eine Bevorzugung oder Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, aufgrund einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität erfolgt ausdrücklich nicht. Die Berufung des Geschäftsführers erfolgt ausschließlich aufgrund der persönlichen und fachlichen Eignung, unabhängig von der festgelegten Zielgröße.

Grundsätzlich spielt für die Besetzung der Position der Geschäftsführung das Geschlecht keine Rolle. Maßgeblich und entscheidend ist die persönliche und fachliche Eignung, um diese Stelle auszufüllen.

IV. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1.) Chancen

Durch den Gesellschafter IZB SOFT Verwaltungs-GmbH Co. KG hat die CommuniGate die Chance, sich in der Sparkassen-Finanzgruppe mehr zu positionieren. Es besteht die Möglichkeit, weitere Geschäftsfelder im Bereich Bankingservice sowie im Telefonie-Bereich durch die vorhandenen sowie neuen Kontakte zu potenziellen Kunden zu erschließen.

Durch aktuelle Preisverhandlungen mit Kunden besteht die Chance, dass den aktuellen Marktgegebenheiten entgegengewirkt werden kann. Zusätzliche Verhandlungen über die Art und Höhe von Pönalen bieten Möglichkeiten zur Verbesserung der zukünftigen Ergebnisse sowie der Liquidität.

2.) Risiken

Die Risikopolitik der CommuniGate hat das Ziel, den Wert des Unternehmens zu sichern und nachhaltig zu steigern. Um diesem Ziel gerecht zu werden, erfolgt eine regelmäßige und transparente Beleuchtung aller Bereiche, um Risiken frühzeitig und unternehmensweit zu identifizieren, zu kategorisieren und gezielte Maßnahmen einzuleiten. Einmal identifizierte und aufgenommene Risiken werden nachhaltig beobachtet und gesteuert. Das hierzu etablierte Risikomanagementsystem bedient sich Mitteln, die es erlauben, mögliche strategische und operative Risiken und Chancen zu erkennen. Neben der Messung und Steuerung erfolgt eine regelmäßige Überwachung der Risiken. Die einzelnen Risikomanagement-Instrumente sind im Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Darüber hinaus trägt das Risikomanagement dazu bei, Gesetze und Vorschriften einzuhalten, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ergebniszielen und korrespondierenden Risiken zu ermöglichen und die Kommunikation sowie den Umgang mit Chancen und Risiken zu verbessern. Den Stakeholdern soll mit diesem Vorgehen eine höhere Transparenz und Sicherheit vermittelt werden. Die Optimierung des Chancen-/Risiko-Profils, das von der Unternehmensstrategie und den Risiken bestimmt wird, sind Bestandteil der Risikopolitik.

Quartalsweise wird die Entwicklung der Risiken untersucht, um systematisch und strukturiert die Risikofelder (strategische, operative, finanzielle und Compliance-Risiken) zu erfassen und zu bewerten. Die Ergebnisse werden in einem Risikomanagementbericht zusammengefasst. Dieser wird dem Geschäftsführer und auch dem Aufsichtsorgan zur Verfügung gestellt. Ad-hoc-Risiken werden durch ein etabliertes Berichtswesen an den Geschäftsführer berichtet und mit passenden Maßnahmen versehen, die schnellstmöglich umgesetzt werden.

Ergänzt wird das Risikomanagement durch die extern eingesetzte Interne Revision, die die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des eingesetzten Systems gemäß den Vorgaben der MaRisk überprüft. Seit 2015 wird darüber hinaus jährlich die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der dienstleistungsbezogenen Prozesse gemäß IDW PS 951 n. F. (Typ 2) durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert.

Es besteht das latente Risiko, dass die aufgrund der Mindestlohnerhöhungen erforderlichen Preisanpassungen beim Kunden nicht bzw. nicht in vollem Umfang umgesetzt werden können. Perspektivisch besteht das Risiko einzelne Kunden zu verlieren. Zur Minimierung des Risikos werden regelmäßig Gespräche mit den Auftraggebern geführt, um die Geschäftsbeziehungen weiter zu festigen, in denen Preisanpassungen laufend adressiert werden und zukünftig durchgesetzt werden sollen.

3.) Prognosebericht 2024

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit sinkenden Gesamterträgen in Höhe von TEUR 20.706 gerechnet. Die moderate Senkung entsteht durch ein geringeres Volumen von Kampagnen in 2024 im Vergleich zum Vorjahr.

