Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 1159
Eingetragen
20.12.1991
Branche
Herstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von WärmepumpenHerstellung von sonstigen Armaturen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Warmwassergeräten, insbesondere Durchlauferhitzern, Armaturen und artverwandten Erzeugnissen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jonas Georg Gerdes
seit 17.7.2025
Geschäftsführer
Jürgen Unseld
seit 17.10.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert15.36% ungelöst

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
GERDES HOLDING GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

CLAGE GmbH

Lüneburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Als Spezialist für E-Durchlauferhitzer zählen wir zu den führenden deutschen Herstellern von Elektro-Warmwassergeräten. Der Firmensitz mit rund 200 Mitarbeitern befindet sich in der norddeutschen Hansestadt Lüneburg. In unseren modernen Betriebsgebäuden werden Durchlauferhitzer entwickelt, hergestellt und vertrieben. Das Kernsortiment unter der Marke CLAGE wird ergänzt durch Warmwasserspeicher, Kochendwassergeräte und Trinkwassersysteme als Handelsware, nach unseren Vorgaben hergestellt von renommierten Zulieferern. Darüber hinaus produzieren wir Solarkollektoren. Diese und Durchlauferhitzer stellen wir auch für andere Hersteller und Vertriebsgesellschaften unter deren Marken her. Der CLAGE Markenvertrieb erfolgt bundesweit an den Sanitär- und Elektrofachhandel bei begleitender Beratung von Architekten und Fachplanungsbüros. Exportiert wird überwiegend an selbständige Importeure in mehr als 30 Ländern der Welt.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist neben der laufenden Qualitätssicherung die permanente Weiterentwicklung der E-Durchlauferhitzer-Technik. Dazu zählt die Produktentwicklung unter Berücksichtigung von modernster Kunststofftechnologie, Wärme- und Strömungstechnik sowie elektronischer Regelungstechnik. Hochwertiges Produktdesign und praxisgerechte Anwendungstauglichkeit sind zwei wesentliche Entwicklungsvorgaben. Diverse Patent- und Markenanmeldungen sichern schutzfähige Entwicklungen ab.

Im Berichtsjahr war der Schwerpunkt die Entwicklung einer neuen Serie elektronischer Komfort-Durchlauferhitzer, die ab 2018 produziert werden soll. Außerdem haben wir zur Markteinführung 2017 eine neue Web-basierte Benutzeroberfläche entwickelt, die mit der "Smart-Control" App die gesamte Warmwasserversorgung im Haushalt mit einem Smartphone oder Tablet digital bedienen lässt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das allgemeine wirtschaftliche Umfeld war im Berichtsjahr weiterhin stabil, wobei sich das deutsche BIP-Wachstum in 2016 weiter erhöht hat (1,9% gegenüber dem Vorjahr nach 1,7% bzw. 1,6%). Einige temporäre Faktoren (Flüchtlingszustrom, geringe Inflation, Stärke des Arbeitsmarkes) sorgten laut Deutsche Bank Research für eine äußerst robuste Binnenwirtschaft. Die Verlangsamung der Exporte belaste dagegen die privaten Ausrüstungsinvestitionen.

In Zeiten politischer Unsicherheiten erwies sich der deutsche Immobilienmarkt 2016 als wichtiger Stabilitätsanker: So verzeichnete der Markt für Wirtschaftsimmobilien - dominiert von Büroimmobilien - mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 52,9 Mrd. Euro den höchsten Gesamtumsatz in der zurückliegenden Dekade nach 2007 und 2015. Auch der Wohnungsbaumarkt boomt. Die Zahl der Baugenehmigungen ist bis November 2016 auf 340.000 angestiegen, so viele wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr.

Entgegen der sehr positiven Baukonjunktur berichtet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) über gesunkene Auftragseingänge, die im gesamten Jahr 2016 1% hinter ihrem Vorjahreswert zurücklagen.

