Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 390539
Eingetragen
18.7.1979
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
ist die Herstellung und der Vertrieb von Etuis, Kartonagen und sonstigen Verpackungen mit einem nach Art und Umfang unbegrenzten Sortiment sowie der Handel mit solchen Gegenständen. Die Gesellschaft kann Unternehmen von anderen Unternehmensträgern pachten oder sich an diesen beteiligen sowie alle Rechtsgeschäfte vornehmen und Maßnahmen treffen, die den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar und mittelbar zu fördern oder ihm zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Wolfgang Leser
seit 15.8.2006
Geschäftsführer
Jochen Fritz Leser
seit 15.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Jannik Leser
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Jannik Leser
Lahr
160.000 €
50.00%
Ralf Leser
Lahr
160.000 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leser GmbH

Lahr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023 (01.01.2023 - 31.12.2023)

1.1 Ergebnissituation

Die deutsche Wirtschaft war im Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitigen hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiekrise, haben den privaten Konsum geschwächt. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Diese schwierigen Rahmenbedingungen machten sich auch in unserem Hause bemerkbar. Sowohl der Auftragseingang wie auch die Umsatzerlöse lagen unter dem Vorjahresniveau. Dies betraf sowohl die Sparte Facheinzelhandel wie auch das Geschäft mit unseren Industriekunden. Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 472 vermindert.

Auf der anderen Seite konnten erfreulicherweise im abgelaufenen Geschäftsjahr die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten drastischen Kostensteigerungen bei den Rohstoffen, Vormaterialien und nicht zuletzt auch für die Energie wieder auf ein normales Maß zurückgeführt werden. Auch die Frachtkosten für die von uns bezogenen Waren aus Fernost reduzierten sich deutlich.

So konnten wir schlussendlich das Berichtsjahr 2023 wieder mit einem positiven Gesamt-ergebnis abschließen.

Zum 31.12.2023 haben sich die Lagerbestände, im Vergleich zum Beginn des Berichtsjahres, von TEUR 3.751 auf TEUR 3.287 vermindert. Die Lieferfähigkeit war über den gesamten Jahres-zeitraum hinweg gewährleistet und es gab diesbezüglich keinerlei Beanstandungen von Seiten der Kunden. Die Hauptbeschaffungsmärkte sind nach wie vor Europa, insbesondere Deutschland, sowie Asien.

Das Eigenkapital ist zum Stichtag absolut um TEUR 995 auf TEUR 4.561 gestiegen und entspricht zum Stichtag rund 58% der Bilanzsumme. Der Jahresüberschuss lag mit TEUR 201 unter dem Vorjahresergebnis (TEUR 371). Die Zunahme des Eigenkapitals resultiert in Höhe von TEUR 8 aus der Erhöhung des Stammkapitals und in Höhe von TEUR 787 auf die Einstellung in die Kapitalrücklage im Zusammenhang mit der zum 01.01.2023 erfolgten Verschmelzung der Fritz Leser GmbH & Co. KG auf die Leser GmbH.

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Skontofristen beglichen und Forderungen gehen weitestgehend innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele ein. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Stichtag keine.

Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die Auftrags- und Umsatzentwicklung sowie das Jahresergebnis herangezogen.

1.2 Markt

Im Jahr 2023 verzeichnete der Uhren- und Schmuckmarkt ein moderates Wachstum, angetrieben durch die zunehmende Nachfrage nach Luxus- und Premiumprodukten sowie durch die Erholung des Einzelhandels nach den pandemiebedingten Einschränkungen der Vorjahre.

Das Thema Nachhaltigkeit spielte im abgelaufenen Jahr eine zunehmend wichtige Rolle. Verbraucher legen mehr Wert auf die Herkunft der Materialien und die Umweltfreundlichkeit der Produkte. Mit unseren stetigen Bemühungen, neben dem Fernostbezug verstärkt auf die eigene deutsche Fertigung zu setzen sowie unser gesamtes Produktportfolio in Bezug auf den Einsatz von umweltfreundlichen Materialien hin zu optimieren, folgen wir gezielt diesem Trend, um den steigenden Erwartungen der Kunden gerecht zu werden.

