Wahl EMEA Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Hauß seit 2.2.2022 | Prokura |
Taina Christina Temmen seit 2.2.2022 | Prokura |
Birgit Elisabeth Holz seit 2.2.2022 | Prokura |
Gökhan Yilmaz seit 2.6.2020 | Geschäftsführer |
Norman Klinger seit 3.12.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
WAHL Clipper International Holding B.V. | 89.80% |
Professional Line Products, Inc. | 10.20% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WAHL GmbHSt. Georgen im SchwarzwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WAHL GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WAHL GmbH, St. Georgen im Schwarzwald - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WAHL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, 25. Januar 2024 Ernst
& Young GmbH
Schmidt, Wirtschaftsprüfer Ames, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und einzelne davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma WAHL GmbH mit Sitz in St. Georgen im Schwarzwald im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 602147 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die beweglichen Anlagegüter wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 wird aus Vereinfachungsgründen das Sammelpostenverfahren angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Ausleihungen in den Finanzanlagen werden zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich noch anfallender Kosten niedriger sind als die Herstellungskosten, wurde dies durch einen Abschlag berücksichtigt. Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden anhand eines datenverarbeitungsgestützten Reichweitenschemas berücksichtigt. Die verlustfreie Bewertung kommt in solchen Fällen zum Ansatz, bei denen der dort ermittelte Abwertungsbedarf die Reichweitenabwertung übersteigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Die sonstigen Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Verfahren nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein prognostizierter durchschnittlicher Zinssatz der letzten zehn Jahre zum 31. Dezember 2023 bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2 % (Vj. 2 %) berücksichtigt. Die Berücksichtigung von Gehaltssteigerungen und einer Fluktuationsrate war aufgrund der Ausgestaltung der Versorgungszusage nicht erforderlich. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Leistungskongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als leistungskongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs entspricht dem Aktivwert der Versicherung. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die mit dem Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet wurden. Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Für die Abzinsung wurde ein laufzeitadäquater durchschnittlicher Zinssatz der letzten sieben Jahre zum 31. Dezember 2022 gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Wertpapiergebundene Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Leistungskongruent rückgedeckte Verpflichtungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als leistungskongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs entspricht dem Aktivwert der Versicherung. Bei den Wertpapieren, die ausschließlich der Erfüllung der mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen (Lebensarbeitszeitkonten) dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere ergibt sich aus deren Aktivwert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Da die Forderungen kurzfristig fällig sind, blieb gemäß § 256a HGB das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) insoweit unberücksichtigt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Für entgeltlich erworbene Software wird eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer von Gebäuden beträgt 33 Jahre, von technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 16 Jahren, von anderen Anlagen zwischen 3 und 21 Jahren sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 21 Jahren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 4.819 (Vj. T€ 4.836) Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktive latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,7 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den Pensionsrückstellungen und bei den Sonstigen Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt unverändert DM 50.000,00 (umgerechnet € 25.564,59). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt T€ 31. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 17 und unterliegt einer Ausschüttungssperre, die aufgrund ausreichender frei verfügbarer Rücklagen nicht zum Tragen kommt. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Wesentliche verrechnete Aufwendungen oder Erträge ergaben sich nicht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Gleitzeitguthaben, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Jubiläumsgelder und Gewährleistungsverpflichtungen sowie für ausstehende Rechnungen gebildet. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Wesentliche verrechnete Aufwendungen oder Erträge ergaben sich nicht. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sind unbesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Erlöse verteilten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Die Umsatzerlöse betreffen zu 54 % (Vj. 56 %) Haarschneidegeräte - die weiteren wesentlichen Produktgruppen sind Tierhaarschneidegeräte 13 % (Vj. 13 %) sowie Schneidsätze 9 % (Vj. 11 %). Sonstige betriebliche Erträge
Diese betreffen im Wesentlichen Erstattungen für Vorjahre, Rückstellungsauflösungen und Anlageabgänge. Hierin enthalten sind außergewöhnliche Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 459. Materialaufwand Im Posten sind Verschrottungsaufwendungen in Höhe von T€ 837 (Vj. T€ 921) enthalten. Zudem sind außergewöhnliche Bewertungsaufwendungen in Höhe von T€ 2.641 enthalten. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Posten sind neben üblichen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen auch periodenfremde Aufwendungen enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen nicht realisierte Projekte aus Vorjahren.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Posten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 158 enthalten. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von € 71.865.465,75 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2026. Die Wartungsverträge haben eine unbestimmte Laufzeit und können mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Dauerschuldverhältnisse aus Miet-, Leasing- und Wartungsverpflichtungen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben. Diese Verträge dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T€ 84, für Steuerberatungsleistungen T€ 24 und für sonstige Leistungen T€ 48. Geschäftsführer Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Der ausgeübte Beruf entspricht in allen Fällen der Organstellung. Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der WAHL Clipper Corp., Sterling, Illinois/USA, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (Kopfzahl):
St. Georgen im Schwarzwald, 24. Januar 2024 Die Geschäftsführung Gökhan Yilmaz, Geschäftsführer Jörg Burger, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für 20231. Geschäftsentwicklung 1.1 Marktsituation, Auftragseingang, Umsatz, Auftragsbestand In einem schwierigen globalen Umfeld konnte sich der Markt für elektrische Geräte bei professionellen Friseuren weiter positiv entwickeln. Ein Marktwachstum wäre in erster Linie durch Bevölkerungszuwachs möglich, was für die meisten europäischen Länder nicht zutrifft. Die Wettbewerbssituation in unserem Markt ist relativ überschaubar und dominiert durch wenige Qualitätsmarken. Trotzdem ist es ein attraktiver Markt für neue Anbieter und für bekannte Marken aus anderen Bereichen des Friseurbedarfs. Die WAHL GmbH muss daher ihre Position dauernd durch hohe Qualität und neue Produkte verteidigen und weiter ausbauen. 