Doering Glass GmbHLiquidiert
13591 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Swen Graf seit 14.4.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Martin ScheibleggerAC Capital Holding XI GmbH+1 | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
vandaglas GmbH (vormals: Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center GmbH)RadeburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.05.2021Bilanz zum 31. Mai 2021vandaalas GmbH(bis 8. November 2021 Saint-Gobaia Glassolutions Objekt-Center GmbH)AKTIVA
PASSIVA
* aus vororganschaftlicher Zeit
Gewinn- und Verlustrechnung Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar - 31. Mai 2021vandaglas GmbH, Radeburg(bis 8. November 2021 Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center GmbH)
ANHANG zum Jahresabschluss Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2021 - 31.05.2021vandaglas GmbH, Radeburg(bis 8. November 2021 Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center GmbH)HRB 34697 beim Amtsgericht Dresden(1) Anlagenspiegel
( 2.1 ) Angabe der auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden31.05.2021Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen richten sich nach der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer. Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt in Anlehnung an die aktuell steuerlich zulässigen Höchstsätze. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht. Die planmäßige Abschreibung der Sachanlagenzugänge im Rumpfgeschäftsjahr 2021 erfolgte linear. Die Abschreibungen bei den unbeweglichen und beweglichen Sachanlagen werden im Anschaffungsjahr wie bisher gemäß der Regel "pro rata temporis" ermittelt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden zum Zeitpunkt der Anschaffung direkt aufwandswirksam erfasst. Anlagegüter, deren Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 liegt, werden im Jahr des Zugangs aktiviert und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Bei dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Steuerliche Sonderabschreibungen gemäß § 254 HGB alte Fassung i.V.m. §4 Fördergebietsgesetz wurden in den Vorjahren genutzt und werden, soweit sie die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten planmäßigen Abschreibungen überschreiten, unter den Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 4 Fördergebietsgesetz ausgewiesen. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wird in dem Maße aufgelöst, wie die steuerlichen Mehrabschreibungen durch handelsrechtliche Abschreibungen ersetzt werden bzw. bei Anlagegütern mit einer Nutzungsdauer von mehr als zehn Jahren zeitanteilig nach Ablauf von fünf Jahren, spätestens bei Ausscheiden des Vermögensgegenstandes aus dem Unternehmen. Investitionszuschüsse, denen getätigte Investitionen zugrunde liegen, wurden in einen Sonderposten für Investitionszuschüsse eingestellt, welcher über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter erfolgswirksam aufgelöst wird. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. erforderlichenfalls zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag. In Abhängigkeit von Lagerdauer und qualitativen Merkmalen wurden Abschläge bzw. Wertberichtigungen vorgenommen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Material- und Lohnkosten einschließlich Gemeinkostenzuschläge sowie andere Fertigungsnebenkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit auf die Fertigung entfallend. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Dem Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls oder mit dem niedrigeren beziehungsweise bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Stichtagskurs angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. (2.2 ) Angabe der auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden31.05.2021Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 42.000,00. Die Kapitalrücklagen wurden anteilig durch Kapitalentnahmen i.H.v. insg. EUR 5.764.180,45 zwecks Auskehrung an den Altgesellschafter aufgelöst (für weitere Details verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 2.4 im Lagebericht). Der Verlustvortrag aus vororganschaftlicher Zeit wurde fortgeschrieben. Der Altgesellschafter hat sich verpflichtet, den zum 31.05.2021 aufgelaufenen Jahresfehlbetrag im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zu übernehmen und noch letztmalig auszugleichen. Dieser Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ist zum Ablauf des Rumpfgeschäftsjahres zum 31.05.2021 beendet worden. Sonderposten Soweit im Jahresabschluss für das letzte vor dem 1. Januar 2010 beginnende Geschäftsjahr Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Abs. 3, § 273 HGB a.F., in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung gebildet waren, erlaubt Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB deren Beibehaltung. Die Gesellschaft hat die in vor dem 1. Januar 2010 beginnenden Geschäftsjahren nach § 273 HGB a.F. gebildeten Sonderposten mit Rücklageanteil beibehalten. Diese werden über die Nutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände aufgelöst. Rückstellungen Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie der Fluktuationswahrscheinlichkeit ermittelt. Als biometrische Grundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde ein Rechnungszinssatz von 2,12 % (i.Vj. 2,31 %) verwendet. Folgende Annahmen wurden der Bewertung zugrunde gelegt:
Rückstellungen für Altersversorgung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst worden. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 721.905,00 (i. Vj. EUR 552.060,00) Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zusammen aus Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 1.653), Rückstellungen aus arbeits- und sozialrechtlichen Verpflichtungen (TEUR 772), Rückstellungen für ausstehende Waren- und Kostenrechnungen (TEUR 598) sowie aus anderweitigen Positionen (TEUR 13). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. (3) Sonderposten mit Rücklageanteil
Der Ausweis der Erträge aus der Auflösung der Sonderposten erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. (4) in der Bilanz nicht ausgewiesene Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Fehlbetrag aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen)
(5) Anzahl Mitarbeiter
(6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht aus der Bilanz und den Haftungsverhältnissen hervorgehen
Lageberichtvandaglas GmbH, Radeburg, HRB 34697 AG Dresden (bis 8. November 2021 Saint-Go-bain Glassolutions Objekt-Center GmbH)A. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft ist ein mittelständisches Industrieunternehmen der Flachglasverarbeitung für den Bausektor mit Schwerpunkt auf Anwendungen für die Gebäudehülle (Fassade). Das Produktions- und Produktspektrum umfasst flache und auch sphärisch gebogene Funktionsgläser in Ausführungen als Einfachglas, Einscheibensicherheitsglas, Verbundsicherheitsglas sowie Mehrscheiben-Isolierglas. Fertigungsstandorte sind Berlin (gebogene Gläser) und Radeburg; ehemalige Solar-Glas-Aktivitäten am Standort Wilsdruff waren im Geschäftsjahr 2020 bereits eingestellt worden. Mit Wirkung zum Ablauf des 31.05.2021 hat ein Gesellschafterwechsel stattgefunden, indem die Saint-Gobain Deutsche Glas GmbH, Stolberg (des Weiteren auch "Alt-Gesellschafter" genannt), alle Geschäftsanteile an der Gesellschaft an die AEQH6 GmbH, München, HRB 254606 AG München, veräußert und übertragen hat. Im Zuge dessen wurde ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Mai 2021 bestimmt, an dessen Ende die Saint-Gobain Deutsche Glas GmbH im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages den zum Stichtag aufgelaufenen Fehlbetrag ausgleichen wird. Mit einem ,Transition Service Agreement' haben Veräußerer, Erwerber und Gesellschaft den Übergang aller administrativen und technischen Funktionen geregelt, welche mit Ausscheiden aus der Saint-Gobain-Unternehmensgruppe aus bislang zentraler Abwicklung nunmehr unmittelbar auf die Gesellschaft oder andere Dienstleister zu übertragen sind. Am 8. November 2021 wurde die Gesellschaft in "vandaglas GmbH" umfirmiert (Firma bis 8. November 2021: Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center GmbH). B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 1,7% gesunken. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 zunächst etwas erholt hatte (nach neuesten Berechnungen +8,7% im 3. Quartal und +0,5% im 4. Quartal), führte die Corona-Krise zum Jahresbeginn 2021 zu einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung. Davon war besonders der private Konsum betroffen, während die Warenexporte die Wirtschaft stützten. 1 1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen (Bauwirtschaft in Deutschland) Die Gesellschaft ist spezialisiert auf komplexe Glasfassaden und agiert somit in einem Wettbewerbsumfeld, das sich auf eine überschaubare Anzahl nationaler und europäischer Glasverarbeiter reduziert. Die Gesellschaft realisiert zusammen mit ihren Kunden nationale und internationale Projekte. Ein Bereich, der sich in der Corona-Krise behaupten konnte, war das Baugewerbe: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2020 nahm hier im Vorjahresvergleich sogar um 1,4% zu. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe lag in den ersten vier Monaten realbereinigt um 1,2% über dem Vorjahreszeitraum, im Monat April lag dieser Wert 2021 um +4,1% über dem Vorjahresmonat. 2 2 Geschäftsverlauf und Ertragslage der Gesellschaft Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind die Bruttoumsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis, welches sich aus § 275 Absatz 2 Nr. 1-8 HGB ableitet. 2.1 Umsatz- und Sortimentsentwicklung Trotz der Coronapandemie konnten wir keinen Rückgang der Bruttoumsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) verzeichnen. Im Hinblick auf die einzelnen Fertigungsstandorte ergibt sich jedoch ein differenziertes Bild. Im Werk Radeburg konnten die Auftragseingänge aufgrund der Fokussierung auf die DACH-Region im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut werden. Im Werk Berlin ergab sich aufgrund der europaweiten Ausrichtung ein deutlich volatileres Bild. Aufgrund von Verzögerungen bei der Auftragsvergabe und dem damit verbundenem fehlendem Auftragseingang wurde im Werk Berlin von Januar bis März Kurzarbeit umgesetzt. Die Kurzarbeit konnte beginnend ab April aufgrund des Auftragseingangs einiger größerer Projekte vollständig eingestellt werden. Die Bruttoumsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) erhöhten sich deutlich sich um 3,0% von TEUR 9.841 in der Vergleichsperiode Januar bis Mai 2020 auf TEUR 10.134 im Rumpfgeschäftsjahr 2021. Dabei konnte der Umsatzwegfall im Werk Wilsdruff und der kurzarbeitbedingte Umsatzrückgang in Berlin durch das Werk in Radeburg überkompensiert werden. Diese Rahmenbedingungen spiegeln sich auch deutlich im Produktmix wider. Während der Anteil der Übrigen (bearbeitetes Glas) durch die Schließung des Werkes in Wilsdruff zum 31.12.2020 zu einer deutlichen Reduktion von 20,3% (TEUR 1.995) auf 8,1% (TEUR 823) führte, konnte der Anteil an hochwertigen Isoliergläsern von 65,5% (TEUR 6,449) auf 78% (TEUR 7.908) signifikant gesteigert werden. Der Anteil an Einscheiben- und Verbundsicherheitsglas unterliegt projektabhängig natürlichen Schwankungen.