Im Hinblick auf das Geschäftsmodell der CommuniGate hat die zu erwartende konjunkturelle Eintrübung keine erkennbaren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung.

Durch die Digitalisierung einfacher Massenprozesse bei gleichzeitiger Zunahme der vom Kunden wählbaren Kommunikationskanäle steigen die Anforderungen an die IT-Systeme immer weiter, aber auch die Komplexität für die Mitarbeiter in den Kundenserviceeinheiten. Die CommuniGate erwägt daher zukünftige Investitionen der IT- & Telekommunikationskomponenten, vor allem in cloud-basierte IT-Systeme. Zur zukünftigen Finanzierung wurden bereits Gespräche mit Gesellschaftern geführt.

Es ist zu erwarten, dass die anhaltende Inflation weitere Auswirkungen auf die zukünftigen IT-Kosten hat. Dies betrifft dann erforderliche Ersatzinvestitionen, Wartungen sowie die zuvor genannte Investition in cloud-basierte Systeme.

Die anhaltende, durch die Invasion der Russischen Föderation verschärfte, Ukraine-Krise bringt zum derzeitigen Stand keine unmittelbaren Unsicherheiten für die CommuniGate. Das Verhalten der Karteninhaber ist infolge der Ukraine-Krise aus Sicht der Gesellschaft nahezu unverändert.

Aufgrund der gesetzlichen Mindestlohnerhöhungen steigt die Erwartungshaltung des erforderlichen Personals auch zukünftig weiter an. Um den damit verbundenen finanziellen Anforderungen des Arbeitsmarkts besser gerecht zu werden und um die Fluktuation zu senken, wurden mit Februar 2024 Gehaltsanpassungen und eine Erhöhung der Mindestvergütung bei CommuniGate um rund 14 % vorgenommen. Die damit verbundenen steigenden Personalaufwendungen haben ebenfalls Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der CommuniGate. Auch in 2024 stellt die Gewinnung neuer qualifizierter Mitarbeiter eine Herausforderung dar. Um das Personal für die Leistungserbringung und zur Vermeidung von vertraglichen Pönalen im erforderlichen Umfang zu gewinnen, wird weiterhin auf Zeitarbeit als Rekrutierungskanal gesetzt. Des Weiteren wird mit noch nicht teilnehmenden Auftraggebern gesprochen, einen für CommuniGate etablierten Dienstleister im EU-Ausland einzusetzen, um dem Personalengpass zusätzlich entgegenwirken zu können.

Zur Sicherung des Organisationsablaufs und des Geschäftsbetriebs werden weitere Investitionen in mobile und Homeoffice-Arbeitsplätze getätigt, zumal die durchgeführte Flächenabmietung von Büroräumen an beiden Standorten dies auch erforderlich machen. Das operative Geschäft wird durch den Ausbau der dezentralen Arbeitsplätze gestärkt. Von Kundenseite würde sich dadurch keine spürbare Auswirkung ergeben.

Zur Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität wurden bereits mit zwei Hauptkunden Änderungen an den Zahlungskonditionen vereinbart und umgesetzt. Um darüber hinaus unvorhergesehene Investitionen oder Aufwendungen kurzfristig finanzieren zu können, wurde eine bestehende Kreditlinie über Mio. EUR 1 bis 31.05.2024 verlängert. Ein Gesellschafter hat hierfür eine Bürgschaft bereitgestellt. Eine Prolongation über den 31.05.2024 hinaus wird analog den Vorjahren verfolgt.

Vor dem Hintergrund der Erhöhung der Grundgehälter in Kombination mit geringeren Kampagnenerlösen bei gleichzeitig höheren Aufwendungen für bezogenen Leistungen wird für 2024 ein vorläufiges Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR -952 prognostiziert. Um den anhaltenden Kostendruck entgegenzuwirken, werden weiterhin Verhandlungen mit den Auftraggebern zu Preiserhöhungen geführt. Unter Berücksichtigung der noch offenen Potentiale wird ab 2025 wieder mit positiven Ergebnissen gerechnet.