2023 war erneut ein herausforderndes Jahr für die Wahl GmbH. Es bestand weiterhin eine hohe Nachfrage nach den Geräten der WAHL-Marke, jedoch konnte das hohe Umsatzniveau der letzten Jahre nicht gehalten werden. Insbesondere Qualitätsprobleme bei neueingeführten Produkten, die weiterhin angespannte Liefersituation für elektronische Komponenten, die fortbestehenden Sanktionen im Nahen Osten, der andauernde Russland/Ukraine-Krieg und die im Oktober neu aufgeheizten Spannungen im mittleren Osten haben zu einem Umsatzrückgang geführt. Die Nachfrage nach unseren "1400 Haarschneidemaschinen" hat sich ebenfalls nicht erholt. Dies führen wir auf eine Marktsättigung nach zwei starken Pandemie-Jahren und einem steigenden Trend zu kabellosen Geräten zurück. Aus vorgenannten Gründen konnte die im Vorjahreslagebericht erwartete 8%ige Umsatzsteigerung im laufenden Geschäftsjahr nicht erreicht werden. Der Auftragseingang in 2023 betrug T€ 63.908 und somit 8,7 % weniger als im Vorjahr (T€ 69.963). Negativ wirkte sich hier vor allem die hohe Inflation sowie die bestehenden und neu hinzukommenden Krisenherde aus. Hinzu kommen die rückläufige Nachfrage nach unserer Marke Moser sowie die Auswirkungen des Russlands/Ukraine Krieges und die damit einhergehende negative Geschäftsentwicklung in zwei unserer größten Märkte. Hinzu kommt, dass auch angrenzende Märkte immer stärker durch den Krieg beeinflusst werden. Es gab lediglich kleine Änderungen im Kundenstamm, weil das Distributoren-Netz der WAHL GmbH aus langjährigen, treuen und erfolgreichen Kunden besteht, die in den jeweiligen Ländern unsere Marken oft mit Exklusivrechten vertreiben. Der effektive Exportanteil der Bruttoumsätze im Geschäftsjahr 2023 war mit 81,0 % leicht niedriger als der Vorjahreswert mit 81,7 %. Der Netto-Umsatz in 2023 liegt bei T€ 71.008 (Vj. T€ 77.066). Das bedeutet einen Rückgang um T€ 6.058 bzw. 7,9 %. Die Verminderung lässt sich auf die weiterhin rückläufige Nachfrage nach Produkten der Marke Moser, die weiterhin hohe Inflation mit Auswirkung auf die allgemeine Kaufkraft und das insgesamt schwierige globale Marktumfeld erklären. Zusammenfassend beurteilen wir den Geschäftsverlauf sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 als nicht zufriedenstellend. 1.2 Ertrags- und Finanzlage Die Umsätze haben sich aus den bereits dargestellten Gründen um T€ 6.058 oder 7,9% auf T€ 71.008 vermindert, korrespondierend reduzierte sich die Gesamtleistung deutlich von T€ 77.409 auf T€ 68.766. Die Materialaufwandsquote (ohne Verschrottungsaufwand) sank gegenüber dem Vorjahr von 56,6 % auf 55,4 %, was auf niedrigere Umsätze unserer 1400 Haarschneidemaschinen sowie insgesamt auf den Produktmix zurückzuführen ist. Der Materialaufwand des laufenden Jahres ist durch außergewöhnliche Bewertungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.641 belastet. Die bezogenen Leistungen haben sich auf T€ 2.655 (Vj. T€ 4.368) reduziert. Im Wesentlichen ist dies auf niedrigere Leiharbeiteraufwendungen sowie auf gesunkene bezogene Fremdleistungen im Produktionsablauf zurückzuführen. Dies steht in Zusammenhang mit dem Produktmix sowie der Vermeidung von internen Kapazitätsengpässen. Die Personalaufwandsquote stieg von 26,1 % auf 27,2 %, jeweils bezogen auf die Gesamtleistung, was auf eine insgesamt stark reduzierte Gesamtleistung bei nicht in selbem Maße reduzierten Personalbestands zurückzuführen ist. Die absoluten Personalkosten konnten um T€ 1.480 reduziert werden. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 254 auf T€ 3.041, bedingt durch die Inbetriebnahme des Neubaus und der damit einhergehenden Voll-Jahr-Abschreibung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.161. Hier reduzierte sich zum einen die Marketing- und Vertriebskosten um T€ 463. Aufgrund des niedrigeren Umsatzes sanken entsprechend auch die Transportkosten total, zudem ist eine leichte Entspannung bei den Preisentwicklungen zu verzeichnen. Die Preise sind immer noch auf einem hohen Niveau, jedoch ist eine Stabilisierung zu erkennen. Aufgrund des Geschäftsverlaufs wurde insgesamt zurückhaltender in Vertrieb und Marketing-Aktivitäten investiert. Lediglich im Bereich Marktforschung wurden die Ausgaben erhöht, um herauszufinden, was für die Zukunft benötigt wird, um auf dem Markt erfolgreich zu sein. Der Betriebsaufwand reduzierte sich um T€ 394 der Verwaltungsaufwand reduzierte sich um T€ 300, was hauptsächlich aus dem Einmaleffekt der Umzugskosten im Jahr 2022 resultiert. Insgesamt konnten auch an anderen Stellen Kosten durch Globalisierung und direkte Einsparmaßnahmen eingespart werden, jedoch wirken sich noch immer die hohen Raumkosten aufgrund des erhöhten Lagerbestandes auf das Ergebnis aus. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich zum Vorjahr nur unwesentlich. Der Jahresüberschuss 2023 liegt bei T€ 583 (Vj. T€ -3). 1.3 Vermögenslage und Finanzlage Die Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % auf T€ 89.103. Hierbei wirkte der starke Abbau der Vorräte, des Sachanlagevermögens und der Forderungen gegenläufig zum Anstieg der liquiden Mittel. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 86,4 % im Vorjahr auf 89,8 %. Eine Ausschüttung erfolgte in 2023 nicht. Im Geschäftsjahr 2023 wurde aufgrund der anhaltend schwächeren gesamtwirtschaftlichen Lage, nur in Anlagen investiert, die dem Erhalt der aktuellen Kapazität dienen und die vom Markt geforderte Qualität sicherstellen. Das Sachanlagevermögen reduzierte sich absolut von T€ 39.876 im Vorjahr auf T€ 36.342, die Anlagenintensität sank auf rund 40 % (43 % im Vorjahr). Die Reduzierung ist auf die zurückhaltenden Investitionsaktivitäten im aktuellen Jahr aufgrund der Geschäftsentwicklung, der starken Investitionen der Vorjahre und der einhergehenden höheren Abschreibung, sowie auf einen Teilverkauf des alten Standorts in Unterkirnach zurückzuführen. Der Cashflow im engeren Sinne lag bei T€ 3.052 (Vj. T€ 2.884). Ermittelt wurde der Cashflow im engeren Sinne als Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen zuzüglich Veränderungen der langfristigen Rückstellungen. Bankverbindlichkeiten bestanden im Jahr 2023 wie auch in 2022 nicht. Die Liquiditätssituation hat sich mit liquiden Mitteln in Höhe von T€ 23.349 (Vj. T€ 12.158) um T€ 11.182 erhöht, was auf eine Reduzierung der Forderungen und Verkauf eines Gebäudeteils am alten Standort, sowie auf die Reduzierung unserer Lagerbestände zurückzuführen ist. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Liquiditätssituation ist äußerst zufriedenstellend. 1.4 Forschung und Entwicklung Es wurden weitere wichtige Änderungen und Verbesserungen zu bestehenden Schlüsselprodukten durchgeführt. Mit Hilfe von gezielter Marktforschung werden die Grundsteine für Neuentwicklungen gelegt. In 2023 wurden einige Produktneuheiten in den Markt gebracht, die sich aber noch in der Einführungsphase befinden und deshalb erst 2024 einen wesentlichen Beitrag zu Umsatz und Ergebnis leisten werden. Um weiterhin mit dem immer schneller werdenden Markt mithalten zu können, wurden die Produktentwicklungszeiten für neue Produkte weiter verbessert, was in der Zukunft zu weiteren Umsatzzuwächsen führen soll. Um auch hier das Beste für unsere Kunden zu erreichen, wurden Leistungen von Dritten zur Entwicklung neuer Produkte sowie der Verbesserung von bereits bestehenden Produkten in Anspruch genommen. Jedoch entfällt der Hauptteil der Entwicklungskosten weiterhin auf interne Tätigkeiten. Die Entwicklungskosten beliefen sich in 2023 auf T€ 2.122 (Vorjahr T€ 2.169). 