PLAN B gGmbH
Selbe AdressePostsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des Sozialwesens
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kirsten Astrid Friedrich-Vasilias seit 16.1.2025 | Prokura |
Daniela Loos seit 5.5.2021 | Prokura |
Andrea Marietheres Franke seit 8.1.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stiftung Berufliche Bildung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SBB Kompetenz gGmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagerbericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die SBB Kompetenz gGmbH (SBB K) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stiftung Berufliche Bildung, die mit dem parlamentarischen Auftrag der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) gegründet wurde, sozial oder bildungsmäßig Benachteiligte mit geeigneten Maßnahmen bei der Teilhabe am Arbeitsleben und der gesellschaftlichen Teilhabe zu unterstützen. Dieser Zielsetzung ist auch die SBB K nach ihrem Gesellschaftsvertrag verpflichtet. Die SBB Kompetenz, gehört, neben der Stiftung Grone Schule und der DAA, zu den drei größten Bildungsträgern der Freien und Hansestadt Hamburg. Die SBB K kann als Generaldienstleisterin für Erwachsenenbildung in der Hansestadt begriffen werden. Die SBB Gruppe in der FHH hält über ein Drittel des Eingliederungstitel des SGB II und III, daher wird die SBB von Mitbewerber:innen als mächtig und auch als starker Konkurrent wahrgenommen. Ihr Fokus liegt auf sich zunehmend individualisierenden Angeboten für erwachsene Menschen, die bildungsfern und weit vom Arbeitsmarkt entfernt sind. In der Regel handelt es sich bei den Teilnehmer:innen (TN) der SBB K um zuvor Arbeitslose, weit überwiegend um Langzeitarbeitslose - die also bereits länger als ein Jahr ununterbrochen ohne Erwerbstätigkeit sind - bzw. Langzeitleistungsempfänger:innen - also Menschen, deren Arbeitslosigkeit zwar kurzzeitig durch kurze Arbeitsphasen, aktivierende Maßnahmen o.ä. durchbrochen gewesen ist oder die, trotz Erwerbstätigkeit, noch aufstockende Leistungen nach dem SGB II empfangen. Dementsprechend sind die Hauptauftraggeber der SBB K die Jobcenter, in Hamburg zusammengeschlossen als Jobcenter team.arbeit.hamburg (JC t.a.h). Daneben gehören zu den Auftraggebern die Agentur für Arbeit, verschiedene Bundesministerien und Behörden, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), aber auch andere Zuwendungsgeber, Arbeitssuchende und Unternehmen. Langzeitarbeitslosigkeit hat Ursachen, die als vermittlungshemmende Merkmale bezeichnet werden, wie z.B. fehlende Schul- und/oder Berufsabschlüsse, mangelnde oder fehlende Sprachkenntnisse, Sucht, gesundheitliche Einschränkungen, ein hohes Alter oder der Status "alleinerziehend". Durch die Langzeitarbeitslosigkeit verursacht, kommen zumeist weitere Hemmnisse hinzu: Mangelndes Selbstvertrauen, Motivationsverlust, Vernachlässigung des äußeren Erscheinungsbildes, fehlende oder abhanden gekommene Arbeitstugenden etc. Die SBB K bietet ihren TN zunächst ein breites Spektrum an Individualcoachings, Orientierungs-, Aktivierungs-, Berufsvorbereitungs- und Kompetenzfeststellungsmaßnahmen, aber auch geförderte Beschäftigung, wie Arbeitsgelegenheiten (AGH), oder Beschäftigung nach §16e/i SGB II. Geflüchtete oder Menschen mit Migrationshintergrund und oftmals fehlender Sprachkompetenz gehören zu den TN der SBB K, die nicht nur sämtliche BAMF-Sprachkurse bei der SBB K vorfinden, sondern auch flankierende Angebote zur kulturellen Integration und zur Lösung von Problemen des Alltags. Die SBB K bietet zudem niedrigschwellige, aber auch hochwertige und anspruchsvolle Fortbildungen und Umschulungen in kaufmännischen Bereichen und für viele Dienstleistungsbranchen an. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Während die Jahre 2020 bis 2022 wesentlich von der Pandemie und deren strukturellen und organisatorischen Auswirkungen auf die Branche bedingt waren, startete das Jahr 2023 zunächst stabil. Das Portfolio der SBB Kompetenz, ein Instrumentenmix aus Vergabe Maßnahmen ("45'er"), Gutscheinmaßnahmen und Integrationskursen, fand in Präsenz statt, die wesentlichen Errungenschaften der Pandemie, eine Digitalisierung der Lehre und eine entsprechende Erweiterung der Skills der Mitarbeitenden hatte stattgefunden. Im Juni 2023 verkündete team.arbeit.hamburg dann wesentliche, einschränkende ermessenslenkende Weisungen bei der Vergabe von Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen. Die maximale Dauer wurde auf drei Monate, der maximale Preis auf € 5.000,00 begrenzt. Sehr rasch, durch das Zuweisungs-Sommerloch begünstigt, liefen Hamburg-weit die Einzelcoachings-AVGS auf Null, die Teilnehmenden bei KreaStart reduzierten sich bis Ende 2023 um ca. 35%. Zeitgleich wurden die Träger von Arbeitsgelegenheiten in HH einberufen, denen das Programm für 2023 verkündet wurde: Die Zahl der Arbeitsgelegenheiten wurde für ab Februar 2024 Hamburg weit von 1.600 auf 800 halbiert, ab Februar 2024 ist der Overhead pro Maßnahmekostenpauschale (MKP) nur noch mit 22% abrechenbar. Für die SBB K war die zweite Jahreshälfte also einerseits durch personelle Anpassungen, betriebsbedingte Kündigungen und Versetzungen und andererseits durch eine Verstärkung der Akquise von weiteren Maßnahmen bestimmt, die in 2023 sehr erfolgreich verlief. So konnte "Mobiles Coaching" in Kooperation mit dem bfw, Grone und fits gewonnen werden, das inzwischen mit 120% Zuweisungspraxis betrieben wird und, später im Jahr, in Kooperation mit JiA. und der KOM die "Kompetenzcenter", für die SBB K in Billstedt und Mitte. Zudem konnte, in Kooperation mit der DAA und fits, ein Leuchtturmprojekt das "Café Digital" gewonnen werden, das am Glockengießerwall, 100 Meter vom Kostenträger entfernt, Menschen im Bürgergeldbezug digitale Basis- und weiterführende Kompetenzen vermittelt. Die ermessenslenkenden Weisungen für AVGS wurden Ende 2023 wieder aufgelöst, so dass das AVGS Geschäft wieder anläuft. Durch den Erfolg bei den Ausschreibungen mussten, anstelle der erwarteten 35 Mitarbeitenden, nur 4 Stellen (2,1 Vollzeitäquivalente) abgebaut werden. Die SBB K ist also, zumindest im Jahr 2023/24 als krisenfest und resilient zu bezeichnen. Die Pandemie hatte zu wesentlichen Digitalisierungsbeschleunigungen geführt, mit dem voll ausgestatteten Video- und Podcast Studio und der iCademy hat die SBB K eine Moodle-basierte Plattform für die Online Lehre, interaktive Whiteboards tragen zur Modernisierung der Unterrichtsprozesse bei, Imagefilme und Tutorials, die für jede 45er Maßnahme gedreht werden müssen, tragen dazu bei, dass die SBB K mit fits und DAA dafür angefragt wurden, ob sie für das Café Digital zur Verfügung stehen, das Ende 2023 implementiert wurde. Geschäftsverlauf Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs beurteilt die SBB K u. a. anhand der TN-Kapazitäten, die in finanzierten Ganzjahres-Vollzeit-TN-Plätzen gemessen werden. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Teilnehmenden-Rückgang von 819 auf 630,3 zu verzeichnen. Die Gesamtleistung ist von 18,79 Mio. in 2022 € auf 16,40 Millionen in 2023 gesunken. Die Hauptursache ist hier der Rückgang der an die Schwesterunternehmen durchlaufenden Erträge. Was die Beschäftigungssituation betrifft, ist der Personaleinsatz mit 133,85 Vollzeitstellen um 4,73 Vollzeitstellen verringert (138,58 in 2022). Die Geschäftsführung der SBB K oblag 2023 zwei GeschäftsführerInnen. Der Vorstand der Stiftung, Herr Frank Giese, gleichzeitig Gesellschafter