WITTENSTEIN galaxie GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Eberhard seit 15.1.2026 | Geschäftsführer |
Jochen Wilstermann seit 11.4.2024 | Prokura |
Norbert Pastoors seit 21.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WITTENSTEIN SEIgersheimJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 20221. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die WITTENSTEIN SE entwickelt kundenspezifische Produkte, Systeme und Lösungen für hochdynamische Bewegung, präziseste Positionierung und intelligente Vernetzung in der mechatronischen Antriebstechnik. Der Name WITTENSTEIN hat sich national und international zu der Marke für Innovation, Präzision und Exzellenz in der Welt der mechatronischen Antriebstechnik entwickelt. Die Produkte und Services des High-Tech-Unternehmens sind überall dort zu finden, wo äußerst präzise angetrieben, gesteuert und geregelt werden muss. Technologiekompetenz und Innovationskraft sind die Erfolgsgaranten der WITTENSTEIN SE. Mit der grundlegenden Ausrichtung auf intelligente, mechatronische Antriebssysteme und der Verschmelzung von Makro-, Mikro- und Nanotechnologien werden das Kern-Know-how und die Kernkompetenzen sukzessive weiterentwickelt. Im Geschäftsbereich Software wird durch unsere Tochtergesellschaft baramundi software AG die Unified-Endpoint-Management Lösung baramundi Management Suite entwickelt und vermarktet. Diese deckt das Management von Clients, Servern und mobilen Geräten über den vollständigen Lebenszyklus ab, unternehmensweit und über mehrere Standorte. Die baramundi Management Suite unterstützt die zentrale und automatisierte Installation von Betriebssystemen, Applikationen und Patches, Hard- und Softwareinventur und Lizenzverwaltung. Weiter werden Module zur aktiven und passiven Systemsicherheit wie beispielsweise Compliance Management, Disaster Recovery oder Device Control angeboten. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Produkt- und Serviceentwicklung bei WITTENSTEIN erfolgt in den jeweiligen strategischen Geschäftseinheiten (SGE ́s) zum größten Teil unabhängig voneinander. Übergreifende Entwicklungen mit strategischer Bedeutung werden vom zentralen Entwicklungsbereich Corporate Foresight, Research & Development (CRD) mit insgesamt 89 Mitarbeitern (Vorjahr: 93) vorangetrieben. Dort sind übergreifend relevante Entwicklungskompetenzen wie z. B. Softwareentwicklung, Data Analytics, Simulationstechnik, Versuch, Musterbau, usw., zusammengefasst, die so in den SGE ́s genutzt werden können. CRD ist zum einen als ein interner Entwicklungsdienstleister für die Produktentwicklungen in den SGE ́s tätig. Zum anderen erfolgt SGE-übergreifend die Koordination der Forschungs- und Vorentwicklungsaktivitäten. Die konkreten Produktentwicklungen erfolgen in der jeweiligen SGE, da dort das spezifische Domänenwissen und die Produktverantwortung liegt. Führend bei der Gestaltung ist der Innovationsentstehungsprozess (IEP), der übergeht in den Produktentstehungsprozess (PEP) und den Betriebsmittelmanagementprozess (BMMP). Neben der Produktentwicklung und -pflege haben die Forschungs- und Entwicklungsbereiche den Auftrag, disruptive und inkrementelle Produktinnovationen zu generieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. So sollen neue Kunden gewonnen und neue Märkte erschlossen werden. Die Systematik des Technologie-Scouting wird durch zielgerichtete Forschung in Kooperation mit externen Instituten und Konsortialpartnern in Förderprojekten verknüpft. Dieser Technologie-Push ist darauf ausgerichtet neue innovative Produkte im Bereich der Motor- und Getriebetechnik, aber auch in der mechatronischen und cybertronischen Bewegung zu generieren. Dies erfolgt unter anderem durch die Entwicklung neuartiger, digitaler Produkt- und Leistungsangebote als Basis für neue Technologie- und Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0 Welt. Auch das erweiterte Dienstleistungsangebot für Kunden im Bereich des Consultings dient zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb und der Erschließung neuer Kunden. Dabei steht zunehmend die Entwicklung cybertronischer Produkte und Systeme im Vordergrund. Diese cybertronischen Produkte und Systeme stellen eine Weiterentwicklung von mechatronischen Systemen um intelligente Eigenschaften dar, welche durch ihre Vernetzung gemeinsame Aufgaben erfüllen. Dazu sind sie mit Sensorik, integrierter Rechenkapazität, Eigenintelligenz (KI) und einer Netzwerkfähigkeit ausgestattet. Somit sind sie in der Lage, über sich selbst und ihre Umgebungsbedingungen permanent Auskunft zu geben. Auf dieser Informationsgrundlage können das eigene Verhalten, sowie übergeordnete Systeme und Prozesse in Echtzeit beeinflusst werden. Die SGE-übergreifende strategische Initiative "Fully Connected 2022" legt die Grundlage, unsere Serienprodukte vernetzungsfähig zu machen. Damit streben wir bei WITTENSTEIN an, durch integrierte Intelligenz und smarte Services, ein cybertronischer Akteur in neuen digitalen Ökosystemen zu werden. Durch die Wertegenerierung mit dem digitalen Zwilling ergeben sich dabei neue Chancen durch virtuelle Vernetzung und proaktives, eigenintelligentes Verhalten mittels KI. Um für unsere Kunden den vollen Wertbeitrag aufzeigen zu können, bedarf es hochqualifizierte Beratungsleistung und ein tiefes Verständnis der Kundenapplikationen. Wir planen dieses mit dem cybertronischen Consulting schrittweise aufzubauen. Innovation Lab Im Innovation Lab werden technologisch neuartige Produktkonzepte und Technologien entwickelt, die das Potenzial für disruptive Innovationen haben. Ein Handlungsfeld ist die Entwicklung von virtueller Sensorik auf Basis des Domänen Knowhows und der Lösungskompetenz im Bereich Modellbildung und Simulation. Business Pioniere (BP) Über die BP werden neue Produkte auf Basis von innovativen Technologien entwickelt und so neue Anwendungen, Märkte oder Geschäftsmodelle erschlossen. Hauptaugenmerk sind neben den Weiterentwicklungen der technologischen Funktionalitäten auch die Produzierbarkeit und Skalierungsfähigkeit der Technologie sowie der Aufbau von Applikations-knowhow. Beim BP Resense wird eine neue, patentierte Technologie in Form eines Sensor Kits (Kraft-Drehmoment-Sensor, Elektronik, Softwareapplikation) entwickelt und mit Pilotkunden, vornehmlich aus dem universitären Umfeld, validiert. Beim BP Polydrive handelt es sich um eine neuartige Getriebetechnik. Durch diese hochpräzise, kompakte und performante Technik können neue Anwendungen erschlossen werden. Neben der zentralen, übergreifenden und strategischen Forschung und Entwicklung findet diese jeweils auch in den 6 Strategischen Geschäftseinheiten statt. Strategische Geschäftseinheiten (SGE) SGE WITTENSTEIN alpha GmbH (Walpha) Die SGE entwickelt, produziert und vertreibt hochpräzise Servo-Antriebssysteme und Getriebe. Mit der Integration von Sensorik und Elektronik werden in Kooperation mit dem Digitalization Center (DC) auch mechatronische und cybertronische Produkte (z.B. Cynapse) entwickelt. Im Rahmen der bereits erwähnten strategischen Initiative "Fully Connected 2022" hat Walpha zwei Stoßrichtungen. Zum einen die "Serienreifmachung cynapse in der Getriebemontage", zum anderen die Weiterentwicklung von cynapse & Smart Services. Über die sensorisierten Produkte eröffnen sich für Walpha über die Vermarktung von Smart Services möglicherweise neue Geschäftsmodelle in die digitale Industriewelt. Durch die Optimierungen in der Bedienbarkeit der smarten Produkte und Services und dem Consultingangebot, erhalten die Kunden einen schnellen und einfachen Zugang zu den Funktionen des digitalen Leistungsangebots. Zur Ergänzung des Leistungsportfolios im Bereich der Cybertronic wird neben der Integration realer Sensorik und Entwicklung Smart Service auch "virtuelle Sensorik" für Getriebe entwickelt. Damit wird es dem Kunden künftig möglich sein, die Temperaturgrenze im Betrieb einzuhalten, ohne aufwändige Messungen durchführen zu müssen. Auch in der klassischen Getriebetechnik finden Innovationen an bestehenden Produkten statt, um so neue Anwendungen zu erschließen und Kosten zu senken. So wird z.B. an einem sehr kompakten Winkelgetriebe mit der Performance eines Value-Line Planetengetriebes im HPP General Segment gearbeitet. Dabei handelt es sich um einen Drehrichtungswandler basierend auf einer Winkelbolzenkinematik, die die Freiheitsgrade in der Anwendung erhöht, weil damit Leistung / Energie spielfrei verlustarm um die Ecke übertragen werden kann. Auch durch den Einsatz von anderen Materialen und Fertigungsprozessen werden in der Getriebetechnik die Herstellkosten weiter reduziert. SGE WITTENSTEIN galaxie GmbH (WGX) Die SGE entwickelt, produziert und vertreibt innovative Getriebe und Antriebsysteme, deren Überlegenheit auf einem völlig neuen Wirkprinzip basiert. Das zentrale Entwicklungsgebiet der WGX im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Programm "Next Generation Galaxie" (Galaxie NG). Einer der maßgeblichen Märkte für die Galaxie-Getriebe sind die Hauptachsen und Wechsler in Werkzeugmaschinen. Ziel ist es, die mittlerweile bewährte Kinematik weiterzuentwickeln. Die Konstruktion wurde dahingehend optimiert, dass die Lagerung auf der Abtriebsseite zum integralen Bestandteil des Getriebes wurde und somit das Getriebe bei gleicher Leistung ca. 40% leichter und 27% kürzer als die "Schwesterbaugröße" ist. Darüber hinaus wird auch die Digitalisierung der Produkte über die strategische Initiative "Fully Connected 2022" weiter vorangetrieben. Hohen Stellenwert hat dabei der Auf- und Ausbau des Digitalen Zwillings, indem z.B. ein digitales Typenschild für alle Produkte dieser SGE als Basis für einen Added Value für die Kunden eingeführt wird. Mit dem digitalen Typenschild eröffnet sich über den ohnehin am Produkt vorhandenen QR-Code online ein breites Spektrum an individuell gestaltbaren Informationen zum Produkt. Über verschiedene Zugriffsmechanismen können die Inhalte je nach Kundenforderung geschützt werden. Damit vereinfacht sich die Konstruktion und Inbetriebnahme beim Kunden. SGE WITTENSTEIN cyber motor GmbH (WCM) Die SGE entwickelt, produziert und vertreibt hochdynamische Servomotoren, Antriebselektroniken und komplette Antriebssysteme mit höchster Leistungsdichte für industrielle und mobile Anwendungen sowie kundenspezifische Lösungen für extreme Umgebungsbedingungen. Im Rahmen des Förderprojekts Mare-IT hat WCM als Partner eines Firmenkonsortiums die hochrobusten Thruster-Antriebe für die Fortbewegung eines autonomen Unterwasserfahrzeugs (AUV) entwickelt und produziert. Diese Antriebe verfügen über einen Schub von jeweils bis zu 500 Newton und eignen sich aufgrund speziell entwickelter Vergusstechnologien für Wassertiefen bis 6000 Meter. Die Servo-Umrichter sind über eine Echtzeit-Kommunikation "fully connected" und beinhalten eine speziell auf diese Motoren abgestimmte sensorlose Regelung. Diese ermöglicht eine präzise, hochdynamische Strom- und Drehzahlregelung über den gesamten Drehzahlbereich bis hin zum Stillstand in beide Drehrichtungen. Ein kompaktes Reaktionsrad wurde speziell für die Verwendung als Lageregelung in Pico- und Nanosatelliten unter rauen Weltraumbedingungen entwickelt. Wegen seiner überaus kompakten Würfelform (20x20x20mm), in die der Motor und die Elektronik integriert sind, kann es in unterschiedlichen Anordnungen verwendet werden. Das hohe Drehmoment-Gewicht-Verhältnis ermöglicht eine maximale Flexibilität in der Anwendung. Das Reaktionsrad ist ausgestattet mit vakuumbeständigen Lagern und Komponenten, die einer Strahlung von bis zu 200Gy standhalten. SGE WITTENSTEIN motion control GmbH (WMC) In der SGE werden Antriebssysteme für extreme Umweltanforderungen sowie sicherheitszertifizierte Software entwickelt, produziert und vertrieben. Diese sind in den Bereichen Luft & Raumfahrtechnik, Simulatoren oder für Anwendungen auf dem Meeresboden zu finden. In den vergangenen Jahren wurde eine hochzuverlässige Kupplungs-Bremsenkombination bis zur Produktreife in sicherheitskritischen Applikationen unter extremen Umgebungseinsätzen entwickelt. Auch wurde ein generisches Produkt entwickelt, das für die Steuerung von Fluggeräten und anderen Applikationen eigesetzt werden kann. Dieses Gerät verfügt über zwei Achsen, die mit redundanter Kraft- und Weg-Sensorik ausgestattet sind. Neben der Erfassung der Eingabegrößen wird dem Bediener ein Kraftfeedback gegeben. Zudem wurden auch Entwicklungen im Bereich sicherheitskritischer Safety Architektur vorangetrieben. Diese Methodik ist erforderlich, um für kritische Applikationen die Nachweisführung durchführen zu können. WITTENSTEIN hat sich zum Ziel gesetzt einen intelligenten Trimmaktuator für Hubschrauber zu entwickeln. Da der Trimmaktuator Bestandteil der primären Flugsteuerung ist, ist er nach dem "Fail active" Prinzip designed. Zum einen ist auf oberster Ebene die Redundanz in Form von "klassisch mechanisch" generierter Kraft (Feder, Reibelement, Kupplung) parallel zu elektromotorisch generierten Tactile Cueing Funktionalität. Für Marineanwendungen ist ein sicheres Antriebssystem nach einem "fail active" Prinzip entwickelt worden. Für die Förderung und Verarbeitung von Erdöl und Gas auf dem Meeresboden unter extremen Umweltbedingungen und Meerestiefen bis 3000m, wurde ein intelligentes, modulares und sicheres elektromechanisches Antriebssystem entwickelt. Dieses System zeichnet sich aus durch einen redundanten, zweikanaligen Aktuator, der sich durch diverse Diagnose- und Überwachungsfunktionalitäten selbst überwacht und die Sicherheits- und Zuverlässigkeitsziele erfüllt. Mit dieser Schlüsseltechnologie soll eine umweltfreundliche, sichere und wirtschaftliche Exploration von Öl- und Gasvorkommen der Zukunft gewährleistet werden. SGE attocube systems AG Die SGE entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Lösungen im Bereich der Nanotechnologie in den Geschäftsfeldern Nanoscale Analytics (ALX), Motion and Sensing (MAS) und Cryogenic Instruments (CGI). Im Bereich CGI ist es mit der Entwicklung eines neuen Motion Controllers zur Ansteuerung der Tieftemperaturpositionierer gelungen, dem Kunden neueste Antriebstechnologie in einem eleganten Design anzubieten. Zudem wird der neu entwickelte attoDRY800xs, ein kompakter Standalone-Kryostat, Kunden auf minimaler Laborfläche optische Experimente bei Tieftemperatur ermöglichen. Zusätzlich wird mit dem attoDRY2200 ein Closed-Cycle-Kryostat angeboten, welcher derart niedrige Vibrationslevel ermöglicht, dass Flüssigheliumsysteme obsolet werden. Abgerundet werden die Entwicklungen im Bereich der Kryogenie durch den Erwerb einer neuen Kompressor-Technologie, die durch ihren besonders geringen Platzverbrauch und ihre Autarkie Kryogenieanwendungen im Feld erlaubt. Bei MAS wird die Entwicklung eines neuen Antriebskonzepts für Raumtemperaturpositionierer, sowie die Entwicklung eines kompakten, absolut messenden Interferometers forciert. Ein interferometrisches Messsystem, das nicht nur Relativbewegungen, sondern auch absolute Abstände mit nm-Wiederholbarkeit messen kann, eröffnet zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten im industriellen Umfeld. SGE baramundi software AG Die SGE entwickelt und vermarktet die Unified Endpoint Management (UEM) Lösung baramundi Management Suite (bMS). Diese deckt das Management von Clients, Servern und mobilen Geräten über den vollständigen Lebenszyklus unternehmensweit und über mehrere Standorte ab. Die bMS unterstützt die zentrale und automatisierte Installation von Betriebssystemen, Applikationen und Patches, Hard- und Softwareinventur und Lizenzverwaltung. Weiter werden Module zur aktiven und passiven Systemsicherheit wie beispielsweise Vulnerability Scanner, Disaster Recovery oder Defense Control angeboten. Über die Integration von Partnerlösungen werden auch die Bereiche des IT-Service Managements und der direkten Kontrolle der Endpunkte (Device Control) abgedeckt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaftliches Umfeld Nach dem Corona-Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 weiter. Die Entwicklung innerhalb des Jahres war jedoch zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte gab es einen überraschend schnellen Erholungsprozess, wobei in zahlreichen Ländern die Wachstumsraten durch Basiseffekte überzeichnet wurden. In der zweiten Hälfte des Jahres gestaltete sich die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend zäher. Pandemiebedingte Rückschläge sowie angebotsseitige Engpässe führten zu Verzögerungen im Aufholprozess. Die Covid-Pandemie beeinflusste die wirtschaftliche Aktivität noch spürbar, jedoch verliefen die Infektionswellen uneinheitlicher und auch die ergriffen Maßnahmepakete unterschieden sich. Einige Länder tolerierten hohe Infektionszahlen ohne Eindämmungsmaßnahmen, z.B. China hingegen verfolgte eine strikte Null-Covid-Politik. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2021 auf preisbereinigt 5,9 Prozent nach dem tiefen Einbruch um 3,1 Prozent im Jahr zuvor. Nach mehreren Jahren mit niedrigen Inflationsraten ging dieser Wachstumsprozess einher mit ungewöhnlich hohen Preissteigerungen. Jenseits von Basiseffekten kam es im zweiten Halbjahr zu hohen Anstiegen, da die Preise für fossile Rohstoffe die Energiekosten und anhaltend hartnäckige Lieferengpässe die Transportkosten sowie die Preise verschiedener Verbrauchs- und Industriegüter trieben. In den entwickelten Volkswirtschaften verlief deshalb der Erholungsprozess weniger reibungslos als erwartet. Die verschärften Belastungen für die globalen Produktionsnetze betrafen diese besonders und hier vor allem das verarbeitende Gewerbe. In mehreren Ländern konnten dadurch die zunächst prognostizierten Wachstumszahlen nicht erreicht werden. In den USA machten sich zum Jahresende die nachlassenden fiskalpolitischen Impulse bemerkbar. Japan zeigte unter den G7-Staaten die schwächste gesamtwirtschaftliche Erholung. In den Schwellen- und Entwicklungsländern war der Erholungsprozess sehr differenziert. Chinas Wirtschaft wuchs im Gesamtjahr 2021 um 8,1 Prozent, mit einer deutlich nachlassenden Dynamik zum Jahresende. Im vierten Quartal 2021 stieg das BIP nur um 4 Prozent, dem geringsten Quartalswachstum seit anderthalb Jahren. Die Turbulenzen auf dem chinesischen Wohnimmobilienmarkt, Versorgungsengpässe im Energiesektor und die Null-Covid-Toleranz bremsten die Konjunktur. Letztgenanntes störte überdies den globalen Warenfluss erheblich. In den ASEAN-Ländern kam es durch die Ausbreitung der Delta-Variante im Spätsommer zu deutlichen Einschränkungen im Wirtschaftsleben, sodass im dritten Quartal in Malaysia sowie Thailand die Wirtschaft schrumpfte. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2021 mit 10,3 Prozent zwar kräftig, gleichwohl aufgrund der vielfältigen Logistikprobleme nicht so stark wie im Erholungsjahr 2010 nach der Finanzkrise. Damals beschleunigte sich der weltweite Warenaustausch binnen Jahresfrist um 13,8 Prozent. Die globale industrielle Produktion erhöhte sich im Jahr 2021 laut vorläufigen Daten um 7,9 Prozent. In den ersten beiden Monaten des Kalenderjahres 2022 stieg die Produktion in Europa um durchschnittlich fast 6 Prozent gegenüber der Vorperiode. In Japan war der Quartalsabschluss im Maschinenbau gewohnt stark. Für den US-Maschinenbau beziffert sich das Plus auf gut 6 Prozent. Anhaltend starke Materialengpässe und weitere begrenzende Faktoren wie Fachkräftemangel und Logistikengpässe haben ein kräftigeres Wachstum vereitelt. Mögliche Auswirkungen des Ukraine-Krieges werden sich nach den Prognosen frühestens in den folgenden Monaten des Geschäftsjahres 2022/23 zeigen. Wirtschaftsraum EU Die angebotsseitigen Störungen haben in der EU mehrere Schlüsselindustrien, darunter die Automobil- sowie die Maschinenindustrie, betroffen, und in Ländern mit einer gewichtigen industriellen Basis das Wachstumstempo gedrückt. In der EU-27 stieg das Bruttoinlandsprodukt laut der EU-Kommission um geschätzt 5,3 Prozent. Die großen Mitgliedstaaten Italien und Frankreich erholten sich deutlich vom pandemiebedingten Einbruch. Sie mussten allerdings im Vorjahr hohe Einbrüche verkraften, weshalb der Basiseffekt bei den Zuwachsraten eine Rolle spielt. In Spanien, das 2020 den stärksten BIP-Einbruch aller EU-Länder verkraften musste, fiel die Trendwende weniger schwungvoll aus, da der Tourismus-Sektor noch deutlich vom Vor-Pandemie-Niveau entfernt ist. In der Gruppe der mittel- und osteuropäischen Mitgliedsländer war die Wirtschaftsentwicklung in Polen, Rumänien, Ungarn und Kroatien besonders dynamisch. Mit einem Plus von 2,8 Prozent ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich langsamer gewachsen als die der meisten anderen Staaten der Eurozone. Zu beachten ist dabei, dass in Deutschland das BIP im Jahr 2020 weniger stark zurückgegangen war als in den anderen großen Euro-Ländern. Die Investitionen sind in der EU-27 voraussichtlich um 5,5 Prozent gestiegen. Dabei entwickelten sich die Ausrüstungsinvestitionen mit 10 Prozent Plus besonders dynamisch, allerdings waren sie im Vorjahr auch stärker als die Bauinvestitionen eingebrochen. Die EU-Maschinenproduktion expandierte im Jahr 2021 vorläufigen Zahlen zufolge preis- und kalenderbereinigt um 12,3 Prozent, nach 12,5 Prozent Rückgang im Vorjahr. Deutlich besser als im Durchschnitt war die Entwicklung in den Niederlanden (plus 40 Prozent). Auch in Polen (18 Prozent), Spanien (17 Prozent), Italien (16 Prozent) sowie Österreich (15 Prozent) legte die Maschinenproduktion dynamisch zu. Unterdurchschnittlich war das Wachstum in Finnland sowie Deutschland (jeweils plus 7 Prozent). Globaler Maschinenbau Schon in der zweiten Jahreshälfte 2020 reaktivierten die Industrieunternehmen zügig ihre Investitionspläne. Unterstützt durch eine stark expansive Geldpolitik trugen die Konsumentennachfrage sowie staatliche Investitionen zum Aufschwung der Investitionsgüternachfrage bei. An den wichtigen Produktionsstandorten des Maschinenbaus erholte sich die Industrie dadurch zunächst schneller als in früheren Krisen von den pandemiebedingten Tiefpunkten. Meist zweistellige Zuwachsraten, zum Teil sogar jenseits der 20 Prozent, prägten im ersten Halbjahr 2021, begünstigt durch die niedrigen Basiswerte im Vorjahreszeitraum, die Produktionsergebnisse in den meisten Ländern. Gleiches gilt für die Umsätze. Fehlende Rohstoffe und Vorprodukte sowie Engpässe bei den Transportkapazitäten behinderten jedoch zunehmend die Produktionsprozesse. Der Welt-Maschinenumsatz stieg im Jahr 2021 laut vorläufigen Daten preisbereinigt um 13 Prozent. Deutlich über dem Durchschnittwert war der Jahresabschluss des Branchenumsatzes für Italien, Japan sowie Österreich. Die geringste Umsatzsteigerung unter den TOP-10-Maschinenbauländern verbuchten Deutschland (7 Prozent) sowie die Vereinigten Staaten (9 Prozent). Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,9 Prozent (zum Vergleich: IMF Schätzung liegt bei 2,7 Prozent) höher als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung konnte dabei in fast allen Wirtschaftsbereichen gesteigert werden, erreichte jedoch trotz der Zuwächse nicht flächendeckend das Vorkrisenniveau. Im Verarbeitenden Gewerbe etwa lag die Wirtschaftsleistung 2021 noch rund 6 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates dagegen waren wiederum eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,1 Prozent. Der Staat gab vor allem mehr Geld dafür aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben. Die gesamtwirtschaftlichen Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material lediglich um 0,7 Prozent zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,4 Prozent mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020. Der Außenhandel dagegen erholte sich 2021 weitgehend von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 9,3 Prozent zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die preisbereinigte Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat ihr Vorjahresniveau im Jahr 2021 um 6,4 Prozent übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich größer ausfallen können, wenn Engpässe den Maschinen- und Anlagenbau nicht so stark ausgebremst hätten. Denn der Auftragseingang entwickelte sich mit einem preisbereinigten Plus von 32 Prozent für das Gesamtjahr sehr vielversprechend. Doch die rasant anziehende Nachfrage stieß recht schnell auf hartnäckige Engpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen. Besonders ausgeprägt zeigten diese sich bei Elektronikkomponenten und Metallerzeugnissen. Im Dezember 2021 berichteten 86 Prozent der Unternehmen von merklichen oder gravierenden Engpässen bei Zulieferungen mit Elektronikkomponenten, 54 Prozent bei Metallerzeugnissen. Logistikengpässe erschwerten zusätzlich die Versorgungslage, etwa durch fehlende Europaletten und Container. Hinzu kamen vorübergehende Schließungen von Häfen wie etwa in China sowie Arbeitskräftemangel durch die Covid-19-Omikron-Variante. Die Produktionsstörungen bewirkten in Verbindung mit dem stabilen Auftragseingang einen zunehmenden Anstieg der Auftragsbestände. Zum Ende des Jahres betrug die Reichweite des Auftragsbestands im Durchschnitt etwa 11 Monate. Der Arbeitsmarkt zeigte sich während der Krise robust. Die Kurzarbeit wirkte stabilisierend und konnte viele Arbeitsplätze retten. Produktion und Umsatz erreichten ein Niveau von 216 und 221 Mrd. Euro (Produktion geschätzter Wert). Entwicklung der Softwarebranche Der ITK-Markt in Deutschland ist, nach Erhebungen des Branchenverbandes BITKOM, im Jahr 2021 um 3,9% auf 178,4 Mrd. Euro gewachsen. Die Umsätze mit Software im Bereich Informationstechnik stiegen um 8,0% (Vorjahr: Rückgang um 1,0 %) auf 29,8 Mrd. Euro. 2.2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Leistungsindikatoren für die Steuerung des WITTENSTEIN Konzerns und der WITTENSTEIN SE sind die Umsatzerlöse und das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) sowie der Full Time Equivalent (FTE). Der Full Time Equivalent zeigt die vorhandene Mitarbeiterkapazität unter der Annahme, dass volle Auslastung vorliegt. Die genannten Größen sind wesentliche Leistungsparameter sowohl der WITTENSTEIN SE als auch des WITTENSTEIN Konzerns. Sie werden geplant und regelmäßig berichtet. Bei negativen Veränderungen werden kurzfristig Maßnahmen definiert und umgesetzt. 2.3. Geschäftsverlauf und wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis über Plan Auch wenn sich in den letzten Monaten des Geschäftsjahres ein positiver Trend zeigte, so war die Weltwirtschaft immer noch von Corona beeinflusst. Die Perspektiven waren sehr unterschiedlich über die Regionen und Branchen hinweg. Deshalb bestand kein Anlass die erfolgreiche Handlungslinie zu verlassen und die Erwartungen für das Geschäftsjahr zu optimistisch positiv anzupassen. Der Fokus lag auf den Maßnahmen zur Ergebnissicherung. Zum Planungszeitpunkt war der Ukraine-Konflikt noch nicht absehbar. Unsere Erwartungen an den Auftragseingang, Umsatz und das Ergebnis wurden deutlich übertroffen. Der Auftragseingang lag von Beginn des Geschäftsjahres über der Planung. Ab Mitte des Jahres konnte der Abstand zur Planung noch deutlicher gestaltet werden. Am Ende lag der Auftragseingang + 26 % über der Planung. Der Umsatzverlauf war der Entwicklung des Auftragseinganges sehr ähnlich, wobei im März 2022 ein sehr hoher Umsatz erzielt werden konnte. Die Umsatzplanung bei der WITTENSTEIN SE wurde im aktuellen Geschäftsjahr um + 22 %, im WITTENSTEIN Konzern um + 14 % übertroffen. Das EBIT folgte sowohl bei der WITTENSTEIN SE als auch im WITTENSTEIN Konzern der geplanten Entwicklung, allerdings auf einem deutlich positiveren Niveau. Zwei Gründe waren wesentlich für das positivere Niveau: 1. Die oben beschriebene Umsatzentwicklung, sowie das Umsatzniveau insgesamt 2. Schon zu Beginn des Geschäftsjahres war der Füllgrad und der Härtegrad der Maßnahmen zur Ergebnissicherung auf einem ansprechenden Niveau. Auch bei dem höheren Umsatzniveau konnte bis zum Ende des Geschäftsjahres dieser hohe Umsetzungsgrad weiter gesteigert werden. Beim Full Time Equivalent wurde bei der WITTENSTEIN SE und im WITTENSTEIN Konzern ein geringfügiger Rückgang im unteren einstelligen Prozentbereich verzeichnet. 2.4. Lage der Gesellschaft und des Konzerns 2.4.1. Ertragslage WITTENSTEIN Konzern
Im WITTENSTEIN Konzern stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021/22 um + 23,7% auf TEUR 461.713 an. Die Umsatzerlöse in Europa und Afrika haben sich dabei um +27,6 % auf TEUR 315.383 erhöht, in den Regionen Amerika und Australien um +6,7 % auf TEUR 71.210. In der Region Asien stiegen die Umsatzerlöse mit + 26,7 % auf TEUR 75.120. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Gliederungspunkt 2.3. Es wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 34.461 (Vorjahr: TEUR 5.503) erzielt. Die Bestandsveränderung verändert sich um TEUR 4.991 auf TEUR 1.170 aufgrund von Ware in Arbeit für Kundenprojekte sowie aufgrund von angearbeiteten Fertigungsaufträgen. Der im Vergleich zum Umsatz unterproportionale Anstieg des Materialaufwands inklusive der Bestandsveränderung ist im Konzern niedriger als der prozentuale Umsatzanstieg, was zu einer Abnahme der Materialkostenquote auf 29,0 % (Vorjahr: 30,7 %) führte. Der Personalaufwand erhöht sich v.a. aufgrund der in der zweiten Jahreshälfte ausgelaufenen Kurzarbeit, Gleitzeitaufbau sowie durch Gehaltsanpassungen insgesamt um TEUR 18.916 (+ 11,0 % gegenüber Vorjahr), jedoch nur unterproportional zu den Umsatzerlösen, weshalb die Personalkostenquote sinkt. Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 28.241 und sind damit nahezu auf Vorjahresniveau (+ 1,3 % gegenüber Vorjahr). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 10.405 (+ 18,1 % gegenüber Vorjahr) unterproportional zu der Veränderung der Umsatzerlöse. Die Erhöhung ergibt sich insbesondere aus gestiegenen Frachtkosten, Gewährleistungen, Aufwendungen für Werkzeuge, Werbekosten und Kosten für Zeitarbeitnehmer. Die Umsatzrendite vom EBIT liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 10,9 % (Vorjahr: 3,2 %). WITTENSTEIN SE