Auch die Digitalisierung hat 2023 eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung des Uhren- und Schmuckmarktes gespielt. Der Onlinehandel gewann weiter an Bedeutung und viele Unternehmen investieren in ihre digitalen Verkaufsplattformen, um auf die veränderten Konsumgewohnheiten reagieren zu können. Kunden erwarten zunehmend ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg - sowohl online wie auch offline. Dies bestärkt auch uns, die bisherigen Anstrengungen und Projekte in diesem Bereich nicht nur konsequent fortzuführen, sondern weiter auszubauen.

1.3 Produkte

Bei den Produktentwicklungen und Neueinführungen im Jahre 2023 berücksichtigten wir einerseits den anhaltenden Trend zu "Made in Germany", indem wir unsere deutsche Produktion konsequent weiterentwickelten und somit dem Nachhaltigkeitsgedanken entsprechen Rechnung trugen.

Darüber hinaus nutzten wir aber auch die kostengünstigen Einkaufsmöglichkeiten, die uns durch unser Produktionsnetzwerk in Fernost geboten wurden.

Mit diesem ausgewogenen Produktions-Mix sind wir bestens aufgestellt, um die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden befriedigen zu können.

1.4 Organisation

An der stetigen Fortentwicklung des deutschen Produktionsstandortes halten wir nach wie vor fest. Gerade bei dem zukunftsweisenden Thema "Nachhaltigkeit" kommt uns dies sehr zugute.

Daher haben wir in unseren deutschen Standort, sowohl technisch wie auch personell weiter investiert, um den Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden.

Auch an der straffen Organisationsstruktur wurde uneingeschränkt festgehalten.

Zum 01.01.2023 wurde die bisherige Besitzgesellschaft Fritz Leser GmbH & Co. KG auf die Leser GmbH verschmolzen.

Mitte des Jahres 2023 wurde durch den Firmeneintritt von Jannik Leser, dem Sohn von Jochen Leser, der Generationenwechsel in unserem Hause erfolgreich eingeleitet. Er verantwortet unter anderem den wichtigen Bereich der Digitalisierung, der mit zunehmenden Maße unsere gesamten Geschäftsprozesse, von den internen Abläufen bis hin zur Kundenkommunikation, mehr und mehr beeinflussen wird.

1.5 Personal

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl der Firma Leser lag im Berichtsjahr bei 87 Personen und somit leicht unter dem Vorjahresniveau.

Personalabgänge aufgrund von Renteneintritt wurden sinnvoll ergänzt oder aber durch innerbetriebliche Maßnahmen kompensiert.

Temporäre Schwankungen bei der Auftragslage wurden durch das seit vielen Jahren im Unternehmen implementierte und bewährte Arbeitszeitmodell abgefedert.

2. Perspektiven und Risiken für das Geschäftsjahr 2024

2.1 Perspektiven

Aufgrund des aktuellen Nahost-Konfliktes sowie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine ist eine verlässliche Aussage zu den Perspektiven bzw. Chancen für 2024 nur sehr schwer möglich.

Unsere Budgetplanungen für das kommende Jahr basieren auf der Annahme, dass die Kriegsgeschehnisse nicht weiter eskalieren und keine zusätzlichen geopolitischen Auseinandersetzungen hinzukommen.

"Fahren auf Sicht" wird sicherlich noch eine ganze Weile unser Handeln bestimmen. Eine Vorgehensweise, mit der wir aber - entgegen aller Erwartung - bisher gut durch die unterschiedlichsten Krisen gekommen sind.

Im Rahmen eines vorsichtigen Kostenmanagements gilt es, alle nicht notwendigen Investitionen auf den Prüfstand zu stellen und von Fall zu Fall zu entscheiden.

Stand heute erwarten wir für 2024 eine moderate Umsatzsteigerung.

Die extremen Kostensteigerungen der letzten Jahre haben sich mittlerweile wieder auf ein verträgliches Maß eingependelt. Daher gehen wir davon aus, dass sich - im Vergleich zum Vorjahr - die stabile Umsatzlage auch in einem nochmals leicht verbesserten Ergebnis niederschlagen wird.

Wir sind optimistisch, zusammen mit unserer engagierten Belegschaft, die zweifelsohne auch in diesem Jahr noch auf uns zukommenden Herausforderungen zu meistern und auf eventuelle negative Entwicklungen mit entsprechenden Gegenmaßnahmen reagieren zu können.

2.2 Risiken

Der weitere Verlauf des Krieges in der Ukraine und die Auseinandersetzungen im Nahen Osten bergen unkalkulierbare Risiken für unser wirtschaftliches Handeln.