1.5 Produktion Qualität und Produktivität wurden in nahezu allen Bereichen weiter gesteigert. Die internationale Nachfrage nach den Qualitätsschneidsätzen der WAHL GmbH wuchs weiter. Das Thema Lean-Management wird stetig weiter entwickelt und in allen geschulten Bereichen sind Verbesserungen zu spüren. Gewonnene Erkenntnisse werden durch die geschulten Mitarbeiter in der täglichen Arbeit integriert, was zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit als auch Produktionsfähigkeit führt. Für 2024 sind weitere Maßnahmen geplant. Im Einkauf hat sich die allgemeine Lage aufgrund der eher positiven Entwicklung an den Rohstoffmärkten etwas entspannt. Die immer noch starke globale Nachfrage nach Schlüsselkomponenten wie Stahl, Motoren, Batterien, Transformatoren und elektronischen Komponenten bedeutet, dass es kaum Chancen gibt, die Preise für diese Materialien zum Vorteil für die WAHL GmbH zu verhandeln. Durch globale Grenzschließungen, steigende Anzahl an Krisenherden im mittleren Osten, sowie die Auswirkungen aus dem Russland/Ukraine Krieg kam es bei einzelnen Produkten zu kurzfristigen Engpässen und extremen Preissteigerungen, welchen wir mit einer gezielten und angepassten Disposition entgegenwirkten. Das Lieferantenportfolio wurde erweitert, um einzelne Abhängigkeiten zu vermeiden und eine gewisse Flexibilität aufrecht zu erhalten. Nach den extremen Pandemiejahren war es zum ersten Mal wieder möglich, zu jedem Zeitpunkt eine vollständige Deckung der Kundennachfrage sicherzustellen. Für die Beschaffung von Maschinen sowie der primären Rohstoffen Kupfer, Stahl und Spritzgussgranulat war eine leichte Entspannung zu erkennen, jedoch befinden sich die Preise noch immer auf einem hohen Niveau. 1.6 Personalmanagement Der Aufwand aus Leiharbeitskräften und Aushilfen sank von T€ 549 im Vorjahr auf T€ 80 im laufenden Jahr. Der starke Rückgang resultiert aus einer reduzierten Nachfrage nach Geräten der Marke Moser und der insgesamt stark gesunkenen Gesamtleistung. Unter anderem aufgrund der anhaltend niedrigen Arbeitslosenquote ist die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte vor allem in speziellen technischen Bereichen weiterhin eine große Herausforderung. Aus diesem Grund sind wir bemüht, angenehme, interessante und erfüllende Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter anzubieten. Wie auch im Vorjahr bemühten wir uns in 2023 weiter, mehr Mitarbeiter zur Bildung einer Altersvorsorge zu gewinnen, was zu guten Erfolgen führte. Etablierte Aktionen, wie die Teilnahme am Villinger Stadtlauf oder die Teilnahme am Schwarzwald Bike Marathon, wurden wieder durchgeführt. Wir waren sehr bemüht, die Mitarbeiter in der aktuell schwierigen allgemeinen Situation auf dem Laufenden zu halten. Ein Sommerfest sowie eine Weihnachtsfeier fanden in den eigenen Räumlichkeiten statt und wurde von den Mitarbeitern sehr gut angenommen. Um den Mitarbeitern auch in 2023 Vorteile zukommen zu lassen, wurde Wert daraufgelegt, dass bestehende und mögliche Vorteile für die Mitarbeiter aufrechterhalten oder intensiviert werden konnten. Die bestehende Kantine wird auch bei enormen Preissteigerungen durch die gestiegenen Lebensmittelpreise weiterhin betrieben, der Beitrag, der von WAHL übernommen wird, wurde hierbei fast verdoppelt. Im September fand zudem ein Gesundheitsmonat statt, bei dem diverse Aktivitäten wie kostenloses Yoga, eine honorierte "Walking Challenge", sowie Informationen auch zu finanzieller Gesundheit, zur Verfügung gestellt wurden. Die WAHL GmbH setzt strategisch auf die weitere Ausbildung der Mitarbeiter in vielen Bereichen als ein Schlüssel im Kampf um die besten Talente in dem stark umkämpften, globalisierten Markt. Wir haben in 2023 wieder Schulungs- und Seminarprogramme für unsere Mitarbeiter auf diversen Ebenen organisiert. Der durchschnittliche Krankenstand der WAHL GmbH ist in 2023 unverändert auf einem im Vergleich zu vor-Covid Zeiten hohen Stand, aus unserer Sicht mitunter durch die weiterhin bestehende Covid-19 