EBS GmbHLiquidiert

06556 Artern, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 501129
Eingetragen
24.8.2005
Branche
Herstellung von FertiggerichtenHerstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von Würzmitteln und Soßen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Tiefkühlkost.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

EBS GmbH

Artern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2014 bis zum 31.07.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2014 bis 31. Juli 2015

Grundlagen des Unternehmens

Die EBS GmbH (EBS) ist ein Produzent von Tiefkühlbackwaren in Europa. Das Produktionswerk befindet sich in Thüringen und beschäftigt 35 Mitarbeiter. Das Unternehmen weist seit seiner Gründung im Jahre 2005 ein moderates aber stetiges Wachstum aus. EBS produziert und entwickelt Tiefkühlbackwaren für die Systemgastronomie, welche über die ARYZTA-Konzerngruppe vertrieben werden.

Markt- und Absatzentwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Berichtszeitraum stabil mit einem geringen Wachstum von 0,3 % des BIP in 2015. Unsicherheiten bestehen nach wie vor im Finanzbereich einiger EU-Mitgliedsländer und aufgrund der allgemeinen politischen Krisen weltweit. Unabhängig davon ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Tiefkühlwaren stabil auf hohem Niveau von über 40 kg/Person.

Die wichtigsten Rohstoffmärkte für die EBS sind die Märkte für Getreide und Verpackungen (flexible Folien und Karton). Die Getreideernte des Jahres 2015 lag in Deutschland mengenmäßig über dem Vorjahr, was tendenziell zu fallenden Preisen führte. Die Kosten für Verpackungen sind ebenfalls tendenziell fallend. Hier haben sich die deutlich geringeren Preise für Rohöl und Rohölprodukte positiv ausgewirkt. Die Auswirkungen auf die Fertigwaren sind erfreulich, allerdings fließen die neuen Preise in das transparente "Pricing Protocol" des Kunden und gehen somit auch an ihn über.

Geschäftsverlauf

Finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung sind insbesondere die Absatz- und Umsatzentwicklung und die entsprechende Ertragssituation (EBIT 1).

Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von TEUR 12.160 erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 3,6 %. Der im Geschäftsjahr 2014/2015 erwirtschaftete Umsatz entspricht dem Planansatz. Der Ertrag (EBIT) beträgt für den Berichtszeitraum TEUR 4.064 und liegt im erwarteten Bereich.

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt TEUR 516 investiert. Im Wesentlichen entfielen TEUR 226 auf den Bau des Zuckersilos. Diese Investition ermöglicht die Einlagerung von günstigen losen Zucker. TEUR 158 entfallen auf den Kauf eines Kartonaufrichters und TEUR 45 auf die Installation von Metalldetektoren zur Sicherung des Produktionsprozesses.

Personal

Ende Juli 2015 hatten wir einen Personalbestand von 34 Mitarbeitern (Vorjahr: 34), im Jahresdurchschnitt waren 35 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 29).

Die Veränderungen in der Tiefkühlbackwarenbranche machen eine noch striktere Orientierung an den Kundenbedürfnissen notwendig. Diese Entwicklung verlangt auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EBS weiterhin eine hohe Leistungsfähigkeit und -bereitschaft. Somit hat die Bewertung unserer Mitarbeiter und die daraus resultierende Förderung sowie Entwicklung eine ganz besondere Bedeutung! Um wie auch bisher alle anstehenden Herausforderungen gemeinsam bewältigen zu können, verwenden wir seit diesem Jahr erfolgreich das Instrument der Mitarbeiterbefragung. So konnten wir bis August 2015 eine Teilnahme von 82 % verzeichnen. Es wurden dabei die Bereiche Produktion, Technik und Verwaltung befragt. Die Rückläufe wurden anonym erfasst und ausgewertet, wobei für jeden Bereich eine separate Auswertung stattgefunden hat.

Des Weiteren werden in naher Zukunft neue Tarifverhandlungen aufgenommen.