 

Passau, den 19. April 2024

gez. Andreas Kollmitz

HANDELSBILANZ

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 671.843,00 708.996,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 210.674,00 194.592,00
II. Sachanlagen 461.169,00 514.404,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.169,00 514.404,00
B. Umlaufvermögen 5.357.947,81 5.279.874,37
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.610.131,39 1.888.937,03
1. Forderungen gegen Gesellschafter 376.757,78 422.584,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 123.529,86 313.010,97
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.109.843,75 1.153.342,05
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.747.816,42 3.390.937,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 394.415,11 350.504,06
Summe Aktiva 6.424.205,92 6.339.374,43

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.799.040,40 3.772.518,07
I. Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Kapitalrücklage 255.645,94 255.645,94
III. Gewinnrücklagen 3.836.759,97 3.836.759,97
IV. Verlustvortrag 1.069.887,84
V. Jahresüberschuss 26.522,33 -1.069.887,84
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 3.585,41 9.711,66
C. Rückstellungen 1.353.004,20 1.787.003,65
D. Verbindlichkeiten 1.268.575,91 705.141,05
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.132,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.132,78
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.250,96 1.526,75
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.250,96 1.526,75
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 395.500,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 395.500,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 863.692,17 703.614,30
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 863.692,17 703.614,30
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 65.000,00
Summe Passiva 6.424.205,92 6.339.374,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 20.828.916,21 18.504.829,17
2. Personalaufwand 16.099.617,83 15.378.747,48
a) Löhne und Gehälter 13.475.862,45 12.807.831,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.623.755,38 2.570.916,29
davon für Altersversorgung 10.962,31 13.766,28
3. Abschreibungen 395.407,29 399.135,01
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 395.407,29 399.135,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.258.469,48 4.081.583,65
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.093,61 3.603,46
davon Erträge aus Abzinsung 370,00 205,47
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.844,87 26.908,89
davon an verbundene Unternehmen 23.337,52
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 50,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 36.163,02 -308.520,56
8. Ergebnis nach Steuern 26.507,33 -1.069.421,84
9. sonstige Steuern -15,00 466,00
10. Jahresüberschuss 26.522,33 -1.069.887,84

Anhang

Allgemeine Angaben

Die CommuniGate Kommunikationsservice GmbH mit Sitz in Passau ist beim Amtsgericht Passau unter der Nummer HRB 5789 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung und der Regelungen der Satzung/des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses kamen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (ND drei bis fünf bzw. 15 Jahre, lineare Methode) vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderungen wurden gemäß § 253 Abs. 3 HGB nicht vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (zwischen drei und 23 Jahren) linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderungen wurden gem. § 253 Abs. 3 HGB nicht vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,- wurden wg. der kurzfristigen Nutzungsdauer im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Als Rechnungsabgrenzung werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Im Zusammenhang mit erhaltenen Investitionszuschüssen wurde ein Passivposten gebildet. Dieser wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst.

Passive latente Steuern auf Ebene der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen aufgrund von folgenden Sachverhalten:

- In der Steuerbilanz wurde bei den Wirtschaftsgütern für Computerhardware und -software die verkürzte Abschreibung gem. dem BMF-Schreiben vom 26.02.2021 angesetzt.

- Aus der unterschiedlichen Bewertung von Rückstellungen in Handels- und Steuerbilanz.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) keine latenten Steuern.

Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen:

- EDV - Software

- Betriebs- und Geschäftsausstattung

- Sonderposten für Investitionszuschüsse

- Rückstellung für Personalkosten

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzung werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage zum Anhang dargestellt.

Sonstige Pflichtangaben gem. § 285 HGB

1. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bzw. fünf Jahren waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden. Es gab zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert waren. Auf die Erstellung eines Verbindlichkeitenspiegels wurde verzichtet.

2. Gem. § 285 Nr. 3a HGB sind im Anhang anzugeben:

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 251 HGB oder nach § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, beträgt T€ 1.543,6.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen:

Sonstige Verpflichtungen aus

• Mietverträgen, Laufzeiten bis 8/2026, 10/2026 bzw. unbefristet; jährliche Verpflichtung insgesamt T€ 481,6, davon T€ 51,9 unbefristet

• Wartungsverträgen, Laufzeit bis 31. Dezember 2024; jährliche Verpflichtung insgesamt T€ 313,8

3. Erträge und Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von € 370,00 (Vj. € 205,47) enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von € 50,00 (Vj. € 0,00) enthalten.

4. Angaben zu den Arbeitnehmern

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 466 (Vj. 484) Arbeitnehmer beschäftigt.

