pro.share Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heribert Dr. Wachter seit 4.3.2025 | Geschäftsführer |
Michael Johannes Kirsch seit 11.5.2022 | Prokura |
Sebastian Benjamin Dutkewitz seit 11.5.2022 | Prokura |
Andrea geb. Storck Collier seit 11.5.2022 | Prokura |
René Rieder seit 13.9.2021 | Geschäftsführer |
Björn Fischer seit 21.11.2017 | Prokura |
Karsten Lutte seit 24.9.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
BME Group Holding BV | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BauKing GmbHDortmundKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Hinweise Die BauKing GmbH hat ihren Sitz in Dortmund. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB 33636 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Im Januar 2022 wurde der Sitz der Gesellschaft von Iserlohn nach Dortmund verlegt. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Jahresergebnis gemäß Einzelabschluss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 45.328 wird vollständig an den Gesellschafter abgeführt. 1. Abgrenzung des Konsolidierungskreises Die Liste der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen befindet sich am Schluss des Anhangs. Alle in den Konzernabschluss nach der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen haben ein mit dem Kalenderjahr übereinstimmendes Wirtschaftsjahr. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurden die Anteile außenstehender Gesellschafter an der Hillari GmbH, Burgau, sowie an der ELG Baustoffhandel Oschersleben GmbH, Oschersleben, erworben. Die Baustoff-GmbH Salzgitter, Salzgitter-Bad, und die Emil Hülsmann Baustoff-GmbH & Co. KG, Salzgitter-Bad, wurden mit Wirkung zum 1. Juli 2022 auf die August Prelle Baustoffgesellschaft mbH & Co. KG, Goslar, verschmolzen. Die Hillari Fliesen-Center GmbH, Burgau, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 auf die Bauwaren Mahler GmbH & Co. KG, Augsburg, verschmolzen. Die nachfolgend genannten Unternehmen wurden nicht gemäß § 300 HGB, § 310 HGB oder nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, da diese Beteiligungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:
2. Konsolidierungsgrundsätze Bei den im Rahmen der Vollkonsolidierung und der anteilmäßigen Konsolidierung zusammengefassten Jahresabschlüssen wurde das Kapital gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB nach der Neubewertungsmethode konsolidiert. Konsolidierungszeitpunkt ist der 1. Januar 2002 (erstmalige Pflicht zur Konzernrechnungslegung); bei Veränderungen des Konsolidierungskreises oder der Beteiligungsquote der Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens oder der weiteren Anteile. Entstandene aktivische Unterschiedsbeträge werden in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert, passivische Unterschiedsbeträge als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Gesellschaften, die mit einem oder mehreren konzernfremden Unternehmen gemeinsam geführt werden, werden quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaften, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, ohne diese einheitlich zu leiten, wurden im Wege der Equity-Bewertung nach der Buchwertmethode einbezogen. Konsolidierungszeitpunkt ist der 1. Januar 2002 (erstmalige Pflicht zur Konzernrechnungslegung); bei Veränderungen des Konsolidierungskreises der Zeitpunkt des Erwerbs. Im Bilanzansatz enthalten sind aktivische Unterschiedsbeträge von TEUR 0. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert bzw. quotal eliminiert. Eine Zwischenergebniseliminierung entfällt, da grundsätzlich Warenverkäufe innerhalb des Konzerns ohne Gewinnaufschlag in Rechnung gestellt werden. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen sowie aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben, da der Baustoffhandel durch regional angesiedelte und eingesessene Anbieter gekennzeichnet ist. Hohe Markteintrittsbarrieren führen zu langsamen Veränderungen der bestehenden Strukturen. Die ab dem Geschäftsjahr 2017 neu hinzu gekommenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann (§ 253 Abs. 3 Sätze 3 u. 4 i.V.m. § 309 Abs. 1 HGB). Die aktivischen Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwert) aus der Kapitalkonsolidierung entwickelten sich wie folgt:
Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Zum Ansatz der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen verweisen wir auf Abschnitt 2. zur Equity-Bewertung. Eine Darstellung des Anlagevermögens zeigt der beigefügte Anlagespiegel. Die Waren sowie die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Soweit notwendig, werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips Abwertungen vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen und des zur Bebauung und Veräußerung bestimmten Grundbesitzes erfolgt zu Herstellungskosten. Fremdkapitalzinsen wurden gemäß §§ 298 Abs.1 i.V.m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gem. § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus. Die liquiden Mittel und der aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bilanziert. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus folgender Saldierung:
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Die aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen den Posten Pensionsrückstellungen sowie steuerliche Verlustvorträge von in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und die passiven latenten Steuern betreffen in voller Höhe latente Steuerschulden aus dem Posten Grundstücke und Gebäude. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von rd. 30 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, die individuelle Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Das Stammkapital von EUR 52.943.892,00 ist eingeteilt in 52.943.892 Geschäftsanteile von je EUR 1,00. Der passivische Unterschiedsbetrag hat Eigenkapitalcharakter. Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir von jährlichen Anpassungen von 2,0 % bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins zum 31. Dezember 2022 für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich auf 1,79 % (Vj. 1,87 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Durchschnittszinssatz der vergangenen zehn Jahre wurde im Geschäftsjahr 2016 erstmalig zugrunde gelegt. Aus der Berechnung mit dem sieben Jahresdurchschnittszinssatz und der Berechnung mit dem zehn Jahres-Durchschnittszinssatz ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB von EUR 151.901,00. Die sich durch die geänderte Bewertungsmethode in 2010 ergebenden Unterschiedsbeträge im Zeitpunkt der Erstanwendung wurden teilweise bereits in den Vorjahren sowie im Berichtsjahr zu 1/15 ergebniswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen. Die verbleibenden Beträge (TEUR 65) werden der Pensionsrückstellung in den folgenden Wirtschaftsjahren in gleichen Beträgen zugeführt. Darüber hinaus bestehen Pensionsverbindlichkeiten im Rahmen von wertpapiergebundenen Pensionszusagen, die durch Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionsberechtigten verpfändet sind, gedeckt sind. Die kongruent rückgedeckten Altersversorgungszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungsansprüche bewertet. Dieser entspricht dem Aktivwert, der aus dem zum Ende der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wird. Die Berechnung des Aktivwerts erfolgt auf das Ende der vereinbarten Beitragsperiode. Für Pensionsverbindlichkeiten existieren teilweise Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionsberechtigten verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in der Bilanz gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Tantiemen/ Erfolgsprämien (TEUR 12.400), Rückvergütungen für Kunden (TEUR 7.742), ausstehende Rechnungen (TEUR 9.803), Kulanz-/ Garantieleistungen (TEUR 4.174), Berufsgenossenschaftsbeiträge und Schwerbehindertenausgleichsabgabe (TEUR 1.802), Resturlaub und Überstunden (TEUR 2.318) sowie die BauKing-Kundenkarte (TEUR 1.833). Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten einschließlich der gewährten Sicherheiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor: Zum 31.12.2022
Zum 31.12.2021
*) Eigentumsvorbehalte/Sicherungsabtretungen
Die Verbindlichkeiten im Beteiligungs-/ Verbundbereich setzen sich im Wesentlichen aus der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung 2022 an den Organträger i.H.v. TEUR 45.328 (Vj. TEUR 72.404) sowie aus einer Verbindlichkeit i.H.v. TEUR 9.000 (Vj. TEUR 9.000) gegenüber der BME Germany Holding GmbH, Iserlohn, zusammen. Darüber hinaus bestehen in 2022 Verbindlichkeiten der BAUKING Ostfalen GmbH, Helmstedt, i.H.v. TEUR 33.448 (Vj. TEUR 33.448) gegenüber der BME Germany Holding GmbH, Iserlohn. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten aus Umlagen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Management-Fee-Verträgen i.H.v. TEUR 27.237. Den Verbindlichkeiten im Verbundbereich steht eine Forderung aus der Begebung eines kurzfristigen Darlehens an die BME Germany Holding GmbH, Iserlohn, i.H.v. TEUR 22.000 gegenüber. 4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Inland erzielt.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind nachfolgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von TEUR 64 enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge von TEUR 136 für latente Steuern enthalten. Der in dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthaltene Steueraufwand entfällt mit TEUR 2.022 auf das laufende Geschäftsjahr sowie mit TEUR 25 auf Vorjahre. 5. Sonstige Angaben zum Konzern Angabe zur Zahl der im Konzern beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 3.752 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 2.702 Personen angestellte Arbeitnehmer, 689 Personen gewerbliche Arbeitnehmer und 361 als Aushilfen beschäftigt. 111 Arbeitnehmer sind bei nach § 310 HGB nur quotal einbezogenen Unternehmen tätig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Konzern hat langfristige Mietverträge über Gebäude, in denen er seinen Baustofffachhandel oder die hagebaumärkte betreibt, abgeschlossen. Der derzeitige jährliche Mietaufwand beträgt rd. TEUR 28.198. Die Mietverträge haben grundsätzlich eine fest vereinbarte Laufzeit über mehrere Jahre. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus den Mietverträgen beträgt insgesamt TEUR 148.432. Dieser gliedert sich wie folgt auf:
Darüber hinaus bestehen im üblichen Geschäftsumfang und -laufzeiten Leasingvereinbarungen, deren Aufwand für die BauKing-Gruppe von untergeordneter Bedeutung ist.