Die Umsatzerlöse der WITTENSTEIN SE (TEUR 220.419) als die zentrale Service- und Produktionsgesellschaft des WITTENSTEIN Konzerns sind um + 21,3 % höher als im Vorjahr (TEUR 181.693). Die Umsätze werden nahezu ausschließlich in Deutschland erzielt. Es wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 20.305 erzielt (Vorjahr: TEUR 5.022). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von TEUR 101.718 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 122.023. Im Unterschied zum Vorjahr beinhaltet das Jahresergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr einmalig keine Dividenden verbundener Unternehmen. Im Falle von Dividendenausschüttungen des Geschäftsjahres 2021/22 finden diese im folgenden Berichtsjahr 2022/23 statt. Die Bestandsveränderung steigt um TEUR 3.561 auf TEUR 1.146 (Vorjahr: TEUR - 2.414) durch Ware in Arbeit für Kundenprojekte und angearbeitete Fertigungsaufträge an. Der Materialaufwand inklusive der Bestandsveränderung ist überproportional zum Umsatz gestiegen, was zu einer prozentualen Zunahme der Materialkostenquote auf 48,3 % (Vorjahr: 47,9%) führte. Der Personalaufwand ist um 15,0 % gestiegen. Hierfür waren insbesondere der Auslauf der Kurzarbeit in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres und Gehaltsanpassungen ursächlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zum Umsatz unterproportional um 20,2 % auf TEUR 32.724 gestiegen. Ursächlich für den Anstieg waren im Wesentlichen erhöhte Fracht- und Verpackungskosten, Aufwendungen für Zeitarbeit und Fortbildung, Kosten für Werkzeuge und Kleingeräte, Reparatur- und Instandhaltungskosten, sowie Kosten für Fremdarbeiten. 2.4.2. Finanzlage Der operative Cashflow als Maßstab für die Innenfinanzierungskraft, die Cashflows für die Bereiche Investition und Finanzierung sowie die Veränderung des Finanzmittelfonds ergeben sich für den WITTENSTEIN Konzern und die WITTENSTEIN SE wie nachfolgend im Überblick dargestellt:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Konzern insbesondere durch den Anstieg des Konzernjahresüberschusses vor Minderheiten sowie der Veränderung der Bilanzpositionen mit Finanzierungswirkung, insbesondere der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten, positiv beeinflusst. Gegenläufig ist hierbei v.a. der Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen. Bei der WITTENTSEIN SE sind als wesentliche Effekte vor allem der Anstieg des Jahresüberschusses vor Minderheiten, der Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu nennen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Konzern resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen. Bei der WITTENSTEIN SE sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände mit TEUR - 5.714 zahlungswirksam. Gegenläufig wirken die Einzahlungen von Dividenden der Tochtergesellschaften aus dem Vorjahr, welche dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zugeordnet sind. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit des Konzerns und der WITTENSTEIN SE sind insbesondere die planmäßigen Tilgungen von Finanzkrediten, gezahlte Zinsen sowie die Dividende erfasst. Für die WITTENSTEIN SE und die Konzerngesellschaften wird die Entwicklung der liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie sonstige Wertpapiere) zentral überwacht. Die Finanzlage der WITTENSTEIN SE und der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften ist gesichert. Für die detaillierte Darstellung der Finanzlage verweisen wir ergänzend auf die beigefügte Konzernkapitalflussrechnung. 2.4.3. Vermögenslage WITTENSTEIN Konzern
Die Bilanzsumme steigt gegenüber dem Vorjahr um + 8,2% auf TEUR 448.466 (Vorjahr: TEUR 414.303). Ursächlich hierfür ist der Anstieg des Umlaufvermögens, während das Anlagevermögen im vergangenen Geschäftsjahr gesunken ist. Das Konzerneigenkapital ist um +17,9 % von TEUR 199.027 auf TEUR 234.699 angestiegen. Die Eigenkapitalquote im Konzern steigt durch die gesunkene Fremdkapitalquote vor allem bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten signifikant auf 52,3 % (Vorjahr: 48,0%). Das Anlagevermögen ist langfristig finanziert und beläuft sich auf 34,1% der Bilanzsumme. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände liegen mit 11.743 (Vorjahr: TEUR 10.698, GJ 2019/20: 48.548) deutlich unter den Abschreibungen in Höhe von TEUR 28.241 (Vorjahr: TEUR 27.891). Die Zugänge umfassen zum Großteil Investitionen in neu angeschaffte Lizenzen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Struktur der Investitionen ergibt sich aus dem Konzernanlagenspiegel. Die Investitionsquote liegt bei 2,7 % (Vorjahr: 3,6 %) bezogen auf die zahlungswirksamen Investitionen des Geschäftsjahres im Verhältnis zu den Konzernumsatzerlösen. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um - 0,2 % auf TEUR 62.689 (Vorjahr: TEUR 62.809) gesunken. Die Roh- Hilfs und Betriebsstoffe sowie die Fertigen Erzeugnisse sinken, während die Unfertigen Erzeugnisse im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen sind. In den Vorräten werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von TEUR 8.689 (Vorjahr: TEUR 7.479) offen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich um 13,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg kommt vor allem aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten mit einem Bestand von TEUR 86.958 (Vorjahr TEUR 71.912) und ist durch den Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr zu erklären. Die liquiden Mittel im Konzern betragen TEUR 130.718 (Vorjahr TEUR 94.655) und belaufen sich auf 29,1 % der Bilanzsumme. Für die Zusammensetzung und die Entwicklung des Finanzmittelfonds wird auf die Konzernkapitalflussrechnung verwiesen. Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Eigenkapitals ergeben sich aus dem beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel. Der Rückgang des Fremdkapitals ist im Wesentlichen bedingt durch die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche sich von TEUR 135.146 auf TEUR 120.025 verringerten. Die nicht ausgenutzten Kreditlinien betragen TEUR 21.150 (Vorjahr: TEUR 22.483). Für die Darstellung der Art sowie der Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten wird an dieser Stelle auf den Anhang unter Punkt 4.10 verwiesen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Bestellobligo für nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte stiegen im Konzern auf TEUR 37.873 (Vorjahr: TEUR 28.736) an. WITTENSTEIN SE
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um + 0,5% auf TEUR 333.047 erhöht (Vorjahr: TEUR 331.504). Das Eigenkapital liegt bei TEUR 181.523 (Vorjahr: TEUR 162.299). Die Eigenkapitalquote steigt auf 54,5 % (Vorjahr: 49,0 %). Das Anlagevermögen ist um - 9,0 % auf TEUR 163.634 gesunken. Die wesentlichen Investitionsschwerpunkte im Bereich Sachanlagen waren Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Lizenzen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt zum Bilanzstichtag bei 49,1% (Vorjahr: 54,2%). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände liegen mit TEUR 5.007 (Vorjahr: TEUR 5.990, GJ 2019/20: 32.311) deutlich unter den Abschreibungen in Höhe von TEUR 18.319 (Vorjahr: TEUR 18.734). Die Investitionsquote liegt bei 2,6% (Vorjahr: 4,6 %) bezogen auf die zahlungswirksamen Investitionen des Geschäftsjahres im Verhältnis zu den gesamten Umsatzerlösen. Der Anstieg des Umlaufvermögens ist insbesondere geprägt von einer Erhöhung der Vorräte, wobei sich insbesondere die unfertigen Erzeugnisse erhöhten, während sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertigen Erzeugnisse reduzierten. Des Weiteren erhöhten sich die liquiden Mittel (inkl. Wertpapiere) zum Stichtag um TEUR 5.724. Ebenso erhöhten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 86.232 (Vorjahr: 73.376) und enthalten dabei u.a. Forderungen aus den Gewinnabführungsverträgen sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit den deutschen Tochtergesellschaften. Der Anstieg zum Vorjahr mit TEUR 12.856 begründet sich im Wesentlichen durch den Anstieg der sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Aufgrund dieser Effekte erhöhte sich das Umlaufvermögen um 11,2 % auf TEUR 164.348 gegenüber Vorjahr. Der Rückgang des Fremdkapitals ist im Wesentlichen bedingt durch die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche sich um TEUR 14.367 verringerten. Für die Darstellung der Art sowie der Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten wird an dieser Stelle auf den Anhang unter Punkt 4.10 verwiesen. 3. Erklärung zur Unternehmensführung Nach § 289f. Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 HGB berichten wir über den Anteil weiblicher Führungskräfte bei der WITTENSTEIN SE wie folgt: Angaben zu den Zielgrößen:
Angaben zu den Fristen: Die festzulegende Frist zur Erreichung der oben genannten Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat und Vorstand der WITTENSTEIN SE ist der 30. Juni 2022. 4. Chancen- und Risikobericht Einschätzung des Managements zu Gesamtchancen und -risiken Einer der risikopolitischen Grundsätze des Risikomanagements der WITTENSTEIN SE lautet: "Unsere unternehmerischen Ziele bringen Chancen und Risiken mit sich!" Dieser weist bereits darauf hin, dass Risiken nicht isoliert betrachtet werden können, sondern in aller Regel entsprechende Chancen mit sich bringen. Mit der Unterstützung entwickelter Methoden, wie der Monte-Carlo-Simulation, werden neue Erkenntnisse für die Jahresplanung im Rahmen des Risikomanagements erarbeitet. Oberstes Ziel ist es "bestandsgefährdende Entwicklungen" des Konzerns frühzeitig zu erkennen und diese erfolgreich abzuwenden. Betrachtet wurden je 100.000 verschiedene Szenarien. Hieraus wurden, wie auch im Vorjahr, keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Der Ablauf erfolgt Bottom-Up und erfasst überwiegend ereignisorientierte sowie operative Chancen und Risiken. Die ermittelte Chancen- und Risikolage des Unternehmens wurden in den vergangenen Geschäftsjahren mit den Erkenntnissen der Risikobenchmark-Berichte und aktueller Risiko-Reports, wie des World Economic Forum und der Allianz Global Corporate & Specialty SE, auf Übereinstimmungen und bestehende Lücken geprüft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde unabhängig von Risikobenchmark-Berichten das unternehmensspezifische Risikoinventar vollständig überarbeitet. Wie bisher wurden operative Risiken modelliert und deren Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert, sowie mögliche Gegenmaßnahmen identifiziert. Ausgehend von den kritischen Erfolgsfaktoren, Kernkompetenzen, Risikostrategie und Geschäftsfeldstruktur mit den Wettbewerbsvorteilen und Wettbewerbskräften sowie Branchentrends wurden separiert strategische Risiken, als Bedrohung wesentlicher Erfolgspotentiale, analysiert und gemäß einer definierten Referenzskala priorisiert. Ergänzt wurde dieses Vorgehen durch die unternehmensspezifische Betrachtung von Extremrisiken auf der Grundlage der makroökonomisch-politischen Krisenforschung. Zusammenfassend lässt sich durch die Ergebnisse des Risikoaggregationsmodells feststellen, dass die WITTENSTEIN SE auch im Stresstest eine sehr geringe Risikoposition aufweist. Prozess der internen Finanzberichterstattung In entsprechender Anwendung der für kapitalmarktorientierte Unternehmen geltenden Regelungen berichten wir nachfolgend freiwillig über die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die laufende Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschlüssen für die deutschen Konzerngesellschaften erfolgt weitgehend zentral bei der WITTENSTEIN SE. Bei internationalen Tochtergesellschaften werden die Finanzdaten unterjährig auf der Basis von Monatsreportings und unter Risiko- und Wesentlichkeitsaspekten, ergänzend durch Audits der WITTENSTEIN SE, vor Ort geprüft. Bei allen wesentlichen internationalen Tochtergesellschaften wird eine Jahresabschlussprüfung oder ein Review der Jahresabschlüsse durch einen Abschlussprüfer beauftragt, um die Integrität der zu konsolidierenden Daten und die materielle Richtigkeit des Konzernabschlusses sicherzustellen. Zur Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung im Konzernabschluss besteht eine für alle Konzerngesellschaften weltweit verbindlich geltende Konzernbilanzierungsrichtlinie. Risikobericht Gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Risiken Für die Jahre 2022 und 2023 geht der Internationale Währungsfonds trotz höherer Inflation und Kreditkosten von einer Erholung der Weltwirtschaft aus. Zukünftige Covid-Infektionswellen werden aufgrund der endemischen Entwicklung von Covid-19 nur noch mit kurzzeitigen und geringeren wirtschaftlichen Einflüssen vorhergesagt. Dennoch zeigen jüngste Entwicklungen in China, wo strengere Beschränkungen zur Eindämmung der Covid-19-Welle die Industrieaktivität belastet, dass die Corona Pandemie weiterhin präsent und noch nicht vollständig überwunden ist. Das Erholungstempo variiert stark zwischen den Ländern. Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sind die Vorhersagen nach wie vor mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Ebenso wird eine Belastung der Weltwirtschaft durch Unterbrechungen der Versorgungsketten und höheren Inflationsraten prognostiziert. Erheblich negative Auswirkungen werden vor dem Hintergrund der russischen Invasion vor allem für die Volkswirtschaften Russland und Ukraine prognostiziert. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, vor allem auf die europäischen Volkswirtschaften, werden hingegen als geringer, jedoch gleichzeitig auch als ungewiss, eingeschätzt. Die weltweiten Spillover-Effekte als Folge der scharfen Sanktionen des Westens gegen Russland sind steigende Energiepreise für Öl und Gas. Dementgegen werden die Spillover-Effekte für Asien und Amerika als gering vorhergesagt. Wir beobachten diese Entwicklungen regelmäßig sehr genau und verfolgen die Auswirkungen der regulatorischen, politischen und wirtschaftlichen Lage auf unser Geschäft. Unter diesem Gesichtspunkt und der Tatsache, dass wir global breit agieren, sehen wir diese Risiken im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Situation als wahrscheinlich, bezüglich ihrer Auswirkung als wesentlich an. Marktrisiken Es bestehen grundsätzlich keine signifikanten Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden. Neben den branchentypischen Risiken, wie Auftragseinbrüche in der Maschinenbauindustrie, ergeben sich auch zusätzliche Risiken aus der weltweit noch nicht vollständig überwundenen Corona-Pandemie, ansteigenden Inflationsraten und den damit verbundenen konjunkturellen Unsicherheiten. Wir haben uns vorgenommen, unsere globale Aufstellung weiter auszubauen, um die Risiken in einzelnen Märkten vermindern zu können. Diese Risiken sehen wir insgesamt im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit als wahrscheinlich, bezüglich ihrer Auswirkung als wesentlich an. Beschaffungsrisiken Die Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen und Stahl hat sich in den letzten Monaten deutlich verschlechtert. Zudem sind die Preise für diese Komponenten stark gestiegen. Mittels Forecasts und intensiver Kommunikation mit unseren Lieferanten stellen wir auch in dieser anspruchsvollen Situation die Versorgungssicherheit sicher. Bezüglich der damit verbundenen Lieferperformance sehen wir uns dennoch einem gewissen Risiko der Nichteinhaltung seitens der Lieferanten bzw. generellen Verfügbarkeitsrisiken ausgesetzt. Das Risiko einer Gefährdung der Lieferperformance sehen wir bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit insgesamt als wahrscheinlich, bezüglich der Schadenshöhe als wesentlich an. Risiken im Bereich Personal Die gleich zu Beginn der Pandemie im Geschäftsjahr 2020/21 eingeführten und sukzessive ergänzten Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und deren Familien zeigten sich weiterhin erfolgreich. Dank der Vorkehrungen konnte verhindert werden, dass die Produktion, welche unmittelbar auf die Verrichtung der Tätigkeiten im Unternehmen angewiesen ist, nicht zum Stillstand kam. Durch den Verzicht bzw. der sehr achtsamen Abwägung von Reisetätigkeiten und