Diese Anzahl ist in folgende Gruppen aufgeteilt:

- Geschäftsführung und unterstützende Funktionen, durchschnittlich 31 Arbeitnehmer

- Operations, durchschnittlich 435 Arbeitnehmer

5. Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer und des Aufsichtsrats

Nach § 285 Nr. 9a HGB sind für die Geschäftsführer und für die Mitglieder des Aufsichtsrats grundsätzlich die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge anzugeben:

Gesamtbezüge der Geschäftsführer: keine Angabe

(gem. § 286 (4) HGB Befreiung von der Pflicht zur Angabe)

Aufwandsentschädigung Aufsichtsrat: € 22.725,00

6. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Nach §§ 6, 7 der Gesellschaftssatzung sind die Organe der Gesellschaft:

a) der oder die Geschäftsführer

b) die Gesellschafterversammlung

c) der Aufsichtsrat

Herr Lap Vuong wurde am 31. März 2023 als Geschäftsführer abberufen.

Herr Andreas Kollmitz wurde zum 1. Dezember 2022 als Geschäftsführer bestellt.

Mitglieder des Aufsichtsrats:

- Herr Roland Schmautz, Vizepräsident des Sparkassenverband Bayern (bis 31.03.2023), Aufsichtsratsvorsitzender bis 31.12.2023

- Herr Christoph Helmschrott, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Passau und Bezirksobmann der niederbayerischen Sparkassen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender,

- Frau Petra Sackmann, Geschäftsführerin, DKB Service GmbH

- Frau Monika Kummer-Lex, Fraud- und Transaktionsmanagement | Vertrieb und Verbundbetreuung | Prokura, Bayern Card-Services GmbH

- Herr Nils Niermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neuburg-Rain

- Herr Stefan Swihota, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Deggendorf

- Frau Snezana Pavlovic, Arbeitnehmervertreterin, CommuniGate Kommunikationsservice GmbH bis 31.07.2023

- Herr Frank Wastl, Arbeitnehmervertreter, CommuniGate Kommunikationsservice GmbH bis 31.07.2023

- Frau Ursula Wessels-Stütz, Arbeitnehmervertreterin, CommuniGate Kommunikationsservice GmbH bis 31.07.2023

7. Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden.

 

Passau, den 24. April 2024

gez. Andreas Kollmitz

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres die ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich in regelmäßigen Sitzungen mit der Geschäftsführung über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und bedeutende Geschäftsvorfälle informiert und die Geschäftsführung überwacht. Die dem Aufsichtsrat aufgrund Gesellschaftsvertrag und der Geschäftsordnung für die Geschäftsführer zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte und Maßnahmen wurden vom Aufsichtsrat geprüft und mit der Geschäftsführung beraten. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit der Geschäftsführung geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft erörtert.

Der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrats - Herr Roland Schmautz - legte sein Mandat mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 nieder. Die Gesellschafter wählten am 19. Dezember 2023 Herr Stefan Proßer mit Wirkung zum 1. Januar 2024 in den Aufsichtsrat. Herr Proßer wurde mit Beschluss des Aufsichtsrats im schriftlichen Verfahren vom 11. Januar 2024 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Im Geschäftsjahr 2023 endeten die Amtszeiten der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Frau Ursula Wessels-Stütz und Frau Snezana Pavlovic sind aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als neue Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat wurden Frau Simone Kukleci und Herr Heiko Leonhard gewählt. Herr Frank Wastl wurde als Arbeitnehmervertreter wiedergewählt.

Die ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2023 am 17. März,

13. Juli und am 20. November stattgefunden. Eine außerordentliche Sitzung fand im Jahr 2023 am 07. Februar statt. An den ersten beiden Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. An der Sitzung vom 13. Juli nahm Herr Wastl nicht teil. An der Sitzung vom 20. November nahmen die Arbeitnehmervertreter nicht teil, da zu diesem Zeitpunkt die Wahlen der Arbeitnehmervertreter aufgrund personeller Veränderungen im Betriebsrat noch nicht abgeschlossen waren. Das Gremium war stets beschlussfähig.

In der außerordentlichen Sitzung wurde das Sanierungskonzept CiG25 Extended, dass aufgrund der herausfordernden wirtschaftlichen Situation und den strategischen Entwicklungen aufgesetzt wurde, erläutert und seitens des Aufsichtsrats beschlossen.