Die Haftungsverhältnisse setzen sich aus folgenden Sachverhalten zusammen:
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird zum Bilanzstichtag als nicht wahrscheinlich eingestuft, allerdings ist auch ein vollständiger Ausschluss nicht möglich. Angabe nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 606. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 567, auf andere Bestätigungsleistungen TEUR 0, auf Steuerberatungsleistungen TEUR 39 und auf sonstige Leistungen TEUR 0. Geschäftsführung Herr Andreas Strietzel, Vorsitzender der Geschäftsführung Herr René Rieder, Geschäftsführer Vertrieb Herr Uwe Volk, Geschäftsführer Finanzen und IT (bis 30. September 2022) Herr Alexander Koch, Geschäftsführer Finanzen und IT (seit 1. Oktober 2022) Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2022 betrugen TEUR 1.928 (Vorjahr: TEUR 1.187). Der Gesamtbezug eines ehemaligen Mitglieds der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2022 betrug TEUR 453. Aufsichtsrat Herr Christoph Lehrmann, strategische Entwicklung (Vorsitzender) Herr Remco J. Teulings, Managing Director Building Materials Europe Herr Jan Bos, Finance Director Building Materials Europe Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2022 keine Vergütung erhalten. Konzernabschluss Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises ist die BME Group Holding B.V., Schiphol/Niederlande (größter Kreis). Die BauKing GmbH hat den vorliegenden, dem HGB entsprechenden Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht aufgestellt (kleinster Kreis). Dieser Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 6. Nachtragsbericht Erwerb Bäthge Baustoffe GmbH & Co. KG Die BauKing GmbH hat am 9. Dezember 2022 den Erwerb von 100% der Anteile an der Bäthge Baustoffe GmbH & Co. KG, Berlin, vereinbart. Das im Jahr 1855 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 65 Mitarbeiter an seinem Standort in Berlin-Spandau. Die kartellrechtliche Zustimmung erfolgte im Januar 2023. Der erstmalige Einbezug in den Konzernabschluss der BauKing GmbH findet zum 1. März 2023 statt. Erwerb Gebhardt Bauzentrum GmbH & Co. KG Die BauKing GmbH hat am 16. Dezember 2022 den Erwerb von 100% der Anteile an der Gebhardt Bauzentrum GmbH & Co. KG, Marktheidenfeld, vereinbart. Das im Jahr 1926 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter an seinen 7 Standorten in Marktheidenfeld, Goldbach, Höchberg, Karlstadt, Hammelburg, Erlangen und Fürth. Die kartellrechtliche Zustimmung erfolgte im Januar 2023. Der erstmalige Einbezug in den Konzernabschluss der BauKing GmbH findet zum 1. März 2023 statt.
Dortmund, den 30. März 2023 BauKing GmbH gez. Andreas Strietzel, Geschäftsführer gez. René Rieder, Geschäftsführer gez. Alexander Koch, Geschäftsführer Datum der Billigung: 25. August 2023 Liste des Beteiligungsbesitzes In den Konzernabschluss einbezogene, vollkonsolidierte Unternehmen:
*) Verweis auf § 264b HGB
In den Konzernabschluss im Wege der Quotenkonsolidierung einbezogene Unternehmen:
In den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen:
Anlagenspiegel 2022
Zusammengefasster Lagebericht für 2022der BauKing GmbH, DortmundBAUKING weiter auf Wachstumskurs Der BAUKING Konzern hat in 2022 einen Umsatz von 1,29 Mrd. EUR (Vj. 1,18 Mrd. EUR) realisiert. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und BME-Konzernumlagen) belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf rd. 71 Mio. EUR (Vj. 70 Mio. EUR). BAUKING ist die Nummer 3 im deutschen Baustoffhandel und schwerpunktmäßig aktiv in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg sowie Bayern. BAUKING ist mit großem Abstand die umsatzstärkste Gesellschafterin der hagebau-Kooperation. Die operativen Aktivitäten der BAUKING-Gruppe im Baustoff-Fachhandel und im Geschäftsfeld hagebaumärkte werden im Wesentlichen über 6 Regionalgesellschaften abgewickelt, die unter dem Dach der BAUKING vereint sind. Zusätzlich halten diese Regionalgesellschaften wiederum Geschäftsanteile an Enkelgesellschaften, teilweise mit Fremdgesellschaftern. Der Sitz der BauKing GmbH wurde im Januar 2022 nach Dortmund verlagert. In der neuen Hauptverwaltung sind die wesentlichen Funktionsbereiche des Konzerns zur Weiterentwicklung der Gruppe zusammengefasst. Die BauKing GmbH hat im Dezember 2022 die Bäthge Baustoffe GmbH & Co. KG (Bäthge Baustoffe) unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung erworben. Bäthge Baustoffe wurde 1855 in Berlin gegründet und beschäftigt an seinem Standort in Berlin-Spandau rund 65 Mitarbeiter. Das Traditionsunternehmen im Berliner Baustofffachhandel ist mit seinen über 20 Mio. EUR Jahresumsatz eine passgenaue Ergänzung für das BAUKING-Vertriebsnetz und verdichtet das Standortportfolio in der Hauptstadt. Ebenfalls im Dezember wurde der Erwerb der Gebhardt Bauzentrum GmbH & Co. KG (Gebhart Bauzentrum) aus dem nordbayerischen Marktheidenfeld unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung vollzogen. Gebhardt Bauzentrum, gegründet 1926, erzielt an seinen sieben Standorten in Marktheidenfeld, Goldbach, Höchberg, Karlstadt, Hammelburg, Erlangen und Fürth mit rund 300 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 110 Mio. EUR und ist nach der Integration der Mahler- Gruppe im Jahr 2021 der zweite wichtige Schritt in den Absatzmarkt in Süddeutschland. Die Freigabe durch die Kartellbehörden ist für beide Unternehmenserwerbe bereits im ersten Quartal 2023 erfolgt. Der erstmalige Einbezug in den Konzernabschluss der BauKing GmbH findet zum 1. März 2023 statt. BAUKING ist ein 100%iges Beteiligungsunternehmen der BME Germany Holding GmbH, die zur BME | Building Materials Europe mit Sitz in Schiphol, Niederlande (BME), gehört. Die BME Group beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter an über 880 Standorten in 8 Ländern. Der Umsatz in 2022 betrug rd. 5,5 Mrd. EUR. Die BME Group strebt im europäischen Handel weiteres Wachstum an. 1. Wirtschaftliches Umfeld: Das Ifo-Institut berichtet in der Konjunkturprognose Winter im Dezember 2022: Weltwirtschaft eingetrübt Die Weltwirtschaft hat sich seit Jahresbeginn 2022 abgeschwächt. Geopolitische Spannungen ließen die Energiepreise in vielen Ländern in die Höhe schnellen, und intensive Hitzewellen und Dürreperioden in Europa sowie in Mittel- und Südasien trieben die Lebensmittelpreise in die Höhe. Beide Entwicklungen ließen die Verbraucherpreisinflation in vielen Ländern auf ein jahrzehntelanges Hoch ansteigen, was zu einer raschen Straffung der Geldpolitik führte. Obwohl sich die Auswirkungen der Pandemie in den meisten Ländern