Qualitätssicherung

In 2014/2015 hat die EBS das Kundenaudit entsprechend dem Subway Global Food Standard mit Generally Meets bestanden. Die EBS unterstützt die verantwortungsvolle Produktion und den Handel von nachhaltig angebauten Palmöl. Daher wurde die EBS im April 2015 entsprechend dem RSPO - Standard erneut zertifiziert, so dass Palmöl nach dem Modell Mass Balance und Segregation eingesetzt werden kann.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2014/2015 um TEUR 1.607 auf TEUR 9.554 gestiegen (im Vorjahr TEUR 7.947). Auf der Aktivseite hat sich das Sachanlagevermögen um TEUR 41 auf TEUR 3.396 verringert aufgrund der im Vergleich zum Investitionsvolumen höheren Jahresabschreibungen. Die Vorräte und Forderungen sind insgesamt um TEUR 606 auf TEUR 3.212 gesunken; dagegen gestiegen sind die liquiden Mittel um TEUR 2.270 auf TEUR 2.944. Auf der Passivseite resultiert die Zunahme der Bilanzsumme im Wesentlichen aus der Erhöhung des gesamten Bestandes an Verbindlichkeiten um insgesamt TEUR 1.591 auf TEUR 4.879, was wiederum hauptsächlich den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen infolge der höheren Gewinnabführungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag geschuldet ist.

Die Eigenkapitalquote ist (unter Einbeziehung des Sonderpostens zu 70 %) auf 45,8 % gesunken (im Vorjahr 55,4 %). Der Verschuldungsgrad hat sich von 80,4 % auf 118,1 % erhöht.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierte im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von TEUR 2.786. Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen TEUR 516. Der Finanzmittelbestand zum Jahresende hat sich damit um TEUR 2.270 auf TEUR 2.944 erhöht (im Vorjahr TEUR 675).

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt für den Berichtszeitraum TEUR 4.064 (im Vorjahr TEUR 3.563). Die Materialquote bezogen auf die Gesamtleistung ist von 53,7 % im Vorjahr auf 49,2 % im Berichtsjahr gesunken.

Risikomanagementziele und -methoden

Die Geschäftsführung hat sich im Geschäftsjahr vom 1. August 2014 bis 31. Juli 2015 weiter intensiv mit den spezifischen Risiken für das Geschäft der EBS auseinandergesetzt. Risikopotenziale werden in regelmäßigen Leitungsrunden gemeinsam mit den Führungskräften der EBS identifiziert, analysiert und bewertet. Soweit erforderlich, werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet und anschließend deren Umsetzung überwacht.

Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Unternehmen konnte im Berichtszeitraum seinen Marktanteil steigern. Erfreulich ist das Wachstum mit dem Hauptkunden in der Systemgastronomie. Dieses Wachstum erfordert kontinuierliche Investitionen in Produktionskapazitäten und Qualität. Die dafür notwendigen Fachkräfte stehen in der Region in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Unser hoher Qualitätsanspruch, kurze Reaktionszeit und das hervorragende Preis-Leistungsverhältnis sichern uns auch in Zukunft ein gutes Wachstum mit unseren Kunden. Durch die Expansion der Fast Food Anbieter in Europa sehen wir unsere Wachstumspotentiale auch außerhalb Deutschlands in diesen Expansionsmärkten. Die gegenseitigen Handelssanktionen im russischen Wirtschaftsraum aufgrund der Ukrainekrise haben die gute Entwicklung im Lebensmittelhandel stark gebremst bzw. fast zum Erliegen gebracht.

Die zukünftige Entwicklung der Rohstoffmärkte für Getreide bleibt trotz gegenwärtiger Stabilisierung ungewiss. Agrargüter unterliegen naturgemäß Ereignissen wie Wetter und globaler Nachfrage, die die Preisentwicklung in positiver oder negativer Weise beeinflussen können. Wir rechnen insgesamt mit steigenden Rohstoffpreisen. Die negativen Effekte aufgrund höherer Rohstoffpreise werden u.a. über Effizienzsteigerungen, Optimierung der Produktpalette und neue Produkte kompensiert.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2015/2016 erwarten wir einen Umsatz von rd. EUR 12,6 Mio. Aufgrund der insbesondere durch die EEG-Umlage bedingten höheren Energiekosten erwarten wir beim EBIT eine vergleichbare Ertragssituation wie im Berichtsjahr.