Aufgrund der hohen Bedeutung der Bestandspflege verläuft das Inlandsgeschäft mit Elektro-Warmwassergeräten relativ konjunkturunabhängig. Die deutschen Hersteller melden einen gestiegenen Inlandsabsatz um 2,7%, wobei einige Produktgruppen weiterhin überproportional von dem Trend zu komfortablen und energiesparenden Technologien profitieren. Dazu zählen energiesparende Klein-Durchlauferhitzer, die im Bereich der Warmwasserversorgung von Handwaschbecken die Forderung nach Energieeffizienz vorbildlich erfüllen.

2. Geschäftsverlauf

Die CLAGE GmbH hat die erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt und das Jahr 2016 mit einer über den Erwartungen liegenden Umsatzsteigerung von 11,7 % auf 32,5 Mio. Euro und einem erwartungsgemäß deutlich verbessertem Jahresüberschuss abgeschlossen. Der Geräteabsatz konnte in allen Vertriebsbereichen gesteigert werden und ist wie im Vorjahr nochmals um 10% gestiegen.

Die Absatzsteigerungen sind sicherlich auf unsere engagierten Marketingaktivitäten zurückzuführen, die sich auf unser zukunftsweisendes Konzept der dezentralen Warmwasserbereitung mit energieeffizienten E-Durchlauferhitzern konzentrieren.

Die Steigerung der Umsatzerlöse erfolgte im Wesentlichen durch die Absatzsteigerung unserer E-Durchlauferhitzer aus eigener Fertigung. Diese hat erneut eine Rekordjahresmenge gefertigt, die 8% über der Vorjahresmenge lag. Die bereits im Vorjahr eingeführten Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung und die laufenden Prozessverbesserungen sorgten für hohe und stabile Fertigungsmengen im Zweischichtbetrieb. Die weitere Ausdehnung der Fertigungstiefe einerseits und eine konsequent veränderte Preispolitik andererseits trugen zu einer guten Verbesserung des Rohergebnisses um 14,3% bei.

Wie geplant sind die betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr im Verhältnis zur Umsatzsteigerung mit 7,1% nur unterproportional gestiegen. Die Vertriebskosten sind sogar um 4% gesunken, was insbesondere auf turnusgemäße Einsparungen im Bereich von Messeteilnahmen zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand ist durch 21 zusätzliche Mitarbeiter auf durchschnittlich 206 Beschäftigte angestiegen. Im Berichtsjahr waren außerdem bis zu 40 Zeitarbeiter beschäftigt, um den weiteren Aufbau der Produktionsleistung zu bewältigen. Die Kosten für Personaldienstleistungen in Höhe von 788 tsd. Euro sind im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht und haben sich gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel reduziert. Aufgrund der beständig hohen Produktionsleistung haben wir 18 Mitarbeiter aus der Zeitarbeit in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Als Folge des hervorragenden Betriebsergebnisses sind auch die freiwilligen Sondervergütungen deutlich höher ausgefallen, mit denen die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg teilhaben sollen. Die besondere Atmosphäre unseres Familienunternehmens trägt zu einer wachsenden Betriebstreue bei, die sich in zunehmender Anzahl von Arbeitsjubiläen widerspiegelt.

Zahlreiche interne Schulungsmaßnahmen haben die Qualifikation der Mitarbeiter weiter verbessert. Regelmäßige Schulungen fördern die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter und Vertiefung des Produktwissens. Darüber hinaus achten wir auf persönliches Wohlergehen der Mitarbeiter. So finden beispielsweise Schulungen im Gesundheitsmanagement statt. Ein eigens für die Mitarbeiter hergestellter Fußballplatz, ergänzt durch weitere Fitnessangebote fördern den Gemeinschaftssinn. In der Produktion sorgen regelmäßige Minipausen mit gymnastischen Übungen für Auflockerung und Entspannung. Zur Sicherstellung und Optimierung der Arbeitssicherheit finden regelmäßige Überprüfungen mit Experten statt.

Im Berichtsjahr bildeten wir 8 Auszubildende in den Berufen Betriebswirt (BA), Industriekauffrau-/mann sowie Elektroniker für Geräte und Systeme aus. Alle Auszubildende profitieren von der aktiven Einbindung in den Arbeitsprozessen. Ein Auszubildender wurde von der Industrie- und Handelskammer als einer der Jahrgangsbesten im Ausbildungsberuf Industriekaufmann im Kammerbezirk Lüneburg-Wolfsburg ausgezeichnet.