abgeschwächt haben, beeinträchtigen ihre anhaltenden Wellen weiterhin die Wirtschaftstätigkeit, insbesondere in China. Im Euroraum legte die Wirtschaftsleistung im dritten Vierteljahr 2022 nur mehr geringfügig zu, nachdem sie im ersten Halbjahr noch deutlicher expandierte. Während die marktbestimmten Dienstleistungen im Frühjahr noch von der Aufhebung der meisten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung profitiert haben, so machten sich im Sommer die Belastungen durch die starken Preissteigerungen zunehmend bemerkbar. Umfragen zufolge hat sich das Geschäftsklima auf breiter Front weiter verschlechtert, und die Stimmung der Verbraucher ist mittlerweile auf einem mehrjährigen Tiefstand. Viele Rohstoffpreise gingen in den letzten Monaten vor dem Hintergrund der globalen Konjunkturabschwächung zurück. Dies galt insbesondere für Industrierohstoffe, aber auch für die Ölpreise. Der Beschluss der OPEC, die Rohölförderung ab November zu drosseln, unterbrach den Abwärtstrend der Erdölpreise nur vorübergehend. Die europäischen Gas- und Strompreise sanken von ihren Rekordhöhen seit Ende August recht deutlich. Der markante Preissprung von Erdgas der Sommermonate wurde dadurch deutlich abgebaut. Wenngleich sich das Ausmaß an Lagerhaltung nunmehr für die Wintermonate 2022/2023 als vorteilhaft darstellt, so ist dies insbesondere deshalb überraschend, weil die Gaslieferungen aus Russland in die EU aufgrund der Nichtverwendbarkeit der Nord-Stream-Pipelines deutlich sanken. Die deutsche Wirtschaft leidet unter gewaltigen Angebotsschocks Die deutsche Wirtschaft leidet unter gewaltigen Angebotsschocks. Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Schwierigkeiten bei der Lieferung von Rohstoffen, Vorprodukten und Handelswaren sowie ein sich verschärfender Arbeitskräftemangel belasten die Herstellung von Waren und Dienstleistungen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Dadurch werden nicht nur die Produktionsmöglichkeiten eingeschränkt, sondern auch die Produktionskosten als Folge der angebotsseitigen Knappheiten in die Höhe getrieben. Die konjunkturelle Abschwächung wird auch am Arbeitsmarkt ihre Spuren hinterlassen. Der Beschäftigungsaufbau dürfte in den kommenden Monaten weitestgehend zum Erliegen und im weiteren Prognosezeitraum nur schleppend wieder in Gang kommen. In der Folge liegt die Arbeitslosenquote in den Jahren 2023 und 2024 bei 5,5% bzw. 5,3% nach 5,3% im Jahr 2022. Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird die Geschäftsentwicklung der BAUKING-Gruppe im Geschäftsbereich Holz- und Baustoffhandel wesentlich durch die Baukonjunktur beeinflusst. Die hagebaumärkte hängen vom Konsumklima des privaten Verbrauchers ab. Wohnungsbau bricht ein Die Bauwirtschaft hat nach einem kräftigen Jahresauftakt im Sommerhalbjahr über alle Sparten hinweg einen starken Dämpfer erlitten. So sind allein im September die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 22,6% im Vorjahresvergleich eingebrochen. Dieses düstere Bild wird insbesondere vom Wohnbau bestimmt, wo der Auftragseingang bereits seit April rückläufig ist. Auch die für den Wohnungsbau wichtige Produktion im Ausbaugewerbe ist über das Sommerhalbjahr gesunken. Somit gingen die Wohnungsbauinvestitionen sowohl im zweiten (-3,1%) als auch im dritten Quartal (-1,7%) deutlich zurück. Die Baupreise stiegen zuletzt weiter, wenn auch deutlich langsamer als noch im vorherigen Quartal, was auf Preisrückgänge einiger wichtiger Baumaterialien wie Stahl und Bitumen (-21,8% bzw. -24,5% gegenüber dem Januarpreis) zurückzuführen ist. Auch sinkende Preiserwartungen bestätigen eine sich andeutende Entschleunigung der Baupreisdynamik. Dennoch befinden sich die Preise weiter auf hohem Niveau. So lag der Wohnbaupreisindex im August um 16,5% höher als ein Jahr zuvor. Auch die über alle Laufzeiten gemittelten Bauzinsen, die sich mit 3,0% im September seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt haben, dürften die Nachfrage dämpfen. Über das dritte Quartal ließ sich bereits ein deutlich langsamer expandierendes Immobilienkreditvolumen beobachten. Auch haben die Banken aufgrund des gestiegenen Kreditrisikos und in der Erwartung fallender Immobilienpreise die Vergabestandards bei Wohnungsbaukrediten deutlich verschärft. Zusätzlich dürften auch die zunächst weiter sinkenden Realeinkommen die Finanzierung von Wohnbauprojekten für Privathaushalte erschweren. Das Zusammenspiel des deutlich ungünstigeren Finanzierungsumfelds mit den hohen Preisen dürfte somit maßgeblich zu den seit Monaten hohen Stornierungsraten im Wohnbau beigetragen haben. Im November berichten die Wohnbauunternehmen zwar von einem leichten Rückgang der Stornierungswelle, der Anteil der betroffenen Unternehmen bleibt aber weiterhin hoch. Auch sind die Baugenehmigungen im Neubau von Einfamilienhäusern von Januar bis September bereits um 15,4% im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Neben den gestiegenen Finanzierungskosten dürfte hierfür jedoch auch der Wegfall des Baukindergeldes eine Rolle spielen. Die Nachfrage nach Wohnbau ist am aktuellen Rand weiter rückläufig, und auch das Geschäftsklima der Wohnungsbauunternehmen hat sich von bereits niedrigem Niveau noch einmal verschlechtert. Angebotsseitig behindert besonders der hohe Fachkräftemangel, der zu längeren Produktionszeiten führt und es vielen Bauunternehmen erschwert, ihre Aufträge fristgerecht fertigzustellen. Daher nimmt der Bauüberhang weiter kräftig zu: Im vergangenen Jahr lag die Anzahl an genehmigten, aber noch nicht begonnenen Wohnungsbauvorhaben auf Rekordniveau, beinahe gleichauf mit der Anzahl an fertiggestellten Wohnungen. Auch im weiteren Prognosezeitraum dürfte eine Expansion der Wohnungsbauinvestitionen zunächst auf sich warten lassen. Die Geschäftsaussichten der Wohnungsbauunternehmer stagnieren auf historisch niedrigem Niveau. Zwar ist der Bedarf an Wohnungen, auch durch den Zuzug von Flüchtlingen aus der Ukraine, weiter hoch. Die derzeit verfügbaren niedrigen Fördermittel, sinkende Realeinkommen, die steigenden Kreditvergabestandards und die hohen Baupreise dürften den Wohnungsbau aber deutlich bremsen. Nach dem KfW-Förderstopp für Wohnbau im Jahr 2022 sollen überarbeitete Förderprogramme der Bundesregierung im Umfang von 1 Mrd. Euro pro Jahr für den Neubau wohl ab März 2023 zur Verfügung stehen. Da der Fokus der Programme auf Sanierungen bestehender Wohngebäude liegt und die hohen Energiekosten starke Anreize dafür bieten, dürfte im weiteren Prognosezeitraum mit einem Rückgang der Neubauten und einem Anstieg