Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 121256
Eingetragen
10.4.1992
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Der Einzel- und Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, sowie die Ausführung von Reparaturen an landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, ferner die Durchführung von Elektroinstallationen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten und sich an anderen Unternehmen zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timmo van der Meer
seit 27.1.2025
Geschäftsführer
Heiko Wittrock
seit 11.11.2020
Geschäftsführer
Johann von Ohr
seit 11.11.2020
Prokura
Bernd Wittrock
seit 31.8.2006
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hans Wittrock GmbH

Rhede-Brual

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Hans Wittrock GmbH ist seit fast 100 Jahren ein Unternehmen, das sowohl mit effizienten Lösungen als auch mit maßgeschneiderten, innovativen Leistungen zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Landwirtschaft beiträgt. Zusammen mit einem zuverlässigen Service bietet das Unternehmen alles aus einer Hand. Es zeichnet eine langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft mit Lieferanten und Kunden, die regional im nördlichen Emsland, ganz Ostfriesland sowie in der niederländischen Provinz Oostgroningen beheimatet sind, aus. Darüber hinaus werden auf Basis technischen Know-hows auch agrartechnologische Maschinen eigenständig konstruiert und weltweit vermarket.

Mit der Sparte Gartentechnik hat das Unternehmen passende Lösungen für Privat- als auch für Geschäftskunden mit innovativen, leistungsstarken Markengeräten und umfangreichen Serviceangeboten.

146 kompetente, erfahrene und meist langjährige Mitarbeiter an den Standorten Rhede-Brual und Georgsheil arbeiten überwiegend im Service- und Kaufmännischen Bereich. Dabei profitieren Mitarbeiter und Kunden von gezielten Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie einem modernen Management. In Kombination eines klassischen Fachzentrums für Landtechnik sowie Entwicklungszentrum für Maschinenbau bietet das Unternehmen den Kunden und Lieferanten effiziente, kundenindividuelle und gewinnbringende Lösungen für ihre Geschäftsfelder. Diese klare Positionierung als vertrauensvolles Familienunternehmen bildet die Basis für die Wachstumsstrategie der nächsten Jahre.

1.2 Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2023 konnten die sich am Markt befindenden Erntemaschinen für Nutzhanf erfolgreich begleitet und während der Ernte optimiert werden. Neu- und Bestandskunden haben Erntemaschinen bestellt. Der Trend zum Mähen von Hanf setzt sich durch. Die Ausrichtung des Baus von Hanfmähern auf Basis eines Feldhäckslers oder Großtraktors zeigt sich als strategisch richtige Entscheidung. Diese Technik wird weiterentwickelt und kann somit eine schlagkräftige Erntelösung in Wachstum der Hanfbranche werden.

Parallel dazu wurde in einer Gruppe von deutsch-niederländischen Unternehmen in einem mehrjährigen Forschungsprojekt damit begonnen diese Technik weiterzuentwickeln und die Maschinenkomponenten auf einen späteren Einsatz von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen vorzubereiten. Hier kann das Unternehmen wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Hochvolttechnik und wasserstoffbetriebenen Antrieben für die Landwirtschaft sammeln.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war von starker Nachfrage moderner Landtechnik und einem Planungshorizont für die Zukunft geprägt. Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich in einer Rezession und nahezu Nullwachstumsphase. Im Vergleich zu vorherigen gesamtwirtschaftlichen Zyklen der letzten Jahrzehnte ist dieser Abschwung nicht durch internationale Entwicklungen begründet, sondern ein nationales Problem. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind durch zu viel behördliche Bürokratie, zu wenige politische verlässliche Marktsteuerung und durch zu viel Einfluss außerparlamentarischer Institutionen begründet. Es fehlt an Einigkeit in der politischen Führung. Die Unzufriedenheit hat viele Streiks hervorgerufen. Die Landwirtschaft hat hier vorbildlich, ohne andere Bevölkerungsgruppen zu schaden, ihren Unmut deutlich gemacht. Die Landwirte haben mit ihren Kundgebungen nahezu die gesamte Sympathie der Bevölkerung gewonnen und so Verbesserungen ihrer Rahmenbedingungen durch politische Entscheidungsträger erreicht.