Das Überwachungsaudit nach DIN EN ISO 9001:2008 und DIN EN ISO 14001:2009 durch die sicZert Zertifizierungen GmbH, Partner des VDE Instituts, im November 2016 hat die Einhaltung der Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme ohne Beanstandung für den Bereich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Kundendienst von Elektro-Warmwassergeräten und Hauswärmetechnik bestätigt. Dem Unternehmen wurden sehr gute Infrastruktur und Arbeitsumgebung, sehr gute Ermittlung von statistischen Kennzahlen, sehr hohe Gewichtung des Servicegedankens, gut strukturierte Arbeitsplätze, Montageplätze sowie Prüfplätze und gute Verfolgung von Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen bescheinigt. Darüber hinaus wurden mehrere Werksinspektionen und Qualitätsaudits für ausländische Märkte erfolgreich absolviert.

Unsere professionelle Vertriebsarbeit konzentriert sich auf den dreistufigen Vertriebsweg über den Fachgroßhandel an das Fachhandwerk mit begleitender Beratung von Architekten und Planungsbüros. Mit dem eigenen Außendienstteam wurden viele Neukunden gewonnen und bestehende Kundenbeziehungen beständig und zunehmend partnerschaftlich ausgebaut. Die Vertriebserlöse stiegen insgesamt um 11,4% an, wobei die Steigerung im Export noch besser als im Gebiet D A CH ausfiel.

Während unsere Durchlauferhitzer-Fertigung inzwischen zweischichtig zu ca. 75% ausgelastet ist, bleibt die Auftragslage für unsere Solarkollektor-Fertigung am Industriegebiet Hafen weiterhin enttäuschend.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor sehr gut.

a) Ertragslage

Unsere Bruttoumsatzerlöse stiegen um 12,2% auf 34,9 Mio. Euro an, deutlich besser als zu Jahresbeginn prognostiziert. Ohne Berücksichtigung der im deutschen Vertrieb beträchtlichen Erlösschmälerungen teilt sich dieser Umsatz zu 78% in Inlandsumsatz und 22% Exportumsatz auf. Der Umsatz wird zu 84% mit E-Durchlauferhitzern aus eigener Fertigung erzielt und zu 16% mit sonstigen selbst gefertigten Produkten, Handelswaren, Ersatzteilen und untergeordnet auch Dienstleistungen.

Die Bestandserhöhung der fertigen Erzeugnisse ist mit 374 TEuro 17% niedriger als im Vorjahr ausgefallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich ohne Berücksichtigung der aufgrund des BilRUG notwendigen Umgliederung der außerordentlichen Erträge um 2,1% auf 271 TEuro unwesentlich erhöht.

Der Materialeinsatz ist um 6,7% auf 14,7 Mio. Euro nur unterproportional angestiegen. Dadurch verbesserte sich das Rohergebnis um 14,3% auf 18,5 Mio. Euro.

Der Personalaufwand hat sich entsprechend der Geschäftsentwicklung um 16,7% erhöht, wobei davon ein großer Teil auf erfolgsabhängige Komponenten zurück zu führen ist. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich um 8% auf 628 tsd. Euro vermindert. Da der sonstige betriebliche Aufwand u.a. aufgrund verringerter Vertriebskosten um 0,7% leicht gesunken ist, erzielten wir mit einem Jahresergebnis von 2,2 Mio. Euro vor Ertragssteuern ein hervorragendes Betriebsergebnis, welches 1,3 Mio. Euro über dem Vorjahr lag. Die Eigenkapitalrentabilität verdoppelte sich auf 39%.