In den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat von der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Lage, den Geschäftsverlauf, wichtige unternehmenspolitische Maßnahmen und die beabsichtigte Geschäftspolitik informiert. Schwerpunkte der Beschlussfassung und Erörterungen im Aufsichtsrat waren:

- Erörterung des Jahresabschlusses

- Beauftragung des Abschlussprüfers

- Geschäftsentwicklung 2023

- Jahresplanung 2024

- Mittelfristplanung 2025 - 2027

- Status und Entwicklung der strategischen Ausrichtung

- Entwicklung der Serviceparameter und Pönale

- Revisionsberichte & Handlungsempfehlungen

- Risiko-, IT-Sicherheits-, Datenschutz- und Complianceberichte

- Bedeutende Projekte

- Organisatorische Veränderungen

Der Aufsichtsrat hat sich daneben laufend intensiv mit der herausfordernden wirtschaftlichen Situation der CommuniGate auseinandergesetzt. Die Entwicklungen wurden eng begleitet.

Der Jahresabschluss der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurde von der Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 7. Mai 2024 zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Er empfiehlt der Gesellschafterversammlung den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss 2023 festzustellen. Der Jahresüberschuss wird mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet. Der Gesellschafterversammlung wird ferner vorgeschlagen, den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH für das Geschäftsjahr 2023 zu entlasten.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und den Mitarbeitern der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023.

Der Aufsichtsrat dankt auch den aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreterinnen Frau Wessels-Stütz und Frau Pavlovic sowie Herrn Schmautz für das jahrelange Engagement im Aufsichtsrat der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH.

 

München, den 7. Mai 2024

Stefan Proßer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.468.549,63 158.083,59 5.042,51 0,00 5.621.590,71
5.468.549,63 158.083,59 5.042,51 0,00 5.621.590,71
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.592.395,93 221.346,70 492.462,02 0,00 5.321.280,61
5.592.395,93 221.346,70 492.462,02 0,00 5.321.280,61
11.060.945,56 379.430,29 497.504,53 0,00 10.942.871,32
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.273.957,63 139.062,59 2.103,51 0,00 5.410.916,71
5.273.957,63 139.062,59 2.103,51 0,00 5.410.916,71
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.077.991,93 256.344,70 474.225,02 0,00 4.860.111,61
5.077.991,93 256.344,70 474.225,02 0,00 4.860.111,61
10.351.949,56 395.407,29 476.328,53 0,00 10.271.028,32
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.674,00 194.592,00
210.674,00 194.592,00
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.169,00 514.404,00
461.169,00 514.404,00
671.843,00 708.996,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2024 festgestellt.

Auszug aus der Niederschrift über die Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung am 15.05.2024 der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH (Amtsgericht Passau HRB 5789)

Wir, die alleinigen Gesellschafter der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH, die Bayern Card Services GmbH - S Finanzgruppe und die IZB SOFT Verwaltungs-GmbH & Co. KG, halten hiermit unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz oder Satzung vorgeschriebenen Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung eine Gesellschafterversammlung der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH ab und beschließen einstimmig Folgendes:

1. Die Gesellschafterversammlung nimmt den Bericht des Aufsichtsrats und den Bericht zur Jahresabschlussprüfung 2023 der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Kenntnis.

2. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH wird festgestellt.

3. Den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH wird Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 erteilt.

4. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 wird mit dem Verlustvortrag des Vorjahres verrechnet.

 

München, den 15.05.2024

gez. Ferdinand Lachner, Geschäftsführer der Bayern Card-Services GmbH - S Finanzgruppe

gez. ppa. Andreas Joksch, Prokurist der Bayern Card-Services GmbH - S Finanzgruppe

 

München, den 15.05.2024

gez.

Dr. Thomas Heidingsfelder

und

Michael Held

Geschäftsführer der IZB SOFT Beteiligungs-GmbH, diese wiederum handelnd als Komplementärin der IZB SOFT Verwaltungs-GmbH & Co. KG

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die CommuniGate Kommunikationsservice GmbH, Passau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH, Passau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CommuniGate Kommunikationsservice GmbH, Passau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt III. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

• die in Abschnitt III. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

• aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Löffler, Wirtschaftsprüfer

Roland Greißl, Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschaft weist darauf hin, dass sich der o. g. Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss 2023 bezieht. Die CommuniGate Kommunikationsservice GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und hat bei der Offenlegung entsprechende Erleichterung in Anspruch genommen.

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