 

Artern, den 3. November 2016

Coenraad Johan Peter Terlingen

Andreas Willner

1 Die interne Steuerung erfolgt innerhalb der Grupp grundsätzlich nach dem EBIT nach IFRS. Da bei der Gesellschaft jedoch keine nennenswerten Bewertungsunterschiede bestehen, wird der handelsrechtliche EBIT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Erträgen aus Gewinnabführung sowie Zinserträgen und Zinsaufwendungen) zur Steuerung verwendet.

Bilanz zum 31. Juli 2015

Aktiva

31.07.2015
31.07.2014
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 75,79 101,89
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 1.675.182,13 1.740.919,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.422.046,44 1.484.589,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.842,00 134.221,22
4. Anlagen im Bau 171.934,78 76.700,00
  3.396.005,35 3.436.430,60
  3.396.081,14 3.436.532,49
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 126.431,16 121.902,76
2. Unfertige Erzeugnisse 0,00 114,97
3. Fertige Erzeugnisse 96.163,60 194.550,86
  222.594,76 316.568,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.913.018,85 2.350.938,14
2. Sonstige Vermögensgegenstände 77.044,46 1.150.323,90
  2.990.063,31 3.501.262,04
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.944.172,17 674.592,54
  6.156.830,24 4.492.423,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 602,93 17.640,42
  9.553.514,31 7.946.596,08

Passiva

   
  31.07.2015
31.07.2014
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.072.000,00 1.072.000,00
II. Kapitalrücklage 2.089.548,55 2.089.548,55
III. Gewinnvortrag 1.026.538,61 1.026.538,61
  4.188.087,16 4.188.087,16
B. Sonderposten des Anlagevermögens    
Sonderposten für Investionszuschüsse 273.351,93 308.402,00
C. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 213.314,15 161.633,67
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.716.935,56 1.618.371,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.096.651,76 1.613.210,61
3. Sonstige Verbindlichkeiten 65.173,75 56.891,01
(davon aus Steuern: € 8.509,19; Vorjahr: € 7.387,36) 4.878.761,07 3.288.473,25
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 441,92;    
Vorjahr: € 1.189,23)    
  9.553.514,31 7.946.596,08

Gewinn- und Verlustrechnung

01.08.2014-31.07.2015
01.08.2013-31.07.2014
1. Umsatzerlöse 12.159.891,20 11.738.200,42
2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -98.502,23 2.075,43
3. Sonstige betriebliche Erträge 244.333,63 292.018,52
  12.305.722,60 12.032.294,37
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.209.338,99 5.541.617,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 730.524,76 765.861,63
  5.939.863,75 6.307.478,75
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 908.045,36 751.383,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 191.106,85 161.897,76
(davon für Altersversorgung: € 1.380,00; Vorjahr: € 1.012,50)    
  1.099.152,21 913.281,03
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 544.466,35 589.927,83
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 655.755,66 656.015,06
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.066.484,63 3.565.591,70
9. Sonstige Steuern 2.801,60 2.837,60
10. Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 4.063.683,03 3.562.754,10
11. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 4.063.683,03 3.562.754,10
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2014 bis 31. Juli 2015

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Juli 2015 der EBS GmbH, Artern, ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach § 267 Abs. 2 und 4 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen.

Aufgrund des geschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft, der ARYZTA Bakeries Deutschland GmbH (vormals Klemme AG), Lutherstadt Eisleben, besteht seit 1. Januar 2010 eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der selbigen.