Positiv sind Erfolge zur wirtschaftlichen Eindämmung der Inflation und einer in Folge abflachenden Zinsentwicklung zu sehen. Lieferketten sind wieder verlässlich, die politische Führung hat durch ihre Entscheidungen zu jedem Zeitpunkt in Deutschland eine Energieversorgung sichergestellt. Unsicher sind die Zukunftsaussichten der Industrie aufgrund stark steigender Personalkosten und Stagnation bzw. Rückgang der Leistungsfähigkeit. Für die Industrie steigt der Wettbewerbsdruck. Anders geht es der Landwirtschaft und dem ihr nachgelagertem Gewerbe. Die Landwirte erfüllen strengere Auflagen zur Verbesserung des nachhaltigen Wachstums von Lebensmitteln und der Haltungsbedingungen für Tiere. Die in dieser Region Weser-Ems tätigen Landwirte zählen in den Bereichen Tierhaltung und Milcherzeugung zu den produktivsten, investitionsfähigsten und innovativsten bäuerlichen Betrieben in Deutschland. Viele Betriebe sehen Investitionen, um technologischen Vorsprung zu erzielen und effizienter wirtschaften zu können, als notwendig. Davon profitiert die Landtechnikbranche im Jahr 2023.

Wie schon in den Vorjahren stehen die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der landtechnischen Prozesse und Maschinen im Fokus. Intelligente Nutzung von Informationen ermöglicht Qualitäts- und Effizienzsteigerungen sowie eine ökologischere Bewirtschaftung der Felder. Die Hauptlieferanten Claas, Gea Farm Technologies sowie Amazone, Vogelsang und Zunhammer gelten unverändert als Treiber für Hightech in der Landwirtschaft.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung im Bereich der Landtechnik ist im Jahr 2023 stark gewachsen und beläuft sich auf T€ 51.640 (Vorjahr: T€ 37.282). Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 38,5 %. Die Nachfrage nach den Produkten hat sich über das Saisonjahr als stabil erwiesen. Es konnten neue Märkte erschlossen werden und durch verfügbare Handelsware schnelle Verkaufsgeschäfte gemacht werden.

2.3 Lage des Unternehmens

2.3.1 Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Umsatz in Höhe von T€ 51.556 (Vorjahr: T€ 37.322) ab. Der Umsatz konnte gemäß der Planung gegenüber dem Vorjahr deutlich um +38,1 % gesteigert werden. Umsatztreiber ist vor allem der Handel mit Neu- und Gebrauchtmaschinen, wo sich ein Portfolio aus bewährten und neuen Produkten bei den Kunden durchgesetzt hat.

Das Rohergebnis beläuft sich quotal auf 22,6 % (in Bezug auf die Gesamtleistung) und absolut auf T€ 11.694. Die Personalaufwandsquote liegt auf einem Niveau von 11,0 % der Gesamtleistung.

Die Gesamtkosten belaufen sich insgesamt auf 19,5 % der Gesamtleistung. Das Betriebsergebnis stieg entgegen der Planung auf eine Höhe von T€ 1.617 an. Wie in den vergangenen Jahren wurden Maschinen, die sich in Vermietung und Vorführung befinden aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen umgewidmet und risikoavers abgeschrieben. Diese Maschinen lassen sich somit auch in Zeiten angespannter Marktlage verkaufen. Diese Strategie zielt darauf ab, die finanzielle Stabilität des Unternehmens nachhaltig zu gewährleisten und gleichzeitig die Fähigkeit zu erhalten, in schwierigen Marktbedingungen zu operieren.

Trotz der gestiegenen Zinsbelastung konnte das Unternehmen sein Wachstum fortsetzen. Durch eine gezielte Optimierung der internen Prozesse, eine konsequente Kundenorientierung und Sortimentserweiterung mit bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen ist es gelungen, die negativen Auswirkungen der Zinsentwicklung entgegenzuwirken (zu kompensieren) und die Wettbewerbsposition des Unternehmens nachhaltig zu stärken.

Der erweiterte Cashflow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen um T€ 79 und liegt auf einem Niveau von T€ 1.964.

2.3.2 Finanzlage

Das Jahresergebnis verbessert das Eigenkapital um T€ 557 auf T€ 5.076.

Das Eigenkapital wird in voller Höhe thesauriert und verbleibt im Unternehmen. Somit konnte das Eigenkapital im Zeitraum der letzten fünf Jahre (2019: T€ 3.027) um T€ 2.049 erhöht werden.

