BARTEC Europe GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Niyazi Cavdar seit 25.3.2026 | Prokura |
Sebastian Werner seit 10.12.2025 | Prokura |
Florian Müller seit 19.11.2025 | Prokura |
Michael Holzbauer seit 30.9.2025 | Prokura |
Janis Maximilian Wagner seit 30.9.2025 | Prokura |
Andrej Sonkin seit 6.12.2024 | Prokura |
Horst Maiwald seit 28.6.2024 | Prokura |
Jan Kirschner seit 23.2.2022 | Prokura |
Thomas Rudolf Dr. Fritzmann seit 17.1.2022 | Geschäftsführer |
Nicolai Dortmann seit 25.5.2020 | Prokura |
Andrea Christine, geb. Schmidt Link-Schmidt seit 2.1.2019 | Prokura |
Martin Uwe Dr. Schefter seit 30.11.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
BARTEC Top Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BARTEC GmbHBad MergentheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024Bilanz zum 30. April 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN Der Jahresabschluss der BARTEC GmbH, Bad Mergentheim, (eingetragen im Handelsregister Ulm unter HRB 723429) wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften des HGB werden teilweise in Anspruch genommen. Vermerke zur Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Angaben, die auch wahlweise im Anhang gemacht werden können, sind zur besseren Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Mit der alleinigen Gesellschafterin BARTEC Top Holding GmbH, Bad Mergentheim besteht ein Gewinnabführungsvertrag, der auch eine Verlustausgleichsverpflichtung enthält. Wegen der steuerlichen Organschaft entfällt ein Ansatz latenter Steuern bei der Gesellschaft. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN; WÄHRUNGSUMRECHNUNG Anlagevermögen Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden aktiviert. Es handelt sich um Aufwendungen für produktbezogene Entwicklungsleistungen. Sie sind mit Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2a Satz 1 HGB bewertet und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend planmäßig linear und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden hierbei 3 bis 10 Jahre angesetzt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um aufgelaufene planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden bei Software 3 bis 5 Jahre angesetzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten, vermindert um aufgelaufene planmäßige und ggfs. außerplanmäßige Abschreibung, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 5 angesetzt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und die Fertigungskosten zuzüglich anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Leistungs- oder altersbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die planmäßigen Abschreibungen linear auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen die Gegenstände, voraussichtlich genutzt werden können. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden bei Gebäuden mit 25 bis 33 Jahre, bei Maschinen 4 bis 14 Jahren sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre angesetzt. Bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellkosten von mehr als 250 € bis zu 1.000 € werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird über eine Dauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden bei Zugang mit Anschaffungskosten bewertet. Sofern erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag sowie Wertaufholungen maximal zu den Anschaffungskosten vorgenommen. Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken werden angemessene Abwertungen vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades am Bilanzstichtag zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und die Fertigungskosten zuzüglich anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für Bestandsrisiken werden angemessene Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Pauschal- und Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die Wertabschläge berücksichtigen sowohl individuelle als auch allgemeine Ausfallrisiken. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Einzahlungen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, angesetzt. Währungsumrechnung in EURO Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden jeweils bei Entstehung mit den Devisenkassamittelkursen in Euro umgerechnet. Am Stichtag werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips die entsprechenden Forderungen und unter Beachtung des Höchstwertprinzips die entsprechenden Verbindlichkeiten mit dem entsprechenden Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angepasst. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird gem. § 256a HGB das Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzip nicht beachtet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht "Anlagenspiegel" in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 belief sich der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auf 12.562 T€ (Vorjahr 8.500 T€), davon entfallen auf die aktivierten selbst geschaffenen Vermögensgegenstände 9.880 T€ (Vorjahr 5.686 T€). Im Jahresabschluss ist ein Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Buchwert von 172 T€ (Vorjahr 223 T€) ausgewiesen. Dieser entstand aufgrund der Übernahme eines Geschäftsbereiches der BARTEC PIXAVI und wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben, da der Produktlebenszyklus der Enterprise Mobility Produkte sich auf diesen Zeitraum beläuft. Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich wie folgt dar:
* Mit diesen Gesellschaften besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von 57.802 T€ (Vorjahr 142.136 T€) innerhalb eines Jahres fällig, mit Ausnahme von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 14.270 T€ (Vorjahr 15.993 T€), die eine Restlauzeit von mehr als einem Jahr haben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von 17.463 T€ (Vorjahr 99.377 T€) solche gegen die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Finanzforderungen (Darlehen, Ergebnisübernahmen und sonstige Finanzverrechnungen) in Höhe von 57.802 T€ (Vorjahr 138.184 T€) und im Übrigen in Höhe von 14.270 T€ (Vorjahr 18.309 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Forderungen enthalten in Höhe von 178 T€ (Vorjahr 0 T€) Steuern. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen abgegrenzte Gebühren für EDV-Nutzung und Lizenzen sowie Wartungsgebühren. Weiterhin wurden Personalkosten abgegrenzt. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert 25 T€. Die Kapitalrücklage erhöhte sich auf 139.883 T€ (Vorjahr 103.649 T€) wegen der Einbringung der Gesellschaft Bartec Engineering & Services AG (Cham/ Schweiz). Nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegen bei der BARTEC GmbH von der Kapitalrücklage und dem Gewinnvortrag 18.838 T€ (Vorjahr 10.375 T€) einer Ausschüttungssperre. Diese ergibt sich am Bilanzstichtag 30. April 2024 aus den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.836 T€ (Vorjahr 3.077 T€) enthalten vor allem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.270 T€ (Vorjahr 1.662 T€) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 1.305 T€ (Vorjahr 1.083 T€). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 71.286 T€ (Vorjahr 64.171 T€) haben Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr und in Höhe von 39.743 T€ (Vorjahr 124.575 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Alle anderen Verbindlichkeiten in Höhe von 44.404 T€ (Vorjahr 127.294 T€) haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 49.484 T€ (Vorjahr 123.266 T€) auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten (Darlehen, Ergebnisübernahmen und sonstige Finanzverrechnungen) in Höhe von 108.179 T€ (Vorjahr 179.261 T€) und im Übrigen mit 2.850 T€ (Vorjahr 9.484 T€) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten 327 T€ (Vorjahr 961 T€) Verbindlichkeiten aus Steuern. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten abgegrenzte Zahlungseingänge auf Lizenz- und Servicedienstleistungen des Folgejahres. Haftungsverhältnisse Zur Besicherung von Bankverbindlichkeiten (Konsortialkredit) sowie als Haftungsvermögen für verbundene Unternehmen hat die BARTEC GmbH Sicherheiten bestellt. Somit liegen Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sowie die Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten im Sinne von § 251 HGB vor. Bei den Sicherheiten handelt es sich um die Verpfändung der Bankguthaben sowie aller derzeitigen und künftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gegen verbundene Unternehmen und Versicherungen sowie weitere definierte Forderungen. Der Nominalbetrag, der für die gesamtschuldnerische Haftung relevant ist, einschließlich Fremdwährungsbewertung zum 30. April 2024 und auf die Kredite entfallenden Zinsabgrenzungen beträgt am 30. April 2024 27.887 T€. Diese Haftungsverhältnisse betreffen verbundene Unternehmen. Mit einer Inanspruchnahme aus den bestehenden Haftungsverhältnissen wird wegen der im BARTEC-Konzern in den Vorjahren bis Anfang 2021/2022 umgesetzten Refinanzierungsmaßnahmen nicht gerechnet. Die aktuellen vertraglichen Vereinbarungen auf Konzernebene bilden nach unserer Einschätzung die Grundlage für eine stabilisierte Vermögens-, Finanz- und Ertragssituation der beteiligten Gesellschaften. Darüber hinaus bestehen Eventualverpflichtungen für Avale im Auftrag von Tochtergesellschaften (verbundene Unternehmen) in Höhe von 289 T€ (Vorjahr 822 T€). Avale, lautend auf eine Fremdwährung, sind hierbei zum Stichtagskurs in EUR umgerechnet. Die Gesellschaft hat des Weiteren Patronatserklärungen zugunsten von mehreren Tochterunternehmen zur Absicherung der finanziellen Verpflichtungen dieser Gesellschaften abgegeben. Aufgrund der Eigenkapitalsituation bzw. der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, für die Patronatserklärungen abgegeben wurden, schätzen wir das Risiko der Inanspruchnahme für die BARTEC GmbH als gering ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Transaktionen, die dauerhaft keinen Eingang in die Bilanz finden oder einen dauerhaften Abgang von Vermögensgegenständen oder Schulden nach sich ziehen, wurden in der Form von Operating-Leasingverhältnissen getätigt. Hieraus hat die BARTEC GmbH finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 19.200 T€ (Vorjahr 19.380 T€), die sich wie folgt aufteilen:
Vom Bestellobligo entfallen 835 T€ (Vorjahr 1.853 T€) auf verbundene Unternehmen. Andere finanzielle Verpflichtungen bestehen in geschäftsüblichem Umfang. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Tätigkeitsbereichen Von den Umsatzerlösen entfallen 17.125 T€ (Vorjahr 16.484 T€) auf das Inland, 12.462 T€ (Vorjahr 14.088 T€) auf Europa (ohne Deutschland) und 14.238 T€ (Vorjahr 15.219 T€) auf das außereuropäische Ausland. Nach Tätigkeitsbereichen betreffen die Umsatzerlöse den Produktbereich Explosionsschutz mit 42.432 T€ (Vorjahr 43.358 T€) und den Produktbereich Mess- und Wärmetechnik mit 1.354 T€ (Vorjahr 2.303 T€) sowie Sonstige Tätigkeitsgebiete mit 39 T€ (Vorjahr 129 T€). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 3.979 T€ (Vorjahr 30.697 T€), abgeschriebenen Intercompany-Forderungen 2.169 T€ (Vorjahr 14.396 T€), Erträge aus der Währungsumrechnung von 653 T€ (Vorjahr 4.383 T€), Kostenweiterbelastungen von 3.070 T€ (Vorjahr 2.658 T€), Erlöse aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen von 726 T€ (Vorjahr 721 T€) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 94 T€ (Vorjahr 321 T€). Periodenfremde Erträge sind in Höhe von 6.343 T€ (Vorjahr 45.468 T€) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um die vorstehend erläuterten Erträge aus Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 3.979 T€ (Vorjahr 30.697 T€), abgeschriebenen Intercompany-Forderungen in Höhe von 2.169 T€ (Vorjahr 14.396 T€) und daneben um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 94 T€ (Vorjahr 321 T€). Personalaufwand Vom Personalaufwand in Höhe von 14.694 T€ (Vorjahr 12.950 T€) entfallen auf Aufwendungen für soziale Abgaben 2.411 T€ (Vorjahr T€ 1.941) und Altersversorgung 39 T€ (Vorjahr 40 T€). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen In den Abschreibungen sind 2.527 T€ (Vorjahr 2.273 T€) planmäßige Abschreibungen sowie 65 T€ (Vorjahr 0 T€) außerplanmäßige Abschreibungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Die Kostenumlage Konzern resultiert aus der Weiterberechnung des Aufwandes der BARTEC Top Holding GmbH gemäß dem Gruppendienstleistungsvertrag für den BARTEC-Konzern. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von 3.254 T€ (Vorjahr 12.867 T€) angefallen, insbesondere aus Wertberichtungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.139 T€ aufgrund der DCF-Bewertung (Vorjahr 11.467 T€). Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen stammen in voller Höhe von 15.143 T€ (Vorjahr 11.580 T€) aus verbundenen Unternehmen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In diesem Posten sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 11.844 T€ (Vorjahr 15.644 T€) enthalten. Abschreibungen auf Finanzanlagen Dieser Posten betrifft außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.073 T€ (Vorjahr 6.920 T€). Zinsen und ähnliche Aufwendungen In diesem Posten sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 7.975 T€ (Vorjahr 5.467 T€) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten 4 T€ (Vorjahr 6.358 T€ Erträge) periodenfremde Aufwendungen. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern enthalten 3 T€ (Vorjahr 3 T€ Aufwand) periodenfremde Erträge. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Im Durchschnitt waren in der Berichtsperiode ohne Geschäftsführer 179 (Vorjahr 174) Mitarbeiter beschäftigt, davon 65 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 65) und 114 Angestellte (Vorjahr 109). Mitglieder der Geschäftsführung Dr. Martin Uwe Schefter, Bonn-Bad Godesberg, CEO BARTEC-Gruppe Dr. Thomas Rudolf Fritzmann, Bad Dürkheim, CFO BARTEC-Gruppe Bezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung werden von der BARTEC Top Holding GmbH getragen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für Leistungen im Geschäftsjahr 2023/2024 berechnete Gesamthonorar beträgt 63 T€. Oberstes Mutterunternehmen und Konzernabschluss Das einzige Mutterunternehmen, das zum 30. April 2024 einen Konzernabschluss erstellt, in den die BARTEC GmbH einbezogen wird, ist die Shield Acquisition S.à r.l., Luxemburg. Dieser Konzernabschluss wird im Registre de Commerce et des Societes in Luxemburg unter der Nummer B236067 eingereicht. Durch die Erstellung dieses Konzernabschlusses ist die BARTEC GmbH von der Verpflichtung zur Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses nach § 291 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 HGB befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den luxemburgischen Rechnungslegungsvorschriften erstellt, die sich von den Regelungen des deutschen Handelsrechts vor allem durch unterschiedliche Gliederungsvorgaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung unterscheiden. Signifikante Unterschiede hinsichtlich der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden liegen nicht vor. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit dem Übertragungs- und Nutzungsvertrag vom 31.07.2024 wurde der restliche Geschäftsbereich Electric Heating Tracing (EHT) an die Bartec Benke GmbH mit Wirkung zum 01.08.2024 zu Buchwerten übertragen. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 wurde wie im Vorjahr aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages an den Gesellschafter BARTEC Top Holding GmbH abgeführt.
