Valmet Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Solleder seit 29.5.2024 | Geschäftsführer |
Marco Battu seit 22.12.2022 | Prokura |
Joerg Freund seit 2.9.2022 | Prokura |
Joachim Heinrich Bork seit 27.7.2020 | Prokura |
Daniela Fonville seit 27.7.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Flow Foreign Holdings B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Flow Europe GmbHDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)
Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben
2. Allgemeines zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 (2) HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Anwendung der Vorschriften des Handels-gesetzbuches aufgestellt. Ansonsten wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr unver-ändert beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode, wobei eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren unterstellt wird. Sachanlagen Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode, wobei eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren unterstellt wird. Zugänge werden monatsgenau abgeschrieben; geringwertige Wirtschaftsgüter bis EURO 800,00 netto werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. In die Herstellungskosten werden die handelsrechtlichen Mindestbestandteile mit einbezogen, darüber hinausgehende Wahlrechte zur Einbeziehung von Gemeinkosten in die Herstellungskosten werden nicht ausgeübt. Für schwergängige oder veraltete Bestände werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet; Forderungen in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag umgerechnet. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Beachtung des Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB sowie des Anschaffungskosten-prinzips gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB bewertet. Den erkennbaren Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Daneben wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwendungen bzw. Erträge für nachfolgende Geschäftsjahre darstellen. Rückstellungen Dies Steuerrückstellungen entsprechen dem voraussichtlichen Steuersoll. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Nennenswerte Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet; Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag umgerechnet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Beachtung des Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB sowie des Anschaffungskostenprinzips gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB bewertet. 4. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Gliederung sowie die Entwicklung des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist im Anlagespiegel nachfolgend dargestellt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER WERTBERICHTIGUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023
Der Beteiligungsansatz der Tochtergesellschaft Aquarese Industries SAS hat sich im Jahr 2023 aufgrund einer Einlage von TEUR 4.252 erhöht. Die Beteiligungswerte der anderen Tochtergesell-schaften wurden im laufenden Jahr 2023 unverändert fortgeführt. Angaben zum Anteilsbesitz: Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2023 an den folgenden Gesellschaften zu jeweils 100 % beteiligt:
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen entwickelten sich wie folgt:
Bezüglich der Ausleihungen gegen die Tochtergesellschaften Shape Italia S.r.l., Shape UHP S.L. und Shape UK Ltd. tritt die Flow Europe GmbH in Höhe der nicht durch das Eigenkapital gedeckten Fehlbeträge dieser Gesellschaften im Rang hinter deren Gläubiger zurück. In den Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Flow Foreign Holdings B.V. in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.412) enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 0 (Vj.: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden wie folgt wertberichtigt:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe von TEUR 2.270 (Vj.: TEUR 1.284) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 115 (Vj.: TEUR 110) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt - unverändert zum Vorjahr - EURO 512.000. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Einlage des Gesellschafters in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.252. Das zum Ende des Vorjahres bestehende negative Eigenkapital von TEUR 2.020 wurde durch den laufenden Gewinn im Geschäftsjahr 2023 und die Einlage in die Kapitalrücklage beseitigt. Zum 31. Dezember 2023 ist die Gesellschaft nicht mehr bilanziell überschuldet. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 187), Provisionen für externe Vertriebsagenten (TEUR 119), ausstehende Rechnungen (TEUR 259), ausstehende Gebühren (TEUR 195) und Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (TEUR 46). Verbindlichkeiten Bezüglich den Verbindlichkeiten und den Restlaufzeiten verweisen wir auf den beigefügten Verbindlichkeitsspiegel.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind keine gegenüber der Gesell-schafterin - Flow Foreign Holdings B.V. - enthalten. Für bestimmte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen Rangrücktritts-erklärungen vor; zum Bilanzstichtag betragen diese Verbindlichkeiten insgesamt TEUR 16.679 (Vj.: TEUR 16.245). Umsatzerlöse Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.399 (Vj.: TEUR 653). Nennenswerte periodenfremde Erträge sind - wie im Vorjahr - nicht enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die enthaltenen Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung betragen TEUR 1.357 (Vj.: TEUR 772). Nennenswerte periodenfremde Aufwendungen sind - wie im Vorjahr - nicht enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen im Wesentlichen die laufenden Steuern 2023 (TEUR 498) sowie die Nachzahlung aufgrund der Betriebsprüfung der Jahre 2018 - 2021 mit rund TEUR 903. 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Mit der Commerzbank AG besteht ein Avalrahmen in Höhe von TEUR 2.000, der durch die Verpfändung von Tages- oder Festgeldern besichert ist. Am Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme TEUR 20. Ferner besteht aus der Rückführung von Ausleihungen der Gesellschaft an verbundene Unternehmen, die durch Rangrücktritte belegt sind, im Insolvenzfalle ein Haftungsrisiko in Höhe von rd. Mio. EUR 2,2. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Gruppe und der positiven Erwartungen für die Geschäftsjahre 2024 ff. nicht gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen die folgenden Miet- und Leasingverpflichtungen gegliedert nach Fälligkeiten:
Die Mietverpflichtungen betreffen das Büro in Darmstadt sowie das Lager in Limburgerhof. Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen betreffen im Wesentlichen Fahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die durchschnittliche Laufzeit der Fahrzeugleasingverträge beträgt drei Jahre und die durchschnittliche Laufzeit für Büro- und Geschäftsausstattung beträgt fünf bis sieben Jahre. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer
Angaben zum Mutterunternehmen Die Flow Europe GmbH ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Flow Foreign Holdings B.V., Amsterdam/Niederlande, und wird über diese in den Konzernabschluss der Shape Technologies Group Inc., New York/USA, miteinbezogen, der in den USA veröffentlicht wird. Die Flow Europe GmbH nimmt insoweit die Erleichterungsvorschriften des § 292 HGB in Anspruch. Geschäftsführer Per Uwe Josefsson (bis 29. Mai 2024) Bernhard Solleder (ab 7. Dezember 2023) Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet. Ergebnisverwendungsvorschlag:Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Darmstadt, den 31. Januar 2025 Bernhard Solleder, Geschäftsführer Der Jahresabschluss 2023 sowie der nachfolgende Lagebericht wurde von der Gesellschafterversammlung am 28. Februar 2025 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31.12.20231. Analyse der Geschäftstätigkeit und wirtschaftliche Lage 1.1 Analyse der Geschäftstätigkeit Die Flow Europe GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Flow Foreign Holdings B.V. mit Sitz in Amsterdam, Niederlande. Die Gesellschaft mit Sitz in Darmstadt fungiert unverändert als Vertriebs- und Serviceorganisation für die Produkte des Flow-Konzerns. Der von Darmstadt und zusammen mit den Tochtergesellschaften betreute Markt umfasst den gesamten europäischen Raum und erstreckt sich auf den Mittleren Osten sowie Nord- und Südafrika. Nennenswerte Veränderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ereignet. Das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023. 