Die Bankverbindlichkeiten unterliegen einer marktüblichen Verzinsung und werden planmäßig getilgt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr T€ 2.617 (Vorjahr: T€ -3.960).

Die Finanzierung des Umlauf- und Anlagevermögens in Gesamthöhe von T€ 27.026 war zu jedem Zeitpunkt durch Eigenmittel und Finanzierungslinien vollumfänglich gedeckt.

In Anbetracht der Wachstumsstrategie haben wir im Jahr 2023 neue Finanzierungspartner gewinnen und die bestehenden Finanzierungslinien bei unseren langjährigen Finanzierungspartnern erweitern können. Das Unternehmen stärkt durch die vielfältige und zuverlässige Finanzierungsstruktur seine langfristige finanzielle Stabilität, um die Unternehmensentwicklung sicherzustellen. Zudem trägt die Diversifizierung der Finanzierungspartner dazu bei, dass die Unabhängigkeit gesichert ist. Gleichzeitig wird hierdurch die Flexibilität und Sicherheit erhöht.

2.3.3 Vermögenslage

Vor dem Hintergrund zu erwartender eingeschränkter Verfügbarkeiten von Landmaschinen und/oder langen Lieferterminen hat sich das Unternehmen, schon im Jahr 2022 bewusst, im Gegensatz zu bisherigen strategischen Ansätzen, für den Aufbau von Fahrzeugbeständen im Neu- und Gebrauchtmaschinenbereich ausgesprochen. Die Neu- und Gebrauchtmaschinenbestände folgen der Unternehmensstrategie. Das Anlagevermögen für Landtechnik wurde aufgrund des ausgebauten Mietbestandes und der zunehmenden Werthaltigkeit von CLAAS Traktoren und Erntemaschinen wie schon im Vorjahr weiterhin ausgebaut. Ziel ist es, dass die Kundenanforderungen jederzeit erfüllt werden können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen in absoluter Höhe T€ 5.596. Nicht uneingeschränkt zweifelsfrei einbringbare Forderungen wurden konsequent in voller Höhe einzelwertberichtigt, sodass Ausfallrisiken bereits im Ergebnis verarbeitet wurden. Das Unternehmen hat zum Jahresende T€ 13.490 Vorräte, sowie T€ 6.805 Anlagevermögen.

2.3.4 Gesamtaussage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird positiv bewertet. Das Unternehmen hat das Volumen im Neu- und Gebrauchtmaschinenhandel stark ausgebaut. Es wurden neue Märkte außerhalb der Region erschlossen und bestehende sowie Neukunden mit aktueller Technik ausgestattet. Langjährige und neue Finanzierungspartner haben sich bei der Bestands- sowie Mietparkfinanzierung als äußerst verlässlich erwiesen und somit die Entwicklung sichergestellt.

3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Moderat positive Gesamtleistungsentwicklung

weiterer Optimierung der Handelsmargen und Roherträgen

Betriebsergebnis (EBIT)

Cashflow Optimierung

Steigerung der Innenfinanzierungskraft

Werkstattauslastung und -produktivität

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das EBIT.

Für die interne Unternehmenssteuerung werden u.a. die Kennzahlen Personalproduktivität, Umsatzrendite, Cashflow und für den Werkstattbereich die Produktivitätsquote herangezogen.

Ebenfalls in die Betrachtung einbezogen werden Umschlagshäufigkeit und Standtage für die Landmaschinen im Umlaufvermögen. Die hohe Identifikation der Mitarbeiter in Verbindung mit kontinuierlichem Qualitätsanspruch prägten den wirtschaftlichen Erfolg des Jahres 2023.

4 Zweigniederlassungsbericht

Die Zweigniederlassung in Südbrookmerland-Georgsheil, die sich ca. 75 km nördlich vom Hauptstandort befindet, gewinnt für den Gesamterfolg des Unternehmens weiter an Bedeutung. Das Vertriebsgebiet um den Standort und die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe und Lohnunternehmen bieten ein ähnliches Potenzial verglichen mit dem Hauptstandort. Sowohl die Vertriebsmannschaft als auch die Werkstatt konnten sich in der Region fest etablieren. Trotz starken Wettbewerbs konnten die Marktanteile in diversen Bereichen gehalten bzw. weiter ausgebaut werden.