2.2 Beschaffungspolitik Um den weiter steigenden Qualitätsanforderungen bei angemessenen Materialkosten gerecht werden zu können, bezog die Gesellschaft ihre Produkte überwiegend von Konzernunternehmen und von zertifizierten Gesellschaften, mit denen über die Saint-Gobain Deutsche Glas GmbH - teilweise europaweite - Einkaufsverträge abgeschlossen wurden (z.B. Strom und Anlagen). Die im Zuge der Corona-Pandemie aufgetretenen Versorgungs- und Preisschwankungen konnten aus der Sicht der Geschäftsleitung gut aufgefangen werden, indem wir frühzeitige Kontingente vor allem beim Rohglas durch Reservierungen abgesichert haben. Preissteigerungen konnten bisher durch die langfristigen Preisvereinbarungen vermieden werden. 2.3 Ergebnisentwicklung Die betriebswirtschaftliche Steuerung der Gesellschaft erfolgte bisher im Rahmen der Saint-Gobain-Konzernrechnungslegung nach IFRS-Umsatz und -EBIT. Gegenüber dem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Betriebsergebnis) nach HGB-Rechnungslegung gab es Anpassungen im Bereich der Abschreibungen auf das Anlagevermögen, der Bewertung der Pensionsverpflichtungen sowie durch den Ausweis von Restrukturierungsaufwendungen unterhalb des EBIT. Das Betriebsergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Mai 2021 zeigt einen negativen Wert in Höhe von TEUR -5.075. Dies ist eine deutliche Veränderung im Vergleich zum Vorjahr (Vergleichszeitraum Vorjahr, 1. Januar bis 31. Mai 2020: TEUR -3.494). Maßgeblich für diese Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen ein Sondereffekt in Höhe von rd. TEUR 3.119 (Einmal-Aufwand für historische Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung.). Dieser Sondereffekt resultiert aus folgendem Geschäftsvorfall: Ehemals in die Belegschafts- und Unterstützungeinrichtung e.V. der Firma Glas- und Spiegel-Manufactur Act-Ges. in Gelsenkirchen-Schalke ausgelagerte (mittelbare) Pensionsverpflichtungen sind im Rumpfgeschäftsjahr in Direktzusagen umgewandelt und in der Folge erstmals bilanziert worden. In der Summe umfassen die gutachterlich ermittelten bAV-Verpflichtungen zum Stichtag nunmehr insgesamt 501 Ansprüche aus Direktzusagen, für welche Pensionsrückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 8.564 in die Bilanz eingestellt sind. Die Materialeinsatzquote hat sich von 58,6% im Geschäftsjahr 2020 auf 61,9% im Rumpfgeschäftsjahr 2021 erhöht, getrieben durch einen anderen Produktmix. Die Personaleinsatzquote hat sich durch den genannten Sondereffekt von 42,6% im Jahr 2020 auf 71,3% im Rumpfgeschäftsjahr 2021 erhöht. Bereinigt um diesen Effekt ergibt sich eine Personaleinsatzquote von 39,0% und liegt damit unter dem Vorjahr. Im Zuge der Abwicklung des Standortes in Wilsdruff konnten durch den Verkauf von Anlagevermögen TEUR 262 als sonstige betriebliche Erträge realisiert werden. Zudem wurden Rückstellungen für den Sozialplan in Höhe von TEUR 143 aufgelöst, da alle Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen wurden. 2.4 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um TEUR 3.223 auf TEUR 26.755, im Wesentlichen bestimmt durch zwei Sachverhalte: vor dem Stichtag des Vollzugs der Geschäftsanteilsübertragung waren die Kapitalrücklagen in mit dem Erwerber vereinbartem Umfang anteilig herabgesetzt und an den zu dem Zeitpunkt noch alleinigen Gesellschafter Saint-Gobain Deutsche Glas GmbH, Stolberg, in Höhe von insgesamt TEUR 5.764 in Form von Sach- und Barkapital ausgekehrt worden. Die Sachkapitalentnahme erfolgte dabei durch Übertragung der Geschäftsanteile an der Vereinigte Vopelius'sche und Wentzel'sche Verwaltungs-GmbH (HRB 4430 AG Aachen), Aachen, ehemals St. Ingbert. Die auf der Kapitalentnahme basierende Bilanzverkürzung wurde partiell kompensiert durch die erstmalige, erfolgswirksame Passivierung historischer mittelbarer Pensionsverpflichtungen nach Wechsel des bAV-Durchführungsweges hin zu Direktzusagen anstelle einer Finanzierung durch eine externe Unterstützungskasse i.S. § 1b Abs. 4 Satz 1 des Betriebsrentengesetzes. Durch Übernahme und noch ausstehendem Ausgleich des zum 31. Mai 2021 aufgelaufenen Fehlbetrages durch den Alt-Gesellschafter im Rahmen des in der Folge beendeten Beherrschungs- und Gewinnabführungsbetrages, ist die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft geschont geblieben. Der absolute Betrag des Anlagervermögens sank u.a. durch oben genannte Sachkapitalentnahme von 8.216 TEUR auf 5.956 TEUR. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat sich von 27,4% per 31.12.2020 auf 22,3% im Berichtsjahr erhöht, was im Wesentlichen der deutlichen Reduktion der Bilanzsumme von 29.977 TEUR auf 26.755 TEUR geschuldet ist. Die Eigenkapitalquote sank von 62,9% auf 48,9%. Die Verschuldung im Sinne der Fremdkapitalquote stieg korrespondierend von 37,1% auf 51,1%. Mit dem Ausscheiden aus dem Saint-Gobain-Unternehmensverbund endete die konzerninterne wechselseitige Finanzierung mittels Cash Pooling, indem die Guthaben der Gesellschaft sämtlich auf die Bankkonten transferiert wurden. Des Weiteren hat der Veräußerer Saint-Gobain Deutsche Glas GmbH zusätzliche Finanzmittel in Form eines Darlehens in Höhe von TEUR 1.000 mit Tilgungfrist bis 2026 zugesagt und am 01.06.2021 auch bereitgestellt. Die flüssigen Mittel per 31.05.2021 in Höhe von TEUR 10.345 befinden sich aus der Sicht der Geschäftsführung auf einem hohem Niveau. Alle Verpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr fristgerecht bedient werden. 2.5 Außerbilanzielle Verpflichtungen Den größten Posten bildet ein Portfolio von Bankbürgschaften in Höhe von insgesamt TEUR 5.049, in der Hauptsache zur Besicherung vertraglicher Gewährleistungszusagen gegenüber Dritten. Auch ist die Immobilie am Standort Berlin angemietet mit fester Laufzeit bis Ende 2027 (Verpflichtung TEUR 2.769). Darüber hinaus bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen für PKW, Flurförderfahrzeuge sowie elektronische Bürokommunikationsgeräte (TEUR 317). 2.6 Investitionen Die Investitionen innerhalb des Rumpfgeschäftsjahres beschränkten sich auf verschiedene kleinere Ersatzbeschaffungen bzw. Einzelmaßnahmen im Umfang von insgesamt TEUR 27. 3. Unsere Mitarbeiter Im Durchschnitt waren im Zeitraum Januar bis Mai 2021 186 Mitarbeiter (i. Vj. 203), davon 130 gewerbliche Mitarbeiter (VJ 137) und 56 Angestellte (VJ 66) beschäftigt. Der Abbau resultiert aus der Schließung des Werkes in Wilsdruff. 3.1 Aus- und Weiterbildung Die vandaglas GmbH ist Ausbildungsbetrieb für verschiedene Berufsbilder; zum Stichtag 31.05.2021 befanden sich 9 Mitarbeiterin einer gewerblichen oder kaufmännischen Ausbildung. Mit Ausscheiden aus dem Saint-Gobain-Konzernverbund wird eine lokale Funktion Personalentwicklung einzurichten sein, um die Kompetenzen im fachlichen, sozialen und methodischen Bereich weiterhin zu verbessern, die Arbeitseffizienz zu steigern und die nachhaltige Entwicklung unserer Mitarbeiter abzusichern. 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens Die Geschäftsleitung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als zufriedenstellend. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagement Die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagements umfassen die mittelfristige Unternehmensplanung, ein kennzahlenbasiertes Reporting, eine direkte Liquiditätsplanung sowie durchgehende Controllingaktivitäten. Das Unternehmen ist im Wesentlichen im Fassadenprojektgeschäft aktiv. Daher gilt ein Hauptfokus des Risikomanagements der umfänglichen Einschätzung von technischen, aber auch vertraglichen und kommerziellen Risiken in der Projektakquise und der einhergehenden Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen, um diesen Risiken adäquat zu begegnen. In der Projektabwicklung nutzt das Unternehmen ein permanentes Controlling, um identifizierte Risiken zu managen bzw. neue frühzeitig zu erkennen. 