Der Cashflow in Höhe von 2,1 Mio. Euro diente der Eigenfinanzierung der Ersatzinvestitionen in Werkzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von rund 472 tsd. Euro. Ein weiterer Teil wurde für die Eigenfinanzierung des gestiegenen Umlaufvermögens sowie für die Gewinnausschüttung an die Besitzgesellschaft verwendet.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist unverändert gut. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten immer innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur hat sich weiter verbessert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 715 tsd. Euro bestehen ausschließlich im Rahmen der vereinbarten Zahlungskonditionen. Grundsätzlich wird unter Inanspruchnahme von Skonto bezahlt. Diese Skontoerträge decken jedoch die vertriebsbedingt hohen Erlösschmälerungen unserer Kunden bei weitem nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen nur 19% (Vj. 24%) der Bilanzsumme aus. Die flexible Betriebsmittelkreditlinie unserer Hausbanken in Höhe von 4 Mio. Euro wird bei Bedarf anteilig genutzt zur Finanzierung der Warenbestände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Konditionen hierfür basieren auf dem aktuell zinsgünstigen EURIBOR mit Laufzeiten von 6 oder 12 Monaten. Dank unseres guten Ratings mit sehr geringer Ausfallwahrscheinlichkeit stehen diese Kreditmittel sicherheitenfrei zur Verfügung.

Da das unbewegliche Anlagevermögen aufgrund der Betriebsaufspaltung von der Besitzgesellschaft gehalten wird, bestehen bei der CLAGE GmbH keine langfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr durch wesentlich mehr Bankguthaben verbessert.

c) Vermögenslage

Das bilanzielle Vermögen der Gesellschaft beträgt zum Jahresende 10,6 Mio. Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. Euro erhöht. Im Wesentlichen resultiert die Erhöhung aus dem Anstieg von Liquidität. Mit der anhaltend hohen Eigenkapitalquote von ca. 53 % (Vj. 56 %) sind zum Jahresende das gesamte Anlagevermögen und drei Viertel der Warenbestände eigenfinanziert.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung monatlich und quartalsweise zahlreiche Kennzahlen aus vertrieblichen Absatz- und Umsatzstatistiken sowie finanzielle Leistungsindikatoren wie Umsatzentwicklung im Periodenvergleich, Material- und Personalaufwandsquote, Umsatzrendite und die Liquiditätsentwicklung heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem Jahresergebnis vor Ertragssteuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, die Liquiditätsentwicklung unterscheiden wir nach Liquidität I (Bankguthaben im Verhältnis zu langfristigen Verbindlichkeiten) und Liquidität II (Bankguthaben zzgl. kurzfristiger Forderungen im Verhältnis zu langfristigen Verbindlichkeiten). Bei der Personalaufwandsquote werden die Aufwendungen für Personaldienstleistungen einbezogen.

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 12,2% (Vj. 9,8%) gestiegen. Die Materialaufwandsquote beträgt 44,2% (Vj. 46%). Die Personalaufwandsquote beträgt 27,5% (Vj. 27,6%).

Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert und beträgt 6,7% (Vj. 2,9%). Die Liquidität I hat sich von 28,3% auf 53,3% verbessert und die Liquidität II weist nach 182,1% im Vorjahr einen vergleichsweise guten Wert in Höhe von 136,8% aus. Alle Kennzahlen zeigen eine sehr erfreuliche Ertragsverbesserung.

Insgesamt können wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückschauen. Die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens kann als sehr gut bezeichnet werden.

III.Prognosebericht

Durch unsere strategische Ausrichtung als Spezialist für Elektro-Warmwassergeräte mit aktivem Vertrieb an Fachgroßhandel und -handwerk gehen wir von einer Fortsetzung unserer positiven Geschäftsentwicklung aus, solange sich der Warmwassergerätemarkt stabil verhält. Als kompetenter und innovativer Hersteller von energieeffizienten E-Durchlauferhitzern wollen wir dabei unsere Chancen nutzen, den erreichten Marktanteil am Inlandsmarkt weiter auszubauen und das Potential im Exportgeschäft zu nutzen. Dabei bilden unsere elektronischen Durchlauferhitzer mit innovativen Detaillösungen, wertigem Design und marktgerechten Preisen die Basis für weitere Zuwächse.