Bei einer Ausbreitung der beiden Konflikte wäre wohl ein negativer Effekt auf unsere Unternehmenszahlen wahrscheinlich.

Hinzu kommen weltwirtschaftliche Risiken, die sich aus der aktuell sehr angespannten Lage in den großen Wirtschaftsräumen USA, China, Russland und Europa ergeben werden.

Bei der Materialversorgung scheint sich die problematische Situation der letzten drei Jahre weitestgehend zu entspannen, so dass hier das derzeitige Risikopotential überschaubar zu sein scheint.

Die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation schätzen wir aufgrund der derzeitigen Entwicklung nicht mehr ganz so hoch ein, wie dies noch vor einem Jahr der Fall war.

Aufgrund eines strikten Forderungsmanagements, können wir das Risiko erhöhter Zahlungsausfällen durchaus realistisch beurteilen und entsprechend minimieren. Es ist daher auch in Zukunft mit keinen größeren Ausfällen zu rechnen.

Firmenintern bedingte Risiken sind - Stand heute - auch für das laufende Geschäftsjahr nicht zu erwarten.

Die Personalplanung ist so ausgerichtet, dass wir jederzeit auf temporäre Auftrags-schwankungen reagieren und die Kunden schnell und termingerecht bedienen können. Die derzeitige Situation auf dem Arbeitsmarkt, neue Personen zu gewinnen, ist besonders herausfordernd. Daher müssen wir unsere Strategie zur Personalgewinnung an die veränderten Bedingungen anpassen, um erfolgreich zu sein. Von einem Engpass beim Personal gehen wir jedoch nicht aus.

 

Lahr, den 09.09.2024

Leser GmbH

- Geschäftsleitung -

gez. Ralf Leser

gez. Jochen Leser

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.139,00 0
II. Sachanlagen 2.667.567,00 0
III. Finanzanlagen 90.000,00 0
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.285.235,82 3.709
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.274.685,33 3.283
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 10.792,16 (i.V. TEUR 817)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 261.426,51 49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.066,35 23
D. Aktive latente Steuern 260.000,00 390
7.889.120,01 7.454

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 320.000,00 312
II. Kapitalrücklage 786.756,95 0
III. Gewinnrücklagen
Satzungsmäßige Rücklage 156.000,00 156
IV. Gewinnvortrag 3.097.755,91 2.727
V. Jahresüberschuss 201.010,54 371
4.561.523,40 (3.566)
B. Rückstellungen 2.796.219,75 2.954
C. Verbindlichkeiten 531.376,86 934
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 531.376,86 (i.V. TEUR 934)
- davon aus Steuern: EUR 146.020,10 (i.V. TEUR 104)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 988,70 (i.V. TEUR 1)
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 7.020,73 (i.V. TEUR 0)
7.889.120,01 7.454

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohertrag 6.865.000,98 7.357
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.464.685,76 3.601
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 704.692,75 778
- davon für Altersversorgung: EUR 54.739,70 (i.V. TEUR 128) 4.169.378,51 (4.379)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 211.948,42 0
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.986.681,33 2.428
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 17.579,59 (i.V. TEUR 57)
- davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB: EUR 26.282,00 (i.V. TEUR 26)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.075,38 108
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 110.850,34 70
- davon aus Aufzinsung Pensionsrückstellung: EUR 62.415,00 (i.V. TEUR 61)
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 227.456,43 198
- davon Aufwendungen (i.V. Erträge) aus latenten Steuern: EUR 130.000,00 (i.V. TEUR 19)
8. Ergebnis nach Steuern 220.761,33 390
9. Sonstige Steuern 19.750,79 19
10. Jahresüberschuss 201.010,54 371

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Leser GmbH

Lahr/Schw.

Amtsgericht Freiburg i.Br.; HRB 390539

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsmethoden nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Aufgrund Abgrenzungsfragen bei den unfertigen Erzeugnissen und fertigen Erzeugnissen sowohl bei Eigenfertigung als auch bei Fremdbezug werden diese im Berichtsjahr, wie bereits im Vorjahr, unter der Position "Erzeugnisse und Leistungen, Waren" zusammengefasst.