Ausläufer. Die WAHL GmbH unternimmt laufend Maßnahmen, um die Arbeitssituation für unsere Mitarbeiter zu optimieren und somit die Gesundheit möglichst zu fördern. Das Angebot an gesundheitsfördernden Maßnahmen wurde aufrechterhalten, was von den Mitarbeitern geschätzt wurde. In der Produktion wurden Werkzeuge angeschafft und Vorrichtungen gebaut, die die körperliche Belastung der Mitarbeiter deutlich reduzieren. Die in 2021 eingeführte Betriebsvereinbarung zum Thema "Mobiles Arbeiten" hatte weiter Bestand. Diese Vereinbarung hilft u.a. dabei, dem Thema Flexibilisierung von Arbeitszeiten Rechnung zu tragen und auch die Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen. 1.7 Umwelt WAHL GmbH ist bestrebt, in allen Aspekten ihrer Geschäftstätigkeit umweltbewusst zu handeln. Die Entsorgung von Produktionsresten, -müll und sonstigen Materialien erfolgt fachgerecht und gegebenenfalls unter Einbeziehung von externen Dienstleistern. Produkte werden, sofern notwendig, in das System "Grüne Punkt" einbezogen und Abgaben nach den WEEE-Verordnungen werden pflichtgemäß bezahlt. Das in 2023 durchgeführte "Grüne Punkt" Audit hat zu keinen Beanstandungen geführt. Die Umweltzertifizierung nach ISO14001 bestand auch in 2023 fort. 2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung 2024 Für 2023 hatten wir in 2022 ein 8-prozentiges Umsatzwachstum prognostiziert. Aufgrund der bereits genannten Entwicklungen konnten wir dieses Ziel nicht erreichen. In 2023 musste die WAHL GmbH ein Umsatzrückgang von 7,9 % verzeichnen. Durch Optimierung des Produktsortiments sowie einer Übernahme des Consumer Geschäfts von der WAHL International Consumer Group B.V. wird für 2024 auf Basis des Umsatzes aus 2023 ein Umsatzwachstum von 11% prognostiziert. Dieses Ziel ist als realistisch zu betrachten, soweit keine weiteren globalen Krisenherde entstehen und sich die Verfügbarkeitssituation aller zur Produktion benötigten Komponenten nicht verschlechtert. Die bereits in 2023 getätigten Maßnahmen in allen Bereichen zur Steigerung der Umsätze werden im Jahr 2024 weiter vorangetrieben. Insbesondere durch die Einführung von Neuprodukten erhoffen wir uns eine Stabilisierung/Steigerung aller Umsätze. Umsatz und Umsatzrendite sind die Hauptkennzahlen, mit denen wir den Unternehmenserfolg messen. Für die Berechnung der Umsatzrendite werden die Nettoerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern herangezogen. Für 2023 hatten wir in 2022 eine Umsatzrendite wie in den Jahren vor 2022 prognostiziert. Tatsächlich war die Umsatzrendite in diesem Jahr mit 1,4 % weit unter dem Niveau der Vorjahre, was wir unter anderem auf den Russland/Ukraine-Krieg, die schwache Nachfrage im Bereich der "1400-Haarschneidemaschine" und den damit einhergehenden Umsatzrückgang, Qualitätsprobleme bei neu eingeführten Produkten, sowie das weiterhin hohe Preisniveau der zur Produktion benötigten Rohstoffe und Komponenten zurückführen. Für 2024 rechnen wir mit einer Umsatzrendite von 2,1 %. Es wird weiter kontinuierlich an Prozessoptimierungs- und Kostensenkungsprojekten gearbeitet, um u.a. gegen die immer noch hohe Inflationsrate zu steuern. Der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar ist weiterhin eine große unbeherrschbare Komponente für die WAHL GmbH. Durch unseren Produktmix haben wir eine erhöhte Abhängigkeit vom US-Dollar und versuchen, das Risiko durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten zu minimieren. Am wichtigsten für uns ist aber Währungsstabilität, da sonst unsere Kunden den Preisunsicherheiten vollständig ausgesetzt sind und sich vorerst eher vom Kaufen zurückhalten. Ein sonstiges primäres Risiko für die WAHL GmbH in 2024 ist der Zustand der weltweiten Wirtschaft, die Entwicklung im Nahen Osten, sowie des weiteren Verlaufs des Russland/Ukraine-Krieges. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt ist und bleibt die allgemeine Kaufkraft und die immer noch hohe Inflation. Wirksame und ausgereifte Controllingsysteme inklusive eines regelmäßigen Informationsaustausches zwischen Geschäfts- und Bereichsleitung verhelfen uns zu einer frühen Erkennung von Gefahren und Risiken. 3. Ziele und Strategie Es ist das Ziel der WAHL GmbH, gemeinsam mit der Muttergesellschaft WAHL Clipper Corporation weltweit Marktführer bei professionellen Haarschneidemaschinen und bei damit eng verwandten Produkten zu werden. Im Rahmen der One Wahl Strategie implementiert die WAHL Clipper Corporation ein weltweit einheitliches Strategiekonzept über alle Standorte. Eine weitere Schlüsselmaßnahme wird hierbei in 2024 die "Moser wird zu WAHL" / "One Family" sein. Hierbei werden Produkte, die bisher unter der Marke Moser verkauft wurden, globalisiert und in Zukunft unter der Marke WAHL verkauft. In diesem Zuge wird auch eine Portfoliostraffung vorgenommen. Dies soll die Komplexität verringern, Skaleneffekte in der sog. Supply Chain schaffen und Umsätze steigern. Hierzu wird in 2024 in diverse Marketing- und Vertriebsaktivitäten investiert, um die Veränderung in allen Marktbereichen zu kommunizieren. Weiterhin plant die WAHL GmbH, ihren Marktanteil in ihrem Verkaufsgebiet vor allem in den Bereichen Professional, Animal sowie E-Commerce weiter zu erhöhen. Gerade hier wird sich die WAHL-Qualität durchsetzen und zu Umsatzwachstum führen. Jahr für Jahr muss eine ausreichende Umsatzrendite für den Gesellschafter erzielt werden. Die bestehenden Arbeitsplätze in St. Georgen im Schwarzwald können nur so gesichert werden. Umsatzwachstum (durch Produktpflege und neue Produkte) und Produktivitätszuwächse sollen die Stabilität der Umsatzrendite sicherstellen bzw. weiter erhöhen. Die Strategie der Firma liegt darin, den Vorsprung im Bereich Schneidsatzentwicklung und -herstellung weiter auszubauen und in diesem Bereich als globales Kompetenzzentrum zu agieren. Es sollen für unsere Kunden attraktive Produkte zu fairen, wettbewerbsfähigen Preisen bereitgestellt und vertrieben werden. Die Marke WAHL steht für Zuverlässigkeit, Funktionalität und exzellente Schneidleistung. Zu all diesen Eigenschaften kommt noch der Anspruch, ein sehr gutes After-Sales Service- und Schulungskonzept zu bieten. Dies ist ein zusätzlicher Wettbewerbsvorteil. In 2024 sind weitere zum Teil tiefgreifende Marketingmaßnahmen geplant. Ziel ist es, bereits bestehende Produkte zu fördern und das neue Produktportfolio unter der Marke "WAHL" optimal und mit höchstem Kundennutzen im Markt zu platzieren. Mit Hilfe unserer Marktanalysen und der Nähe zu unseren Kunden und zum Markt verbessern wir ständig das Verständnis für die Anforderungen an unsere Produkte. Wie bereits im Jahr 2022 wurden in 2023 hohe Aufwendungen im Bereich Social Media sowie in die Außendarstellung des Unternehmens investiert. Die Covid-19 Pandemie hat uns Chancen vor allem im online Business aufgezeigt, welche wir in 2024 mit dem im Jahr 2023 eingeführten, eigenen DTC-Webshop weiter intensivieren wollen. Aus unserer Sicht ist nach wie vor in allen Märkten Wachstum möglich - entweder durch mehr Mengen oder Erweiterung unseres Sortiments. Um dieses Potenzial zu erschließen, werden wir eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten, damit es sich für sie lohnt, unsere Produkte zu verkaufen. In den wichtigsten Märkten wird bereits mit Gruppenniederlassungen agiert, um so eine bessere Kundennähe zu erreichen. Zudem sollen weitere Verkaufsgebiete erschlossen und die Kundennähe verbessert werden. Für 2024 wird wieder eine Steigerung der Umsätze erwartet. 