SV2019 GmbH
20mBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eduardo F. Menezes seit 22.3.2019 | Vorstandsmitglied |
Johannes Ranft seit 9.8.2018 | Prokura |
Lorenzo Raffaele Coceani seit 28.5.2018 | Prokura |
Andrea Veh seit 11.4.2018 | Prokura |
Klaus Johannes Ohlig seit 11.4.2018 | Prokura |
Markus Stefan Dr. Lubitz seit 11.4.2018 | Prokura |
Martin Hofmann seit 15.1.2018 | Prokura |
Patrick Taylor seit 15.1.2018 | Prokura |
Gernot Dr. Bruch seit 15.1.2018 | Prokura |
Christian Graf zu Ortenburg seit 10.10.2017 | Prokura |
Daniel Schmachtenberg seit 10.10.2017 | Prokura |
Serkan Sen seit 10.10.2017 | Prokura |
Edith Christoffer seit 10.10.2017 | Prokura |
Jürgen Andreas Velte seit 20.7.2017 | Prokura |
Dennis Schulz seit 20.7.2017 | Prokura |
Sven Dr. Schneider seit 22.3.2017 | Vorstandsmitglied |
Ferdinand Matthias Dr. Kühner seit 20.1.2017 | Prokura |
Andreas Dr.-Ing. Bröcker seit 20.1.2017 | Prokura |
Florian Dr. Stork seit 27.7.2016 | Prokura |
Alexander Dr. Unterschütz seit 1.6.2016 | Prokura |
Torsten Krause seit 20.4.2016 | Prokura |
Harry Dr. Roegner seit 14.3.2016 | Prokura |
Tobias Keller seit 14.3.2016 | Prokura |
Reinhart Dr. Vogel seit 10.12.2015 | Prokura |
Elena Skvortsova seit 10.12.2015 | Prokura |
Mathias Nikolas Dr. Kranz seit 9.10.2015 | Prokura |
John van der Velden seit 13.7.2015 | Prokura |
Christian Dr. Bruch seit 5.1.2015 | Vorstandsmitglied |
Bernd Hugo Eulitz seit 5.1.2015 | Vorstandsmitglied |
Sanjiv Lamba seit 16.3.2011 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() Linde AktiengesellschaftMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Jahresabschluss FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017Leadlng.JahresabschlussKAPITEL 1BilanzDER LINDE AGAKTIVA scroll
Gewinn- und VerlustrechnungDER LINDE AGscroll
Anhang ZUM JAHRESABSCHLUSSDER LINDE AGALLGEMEINE ANGABENAllgemeine AngabenDie Linde AG mit Sitz in München ist im Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 169850 eingetragen. Der Jahresabschluss der Linde AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Soweit in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Übersichtlichkeit Positionen zusammengefasst sind, werden diese im Anhang einzeln aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Lagebericht der Linde AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und werden im Linde Konzernabschluss 2017 veröffentlicht. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren, angesetzt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden mangels verlässlicher Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 25 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen grundsätzlich sechs bis 15 Jahre sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung vier bis zehn Jahre. Dabei kommt die lineare Abschreibung zur Anwendung. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen vorgenommen. Grundsätzlich werden geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, so erfolgt eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder - bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Sind die Gründe für eine vorgenommene Wertminderung entfallen, so erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert bzw. die übrigen Ausleihungen mit dem Nominalwert bilanziert. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Das Wahlrecht gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurde ausgeübt und angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen und für freiwillige soziale Leistungen wurden aktiviert. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die verlustfreie Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt für jedes Projekt auf Basis der Gegenüberstellung des erzielbaren Erlöses mit den bereits aktivierten Herstellungskosten und noch anfallenden Selbstkosten bis Projektende. Dabei enthalten die Selbstkosten neben den Herstellungskosten aus der Projektkalkulation auch Aufschläge für Verwaltungs- und Vertriebskosten. Ergibt sich aus der Gegenüberstellung von erzielbaren Erlösen und den Herstellungskosten bis zum Projektende der jeweiligen Projekte ein Verlust, so erfolgt im ersten Schritt eine Abschreibung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen. Für den Fall, dass die aktivierten Herstellungskosten des Projekts nicht ausreichen, um die Verluste zu decken, werden darüber hinaus Drohverlustrückstellungen gebildet. Forderungen werden grundsätzlich zu ihrem Nominalbetrag angesetzt. Unverzinsliche und niedrigverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert bilanziert. Die Fremdwährungsforderungen werden nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung bewertet. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen mit den Devisenmittelkursen bewertet. Entstehende Kursgewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wird den erkennbaren Risiken durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sind die Gründe für die vorgenommene Wertminderung entfallen, so erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Die flüssigen Mittel werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen werden entsprechend den Vorschriften des BilMoG nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung biometrischer Wahrscheinlichkeiten berechnet. Es wurden ein Gehaltstrend von 2,5 Prozent und ein Rententrend von 1,62 Prozent einbezogen. Als Rechnungszins wird der durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine unterstellte Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Dieser betrug im Berichtsjahr 3,68 Prozent. Es werden die Sterbetafeln 2005G der Heubeck AG verwendet. Zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen sowie der Ansprüche aus der Entgeltumwandlung (Linde Vorsorgeplan) wurden Mittel in verschiedenen Fonds angelegt. Sie werden vom Linde Vorsorge Aktiv Fonds e.V., München, treuhänderisch für die Linde AG verwaltet und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung dieses Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet wird. Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung bewertet. Dabei werden langfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit dem Kurs des Einbuchungstags bzw. dem höheren Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet; kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden jeweils mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden seit dem 1. Januar 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der Linde AG nicht nur die Unterschiede aus eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bzw. bei Personengesellschaften bestehen, an denen die Linde AG direkt oder indirekt als Gesellschafter beteiligt ist. Zusätzlich zu den bestehenden Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende zukünftige Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Rohstoffrisiken werden auch derivative Finanzinstrumente in Form von Termin- und Optionsgeschäften sowie Swaps eingesetzt. Sämtliche derivative Instrumente werden im Rahmen festgelegter Limits auf Basis detaillierter Richtlinien abgeschlossen und dienen, neben Absicherungszwecken, der Optimierung der Finanzierung. Soweit die Bildung von Bewertungseinheiten möglich ist, werden diese bilanziert. Für die übrigen derivativen Finanzinstrumente werden bei negativen Marktwerten Rückstellungen gebildet. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DER LINDE AG4 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DER LINDE AGscroll
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ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ[1] AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf den vorangegangenen Seiten dargestellt. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 42 Mio. EUR (Vj. 30 Mio. EUR) sowie auf Anteile an Beteiligungen in Höhe von 0 Mio. EUR (Vj. 1 Mio. EUR) vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen, die auf eine dauerhafte Wertminderung der zugrunde liegenden Anlagen zurückzuführen sind, wurden im Berichtsjahr und im Vorjahr keine vorgenommen. Eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten wurde im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht vorgenommen. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten in Höhe von 41 Mio. EUR (Vj. 41 Mio. EUR) wurden aufgrund gesetzlicher Regelungen als Sicherheit für sonstige Personalverpflichtungen verpfändet. [2] Vorräte6 VORRÄTEscroll
[3] Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände7 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEscroll
In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Finanzforderungen in Höhe von 1,272 Mrd. EUR (Vj. 1,669 Mrd. EUR) enthalten. Darüber hinaus hat die Linde AG im Geschäftsjahr 2009 damit begonnen, sogenannte Credit Support Annexes (CSA) mit Banken zu schließen. Unter derartigen Verträgen werden die positiven und negativen Marktwerte der von der Linde AG gehaltenen Derivate regelmäßig durch Zahlungsmittel hinterlegt. Entsprechende Forderungen gegenüber Banken sind seit Inkrafttreten dieser Verträge in 2010 unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Derzeit sind 31 Mio. EUR (Vj. 292 Mio. EUR) unter den sonstigen Vermögensgegenständen bilanziert. [4] WertpapiereDie Linde AG hält 100 Prozent der Anteile an einem Spezialfonds. Die Liquidierung der Anteile ist jederzeit möglich. Der Marktwert und der Buchwert der Anteile zum Abschlussstichtag betragen 606 Mio. EUR. Im Berichtsjahr wurde eine Abschreibung zum Marktwert in Höhe von 0,7 Mio. EUR vorgenommen (Vj. Zuschreibung zum Marktwert: 0,4 Mio. EUR). Die im Geschäftsjahr 2017 erfolgte Ausschüttung belief sich auf 2 Mio. EUR (Vj. 1 Mio. EUR). [5] Flüssige MittelDie flüssigen Mittel umfassen Schecks, Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Darüber hinaus sind jederzeit fällige Geldmarktfonds in dieser Position enthalten. [6] RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält insbesondere Disagien in Höhe von 9 Mio. EUR (Vj. 12 Mio. EUR) aus Finanzschulden. Zudem hat Linde im Juli 2013 eine syndizierte Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR abgeschlossen. Die vorausgezahlten Gebühren sind unter anderem in dieser Position enthalten. Darüber hinaus sind innerhalb des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens Zahlungen für Zinssicherungsinstrumente in Höhe von 81 Mio. EUR (Vj. 64 Mio. EUR) aktiviert, die zur Absicherung des Zinsrisikos von Fremdkapitalaufnahmen geleistet wurden. Innerhalb des passiven Rechnungsabgrenzungspostens sind Zahlungen für Zinssicherungsinstrumente in Höhe von 4 Mio. EUR (Vj. 6 Mio. EUR) passiviert, die zur Absicherung des Zinsrisikos von Fremdkapitalaufnahmen erhalten worden sind. [7] Eigenkapital8 GRUNDKAPITALscroll
Gezeichnetes Kapital, Genehmigtes und Bedingtes Kapital, BezugsrechteDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 475.476.940,80 EUR und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 185.733.180 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,56 EUR je Aktie. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht und ist dividendenberechtigt. Der Gesellschaft stehen aus den zum 31. Dezember 2017 gehaltenen 95.109 eigenen Aktien keine Dividende und keine Stimmrechte zu (§ 71b AktG). Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine neuen Stückaktien ausgegeben. Damit hat sich das Grundkapital im Geschäftsjahr 2017 nicht verändert. 9 ANZAHL STÜCKAKTIENscroll
Genehmigtes KapitalDas Genehmigte Kapital setzt sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt zusammen: Genehmigtes Kapital I:Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 28. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 47.000.000,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 18.359.375 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR gegen Bareinlage oder gegen Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für einen Betrag von bis zu 3.500.000,00 EUR insoweit auszuschließen, wie dies erforderlich ist, um Aktien an Mitarbeiter der Linde AG und/oder ihrer verbundenen Unternehmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgeben zu können. Genehmigtes Kapital II:Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 2. Mai 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 47.000.000 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 18.359.375 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR gegen Bareinlage und/oder gegen Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Grundsätzlich sind die neuen Stückaktien den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen und das Bezugsrecht auch insoweit auszuschließen, wie dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Linde AG oder ihren unmittelbaren oder mittelbaren Tochtergesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandlungsrechten ein Bezugsrecht auf neue Stückaktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht zustehen würde. Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die neuen Aktien bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Stückaktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Stückaktien erfolgen soll, nicht wesentlich unterschreitet, und das rechnerisch auf die ausgegebenen Aktien entfallende Grundkapital insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreitet. Auf diese Kapitalgrenze ist das rechnerisch auf diejenigen Aktien entfallende Grundkapital anzurechnen, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandelanleihen auszugeben sind. Eine solche Anrechnung erfolgt jedoch nur insoweit, als die Options- bzw. Wandelanleihen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegeben werden. Ebenfalls anzurechnen ist das Grundkapital, das rechnerisch auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auf der Grundlage eines genehmigten Kapitals ausgegeben oder nach Rückerwerb als eigene Aktien veräußert werden. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, insbesondere im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen und Beteiligungen an Unternehmen oder von Unternehmenszusammenschlüssen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Die neuen Aktien können auch von durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Bedingtes KapitalDas Bedingte Kapital zum 31. Dezember 2017 setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen: Bedingtes Kapital 2012:Das Grundkapital ist um bis zu 10.240.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wurde ausschließlich beschlossen zum Zweck der Gewährung von Bezugsrechten (Aktienoptionen) an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder von Geschäftsleitungsorganen verbundener Unternehmen im In- und Ausland sowie an ausgewählte Führungskräfte der Gesellschaft und verbundener Unternehmen im In- und Ausland nach näherer Maßgabe der Bestimmungen des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 4. Mai 2012 (Long Term Incentive Plan 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie von Bezugsrechten nach Maßgabe dieses Ermächtigungsbeschlusses Gebrauch gemacht wird und die Gesellschaft die Gegenleistung nicht in bar oder mit eigenen Aktien erbringt. Die neuen Aktien, die aufgrund der Ausübung von Bezugsrechten ausgegeben werden, sind erstmals für das Geschäftsjahr dividendenberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Bedingtes Kapital 2013:Das Grundkapital ist um bis zu 47.000.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 18.359.375 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie (i) die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungsrechten oder Optionsscheinen, die gemäß den von der Gesellschaft oder von unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 bis zum 28. Mai 2018 ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bestehen bzw. diesen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder (ii) die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 bis zum 28. Mai 2018 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, in den Fällen (i) und (ii) jeweils soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch die Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten ausgegeben werden, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien:Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 2. Mai 2021 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder -falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können:
Die Gesellschaft hält insgesamt 95.109 eigene Aktien. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 243.479,04 EUR und 0,05 Prozent des Gezeichneten Kapitals. Ermächtigung zum Einsatz von Derivaten im Rahmen des Erwerbs eigener AktienIn Ergänzung des Beschlusses der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 zur Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist der Vorstand durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 ermächtigt, bis zum 2. Mai 2021 den Erwerb eigener Aktien auch durch Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Der Vorstand ist ermächtigt:
Aktienerwerbe unter Einsatz von Derivaten dürfen sich insgesamt höchstens auf eine Anzahl von Aktien beziehen, die einen anteiligen Betrag von 5 Prozent des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft oder, falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Die in Ausübung dieser Ermächtigung erworbenen Aktien sind auf die Erwerbsgrenze der vorstehenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien anzurechnen. StimmrechtsmitteilungenDie Gesellschaft hat die folgenden Mitteilungen von Investoren, deren Stimmrechtsanteile im Jahr 2017 die mitteilungspflichtigen Schwellenwerte gemäß §§ 21 ff. WpHG (seit dem 3. Januar 2018: §§ 33 ff. WpHG) erreicht, über- oder unterschritten haben, erhalten: 1. BlackRockBlackRock, Inc., Wilmington, DE (USA) hat der Linde AG im Jahr 2017 insgesamt fünf Stimmrechtsmitteilungen übermittelt. Zuletzt mit Schreiben vom 22. Dezember 2017 hat BlackRock, Inc. gemäß § 21 Abs. 1 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 33 Abs. 1 WpHG) mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc. an der Linde AG am 19. Dezember 2017 durch Erwerb insgesamt 5,39 Prozent der Stimmrechtsanteile (10.015.595 Stimmrechte) beträgt. Von den Stimmrechten werden BlackRock, Inc. 5,01 Prozent gemäß § 22 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 34 WpHG) zugerechnet; weitere 0,38 Prozent der Stimmrechte werden über Instrumente gemäß § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG) gehalten. 2. Dodge & Cox International Stock FundDodge & Cox International Stock Fund, San Francisco, CA (USA) hat mit Schreiben vom 27. JuIi 2017 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 33 Abs. 1 WpHG) mitgeteilt, dass der Dodge & Cox International Stock Fund am 24. Juli 2017 durch Erwerb von 3,03 Prozent der Stimmrechtsanteile (5.623.837 Stimmrechte) an der Linde AG die Schwelle von 3 Prozent gemäß § 21 Abs. 1 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 33 Abs. 1 WpHG) überschritten hat. Zuvor hatte Dodge & Cox gemäß § 21 Abs. 1 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 33 Abs. 1 WpHG) mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von Dodge & Cox an der Linde AG am 28. März 2017 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag gemäß § 22 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 34 WpHG) zugerechnet 3,01 Prozent (5.596.008 Stimmrechte) betragen hat. 3. Eric MandelblattEric Mandelblatt, Soroban Capital GP LLC, New York, NY (USA) hat mit Schreiben vom 30. Juni 2017 gemäß § 25 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 38 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG) mitgeteilt, dass er am 26. Juni 2017 durch verschiedene Instrumente 5,33 Prozent der Stimmrechtsanteile (9.901.789 Stimmrechte) an der Linde AG hält und somit die Schwelle von 5 Prozent der Stimmrechte gemäß § 25 Abs. 1 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 38 Abs. 1 i.V.m. § 33 Abs. 1 WpHG) überschritten hat. 4. Norges BankIm Jahr 2017 hat sich keine Veränderung der Stimmrechtsanteile der Norges Bank an der Linde AG ergeben; sie hält unverändert 5,14 Prozent der Stimmrechtsanteile (9.546.648 Stimmrechte), die ihr gemäß § 22 WpHG (seit dem 3. Januar 2018: § 34 WpHG) zugerechnet werden. 5. Massachusetts Financial Services Company (Sun Life Financial Inc.)Massachusetts Financial Services Company hat mit Schreiben vom 31. März 2017, nachfolgend zum Schreiben der Sun Life Financial Inc. vom 27. März 2017, mitgeteilt, dass die von Massachusetts Financial Services Company direkt und indirekt gehaltenen Stimmrechtsanteile künftig nicht mehr gemäß §§ 22 Abs. 1, 22a WpHG (seit dem 3. Januar 2018: §§ 34 Abs. 1, 35 WpHG) deren Holdinggesellschaft Sun Life Financial Inc. zugerechnet werden. Die von Sun Life Financial Inc. zurechenbar gehaltenen Stimmrechtsanteile verringern sich daher von 4,98 Prozent (9.240.255 Stimmrechte) auf 0,002 Prozent (3.620 Stimmrechte). 10 ENTWICKLUNG EIGENKAPITAL DER LINDE AGscroll
Die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen erfolgt gemäß § 58 Abs. 2 AktG für das Berichtsjahr in Höhe von 0 Mio. EUR (Vj. 252 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurden aus den anderen Gewinnrücklagen 1,087 Mrd. EUR (Vj. 0 Mio. EUR) entnommen. [8] Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenZum 31. Dezember 2017 ergibt sich eine Pensionsverpflichtung in Höhe von 994 Mio. EUR (Vj. 946 Mio. EUR). Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen werden entsprechend den Vorschriften des BilMoG bilanziert und beinhalten im Wesentlichen das Überbrückungsgeld sowie die Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern der Linde AG aus der Entgeltumwandlung (Linde Vorsorgeplan). Zur Deckung dieser Verpflichtung werden im Linde Vorsorge Aktiv Fonds e.V. treuhänderisch für die Linde AG Gelder gehalten, die dem Zugriff sämtlicher übrigen Gläubiger entzogen sind. Dieses Deckungsvermögen ist mit der Verpflichtung entsprechend verrechnet worden. Da es sich bei dem Linde Vorsorgeplan um eine wertpapiergebundene Deckungszusage handelt, sind die Beträge aus der Marktbewertung der mit der Verpflichtung saldierten Wertpapiere nicht ausschüttungsgesperrt. 11 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONSVERPFLICHTUNGENscroll
12 VERPFLICHTUNGEN LINDE VORSORGEPLANscroll
[9] Andere Rückstellungen13 ANDERE RÜCKSTELLUNGENscroll
In den sonstigen Rückstellungen sind u.a. Beträge enthalten für:
Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen der Linde AG sind auf Basis einzelvertraglicher Vereinbarungen gebildet. Die Steuerrückstellungen verminderten sich im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen infolge einer Neueinschätzung der steuerlichen Risiken aufgrund des Fortgangs laufender Betriebsprüfungen. Der sich nach dem BilMoG ergebende Bilanzansatz für bestimmte sonstige Rückstellungen wäre unterhalb des nach altem Recht bilanzierten Wertes gewesen. Entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde für diese sonstigen Rückstellungen das Beibehaltungswahlrecht gewählt, da mit einer Umkehr dieses Effekts bis zum 31. Dezember 2024 zu rechnen ist. Für diese sonstigen Rückstellungen hätte sich ein Wert gemäß BilMoG in Höhe von 24 Mio. EUR (Vj. 24 Mio. EUR) im Vergleich zum bilanzierten Wert von 25 Mio. EUR (Vj. 25 Mio. EUR) ergeben. [10] Verbindlichkeiten14 VERBINDLICHKEITENscroll
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In den Verbindlichkeiten sind Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 8,199 Mrd. EUR (Vj. 7,729 Mrd. EUR) enthalten. Davon betreffen 5,160 Mrd. EUR (Vj. 4,411 Mrd. EUR) die Tochtergesellschaft Linde Finance B.V. Die Anleihen betreffend die im September 2012 begebene Anleihe in Höhe von 1 Mrd. EUR und die im April 2013 begebene Anleihen über 650 Mio. EUR und 500 Mio. USD (entspricht 383 Mio. EUR). Die Anleihen sind vollständig nicht konvertibel. Darüber hinaus hat die Linde AG im Geschäftsjahr 2009 damit begonnen, sogenannte Credit Support Annexes (CSA) mit Banken zu schließen. Unter derartigen Verträgen werden die positiven und negativen Marktwerte der von der Linde AG gehaltenen Derivate regelmäßig durch Zahlungsmittel hinterlegt. Entsprechende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind seit Inkrafttreten dieser Verträge in 2010 unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Derzeit sind 37 Mio. EUR (Vj. 27 Mio. EUR) unter den Verbindlichkeiten bilanziert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG[11] UmsatzerlöseDie Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und geografischen Regionen ist den nachstehenden Tabellen zu entnehmen: 15 UMSATZERLÖSE - AUFGLIEDERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHENscroll
16 UMSATZERLÖSE - AUFGLIEDERUNG NACH GEOGRAFISCHEN REGIONENscroll
[12] Sonstige betriebliche Erträge17 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEscroll
Das Finanzergebnis aus langfristiger Auftragsfertigung wird in den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die nicht aus langfristiger Auftragsfertigung resultierenden Zinsen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Linde Engineering. Im Anlagenbau kommt es regelmäßig zu einer Veränderung von Risikoeinschätzungen für die Abwicklung von Großprojekten. Die gebildeten Rückstellungen werden dementsprechend überprüft und auf die neuesten Erkenntnisse angepasst. [13] Sonstige betriebliche Aufwendungen18 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENscroll
Der Anstieg ist hauptsächlich bedingt durch Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit Praxair. Im Berichtsjahr wurden hierfür 88 Mio. EUR erfasst. [14] Ergebnis aus Beteiligungen19 ERGEBNIS AUS BETEILIGUNGENscroll
In dem Ergebnis aus Beteiligungen werden die im laufenden Jahr vereinnahmten Ausschüttungen der Tochtergesellschaften der Linde AG ausgewiesen. [15] Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen20 SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGENscroll
Der Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen erhöhte sich bedingt durch den Rückgang des Abzinsungssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen sowie aufgrund geringerer Kursgewinne aus der Bewertung des Deckungsvermögens von Pensionsverpflichtungen. [16] Steuern vom Einkommen und vom ErtragIm Berichtszeitraum wurde ein Steueraufwand in Höhe von 9 Mio. EUR (Vj. 10 Mio. EUR) erfasst. Dieser Aufwand stellt den laufenden Steueraufwand dar und wurde nicht durch latenten Steueraufwand beeinflusst. Der laufende Steueraufwand berücksichtigt die Auflösung von Steuerrückstellungen infolge einer Neueinschätzung der steuerlichen Risiken aufgrund des Fortgangs laufender Betriebsprüfungen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Passive latente Steuern aus dem nur steuerlich zulässigen Ansatz von Rücklagen nach § 6b EStG wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellungen verrechnet. Aus dieser Gesamtbetrachtung der Differenzen hat sich seit dem Umstellungszeitpunkt auf das BilMoG sowie im Berichtszeitraum ein Überhang aktiver latenter Steuern ergeben. Die Ermittlung erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 27,38 Prozent (Linde AG und Organgesellschaften). Unter Ausübung des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurden diese nicht aktiviert. ERGÄNZENDE ANGABEN ZUM ANHANG[17] Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen21 HAFTUNGSVERHÄLTNISSEscroll
In den Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sind die von der Linde Finance B.V. emittierten Beträge aus dem Debt-Issuance-Programme (Gesamtvolumen 10 Mrd. EUR) enthalten. Die Linde AG übernimmt in ihrer Eigenschaft als Mutterunternehmen der Linde Group Gewährleistungsverpflichtungen für ihre Tochtergesellschaften, für assoziierte Unternehmen und Joint Ventures. Hierbei handelt es sich zum einen um Gewährleistungen für die Leistungserfüllung von laufenden und zukünftigen Projekten, insbesondere in dem Geschäftsbereich Linde Engineering. Gegenüber einzelnen verbundenen Unternehmen im Ausland sind zum anderen Garantien zur Fortführung der Geschäftstätigkeit gegeben worden. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen erachten wir als äußerst gering. Diese Einschätzung beruht auf unserer langjährigen Erfahrung mit derartigen Sachverhalten. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen belief sich am 31. Dezember 2017 bei der Linde AG auf 120 Mio. EUR (Vj. 124 Mio. EUR) und setzt sich aus dem Bestellobligo in Höhe von 25 Mio. EUR (Vj. 35 Mio. EUR), den Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 81 Mio. EUR (Vj. 89 Mio. EUR) sowie aus konzerninternen Abnahmeverpflichtungen in Höhe von 14 Mio. EUR (Vj. 0 Mio. EUR) zusammen. Der Geschäftsbereich Linde Engineering schließt regelmäßig mit Konsortialpartnern Verträge zum Bau von schlüsselfertigen Industrieanlagen ab, bei denen die Konsortialpartner gegenüber dem Kunden eine gesamtschuldnerische Haftung über das Gesamtauftragsvolumen übernehmen. Im Innenverhältnis bestehen hier eindeutige Regelungen zur Abgrenzung der Haftungsvolumina. Derzeit bestehen Aufträge zur Anlagenerrichtung mit einem unseren Konsortialpartnern zustehenden Auftragsvolumen von insgesamt 43 Mio. EUR (Vj. 773 Mio. EUR). Linde geht aufgrund langjähriger Erfahrung und sorgfältiger Auswahl der Partner in der konsortialen Abwicklung derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung aus und hat daher keine Eventualverpflichtung aus diesen Verträgen angegeben. Leasingverträge, die nicht bilanziell zu berücksichtigen sind, stellen einen wichtigen Bestandteil der Geschäftstätigkeit der Linde AG dar. Es handelt sich hierbei insbesondere um Leasingverträge mit Dritten über Grundstücke und Gebäude, Transportfahrzeuge, Dienstwagen und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zukünftige Leasingzahlungen aus derartigen Verträgen werden wie folgt fällig: 22 VERPFLICHTUNGEN AUS UNKÜNDBAREN OPERATIVEN LEASINGVERTRÄGENscroll
Entsprechend den Regelungen des Handelsgesetzbuches und sonstigen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung gibt es Geschäfte, die nicht in der Bilanz abzubilden sind. Hierunter fallen bei der Linde AG im Wesentlichen Leasingverträge und Verträge zur Auslagerung betrieblicher Funktionen. Bei letztgenannten Verträgen handelt es sich im Wesentlichen um Funktionen aus den Bereichen Informationstechnologie, Buchhaltung und Transport- und Logistikdienstleistungen. Eine wesentliche finanzielle Auswirkung dieser Geschäfte auf die Bilanz der Linde AG ergibt sich nicht. [18] Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersDas von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe im Konzernabschluss enthalten. Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses der Linde Group, die Prüfung des Jahresabschlusses der Linde AG, Prüfungen von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften sowie die Aufwendungen für die prüferische Durchsicht der Quartale. Andere Bestätigungsleistungen betreffen überwiegend die Ausstellung von Comfort Lettern, Due Diligence-Leistungen und andere gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen, wie zum Beispiel nach dem EEG, EMIR oder nach § 20 WpHG. Die für die Steuerberatungsleistungen aufgewendeten Beträge beziehen sich insbesondere auf die Erstellung von Steuererklärungen, Verrechnungspreisanalysen, die steuerliche Beratung bei geplanten oder laufenden Unternehmenstransaktionen sowie die Beurteilung steuerlicher Einzelsachverhalte. Die Honorare für sonstige Leistungen enthalten im Wesentlichen Beratungsleistungen in Verbindung mit der Ersteinführung neuer Rechnungslegungsgrundsätze (wie beispielsweise IFRS 9, 15, 16), Überprüfung von IT-Systemen sowie der Nutzung von IT-Applikationen, Beratung und Qualitätssicherung bei der Umsetzung aktueller und gegebenenfalls künftiger regulatorischer Anforderungen (u.a. EU-Datenschutzgrundverordnung, Sarbanes-Oxley Act) sowie Unterstützung bei der Vorbereitung auf den angestrebten Zusammenschluss mit Praxair Inc. [19] Geschäfte mit nahe stehenden Personen und UnternehmenNahe stehende Personen und Unternehmen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Linde AG Einfluss nehmen können oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Linde AG unterliegen. Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden insbesondere mit verbundenen, Gemeinschafts- oder assoziierten Unternehmen geschlossen. Es handelt sich vor allem um Miet-, Dienstleistungs-, Finanzierungs- und Liefergeschäfte. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften werden wie unter fremden Dritten abgewickelt. Nahe stehende Unternehmen, die von der Linde AG direkt oder indirekt beherrscht werden oder auf die die Linde AG maßgeblichen Einfluss ausüben kann, sind in der Anteilsbesitzliste verzeichnet. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine gebührenfreien Gewährleistungsverträge für assoziierte Unternehmen und Joint Ventures des Linde Konzerns. Zu den Geschäften mit nahe stehenden Personen wird auch auf die Angaben unter >ZIFFER [26] verwiesen. [20] Materialaufwand23 MATERIALAUFWANDscroll
[21] Personalaufwand24 PERSONALAUFWANDscroll
Die gestiegenen Löhne und Gehälter sind bei rückläufiger Mitarbeiterzahl im Wesentlichen auf Einmalzahlungen im Rahmen des Restrukturierungsprojekts sowie auf Aufwendungen aus dem Aktienoptionsprogramm zurückzuführen. [22] Aperiodische Erträge und AufwendungenIm Geschäftsjahr 2017 waren in der Gewinn- und Verlustrechnung der Linde AG periodenfremde Erträge in Höhe von 87 Mio. EUR (Vj. 98 Mio. EUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 5 Mio. EUR (Vj. 5 Mio. EUR) enthalten. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. [23] MitarbeiterDie Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (Teilzeitkräfte anteilig berücksichtigt) verteilt sich auf die einzelnen Geschäftsbereiche wie folgt: 25 DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL MITARBEITERscroll
[24] AktienoptionsprogrammLinde Performance Share Programme 2012Die Hauptversammlung der Linde AG vom 4. Mai 2012 hat die Einführung eines Performance Share Programme für Führungskräfte (Long Term Incentive Plan 2012 - LTIP 2012) beschlossen, in dessen Rahmen über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren bis zu vier Millionen Optionsrechte ausgegeben werden können. Zu diesem Zweck wurde das Grundkapital um bis zu 10.240.000 EUR durch Ausgabe von bis zu vier Millionen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012). Die Bezugsrechte dürfen innerhalb des Ermächtigungszeitraums in jährlichen Tranchen ausgegeben werden. Jedes Optionsrecht gewährt das Recht zum Bezug von einer Aktie der Linde AG zum Ausübungspreis in Höhe des jeweiligen geringsten Ausgabepreises von derzeit 2,56 EUR je Aktie. Die Linde AG kann jederzeit bis zum Beginn des Ausübungszeitraums nach eigenem Ermessen bestimmen, dass die Optionsrechte nicht aus dem dafür vorgesehenen Bedingten Kapital erfüllt werden, sondern alternativ durch eigene Aktien der Linde AG oder durch Barausgleich. Das Linde Performance Share Programme 2012 ist als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ausgestaltet. Die einzelnen Tranchen dürfen jeweils binnen eines Zeitraums von 16 Wochen nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft ausgegeben werden. Nach Ablauf der Wartezeit können die Bezugsrechte erstmals ausgeübt werden. Die Wartezeit beginnt mit dem festgelegten Ausgabetag und endet mit Ablauf des vierten Jahrestages nach dem Ausgabetag. Die Ausübung muss innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten ab Beendigung der jeweiligen Wartezeit (Ausübungszeitraum) erfolgen. Modifizierung LTIP 2012Im zweiten Quartal 2017 wurden durch einen Beschluss des Vorstands und Aufsichtsrats die Regelungen des Linde LTIP hinsichtlich der gewährten Bezugsrechte modifiziert. Künftig sollen die Optionsrechte nur noch durch einen Ausgleich in bar erfüllt werden. Weiterhin können die Bezugsrechte nur ausgeübt werden, wenn und soweit die Erfolgsziele erreicht werden. ErfolgszieleDie Erfolgsziele für jede einzelne Tranche der Bezugsrechte bestehen in der nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen ermittelten Entwicklung (i) des Ergebnisses je Aktie und (ii) des "Relativen Total Shareholder Return". Innerhalb jeder einzelnen Tranche der Bezugsrechte haben sowohl das Erfolgsziel "Ergebnis je Aktie" als auch das Erfolgsziel "Relativer Total Shareholder Return" eine Gewichtung von jeweils 50 Prozent. Innerhalb jedes der vorgenannten Erfolgsziele gibt es wiederum ein Mindestziel, das erreicht sein muss, damit Bezugsrechte ausübbar werden, sowie ein Stretch-Ziel, bei dessen Erreichen sämtliche Bezugsrechte im Rahmen der Gewichtung des jeweiligen Erfolgsziels ausübbar werden. Erfolgsziel "Ergebnis je Aktie"Das Mindestziel für das Erfolgsziel "Ergebnis je Aktie" ist erreicht, wenn das um Sondereinflüsse bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie der Gesellschaft (Diluted Earnings Per Share) für das vor Ablauf der Wartezeit endende Geschäftsjahr gegenüber dem um Sondereinflüsse bereinigten verwässerten Ergebnis je Aktie für das vor Ausgabe der Bezugsrechte endende Geschäftsjahr ein jahresdurchschnittliches effektives Wachstum (Compound Average Growth Rate; CAGR) von 6 Prozent erreicht. Das Stretch-Ziel für das Erfolgsziel "Ergebnis je Aktie" ist erreicht, wenn das um Sondereinflüsse bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie der Gesellschaft für das vor Ablauf der Wartezeit endende Geschäftsjahr gegenüber dem um Sondereinflüsse bereinigten verwässerten Ergebnis je Aktie für das vor Ausgabe der Bezugsrechte endende Geschäftsjahr mindestens ein jahresdurchschnittliches effektives Wachstum von 11 Prozent erreicht. Grundlage für die Ermittlung des Erfolgsziels "Ergebnis je Aktie" ist das verwässerte um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie der Gesellschaft, das in dem geprüften Konzernjahresabschluss der Linde Group für das jeweilige Geschäftsjahr ausgewiesen ist; sofern in dem jeweiligen Geschäftsjahr keine Bereinigung um Sondereinflüsse vorgenommen wurde, ist das in dem Konzernjahresabschluss ausgewiesene verwässerte Ergebnis je Aktie maßgeblich. Sondereinflüsse sind solche Einflüsse, die aufgrund ihrer Art, ihrer Häufigkeit und/oder ihres Umfangs geeignet sind, die Aussagekraft des verwässerten Ergebnisses je Aktie über die Nachhaltigkeit der Ertragskraft der Linde Group am Kapitalmarkt zu beeinträchtigen. Ziel der Bereinigung des verwässerten Ergebnisses je Aktie um Sondereinflüsse ist die Erhöhung der Transparenz der Nachhaltigkeit der Ertragskraft der Linde Group. Wird das Mindestziel erreicht, so sind 12,5 Prozent sämtlicher Bezugsrechte der jeweiligen Tranche ausübbar. Wird das Stretch-Ziel erreicht, so sind 50 Prozent sämtlicher Bezugsrechte der jeweiligen Tranche, also die gesamte der Gewichtung dieses Erfolgsziels entsprechende Anzahl der Bezugsrechte, ausübbar. Wird das Mindestziel übertroffen, aber das Stretch-Ziel nicht erreicht, so wird der dem Maß des Übertreffens des Mindestziels, bezogen auf das Verhältnis zum Stretch-Ziel, entsprechende Prozentsatz sämtlicher am selben Ausgabetag ausgegebenen Bezugsrechte zwischen 12,5 Prozent und 50 Prozent ausübbar. Dabei ist von einer linearen Aufteilung auszugehen. Ergibt sich bei der Berechnung kein ganzzahliger Prozentsatz, so ist der Prozentsatz durch kaufmännische Rundung auf eine Stelle nach dem Komma zu runden. Erfolgsziel "Relativer Total Shareholder Return"Das Mindestziel für das Erfolgsziel "Relativer Total Shareholder Return" ist erreicht, wenn der Total Shareholder Return je Aktie der Gesellschaft im Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem Beginn des Ausübungszeitraums den Median der Werte für den Total Shareholder Return der Vergleichsgruppe (wie unten beschrieben) übertrifft. Besteht die Vergleichsgruppe aus einer geraden Anzahl von Werten, so ist der Durchschnitt der beiden in der Mitte liegenden Werte maßgeblich. Das Stretch-Ziel für das Erfolgsziel "Relativer Total Shareholder Return" ist erreicht, wenn der Total Shareholder Return je Aktie der Gesellschaft im Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem Beginn des Ausübungszeitraums das obere Quartil (drittes Quartil) der Werte für den Total Shareholder Return der Vergleichsgruppe mindestens erreicht. Der Total Shareholder Return je Aktie der Gesellschaft setzt sich aus dem absoluten Betrag des Kursanstiegs (bzw. Kursrückgangs) der Aktie der Gesellschaft gegenüber dem Ausgangswert einerseits und dem Betrag der je Aktie der Gesellschaft ausgeschütteten Dividenden sowie dem Wert etwaiger auf eine Aktie der Gesellschaft entfallender gesetzlicher Bezugsrechte (aufgrund von Kapitalerhöhungen) andererseits, jeweils im Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem drittletzten Börsenhandelstag im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse (jeweils einschließlich) vor dem Ausübungszeitraum, zusammen. Der absolute Betrag des Kursanstiegs (bzw. Kursrückgangs) der Aktie der Gesellschaft entspricht der Differenz zwischen dem Durchschnitt der Schlusskurse (oder eines vergleichbaren Nachfolgewertes) der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse (jeweils einschließlich) vom 62. bis zum drittletzten Börsenhandelstag vor dem Ausübungszeitraum (dem Endwert) und dem Ausgangswert. Der Ausgangswert der Aktie für die Ermittlung des Total Shareholder Return entspricht dem Durchschnitt der Schlusskurse (oder eines vergleichbaren Nachfolgewertes) der Aktie der Gesellschaft an den letzten 60 Börsenhandelstagen im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Ausgabetag der Bezugsrechte. Der Wert eines gesetzlichen Bezugsrechts entspricht für die Zwecke des LTIP 2012 dem volumengewichteten durchschnittlichen Schlussauktionskurs, zu dem die Bezugsrechte im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während des Börsenhandels der Bezugsrechte gehandelt werden. Die Vergleichsgruppe besteht aus den jeweiligen DAX-30-Unternehmen mit Ausnahme der Gesellschaft. Dabei bleiben Unternehmen, die innerhalb des für die Ermittlung des Total Shareholder Return maßgeblichen Zeitraums aus dem DAX-30 ausscheiden oder in diesen aufgenommen werden, unberücksichtigt. Bei der Ermittlung des jeweiligen Total Shareholder Return der Aktien der Vergleichsgruppe darf die Gesellschaft auf die von einem anerkannten unabhängigen Anbieter von Finanzdaten zur Verfügung gestellten Daten zurückgreifen. Werden bei einem Unternehmen der Vergleichsgruppe Aktien verschiedener Gattungen oder Aktien mit abweichenden Gewinnberechtigungen börslich gehandelt, so sind allein die für die jeweilige Ermittlung des DAX-30-Wertes zugrunde gelegten Aktien zu berücksichtigen. Wird das Mindestziel erreicht, so sind 12,5 Prozent sämtlicher Bezugsrechte der jeweiligen Tranche ausübbar. Wird das Stretch-Ziel erreicht, so sind 50 Prozent sämtlicher Bezugsrechte der jeweiligen Tranche, also die gesamte der Gewichtung dieses Erfolgsziels entsprechende Anzahl der Bezugsrechte, ausübbar. Wird das Mindestziel übertroffen, aber das Stretch-Ziel nicht erreicht, so wird der dem Maß des Übertreffens des Mindestziels, bezogen auf das Verhältnis zum Stretch-Ziel, entsprechende Prozentsatz sämtlicher am selben Ausgabetag ausgegebenen Bezugsrechte zwischen 12,5 Prozent und 50 Prozent ausübbar. Dabei ist von einer linearen Aufteilung auszugehen. Ergibt sich bei der Berechnung kein ganzzahliger Prozentsatz, so ist der Prozentsatz durch kaufmännische Rundung auf eine Stelle nach dem Komma zu runden. Der errechnete Gesamtwert der Optionsrechte wird über den Zeitraum als Personalaufwand verteilt, in dem das Unternehmen die Gegenleistung des Mitarbeiters in Form seiner Arbeitsleistung erhält. Dieser Zeitraum entspricht regelmäßig der vereinbarten Wartezeit. Die Gegenbuchung erfolgt direkt in den Rückstellungen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der ausstehenden Aktienoptionen in der Berichtsperiode: 26 OPTIONEN - LONG TERM INCENTIVE PLAN 2012scroll
Die durchschnittliche Restlaufzeit des LTIP 2012 beträgt 23 Monate (Vj. 25 Monate). Der Ausübungspreis für sämtliche Tranchen des LTIP 2012 beträgt 2,56 EUR. Ab dem Zeitpunkt der Modifizierung erfolgt die Aufwandsermittlung unter Berücksichtigung der aktualisierten Anzahl der ausstehenden Optionen zum Bilanzstichtag, des Stichtagskurses der Linde AG Aktie zum Bilanzstichtag (194,65 EUR je Aktie) abzüglich des Ausgabebetrages von 2,56 EUR je Aktie, der erwarteten Zielerreichung sowie der anteiligen Erbringung der Arbeitsleistung am Bilanzstichtag. Eigeninvestment, Matching SharesFür Bezugsberechtigte ab Band fünf der Linde-internen Einstufung ist ein verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft zu Beginn einer jeden Tranche des Plans Voraussetzung für die Teilnahme an dem LTIP 2012. Die Anzahl der als Eigeninvestment zu erwerbenden Aktien wird für jeden Bezugsberechtigten durch den Aufsichtsrat festgesetzt, soweit die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft betroffen sind. Im Übrigen liegt die Zuständigkeit für die Festlegung der nötigen Anzahl an Eigeninvestmentaktien beim Vorstand der Gesellschaft. Je Aktie, die von dem Bezugsberechtigten als Eigeninvestment erworben und während der Wartezeit der Optionsrechte je Tranche gehalten wurde, wird nach Ablauf der Wartezeit unentgeltlich eine Aktie der Linde AG als Matching Share gewährt. Linde hat jedoch die Möglichkeit, anstatt der Gewährung von Matching Shares einen Barbetrag an den jeweiligen Optionsberechtigten zu zahlen. Voraussetzungen für die Gewährung von Matching Shares sind unter anderem ein fristgemäßes Eigeninvestment in Aktien der Linde AG, das unbeschränkte Halten der Aktien während der Wartezeit der korrespondierenden Tranche und, vorbehaltlich abweichender Regelung für den Fall der Beendigung des Dienst- oder Anstellungsverhältnisses des Bezugsberechtigten vor Ablauf der Wartezeit in Sonderfällen, ein ungekündigtes Dienst- oder Anstellungsverhältnis am Ende der Wartezeit. Bezugsberechtigte des Linde-internen Band vier können ein freiwilliges Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft leisten, für das nach Maßgabe der vorstehenden Bedingungen Matching Shares gewährt werden. 27 MATCHING SHARES - LONG TERM INCENTIVE PLAN 2012scroll
Modifizierung - Eigeninvestment, Matching SharesIm zweiten Quartal 2017 wurden durch einen Beschluss des Vorstands und Aufsichtsrats auch die Regelungen des Linde LTIP hinsichtlich des Eigeninvestment, Matching Shares, modifiziert. Künftig sollen diese nur noch durch Zahlung eines Barbetrags erfüllt werden. Der Barausgleich bemisst sich nach dem Kurs der Linde Aktie an den letzten 60 Börsenhandelstagen der Wartezeit. Die Zuteilung der Matching Shares der Tranche 2013 erfolgte in Form einer Auszahlung in bar in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vj. Tranche 2012 2,1 Mio. EUR). [25] Derivative FinanzinstrumenteDie Linde AG ist im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit Zins-, Währungs- und Rohstoffrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden durch den Einsatz von Derivaten begrenzt. Der Einsatz von Derivaten unterliegt einheitlichen Richtlinien, deren Einhaltung laufend kontrolliert wird. Bei den in der Linde AG eingesetzten Produkten handelt es sich im Wesentlichen um Zinsswaps, kombinierte Zinswährungsswaps, Devisentermingeschäfte und Rohstofftermingeschäfte. Vereinzelt kommen auch Optionen zum Einsatz. Wertangaben zu FinanzinstrumentenDer beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten wird grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung marktüblicher Bewertungsmethoden unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Für derivative Finanzinstrumente wird der beizulegende Zeitwert wie folgt bestimmt: Optionen werden durch Anwendung von Black-Scholes-Modellen bewertet. Futures werden unter Rückgriff auf den Börsenkurs des jeweiligen Handelsplatzes bewertet. Alle anderen derivativen Finanzinstrumente werden durch Diskontierung der künftigen Zahlungsströme nach der Barwertmethode bewertet. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, so weit wie möglich, die am Bilanzstichtag beobachtbaren relevanten Marktpreise und Zinssätze verwendet. Derivative Finanzinstrumente werden bei der Linde AG allgemein nach den Regeln des HGB grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Negative Marktwerte werden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip in den Rückstellungen erfasst, positive Marktwerte bleiben unberücksichtigt bis zur Realisation. Im Falle der Absicherung von bilanziellen Vermögenswerten und Schulden sowie von schwebenden Geschäften und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wird eine Bewertungseinheit zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft unter Anwendung der Einfrierungsmethode gebildet. Die Sicherungsinstrumente in Bewertungseinheiten werden zumeist exakt auf das abzusichernde Risiko abgestimmt abgeschlossen, wodurch ein zeitlicher Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Sicherungsinstrument und abgesichertem Risiko sichergestellt wird. Der Buchwert der Rückstellungen für Finanzinstrumente mit negativem Marktwert beträgt 29 Mio. EUR (Vj. 25 Mio. EUR). Davon entfallen auf Swapgeschäfte 24 Mio. EUR (Vj. 20 Mio. EUR). Für Devisentermingeschäfte wurde im Berichtsjahr eine Rückstellung in Höhe von 5 Mio. EUR (Vj. 5 Mio. EUR) gebildet. Im Geschäftsjahr sind erhaltene Vorauszahlungen aus Swapgeschäften in Höhe von 16 Mio. EUR (Vj. 28 Mio. EUR) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert und geleistete Vorauszahlungen in Höhe von 2 Mio. EUR (Vj. 3 Mio. EUR) unter den sonstigen Forderungen aktiviert, die über die Laufzeit des Instruments ergebniswirksam erfasst werden. AdressausfallrisikoDie Linde AG sieht sich keinem wesentlichen Adressausfallrisiko einer einzelnen Vertragspartei gegenüber ausgesetzt. Die Konzentration des Adressausfallrisikos ist aufgrund des breiten und unkorrelierten Kundenstamms begrenzt. Das Adressausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten wird dadurch begrenzt, dass die Vertragsparteien Kreditinstitute mit guten Adressausfallrisiken von internationalen Rating-Agenturen sind. Zusätzlich wurde ein Frühwarn- und Überwachungssystem implementiert sowie Credit Support Annexes (CSA) mit Banken geschlossen. Unter derartigen Verträgen werden die positiven und negativen Marktwerte der von der Linde AG gehaltenen Derivate regelmäßig durch Zahlungsmittel hinterlegt. In den Forderungen ist aus diesen Verträgen ein Betrag von 31 Mio. EUR (Vj. 292 Mio. EUR) sowie in den Verbindlichkeiten ein Betrag von 37 Mio. EUR (Vj. 27 Mio. EUR) enthalten. Die ausstehenden Risikopositionen sind streng limitiert und werden kontinuierlich überwacht. WährungsänderungsrisikenZur Absicherung der Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Verträgen und antizipierten Transaktionen resultieren, werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte eingesetzt. Die abgesicherten antizipativen Transaktionen sind im Wesentlichen geplante Einkaufs- oder Absatzgeschäfte in Fremdwährung. Einzelsicherungsbeziehungen werden dabei grundsätzlich als Bewertungseinheit erfasst. Bei Fremdwährungsrisiken, die in Zusammenhang mit dem Projektgeschäft des Geschäftsbereichs Linde Engineering entstehen, verfolgt die Linde AG teilweise einen Portfolioansatz. Dabei werden die einzelnen Risiken zentral gebündelt und der verbleibende Teil mit Devisentermingeschäften oder Fremdwährungsoptionen abgesichert. Des Weiteren kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz, um die im Rahmen der internen Finanzierung entstehenden Fremdwährungsrisiken abzusichern. ZinsänderungsrisikenDie Refinanzierung der Linde AG erfolgt im Wesentlichen durch die Ausgabe von Anleihen und Medium-Term-Notes in verschiedenen Währungen durch die Linde Finance B.V. oder durch die Ausgabe eigener Anleihen. Die dabei entstehenden zukünftigen Zins- und Währungsrisiken werden durch entsprechende Zins- und kombinierte Zins-Währungs-Swaps gesichert. Einzelsicherungsbeziehungen werden dabei grundsätzlich als Bewertungseinheit erfasst. Auf Ebene der Linde AG erfolgt eine Absicherung der weitergereichten Kapitalmarktverbindlichkeiten. Dafür werden Zinsswaps eingesetzt, die ursprünglich variabel verzinsliche Verbindlichkeiten synthetisch in festverzinsliche - oder die ursprünglich fest verzinslichen Verbindlichkeiten synthetisch in variabel verzinsliche -wandeln. Zudem werden Zinsrisiken aus zukünftigen Finanzierungsmaßnahmen durch sogenannte Forward Payer-Swaps abgesichert. Aufgrund der zentralen Steuerung von Zinsänderungsrisiken werden darüber hinaus derivative Finanzinstrumente durch die Linde AG gehalten, die zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken von Verbindlichkeiten innerhalb der Linde Group dienen. 28 DERIVATE UND BEWERTUNGSEINHEITEN - VORJAHRscroll
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29 DERIVATE UND BEWERTUNGSEINHEITEN - BERICHTSJAHRscroll
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[26] Zusätzliche Informationen hinsichtlich Aufsichtsrat und VorstandAufsichtsratDie Bezüge des Aufsichtsrats richten sich nach den entsprechenden Satzungsbestimmungen. 30 GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS (INKL. UST.)scroll
Zum 31. Dezember 2017 bestanden, wie im gesamten Jahr und im Vorjahr, keine Vorschüsse oder Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats. Ferner haben die Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. VorstandDie Gesamtbezüge nach den Vorschriften des HGB und des DRS 17 ergeben sich wie folgt: 31 GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS NACH HGBscroll
32 ZUTEILUNG AUS AKTIENBASIERTER VERGÜTUNGscroll
Im Berichtsjahr und im Vorjahr bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 2.944.748 EUR (Vj. 10.202.212 EUR). Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen besteht in der Linde AG eine Rückstellung in Höhe von 47.625.733 EUR (Vj. 46.747.736 EUR). Im Berichtsjahr fielen keine Leistungen aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen an (Vj. 6.565.134 EUR). Der Vergütungsbericht stellt die Grundsätze und die Struktur der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung dar. Er ist als Teil des zusammengefassten Lageberichts eingestellt. [27] Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der Linde AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist im Internet unter > WWW.LINDE.COM/ENTSPRECHENSERKLAERUNG veröffentlicht. Nähere Erläuterungen zur Corporate Governance bei Linde sind dem gleichnamigen Kapitel im Geschäftsbericht zu entnehmen. [28] Mitgliedschaften in anderen Kontrollgremien[Die Angaben zu den Mandaten beziehen sich auf den 31. Dezember 2017 bzw. auf das Datum des Eintritts in den oder des Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat] AufsichtsratDie Mitglieder des Aufsichtsrats der Linde Aktiengesellschaft haben Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: PROF. DR.-ING. WOLFGANG REITZLEVorsitzender des Aufsichtsrats der Linde AG, Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Linde AG (a) EXTERNE MANDATE: Axel Springer SE Continental AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Medical Park (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (b) EXTERNE MANDATE: Ivoclar Vivadent AG (Mitglied des Verwaltungsrats) GERNOT HAHLStellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Linde AG seit 01. Januar 2018, Vorsitzender des Betriebsrats des Betriebs Worms der Gases Division der Linde AG FRANZ FEHRENBACHWeiterer stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Linde AG seit 10. Mai 2017, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH, Geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG (a) EXTERNE MANDATE: BASF SE Robert Bosch GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) STIHL AG (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) (b) EXTERNE MANDATE: STIHL Holding AG & Co. KG (Mitglied des Beirats) PROF. DR. OEC. DR. IUR. ANN-KRISTIN ACHLEITNERUniversitätsprofessorin an der Technischen Universität München (a) EXTERNE MANDATE: Deutsche Börse Aktiengesellschaft Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (b) EXTERNE MANDATE: ENGIE SA (Mitglied des Conseil d'Administration) DR. RER. POL. CLEMENS BÖRSIGEhemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Bank AG (a) EXTERNE MANDATE: Daimler AG (b) EXTERNE MANDATE: Emerson Electric Co. (Mitglied des Board of Directors) ANKE COUTURIERLeiterin Global Pensions der Linde AG DR. PHIL. THOMAS ENDERSChief Executive Officer der Airbus SE (Mitglied des Aufsichtsrats seit 10. Mai 2017) (a) KONZERNMANDATE: Airbus Defence and Space GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (b) EXTERNE MANDATE: WORLDVU Satellites Ltd. (OneWeb) (Mitglied des Board of Directors) (b) KONZERNMANDATE: Airbus SAS (Mitglied des Shareholder Board) Airbus Helicopters SAS (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Airbus DS Holdings B.V. (Vorsitzender des Aufsichtsrats) DR. JUR. MARTIN KIMMICH2. Bevollmächtigter der IG Metall München (a) EXTERNE MANDATE: MTU Aero Engines AG Nokia Solutions and Networks Management GmbH DR. RER. NAT. VICTORIA OSSADNIKVice President (VP) Enterprise Services Delivery der Microsoft Deutschland GmbH ANDREA RIESVorsitzende des Betriebsrats des Betriebs Unterschleißheim der Gases Division der Linde AG (Mitglied des Aufsichtsrats seit 01. Januar 2018) XAVER SCHMIDTLeiter der Abteilung Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie Hannover FRANK SONNTAGVorsitzender des Betriebsrats des Betriebs Dresden der Engineering Division der Linde AG Im Geschäftsjahr 2017 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats: MICHAEL DIEKMANNWeiterer stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Linde AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE (Mitglied und weiterer stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 10. Mai 2017) (a) EXTERNE MANDATE: Allianz SE (Vorsitzender des Aufsichtsrats) BASF SE (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) Fresenius Management SE Fresenius SE & Co. KGaA (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) Siemens AG HANS-DIETER KATTEStellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Linde AG, Mitglied des Betriebsrats des Betriebs Pullach der Engineering Division der Linde AG bis 31. Dezember 2017 (Mitglied und stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 31. Dezember 2017) VorstandDie Mitglieder des Vorstands der Linde Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsgesellschaften Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: PROF. DR.-ING. ALDO BELLONIVorsitzender des Vorstands (a) EXTERNE MANDATE: Evonik Industries AG DR.-ING. CHRISTIAN BRUCHMitglied des Vorstands BERND EULITZMitglied des Vorstands (b) KONZERNMANDATE: African Oxygen Limited, Johannesburg, (Vorsitzender des Board of Directors) SANJIV LAMBAMitglied des Vorstands (b) KONZERNMANDATE: LINDE INDIA LIMITED(Vorsitzender des Board of Directors) DR. RER. POL. SVEN SCHNEIDERMitglied des Vorstands (seit 08. März 2017)
(a)
MITGLIEDSCHAFTEN IN ANDEREN GESETZLICH ZU BILDENDEN AUFSICHTSRÄTEN [29] AusschüttungssperreEntsprechend § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB sowie § 268 Abs. 8 HGB stehen bestimmte Beträge des Bilanzgewinns, der frei verfügbaren Rücklagen und des Gewinnvortrags nicht zur Ausschüttung zur Verfügung ("Ausschüttungssperre"). 33 AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTE BETRÄGEscroll
Trotz Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen im Berichtsjahr reicht der verbleibende Betrag in den frei verfügbaren Gewinnrücklagen dazu aus, die ausschüttungsgesperrten Beträge zu decken. [30] Anteilsbesitzliste des Linde Konzerns und der Linde AG zum 31. Dezember 2017 gemäß § 285 Nr. 11 HGBIm Jahr 2017 akquirierte Gesellschaften sind mit ihrem Ergebnis ab Zeitpunkt des Erwerbs ausgewiesen. Die Angaben zum Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag der Gesellschaften erfolgen zum 31. Dezember 2017 und entsprechen den IFRS, sofern nicht anderweitig gekennzeichnet. 34 KONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN (GEM. IFRS 10)scroll
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35 QUOTAL IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGENE GESELLSCHAFTEN (GEM. IFRS 11)scroll
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36 NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE BETEILIGUNGEN (GEM. IAS 28)scroll
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37 NICHT KONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMENscroll
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Erläuterung zu den Bemerkungen:
a
Ergebnisabführungsvertrag. [31] Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2017 sind bis zum 19. Februar 2018 für den Jahresabschluss der Linde AG keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten. Der Vorstand der Linde AG hat den Jahresabschluss am 19. Februar 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Jahresabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Jahresabschluss billigt. Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses der Linde AG erfolgt am 8. März 2018 nach der Billigung im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 7. März 2018. [32] Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der Linde AGDer Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses anlässlich der Aufsichtsratssitzung am 7. März 2018 der Hauptversammlung am 3. Mai 2018 den Bilanzgewinn in Höhe von 1.299.466.497,00 EUR (Vj. 686.860.862,70 EUR) folgender Gewinnverwendung zur Beschlussfassung vorzuschlagen: - Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 7,00 EUR (Vj. 3,70 EUR) je dividendenberechtigte Stückaktie. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 185.638.071 (Vj. 185.638.071) dividendenberechtigten Stückaktien 1.299.466.497,00 EUR (Vj. 686.860.862,70 EUR). Die im Besitz der Gesellschaft befindlichen nicht dividendenberechtigten 95.109 eigenen Aktien zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsvorschlags sind bei der Berechnung der Ausschüttungssumme nicht enthalten.