Messebeteiligungen, sowie durch die massive Reduktion von Gästen an allen Standorten wurden externe physische Kontakte drastisch reduziert. Interne persönliche Kontakte wurden durch Schichtmodelle in allen Bereichen, dem "mobilen" Arbeiten, der Umstellung vieler Präsenzveranstaltungen und Besprechungen auf virtuelle Treffen, der vorübergehenden Schließung der Betriebsrestaurants und dem Verschieben sämtlicher interner Feiern auf das minimalst Mögliche eingeschränkt. Sehr von Vorteil zur Bewältigung der Lage zeigten sich der hohe Grad an Digitalisierung von Prozessen und die fortschrittliche digitale Infrastruktur im Unternehmen. So waren alle Voraussetzungen zum Aufrechterhalten des Betriebs technisch gegeben und alle Mitarbeiter mit der Nutzung digitaler Arbeitsmittel und Methoden vertraut. Durch die umfangreiche Kommunikation zur Aufklärung und dem umsichtigen Handeln der bereits etablierten Task-Force (national und international) können das gewonnene Verständnis und die aktive Mithilfe der Belegschaft für die konsequenten Maßnahmen zur vollständigen Überwindung der Pandemie beibehalten werden. Ebenso hat die Corona Pandemie die Wesentlichkeit der jederzeitigen Vorbereitung von Ausfällen im Bereich Personal verdeutlicht und die Dynamik des Arbeitsmarktes verschärft. Die schnelle Kompensation von temporären Personalausfällen oder Fluktuationen ohne merklichen Wissensverlust im Unternehmen, in der Beziehung zu Kunden und Lieferanten, in der Entwicklung, Produktion und Dienstleistung sowie der Unternehmenssteuerung wird mittels kontinuierlicher, intensiver Analysen und bedarfsorientierter Maßnahmen nachverfolgt. So wird gleichermaßen auf die Akquise von Fachkräften und Experten wie auf die eigene Nachwuchsentwicklung durch Ausbildung und duales Studium zurückgegriffen, um Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren und kontinuierlich zu entwickeln, die die gesamtunternehmerische Maxime an Innovation und Exzellenz vorantreiben und zukunftsfähig gestalten. Insgesamt sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Risiken im Personalbereich als möglich an. Vor dem Hintergrund der etablierten und bewährten Maßnahmen zur Bewältigung der Corona Pandemie, der stetigen Analysen und bedarfsorientierten Maßnahmen mit Blick auf die Dynamik des Arbeitsmarktes wird deren Eintrittswahrscheinlichkeit als moderat eingeschätzt. IT-Risiken Im vergangenen Geschäftsjahr war die Gefährdung durch Cyberangriffe und andere IT-Bedrohungen unverändert auf sehr hohem Niveau. Angeführt werden die Cyberangriffe in Form von Verschlüsselungstrojanern, schadhaftem Programmcode in Office Dokumenten, Betrugsversuche durch CEO-Identitäten, Supply-Chain Attacken usw. Cyberangriffe finden in den meisten Fällen nicht mehr, wie in der Vergangenheit, auf aus dem Internet erreichbare IT-Systeme statt, sondern vielmehr direkt beim Mitarbeiter. Der hauptsächliche Angriffsvektor ist in den meisten Fällen die klassische E-Mail. Cyberangriffe technischer Art (Angriffe auf die technischen IT-Systeme) konnten durch die zentral gesteuerte IT-Sicherheitsstruktur gut abgewehrt werden. Durch den Ukraine-Konflikt wuchs zudem die Gefahr von politisch motivierten Angriffen auf deutsche Unternehmen als Antwort auf die Sanktionen gegen Russland stark. Dabei werden diese Angriffe nicht ausschließlich über russische Server durchgeführt. Die WITTENSTEIN Gruppe ist kontinuierlich bestrebt durch verschiedene Maßnahmen präventiv und reaktiv potenziellen Cyberangriffen entgegenzuwirken. Insgesamt wird die vorhandene Struktur sowohl von interner als auch externer Seite als gut eingestuft. Diese präventiven Maßnahmen zeigen, dass WITTENSTEIN gut im Bereich Informationssecurity aufgestellt ist. Insgesamt lässt sich der Netzwerk- und Informationssicherheit aufgrund des jährlichen IT-Sicherheitsberichtes ein gutes Sicherheitsniveau attestieren. Daher stufen wir die IT-Risiken im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit als wahrscheinlich, bezüglich ihrer Auswirkung als wesentlich ein. Finanzwirtschaftliche Risiken Währungsrisiken Die globale Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen mit sich. Zur Absicherung von Risiken aus Fremdwährungsschwankungen verfolgen wir überwiegend einen Portfolio-Hedging Ansatz. Wir setzen zur Absicherung überwiegend Devisentermingeschäfte ein. Die Währungssicherungsgeschäfte werden gemäß unserer internen Finanzverfassung zentral durch die WITTENSTEIN SE gesteuert. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente für spekulative Zwecke ist nicht gestattet, sodass wir die hohe Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Risiken grundsätzlich auf einen moderaten Wirkungsgrad für unser Unternehmen reduzieren können. Das Währungsrisiko erachten wir daher als wahrscheinlich, die Auswirkung als gering. Für weiterführende Angaben zur Effektivität der Sicherungsbeziehungen verweisen wir auf Punkt 6.1 des Anhangs. Zinsrisiken Wir finanzieren uns auf der Basis einer guten Eigenkapitalausstattung sowie mit Schuldscheindarlehen und Darlehen bei Banken, mit denen wir in langjähriger Geschäftsbeziehung stehen. Unsere Darlehensverträge werden grundsätzlich mit mittel- bis langfristige Zinsfestschreibungen vereinbart. Insgesamt wird das Zinsrisiko damit bezüglich seiner möglichen Auswirkung auf ein akzeptables, geringes Niveau reduziert. Die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten kann weitgehend vermieden werden. Ein Zinsrisiko erachten wir daher als möglich, die Auswirkung als gering. Forderungsausfallrisiken Im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit unseren Kunden ergeben sich Forderungsausfallrisiken. Diesen begegnen wir in Zusammenarbeit mit unserem Vertrieb und dem Finanzbereich sehr intensiv mit einer Bonitätsprüfung. Teilweise werden hierfür auch anerkannte Auskunfteien involviert. Darüber hinaus analysieren wir zeitnah die Entwicklung, die Altersstruktur wie auch die Zahlungseingänge der Kundenforderungen. Auf Basis der Jahresverkehrszahlen aus der Vergangenheit haben wir für jeden unserer potenziellen, wie auch für unsere bestehenden Kunden, zudem Kreditlimits implementiert. Bei unklarer Bonitätslage - auch bei laufender Geschäftsbeziehung - erfolgen Auslieferungen nur gegen Vorkasse oder unter Einsatz anderer geeigneter Sicherungsmaßnahmen, wie z. B. Bankbürgschaften oder Kreditversicherungen. Auf diese Weise minimieren wir das Risiko wesentlicher Forderungsausfälle auf ein für die Fortführung unserer Geschäftstätigkeit akzeptables Niveau und stufen die Auswirkung auf unser Unternehmen bei einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit daher als gering ein. Liquiditätsrisiken Ein Liquiditätsrisiko entsteht, wenn bei Eintritt der Fälligkeit, Zahlungsverpflichtungen nicht mehr oder nur zu überhöhten Kosten nachgekommen werden kann. Zur rechtzeitigen Steuerung wird der Zahlungsverkehr analysiert, erwartete Zahlungsströme geplant und verschiedene Szenarien auch im Hinblick außerbilanzieller Zahlungsverpflichtungen - speziell bei der WITTENSTEIN SE - durchgespielt, um so die ausreichende Ausstattung mit Kapital fortlaufend sicherzustellen. Dieses analysiert und steuert zusammen mit der zentralen Finanzbuchhaltung den täglichen Zahlungsverkehr, plant erwartete Zahlungsströme, spielt verschiedene Szenarien auch im Hinblick außerbilanzieller Zahlungsverpflichtungen durch und stellt somit die ausreichende Ausstattung mit Kapital fortlaufend sicher. Ein Liquiditätsrisiko erachten wir daher als sehr unwahrscheinlich, die Auswirkung als wesentlich. Die Zusammenfassung aller relevanten Unternehmensrisiken stellt sich wie folgt dar:
Chancenbericht Operative und strategische Chancen Gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Chancen Für die WITTENSTEIN SE sehen wir im Rahmen der Erholung der Weltwirtschaft gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Chancen, von denen der Konzern bei Umsatz und Ergebnis profitieren kann. Unser Engagement versuchen wir daher global weiter zu vertiefen und mit innovativen Produkten bzw. jungen Geschäftsbereichen die Marktchancen weiter zu nutzen. Die mit diesen Entwicklungen verbundenen Chancen für unsere Ertragskraft sind dabei meist mittel- bis langfristiger Natur. Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich diese Chancen im Hinblick auf ihre Auswirkungen als wesentlich, vor dem Hintergrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als wahrscheinlich einstufen. Organische Wachstumschancen Die WITTENSTEIN SE und ihre Tochtergesellschaften sind mit ihren Aktivitäten verschiedenen Risiken ausgesetzt. Auf der Basis unserer strategischen Ausrichtung sind wir diversifiziert aufgestellt und bedienen Kunden in verschiedensten Marktsegmenten und Regionen der Welt. Herausfordernde und lukrative Entwicklungs- und Produktaufträge geben uns hier Recht. Sie zeigen uns, dass wir heute und auch in Zukunft ein exzellenter Partner sind, der passgenaue Lösungen für unsere Kunden entwickelt. Um unsere Chancen zielgerichtet zu nutzen, arbeiten wir permanent an unserer strategischen Ausrichtung sowie daran, passende Märkte und Anwendungsfelder zu identifizieren. Unsere Produkte und Lösungen sind in vielen Branchen und überall auf der Welt gefragt, auch in konjunkturell schwierigen Zeiten. Die Chancen, die sich daraus ergeben, stufen wir bezüglich ihres Eintritts insgesamt als höchstwahrscheinlich, in Hinblick auf ihre Auswirkungen als wesentlich ein. Chancen in Verbindung mit organisatorischen und prozessbezogenen Verbesserungen Über eine ganzheitliche Verbesserung aller Prozess- und Geschäftsabläufe in Hinblick auf Kostenkontrolle, Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit wollen wir uns die Chance geben, unsere Profitabilität nachhaltig zu erhalten und auszubauen. Insbesondere der Rahmen der Verbesserungsmöglichkeiten unserer Kostenstrukturen und Qualität sowie unserer Wettbewerbsfähigkeit sehen wir als noch lange nicht ausgeschöpft an. Wir sind bestrebt, die Organisation unseres Unternehmens stetig effizienter und effektiver zu gestalten. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Optimierung der Kunden-zu-Kunden-Prozesse sowie aller unserer übrigen Geschäftsprozesse, die vor allem durch IT-Systeme optimal unterstützt werden sollen. Insgesamt schätzen wir die potenziellen Auswirkungen der organisatorischen und prozessbezogenen Verbesserungen als wesentlich und vor dem Hintergrund unserer zahlreichen bereits durchgeführten Maßnahmen bezüglich ihres Eintritts als wahrscheinlich an. Chancen durch Marketing und Kommunikation Im Umfeld sich ständig wandelnder Märkte stellt der langfristige Aufbau und die Stärkung der weltweit wirksamen Dachmarke WITTENSTEIN eines unserer Kernziele dar. Nur durch gezielte einheitliche Kommunikation und Erkennbarkeit bei allen Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und übrigen Stakeholdern können wir die Chancen der Globalisierung und unserer Vertriebsstrategie richtig nutzen. Wesentliche Kanäle der modernen Kommunikation stellen für uns dabei auch die Mittel der digitalen Kommunikation dar. Die potenziellen Auswirkungen der Chancen im Bereich Marketing und Kommunikation erachten wir als wesentlich und schätzen, dass diese Chancen mittelfristig wahrscheinlich eintreten werden. Personalchancen Durch die Strategie personelle Überkapazitäten durch das "Atmen" der Zeitkonten und die Kurzarbeit auszugleichen, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und damit die Stammbelegschaft zu halten, ist es gelungen Leistungsträger und Mitarbeiter mit Entwicklungspotenzial zu bewahren. Ebenso konnten durch die temporären Einsätze in anderen Unternehmensbereichen und/oder anderen Tätigkeiten diverse Erkenntnisse, Erfahrungen und Perspektivenwechsel (Bsp. Entwickler unterstützt Montageteam) gewonnen werden. Durch diese "Jobrotation" sowie dem "Training on the job" wurden Mitarbeiter weiterqualifiziert sowie Prozessverbesserung initiiert und umgesetzt. Auch die nicht bedarfs-, sondern zukunftsorientierte Übernahme von Auszubildenden und dual Studierenden nach deren Abschluss dient der Nachwuchssicherung. Damit blickt das Unternehmen auf einen erfahrenen und gut ausgebildeten Mitarbeiterstamm mit weiterem Qualifizierungspotenzial. Zur Sicherung der Fachkräfte von morgen setzt WITTENSTEIN weltweit auf die eigene Ausbildung von Nachwuchskräften. Nach dem Vorbild des in Deutschland dualen Systems führt der Konzern auch an den Standorten USA und Rumänien Menschen an verschiedene Berufe heran. In beiden Ländern bauen die Niederlassungen hierzu Kooperationen mit lokalen Bildungsträgern, analog dem deutschen System auf. Allein am Standort Harthausen, Deutschland, nahmen 40 Nachwuchskräfte im September 2021 ihre Ausbildung oder duales Studium auf. Aktuell werden rund 170 Auszubildende und Studierende in 21 verschiedenen Berufsbildern ausgebildet. Mit diesem Weitblick in die Zukunft ergreift WITTENSTEIN Maßnahmen weiterer Nachwuchsförderung. So wurden Auszubildende zu Ausbildungsbotschaftern ausgebildet und berichten an Schulklassen über den Berufsalltag bei WITTENSTEIN und die Faszination ihres Berufsbildes. Darüber hinaus wird mit Schulen bei Praktika, Seminaren und Workshops kooperiert. Mittels des Erfinderwettbewerbs "Kreative Köpfe", Kursen und Projekten wird das Ziel verfolgt, innovative Technik greifbar zu machen und Pioniergeist zu wecken. Insgesamt schätzen wir die potenziellen Auswirkungen der Chancen im Personalbereich als wesentlich ein. Vor dem Hintergrund der kurzfristigen Maßnahmen über die Kapazitätsauslastung bis zu den langfristigen Maßnahmen der Ausbildung von Nachwuchskräften gehen wir davon aus, dass diese Chancen sowohl kurz- und langfristig wahrscheinlich eintreten werden. Finanzwirtschaftliche Chancen Günstige Veränderungen auf den Finanzmärkten Unser Treasury versucht stetig, die Chancen auf den Finanzmärkten zu identifizieren und gegen die Risiken aus Währungsumrechnung und Zinsentwicklung abzuwägen. Günstige Zins- und Währungsentwicklungen können unser Konzernfinanzergebnis positiv beeinflussen. In Anbetracht der starken Schwankungen der Finanzmärkte und Wechselkurse sehen wir den positiven Einfluss der Finanzmarktchancen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch als eher gering, aber als möglich an. 5. Prognosebericht Weltwirtschaftliche Entwicklung Durch den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in der Ukraine haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Aktuell ist dieser räumlich auf die Ukraine begrenzt. Neben den direkten Auswirkungen auf das direkte Liefergeschäft durch Sanktionen in Form von weniger Umsatz gibt es zahlreiche und weitreichendere indirekte Folgen insbesondere in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Dazu zählen die Verteuerung von Energie und Rohstoffen, eine noch größere Belastung in den Lieferketten und ganz allgemein die erneut erhöhte Verunsicherung über die weitere Entwicklung. Für das Gesamtjahr 2022 erscheint unter der Annahme einer zeitlich eng begrenzten kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und keiner dauerhaften Besetzung durch Russland laut Oxford Economics ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,7 Prozent möglich. Erhebliche negative Auswirkungen gibt es in diesem Szenario vor allem auf die Volkswirtschaften der beiden Länder und abgestuft auf die europäischen Volkswirtschaften. Die Spillover-Effekte auf die Volkswirtschaften in