Mit notariellem Verschmelzungsvertrag vom 15. August 2023 wurde die Fritz Leser GmbH & Co. KG, Lahr (übertragender Rechtsträger), rückwirkend zum 01. Januar 2023 auf die Leser GmbH (übernehmender Rechtsträger) verschmolzen (Verschmelzung zur Aufnahme gemäß § 2 Nr. 1, §§ 46 ff. UmwG). Zur Durchführung der Verschmelzung wurde das Stammkapital der Leser GmbH um EUR 8.000,00 auf EUR 320.000,00 erhöht. Das im Rahmen der Verschmelzung auf die Leser GmbH übergegangene Vermögen wurde nach § 24 UmwG mit den Zeitwerten angesetzt. Die Differenz zwischen dem Zeitwert der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden und dem Nennbetrag der im Rahmen der Verschmelzung neu ausgegebenen Geschäftsanteile wurde gemäß IDW RS HFA 42 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

Auf Grund der Verschmelzung sind die Zahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-rechnung nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Als wesentliche Veränderung werden auf Grund der Verschmelzung in der Bilanz erstmals Anlagevermögen und in der Gewinn- und Verlustrechnung erstmals Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände hauptsächlich linear vorgenommen.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt mit den Anschaffungskosten zum gleitend gewogenen Durchschnittspreis (§ 256 S. 2 HGB i.V.m. § 240 Abs. 4 HGB), soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 Abs. 4 HGB). Fertige und unfertige Erzeugnisse aus Eigenfertigung werden mit den Herstellungskosten bewertet (§ 255 Abs. 2 HGB), gegebenenfalls unter Berücksichtigung eines niedrigeren beizulegenden Wertes.

Sowohl bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren als auch bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen aus Eigenfertigung wurden alterungsbedingte Abschläge entsprechend der Lagerdauer vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB)

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Teilwertverfahren. Der Rechnungszinsfuß beträgt 1,82 % (Abzinsungssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Rechnungsgrundlage sind die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgte nach dem Durchschnittszinssatz über einen Betrachtungszeitraum von zehn Jahren. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 36.255,00 (i.V. TEUR 161) und führt zu einer Ausschüttungssperre in dieser Höhe.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus sich im Zeitablauf verändernden Zinssätzen oder der Veränderung der Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB) angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkurs am Entstehungstag bewertet. Anpassungen zum Bilanzstichtag aus Kursänderungen werden berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB umgerechnet.

II. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge durch Verschmelzung Zugänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 822.210,38 0,00 822.210,38
0,00 822.210,38 0,00 822.210,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 6.652.198,31 0,00 6.652.198,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.538.451,88 11.682,30 5.550.134,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.256.583,83 82.613,12 4.339.196,95
0,00 16.447.234,02 94.295,42 16.541.529,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 30.000,00 0,00 30.000,00
2. Beteiligungen 0,00 60.000,00 0,00 60.000,00
0,00 90.000,00 0,00 90.000,00
0,00 17.359.444,40 94.295,42 17.453.739,82
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge durch Verschmelzung Zugänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 806.542,38 7.529,00 814.071,38
0,00 806.542,38 7.529,00 814.071,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 4.598.645,31 29.445,00 4.628.090,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.032.521,88 88.171,30 5.120.693,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.038.375,83 86.803,12 4.125.178,95
0,00 13.669.543,02 204.419,42 13.873.962,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 14.476.085,40 211.948,42 14.688.033,82
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 8.139,00 0,00
8.139,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.024.108,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 429.441,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.018,00 0,00
2.667.567,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 0,00
2. Beteiligungen 60.000,00 0,00
90.000,00 0,00
2.765.706,00 0,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Stichtag bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter (i.V. TEUR 899). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen ebenfalls wie im Vorjahr nicht.

3. Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde mit dem Teilwertverfahren vorgenommen. Die bei der Bewertung verwendeten Annahmen sind:

Anwärter:

Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB 1,82 % p.a.

Erwartete Rentensteigerungen 0 % p.a.

Fluktuationsabschlag 0 % p.a.

Gehaltstrend 1 % p.a.

Pensionäre:

Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB 1,82 % p.a.

Erwartete Rentensteigerungen 0 % p.a.

Der Zuführungsbetrag aus der Umbewertung nach BilMoG wird gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB bis zum 31.12.2024 mit jährlich mindestens 1/15 zugeführt. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beträgt EUR 26.277,00 (i. V. EUR 52.559,00).