MÜNCHEN, DEN 19. FEBRUAR 2018 PROF. DR.-ING. ALDO BELLONI, VORSITZENDER DES VORSTANDS SANJIV LAMBA, MITGLIED DES VORSTANDS DR.-ING. CHRISTIAN BRUCH, MITGLIED DES VORSTANDS DR. SVEN SCHNEIDER, MITGLIED DES VORSTANDS BERND EULITZ, MITGLIED DES VORSTANDS Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Linde Aktiengesellschaft, MünchenVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Linde Aktiengesellschaft, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Lagebericht (im Folgenden: "Lagebericht") der Linde Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen UnternehmenZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir im Anhang auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" Das Risiko für den AbschlussIm Jahresabschluss der Linde AG zum 31. Dezember 2017 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 17.236 Mio ausgewiesen. Deren Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 82 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft mithilfe des Ertragswertverfahrens. Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten vier Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird länderspezifisch ermittelt. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Die Werthaltigkeitsbeurteilung einschließlich der Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Ertragswertverfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt unter anderem für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten, die Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie die Einschätzung der Dauerhaftigkeit der Wertminderung. In den letzten beiden Jahren haben sich die Geschäftsaussichten bei einigen Gesellschaften verschlechtert. Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 42 Mio vorgenommen. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht werthaltig sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungZunächst haben wir uns ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Beurteilung der Werthaltigkeit der gehaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen verschafft. Dabei haben wir uns intensiv mit der Vorgehensweise der Gesellschaft zur Bestimmung von Abschreibungsbedarf auseinander gesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen eingeschätzt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Abschreibungsbedarf bestehen. Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells für die von der Gesellschaft durchgeführten Beteiligungsbewertungen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Die Planungstreue haben wir unter anderem anhand von Informationen aus Vorperioden sowie aktueller Ergebnisse analysiert. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrundeliegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes und der langfristigen Wachstumsrate auf den beizulegenden Wert untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse). Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. Unsere SchlussfolgerungenDas der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrundeliegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen. Die der Werthaltigkeitsprüfung zugrundeliegenden Annahmen und Ermessensentscheidungen liegen im Rahmen akzeptabler Bandbreiten und sind insgesamt ausgewogen. Die Werthaltigkeit unfertiger Erzeugnisse und unfertiger Leistungen bei langfristigen Aufträgen sowie die Vollständigkeit der entsprechenden DrohverlustrückstellungenZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir im Anhang auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Das Risiko für den AbschlussZum 31. Dezember 2017 weist die Linde AG unfertige Erzeugnisse sowie unfertige Leistungen in Höhe von EUR 2.509 Mio aus. Ein bedeutender Teil dieser unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen betrifft Projekte der langfristigen Auftragsfertigung im Anlagenbau des Geschäftsbereichs Engineering der Linde AG. Die verlustfreie Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt für jedes Projekt auf Basis der Gegenüberstellung des erzielbaren Erlöses mit den bereits aktivierten Herstellungskosten und noch anfallenden Selbstkosten bis Projektende. Dabei enthalten die Selbstkosten neben den Herstellungskosten aus der Projektkalkulation auch Aufschläge für Verwaltungs- und Vertriebskosten. Ergibt sich bezogen auf das einzelne Projekt aus der Gegenüberstellung des erzielbaren Erlöses mit den bereits aktivierten Herstellungskosten und den noch anfallenden Selbstkosten bis Projektende ein Verlust, so erfolgt im ersten Schritt eine Abschreibung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen. Für den Fall, dass die aktivierten Herstellungskosten des Projekts nicht ausreichen, um die Verluste zu decken, werden darüber hinaus Drohverlustrückstellungen gebildet. Die fortlaufend zu aktualisierenden Projektkalkulationen und Planungen, insbesondere im Großanlagenbau, sind komplex und enthalten in hohem Maße Schätzungen und Ermessensentscheidungen. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen überbewertet sind bzw. drohende Verluste nicht rechtzeitig erkannt und entsprechende Rückstellungen nicht gebildet werden. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungWir haben die Angemessenheit der bedeutsamen Schätzungen und Ermessensentscheidungen hinsichtlich der noch anfallenden bzw. der nachlaufenden Kosten beurteilt, die durch die Linde AG im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung getroffen wurden. Unser Fokus lag unter anderem auf der Würdigung der zugrundeliegenden aktuellen Kostenberichte der Projekte, der Buchungssystematik sowie auf den Einschätzungen der Projektverantwortlichen. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Vorgehensweise der Auftragskalkulationen und des Niederstwerttests gewürdigt. Außerdem haben wir die Wirksamkeit der internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Auftragskalkulation beurteilt und anhand von weiteren Risikoüberlegungen ausgewählte Projekte einer Einzelfallprüfung unterzogen. Diese Fertigungsaufträge einschließlich ihrer bestehenden Risiken haben wir mit den Projektverantwortlichen und dem Management der Linde AG erörtert, die Auftragskalkulationen analysiert und uns im Einzelfall vor Ort vom Projektfortschritt überzeugt. Für die ingenieurtechnische Beurteilung von Fragestellungen im Zusammenhang mit den Auftragskalkulationen, den Projektfortschritten und den Projektrisiken haben wir einen externen Sachverständigen hinzugezogen. Unsere SchlussfolgerungenDas Vorgehen zur verlustfreien Bewertung unfertiger Erzeugnisse und unfertiger Leistungen bei langfristigen Aufträgen und zum Ansatz von Drohverlustrückstellungen ist sachgerecht. Die der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen sowie das ausgeübte Ermessen sind angemessen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. Mai 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit mehr als 24 Jahren als Abschlussprüfer der Linde Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Harald v. Heynitz.
MÜNCHEN, DEN 19. FEBRUAR 2018 KPMG AG BECKER, Wirtschaftsprüfer V. HEYNITZ, Wirtschaftsprüfer Weitere AngabenKAPITEL 2VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung des Jahresabschlusses ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt wird und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
MÜNCHEN, DEN 19. FEBRUAR 2018 PROF. DR.-ING. ALDO BELLONI, VORSITZENDER DES VORSTANDS SANJIV LAMBA, MITGLIED DES VORSTANDS DR.-ING. CHRISTIAN BRUCH, MITGLIED DES VORSTANDS DR. SVEN SCHNEIDER, MITGLIED DES VORSTANDS BERND EULITZ, MITGLIED DES VORSTANDS FINANZKALENDER[1] BILANZPRESSEKONFERENZ VERÖFFENTLICHUNG KONZERNABSCHLUSS8. März 2018 Carl von Linde Haus, München[2] ZWISCHENBERICHT JANUAR BIS MÄRZ 201825. April 2018 [3] HAUPTVERSAMMLUNG 20183. Mai 2018, 10:00 Uhr Internationales Congress Center, München [4] DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNG8. Mai 2018 [5] HAUPTVERSAMMLUNG 20199. Mai 2019, 10.00 Uhr Internationales Congress Center, München ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Die zukünftige Entwicklung sowie die vom Linde Konzern und von seinen verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt Linde hierzu eine gesonderte Verpflichtung. IMPRESSUM[HERAUSGEBER]LINDE AG KLOSTERHOFSTRASSE 1 80331 MÜNCHEN [KONZEPTION, GESTALTUNG, REALISIERUNG]HW.DESIGN, MÜNCHEN [TEXTE]LINDE AG [KONTAKT]LINDE AG KLOSTERHOFSTRASSE 1 80331 MÜNCHEN TELEFON: 089.35757-01 TELEFAX: 089.35757-1075 WWW.LINDE.COM [DRUCK]G. PESCHKE DRUCKEREI GMBH 85599 PARSDORF B. MÜNCHEN CURIOUS MATTER GOYA WHITE [UMSCHLAG] METAPAPER SMOOTH WHITE [INHALT] [KOMMUNIKATION]TELEFON: 089.35757-1321 TELEFAX: 089.35757-1398 MEDIA@LINDE.COM [INVESTOR RELATIONS]TELEFON: 089.35757-1321 TELEFAX: 089.35757-1398 INVESTORRELATIONS@LINDE.COM [KONTAKT FÜR STIMMRECHTSMITTEILUNGEN]TELEFAX: 089.35757-1007 Der Geschäftsbericht des Linde Konzerns liegt in deutscher und englischer Sprache vor und ist zudem im Internet unter >WWW.LINDE.COM als Download bereitgestellt. Unter derselben Adresse bieten wir Ihnen darüber hinaus eine interaktive Online-Version des Geschäftsberichts, der aus dem Finanzbericht des Linde Konzerns und dem Annual besteht. Zusätzliches Informationsmaterial über Linde schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. [VERÖFFENTLICHUNGSTAG]8. MÄRZ 2018 HerausgeberLinde Aktiengesellschaft Klosterhofstraße 1 80331 München Telefon 089.35757-01 Telefax 089.35757-1075 www.linde.com Zusammengefasster LageberichtKAPITEL 2GRUNDLAGEN DES KONZERNSGESCHÄFTSMODELL DES LINDE KONZERNSThe Linde GroupThe Linde Group ist ein weltweit tätiges Gase- und Engineeringunternehmen. Zum 31. Dezember beschäftigte das Unternehmen 57.605 Mitarbeiter (Vj. 59.715). Der Konzern ist in zwei Divisionen aufgeteilt:
Gases DivisionDas Unternehmen bietet eine breite Palette an Druck- und Flüssiggasen sowie Chemikalien und ist damit ein wichtiger und verlässlicher Partner für unterschiedlichste Industrien. Innerhalb der Gases Division unterscheidet Linde zwischen folgenden Produktbereichen:
Während im On-site-Bereich die Kunden in der Regel durch eine Gaseerzeugungsanlage vor Ort versorgt werden, erfolgt die Belieferung in den anderen Produktbereichen über Gasflaschen oder Tankwagen. Operative UnternehmenssteuerungDie Gases Division gliedert sich organisatorisch in die drei Segmente EMEA, Asien/Pazifik sowie Amerika. Die Verantwortlichkeiten orientieren sich an einer regionalen Struktur. Innerhalb der drei Segmente sind sogenannte Regional Business Units (RBUs) für das operative Geschäft verantwortlich. Darüber hinaus gibt es ein Centre of Excellence (CoE), das zentral gesteuert wird und übergreifend agiert. Diese Einheit entwickelt beispielsweise Best Practices und stellt sicher, dass die definierten Prozessstandards konzernweit implementiert und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Aufgabe der konzernweit tätigen Funktion Opportunity & Project Development (OPD) ist insbesondere die Entwicklung von Neuprojekten. Die Corporate & Support Functions unterstützen die Geschäftsbereiche.> SIEHE FÜHRUNGSORGANISATION, SEITEN 198 BIS 199. Engineering DivisionDie Engineering Division von Linde bietet ihren Kunden weltweit umfassende Lösungen im Bereich der Gaserzeugung und -verarbeitung. Der Fokus liegt dabei auf den zukunftsträchtigen Marktbereichen Olefinanlagen, Erdgasanlagen, Luftzerlegungsanlagen sowie Wasserstoff- und Synthesegasanlagen. Im Unterschied zu fast allen Wettbewerbern kann das Unternehmen bei der Planung, der Projektierung und dem Bau von schlüsselfertigen Industrieanlagen auf eigenes, umfassendes verfahrenstechnisches Know-how zurückgreifen. Dabei liefert die Engineering Division Anlagenkomponenten und Services entweder direkt an den Kunden oder an die Gases Division, die die Anlagen im Rahmen eines Gaseversorgungsvertrags im Auftrag des Kunden betreibt. Die Engineering Division wird zentral gesteuert und durch die Corporate & Support Functions unterstützt. Auf Konzernebene ist ein Vorstandsmitglied für die Engineering Division verantwortlich. > SIEHE FÜHRUNGSORGANISATION, SEITEN 198 BIS 199. Sonstige Aktivitäten und Corporate AktivitätenDie Sonstigen Aktivitäten beinhalteten bisher das Geschäft des Logistikdienstleisters Gist sowie Corporate Aktivitäten. Da Gist als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen wird, ist es seit 2017 nicht mehr Bestandteil der Segmentberichterstattung und stellt somit kein berichtspflichtiges Segment mehr da. Weitere Informationen hierzu finden sich im Konzernanhang unter > ZIFFER [29] SEGMENTINFORMATIONEN. Die Corporate Aktivitäten setzen sich aus Holding-Gesellschaften zusammen, die kein operatives Geschäft beinhalten und weder der Gases Division noch der Engineering Division zuzuordnen sind. UnternehmensleitungDer Vorstand der Linde AG ist international besetzt. Das Gremium leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Jedes operative Vorstandsmitglied verantwortet ein Segment. > SIEHE FÜHRUNGSORGANISATION, SEITEN 198 BIS 199. Durch die Abbildung des operativen Modells in der Verantwortungsverteilung innerhalb des Konzernvorstands gewährleistet das Unternehmen, dass die jeweiligen Stärken und Kompetenzen auf regionaler wie auch auf Produktebene effizient genutzt werden können. WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG DES LINDE KONZERNSBedeutsamste finanzielle LeistungsindikatorenDie Unternehmensstrategie von Linde zielt unter anderem auf nachhaltiges, ertragsorientiertes Wachstum und eine stetige Steigerung des Unternehmenswertes. Um den mittel- und langfristigen finanziellen Erfolg dieser Strategie der wertorientierten Unternehmenssteuerung zu messen, verwendet das Unternehmen die folgenden zentralen Steuerungsgrößen:
Diese Kennzahlen werden dem gesamten Vorstand regelmäßig zur Verfügung gestellt und zur internen Steuerung eingesetzt. Auch die variable Vergütung des Vorstands orientiert sich an diesen Kennzahlen. >SIEHE VERGÜTUNGSBERICHT, SEITEN 24 BIS 39. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren beinhalten - ebenso wie die weiteren finanziellen und nicht finanziellen Kennzahlen- ausschließlich Ergebnisse aus fortgeführten Aktivitäten. Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden nicht in die Berechnung einbezogen. Weitere finanzielle und nicht finanzielle KennzahlenIn Ergänzung hierzu nutzt Linde zur Führung des operativen Geschäfts und zur Darstellung der Performance weitere Kennzahlen wie das EBIT (Earnings Before Interest and Tax), den Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit (operativer Free Cash Flow) und segmentspezifische Kennzahlen wie den Auftragseingang innerhalb der Engineering Division. Der Auftragseingang ist ein wesentlicher Indikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung im langfristig orientierten Anlagenbaugeschäft. Darüber hinaus wird das Ergebnis je Aktie (Earnings Per Share, EPS) als weitere finanzielle Kennzahl genutzt, da diese basierend auf dem Ergebnis nach Steuern auch Finanzierungs- und Steuerkomponenten berücksichtigt. Die Herleitung des operativen Free Cash Flow sowie des Ergebnisses je Aktie wird auf den > SEITEN 64 UND 128 im vorliegenden Finanzbericht erläutert. Weitere nicht finanzielle Kennzahlen sind unter anderen die Anzahl der schweren Transportereignisse, die Anzahl der Arbeitsunfälle, der CO2 -Ausstoß oder der Wasser- und Energieverbrauch. Weitere Angaben hierzu finden sich auf den >SEITEN 208 BIS 218 im vorliegenden Finanzbericht. Berechnung der bedeutsamsten finanziellen LeistungsindikatorenDie Berechnung der zentralen Steuerungsgröße ROCE ergibt sich aus dem um Sondereinflüsse bereinigten EBIT, dividiert durch das eingesetzte Kapital. > SIEHE GRAFIK 12. Das operative Konzernergebnis (EBITDA) errechnet sich aus dem um Sondereinflüsse bereinigten Konzern-EBIT, angepasst um die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind in den Funktionskosten enthalten. Sie sind den Segmentinformationen auf den > SEITEN 108 BIS 109 zu entnehmen. Die operative Marge ergibt sich aus den beiden Kennzahlen "Umsatz" und "operatives Ergebnis". Das EBIT ergibt sich aus dem Konzernumsatz abzüglich der Kosten der umgesetzten Leistungen und der sonstigen Funktionskosten (Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten, Verwaltungskosten) sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Hinzugerechnet werden die sonstigen betrieblichen Erträge sowie das anteilige Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. > SIEHE TABELLE 15, SEITE 52. Das EBIT wird zusätzlich um Sondereinflüsse bereinigt. Sondereinflüsse sind solche Einflüsse, die aufgrund ihrer Art, ihrer Häufigkeit und/oder ihres Umfangs geeignet sind, die Aussagekraft der finanziellen Kennzahlen über die Nachhaltigkeit der Ertragskraft der Linde Group am Kapitalmarkt zu beeinträchtigen. Im Berichtszeitraum betrafen die Sondereinflüsse Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Fusion mit Praxair. Eine Überleitung der berichteten Kennzahlen auf die um Sondereinflüsse bereinigten Kennzahlen wird im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.> ZIFFER [38]. 12 DEFINITION ROCEReturn +/- EBIT +/- Sondereinflüsse Capital Employed1Eigenkapital + Finanzschulden + Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing + Nettopensionsverpflichtungen - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Wertpapiere - Forderungen aus Finanzierungsleasing
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Ermittelt als Durchschnitt der Stichtagswerte des Vorjahres und des laufenden Jahres. ZIELE UND STRATEGIE DES LINDE KONZERNSUnternehmenszusammenschluss mit PraxairDie Linde AG plant einen Zusammenschluss unter Gleichen mit Praxair, Inc. Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Linde erwarten, dass der Unternehmenszusammenschluss eine Reihe bedeutender strategischer Chancen bieten wird, insbesondere:
EffizienzsteigerungLinde hat im Herbst 2016 das Effizienzsteigerungsprogramm LIFT ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative optimiert das Unternehmen sein Portfolio weiter, unter anderem durch den geplanten Verkauf des Logistikdienstleisters Gist. Neben der Revision des Produkt- und Dienstleistungsangebots werden auch die regionalen Aktivitäten eingehend geprüft. Aus unattraktiven regionalen Märkten wird sich das Unternehmen zurückziehen. Grundsätzlich wird die regionale Verantwortung weiter gestärkt, um notwendige lokale Restrukturierungen zu beschleunigen. Linde wird Querschnittsfunktionen verschlanken und Entscheidungsprozesse und Kompetenzen noch näher an das operative Geschäft rücken. Generell werden im Zuge von LIFT flachere Hierarchien und höhere Leitungsspannen angestrebt. Prozesse werden verschlankt und entscheidungsorientierter gestaltet. Linde wird in digitale Vertriebskanäle investieren, um die Möglichkeiten der digitalen Kundenbindung voll auszuspielen. Die Standardisierung und Automatisierung von Prozessen wird weiter vorangetrieben, beispielsweise durch die Möglichkeiten der elektronischen Rechnungsstellung und Bezahlung. Darüber hinaus werden Einsparpotenziale genutzt, die nicht personalbezogen sind. WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN13 REALES BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP)1scroll
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Quelle: Oxford Economics, bezogen auf Länder, in denen Linde Aktivitäten unterhält.
Die Vorjahreszahlen wurden auf Basis der neuesten verfügbaren Daten (zum 1. Februar
2018) angepasst. 14 INDUSTRIEPRODUKTION (IP)1scroll
Globale KonjunkturLinde ist in mehr als 100 Ländern vertreten und bietet seinen Kunden ein vielfältiges Produkt- und Dienstleistungsspektrum. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen in den verschiedenen Regionen haben daher einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftslage des Konzerns. Um den Geschäftsverlauf von Linde einordnen zu können, wird im Folgenden ein Überblick über die Entwicklung der Konjunktur im Jahr 2017 gegeben. Nach Angaben des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics lag das Weltwirtschaftswachstum 2017 leicht über dem Vorjahreswert. In einem von makroökonomischen und politischen Unsicherheiten geprägten Umfeld stieg das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ersten Schätzungen zufolge um 3,0 Prozent (2016: 2,4 Prozent). Die weltweite Industrieproduktion, ein wichtiger Indikator für die Geschäftsaktivitäten von Linde, zeigte im Berichtszeitraum nach zwei schwächeren Jahren wieder eine starke Dynamik und wuchs nach ersten Schätzungen um 3,7 Prozent (2016: 1,8 Prozent). Sowohl die Werte für das Bruttoinlandsprodukt als auch für die Industrieproduktion liegen damit über den Erwartungen des ersten Quartals 2017 (BIP: 2,6 Prozent; IP: 3,1 Prozent). Grundlage für den neuen Schwung der globalen Konjunktur bildeten sowohl die anhaltend positive Entwicklung der Wirtschaft in den Schwellenländern als auch die erneute Dynamik in den Industrieländern. Das Wachstum in den USA wurde weiterhin von starkem Konsum gestützt, zudem konnte die Industrieproduktion ebenfalls zulegen. Dies führte dazu, dass sich die Perspektiven für die Weltkonjunktur zuletzt wieder etwas aufhellten -das Vertrauen von Konsumenten und Unternehmen blieb konstant.1 EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika)Das Wachstum in der Gesamtregion EMEA belief sich im Jahr 2017 auf 2,5 Prozent (2016: 1,7 Prozent). Die Industrieproduktion legte um 2,7 Prozent zu und lag damit über dem Vorjahreswert (1,4 Prozent). Ähnlich wie im Vorjahr sind die wirtschaftlichen Entwicklungen in den einzelnen Teilregionen unterschiedlich verlaufen. In Westeuropa konnte sich das Wirtschaftswachstum mit 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern (2016: 1,8 Prozent). Die größeren Volkswirtschaften Westeuropas wiesen relativ robuste Entwicklungen auf. In Deutschland legte das BIP 2017 um 2,5 Prozent zu und übertraf damit das Wachstum des Vorjahres von 1,9 Prozent deutlich. Einen ähnlichen Wachstumsimpuls konnten Frankreich und Italien im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen - wenngleich auf etwas niedrigerem Niveau: Frankreich wuchs um 1,9 Prozent (2016: 1,1 Prozent), Italien um 1,6 Prozent (2016: 1,1 Prozent). Spanien wuchs erneut besonders stark um 3,1 Prozent (2016: 3,3 Prozent). Die Wachstumsrate in Großbritannien belief sich hingegen auf 1,8 Prozent (2016: 1,9 Prozent). Osteuropa konnte seine Erholung auch im Jahr 2017 fortsetzen. Die Region wuchs insgesamt um 3,8 Prozent (2016: 1,6 Prozent). Russland hat mit einem Wachstum um 1,7 Prozent die Rezession im vergangenen Jahr hinter sich gelassen (2016: - 0,2 Prozent). Die höchsten BIP-Zuwächse in der Region verzeichneten Rumänien und die Türkei (jeweils 7,0 Prozent), Slowenien (4,9 Prozent) und Tschechien (4,5 Prozent). Das Wachstum im Mittleren Osten war 2017 mit 0,1 Prozent wesentlich schwächer als im Vorjahr (2,2 Prozent). Viele afrikanische Volkswirtschaften konnten nach einem schwachen Vorjahr an vergangene positive Entwicklungen anknüpfen. Die Region wuchs 2017 um 1,6 Prozent (2016: 0,3 Prozent). Diese Entwicklung war auch von Südafrika getrieben, das im Jahr 2017 mit einer Wachstumsrate von 1,0 Prozent nach einem durchwachsenen Vorjahr (0,3 Prozent) wieder eine leichte Wachstumsdynamik verzeichnen konnte. Asien/PazifikDie höchste wirtschaftliche Dynamik war auch 2017 wieder im Raum Asien/Pazifik zu verzeichnen. Hier erreichte das BIP-Wachstum mit 5,7 Prozent das gleiche Niveau wie im Vorjahr (2016: 5,7 Prozent). Die Industrieproduktion entwickelte sich mit einem Wachstum von 4,8 Prozent ebenfalls ähnlich wie im Vorjahr (2016: 4,8 Prozent). China wuchs mit 6,9 Prozent etwas dynamischer als im Vorjahr (2016: 6,7 Prozent), das Wachstum befindet sich weiterhin im Zielkorridor der chinesischen Regierung. Die chinesische Industrieproduktion stieg um 6,1 Prozent (2016: 6,1 Prozent). Beide Zahlen liegen über den Prognosen zu Jahresbeginn, was vor allem an der weiterhin expansiven Geld- und Fiskalpolitik liegt. In der Region Südostasien legte das BIP im Jahr 2017 um 5,7 Prozent zu (2016: 6,1 Prozent). Die Industrieproduktion lag mit 4,6 Prozent ebenfalls leicht unter dem Vorjahreswert (2016: 4,8 Prozent). Die wirtschaftliche Situation in Australien hat sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr leicht eingetrübt. Während das Bruttoinlandsprodukt mit 2,2 Prozent etwas schwächer als im Vorjahr (2016: 2,6 Prozent) gewachsen ist, stieg das Wachstum der Industrieproduktion auf 1,7 Prozent (2016: 1,5 Prozent). AmerikaDas Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der Region Amerika belief sich auf 2,1 Prozent und lag damit deutlich über der Vorjahresrate (2016: 0,9 Prozent) - eine unmittelbare Folge der starken Entwicklung in den USA und der Erholung in Brasilien. Das BIP der USA wuchs 2017 um 2,3 Prozent (2016: 1,5 Prozent). Die Industrieproduktion ist um 1,8 Prozent gestiegen und konnte so den Rückgang von - 1,2 Prozent des schwachen Vorjahres überkompensieren. Brasilien konnte mit einer gesamtwirtschaftlichen Wachstumsrate von 1,1 Prozent die Rezession hinter sich lassen (2016: - 3,5 Prozent). Dies zeigt sich auch in dem soliden Zuwachs der Industrieproduktion in Höhe von 2,6 Prozent (2016: - 6,7 Prozent). Alle hier dargestellten gesamtwirtschaftlichen Werte für Bruttoinlandsprodukt und Industrieproduktion basieren auf Daten des Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics vom 1. Februar 2018. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENGaseindustrieDer weltweite Gasemarkt ist im Berichtsjahr 2017 ähnlich wie im Vorjahr gewachsen. Je nach Region und Industriebereich war die Nachfrage unterschiedlich ausgeprägt. Die Wettbewerbssituation stand im Zeichen von Konsolidierung und Effizienzsteigerungen. Die größten Absatzmärkte für Industriegase sind nach wie vor Nordamerika und Europa sowie Asien, wo im Berichtszeitraum erneut das höchste Wachstum verzeichnet wurde. In der globalen Stahlindustrie sind Profitabilität und Produktionsmengen zuletzt wieder gestiegen. Ursache dafür waren eine erhöhte Nachfrage, geringere Exporte aus China sowie vereinzelte Stilllegungen chinesischer Stahlwerke. Nach Angaben des Weltverbands der Stahlindustrie ist die globale Stahlproduktion im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent gestiegen mit einer Auslastungsquote von 72,3 Prozent (2016: 69,3 Prozent). Auch die Entwicklung des Chemie- und Energiesektors (Öl und Gas) war weiterhin von großen Herausforderungen geprägt. Obwohl sich Öl- und Gaspreise zuletzt wieder stabilisiert haben, ist eine nachhaltige Belebung der Investitionstätigkeit noch nicht festzustellen. Langfristig ist jedoch mit einer Erholung aufgrund der auch weiterhin wachsenden Nachfrage nach fossilen Rohstoffen zu rechnen. Die Rahmenbedingungen für Raffinerien haben sich im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr wieder etwas verbessert. Das leicht höhere Preisniveau der Rohstoffe ließ die Margen zuletzt wieder etwas ansteigen. Gleichzeitig hielten sich Marktteilnehmer jedoch mit neuen Investitionen zurück. Das verarbeitende Gewerbe ist auch im Jahr 2017 branchenübergreifend wieder etwas dynamischer gewachsen als noch im Vorjahr. In einzelnen Bereichen und Regionen konnten weiterhin positive Nachfrageimpulse durch neue Technologien wie additive Fertigungsverfahren beobachtet werden. Die Bauindustrie ist im vergangenen Jahr global weiter gewachsen. Unverändert ist im Jahr 2017 die Nachfrage nach Anwendungen in der Glasindustrie gestiegen, mit deren Hilfe der Energieverbrauch verringert und Emissionen vermieden werden können. Die Elektronikindustrie hat sich auch im Jahr 2017 unverändert dynamisch entwickelt. Die Nachfrage nach hochreinen Gasen ist im Zeichen der Verbesserungen der Produktionsprozesse in der Halbleiterproduktion weiter gewachsen. Neue Anwendungsfelder im Bereich Digitalisierung, SSD-Speichermedien und Automobilelektronik dürften aber auch zukünftig zu einer steigenden Nachfrage führen. Das Umfeld für LEDs verbessert sich weiterhin. Der Markt profitiert von dem wachsenden Bewusstsein für umweltfreundliche und energieeffiziente Anwendungen im Bereich Beleuchtung. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie entwickelte sich auch im vergangenen Jahr vergleichsweise stabil. Ein Treiber dieser Entwicklung ist der weiterhin unveränderte Trend zu einer gesünderen Ernährung, zu einem höheren Verbrauch von fleischlichen Eiweißen und zu mehr verarbeiteten Lebensmitteln. Weitere Treiber sind steigende Anforderungen an Lebensmittelsicherheit, die effizientere Transport- und Lagersysteme erfordern, und der Trend zur stärkeren vertikalen Integration zwischen Produzenten und Einzelhandel, der die Produktionskapazitäten einzelner Anlagen langfristig erhöhen könnte. Zudem steigt die Nachfrage für Fertiggerichte (sogenannte Convenience-Produkte) unverändert. Auch im Jahr 2017 blieb der globale Healthcare-Markt dank konstanter Patientenzahlen stabil. Der steigende Kosten- und Preisdruck aufgrund von verstärkten Sparanstrengungen und einer zunehmenden Regulierungsdichte, insbesondere in den USA durch das sogenannte Competitive Bidding im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen, sorgt jedoch nach wie vor für Gegenwind. Die langfristigen Wachstumstreiber sind weiterhin eine weltweit wachsende und alternde Bevölkerung, der Anstieg chronischer Erkrankungen wie Asthma oder chronisch-obstruktive Bronchitis (COPD) sowie der allgemeine Trend hin zu stärkerer Prävention und einer intensiveren Patientenbetreuung auch außerhalb von Krankenhäusern. AnlagenbauDas internationale Großanlagenbaugeschäft war im Jahr 2017 weiterhin von einer schwachen Nachfrage und starkem Wettbewerb geprägt. Investitionen und damit das Marktvolumen verblieben auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Vorjahr. Die politische Instabilität im Mittleren Osten und Nordafrika, verbunden mit immer noch niedrigen Öl- und Erdgaspreisen, sowie anhaltend abgeschwächte Wachstumsraten in aufstrebenden Märkten wie Indien und China sind wesentliche Ursachen für die schwache Nachfrage im Anlagenbau. LuftzerlegungsanlagenIm Vergleich zu 2016 ist der Markt für Luftzerlegungsanlagen leicht gewachsen, hat jedoch bei weitem nicht das Niveau früherer Jahre erreicht. Ausschlaggebend für die zunehmende Nachfrage nach Luftzerlegungsanlagen war China mit einer erhöhten Nachfrage in der Elektronikindustrie und im Bereich der Raffinerien sowie einer vermehrten Anzahl von CTO- und MTO-Projekten. Trotz des anhaltend hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks konnte sich Linde einen signifikanten Anteil am weltweit verfügbaren Markt für Luftzerlegung sichern, wie z.B. in China, Südostasien, Europa und den CIS-Staaten. OlefinanlagenAuch der Markt für Olefinanlagen war 2017 weiterhin von Investitionszurückhaltung geprägt. Aufgrund der Kombination aus nur moderat gestiegenem, aber immer noch vergleichsweise sehr niedrigem Ölpreis und schon im Bau befindlichen hohen Neukapazitäten für Olefine haben Investoren weltweit ihre Projekte zum Teil weiterhin verschoben oder neu bewertet. Laufende Projekte bei Linde waren hiervon in 2017 jedoch nicht betroffen. Als Erfolg konnte Linde in 2017 u.a. den Auftrag für eine große Polypropylenanlage in den USA verbuchen. ErdgasanlagenAufgrund des niedrigen Preisniveaus von Öl, Erdgas und LNG verbleiben die Investitionen in der Öl- und Gaseindustrie in 2017 auf einem niedrigen Niveau. Linde konnte sich allerdings erneut mit dem Auftrag für eine Erdgasverflüssigungsanlage in Russland einen beachtlichen Anteil an den strategischen Investitionen in Russland sichern. Wasserstoff- und SynthesegasanlagenDie Nachfrage nach Basischemikalien ist auch im Jahr 2017 nicht nennenswert gestiegen. Die Investitionsbereitschaft der chemischen Industrie auf einer globalen Basis ist deshalb nach wie vor verhalten. Die insgesamt gebremste Nachfrage verstärkt den vergleichsweise hohen Wettbewerbsdruck. In diesem schwierigen Umfeld konnte sich Linde mehrere Aufträge für CO-Coldboxen und Schwefelentfernungsanlagen für Kohlevergasungsprojekte in China sichern. GESCHÄFTSVERLAUF DES LINDE KONZERNS15 ERTRAGSLAGE DES LINDE KONZERNS AUS FORTGEFÜHRTEN AKTIVITÄTENscroll
Umsatz und operatives ErgebnisLinde konnte den Konzernumsatz aus fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2017 trotz negativer Währungseffekte um 1,0 Prozent auf 17,113 Mrd. EUR steigern (Vj. 16,948 Mrd. EUR). Vor allem die weiterhin gute Entwicklung in den Segmenten EMEA und Asien/Pazifik sowie der höhere Umsatzbeitrag der Engineering Division haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Das operative Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten hat sich um 2,8 Prozent auf 4,213 Mrd. EUR erhöht (Vj. 4,098 Mrd. EUR). Bereinigt um translatorische Währungseffekte, die sich aus der Umrechnung der verschiedenen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro ergeben, lag der Konzernumsatz 2,1 Prozent über dem Vorjahr. Das operative Konzernergebnis ist währungsbereinigt um 4,1 Prozent gewachsen. Die operative Konzernmarge lag mit 24,6 Prozent 40 Basispunkte über dem Vorjahreswert (Vj. 24,2 Prozent). Zu dieser Verbesserung haben auch die im Rahmen der gruppenweiten Effizienzprogramme eingeleiteten Maßnahmen beigetragen (Programme Focus und LIFT). Beide Programme zusammen sollen ab 2019 zu Einsparungen von rund 550 Mio. EUR jährlich führen. Die im Berichtszeitraum dafür angefallenen Aufwendungen in Höhe von 280 Mio. EUR wurden als Sondereinflüsse klassifiziert (Vj. 116 Mio. EUR). Außerdem wurden Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit Praxair in Höhe von 93 Mio. EUR als Sondereinflüsse erfasst (Vj. 10 Mio. EUR). Die Sondereinflüsse betrugen somit insgesamt 373 Mio. EUR (Vj. 126 Mio. EUR). Hinweis: Die Überleitung der finanziellen Kennzahlen vor Sondereinflüssen ist im Anhang zum Konzernabschluss unter > ZIFFER [38] dargestellt. ErtragslageDie Kosten der umgesetzten Leistungen sind im Vergleich zum Umsatz überproportional gestiegen. Dies ist neben höheren erfassten Sondereinflüssen auch auf im Vergleich zum Vorjahr höhere Erdgaspreise und Energiekosten zurückzuführen. Währungseffekte in Höhe von rund 90 Mio. EUR wirkten sich hingegen kostenmindernd aus. Damit lag die Bruttomarge im Geschäftsjahr 2017 bei 34,1 Prozent (Vj. 36,0 Prozent). Die übrigen Funktionskosten reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 112 Mio. EUR. Dabei sind im Wesentlichen zwei gegenläufige Entwicklungen zu berücksichtigen: Zum einen waren die in den übrigen Funktionskosten erfassten Sondereinflüsse mit 292 Mio. EUR deutlich höher als im Vorjahr (Vj. 99 Mio. EUR). Zum anderen führten die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Berichtsjahr zu Einsparungen. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen beinhaltet Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 134 Mio. EUR (Vj. 150 Mio. EUR). Das Finanzergebnis verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund von gesunkenen Finanzierungskosten und dem Rückgang der Finanzschulden. Die Ertragsteuern sanken vor allem aufgrund der Auswirkungen der Steuerreform in den USA. Das Gesetz für eine umfassende Steuerreform (Tax Cuts and Jobs Act) sieht unter anderem eine Reduzierung des landesweiten Körperschaftsteuersatzes für Unternehmen ab dem 1. Januar 2018 von 35 Prozent auf 21 Prozent vor. Linde hat bei Tochtergesellschaften in den USA einen Überhang zukünftiger Steuerverbindlichkeiten über zukünftige Steuerforderungen, deren Bewertung ein landesweiter Steuersatz von 35 Prozent zugrunde lag. Die Reduzierung des Steuersatzes erforderte eine Neubewertung dieser latenten Steuern. Hieraus hat sich ein positiver Effekt in Höhe von 250 Mio. EUR ergeben, der die Ertragsteuern entsprechend gemindert hat. Die Ertragsteuerquote lag somit bei 8,5 Prozent. Ohne die Effekte aus der Neubewertung der latenten Steuern in den USA betrug die Steuerquote 23,4 Prozent. Die oben dargestellten Erläuterungen beziehen sich ausschließlich auf fortgeführte Aktivitäten. Da das Geschäft des Logistikdienstleisters Gist im laufenden Jahr verkauft werden soll, wurde es als nicht fortgeführte Aktivität dargestellt. Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug in 2017 30 Mio. EUR (Vj. - 52 Mio. EUR). Im Vorjahr ist ein Verlust aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 75 Mio. EUR enthalten. Weitere Informationen hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter >ZIFFER [19]. GASES DIVISION16 GASES DIVISIONscroll
Das währungsbereinigte Umsatzwachstum in der Gases Division betrug im Berichtszeitraum 1,8 Prozent. Zusätzlich bereinigt um Erdgaspreiseffekte, also auf vergleichbarer Basis, betrug das Umsatzplus 1,2 Prozent. 17 GASES DIVISION: UMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNIS NACH SEGMENTENscroll
18 GASES DIVISION: UMSATZENTWICKLUNG AUF VERGLEICHBARER BASIS NACH SEGMENTENscroll
EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika)In EMEA lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2017 mit 5,876 Mrd. EUR um 2,4 Prozent über dem Vorjahr (Vj. 5,736 Mrd. EUR). Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Währungs- und Erdgaspreiseffekte, betrug das Umsatzwachstum 2,9 Prozent. Das operative Ergebnis hat sich mit 1,874 Mrd. EUR ebenfalls erhöht (Vj. 1,807 Mrd. EUR). Zu diesen guten Ergebnissen haben auch die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung beigetragen. Im Berichtszeitraum wurden, ebenso wie im Vorjahr, Erträge aus Pensionsplanänderungen sowie aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 46 Mio. EUR erfasst (Vj. 64 Mio. EUR). Die operative Marge erhöhte sich auf 31,9 Prozent (Vj. 31,5 Prozent). Im Segment EMEA haben sich alle Produktbereiche positiv entwickelt. Im On- site -Geschäft - also die Vor-Ort-Versorgung von Großkunden - konnte Linde vor allem in Deutschland, Nordeuropa und im Mittleren Osten & Osteuropa aufgrund von Anlagenhochläufen Umsatzzuwächse erzielen. In den Produktbereichen Flüssig- und Flaschengase konnten in fast allen Regionen Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. Im Berichtszeitraum hat Linde im Rahmen eines Joint Ventures mit JSC KuibyshevAzot eine Ammoniakanlage in Russland in Betrieb genommen. Die Anlage wird das Chemieunternehmen in Toljatti (Russland) langfristig mit einer Produktionskapazität von 1.340 Tonnen Ammoniak pro Tag versorgen. Der Bau der Anlage erfolgte durch die Engineering Division und war mit einem Investitionsvolumen von rund 275 Mio. EUR verbunden. Linde und JSC KuibyshevAzot halten jeweils 50 Prozent der Anteile an der hierfür gegründeten Gesellschaft OOO "Linde Azot Togliatti". Des Weiteren hat Linde im Berichtszeitraum eine Luftzerlegungsanlage in Eisenhüttenstadt (Deutschland) in Betrieb genommen. Die Anlage dient zur langfristigen Sauerstoff- und Stickstoffversorgung des Stahlkonzerns ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt. Zudem werden auch Flüssigprodukte für den regionalen Markt bereitgestellt. Das Investitionsvolumen der Anlage betrug rund 85 Mio. EUR. Sie wurde von der Engineering Division errichtet. Im Industriepark Dorsten/Marl (Deutschland) wurde das modernste Füllwerk der Linde Group in Betrieb genommen. Hier werden Industriegase sowie Kohlendioxidgemische vollautomatisiert in Flaschen und Bündel abgefüllt. Das Rhein-Ruhr-Füllwerk nimmt eine Vorreiterfunktion innerhalb des Konzerns ein: Das innovative Konzept soll an weiteren Standorten des Unternehmens in verschiedenen Ländern Verwendung finden. Linde Gas Deutschland und die Total-Raffinerie Mitteldeutschland mit Sitz in Leuna haben ihre bestehende Zusammenarbeit um weitere 15 Jahre verlängert. Der Gesamtauftragswert liegt bei rund 1 Mrd. EUR. Eine entsprechende Vereinbarung mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde im Berichtszeitraum unterzeichnet. Damit setzen die beiden Unternehmen ihre über zwei Jahrzehnte gewachsene Zusammenarbeit langfristig fort. Linde beliefert die Raffinerie seit ihrer Inbetriebnahme 1997 mit den Industriegasen Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff, die vor Ort in Leuna produziert werden. Mit einem Jahresverbrauch von über 560 Millionen Normkubikmetern Sauerstoff, über 180 Millionen Normkubikmetern Wasserstoff und 120 Millionen Normkubikmetern Stickstoff ist der mitteldeutsche Total-Standort der größte Linde Einzelkunde in Deutschland. Außerdem umfasst die Vereinbarung den Betrieb einer Anlage zur Trennung von Gasgemischen auf dem Raffineriegelände, die Kohlendioxid (CO2) aus dort entstehenden Abgasen zur eigenen Weiterverwertung herausfiltert. Des Weiteren hat Linde im Berichtszeitraum einen Vertrag über die Gründung eines Joint-Venture-Unternehmens mit dem türkischen Stahlhersteller Erdemir Group zum Bau einer Luftzerlegungsanlage im südtürkischen Iskenderun unterzeichnet. Ab Anfang 2018 soll die neue Anlage - die größte von einem Gasehersteller betriebene Luftzerlegungsanlage in der Türkei -ein Stahlwerk der Erdemir-Tochtergesellschaft Isdemir mit bis zu 1.700 Tonnen Sauerstoff und Stickstoff pro Tag versorgen. Für ArcelorMittal, das weltweit größte Stahlunternehmen, wird Linde am Standort in Temirtau (Kasachstan) eine weitere Luftzerlegungsanlage errichten. Die On-site-Anlage wird über eine Kapazität von 840 Tonnen Sauerstoff pro Tag verfügen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2019 vorgesehen. Es ist bereits die zweite Luftzerlegungsanlage, die Linde für ArcelorMittal in Kasachstan baut und betreibt. Das Investitionsvolumen beträgt rund 70 Mio. EUR. Mit dem Joint Venture Partner ADNOC hat Linde im Berichtszeitraum vereinbart, die Erweiterung der Stickstoffproduktion für die Erdgasförderung in Ruwais (Abu Dhabi) zu untersuchen. Im ersten Schritt hierzu wird Linde eine Front End Engineering Design (FEED) Studie durchführen. Asien/PazifikIm Segment Asien/Pazifik konnten sowohl Umsatz als auch Ergebnis gesteigert werden. Vor allem aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in China lag der Umsatz mit 4,378 Mrd. EUR um 6,5 Prozent über dem Vorjahr (Vj. 4,109 Mrd. EUR). Das vergleichbare Umsatzwachstum lag bei 6,7 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 10,9 Prozent auf 1,202 Mrd. EUR (Vj. 1,084 Mrd. EUR). Der Verkauf von Vermögenswerten im Berichtszeitraum führte hier zu einem positiven Einmaleffekt in Höhe von 75 Mio. EUR. Die operative Marge verbesserte sich auf 27,5 Prozent (Vj. 26,4 Prozent). Mit Ausnahme des Produktbereichs Flaschengase in Südpazifik haben sich in Asien alle Produktbereiche in allen Regionen positiv entwickelt. Vor allem in den Produktbereichen Flüssiggase und On-site konnten erneut solide Volumen- und Umsatzsteigerungen erzielt werden. Dazu trug auch die Inbetriebnahme von Luftzerlegungsanlagen in Rupganj (Bangladesch) sowie in Fujian (China) im vierten Quartal 2017 bei. Die Anlage in Rupganj ist die größte ihrer Art in Bangladesch und wird mit 100 Tonnen Flüssiggase pro Tag mehrere Kunden aus verschiedenen Industriebereichen versorgen. Die Anlage in Fujian beliefert den Elektronikgaskunden CPT mit Flüssiggasen. Im Raum Südpazifik beeinträchtigten das unverändert schwache wirtschaftliche Umfeld in der verarbeitenden Industrie sowie rückläufige Investitionen in der Bergbauindustrie das Wachstum. Um dem entgegenzuwirken wurden zunächst im Zuge der Focus-Initiative und dann im Rahmen des Effizienzprogramms LIFT entsprechende Kostensenkungsmaßnahmen identifiziert und umgesetzt. Der Anstieg der LPG-Preise wirkte sich negativ auf die operative Marge aus. Linde unterzeichnete im Berichtszeitraum einen Vertrag zur Gründung eines weiteren Joint Ventures mit SINOPEC Zhenhai Refining & Chemical Company (ZRCC). Das Joint Venture wird rund 145 Mio. EUR investieren. Diese strategische Investition ermöglicht Linde, sich für zukünftiges Wachstum in dem Cluster zu positionieren. ZRCC und Linde werden jeweils 50 Prozent der Anteile an der neu gegründeten Gesellschaft Ningbo Linde-ZRCC Gases Company Ltd. (Linde-ZRCC) halten. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Linde-ZRCC zwei bereits existierende Luftzerlegungsanlagen von ZRCC erwirbt und eine neue dritte Luftzerlegungsanlage errichtet. Die neue Anlage wird von der Engineering Division konzipiert und gebaut. Diese drei zusätzlichen Luftzerlegungsanlagen verdoppeln Lindes Produktionskapazität von Luftgasen im Ningbo-Cluster und werden mit dem Versorgungsnetzwerk von Linde, das sich durch Ningbo zieht, verbunden. Es handelt sich hierbei um das sechste Joint Venture dieser Art mit SINOPEC in China. Auch die Elektronikgase-Gesellschaft in China, Linde LienHwa, baut ihre Aktivitäten in China signifikant aus und investiert hierfür über 110 Mio. EUR. In diesem Zusammenhang wird Linde neue Produktionsanlagen zur On-site-Gaseversorgung von ausgewählten Schlüsselkunden in großen Fertigungs-Clustern für Halbleiter und Flachbildschirme in den östlichen und zentralen Provinzen Chinas errichten. Die Investitionen gehen mit zahlreichen langfristigen Verträgen zur Versorgung mit Elektronikgasen einher, die Linde mit neuen und bestehenden Kunden geschlossen hat. Linde LienHwa wird die neuen On-site-Anlagen gemeinsam mit der Linde Engineering Division errichten. Die neuen Aufträge umfassen den Bau von mehreren Anlagen mit einer kumulierten Produktionskapazität von über 110.000 Normkubikmetern pro Stunde gasförmigem Stickstoff sowie weitere Flüssiggaseversorgungssysteme. Die Anlagen sollen im zweiten Halbjahr 2018 in Betrieb gehen. Mit dem langjährigen Kunden Wanhua Chemical Group in China hat Linde im Berichtszeitraum einen Vertrag zum Bau von zwei weiteren Luftzerlegungsanlagen geschlossen, um den ansteigenden Bedarf an Industriegasen von Wanhua Chemical in Yantai in der Provinz Shandong zu decken. Linde wird dafür rund 100 Mio. EUR investieren. Die Anlagen sollen 2019 in Betrieb genommen werden. In Malaysia wird Linde etwa 30 Mio. EUR in den Bau einer Luftzerlegungsanlage investieren. Die Anlage wird im Industriekomplex Hicom in das bereits bestehende Pipeline-Netzwerk eingebunden und wird dort auch die ansässigen Kunden mit Flüssiggasen versorgen. AmerikaIm Segment Amerika ist der Umsatz im Berichtszeitraum um 6,2 Prozent auf 4,908 Mrd. EUR (Vj. 5,232 Mrd. EUR) gesunken. Auf vergleichbarer Basis betrug der Umsatzrückgang 5,4 Prozent. Das operative Ergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent auf 1,192 Mrd. EUR (Vj. 1,319 Mrd. EUR). Die operative Marge lag bei 24,3 Prozent (Vj. 25,2 Prozent). Diese Entwicklung ist auch auf höhere Erdgaspreise zurückzuführen. Bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind gegenläufige Effekte zu berücksichtigen. Das On-site- und das Geschäft mit Flüssiggasen in Nordamerika entwickelten sich weiterhin positiv. Hingegen sind im Healthcare-Geschäft in Nordamerika die Auswirkungen der Preisreduzierungen des Vorjahres aufgrund staatlicher Ausschreibungen weiterhin spürbar. Auch der im dritten Quartal 2016 getätigte Verkauf zweier Tochtergesellschaften von Lincare beeinträchtigte erwartungsgemäß die Umsatzentwicklung. Die wirtschaftliche Situation in den einzelnen Ländern Südamerikas ist von einer hohen Inflation und niedrigem Wachstum geprägt. Zwar entwickelten sich nahezu alle Produktbereiche in Südamerika positiv -insbesondere das Geschäft mit Flüssiggasen in Brasilien konnte Zuwächse erzielen- allerdings basieren die Zuwächse auf einem relativ niedrigen Vorjahresniveau. In Venezuela verschlechterten sich die Rahmenbedingungen im Berichtsjahr weiterhin. 19 UMSATZVERTEILUNG NACH SEGMENTEN IN %![]() ProduktbereicheDer Umsatz im Healthcare-Geschäft sank im Berichtszeitraum im Wesentlichen aufgrund der Auswirkungen von staatlichen Preisreduzierungen, vor allem in Nordamerika, auf vergleichbarer Basis um 8,5 Prozent auf 3,361 Mrd. EUR (Vj. 3,673 Mrd. EUR). Bereinigt um Konsolidierungskreiseffekte lag der Umsatz in diesem Produktbereich um 5,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Produktbereich On-site ist der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 5,1 Prozent auf 3,994 Mrd. EUR (Vj. 3,800 Mrd. EUR) gestiegen. Das Geschäft mit Flüssiggasen entwickelte sich gut. Der Umsatz erhöhte sich hier um 5,7 Prozent auf 3,767 Mrd. EUR (Vj. 3,563 Mrd. EUR). Bei den Flaschengasen lag der Umsatz mit 3,866 Mrd. EUR auf vergleichbarer Basis um 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vj. 3,780 Mrd. EUR). 20 ASES DIVISION: UMSATZ NACH PRODUKTBEREICHENscroll