Es wurde ein mehrjähriger Pachtvertrag für eine Immobilie in der Gemeinde Sögel geschlossen. An dem Standort wurde im März 2024 eine Wittrock Filiale mit der Ausrichtung Garten- und Kommunaltechnik eröffnet. Am Standort arbeiten vier Mitarbeiter im Service und Vertrieb. Der Standort öffnet den Zugang zu neuem Potenzial in der emsländischen Hümmling-Region.

5 Prognosebericht

Im Jahr 2023 konnten viele Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt werden. Es wurde in Ausbildung, Weiterbildung und neues Personal investiert. Im Jahr 2023 wurden acht Auszubildende im Unternehmen eingestellt. Prozesse wurden analysiert und optimiert. Insbesondere wurde der Fokus auf die Nachhaltigkeit gelegt. Es wurde weiter in den Elektrofuhrpark investiert, Gebäude wurden energetisch und mittels Smarthome-Technik modernisiert.

Es wurde vorausschauend in Umlauf- und Anlagevermögen investiert.

Die Stimmung in der Branche wird aktuell als positiv eingestuft. Der Auftragsvorlauf ist zufriedenstellend.

Die Lieferzeiten der Hauptlieferanten haben sich wieder normalisiert und stellen für den Absatz kein Hindernis dar.

Viele Milchbauern stehen vor den Entscheidungen großer Investitionen in moderne Melk- und Fütterungstechnik. Hier konnten bereits im vergangenen Jahr einige Vorbereitungen für Projekte getroffen werden. Zudem wurde der Online-Auftritt des Unternehmens umfänglich modernisiert. Anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums im Jahr 2024 werden viele Maßnahmen der absatzfördernden Werbung veröffentlicht. Es werden besondere Veranstaltungen geplant.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir trotz der absatzfördernden Werbung anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums sowie der Eröffnung des Standorts Sögel für Gartentechnik von deutlich rückläufigen Umsatzerlösen aus. Das Betriebsergebnis wird analog den Umsatzerlösen aufgrund steigender Kosten vor allem im Bereich der Personalaufwendungen sowie im Zusammenhang mit dem Neubau moderat rückläufig ausfallen.

6 Risikobericht/ Chancen

Die Landwirtschaft ist heute besser als je zuvor in der Lage, Technologie zu nutzen, um ihre Effizienz und Produktivität zu steigern. Der Klimawandel stellt eine bedeutende Herausforderung für die Landwirtschaft dar. Extreme Wetterbedingungen, wie Dürren, Hitzewellen oder Starkregen, können die Ernte beeinträchtigen und zu einem höheren Risiko von Ernteausfällen führen. Die Nachfrage nach leistungsstarker Technik und kurzfristiger Instandsetzung bei Störungen werden durch kürzere Zeitfenster der Ernte und Feldbearbeitung wichtiger.

Die vorausschauende Bevorratung der benötigten Technik kann in einer Zeit von unterbrochenen Lieferketten der Schlüssel zum Erfolg sein. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr ein umfangreiches Portfolio an Neu- und Gebrauchttechnik aufgebaut. Im Laufe des Jahres 2023 konnten hierdurch Maschinen mit längeren Standzeiten abverkauft und das Risiko in der Bewertung reduziert werden. Ein Mindestbestand, um eine benötigte Verfügbarkeit beim Verkauf zu haben, wird mit erhöhter Zinsbelastung in Einklang gebracht. Auch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird durch eine flexible Einkaufspolitik reduziert. Der Ausbau des Mietparks bietet ein neues Potenzial an Kundensegment.

Der Fachkräftemangel stellt vor allem Handwerksbetriebe vor personelle Herausforderungen. Das Unternehmen Wittrock setzt schon mehrere Jahre auf die Ausbildung von eigenen Mitarbeitern. Hier konnten im vergangenen Jahr mehrere Fachkräfte übernommen werden, um die Servicequalität gewährleisten zu können.