der Sanierungen von Wohngebäuden gerechnet werden. Im Jahr 2023 wird zum Aufstellungszeitpunkt mit einem Einbruch der Investitionen in Wohnbauten von -3,9% gerechnet. Erst im Jahr 2024 dürfte wieder ein Zuwachs von 2,0% erreicht werden. Private Konsumkonjunktur kühlt ab Die privaten Konsumausgaben stiegen im Jahr 2022 um 4,6% gegenüber dem Vorjahr. Die Trendwende machte sich bereits im letzten Quartal des Vorjahres mit einem Rückgang um 0,5% bemerkbar. Für das erste Quartal 2023 wird mit einem weiteren Rückgang um 1,0% gerechnet. Für die zweite Jahreshälfte 2023 darf eine Erholung der privaten Konsumkonjunktur erwartet werden, wenn die real verfügbaren Einkommen aufgrund einer zunehmenden Dynamik bei den Nettolöhnen und -gehältern steigen. Die rückläufige Entwicklung zu Beginn des Jahres 2023 wird auch das Jahresergebnis bestimmen, so dass mit einem Rückgang der Konsumausgaben um 0,6% gerechnet wird. Erst im Jahr 2024 dürfte sich der private Konsum mit einem Anstieg um 1,6% wieder dem Vor-Corona-Niveau annähern. Russisch-Ukrainischer Krieg Im Krieg in der Ukraine gibt es keine Anzeichen für eine schnelle Entspannung. Die Bemühungen, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Russischen Föderation zu trennen, dauern an. Dies belastet sowohl die russische Wirtschaft als auch die der EU-Mitgliedstaaten. Eine Unterbrechung der Erdgaslieferungen aus Russland würde die Erdgaspreise weiter in die Höhe treiben. Darüber hinaus birgt die Abkehr der EU von Russland als Rohstofflieferant nicht nur kurzfristig, sondern auch mittelfristig Inflationsrisiken, wenn die Länder nicht in der Lage sind, auf dem Weltmarkt, insbesondere bei Erdgas, ausreichend Ersatz zu finden. Dies gilt ebenso für die kürzlich von den EU- Mitgliedstaaten eingeführten Preisobergrenze von 60 US-Dollar für den weltweiten Bezug von russischem Erdöl, deren Folgen aus heutiger Sicht allerdings schwer absehbar sind. 2. Geschäftsentwicklung: BauKing GmbH Die BauKing GmbH nimmt als geschäftsleitende Holding übergreifende Aufgaben in den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Marketing, Controlling, Finanzen, IT und Recht wahr. Eigene operative Tätigkeiten im Baustoffhandel bzw. Baumarktgeschäft übt die Gesellschaft nicht aus. Das Jahresergebnis der BAUKING Holding wird im Wesentlichen durch die Beteiligungserträge der Tochterunternehmen geprägt. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung stieg auf 45.328 TEUR (Vj. 30.062 TEUR). Aufgrund des im Jahre 2019 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages zwischen der BauKing GmbH und der BME Germany Holding GmbH wird der Jahresüberschuss in voller Höhe an BME abgeführt. BAUKING Konzern - Umsatz: Der BAUKING Konzern hat im Jahr 2022 einen Umsatzanstieg von 9,6% auf 1.290 Mio. EUR realisiert. Bereinigt um den Unternehmenserwerb der Mahler-Gruppe betrug das organische Wachstum der Umsatzerlöse 6,0%. Das Jahr 2022 war geprägt von hoher geopolitischer Unsicherheit. Der Krieg in der Ukraine, stark zunehmende Energiekosten, steigende Inflation und die Belastung der Transportwege einhergehend mit deutlich erhöhten Beschaffungskosten prägten die Umfeldbedingungen für den Einzelhandel der BAUKING-Gruppe maßgeblich. Zunehmende Kaufzurückhaltung und Rückgang der Kundenfrequenz in der zweiten Jahreshälfte waren die Folge. Die Umsatzentwicklung 2022 konnte aufgrund der pandemiebedingten Schließungen im DIY-Einzelhandel zu Beginn des Jahres 2021 um 7,1% gesteigert werden. Vom Konzernumsatz werden an den Baustoff-Fachhandelsstandorten rd. 85 % und in den hagebaumärkten rd. 15 % erwirtschaftet. - Ergebnis: Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Ergebnisabführung und Verlustübernahme, vor den Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte, vor BME-Konzernumlagen und vor Eliminierung der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter betrug 60,9 Mio. EUR im Berichtsjahr (Vj. 59,8 Mio. EUR). Die Kostensteigerungen begründen sich im Wesentlichen aus der operativen Abwicklung des zusätzlichen Geschäftsvolumens insbesondere bei den Personal- und Fuhrparkkosten sowie den gestiegenen Energiekosten, den indexbasierten Mietpreiserhöhungen und den erhöhten IT-Aufwendungen infolge des Cybervorfalls. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Ergebnisabführungen/Verlustübernahmen/BME-Konzernumlagen sowie Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf rd. 71,2 Mio. EUR. - Vermögens- und Kapitalstruktur: Das Eigenkapital der BauKing GmbH beläuft sich aufgrund der Abführung des Ergebnisses i.H.v. 45,3 Mio. EUR an BME zum 31.12.2022 unverändert auf 181 Mio. EUR. Die Konzern-Bilanzsumme zum 31.12.2022 stieg auf 420 Mio. EUR (31.12.2021: 411 Mio. EUR). Das Konzern-Eigenkapital beträgt zum 31.12.2022 167 Mio. EUR. Das Konzern-Eigenkapital drückt die gesunde Finanzlage des Konzerns aus und verdeutlicht den hohen finanziellen Spielraum, der dem BAUKING Konzern für weiteres Wachstum zur Verfügung steht. Das Konzern-Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 190 % ab. 3. Investitionen: Im Geschäftsjahr 2022 hat die BauKing GmbH Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen i.H.v. 0,6 Mio. EUR getätigt. Im Konzern wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen i.H.v. 8,2 Mio. EUR vorgenommen. Es handelt sich um Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen in Logistik, Informationstechnik sowie um Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen liegen unter den Abschreibungen von 14,2 Mio. EUR. Personenkraftwagen und Stapler werden seit dem Geschäftsjahr 2018 geleast. 4. Finanzen: Neben dem Eigenkapital stehen der BauKing GmbH und den Beteiligungsunternehmen ausreichende Kreditmittel über den BME Konzern zur Verfügung. Zum 31.12.2022 betrug im BAUKING Konzern die Höhe der Verbindlichkeiten gegenüber BME aus der mittelfristigen Finanzierung der Akquisitionen und des Umlaufvermögens 115,8 Mio. EUR, bei einem gleichzeitigen Kassenbestand/Bankguthaben von 48,0 Mio. EUR. - Kreditfinanzierung Die Finanzierung ist durch die BME-Gruppe gesichert. Die BauKing GmbH und die Tochter- und Enkelgesellschaften, an denen BAUKING unmittelbar oder mittelbar Mehrheitsgesellschafter ist, sind in das BME Cash Management eingebunden. Die Finanzierung der restlichen BAUKING- Beteiligungsunternehmen erfolgt weiter über eigenständige Banklinien bzw. über Darlehen der BauKing GmbH. Das cash clearing wird im BAUKING-Konsolidierungskreis unter Beachtung der Vorschriften zur Kapitalerhaltung durchgeführt. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der CRH Handelsaktivitäten durch Blackstone in 2019 und der Sicherstellung der Anteilskaufpreis- und der Betriebsmittelfinanzierung der BME-Gruppe wurden im Zuge der Kreditaufnahme durch die BME Group Holding B.V. die Geschäftsanteile und die BME Intercompany-Ansprüche der wesentlichen BME-Beteiligungsunternehmen als Sicherheit verpfändet, u.a. relevant für die nachstehenden BAUKING-Gesellschaften:
5. Personal- und Sozialbereich Die Personalentwicklung entspricht weitgehend der Entwicklung der Unternehmensleistungen. Die BauKing GmbH hatte im Geschäftsjahr durchschnittlich 234 Arbeitnehmer. Während des Geschäftsjahres waren in der BAUKING-Gruppe durchschnittlich 3.752 Arbeitnehmer (Vj. 3.627) beschäftigt. Unter Einbeziehung der Auszubildenden beschäftigt die BAUKING-Gruppe zum Bilanzstichtag 3.941 (Vj. 3.771) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Personalbereich wird durch die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die gezielte Förderung von Nachwuchs-Führungskräften die Stetigkeit in der Organisationsentwicklung gewährleistet. Damit strebt die BAUKING-Gruppe an, die Personalfluktuation zu reduzieren und den hohen Qualifikationsstandard der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern. Durch ihr freundliches, fachkompetentes und serviceorientiertes Handeln haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Einschätzung des Managements einen entscheidenden Beitrag an der positiven Entwicklung des Unternehmens. Die BAUKING-Gruppe stellt sich ihrer sozialen Verantwortung und bildet zum 31.12.2022 248 junge Menschen (Vj. 252) aus. Um die Personalstruktur weiter zu verbessern, wird eine Ausbildungsquote (Anzahl der Auszubildenden/Anzahl der Gesamtarbeitnehmer) von rund 6 % angestrebt. Für das Ausbildungsjahr 2023 werden über 50 neue Ausbildungsplätze angeboten, um uns mittel- und langfristig qualifizierten Nachwuchs zu sichern. Die Weiterentwicklung des BAUKING-Qualifizierungskonzeptes steht im Mittelpunkt der Personalaktivitäten. Um das Ziel, weiterhin eine führende Stellung im Service- und Dienstleistungsbereich im nordwestdeutschen Raum einzunehmen, wurden in den Vorjahren BAUKING-Mitarbeiterschulungen durchgeführt. In Inhouse-Seminaren wurde die Fachkompetenz eines Großteils der BAUKING-Mitarbeiter gestärkt. Aufgrund der Coronapandemie wurden in 2022 digitale Qualifizierungsprogramme durchgeführt. Der Fokus lag auf der Einhaltung von Hygienevorschriften zur Reduktion der Corona-Ansteckungsrisiken, die Erhöhung der Arbeitssicherheit und Vermeidung von Arbeitsunfällen. Frauen in Führungspositionen Zum 31. Dezember 2022 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 0%, für die Geschäftsführung (1. Führungsebene) lag der Frauenanteil bei 0% und für die 12 Personen umfassende 2. Führungsebene lag der Frauenanteil bei 8% (1 Person). Die Zielwerte der Frauenanteile wurden erstmalig definiert. Die BauKing GmbH und deren Mutterunternehmen entscheiden bei der Besetzung von Geschäftsführerpositionen stets nach bester Qualifikation, Erfahrung und Eignung zum Wohle des Unternehmens. BAUKING ist mit der aktuellen Besetzung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung sehr gut aufgestellt. Aufgrund der stark handelsseitigen Ausrichtung des Unternehmens mit dem Fokus auf die Bauwirtschaft haben die Führungskräfte eine einschlägige Ausbildung abgeschlossen und entsprechende einschlägige Berufserfahrung gesammelt, für die auch weiterhin ein allgemeiner Mangel an Nachwuchskräften herrscht. Zudem entscheiden sich Frauen weniger oft für entsprechende Berufe im Handel mit Baustoffen. Aus diesem Grund stehen deutlich weniger weibliche als männliche hochqualifizierte und erfahrene Kandidaten für die Besetzung von Geschäftsführungspositionen und Aufsichtsrat zur Verfügung. Daher belaufen sich die Zielquoten für den Aufsichtsrat und den Vorstand auf 0% für den Aufsichtsrat und 0% für den Vorstand. Für die 2. Führungsebene wird die Zielgröße von 8% (1 Person) definiert. Der Anteil von Frauen an der Führung der BAUKING soll kontinuierlich über die nächsten Jahre ausgebaut werden. Die vorstehende Erklärung nach § 289f Abs. 4 HGB ist Bestandteil des Lageberichts. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer ist nach § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB darauf zu beschränken, ob diese Angaben gemacht wurden. 6. Beschaffung: Die BAUKING-Gruppe ist mit Abstand die umsatzstärkste Gesellschafterin der Baustoffhandels- und Baumarktkooperation hagebau, Soltau. Die Kooperation hat im Jahr 2022 einen zentralfakturierten Umsatz von rd. 7,2 Mrd. EUR erzielt (plus 3,3 % im Vgl. zu 2021 6,9 Mrd. EUR). Dabei liegen die Umsätze der Fachhandelssortimente mit plus 0,5 % oberhalb der entsprechenden Vorjahreswerte, während die Einzelhandelsumsätze nach den temporären Schließungen von Einzelhandelsstandorten im Rahmen der Covid-19 Pandemie in 2021 mit plus 9,4 % deutlich gegenüber dem Vorjahr gewachsen sind. Das Umsatzwachstum im Fachhandel ist insbesondere auf die Warenknappheit und des daraus resultierenden Preisanstiegs zurückzuführen. Per 31. Dezember 2022 gehörten der hagebau 344 Gesellschafter mit 1.542 Betriebsstätten an. Vom zentral fakturierten Einkaufsumsatz hat der BAUKING Konzern auf Basis des aktuellen Konsolidierungskreises einen Anteil von 12 %. Die hagebau (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Spanien, Frankreich) ist neben ITM Enterprises (Frankreich, Polen, Portugal), Coop (Schweiz) und Bricofer (Italien) Gesellschafter der internationalen Einkaufsallianz A.R.E.N.A. SAS in Frankreich, welche mit ihren beiden Einkaufsbüros in China und Vietnam Dienstleister für den Direktimport ihrer Partner ist. Außerdem verhandeln die Allianz-Partner über A.R.E.N.A. SAS Ausschreibungen und Rahmenkonditionen mit internationalen Lieferanten. Weitere Partner der Allianz sind die Marktführer in Rumänien (Dedemann), Kroatien (Pevec) und Russland (Baucenter) sowie seit 2020 das Unternehmen Maxeda mit 345 Standorten in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Die Einkaufsallianz A.R.E.N.A. bündelt ein Einkaufsvolumen von rund 1,0 Mrd. EUR und ist über ihre Partner in insgesamt 13 Ländern vertreten. Die Konditionen aller wesentlichen Zulieferer werden regelmäßig überprüft, um optimale Lieferbedingungen sicherzustellen. Durch eine permanente Optimierung des Bestandsmanagements wird ständig daran gearbeitet, die Lagerverweildauer der bezogenen Produkte weiter zu senken. Um den Kunden Top-Qualität durch erstklassige und umfangreiche Sortimente bieten zu können, setzen die Vertriebslinien