Die Ansprüche aus den unter dieser Position verrechneten Rückdeckungsversicherungen mit Aktivwerten in Höhe von insgesamt EUR 1.041.554,62 (i.V. EUR 963.760,09) entstehen nach dem Bilanzstichtag. Diese entsprechen den Anschaffungskosten der abgetretenen Rückdeckungsversicherungen. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt EUR 3.434.511,00 (i. V. EUR 3.436.850,00).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen größtenteils Urlaubsgelder (TEUR 39), Weihnachtsgelder (TEUR 67), rückständigen Freizeitausgleich (TEUR 49), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 33), Inflationsausgleichsprämien (TEUR 98) und sonstige Personalaufwendungen (TEUR 56) sowie Abschlusskosten (TEUR 30).

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten und deren Besicherung ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (Vorjahreswerte in Klammer).

Verbindlichkeitenspiegel Summe (Angaben in TEUR) davon mit einer Restlaufzeit von Jahren Gesicherte Beträge gestellte Sicherheiten
< 1 J. > 1 J. > 5 J.
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 Sicherungsübereignung Warenlager, Forderungsabtretung
(600) (600) (0) (0) (600)
aus Lieferungen und Leistungen 179 179 0 0 179 Branchenübliche Eigentumsvorbehalte
(212) (212) (0) (0) (212)
gegenüber verbundenen Unternehmen 176 176 0 0 0
(0) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 176 176 0 0 0
(122) (122) (0) (0) (0)
531 531 0 0 179
(934) (934) (0) (0) (812)

5. Latente Steuern

Aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergaben sich aktive Steuerlatenzen von TEUR 485 (Vorjahr: TEUR 390) sowie passive Steuerlatenzen von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 0) Die sich hieraus saldiert insgesamt ergebende aktive Steuerlatenz von TEUR 260 (i.V. TEUR 390) wurde auf der Aktivseite der Bilanz als aktive latente Steuer ausgewiesen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,0% zugrunde gelegt.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Restverbindlichkeiten aus laufenden Leasingverträgen (Finanzierungscharakter) betragen EUR 102.896,39 (i.V. TEUR 85) bei einer Restlaufzeit von 3 bis 48 Monaten. Auf Grund der zum 01. Januar 2023 erfolgten Verschmelzung bestehen keine Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag mit der Fritz Leser GmbH & Co. KG mehr.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 62.415,00 wurde saldiert mit Erträgen aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 8.533,67 in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Als Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sind im Geschäftsjahr 2023 Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der erfolgten Verschmelzung in Höhe von rd. TEUR 51 angefallen.

III. Sonstige Angaben

1. Anteilsbesitz

Anteil Eigenkapital Ergebnis Berichtsjahr
% TEUR TEUR
Fritz Leser GmbH Verwaltungsgesellschaft, Lahr 100 179 2
D.D.C. S.A.R.L., Illkirch-Graffenstaden (Frankreich) 40 368 17

2. Leitungsorgane

Die Geschäftsführung wird gebildet von Herrn Dipl.-Kfm. Jochen Leser und Herrn Dipl.-Kfm. Ralf Leser. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung.

3. Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

25 kaufmännische und technische Angestellte (i. V. 26)

62 gewerbliche Mitarbeiter (i. V. 65)

4. Ausschüttungssperre

Zum Stichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 296, die mit TEUR 260 auf die Aktivierung latenter Steuern und mit TEUR 36 auf den Unterschiedsbetrag im Sine von § 253 Abs. 6 HGB entfallen.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, vom Jahresüberschuss TEUR 4 in die satzungsmäßige Rücklage einzustellen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, bestehen nicht.

 

Lahr, den 09.09.2024

gez. Jochen Leser

gez. Ralf Leser

Bescheinigung

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter dem Datum vom 09.09.2024 der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Leser GmbH, Lahr

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Leser GmbH, Lahr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leser GmbH, Lahr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Lahr/Schw., den 09.09.2024

BTG
Badische Treuhand Gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Patrick Schilli, Wirtschaftsprüfer

gez. Jens Rhode, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Jahresergebnisses

Die Gesellschafterversammlung der Leser GmbH, Lahr, hat am 27.09.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

Vom Jahresüberschuss in Höhe von insgesamt EUR 201.010,54 werden EUR 4.000,00 in die satzungsmäßige Rücklage eingestellt; der Restbetrag in Höhe von EUR 197.010,54 wird zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

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