7 Ausblick

Wir blicken mit Freude und Zuversicht auf das Jahr 2024. Zum einen stehen die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Firmenjubiläum an, zum anderen wurde der Standort in Sögel für die Wittrock Gartentechnik im Frühjahr bereits eröffnet. Der Neubau der Werkstatt mit angrenzendem Ersatzteillager und Wasch- und Lackierhalle wird begonnen. Hierdurch können in Zukunft eine höhere Auslastung der Werkstatt und deutliche Verbesserungen in der Effizienz erreicht werden. Mittels modernster Gebäudetechnik und Ausstattung können sowohl Emissionen gesenkt als auch Ressourcen geschont werden.

Die Sparte Kommunaltechnik wird durch zusätzliches Personal und die Aufnahme weiterer Lieferanten in das Verkaufsprogramm aufgenommen.

Die Nachfrage nach leistungsstarker Technik in der Landwirtschaft ist weiterhin hoch. Es wird am Markt nach Lösungen für eine effiziente Bearbeitung der Felder und innovativen Lösungen für bessere Formen der Tierhaltung- und Milchgewinnung gesucht. Der Druck für technischen Wandel und Investition in effiziente Technik ist durch politische Regulation und gesellschaftliche Anforderungen höher denn je. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren ein großes Netzwerk an innovativen Kunden und Lieferanten aufgebaut, um Antworten und Lösungen auf diese Fragen zu bieten.

Mit einem aufeinander abgestimmten Mix aus innovativer, effizienter Technik und motivierten Menschen kann die nachhaltige Unternehmensentwicklung sichergestellt werden.

 

Rhede - Brual, den 26. Juni 2024

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.679,00 55.733,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 91.650,50 103.605,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.520.855,99 3.901.275,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 178.105,64 183.938,00
6.790.612,13 4.188.818,92
6.805.291,13 4.244.551,92
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 13.490.104,52 15.640.951,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 137.527,03
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.163.928,68 3.060.629,69
6.163.928,68 3.198.156,72
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 566.997,54 350.239,66
20.221.030,74 19.189.347,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.299,49 31.896,89
27.043.621,36 23.465.796,61

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 3.519.001,47 2.751.487,33
III. Jahresüberschuss 557.169,40 767.514,14
5.076.170,87 4.519.001,47
B. Rückstellungen 396.821,43 529.798,39
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.976.336,98 13.556.153,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 651.401,75 0,00
3. Übrige Verbindlichkeiten 5.942.890,33 4.860.843,46
21.570.629,06 18.416.996,75
27.043.621,36 23.465.796,61

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 11.694.360,89 9.826.574,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.625.243,13 -4.019.727,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.051.384,10 -900.298,39
- davon für Altersversorgung: € 63.629,30 (Vorjahr: € 26.490,48)
-5.676.627,23 -4.920.026,05
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.406.473,30 -1.117.386,55
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.994.226,11 -2.443.875,30
5. Betriebsergebnis 1.617.034,25 1.345.286,38
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 110.765,11 41.997,73
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -892.767,02 -293.937,44
8. Finanzergebnis -782.001,91 -251.939,71
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -259.861,02 -305.898,07
10. Ergebnis nach Steuern 575.171,32 787.448,60
11. Sonstige Steuern -18.001,92 -19.934,46
12. Jahresüberschuss 557.169,40 767.514,14

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Rhede - Brual und ist beim Amtsgericht Osnabrück im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 121256 mit der Firma Hans Wittrock GmbH eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Zusätzlich wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist in formeller und materieller Hinsicht gegeben.

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

2 Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen im Wesentlichen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Diese orientiert sich jeweils an den kürzesten zulässigen Nutzungsdauern der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam als Abschreibung erfasst.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Herstellungskosten wurden neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten in Ansatz gebracht.

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt.

Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und vom Posten Vorräte offen abgesetzt.

Die erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Den latenten Risiken wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB i.V.m. IDW RS HFA 30 Tz. 34 mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens bewertet.

Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

3 Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 337.451,65 0,00 0,00 337.451,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 141.804,29 0,00 0,00 141.804,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.179.797,93 5.447.457,50 -3.304.896,24 8.322.359,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.281,03 55.894,44 -165.783,36 535.392,11
6.966.883,25 5.503.351,94 -3.470.679,60 8.999.555,59
7.304.334,90 5.503.351,94 -3.470.679,60 9.337.007,24
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 281.718,65 41.054,00 0,00 322.772,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.198,79 11.955,00 0,00 50.153,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.278.522,51 1.291.737,50 -1.768.756,81 1.801.503,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.343,03 61.726,80 -165.783,36 357.286,47
2.778.064,33 1.365.419,30 -1.934.540,17 2.208.943,46
3.059.782,98 1.406.473,30 -1.934.540,17 2.531.716,11
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.679,00 55.733,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 91.650,50 103.605,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.520.855,99 3.901.275,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 178.105,64 183.938,00
6.790.612,13 4.188.818,92
6.805.291,13 4.244.551,92

4 Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag € (Vorjahr
€)
bis zu 1 Jahr € (Vorjahr
€)
über 1 Jahr bis 5 Jahre € (Vorjahr
€)
über 5 Jahre € (Vorjahr
€)
1. Verbindlichkeiten gegenüber 14.976.336,98 12.187.489,97 2.475.945,42 312.901,59
Kreditinstituten (13.556.153,29) (9.218.806,32) (3.794.364,76) (542.982,21)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 651.401,75 651.401,75 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.942.890,33 5.942.890,33 0,00 0,00
(4.860.843,46) (4.860.843,46) (0,00) (0,00)
21.570.629,06 18.781.782,05 2.475.945,42 312.901,59
(18.416.996,75) (14.079.649,78) (3.794.364,76) (542.982,21)
Besicherung*
1. Verbindlichkeiten gegenüber Sicherungsübereignung von Waren
Kreditinstituten und Maschinen, Globalzession
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
3. Sonstige Verbindlichkeiten

* : Der Gesamtbetrag der besicherten Verbindlichkeiten beträgt T€ 14.976 (Vorjahr: T€ 13.556).

5 Erläuterungen zur Bilanz

5.1 Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 122.562,22 (Vorjahr: € 2.555,01) enthalten.

5.2 Festwert gem. § 240 Abs. 3 HGB

Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe des Ersatzteillagers am Hauptstandort Rhede-Brual wird ein Festwert gem. § 240 Abs. 3 HGB von T€ 44 (Vorjahr: T€ 50) ausgewiesen.

5.3 Angaben zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden gem. § 285 Nr. 25 HGB

Folgende Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet worden:

31.12.2023
Anschaffungskosten
Beizulegender Zeitwert
Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung 47.312,50 47.312,50
Summe 47.312,50 47.312,50

Gemäß § 253 Abs. 1 S. 3 HGB i.V.m. IDW RS HFA 30 wird die Pensionsrückstellung mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von € 47.312,50 bewertet. Für den Ausweis in der Bilanz unter dem Posten "Pensionsrückstellung" ergibt sich somit ein Betrag nach Verrechnung in Höhe von € 0,00.

6 Sonstige Angaben

6.1 Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Kaufmännische Angestellte 47 44
Gewerbliche Arbeitnehmer 59 52
Aushilfen 12 9
118 105

Neben den aufgeführten Arbeitnehmern haben sich durchschnittlich 20 (Vorjahr: 15) Beschäftigte in einem Ausbildungsverhältnis befunden.

6.2 Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe im Geschäftsjahr

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Bernd Wittrock, Dipl.-Ingenieur,

Herr Heiko Wittrock, B. Eng.

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

6.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen des folgenden Geschäftsjahres, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag in folgendem Umfang:

Verpflichtung aus: 2023
T€ p. a.
2022
T€ p. a.
Miet-, Pachtverträge 971 759
- davon an verbundene Unternehmen (179) (228)
Leasingverpflichtungen 54 50
1.025 809

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne künftiger Zahlungsansprüche Dritter sind als Nettowert, d.h. ohne Umsatzsteuer, angesetzt.

Die Miet- und Pachtverträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Die maximale Restlaufzeit der übrigen Verträge beträgt fünf Jahre.

 

Rhede - Brual, den 26. Juni 2024

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem am 18. Juli 2024 festgestellten vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk mit Datum vom 28. Juni 2024 erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hans Wittrock GmbH, Rhede - Brual,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hans Wittrock GmbH, Rhede - Brual, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hans Wittrock GmbH, Rhede - Brual, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 28. Juni 2024

PKF WMS GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberater Rechtsanwälte

Heinz-Hermann Gerdes, Wirtschaftsprüfer

Marco Schrameyer, Wirtschaftsprüfer

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