Im laufenden Jahr rechnen wir mit einer Umsatzsteigerung von 5%. Die Materialaufwandsquote wird voraussichtlich leicht steigen, während die Personalaufwandsquote konstant prognostiziert wird. Im Bereich der Vertriebskosten ist mit überproportinal steigenden Kosten zu rechnen, die zusammen mit den steigenden Materialkosten den Jahresüberschuss und somit die Umsatzrendite gegenüber dem jetzigen Ergebnis voraussichtlich geringfügig reduzieren. Mit dem zu erwartenden positiven Jahresüberschuss wird sich die Liquiditätslage weiter verbessern. Insgesamt bleiben wir auch weiterhin uneingeschränkt in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen und beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv.

Mit dem weiteren Wachstum stößt das Unternehmen wieder an räumliche Grenzen. Derzeit werden Erweiterungsoptionen am Standort untersucht und bauliche Maßnahmen geplant.

IV.Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen negativ verändern und sich dadurch auch die Baukonjunktur abschwächen, kann dies die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Darüber hinaus wird der Hauswärmetechnik-Markt stark bestimmt von Rahmenbedingungen, die wir kaum beeinflussen können. Dazu zählen zum Beispiel die Entwicklung der Energiepreise, das Angebot von Fördermaßnahmen sowie die Einführung von gesetzlichen Regulierungen. Weitere Absatzrisiken sind in der Nachfrageballung des sich weiter konzentrierenden Großhandels zu sehen. Daraus könnten für uns erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

b) Ertragsorientierte Risiken

Nach wie vor bestehen Ertragsrisiken aufgrund des anhaltend scharfen Wettbewerbes mit zunehmender Vergleichbarkeit und entsprechendem Preisdruck. Wir versuchen, durch intensive Vertriebsaktivitäten sowie hochwertiges Marketing und Design, dem zunehmenden Preisdruck mit Qualität zu begegnen. Möglicherweise sind im Zuge weiterer Aktivitäten Anpassungen und damit außerordentliche Zusatzkosten verbunden.

Ertragsrisiken bestehen auch bei Forderungsausfällen. Wir verfügen jedoch über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm auf Basis langjähriger Zusammenarbeit, wodurch Forderungsausfälle selten sind. Zur Minimierung von Ausfallrisiken führen wir grundsätzlich Bonitätsprüfungen durch und betreiben ein effizientes Mahnwesen. Darüber hinaus sind wir über eine Warenkreditversicherung abgesichert.

Weitere Ertragsrisiken sind als Folge des zunehmenden Fachkräftemangels zu sehen. So wird es immer aufwändiger, Mitarbeiter mit ausreichender Qualifikation und Entwicklungskraft für unsere wachsenden Unternehmensansprüche zu finden.

Darüber hinaus bestehen auf der Einkaufsseite Teuerungsrisiken im Materialbezug, die rohstoff- oder währungsbedingt sind. Die Aktualität unseres Warenbestandes wird laufend geprüft. Erkennbare Lagerhüter werden abgewertet oder entsorgt. Es besteht ein überschaubares Risiko, überzähliges Rohmaterial für auslaufende Fertigungsartikel abwerten und entsorgen zu müssen.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der soliden Eigenkapitalkraft und konservativen Risikopolitik unseres Unternehmens sind wir im Finanzmanagement gut aufgestellt. Potentielle Währungsrisiken haben wir auf der Verkaufsseite nicht. Einkaufsumsätze erfolgen im Wesentlichen in Euro-Währung, zu einem geringen Teil in Schweizer Franken und Australischem Dollar. Hier bestehen Ertragsrisiken in überschaubarer Größenordnung nach Ablauf der bis September 2017 getätigten Sicherungsgeschäfte.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Es ist nach wie vor von einem stabilen Inlandsmarkt für Elektrowarmwassergeräte auszugehen. Wir erwarten weiterhin Impulse bei E-Durchlauferhitzern durch die verstärkte Diskussion um Energieeffizienz, Klimaschutz und E-Mobilität und sehen mit unserem Produktsortiment gute Chancen, uns auch weiterhin besser als der Markt zu entwickeln.