1.2 Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Jahr 2023 war von einer Vielzahl globaler und regionaler Herausforderungen geprägt. In Deutschland und der EU war die Wirtschaft von anhaltenden Inflationsdruck, geopolitischen Spannungen sowie den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Dennoch konnte sich die Wirtschaft insgesamt stabilisieren, wobei moderate Wachstumsraten und eine fortschreitende wirtschaftliche Erholung nach den schwierigen Jahren zu verzeichnen waren. In Deutschland blieb die Inflation eines der bestimmenden Themen, was zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank führte. Die deutsche Industrie zeigte sich trotz dieser Herausforderungen robust, wobei insbesondere die Exportmärkte und die Nachfrage nach High-Tech-Produkten einen positiven Einfluss auf die Wirtschaftsleistung hatten. Auf der Ebene der Europäischen Union konnte das Wirtschaftswachstum moderat fortgesetzt werden, wobei unterschiedliche Länder unterschiedlich stark betroffen waren. Während Länder wie Frankreich und die Niederlande teils positive Wirtschaftsdaten verzeichneten, kämpften südliche Mitgliedstaaten weiterhin mit strukturellen Herausforderungen und hohen Staatsverschuldungen. Weltweit waren die globalen Märkte von der anhaltenden Unsicherheit durch geopolitische Konflikte, insbesondere den Krieg in der Ukraine, und den nach wie vor spürbaren Folgen der Pandemie geprägt. Die weltweite Lieferkettenproblematik sowie die Rohstoffknappheit führten zu prekären Marktlagen, während die USA und China jeweils unterschiedliche wirtschaftliche Erholungsprozesse verzeichneten. Trotz dieser globalen Herausforderungen zeigt sich eine gewisse Stabilisierung der Weltwirtschaft mit einem moderaten Wachstum in vielen großen Volkswirtschaften. Insgesamt blieb die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 von Unsicherheiten und Herausforderungen geprägt. Die Unternehmen mussten sich flexibel auf wechselnde Marktbedingungen einstellen, während die wirtschaftliche Resilienz in vielen Regionen und Sektoren unter Beweis gestellt wurde. Diese Dynamik hatte auch Auswirkungen auf die strategische Ausrichtung und die Risiko-managementprozesse innerhalb der Flow Europe GmbH. (Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo-Institut, Europäische Kommission, Deutsche Bundesbank, Sachverständigenrat) Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Branche der Wasserstrahlschneidemaschinen hat sich im Jahr 2023 in einem dynamischen und anspruchsvollen Marktumfeld weiterentwickelt. Der Sektor profitiert grundsätzlich von einer anhaltenden Nachfrage nach präzisen und flexiblen Schneidlösungen, insbesondere in den Bereichen Automobilindustrie, Luftfahrt, Maschinenbau, Metallverarbeitung sowie in der produzierenden Industrie allgemein. Die steigende Nachfrage nach maßgeschneiderten und hochkomplexen Schneid-technologien stellt eine wachsende Marktchance dar. In den vergangenen Jahren sind die technologischen Fortschritte in der Wasserstrahlschneide-technologie kontinuierlich vorangeschritten, was zu einer zunehmenden Effizienz und Vielseitigkeit der Maschinen geführt hat. Die Entwicklungen konzentrieren sich dabei auf die Verbesserung der Schnittgeschwindigkeit, Präzision und Materialvielfalt, was den Anwendungen der Wasser-strahlschneidetechnologie in verschiedensten Industrien zugutekommt. Trotz der Herausforderungen wie Rohstoffknappheit und Lieferengpässen haben Unternehmen der Branche ihre Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Insbesondere die Integration von Automatisierungstechnologien und die Weiterentwicklung von digitalen Steuerungssystemen bieten neue Potenziale für eine weitere Marktexpansion und Produkt-optimierung. Die fortschreitende Akzeptanz von Wasserstrahlschneidetechnologien als umweltfreundliche und vielseitige Lösung stärkt die Marktposition der Branche und eröffnet langfristige Wachstums-perspektiven. In den kommenden Jahren wird erwartet, dass die Nachfrage aufgrund von Industrie 4.0, zunehmender Automatisierung und der stetigen Weiterentwicklung von Industrieanwendungen weiter steigt. Auch die zunehmende Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bietet zusätzliche Impulse für den Sektor. Insgesamt befindet sich die Branche der Wasserstrahlschneidemaschinen weiterhin in einer positiven Wachstumsphase, in der technologische Innovationen, zunehmende Marktdiversifizierung und die Erweiterung der Anwendungsgebiete maßgeblich zu einer positiven Entwicklung des Marktes beitragen Der weltweite Markt für Wasserstrahlschneideanlagen ist weiterhin sehr konsolidiert. Die Flow Europe GmbH gehört zu den größeren Anbietern in diesem Marktsegment. Zusätzlich können wir auch durch unsere Tochtergesellschaften und die Nutzung des großen Konzernnetzwerkes auf ein globales Vertriebs- und Servicenetz zurückgreifen. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf war weiterhin geprägt durch die Auswirkungen des Ausbruchs des Ukrainekrieges und den Nachwirkungen der Coronakrise. Jedoch spiegelte sich die einsetzende Erholung auch bei der Gesellschaft und in der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 wider. Die Gesellschaft verbuchte im Geschäftsjahr 2023 einen gleichbleibenden Auftragseingang. Der Umsatz war leicht unter dem Vorjahreswert und betrug im Jahr 2023 TEUR 29.920. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 946) erzielt. Die Flow-Gruppe besitzt als weltführendes Unternehmen in der Entwicklung und Fertigung von UHP-Wasserstrahlschneidemaschinen den größten Marktanteil. Durch neue Anbieter von Wasser-strahlschneidemaschinen hat sich die Konkurrenzsituation und Marktsituation in den letzten Jahren verändert. Der Preisdruck auf dem Markt und die allgemeine Konkurrenzsituation hat sich durch die neuen Anbieter weiter erhöht. Die Flow-Gruppe strebt die technologische Führungsposition an und konzentriert sich auf die Bereitstellung eines umfassenden Produktangebots mit Komplettlösungen für die Fertigungsindustrie, Anwendungs-Know-how, unübertroffenen Service und Engagement für den Kundenerfolg. Entwicklung der Tochtergesellschaften Die Entwicklung der Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften besteht im Wesentlichen in Vertriebstätigkeiten und in der Erbringung von Serviceleistungen. Die Geschäftstätigkeit der im Jahr 2016 erworbenen Tochtergesellschaft TOPS Ltd. besteht im Wesentlichen in der Produktion sowie der Weiterentwicklung der Maschinen. Forschung und Entwicklung Die Flow Europe GmbH betreibt als Vertriebsgesellschaft keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten innerhalb der Flow-Gruppe richten sich permanent nach den Erfordernissen, die durch unsere Märkte, unsere Kunden und auch durch neue Technologien erwartet werden. Die Forschung und Entwicklung erfolgt zum einen zentral durch den Flow- bzw. Shape-Konzern bzw. durch die im Geschäftsjahr 2016 erworbene Tochtergesellschaft TOPS Ltd. Die Flow-Gruppe ist kontinuierlich bestrebt, die Aktivitäten auszubauen, neue Absatzmärkte zu ergründen und die Maschinen neu bzw. weiterzuentwickeln. 2. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Wie eingehend erläutert betrugen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 TEUR 29.920. Der Gesamtumsatz umfasst im Wesentlichen den Umsatz aus dem Vertrieb von Komplettsystemen in Höhe von TEUR 15.398. Der Umsatz mit Komplettsystemen hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. Der Umsatz mit Ersatzteilen entwickelte sich weiter positiv im Vergleich zum Vorjahr und hat sich um knapp 2% auf TEUR 12.647 erhöht. Die Umsatzerlöse mit Serviceleistungen hat sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht auf TEUR 1.875 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2023 rund TEUR 1.411 und umfassen im Wesentlichen Erträge aus Währungskursumrechnungen. Die Materialaufwendungen haben sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr vermindert; die Materialaufwandsquote beträgt 61,12% im Vergleich zu 65,35% im Vorjahr. Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht und betragen im Geschäftsjahr TEUR 3.542. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Fixkosten und erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 7.626. Die Erhöhung resultiert aus gestiegenen Aufwendungen für Fremdwährungsumrechnungen. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis beinhalten Zinsaufwendungen aus der Verzinsung der Darlehen von der Flow Holding UK Ltd in Höhe von TEUR -302 (Vj.: TEUR -304) sowie Zinserträge in Höhe von TERU 13 (VJ.: TEUR 30). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.502. Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 1.486 entstanden betreffen im Wesentlichen das laufende Jahr 2023 mit TEUR 498 und die Nachzahlungen aus der Betriebsprüfung der Jahre 2018 - 2022 mit TEUR 903. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 16 (im Vorjahr: TEUR 946). Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -321 (Vj.: TEUR 608). Der negative Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit überproportionalen Abnahme der Verbindlichkeiten im Jahr 2023. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -3.614 (Vj.: TEUR -306) resultiert im Wesentlichen aus der Kapitaleinlage in die Tochtergesellschaft in Frankreich. Der Finanzmittelfonds von TEUR 64 (Vj.: TEUR 63) enthält Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit nicht als Sicherheit verpfändet (TEUR 20; Vj.: TEUR 20). Im Wesentlichen finanziert sich die Gesellschaft durch Darlehen bei Konzerngesellschaften bzw. über die operative Geschäftstätigkeit. Die konzerninternen Darlehen sind zudem in ausreichendem Umfang durch entsprechende Rangrücktrittserklärungen versehen. Die Geschäftsführung geht auch im Geschäftsjahr 2024 ff. unverändert von der Beibehaltung einer ausreichenden Finanzierung durch Konzerngesellschaften aus. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um rund 21% auf rund TEUR 20.591 erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft in Frankreich. Die Vorräte verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.007 auf TEUR 7.637. Der Minderung ergibt sich aus einem geringfügig niedrigeren Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Fertigen und Unfertigen Erzeugnissen zum Bilanzstichtag. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert auf rund TEUR 4.494. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus der Minderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen. Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 64. Durch den laufenden Jahresüberschuss im Jahr 2023 sowie der Einlage in die Kapitalrücklage durch den Gesellschafter wurde der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ausgeglichen. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Eigenkapital TEUR 2.248 (VJ: nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 2.020). Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen das laufende Jahr sowie Nachzahlungen aus der Betriebsprüfung der Jahre 2018 - 2021. Der Minderung der Rückstellungen entfällt hauptsächlich auf die Minderung der sonstigen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten haben im Vergleich zum Vorjahr um rund TEUR 17,7% auf insgesamt TEUR 32.011 vermindert; die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus der Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Flow Europe GmbH weist in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 2.248 aus. (im Vorjahr: nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 2.020). Die in den Vorjahren bestehende bilanzielle Überschuldung wurde im Jahr 2023 beseitigt. Die in den Vorjahren gegebenen Erklärungen der ehemaligen Muttergesellschaft Flow International Corporation und der Schwestergesellschaft Flow Holding Ltd., die mit ihren gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen gegen die Flow Europe GmbH im Rang hinter alle derzeitigen und künftigen Forderungen aller Gläubiger zurückgetreten sind, bestehen weiterhin. Die Geschäftsführung der Flow Europe GmbH ist der Ansicht, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist und keine wesentlichen Risiken für das operative Geschäft erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens akut gefährden könnten. Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass der mittel- bis langfristige Fortbestand der Gesellschaft in gewissem Maße von der fortlaufenden Unterstützung durch den Konzern abhängt. Diese Unterstützung spielt eine wichtige Rolle, um die strategischen Ziele zu erreichen und potenzielle Herausforderungen in der Zukunft zu bewältigen. Wir sehen Chancen in der weiterhin zunehmenden Akzeptanz von Wasserschneideanlagen sowie dem weltweit hohen Bedarf an Hochdruckpumpen und Ersatzteilen. Durch die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte, die Berücksichtigung des technologischen Fortschritts und die Nutzung des umfangreichen Konzernnetzwerks eröffnen sich weitere Potenziale, die sich positiv auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Mit der Weiterentwicklung und Neuentwicklung unserer Wasserstrahlschneidetechnologien sowie der zugehörigen Produkte beabsichtigen wir, unsere bestehende Marktführerstellung weiter zu festigen und auszubauen Ein weiteres Potenzial sehen wir im Erschließen neuer Märkte und Kunden durch gezielte Marktsegmentierung. Diese Segmente wurden bisher überwiegend durch traditionelle Technologien bedient und von Wettbewerbern beliefert. Hier bieten sich uns Chancen, unsere Lösungen erfolgreich einzuführen und von dieser Marktlücke zu profitieren. Zudem stellt die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften im Rahmen von Automatisierungsprojekten einen zusätzlichen Absatzkanal dar, den wir weiter ausbauen möchten, um unser Geschäftspotenzial nachhaltig zu steigern Der Aftermarket-Bereich mit individuellen Serviceleistungen und Ersatzteilservice wird auch in Zukunft weiter ausgebaut werden und das Kerngeschäft entsprechend ergänzen und stärken. Der Aftermarket-Bereich entwickelt sich immer weiter zu einem wichtigen Umsatzstandbein und gewinnt als Ergänzung zum Verkauf von Komplettsystemen und der damit verbundenen Komplettbetreuung der Kunden und der Kundenbindung immer mehr an Bedeutung. Unternehmerisches Handeln erfordert die Bereitschaft, kalkulierte Risiken einzugehen. Als international tätige Gesellschaft ist die Flow Europe GmbH einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um existenzgefährdende Risiken zu vermeiden und sonstige Risiken frühzeitig zu erkennen, haben wir ein umfassendes, Controlling-gestütztes Risikomanagement-System implementiert. Dieses ermöglicht es uns, Risiken