Seit dem 1. August 2014 ist die EBS GmbH Organgesellschaft innerhalb der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der HIESTAND Beteiligungsholding AG (CH) & Co. KG, Gerolzhofen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ARYZTA AG, Zürich (Schweiz), der entsprechend den International Financial Reporting Standards aufgestellt wird, einbezogen (größter und einziger Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird am Sitz der Muttergesellschaft offengelegt. Auf Ebene der ARYZTA Bakeries Deutschland GmbH (vormals Klemme AG), Lutherstadt Eisleben, wird kein gesonderter Konzernabschluss aufgestellt.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Allgemeine Angaben

Die gesetzlich vorgeschriebene Gliederung der Bilanz gemäß § 266 HGB wurde um den Posten "Sonderposten zum Anlagevermögen" ergänzt. In diesem Sonderposten werden Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr die Darstellung des Gesamtkostenverfahrens gewählt. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB wurde nach § 277 Abs. 3 Satz 2 HGB um den Posten "Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne" erweitert. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages (EAV) wird unter dieser Position der Aufwand des an die ARYZTA Bakeries Deutschland GmbH (vormals Klemme AG), Lutherstadt Eisleben, abgeführten Gewinnes ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahre wurde die Bewertung der geringwertigen beweglichen Vermögensgegenstände an die konzerneinheitliche Bilanzierung angepasst. Diese werden ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 in einem Sammelposten erfasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage ergibt sich hieraus nicht.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenständesind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear, im Jahr des Zugangs pro rata temoris, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (5 Jahre) vorgenommen.

Das Sachanlagevermögenist mit den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der nach kaufmännischer Beurteilung betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für Immobilien zwischen 14 und 27 Jahren, für Mobilien zwischen 4 und 14 Jahren. Immobilien (ohne Grund und Boden) werden linear abgeschrieben. Mobilien, die vor dem 1. Januar 2008 bzw. zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, werden in Ausübung des Beibehaltungswahlrechts entsprechend Artikel 67 Abs. 4 EGHGB geometrisch degressiv abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird, im Zeitpunkt in dem die Abschreibungssätze der linearen Abschreibung höher ausfallen, Gebrauch gemacht. Mobilien, die im Geschäftsjahr 2008 und nach dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, werden linear abgeschrieben. Die Zugänge des Berichtsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter des Anlagevermögens im Wert von EUR 150,00 bis EUR 410,00 wurden im Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis 31. Juli 2014 im Zugangsjahr in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben und entsprechend im Folgejahr als Abgang gezeigt. Ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 wird, wie bereits in den Geschäftsjahren 2008 und 2009, für geringwertige bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 jeweils geschäftsjährlich ein Sammelposten gebildet, der planmäßig über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffeerfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten.

Für Ersatzteile wird innerhalb der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ein Festwert gemäß § 256 Satz 2 HGB gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnissewurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, einschließlich des auf die Produktion entfallenden Teils der Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Bei der Bewertung kommt die Durchschnittsmethode zur Anwendung.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungspostenist für im Voraus bezahlte Beträge gebildet, die Aufwand der folgenden Geschäftsjahre sind.

Passiva

Das Eigenkapitalist zum Nominalwert bewertet. Die Kapitalrücklage betrifft eine Zuzahlung der Gesellschafterin nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Der Sonderposten zum Anlagevermögenwird in Höhe der bewilligten Investitionszuschüsse angesetzt und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsaufwandes.

Die Verbindlichkeitenwerden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs (siehe Anlage zum Anhang).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen (TEUR 2.712; 31.07.2014 TEUR 2.229) und aus der Umsatzsteuer-Verrechnung innerhalb der Umsatzsteuer-Organschaft (TEUR 201; 31.07.2014 TEUR 122).

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 2.712 (31.07.2014 TEUR 2.229).

3. Flüssige Mittel

Die Position enthält Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 2.944; 31.07.2014 TEUR 674).

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (TEUR 184; 31.07.2014 TEUR 136) sowie die Jahresabschlussprüfung und Steuerberatung (TEUR 27; 31.07.2014 TEUR 20) gebildet.