der SBB K, und Andrea Franke, die für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Vernetzung in die Fachöffentlichkeit, die Modernisierung des Angebotsportfolios sowie der internen Kommunikation, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und die Personalentwicklung verantwortlich ist. Daniela Loos erhielt 2021 Prokura für die SBB K und ist operativ verantwortlich für den Fachbereich "Orientierung und Perspektive" und einige Querschnittsthemen. Lage Ertragslage Die Ertragslage der SBB K war, trotz des großen wirtschaftlichen Einschnittes in der Mitte des Jahres, durch ihren Erfolg auch in 2023 hervorragend. Auch haben die periodenfremden AGH-Erträge von rund 310 T€ dazu beigetragen. Operativ wird ein Ergebnis, vor Sonderzahlungen, in Höhe von 1.251 T€ geschrieben. Ein hervorragendes Ergebnis. Die Rahmenbedingungen für Bildungsträger, die sich zunehmend auf individualisierte Angebote für erwachsene Langzeitarbeitslose spezifizieren, sind allerdings auch so, dass es mit einem motivierten und leistungsstarken Personalstamm gut gelingen konnte, ein gutes Ergebnis zu schreiben. Finanzlage Die liquiden Mittel haben sich um 821 T€ erhöht und betragen zum Bilanzstichtag 4.195 T€, wobei noch Ausschüttungen an die Muttergesellschaft in Höhe von 913 T€ geleistet wurden. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen der SBB-K ist um rund 141 T€ gesunken. Externe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Vorjahr um rund 971 T€ gesunken. Externe Verbindlichkeiten sind zum Vorjahr um 379 T€ gestiegen. III. Prognosebericht Die Aussichten für die SBB Kompetenz gGmbH sind für 2024 als stabil zu betrachten. Der Eingliederungstitel bleibt, durch eine Kompensation der Gehaltsprogression der team.arbeit.hamburg-MA's und durch einen Nachtragshaushalt des Bundes, stabil bei ca 170 Mio, die Mittel für Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine sind wider Erwarten frei geworden, aktuell ist sogar davon auszugehen, dass nicht alle Mittel in 2024 verausgabt werden können, da die Zuweisungspraxis im Trend noch langsamer ist als in den Vorjahren. Der aktuelle Trend ist der "Integrationsturbo", ein Bundesprogramm, das bedeutet, dass via AVGS und Maßnahmen beim Träger (MAT)Menschen mit Migrationshintergrund auf den ersten Arbeitsmarkt gebracht werden. Deutschland liegt, europaweit, bedingt durch eine restriktive Beschäftigungspolitik für Geflüchtete, in Bezug auf deren Arbeitsmarktintegration an letzter Stelle, weswegen nun verschiedene Programme zu dessen Kompensation aufgelegt werden. Die SBB K hat gemeinsam mit fits, der DAA, der KOM und Grone einen AVGS entwickelt, der einen Vermittlungsfokus hat und beteiligt sich gerade an einer Ausschreibung mit Vermittlung von Geflüchteten im Kern. Die SBB K hat ihr Portfolio um eine weitere Bietergemeinschaft erweitert, da das bestehende Bündnis in Bezug auf seine Preispolitik zu unflexibel wurde und eine Diversifizierung von Bündnissen in Hamburgs Bildungsträgerszene durchaus erfrischend ist. Mit dem bewährten Partner fits entstand eine neue Kooperation mit der DAA für das Café Digital, das nun auch für Harburg und bald Eidelstedt ausgeschrieben ist. Im Koalitionsvertrag ist "ein Jahrzehnt der Bildung" postuliert. Die soll sich allerdings in Richtung "Nachqualifizierung in Unternehmen" verändern, so dass sich alle privaten Bildungsinstitutionen auf Joint Ventures mit Unternehmen vorbereiten müssen. Die Vermittlungshemmnisse steigen, psychische Belastungen werden schwerwiegender, der Leistungsbezug länger und damit die Marktferne größer. Lineare, durchdeklinierte Maßnahmen haben in der vergangenen Dekade nicht zu nachhaltigen Vermittlungen geführt, daher erfolgt nun auf mehreren Ebenen ein Paradigmenwechsel hinzu: A. Ausbau von FbW: Umschulungen, Fortbildungen und Vorbereitung auf Externenprüfungen B. Zusammenarbeit mit Firmen im Rahmen des Qualifizierungs-Chancen-Gesetzes C. Vermittlungsaktivitäten und Fortbildung "on the job" mit 2 verschiedenen Gutscheinarten