systematisch zu identifizieren, zu bewerten und gezielt gegenzusteuern, um die langfristige Stabilität und den Erfolg unseres Unternehmens sicherzustellen Eine Abschwächung der Konjunktur kann die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Kundenrisiken Grundsätzlich besteht das Risiko, dass es aufgrund von Finanzkrisen, politischen Umwälzungen oder anderen Ereignissen zu Forderungsausfällen oder Zahlungsverzögerungen kommt. Dieses Risiko, insbesondere im Hinblick auf die hohen Forderungsbestände gegenüber fremden Dritten, wird durch die Vereinbarung und Überwachung klarer Zahlungsziele, Anzahlungen bzw. Abschlagszahlungen sowie auftragsabhängiger Bankbürgschaften aktiv gemindert. Darüber hinaus setzen wir auf ein proaktives Forderungsmanagement, um potenziellen Ausfällen entgegenzuwirken. Auch während der Corona-Pandemie konnten wir die Forderungsausfälle auf einem geringen Niveau halten, was die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Absicherung von Forderungen unterstreicht. Lieferantenrisiken Aus heutiger Sicht besteht auf der Seite unserer Lieferanten kein relevantes Risiko, das sich nachhaltig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Flow Europe GmbH auswirken könnte. Wir setzen weiterhin alles daran, mögliche Engpässe bei Lieferanten oder Lieferausfälle von unseren Hauptlieferanten kurzfristig durch alternative Bezugsquellen zu kompensieren. Dies dient dazu, eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu vermeiden und die Lieferfähigkeit unseres Unternehmens auch in schwierigen Marktsituationen sicherzustellen. Produkt- und Entwicklungsrisiken Die weltweite Knappheit an Rohstoffen und die damit verbundene Preisgestaltung führen allgemein zu höheren Beschaffungskosten. Diese steigenden Kosten können sich negativ auf die Kostenstruktur der Flow Europe GmbH auswirken. Wir beobachten die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten genau und ergreifen entsprechende Maßnahmen, um die Auswirkungen auf unsere Ertragslage zu minimieren und die Effizienz in der Beschaffung weiterhin zu maximieren. Währungsrisiken Als international ausgerichtetes Unternehmen operieren wir in einer Vielzahl von Märkten und mit unterschiedlichen Währungen. Insbesondere durch unsere Lieferungen und Leistungsbeziehungen, die größtenteils in US-Dollar (USD) abgewickelt werden, sind wir Wechselkursrisiken ausgesetzt. Diese Risiken, vor allem in Bezug auf die Entwicklung des Wechselkurses EUR/USD, werden derzeit nicht aktiv abgesichert. Da ein erheblicher Teil unseres Warenbestandes in USD beschafft wird, kann die Schwankung des EUR/USD-Kurses weiterhin einen bedeutenden Einfluss auf unsere Ertragslage und Kostenstruktur haben. Wir beobachten die Wechselkursentwicklung genau und berücksichtigen diese bei der Planung unserer internationalen Geschäftsaktivitäten Qualitätsrisiken Für unser Geschäft gelten höchste Qualitätsanforderungen. Trotz umfassender interner Qualitäts-kontrollen und der strikten Einhaltung von Industriestandards bergen komplexe Maschinenanlagen ein erhöhtes inhärentes Qualitätsrisiko. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, setzen wir auf einen hohen Standardisierungsgrad innerhalb der Flow-Gruppe, der die Effizienz und Konsistenz unserer Prozesse gewährleistet. Darüber hinaus ergänzen externe Qualitätszertifizierungen unsere internen Maßnahmen und stellen sicher, dass wir stets die höchsten Qualitätsstandards erfüllen und kontinuierlich verbessern. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Die Flow Europe GmbH ist als einer der Mithafter zur Absicherung der Kreditlinie der Shape Technologies-Gruppe engagiert. Aus heutiger Sicht verfügt die Shape Technologies Gruppe über ausreichende Liquidität, sodass der Fortbestand unseres Unternehmens nicht gefährdet ist. Nicht bestandsgefährdende Risiken wurden, soweit erkennbar, durch angemessene Risikovorsorge im Jahresabschluss berücksichtigt. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch weiterhin in der Lage sind, etwaige Risiken zu managen und die finanzielle Stabilität des Unternehmens langfristig zu gewährleisten. Rechtliche Risiken Alle erkennbaren Risiken werden kontinuierlich abgewogen und fließen in die aktuelle Berichterstattung sowie in die Unternehmensplanung ein. Die Geschäftsführung schätzt die rechtlichen Risiken als überschaubar ein und geht davon aus, dass sie auch in Zukunft keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Durch gezielte Risikomanagementmaßnahmen und die regelmäßige Überprüfung rechtlicher Rahmenbedingungen sind wir zuversichtlich, dass potenzielle Risiken zeitnah identifiziert und entsprechend gehandhabt werden können Steuerliche Risiken Die Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2011 sind bestandskräftig veranlagt. Für die Jahre 2012 und 2013 ist Festsetzungsverjährung eingetreten. Mit Schreiben vom 27. Juni 2019 wurde eine steuerliche Betriebsprüfung der Jahre 2014 - 2017 angekündigt. Die Prüfung hat im September 2019 begonnen und wurde im Februar 2023 mit dem Erlass der geänderten Steuerbescheide beendet. Die Ergebnisse wurden im Jahresabschluss 2021 erfasst. Im Jahr 2023 wurde die steuerliche Betriebsprüfung der Jahre 2018 - 2021 begonnen und im Sommer 2024 abgeschlossen, die Ergebnisse sind im Abschluss 2023 erfasst. 