Die zunehmend positive Anerkennung von Strom als energieeffizienter und erneuerbarer Energieträger kann das Potential für unsere Produktkonzepte weiter begünstigen.

3. Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität, langjährigen Erfahrung und engagierten Marketingaktivitäten sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. Wir gehen davon aus, dass sich die Gesellschaft zukünftig weiterhin positiv entwickeln wird.

 

Lüneburg, den 20. April 2017

CLAGE GmbH

gez. Jörg A. Gerdes

gez. Joachim D. Gerdes

Geschäftsführende Gesellschafter

Bilanz

Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   204.880,00 242.677,00
- davon Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00   1,00
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 49.036,00   51.737,00
2. technische Anlagen und Maschinen 736.202,00   920.844,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 846.457,87   779.375,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.707,64   21.312,25
    1.652.403,51 1.773.268,25
III. Finanzanlagen   0,51 0,51
- davon Beteiligungen 0,51   0,51
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   4.985.244,05 4.864.653,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   2.149.887,43 2.565.050,92
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 188.574,49   118.454,34
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   1.372.522,63 469.226,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten   116.662,66 49.656,40
D. Abgrenzung latenter Steuern   62.800,67 63.713,22
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   60.638,02 15.160,70
    10.605.039,48 10.043.406,52
  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage   1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag   2.116.176,14 3.037.593,34
IV. Jahresüberschuss   1.478.403,43 578.582,80
    5.594.579,57 5.616.176,14
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen   4.649,87 6.007,87
C. Rückstellungen   1.628.092,76 837.581,97
D. Verbindlichkeiten   3.377.717,28 3.583.640,54
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00   2.400.545,62
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 84.055,78   57.755,94
    10.605.039,48 10.043.406,52

Gewinn- und Verlustrechnung

Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Rohergebnis   18.501.595,76 16.185.789,06
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 6.982.187,15   5.974.813,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.352.255,82   1.168.797,74
    8.334.442,97 7.143.611,23
- davon für Altersversorgung 125.731,17   100.660,65
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   628.476,21 683.186,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   7.376.204,48 7.430.862,78
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   83.279,99 11.075,12
- davon aus verbundenen Unternehmen 0,00   2.834,63
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   43.486,60 68.909,52
- davon an verbundene Unternehmen 6.037,60   0,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   704.563,30 274.233,87
- davon latente Steuern 912,55   -25.036,36
8. Ergebnis nach Steuern   1.497.702,19 596.060,60
9. sonstige Steuern   19.298,76 17.477,80
10. Jahresüberschuss   1.478.403,43 578.582,80

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die CLAGE GmbH hat ihren Sitz in Lüneburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter HR B 1159 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 der CLAGE GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ggf. den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Durch den Wegfall des außerordentlichen Ergebnisses durch das BilRUG ist das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst worden und die Vorjahresbeträge in den gestrichenen Posten sind umgegliedert worden. Die Erträge im Vorjahr aus der Verschmelzung (Euro 60.928,05) wurden den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet.

Bilanz (Anlage 1) und Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) enthalten ansonsten entsprechend § 265 Abs. 2 HGB die Vergleichsbeträge des Vorjahres.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um aufgelaufene Abschreibungen, angesetzt. Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer für die Geräteserien von 5 Jahren und für die EDV-Software von 3 Jahren ermittelt.

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzt worden.

Die im Wirtschaftsjahr angeschafften Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet worden. Es wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen in erforderlichem Umfang auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungskosten / Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet. Das Forderungsausfallrisiko im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Bildung von ausreichenden Wertberichtigungen berücksichtigt. Weiterhin erfolgen notwendige Abschreibungen auf Forderungen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden ausschließlich für Beträge gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Position Aktive latente Steuern beinhaltet gemäß § 274 HGB eine Abgrenzung von Ertragssteuern, da die handelsrechtlichen Wertansätze von Vermögensgegenständen niedriger sind als ihre steuerlichen Wertansätze und diese Differenzen sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet einen Investitionszuschuss i.H.v. ursprünglich insgesamt Euro 35.200,00 aus dem Programm Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Der Sonderposten wird korrespondierend mit der Nutzungsdauer der begünstigten Anlagegüter aufgelöst. Die Bildung erfolgte analog § 6 EStG i. V. R 6.5 EStR.