der BAUKING-Gruppe auf eine enge Zusammenarbeit mit ihren Partnern und streben langfristige Lieferbeziehungen an. 7. Risikomanagement: Gesamtrisiko Für die BAUKING-Gruppe ist das Risikomanagement ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. Risikomanagement kennzeichnet die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Erfolgspotentiale. Ziel ist es, Risiken frühestmöglich zu identifizieren und geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen, um hierüber dauerhaft eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden. Eine interne Revision unterstützt die Geschäftsführung bei ihren Aufgaben. Die BAUKING-Gruppe ist im Rahmen ihrer Ausrichtung unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die BAUKING-Gruppe verfügt über ein umfassendes Instrumentarium zur Geschäftssteuerung und zum Risikomanagement, so dass über ein permanentes Benchmarking Gegenmaßnahmen bei Fehlentwicklungen ergriffen werden. Insgesamt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt festzustellen, dass keine den Fortbestand der BAUKING-Gruppe gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Geschäftsrisiken und operative Risiken Die Handelsbranche und hier insbesondere der baunahe Bereich wird durch starken Wettbewerb und die Abhängigkeit von der Baunachfrage und vom Konsumverhalten der Kunden beeinflusst. Die BAUKING-Gruppe ist im Absatzgebiet gut positioniert. Insbesondere die BAUKING-Bauzentren - die die Fachkompetenz des Baustoffhandels (Beratung, Logistik, Lagerhaltung, Ausstellung etc.) mit der Kundenfrequenz des Baumarkteinzelhandels verbindet - verfügen über Vorteile gegenüber dem Wettbewerb. Gleichwohl ist die BAUKING-Gruppe folgenden Geschäftsrisiken ausgesetzt: Absatzrisiken: Veränderungen im Nachfrageverhalten der Kunden erfordern die ständige Anpassung der Vertriebskonzepte. Mittels einer effizienten Vertriebssteuerung und differenzierter Kundenbindungsmaßnahmen haben sich die BAUKING-Unternehmen in dem Marktumfeld aus unserer Sicht besser als die Branche entwickelt. Beschaffungsrisiken: Um eine übermäßig große Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu vermeiden, hat die BAUKING-Gruppe Partnerschaften zu einer ausreichend großen Anzahl von Herstellern unterschiedlicher Branchen und Regionen aufgebaut. Neben dieser breiten Lieferantenbasis wird den Risiken im Beschaffungsprozess vor allem durch einkaufspolitische Maßnahmen begegnet. Gewährleistungsansprüche bei Produktmängeln oder Forderungen aus dem Produkthaftungsgesetz werden direkt oder über die hagebau vertraglich durch Rückgriff auf den Lieferanten sowie über eine Gewährleistungsversicherung abgesichert. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die zentrale Finanzsteuerung der BAUKING begegnet den finanzwirtschaftlichen Risiken der einzelnen Gesellschaften. - Liquiditätsrisiko: Das Finanzmanagement der BauKing GmbH nimmt die Liquiditätsversorgung aller operativen Konzerngesellschaften wahr. Das zentrale Finanzmanagement stellt über Konzerninterne Darlehen und Kapitaleinlagen die Liquiditätsausstattung der Tochtergesellschaften für das operative Geschäft und Investitionen sicher. Die wesentlichen, operativen Konzerngesellschaften sind an ein Cash Management-System angebunden. Über einen Konzerninternen Finanzmittelausgleich wurde eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens und damit des Zinsaufwandes erreicht. Die Höhe der vorhandenen BME Finanzierungsmittel übersteigt den maximal erforderlichen Refinanzierungsbedarf und sichert zusammen mit den verfügbaren liquiden Mitteln die ständige Zahlungsfähigkeit der BAUKING-Gruppe. Das Vertrauen der Kreditgeber wird durch eine offene und zeitnahe Informationspolitik sichergestellt. Die langfristige Unternehmensfinanzierung erfolgt über laufende Cash Flows, eine solide Eigenmittelausstattung, Bankdarlehen sowie durch BME-Kreditlinien. Zinsrisiko: Das Zinsergebnis im BAUKING Konzern wird durch Schwankungen der Zinssätze an den Geld- und Kapitalmärkten beeinflusst. Über den Einsatz fristenkongruenter Finanzierungsinstrumente erfolgt die Reduktion der Zinsänderungsrisiken bei Refinanzierungen. Rechtliche Risiken: Die BAUKING-Gruppe hat eine Vielzahl unterschiedlicher nationaler Gesetze und Richtlinien zu beachten. Hieraus ergeben sich für die vielfältigen Rechtsgeschäfte innerhalb des Konzerns Risiken, insbesondere bei der Gestaltung von Verträgen, der Lösung gesellschaftsrechtlicher Probleme und der Durchführung von Prozessen. Zur Reduzierung des Risikos wird nach Bedarf auf externe Rechtsberater zurückgegriffen. Für Schadensfälle und Haftungsrisiken besteht ein ausreichender Versicherungsschutz, dessen Umfang durch die BAUKING-Versicherungsabteilung in enger Abstimmung mit dem hagebau- Versicherungsdienst zentral angepasst und kontinuierlich optimiert wird. Rechtsstreitigkeiten, die einen entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der BAUKING-Gruppe haben könnten, sind zurzeit weder anhängig noch angedroht. Eine D&O- für die Organe und eine Vertrauensschutzversicherung ist über BME abgeschlossen. Forderungsrisiko: Das Forderungsausfallrisiko ist für die BAUKING-Gruppe von größerer Relevanz. Eine kontinuierliche Bewertung der Forderungen mittels eines aktiven Forderungsmanagements minimiert konzernweit die Risiken eines Forderungsausfalls. Kreditlinien an gewerbliche Kunden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ausschließlich über die zentrale Kundenmanagementabteilung eingeräumt. Das Debitorenmanagement wurde angesichts der hohen Ausfallrisiken bei den Profikunden weiter verschärft. Für die Risiken im Forderungsbereich besteht eine Warenkreditversicherung für die BAUKING-Gruppe. Der Vertrag wurde in 2021 zu verbesserten Bedingungen bis zum 31.12.2023 verlängert. Nachhaltigkeit, Umwelt: Kunden legen aus unserer Sicht immer mehr Wert auf ökologisch und ökonomisch nachhaltige Produkte, die einen Beitrag zum Wasser- oder Energiesparen leisten, langlebig und wiederverwendbar sind und somit über den Produktlebenszyklus einen geringen ökologischen Fußabdruck aufweisen. Eine entsprechende Sortimentsauswahl, die Zertifizierung von Produkten, transparente Produktinformationen und Beratung sowie umweltfreundliche Verpackungen sind hier wichtige Wettbewerbsfaktoren. Die BAUKING-Gruppe ist sich ihrer Umweltverantwortung sowie ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verpflichtung bewusst. Die BAUKING-Gruppe versteht Nachhaltigkeit als kontinuierliche und wichtige Aufgabe des Managements sowie jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters. Im Rahmen der ESG (Environmental/Social/Governance) Aktivitäten der BME werden auch von BAUKING entsprechende zusätzliche Maßnahmen gesetzt und diese Aktivitäten in die Tagesprozesse integriert. Dazu wird in 2023 auch die neu geschaffene Position des ESG Managers besetzt. Durch die ständige Optimierung der logistischen Prozesse wird nach Einschätzung der Geschäftsführung die Umwelt geschont und die wirtschaftliche Effizienz erhöht. - Compliance: Die relevanten BAUKING-Mitarbeiter haben an Compliance Schulungen teilgenommen. Leitfäden/-Richtlinien wurden an die betroffenen Mitarbeiter verteilt bzw. stehen im BAUKING-Intranet zur Einsicht und zum Download bereit. 