IV. Chancen- und Risikobericht a. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Monokulturen aufzubauen und in erster Linie von Mitteln des SGB II abzuhängen, birgt Risiken, die fast ausschließliche Fixierung der SBB K auf nur einen Kostenträger ist gefährlich und die Angebote der Gesellschaft werden bis 2024 deutlich diversifiziert werden. Ein Trilemma ist
Konkret bedeutet das, dass Institutionen der Rechtskreise VIII, IX und XII Einstiegsgehälter mit Lohnprogression bieten, die um 10 bis 20% höher liegen, und dass die Anforderungen an das Personal immer komplexer werden. Das Personalrecruitment wird, übrigens branchenunabhängig, immer schwieriger und langwieriger. Diesem Thema wird sich die SBB-Gruppe in den nächsten Jahren stellen müssen, sollte die Qualität der Dienstleistung steigen. In 2023 ist es gelungen, durch Platzierung von Stellenanzeigen in branchenspezifischen Online Plattformen (indeed, Homepages der Sozialverbände und Coaching-Plattformen) wesentlich fachspezifischere Bewerbungen erhalten zu haben, als in den Vorjahren. Die SBB Kompetenz zieht, wie der Auftrag des Kostenträgers verstanden wurde, qualifiziertes, jüngeres Fachpersonal an. Dadurch ergibt sich ein Generationenmix, der zukunftsfähig ist. Organisationsentwicklung Die SBB K wird in 2024/25 ihr Portfolio erweitern sowie Marketing und Vertrieb stärken. Digitale Werbeprozesse via Google Adwords werden gestärkt, Tutorials, Filme und Podcasts auf SocialMedia Kanälen gepostet. Der organisationale und personelle Umbau hat die SBB K gefordert und breiter aufgestellt, Nachwuchskräfte sind weitestgehend identifiziert und bereits Teil der Leitungskreise. Aufzuholen hat die Gesellschaft Vernetzungsthemen und Präsenz in der Fachöffentlichkeit. Ertragsorientierte Risiken Die Bewerbung auf Ausschreibungen im Rahmen der §§ 45 ff SGB III muss stabil weiter erfolgen, da große Trainingsmaßnahmen die Solidität des Trägers sichern. Finanz- und vermögensorientierte Risiken Finanzorientierte Risiken werden aktuell nicht gesehen. Die Liquiditätssituation ist zufriedenstellend. Gleiches gilt für die vermögensorientierten Risiken. Die Forderungen der SBB K richten sich fast ausschließlich an öffentliche Auftraggeber und wurden in der Vergangenheit stets beglichen. b. Chancenbericht Es wird 2024 möglich sein, das Geschäft zu konsolidieren. Der EGT bleibt stabil, die Bedarfe nach Qualifizierung steigen, die Zahl der Ausschreibungen in 2024 wird steigen. Gerade in Bezug auf Maßnahmen beim Träger nach § 45 SGB III, der Qualifizierung, in der Vorbereitung auf Externenprüfungen und in auf Arbeitgeber zugeschnitten Produkten ist ausreichend Wachstumspotenzial zu erwarten. Die Vermittlungsaktivitäten werden, angesichts des Programms "Jobturbo" gestärkt, monatlich werden Jobspeeddatings stattfinden, um die Integrationsquote in Maßnahmen signifikant zu erhöhen und das Bundesprogramm gut bedienen zu können. Die SBB K wird in Bezug auf die Vergabe von bezirklichen Mitteln besonders in Bergedorf oft angefragt und realisiert, so z.B.im 10. Jahr in Folge für Projekte für Frauen mit Migrationshintergrund mit entsprechender Fachöffentlichkeit. Das Café Digital am Glockengießerwall wird von Jobcentern aus dem ganzen Bundesgebiet besucht und von allen Standortleitenden der 17 Jobcenter in Hamburg, so dass davon auszugehen ist, dass das Bündnis DAA, SBBK und fits sehr gute Chancen bei weiteren Ausschreibungen (Harburg und Eidelstedt) hat. Digitalisierung Mit der blitzschnellen