Asien und Amerika dürften gering sein. Mit jedem Tag, den dieser Krieg länger dauert, nimmt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Basis-Szenario der Ökonomen von Oxford Economics jedoch ab und die ihres Alternativen Basis-Szenarios zu. In diesem Abwärts-Szenario ist modelliert, dass die Kämpfe in der Ukraine bis weit in das Jahr 2023 andauern. Der Westen verhängt schärfere Sanktionen gegen Russland, Russland ergreift Vergeltungsmaßnahmen, und die Gaslieferung nach Europa sind für sechs Monate unterbrochen. Das globale BIP würde nur um rund 3 Prozent wachsen. Die Spillover-Effekte auf Asien und Amerika bleiben auch in diesem Szenario eher gering. Weitere größere Risiken für die Weltwirtschaft sind die räumliche Eskalation des Konfliktes sowie die Covid-Strategie Chinas, durch die sich die Angebotsprobleme weiter verschärften könnten. Im Falle einer damit einhergehenden höheren und anhaltenden Inflation würde die globale Wirtschaftsentwicklung mit 2,3 Prozent Zuwachs im Jahr 2022 um fast 1,5 Prozentpunkte niedriger ausfallen als im Basis-Szenario. Mittelfristig ist das Szenario der Anhaltenden Inflation das Szenario mit dem negativsten Ausblick. Die Volkswirtschaft der EU-27 würden im positiven Basis-Szenario um 3,2 Prozent wachsen. Im Falle einer anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung scheinen 2 Prozent Wachstum möglich. Unterbrechungen in den Lieferketten bis Anfang des kommenden Jahres zusammen mit erhöhten Preisen würden zu einem niedrigen BIP-Wachstum von 1,8 Prozent führen. Die US-Volkswirtschaft könnte im laufenden Jahr um 3,4 zulegen. Im Negativ-Szenario Inflation wäre das Plus nur 1,8 Prozent. China sollte sein Wachstum trotz vielfältiger Probleme mit 4,9 Prozent deutlich, wenngleich vermindert, fortsetzen. Höhere Preise würden das Wachstum um einen Prozentpunkt dämpfen. Globaler Maschinenbau Die Auftragsbücher der Maschinenbauer sind in vielen Ländern gut gefüllt. Oxford Economics erwartet in seinem Basis-Szenario für das Jahr 2022 einen preisbereinigten Anstieg des Welt-Maschinenumsatzes um 4 Prozent, mit überdurchschnittlichen Zuwächsen in der Schweiz, im Vereinigten Königreich sowie in den Niederlanden. Die USA sowie Japan sind ein Prozentpunkt über dem Weltdurchschnitt angesiedelt. Für China wird ein Wachstum entsprechend dem Weltdurchschnittswert prognostiziert. Der deutsche Maschinenbau würde laut Oxford Economics, leicht abweichend von der VDMA Prognose, mit 3 Prozent Zuwachs etwas unter dem globalen Durchschnitt liegen. Süd-Korea könnte mit 1 Prozent Plus das geringste Wachstum unter den TOP-10-Maschinenbauländern generieren. Der Krieg in der Ukraine, gestörte Lieferketten, die Corona-Pandemie sowie höhere Inflationsraten sind die wesentlichen Abwärtsrisiken der aktuellen Basis-Prognose. Im Falle einer länger anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung würde der Maschinenbau global im laufenden Jahr lediglich um 3 Prozent wachsen und die gleiche Zuwachsrate scheint bei erhöhten Inflationsraten möglich. In den Ländern der EU-27 würde die Verschärfung von Sanktionen einschließlich einer Unterbrechung der Gaslieferungen die Wachstumsrate im Maschinenumsatz auf 2 Prozent im Jahr 2022 reduzieren. Deutsche Konjunktur Die deutsche Wirtschaft ist abermals heftigem Gegenwind ausgesetzt. Der Krieg in der Ukraine führt zu hohen Rohstoffpreisen, neuen Lieferengpässen und schwindenden Absatzmöglichkeiten. Die hohen Rohstoffpreise verringern die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und dämpfen damit den privaten Konsum. Zudem belasten zusätzliche Lieferengpässe die Industrie spürbar. Schließlich verschlechtern sich zumindest vorübergehend die Absatzmöglichkeiten aufgrund der Sanktionen sowie der durch den Krieg gestiegenen Unsicherheit. All dies trifft die Wirtschaft in einer Phase, in der die dämpfenden Einflüsse der Pandemie nachlassen und eine kräftige Erholung angelegt war. Die starken Auftriebskräfte - hohe aufgestaute Kaufkraft bei den privaten Haushalten und dicke Auftragspolster der Industrie - federn die Schockwellen aus dem Krieg in der Ukraine ab. Im Ergebnis dürfte sich die Erholung in diesem Jahr laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft tendenziell fortsetzen, allerdings in spürbar langsamerem Tempo als im Winter erwartet und mit einem nachvollziehbar hohen Prognoserisiko. Insgesamt scheint ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent für das laufende Jahr und von 3,5 Prozent für das Jahr 2023 möglich. Die Inflation dürfte in diesem Jahr mit 5,8 Prozent so hoch ausfallen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Selbst wenn die Rohstoffpreise nicht mehr weiter steigen und die Lieferengpässe allmählich nachlassen, wird die Inflation im kommenden Jahr mit 3,4 Prozent hoch bleiben, auch weil die jüngsten Erzeugerpreisanstiege erst nach und nach bei den Verbrauchern ankommen. Während der Krieg auf dem Arbeitsmarkt in diesem Szenario kaum Spuren hinterlässt, werden die öffentlichen Ausgaben steigen, so dass die Haushaltsdefizite länger auf erhöhten Niveaus verharren. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Plus in der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent für das laufende Jahr. Das sind drei Prozentpunkte weniger als noch im Dezember prognostiziert (+ 7 Prozent). Diese Prognose ist selbstredend mit einer sehr hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. An erster Stelle ist hier der Ukraine-Krieg zu nennen. 45 Prozent der Unternehmen befürchten laut einer VDMA Umfrage von Anfang März 2022 direkte Auswirkungen des Kriegs auf ihr Geschäft, zum Beispiel durch die Verschiebung von Projekten als Folge von Sanktionen oder generell weniger Umsatz in den Regionen. Schwerer dürften sich jedoch die indirekten Folgen auswirken. 78 Prozent der Unternehmen sehen beispielsweise die Energieverteuerung, die Rubelabwertung oder die wachsende Verunsicherung der Kunden als problematisch an. 93 Prozent der Unternehmen stufen außerdem die unsichere Preisentwicklung sowie die mangelnde Überwälzbarkeit steigender Inputpreise als merkliches oder gravierendes Risiko ein. Infolge des Kriegsgeschehens werden auch die Lieferketten wieder stärker unter Druck geraten. Viele Unternehmen erwarten erst im zweiten Halbjahr eine einsetzende Entspannung, bei Elektronikkomponenten sogar erst frühestens ab dem vierten Quartal 2022. Damit nicht genug. Die Pandemie ist noch nicht überwunden. In Deutschland gibt es zum Ende des ersten Quartals 2022 Höchststände bei den Inzidenzen, sodass Personalmangel durch Krankschreibungen absehbar ein Thema bleiben. Neben den vielen Herausforderungen gibt es jedoch auch Chancen. Aus den USA etwa sind weiterhin positive Impulse zu erwarten. Die deutschen und sicher auch andere europäische Maschinenbauer dürften neben der ohnehin guten, vom Konsum getriebenen Konjunktur perspektivisch von den Infrastrukturmaßnahmen profitieren, die über die nächsten zehn Jahre ein Gesamtvolumen von rund 1,2 Bio. US-Dollar erreichen werden. Auch in der EU dürfte der EU-Wiederaufbaufonds zusammen mit einigen nationalen konjunkturfördernden Programmen expansive Impulse setzen. Anders dagegen verhält es sich mit China. Hier schwächelt die Wirtschaft seit einigen Monaten. Neben anhaltenden Engpässen und strikt umgesetzter Null-Covid-Strategie bei steigenden Inzidenzen kommen Probleme auf dem Immobiliensektor dazu. Starke Impulse aus dem Land der Mitte sind also nicht zu erwarten. In Bezug auf den Krieg in der Ukraine braucht es mehr denn je einen schnellen Friedensschluss unter Wahrung der territorialen Integrität der Ukraine. Dies gilt umso mehr, da sowohl Russland als auch die Ukraine eine wichtige Rolle in der Versorgung der Welt mit Lebensmitteln wie Getreide spielen und dabei auf Lieferungen aus dem deutschen und europäischen Maschinen- und Anlagenbau angewiesen sind. Entwicklung bei WITTENSTEIN Das letzte Geschäftsjahr hat gezeigt, dass die Industrieunternehmen mit der Unsicherheit der Corona-Pandemie zu leben wissen. Schwerwiegender für die Prognose ist die im Laufe des Geschäftsjahres immer deutlich sichtbarer Unsicherheit hinsichtlich der weltweiten Verfügbarkeit von notwendigen Materialien und Bauteilen. Seit dem 24. Februar 2022 ist zusätzlich der Krieg in der Ukraine als wesentlicher Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Wachstumsrate wie im Geschäftsjahr 2021/22 als wenig realistisch. Zudem war der Auftragseingang im letzten Geschäftsjahr sicherlich auch von einem die aktuelle Versorgungslage berücksichtigenden Dispositionsverhalten unserer Kunden geprägt. Nichtsdestotrotz erwartet die WITTENSTEIN SE aufgrund der Positionierung im Markt und des hohen Auftragsbestandes auch für 2022/23 ein Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. Im WITTENSTEIN Konzern wird eine Umsatzentwicklung im oberen einstelligen Prozentbereich über dem des Geschäftsjahres 2021/22 erwartet. Für 2022/23 wird von Kostensteigerungen in vielen Bereichen ausgegangen. Insbesondere die Material- und Energiekosten sowie die Personalkosten stehen hier im Fokus. Nicht alle Kostensteigerungen werden an den Markt weitergeben werden können oder innerhalb eines Jahres durch Produktivitätssteigerungen kompensiert werden. Infolgedessen wird ein Rückgang des EBIT bei der WITTENSTEIN SE im mittleren, beim WITTENSTEIN Konzern im unteren zweistelligen Prozentbereich erwartet. Beim Full Time Equivalent gehen wir bei der WITTENSTEIN SE und im WITTENSTEIN Konzern von einem Anstieg im einstelligen Prozentbereich aus.
Igersheim, den 28. Juni 2022 Wittenstein SE gez. Der Vorstand 6. Anlage Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 EntgTranspG für das Geschäftsjahr 2021/22 für die WITTENSTEIN SE 1. Statistische Angaben (Mittelwerte für das Geschäftsjahr 2021/22) Durchschnittliche Gesamtzahl weiblicher Beschäftigter: 403 (22%) Durchschnittliche Gesamtzahl männlicher Beschäftigter: 1.468 (78%) Durchschnittliche Gesamtzahl diverser Beschäftigter: 0 (0%) Durchschnittliche Anzahl weiblicher Beschäftigter in Teilzeit: 172 Durchschnittliche Anzahl weiblicher Beschäftigter in Vollzeit: 231 Durchschnittliche Anzahl männlicher Beschäftigter in Teilzeit: 112 Durchschnittliche Anzahl männlicher Beschäftigter in Vollzeit: 1.356 Durchschnittliche Anzahl diverser Beschäftigter in Teilzeit: 0 Durchschnittliche Anzahl diverser Beschäftigter in Vollzeit: 0 2. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für alle Geschlechter Gemäß § 21 Abs. 1 Punkt 2 EntgTranspG werden nachfolgend Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Mitarbeitende aller Geschlechter in der WITTENSTEIN SE erläutert. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen für die ganze WITTENSTEIN gruppe bzw. für alle Mitarbeitende gelten. Nach § 6 Abs. 2 EntgTranspG sind Arbeitgeber verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Beschäftigten vor Benachteiligungen wegen des Geschlechts in Bezug auf das Entgelt zu schützen. Bei der WITTENSTEIN SE ist grundsätzlich das Geschlecht kein Differenzierungskriterium bei der Entgeltfindung bzw. der Gewährung von einzelnen Entgeltbestandteilen. Vergütungssystematik Bemessungsgrundlage für die Festlegung des Grundentgelts eines Mitarbeiters sind die regelmäßig auszuübenden Tätigkeiten. Die bei WITTENSTEIN auszuübenden Tätigkeiten werden nach Fachbereich auf Kernaufgaben heruntergebrochen und in Rollen zusammengefasst. Eine Rolle entspricht somit zunächst einer personenneutralen, geschlechtsneutralen systematischen und einheitlichen Bündelung von Aufgaben. Im Unterschied zur Position können einem Mitarbeiter mehrere Rollen entsprechend seines Aufgabenspektrums zugewiesen werden. Alle definierten Rollen sind auf dem HRM SharePoint unter "Kompetenz- und Talentmanagement" veröffentlicht und für alle Mitarbeiter einsehbar. Im Sinne einer tätigkeitsorientierten Vergütung bilden sie die Grundlage für die Definition der unterschiedlichen Gehaltsbänder und die Eingruppierung der Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter ist aufgrund seiner definierten Hauptrolle einem Gehaltsband zugeordnet. Dabei werden inhaltlich verwandte und vergleichbare Rollen zu einem Gehaltsband zusammengefasst. Einem Gehaltsband sind meist mehrere Rollen sowie mindestens drei Mitarbeiter zugeordnet. Die Definition einer Hauptrolle ergibt sich aus der Verfahrensanweisung "Rollenbeschreibung". Übernimmt der Mitarbeiter ein völlig neues Set an Aufgaben bzw. wechselt er die Hauptrolle, so erfolgt eine Überprüfung und ggf. Umgruppierung in das zur neuen Hauptrolle passende Gehaltsband. Das Gehaltsband beschreibt den Rahmen, in dem sich das Entgelt des Mitarbeiters auf Basis der Hauptrolle bewegt. Eine Ausnahme in dieser Systematik bilden die Entgelte für Führungskräfte. Diese sind von Faktoren wie Hierarchieebene, Fachbereich, Führungsspanne, Erfahrung, etc. abhängig und daher in ihrer Ausgestaltung wesentlich komplexer. 3. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung aller Geschlechter und ihre Wirkung Maßnahmen, die die Chancengleichheit von aller Geschlechter unterstützen, ergeben sich aus einem breit gefächerten Angebot, welches WITTENSTEIN seiner Belegschaft anbietet, um Beruf und Privatleben besser miteinander in Einklang zu bringen. Einige Maßnahmen, die sich in ihrer Wirksamkeit bzgl. der Gleichstellung aller bereits etabliert haben, sind nachfolgend aufgeführt. Dabei geht es hier vor allem um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und übergeordnet darum, allen Unternehmensangehörigen ungeachtet des Geschlechts in jeder Lebensphase eine möglichst große Teilnahme am Arbeitsleben und die Fortführung ihrer beruflichen Entwicklung zu ermöglichen. Lebensphasenorientierte Personalpolitik Im Rahmen einer lebensphasenorientierten Personalpolitik unterstützt und fördert WITTENSTEIN Unternehmensangehörige in jeder individuellen Lebensphase (Ausbildung, Berufseinstieg, berufliche Weiterbildung, Elternzeit, Erziehungszeit, hierarchischer Aufstieg, Pflege von Angehörigen, Rente) bestmöglich. Flexible Arbeitszeiten mit Zeitkonto, Teilzeitmodelle Durch eine flexible Arbeitszeit mit Zeitkonto ermöglicht WITTENSTEIN es, Beruf und Privates besser zu vereinbaren. Darüber hinaus existieren eine Vielzahl an Teilzeitmodellen, die auf die individuellen Bedürfnisse des Arbeitgebers wie auch der Mitarbeitenden abgestimmt sind. Mobiles Arbeiten Die Möglichkeit "mobil" zu arbeiten wird vielseitig und umfangreich genutzt. Dadurch wird zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatem beigetragen. Sabbatical WITTENSTEIN bietet die Inanspruchnahme einer längeren beruflichen Auszeit im Rahmen eines Sabbaticals an, welche helfen kann, berufliche wie private Anforderungen besser miteinander zu vereinbaren. Die WITTENSTEIN SE bietet außerdem allen Beschäftigten geschlechterunabhängige Möglichkeiten für Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie geschlechterunabhängige Angebote der innerbetrieblichen Weiterentwicklung in Form von Laufbahnen und rollenspezifischen Karrierepfaden. Grundsatz der unter der WITTENSTEIN akademie angebotenen Maßnahmen ist stets die Bedarfsorientierung und die Passung der Maßnahme zur Zielgruppe und deren Arbeitsumfeld - ungeachtet des Geschlechts. Auch bei der Personalgewinnung ist die Gleichberechtigung aller Geschlechter gewährleistet. Alle Stellenausschreibungen der WITTENSTEIN SE richten sich an alle Geschlechter gleichermaßen durch den Zusatz "w/m/d".
BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2022 WITTENSTEIN SE, Igersheim Bilanz zum 31. März 2022AKTIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. MÄRZ 2022WITTENSTEIN SE, Igersheim
KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2022WITTENSTEIN SE, IgersheimAKTIVSEITE
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. MÄRZ 2022WITTENSTEIN SE, Igersheim
ZUSAMMENGEFASSTER ANHANG/KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. MÄRZ 20221. Allgemeine Angaben Die WITTENSTEIN SE ist eine Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Igersheim unter der Geschäftsanschrift Walter-Wittenstein-Straße 1, 97999 Igersheim und ist mit ihrer Firma beim Amtsgericht Ulm unter der Handelsregisternummer HRB 680782 eingetragen. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der WITTENSTEIN SE wurden nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und der Verordnung über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) in Verbindung mit dem Aktiengesetz aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in der Fassung des BilRUG aufgestellt. Der Anhang und der Konzernanhang wurden gemäß § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst. Sofern nichts Besonderes vermerkt ist, gelten die Ausführungen sowohl für den Jahresabschluss als auch für den Konzernabschluss. Alle nachfolgenden Zahlenangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro. 2. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden 2.1. Angaben zum Konsolidierungskreis und zur Vergleichbarkeit im Konzern In den Konzernabschluss wurden neben der WITTENSTEIN SE sämtliche wesentliche Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen die WITTENSTEIN SE unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte innehat. Zum Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen zählen neben der WITTENSTEIN SE die folgenden 29 in- und ausländischen Tochterunternehmen:
1) Stichtagskurse zum Abschlusszeitpunkt: EUR/USD = 1,1101, EUR/JPY = 135,17, EUR/CHF = 1,0267, EUR/BRL = 5,3009, EUR/TRY = 16,2823, EUR/GBP = 0,8460, EUR/SEK = 10,3370, EUR/CNY = 7,0403, EUR/RON = 4,9463, EUR/TWD = 31,8146, EUR/KRW = 1.347,37. 2) Keine Angabe gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB. 3) Keine Angabe gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB. 4) Abschluss zum 31.12.2021. 5) Die Angaben zum Eigenkapital sind jeweils die Werte aus dem aktuellen lokalen Jahresabschluss. An der FAtec Co. Ltd., Seoul, Korea, hält die WITTENSTEIN SE einen Anteil i.H.v. 40,00% (Vorjahr: 33,34 %). Diese Gesellschaft wurde im Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen gemäß § 311 f. HGB mittels der Equity-Methode bilanziert. Die Gesellschaft attocube systems Inc., Berkeley, USA, wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht vollkonsolidiert. Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis dieser Gesellschaft liegt bei weniger als 1 % der Konzernumsatzerlöse bzw. des Konzernjahresergebnisses und ist somit für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Jahresergebnisse der inländischen Tochterunternehmen WITTENSTEIN alpha GmbH, Igersheim, Deutschland, WITTENSTEIN cyber motor GmbH, Igersheim, Deutschland, WITTENSTEIN intens GmbH, Igersheim, Deutschland, WITTENSTEIN motion control GmbH, Igersheim, Deutschland, WITTENSTEIN galaxie GmbH, Igersheim, Deutschland, attocube systems AG, Haar, Deutschland, sowie baramundi software AG, Augsburg, Deutschland, betragen aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der WITTENSTEIN SE, Igersheim, Deutschland, TEUR 0. Die WITTENSTEIN AG, Grüsch, Schweiz, erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis i.H.v. TCHF 109, die WITTENSTEIN Holding, Corp., Bartlett, USA, ein Ergebnis i.H.v. TUSD 0, die WITTENSTEIN motion control Inc., Bartlett, USA, i.H.v. TUSD 801 sowie die WITTENSTEIN SRL, Sura Mica, Rumänien, ein Ergebnis i.H.v. TRON 1.599. 2.2. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Abschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den von der WITTENSTEIN SE vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. März 2010 nach der Buchwertmethode. Überstieg der Buchwert der Anteile das anteilige Eigenkapital, wurden die ermittelten Unterschiedsbeträge nach der Aufdeckung von stillen Reserven als Geschäfts- oder Firmenwert klassifiziert und gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB alter Fassung mit den Rücklagen verrechnet. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 kommt die Neubewertungsmethode zur Anwendung. Die At-Equity-Bilanzierung der Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 311 Abs. 1 i.V.m. § 312 Abs. 1 HGB nach der Buchwertmethode. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der assoziierten Unternehmung FAtec Co. Ltd. wurde zum 31. Dezember 2006 ermittelt und hat sich mittlerweile vollständig aufgelöst. Auf die konzerneinheitliche Bewertung wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Forderungen, Ausleihungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen oder konzerninterne Rückstellungen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen für am Bilanzstichtag auszuweisende Vermögensgegenstände werden gemäß § 304 HGB eliminiert. Es werden jeweils die fortgeführten Konzernherstellungskosten bzw. Konzernanschaffungskosten bilanziert. Erlöse aus konzerninternen Umsätzen oder sonstigen Erträgen werden mit den hierauf entfallenden Aufwendungen verrechnet (§ 305 HGB). Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital und am Jahresergebnis von Tochterunternehmen werden gesondert als nicht beherrschende Anteile innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für den Ansatz und die Bewertung der in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft übernommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und bei der WITTENSTEIN SE über die voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel zwischen drei und fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die im Zuge des Erwerbs der Neaspec GmbH, Haar, im Geschäftsjahr 2013/14 aktivierte Technologie wird im Konzern über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 13 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2020/21 ist die Gesellschaft auf die attocube systems AG, Haar verschmolzen worden. Im Zuge des Erwerbs der baramundi software AG, Augsburg, im Geschäftsjahr 2016/17 aktivierte Software wird im Konzern über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben. Aktivierte Marken werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Von dem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB, für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens einen Aktivposten anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Anlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (Gebäude von 10 bis 40 Jahre, technische Anlagen und Maschinen von 3 bis 20 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 15 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Bei Vorliegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen erfolgt diese außerplanmäßig. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Nettoeinzelwert von EUR 800 sind als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Sammelposten für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000, die vor dem 1. Januar 2018 gebildet wurden, sind bis zum Ablauf der fünf Jahre im Geschäftsjahr 2021/22 letztmalig linear abgeschrieben worden. Diese Handhabung wurde im handelsrechtlichen Jahresabschluss und im Konzernabschluss aus Wesentlichkeits- und Vereinfachungsgründen beibehalten. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Im Konzernabschluss werden Anteile an verbundenen Unternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht vollkonsolidiert oder At-Equity konsolidiert werden, mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mittels des gleitenden Durchschnittspreisverfahrens unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Der Wertansatz für die unfertigen und fertigen Leistungen und Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten nach dem Standardpreisverfahren und enthält die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die bisherigen Abwertungsregeln für die Gängigkeitsabwertung auf Vorräte wurden beibehalten. Fertigungshilfsmittel sowie produktbezogene Hilfs- und Betriebsmittel werden unter den Vorräten ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bewertet. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen sowie durch konzerneinheitliche Pauschalwertberichtigungen (1,0 %) berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Zur Ermittlung aktiver oder passiver latenter Steuern werden in der WITTENSTEIN SE die Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt und analysiert. Soweit den vorhandenen passiven latenten Steuern aktive latente Steuern gegenüberstehen, werden diese verrechnet dargestellt. Sofern die aktiven latenten Steuern überwiegen und künftig mit einer Steuerentlastung zu rechnen ist, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen bei den deutschen Organgesellschaften werden im Jahresabschluss der WITTENSTEIN SE berücksichtigt. Im WITTENSTEIN Konzern werden außerdem neben latenten Steuern für Anpassungen der Berichterstattungsabschlüsse (HB II) an die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Muttergesellschaft auch latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge sowie für im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckte stille Reserven oder für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen angesetzt. Aktive latente Steuern für Verlustvorträge werden angesetzt, soweit die künftige Steuerentlastung auf der Basis einer mehrjährigen Planung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit innerhalb der nachfolgenden fünf Jahre (§ 274 Abs. 1 Satz 4 HGB) realisiert werden kann. Die latenten Steuern werden auf Basis der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze wie nachfolgend dargestellt ermittelt. In Deutschland wurde für die Ermittlung der latenten Steuern der unternehmensindividuelle Ertragssteuersatz von 29,00 % zugrunde gelegt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Verfahren) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen restlichen Laufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren von 1,81 % verwendet. Für erwartete Rentensteigerungen wurde ein Trend von 1,00 % - 1,80 % berücksichtigt. Auf die Einbeziehung von Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurde aufgrund der geringen Grundgesamtheit verzichtet. Es wird von einer Erfüllung der Dienstverträge bis zur rechnerischen Altersgrenze ausgegangen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, erkennbare Risiken und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ggf. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Für die Beurteilung möglicher drohender Verluste aus langfristigen Lieferverträgen sowie aus Projektgeschäften wurden für die Abgrenzung von Ansprüchen und Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften auch die durch das schwebende Geschäft verursachten konkreten wirtschaftlichen Vorteile berücksichtigt, soweit diese hinreichend durch Planungsrechnungen oder Erfahrungen aus der Vergangenheit konkretisiert sind. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden bei der WITTENSTEIN SE ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einzahlungen im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Ertrag der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Grundlagen der Währungsumrechnung In Fremdwährung angekaufte Anlagegegenstände und Rohstoffe sind bei Kreditkäufen mit dem Geldkurs am Tag des Entstehens der Verbindlichkeit, Valutaforderungen mit dem Briefkurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung und Valutaverbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Tag des Entstehens der Verbindlichkeit verbucht. Finanzanlagen, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel, Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Forderungen und liquiden Mittel werden daneben auch teilweise fixierte Kurse im Rahmen der Bewertungseinheiten aus Devisentermingeschäften für die Umrechnung zugrunde gelegt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse konsolidierter Gesellschaften erfolgt, mit Ausnahme des Eigenkapitals, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Die Posten des Eigenkapitals werden mit den historischen Kursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt bewertet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der internationalen Tochtergesellschaften werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals in dem gesonderten Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Der bei der Ermittlung der Durchschnittskurse verwendete Bezugszeitraum war der Berichtszeitraum 01. April 2021 bis 31. März 2022. Die Gewichtung erfolgte gleichverteilt über diesen Zeitraum. Dabei wurden die jeweils aktuellen veröffentlichten Kurse der Europäischen Zentralbank zugrunde gelegt. Bei der Schuldenkonsolidierung entstandene Währungsdifferenzen wurden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bei der Zwischengewinneliminierung einbezogene Meldungen der Konzerngesellschaften werden mit dem jeweiligen Stichtagskurs zum 31. März 2022 umgerechnet. Bei den Währungseffekten im Rahmen der Equity-Methode werden diese Währungsdifferenzen erfolgsneutral im Eigenkapital gezeigt. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens und des Konzernanlagevermögens werden im Folgenden dargestellt. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen im Konzern wird ein Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v. insgesamt TEUR 15.632 (Vorjahr: TEUR 17.210) ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert im Berichtsjahr resultiert aus dem Erwerb von 100 % der Anteile an der baramundi software AG, Augsburg. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Geschäftsjahr 2016/17 erstmalig aktiviert und wird planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde vor dem Hintergrund des hohen Wertbeitrags der überwiegend langfristigen Kundenbeziehungen gewählt. Entwicklung des Anlagenvermögen für das Geschäftsjahr 1. April 2021 bis 31. März 2022WITTENSTEIN SE, IgersheimAnlagenspiegel
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022WITTENSTEIN SE, IgersheimKonzernanlagenspiegel
4.2 Vorräte Die Vorräte bei der WITTENSTEIN SE i.H.v. TEUR 49.117 (Vorjahr: TEUR 48.527) setzen sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen i.H.v. TEUR 22.292 (Vorjahr: TEUR 22.828), unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen i.H.v. TEUR 24.088 (Vorjahr: TEUR 22.542) sowie aus fertigen Erzeugnissen und Waren i.H.v. TEUR 2.737 (Vorjahr: TEUR 3.158) zusammen. Im Berichtsjahr wurden bei der WITTENSTEIN SE für unfertige Erzeugnisse und Leistungen i.H.v. TEUR 2.727 (Vorjahr: TEUR 2.919) sowie für fertige Erzeugnisse und Waren i.H.v. TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 256) Gängigkeitsabwertungen durchgeführt. Die Vorräte im WITTENSTEIN Konzern i.H.v. TEUR 62.689 (Vorjahr: TEUR 62.809) setzen sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen i.H.v. TEUR 32.682 (Vorjahr: TEUR 32.852), unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen i.H.v. TEUR 28.326 (Vorjahr: TEUR 26.306), fertigen Erzeugnissen und Waren i.H.v. TEUR 10.100 (Vorjahr: TEUR 10.950) sowie geleisteten Anzahlungen i.H.v. TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 181) abzüglich erhaltenen Anzahlungen i.H.v. TEUR 8.689 (Vorjahr: TEUR 7.479) zusammen. Auf den Nettobestand der Vorräte im WITTENSTEIN Konzern wurden im Berichtsjahr TEUR 1.572 (Vorjahr: TEUR 1.385) Zwischenergebnisse eliminiert. Im Berichtsjahr wurden im Konzern für unfertige Leistungen Abwertungen auf Projektbestände in Höhe von TEUR 1.865 (Vorjahr: TEUR 2.778) durchgeführt. Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 17). Auf fertige Erzeugnisse wurden i.H.v. TEUR 1.846 TEUR (Vorjahr: TEUR 1.504) Gängigkeitsabwertungen durchgeführt. 4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen der WITTENSTEIN SE gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. insgesamt TEUR 86.232 haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bestehen aus:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 44). Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Forderungen gegenüber der WITTENSTEIN ternary Co., Ltd., Ueda, Japan, wurden um zusätzliche TEUR 100 auf TEUR 0 abgeschrieben (Vorjahr: TEUR 74). Anzeichen für Wertaufholungen von im Vorjahr abgeschriebenen Positionen haben sich nicht ergeben. Die sonstigen Vermögensgegenstände der WITTENSTEIN SE i.H.v. insgesamt TEUR 4.000 (Vorjahr: TEUR 6.668) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche für die Körperschaft- und Gewerbesteuer i.H.v. TEUR 1.538 (Vorjahr: TEUR 2.564), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, sowie Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen i.H.v. TEUR 1.405 (Vorjahr: TEUR 1.330), welche zum Stichtag kein saldierungsfähiges Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mehr darstellen. Darüber hinaus sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Ansprüche gegen Arbeitnehmer i.H.v. TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 619) ausgewiesen, welche im Wesentlichen Forderungen aus Überzahlung an Mitarbeiter sowie negativen Gleitzeitkonten und negative Urlaubskonten betreffen. Von dem Gesamtbetrag i.H.v. TEUR 4.000 haben zum 31. März 2022 TEUR 1.451 (Vorjahr: TEUR 1.375) eine Restlaufzeit von eins bis fünf Jahren und TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 100) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Bei den im WITTENSTEIN Konzern ausgewiesenen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 86.958 (Vorjahr: TEUR 71.912) haben zum 31. März 2022 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände im WITTENSTEIN Konzern betragen TEUR 6.292 (Vorjahr: TEUR 9.694). In den sonstigen Vermögensgegenständen im Konzern sind Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuervorauszahlungen sowie aus ausländischen Unternehmenssteuern i.H.v. TEUR 1.946 (Vorjahr: TEUR 3.214) sowie Forderungen aus Vorsteuer und Umsatzsteuer i.H.v TEUR 935 (Vorjahr: TEUR 1.366) enthalten. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen i.H.v. TEUR 1.405 (Vorjahr TEUR 1.330), die zum Stichtag kein saldierungsfähiges Deckungsvermögen mehr enthalten. Weiterhin sind Ansprüche i.H.v. TEUR 172 (Vorjahr: TEUR 954) gegen Arbeitnehmer bei deutschen Konzerngesellschaften am Standort Igersheim ausgewiesen, welche im Wesentlichen Forderungen aus negativen Urlaubskonten betreffen. Die übrigen Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten unter anderem (Miet-) Kautionen. Zum 31. März 2022 beträgt deren Restlaufzeit wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten TEUR 1.828 (Vorjahr: TEUR 1.804) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren sowie TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 143) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. 4.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks bei der WITTENSTEIN SE betragen zum 31. März 2022 TEUR 24.959 (Vorjahr: TEUR 19.235). Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks im WITTENSTEIN Konzern betragen zum 31. März 2022 TEUR 130.718 (Vorjahr: TEUR 94.655). 4.5 Aktive latente Steuern Der in der WITTENSTEIN SE ermittelte Überhang der aktiven latenten Steuern beträgt TEUR 3.425 (Vorjahr: TEUR 2.140) und ergibt sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen aus abweichenden Abschreibungen im Anlagevermögen, den Forderungen sowie aus abweichenden Wertansätzen der Pensionsrückstellungen und anderen Rückstellungen. Im WITTENSTEIN Konzern setzt sich der ausgewiesene Betrag von TEUR 4.809 (Vorjahr: TEUR 3.781) zusammen aus temporären Differenzen in den einbezogenen Jahresabschlüssen i.H.v. TEUR 4.259 (Vorjahr: TEUR 2.844), welche im Wesentlichen aus abweichenden Abschreibungen im Anlagevermögen, aus Umbewertungen von Forderungen und Vorratsvermögen sowie aus den sonstigen Rückstellungen resultieren, ferner aus ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen i.H.v. TEUR 549 (Vorjahr: TEUR 937). Latente Steuer auf Verlustvorträge bei internationalen Tochtergesellschaften bestanden im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht. In der nachfolgenden Tabelle sind die Differenzen und deren Veränderungen im Geschäftsjahr dargestellt, die zu aktiven latenten Steuersalden geführt haben:
4.6 Eigenkapital Das Grundkapital der WITTENSTEIN SE beträgt TEUR 50.000 (Vorjahr: TEUR 50.000) und verteilt sich auf 45.000.000 Stammaktien und 5.000.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien mit einem Nennbetrag von je einem Euro. Bis zur Satzungsänderung am 12. Juli 2021 verteilte sich das Grundkapital der WITTENSTEIN SE auf 50.000.000 Namensaktien. Die Hauptversammlung vom 16. September 2021 hat eine Ausschüttung i.H.v. TEUR 1.080 beschlossen. Die Fortschreibung des Jahresergebnisses der WITTENSTEIN SE ist in der Ergebnisverwendungsrechnung gemäß § 158 Abs. 1 AktG in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. 4.7 Pensionsrückstellungen Die zum 31. März 2022 bilanzierten Pensionsrückstellungen belaufen sich bei der WITTENSTEIN SE auf TEUR 5.423 (Vorjahr: TEUR 5.195) und im WITTENSTEIN Konzern auf TEUR 6.087 (Vorjahr: TEUR 5.878). Die Position "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ergibt sich grundsätzlich nach Verrechnung der Verpflichtungen mit den zuzuordnenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen, die an die Berechtigten verpfändet und somit dem Zugriff der Gläubiger entzogen sind. Aufgrund der Aufhebung sämtlicher Verpfändungen im Geschäftsjahr 2015/16 und keiner Vertragsneuabschlüsse/-änderungen liegt zum 31. März 2021 kein zu verrechnendes Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vor. Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen zu fortgeführten Anschaffungskosten i.H.v. TEUR 1.405 (Vorjahr: TEUR 1.330) ausgewiesen. Die gebildeten Pensionsrückstellungen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe ehemalige gesetzliche Vertreter. Zu den allgemeinen Methoden der Ermittlung und Bewertung der Pensionsrückstellung sei auf das Kapitel 3 dieses Anhangs verwiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich bei der WITTENSTEIN SE auf TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 430) und im WITTENSTEIN Konzern auf TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 466). 4.8 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bei der WITTENSTEIN SE i.H.v. TEUR 13.791 (Vorjahr: TEUR 10.005) setzen sich im Wesentlichen aus personalbezogenen Rückstellungen i.H.v. TEUR 12.663 (Vorjahr: TEUR 8.420) wie Urlaub, Gleitzeit, Weihnachtsgeld und Abfindungen, aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rechts-, Beratungs- und Abschlussprüfungskosten i.H.v. TEUR 1.081 (Vorjahr: TEUR 1.396) sowie aus Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung i.H.v. TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 108) zusammen. Die sonstigen Rückstellungen des WITTENSTEIN Konzerns i.H.v. TEUR 38.313 (Vorjahr: TEUR 32.264) setzen sich zusammen aus TEUR 27.503 an personalbezogenen Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 18.819), TEUR 1.807 an Gewährleistungsrückstellungen (Vorjahr: TEUR 1.616) sowie TEUR 11.003 (Vorjahr: TEUR 11.829) an übrigen Rückstellungen. Letztere umfassen vor allem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für den Geschäftsbetrieb, aus erhaltenen Warenlieferungen sowie ausstehende Rechnungen von externen Vertriebsdienstleistern. 4.9 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten der WITTENSTEIN SE:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der WITTENSTEIN SE zum 31. März 2022 i.H.v. TEUR 2.326 (Vorjahr: TEUR 13.161) entfallen i.H.v. TEUR 1.344 (Vorjahr: TEUR 1.597) auf Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung und Umsatzsteuerorganschaft, TEUR 891 (Vorjahr: TEUR 1.009) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 10.000) auf kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten sowie TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 555) auf sonstige Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten WITTENSTEIN Konzern:
4.10 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern in Höhe von TEUR 17.781 (Vorjahr: TEUR 14.883) betreffen im Wesentlichen Kundenvorauszahlungen für Vertragsleistungen aus Wartungsverträgen sowie aus Gebühren für Lizenznutzung (Managed Software). 4.11 Passive latente Steuern Im WITTENSTEIN Konzern sind passive latente Steuern i.H.v. TEUR 2.166 (Vorjahr: TEUR 2.606) enthalten. Der Betrag resultiert im Wesentlichen aus der Bilanzierung von latenten Steuerverbindlichkeiten aus Unterschiedsbeträgen zwischen Handels- und Steuerbilanz (insbesondere zusammengesetzt aus Differenzen bei Grundstücken und Gebäuden sowie technischen Anlagen und Maschinen) sowie aus der Aufdeckung von stillen Reserven insbesondere im immateriellen Anlagevermögen im Rahmen der im GJ 2016/17 erfolgten Erstkonsolidierung der Gesellschaft baramundi software AG, Augsburg, i.H.v. TEUR 1.698 (Vorjahr: TEUR 2.211). Des Weiteren ergeben sich latente Steuerverbindlichkeiten aus den Anpassungen von internationalen Tochtergesellschaften an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung und aus Konsolidierungsvorgängen. i.H.v. TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 220). Es erfolgte eine Saldierung von passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 411). In der nachfolgenden Tabelle sind die Differenzen und deren Veränderungen im Geschäftsjahr dargestellt, die zu passiven latenten Steuersalden geführt haben:
4.12 Sicherheiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei der WITTENSTEIN SE i.H.v. TEUR 113.930 (Vorjahr: TEUR 128.297) wurden wie folgt besichert: - Eintragung einer Grundschuld zu Lasten der WITTENSTEIN SE i.H.v. TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 8.000) für Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 880), - Sicherungsübereignungen von Maschinen für Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 6.045 (Vorjahr: TEUR 8.510). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im WITTENSTEIN Konzern i.H.v. TEUR 120.025 (Vorjahr: TEUR 135.146) wurden besichert mit: - Eintragung einer Grundschuld i.H.v. TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 8.000) für Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 880), - Eintragung eines Grundpfandrechts zu Lasten ausländischer Tochtergesellschaften i.H.v. TEUR 11.103 (Vorjahr: TEUR 9.756) für Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 2.941 (Vorjahr: TEUR 2.981), Sicherungsübereignungen von Maschinen für Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 6.045 (Vorjahr: TEUR 8.510). 4.13 Haftungsverhältnisse Des Weiteren bestanden bei der WITTENSTEIN SE: - eine Verpflichtungserklärung für verbundene Unternehmen gegenüber der Bundesrepublik Deutschland i.H.v. TEUR 1.014 (Vorjahr: TEUR 1.021), - eine Verpflichtungserklärung für verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 38.153 (Vorjahr: TEUR 44.532), - Patronatserklärungen für verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 2.553 (Vorjahr: TEUR 3.274). In Zusammenhang mit langfristigen Zulieferverträgen in der Luftfahrtindustrie bestehen die marktüblichen Vertragserfüllungsgarantien. Es werden keine nicht branchenüblichen Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen eingegangen. Die WITTENSTEIN SE geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf der Basis einer regelmäßigen Überprüfung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und der bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse geht der Vorstand davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko der Inanspruchnahme wird daher bei allen eingegangenen Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. 4.14 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Aus Bestellobligo besteht bei der WITTENSTEIN SE eine finanzielle Verpflichtung i.H.v. TEUR 26.838 (Vorjahr: TEUR 20.564). Im WITTENSTEIN Konzern besteht aus Bestellobligo eine finanzielle Verpflichtung i.H.v. TEUR 37.873 (Vorjahr: TEUR 28.736). Sonstige finanzielle Verpflichtungen bei der WITTENSTEIN SE bestehen insgesamt in Höhe von TEUR 11.492 (Vorjahr: TEUR 11.039) und betreffen im Wesentlichen Leasing, Miet- und Wartungsverträge. Die Leasinggeschäfte betreffen im Wesentlichen Dienstfahrzeuge und IT-Hardware. Hier führen die Leasingaufwendungen zu einer betriebswirtschaftlich zeitgerechten Erfassung des Zins- und Nutzungsaufwands in der jeweiligen Periode. Besondere Risiken sind gegenüber einem Erwerb der Vermögensgegenstände mit anschließender Abschreibung nicht gegeben. Die Eventualverbindlichkeiten betragen TEUR 1.334 (Vorjahr: TEUR 1.802) und betreffen Bankavale. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im WITTENSTEIN Konzern betragen TEUR 76.575 (Vorjahr: TEUR 73.279) und resultieren v.a. aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen. Die Leasinggeschäfte betreffen im Wesentlichen Dienstfahrzeuge und IT-Hardware, die Mietverträge im Wesentlichen Immobilien und Büroräumlichkeiten. Hier führen die Leasingaufwendungen zu einer betriebswirtschaftlich zeitgerechten Erfassung des Zins- und Nutzungsaufwands in der jeweiligen Periode. Besondere Risiken sind gegenüber einem Erwerb der Vermögensgegenstände mit anschließender Abschreibung nicht gegeben. Die Eventualverbindlichkeiten betragen TEUR 4.065 (Vorjahr: TEUR 3.957) und betreffen Bürgschaften sowie Bankavale. Des Weiteren besteht aus den mit mehreren verbundenen Unternehmen der WITTENSTEIN SE gemäß § 302 AktG abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen die Verpflichtung auch die laufenden Verluste zu übernehmen. Die hieraus erwarteten finanziellen Verpflichtungen des kommenden Geschäftsjahres gegenüber verbundenen Unternehmen in der WITTENSTEIN SE betragen voraussichtlich TEUR 1.688 (Ist-Wert Geschäftsjahr 2021/22: TEUR 3.835). Des Weiteren bestehen in der WITTENSTEIN SE sowie im WITTENSTEIN Konzern keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus der Altersversorgung. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen seitens der WITTENSTEIN SE sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.476 (Vorjahr: TEUR 969). 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Umsatzaufteilung nach Regionen und Geschäftstätigkeit Die WITTENSTEIN SE erzielt ihre Umsatzerlöse nahezu ausschließlich im Inland und fungiert innerhalb des WITTENSTEIN Konzerns als Produzent und Einkäufer. Als Umsatzerlöse sind nach § 277 Abs. 1 HGB die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft nach Abzug von Erlösschmälerungen ausgewiesen. Die Umsatzerlöse betreffen neben dem Verkauf von Produkten auch von Konzernunternehmen für eigene erbrachte Leistungen erhaltene Konzernumlagen in Höhe von TEUR 8.632 (Vorjahr: TEUR 10.036). Die Umsatzerlöse für den WITTENSTEIN Konzern verteilen sich wie folgt auf die Regionen:
Die Umsatzerlöse nach Geschäftstätigkeit des WITTENSTEIN Konzerns verteilen sich auf die Produktsparten Mechanik, Mechatronik und Software wie folgt:
5.2 Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung und Währungssicherung Die Umsatzerlöse nach Geschäftstätigkeit des WITTENSTEIN Konzerns verteilen sich auf die Produktsparten Mechanik, Mechatronik und Software wie folgt:
Bei der WITTENSTEIN SE sind Aufwendungen aus Währungssicherung i.H.v. TEUR 491 (Vorjahr: Erträge TEUR 428) enthalten. Daneben sind im WITTENSTEIN Konzern Aufwendungen aus Währungssicherung i.H.v. TEUR 72 (Vorjahr: Erträge TEUR 255) enthalten. 5.3 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen im Geschäftsjahr 2021/22 bei der WITTENSTEIN SE TEUR 18.319, davon TEUR 1.379 außerplanmäßige Abschreibung (Vorjahr TEUR 18.734, davon TEUR 122 außerplanmäßige Abschreibung) und im WITTENSTEIN Konzern TEUR 28.241, davon TEUR 1.415 außerplanmäßige Abschreibung (Vorjahr: TEUR 27.891 davon TEUR 122 außerplanmäßige Abschreibung). 5.4 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die periodenfremde Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die periodenfremden Erträge bei der WITTENSTEIN SE sowie im Konzern beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erstattungsansprüche. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Steueraufwand für Vorjahre. 5.5 Dienstzeitaufwand aus Pensionsrückstellungen Im WITTENSTEIN Konzern wird die Erhöhung des Versorgungsanspruchs (Dienstzeitaufwand) i.H.v. TEUR 428 (Vorjahr: TEUR 313) im Personalaufwand ausgewiesen. Bei der WITTENSTEIN SE beträgt der Dienstzeitaufwand TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 376). 5.6 Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen Die Aufwendungen aus der Zinszuführung zu den Pensionsrückstellungen bei der WITTENSTEIN SE betragen TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 126). Die Zinszuführungen im WITTENSTEIN Konzern belaufen sich auf TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 146). 5.7 Steuern vom Einkommen und Ertrag Im WITTENSTEIN Konzern enthalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag einen latenten Steuerertrag i.H.v. TEUR 1.487 (Vorjahr: Steuerertrag TEUR 908) sowie bei der WITTENSTEIN SE einen latenten Steuerertrag i.H.v. TEUR 1.285 (Vorjahr: Steueraufwand TEUR 446). Dieser betrifft im Wesentlichen Unterschiede aus der Bewertung von Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen sowie Rückstellungen zwischen Handels- und Steuerbilanz für die WITTENSTEIN SE als auch den WITTENSTEIN Konzern sowie im Konzern die im Rahmen der Abschreibung von aufgedeckten stillen Reserven im immateriellen Anlagevermögen aus dem im Geschäftsjahr 2016/17 erfolgten Kauf der baramundi software AG einhergehenden Auflösung latenter Steuern. 6. Sonstige Angaben 6.1 Berichterstattung zu derivativen Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten WITTENSTEIN Konzern Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken bestehender bzw. geplanter Grundgeschäfte werden im WITTENSTEIN Konzern derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (inkl. Devisenswaps) in USD und CHF eingesetzt.
Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis von Marktdaten am Abschlussstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Der Marktwert klassischer Devisentermingeschäfte errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit. Für negative Marktwerte von nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivaten sowie für ineffektive Teile von Sicherungsbeziehungen werden grundsätzlich Rückstellungen gebildet. Zum Stichtag 31. März 2022 bestand jedoch wie im Vorjahr kein Rückstellungsbedarf. Bewertungseinheiten Das Management der Fremdwährungsrisiken erfolgt unter Berücksichtigung der Bankbestände auf Fremdwährungskonten sowie der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten künftigen Cash-Flows in Fremdwährung. Für die Absicherung gegen Fremdwährungsschwankungen werden mehrere gleichartige Grundgeschäfte mit einem Sicherungsinstrument zusammengefasst ("Portfolio-Hedge") bzw. einzelne Projektgeschäfte als Grundgeschäft mit einem Sicherungsgeschäft hinterlegt ("Micro-Hedge"). Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos wurden vom WITTENSTEIN Konzern abgeschlossene Devisentermingeschäfte als Sicherungsgeschäfte designiert und mit folgenden Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zum Stichtag 31. März 2022 zusammengefasst:
1) Die abgeschlossenen Devisenterminkäufe der WITTENSTEIN AG, Schweiz beziehen sich ausschließlich auf die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen und nicht auf die Vermögensgegenstände. Bei den mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Cash Flows aus Verkäufen des operativen Geschäfts auf Basis der Umsatzplanung. Bei den mit Devisentermingeschäften gesicherten, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen werden sich die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen aufgrund ihrer Währungs- und Fristenkongruenz innerhalb der nächsten 15 Monate ausgleichen. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung werden formal sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Zielsetzungen und Strategien des Risikomanagements dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows ermittelt. Diese Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend auf ihre Eignung zur Absicherung von Wertänderungsrisiken unter Berücksichtigung der zu erwartenden Zahlungsströme überprüft. Die bisher verwendeten und designierten Sicherungsbeziehungen werden als hochwirksam eingeschätzt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil der Sicherungsbeziehung gleichen sich aus und werden aufgrund der Anwendung der Einfrierungsmethode weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. 6.2 Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach den Vorschriften des DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds beinhaltet daher neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens auch kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, soweit diese zur Disposition der liquiden Mittel gehören (insbesondere Kontokorrentkredite). Die danach einzubeziehenden Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 7). 6.3 Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl des Jahres- als auch des Konzernabschlusses der WITTENSTEIN SE hatten. 6.4 Anzahl der Arbeitnehmer
6.5 Honorar des Abschlussprüfers
6.6 Angaben zur Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB und § 294 HGB Bei den Tochterunternehmen WITTENSTEIN alpha GmbH, WITTENSTEIN cyber motor GmbH, WITTENSTEIN intens GmbH und WITTENSTEIN motion control GmbH, WITTENSTEIN galaxie GmbH, attocube systems AG sowie baramundi software AG wurden die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die WITTENSTEIN SE stellt aus Sicht der Tochtergesellschaft WITTENSTEIN alpha GmbH gemäß § 291 HGB einen befreienden Konzernabschluss auf. Von der Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen, ist die WITTENSTEIN alpha GmbH somit befreit. Die Gesellschaft stellt in ihrer Eigenschaft als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. 6.7 Organbezüge Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022 TEUR 2.180. Von der Angabe der Gesamtbezüge ehemaliger Organmitglieder wird nach § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Die im Berichtsjahr an die Aufsichtsräte gewährten Gesamtbezüge belaufen sich auf TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 278). 6.8 Beschlussfassung über den Vorschlag der Verwendung des Bilanzgewinns der WITTENSTEIN SE Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 122.022.767,00 einen Teilbetrag in Höhe von EUR 7.132.213,00 (bestehend aus einer Dividende in Höhe von EUR 6.832.213,00 an die Stamm- und Vorzugsaktionäre sowie einer Vorabdividende (§ 26a der Satzung) in Höhe von EUR 300.000,00 an die Vorzugsaktionäre) an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. 6.9 Organe Der Vorstand setzt sich im Berichtsjahr 2021/22 aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Mit Wirkung zum 1. April 2022 wurde Herr Dipl.-Ing. Steffen Schwerd zum Vorstand der WITTENSTEIN SE bestellt. Alle Mitglieder des Vorstands vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Vorstand oder mit einem Prokuristen und sind von den Beschränkungen des § 181, 2. Alternative BGB befreit. Zu Prokuristen waren im Berichtsjahr 2021/22 folgende Personen bestellt:
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr 2021/22 aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Igersheim, den 28. Juni 2022 WITTENSTEIN SE Der Vorstand gez. Dr. Bertram Hoffmann gez. Erik Roßmeißl gez. Steffen Schwerd gez. Dr. Anna-Katharina Wittenstein KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. MÄRZ 2022WITTENSTEIN Konzern
Der Finanzmittelfonds setzt sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr aus folgenden Posten der Konzernbilanz zusammen:
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. MÄRZ 2022
Bestätigungsvermerk FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. mÄRZ 2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wittenstein SE, Igersheim: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WITTENSTEIN SE, Igersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.03.2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 sowie dem Anhang, der mit dem Konzernanhang des Konzernabschlusses zusammengefasst ist, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: Lagebericht) der WITTENSTEIN SE, Igersheim, für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.03.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WITTENSTEIN SE, Igersheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.03.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 sowie dem Konzernanhang, der mit dem Anhang des Jahresabschlusses zusammengefasst ist, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: Konzernlagebericht) der WITTENSTEIN SE, Igersheim, für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 geprüft. Die in Abschnitt 3 des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f. Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.03.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f. Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 28. Juni 2022 Rödl
& Partner GmbH
gez. Landgraf, Wirtschaftsprüfer gez. Welsch, Wirtschaftsprüfer Prüfungsbericht des Aufsichtsrats der WITTENSTEIN SE gemäß § 171 AktG für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis 31.03.2022 Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, in dem am 31.03.2022 beendeten Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat mit den ihm durch Gesetz und Satzung sowie durch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat obliegenden Aufgaben befasst, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Dabei waren wir in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung sind, unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Die Effizienz unserer Arbeit im Geschäftsjahr 2021/22 haben wir durch regelmäßige Selbsteinschätzung geprüft. AUSSCHÜSSE Der Präsidialausschuss, bestehend aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Herrn Dr. Wittenstein, Herrn Prof. Dr. Junker und Herrn Farny, tagte am 30.07.2021, 08.10.2021, 10.12.2021, 20.01.2022 (Umlaufverfahren) und am 18.03.2022. Der als Finanz- und Governance-Ausschuss, bestehend aus Herrn Prof. Dr. Gleich, Herrn Dr. Reineck und Herrn Guckenberger, tagte am 29.07.2021, 07.10.2021, 09.12.2021 und am 17.03.2022. Die Funktion des Financial Experts wurde aus dem Aufsichtsrat in den Finanz- und Governance-Ausschuss integriert und dort vom Vorsitzenden des Finanz- und Governance-Ausschusses, Herrn Dr. Reineck, wahrgenommen. Ein Prüfungsausschuss im Sinne des AktG wurde nicht gebildet. Alle Ausschüsse unterrichteten regelmäßig den gesamten Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Tätigkeiten. Die Vorgaben des § 5 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates, nach dem die gesetzlich normierten Geschäfte nur mit Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats vorgenommen werden dürfen und einem Ausschuss nicht an Stelle des Aufsichtsrats zur Beschlussfassung überwiesen werden dürfen, wurden geprüft und eingehalten. Es existieren angesichts der Größe des Unternehmens sowie der Größe des Aufsichtsrats, mit sechs Mitgliedern, derzeit im Aufsichtsrat keine weiteren Ausschüsse. Die Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres haben am 30.07.2021, 08.10.1021, 10.12.2021 und am 18.03.2022 und zusätzlich in Umlaufverfahren (07.07.2021, 16.08.2021, 30.09.2021 20.01.2022) stattgefunden. In unseren Sitzungen hat uns der Vorstand ausführlich, zeitnah, umfassend, schriftlich und mündlich den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens unterrichtet. Sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Auch zwischen den Sitzungsterminen wurden Einzelfragen in Gesprächen erörtert und in schriftlicher Form vom Vorstand berichtet. Die Fertigung Walpha wurde in Fellbach vom Aufsichtsrat persönlich besichtigt. Darüber hinaus stand ich mit dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem Kontakt und habe mich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und anstehende Entscheidungen informiert und über Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens beraten. Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat Die Jahresplanung 2021/22 wurde am 18.03.2022 mit den Investitionsvorhaben bis zum 31.03.2023 einstimmig genehmigt. Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand im Rahmen der Verabschiedung des Jahresplans sowie der laufenden Überprüfung das Kontroll- und Risikomanagementsystem, welches der Vorstand für die frühzeitige Erkenntnis existentieller Gefahren für das Unternehmen eingerichtet hat, beraten und das Thema Risikomanagement durch eine regelmäßige Risikoberichterstattung umgesetzt. Gegenstand der Beratungen im Plenum waren daneben die Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, Plan-/Ist-Analysen, der Status des WITTENSTEIN performance upgrades, die Strategieprozesse bei den wichtigsten Tochtergesellschaften, insbesondere die Veränderungen in Frankreich und Südkorea die Besetzung von Führungspositionen, die Anpassung der internen Finanzverfassung , das Thema Cyber Security und die Umsetzung des neuen Geschäfts- und Aktionärsberichts. Das Thema COVID-19 für das gesamte Geschäftsjahr und zuletzt der Krieg in der Ukraine beschäftigte den Aufsichtsrat. Der Vorsitzende ließ sich zu allen wesentlichen Themen laufend vom Vorstand berichten. Zum Thema Compliance wurde gemäß der internen Richtlinie die Einrichtung und Wirksamkeit des Compliance Management Systems und des Verhaltenskodex der WITTENSTEIN gruppe geprüft und ohne Beanstandung befunden. Für den Aufsichtsrat wurde die Wahrnehmung seiner Pflichten und Rechte zu Compliance u. a. durch den einstimmig beschlossenen Fragenkatalog zufriedenstellend und ohne Anhaltspunkte für weitergehende Prüfungshandlungen durch den Aufsichtsrat beantwortet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zwei außerordentliche Hauptversammlungen am 18.06.2021 und 08.09.2021 abgehalten, in denen Vorzugsaktien für die neue WITTENSTEIN Stiftung ermöglicht (Satzungsänderung) und übertragen (Zustimmung) wurden. Jahresabschlussprüfung Der Jahresabschluss der WITTENSTEIN SE für das am 31.03.2022 beendete Geschäftsjahr, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht/Konzernlagebericht ("Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns") wurden nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Auf der Basis des Hauptversammlungsbeschlusses vom 17.09.2021 erteilte ich, als Aufsichtsratsvorsitzender, der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, den Prüfungsauftrag und legte damit auch das Honorar fest. Zuvor hatte der vorgesehene Abschlussprüfer schriftlich erklärt, dass keine Umstände bestehen, die die Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, hat den Jahresabschluss der WITTENSTEIN SE, den Konzernabschluss sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns unter Einbeziehung der Buchführung für das am 31.03.2022 beendete Geschäftsjahr als Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht wurde uns rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 29.07.2022 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. In Gegenwart des Abschlussprüfers wurden der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers erörtert. Diese Vorgehensweise steht im Einklang mit den Regelungen des § 171 Abs. 1 S. 2 AktG. In der Sitzung am 29.07.2022 fand auch eine Befassung mit der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Auswahl und Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags und der Qualität der Abschlussprüfung statt. Nach Beratung wurde eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers unterbreitet. Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Finanz- und Governance-Ausschuss / Financial Expert bis zum 29.07.2022 und unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses des Konzernabschlusses, des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (zusammengefasster Lagebericht/Konzernlagebericht) sowie des Gewinnverwendungsbeschlusses des Vorstands, sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss heute gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns angeschlossen. Amtszeit des Aufsichtsrats Die Amtszeit des Aufsichtsrats hat am 19.09.2017 begonnen und endet mit dem Ende der Hauptversammlung (voraussichtlich 16.09.2022), in der die Entlastung für den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr endend zum 31.03.2022 beschlossen wird. Amtszeit des Vorstands Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus vier und ab dem 01.07.2022 aus drei Mitgliedern. Diese drei Vorstände haben eine mit der Laufzeit der Vorstandsverträge identische Bestellungsperiode bis zum 31.03.2024. Herr Dr. Bertram Hoffmann ist Vorstandsvorsitzender. Herr Dr. Haft schied zum 30.06.2021 als Vorstand auf eigenen Wunsch aus. Zum 01.04.2022 bis 31.03.2025 wurde Herr Steffen Schwerd zum weiteren Vorstand bestellt. Frau Dr. AnnaKatharina Wittenstein scheidet am 31.08.2022 einvernehmlich aus dem Vorstand aus. Dank für die geleistete Arbeit Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Arbeitnehmervertretung für die geleistete Arbeit, denn sie alle haben damit erneut zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr der WITTENSTEIN gruppe beigetragen.
lgersheim, den 29.07.2022 Für den Aufsichtsrat: Dr. Manfred Wittenstein |
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