8. Ausblick: Marktposition BAUKING Die BAUKING-Gruppe ist nach Einschätzung der Geschäftsführung sehr gut im Markt positioniert, da sowohl der Baustoff-Fachhandel als auch der Einzelhandel (hagebaumarkt) betrieben werden. Damit gelingt es, eine Kombination zwischen dem Unternehmergeschäft und dem Endverbrauchergeschäft zu erreichen, die einerseits den nötigen Umsatz generiert und andererseits hohe Kundenfrequenz sichert. Chancen für den Baustoff-Fachhandel ergeben sich auch weiter aus dem Wohnungsbau, insbesondere in den Bereichen der energetischen Modernisierung und des altersgerechten Wohnens. Hier sind nicht nur die zahlreichen Produkte, sondern auch die qualifizierten Beratungsleistungen des Baustoff- Fachhandels gefragt. Auf der Kostenseite zieht dies aber steigende Anforderungen an eine Optimierung der Logistik und der Prozesskosten nach sich. Der BAUKING-Fachhandel hat sich mit seinen ausgebildeten Beratern eine Geschäftsbasis im Modernisierungsmarkt geschaffen. Diese BAUKING Energie-Experten zeigen den Interessenten nicht nur Energieeinsparpotentiale auf, sondern beraten auch über geeignete Produkte und nennen dem Hausbesitzer hierzu konkrete Investitionskosten. Über das BAUKING - Planungsbüro werden neben dem Fachbereich Bauphysik auch die Bereiche Bauplanung sowie Tragwerksplanung angeboten. Diese erweiterten Dienstleistungen erlauben es dem BAUKING Fachhandel eine Grundbasis für nachgelagerten Produkteverkauf schon in der Planungsphase zu schaffen. Auf Wunsch empfehlen sie zuverlässige Handwerker und begleiten die Modernisierung. Entsprechende Beratungsleistungen werden seit der Einführung der Energieeinsparverordnung stärker nachgefragt. Das BAUKING-Baumarktgeschäft hatte in den letzten Jahren eine hervorragende Geschäftsentwicklung zu verzeichnen und liefert einen nachhaltig positiven Beitrag zum Konzernergebnis. Trotz der Wettbewerbsintensität im Do-It-Yourself-Bereich und der Abhängigkeit von der permanenten Weiterentwicklung des hagebaumarkt-Franchisesystems und der Leistungsfähigkeit der anderen Franchisenehmer wird die permanente Optimierung des BAUKING-hagebaumarkt-Standortportfolios angestrebt. Ein weiterer Schwerpunkt des mittel- und langfristigen BAUKING-Investitionsbudgets für Akquisitionen und Neueröffnungen liegt im Baustoff-Fachhandel sowie bei den Kombistandorten. Aufgrund der fragmentierten Marktstruktur in dem Segment Baustoff-Fachhandel werden hier mittel- und langfristig gute Chancen für die BAUKING-Gruppe gesehen. Wettbewerbssituation im Baustoff-Fachhandel Der Baustoffhandel umfasst Unternehmen der Großhandels- und auch der Einzelhandelsstufe. Mit der wachsenden Bedeutung von Eigenleistungen am Bau und den zunehmenden Renovierungs- und Sanierungsarbeiten durch private Bauherren haben die Unternehmen ihr Engagement auf der Einzelhandelsstufe verstärkt. Damit konkurriert der Baustoffgroßhandel auf der Einzelhandelsstufe immer stärker mit den Bau- und Heimwerkermärkten, die sich primär an private Haushalte/Heimwerker wenden. Überkapazitäten, Preis- und Margendruck haben zu einer hohen Wettbewerbsintensität mit einer geringen Branchenrendite geführt. Im mittelständisch strukturierten Baustoff-Fachhandel prägen heute einerseits sieben Kooperationen und andererseits vier Konzerne neben BAUKING die Branche. Zu den umsatzstärksten Zusammenschlüssen zählen die EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, hagebau (Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH & Co. KG) und die Baustoffring Förderungsgesellschaft mbH. Auf der Seite der Konzerne dominieren die Stark Deutschland GmbH (ehemals Raab Karcher Baustoffe GmbH als umsatzstärkstem Unternehmen), die BayWa Baustoffe AG, die Wego (SIG) Systembaustoffe GmbH sowie die Genossenschaft Deutsche Raiffeisen Warenzentrale GmbH (mit der Einkaufskooperation Baustoffe). Rund 80% der größeren, funktionserfüllenden und leistungsstarken Baustoff-Fachhändler in Deutschland sind Mitglieder im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB). In bundesweit rund 2.200 Betriebsstätten beschäftigen die BDB-Mitgliedsfirmen 41.000 Mitarbeiter, darunter 3.200 Auszubildende. Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB) ist seit mehr als 100 Jahren die branchenspezifische Interessensvertretung für aktuell 900 Baustoff-Fachhändler mit einem Gesamtumsatz von rd. 18,6 Mrd. EUR (Stand: Ende 2021, für Brancheneinordnung weiterhin zutreffend). BAUKING wird zur Stabilisierung und Verbesserung seiner Ertragslage seine Bemühungen um Rationalisierungen, Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen konsequent fortsetzen. Neben den systematisch erfassten Informationen über die betriebswirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens werden permanent Daten über die Marktentwicklung zur Steuerung der BAUKING-Unternehmen gewonnen. Der BAUKING-Baustoff-Fachhandel hat sich als professioneller Koordinator zwischen Handwerkern, Profis auf Zeit und Endverbrauchern im Markt positioniert und orientiert sich in seiner Unternehmenspolitik strikt an den individuellen Kundenwünschen, um für diese über Produktangebote sowie Serviceleistungen als Problemlöser zu agieren. Dabei setzt BAUKING insbesondere auf seine sehr gut aus- und ständig fortgebildeten Mitarbeiter, die gegenüber den Kunden ihre Kenntnisse komplexer Produkt- und bauphysikalischer Systeme sowie deren Anwendung dokumentieren und zudem ihre Stärken in der Projektkoordination des gesamten Beschaffungsvorgangs - von der Beratung über die Warenlieferung bis zum Einbau - einsetzen. Über die Kombistandorte mit Baustoffhandel- und Baumarktaktivitäten an einem Standort verfügt BAUKING nach Einschätzung der Geschäftsführung über einen signifikanten Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. In diesem Wettbewerbsumfeld wird sich der Konzentrationsprozess im Baustoff-Fachhandel mit einer nach Einschätzung der Geschäftsführung