Die ausgewiesenen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken sind in angemessener Höhe berücksichtigt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das versicherungsmathematische Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
pauschale durchschnittliche Restlaufzeit: 15 Jahre
Gehaltsdynamik: 0,0%
Rentendynamik: 1,60%
Zinssatz: 4,03%
Sterbetafel: Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2005 G"
Zur Saldierung der Pensionsrückstellung mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten (Planvermögen) wurden folgende Werte ermittelt:
- Erfüllungsbetrag Schulden: Euro 581.637,00
- Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte: Euro 619.817,88
- Zeitwert Vermögenswerte: Euro 642.275,02
- Zinsertrag aus Pensionsverpflichtung: Euro 64.498,00
- Zinsertrag aus Rückdeckungsversicherung: Euro 3.731,33
- Kursgewinn aus Wertpapiere des Anlagevermögens: Euro 5.103,71

Die Vermögenswerte beinhalten den Wert einer Rückdeckungsversicherung i.H.v. Euro 167.583,27 und an die Pensionsberechtigten verpfändete Wertpapiere i.H.v. Euro 474.691,75.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 86.544,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs.6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet worden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die ausgewiesenen Beträge sind von untergeordneter Bedeutung.

Zur Absicherung künftiger Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte im Australischen Dollar bis September 2017 abgeschlossen.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt:

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2016
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2016
Euro
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 985.052,51 60.577,44 0,00 0,00 1.045.629,95
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 274.369,21 0,00 0,00 0,00 274.369,21
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 109.529,10 2.580,39 0,00 0,00 112.109,49
2. technische Anlagen und Maschinen 3.014.856,81 111.295,24 0,00 0,00 3.126.152,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.154.239,19 277.009,33 23.200,22 21.086,81 2.429.135,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.312,25 20.607,60 125,40 -21.086,81 20.707,64
  5.299.937,35 411.492,56 23.325,62 0,00 5.688.104,29
III. Finanzanlagen 408.825,51 56.702,10 0,00 0,00 465.527,61
- davon Beteiligungen 0,51 0,00 0,00 0,00 0,51
  6.693.815,37 528.772,10 23.325,62 0,00 7.199.261,85
Abschreibungen
01.01.2016
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2016
Euro
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 742.375,51 98.374,44 0,00 840.749,95
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 274.368,21 0,00 0,00 274.368,21
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 57.792,10 5.281,39 0,00 63.073,49
2. technische Anlagen und Maschinen 2.094.012,81 295.937,24 0,00 2.389.950,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.374.864,19 228.883,14 21.070,09 1.582.677,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.526.669,10 530.101,77 21.070,09 4.035.700,78
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
- davon Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.269.044,61 628.476,21 21.070,09 4.876.450,73
Zugänge/ Abgänge Vermögensverrechnung Buchwerte
Zeitbewertung
Euro
Euro 01.01.2016
Euro
31.12.2016
Euro
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 242.677,00 204.880,00
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 1,00 1,00
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 51.737,00 49.036,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 920.844,00 736.202,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 779.375,00 846.457,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 21.312,25 20.707,64
  0,00 0,00 1.773.268,25 1.652.403,51
III. Finanzanlagen 9.164,65 474.691,75 0,51 0,51
- davon Beteiligungen 0,00 0,00 0,51 0,51
  9.164,65 474.691,75 2.015.945,76 1.857.284,02

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten ( Vorjahreszahlen in Klammern ):

Gesamtbetrag
Euro
bis 1 Jahr
Euro
über 1 Jahr
Euro
über 5 Jahre
Euro
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 2.000.000,00 0,00 0,00
  (2.400.545,62) (2.400.545,62) (0,00) (0,00)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 84.055,78 84.055,78 0,00 0,00
  (57.755,94) (57.755,94) (0,00) (0,00)
  3.377.717,28 3.377.717,28 0,00 0,00
  (3.583.640,54) (3.583.640,54) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen Euro 84.055,78. (Euro 57.755,94) und sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 158.510,32. Hiervon entfallen Euro 65.598,94 auf die Aktivierung latenter Steuern, Euro 6.366,69 auf die Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert, Euro 0,69 auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Euro 86.544,00 auf den Ertrag aus dem geänderten Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen.