Die Gesellschaft führt für Arbeitnehmer, welche eine Vereinbarung über tarifliche Altersversorgung (Entgeltumwandlung) abgeschlossen haben, Beiträge an die Pensionskasse Ernährung und Gaststätten, Hamburg, ab. Der Umlagehöchstbetrag betrug im Geschäftsjahr EUR 2.856 pro Arbeitnehmer. Der Zusatzbetrag des Arbeitgebers betrug EUR 100 für tariflich Angestellte. Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen wird gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten ergeben sich zum Bilanzstichtag die folgenden Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
Gesamt
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
von einem bis zu fünf Jahre
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.717 1.717 0 0
(Vorjahr) (1.618) (1.618) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.097 3.097 0 0
(Vorjahr) (1.613) (1.613) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 65 65 0 0
(Vorjahr) (57) (57) (0) (0)
Gesamt 4.879 4.879 0 0
(Vorjahr) (3.288) (3.288) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen restliche Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung des Geschäftsjahres 2014/2015 (TEUR 3.064; 31.07.2014 TEUR 1.563) und aus Liefer- und Leistungsbeziehungen (TEUR 33; 31.07.2014 TEUR 50).

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betragen TEUR 3.096 (31.07.2014 TEUR 1.605).

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr TEUR 35) Beträge aus der Auflösung des Sonderpostens zum Anlagevermögen.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr TEUR 92) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um die Erträge aus der Stromsteuer- und Energiesteuer-Erstattung für das Kalenderjahr 2013.

2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Aus der Beibehaltung steuerlicher Abschreibungsmethoden ergeben sich im Geschäftsjahr 2014/2015 gegenüber einer linearen Abschreibung Minderabschreibungen von TEUR 279.

D. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der in den letzten zwölf Monaten beschäftigten Arbeitnehmer nach § 285 Nr. 7 HGB beträgt:

Anzahl
Leitende Angestellte 1
Gewerbliche Arbeitnehmer 34
  35

2. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft waren/sind:

Oliver Scholl (Head of Finance Germany), Bremerhaven

(bis 04.11.2015)

Marc Michael Saam (Head of Bakeries Aryzta Continental Europe), Halle (Saale)

(04.11.2015 bis 08.09.2016)

Erik Ziegler (Leiter Logistik ARYZTA Bakeries Deutschland), Hattersheim am Main

(04.11.2015 bis 08.09.2016)

Coenraad Johan Peter Terlingen (Head of Supply Chain Aryzta), Hulshorst (Niederlande)

(ab 08.09.2016)

Andreas Willner (Head of Manufacturing Aryzta), Salzatal

(ab 08.09.2016)

Der im Geschäftsjahr 2014/15 bestellte Geschäftsführer hat für seine Tätigkeit keine Vergütung von der Gesellschaft erhalten.

 

Artern, den 3. November 2016

Coenraad Johan Peter Terlingen

Andreas Willner

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01.08.2014
Zugänge
Um-gliederungen
Abgänge
31.07.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltich erworbene Software 118.027,83 0,00 0,00 0,00 118.027,83
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 2.328.241,50 2.662,00 0,00 0,00 2.330.903,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.776.012,24 301.105,36 76.700,00 0,00 8.153.817,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.421,86 40.395,15 0,00 34.800,00 446.017,01
4. Anlagen im Bau 76.700,00 171.934,78 -76.700,00 0,00 171.934,78
  10.621.375,60 516.097,29 0,00 34.800,00 11.102.672,89
  10.739.403,43 516.097,29 0,00 34.800,00 11.220.700,72
Abschreibungen
01.08.2014
Zugänge
Abgänge
31.07.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltich erworbene Software 117.925,94 26,10 0,00 117.952,04
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 587.322,08 68.399,29 0,00 655.721,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.291.422,28 440.348,88 0,00 6.731.771,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.200,64 35.692,08 22.717,71 319.175,01
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  7.184.945,00 544.440,25 22.717,71 7.706.667,54
  7.302.870,94 544.466,35 22.717,71 7.824.619,58
Buchwerte
31.07.2015
31.07.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltich erworbene Software 75,79 101,89
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 1.675.182,13 1.740.919,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.422.046,44 1.484.589,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.842,00 134.221,22
4. Anlagen im Bau 171.934,78 76.700,00
  3.396.005,35 3.436.430,60
  3.396.081,14 3.436.532,49

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EBS GmbH, Artern, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2014 bis 31. Juli 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Leipzig, den 15. November 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Angelika Kraus, Wirtschaftsprüferin

ppa. René Strobach, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt.

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