weiter sinkenden Zahl an Unternehmen bei nahezu unveränderter Zahl an Standorten/Betriebsstätten fortsetzen. Die BAUKING-Gruppe hat eine gute Ausgangsposition, um bei der weiteren Konsolidierung Marktanteile hinzugewinnen zu können. Ausbau der Marktposition durch renditeorientiertes Wachstum Die BAUKING-Gruppe erreicht eine Marktabdeckung im nord- und westdeutschen Raum von der holländischen bis zur polnischen Grenze. Mit dem Erwerb der Mahler-Gruppe im Jahr 2021 wurde der Eintritt in den süddeutschen Markt gestartet und mit dem Vollzug des Erwerbs der Gebhardt GmbH & Co. KG mit Ihren 7 Standorten in Nordbayern weiter ausgebaut. Im Konzernabschluss der BAUKING-Gruppe werden 125 Standorte - 74 Fachhandelsstandorte und 51 hagebaumärkte (inkl. 4 JV und at equity konsolidierte Standorte, Stand 31.12.2022) einbezogen, die eine flächendeckende Nähe zum Kunden bringen. Die BAUKING-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Marktposition zu festigen und auszubauen. Renditeorientiertes Wachstum ist das Maß der Dinge, das gilt insbesondere auch für Akquisitionen. Sämtliche Investitionsvorhaben der BAUKING-Gruppe werden auf ihren Beitrag zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes geprüft. Es wird grundsätzlich die lokale Marktführerschaft angestrebt und der weitere Ausbau der Nummer-1-Position im Baustoff-Fachhandel im BAUKING- Vertriebsgebiet verfolgt. Zusammen mit einem konsequenten und effizienten Kostenmanagement und parallelen Effizienzsteigerungen der Abläufe werden vorhandene Ertragspotentiale realisiert. Die BAUKING-Gruppe ist aufgrund ihrer soliden Finanz-, Vermögens- und Ertragslage in einer starken Position, um nachhaltig erfolgreich wirtschaften zu können. Die BAUKING-Gruppe hat ihre Akquisitionsbemühungen zur Realisierung der ambitionierten Wachstumsziele intensiviert und sucht verstärkt nach gut aufgestellten Baustoffhandelsunternehmen zur Arrondierung und Ausweitung des Vertriebsgebietes. Cybervorfall Am 3. März 2022 wurde die BauKing GmbH Opfer eines Hackerangriffs. Dabei verschlüsselten unbekannte Dritte weite Teile der zentralen IT-Infrastruktur der BAUKING-Gruppe. Trotz des signifikanten Eingriffs in die Systeme und Prozesse der BAUKING Gruppe, konnte die BAUKING durch schnelle Reaktion, die Hinzunahmen von Dienstleistern und ein von Anfang an strukturiertes Projektmanagement erreichen, dass die Lieferfähigkeit gewährleistet war und sämtliche technische Anlagen sicher weiterbetrieben werden konnten. Unmittelbar nach dem Erkennen des Vorfalls wurden die entsprechenden Behörden informiert, während der ersten Wochen gab es einen regelmäßigen Austausch. Zu keinem Zeitpunkt war die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der BAUKING Gruppe signifikant eingeschränkt. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Hackerangriff werden nun fortlaufend genutzt, um die IT-Sicherheit des Unternehmens weiter zu verbessern und die Reaktionspläne für einen solchen Vorfall zu verbessern. Wir können mit Abschluss des Jahres 2022 feststellen, dass wir insgesamt einen höheren Reifegrad in unserer IT-Umgebung erreicht haben. Auswirkungen des Ukrainekrieges Am 24. Februar 2022 marschierten russische Streitkräfte in die Ukraine ein und führen seither Krieg in dem osteuropäischen Land. Bezüglich der Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur verweisen wir u.a. auf Abschnitt 1 (Wirtschaftliches Umfeld) des Lageberichts des Konzernabschlusses der BauKing GmbH zum 31.12.2022. Es existieren keine wesentlichen, unmittelbaren Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns, da BAUKING weder über Investitionen noch über Kreditlinien in dem Krisengebiet verfügt. Darüber hinaus werden keine direkten geschäftlichen Beziehungen (Kunden- oder Lieferanten) im Krisengebiet unterhalten. Die mittelbaren Auswirkungen des Krieges (stark gestiegenes Preisniveau, vor allem bei Energieträgern) haben einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der BAUKING-Gruppe. Wirtschaftlicher Ausblick in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 Die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Verbesserung des Umsatzes wurde erzielt. Das Konzernergebnis vor Ertragssteuern, Ergebnisabführung, Abschreibung auf Geschäfts- und Firmenwerte, vor BME-Konzernumlagen und vor Eliminierung der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter bewegt sich über dem Vorjahresniveau. Die Ereignisse aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und der Störung von internationalen Lieferketten führen derzeit zu deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben. Auch unsere Branche ist hiervon betroffen. Die Materialknappheit auf deutschen Baustellen hat sich zu Beginn 2023 deutlich entspannt. Nach Einschätzung der Geschäftsführung üben stabile bis rückläufige Einkaufspreise in Verbindung mit stark rückläufigen Baugenehmigungen kurz bis mittelfristig Druck auf die (Absatz-) Preise aus. Die Umsätze der BAUKING Gruppe werden nach Einschätzung der Geschäftsführung von der weiter anhaltenden Inflation im Jahr 2023 profitieren. Ebenfalls wird sich nach Erwartung der Geschäftsführung eine erhöhte Anzahl an Renovierungen und energetischen Sanierungen positiv auswirken. Demgegenüber steht aktuell insbesondere durch Zinserhöhungen bei Baufinanzierungen die rückläufige Anzahl an Baugenehmigungen. Die Geschäftsführung rechnet daher für 2023 mit gleichbleibenden Umsatzerlösen und einer leichten Steigerung im Jahr 2024. (jeweils vor den Konsolidierungskreiserweiterungen 2023) Aufgrund konzernweiter Maßnahmen und Initiativen zur Effizienzsteigerung plant die Geschäftsführung ebenfalls mit gleichbleibenden oder leicht rückläufigen Ergebnissen im Jahr 2023. Für 2024 rechnen wir mit stabilen bzw. leicht positiveren Ergebnissen. Die BauKing GmbH steht seit dem 20. November 2019 in einem Abhängigkeitsverhältnis zu der BME Group Holding B.V., Schiphol/Niederlande.
Dortmund, den 30. März 2023 Unternehmensgruppe BauKing GmbH gez. Andreas Strietzel gez. René Rieder gez. Alexander Koch Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzern-Kapitalflussrechnung nach DRS 21
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BauKing GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BauKing GmbH, Dortmund, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 geprüft. Die in Abschnitt 5. Personal- und Sozialbereich des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 23. Juni 2023 Ernst
& Young GmbH
Misko, Wirtschaftsprüfer Ehmann, Wirtschaftsprüferin |
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