Umstrukturierung der Organisation und der Erweiterung der Marketingabteilung um das Segment "Digitalisierung" entstand eine Grundlage dafür, dass die SBB Kompetenz auch technisch aufgeschlossen hat. Der Digitalisierungs-Status hinsichtlich technischer Endgeräte, Netzwerken und Kommunikation ist zukunftsfähig. Personalentwicklung Die SBB K intensiviert mit der SocialAcademy die Personalentwicklung. Der Fokus wird auf Qualifizierung der Mitarbeiter:innen hinsichtlich Medienkompetenz und Digitalisierung gelegt. Aber auch vertiefende pädagogische und psychologische Fortbildungen werden entwickelt, um die Qualität unserer Dienstleistungen zu erhöhen. Qualitätsmanagement Das Qualitätsmanagementsystem wird weiter vereinfacht, verschlankt und leichter handhabbar für die Mitarbeiter:innen. In jedem Fachbereich werden QM-Beauftragte implementiert, die für eine Einhaltung der Qualitätsprozesse sorgen. c. Gesamtaussage Die Geschäfte der SBB Kompetenz Hamburg liefen in 2023, zwischendurch wider Erwarten, positiv. Trotz eines Einbruches bei den Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen und Halbierung der Arbeitsgelegenheiten um 55% ab 2024 konnte der Umsatz gegenüber dem Wirtschaftsplan um 3 Mio. gesteigert werden und die Rendite um 0,5 Mio. vor Sonderzahlungen. Die SBB K ist im Management und der Durchführung als krisensicher, schnell und äußerst resilient zu bezeichnen, zudem hatte sie, in 2023 ein gehöriges Maß Fortune, da die schweren Einschnitte bei gutscheinbasierten Maßnahmen und die ab 2024 erfolgende Halbierung der Arbeitsgelegenheiten personell zu nahezu 100% kompensiert werden konnten. Die Durchführungsqualität der SBB K ist weiterhin gestiegen, da die innere Struktur digitalisiert und optimiert wurde. Das Interesse der Fachöffentlichkeit nimmt spürbar zu, die Geschäftsführung und Fachbereichsleiter*innen werden zunehmend von Kostenträgern auf die Entwicklung neuer Produkte angesprochen. Die Arbeit in einem Konsortium der größten Träger der FHH führte zwar in den Jahren 2019-22 zu vermehrten Anfragen und Optionsziehungen, allerdings war sie 2022 nicht mehr stabil, daher wurde eine andere Bietergemeinschaft mit DAA entwickelt, die auch belastbar scheint. Ab Februar 2024 ist die Maßnahmekostenpauschale bei AGH, hinsichtlich des Overheads gedeckelt, mit periodenfremden Nachzahlungen auf Basis von expost Kostennachweisen ist ab 2026/27 nicht mehr zu rechnen. In 2024/25 wird daher besonders an der inneren Kostenstruktur und -prüfung gearbeitet werden. Die Gehaltsstruktur für pädagogisches Personal muss weiterhin hoch sein, um konkurrenzfähig zu bleiben. Im Vergleich zu anderen Rechtskreisen ist der Tarif der Branche für pädagogisches Personal schlicht nicht diskutabel. Berufsanfänger:innen starten in Jugend- und Eingliederungshilfe (SGB VIII / SGB IX) mit € 3.600 brutto. Daher werden in 2024 systematisch alle internen und externen Kosten sowie Fremddienstleistungen sukzessive auf den Prüfstand gestellt und Berechnungsparameter für Kalkulationen gebildet. In 2024/25 wird an weiteren Produkten gearbeitet werden, einer Akquise von Kostenträgern, zunächst die Agentur für Arbeit und besonders einer Vernetzung in die Fachöffentlichkeit, in Gremien und mit den Programmentwicklern der Beruflichen Bildung in den Bezirken. Flachere Hierarchien, viel größere Transparenz und eine Verteilung der Arbeit auf viele Schultern führen zu einer Beschleunigung aller Prozesse, zu einer notwendigen Qualitätssteigerung und so zu einer gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit. Besonders sehr große Unternehmen müssen, um konkurrenzfähig zu sein, auf moderne Entscheidungsstrukturen setzen. Das ist in 2023 sehr gut gelungen und soll die kommenden Jahre weiter professionalisiert werden.