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Angepasst um Währungseffekte und Änderungen des Erdgaspreises. ENGINEERING DIVISIONIm internationalen Projektgeschäft Anlagenbau entwickelten sich der Umsatz und das Ergebnis gemäß den Fortschritten bei den einzelnen Bauvorhaben. Der Umsatz der Engineering Division stieg im Berichtszeitraum um 1,6 Prozent auf 2,388 Mrd. EUR (Vj. 2,351 Mrd. EUR). Auch das operative Ergebnis verbesserte sich auf 220 Mio. EUR (Vj. 196 Mio. EUR). Die operative Marge liegt mit 9,2 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert (Vj. 8,3 Prozent) und der Zielmarke von rund 8 Prozent, die Linde für das Geschäftsjahr 2017 angestrebt hatte. Dies ist sowohl auf höhere Ergebnisse einzelner Anlagenbauprojekte als auch auf die verbesserte Auslastungssituation zurückzuführen. Der Auftragsbestand lag per Ende Dezember mit 4,178 Mrd. EUR weiterhin auf einem soliden Niveau (Vj. 4,386 Mrd. EUR). Obwohl das internationale Großanlagenbaugeschäft nach wie vor von einer schwachen Nachfrage und starkem Wettbewerb geprägt ist, konnte die Engineering Division den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2,390 Mrd. EUR steigern (Vj. 2,257 Mrd. EUR). Der Auftragseingang entfiel zum überwiegenden Teil auf Erdgasanlagen (rund 35 Prozent), Luftzerlegungsanlagen (rund 26 Prozent) und Olefinanlagen (rund 23 Prozent). 21 ENGINEERING DIVISIONscroll
22 ENGINEERING DIVISION: UMSATZ UND AUFTRAGSEINGANG NACH ANLAGENTYPENscroll
OlefinanlagenObwohl der Markt für Olefinanlagen weiterhin von Investitionszurückhaltung geprägt ist, konnte sich Linde im Wettbewerb gut positionieren. So wurde die Engineering Division vom Kunden Braskem America mit dem Bau einer neuen Anlage zur Produktion von Polypropylen in La Porte, Texas (USA) beauftragt. Linde wird umfassende Projektdienstleistungen für industrielle Polyolefinanlagen bereitstellen, die von der Basisplanung (Front End Engineering Design; FEED) bis zur kompletten EPC-Ausführung inklusive Beschaffung und Errichtung reichen. Hierzu wird die UNIPOL™ Polypropylen-Prozesstechnologie verwendet, für deren Nutzung Linde zugelassen ist. Der Auftragseingang für die Anlage, die über eine jährliche Produktionskapazität von 450 Kilotonnen verfügt, belief sich für den Berichtszeitraum auf rund 295 Mio. EUR. Baubeginn war im Sommer 2017, die Fertigstellung der Anlage ist für das erste Quartal 2020 vorgesehen. Ferner wurde die Engineering Division vom Kunden Inter Pipeline Ltd. mit der Lieferung eines Front End Engineering Design für eine Anlage zur Produktion von Polypropylen in Alberta (Kanada) beauftragt. Der Auftragseingang im Berichtszeitraum betrug 16 Mio. EUR. Die Vergabe weiterer Auftragsteile wie Beschaffung, Montage und Inbetriebnahme wird für 2018 erwartet. Der Projektbeginn war 2017, die Fertigstellung der Anlage ist für Ende 2021 vorgesehen. Schließlich hat die Engineering Division von PJSC Nischnekamskneftekhim (NKNK) einen Großauftrag zur Lieferung einer Olefinanlage in Nischnekamsk, Republik Tatarstan (Russische Föderation), erhalten. Darüber hinaus wurde eine Vereinbarung über die strategische Zusammenarbeit von Linde mit der TAIF Gruppe getroffen. PJSC Nischnekamskneftekhim ist eines der größten Petrochemieunternehmen in Europa und gehört zur TAIF Gruppe. Im Rahmen des Großauftrags ist Linde für die Lizenzierung, Planung, Materialbeschaffung und technische Bauberatung für die Anlage verantwortlich. Der neue Olefinkomplex von NKNK wird in der ersten Ausbaustufe über eine Kapazität von 600.000 Tonnen Ethylen sowie mehr als 600.000 Tonnen weitere chemische Produkte pro Jahr verfügen. Der Auftragseingang im Berichtszeitraum umfasst nur die ersten Engineering-Tätigkeiten und beläuft sich auf rund 1 Mio. EUR. Die neue Olefinanlage soll im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden. ErdgasanlagenAufgrund des niedrigen Preisniveaus für Öl, Erdgas und LNG blieben die weltweiten Investitionen der Öl- und Gaseindustrie mit Ausnahme von Russland auf einem niedrigen Niveau. Linde Engineering konnte sich erneut einen großen Anteil an den strategischen Investitionen in Russland sichern. So wurde Linde's Großanlagentechnologie zur Verflüssigung von Erdgas (Multi Fluid Cascade, MFC) von Novatek, dem zweitgrößten Erdgasproduzenten Russlands, für den Bau des LNG Komplexes "Arctic LNG II" auf der Gydan-Halbinsel in Westsibirien (Russland) ausgewählt. Hierüber und für zukünftige Ausbaustufen wurde eine Lizenzvereinbarung mit Novatek unterzeichnet. Weiterhin wird Linde Engineering gemeinsam mit Technip FMC (Frankreich) und Nipigaz Pererabotka (Russland) als Joint Venture Unternehmen ("Nova Engineering") die Basisplanung (Front End Engineering Design; FEED) für den LNG Komplex Arctic LNG II erstellen. Die erste Phase des Arctic LNG II-Projekts umfasst insgesamt drei modulare LNG-Stränge mit einer Produktionskapazität von jeweils 6,5 Millionen Tonnen LNG pro Jahr. Nova Engineering hat im Berichtszeitraum Unteraufträge an Linde Engineering in Höhe von rund 16 Mio. EUR für Teile der Basisplanung erteilt. Ferner wurde die Engineering Division bereits im vierten Quartal 2016 von Gazprom und deren Generalunternehmer SRDI Peton Oil & Gas als Lizenzgeber für eine Erdgasverflüssigungsanlage mittlerer Größe (Mid-Scale-LNG) in Portovaya an der russischen Ostseeküste ausgewählt. Die Anlage soll Erdgas aus der nahegelegenen Kompressorstation verflüssigen, die zur Nord-Stream-Pipeline gehört. Im Rahmen seines Vertrags mit Peton ist Linde für das Basis-Engineering der LNG-Anlage verantwortlich und darüber hinaus zur Bereitstellung des Equipments sowie aller Komponenten der kryogenen Anlagenteile zuständig. Im Berichtszeitraum hat die Engineering Division weitere Auftragseingänge von rund 290 Mio. EUR für die zweite Phase des Engineerings, für die Lieferung eines LNG-Tanks, die Lieferung von vakuumisoliertem Rohrleitungsmaterial sowie die Beschaffung weiterer Anlagenkomponenten erhalten. Darüber hinaus wurde Linde Engineering bereits im Jahr 2015 vom Kunden als Lizenzgeber der Erdgasverarbeitungstechnologie für das Projekt Amur GPP im Osten Russlands ausgewählt. Die Anlage wird in fünf Phasen bis 2024 errichtet. Für die dritte Phase des Projekts, die im Berichtszeitraum startete, wurde im Auftragseingang ein Betrag in Höhe von rund 356 Mio. EUR erfasst. Nach Fertigstellung wird Amur GPP mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 49 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr eines der weltweit größten Gasverarbeitungsprojekte sein. 23 AUFTRAGSEINGANG NACH ANLAGENTYPEN IN %![]() LuftzerlegungsanlagenDer Markt für Luftzerlegungsanlagen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gewachsen, hat jedoch bei weitem nicht das Niveau früherer Jahre erreicht. Trotz des anhaltend hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks konnte sich Linde einen beachtlichen Anteil am weltweit verfügbaren Markt für Luftzerlegung sichern. So wurde die Engineering Division vom Kunden Hengli Petrochemical Refinery Co., Ltd. aus China für den Bau einer Luftzerlegungsanlage beauftragt. Dabei handelt es sich um eine Package Unit, die aus sechs Strängen besteht. Ferner wird die Anlage Argon produzieren. Linde ist für das Engineering und die Beschaffung verantwortlich. Die Anlage umfasst einen Auftragswert von insgesamt rund 140 Mio. EUR. Der Bau erfolgt in zwei Phasen, wobei die erste Phase im vierten Quartal 2019 und die zweite Phase im ersten Quartal 2020 fertiggestellt werden soll. Vom Kunden Sauerstoffwerke Friedrichshafen GmbH wurde die Engineering Division mit dem Bau einer Luftzerlegungsanlage in Bielefeld (Deutschland) beauftragt. Dabei handelt es sich um eine Anlage zur Herstellung von Flüssigsauerstoff und -stickstoff mit sehr hohen Reinheitsgraden. Linde ist für das Engineering, die Beschaffung, die Montage und Montageüberwachung verantwortlich. Der Auftragswert beläuft sich auf insgesamt rund 42 Mio. EUR. Die Fertigstellung ist im vierten Quartal 2019 vorgesehen. Außerdem hat der Kunde Shanghai Baosteel Gases Co. Ltd. die Engineering Division mit dem Bau einer Luftzerlegungsanlage in der nordchinesischen Provinz Shandong beauftragt. Dabei handelt es sich um eine Anlage zur Herstellung von gasförmigem Sauerstoff sowie Krypton- und Xenon-Rohgas. Linde ist für das Engineering und die Beschaffung verantwortlich. Der Auftragswert beläuft sich auf insgesamt rund 31 Mio. EUR. Die Fertigstellung ist Mitte 2019 vorgesehen. Von der Gases Division wurde die Division Engineering ebenfalls in der Provinz Shandong mit dem Bau einer Luftzerlegungsanlage in Yantai City (China) beauftragt. Dabei handelt es sich um eine Anlage, die aus zwei Strängen besteht. Damit soll der Endkunde Wanhua Chemical Group Co. Ltd. versorgt werden. Die Engineering Division ist für das Engineering und die Beschaffung verantwortlich. Der Bau erfolgt in zwei Phasen, wobei der erste Strang im zweiten Quartal 2019 und der zweite Strang im dritten Quartal 2019 fertiggestellt werden soll. Wasserstoff- und SynthesegasanlagenDer Markt für Wasserstoff- und Synthesegasanlagen war auch in 2017 weiterhin von einer verhaltenen Nachfrage und einem hohen Wettbewerbsdruck geprägt. Dies lag an dem weitgehend gesättigten Markt für Petrochemikalien und einem Überangebot bei Basischemikalien. Trotzdem konnte sich Linde in diesem schwierigen Marktumfeld mehrere Aufträge für CO-Coldboxen und Schwefelentfernungsanlagen für Kohlevergasungsprojekte in China sichern. Die Engineering Division wurde von SNC Lavalin International Inc. mit der Lieferung von Schlüsselkomponenten für den Bau einer Ammoniakanlage beauftragt. Der Auftragswert beträgt rund 41 Mio. EUR und umfasst unter anderem die Lieferung und den Bau einer Luftzerlegungs- und Adsorptionsanlage. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2020 vorgesehen. SNC Lavalin wiederum ist der Generalunternehmer der Ammoniakanlage in Salalah (Oman), die für den Endkunden Salalah Methanol Company errichtet wird und eine Kapazität von 1.000 Tonnen Ammoniak pro Tag hat. Die Ammoniak Anlage basiert auf dem Linde Ammoniak Konzept (LAC), welches von Linde Engineering bereits im Jahr 2014 im Rahmen des Front End Engineering Design erstellt wurde. Außerdem hat die Gases Division den Auftrag für den Bau einer CO2 Verflüssigungsanlage in Keyes, südlich von Modesto, Kalifornien (USA) erteilt. Mit dem Bau wird eine bereits bestehende Anlage an gleicher Stelle neu errichtet. Die Anlage hat eine Kapazität von rund 360 Tonnen flüssigem Kohlenstoffdioxid pro Tag. Die Engineering Division ist für das Engineering, die Beschaffung und den Bau der Anlage verantwortlich. Die Anlage umfasst einen Auftragswert von rund 22 Mio. EUR. Der Bau soll im vierten Quartal 2018 fertiggestellt werden. 24 UMSATZ NACH ANLAGENTYPEN IN %![]() VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES LINDE KONZERNS25 KONZERNBILANZ (KURZFASSUNG)scroll
VermögenslageDer Geschäfts- oder Firmenwert ist im Wesentlichen aufgrund von Währungseffekten um 724 Mio. EUR gesunken. Die im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen führten zu einem Anstieg dieser Bilanzposition um 37 Mio. EUR. Der Rückgang der übrigen immateriellen Vermögenswerte, bestehend aus Kundenbeziehungen, Markennamen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten, war im Wesentlichen auf Währungseffekte in Höhe von 142 Mio. EUR sowie planmäßige Abschreibungen in Höhe von 264 Mio. EUR zurückzuführen. Dem standen Zugänge (inklusive Zugänge aus Akquisitionen) in Höhe von 18 Mio. EUR gegenüber. Bei den Sachanlagen standen den Zugängen aus Investitionen in Höhe von 1,666 Mrd. EUR Abschreibungen in Höhe von 1,614 Mrd. EUR entgegen. Negative Währungseffekte führten zu einem Rückgang um 822 Mio. EUR. Außerdem wurden Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 266 Mio. EUR in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert. Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte bildeten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 2,668 Mrd. EUR (31. Dezember 2016: 2,755 Mrd. EUR) den größten Posten. Der Anstieg der Forderungen wurde durch negative Währungseffekte in Höhe von 199 Mio. EUR überkompensiert. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr um 331 Mio. EUR auf 941 Mio. EUR angestiegen (31. Dezember 2016: 610 Mio. EUR). Darin enthalten sind im Wesentlichen das Geschäft des Logistikdienstleisters Gist und das Gasegeschäft Pakistan sowie Teile einer Produktionsstätte in EMEA. Ebenso sind die Wertpapiere, im Wesentlichen aufgrund von Zukäufen, um 492 Mio. EUR auf 623 Mio. EUR gestiegen (31. Dezember 2016: 131 Mio. EUR). Das Eigenkapital lag mit 15,059 Mrd. EUR unter dem Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1,566 Mrd. EUR führte ebenso wie positive Effekte aus der Neubewertung von Pensionsplänen in Höhe von 246 Mio. EUR zu einem Anstieg des Eigenkapitals. Negativ wirkten sich Währungseffekte in Höhe von 1,782 Mrd. EUR sowie die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre der Linde AG für das Jahr 2016 in Höhe von 687 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote ist leicht angestiegen und betrug zum Stichtag 44,9 Prozent (31. Dezember 2016: 44,0 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen haben sich zum Stichtag auf 1,280 Mrd. EUR reduziert. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen zurückzuführen. Die Pensionsverpflichtungen (DBO, Defined Benefit Obligation) des Linde Konzerns sind zu 83,2 Prozent (31. Dezember 2016: 80,3 Prozent) durch Vermögenswerte gedeckt. Der Anstieg der Deckungsquote ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Pensionsverpflichtung zurückzuführen, der hauptsächlich aus Planabgeltungen resultiert. Hinsichtlich außerbilanzieller Verpflichtungen wird auf den Anhang zum Konzernabschluss > ZIFFER [36] verwiesen. FinanzlageDas weltweite Finanzmanagement wird vom Konzern-Treasury für alle Konzerngesellschaften einheitlich geführt. Es umfasst das Kapitalstrukturmanagement, die Finanzierung von Konzerngesellschaften, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Finanzrisiken (Kreditausfall-, Zins-, Währungs-, Länder- und Liquiditätsrisiken) sowie die Verwaltung von Pensionsanlagen. Finanzierungsgrundsätze und -zieleZiel der externen Finanzierung und des Liquiditätsmanagements ist es, zu jeder Zeit eine ausreichende Liquidität des Konzerns sicherzustellen. Der externe Finanzierungsspielraum wird für Linde primär durch die Kapitalmärkte und eine große internationale Bankengruppe gewährleistet. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Das heißt: Der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften wird- soweit möglich bzw. wirtschaftlich sinnvoll - über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt. Konzerngesellschaften nutzen entweder Liquiditätsüberschüsse anderer Unternehmenseinheiten in Cash Pools oder werden mit Konzerndarlehen der Linde Finance B.V. bzw. der Linde AG unter Berücksichtigung der länderspezifischen Risiken ausgestattet. Daneben vereinbart das Konzern-Treasury Kreditlinien mit lokalen Banken, um rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Anforderungen Rechnung zu tragen. Lokale Finanzierungen werden, vor allem in Ländern mit Devisenrestriktionen, für geringe Volumina oder für Projekte mit besonderen lokalen Gegebenheiten eingesetzt. Linde hat auch im Jahr 2017 eine angemessene Liquiditätsposition vorgehalten und verfügt neben Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 1,432 Mrd. EUR über einen Wertpapierbestand mit einem Gesamtvolumen von 623 Mio. EUR. Bei diesen Wertpapieren handelt es sich zum überwiegenden Teil um deutsche Bundesanleihen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr. Euro Commercial Paper ProgrammeZur kurzfristigen Finanzierung verfügt die Linde Group über ein Euro Commercial Paper Programme. Als Emittenten sind unter dem Programm die Linde AG sowie die Linde Finance B.V., unter Garantie der Linde AG, vorgesehen. Das Programmvolumen beträgt 2 Mrd. EUR. Zum Jahresende 2017 waren keine Euro Commercial Papers unter diesem Programm ausstehend. Syndizierte KreditfazilitätZusätzlich verfügt Linde über eine syndizierte revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2020, an der insgesamt 33 der national und international wichtigsten Banken des Unternehmens beteiligt sind. Die Fazilität ist zum Jahresende 2017 nicht gezogen und dient auch als Back-up für das Euro Commercial Paper Programme. Linde hat damit eine hohe Finanzierungsflexibilität. KapitalmarktaktivitätenIm Januar 2017 hat die Linde Finance B.V. eine Emission im Volumen von 1 Mrd. EUR unter dem 10-Mrd.-EUR-Debt-Issuance-Programme begeben, die mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem festen Kupon von 0,25 Prozent ausgestattet ist. Der Emissionserlös wurde für die Rückzahlung einer fälligen Anleihe über 1 Mrd. EUR eingesetzt. Unter dem 10-Mrd.-EUR-Debt-Issuance-Programme standen zum Jahresende 2017 insgesamt 7,108 Mrd. EUR (Vj. 7,488 Mrd. EUR) an Emissionen in verschiedenen Währungen aus (Nominalwert umgerechnt zu Stichtagskursen).>SIEHE AUCH ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS, ZIFFER [23]. RatingEin starkes Rating im Investment Grade-Bereich ist weiterhin das erklärte Ziel des Unternehmens. Im Berichtszeitraum haben die Agenturen jeweils ihr Rating für Linde bestätigt. 26 RATING 2017scroll
KapitalstrukturDie Kapitalstruktur des Konzerns ist nach kosten- und risikooptimierenden Gesichtspunkten ausgerichtet. Die Finanzschulden sind im Berichtszeitraum um 509 Mio. EUR auf 8,019 Mrd. EUR gesunken (31. Dezember 2016: 8,528 Mrd. EUR). Im Berichtszeitraum wurden eine Anleihe in Höhe von 1 Mrd. EUR sowie eine 2-Mrd.-NOK-Anleihe zurückgeführt. Des Weiteren trugen Währungseffekte zum Rückgang der Finanzschulden bei. Gegenläufig wirkte sich die Emission einer Anleihe in Höhe von 1 Mrd. EUR aus. Die Finanzierung des Linde Konzerns ist weiterhin langfristig ausgerichtet. Die langfristigen Schulden betrugen zum Stichtag 6,089 Mrd. EUR (31. Dezember 2016: 6,674 Mrd. EUR). Die kurzfristigen Finanzschulden lagen bei 1,930 Mrd. EUR (31. Dezember 2016: 1,854 Mrd. EUR). Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus den Finanzschulden abzüglich der kurzfristigen Wertpapiere sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Sie beliefen sich zum Stichtag auf 5,964 Mrd. EUR (31. Dezember 2016: 6,934 Mrd. EUR). Der Rückgang um 970 Mio. EUR resultierte aus verschiedenen teilweise gegenläufigen Effekten. Die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre der Linde AG in Höhe von 687 Mio. EUR führte zu einem Anstieg der Nettofinanzschulden. Der um 516 Mio. EUR gestiegene operative Free Cash Flow sowie Währungs- und Bewertungseffekte wirkten sich hingegen mindernd auf die Nettofinanzschulden aus. Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden im Verhältnis zum operativen Ergebnis der vergangenen zwölf Monate) betrug zum Stichtag 1,4. Er liegt damit erneut unter dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2016: 1,7) und weiterhin deutlich unter der von Linde definierten Obergrenze von 2,5. Das sogenannte Gearing (Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) belief sich zum Stichtag auf 39,6 Prozent (31. Dezember 2016: 44,8 Prozent). Die zur Verfügung stehende Liquidität ergibt sich aus den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 623 Mio. EUR, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 1,432 Mrd. EUR sowie der syndizierten Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR abzüglich der kurzfristigen Finanzschulden. Zum Stichtag betrug die zur Verfügung stehende Liquidität somit 2,625 Mrd. EUR (31. Dezember 2016: 2,240 Mrd. EUR). KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDer Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten ist im Wesentlichen aufgrund des guten operativen Ergebnisses im Berichtszeitraum um 2,3 Prozent gestiegen. Auch die Veränderung des Working Capital hat mit 216 Mio. EUR positiv zum Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit beigetragen. Dies ist auf höhere erhaltene Anzahlungen im Anlagenbaugeschäft sowie auf ein gutes Working Capital Management in der Gases Division zurückzuführen. In den sonstigen Veränderungen sind u.a. zahlungsunwirksame Bewertungseffekte sowie Auszahlungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung sowie der geplanten Fusion mit Praxair enthalten. Die Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten beinhalten auch Einzahlungen aus dem Abgang von konsolidierten Unternehmen. Neben den Einzahlungen aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft Shenzhen South China Industrial Gases Co. Ltd. sowie des australischen Tochterunternehmens Flexihire Pty. Ltd. ist hier auch die Einzahlung aus dem Verkauf des Gasegeschäfts in Slowenien, Bosnien und Kroatien enthalten. 27 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (KURZFASSUNG, FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN)scroll
INVESTITIONEN DES LINDE KONZERNS28 INVESTITIONEN DES LINDE KONZERNSscroll
Der Investitionsentscheidungs- und -allokationsprozess erfolgt für den Linde Konzern zentralisiert. So wird jede Investition, die bestimmte Größenkriterien überschreitet, durch das verantwortliche Vorstandsmitglied, durch ein zentrales Investmentkomitee oder den Gesamtvorstand freigegeben. Investitionsentscheidungen werden sorgfältig geprüft, da sie für ein projekt- und anlagenintensives Unternehmen wie Linde einen entscheidenden Erfolgsfaktor darstellen. Auf dieser Grundlage hat Linde seine wachstumsorientierte Investitionsstrategie auch im vergangenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Das Unternehmen investierte erneut gezielt in die Bereiche, die Chancen auf überproportionales Wachstum bieten und dazu beitragen, die Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns weiter zu erhöhen. Im Berichtszeitraum standen neben dem Produktbereich On-site vor allem auch die Produktbereiche Flüssig- und Flaschengase im Fokus der Investitionstätigkeit. Die Investitionsquote in der Gases Division lag im Berichtsjahr, bezogen auf den Umsatz, bei 11,7 Prozent (Vj. 11,1 Prozent). Damit lag sie innerhalb der im Vorjahr prognostizierten Bandbreite von 11 Prozent bis 12 Prozent. Die Investitionen in konsolidierte Unternehmen betrugen im Berichtszeitraum 55 Mio. EUR (Vj. 254 Mio. EUR). Die übrigen Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 24 Mio. EUR (Vj. 38 Mio. EUR) resultierten im Wesentlichen aus Kapitalerhöhungen bei Joint Ventures oder aus langfristigen Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und Joint Ventures. GESAMTBEWERTUNG DES GESCHÄFTSJAHRES 2017 DES LINDE KONZERNS DURCH DEN VORSTANDDas Geschäftsjahr 2017 war für Linde ein erfolgreiches Jahr. Alle Ziele wurden vollumfänglich erreicht. Der Konzernumsatz lag mit 17,113 Mrd. EUR um 1,0 Prozent über dem Vorjahreswert von 16,948 Mrd. EUR. Das währungsbereinigte Wachstum des Konzernumsatzes betrug 2,1 Prozent und lag damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite von - 3 Prozent bis +3 Prozent. Das operative Konzernergebnis erreichte einen Wert von 4,213 Mrd. EUR (Vj. 4,098 Mrd. EUR). Es erhöhte sich währungsbereinigt um 4,1 Prozent und lag damit ebenfalls in der angestrebten Bandbreite von +/- 0 Prozent bis +7 Prozent. Die operative Konzernmarge übertraf im Berichtsjahr mit 24,6 Prozent den Vorjahreswert (Vj. 24,2 Prozent). Bei der um Sondereinflüsse bereinigten Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) erzielte Linde im Berichtsjahr 10,2 Prozent (Vj. 9,4 Prozent) und hat damit das angestrebte Ziel von 9 bis 10 Prozent leicht übertroffen. Im Berichtsjahr sind erneut Sondereinflüsse angefallen. Diese umfassen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 280 Mio. EUR (Vj. 116 Mio. EUR) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der angestrebten Fusion mit Praxair in Höhe von 93 Mio. EUR (Vj. 10 Mio. EUR). Die eingeleiteten Maßnahmen wirkten sich aber auch bereits positiv auf die Ertragslage aus. Die übrigen Funktionskosten konnten trotz höherer Sondereinflüsse um 112 Mio. EUR gesenkt werden. Das Ergebnis nach Steuern lag mit 1,536 Mrd. EUR um 209 Mio. EUR über dem Vorjahr (Vj. 1,327 Mrd. EUR). Dieser Anstieg resultierte aus den gesunkenen Ertragsteuern aufgrund der Auswirkungen der Steuerreform in den USA. Das Gesetz für eine umfassende Steuerreform ("Tax Cuts and Jobs Act") sieht unter anderem eine Reduzierung des landesweiten Körperschaftsteuersatzes für Unternehmen ab dem 1. Januar 2018 von 35 Prozent auf 21 Prozent vor. Die Reduzierung des Steuersatzes erforderte eine Neubewertung der latenten Steuern. Hieraus hat sich ein positiver Effekt ergeben, der die Ertragsteuern entsprechend gemindert hat. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich das Ergebnis je Aktie mit 7,56 EUR (Vj. 6,50 EUR) um 16,3 Prozent. Vor Sondereinflüssen erreichte das Ergebnis je Aktie 9,04 EUR (Vj. 7,00 EUR). In der Gases Division erwirtschaftete Linde im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 14,988 Mrd. EUR (Vj. 14,892 Mrd. EUR). Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum 1,8 Prozent und lag damit in der Bandbreite von -2 Prozent bis +3 Prozent, die Linde für das Geschäftsjahr 2017 angestrebt hatte. Beim operativen Ergebnis der Gases Division erzielte Linde mit 4,268 Mrd. EUR einen Zuwachs von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 4,210 Mrd. EUR). Ohne Währungseffekte lag das operative Ergebnis der Gases Division um 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch hier konnte Linde einen Wert innerhalb der ursprünglich geplanten Bandbreite von +/- 0 Prozent bis + 6 Prozent erreichen. Die operativen Margen der Segmente der Gases Division waren in 2017 negativ von steigenden Erdgaspreisen beeinflusst. Dennoch entwickelten sich die Margen in EMEA und Asien/Pazifik gut: EMEA 31,9 Prozent (Vj. 31,5 Prozent), Asien/Pazifik 27,5 Prozent (Vj. 26,4 Prozent). Der Anstieg in EMEA und Asien/Pazifik resultierte vor allem aus den Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, die sich auch in diesem Jahr positiv auf die Marge auswirkten. Erträge aus dem Verkauf langfristiger Vermögenswerte haben ebenfalls zu dem Margenanstieg beigetragen. In Asien/Pazifik hat sich außerdem das Geschäft in China im Berichtszeitraum positiv entwickelt. Die Marge im Segment Amerika sank auf 24,3 Prozent (Vj. 25,2 Prozent). Sie ist aufgrund der Preisreduzierungen im Healthcare-Geschäft wie erwartet leicht rückläufig. In der Engineering Division erzielte Linde im Berichtsjahr 2017 einen Umsatz von 2,388 Mrd. EUR (Vj. 2,351 Mrd. EUR). Die ursprünglich angestrebte Bandbreite von 2,0 Mrd. EUR bis 2,4 Mrd. EUR konnte somit erreicht werden. Die operative Marge der Engineering Division übertraf mit 9,2 Prozent (Vj. 8,3 Prozent) die Erwartungen: Linde hatte für das Geschäftsjahr 2017 einen Wert von rund 8 Prozent angestrebt. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 3. Mai 2018 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 7,00 EUR je Stückaktie auszuschütten. Die vorgeschlagene Dividende setzt sich wirtschaftlich aus einer Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,90 EUR pro Linde Aktie und zusätzlich einer anteiligen Ausschüttung für drei Quartale der für das Geschäftsjahr 2018 erwarteten Dividende in Höhe von 3,10 EUR pro Linde Aktie zusammen. Sie reflektiert Bestimmungen des Business Combination Agreement, das Linde und Praxair für den geplanten Zusammenschluss beider Unternehmen abgeschlossen haben, die dazu dienen, für das Jahr 2018 einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Auszahlungszeitpunkten beider Unternehmen herzustellen. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE DER LINDE AGAllgemeine InformationenDie Linde AG, bestehend aus den Geschäftsbereichen Linde Gas, Linde Engineering und der Unternehmenszentrale, ist das Mutterunternehmen und die Führungsgesellschaft des Linde Konzerns. Der Einzelabschluss der Linde AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die wesentlichen Unterschiede zu dem nach IFRS-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss liegen in der Umsatzermittlung und in der Bewertung der Finanzinstrumente. Als bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator verwendet die Linde AG ausschließlich den Jahresüberschuss. Aus dem Jahresüberschuss wird grundsätzlich die Dividende für die Aktionäre der Linde AG ausgeschüttet. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 3. Mai 2018 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 7,00 EUR je Stückaktie auszuschütten. Die vorgeschlagene Dividende setzt sich wirtschaftlich aus einer Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,90 EUR pro Linde Aktie und zusätzlich einer anteiligen Ausschüttung für drei Quartale der für das Geschäftsjahr 2018 erwarteten Dividende in Höhe von 3,10 EUR pro Linde Aktie zusammen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit 1.299.466.497,00 EUR (Vj. 686.860.862,70 EUR). Vermögenslage der Linde AGIm Berichtsjahr 2017 erhöhte sich die Bilanzsumme der Linde AG von 20,608 Mrd. EUR um 373 Mio. EUR auf 20,981 Mrd. EUR. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 49 Mio. EUR auf 18,142 Mrd. EUR. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug 86,5 Prozent (Vj. 87,8 Prozent). Wesentlicher Bestandteil des Anlagevermögens sind die Finanzanlagen. Dies leitet sich aus der Funktion der Linde AG als Mutterunternehmen des Linde Konzerns ab. Die Finanzanlagen haben sich im Berichtszeitraum um 34 Mio. EUR erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 2,110 Mrd. EUR auf 1,810 Mrd. EUR verringert. Hierzu hat insbesondere der Rückgang der Finanzforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Sonstigen Vermögensgegenstände beigetragen. Darüber hinaus schließt die Linde AG sogenannte Credit Support Annexes (CSA) mit Banken ab. Unter derartigen Verträgen werden die positiven und negativen Marktwerte der von der Linde AG gehaltenen Derivate regelmäßig durch Zahlungsmittel hinterlegt. Entsprechende Forderungen gegenüber Banken sind unter diesem Posten angegeben. Die Linde AG hält 100 Prozent der Anteile an einem Spezialfonds. Der Fonds wird unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen. Der Wertpapierbestand wurde im Berichtsjahr um 499 Mio. EUR erhöht. Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 117 Mio. EUR auf 285 Mio. EUR. Das Eigenkapital (vor Gewinnverwendung) ist um 475 Mio. EUR auf 9,669 Mrd. EUR zurückgegangen. Dabei sind im Wesentlichen zwei gegenläufige Effekte zu berücksichtigen: Der Jahresüberschuss in Höhe von 212 Mio. EUR führte zu einem Anstieg des Eigenkapitals, wohingegen sich die Auszahlung der Dividende für das Jahr 2016 in Höhe von 687 Mio. EUR eigenkapitalmindernd auswirkte. Die Eigenkapitalquote sank damit von 49,2 Prozent auf 46,1 Prozent. Die Rückstellungen betrugen insgesamt 1,018 Mrd. EUR und lagen damit leicht über dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten der Linde AG haben sich im Berichtsjahr 2017, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Linde Finance B.V, um 839 Mio. EUR auf 10,290 Mrd. EUR erhöht. 29 BILANZ DER LINDE AG (KURZFASSUNG)scroll
Finanzlage der Linde AGDie Nettoverschuldung der Linde AG (Wertpapiere des Anlagevermögens, Wertpapiere des Umlaufvermögens, Finanzverbindlichkeiten, Finanzforderungen, flüssige Mittel) ist im Berichtszeitraum von 5,785 Mrd. EUR um 251 Mio. EUR auf 6,036 Mrd. EUR gestiegen. Wesentlicher Grund ist die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 732 Mio. EUR. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der Wertpapiere des Umlaufvermögens um 499 Mio. EUR aus. Des Weiteren sanken die Finanzforderungen gegenüber Externen um 261 Mio. EUR aus sogenannten Credit Support Annexes (CSA) auf 31 Mio. EUR (Vj. 292 Mio. EUR). Ertragslage der Linde AGDie Umsatzerlöse der Linde AG betrugen im Berichtsjahr 2,958 Mrd. EUR und lagen damit leicht über dem Vorjahreswert (2,917 Mrd. EUR). Das EBIT ist von 118 Mio. EUR auf -21 Mio. EUR gesunken. Im Geschäftsbereich Linde Gas erhöhte sich der Umsatz um 3,9 Prozent auf 1,507 Mrd. EUR (Vj. 1,449 Mrd. EUR). Im Geschäftsbereich Linde Engineering verzeichnete die Linde AG im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang auf 1,518 Mrd. EUR (Vj. 1,543 Mio. EUR). Insgesamt hat die Linde AG im Geschäftsjahr 2017 Erlöse für Aufträge insbesondere aus den Ländern Indien, Russland, China, USA, Finnland und Saudi-Arabien erfasst. Die Linde AG hat 36,7 Prozent (Vj. 35,1 Prozent) des Umsatzes mit Kunden im Inland erwirtschaftet. Der Exportanteil betrug 63,3 Prozent (Vj. 64,9 Prozent); davon entfielen auf Europa 41,5 Prozent (Vj. 45,8 Prozent), auf die Region Asien/Pazifik 43,9 Prozent (Vj. 37,6 Prozent) und auf Amerika 13,8 Prozent (Vj. 14,0 Prozent). In Afrika hat die Linde AG im Berichtsjahr einen Umsatz von 0,8 Prozent (Vj. 2,6 Prozent) erzielt. Der überwiegende Teil des Exportgeschäfts bezieht sich auf den Geschäftsbereich Linde Engineering. Da das internationale Anlagenbaugeschäft ein Projektgeschäft ist und Umsatz erst mit Fertigstellung des Projekts gelegt wird, ergeben sich im Jahresvergleich immer wieder regionale Schwankungen. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs Linde Engineering hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 1,651 Mrd. EUR (Vj. 1,523 Mrd. EUR) erhöht. Der Auftragsbestand erreichte zum Ende des Berichtsjahres 6,963 Mrd. EUR. Er lag damit um 2,0 Prozent über dem Vorjahreswert (6,828 Mrd. EUR). Die durchschnittliche Auftragsreichweite beläuft sich auf etwa drei Jahre. Die Bruttomarge stieg von 27,3 Prozent auf 28,4 Prozent. Der wesentliche Grund für den Margenanstieg ist der im Verhältnis zum Vorjahr gestiegene Umsatzanteil des Geschäftsbereichs Linde Gas, der im Vergleich zum Anlagenbau grundsätzlich höhere Bruttomargen ausweist. Der Anstieg der Funktionskosten auf 843 Mio. EUR (Vj. 767 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Während die übrigen Erträge in etwa das Vorjahresniveau erreichten, stiegen die übrigen Aufwendungen im Wesentlichen bedingt durch Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit Praxair an. Im Berichtsjahr wurden hierfür 88 Mio. EUR erfasst. Das Beteiligungsergebnis sank im Berichtsjahr auf 404 Mio. EUR (Vj. 871 Mio. EUR). Hierin sind Dividenden in Höhe von 272 Mio. EUR (Vj. 689 Mio. EUR) und Gewinne aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 132 Mio. EUR (Vj. 182 Mio. EUR) enthalten. Mit dem überwiegenden Teil der deutschen Tochtergesellschaften bestehen direkt oder indirekt Ergebnisabführungsverträge. Für die Dividendenzahlungen der meist ausländischen Tochtergesellschaften werden individuelle Ausschüttungsbeschlüsse gefasst. 30 ERTRAGSLAGE DER LINDE AG (KURZFASSUNG)scroll
Die wesentlichen Veränderungen im übrigen Finanzergebnis sind auf den gestiegenen Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 82 Mio. EUR (Vj. 29 Mio. EUR), bedingt durch den Rückgang des Abzinsungssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen sowie durch geringere Kursgewinne aus der Bewertung des Deckungsvermögens von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 10 Mio. EUR (Vj. Kursgewinne 67 Mio. EUR), zurückzuführen. Des Weiteren stiegen die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens von 30 Mio. EUR im Vorjahr um 13 Mio. EUR auf 43 Mio. EUR im Berichtsjahr an. Das Ergebnis vor Steuern betrug 221 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert (949 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung des Steuerergebnisses hat die Linde AG im Berichtsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von 212 Mio. EUR (Vj. 939 Mio. EUR) erzielt. Dieser lag um 77,4 Prozent unter dem Vorjahr, bedingt durch die deutlich niedrigeren Beteiligungserträge. Der Bilanzgewinn stieg im Wesentlichen aufgrund der Entnahme aus den Gewinnrücklagen um 612 Mio. EUR auf 1,299 Mrd. EUR an. Ursprünglich war ein Jahresüberschuss und ein Bilanzgewinn innerhalb einer Bandbreite von 700 Mio. EUR und 800 Mio. EUR prognostiziert. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGLinde KonzernInsgesamt hat Linde im vergangenen Geschäftsjahr 112 Mio. EUR für Forschung und Entwicklung aufgewendet (Vj. 121 Mio. EUR). Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren in diesem Bereich insgesamt 350 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 345), 241 davon in der Gases Division und 109 in der Engineering Division. Um seine Innovationen gegenüber dem Wettbewerb abzusichern, hat Linde im abgelaufenen Geschäftsjahr konzernweit 232 Erfindungen erstmals zum Patent angemeldet. Am 31. Dezember 2017 schützten 3.766 Patente unterschiedliche Linde Technologien. Viele davon beinhalten Nachhaltigkeitsaspekte, so sind über 500 Patente in den Bereichen Chemie und Umwelt, Clean Energy und Wasserstofftechnologien verankert. Mehr als die Hälfte der Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Berichtsjahr wurden aufgrund eines direkten oder indirekten Umweltvorteils verfolgt. In der Gases Division hat Linde im Berichtsjahr 73 Mio. EUR (Vj. 76 Mio. EUR) in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert und seine Aktivitäten dabei auf folgende Kundensegmente ausgerichtet: Metallurgie & Glas, Lebensmittel, verarbeitende Industrie, chemische Industrie & Umwelttechnologien sowie Öl & Gas. In der Engineering Division hat Linde im Berichtszeitraum 2017 insgesamt 39 Mio. EUR für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgewendet (Vj. 45 Mio. EUR). Die Mittel wurden hauptsächlich für die Weiter- und Neuentwicklung von Technologien in den Produktlinien Erdgas-, Luftzerlegungs-, Olefin- sowie Wasserstoff- und Synthesegasanlagen eingesetzt. Dabei ist es stets das Ziel, die Energieeffizienz und die Umweltverträglichkeit der Anlagen noch weiter zu erhöhen. Auf Basis von Forschungsergebnissen erschließt Linde kontinuierlich neue Verwendungsmöglichkeiten für seine Gase und verbessert beständig bestehende Verfahren, Anlagentechnologien und Anwendungen. Entwicklungen erfolgen fast immer im Umfeld von Aufträgen und damit in sehr enger Abstimmung mit den Kunden und deren Anforderungen. Um neue Technologie- und Geschäftstrends zu identifizieren, geht Linde auch gezielt Kooperationen ein und kann so auf ein Netzwerk von über 90 Partnern in über 20 Ländern bauen. Beispielsweise bestehen Zusammenarbeiten mit wissenschaftlichen Institutionen, Start-ups, mittelständischen Unternehmen sowie großen Konzernen. Die Corporate & Support Funktion Technology & Innovation konnte die in den vergangenen Jahren implementierte Innovationsstrategie nutzen und die Aktivitäten deutlich ausweiten. Zusätzlich konnten Prozesse optimiert und dadurch die Effizienz des Bereichs gesteigert werden. In enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen der Gases und der Engineering Division wurden zahlreiche Projekte entwickelt. Darüber hinaus gibt es mit der "Global Innovation Challenge" mittlerweile eine unternehmensweite Plattform, um Ideenentwicklung im Innovationsumfeld voranzutreiben und Raum für internationale und cross-funktionale Zusammenarbeit zu schaffen. Alle Unternehmungen sind auf fünf Kernthemen fokussiert: Neue Werkstoffe, Effizienz, Umwelt & Ressourcen und Lebensqualität sowie als fünfter und integrierender Aspekt die Digitalisierung. DigitalisierungIm Berichtsjahr intensivierte Linde seine Aktivitäten im Bereich der Digitalisierung deutlich. Eine zentrale Rolle dabei spielt ein eigens entwickelter Prozess, der Entwicklungen deutlich beschleunigen soll (Accelerator Process). Dieser mittlerweile etablierte Prozess wird im Digital Base Camp als Basis für alle Projekte eingesetzt, in denen kleine Teams mit knappen Zeitvorgaben an Prototypen neuer Produkte und Dienstleistungen arbeiten. Nur Projekte, die sich innerhalb von drei Monaten bewähren, werden verfolgt und in das Geschäftsportfolio überführt. Die digitalen Daten, die Linde im Laufe der Jahre in verschiedenen Geschäftsfeldern gesammelt hat, sind Grundlage vieler Aktivitäten. So werden zum Beispiel die Informationen von 500.000 Sensoren in Luftzerlegungsanlagen weltweit in ein neues, vorausschauendes Instandhaltungssystem eingespeist. Dieses soll in Zukunft vor bevorstehenden Fehlfunktionen warnen, so dass Module ersetzt werden, bevor es zu einem Ausfall kommt. Darüber hinaus sollen die digitalen Entwicklungen den Kunden die Geschäftsaktivitäten erleichtern. So bietet beispielsweise das Linde PLANTSERV™ Portal Anlagenbetreibern einen komfortablen digitalen Marktplatz unter anderem für die Beschaffung von Ersatzteilen. Weitere Beispiele der verschiedenen digitalen Projekte sind Schulungen von Betreibern von Großanlagen mit Virtual Reality-Technologie und ein Algorithmus, der vorhersagt, wann ein Gaskunde eine neue Lieferung benötigt. Neue WerkstoffeIm Bereich neuer Werkstoffe konzentriert sich Linde unverändert auf den Einfluss von Industriegasen auf Materialeigenschaften und Fertigungsverfahren. Das Unternehmen betrachtet neben der Elektronikanwendung auch die gesamte Wertschöpfungskette der additiven Fertigung (Additive Manufacturing, AM) und entwickelte verschiedene Anwendungen in der Produktfamilie ADDVANCE: Ein Lagersystem für AM-Pulver, wodurch der Pulverabbau auf ein Minimum reduziert wird, sowie eine Nachbehandlung und Reinigung von AM-gefertigten Teilen, um optimale Oberflächenqualität zu garantieren. EffizienzFortwährende Effizienzsteigerung auch von bereits etablierten Verfahren ist in einem Marktumfeld steigender Wettbewerbsintensität ein Kernelement, um nachhaltig Wert für die Kunden zu generieren. Ein Beispiel dafür ist der internationale Röntgenlaser European XFEL, der im September 2017 erfolgreich in Hamburg in Betrieb genommen wurde. Die Linde Kryotechnik AG rüstete die bestehende Helium-Kälteanlage auf ein leistungsfähigeres System um, das Helium bei einer Temperatur von -271 °C zur Kühlung des Linearbeschleunigers zur Verfügung stellt. Basierend auf der Umrüstung ist ein erheblich effizienterer Kühlprozess möglich, der den Energieverbrauch um 50 Prozent reduziert. Ein weiteres Beispiel ist der CRYOLINE CWI Froster, in dem zwei patentierte Linde Technologien kombiniert werden: CRYOWAVE als kontrollierbares Vibrationssystem für IQF-Produkte (individually quick frozen, einzeln schnell gefrostet) und die Impingment-Technologie, die das Frosten von Nahrungsmitteln durch kryogene Gase beschleunigt. Umwelt & RessourcenAufgrund des Einflusses auf den Klimawandel bleiben CO2 Emissionen weltweit im Fokus. Linde Engineering entwickelt gemeinsam mit BASF ein Vorgehen, mit dessen Hilfe CO2 besser verwertet wird. Das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) fördert das Projekt, in dem mit neu entwickelten Katalysatoren und Prozessen CO-reiches Synthesegas energieeffizient auf Basis von Erdgas und CO2 hergestellt wird (Dry Reforming Technologie). Synthesegas besteht aus H2 und CO und wird für die Herstellung von verschiedenen Chemikalien als Ausgangsstoff verwendet. Wichtige Ergebnisse für dieses Projekt liefert dabei der Linde Pilot Reformer, eine weltweit einzigartige Pilotanlage am Standort München. Das Unternehmen fokussiert einen Teil seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die nachhaltige Verbesserung der Wechselwirkung zwischen Umweltverträglichkeit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit. Linde ist Mitglied einer Kooperation von 17 Unternehmen und Einrichtungen aus Industrie und Wissenschaft, die sich im Klimaschutzforschungsprojekt "Carbon2Chem" zusammengeschlossen haben. Im Rahmen des Projekts werden die Möglichkeiten erforscht, wie aus Stahlwerkshüttengasen chemische Rohstoffe gewonnen werden können. Ebenso engagiert sich Linde stark beim Thema Integration erneuerbarer Energien. So ist Linde bei dem von der Bundesregierung geförderten Kopernikus Projekt "SynErgie" zur Flexibilisierung von industriellen Großverbrauchern von Strom, wie es Luftzerlegungsanlagen sind, beteiligt. Ziel von SynErgie ist es, alle technischen und marktseitigen Voraussetzungen zu schaffen, um den Energiebedarf der deutschen Industrie maßgeblich mit dem volatilen Energieangebot durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien zu synchronisieren. Linde entwickelt zusammen mit den führenden Hochschulen TU München und RWTH Aachen ihre Kerntechnologie der kryogenen Luftzerlegung weiter, um diese für die technischen und betrieblichen Anforderungen der Energiewende zu befähigen. Einen wichtigen Beitrag leistet Linde auch bei der Verwendung von Wasserstoff für Schienenfahrzeuge. Gemeinsam mit Partnern wurde ein Vertrag unterzeichnet, der vorsieht, dass das Unternehmen dafür die weltweit erste H2 Tankstelle für Brennstoffzellen-Züge baut. Vierzehn emissionsfreie Schienenfahrzeuge sollen ab 2021 Reisende zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude befördern und herkömmliche Dieselloks ersetzen. In Zukunft will Linde dafür Wasserstoff nutzen, der aus regenerativer Energie mittels Elektrolyse und Windkraft erzeugt wird. LebensqualitätLinde Healthcare setzte die Einführung der neuen Datenplattform Hospital IQ (Cobalt) in mehreren Ländern fort. Die digitale Plattform nutzt die Vorteile der neuen Generation medizinischer Sauerstoff- Flaschen (LIV® IQ). Die LIV® IQ Flaschen werden zentral überwacht, und die Plattform bietet den Kunden eine vollständige Transparenz der genutzten Flaschen. Die Hospital IQ-Plattform, wird kontinuierlich um zusätzliche Funktionen erweitert und hilft unseren Kunden, die Sicherheit und Effizienz der mobilen Sauerstoffnutzung in einem Krankenhaus deutlich zu verbessern. 31 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGscroll
Linde AGIm Berichtsjahr 2017 hat die Linde AG insgesamt 115 Mio. EUR (Vj. 117 Mio. EUR) für Forschung und Entwicklung (F & E) aufgewendet. Soweit Tochtergesellschaften Forschung und Entwicklung betreiben, verrechnen diese ihre Kosten nach der Kostenaufschlagsmethode an die Linde AG. Der Gewinnaufschlag wird auf Konzernebene eliminiert. Ebenso werden auf Konzernebene an Tochtergesellschaften gezahlte Lizenzgebühren eliminiert. Im Geschäftsbereich Linde Gas sind F & E-Aufwendungen in Höhe von 89 Mio. EUR (Vj. 94 Mio. EUR) angefallen. Im Geschäftsbereich Linde Engineering hat die Linde AG 26 Mio. EUR (Vj. 23 Mio. EUR) zur Neu- und Weiterentwicklung von Technologien für wichtige Anlagentypen bereitgestellt. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren in der Linde AG insgesamt 208 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt (Vj. 209 Mitarbeiter). Davon waren 122 Mitarbeiter (Vj. 115 Mitarbeiter) im Geschäftsbereich Linde Gas und 86 Mitarbeiter (Vj. 94 Mitarbeiter) im Geschäftsbereich Linde Engineering tätig. NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTStrategieLinde verbindet langfristigen Geschäftserfolg mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung. Nachhaltigkeit ist damit ein wichtiger Baustein der Konzernstrategie. Aus diesem Grund analysiert das Unternehmen kontinuierlich die Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt und integriert Nachhaltigkeitsaspekte in sein Kerngeschäft. Produkte und Technologien von Linde leisten einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Bei seinen Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung folgt Linde festen Grundsätzen:
Wesentliche berichtspflichtige nichtfinanzielle Kennzahlen und qualitative Informationen zum Thema Nachhaltigkeit berichtet Linde im zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht. >SIEHE SEITE 208. Im Corporate Responsibility-Bericht veröffentlicht das Unternehmen zusätzlich detailliert Kennzahlen und qualitative Ergänzungen auf Basis globaler Leitlinien für Nachhaltigkeitsberichterstattung (GRI G4) sowie der Anforderungen wichtiger Stakeholder. Nachhaltigkeit entlang der WertschöpfungsketteRohstoffeDurch den effizienten Einsatz von Ressourcen senkt Linde Kosten und reduziert Umweltauswirkungen. Der wichtigste Rohstoff bei der Produktion der Gase ist Luft. Gemessen am Gewicht basierten über 80 Prozent der 2017 verkauften Menge an Gasen auf diesem natürlichen Grundstoff. Auch Kohlenstoffdioxid ist ein zentraler Rohstoff für Linde. Rund 80 Prozent des Kohlenstoffdioxids gewinnt das Unternehmen aus Recyclingprozessen und rund 10 Prozent davon aus rein biologischen Prozessen. Neben Luft wird zur Herstellung von Produkten vor allem Energie benötigt. Gasflaschen sind das zentrale Verpackungsmaterial für Produkte von Linde. Eine typische Gasflasche hat eine Lebensdauer von vielen Jahren und wird durchschnittlich viermal im Jahr wiederbefüllt. Technologien von Linde unterstützen zudem den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe. Produktion und TransportAuf der Grundlage weltweit gültiger Standards und Richtlinien hat Linde Managementsysteme für Sicherheit und Umweltschutz eingerichtet. Im Fokus steht die Sicherheit für Mitarbeiter, Nachbarn, Geschäftspartner und weitere Dritte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem effizienten Einsatz von Energie, Ressourcen und Materialien sowie auf dem Reduzieren von Umweltauswirkungen. LieferketteBei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigt Linde neben wirtschaftlichen Kriterien wie Qualität, Preis und Verfügbarkeit auch Aspekte wie Sicherheit und Umweltschutz. Für die Zusammenarbeit mit Lieferanten hat das Unternehmen dafür verbindliche Mindestanforderungen definiert und prüft in Stichproben, ob diese eingehalten werden. Zudem bezieht Linde Lieferanten auch in das eigene Sicherheits- und Umweltmanagement mit ein. KundenLinde unterstützt mit seinen Produkten und Services seine Kunden dabei, ihre Geschäftsprozesse effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Gase und Technologien von Linde tragen insbesondere dazu bei, Energieverbräuche und Emissionen in großem Umfang zu reduzieren. Ein besonders großer Anteil solcher Einsparungen geht auf die Anwendung von Sauerstoff in einem speziellen Verbrennungsverfahren in Oxyfuel-Anlagen zurück sowie auf den Einsatz von Wasserstoff zur Entschwefelung von Kraftstoff in der Mineralölindustrie. Mit dem Ziel, Umweltbelastungen weiter zu senken, werden Produkte von Linde auch im Bereich der Mobilität eingesetzt. Ebenso kommen Technologien von Linde zum Einsatz bei der Wasserbehandlung und zur Reduzierung von Emissionen in die Luft. Engagement für die GesellschaftLinde engagiert sich weltweit in einer Vielzahl von Projekten. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt dabei auf Bildung und Forschung. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen ausgewählte Initiativen in den Bereichen Sicherheit, Umweltschutz, Gesundheit und Soziales sowie vereinzelt Kulturprojekte. Im Jahr 2017 wurden weltweit rund 6,7 Mio. EUR für etwa 200 Projekte und Initiativen bereitgestellt, rund 2,1 Mio. EUR wurden gespendet. Linde erreichte im Berichtsjahr mit seinem gesellschaftlichen Engagement rund 960.000 Kinder, Schüler und Studierende. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTChancenmanagementAls weltweit tätiger Konzern agiert Linde in einem dynamischen Umfeld, in dem sich immer wieder neue Marktchancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und effizient zu nutzen - und dabei Risiken richtig einzuschätzen - ist für das Unternehmen eine wesentliche Voraussetzung, um nachhaltig profitabel wachsen zu können. Im Rahmen der Strategiegespräche, die der Vorstand mit den Verantwortlichen der operativen Bereiche regelmäßig durchführt, werden Chancen und Investitionsmöglichkeiten identifiziert, bewertet, gesteuert und kontrolliert. Die Ergebnisse dieser Sitzungen bilden eine wesentliche Grundlage für die Strategiefindung des Linde Konzerns. Die Strategie und die hieraus abgeleiteten Unternehmensziele wiederum sind auch der Ausgangspunkt für das Risikomanagement. > SIEHE RISIKOBERICHT, SEITEN 75 BIS 89. Grundsätzlich strebt Linde ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an, wobei es stets das übergeordnete Ziel ist, durch die Erschließung neuer Marktchancen den Wert des Unternehmens für alle Anspruchsgruppen zu steigern. Sofern es wahrscheinlich ist, dass die jeweiligen Chancen eintreten, wurde dies bereits in den Zielen und der Konzernstrategie sowie im Ausblick für das Jahr 2018 berücksichtigt, wie sie in diesem Bericht erläutert werden. Der nachfolgende Abschnitt konzentriert sich deshalb auf potenzielle künftige Entwicklungen, die zu einer für Linde positiven Abweichung vom kurzfristigen Ausblick führen könnten. ChancenfelderChancen durch eine bessere Entwicklung der globalen KonjunkturLinde ist weltweit in mehr als 100 Ländern aktiv und als Lieferant für nahezu alle Industriebereiche tätig. Insbesondere in den stärker wachsenden Volkswirtschaften hat das Unternehmen bedeutende Marktanteile in den relevanten Marktgebieten. Das globale Wirtschaftswachstum und die weltweite Industrieproduktion haben einen entscheidenden Einfluss auf das Umsatz- und Ergebniswachstum des Unternehmens. Für das laufende Jahr 2018 erwarten die Konjunkturforscher einen Anstieg des globalen realen Bruttoinlandsprodukts um 3,2 Prozent. Bei der weltweiten Industrieproduktion wird ebenfalls mit einem Plus von 3,8 Prozent gerechnet. > SIEHE PROGNOSEBERICHT, SEITEN 90 BIS 93. Sollte die Wirtschaft insgesamt stärker wachsen als ursprünglich prognostiziert, könnte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Linde Konzerns sowie auf die Ergebnisentwicklung der Linde AG auswirken. Chancen durch die wachsende Bedeutung des Energieträgers ErdgasDie moderne Gesellschaft ist unverändert auf eine bezahlbare, verlässliche und umweltschonende Energieversorgung angewiesen. Der Weg zu einer ausgewogenen Energiewirtschaft führt auch über den Einsatz neuer Technologien für eine möglichst umweltverträgliche Erschließung endlicher Ressourcen. Linde verfügt über die erforderlichen Kompetenzen, um die Marktchancen in diesen Bereichen nutzen zu können. Das Unternehmen ist für die steigende Nachfrage nach Erdgas gut gerüstet. Linde beherrscht die Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Verflüssigung und dem Transport des Erdgases bis hin zur sicheren Lieferung an den Endverbraucher. Darüber hinaus verfügt Linde über umfassendes Know-how über die effiziente Erschließung von Erdöl- und Erdgasvorkommen (Enhanced Oil und Gas Recovery; EOR bzw. EGR) durch den Einsatz von Industriegasen wie Stickstoff. Chancen durch verstärkte KlimaschutzbemühungenDer weltweite Energiebedarf steigt weiter, damit erhöhen sich auch die Risiken für das Klima und die Umwelt. Der kontinuierliche Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Entwicklungen von Anwendungen und Lösungen, um beispielsweise Abgase zu recyceln oder schädliche Treibhausgase zu reduzieren, ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer ausgeglichenen Umweltbilanz. Linde entwickelt fortwährend neue Verfahren und Techniken, die maßgeblich zum Klimaschutz beitragen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels kommt dem Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) eine besondere Rolle zu. Linde bietet verschiedene Lösungen zur CO2 -Reduzierung und -Wiederverwertung. So entwickelt das Unternehmen unter anderem Anlagen zur Abgasreinigung und CO2 -Abscheidung in Kraftwerken und engagiert sich in einer Forschungsinitiative, die Abgase aus Hochöfen konkurrenzfähig in Wasserstoff und Synthesegas umwandelt. Wasserstoff kann eine Schlüsselfunktion bei der zukünftigen Energieversorgung übernehmen - nicht nur als Kraftstoff, sondern auch als Speicher für regenerativ erzeugten Strom sowie zur Produktion von schwefelarmen Schiffstreibstoffen. Linde ist Vorreiter bei der Weiterentwicklung der Wasserstofftechnologie und setzt sich in den verschiedensten Bereichen für den Durchbruch dieses umweltfreundlichen Energieträgers ein. Chancen durch regulatorische Entwicklungen im GesundheitswesenDas globale Wachstumsfeld Gesundheit wird getrieben von der demografischen Entwicklung und weiter verbesserten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, insbesondere bei chronischen Atemwegserkrankungen. Zudem haben auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften immer mehr Menschen Zugang zu einer medizinischen Versorgung. Darüber hinaus bietet der zunehmende Druck auf die Gesundheitsbudgets Chancen für neue, kosten- und nutzeneffiziente Angebote von privaten Unternehmen. Linde hat sich durch die gezielten Akquisitionen und Investitionen der vergangenen Jahre zu einem führenden Healthcare-Anbieter der Gaseindustrie entwickelt und ist auf die Behandlung von Atemwegserkrankungen spezialisiert. Der Gesundheitsmarkt ist zu großen Teilen staatlich reglementiert und unterliegt speziellen Genehmigungs- und Zulassungsregeln. Sollten es die jeweiligen Rahmenbedingungen ermöglichen, insbesondere in den aufstrebenden Volkswirtschaften noch mehr Menschen einen Zugang zu umfassenden medizinischen Leistungen zu bieten, kann sich dies positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Linde Konzerns sowie auf die Ergebnisentwicklung der Linde AG auswirken. Investitionen in die Infrastruktur, Fortschritte in medizinischen Diagnoseverfahren und steigender Wohlstand in den aufstrebenden Volkswirtschaften könnten die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens zusätzlich positiv beeinflussen. Fusions- und ÜbernahmechancenDer geplante Merger unter Gleichen mit dem US-amerikanischen Unternehmen Praxair könnte sich für beide Unternehmen als sehr vorteilhaft erweisen. Das zusammengeführte Unternehmen könnte eine starke Präsenz in allen wichtigen Regionen und Endmärkten haben mit einem vielfältigen und besser ausgewogenen globalen Portfolio und könnte in der Lage sein, langfristige Wachstumstrends besser auszunutzen. Zusätzlich könnten sich bedeutende Synergieeffekte einstellen. Chancen durch organisatorische und prozessbezogene VerbesserungenDie stetige Verbesserung der Geschäftsprozesse und eine konsequente Kostenkontrolle tragen dazu bei, die Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit von Linde weiter zu stärken. Das Unternehmen hat eine kontinuierliche nachhaltige Effizienzsteigerung etabliert und verankert. Darüber hinaus wurde das laufende Programm LIFT weitergeführt, um zusätzliche Organisationsanpassungen zu implementieren. LIFT ist mit messbaren Zielen verknüpft. Die größten Potenziale zur weiteren Optimierung sieht Linde vor allem in der Stärkung der regionalen Verantwortung, um zukünftig deutlich agiler auf Markt- und Kundenanforderungen reagieren zu können. Chancen durch Innovationen, Forschung und EntwicklungDer langfristige unternehmerische Erfolg von Linde hängt auch von der Fähigkeit ab, innovative Angebote zur Marktreife zu führen, die einen nachhaltigen Mehrwert bieten. Daher arbeitet das Unternehmen beständig daran, die Qualität seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter zu erhöhen, die Chancen aus der zunehmenden Digitalisierung zu nutzen sowie die Kooperationen mit Kunden und Partnern zu intensivieren. Sollte es dabei größere Fortschritte geben als derzeit erwartet, könnte dies dazu führen, dass mehr neue und verbesserte Produkte und Dienstleistungen auf den Markt gebracht werden oder früher als geplant zur Verfügung stehen. Dies könnte zu einer Umsatz- und Ergebnissteigerung des Linde Konzerns und zu einer positiveren Ergebnisentwicklung der Linde AG beitragen. Weitere Informationen über künftige Chancen im Bereich Forschung und Entwicklung finden sich im entsprechenden Kapitel. > SIEHE FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG, SEITEN 70 BIS 72. Finanzwirtschaftliche ChancenDie Zinsentwicklungen beeinflussen das Finanzergebnis sowie die Pensionsverpflichtung von Linde. Das Unternehmen verfolgt laufend das Geschehen auf den internationalen Finanzmärkten, um sich bietende Chancen zu identifizieren und zügig zu nutzen. Auch Wechselkursverhältnisse haben einen Einfluss auf den Konzernumsatz und auf das operative Konzernergebnis. Aus der Umrechnung der jeweiligen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro ergeben sich translatorische Währungskurseffekte. Dabei gilt: Je höher die Volatilität des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen ist, desto stärker beeinflussen die translatorischen Wechselkurseffekte den Umsatz und das Ergebnis des Linde Konzerns. Sollten sich die Zinsen und Wechselkurse für das Unternehmen günstiger entwickeln als derzeit prognostiziert, hätte dies positivere Effekte auf das Finanzergebnis bzw. den berichteten Umsatz und das operative Ergebnis des Linde Konzerns sowie auf das Ergebnis der Linde AG als derzeit geplant. BeschaffungschancenAuch Beschaffungspreise haben Auswirkungen auf die Ertragskraft des Unternehmens. Dies gilt insbesondere für Materialgruppen, die von Rohstoffen wie Stahl, Aluminium und Messing sowie von Energiekosten abhängig sind. Linde verfolgt im Beschaffungswesen eine konzernübergreifende Portfoliostrategie. Im Rahmen seines Konzepts zur nachhaltigen Effizienzsteigerung hat das Unternehmen sowohl organisatorische Maßnahmen umgesetzt als auch verbesserte Prozesse eingeführt, um die Leistungsfähigkeit im Einkauf noch weiter zu erhöhen und die Steuerungsmöglichkeiten noch transparenter zu gestalten. Risikomanagement und Internes KontrollsystemRisikopolitikLinde ist als global agierendes Technologieunternehmen im Rahmen seines weltweiten Geschäfts einer Vielzahl unterschiedlichster Risiken ausgesetzt. Erst die Bereitschaft, unternehmerische Wagnisse einzugehen, ermöglicht es, sich bietende Chancen zu nutzen. Linde nimmt daher angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf, wenn damit gleichzeitig entsprechende Möglichkeiten verbunden sind, die eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts erwarten lassen. Das Risikomanagement hat in diesem Zusammenhang die Aufgabe, die Sicherheit, mit der Strategie-, Wachstums- und Ertragsziele erreicht werden sollen, zu erhöhen. Linde wendet ein ERM-System (Enterprise Risiko Management) an, dessen Grundsätze in konzernweit gültigen Richtlinien festgeschrieben sind und dessen Wirksamkeit und Effizienz in- und extern regelmäßig überprüft werden. Enterprise Risiko Management (ERM) SystemDas ERM-System orientiert sich an dem sogenannten Three Lines of Defence Model (TLoD), das von der FERMA (Federation of European Risk Management Associations) und der ECIIA (European Confederation of Institutes of Internal Auditing) im Rahmen einer Empfehlung zur Umsetzung der 8. EU-Direktive, Artikel 41, vorgeschlagen wurde, um die Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Akteuren im Compliance Management, im Risikomanagement, im Internen Kontrollsystem und in der Internen Revision strukturiert zu beschreiben. Das Modell basiert auf den drei Abwehrstufen "operative Geschäftseinheiten", "zentrale Organisationseinheiten" sowie "unabhängige Prüfungsinstanzen" RisikomanagementDas Risikomanagementsystem legt den Fokus auf die Identifizierung und Handhabung von Risiken. Es zielt dabei nicht nur auf die bestandsgefährdenden Risiken, wie es das KonTraG fordert, sondern auf sämtliche wesentliche Risiken für das Unternehmen. Der internationale Standard ISO 31000/2009, der Best Practice-Leitlinien für das Risikomanagement bereitstellt, bildet das Rahmenkonzept für das Risikomanagementsystem von Linde. Internes Kontrollsystem (IKS)Zielsetzung des Internen Kontrollsystems ist es, durch geeignete Kontrollen in den Abläufen Risiken zu vermeiden, insbesondere in den Bereichen der Rechtskonformität, der Strategieverfolgung, der Bilanzqualität, der Prozessqualität sowie des Schutzes von Vermögenswerten. Dabei beschränkt sich Linde nicht nur auf Risiken, die eine direkte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens haben, sondern bezieht auch solche Risiken ein, die eine indirekte Auswirkungen auf finanzielle Kennzahlen entfalten, wie beispielsweise Reputationsrisiken. Das Interne Kontrollsystem umfasst sämtliche Kontrollen, die in die Geschäftsabläufe eingebettet sind. Der Aufbau des Internen Kontrollsystems ist angelehnt an das vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) 2013 veröffentlichte und weltweit anerkannte Rahmenkonzept "Interne Kontrolle - Übergreifendes Rahmenwerk". Compliance ManagementDas Compliance Management System (CMS) der Linde Group umfasst die sechs Bestandteile eines zeitgemäßen CMS und damit u.a. einen Prozess zur verbindlichen Risikoanalyse (Compliance Risk Assessment [CRA]), der die Themen allgemeine Compliance, Kartellrecht und Korruption abdeckt. Das CRA ist eng verbunden mit dem Compliance Monitoring, d.h. der Überwachung der Einhaltung der Prozesse und Kontrollen in den Risikobereichen und bei Erreichen bestimmter Risikowerte, verzahnt mit dem Risiko Management der Linde Group. Ein wesentlicher Baustein des CMS sind die Präsenz- und eLearningschulungen der Compliance Richtlinien (Leitfäden für Kartellrechts-Compliance, Anti-Korruptions-Compliance und Geschäftspartner-Compliance). Die Integrity Line bietet darüber hinaus internen und externen Stakeholdern die Möglichkeit, Zweifel und Verdachtsfälle zu melden, denen anschließend eine interne Untersuchung folgt. Im Falle von begründeten Hinweisen werden entsprechende Sanktionsmaßnahmen ergriffen. Interne Revision und externe WirtschaftsprüferDie KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, als ein unabhängiger, externer Wirtschaftsprüfer, beurteilt die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems und berichtet regelmäßig über das Ergebnis seiner Prüfung an Konzernvorstand und Aufsichtsrat. Neben den Abschlussprüfern ist auch die Interne Revision in die Prüfung von rechnungslegungsrelevanten Unterbereichen der operativen Einheiten sowie der Funktionsfähigkeit und Effizienz des ERM-Systems eingebunden. Risikomanagementsystem Aufbau und BerichterstattungLinde unterscheidet zwischen Risiken, die den gesamten Konzern betreffen (sogenannten Group Risks und Corporate Risks), und Risiken, die aus den Aktivitäten der operativen Geschäftseinheiten resultieren und deren Auswirkung und Risikobehandlung sich auf bestimmte operative Einheiten begrenzt (sogenannten Business Risks). Die zentrale Risikomanagementabteilung ist zuständig für die Vorgabe eines konzernweit standardisierten Risikomanagementprozesses und die Risikoberichterstattung. Die Umsetzung des zentral vorgegebenen Risikomanagementprozesses in den operativen Geschäftseinheiten erfolgt durch lokale Risikomanagementdelegierte. Business Risks werden von Risikoverantwortlichen aus den operativen Einheiten geführt. Group und Corporate Risks werden von den Vorstandsmitgliedern bzw. Leitern der Corporate & Support Functions sowie vom Centre of Excellence identifiziert und durch Risikoverantwortliche gesteuert. Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird vierteljährlich dem Vorstand ein Risikobericht von der zentralen Risikomanagementabteilung vorgelegt und im Rahmen einer Vorstandssitzung diskutiert. In den quartalsweise stattfindenden Sitzungen des Prüfungsausschusses berichtet der Vorstand über die Risikosituation des Konzerns. Der Risikobericht an den Vorstand beinhaltet eine Beschreibung der wesentlichen Group, Corporate und Business Risks, jeweils zusammen mit der zugehörigen Bewertung und Priorisierung. Darüber hinaus werden kurzfristig auftretende Risiken und Risiken, die Auswirkungen auf den Gesamtkonzern haben, unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt an die zuständigen Stellen des Konzerns kommuniziert. Der Risikokonsolidierungskreis weicht insofern vom bilanziellen Konsolidierungskreis nach den Regelungen der IFRS ab, als dass er alle operativen Geschäftseinheiten umfasst, die im Konzernabschluss entweder vollkonsolidiert werden oder quotal einbezogen werden und deren Jahresumsatz zudem eine intern festgelegte Relevanzgrenze überschreitet. Darüber hinaus können weitere operative Geschäftseinheiten aufgrund von spezifischen Risikobeurteilungen in die Risikoberichterstattung aufgenommen werden, die die zuvor genannten Kriterien nicht erfüllen. Konzernweit gelten einheitliche Standards für die Berichterstattung über Status und Veränderung wesentlicher Risiken. Diese werden durch die operativen Einheiten mit Hilfe eines konzernweiten, webbasierten Reporting Tools gemeldet. RisikomanagementprozessDer Risikomanagementprozess bildet den operativen Kern des Risikomanagements. Es handelt sich um einen zyklisch zu durchlaufenden Prozess, der die Schritte Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung sowie Risikobehandlung umfasst. Risikoworkshops mit den Führungsteams der operativen Einheiten sind für Linde ein wesentliches Instrument zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie zur Festlegung von Maßnahmen zur Risikobehandlung. Bei der Risikoidentifikation werden die verschiedensten unternehmensinternen und -externen Bereiche für mögliche Risikoursachen in Betracht gezogen. So werden beispielsweise neben den internen Prozessen und Ressourcen sowie dem wirtschaftlichen, finanziellen, rechtlichen und regulatorischen Umfeld auch soziale und ökologische Aspekte bei der Risikobetrachtung berücksichtigt. Die Führungskräfte kategorisieren jedes der von ihnen erkannten Risiken und bewerten dessen Bedeutung nach zentral vorgegebenen Bewertungskriterien. Hierzu werden die möglichen Auswirkungen und die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit betrachtet. Bei der Analyse der Auswirkungen werden neben Auswirkungen auf die Ertragslage auch die Auswirkungen auf nicht monetäre Größen wie Sicherheit, Reputation oder Strategie berücksichtigt. Zur Bewertung der Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeit werden von der zentralen Risikomanagementabteilung jeweils vier standardisierte Abstufungen von gering bis sehr hoch vorgegeben. Jedes Risiko erhält somit jeweils ein standardisiertes Rating für seine potenziellen Auswirkungen und für die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit. Zu jedem Risiko planen die Führungskräfte im nächsten Schritt Maßnahmen zur Risikobehandlung, um das Risiko auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren. Die Risikobehandlung umfasst eine Auswahl oder eine Kombination von Maßnahmen zur Risikovermeidung, zum Risikotransfer, zur Risikominderung sowie zur Risikokontrolle. Für jedes Risiko wird vom Management ein Risikoverantwortlicher benannt, der regelmäßig das Risiko bewertet und die Maßnahmen zur Risikobehandlung überwacht. Die operativen Einheiten erfassen die im Risikomanagementprozess ermittelten Informationen in sogenannten Risikoregistern, die mindestens quartalsweise aktualisiert werden. Der Risikotransfer durch Versicherungen ist ein spezielles Instrument der Risikobehandlung. Linde hat für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen. So wird sichergestellt, dass mögliche finanzielle Folgen eingetretener Risiken ausgeschlossen bzw. limitiert werden. Der Umfang dieser Versicherungen wird laufend in Anlehnung an die konkreten Anforderungen der Geschäftsbereiche optimiert. 32 RISIKOMANAGEMENTPROZESS![]() Rechnungslegungsbezogenes Internes KontrollsystemIm Rahmen der Harmonisierung von Geschäftsprozessen in den vergangenen Jahren wurden sogenannte globale Kontrollen definiert, die zwingend von jeder operativen Einheit zu implementieren sind. Diese globalen Kontrollen werden einmal jährlich im Zuge einer Selbstbeurteilung durch die Einheiten im Hinblick auf ihre Existenz und Wirksamkeit hin bewertet und zentral gemeldet. Dieser Prozess ist durch ein workflowbasiertes System unterstützt. Im Falle von Abweichungen müssen die entsprechenden lokalen Kontrollverantwortlichen Maßnahmen einleiten, um die Wirksamkeit der Kontrollen wiederherzustellen. Dieser Prozess wird durch die zentrale IKS-Abteilung überwacht. Die konzernrechnungslegungsbezogenen Kontrollen im Speziellen tragen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und der Verlässlichkeit der Rechnungslegung bei. Hierbei wird aus Sicht des Unternehmens zwischen automatisierten Kontrollen wie zum Beispiel Abgleichroutinen im Zahlenwerk und Systemzugangskontrollen auf Basis eines Berechtigungskonzepts und manuellen Kontrollen wie zum Beispiel Abweichungs- und Trendanalysen auf Grundlage definierter Kennzahlen und Vergleiche mit Budgetzahlen sowie Plausibilitätsprüfungen unterschieden. Die Verlässlichkeit der Rechnungslegung wird außerdem durch monatliche Besprechungen der wesentlichen Finanzkennzahlen mit den operativen Einheiten unterstützt. Begleitet wird dies durch konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Berichterstattungsrichtlinien, die die Mindestanforderungen für die lokalen Einheiten definieren und die Erfüllung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und satzungsmäßigen Vorschriften sicherstellen. Die Erfassung von buchhalterischen Vorgängen erfolgt durch die lokalen Tochtergesellschaften des Konzerns. Im Zuge der Auslagerungen von Teilen der Buchhaltung in sogenannte Shared Service Centres wurden die bisher existierenden Kontrollen ebenfalls übertragen und zusätzliche Kontrollen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung implementiert. Diese lokal bzw. innerhalb der Shared Service Centres erfassten Informationen werden durch ergänzende Informationen zu einem Konzernberichtspaket erweitert und durch die lokalen Einheiten mit Hilfe eines konzernweit einheitlichen Berichtssystems gemeldet. Bei dem Berichts- und Konsolidierungssystem handelt es sich um ein vollintegriertes System, das nicht nur die Daten zur Quartals- und Konzernabschlusserstellung auf systematischer Basis erhebt, sondern auch Daten für Monatsabschlüsse, Planungsdaten sowie die relevanten Daten für das Controlling und weitere Zentralabteilungen zur Verfügung stellt. Sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen werden zentral durchgeführt. In besonderen Fällen, wie beispielsweise der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden externe Spezialisten hinzugezogen. Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des Internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin wird sichergestellt, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt, Vermögenswerte und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen reduziert die Möglichkeit doloser Handlungen. Mit dem rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem wird sichergestellt, dass der Rechnungslegungsprozess im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, dem HGB und anderen relevanten Regelungen und Gesetzen steht. Kontinuierliche WeiterentwicklungDas Risikomanagement von Linde ist vorausschauend angelegt und wird kontinuierlich weiterentwickelt, um die Wirksamkeit stetig zu steigern. Insbesondere die rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen werden regelmäßig überprüft und optimiert, um einen effizienten und funktionsfähigen Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Risiken im Zusammenhang mit dem geplanten Unternehmenszusammenschluss mit PraxairAufgrund ihrer Aktualität werden vor den standardisierten Risikofeldern in diesem Abschnitt zunächst die wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit dem geplanten Unternehmenszusammenschluss unter Gleichen mit dem Unternehmen Praxair aufgeführt. Der angestrebte Unternehmenszusammenschluss steht unter dem Vorbehalt bestimmter kartellrechtlicher und sonstiger aufsichtsrechtlicher Genehmigungen, die bis zum 24. Oktober 2018 erfüllt werden müssen. Der Zusammenschluss soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 vollzogen werden. Es besteht das Risiko, dass erforderliche Genehmigungen nicht rechtzeitig erteilt werden oder die für die kartellrechtlichen Freigaben erforderlichen Veräußerungen von Unternehmensteilen einen Umfang annehmen, der die Vorteile des Unternehmenszusammenschlusses stark mindern, oder sich Unternehmensverkäufe nicht zu den erwarteten Verkaufskonditionen realisieren lassen. Weiterhin besteht das zeitliche Risiko, dass die Vollzugsbedingungen zur kartellrechtlichen Freigabe nicht fristgemäß innerhalb der zwölf Monate nach erfolgter Annahme des Umtauschangebots erfolgen, mit der Konsequenz, dass der geplante Zusammenschluss nicht vollzogen werden kann. Zur Steuerung dieser Risiken wurde eine Projektorganisation etabliert. Außerdem wurden entsprechende Schwellenwerte bestimmt, die keine Seite verpflichten, darüber hinausgehende Auflagen zu erfüllen, und bei denen die Vorteilhaftigkeit des Zusammenschlusses zusammen mit Praxair überprüft wird. Zudem besteht das Risiko, dass Auswirkungen in rechtlicher, regulatorischer oder vertraglicher Hinsicht auf Linde zukommen können. Um dem Risiko von Kartellverfahren entgegenzuwirken, wurden entsprechende Schulungsprogramme durchgeführt und Prozesse eingeführt, die die Einhaltung kartellrechtlicher Anforderungen überwachen. Nach dem Vollzug des Unternehmenszusammenschlusses besteht das Risiko, dass für Linde relevante Verträge aufgrund von Change of Control Klauseln von dem Vertragspartner nicht fortgesetzt werden. Um diesem Risiko frühzeitig entgegenzuwirken, hat Linde Prozesse gestartet, um die relevanten Verträge zu ermitteln und mit den Vertragspartnern noch vor Vollzug des geplanten Zusammenschlusses Vereinbarungen zu treffen, die eine Fortführung der mit dem Vertrag verbundenen Leistungen sicherstellen. Ein wesentliches Risiko ist zudem, dass es vor dem geplanten Unternehmenszusammenschluss bzw. in der Integrationsphase nach dem Vollzug des Zusammenschlusses zu negativen Auswirkungen auf die Personalstruktur kommt mit der Konsequenz, dass die vom Zusammenschluss erwarteten Potenziale nicht vollumfänglich realisiert werden können. Weiterhin stellt die kulturelle Integration nach einem erfolgreichen Zusammenschluss eine große Herausforderung dar. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wurden frühzeitig Maßnahmen initiiert, die bereits im Vorfeld des Zusammenschlusses die Entwicklung und Implementierung einer gemeinsamen Unternehmenskultur nach dem Vollzug des Zusammenschlusses vorbereiten. RisikofelderNachfolgend werden die Risiken erläutert, die von Linde als bedeutend erachtet werden und bei deren Eintritt wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Linde Konzerns entstehen können. Dies sind zum einen einzelne Group und Corporate Risks oder Business Risks, die - ungeachtet ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit - hinsichtlich ihrer möglichen Risikoauswirkungen mit der höchsten der vier möglichen Bewertungsstufen bewertet wurden. Zum anderen sind dies Häufungen von einzelnen Business Risks mit der gleichen Ursache, die nicht aufgrund ihrer einzelnen Einstufung der Risikoauswirkung bedeutend für den Linde Konzern sind, sondern aufgrund ihrer Häufung, und somit in ihrer Summe relevante nachteilige Auswirkungen haben können. Zur besseren Übersicht werden die Risiken zu Risikofeldern zusammengefasst, die jeweils die hauptsächliche und unmittelbare Risikoursache hervorheben. Neben den potenziellen Auswirkungen werden auch die wesentlichen gegenwärtig umgesetzten Strategien der Risikobehandlung beschrieben (Nettobetrachtung). Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Risiken, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, auf alle Segmente. Die Reihenfolge der folgenden Risikofelder gibt die gegenwärtige Einschätzung der relativen Bedeutung des Risikofeldes insgesamt im Vergleich zu den anderen Risikofeldern wieder, beginnend mit dem Risikofeld mit der höchsten relativen Bedeutung. Dies gilt nicht für die Beschreibung der Risiken innerhalb eines Risikofeldes. Die Einschätzung der relativen Bedeutung eines Risikofeldes basiert auf einer zusammenfassenden Bewertung der Gesamtanzahl sowie der zugehörigen Ratings für die Risikoauswirkung aller im Risikofeld zusammengefassten Einzelrisiken. Die Ratings für die Risikoauswirkung der zuvor beschriebenen Risiken, die im direkten Zusammenhang mit dem geplanten Merger stehen, sind dem Risikofeld "Strategische Risiken" zugeordnet. WirtschaftsrisikenUnter Wirtschaftsrisiken fasst Linde Risiken zusammen, die sich aus den Unsicherheiten der globalen Konjunktur ableiten, sowie Kunden- und Absatzrisiken, die sich auf spezifische Kunden- oder Produktsegmente bzw. auf Absatzmärkte beziehen. Globale KonjunkturrisikenAls weltweit agierendes Unternehmen ist Linde von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Eine Reihe von Risikofaktoren prägt derzeit die Ungewissheit über die zukünftige Entwicklung der globalen Wirtschaft. Durch umfangreiche Interventionen der Zentralbanken traten Unsicherheiten für die Weltwirtschaft durch die hohe Staatsverschuldung wichtiger Volkswirtschaften in Europa sowie in den USA zwar etwas in den Hintergrund, wurden aber nicht grundsätzlich gelöst und sind mit verstärkten politischen Unsicherheiten verbunden. 2017 war ein besonderes Wahljahr - unter anderem in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland wurde gewählt. Die Ungewissheit über den möglichen Kurs neuer Regierungen diesseits und jenseits des Atlantiks könnte unter anderem das Investitionsklima dämpfen und die prognostizierten Wachstumsaussichten mittelfristig gefährden. Dies gilt allzumal, wenn die derzeitigen und weiterhin erwarteten Sondereffekte auf das Wachstum der Weltwirtschaft auslaufen. Dazu zählen das allgemeine Niedrigzinsniveau, eine expansive Fiskalpolitik sowie für manche Branchen der weiterhin relativ niedrige Ölpreis. Negative Auswirkungen auf das Investitionsklima und die Wachstumsaussichten in Europa können auch von dem ungewissen zukünftigen vertraglichen Verhältnis zwischen Großbritannien und der Europäischen Union sowie den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen ausgehen. Der steigende Zuspruch Euro-kritischer Parteien in vielen EU-Mitgliedstaaten ist zudem ein langfristiger Unsicherheitsfaktor für die Stabilität der Währungsunion. Ein Auseinanderbrechen der Währungsunion hätte schwere Auswirkungen sowohl auf die globale Realwirtschaft als auch auf die Finanzmärkte. Die Ungewissheit über die zukünftige wirtschafts- wie auch außen- und sicherheitspolitische Positionierung der USA könnte zu Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und an den Finanzmärkten führen. Hierzu zählt unter anderem auch die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank sowie deren Auswirkungen auf die Währungen und die Wirtschaft der Schwellenländer. Durch zinspolitische Maßnahmen könnte die Konjunktur anderer Länder unter Druck geraten und die Volatilität an den Finanzmärkten steigen mit möglichen negativen Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Auch das Risiko einer sich stärker als erwartet abschwächenden Wachstumsdynamik auf den asiatischen und anderen Wachstumsmärkten und ein möglicherweise schwächeres wirtschaftliches Umfeld in der Region Südpazifik können negative Auswirkungen auf die Weltkonjunktur haben. Weitere konjunkturelle Risiken können sich aus der ungewissen politischen Entwicklung der geopolitischen Krisenherde der Welt ergeben, zum Beispiel im Nahen und Mittleren Osten wie auch in Ostasien. Falls sich die globale Konjunktur deutlich abschwächt, drohen Absatzeinbußen, der Wegfall von potenziellen Neugeschäften sowie ein Anstieg der Adressausfallrisiken von Forderungen im operativen Geschäft aufgrund einer sich verschlechternden Zahlungsfähigkeit der Kunden. In ihrer Funktion als Mutterunternehmen der Linde Group hält die Linde AG Beteiligungen an Konzernunternehmen. Diese Beteiligungsbuchwerte unterliegen dem Risiko der Wertminderung für den Fall, dass sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder die Wechselkursverhältnisse dieser Konzernunternehmen negativ verändern. In diesem Fall kann es zu negativen Auswirkungen auf den Jahresüberschuss der Linde AG kommen. Linde ist in vielen Ländern und Regionen als Lieferant für nahezu alle Industriebereiche tätig. Durch die breite Diversifizierung der Endkunden sowohl in Bezug auf deren Branche als auch in geografischer Hinsicht ist Linde nicht der Volatilität eines einzelnen Endkundenmarktes ausgesetzt. Auch die Konzentration auf das Gasegeschäft, das eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsfelder abdeckt, und auf den Anlagenbau mit seinen diversifizierten Produktlinien, bei denen Veränderungen von bestimmten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Teil gegenläufige Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragssituation haben, trägt zur Minderung der Auswirkungen von Einzelrisiken auf das Unternehmen bei. WettbewerbsrisikenSowohl in Märkten mit großem Wachstumspotenzial als auch in reiferen Märkten erhöht sich für Linde der Wettbewerbsdruck. Vor allem geringe Wachstumsperspektiven, Überkapazitäten und die Abwanderung von Bestandsindustrien tragen hierzu bei. Aufgrund des weltweiten Wettbewerbs besteht in allen Produktbereichen das Risiko des Verlusts von Marktanteilen, was wiederum zu Umsatz- und Gewinnrückgängen führen kann. Linde begegnet diesen Wettbewerbsrisiken durch Maßnahmen, die dazu beitragen, die Wettbewerbsposition des Unternehmens durch bedarfsgerechte Produkte und Dienstleistungen sowie optimierte Prozesse zu verbessern. Bei den Industriegasen beispielsweise kann sich Linde vom Wettbewerb differenzieren durch seine technische Kompetenz bei Gaseapplikationen sowie durch die Aufstellung als integrierter Engineering- und Gaseanbieter, der unterschiedliche Erstellungs- und Betreibermodelle anbieten kann. Im Bereich Anlagenbau trägt eine stringente Standardisierung und Modularisierung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Anlagenportfolios bei. Im Bereich des Flaschengeschäfts wurde ein modulares und skalierbares Anlagenprogramm für die Abfüllanlagen entwickelt, das es erlaubt, für unterschiedliche Marktgegebenheiten angepasste Abfüllanlagen mit geringem Flächenbedarf, erhöhter Produktivität und optimalem Arbeitsschutz zu erstellen. Des Weiteren führt Linde konsequent die Programme zur Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung seiner Prozesse fort, um seine Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu stärken. Absatzrisiken im Produktbereich HealthcareIm Produktbereich Healthcare erhöhen der Kostendruck im Gesundheitswesen, der bestehende Trend von staatlichen Stellen und Krankenkassen zu Ausschreibungen sowie mögliche Forderungsausfälle das Risiko, dass die geplanten Wachstums- und Rentabilitätsziele nicht im geplanten Umfang erreicht werden können. Dies gilt insbesondere für die Absatzmärkte in den USA und in Europa. Um diese Risiken zu mildern, legt Linde einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen, die dem steigenden Kostendruck Rechnung tragen. Hierzu zählen beispielsweise neue Behandlungsformen, die die Verweildauer von Patienten im Krankenhaus reduzieren, und die Anwendung neuer Technologien, die eine effizientere Behandlung von Homecare-Patienten ermöglichen. Kunden- und Absatzrisiken bei der Kommerzialisierung von neuen Projekten und bei laufenden ProjektenKunden- und Absatzrisiken sowohl bei der Kommerzialisierung von neuen Kundenprojekten oder Anschlussprojekten als auch bei laufenden Projekten können, insbesondere auch in den Wachstumsmärkten, nicht ausgeschlossen werden. Technische oder wirtschaftliche Ursachen auf der Kundenseite bzw. in den Absatzmärkten können Projekt- oder Vertragsänderungen erfordern, durch die ursprünglich im Geschäftsplan unterstellte Nachfragemengen nicht im vollen Umfang oder erst verspätet realisiert werden können. Neben unwirtschaftlichen Produktionsprozessen kann dies bedeutende negative Abweichungen zum budgetierten Cash Flow zur Folge haben und somit die mit der Investition verbundenen Umsatz- und Ergebnisziele von Linde gefährden. Um frühzeitig kritische Defizite zu identifizieren und zu beheben, hat Linde eine Projektpriorisierung sowie zusätzliche Maßnahmen bei der Projektsteuerung eingeführt. Zudem hat das Unternehmen Maßnahmen ergriffen, um vor Projektbeginn die Einbindung aller relevanten Parteien in die Risikobewertung sicherzustellen. Eine enge Kundenbeziehung und Marktbeobachtung auch während der Projektlaufzeit helfen eventuelle Probleme frühzeitig partnerschaftlich mit dem Kunden zu lösen. Risiken bei der PreisfestlegungRisiken in Verbindung mit der Preisfestlegung bestehen in der Regel dort, wo bestimmte Kostensteigerungen nicht durch vertragliche Preisindexierung weitergegeben werden können. Hier stellen die stark volatilen Energie- und Rohstoffpreise grundsätzlich ein Risiko für die Erreichung der geplanten Umsatz- und Ergebnisziele dar, wenn die hierdurch verursachten Kostenänderungen nicht, nicht rechtzeitig oder nur unter Verlust von Marktanteilen in den Verträgen und bei der Preisfestsetzung berücksichtigt werden. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, sind in den Regionen Prozesse etabliert, die eine strukturierte und frühzeitige Berücksichtigung von Energiemarktentwicklungen bei der Preispolitik sicherstellen. LeistungserbringungsrisikenUnter Leistungserbringungsrisiken fasst Linde Risiken zusammen, deren Ursachen bei den Prozessen der operativen Standorte der Divisionen liegen - einschließlich der Distribution und Logistik der Produkte. Hierzu zählen Sicherheitsrisiken bei der Produktion, Produktionsrisiken wie zum Beispiel Maschinendefekte, Anlagenausfälle oder Kapazitätsengpässe, Projektrisiken im Anlagenbau sowie Produkt- und Dienstleistungsrisiken. SicherheitsrisikenDie Herstellung der Produkte und Anlagen des Unternehmens kann Risiken bergen, die mit der Produktion, Abfüllung, Lagerung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen oder Abfällen verbunden sein können.Wenn mit diesen Risiken nicht angemessen umgegangen wird, sind Personen-, Sach- und Umweltschäden möglich. Diese könnten ihrerseits Betriebsunterbrechungen, Straf- oder Schadensersatzzahlungen oder Sanierungskosten zur Folge haben. Zudem besteht in einem solchen Fall die Gefahr eines Reputationsverlusts für die Linde Group. Zu den zentralen Präventionsstrategien des Unternehmens zählen hohe Sicherheitsstandards. Durch klar strukturierte Managementvorgaben wird sichergestellt, dass auf der Basis von systematischen Bewertungen von Risiken, die zu Unfällen, Sach- oder Umweltschäden führen können, strenge Sicherheitsauflagen für Prozesse mit besonders hohem Gefährdungspotenzial geplant, umgesetzt und überwacht werden. Auch in Form von Naturkatastrophen, Pandemien und terroristischen oder anderen kriminellen Übergriffen besteht eine Gefahr für die Mitarbeiter sowie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Diese Risiken können sich auch indirekt auf Linde auswirken, wenn die Kunden des Unternehmens hiervon in bedeutendem Umfang betroffen sind. Linde adressiert diese Risiken, die teilweise durch Versicherungen gedeckt sind, durch lokale Maßnahmen zur Risikominderung und Notfallpläne. Ziel ist es, die möglichen Folgen gravierender Ereignisse so weit als möglich zu minimieren und die Rückkehr zum Normalbetrieb auch im Fall von sehr unwahrscheinlichen schweren Schäden oder Ereignissen so schnell wie möglich sicherzustellen. ProduktionsrisikenEine Betriebsunterbrechung in einem der Hauptwerke von Linde oder bei On-site-Anlagen bei Kunden über einen längeren Zeitraum könnte die Ertragslage und die Reputation des Unternehmens negativ beeinflussen. Dieses Risiko ist insbesondere relevant, wenn die Betriebsunterbrechung bei einer Großanlage auftritt oder wenn die Betriebsunterbrechung durch einen Unfall verursacht wird, bei dem es zusätzlich zu Personen- oder Umweltschäden kommt. Priorität haben daher bei Linde Maßnahmen, die eine Betriebsunterbrechung vermeiden. Hierzu zählen insbesondere eine präventive Anlagenüberwachung und -wartung und die Vorhaltung strategischer Ersatzteile, der modulare Aufbau der Füllwerke und ihre Ausstattung mit redundanten und flexibel einsetzbaren Abfüllanlagen sowie die strikte Einhaltung von Standards für Qualität, Sicherheit und Umweltschutz bei der Herstellung, der Lagerung, dem Transport und der Anwendung der Produkte. Sollte trotz dieser Vermeidungsstrategien dennoch eine Betriebsunterbrechung auftreten, verfügt das Unternehmen über Liefernetzwerke zwischen den Produktionsstätten, damit die Betriebsunterbrechung bei seinen Kunden keine bzw. verringerte Auswirkungen hat. Projektrisiken im AnlagenbauKomplexe Großprojekte im Anlagenbau stellen besondere Anforderungen an das Risikomanagement. In der Engineering Division werden Großprojekte abgewickelt, die teilweise ein Vertragsvolumen von mehreren 100 Mio. EUR haben und deren Erstellung sich über mehrere Jahre erstreckt. Typischerweise handelt es sich dabei um die Planung und den Bau schlüsselfertiger Anlagen. Potenzielle Risiken entstehen dabei in der mit Unsicherheiten behafteten Kalkulation und Ausführung derart komplexer Projekte. Dazu gehören unerwartete technische Probleme, Lieferengpässe und Qualitätsprobleme bei Lieferanten wichtiger Komponenten, unvorhersehbare Entwicklungen bei der Montage vor Ort und Probleme mit Partnern oder Subunternehmern. Zudem kann es beim globalen Einkauf der Materialien aufgrund der komplexen Einfuhrbestimmungen zu erheblichen zusätzlichen Kosten durch Antidumping- oder Ausgleichszölle kommen. Diese Risiken können zu Projektverzögerungen und Kostenüberschreitungen führen. Zum Management der Risiken im Anlagenbau wendet Linde bereits in der Angebotsphase bewährte Methoden an, um den Einfluss möglicher Kostenabweichungen einzelner Komponenten gegenüber den Planwerten auf die Wirtschaftlichkeit eines Großprojektes abzuschätzen. So simuliert das Unternehmen die Chancen und Risiken eines jeden Projekts mit Hilfe numerischer Analysemethoden. Durch eine fortlaufende Kontrolle von Veränderungen der Parameter parallel zum Projektfortschritt lassen sich bereits im frühen Stadium mögliche Projektrisiken erkennen und erforderliche Maßnahmen einleiten. Diese Instrumente werden stetig weiterentwickelt und den steigenden Anforderungen des Marktes angepasst. Produkt- und DienstleistungsrisikenProdukt- und Dienstleistungsrisiken können im Extremfall Konsequenzen nach sich ziehen wie Haftungsansprüche, Verlust von Kunden, Verlust von Betriebsgenehmigungen oder Reputationsschäden. Die wesentlichen möglichen Ursachen für Produkt- und Dienstleistungsrisiken sind Produktmängel oder mangelndes Serviceniveau bei Dienstleistungen, die Linde insbesondere im Geschäftsbereich Healthcare erbringt. Linde begegnet Produkt- und Dienstleistungsrisiken durch die hohe Qualität und Sicherheit seiner Produkte, seiner Produktinformationen sowie seiner Dienstleistungen. Um sichere Produkte zu gewährleisten, orientiert sich das Risikomanagement an dem Konzept der ganzheitlichen Produktverantwortung. Mögliche Gefahren und Risiken, die von einem Produkt während seines Lebenszyklus für Mensch und Umwelt ausgehen können, werden analysiert. So wird das jeweilige Risikopotenzial ermittelt. Linde trifft entsprechende Maßnahmen, um die identifizierten Risiken zu vermeiden oder, wenn dies nicht möglich ist, auf ein akzeptables Maß zu reduzieren. Um im Bereich der Arzneimittel eine höchstmögliche Patientensicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus zu gewährleisten, werden Arzneimittel von Linde kontinuierlich durch ein System zur laufenden und systematischen Sicherheit eines Arzneimittels (Vigilance Signal Detection-System) überwacht. Die Sicherheit der Arzneimittel wird in Periodic Safety Update Reports (PSUR) regelmäßig analysiert. Finanzmarkt- und Länderrisiken FinanzmarktrisikenAls weltweit agierender Konzern ist Linde einer Reihe von Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Adressausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Risiken, die aus einer Veränderung der Zinsen, Aktien- und Währungskurse resultieren. Diese Risiken werden kontinuierlich überwacht und gesteuert. Die grundlegenden Risikostrategien für das Zins-, Währungs- und Liquiditätsmanagement sowie die Ziele und Grundlagen der Finanzierungen werden vom Treasury-Committee unter Leitung des für Finanzen zuständigen Vorstandsmitglieds festgelegt. Dieses Gremium trifft sich in der Regel einmal im Monat und setzt sich aus Vertretern der Corporate & Support Functions Group Treasury und Group Accounting & Reporting zusammen. Die Basis für Finanzierungs- und Absicherungsentscheidungen stellen die Finanzinformationen dar, die das Unternehmen aus dem Treasury-Management-System und der Finanz- und Liquiditätsplanung erhält, die in das allgemeine finanzwirtschaftliche Reporting eingebettet ist, das unter anderem auch in den Bereichen Controlling und Accounting & Reporting genutzt wird. Mit Blick auf die organisatorische Ausgestaltung wird im Treasury grundsätzlich das Prinzip der Funktionstrennung zwischen Front-, Middle- und Back-Office im gesamten Prozess des Risikomanagements konsequent eingehalten und überwacht. Dies bedeutet, dass der Abschluss, die Abwicklung und die Kontrolle von Handelsgeschäften personell und organisatorisch strikt voneinander getrennt sind. Zur Durchführung, Abbildung und Bewertung von Handelsgeschäften setzt Linde ein Treasury-Management-System ein, das regelmäßig intern und extern - in der Regel einmal pro Jahr - überprüft wird. Ein wesentliches Kriterium für die Steuerung des Adressausfallrisikos ist das Rating der jeweiligen Kontrahenten. Zusätzlich wird die Entwicklung weiterer relevanter Kapitalmarktparameter beobachtet, wie beispielsweise die Veränderung der Credit Default Swaps oder des Börsenwerts der Kontrahenten. Auf dieser Basis werden Handels- und Positionslimits definiert. Diese werden regelmäßig von einer vom Handel unabhängigen Instanz überprüft. Zudem schließen sowohl die Linde AG als auch die Linde Finance B.V. sogenannte CSA-Vereinbarungen (Credit Support Annexes) mit ihren wichtigsten Banken ab. Auf der Basis dieser Vereinbarungen werden die positiven und negativen Marktwerte von Derivaten in regelmäßigen Abständen von den Vertragspartnern mit Barmitteln hinterlegt. Dadurch wird das Kontrahentenrisiko deutlich reduziert. Mit Blick auf die Steuerung des Liquiditätsrisikos verfolgt Linde eine konservative und vorausschauende Politik der Liquiditätssicherung und hatte auch im Geschäftsjahr 2017 unverändert Zugang zu den Kapitalmärkten. Darüber hinaus steht Linde eine von einer internationalen Bankengruppe zugesagte und bisher ungenutzte syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 2,5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2020 zur Verfügung. Das Zinsrisiko tritt durch marktbedingte Schwankungen der Zinssätze auf. Sie wirken sich zum einen auf die Höhe der Zinsaufwendungen aus, zum anderen beeinflussen sie den Marktwert von Finanzinstrumenten. Die Zinsrisiken werden zentral gesteuert. Auf der Grundlage von Sensitivitäts- und Szenarioanalysen legt das Treasury-Committee Bandbreiten für die Fix-Floating-Quote der Finanzverbindlichkeiten fest. Der Fokus liegt dabei auf den Hauptfinanzierungswährungen Euro (EUR) und US-Dollar (USD). Innerhalb der vereinbarten Bandbreiten steuert das Konzern-Treasury die Quoten und berichtet regelmäßig dem Treasury-Committee über umgesetzte Maßnahmen. Die Absicherung erfolgt unter anderem durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften mit Banken sowie durch langfristige Festzinsanleihen und Kredite. Im Jahr 2017 waren durchschnittlich 70 Prozent des Konzern-Exposures mit einem Festsatz finanziert, zum Jahresende betrug die Fixquote 74 Prozent. Die Zinsrisiken werden zentral gesteuert. Auf der Grundlage von Sensitivitäts- und Szenarioanalysen legt das Treasury-Committee Bandbreiten für die Fix-Floating-Quote der Finanzverbindlichkeiten fest. Der Fokus liegt dabei auf den Hauptfinanzierungswährungen Euro (EUR) und US-Dollar (USD). Innerhalb der vereinbarten Bandbreiten steuert das Konzern-Treasury die Quoten und berichtet regelmäßig dem Treasury-Committee über umgesetzte Maßnahmen. Die Absicherung erfolgt unter anderem durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften mit Banken sowie durch langfristige Festzinsanleihen und Kredite. Im Jahr 2017 waren durchschnittlich 70 Prozent des Konzern-Exposures mit einem Festsatz finanziert, zum Jahresende betrug die Fixquote 74 Prozent. Bei den Währungskursrisiken ist zwischen den operativen Transaktionsrisiken (Währungsrisiken, die durch Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten zwischen verschiedenen Währungsgebieten resultieren) und den Translationsrisiken (Währungsrisiken, die sich aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Konzernwährung entspricht, ergeben) zu differenzieren. Die einzelnen Unternehmenseinheiten sind gemäß Konzernrichtlinie verpflichtet, Transaktionsrisiken zu überwachen und mit dem Konzern-Treasury entsprechende Sicherungsgeschäfte im Rahmen von vorgegebenen Mindestsicherungsquoten abzuschließen, sofern nicht sonstige Gründe gegen derartige Sicherungen sprechen. Mit Blick auf Translationsrisiken werden im Rahmen von genehmigten Bandbreiten nur währungsbedingte Schwankungen der Nettovermögenswerte auf Konzernebene selektiv abgesichert. Im Rahmen der Risikostrategien des Treasury-Committee werden Sicherungsentscheidungen getroffen. Dabei setzt Linde Devisentermingeschäfte, Zinswährungsswaps, Devisenoptionen und Fremdwährungskredite ein. Hauptwährungen sind US-Dollar (USD), Britisches Pfund (GBP), Australischer Dollar (AUD) und einige osteuropäische, südamerikanische sowie asiatische Währungen. Zusätzlich setzt das Unternehmen in seiner Gases Division im Wesentlichen Instrumente zur Absicherung der Preisrisiken bei Strom, Erdgas und Propangas ein. Fremdwährungsrisiken im Projektgeschäft der Engineering Division reduziert Linde so weit wie möglich durch sogenannte natürliche Absicherungen (Natural Hedges). Dies kann durch Zulieferungen und Dienstleistungen in der jeweiligen Auftragswährung geschehen. Darüber hinausgehende Fremdwährungsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Entstehung, in der Regel über Termingeschäfte, voll gesichert. In bestimmten Ländern haben Unternehmen der Linde Group im Rahmen von betrieblichen Pensionsplänen ihren Mitarbeitern Leistungszusagen (sogenannte Defined Benefits) ausgesprochen. Je nach Ausgestaltung der Pensionspläne handelt es sich um Einmalzahlungen oder lebenslange Renten mit variabler oder an die Inflation gebundener jährlicher Erhöhung. Die Höhe der Verpflichtung ist ein versicherungsmathematischer Zeitwert aller Pensionszusagen und wird durch die Defined Benefit Obligation (DBO) nach IFRS ausgedrückt. In den meisten Pensionsplänen wird die Verpflichtung durch separierte Vermögen gedeckt. Die Risiken für Pensionsverpflichtung (Zins-, Inflations-, Langlebigkeitsrisiken) auf der einen und Pensionsvermögen (Zins-, Spread-, Wechselkurs-, Aktien- und sonstige Finanzmarktrisiken) auf der anderen Seite werden von Linde regelmäßig quantifiziert und evaluiert. Dabei besteht ein natürliches Spannungsfeld zwischen weitgehender Reduktion des Risikos und der langfristigen Erzielung der notwendigen Rendite auf das Vermögen, um mit dem möglichen Wachstum der Verpflichtung Schritt zu halten. Als Leitlinie definiert der Vorstand die Risikotoleranz auf Konzernebene. Maßnahmen zur Anpassung der Ausgestaltung der Pensionspläne werden vom Global Pension Committee koordiniert und in den lokalen Pensionsplänen umgesetzt. Das Group Investment Panel for Pension Assets bewertet langfristige Chancen und Risiken verschiedener Anlageklassen und trifft Entscheidungen bzw. formuliert Empfehlungen zur Anlagestrategie der wesentlichen Pensionspläne. Das Group Investment Panel steht unter der Leitung des für Finanzen zuständigen Vorstandsmitglieds und wird von externen Spezialisten beraten. LänderrisikenMögliche Länderrisiken, denen Linde als weltweit operierender Konzern ausgesetzt ist, umfassen die Verstaatlichung oder Enteignung von Vermögenswerten, rechtliche Risiken, Kapitaltransferverbote, Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber staatlichen Institutionen, Krieg, terroristische Anschläge sowie sonstige Unruhen. Solchen Länderrisiken aufgrund politischer Instabilität ist Linde beispielsweise derzeit in Venezuela ausgesetzt. Politische Spannungen bzw. Unruhen und Kriege können ferner indirekt, zum Beispiel über politische und wirtschaftliche Sanktionen, zu Konjunktur-, Projekt- und Kommerzialisierungsrisiken führen, die über die Grenzen der eigentlichen Krisenregion hinausgehen können. Der Anlagenbau von Linde beispielsweise ist solchen Risiken aufgrund des allgemeinen politischen Umfeldes und drohender Sanktionen insbesondere in den Ländern Russland und Iran ausgesetzt. Zudem sind indirekte negative Auswirkungen auf andere Landesgesellschaften der Gases Division sowie die anderen Märkte der Engineering Division möglich, falls Kunden von Linde aufgrund der Unruhen oder eventuell eskalierenden Sanktionen ihre Geschäftspläne ändern. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass für bestimmte Länder, in denen Linde tätig ist, Embargomaßnahmen vereinbart werden, was negative Auswirkungen auf bereits vor Inkrafttreten des Embargos bestehende Handelsbeziehungen oder Investitionsvorhaben haben kann. Um diese Risiken steuern zu können, hat Linde ein System etabliert, das die Risikosituation des Konzerns in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewertet, Risikolimits vergibt und eine risikooptimierte Eigenkapitalausstattung und Finanzierung über Ländergrenzen hinweg sicherstellt. Gleichzeitig werden einzelne Investitionsvorhaben unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet und mit entsprechenden Renditeanforderungen versehen. Auf Basis der Bewertung werden die Risiken gegebenenfalls mit Bundesgarantien für Direktinvestitionen im Ausland, speziellen Versicherungslösungen oder ähnlichen am Markt verfügbaren Instrumenten abgesichert. Entsprechend werden Ausfallrisiken für Exportgeschäfte bewertet und gegebenenfalls durch Absicherungsinstrumente wie beispielsweise Hermesbürgschaften begrenzt. Regulatorische und rechtliche Risiken Regulatorische RisikenDurch Veränderungen im regulatorischen Umfeld können für Linde zusätzliche Kosten und internationale Wettbewerbsnachteile entstehen. Beispiele hierfür sind die Ausgestaltung des europäischen Emissionshandelssystems oder zusätzliche Belastungen der energieintensiven Industriegaseproduktion durch steigende Strompreise aufgrund von höheren gesetzlich verursachten Abgaben. Veränderungen im regulatorischen Umfeld können zudem zu neuen bzw. erhöhten Compliance Risiken führen sowohl in Bezug auf die Komplexität und Kosten der notwendigen Maßnahmen, um ihre Einhaltung zu gewährleisten, als auch in Bezug auf die Höhe der Sanktionen im Falle ihrer Nichteinhaltung. Eine Nichterfüllung der rechtlichen Regelungen kann erhebliche Strafzahlungen, den Entzug von Vermarktungsrechten oder Beschränkungen an der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen bis hin zum Ausschluss von öffentlichen Vergabeverfahren zur Folge haben sowie zu erheblichen Reputationsverlusten und geringeren Geschäftschancen führen. Beispiele für solche Risiken im regulatorischen Umfeld sind der zu großen Teilen staatlich reglementierte Produktbereich Healthcare und die Umsetzung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung, die unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten ab dem 25. Mai 2018 gilt. Ferner ist Linde durch Maßnahmen der internationalen Finanzmarktregulierung betroffen. Hier sind seitens Linde in verschiedenen Jurisdiktionen umfassende Regeln und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften zu beachten, wobei Verstöße weitreichende Strafen der jeweiligen Aufsichtsbehörden nach sich ziehen können. Exemplarisch sind hier der Dodd-Frank Act in den USA und die European Market Infrastructure Regulation (EMIR) zu nennen. Linde begegnet diesen Risiken durch eine kontinuierliche und vorausschauende Beobachtung und Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Geschäftsbereichen sowie einen Ausbau der notwendigen Systeme und entsprechende kontinuierliche und systematische Trainingsmaßnahmen der Mitarbeiter. Des Weiteren tragen die unter Wettbewerbsrisiken beschriebenen Maßnahmen zur Sicherstellung eines stetigen Kundenkontaktes und zur Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen zur Minderung der eventuell negativen Auswirkungen von Änderungen des regulatorischen Umfeldes bei. Rechtliche RisikenAls international tätiges Unternehmen ist der Linde Konzern einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Exportkontrolle, Datenschutz, Patentrecht, Vergaberecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen können Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind. Diese Aufwendungen können Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens und seine Ergebnisse haben. Einige Unternehmen des Konzerns sind im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs Prozesspartei in verschiedenen Gerichtsverfahren. Der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten, an denen Unternehmen des Linde Konzerns als Prozesspartei beteiligt sind, lässt sich nicht eindeutig vorhersagen. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, dass die Rechtsstreitigkeiten ohne nennenswerte negative Auswirkungen auf die Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens beigelegt werden können. Bereits vor dem Berichtszeitraum hatte die brasilianische Wettbewerbsbehörde CADE gegen eine Reihe von Gaseunternehmen, zu denen auch die brasilianische Tochtergesellschaft von Linde zählt, Bußgelder wegen angeblicher Wettbewerbsverstöße in den Jahren 1998 bis 2004 verhängt. Linde geht aus heutiger Sicht davon aus, dass diese Entscheidung einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhält. Bestimmte Tochterunternehmen sind in den Vereinigten Staaten als Prozesspartei an verschiedenen Gerichtsverfahren beteiligt. Hierzu zählen auch Verfahren, in denen auf hohe Schadensersatzsummen geklagt wird. Bei diesen Verfahren geht es u.a. um Kostenerstattungen durch das nationale Gesundheitssystem oder auch um angebliche Gesundheitsschäden, die während des Schweißens durch den Kontakt mit Mangan, Asbest und/oder toxischen Dämpfen entstanden sein sollen. Die Tochterunternehmen sind hierbei in der Regel nur eine von mehreren Beklagten. Aufgrund der bisherigen Gesamtprozesserfahrung, der mangelnden Stichhaltigkeit der erhobenen Vorwürfe sowie des jeweils bestehenden Versicherungsschutzes geht Linde davon aus, dass die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Schweißdämpfen so beigelegt werden können, dass keine nennenswerten nachteiligen Auswirkungen auf die Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens entstehen. Die Ergebnisse dieser Verfahren sind allerdings ungewiss und lassen sich nicht vorhersagen. Die Versicherungen der Tochterunternehmen decken die Kosten und Folgen eines möglichen Urteils im Zusammenhang mit den behaupteten Ansprüchen überwiegend oder zum Teil ab. Die beschriebenen Rechtsverfahren stellen die aus heutiger Sicht wesentlichen Rechtsrisiken dar. Sie sind nicht als abschließende Auflistung zu verstehen. Strategische RisikenDie langfristigen Wachstumsziele von Linde basieren unter anderem auf den Wachstumsfeldern Energie, Umwelt und Gesundheit sowie einer dynamischen Entwicklung in den stärker wachsenden Volkswirtschaften. Die Erreichung der Wachstumsziele ist grundsätzlich mit unternehmensinternen und -externen Risiken behaftet. Risiken ergeben sich zum einen aus Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung dieser Wachstumsfelder, die durch politische, gesellschaftliche, rechtliche und wirtschaftliche Faktoren beeinflusst werden. Zum anderen sind die unternehmensinternen Maßnahmen, die zur Zielerreichung ergriffen werden, auch mit Risiken verbunden. Hierzu zählen neben Akquisitions- und Investitionsprojekten auch strategische Initiativen in Bereichen wie beispielsweise der digitalen Transformation, der Verbesserung der Kundenzufriedenheit oder der Nachhaltigkeitsleistung. Die Risiken resultieren dabei vor allem aus den mit Unsicherheiten verknüpften Annahmen über die zukünftige Entwicklung des zugrunde liegenden Geschäftsmodells und der hiermit verbundenen Anschaffungsauszahlungen und Einzahlungsüberschüsse. Investitionen in Sachanlagen, Akquisitionen und Verkäufe werden im Investitionskomitee bzw. im Vorstand erörtert und genehmigt. Im Vorfeld werden die Annahmen, die Wirtschaftlichkeit und die spezifischen Risiken sorgfältig geprüft. Dabei bewertet das Unternehmen unter anderem das Länder-/Währungsrisiko, das Kundenrating, die Entwicklung der lokalen (Gase-)Märkte sowie die zugrunde liegenden Vertragsbedingungen und Investitionskosten. Darüber hinaus bewerten der Vorstand und der Aufsichtsrat sowie Führungskräfte des Unternehmens in regelmäßigen Sitzungen die Zielerreichung strategischer Initiativen und leiten, sofern notwendig, korrigierende Maßnahmen ein. Eine zu starke einseitige Ausrichtung auf eine Region, ein Kundensegment oder eine Technologie kann sich bei einer Veränderung der angenommenen Rahmenbedingungen, zum Beispiel bei sich verschlechternden wirtschaftlichen Verhältnissen oder bei einem etwaigen Scheitern von Vertragsverlängerungen, negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Wachstumsperspektiven von Linde auswirken. Um dem entgegenzuwirken, werden im Rahmen eines Portfoliomanagements Risikozuschläge für Investitionen definiert und überwacht. Darüber hinaus ist Linde aufgrund seines integrierten Geschäftsmodells in der Lage, Kunden gezielt unterschiedliche Erstellungs- und Betreibermodelle anzubieten und dadurch seine Risikokonzentration zu steuern. Die gute Reputation Lindes ist eine wichtige Voraussetzung für die Erreichung der langfristigen Wachstumsziele. Durch Standards zum Krisenmanagement und zur Krisenkommunikation beugt Linde dem Risiko von Reputationsverlusten durch falsches Krisenmanagement oder unzureichende Kommunikation von relevanten Ereignissen vor. Beschaffungs- und ZulieferkettenrisikenDie zuverlässige Verfügbarkeit der von Linde beschafften Produkte und Dienstleistungen in geeigneter Qualität, Menge und zu marktgerechten Preisen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Geschäftsbereiche. Dies gilt neben bestimmten nicht selbst produzierten Gasen insbesondere für Materialgruppen, die von Rohstoffen wie Stahl, Aluminium und Messing sowie Energie abhängig sind. Zur Risikominderung verfolgt Linde eine konzernübergreifende Portfoliostrategie. Diese Strategie ist nach definierten Materialgruppenfamilien organisiert, mit deren Hilfe alle Produkte und Dienstleistungen kategorisiert werden. Zusätzlich zu den materialgruppenbezogenen Einkaufsstrategien verfolgt Linde eine stetige Optimierung des Lieferantenportfolios und des dazugehörigen Vertragsstatus, um Beschaffungsrisiken zu minimieren. Für Produkte und Dienstleistungen, deren Preise stark von volatilen Primärmärkten abhängig sind, werden die Kostenrisiken mit Hilfe zeitoptimierter Vereinbarungen minimiert. Zum Beispiel werden die Preisvolatilitätsrisiken bei der Beschaffung von Strom und Erdgas auf der Einkaufsseite über langfristige Beschaffungsstrategien in den deregulierten Energiemärkten abgefedert. Die Beschaffungsaktivitäten an den entsprechenden Großhandelsmärkten für Energie unterliegen einer globalen Risikorichtlinie, die die Bandbreiten für die Preisabsicherung der Folgejahre vorgibt. Die Einhaltung wird von einem globalen Komitee überwacht. Über ein professionelles Energiehandels-IT-Tool wird die Datentransparenz hergestellt. Des Weiteren werden aufgrund der Energieintensität der Industriegaseproduktion Strom- und Erdgaspreisschwankungen auf der Verkaufsseite über entsprechende Preisformeln weitergereicht. Beschaffungs- und Preisrisiken im Gaseeinkauf begegnet Linde mit konsequenter technischer Aufteilung (Einkauf, Eigenproduktion oder Reinigung von Gasen) und geografischer Verteilung. Unvorhergesehene Absatzschwankungen können damit ausgeglichen werden. Grundsätzlich können Risiken für die Linde Group entstehen, wenn langfristigen Einkaufsverträgen keine Verkaufsaufträge mit entsprechend langer Laufzeit gegenüberstehen. Vor dem Abschluss von langfristigen Einkaufsverträgen werden daher die Risiken von Bedarfs- und Preisschwankungen auf der Absatzseite mit berücksichtigt. IT-RisikenViele Prozesse in der Linde Organisation sind auf die Verfügbarkeit von IT-Infrastruktur, Softwareanwendungen und Daten angewiesen. Folglich wirken sich Störungen oder Unterbrechungen der zugehörigen Systeme oder Datenverluste in der Regel negativ auf die Geschäftsprozesse oder die Produktion aus. Bei längerfristigen Ausfällen oder kritischen Datenverlusten kann es zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens kommen. Verletzungen der Datenschutzbestimmungen, unbefugte Datenzugriffe oder Verluste von personenbezogenen Daten oder sensiblen Unternehmensdaten können zudem Schadensersatzforderungen, Strafzahlungen sowie Wettbewerbsverluste und langfristige Reputations- und Vertrauensverluste zur Folge haben. Der aktuelle Zustand der bestehenden Schutzmaßnahmen wird durch ein sogenanntes Security Reporting überwacht und von der internen IT-Revision sowie von externen IT-Auditoren überprüft. Diese regelmäßigen Prüfungen und Bewertungen stoßen gegebenenfalls erforderliche Korrekturen und Verbesserungen an und tragen somit zu einer stetigen und nachhaltigen Steigerung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen bei. Zusammen ergeben die Schutzmaßnahmen eine mehrstufige Verteidigung der Systeme und Daten vor externen Angriffen (Malware-Infektion, Cyber Attacks, Industriespionage). Dazu zählen auch weltweite Schulungen aller Benutzer sowie regelmäßige Kommunikationsmaßnahmen zur Schärfung des Risikobewusstseins sämtlicher Mitarbeiter. Um dem Risiko entgegenzutreten, dass die Ressourcen und Fachkenntnisse zur Pflege selbst entwickelter, unternehmensspezifischer Anwendungssoftware nicht in ausreichenden Maße zur Verfügung stehen, was schlimmstenfalls zur Folge haben kann, dass geschäftskritische Prozesse unzureichend unterstützt werden, hat Linde einen standardisierten Prozess für die Entwicklung, das Testen und die Verwendung von Anwendungssoftware eingeführt. Personelle RisikenDer Erfolg des Unternehmens ist vom Engagement, von der Motivation und von den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter und Führungskräfte abhängig. Wesentliche Risikofaktoren bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter und der langfristigen Bindung an den Konzern sind der stetig steigende Fachkräftemangel sowie der starke Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, der inzwischen insbesondere auf den asiatischen Märkten intensiver wird. Um diesen Risikofaktoren entgegenzuwirken, setzt Linde auf einen ganzheitlichen Ansatz zur Gewinnung und Betreuung der Mitarbeiter. Die Personalentwicklung als Grundstein einer nachhaltigen Mitarbeiterbindung dient der Stärkung von Kompetenzen und der Förderung des Engagements der Führungskräfte. Facetten dieser Führungskräfteentwicklung sind insbesondere die vielfältigen Weiterentwicklungsperspektiven, eine zielgruppenorientierte Betreuung und Beratung, Mentoring- und Coaching-Programme, die frühzeitige Identifikation und Förderung von Potenzial- und Leistungsträgern sowie attraktive, marktgerechte Entlohnungssysteme. Die Personalentwicklungsmaßnahmen werden von einem umfangreichen Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebot ergänzt. Damit stärkt das Unternehmen seine Position als attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Insbesondere im Ingenieurbereich werden neue Weiterentwicklungskonzepte erarbeitet, die die Arbeitgeberattraktivität kontinuierlich erhöhen sollen. Zudem bildet Linde im Rahmen von dualen Studiengängen Nachwuchsingenieure aus und beugt dem Ingenieurmangel durch die Weiterentwicklung der innerbetrieblichen Ausbildungskonzepte vor. Mit diesen Maßnahmen und einer engeren Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bietet das Unternehmen qualifizierten Mitarbeitern vielversprechende berufliche Perspektiven. Das volatile und anspruchsvolle Marktumfeld erfordert von Linde die Fähigkeit zur ständigen Prozessverbesserung und zur schnellen Anpassung der Organisationsstruktur an die sich rasant verändernden Anforderungen in der Industrie. Die Bereitschaft und die Akzeptanz eines jeden einzelnen Mitarbeiters, sich diesen Veränderungen zu stellen, sind dabei entscheidende Faktoren für die erfolgreiche Umsetzung der damit verbundenen Veränderungsprozesse. Für Linde spielen hier insbesondere das vertrauensvolle Verhältnis und die konstruktive Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern und den Gewerkschaften eine wesentliche Rolle. SteuerrisikenAls weltweit tätiges Unternehmen unterliegt Linde den jeweiligen landesspezifischen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Deren Änderungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern des Unternehmens haben. Zudem kann die Unsicherheit im steuerlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, die Rechte des Konzerns durchzusetzen. Linde ist auch in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen tätig, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Künftige Auslegungen bzw. Entwicklungen des Steuersystems könnten die Steuerverbindlichkeiten, die Rentabilität und die Geschäftstätigkeit beeinflussen. Linde wird regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft. Steuerliche Risiken, die sich aus den hier genannten Themenkomplexen ergeben, werden fortlaufend identifiziert und bewertet. UmweltrisikenInsbesondere die operativen Prozesse von Linde sind mit Risiken verbunden, die zu einer Schädigung der Umwelt führen können. Zudem besteht das Risiko, das wesentliche Kunden die Geschäftsbeziehungen mit Linde abbrechen, wenn Linde nicht die Erfüllung von Umweltgesetzen und die kontinuierliche Verbesserung seiner Umweltleistung nachweisen kann. Linde kennt und versteht die Umweltauswirkungen seiner Prozesse und ist deshalb in der Lage, Pläne zur Reduzierung und Kontrolle der Einwirkungen auf die Umwelt zu entwickeln und umzusetzen. Handlungsfelder sind beispielsweise die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen und die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Transportflotte. Dennoch lässt sich nicht völlig ausschließen, dass die Tätigkeiten des Konzerns zu Umweltschädigungen führen oder dass Sanierungsprojekte mit höheren Kosten als ursprünglich geplant verbunden sind. Forschungs- und EntwicklungsrisikenInnovationsstärke ist für Linde ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens konzentrieren sich zum einen auf neue Technologien und Gaseanwendungen, die die Basis für den künftigen Geschäftserfolg darstellen können. Ein wichtiges Feld für Innovationen ist zudem die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, d.h. die Art und Weise, wie Linde mit innovativen Produkten und Dienstleistungen zukünftig Geschäfte mit seinen Kunden macht und wie neue Technologien, wie etwa die Digitalisierung, dabei genutzt werden können, die Effizienz und den Kundenfokus weiter zu steigern und sich so vom Wettbewerb abzuheben. Trotz der großen Wachstumschancen, die sich aus den Forschungsbereichen von Linde ergeben können, besteht wegen der hohen Komplexität und Dynamik sowohl bei den Technologien als auch bei den Märkten das Risiko, dass Projekte sich aus technologischen, wirtschaftlichen, rechtlichen oder sicherheitstechnischen Gründen verzögern oder nicht fortgeführt werden können. Aus der Zusammenarbeit mit Forschungs- und Entwicklungspartnern können zusätzliche Risiken für den Projekterfolg resultieren wie beispielsweise das Insolvenzrisiko eines Partners. Umgekehrt besteht auch das Risiko, dass Wettbewerber neue Technologien früher oder nachhaltiger entwickeln und an den Markt bringen und so eine Bedrohung der Kerntechnologien von Linde darstellen. Um diesen Risiken entlang des Innovationsprozesses entgegenwirken zu können, beobachtet die Corporate & Support Function Technology & Innovation (T & I) die relevanten technologischen Trends und überprüft ständig, ob die Innovationsideen innerhalb des Unternehmens zur Gesamtstrategie passen und das Potenzial haben, profitables Wachstum für Linde zu realisieren. Dies wird durch die Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen und Universitäten sowie Strategien zum Schutz des geistigen Eigentums flankiert. Zudem wirkt das Unternehmen aktiv an der Entwicklung zukünftiger Standards, beispielsweise im Bereich der Wasserstofftechnologie, mit, deren Einhaltung eine Voraussetzung für die Vermarktung der Innovationen bilden kann. Gesamtaussage des Vorstands zur RisikosituationDie drei bedeutendsten Risikofelder für den Konzern bilden unverändert die Wirtschaftsrisiken, die Leistungserbringungsrisiken und die Finanzmarkt- und Länderrisiken. Bei den Risikokategorien auf den Rankingpositionen mittlerer relativer Bedeutung sind im Vergleich zum Vorjahr die rechtlichen und regulatorischen Risiken im Ranking um zwei Positionen gestiegen. Da die Risikokategorien auf den mittleren und unteren Rankingpositionen hinsichtlich ihrer Bewertung jeweils sehr eng beieinanderliegen, hat sich die Risikosituation für Linde insgesamt hierdurch im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen zur Risikobehandlung hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2017 keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit zu einer für Linde bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. Bei sich verändernden Rahmenbedingungen könnten zum heutigen Zeitpunkt unbekannte oder als unwesentlich erachtete Risiken an Bedeutung gewinnen. Organisatorisch hat das Unternehmen Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über sich abzeichnende Veränderungen der Risikosituationen Kenntnis zu erlangen und hierauf adäquat reagieren zu können. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche EntwicklungStand Februar 2018 erwarten Ökonomen, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2018 stärker wachsen wird als im Vorjahr. Mit verbesserten Wachstumsperspektiven wird vor allem gerechnet, weil gesamtwirtschaftliche Extremrisiken im vergangenen Jahr nicht eingetreten sind. Das weiterhin stabile Wachstum Chinas, die Stabilisierung der Konjunktur in Brasilien und Russland, der bisherige Verlauf der EU-Austrittsverhandlungen des Vereinigten Königreichs und die gegenwärtige wirtschaftlich positive Entwicklung in den USA sorgen für Zuversicht. Dieser Optimismus könnte weit ins Jahr 2018 tragen. Ungeachtet dessen bleiben strukturelle Probleme jedoch bestehen. So leidet die Eurozone nach wie vor unter gesamtwirtschaftlichen Ungleichgewichten, in China wird die expansive Geld- und Fiskalpolitik an ihre Grenzen stoßen und genauso wie in den letzten Jahren könnten geopolitische Spannungen und mögliche neue Krisenherde die soliden Wachstumsperspektiven überlagern. Vor diesem Hintergrund erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics (OE) für das Jahr 2018 eine Wachstumsrate des globalen realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 3,2 Prozent, im Vergleich zu einem Anstieg um 3,0 Prozent im Berichtsjahr (2017). Die Wachstumsprognose für die globale Industrieproduktion beträgt 3,8 Prozent für das Gesamtjahr 2018 und liegt damit leicht über dem Wert des Berichtsjahres (3,7 Prozent). In der Region EMEA1 (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) erwarten die Wirtschaftsforscher für 2018 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 2,4 Prozent, der leicht unter dem Wert des Berichtsjahres liegt (2017: 2,5 Prozent). Für die Industrieproduktion wird ein Anstieg von 2,9 Prozent prognostiziert (2017: 2,7 Prozent). Mit Blick auf Westeuropa wird erwartet, dass sich der Wirtschaftsaufschwung fortsetzen wird. Oxford Economics prognostiziert für 2018 ein Wachstum des BIP von 2,2 Prozent in Westeuropa, was etwas unterhalb der 2017 erreichten Rate (2,3 Prozent) liegen würde. Bei der Industrieproduktion wird mit 2,8 Prozent das Wachstum im Jahr 2018 leicht über dem Wert des Berichtsjahrs liegen (2017: 2,6 Prozent). Die positive Konjunktur in Deutschland sollte sich auch im Jahr 2018 weiter fortsetzen: Hier wird ein BIP-Wachstum von 2,4 Prozent (2017: 2,5 Prozent) erwartet und ein Wachstum der Industrieproduktion von 3,4 Prozent nach zuletzt 3,5 Prozent. In der Region Mittlerer Osten & Osteuropa wird sich die Entwicklung 2018 voraussichtlich erneut zweiteilen. Im Mittleren Osten erwarten die Wirtschaftsforscher mit 2,2 Prozent ein deutlich besseres BIP-Wachstum als im Berichtsjahr (2017: 0,1 Prozent). In Osteuropa soll das BIP-Wachstum mit 2,9 Prozent etwas niedriger ausfallen (2017: 3,8 Prozent). Russland wächst mit 1,8 Prozent im laufenden Jahr ähnlich solide wie im letzten Jahr (2017: 1,7 Prozent). Das Wachstum der Industrieproduktion soll in 2018 bei 1,9 Prozent liegen (2017: 1,3 Prozent). Für Südafrika rechnet Oxford Economics mit einer Verbesserung des Konjunkturklimas und einer BIP-Wachstumsrate von 1,7 Prozent (2017: 1,0 Prozent). Wie in den vorangegangenen Jahren wird erwartet, dass die Region Asien/Pazifik auch 2018 wieder die höchste Wachstumsdynamik zeigen wird. Oxford Economics prognostiziert einen Anstieg der Wirtschaftsleistung in der Region von 5,6 Prozent (2017: 5,7 Prozent). Die Industrieproduktion soll um 5,0 Prozent zulegen (2017: 4,8 Prozent). In China soll das BIP 2018 um 6,4 Prozent steigen, was eine weitere leichte Verlangsamung der Wachstumsdynamik bedeuten würde (2017: 6,9 Prozent). Die Wachstumsprognose für die Industrieproduktion liegt derzeit bei 5,3 Prozent (2017: 6,1 Prozent). Für Indien erwartet Oxford Economics eine Wachstumsrate des BIP von 7,5 Prozent (2017: 6,2 Prozent) und ein Wachstum der Industrieproduktion von 5,9 Prozent nach zuletzt 3,3 Prozent im Jahr 2017. Die Wachstumsprognose für 2018 für das australische BIP liegt bei 2,4 Prozent (2017: 2,2 Prozent). Bei der Industrieproduktion wird ein Wachstum von 3,9 Prozent erwartet und damit deutlich mehr als in 2017 (1,7 Prozent). Wesentlicher Wachstumstreiber wird hier wie in den vergangenen Jahren voraussichtlich die Bergbauindustrie bleiben. In der Region Amerika wird ein Wachstum von 2,7 Prozent erwartet (2017: 2,1 Prozent), das im Wesentlichen von einer starken Wachstumsdynamik in den USA und Brasilien getrieben ist. Oxford Economics erwartet für die USA eine BIP-Wachstumsrate in 2018 von 2,8 Prozent (2017: 2,3 Prozent) und für Brasilien von 2,5 Prozent (2017: 1,1 Prozent). Die Industrieproduktion soll in beiden Ländern merklich steigen und in den USA 3,6 Prozent (2017: 1,8 Prozent) sowie in Brasilien 3,8 Prozent (2017: 2,6 Prozent) betragen. Der hier aufgeführte gesamtwirtschaftliche Ausblick basiert auf Daten des Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics vom 1. Februar 2018. BranchenausblickGaseindustrieDie Vorhersagen für die globale Wirtschaftsentwicklung deuten darauf hin, dass sich die Wachstumsraten des weltweiten Gasemarkts im laufenden Jahr 2018 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr bewegen werden. Unsicherheiten und Risiken in Bezug auf globale und regionale Krisen bleiben jedoch bestehen. Auch der Gesundheitsbereich ist unverändert von einem hohen Wachstumspotenzial gekennzeichnet, wenngleich der Preisdruck weiterhin vorhanden ist. AnlagenbauAufgrund leicht steigender Öl- und Gaspreise könnte die Investitionsbereitschaft im internationalen Großanlagenbau im laufenden Jahr 2018 laut Branchenexperten steigen. Dies verbessert die Aussichten für die Förderstaaten im Nahen Osten, in Russland und den USA. Allerdings ist die Nachhaltigkeit unsicher. Zum einen können Anbieter unkonventioneller Fördermethoden wie Schieferöl in kürzester Zeit auf steigende Ölpreise reagieren, zum andern ist das OPEC-Kartell zu kurzfristiger Reaktion auf Marktbewegungen bereit. Generell werden Wettbewerbs- und Preisdruck aufgrund des insgesamt auf niedrigem Niveau verbleibenden Marktvolumens weiter hoch bleiben - die erwartete weitere Konsolidierung in der Wettbewerberlandschaft ist 2017 eingetreten und könnte sich weiter fortsetzen. Die Trends der vergangenen Jahre werden sich im Jahr 2018 fortsetzen. Dazu gehören der global wachsende Energiebedarf, die stetig steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Technologien und der verstärkte Fokus auf erneuerbaren Energiequellen. Zudem eröffnen sich neue Perspektiven durch den steigenden Bedarf nach Automatisierung und Digitalisierung im Anlagenbau. Im Jahr 2018 können erste aus dieser Nachfrage entstehende Angebote am Markt verfügbar sein. Differenzierung durch Service, Innovation und Technologieführerschaft bieten weiterhin ein starkes Alleinstellungsmerkmal des deutschen Anlagenbaus gegenüber den Wettbewerbern. Ausblick - KonzernDer vorliegende Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Linde Konzerns auf eigenständiger Basis und bezieht sich nicht auf die neue Holding im Rahmen des geplanten Zusammenschlusses mit Praxair oder auf die Linde AG als Tochterunternehmen von dieser. Aufgrund des geplanten Zusammenschlusses, der im zweiten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden soll, und der damit zusammenhängenden kartellrechtlichen Auflagen kann es im Laufe des Geschäftsjahres 2018 zum Verkauf von Vermögenswerten kommen. Dies kann zu einer Anpassung der Prognose führen. Aufgrund der hohen Unsicherheit, die mit Wechselkursen verbunden ist, und da diese nicht im Einflussbereich des Unternehmens liegen, gibt Linde die Umsatz- und Ergebnisprognosen in Form von währungsbereinigten Bandbreiten in Prozent an. Die prognostizierte Konzernumsatzentwicklung sowie die Umsatzentwicklung für die Gases Division für 2018 werden außerdem um den Effekt aus der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden bereinigt. Der neue Standard ist zum 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden und wird zu einem Rückgang der berichteten Umsatzerlöse führen. Nähere Informationen hierzu finden sich im Konzernanhang in > ZIFFER [5] WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE. Der um die Effekte von IFRS 15 und um Währungseffekte bereinigte Konzernumsatz soll in 2018 auf dem Niveau des Vorjahres liegen und könnte um bis zu 4 Prozent steigen. Das währungsbereinigte operative Konzernergebnis soll innerhalb einer Bandbreite liegen, die vom Vorjahresniveau bis zu einem Plus von 5 Prozent reicht. Für die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) strebt Linde im Geschäftsjahr 2018 einen Wert von rund 10 Prozent an. Das operative Konzernergebnis basiert ebenso wie die Rendite auf das eingesetzte Kapital auf dem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA bzw. EBIT (zur Definition und Herleitung der bedeutsamsten finanziellen Kennzahlen > SIEHE SEITE 45). Für das Jahr 2018 erwartet Linde weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit der angestrebten Fusion mit Praxair in Höhe von insgesamt rund 150 Mio. EUR. Diese werden wie bereits in den vergangenen Berichtsperioden als Sondereinflüsse ausgewiesen. Die Prognosen beziehen sich ausschließlich auf fortgeführte Aktivitäten. Ausblick - Gases DivisionDie Entwicklung der Produktbereiche innerhalb der Gases Division hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im On-site-Geschäft verfügt Linde über eine solide Projekt-Pipeline, die im Geschäftsjahr 2018 positiv zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung beitragen wird. In den Produktbereichen Flüssig- und Flaschengase ist die Geschäftsentwicklung im Wesentlichen von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Healthcare-Geschäft wird unter anderem durch Preisreduzierungen von staatlichen Stellen und Krankenkassen beeinflusst. Dem soll durch Volumensteigerungen durch organisches Wachstum und Akquisitionen entgegengewirkt werden. Abhängig von den beschriebenen Rahmenbedingungen sowie der konjunkturellen Entwicklung strebt Linde in der Gases Division im Geschäftsjahr 2018 folgende Ziele an: Die um die Effekte von IFRS 15 und um Währungseffekte bereinigte Umsatzentwicklung soll zwischen dem Vorjahresniveau und +4 Prozent liegen. Das währungsbereinigte operative Ergebnis soll innerhalb einer Bandbreite liegen, die vom Vorjahresniveau bis zu einem Plus von 5 Prozent reicht. Die Margen der Segmente EMEA, Asien/Pazifik und Amerika beabsichtigt das Unternehmen leicht zu steigern. Darüber hinaus wird die Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 zu einem positiven Margeneffekt führen. Ausblick - Engineering DivisionMit 4,178 Mrd. EUR lag der Auftragsbestand zum Stichtag 31. Dezember 2017 weiterhin auf einem soliden Niveau. Linde geht daher davon aus, in der Engineering Division im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von 2,2 Mrd. EUR bis 2,6 Mrd. EUR zu erzielen. Bei der operativen Marge rechnet das Unternehmen damit, einen Wert von rund 9 Prozent zu erreichen. InvestitionenLinde investiert gezielt in die Bereiche, die Chancen für ein überproportionales Wachstum bieten. Diesen Ansatz wird das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2018 weiter verfolgen. Aufgrund der bereits getroffenen Investitionsentscheidungen und der weiterhin hohen Anzahl von Investitionsmöglichkeiten erwartet Linde, dass die Investitionsquote in der Gases Division im Jahr 2018 bei 12 Prozent bis 14 Prozent vom Umsatz liegen wird (Investitionsquote 2017: 11,7 Prozent). FinanzierungAuch im Geschäftsjahr 2018 wird Linde seine auf Liquiditätssicherung und langfristige Finanzierung ausgerichtete Strategie fortsetzen. In Abhängigkeit von der Entwicklung der Finanzmärkte sowie der Wachstumsmöglichkeiten sieht Linde einen dynamischen Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden im Verhältnis zum operativen Ergebnis) von bis zu 2,5 weiterhin als Obergrenze an. Grundsätzlich soll die Finanzierung des angestrebten profitablen Wachstums auch weiterhin aus dem Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit erfolgen. Ausblick - Linde AGFür die Linde AG, die Muttergesellschaft des Linde Konzerns, ist der Jahresüberschuss die zentrale Steuerungsgröße. > SIEHE VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE DER LINDE AG, SEITEN 67 BIS 69. Die Entwicklung dieser Kennziffer hängt wesentlich von der Entwicklung des Beteiligungsergebnisses ab. Abhängig vom Beteiligungsergebnis plant die Linde AG einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 200 Mio. EUR zu erreichen. Zukunftsbezogene AussagenDer zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Die zukünftige Entwicklung sowie die vom Linde Konzern und von seinen verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt Linde hierzu eine gesonderte Verpflichtung. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289f UND § 315d HGBVorstand und Aufsichtsrat der Linde AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist im Internet unter > WWW.LINDE.COM/ENTSPRECHENSERKLAERUNG veröffentlicht. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Internet unter der Adresse > WWW.LINDE.COM/CORPORATE GOVERNANCE_DE zu finden. Nähere Erläuterungen zur Corporate Governance bei Linde sind dem gleichnamigen Kapitel auf den > SEITEN 15 BIS 23 zu entnehmen. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABENZusammensetzung des GrundkapitalsDie Zusammensetzung des Grundkapitals findet sich im Anhang zum Konzernabschluss unter > ZIFFER [20]. Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreitenDer Linde AG sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen bekannt, die mehr als 10 Prozent der Stimmrechte erreichen oder überschreiten. Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausübenDie Arbeitnehmer, die Aktien an der Linde AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften sowie der Bestimmungen der Satzung aus. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungDie Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG sowie § 31 MitbestG durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Gemäß § 31 MitbestG ist für die Bestellung der Vorstandsmitglieder eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder des Aufsichtsrats erforderlich. Der Vorstand besteht gemäß Ziffer 5.1 der Satzung der Gesellschaft aus mehreren Personen. Der Aufsichtsrat legt die Anzahl der Mitglieder des Vorstands fest. Der Aufsichtsrat kann gemäß Ziffer 5.2 der Satzung der Gesellschaft ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden und eines zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands kann der Aufsichtsrat aus wichtigem Grund widerrufen, § 84 Abs. 3 AktG. Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung, §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG. Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach Ziffer 13.2 der Satzung der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften eine andere Mehrheit verlangen. Der Aufsichtsrat ist gemäß Ziffer 9.5 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. Befugnis des Vorstands, Aktien auszugeben und zurückzukaufenGenehmigtes KapitalDurch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 28. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 47.000.000,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 18.359.375 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR gegen Bareinlage und/oder gegen Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für einen Betrag von bis zu 3.500.000,00 EUR insoweit auszuschließen, wie dies erforderlich ist, um Aktien an Mitarbeiter der Linde AG und/oder ihrer verbundenen Unternehmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgeben zu können. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 2. Mai 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 47.000.000 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 18.359.375 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR gegen Bareinlage und/oder gegen Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Für Genehmigtes Kapital I und Genehmigtes Kapital II gilt Folgendes: Grundsätzlich sind die neuen Stückaktien den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen und das Bezugsrecht auch insoweit auszuschließen, wie dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Linde AG oder ihren unmittelbaren oder mittelbaren Tochtergesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. Wandlungspflichten ein Bezugsrecht auf neue Stückaktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Optionsund/oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht zustehen würde. Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die neuen Aktien bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Stückaktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Stückaktien erfolgen soll, nicht wesentlich unterschreitet, und das rechnerisch auf die ausgegebenen Aktien entfallende Grundkapital insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreitet. Auf diese Kapitalgrenze ist das rechnerisch auf diejenigen Aktien entfallende Grundkapital anzurechnen, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandelanleihen auszugeben sind. Eine solche Anrechnung erfolgt jedoch nur insoweit, als die Options- bzw. Wandelanleihen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegeben werden. Ebenfalls anzurechnen ist das Grundkapital, das rechnerisch auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auf der Grundlage eines genehmigten Kapitals ausgegeben oder nach Rückerwerb als eigene Aktien veräußert werden. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, insbesondere im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Die neuen Aktien können auch von durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Bedingtes KapitalDas Grundkapital ist um bis zu 10.240.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wurde ausschließlich beschlossen zum Zweck der Gewährung von Bezugsrechten (Aktienoptionen) an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder von Geschäftsleitungsorganen verbundener Unternehmen im In- und Ausland sowie an ausgewählte Führungskräfte der Gesellschaft und verbundener Unternehmen im In- und Ausland nach näherer Maßgabe der Bestimmungen des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 4. Mai 2012 (Long Term Incentive Plan 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie von Bezugsrechten nach Maßgabe dieses Ermächtigungsbeschlusses Gebrauch gemacht wird und die Gesellschaft die Gegenleistung nicht in bar oder mit eigenen Aktien erbringt. Die neuen Aktien, die aufgrund der Ausübung von Bezugsrechten ausgegeben werden, sind erstmals für das Geschäftsjahr dividendenberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Das Grundkapital ist außerdem um bis zu 47.000.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 18.359.375 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,56 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie (i) die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungsrechten oder Optionsscheinen, die gemäß den von der Gesellschaft oder von unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 bis zum 28. Mai 2018 ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bestehen bzw. diesen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder (ii) die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 bis zum 28. Mai 2018 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, in den Fällen (i) und (ii) jeweils soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch die Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten ausgegeben werden, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Ermächtigung zum Erwerb eigener AktienDurch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 2. Mai 2021 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können:
Die Gesellschaft hält insgesamt 95.109 eigene Aktien. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 243.479,04 EUR und 0,05 Prozent des Gezeichneten Kapitals. Ermächtigung zum Einsatz von Derivaten im Rahmen des Erwerbs eigener AktienIn Ergänzung des Beschlusses der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 zur Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist der Vorstand durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 ermächtigt, bis zum 2. Mai 2021 den Erwerb eigener Aktien auch durch Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Der Vorstand ist ermächtigt:
Aktienerwerbe unter Einsatz von Derivaten dürfen sich insgesamt höchstens auf eine Anzahl von Aktien beziehen, die einen anteiligen Betrag von 5 Prozent des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft oder, falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Die in Ausübung dieser Ermächtigung erworbenen Aktien sind auf die Erwerbsgrenze der vorstehenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien anzurechnen. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenLinde hat in den Geschäftsjahren 2007 bis 2017 selbst oder über die Linde Finance B.V. im Rahmen seines 10-Mrd.-EUR-Debt-Issuance-Programme Benchmark-Anleihen begeben. Die Emissionsbedingungen dieser Anleihen sehen vor, dass der Gläubiger der Schuldverschreibungen die sofortige Rückzahlung im Falle eines Kontrollwechsels verlangen kann, wenn der Kontrollwechsel zu einem Entzug oder zu einer Herabsetzung des Ratings auf oder unter bestimmte Rating-Stufen für nicht nachrangige unbesicherte Verbindlichkeiten führt. Es existieren darüber hinaus weitere wesentliche Finanzierungsverträge, die jeweils eigene Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels enthalten. Diese Regelungen sehen insbesondere Informationspflichten gegenüber dem Vertragspartner sowie Kündigungsrechte für den Vertragspartner vor. Es bestehen Kundenverträge mit Vertragsklauseln, die dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht bei einem Kontrollwechsel einräumen. Im Falle der Ausübung dieses Sonderkündigungsrechts sehen die Vereinbarungen grundsätzlich eine angemessene Entschädigung vor. Nach den Planbedingungen des Linde Long Term Incentive Plan 2012 (LTIP 2012) für Vorstände und nachgeordnete Führungskräfte können im Falle eines Kontrollwechsels Sonderregelungen getroffen werden. Für die in den Jahren 2013 bis 2017 ausgegebenen Aktienoptionen bestehen im Falle eines Kontrollwechsels Kündigungsrechte mit der Folge einer Abgeltung der Options- bzw. Matching Shares-Anrechte durch einen näher zu bestimmenden Barausgleich. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sindIm Falle einer Übernahme der Linde AG und der Beendigung des Anstellungsvertrags werden den Vorstandsmitgliedern gegebenenfalls bestimmte an ihren vertraglichen Bezügen orientierte Ausgleichsleistungen gewährt. Diese Ausgleichsleistungen sind in ihrer Höhe begrenzt. Eine nähere Beschreibung der Change of Control-Regelungen der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht dargestellt. BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionäre,der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr eingehend mit der Lage, den Perspektiven und der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft, mit der künftigen langfristigen Positionierung des Linde Konzerns sowie mit wesentlichen Einzelmaßnahmen befasst. Ein besonderer Schwerpunkt war die Befassung mit dem angestrebten Zusammenschluss mit dem US-amerikanischen Industriegaseunternehmen Praxair, Inc. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht. Der Vorstand hat uns in unseren Sitzungen und durch schriftliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage, die Rentabilität und die Planung der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sowie alle für die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichtet. Sämtliche uns überlassenen und vorgestellten Unterlagen haben wir auf Plausibilität geprüft. Wir haben den Vorstand regelmäßig zu wichtigen Sachverhalten befragt. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Hierzu gehören Maßnahmen und Geschäfte des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Dazu zählen insbesondere das Jahresinvestitionsprogramm, größere Akquisitionen, Desinvestitionen sowie definierte Kapital- und Finanzmaßnahmen. In den Ausschüssen und im Plenum setzten wir uns kritisch mit den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands auseinander und brachten Anregungen ein. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen lassen. Er stand in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und insbesondere dem Vorsitzenden des Vorstands und hat mit ihm die Unternehmensstrategie, die Planung, die Geschäftsentwicklung, die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance regelmäßig beraten. Der Aufsichtsrat hat sich auf der Grundlage der Berichte des Vorstands sowie des vom Abschlussprüfer erstatteten Berichts von der Leistungsfähigkeit des gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichteten Risikoüberwachungssystems überzeugt. Er hatte zu keiner Zeit Beanstandungen gegen die Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung. Sitzungen und Beschlussfassungen des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2017 fanden insgesamt neun Aufsichtsratssitzungen statt, davon vier turnusgemäße und fünf außerordentliche. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben jeweils an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen sie angehören, teilgenommen. Im Einzelnen nahmen die Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse wie nachfolgend dargestellt teil: 1 INDIVIDUALISIERTE OFFENLEGUNG DER TEILNAHME DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER AN SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS UND DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS DER LINDE AG IM GESCHÄFTSJAHR 20171scroll
Im Zentrum der Beratungs- und Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats standen auch 2017 die Entwicklungsperspektiven des Konzerns, der einzelnen Bereiche und der berichtspflichtigen Segmente. Regelmäßig haben wir mit dem Vorstand mögliche Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftslage und von Währungseffekten, Konsequenzen der Ölpreisentwicklung sowie des britischen Referendums über den Austritt aus der Europäischen Union und der Auftragslage im Anlagenbau sowie die Entwicklung einzelner Märkte erörtert und Fragen der Planbarkeit und Stabilität der weiteren Entwicklungen diskutiert. Intensiv befasste sich der Aufsichtsrat mit den in den Vorjahren initiierten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie dem angestrebten Zusammenschluss mit Praxair, Inc. einschließlich des Abschlusses der Grundsatzvereinbarung (Business Combination Agreement) und der begründeten Stellungnahme zu dem von der Linde plc veröffentlichten Tauschangebot an die Aktionäre der Linde AG. Nach gründlicher Prüfung und Erörterung der vorgelegten Unterlagen und der jeweiligen Anträge des Vorstands hat der Aufsichtsrat alle erforderlichen Zustimmungen erteilt. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr grundsätzlich in Sitzungen gefasst. Nicht persönlich teilnehmende Aufsichtsratsmitglieder haben jeweils durch schriftliche Stimmabgabe an den Beschlussfassungen teilgenommen. Eine Beschlussfassung der Anteilseigner im Aufsichtsrat erfolgte im schriftlichen Verfahren. Im Einzelnen standen 2017 folgende Themen im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrats: Februar 2017 - Am 22. Februar 2017 beschlossen die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, von der in § 96 Abs. 2 Satz 3 AktG vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch zu machen, und widersprachen gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesamterfüllung hinsichtlich des Mindestanteils der Geschlechterzusammensetzung im Aufsichtsrat der Linde AG. März 2017- In unserer Sitzung am 8. März 2017 bestellten wir auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses Dr. Sven Schneider mit sofortiger Wirkung für die Dauer von drei Jahren, d.h. bis zum 7. März 2020, zum Mitglied des Vorstands. Ferner beschlossen wir, ebenfalls auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses, die Bestellungen von Dr.-Ing. Christian Bruch und Bernd Eulitz zu Mitgliedern des Vorstands im Anschluss an deren erste Amtszeit um jeweils fünf Jahre, d.h. jeweils bis zum 31. Dezember 2022, zu verlängern. Unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Ständigen Ausschusses und eines unabhängigen externen Vergütungsberaters legten wir die Vergütung für das neue Vorstandsmitglied Dr. Sven Schneider fest, nahmen die turnusgemäße Überprüfung der Vergütung der übrigen Vorstandsmitglieder vor und beschlossen mit Wirkung zum 1. April 2017 Anpassungen der festen Barvergütungen und der variablen Vergütungsbestandteile für Dr.-Ing. Christian Bruch, Bernd Eulitz und Sanjiv Lamba. Des Weiteren beschlossen wir auf Vorschlag des Ständigen Ausschusses die Zielerreichungen der variablen Barvergütung und die Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder für 2016. Überdies befassten wir uns unter anderem eingehend mit dem Jahresabschluss der Linde AG und dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016, billigten diese und stimmten dem Gewinnverwendungsvorschlag zu. Außerdem befassten wir uns mit der EMIR-Pflichtprüfung 2016 gemäß § 20 WpHG a.F. (nunmehr: § 32 WpHG), einer Systemprüfung zur Einhaltung von sich aus dem Wertpapierhandelsgesetz ergebenden Anforderungen. Darüber hinaus gaben wir die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ab und verabschiedeten den Aufsichtsrats- und den Corporate Governance-Bericht 2016 sowie die Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der Beschlussvorschläge. Auf Vorschlag des Nominierungsausschusses und unter Berücksichtigung der vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung formulierten Ziele beschlossen wir, der Hauptversammlung Dr. Thomas Enders als Nachfolger von Michael Diekmann, der sein Mandat als Anteilseignervertreter mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2017 niedergelegt hatte, vorzuschlagen. Neben der regelmäßigen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Lage des Linde Konzerns legte uns der Vorstand die aktualisierte Planung für das Geschäftsjahr 2017 und die aktualisierte Mittelfristplanung vor. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen von der im Vorjahr vorgelegten Planung. Des Weiteren sprachen wir über den potenziellen Unternehmenszusammenschluss mit Praxair, Inc. April 2017 - Am 6. April 2017 führten wir eine Sondersitzung zu Aufsichtsratsangelegenheiten und zu dem Zusammenschlussvorhaben mit Praxair, Inc. durch. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über den Stand der Gespräche mit Praxair, Inc. Mai 2017 - Unmittelbar vor der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2017, die aktuelle Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Lage des Linde Konzerns und den aktuellen Stand der Verkaufsverhandlungen des Logistikdienstleisters Gist. Des Weiteren beschlossen wir über die Art der Erfüllung der Matching Shares-Anrechte, die Mitglieder des Vorstands (inklusive des jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden) im Rahmen des Aktienoptionsplans 2013 erworben hatten und deren Wartezeit 2017 ablief. An der Beschlussfassung nahm der Aufsichtsratsvorsitzende nicht teil. Ferner überprüften wir die Zielsetzung für den Frauenanteil im Vorstand und legten diese für den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2022 neu fest. Außerdem diente die Sitzung der Vorbereitung des sich anschließenden Aktionärstreffens. Unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung am 10. Mai 2017 fand eine weitere Aufsichtsratssitzung statt, in der wir Franz Fehrenbach als Nachfolger von Michael Diekmann zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und in den Vermittlungsausschuss wählten. Außerdem wählten wir Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner in den Nominierungsausschuss und Dr. Thomas Enders in den Ständigen Ausschuss. Juni 2017 - In einer Sondersitzung am 1. Juni 2017 prüften und erörterten wir eingehend die Bedingungen der uns vom Vorstand vorab schriftlich übermittelten Grundsatzvereinbarung (Business Combination Agreement) zu dem angestrebten Zusammenschluss mit Praxair, Inc. und die von der Bank of America Merrill Lynch und Goldman Sachs, den Finanzberatern des Aufsichtsrats, vorgelegten zugehörigen Finanzanalysen (Fairness Opinions). Der Aufsichtsrat nahm zudem mündliche Stellungnahmen seiner Finanzberater sowie der Finanzberater des Vorstands (Morgan Stanley und Perella Weinberg) entgegen. Darüber hinaus nahmen externe Rechtsberater an der Sitzung teil, erläuterten die vorab zur Verfügung gestellten Unterlagen zur Grundsatzvereinbarung und beantworteten Fragen. Schon im Vorfeld der Sitzung hatten die Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit, sich von Unternehmensvertretern und Rechtsberatern die Details der Grundsatzvereinbarung erläutern und Fragen beantworten zu lassen. Nach sorgfältiger Prüfung und eingehender Beratung haben wir in dieser Sitzung mehrheitlich beschlossen, dass der Unternehmenszusammenschluss, die Grundsatzvereinbarung und die darin vorgesehenen Transaktionen im besten Interesse der Linde AG und ihrer Aktionäre sind. Wir haben dem Abschluss der Grundsatzvereinbarung zwischen u.a. Praxair, Inc. und der Linde AG sowie den zur Durchführung vorgesehenen Maßnahmen mehrheitlich zugestimmt. Des Weiteren haben wir mit Mehrheitsbeschluss beschlossen, den Linde Aktionären, vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage und der Treuepflichten nach deutschem Recht, die Annahme des öffentlichen Tauschangebots, das von der Linde plc veröffentlicht werden sollte, und die Andienung ihrer Linde Aktien im Rahmen dieses Tauschangebots zu empfehlen. Dem Ständigen Ausschuss wurde die Aufgabe übertragen, die begründete Stellungnahme des Aufsichtsrats nach § 27 Abs. 1 WpÜG zu dem öffentlichen Tauschangebot vorzubereiten. Außerdem haben wir unter Berücksichtigung der Empfehlung des Ständigen Ausschusses im Zuge des Zusammenschlussvorhabens erforderlich werdende Ergänzungen der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder bezüglich der aktienbasierten Vergütung beschlossen. Soweit der Aufsichtsratsvorsitzende aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender hiervon selbst betroffen war, hat er an der Beschlussfassung nicht teilgenommen. August 2017 - Am 21. August 2017 fand eine weitere Sondersitzung des Aufsichtsrats statt. In dieser Sitzung wurden uns nach Vorbereitung durch den von uns am 1. Juni 2017 hierzu beauftragten Ständigen Ausschuss der Entwurf der gemeinsamen begründeten Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 27 Abs. 1 WpÜG zu dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot (Tauschangebot) der Linde plc an die Aktionäre der Linde AG und das Tauschangebot vorgestellt. Nach Prüfung der uns hierzu vorab zur Verfügung gestellten schriftlichen Unterlagen und unter Heranziehung der aktualisierten Fairness Opinions der Finanzberater sowie Befragung externer Rechtsberater kamen wir mehrheitlich zu dem Schluss, dass Art und Höhe der Angebotsgegenleistung fair und angemessen sind, der Unternehmenszusammenschluss im besten Interesse der Linde AG, ihrer Aktionäre und der sonstigen Stakeholder ist, das Tauschangebot befürwortet und unterstützt und den Linde Aktionären empfohlen wird, das Tauschangebot anzunehmen und ihre Linde Aktien in das Tauschangebot einzureichen. Wir stimmten mit Mehrheitsbeschluss der gemeinsamen begründeten Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats nach § 27 Abs. 1 WpÜG zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Linde plc in Form eines Umtauschangebots an die Aktionäre der Linde AG vom 15. August 2017 zu. Die gemeinsame Stellungnahme wurde am 21. August 2017 veröffentlicht. September 2017- In unserer Sitzung am 26. September 2017 informierte der Vorstand detailliert über die wirtschaftliche Lage des Linde Konzerns und seiner Divisionen, gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 und erstattete Schwerpunktberichte zum Healthcare-Geschäft in Nordamerika sowie zum Elektronikgasegeschäft. Der Vorstand berichtete auch über den aktuellen Stand der Veräußerung des Logistikdienstleisters Gist. Ferner standen der Status der Umsetzung der in den Vorjahren aufgezeigten Strategien, die strategische Weiterentwicklung und das Wettbewerbsumfeld des Unternehmens im Fokus der Sitzung. Neuere Entwicklungen zur Strategie und zur Wettbewerbsposition des Linde Konzerns und seiner Geschäftsfelder wurden intensiv erörtert. Diskutiert wurden insbesondere Fragen der strategischen Positionierung und Ausrichtung des Unternehmens und seiner Divisionen und hierzu erwogene bzw. initiierte Vorhaben und deren Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage. Des Weiteren erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat seinen vorab schriftlich unterbreiteten Antrag auf Erhöhung des Investitionsprogramms 2017. Diesem Antrag stimmte der Aufsichtsrat nach eingehender Erörterung zu. Schließlich berichtete der Vorstand über den Fortschritt des Tauschangebots der Linde plc an die Aktionäre der Linde AG im Zusammenhang mit dem angestrebten Zusammenschluss mit Praxair, Inc. Oktober 2017 - In einer Sondersitzung am 23. Oktober 2017 informierte der Vorstand über den aktuellen Stand der Annahme des Tauschangebots. Nach eingehender Erörterung mit dem Vorstand und externen Rechtsberatern stimmten wir mit Mehrheitsbeschluss zu, dass der Vorstand der Linde AG für die Linde AG der Herabsetzung der Mindestannahmeschwelle durch die Linde plc von 75 Prozent auf 60 Prozent durch Veröffentlichung einer entsprechenden Änderung des Tauschangebots zustimmt. Zudem verabschiedeten wir mehrheitlich die ergänzende gemeinsame begründete Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats zu der Änderung des Tauschangebots der Linde plc an die Aktionäre der Linde AG, die am 23. Oktober 2017 veröffentlicht wurde. Dezember 2017 - In unserer Sitzung am 7. Dezember 2017 beschäftigten wir uns mit der aktuellen Geschäftsentwicklung. Wir erhielten einen weiteren Statusbericht zum Verkauf des Logistikdienstleisters Gist sowie von dem CEO Lincare zu den Entwicklungen im Healthcare-Geschäft in Nordamerika. Auf der Grundlage umfangreicher Unterlagen befassten wir uns mit der Vorschau auf den Jahresabschluss 2017, dem Budget für das Geschäftsjahr 2018 und der mittelfristigen Unternehmensplanung für die Jahre 2019 bis 2021 einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung. Der Vorstand legte uns Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen dar. Außerdem erörterten wir ausführlich den Antrag des Vorstands auf Zustimmung zu dem Investitionsprogramm 2018. Nach sorgfältiger Prüfung erteilten wir unsere Zustimmung. Nachdem die weitere Annahmefrist für das Tauschangebot der Linde plc an die Aktionäre der Linde AG am 24. November 2017 mit einer Annahmequote von 92,05 Prozent endete, stellte der Vorstand den weiteren Zeitplan der Transaktion und mögliche Varianten der Konzernstruktur nach Vollzug der Transaktion vor. Zudem wählten wir für den zum 31. Dezember 2017 aus dem Unternehmen und aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Hans-Dieter Katte mit Wirkung zum 1. Januar 2018 Gernot Hahl zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Dr. Martin Kimmich in den Ständigen Ausschuss und Xaver Schmidt in den Prüfungsausschuss. Schließlich widersprachen die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat gemäß § 96 Abs. 2 Satz 3 AktG für die Neuwahlen des Aufsichtsrats 2018 der Gesamterfüllung hinsichtlich des Mindestanteils der Geschlechterzusammensetzung im Aufsichtsrat der Linde AG. Ausschüsse und deren SitzungenDer Aufsichtsrat hat unverändert vier Ausschüsse gebildet: den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, den Ständigen Ausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Der Aufsichtsratsvorsitzende führt mit Ausnahme des Prüfungsausschusses in allen Ausschüssen den Vorsitz. Die gegenwärtige Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf > SEITE 7. Informationen zu den Aufgaben der Ausschüsse sind im Bericht zur Corporate Governance auf den >SEITEN 15 BIS 23 enthalten. Die Ausschussvorsitzenden haben das Plenum jeweils zeitnah und umfassend über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen informiert. Der Ständige Ausschuss des Aufsichtsrats trat im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen. Eine Beschlussfassung erfolgte im schriftlichen Verfahren. Der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses stand zur Abstimmung besonderer Themen auch außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt mit den übrigen Ausschussmitgliedern. Der Ständige Ausschuss behandelte Personalangelegenheiten des Vorstands und bereitete Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Weiterhin erteilte der Ständige Ausschuss seine Einwilligung zur Übernahme von Mandaten und Nebentätigkeiten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen. Zudem bereitete der Ständige Ausschuss in zwei Sitzungen die Entscheidungen des Aufsichtsratsplenums über die begründete Stellungnahme des Aufsichtsrats gemäß § 27 Abs. 1 WpÜG zu dem Tauschangebot der Linde plc an die Aktionäre der Linde AG vor. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr viermal in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands und tätigte zwei Beschlussfassungen im schriftlichen Verfahren. Er hat den Jahresabschluss der Linde AG und den Konzernabschluss, die Lageberichte, den Gewinnverwendungsvorschlag und die Prüfungsberichte einschließlich des Berichts zum Prüfungsschwerpunkt sowie den mündlichen Bericht des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung intensiv beraten und geprüft. Der Prüfungsausschuss sah im Rahmen seiner Prüfungen keinen Anlass für Beanstandungen. Wesentliche Schwächen des Internen Kontrollsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, und des Risikofrüherkennungssystems wurden vom Abschlussprüfer nicht festgestellt. Außerdem erörterte der Vorstand mit dem Prüfungsausschuss die Zwischenberichte und den Halbjahresfinanzbericht unter Berücksichtigung des Berichts des Abschlussprüfers über die prüferische Durchsicht vor deren Veröffentlichung. Darüber hinaus beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit der Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats zur Bestellung des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Festlegung des Prüfungsschwerpunktes und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer. Er überwachte die Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die von diesem zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbrachten Leistungen. Überdies hat der Prüfungsausschuss in Übereinstimmung mit internen Regelungen mit dem Abschlussprüfer eine Vereinbarung über die Erbringung von Dienstleistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung stehen, getroffen und ließ sich durch den Abschlussprüfer zu jeder Sitzung über die Höhe der in diesem Zusammenhang angefallenen Honorare informieren. Im Zusammenhang mit dem Zusammenschlussvorhaben mit Praxair, Inc. wurden zwei Beauftragungen für Nicht-Prüfungsdienstleistungen an KPMG im schriftlichen Verfahren genehmigt. Diese waren zuvor in Sitzungen des Prüfungsausschusses vorgestellt und diskutiert worden. Weiterhin ließ sich der Prüfungsausschuss regelmäßig über die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und der Compliance-Strukturen, über Compliance-Themen, etwaige rechtliche und regulatorische Risiken sowie die Risikolage, -erfassung und -überwachung im Unternehmen unterrichten. Der Prüfungsausschuss befasste sich anhand einer Präsentation des Vorstands mit der Weiterentwicklung der Kontrollsysteme im Linde Konzern. Er erhielt einen Bericht bezüglich Ausstattung, Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie Prüfungstätigkeit der Internen Revision und über den Prüfungsplan 2017. Der Prüfungsausschuss hat sich über die Effektivität des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Internen Revisionssystems unterrichten lassen, sie eingehend erörtert und sich von der Wirksamkeit der Systeme überzeugt. Ferner informierte der Vorstand den Prüfungsausschuss regelmäßig über den Status verschiedener Aktivitäten zur externen und internen Finanzierung sowie zur Liquiditätssicherung des Unternehmens. Weitere behandelte Themen waren die EMIR-Pflichtprüfung 2016 gemäß § 20 WpHG a.F. (nunmehr: § 32 WpHG), mögliche Auswirkungen des angestrebten Unternehmenszusammenschlusses mit Praxair, Inc. auf Berichterstattung und interne Prozesse und Kontrollen sowie aktuelle Rechts- und Rechnungslegungsentwicklungen und hier insbesondere die Auswirkungen des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes für die Berichterstattung. Bei ausgewählten Punkten der Tagesordnung nahmen auch die Leiter der zuständigen Fachabteilungen an den Sitzungen des Prüfungsausschusses teil, erstatteten Bericht und beantworteten Fragen. Darüber hinaus führte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zwischen den Sitzungsterminen Gespräche zu wichtigen Einzelthemen, insbesondere mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, dem Vorstandsvorsitzenden, dem Finanzvorstand und dem Abschlussprüfer. Über die wesentlichen Ergebnisse dieser Gespräche wurde dem Prüfungsausschuss und, soweit erforderlich, dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht erstattet. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses befassten sich mehrfach außerhalb von Sitzungen mit der Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats. Sie bereiteten den Beschlussvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung am 10. Mai 2017 zur Ergänzungswahl zum Aufsichtsrat vor. Der Vermittlungsausschuss musste auch 2017 nicht einberufen werden. Corporate Governance und EntsprechenserklärungDie Weiterentwicklung und die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex beobachten wir fortlaufend. Vorstand und Aufsichtsrat haben im März 2018 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. > WWW.LINDE.COM. Weitere Informationen zur Corporate Governance bei Linde finden Sie im Corporate Governance-Bericht. > SIEHE SEITEN 15 BIS 23. Jahres- und KonzernabschlussDie KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, (KPMG) hat den nach HGB-Grundsätzen aufgestellten Jahresabschluss der Linde AG sowie den nach IFRS-Grundsätzen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 einschließlich des für die Linde AG und den Konzern zusammengefassten Lageberichts nach den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) geprüft. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht den in § 315e Abs. 1 HGB genannten Vorgaben entsprechen; er hat für beide Abschlüsse einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die KPMG hat auftragsgemäß die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts und der Zwischenberichte im Geschäftsjahr 2017 durchgeführt. Diese hat zu keinem Zeitpunkt zu Beanstandungen geführt. Die KPMG bestätigte ferner, dass das Risikofrüherkennungssystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht; bestandsgefährdende Risiken waren nicht erkennbar. Prüfungsschwerpunkt im Geschäftsjahr 2017 war die "Beurteilung des zentralen Steuerungsprozesses zum Internen Kontrollsystem (IKS) der Linde AG und Validierung der dezentralen SAP Governance Risk & Compliance (GRC) Selbstbeurteilungen 2017". Wesentliche Schwächen des Internen Kontrollsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, und des Risikofrüherkennungssystems wurden vom Abschlussprüfer nicht festgestellt. Auch im Berichtsjahr hat der Abschlussprüfer gegenüber dem Prüfungsausschuss seine Unabhängigkeit erklärt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratungen im Prüfungsausschuss am 6. März 2018 sowie in der Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 7. März 2018. An den Erörterungen sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Plenum nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen, und stand für ergänzende Auskünfte sowie die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Die Key Audit Matters umfassten für die Linde AG die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und die Werthaltigkeit unfertiger Erzeugnisse und unfertiger Leistungen bei langfristigen Aufträgen sowie die Vollständigkeit der entsprechenden Drohverlustrückstellungen sowie für den Konzern die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte, der Ansatz und die Bewertung von Restrukturierungsrückstellungen und die Umsatzrealisierung in der Engineering Division. Auch der Prüfungsausschuss berichtete über das Ergebnis seiner Prüfung an den Aufsichtsrat. Wir haben sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte geprüft und eingehend diskutiert. Nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung der von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Linde AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017; der Jahresabschluss der Linde AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmen wir zu. Darüber hinaus haben der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 6. März 2018 und der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 7. März 2018 den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB für das Geschäftsjahr 2017 auf Basis einer Prüfung mit begrenzter Sicherheit (Limited Assurance Engagement) durch den Abschlussprüfer, dessen Bericht den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt wurde, geprüft. Die Prüfung des Aufsichtsrats gab zu keinen Einwendungen Anlass. Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandMichael Diekmann, weiterer stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, ist mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Mai 2017 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Die Hauptversammlung am 10. Mai 2017 wählte Dr. Thomas Enders für die restliche Amtszeit der übrigen Aufsichtsratsmitglieder als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat. Außerdem ist Hans-Dieter Katte, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 aus der Gesellschaft und zu diesem Zeitpunkt aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde Andrea Ries gerichtlich in den Aufsichtsrat der Linde AG bestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wählten Franz Fehrenbach zu ihrem neuen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden und Gernot Hahl zu ihrem neuen stellvertretenden Vorsitzenden. Eine Übersicht über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie auf den > SEITEN 6 BIS 7. Dr. Sven Schneider wurde mit Wirkung zum 8. März 2017 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Er übernahm im Vorstand die Zuständigkeiten für Finanzen. Wir danken den aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Herren für ihre langjährige und besonders wertvolle Arbeit im Aufsichtsrat. Des Weiteren danken wir dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit für ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
MÜNCHEN, DEN 7. MÄRZ 2018 FÜR DEN AUFSICHTSRAT PROF. DR.-ING. WOLFGANG REITZLE, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS DER LINDE AG CORPORATE GOVERNANCEERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCEEinhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex und EntsprechenserklärungenDie Linde AG orientiert sich an dem von der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" vorgelegten Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung. Vorstand und Aufsichtsrat der Linde AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex im März 2017 auf der Grundlage des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 verabschiedet und auf der Internetseite dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Am 7. Februar 2017 wurden Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Diese Änderungen traten durch Veröffentlichung im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 in Kraft. Vorstand und Aufsichtsrat der Linde AG haben sich eingehend mit den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 befasst und im März 2018 die nachfolgende Entsprechenserklärung abgegeben. "Vorstand und Aufsichtsrat der Linde AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz: Sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung und wird auch zukünftig mit der nachfolgenden Ausnahme entsprochen. Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die Vorstandsanstellungsverträge sehen keine Höchstgrenze für die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt vor; variable Vergütungsteile sind wie nachfolgend beschrieben begrenzt. Die Komponenten der variablen Barvergütung sind betragsmäßig begrenzt. Der Long Term Incentive Plan, der die Gewährung von Optionsrechten auf Aktien (Performance Shares) und an ein Eigeninvestment geknüpften Bonusaktien (Matching Shares) vorsieht, weist zum Zeitpunkt der Gewährung der Options- und Matching Shares-Rechte eine betragsmäßige Höchstgrenze auf. Der Wert der Performance Shares und Matching Shares nach Ablauf der mehrjährigen Wartezeit ist dagegen betragsmäßig nicht begrenzt. Eine solche zusätzliche betragsmäßige Begrenzung erschiene indes auch nicht zweckmäßig. Hierdurch würde der mit einer aktienbasierten Vergütung bezweckte Interessengleichlauf zwischen Aktionären und Vorstandsmitgliedern durchbrochen, was nach unserer Auffassung nicht im Interesse der Aktionäre läge." Die aktuelle und frühere Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex sind unter > WWW.LINDE.COM/ENTSPRECHENSERKLAERUNG auf der Website der Gesellschaft verfügbar. UnternehmensführungspraktikenGute und verantwortungsbewusste, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle haben bei der Linde AG traditionell einen hohen Stellenwert. Erfolgsgrundlage sind von jeher eine enge und effiziente Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen, eine offene Unternehmenskommunikation, die ordnungsgemäße Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken und gesetzlichen und konzerninternen Regelungen. Linde hat einen hohen Standard ethischer Grundsätze. Diese sind unter anderem festgehalten in konzernweit eingeführten Grundwerten (Linde Spirit) und im Verhaltenskodex für Mitarbeiter (Code of Ethics). Darüber hinaus hat der Vorstand für die Bereiche Wettbewerbs-/Kartellrecht, Korruptionsprävention, Einschaltung von Vertriebsmittlern, Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz, Qualität sowie Beschaffung eigene Leitlinien verabschiedet. Diese gelten ebenso wie der Linde Spirit und der Code of Ethics für alle Mitarbeiter des Linde Konzerns. ComplianceUm die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und freiwillig angewandter Grundsätze zusätzlich abzusichern, besteht eine weltweite Compliance-Organisation. Der Fokus der konzernweiten Compliance-Aktivitäten liegt in den Bereichen Kartellrecht, Korruptionsprävention, Exportkontrolle und Datenschutz. 2014 wurde ein Prozess zur verbindlichen Risikoanalyse (Compliance Risk Assessment) eingeführt, der die Themen allgemeine Compliance, Kartellrecht und Korruption abdeckt. Die hauptamtlich tätigen Mitarbeiter der Compliance-Organisation sind der zentralen Rechtsabteilung angegliedert. In den Divisionen, Bereichen und operativen Segmenten sind Compliance-Beauftragte ernannt, die die konzernweite Beachtung des Compliance-Programms unterstützen. Der Chief Compliance Officer koordiniert und betreibt die Umsetzung von Compliance-Maßnahmen. Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats werden regelmäßig über den aktuellen Stand der Weiterentwicklung der Compliance-Organisation informiert, einschließlich der begleitenden Maßnahmen zur Kommunikation, Schulung und Überarbeitung bestehender Verhaltensregeln. Weltweit werden die Mitarbeiter geschult. Präsenzschulungen werden durch ein konzernweites E-Learning-Programm ergänzt. Wir schaffen damit die Voraussetzungen, dass unsere Mitarbeiter Regeln und Richtlinien kennen. Als ein wichtiger Bestandteil der Compliance-Richtlinien des Linde Konzerns ist ein Hinweisgebersystem (Integrity Line) installiert. Die Integrity Line bietet internen und externen Stakeholdern die Möglichkeit, Zweifel und Verdachtsfälle zu melden. Stellt sich nach der internen Untersuchung ein Hinweis als begründet heraus, wird nach einem festgelegten Prozess bestimmt, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Linde prüft ferner, ob deren Umsetzung tatsächlich erfolgt ist. Die Leitlinien zu den Grundwerten und zur Compliance sind unter> WWW.LINDE.COM/LEITLINIENGRUNDWERTE sowie > WWW.LINDE.COM/CORPORATEGOVERNANCE_DE im Internet abrufbar. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie Linde AG mit Sitz in München unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktien- und Mitbestimmungsrechts und den Kapitalmarktregelungen sowie den Bestimmungen der Satzung. Vorstand und Aufsichtsrat haben auf sie aufgeteilte Leitungs- und Überwachungsfunktionen. Sie arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen, mit dem Ziel, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Sie sind den Interessen der Aktionäre und dem Wohle des Unternehmens verpflichtet. VorstandDer Vorstand der Linde AG leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und führt deren Geschäfte. Sein Handeln und seine Entscheidungen richtet er am Unternehmensinteresse aus, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer, der Kunden und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder), mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab, sorgt für ihre Umsetzung und erörtert regelmäßig mit dem Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft und die Konzernfinanzierung sowie für die Aufstellung der Quartals- bzw. Halbjahres-, Jahres- und Konzernabschlüsse. Er trägt ferner Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie für eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung an den Aufsichtsrat über alle für den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der mittelfristigen Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen sowie der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Einhaltung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Er hat ein Compliance Management System eingerichtet und dessen Grundzüge in diesem Bericht im Chancen- und Risikobericht offengelegt. Maßnahmen und Geschäfte des Vorstands von grundlegender Bedeutung bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dazu zählen insbesondere das Jahresinvestitionsprogramm, größere Akquisitionen, Desinvestitionen sowie definierte Kapital- und Finanzmaßnahmen. Der Aufsichtsrat kann auch im Einzelfall Zustimmungsvorbehalte festlegen. Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand sowie nachvertraglich einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Sie legen auftretende Interessenkonflikte unverzüglich dem Aufsichtsrat gegenüber offen und informieren ihre Vorstandskollegen darüber. Dem Aufsichtsrat offenzulegende Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern traten im Berichtszeitraum nicht auf. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Arbeit des Vorstands, die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen. Der Vorstand fasst Beschlüsse grundsätzlich in regelmäßig stattfindenden Sitzungen. Er beschließt mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht das Gesetz eine größere Stimmenmehrheit vorschreibt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder des Vorstands die ihnen zugeordneten Aufgabenbereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Dem Vorsitzenden des Vorstands obliegt neben seinem Aufgabenbereich die sachliche Koordination aller Aufgabenbereiche des Vorstands. Er hat die Federführung für den Vorstand in der Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat und in der Repräsentation der Gesellschaft in der Öffentlichkeit. Diversitätskonzept für den Vorstand: Die Gesellschaft strebt an, dass der Vorstand vielfältig zusammengesetzt ist und als Gesamtgremium über eine ausreichende Erfahrungs- und Kenntnisvielfalt verfügt, die für die Leitung eines international tätigen kapitalmarktorientierten Gase- und Engineeringunternehmens wesentlich sind und die verschiedenen vom Vorstand zu verantwortenden Bereiche angemessen widerspiegeln. Im Vorstand sollen Mitglieder mit unterschiedlichem Ausbildungshintergrund vertreten sein. Angesichts des Unternehmensgegenstands wird insbesondere auf eine ausreichende technische oder naturwissenschaftliche Expertise Wert gelegt. Daneben sollte mindestens ein Mitglied einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund haben. Entsprechend der internationalen Aufstellung sollen im Vorstand auch Personen mit besonderer internationaler Erfahrung, möglichst sogar mit einem internationalen kulturellen Hintergrund vertreten sein. Es wird als hilfreich angesehen, wenn im Vorstand unterschiedliche Altersgruppen vertreten sind. Der Aufsichtsrat hält eine Vertretung sowohl von Männern als auch von Frauen im Vorstand für hilfreich. Mittelfristig wird ein Frauenanteil im Vorstand von 20 Prozent angestrebt. Am Bilanzstichtag bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern. Alle im Unternehmen benötigten Kompetenzen werden abgedeckt. Drei Mitglieder haben eine technische, ein Mitglied zusätzlich eine naturwissenschaftliche, zwei Mitglieder eine betriebswirtschaftliche Ausbildung absolviert. Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni ist italienischer Staatsbürger, Sanjiv Lamba ist in Indien geboren und besitzt die singapurische Staatsbürgerschaft. Derzeit gehören dem Vorstand nur Männer an, davon einer in der Altersgruppe über 40 Jahre, drei in der Altersgruppe über 50 Jahre und ein Mitglied in der Altersgruppe über 60 Jahre. Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni hat die nach der Geschäftsordnung geltende Regelaltersgrenze für Vorstandsmitglieder überschritten. Bei der Bestellung von Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni zum Vorstandsmitglied im Dezember 2016 hat der Aufsichtsrat auch die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder berücksichtigt, sich aber aus besonderen Gründen dafür entschieden, Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni zum Vorstandsmitglied und - vorsitzenden zu bestellen. § 111 Abs. 5 AktG verpflichtet den Aufsichtsrat, Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand festzulegen. Dabei waren erstmals Zielgrößen zu bestimmen, die bis zum 30. Juni 2017 erfüllt werden sollten. Da die Bestelldauer und die Laufzeit der Anstellungsverträge aller Vorstandsmitglieder über den 30. Juni 2017 hinaus liefen und zur Vermeidung der Festlegung eines Ziels, dessen Erreichung der Aufsichtsrat mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht für realistisch und für nicht im Unternehmensinteresse liegend sah, hatte sich der Aufsichtsrat für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2017 auf eine Zielgröße von 0 Prozent beschränkt. Dies entspricht dem derzeitigen Status quo. Mit Erreichen dieser Frist hat der Aufsichtsrat die Zielsetzung überprüft und für den Frauenanteil im Vorstand für den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2022 die Zielgröße von 20 Prozent festgelegt. Entsprechend der internationalen Aufstellung und der breit gefächerten Branchenstruktur des Konzerns achtet der Vorstand auch bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity). Dabei ist es das Ziel, weltweit die besten Teams zusammenzustellen. Im Rahmen der Personalstrategie werden konzernübergreifende Entwicklungsprogramme definiert, umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Durch eine internationale Stellenpolitik und länderübergreifende Stellenbesetzungen wird die interkulturelle Vielfalt im Konzern unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten im Bereich Vielfalt zielt auf die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte. Der Vorstand unterstützt zahlreiche auch durch Mitarbeiterinitiativen angestoßene Maßnahmen zur Förderung von Frauen. Dazu gehören Netzwerkveranstaltungen, Trainingsprogramme für Frauen mit Führungsverantwortung oder Führungspotenzial sowie interne Mentoring-Programme. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen festgelegt. Das Ziel, bis zum 30. Juni 2017 den Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 14 Prozent (11 Prozent in der Linde AG) zu steigern, wurde erreicht. Im Berichtsjahr lag der Anteil weiblicher Führungskräfte auf dieser Ebene bei 15 Prozent (Vj. 16 Prozent). In der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands strebte Linde bis zum 30. Juni 2017 einen Frauenanteil von 17 Prozent (15 Prozent in der Linde AG) an. Im Geschäftsjahr lag dieser Wert bei 14,5 Prozent (Vj. 18 Prozent). Zu dem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hat auch das Programm zur Steigerung der Effizienz (Programm LIFT) beigetragen. Bis zum 30. Juni 2022 soll der Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 18 Prozent (18 Prozent in der Linde AG) und in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 22 Prozent (20 Prozent in der Linde AG) liegen. Am Bilanzstichtag hielt bis auf Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni kein Vorstandsmitglied Aufsichtsratsmandate bei konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften, die vergleichbare Anforderungen stellen. Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni ist Mitglied in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrat einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft mit Sitz in Deutschland. Mitgliedschaften der im Geschäftsjahr 2017 amtierenden Mitglieder des Vorstands in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter > ZIFFER [35]. Ausschüsse des Vorstands sind nicht eingerichtet worden. Die Zusammensetzung des Vorstands, Angaben zu den Mitgliedern des Vorstands sowie die Verantwortungs- und Aufgabenbereiche der Vorstandsmitglieder sind der Übersicht auf >SEITE 4 oder der Website der Gesellschaft zu entnehmen. Lebensläufe der Vorstandsmitglieder inklusive einer Übersicht über wesentliche Nebenämter sind auf der Website der Gesellschaft verfügbar. AufsichtsratDer paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzte Aufsichtsrat der Linde AG besteht satzungsgemäß aus derjenigen Anzahl von Mitgliedern, die in den jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorschriften als Mindestzahl vorgesehen ist. Dies sind gegenwärtig zwölf Mitglieder. Auch die Bestellung der Mitglieder richtet sich nach den jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorschriften. Die laufende Amtszeit des Aufsichtsrats endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018. Die Vertreter der Anteilseigner werden bei der Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung einzeln gewählt. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung vor. Bei seinen Kandidatenvorschlägen an den Aufsichtsrat berücksichtigt er neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat auch die vom Aufsichtsrat formulierten Ziele für seine Zusammensetzung unter Berücksichtigung des darin festgelegten Kompetenzprofils für das Gesamtgremium einschließlich der Ziele für die internationale Expertise und die Unabhängigkeit sowie die Vorgaben und Ziele zur Diversity und insbesondere der Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat. Neu in den Aufsichtsrat eintretende Mitglieder erhalten umfangreiche Einführungsunterlagen und Informationen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und der Ausschüsse des Aufsichtsrats nehmen für ihre Aufgaben erforderliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenständig wahr. Sie befassen sich hierzu unter anderem in ihren Sitzungen und in speziell für sie organisierten fachorientierten Vorträgen durch in- und externe Sachverständige vertieft mit Themen von grundsätzlicher Bedeutung für das Unternehmen. 2017 waren dies beispielsweise die Änderungen der rechtlichen Anforderungen aufgrund des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernberichten ("CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz") sowie Entwicklungen und deren strategische Bedeutung auf maßgeblichen Märkten im Healthcare-Bereich und im Elektronikgasegeschäft. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand, berät ihn bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat tagt regelmäßig zu Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten ohne den Vorstand. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Plenums und leitet die Sitzungen. Ihm obliegt der Vollzug der Beschlüsse des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse; er ist ermächtigt, im Namen des Aufsichtsrats die zur Durchführung der Beschlüsse des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erforderlichen Erklärungen abzugeben. In angemessenem Rahmen ist er bereit, mit Investoren über aufsichtsratsspezifische Themen Gespräche zu führen. Der Aufsichtsratsvorsitzende steht in engem Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und insbesondere dem Vorsitzenden des Vorstands. In seiner Geschäftsordnung hat der Aufsichtsrat Regelungen zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz seiner Tätigkeit festgelegt. Geschäftsordnungsgemäß fand die letzte Überprüfung Ende 2015 statt. Als Ergebnis dieser Effizienzprüfung wurden insbesondere Anregungen für künftige Neubesetzungen und zusätzlich im Aufsichtsrat zu behandelnde Themen ab 2016 fortlaufend umgesetzt. Die Aufsichtsratsmitglieder achten darauf, dass ihnen für die Wahrnehmung ihrer Mandate genügend Zeit zur Verfügung steht. Der Aufsichtsrat vergewissert sich für seine Vorschläge zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung bei den jeweiligen Kandidaten, dass sie den zu erwartenden Zeitaufwand erbringen können. Derzeit gehört ein Aufsichtsratsmitglied, Dr. Thomas Enders, dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft an. Dr. Thomas Enders nimmt gegenwärtig ein weiteres konzernexternes Mandat wahr. Er kommt damit der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Begrenzung von Aufsichtratsmandaten nach. Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats sowie zu deren Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter > ZIFFER [35]. Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder sind auf der Website der Gesellschaft verfügbar. Diese enthalten auch eine Übersicht über die wesentlichen Tätigkeiten neben dem Aufsichtsratsmandat bei der Gesellschaft. Kompetenzprofil, Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung und Diversitätskonzept für das GesamtgremiumDer Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben in einem international tätigen Konzern erforderlich sind. Der Aufsichtsrat soll insgesamt über die Kompetenzen verfügen, die angesichts der weltweiten Tätigkeiten des Linde Konzerns als kapitalmarktorientiertes Gase- und Engineeringunternehmen als wesentlich erachtet werden. Dem Aufsichtsrat sollen insbesondere auch Personen angehören, die Führungserfahrung in einem großen, international tätigen Industrieunternehmen haben. Zudem sollen im Aufsichtsrat Kenntnisse und Erfahrungen aus den für Linde wichtigen Geschäftsfeldern vorhanden sein. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut sein, auf dem die Gesellschaft tätig ist. Der Aufsichtsrat soll ausreichende internationale Erfahrung haben. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll unabhängig sein und über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. In jedem Fall muss ein Mitglied des Prüfungsausschusses unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Aufsichtsrat hat in Übereinstimmung mit Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex nachfolgende konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen:
Stand der Umsetzung der Ziele, des Kompetenzprofils und des DiversitätskonzeptsDie gegenwärtige Besetzung des Aufsichtsrats entspricht den vorgenannten Zielsetzungen. Der Aufsichtsrat füllt das Kompetenzprofil aus und deckt unter anderem die Kompetenzfelder Ingenieur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie Finanzen, Rechnungswesen und Controlling ab. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Alle derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder verfügen aufgrund ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit über eine besondere internationale Expertise. Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im Geschäftsjahr 2017 nicht auf. Kein Aufsichtsratsmitglied nimmt gegenwärtig eine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei einem wesentlichen Wettbewerber wahr. Vier Aufsichtsratsmitglieder, Anke Couturier, Gernot Hahl, Andrea Ries und Frank Sonntag, sind Mitarbeiter der Gesellschaft; im Übrigen bestehen keine Berater- oder sonstigen Dienstleistungs- oder Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft. Dem Aufsichtsrat gehört mit Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle ein früheres Vorstandsmitglied der Gesellschaft an. Bei seiner Wahl durch die Hauptversammlung 2016 wurde die in Deutschland durch § 100 Abs. 2 Nr. 4 AktG vorgeschriebene Abkühlungsphase (Cooling-off-Periode) von zwei Jahren für Vorstandsmitglieder einer börsennotierten Gesellschaft berücksichtigt. Kein Aufsichtsratsmitglied hat die Altersgrenze erreicht. Dem Aufsichtsrat gehören derzeit drei Mitglieder in der Altersgruppe über 40 Jahre, fünf Mitglieder in der Altersgruppe über 50 Jahre und vier Mitglieder in der Altersgruppe über 60 Jahre an. Ein 2013 von den Arbeitnehmern gewähltes Aufsichtsratsmitglied, Gernot Hahl, gehört dem Aufsichtsrat seit 1998 an. Im Übrigen überschreitet kein Aufsichtsratsmitglied die 2016 verabschiedete Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Im Rahmen des Ausscheidens des Aufsichtsratsmitglieds Hans-Dieter Katte zum 31. Dezember 2017 konnte der Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 33 Prozent erhöht werden. Das Mindestanteilsgebot der Geschlechterquote nach § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG wird erfüllt. Dem Aufsichtsrat gehören mit Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner und Dr. Victoria Ossadnik auf Anteilseignervertreterseite sowie Anke Couturier und Andrea Ries auf Arbeitnehmervertreterseite gegenwärtig insgesamt vier Frauen an. Der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat beträgt daher auf Seiten der Anteilseignervertreter und auf Seiten der Arbeitnehmervertreter jeweils 33 Prozent. Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner ist Mitglied des Nominierungs- und des Prüfungsausschusses. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Clemens Börsig, ist unabhängig und verfügt - ebenso wie Prof. Dr. Dr. Ann- Kristin Achleitner -über besondere Kenntnisse und langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Rechnungslegung und in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und Internen Kontrollsystemen. In seiner Geschäftsordnung hat der Aufsichtsrat unter anderem Regelungen zur Unabhängigkeit seiner Mitglieder verankert. Kein Mitglied des Aufsichtsrats steht in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder ihren Organen, die einen Interessenkonflikt begründen könnte. Dr. Thomas Enders und Dr. Victoria Ossadnik sind derzeit in führenden Funktionen bei Gesellschaften tätig, mit denen Linde Geschäftsbeziehungen unterhält. Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Die Geschäftswerte von allen laufenden Transaktionen mit diesen Gesellschaften im Geschäftsjahr 2017 betrugen weniger als 0,1 Prozent des Konzernumsatzes von Linde im Geschäftsjahr 2017 und jeweils weniger als 0,1 Prozent des Konzernumsatzes der betroffenen Unternehmen. Die Unabhängigkeit von Dr. Thomas Enders und Dr. Victoria Ossadnik wird durch diese Geschäfte nach Einschätzung des Aufsichtsrats nicht berührt. Die Linde AG hat keinen kontrollierenden Aktionär, dessen Beziehungen zu einem Aufsichtsratsmitglied dessen Unabhängigkeit gefährden könnten. Dem Aufsichtsrat gehören somit ausschließlich Personen an, die über eine hinreichende Unabhängigkeit verfügen. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte vier Ausschüsse gebildet. Die Ausschüsse bereiten die Arbeit des Aufsichtsratsplenums vor. Soweit gesetzlich zulässig und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats vorgesehen, wurden in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende führt mit Ausnahme des Prüfungsausschusses in allen Ausschüssen den Vorsitz. Über die Arbeit der Ausschüsse berichten die jeweiligen Ausschussvorsitzenden dem Aufsichtsratsplenum spätestens in der nächsten Aufsichtsratssitzung, die auf die Ausschusssitzung folgt. Der Ständige Ausschuss, der aus drei Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der Arbeitnehmer besteht, unterbreitet dem Aufsichtsrat insbesondere Vorschläge für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie für die Beschlussfassung über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der Bedingungen der Anstellungs-, Pensions- und sonstigen vergütungsrelevanten Verträge mit Vorstandsmitgliedern und die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Zudem obliegen dem Ständigen Ausschuss insbesondere die Zustimmung zu Geschäften mit den Vorstandsmitgliedern und ihnen nahestehenden Personen oder Unternehmen sowie die Einwilligung in anderweitige Tätigkeiten der Vorstandsmitglieder, insbesondere zur Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten und Mandaten in vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen außerhalb des Konzerns. Außerdem berät er über die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand und überprüft regelmäßig die Effizienz der Tätigkeit des Aufsichtsrats. Der Prüfungsausschuss umfasst ebenfalls drei Vertreter der Anteilseigner und zwei Vertreter der Arbeitnehmer. Er überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und befasst sich mit den von ihm zusätzlich erbrachten Leistungen, mit der Erteilung des Prüfungsauftrags, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses unter Berücksichtigung der Berichte des Abschlussprüfers vor und trifft die Vereinbarungen mit dem Abschlussprüfer. Er unterstützt den Aufsichtsrat bei der Wahrnehmung seiner Überwachungsfunktion und überwacht in diesem Zusammenhang insbesondere den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Er befasst sich darüber hinaus mit Fragen der Compliance. Außerdem erörtert der Vorstand mit dem Prüfungsausschuss Zwischen- und Halbjahresfinanzberichte vor deren Veröffentlichung. Ferner legt der Prüfungsausschuss dem Plenum eine begründete Empfehlung bezüglich des Vorschlags zur Wahl des Abschlussprüfers der Gesellschaft vor. Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, der weitere stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und ein weiterer Vertreter der Anteilseigner an. Er gibt dem Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung. Der nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildete Vermittlungsausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer gewählter Stellvertreter sowie je ein Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer angehören, unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Bestellung von Vorstandsmitgliedern, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse fassen Beschlüsse grundsätzlich in regelmäßig stattfindenden Sitzungen. Die Namen der im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses amtierenden Aufsichtsrats- und Ausschussmitglieder finden Sie auf den > SEITEN 6 BIS 7 oder jeweils aktuell im Internet unter > WWW.LINDE.COM/ AUFSICHTSRAT. Details zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, zur Zusammenarbeit mit dem Vorstand sowie eine individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2017 können Sie im Bericht des Aufsichtsrats nachlesen. > SIEHE SEITEN 8 BIS 14. Weitere Angaben zur Corporate GovernanceHauptversammlungDie Aktionäre nehmen im Rahmen der gesetzlichen und satzungsmäßig vorgesehenen Möglichkeiten ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr und üben dabei ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten sechs Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Einberufung der Hauptversammlung sowie die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Finanzberichts werden zusammen mit der Tagesordnung und der Erläuterung der Teilnahmebedingungen, der Rechte der Aktionäre, den Formularen für die Briefwahl sowie etwaigen Gegenanträgen und Wahlvorschlägen von Aktionären auch auf der Website der Gesellschaft in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht und sind für die Aktionäre dort leicht zugänglich; die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen kann Aktionären mit deren Zustimmung auch elektronisch übermittelt werden. Aktionäre, die an der Hauptversammlung nicht teilnehmen können oder die Hauptversammlung vor Eintritt in die Abstimmung verlassen, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung an diesen Stimmrechtsvertreter können auch über elektronische Medien erteilt werden. Außerdem wird den Aktionären angeboten, ihre Stimmen - ohne Bevollmächtigung eines Vertreters -schriftlich oder im Wege elektronischer Kommunikation (Briefwahl) abzugeben. Der Vorstand der Linde AG legt der Hauptversammlung den Jahres- und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht vor. Die Hauptversammlung entscheidet über die Gewinnverwendung und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, wählt in der Regel die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat und bestellt den Abschlussprüfer. Außerdem beschließt die Hauptversammlung über den Inhalt der Satzung, wesentliche Strukturmaßnahmen, Kapitalmaßnahmen sowie über die Ermächtigung zum Aktienrückkauf. Sie hat die Möglichkeit, über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder zu beschließen. Nach Beendigung der Hauptversammlung werden die Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung unverzüglich auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht. Vermögensschaden-HaftpflichtversicherungDie Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O-Versicherung) abgeschlossen. Der Selbstbehalt beträgt für Mitglieder des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Regelungen 10 Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds; für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist nach der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart worden. Directors' DealingsDie nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung meldepflichtigen Transaktionen der dort genannten Personen, insbesondere der Organmitglieder und der mit diesen in enger Beziehung stehenden Personen, mit Aktien und Schuldtiteln der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten veröffentlicht die Linde AG unverzüglich entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Die der Linde AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldeten Geschäfte sind auf der Website der Gesellschaft abrufbar. AktienbesitzDer Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Linde AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten betrug im Berichtszeitraum weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Am 31. Dezember 2017 hielten die Mitglieder des Vorstands insgesamt 70.000 zum Umtausch eingereichte Aktien der Linde AG, die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten insgesamt 13.000 zum Umtausch eingereichte Aktien der Linde AG. Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDer sogenannte Vergütungsbericht, der auch Angaben zur aktienbasierten Vergütung enthält, ist auf den > SEITEN 24 BIS 39 dieses Finanzberichts eingestellt. Kommunikation und StakeholderbeziehungenDie Linde AG erfüllt den gesetzlichen Gleichbehandlungsgrundsatz gegenüber allen Aktionären. Transparenz und der Anspruch, die Aktionäre und die Öffentlichkeit zeitnah, umfassend und gleichmäßig zu informieren, haben für unsere Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Linde nutzt dabei zur Berichterstattung intensiv auch das Internet. Dort werden umfangreiche Daten und Fakten des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Zudem können Interessierte sich in den sozialen Medien über aktuelle Entwicklungen des Konzerns informieren. Über die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen, der Hauptversammlung sowie von Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen werden unsere Aktionäre und die Öffentlichkeit regelmäßig mit einem Finanzkalender unterrichtet, der unter anderem auf der Website der Linde AG im Internet veröffentlicht ist. Ad-hoc- und Pressemeldungen sowie meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings) veröffentlicht die Linde AG in den gesetzlich vorgegebenen Medien und auf ihrer Website. Dort ist auch die Satzung hinterlegt. Linde berichtet seinen Aktionären viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, über die Prognose sowie die Chancen und Risiken. Zur Information des Kapitalmarktes und der Öffentlichkeit führt Linde vierteljährlich, jeweils zu den Veröffentlichungsterminen der Quartals-, Halbjahres- bzw. Jahresergebnisse, Analysten- und Pressekonferenzen, ggf. in Form von Telefonkonferenzen, durch. Regelmäßige Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands mit institutionellen Anlegern und Finanzanalysten sichern darüber hinaus den kontinuierlichen Informationsaustausch mit den Finanzmärkten. Auf der Website sind Termine und Orte von Roadshows und Anlegerkonferenzen veröffentlicht. Die Präsentationen zu diesen Veranstaltungen sind dort ebenfalls hinterlegt und einsehbar. Auf der Website werden auch Video- oder Audioaufzeichnungen der wesentlichen Veranstaltungen angeboten. Linde berücksichtigt neben den Interessen der Aktionäre die Anliegen weiterer dem Unternehmen verbundener Gruppen, der sogenannten Stakeholder, die ebenso zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Soweit es möglich ist, werden alle Stakeholder in die Unternehmenskommunikation einbezogen. Zu ihren Stakeholdern zählt Linde unter anderem alle Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten, Verbände und staatliche Institutionen. Rechnungslegung, Abschlussprüfung und RisikomanagementDie Linde AG stellt ihren Konzernabschluss, den Konzernhalbjahresfinanzbericht sowie die Konzernzwischenberichte nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Aufstellung des gesetzlich vorgeschriebenen und für die Dividendenzahlung maßgeblichen Jahresabschlusses der Linde AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Gemäß der gesetzlichen Verpflichtung versichern die Mitglieder des Vorstands, dass nach bestem Wissen der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der Gesellschaft beschreiben. Die Prüfungen des Abschlussprüfers erfolgen nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung; ergänzend werden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung die International Standards on Auditing beachtet. Die Prüfungen umfassen auch das Risikofrüherkennungssystem. Die Zwischen- und die Halbjahresfinanzberichte werden vor der Veröffentlichung vom Vorstand mit dem Prüfungsausschuss erörtert. Der Aufsichtsrat hat im Mai 2017 den von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der prüferischen Durchsicht der Zwischenberichte und des Halbjahresfinanzberichts für das Geschäftsjahr 2017 beauftragt. KPMG bzw. eine Vorgängergesellschaft ist seit dem 31. Dezember 1984 Abschlussprüfer der Linde AG. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Herr Klaus Becker seit dem Geschäftsjahr 2013 und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer (Global Lead Partner) seit dem Jahres- und Konzernabschluss 2015 Herr Harald von Heynitz. Der Abschlussprüfer hat dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats eine umfangreiche Unabhängigkeitserklärung vorgelegt. Es bestanden keine Interessenkonflikte. Mit dem Prüfer wurde vereinbart, dass die Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe umgehend unterrichtet werden, sofern diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer wurde verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die bei der Durchführung der Abschlussprüfung zu seiner Kenntnis gelangen, unverzüglich zu berichten. Ferner hat sich der Abschlussprüfer verpflichtet, den Aufsichtsrat zu informieren, wenn er seinerseits bei der Prüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der Entsprechenserklärung der Gesellschaft zum Kodex ergeben. Linde verfügt über ein Berichts-, Überwachungs- und Risikomanagementsystem, das der Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen anpasst. Die Interne Revision überprüft in regelmäßigen Zeitabständen die Funktionsfähigkeit und die Effizienz des Risikomanagementsystems und des Internen Kontrollsystems. Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems und berichtet regelmäßig auf globaler Ebene über das Ergebnis seiner Prüfung an Vorstand und Aufsichtsrat. Im Übrigen unterstützt der Prüfungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Überwachung der Geschäftsführung und befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit Fragen des Risikomanagements. Er erhält regelmäßig Berichte vom Vorstand über das Risikomanagement, die Risikolage, die Risikoerfassung und die Risikoüberwachung. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung wird er regelmäßig unterrichtet. Ferner hat der Prüfungsausschuss mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihm, soweit notwendig, über wesentliche Schwächen des Internen Kontrollsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, und des Risikofrüherkennungssystems berichtet. Einzelheiten zum Risikomanagement im Linde Konzern finden Sie im Chancen- und Risikobericht auf den >SEITEN 75 BIS 89. Hierin ist der Bericht zum rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem enthalten. VERGÜTUNGSBERICHT(BESTANDTEIL DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS)Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung dar. Er ist Teil des zusammengefassten Lageberichts für die Linde AG und den Konzern und berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Vergütungsbericht enthält auch die nach den Vorschriften des HGB erforderlichen Angaben; eine zusätzliche Darstellung dieser Angaben im Konzernanhang erfolgt daher nicht. Vergütung des VorstandsFür die Festsetzung der Gesamtbezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Dem Ständigen Ausschuss obliegt gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats die Vorbereitung der vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats. Das nachstehend näher beschriebene Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gilt seit dem 1. Januar 2012. Es wurde von der ordentlichen Hauptversammlung 2012 der Linde Aktiengesellschaft mit einer Mehrheit von 96,45 Prozent gebilligt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 hat der Aufsichtsrat geringfügige Anpassungen unter Berücksichtigung entsprechender Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgenommen. Höhe und Struktur der Vergütung orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten der Gesellschaft und der vom Vorstandsmitglied betreuten Konzerneinheit sowie an der Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zur Beurteilung der Üblichkeit des Vergleichsumfelds verwendet Linde parallel mehrere externe Vergleichsgruppen (DAX-30-Unternehmen, nationale und internationale Vergleichsunternehmen). Im Hinblick auf die Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt, berücksichtigt der Aufsichtsrat bei der Festlegung der Vorstandsvergütung das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des Oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung; dazu hat er festgelegt, wie der Obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Die Vergütung richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands. Sie ist so bemessen, dass sie international wettbewerbsfähig ist und Anreiz für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts in einem dynamischen Umfeld bietet. Bei der Beurteilung und Gewichtung der verschiedenen Kriterien hat sich der Aufsichtsrat von einem unabhängigen externen Vergütungsexperten beraten lassen. Zum 1. April 2017 wurde die Höhe der festen Barvergütung und der variablen Vergütungsbestandteile turnusmäßig überprüft und teilweise angepasst. Das Vergütungssystem betont insbesondere die Nachhaltigkeit der Unternehmensentwicklung. Es wird ein starker Fokus auf mehrjährige Vergütungsbestandteile gelegt. Durch die Verpflichtung, einen Teil der variablen Barvergütung in Linde Aktien zu investieren und mehrere Jahre zu halten, sowie die Gewährung eines Long Term Incentive Plan in Form von Optionen auf Linde Aktien (Performance Shares) und Bonusaktien (Matching Shares) nach einem obligatorischen Eigeninvestment wird die Vergütung der Mitglieder des Vorstands an die Entwicklung des Aktienkurses gekoppelt. Hierdurch werden langfristige Anreize für eine positive Unternehmensentwicklung geschaffen. Aus Konzernmandaten erhalten die Mitglieder des Vorstands keine Vergütung. VergütungsbestandteileIm Geschäftsjahr 2017 setzte sich das Vergütungssystem für den Vorstand aus folgenden Bestandteilen zusammen:
Von diesen Bestandteilen sind die feste Barvergütung, die Sachleistungen/Nebenleistungen und die Pensionszusage erfolgsunabhängig, während die variable Barvergütung sowie der Long Term Incentive Plan erfolgsbezogen sind. Die regelmäßige Zielvergütung eines Jahres, also die Summe aus fester Barvergütung, variabler Barvergütung sowie den Ansprüchen aus dem Long Term Incentive Plan, setzt sich im Ziel für die erfolgsabhängigen Ansprüche wie folgt zusammen:
Innerhalb der variablen Vergütungsbestandteile haben ca. 40 Prozent eine ausschließlich einjährige Bemessungsgrundlage und ca. 60 Prozent eine mehrjährige Bemessungsgrundlage. Feste BarvergütungJedes Mitglied des Vorstands erhält eine feste monatliche Barvergütung. Sachleistungen/NebenleistungenZusätzlich werden Sachleistungen gewährt, die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Sie enthalten in der Regel im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von marktüblichen Versicherungsleistungen und die Bereitstellung von Dienstwagen. Variable BarvergütungDie variable Barvergütung orientiert sich an den beiden im Grundsatz gleichgewichtigen Kennzahlen Rendite auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) und operative Marge, unter Verwendung der jeweils im Unternehmen gebräuchlichen Begriffsdefinition (vgl. zu den Definitionen > SEITE 45). Für jeden der beiden Bemessungsfaktoren wird ein Mindestziel in Form einer anspruchsvollen Performance-Hürde definiert. Wenn diese Hürde in Bezug auf einen Bemessungsfaktor nicht erreicht wird, erfolgt keine Auszahlung der an den betreffenden Faktor geknüpften variablen Barvergütung. Werden beide Mindestziele verfehlt, entfällt der Anspruch auf die variable Barvergütung vollständig. Der sich auf Basis der Zielerreichung bei den Kennzahlen ROCE und operative Marge ergebende Betrag kann durch eine individuelle Leistungskomponente modifiziert werden. Soweit durch Zielerreichung ein Anspruch auf variable Barvergütung entstanden ist, werden 60 Prozent in bar und ohne eine weitere Verpflichtung ausgezahlt (Barkomponente). 40 Prozent des Gesamtbetrags der einjährigen variablen Vergütung werden ebenfalls mit der Barkomponente in bar ausgezahlt, sind aber wieder in Linde Aktien zu investieren (Deferral-Komponente). Dazu muss das Vorstandsmitglied den Nettobetrag der Deferral-Komponente - dieser wird pauschal mit 50 Prozent des Bruttobetrags angesetzt - in Linde Aktien investieren und diese Aktien (bzw. die dafür erhaltenen Linde plc Aktien) mindestens vier Jahre halten. Bemessungsfaktoren variable Barvergütung Konzern-ROCEDie variable Barvergütung steht bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern dergestalt im Verhältnis zum im Geschäftsjahr erreichten Konzern-ROCE, dass pro 0,1 Prozent erzieltem Konzern-ROCE ein jeweils festgesetzter Euro-Betrag ausgezahlt wird. Dabei führen nur Konzern-ROCE-Werte größer oder gleich einer definierten anspruchsvollen Mindestkapitalrendite zu einer Auszahlung (Performance-Hürde). Operative MargeMaßgeblich ist die erzielte operative Marge des jeweiligen vom Vorstand verantworteten Bereichs. Die operative Marge berechnet sich aus dem Verhältnis des operativen Ergebnisses zum Umsatz. Grundsätzlich wird pro 0,1 Prozent erzielter operativer Marge ein jeweils festgesetzter Euro-Betrag gezahlt. Für den Vorstandsvorsitzenden und den Finanzvorstand wird auf die operative Marge des Konzerns abgestellt. Für die operativen Vorstandsmitglieder ist die Marge des oder der jeweils vom Vorstand verantworteten Gasesegmente bzw. der Engineering Division relevant. In jedem Fall führen nur aus den spezifischen Marktbedingungen abgeleitete anspruchsvolle Mindestmargen zu einer Auszahlung. Dabei hat der Aufsichtsrat zusätzlich die Möglichkeit, an das Entstehen oder die Höhe des an die operative Marge gekoppelten Vergütungsanspruchs Nebenbedingungen zu knüpfen, die in Abhängigkeit von den jeweiligen Marktbedingungen festgelegt werden sollen. Individuelle LeistungskomponenteUm die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder abzubilden, werden die auf Basis der beiden Bemessungsfaktoren (Konzern-ROCE, operative Marge) errechneten Beträge mit einem Leistungsmultiplikator, der zwischen 0,8 und 1,2 liegt, multipliziert. Dadurch kann der Aufsichtsrat die aufgrund der Zielerreichung errechneten Beträge unter Berücksichtigung der individuellen Leistung des Vorstandsmitglieds nach seinem Ermessen um bis zu 20 Prozent reduzieren oder um bis zu 20 Prozent erhöhen. Aufschub (Deferral-Komponente)40 Prozent der variablen Barvergütung werden zwar ausgezahlt, faktisch aber aufgeschoben, indem der darauf entfallende Nettobetrag verpflichtend in Linde Aktien zu investieren ist und diese (bzw. die dafür erhaltenen Linde plc Aktien) über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren ab Einbuchung auf ein Wertpapierdepot zu halten sind (Deferral-Aktien). Die Auszahlung des Nettobetrags der Deferral-Komponente erfolgt unmittelbar an eine Bank mit der Maßgabe, die Deferral-Aktien für die Vorstandsmitglieder in einer Sammelorder am dritten Börsenhandelstag nach der ordentlichen Hauptversammlung der Linde AG zu erwerben, auf ein separates Wertpapierdepot zu buchen und zu verwalten. Die Aktien müssen neu am Markt erworben werden; eine Einbringung von Aktien, die sich bereits im Bestand der Vorstandsmitglieder befinden, ist nicht möglich. Die Deferral-Aktien sind während der Sperrfrist dividendenberechtigt. Die Dividende wird an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Deckelung/CapDie Barkomponente, also die auf Basis der festgestellten Zielerreichung in bar auszahlbaren 60 Prozent der variablen Barvergütung, ist auf höchstens 250 Prozent der festen Barvergütung begrenzt. Die Deferral-Komponente, also der übrige Teil der variablen Barvergütung in Höhe von 40 Prozent, ist im Zeitpunkt ihrer Auszahlung auf höchstens 165 Prozent der festen Barvergütung begrenzt. Soweit außerordentliche Entwicklungen zu einer unvorhergesehenen Steigerung des Werts von Deferral-Aktien zum Ablauf der Sperrfrist führen, die nicht auf eine Leistung des Vorstandsmitglieds zurückzuführen ist, hat der Aufsichtsrat das Recht, zum Ausgleich den Betrag der Bar- und/oder Deferral-Komponenten in Folgejahren angemessen zu mindern. Laufende ÜberprüfungDer Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die jeweilige Zielsetzung und die Kalibrierung der variablen Vergütung einschließlich der Performance-Hürden, um möglichen Verzerrungen vorzubeugen. Ebenso können Sondereinflüsse oder spezifische Auswirkungen von Investitions- bzw. Akquisitionsprojekten auf die beiden Bemessungsfaktoren (Konzern-ROCE, operative Marge) mitberücksichtigt werden. Aktienbasierte Vergütung Long Term Incentive Plan 2012 (LTIP 2012)Der von der Hauptversammlung vom 4. Mai 2012 beschlossene Plan sieht die Gewährung von Optionsrechten auf den Erwerb von Linde Aktien (Performance Shares) in jährlichen Tranchen vor. Voraussetzung für die Planteilnahme für Vorstandsmitglieder und ausgewählte Führungskräfte ist ein verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft zu Beginn des Plans. Für die als Eigeninvestment erworbenen Aktien werden am Ende der vierjährigen Wartezeit unter bestimmten Voraussetzungen Bonusaktien (Matching Shares) gewährt. Die Mitglieder des Vorstands erhalten für einen bestimmten Wert Options- und Matching Shares-Rechte. Der Zielwert je Tranche beträgt für den Vorstandsvorsitzenden 1.000.000 EUR und für Vorstandsmitglieder zwischen 375.000 EUR und 625.000 EUR. Die Anzahl der an ein Vorstandsmitglied auszugebenden Rechte wird auf Basis des gemäß versicherungsmathematischem Gutachten beizulegenden Zeitwerts pro Optionsrecht bzw. pro Matching Share-Recht zum Gewährungszeitpunkt ermittelt. Die Vergütung, die bei Erreichen des Zielwertes bei Teilnahme an dem LTIP 2012 erzielt werden kann, verteilt sich zu 80 Prozent auf Performance Shares und zu 20 Prozent auf Matching Shares. Die Gesellschaft hat die Möglichkeit, anstatt der Ausgabe von Performance und/oder Matching Shares den Planteilnehmern einen Barausgleich zu gewähren. Im Fall außerordentlicher Entwicklungen kann der Aufsichtsrat die den Vorständen gewährten Rechte dem Inhalt nach ganz oder teilweise begrenzen. Die Ausgabe der ersten Tranche unter dem LTIP 2012 erfolgte nach der ordentlichen Hauptversammlung 2012. Die letzte Tranche unter dem LTIP 2012 wurde im Juni 2017 gewährt. Damit ist der LTIP 2012 ausgelaufen. Optionsrechte für Performance SharesJedes Optionsrecht gewährt bei Erreichen bestimmter Ziele das Recht zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft (Performance Shares) für den jeweiligen geringsten Ausgabebetrag von derzeit 2,56 EUR. Die Optionsrechte einer Tranche haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Sie können - bei Vorliegen der Ausübungsvoraussetzungen -erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, vom Ausgabetag an gerechnet, (Performance-Periode) ausgeübt werden. Voraussetzung für die Ausübung von Optionsrechten ist das Erreichen bestimmter Erfolgsziele, die an die Entwicklung des "Ergebnisses je Aktie" und des "Relativen Total Shareholder Return" geknüpft sind. Jedes der Erfolgsziele ist mit 50 Prozent, bezogen auf die insgesamt zugeteilten Optionsrechte, gewichtet. Innerhalb der vorgenannten Erfolgsziele gibt es ein "Mindestziel" das erreicht sein muss, damit Optionsrechte der jeweiligen Tranche ausübbar werden, sowie ein "Stretch-Ziel", bei dessen Erreichen sämtliche Optionsrechte der jeweiligen Tranche im Rahmen der Gewichtung des jeweiligen Erfolgsziels ausübbar werden. Weitere Informationen zum Wert der Optionen, zur Struktur, zu den Maßgaben und insbesondere zu den Erfolgszielen finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter > ZIFFER [26]. Eigeninvestment und Matching SharesDie Anzahl der von den Vorstandsmitgliedern als Eigeninvestment einzubringenden Linde Aktien entspricht der Anzahl der ihnen je Tranche gewährten Matching Shares-Rechte. Je Linde Aktie, die von dem Optionsberechtigten als Eigeninvestment eingebracht und während der vierjährigen Wartezeit der Optionsrechte gehalten wurde, wird unentgeltlich eine Linde Aktie als Matching Share gewährt. Voraussetzungen für die Gewährung von Matching Shares sind ein fristgemäßes Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft, das unbeschränkte Halten der Aktien während der vierjährigen Wartezeit und ein ungekündigtes Dienstverhältnis am Ende der Wartezeit. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der in der Berichtsperiode an Mitglieder des Vorstands im Rahmen des Long Term Incentive Plan 2012 ausgegebenen Options- und Matching Shares-Rechte: OPTIONSRECHTE, MATCHING SHARES-RECHTE - LONG TERM INCENTIVE PLAN 2012Zum 31.12.2017 amtierende Vorstandsmitgliederscroll
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Zu Beginn der Berichtsperiode ausstehende Rechte aus der Zeit als Vorstandsmitglied
der Linde AG vor Wiedereintritt am 08.12.2016. Die Wartezeit der am 31. Dezember 2017 gehaltenen Optionsrechte ist noch nicht abgelaufen. Der Ausübungspreis sämtlicher Optionsrechte beträgt derzeit 2,56 EUR pro Stück. In der Berichtsperiode sind keine Optionsrechte des Vorstands verfallen. Im Berichtsjahr erfolgte die Zuteilung der Matching Shares der Tranche 2013 in Form einer Auszahlung des Gegenwertes der Matching Shares in bar. Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Options- und Matching Shares-Rechte des Vorstands beträgt 2,2 (Vj. 1,7) Jahre. Als Voraussetzung zur Teilnahme an der Tranche 2017 des Long Term Incentive Plans 2012 haben die im Geschäftsjahr amtierenden Vorstandsmitglieder folgendes Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft eingebracht: Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni 1.255 (Vj. 0), Dr.-Ing. Christian Bruch 628 (Vj. 618), Bernd Eulitz 628 (Vj. 618), Sanjiv Lamba 690 (Vj. 824) und Dr. Sven Schneider 471 (Vj. 0). Angaben zu den Regelungen der Optionsprogramme bei einem Kontrollwechsel finden sich auf den >SEITEN 95 BIS 98 im zusammengefassten Lagebericht für die Linde AG und den Konzern (Angaben gem. §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB). Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütungen und Wertänderung virtuelle AktienDer Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütungen betrug in der Berichtsperiode 30 Mio. EUR (Vj. 13 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurde folgender Aufwand für die von amtierenden Mitgliedern des Vorstands gehaltenen aktienbasierten Vergütungsinstrumente und die Wertänderung bisheriger Ansprüche aus virtuellen Linde Aktien erfasst: 3 AUFWAND FÜR AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGEN UND WERTÄNDERUNG BISHERIGER ANSPRÜCHE AUS VIRTUELLEN AKTIENZum 31.12.2017 amtierende Vorstandsmitgliederscroll
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2012 und 2013 wurden 40 Prozent der variablen Barvergütung zum Abschlussstichtag in
virtuelle Aktien mit Dividendenanspruch umgerechnet, die frühestens nach drei weiteren
Jahren ausgezahlt werden. (Auszahlungsbeträge jeweils in Abhängigkeit der Entwicklung