Das aus dem internationalen Geschäft resultierende Wechselkursrisiko wurde durch den Abschluss eines Devisentermingeschäfts mit der Landesbank Baden-Württemberg abgesichert. Im Rahmen dieses Devisentermingeschäfts, das nicht in der Bilanz erfasst ist, werden im kommenden Jahr von Januar bis September monatlich Eurobeträge auf Grundlage von vereinbarten Wechselkursen zwischen 1,5630 AUD/EURO und 1,5898 AUD/EURO in Australische Dollar getauscht, um Verbindlichkeiten eines australischen Lieferanten zu begleichen. Insgesamt ergibt sich ein vertraglich vereinbartes Tauschvolumen von Euro 571.050,30 in AUD 900.000,00. Unter Berücksichtigung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag von 1,4596 AUD/EUR ergibt sich ein beizulegender Zeitwert von Euro 45.556,99.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen i.H.v. Euro 1.358,00 und Erträge aus Kursdifferenzen i.H.v. Euro 7.306,95 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen i.H.v. Euro 2.513,03 enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Rückstellungen i. H. v. Euro 86.544,00 und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen i. H. v. Euro 22.046,00 enthalten.

VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag:

Umstände und Ereignisse, die der Fortführung des Unternehmens oder der Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entgegenstehen oder die Aussagefähigkeit des Abschlusses beeinflussen, haben nicht stattgefunden.

VII. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, aus dem zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Jahresüberschuss von Euro 1.478.403,43 eine Gewinnausschüttung in Höhe von Euro 1.000.000,00 an die Gesellschafter vorzunehmen. Der verbleibende Betrag von Euro 478.403,43 soll zusammen mit dem Gewinnvortrag von Euro 2.116.176,14 auf neue Rechnung vorgetragen werden.

VIII. Sonstige Angaben

Bezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Die Schutzklausel gemäß § 286 HGB zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung wird in Anspruch genommen.

Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Angaben der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer der CLAGE GmbH sind:

Jörg Gerdes, Kaufmann

Joachim Gerdes, Kaufmann

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2016 Arbeitnehmer wie folgt:

Angestellte 117 (104)
Arbeiter 79 (68)
  196 (172)
Geschäftsführer 2 (2)
Auszubildende 8 (11)
Gesamt 206 (185)

Angaben zum Beteiligungsbesitz

Die Gesellschaft ist zum 31.12.2016 an folgenden Unternehmen beteiligt, die gem. § 285 Nr. 11 HGB anzugeben sind:

Name, Sitz Anteil am Kapital
in %
letzter vorliegender Jahresabschluss auf den Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
CLAGE MAROC sarl, Casablanca, Marokko 50% 31.12.2000 4.852,36 Dirham - 895,38 Dirham
      (509,10 €) (- 93,94)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, wie folgt:

Vertragsart

1. Pachtvertrag Gerdes OHG TEuro 1.632 in 2016 unbefristet
2. Versicherungsverträge TEuro 202 p.a. unbefristet
3. Fahrzeug- und Maschinenleasing TEuro 375 p.a. mit Restlaufzeiten zwischen 1 und 3 Jahren

 

Lüneburg, den 19.04.2017

gez. Jörg Gerdes

gez. Joachim Gerdes

Bestätigungsvermerk

Bei dem nachstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CLAGE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungengeführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Lüneburg, den 12. Mai 2017

DIERKES Lüneburg AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

durch Lehmann-Bergholz, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12.05.2017.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat am 12. Mai 2017 beschlossen, den Jahresüberschuss i. H. v. Euro 1.478.403,43 zuzüglich des Gewinnvortrags i. H. v. Euro 2.116.176,14 auf neue Rechnung vorzutragen.

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