Hamburg, im Mai 2024 SBB Kompetenz gGmbH gez. Andrea Franke, Geschäftsführerin gez. Frank Giese, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang 2023I Allgemeine Angaben Die Firma der Gesellschaft lautet "SBB Kompetenz gGmbH". Sie hat ihren Sitz in Hamburg und ist beim dortigen Amtsgericht unter der Registernummer HRB 91332 eingetragen. Der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Wertangaben erfolgten in EUR und TEUR. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. II Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Gegenstände des Anlagevermögens wurden ausschließlich nach der linearen Methode und mit denselben Abschreibungssätzen wie im Vorjahr vorgenommen. Abnutzbare Vermögensgegenstände wurden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 250 EUR netto werden im Jahr der Anschaffung im vollen Umfang als Aufwand erfasst. Für Zugänge von geringwertigen Anlagegütern mit einem Wert von über 250 EUR netto bis zu einem Wert von 1.000 EUR netto wird ein Sammelposten in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Dieser Sammelposten wird, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Bildung, jährlich zu jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Etwaige Abgänge von geringwertigen Anlagegütern aus diesem Sammelposten während der buchhalterischen Abschreibungsdauer von fünf Jahren mindern den Wert dieses Sammelpostens nicht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorlagen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III Erläuterungen zur Bilanz III.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter der Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. III.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Grundsätzlich haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Mietkautionen in Höhe von 229 TEUR (Vj. 319 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 46 TEUR (Vj. 183 TEUR), sind solche aus Lieferungen und Leistungen. III.3 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit 79 TEUR (Vj. 352 TEUR) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 49 TEUR (Vj. 53 TEUR). III.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
IV Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung IV.1 Personalaufwand Im Vorjahr noch an dieser Stelle unter den sozialen Aufwendungen ausgewiesenen sonstigen Personalkosten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten wurde der Vorjahresbetrag in Höhe von 190 T€ ebenfalls mit umgegliedert. In diesem Posten sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 6 TEUR (Vj. 10 TEUR) enthalten. IV.2 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind 7 TEUR (Vj. 1 TEUR) aus verbundenen Unternehmen. IV.3 Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 3 TEUR (Vj. 4 TEUR) an verbundene Unternehmen enthalten. IV.4 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In 2023 sind periodenfremde Erträge in Höhe von 383 TEUR (Vj. 411 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen von 142 TEUR (Vj. 54 TEUR) angefallen, V Sonstige Angaben V.1 Beschäftigte Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 176 Mitarbeiter (Vj. 179,25). V.2 Geschäftsführung Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr: Herrn Frank Giese, Magister in Erwachsenenbildung Frau Andrea Marietheres Franke, Diplom-Sozialpädagogin Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. VI Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung der Gesellschaft schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, 2. Mai 2024 SBB Kompetenz gGmbH gez. Frank Giese, Geschäftsführer gez. Andrea Marietheres Franke, Geschäftsführerin Anlagespiegel 2023
In dem vorstehenden Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SBB Kompetenz gGmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SBB Kompetenz gGmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 13. Juni 2024 Hamburger
Treuhand Gesellschaft Schomerus & Partner mbB
gez. Steinert, Wirtschaftsprüfer gez. Lehmann, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12.07.2024. |
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