der Linde Aktie.) Regelungen im Hinblick auf den angestrebten Zusammenschluss Linde und PraxairLong Term Incentive Plan 2012 ("LTIP")Nach der mit der Praxair, Inc. und anderen Parteien am 1. Juni 2017 abgeschlossenen Grundsatzvereinbarung (Business Combination Agreement) und im Einklang mit den Regelungen des LTIP 2012 werden der LTIP 2012 und die ausstehenden Optionsrechte und Matching Shares-Rechte nach Vollzug des Tauschangebots der Linde plc an die Aktionäre der Linde AG beendet. Mit der Beendigung wird jede noch nicht ausgeübte Aktienoption und jedes noch nicht fällig gewordene Anrecht auf Matching Shares in bar abgegolten und der jeweilige Teil davon, der auf die noch nicht abgelaufene Wartezeit entfällt, durch Linde plc Aktienoptionen und so genannte Linde plc RSUs (restricted share units) ersetzt. Deren Unverfallbarkeit hängt von der fortdauernden Beschäftigung bis zum Ende der für die jeweiligen Optionsrechte und Matching Shares-Rechte der Linde AG geltenden vierjährigen Wartezeit ab. Inwieweit einzelne Optionsrechte und Matching Shares-Rechte nicht durch Linde plc Aktienoptionen und Linde plc RSUs ersetzt, sondern in bar abgegolten werden, hängt von der zum Zeitpunkt des Vollzugs des Tauschangebots abgelaufenen Wartezeit der jeweiligen Optionsrechte und Matching Shares-Rechte ab. Die Höhe der für jede Linde Aktienoption zu gewährenden Barzahlung wird gemäß dem LTIP 2012 der Linde AG nach billigem Ermessen und unter Berücksichtigung bestimmter, in den Bedingungen des Linde LTIP 2012 spezifizierter Kriterien festgelegt, unter anderem (i) des Erreichungsgrads der im Linde LTIP 2012 dargelegten Erfolgsziele bei Vollzug des Tauschangebots, (ii) der bis zum Vollzug des Tauschangebots abgelaufenen jeweiligen Wartezeit der Linde LTIP-Tranchen sowie (iii) der erwarteten Marktkapitalisierung und Geschäftsaussichten der Linde AG (jeweils ohne Berücksichtigung des Tauschangebots und seines Vollzugs). Diese Kriterien gelten vorbehaltlich der notwendigen Anpassungen auch für Anrechte auf Matching Shares. Jedes Vorstandsmitglied der Linde AG hat zugestimmt, dass der LTIP 2012 im Hinblick auf seine Optionsrechte und Matching Shares-Rechte nicht bereits mit Vollzug des Tauschangebots gekündigt wird. Stattdessen wird die Linde AG den LTIP 2012 und die ausstehenden Optionsrechte und Matching Shares-Rechte hinsichtlich der Mitglieder des Vorstands unmittelbar nach Wirksamwerden von bestimmten Umstrukturierungsmaßnahmen zwischen der Linde plc und der Linde AG nach dem Vollzug des Tauschangebots kündigen, sofern diese Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb von 18 Monaten nach dem Vollzug des Tauschangebots erfolgen. Wenn der LTIP 2012 beendet wird, erhalten die Vorstandsmitglieder die oben dargestellten Barzahlungen für ihre Linde Aktienoptionen und Anrechte auf Matching Shares. Erfolgen die Umstrukturierungsmaßnahmen nicht innerhalb des Zeitraums von 18 Monaten, wird die genannte Beendigung hinsichtlich der Mitglieder des Vorstands der Linde AG nicht erfolgen. Läuft die Wartezeit einer von einem Vorstandsmitglied gehaltenen Linde Aktienoption oder eines Anrechts auf Matching Shares vor Beendigung des LTIP 2012 ab (sofern eine Beendigung überhaupt erfolgt), gilt das Folgende: Das Vorstandsmitglied kann diese Aktienoption gegen Erhalt einer Barzahlung bis zum Zeitpunkt von (x) 18 Monaten nach Vollzug des Tauschangebots oder, falls früher, (y) der Kündigung des LTIP 2012 ausüben. Sofern eine Linde Aktienoption bis zum Zeitpunkt der Kündigung des LTIP 2012 nicht ausgeübt wird, wird sie gekündigt und das Vorstandsmitglied erhält die oben dargestellte Barzahlung sowie gegebenenfalls Linde plc Aktienoptionen. Anrechte auf Matching Shares werden gemäß dem LTIP 2012 in bar abgegolten. EigeninvestmentaktienDie Linde AG hat den Begünstigten des LTIP 2012 erlaubt, ihre jeweiligen Eigeninvestmentaktien in das Tauschangebot einzureichen, ohne dass es dadurch zu einem Verlust der gemäß dem LTIP bestehenden jeweiligen Aktienoptionen und Anrechte auf Matching Shares kommt. Dies gilt jedoch mit der Maßgabe, dass die Mitglieder des Vorstands die Linde plc Aktien, die sie für die Eigeninvestmentaktien bei Vollzug des Tauschangebots erhalten, weiterhin halten. Diese Halteverpflichtung gilt bezogen auf sämtliche Linde plc Aktien bis zum Ablauf der jeweiligen Wartezeit, die für die entsprechende Tranche im LTIP bestimmt wurde, solange die Optionsrechte und Matching Shares-Rechte noch nicht gekündigt sind. Nach erfolgter Kündigung und Gewährung von Linde plc Aktienoptionen und Linde plc RSUs gilt die Halteverpflichtung nur bezogen auf den Teil der Linde plc Aktien weiter, der auf diese Linde plc Aktienoptionen und Linde plc RSUs entfällt. Die Halteverpflichtung gilt in diesem Fall bis zum Ablauf der Wartezeit, die für die jeweiligen Linde plc Aktienoptionen und Linde plc RSUs Geltung beansprucht. Die derzeitigen Mitglieder des Vorstands haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und ihre Eigeninvestmentaktien zum Umtausch eingereicht. Deferral-AktienDie Vorstandsmitglieder haben sich gegenüber der Linde AG dazu verpflichtet, ihre Deferral-Aktien in das Tauschangebot einzureichen, ohne dass die Einreichung als Verletzung der jeweiligen Verpflichtungen aus dem Anstellungsvertrag gilt oder zu einem Verlust von Rechten aus dem Anstellungsvertrag führt, und die Deferral-Komponente für das Geschäftsjahr 2017, die im April 2018 ausgezahlt wird, wird in diejenigen Linde Aktien investiert, die in das Umtauschangebot der Linde plc vom 15. August 2017 anlässlich des geplanten Zusammenschlusses mit Praxair, Inc. eingetauscht worden sind. Dies gilt mit der Maßgabe, dass die Vorstandsmitglieder die Linde plc Aktien, die sie bei Vollzug des Tauschangebots im Gegenzug für die Deferral-Aktien erhalten, bis zum Ablauf der im Anstellungsvertrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds festgelegten Wartezeit halten und dass sie nach Vollzug des Tauschangebots im Rahmen ihrer Verpflichtung zum Erwerb von Deferral-Aktien Linde plc Aktien erwerben. Neuer Linde plc PlanNach Beendigung des LTIP 2012 und der Optionsrechte und Matching Shares-Rechte der Mitglieder des Vorstands gemäß den vorstehenden Ausführungen wird die Linde plc den Mitgliedern des Vorstands und den übrigen LTIP-Berechtigten Linde plc Equity Awards gewähren. Dies erfolgt hinsichtlich der gekündigten Linde Aktienoptionen in Form von Linde plc Aktienoptionen sowie hinsichtlich der gekündigten Anrechte auf Matching Shares in Form von Linde plc RSUs. Die Anzahl der einem Begünstigten zugeteilten Linde plc Aktienoptionen und Linde plc RSUs wird unter Berücksichtigung der folgenden Parameter ermittelt: (i) Anzahl der jeweiligen Art der Equity Awards, die gekündigt werden, (ii) multipliziert mit dem Umtauschverhältnis, (iii) angepasst an den noch verbleibenden Teil der jeweiligen vierjährigen Wartezeit der Tranche und (iv) weiter angepasst an die von der Linde AG bei Bestimmung der Bargeldzahlung nach billigem Ermessen in Betracht zu ziehenden Kriterien des LTIP auf den Zeitpunkt des Vollzugs des Tauschangebots (soweit anwendbar). Der Ausübungspreis der Linde plc Aktienoptionen wird dem Ausübungspreis entsprechen, der für gekündigte Linde Aktienoptionen galt (d.h. EUR 2,56 je Aktie) und an das Umtauschverhältnis angepasst. Die Wartezeit der Linde plc Equity Awards entspricht der jeweils verbliebenen Wartezeit der Linde Equity Awards, die der oben skizzierten Ermittlung der Anzahl der Linde plc Equity Awards zugrunde liegt. Die Ausübung von Linde plc Aktienoptionen und Linde plc RSUs wird davon abhängen, dass während der jeweiligen Wartezeit (vorbehaltlich bestimmter so genannter Good Leaver-Regelungen) ein Beschäftigungsverhältnis bestand. Um Linde plc Aktienoptionen ausüben zu können und Linde plc RSUs zu erhalten, müssen die Mitglieder des Vorstands eine bestimmte Anzahl an Linde plc Aktien bis zum Ablauf der Wartezeit, die für die entsprechenden Linde plc RSUs gilt, halten. Geplante Modifikationen in 2018Vor dem Hintergrund des angestrebten Vollzugs des Unternehmenszusammenschlusses mit Praxair, Inc. in der zweiten Jahreshälfte 2018 ist derzeit nicht geplant, für das Geschäftsjahr 2018 einen dem LTIP 2012 vergleichbaren Plan aufzustellen, und insbesondere nicht, an die bislang vorgesehenen Erfolgsziele "Ergebnis je Aktie" und "Relativer Total Shareholder" Return für die mehrjährige variable Vergütungskomponente der Vorstandsmitglieder anzuknüpfen. Mit Blick auf die Annahmequote des Umtauschangebots der Linde plc anlässlich des geplanten Unternehmenszusammenschlusses mit Praxair, Inc. von 92,05 Prozent ist es nicht auszuschließen, dass es nach dem Vollzug des Unternehmenszusammenschlusses zu einer Integrationsmaßnahme im Wege eines verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out oder eines Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvertrags kommt. Im Falle eines verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out würde die Linde AG als Rechtsträger untergehen und keine Aktien der Linde AG mehr gehandelt werden, an denen das Erfolgsziel anknüpfen könnte. Im Falle eines Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvertrags würde der Aktienkurs der Linde AG weitgehend durch die Höhe des laufenden Ausgleichs nach § 304 AktG, die Höhe der angebotenen Abfindung nach § 305 AktG, im Fall des Angebots von Aktien der Linde plc als Abfindung den Kurs der Linde plc Aktien sowie gegebenenfalls die Aussicht auf einen zukünftigen Squeeze-out bestimmt. Der Aktienkurs der Linde AG wäre daher kein aussagekräftiges Kriterium für die Beurteilung der Leistung und die Bestimmung der Vergütung des Vorstands. Vor diesem Hintergrund soll für die bislang im Rahmen des LTIP 2012 gewährte variable Vergütungskomponente voraussichtlich an die im Anstellungsvertrag der Vorstandsmitglieder vorgesehenen Kennziffern für die einjährige variable Vergütung angeknüpft werden, die im Abschnitt "Variable Barvergütung" näher beschrieben ist. PensionszusagenFür ab dem 1. Januar 2012 in den Vorstand der Gesellschaft eintretende Vorstandsmitglieder wurde ein beitragsorientiertes Versorgungssystem in Form der Direktzusage eingeführt, das Leistungen der Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung umfasst. Für diese Neuzusagen beläuft sich die Höhe der während der Vertragsdauer von der Gesellschaft bereitgestellten Beiträge jährlich auf 45 Prozent der festen Barvergütung (damit ca. 11 Prozent der Zielvergütung). Damit soll nach 15 Bestelljahren ein Zielversorgungsniveau von ca. 50 Prozent der letzten festen Barvergütung als Altersleistung erreicht werden. Die Kapitalanlage erfolgt extern. Die Pensionszusage ist grundsätzlich analog zum Linde Vorsorgeplan für Arbeitnehmer ausgestaltet. Die Insolvenzsicherung erfolgt durch Einbindung der Pensionszusagen in das bestehende Treuhandmodell, auch Contractual Trust Arrangement (CTA). Dabei nehmen die Beiträge an der CTA-Leistung teil und sind grundsätzlich an eventuellen CTA-Überschüssen beteiligt. Das Modell sieht eine garantierte Mindestverzinsung von 3 Prozent zuzüglich der eventuellen Überperformance vor. Die reguläre Altersleistung wird ab Alter 65 gewährt, die vorgezogene Altersleistung ab Alter 62. Die arbeitgeberfinanzierten Leistungen werden gemäß Betriebsrentengesetz (BetrAVG) gesetzlich unverfallbar. Im Versorgungsfall ist der erreichte Kontostand einschließlich eingerechneter Garantiezinsen maßgeblich. Im Invaliditäts-/Todesfall wird bei einer Bestelldauer von unter zehn Jahren grundsätzlich eine Mindestleistung gewährt. Dafür werden fehlende Beiträge bis zu dem Betrag aufgestockt, den das Vorstandsmitglied bei zehnjähriger Bestelldauer (maximal jedoch bis Alter 65) erreicht hätte, sofern das Vorstandsmitglied mindestens drei Jahre im Vorstand tätig war. Einen Anspruch auf das volle Versorgungskonto erwerben vorrangig Witwe, Witwer sowie Partner in eingetragener Lebenspartnerschaft und nachrangig Waisen, wenn keine Witwe, kein Witwer bzw. kein eingetragener Lebenspartner vorhanden ist. Die Verrentung berechnet sich nach der im Versorgungsfall gültigen Sterbetafel und unter Verwendung eines im Versorgungsfall gültigen Rechnungszinses. In allen Versorgungsfällen besteht eine Wahlmöglichkeit unter drei Auszahlungsoptionen:
Auf Antrag können mit Zustimmung des Unternehmens andere Auszahlungsvarianten gewählt werden. Für Sanjiv Lamba, der dem Vorstand der Gesellschaft zum 1. Januar 2012 bereits angehörte, besteht eine einzelvertragliche Pensionszusage. Die Pension bemisst sich nach einem bestimmten Prozentsatz der zuletzt gezahlten festen monatlichen pensionsfähigen Vergütung. Der Einstiegsprozentsatz beträgt grundsätzlich 20 Prozent. Er erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr als Mitglied des Vorstands um 2 Prozentpunkte. Maximal kann eine Pension von 50 Prozent der zuletzt gezahlten festen monatlichen Vergütung erreicht werden. Die Zahlung erfolgt monatlich nach dem pensionsbedingten Ausscheiden aus dem Unternehmen (Alterspension ab dem 65. Lebensjahr, medizinisch bedingte Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, Hinterbliebenenpension im Todesfall). Verwitwete Ehepartner erhalten 60 Prozent der Pension des verstorbenen Vorstandsmitglieds. Die Zusage schließt auch Versorgungsbezüge für etwaige Waisen und Halbwaisen ein. Jedes unterhaltsberechtigte Kind erhält 10 Prozent (Halbwaisen) bis zu maximal 25 Prozent (Vollwaisen) der Pension des Vertragspartners, in der Regel bis zum 18. Lebensjahr, maximal bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres. Bei mehreren hinterlassenen Kindern werden die Beträge anteilig gekürzt und insgesamt auf die Hälfte der dem Vertragspartner zustehenden Pension begrenzt. Die Versorgungsbezüge der Hinterbliebenen dürfen zusammen den vollen Betrag der Pension des Vertragspartners nicht übersteigen. Laufende Pensionen werden jährlich entsprechend der Veränderung des Verbraucherpreisindex für die Preisentwicklung der privaten Haushalte nach den Angaben des Statistischen Bundesamts angepasst. Ab Vollendung des 55. Lebensjahres und zehn vollendeten Vorstandsdienstjahren erhält das Vorstandsmitglied im Falle vorzeitiger Beendigung des Anstellungsvertrags durch den Aufsichtsrat oder Nichtverlängerung der Bestellung aus Gründen, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, die erdiente Pension unter Anrechnung anderweitiger Einkünfte sofort. Wurden noch keine zehn Vorstandsdienstjahre vollendet oder endet der Anstellungsvertrag vor Vollendung des 55. Lebensjahres, bleibt den Vorstandsmitgliedern die Anwartschaft auf die Pension nach der Regelung des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe erhalten, sofern das Vorstandsmitglied mindestens drei Jahre ununterbrochen bei der Gesellschaft beschäftigt war. Dem Vorstandsmitglied Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni wurden in seinem am 7. Dezember 2016 abgeschlossenen Anstellungsvertrag keine Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Vorstandsvergütung 2017In der Zusammensetzung des Vorstands ergaben sich im Geschäftsjahr 2017 folgende Änderungen: Am 8. März 2017 wurde Dr. Sven Schneider für die Dauer von drei Jahren, d.h. bis zum 7. März 2020, zum Mitglied des Vorstands bestellt. 2016 waren unterjährig drei Mitglieder aus dem Vorstand ausgeschieden (Thomas Blades, Dr. Wolfgang Büchele, Georg Denoke). Der Anstellungsvertrag von Georg Denoke endete zum 28. Februar 2017. Der Anstellungsvertrag von Dr. Wolfgang Büchele endete zum 30. April 2017. Informationen im Zusammenhang mit den Leistungen an Vorstandsmitglieder, deren Anstellungsverträge im Geschäftsjahr 2017 unterjährig endeten, sind im Abschnitt "Leistungen an ehemalige Vorstandsmitglieder" enthalten. Die Gesamtbarvergütung der Mitglieder des Vorstands für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben bei der Linde AG und deren Tochtergesellschaften belief sich im bzw. für das Berichtsjahr auf 9.375.800 EUR (Vj. 10.070.838 EUR); davon entfielen 3.479.379 EUR (Vj. 3.772.668 EUR) auf feste, das heißt erfolgsunabhängige, und 5.896.421 EUR (Vj. 6.298.170 EUR) auf variable, das heißt kurz- und langfristige erfolgsbezogene, Vergütungskomponenten. Die Bewertung der Sachbezüge/Nebenleistungen erfolgte zu dem für steuerliche Zwecke ermittelten Wert. 60 Prozent der variablen Barvergütung, das heißt 3.537.853 EUR (Vj. 3.778.902 EUR), kommen zur Auszahlung, 40 Prozent, das heißt 2.358.568 EUR (Vj. 2.519.268 EUR), sind nach Steuern in Linde Aktien zu investieren, die einer vierjährigen Sperrfrist unterliegen und damit eine langfristige Vergütungskomponente bilden. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands belief sich 2017 auf 12.300.839 EUR (Vj. 12.945.883 EUR). In der Gesamtvergütung sind Optionsrechte und Matching Shares-Rechte, die im Rahmen des Long Term Incentive Plan den Mitgliedern des Vorstands gewährt wurden, jeweils mit ihrem beizulegenden Zeitwert bei Zuteilung enthalten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden an die Mitglieder des Vorstands insgesamt 29.840 (Vj. 41.196) Optionsrechte mit einem Wert bei Zuteilung von 78,42 EUR (Vj. 55,83 EUR) pro Optionsrecht und 3.672 (Vj. 4.737) Matching Shares-Rechte mit einem Wert bei Zuteilung von 159,31 EUR (Vj. 121,40 EUR) pro Matching Share-Recht ausgegeben. Unter der Voraussetzung, dass der Jahresabschluss der Linde AG zum 31. Dezember 2017 festgestellt wird, stellt sich die Vergütung 2017 der einzelnen Vorstandsmitglieder unter Anwendung eines Konzern-ROCE nach Sondereinflüssen von 8,7 Prozent für die Ermittlung der variablen Barvergütung wie folgt dar: 4 GESAMTVERGÜTUNG VORSTANDZum 31.12.2017 amtierende Vorstandsmitgliederscroll
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60 Prozent der variablen Barvergütung kommen im Folgejahr des Abschlussstichtages
unmittelbar zur Auszahlung. Der für bilanzielle Zwecke ermittelte Barwert für die Pensionszusagen der einzelnen Vorstandsmitglieder war zum Abschlussstichtag wie folgt: Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni 4.951.813 EUR (Vj. 4.745.363) (Konzern), 4.124.916 EUR (Vj. 3.755.068) (Linde AG); Dr.-Ing. Christian Bruch 1.625.906 EUR (Vj. 1.221.132 EUR) (Konzern), 1.226.684 EUR (Vj. 848.899 EUR) (Linde AG); Bernd Eulitz 1.551.499 EUR (Vj. 1.182.177 EUR) (Konzern), 1.236.545 EUR (Vj. 877.330 EUR) (Linde AG); Sanjiv Lamba 1.983.822 EUR (Vj. 1.576.405 EUR) (Konzern), 1.304.885 EUR (Vj. 946.275 EUR) (Linde AG); Dr. Sven Schneider 1.369.145 EUR (Vj. 0) (Konzern), 1.010.646 EUR (Vj. 0) (Linde AG). Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni hat aufgrund seines Anstellungsvertrags vom 7. Dezember 2016 keine neuen Pensionsansprüche erworben. Die Veränderung der Barwerte der Pensionszusagen resultiert aus Bestandsänderungen, der Aufzinsung der Pensionsansprüche und versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten. Die Barwerte für die Pensionszusagen der zum 1. Januar 2015 in den Vorstand berufenen Dr.-Ing. Christian Bruch und Bernd Eulitz sowie des zum 8. März 2017 in den Vorstand berufenen Dr. Sven Schneider umfassen deren Besitzstände aus der Zeit als Führungskräfte im Linde Konzern. Angaben gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance KodexIn der nachfolgenden Tabelle werden gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex die für das Berichtsjahr 2017 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen und inklusive der erreichbaren Maximal- und Minimalvergütungen bei variablen Vergütungskomponenten dargestellt. Für die einjährige variable Vergütung wird im Gegensatz zu der > TABELLE GESAMTVERGÜTUNG VORSTAND der Zielwert, das heißt der Wert bei einer Zielerreichung von 100 Prozent, dargestellt. Für die Options- und Matching Shares-Rechte der aktienbasierten Vergütung (Long Term Incentive Plan) wird -wie in der > TABELLE GESAMTVERGÜTUNG VORSTAND - der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung berichtet. Erst nach Ablauf der vierjährigen Wartezeit werden diese Rechte ausübbar bzw. zugeteilt. Die jeweilige Anzahl wird aufgrund der tatsächlichen Zielerreichung nach Ablauf der Wartezeit ermittelt. Dementsprechend kann der Wert auch in Abhängigkeit von dem bei Übertragung gültigen Aktienkurs höher oder niedriger ausfallen als in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Des Weiteren wird im Vergleich zur > TABELLE GESAMTVERGÜTUNG VORSTAND der Versorgungsaufwand in die Gesamtvergütung eingerechnet. 5 GEWÄHRTE ZUWENDUNGENZum 31.12.2017 amtierende Vorstandsmitgliederscroll
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60 Prozent der variablen Barvergütung werden in bar und ohne eine weitere Verpflichtung
ausgezahlt. In der nachfolgenden Tabelle wird gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex der Zufluss aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung und mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren, und Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr 2017 aufgeführt. Die Zuflusstabelle enthält keine Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands. Während der Dauer des Anstellungsvertrags hat Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni keinen Anspruch auf Ruhegeldleistungen, die ihm ansonsten aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft zustünden. Anders als die zuvor dargestellte gewährte mehrjährige variable Vergütung zeigt diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und 2017 zugeflossenen mehrjährigen Vergütungen. 6 ZUFLUSSZum 31.12.2017 amtierende Vorstandsmitgliederscroll
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60 Prozent der variablen Barvergütung werden in bar und ohne weitere Verpflichtung
ausgezahlt. 40 Prozent der variablen Barvergütung werden in bar ausgezahlt mit der
Verpflichtung, Linde Aktien zu erwerben und diese (bzw. die dafür erhaltenen Linde
plc Aktien) über mindestens vier Jahre zu halten. Sonstige vergütungsbezogene RegelungenDer Aufsichtsrat hat nach seinem freien Ermessen das Recht, einem Vorstandsmitglied eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Auch im Geschäftsjahr 2017 wurde keine solche Sondervergütung gewährt. Die mögliche Sondervergütung ist auf einen Betrag begrenzt, der in der Summe mit der Barkomponente und der Deferral-Komponente für das jeweilige Geschäftsjahr die betragsmäßigen Höchstgrenzen für die einjährige variable Vergütung nicht überschreitet. Leistungen für den Fall der Beendigung der TätigkeitFür den Fall der Nichtverlängerung der Bestellung zwischen dem vollendeten 55. und dem vollendeten 63. Lebensjahr aus vom Vorstandsmitglied nicht zu vertretendem Grund erhält das Vorstandsmitglied Sanjiv Lamba aufgrund eines bestehenden Altvertrages ein pauschaliertes Übergangsgeld in Höhe von 50 Prozent einer Jahresbarvergütung (Festvergütung, in bar ohne Investitionsverpflichtung auszuzahlender Teil (60 Prozent) der variablen Barvergütung) für das letzte volle Geschäftsjahr vor dem Ausscheiden. Dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend sehen alle Vorstandsverträge bis auf denjenigen von Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Anstellungsverträge ohne zur Beendigung des Anstellungsverhältnisses berechtigenden wichtigen Grund die Zahlung einer Abfindung von maximal zwei Jahresbarvergütungen (Festvergütung, in bar ohne Investitionsverpflichtung auszuzahlender Teil (60 Prozent) der variablen Barvergütung) vor ("Abfindungs-Cap"). Maßgeblich ist grundsätzlich die Jahresbarvergütung für das letzte volle Geschäftsjahr vor dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds aus dem Vorstand. Falls die Jahresbarvergütung des Vorstandsmitglieds für das im Zeitpunkt des Ausscheidens laufende Geschäftsjahr voraussichtlich wesentlich höher oder niedriger ausfallen wird als die Jahresbarvergütung für das letzte volle Geschäftsjahr, entscheidet der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen über eine Anpassung des als Jahresbarvergütung anzusetzenden Betrags. Wenn die ursprüngliche Restlaufzeit des Anstellungsvertrags weniger als zwei Jahre beträgt, ist die Abfindung zeitanteilig zu berechnen. Für den Zeitraum, auf dessen Grundlage die Abfindung ermittelt wird, erhalten die Vorstandsmitglieder keine Pensionszahlungen. Der Anstellungsvertrag mit Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni sieht für den Fall dessen vorzeitiger Beendigung keine Abfindung vor. Im Falle einer Übernahme der Linde AG (Change of Control) und der Beendigung des Anstellungsvertrags innerhalb von neun Monaten danach durch einvernehmliche Beendigung oder durch Zeitablauf und Nichtverlängerung des Anstellungsvertrags oder durch Kündigung durch das Vorstandsmitglied wegen mehr als unwesentlicher Beeinträchtigung seiner Stellung als Vorstandsmitglied infolge der Übernahme haben die Mitglieder des Vorstands bis auf Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni einen an ihrer vertraglichen Barvergütung orientierten, in seiner Höhe begrenzten Anspruch auf Leistungen. Der Anstellungsvertrag von Dr. Sven Schneider sieht vor, dass ein Kontrollwechsel im Zusammenhang mit dem angestrebten Zusammenschluss mit Praxair Inc. nicht als Kontrollwechsel im Sinne dieser Regelung gilt. Dem Vorstandsmitglied obliegt bei seiner Kündigung die Beweislast für die tatsächlichen Umstände, aufgrund derer seine Stellung durch die Übernahme mehr als nur unwesentlich beeinträchtigt wird. Auch die Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex betreffend Abfindungs-Caps in Change of Control-Fällen wird eingehalten. Dem Kodex entsprechend sehen die Vorstandsverträge für den Fall des vorzeitigen kontrollwechselbedingten Ausscheidens eine Abfindung in Höhe der bei sonstigem vorzeitigem Ausscheiden ohne wichtigen Grund zahlbaren Abfindung vor. Außerdem erhält das Vorstandsmitglied eine Zusatzabfindung in Höhe einer in gleicher Weise zu bestimmenden Jahresbarvergütung (Festvergütung, in bar ohne Investitionsverpflichtung auszuzahlender Teil (60 Prozent) der variablen Barvergütung). Die Zusatzabfindung entfällt, wenn das Vorstandsmitglied dem Vorstand im Zeitpunkt der Beendigung des Anstellungsvertrags nicht mindestens drei Jahre angehört hat oder bei Ende des Anstellungsvertrags entweder das 52. Lebensjahr noch nicht oder das 63. Lebensjahr bereits vollendet hat. Erhält das Vorstandsmitglied aus Anlass oder im Zusammenhang mit der Übernahme vom Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder vom anderen Rechtsträger Leistungen, so werden diese auf Abgeltungs- und Abfindungsleistungen angerechnet. Der Pensionsanspruch bemisst sich nach den Regelungen für die vorzeitige Beendigung des Anstellungsvertrags ohne wichtigen Grund. Wird der Anstellungsvertrag aus einem von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Die Vorstandsmitglieder unterliegen grundsätzlich einem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot von zwei Jahren. Als Gegenleistung zahlt die Gesellschaft für die Dauer des Wettbewerbsverbots den Vorstandsmitgliedern grundsätzlich eine Karenzentschädigung in Höhe von 50 Prozent der Festvergütung. Versorgungsleistungen werden in vollem Umfang auf die Entschädigung angerechnet. Der Anstellungsvertrag mit Prof. Dr.-Ing. Aldo Belloni sieht kein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Scheidet das Vorstandsmitglied aus den Diensten der Gesellschaft durch Tod oder Arbeitsunfähigkeit aus, so haben das Vorstandsmitglied oder seine Erben Anspruch auf die feste monatliche Vergütung für den Monat, in dem der Anstellungsvertrag endet, sowie für die sechs folgenden Monate. Außerdem haben das Vorstandsmitglied oder seine Erben Anspruch auf einen anteiligen Betrag der variablen Barvergütung für den Teil des Jahres, in dem das Vorstandsmitglied tätig war. In diesem Fall wird diese zu 100 Prozent in bar ausgezahlt. Vorschüsse und KrediteIm Berichtsjahr wurden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt. Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des VorstandsDie Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen beliefen sich für das Geschäftsjahr 2017 auf 2.944.748 EUR (Vj. 10.202.212 EUR). In den Gesamtbezügen sind auch Wertänderungen aufwandswirksam erfasster Jahrestranchen der aktienbasierten Vergütung, bisheriger Ansprüche aus virtuellen Aktien sowie im Vorjahr gebildeter Rückstellungen für die variable Vergütung 2017 früherer Mitglieder des Vorstands erfasst. Nicht erfasst sind dagegen Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder, deren Anstellungsvertrag im Jahr 2017 endete. Diese Beträge waren bereits zum 31. Dezember 2016 in vollem Umfang zurückgestellt und im Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2016 im Einzelnen beschrieben. Es handelt sich dabei um die im Anstellungsvertrag vorgesehene feste monatliche Barvergütung und die zeitanteilige variable Vergütung für Dr. Wolfgang Büchele, dessen Anstellungsvertrag zum 30. April 2017 endete, und die feste monatliche Barvergütung, die zeitanteilige variable Vergütung sowie die im Anstellungsvertrag vorgesehene Abfindung für Georg Denoke, dessen Anstellungsvertrag zum 28. Februar 2017 endete. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen besteht eine Rückstellung im Konzernabschluss in Höhe von 58.364.954 EUR (Vj. 59.710.818 EUR). Im Jahresabschluss der Linde AG sind 47.625.733 EUR zurückgestellt (Vj. 46.747.736 EUR). Die jeweiligen betragsmäßigen Unterschiede beruhen auf unterschiedlichen Berechnungsparametern für Zwecke der Rechnungslegung im Konzernabschluss bzw. im Jahresabschluss. Das ehemalige Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Büchele hat im Zeitraum vom 1. Mai 2017 bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017 seine im Anstellungsvertrag vorgesehene Karenzentschädigung für die Einhaltung des vereinbarten nachvertraglichen Wettbewerbsverbots bezogen, das ehemalige Vorstandsmitglied Georg Denoke aufgrund des Verzichts der Gesellschaft auf das nachvertragliche Wettbewerbsverbot für die Zeit vom 1. März bis zum 13. März 2017. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats wird auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung festgelegt. Sie ist in Ziffer 11 der Satzung geregelt. Mit Beschluss der Hauptversammlung 2013 wurde die Vergütung des Aufsichtsrats auf eine reine Festvergütung umgestellt. Jährliche feste VergütungJedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 150.000 EUR. Vergütung Aufsichtsratsvorsitz, Stellvertretender AufsichtsratsvorsitzDer/Die Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 450.000 EUR, jeder Stellvertreter/jede Stellvertreterin eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 225.000 EUR. Mit dieser Vergütung sind auch Mitgliedschaften und Vorsitze in Ausschüssen abgegolten. Vergütung Ständiger Ausschuss, PrüfungsausschussJedes Mitglied des Ständigen Ausschusses und des Prüfungsausschusses (außer Vorsitzende(r) und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats) erhält zusätzlich zu der jährlichen festen Vergütung 30.000 EUR, der/die Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält 60.000 EUR zusätzlich. SitzungsgeldJedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält für jede Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR. Finden mehrere Sitzungen an einem Tag statt, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Auszahlungszeitpunkt, Umsatzsteuer, AuslagenersatzDie Vergütung wird nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres ausgezahlt. Die Gesellschaft erstattet den Mitgliedern des Aufsichtsrats neben ihren Auslagen die auf die Vergütung und den Auslagenersatz jeweils anfallende Umsatzsteuer. Die Gesellschaft kann zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats eine Haftpflichtversicherung abschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit abdeckt. Freiwilliges EigeninvestmentDie Mitglieder des Aufsichtsrats haben gegenüber dem Aufsichtsrat im Rahmen einer "Selbstverpflichtung" erklärt, dass sie für jeweils 25 Prozent der gewährten festen Bruttovergütung pro Geschäftsjahr Linde Aktien kaufen und diese jeweils während der Dauer ihrer Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Linde AG halten werden. Dies gilt nicht, wenn die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre feste Vergütung zu mindestens 85 Prozent nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung oder aufgrund einer dienst- oder arbeitsvertraglichen Verpflichtung an den Arbeitgeber abführen. Wird in diesen Fällen ein geringerer Teil als 85 Prozent der festen Vergütung abgeführt, bezieht sich die Selbstverpflichtung auf den nicht abgeführten Teil. Die Aufsichtsratsmitglieder sind ihrer Selbstverpflichtung letztmalig für das Geschäftsjahr 2015 nachgekommen. Vor dem Hintergrund möglicher Einschränkungen aufgrund von Insiderinformationen und Insiderhandel hat die Linde AG während der Gespräche zwischen der Linde AG und der Praxair, Inc. über einen Zusammenschluss beider Unternehmen die Verpflichtung der Aufsichtsratsmitglieder zum Erwerb weiterer Aktien bis auf Weiteres ausgesetzt. Im Zusammenhang mit dem Abschluss der Grundsatzvereinbarung (Business Combination Agreement) zwischen der Linde AG und der Praxair, Inc. hat die Linde AG die Mitglieder des Aufsichtsrats sodann von ihren Verpflichtungen zum Halten zuvor erworbener Linde Aktien befreit. Die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben daraufhin jeweils die von ihnen im Rahmen ihrer Selbstverpflichtung gehaltenen Linde Aktien in das Tauschangebot der Linde plc eingereicht. Aufsichtsratsvergütung 2017Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (feste Vergütung und Sitzungsgeld) beträgt 2.556.616 EUR (Vj. 2.537.574 EUR) zuzüglich Umsatzsteuer in Höhe von 485.757 EUR (Vj. 482.139 EUR). Der Gesamtaufwand für die Sitzungsgelder betrug 126.000 EUR (Vj. 112.000 EUR). Die nachfolgende Tabelle listet die auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallende Vergütung nach Komponenten in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 auf: 7 AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGscroll
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Beträge ohne Umsatzsteuer. Vorschüsse, Kredite und sonstige VergütungenZum 31. Dezember 2017 bestanden, wie im gesamten Jahr und im Vorjahr, keine Vorschüsse oder Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats. Ferner haben die Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. LINDE AM KAPITALMARKTDAX erreicht positives Jahresergebnis trotz weltpolitischer UnsicherheitenIm Börsenjahr 2017 beeinflussten die anziehende Weltwirtschaft sowie die weiterhin lockere Geldpolitik der internationalen Notenbanken den Leitindex positiv. Allerdings war das Jahr auch erneut geprägt von Sorgen um politische Stabilität: Der Amtsantritt von Donald Trump in den USA, Spannungen mit Nordkorea, die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und das nach Unabhängigkeit strebende Katalonien in Spanien nahmen Einfluss auf die Entwicklung des Börsenbarometers. Trotzdem konnte sich der deutsche Leitindex DAX in einem herausfordernden internationalen Umfeld behaupten. In den ersten Monaten sorgte der Amtsantritt Donald Trumps zunächst für einen Abwärtstrend. Der DAX erreichte im Februar seinen Tiefststand von rund 11.510 Punkten. Im anschließenden zweiten Quartal zeigte der deutsche Leitindex eine größtenteils positive Entwicklung. Die schwierigen Brexit-Verhandlungen sorgten jedoch im Sommer für eine erneute Abwärtsbewegung. Im Herbst startete der Leitindex seine Aufholjagd und markierte im November ein Allzeithoch von 13.525 Punkten. Wesentlicher Motor hierfür war die gute konjunkturelle Entwicklung. Die Anleger blickten zudem im dritten Quartal gespannt auf die Geldpolitik der US-Notenbank. Diese beließ den Leitzins im September jedoch zunächst unverändert, erst im Dezember verabschiedete sie eine leichte Anhebung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte. Am 29. Dezember 2017 beendete der DAX das Börsenjahr 2017 bei einem Jahresschlusskurs von 12.918 Punkten und mit einem Plus von 12,5 Prozent. Damit entwickelte sich der DAX besser als die meisten wichtigen europäischen Börsenindizes. Der MSCI Europe Index konnte nur 10,0 Prozent zulegen. Der FTSEurofirst 300 Index, London, gewann 7,1 Prozent und der DJ EURO STOXX gewann 10,1 Prozent an Wert. Der CAC 40 Index, Paris, erreichte eine Steigerung von 9,3 Prozent. Die Aktienmärkte in den USA übertrafen die Entwicklung des DAX: Der S & P 500 Index stieg im Jahresvergleich um 19,5 Prozent. Der Technologieindex NASDAQ (NASDAQ composite) zeigte einen noch besseren Verlauf und stieg um 28,2 Prozent. Die aufstrebenden Volkswirtschaften zeigten eine ebenso positive Entwicklung. Der MSCI Emerging Markets Index zum Beispiel stieg im Berichtsjahr um 34,3 Prozent. Deutlich positivere Entwicklung der Linde Aktie gegenüber Leitindex DAXDie Linde Aktie bewegte sich noch zu Beginn des Börsenjahrs größtenteils etwas unterhalb des DAX-Niveaus. Ihre Entwicklung verlief jedoch weitestgehend analog zum deutschen Leitindex. Ebenso wie der DAX erreichte auch die Linde Aktie ihren Tiefststand von 146,60 EUR im Februar. Am 15. August begann die Annahmefrist für das Tauschangebot an die Aktionäre der Linde AG, fortan wurden zwei Aktien der Linde AG an den Börsenplätzen gehandelt- die zum Umtausch eingereichte Aktie und die nicht zum Umtausch eingereichte Aktie, deren Entwicklung in den kommenden Wochen deutlich oberhalb des DAX-Niveaus lag. Die Wertentwicklung der Linde Aktien lag mit 27,5 Prozent deutlich über der Entwicklung des DAX, der das Börsenjahr mit einem Plus von 12,5 Prozent abschloss. Dies lag im Wesentlichen darin begründet, dass der Markt mit zunehmender Annahmequote das Zustandekommens der Fusion mit Praxair als immer wahrscheinlicher bewertete. Nach dem Abschluss des Tauschangebotes am 24. November 2017 mit einer Annahmequote von 92 Prozent entwickelten sich beide Aktienkurse jedoch unterschiedlich. Der Kurs der zum Umtausch eingereichten Aktie stieg weiterhin an und erreicht seinen Höchststand von 197,00 EUR am 11. Dezember 2017. Der Kurs der nicht zum Umtausch eingereichten Aktie erreichte an diesem Tag einen Wert von 184,35 EUR, was einen Abschlag von 6,9 Prozent bedeutet. Dieser Unterschied ergibt sich u.a. aus der Aufnahme der zum Umtausch eingereichten Aktien in den wichtigsten Indizes (z.B. DAX, MSCI und FTSE) und geringeren Handelsvolumen sowie geringerer Liquidität der nicht zum Umtausch eingereichten Aktie. Die Überschreitung der Annahmequote über die 90 Prozent-Schwelle ermöglicht im Falle des Vollzugs des Unternehmenszusammenschlusses, dass die Linde plc einen umwandlungsrechtlichen Squeeze- out gemäß § 62 Abs. 5 UmwG veranlassen könnte. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht getroffen worden. Neben den Nachrichten um eine mögliche Fusion mit Praxair profitierte die Linde Aktie auch weiterhin vom soliden und stabilen Geschäftsmodell des Konzerns. Dieses ist geprägt von langfristigen Vertragsstrukturen, einem breiten Kundenportfolio und einem stabilen Cash Flow. Der Kapitalmarkt bewertet zunehmend das verantwortungsvolle Handeln von Unternehmen und berücksichtigt bei seinen Investitionen die Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens (Socially Responsible Investment, SRI). Linde ist in einer Reihe von SRI-Fonds, -Indizes und -Rankings vertreten. Unter anderem ist das Unternehmen Teil des globalen Dow Jones Sustainability Index (DJSI World), der FTSE4Good Index-Serie, des Ethibel Sustainability Index (ESI) sowie des STOXX Global ESG Leaders Index. 8 KAPITALMARKTORIENTIERTE KENNZAHLEN1scroll
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Die aktienkursbezogenen Angaben für das Geschäftsjahr 2017 basieren auf den zum Umtausch
eingereichten Linde Aktien (ISIN DE000A2E4L75), die seit dem 15. August 2017 gelistet
sind. 9 LINDE PERFORMANCE IM VERGLEICH ZU DEN WICHTIGSTEN INDIZES1scroll
DividendenausschüttungVorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 3. Mai 2018 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 7,00 EUR je Stückaktie auszuschütten. Die vorgeschlagene Dividende reflektiert Bestimmungen des Business Combination Agreement, das Linde und Praxair für den geplanten Zusammenschluss beider Unternehmen abgeschlossen haben. Linde zahlt ihren Aktionären eine jährliche Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr, während Praxair ihren Aktionären innerhalb laufender Geschäftsjahre Quartalsdividenden ausbezahlt. Um für das Jahr 2018 einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Auszahlungszeitpunkten beider Unternehmen herzustellen, ist im Business Combination Agreement vorgesehen, dass Linde für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende ausschütten kann, die wirtschaftlich das Geschäftsjahr 2017 sowie anteilig jedes Quartal 2018 abdeckt, für das Praxair im Jahr 2018 vor dem Vollzug des Unternehmenszusammenschlusses voraussichtlich eine Dividende ausschütten wird. Für Zwecke der Bestimmung der anteiligen Dividende für das Geschäftsjahr 2018 gehen Linde und Praxair davon aus, dass Praxair vor einem Vollzug des Unternehmenszusammenschlusses für drei Quartale des Geschäftsjahres 2018 eine Dividende ausschütten wird. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung daher eine Dividendenausschüttung vorschlagen, die sich wirtschaftlich aus einer Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,90 EUR pro Linde Aktie und zusätzlich einer anteiligen Ausschüttung für drei Quartale der für das Geschäftsjahr 2018 erwarteten Dividende in Höhe von 3,10 EUR pro Linde Aktie zusammensetzt. Im Vergleich zum Vorjahr (3,70 EUR) entspricht dies einer Erhöhung um 89,2 Prozent. Gemessen am Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der Linde AG) beläuft sich die Ausschüttungsquote auf 92,5 Prozent (Vj. 57,0 Prozent). Die Dividendenrendite beträgt, bezogen auf den Jahresschlusskurs der zum Umtausch eingereichten Aktie, rund 3,6 Prozent (Vj. 2,4 Prozent). Stabile AktionärsstrukturIn der jährlich durchgeführten Aktionärsidentifikation hat Linde zum Stichtag 31. Dezember 2017 die Aktionäre von rund 81 Prozent (Vj. rund 78 Prozent) der ausstehenden Aktien identifiziert. Hierbei handelt es sich ausschließlich um institutionelle Investoren. Intensive Investor Relations (IR)-Aktivitäten fortgeführtIm Berichtsjahr 2017 hat Linde seine intensive Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern fortgeführt. Auf fast 40 Konferenzen und Roadshows weltweit, mehreren Privatanlegerveranstaltungen sowie im Rahmen von Anlagenbesichtigungen hat das Unternehmen seinen Aktionären und potenziellen Investoren die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen geboten - auch mit Mitgliedern des Vorstands. Wesentlicher Schwerpunkt der Kommunikation war die Fusion mit Praxair. Das Investor Relations-Team sowie der Vorstandsvorsitzende und der Finanzvorstand informierten seine Aktionäre und potenzielle Investoren über die aktuellen Entwicklungen im Rahmen des Aktientauschangebotes sowie weitere grundlegende Fragestellungen. Alle aktuellen Informationen zur Linde Aktie finden Sie auf der Internetseite > WWW.LINDE.COM unter der Rubrik Investor Relations. Für Fragen und Informationen stehen Ihnen die IR-Mitarbeiter unter der Telefonnummer +49.89.35757-1321 zur Verfügung. Gerne können Sie Ihre Fragen auch online unter > INVESTORRELATIONS@LINDE.COM an das Unternehmen richten. 10 INSTITUTIONELLE INVESTOREN ANTEILE NACH REGIONEN IN %![]() 11 STAMMDATEN ZUR LINDE AKTIEscroll
BERICHT ZUR GLEICHSTELLUNG UND ENTGELTGLEICHHEIT(vgl. §§ 21 ff. Entgelttransparenzgesetz) Berichtszeitraum: 2016Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren WirkungenDie Linde AG setzt verschiedenste Maßnahmen ein, die die Gleichstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Arbeitsalltag fördern. Das sind Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Mitarbeiterinnen in Führungspositionen und im Allgemeinen, Schulungsmaßnahmen zur Gleichbehandlung und Geschlechtergleichstellung sowie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter. Förderung von Mitarbeiterinnen in Führungspositionen und im AllgemeinenUm Mitarbeiterinnen in Führungspositionen zu fördern und um mehr Mitarbeiterinnen in verantwortliche Positionen zu befördern, hat die Linde Group u.a. das Dialogformat "Linde Kaleidoskop" entwickelt. Inhalte des "Linde Kaleidoskops" sind u.a. der Aufbau von Netzwerken, die Vereinbarkeit von Teilzeit und Führungsaufgaben sowie der Erfahrungsaustausch mit weiblichen Führungskräften. Weiter werden weibliche Mitarbeiterinnen vor der Übernahme ihrer ersten Führungsverantwortung im Rahmen der mit dem Europäischen Preis für Training, Beratung und Coaching in Bronze ausgezeichneten Trainingsreihe "Frauen in Führung - Fit für die Zukunft" gezielt auf ihre Rolle als weibliche Führungskräfte vorbereitet. Darüber hinaus wurde innerhalb der Linde AG ein Diversity Committee etabliert, das bei Besetzung von Führungspositionen eingeschalten wird. Das Diversity Committee achtet insbesondere auf die Chancengleichheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zudem wurden Karrierebäume für vier Karrierepfade im Tarifbereich und im außertariflichen Bereich definiert, bei denen die Eingruppierungskriterien öffentlich sind. Ergänzt werden diese Karrierebäume durch ein spezielles Mentoringprogramm, das die Gleichstellung von Mitarbeiterinnen fördert und unterstützt. Schulungsmaßnahmen zur Gleichbehandlung und GeschlechtergleichstellungUm sicherzustellen, dass auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Themen Entgeltgleichheit von Frauen und Männern und Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Allgemeinen verinnerlichen, bietet die Linde Group entsprechende Compliance-Schulungen an. Die Compliance-Schulungen umfassen alle Themen rund um Diversity, Entgeltgleichheit von Frauen und Männern, Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Allgemeinen, Schutz vor Diskriminierung etc. Die Teilnahme an diesen Compliance-Schulungen ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtend. Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und VäterAuch bietet die Linde AG Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter an. Dazu zählen insbesondere die Vermittlung von Betreuungspersonen und Haushaltshilfen, ein Zuschuss zur Kinderbetreuung (Kita/KG), Maßnahmen, die ein flexibles Arbeiten ermöglichen (u.a. Homeoffice und Telearbeit) sowie die Möglichkeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und MännerDie Linde AG gehört zu der Gruppe der tarifgebundenen Arbeitgeber. Die Linde AG setzt mehrere Maßnahmen ein, die die Herstellung von Entgeltgleichheit sicherstellen. Die Maßnahmen betreffen sowohl den tariflichen als auch den außertariflichen Bereich. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer im tariflichen BereichEin Baustein zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer ist die Tarifbindung, zu der sich die Linde AG bekennt. Die Tarifbindung dient der Gewährung von einheitlichen, auf die jeweiligen Geschäftsbereiche Engineering und Gas bezogenen, kollektiv geregelten Arbeitsbedingungen. Die Tarifverträge bilden somit auch die Basis der gerechten Entlohnung von Frauen und Männern - unabhängig vom jeweiligen Geschlecht. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer im außertariflichen BereichTransparente und gerechte Kriterien zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer sind auch im außertariflichen Bereich für diejenigen Mitarbeiter etabliert, welche nicht der Tarifbindung unterliegen. So gilt für den außertariflichen Bereich eine entsprechende Konzernbetriebsvereinbarung. Für Leitende Angestellte findet ein langjährig bewährtes und regelmäßig überprüftes, faires Positionsbewertungssystem Anwendung. DURCHSCHNITTLICHE GESAMTZAHL DER MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER IN DEUTSCHLAND (2016)scroll
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