2. Prognosebericht Der durch die Geschäftsführung erstellte Prognosebericht bezieht sich auf das Rumpfgeschäftsjahr 2021b 2 (Juni bis Dezember 2021) sowie das Kalenderjahr 2022. Während das Geschäft in dem Zeitraum zwischen 01.01.2021 - 31.05.2021 durch die negativen Auswirkungen der Sars-Cov-2 Pandemie beeinflusst war, geht das Management auf Basis der aktuellen Entwicklungen und dem Fortschritt der Impfkampagne von keinen substanziellen negativen Auswirkungen in dem Prognosezeitraum aus. Unter Einbezug der ersten 5 Monate des Jahres 2021 erwarten wir für das Kalenderjahr 2021 leicht steigende Bruttoumsatzerlöse. Das Umsatzwachstum im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 resultiert aus der aus Sicht der Geschäftsleitung guten Auftragslage insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Für das Kalenderjahr 2022 gehen wir von einem starken Wachstum der Bruttoumsatzerlöse aus. Dieses Umsatzwachstum resultiert auch aus der weiteren Vergrößerung des Vertriebsteams sowie aus Investitionsprojekten, die substanziell die Fertigungskapazitäten und -fähigkeiten ausbauen sollen. Das Management geht auf Basis der avisierten Projekte mit Fokus der Umsatz- und Kostenoptimierung davon aus, dass das Betriebsergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2021b bereits deutlich verbessert wird, jedoch weiter negativ ausfallen wird. Für das Jahr 2022 erwartet die Geschäftsführung ein deutlich verbessertes Betriebsergebnis im Vergleich zum Kalenderjahr 2021. Seit dem 24.Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine ("Russland-Ukraine-Krieg"). Der Angriff Russlands auf die Ukraine führt aus heutiger Sicht zu kaum abschätzbaren Folgen für die Weltwirtschaft. Eine weiter zunehmende Inflation und eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums erscheinen wahrscheinlich. Mit weiter ansteigenden Energiekosten ist zu rechnen. 3 Risikobericht Das Unternehmen verfolgt das Ziel den Unternehmenserfolg und -wert nachhaltig und langfristig zu steigern. Dabei werden regelmäßig Chancen und Risiken ermittelt, die die Zielerreichung unterstützen oder auch gefährden. Im folgenden Abschnitt sind die wesentlichen Chancen und Risiken für die vandaglas GmbH sowie entsprechende Maßnahmen aufgelistet. Die Risiken sind nachfolgend absteigend ihrer Bedeutung für die Gesellschaft angegeben. Risiken aus der Covid-19 Pandemie Das erste Halbjahr 2021 war in Deutschland geprägt von deutlichen Einschränkungen im öffentlichen Leben und Lock-down Maßnahmen in unterschiedlichen Stufen. Am Standort Berlin wurde im Q1 2021 auf Grund der Auftragslage Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen von Kurzarbeit genutzt. Die weiteren Monate waren, auch durch stringente Umsetzung von innerbetrieblichen COVID Schutzmaßnahmen, in der Ausbringung und Auftragsakquise nicht durch das Virus beeinflusst. Für die Zukunft sind weitere negative Auswirkungen auf Auftragseingang sowie Ausbringungsmenge und damit auf den prognostizierten Umsatz nicht auszuschließen. Einhergehend mit einem möglichen Umsatzrückgang würden sich auch negative Auswirkungen auf das Ergebnis ergeben. Um diesem Risiko entgegenzutreten hat die Unternehmensführung eine Impfaktion für die Mitarbeiter im Standort organisiert und es werden tagesaktuell und speziell in dem Herbst und Wintersaison Indikatoren permanent analysiert, um direkt reagieren zu können. Darüber hinaus werden wir stets sämtliche Maßnahmen des Gesetzgebers für einen solchen Eintritt monitoren und letztendlich nutzen (Kurzarbeit, o.ä.). Wir schätzen dieses Risiko in seiner Auswirkung als hoch ein, erwarten aber eine mittlere bis geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Chancen und Risiken des Carve-Out Projekts Mit dem Closing der Transaktion und dem Übergang der Geschäftsanteile an die AEQUITA Gruppe zum 01.06.2021 wurde das Unternehmen verpflichtet, binnen des Kalenderjahres 2021 die Geschäftsaktivitäten aus dem Saint-Gobain Konzern vollständig abzukoppeln. Die Selbstständigkeit ermöglicht die Umsetzung signifikanter Investitionsprojekte, die in den vergangenen Jahren nicht umgesetzt werden konnten. Neben dem prognostizierten Umsatzsteigerungen aus den Investitionen im Plan, sehen wir gute Chancen in Investitionsprojekten zur Optimierung der Abläufe und einhergehenden positiven Effekten auf das Ergebnis. Die Risiken aus dem Carve-out Projekt sind maßgeblich definiert durch die Komplexität der Strukturen