4. Prognosebericht Die ursprünglich zugrunde gelegten Prognosen und Umsatzziele für die Jahre 2023 ff. mussten durch die Corona-Pandemie sowie den Ukraine-Krieg und den damit verbundenen Auswirkungen nach unten angepasst werden. Die veränderten Rahmenbedingungen aufgrund den Folgewirkungen des Ukraine-Krieges und dem Anstieg der Energiepreise haben auch den Geschäftsverlauf im Jahr 2023 wesentlich beeinflusst. Die Gesellschaft ging rückblickend aber trotzdem von einer stabile Geschäftsentwicklung mit einer konstanten Nachfrage nach Systemen im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 aus, was sich im Jahresverlauf 2023 auch bestätigte. Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren sind insgesamt grundsätzlich positiv. Es wird erwartet, dass sich die globalen und regionalen Märkte weiter stabilisieren und moderat wachsen, was zu einer anhaltend positiven Entwicklung führt. Geschäftsverlauf in den drei Folgegeschäftsjahren 2024 bis 2026 Ausgehend von dem derzeitigen Geschäftsverlauf und der Planung des laufenden Geschäftsjahres wird für die Geschäftsjahre 2024 bis 2026 folgende Entwicklung erwartet:
In den Folgejahren ab 2027 wird mit weiteren leichten Umsatzerhöhungen gerechnet. Ausblick Das nach Ausbruch der Corona-Pandemie und Ausbruch des Ukraine-Krieges angepasste Umsatzziel für das Jahr 2023 konnte nahezu erreicht werden und das Geschäftsjahr 2023 verlief unter Berücksichtigung den Folgewirkungen der Corona-Pandemie und dem Ausbruch des Ukraine-Krieges auf die allgemeine Wirtschaftslage gemäß den angepassten Erwartungen. Die allgemeine weltwirtschaftliche Lage, verbunden mit einer restriktiven Geldpolitik und höheren Zinsen, führt zu veränderten Rahmenbedingungen. Die Gesellschaft ist aber durch ihre strategische Ausrichtung, kontinuierliche Innovationskraft und robuste Marktposition gut auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet. Mit einer soliden finanziellen Basis und einem klaren Fokus auf nachhaltiges Wachstum ist das Unternehmen in der Lage, auf sich verändernde Marktbedingungen flexibel zu reagieren und sich langfristig erfolgreich im Wettbewerb zu behaupten. Zudem wird die kontinuierliche Investition in Technologie und Prozessoptimierung dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Der Bereich Middle-East soll auch in der Zukunft wieder gestärkt werden. Hier zeichnet sich ein signifikantes Wachstumspotenzial ab, insbesondere durch die zunehmende Expansion und Diversifikation der Fertigungsindustrie. Die Region investiert verstärkt in die Entwicklung moderner Fertigungstechnologien, was zu einer steigenden Nachfrage nach innovativen Maschinen und Lösungen führt und somit nachhaltige Wachstumschancen bietet. Die Gesellschaft ist bestrebt, von diesen Wachstumsimpulsen zu profitieren und ihre Marktpräsenz in der Region weiter auszubauen. Weiterhin wird - wie auch in der Vergangenheit - die Entwicklung des Wechselkurses und die allgemeine Entwicklung beim Ölpreis sich stark auf den Einkauf bei unseren Konzerngesellschaften auswirken. Die Beschaffungskosten werden sich entsprechend anpassen, was wiederum Aus-wirkungen auf die Bruttomarge hat. Mit der stetigen Weiterentwicklung der Maschinen sowie der Einführung neuer Produktgenerationen werden auch positive Effekte auf den Absatz in anderen Industriezweigen und Regionen erwartet. Unter der Annahme, dass sich die weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbe-dingungen nicht signifikant von den Erwartungen verschlechtern, blickt die Geschäftsführung positiv in die Geschäftsjahre 2024 ff.
Darmstadt im Januar 2025 Die Geschäftsführung Bernhard Solleder BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Flow Europe GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Flow Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flow Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 31. Januar 2025 dhpg
GmbH
Hahn, Wirtschaftsprüfer Huber, Wirtschaftsprüfer |
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