4. Risikomanagement, Chancen und Risiken 4.1 Allgemein Das Management ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handels verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Unser Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erfassen und zu bewerten, um umgehend Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können. Neben einer Analyse von Marktentwicklung, Wettbewerberverhalten sowie der Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten sind unsere institutionalisierten Planungsprozesse und das kennzahlenorientierte Controlling sämtlicher Geschäftsprozesse weitere Bestandteile des Risikomanagements. 4.2. Fremdwährungsrisiken Das Verhältnis zwischen den Ausgaben und Einnahmen in US-Dollar wird regelmäßig geprüft. Da wir im Allgemeinen einen sehr hohen Euro-Anteil an unseren Kosten haben, ist der USD-Kurs für die WAHL GmbH normalerweise nicht überlebenskritisch. Eventualtermingeschäfte wurden in 2023 nicht abgeschlossen. In 2024 wird die Entwicklung weiter beobachtet. Die Überprüfung von weiteren Finanzinstrumenten erfolgt in einem regelmäßigen Rhythmus, um entstehende Risiken zeitnah zu entdecken und diesen sofort entgegenzuwirken. 4.3. Ausfallrisiken Durch die strenge Kontrolle der Kreditvergabe, Straffung von Kreditkonditionen an Kunden und durch Anwendung von Kreditmaßnahmen, wie Lieferstopp und Vorauskasse, wird Ausfallrisiken begegnet. Die Kontrollen wurden in 2023 intensiviert, um die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sowie des Russland/Ukraine-Krieges einzugrenzen. Aus diesen Gründen hatten wir in der Vergangenheit nur einen sehr geringen Anteil an Forderungsausfällen zu verzeichnen. 4.4 Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken werden aufgrund der sehr guten Entwicklung des Cashflows sowie der ausschließlichen Konzernfinanzierung als niedrig eingestuft. 4.5 Politische Risiken Politische bzw. geopolitische Gegebenheiten und Ereignisse, wie beispielsweise der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie der aktuelle Konflikt in Israel, stellen ein akutes und auch latentes Risiko für die WAHL GmbH dar. Viele Länder im Nahen Osten bedeuten einen signifikanten Absatzmarkt. Die aktuellen Ereignisse in dieser Region betrachten wir deshalb einerseits mit Sorge, andererseits ist eine Reduzierung dieses Risikos nur dadurch möglich, indem wir versuchen, die Umsätze und Marktanteile in weniger krisengefährdeten Gebieten weiter auszubauen. 4.6. Sonstige Risiken Umfangreiche Versicherungen, Notfallpläne und ein ausgebautes internes Berichtswesen verhelfen der WAHL GmbH zu einem ganzheitlichen und umfassenden Risikomanagementsystem. Wir beobachten einen Anstieg der Cyber-Gefahren. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, aktualisieren wir unsere Policies und Prozesse stetig und überprüfen unsere eingesetzten Programme zur Erkennung von Schadsoftware regelmäßig. Zusätzlich werden die Mitarbeiter mit internen und externen Schulungstools / Test über Gefahren und die entsprechenden Maßnahmen informiert. Die Geschäftsführung sieht keine bestandsgefährdenden Risiken. 4.7. Chancen Unsere im gesamten EMEA Raum durchgeführten Marktanalysen haben uns deutlich gezeigt, dass wir in vielen Märkten noch ein enormes Wachstumspotential haben. Dies bedeutet, dass, wenn es uns auch nur gelingt einen Teil des Marktes unserer Mitbewerber zu erobern, wir von einem immensen Zuwachs vor allem im Unisexbereich ausgehen können. Zudem hat die Covid-19 Pandemie aufgezeigt, in welchen Bereichen noch weitere, bisher nicht ausgeschöpfte Potenziale enthalten sind. 5. Schlussbemerkung Abschließend möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, beim Betriebsrat sowie bei allen Kunden und Lieferanten für die sehr gute Mitarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Wir sind überzeugt, erreichbare Ziele gesetzt zu haben und zählen auf die Mitarbeit all derjenigen, die uns auch bisher das Vertrauen geschenkt haben.
St. Georgen im Schwarzwald, 24. Januar 2024 Die Geschäftsführung Gökhan Yilmaz, Geschäftsführer Jörg Burger, Geschäftsführer Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 20. Februar 2024 festgestellt. |
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