und die strikte zeitliche Begrenzung des Transitional Service Agreements (TSAs). Wir wirken diesen Risiken mit erfahrenen und ausreichenden Kompetenzen aus der AEQUITA Gruppe entgegen. Die vandaglas GmbH wurde im Zuge der Transaktion für diese Sonderprojekte aus der Sicht der Geschäftsführung mit ausreichend liquiden Mitteln ausgestattet, die einen positiven Cashflow im Prognosezeitraum sicherstellen. Beschaffungschancen und -risiken Trotz einer aus der Sicht der Geschäftsführung umfangreichen Wertschöpfung ist die vandaglas GmbH auf die Beschaffung von wichtigen Rohstoffen zur Herstellung von Fertigprodukten angewiesen. Seit dem 2. Quartal 2021 sind die Beschaffungsmärkte für die Gesellschaft wichtiger Rohstoffe diverser und angespannt, wodurch es zu Lieferengpässen und damit Produktionsstillständen oder erheblichen Einkaufspreissteigerungen kommen könnte. Das Management sieht sich durch die Auslösung aus den Konzernstrukturen sehr gut aufgestellt, diesen Rohstoffentwicklungen am Markt aktiv entgegenzuwirken. Des Weiteren wurde mit dem Saint-Gobain Konzern ein umfassender Liefer- und Leistungsvertrag abgeschlossen, der sowohl ausreichend Liefer- als auch Preisstabilität gewährleistet und am 30.04.2026 endet. Absatz- und Umsatzrisiken Auf Basis der nun verstärkten Beziehungen zum größten Kunden vandaglas b.v. (vormals Glassolutions B.V.), ebenfalls ein Portfoliounternehmen der AEQUITA Gruppe, sehen wir ein signifikantes Potenzial im Ausbau der Vertriebsaktivitäten. Die erwartete deutliche Steigerung des Bruttoumsatzes ab dem Geschäftsjahr 2022 basiert auf Kapazitätserweiterungen mittels eines umfangreichen Investitionsprojekts. Sollte die Umsetzung sich technisch oder terminlich verzögern und damit der Ramp-up erst später stattfinden, kann dies ein moderates Risiko für die verknüpfte Umsatzplanung bedeuten und infolgedessen auf ein geringeres operatives Ergebnis. Chancen und Risiken sonstigen Aufwendungen (sbA) Auch im Bereich der sbA wird es zu einer Verbesserung im Prognosezeitraum kommen. Die Treiber hierfür sind der sofortige Entfall sämtlicher Konzernumlagen der Saint-Gobain für unterstützende Funktionen (Finanz, HR, IT), die durch einen unternehmensangepassten, administrativen Apparat ersetzt werden. Bereits in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres wird die IT-Struktur durch eine schlanke, unabhängige Lösung für ein produzierendes Unternehmen der Glasbranche ersetzt. Hierbei profitiert die Geschäftsführung von den Erfahrungen der AEQUITA Gruppe aus der niederländischen vandaglas b.v. Um weitere Effizienzen zu heben, wurde umgehend in den ersten Tagen des neuen Geschäftsjahrs eine umfangreiche Initiative zur Senkung der fixen und variablen sonstigen Kosten aufgesetzt. In einigen Bereichen der sbA wird es wahrscheinlich dazu kommen, dass die Gesellschaft nicht mehr Großkonzernkonditionen nutzen kann. Beispielhaft hierfür sind Versicherungs- und Logistikkonditionen. Dem wirken wir durch die Einbeziehung von optimalen Lieferanten sowie der Bedarfsoptimierung von Verträgen entgegen. Die Geschäftsführung erachtet im Zuge der Going Concern Planung die Risiken bereits ausreichend abgebildet. Risiken der künftigen Entwicklung, die für sich genommen oder in Zusammenwirkung mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden gegenwärtig nicht erwartet.
Radeburg, 21. April 2022 -- Die Geschäftsführung -- Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die vandaglas GmbH, Radeburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der vandaglas GmbH, Radeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Mai 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der vandaglas GmbH, Radeburg, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Mai 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 17. Mai 2022 KPMG
AG
János Simon, Wirtschaftsprüfer PHILIP HILGER, Wirtschaftsprüfer |
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