Bad Mergentheim, 24. Oktober 2024 BARTEC GmbH Die Geschäftsführung Dr. Martin Uwe Schefter Dr. Thomas Rudolf Fritzmann Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Lagebericht für das für das Geschäftsjahr 2023/2024Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell und Geschäftstätigkeit Die BARTEC GmbH, Bad Mergentheim, (Deutschland), ist im Bereich des Explosionsschutzes sowie der Mess- und Wärmetechnik in der Entwicklung sowie als Produktions- und Vertriebsgesellschaft tätig. Entwickelt, produziert und vertrieben werden vor allem Sicherheitskomponenten und Systemlösungen für Bereiche, in denen mit gefährlichen Stoffen wie brennbaren Flüssigkeiten, Gasen und Stäuben gearbeitet wird. Sitz und Produktionsstandort der Gesellschaft ist Bad Mergentheim. Der Vertrieb erfolgt weltweit im Wesentlichen über die eigenen Tochtergesellschaften. In geringem Umfang werden Endkunden auch direkt beliefert, insbesondere in Vertriebsgebieten, für die keine Tochtergesellschaft zuständig ist. Das größte Absatzgebiet ist Deutschland. Insgesamt entfällt aber der überwiegende Teil der Umsatzerlöse auf europäische und außereuropäische Absatzmärkte. Beliefert werden schwerpunktmäßig Kunden der Öl-, Gas- und Chemieindustrie sowie des Maschinenbaus. Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung sowie die Geschäftsführung mit den ihr jeweils gesetzlich und vertraglich vorgesehenen Zuständigkeiten. Hinsichtlich der Mitglieder der Geschäftsführung verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Soweit nachfolgend Aussagen über die gesamte BARTEC Gruppe getätigt werden, gelten diese unmittelbar und umfassend auch für die BARTEC GmbH auf Grund ihrer Bedeutung für die BARTEC Gruppe. Organisationsstruktur Die BARTEC GmbH führt als Muttergesellschaft organisatorisch alle Produktions- und Vertriebstochtergesellschaften. Diese Gesellschaften bilden zusammen mit dessen Gesellschafter BARTEC Top Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften die BARTEC-Gruppe. Steuerungssystem Die BARTEC fokussiert sich auf den wachstumsstarken und innovationsgetriebenen Bereich der Sicherheitstechnik. Der Schutz von Mensch und Umwelt durch die Sicherheit von Komponenten, Modulen und Systemen ist unser Anspruch. Als finanzielle Steuerungsgrößen nutzen wir die auf der deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegung (HGB) basierenden Steuerungsgrößen
Die nicht finanziellen Steuerungsgrößen für den Erfolg unseres Unternehmens betreffen vor allem die Optimierung unserer Produktion, die Qualität unserer Produkte sowie Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter. Die "Umsatzerlöse" sind vorwiegend beeinflusst von der Attraktivität und Innovationskraft unseres Angebots an Produkten, Systemen und kundenspezifischen Lösungen, der Investitionsbereitschaft unserer Kunden und der konjunkturellen Entwicklungen in unseren Absatzbranchen und Absatzmärkten. Auf das "nachhaltige EBITDA" wirkt sich zudem die Entwicklung der operativen Kosten, insbesondere des Materialaufwandes, der Personalaufwendungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Im Einzelfall festgelegte Sonder- und Einmalerträge und -aufwendungen werden bei der Ermittlung bereinigt. Währungsgewinne und -verluste aus Finanzierungsgeschäften werden ebenfalls bereinigt. Das "Nettoumlaufvermögen" ist definiert als der Saldo aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte, Vorräten, sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten. Es spiegelt im Wesentlichen das im operativen Geschäft kurzfristig gebundene Kapital wider. Die "Nettoverschuldung" ist definiert als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Forschung und Entwicklung BARTEC gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Sicherheitstechnik in explosionsgefährdeten Bereichen. Um diesem Anspruch weiterhin gerecht zu werden, wird die Produktpalette ständig weiterentwickelt, unterstützt durch den Einsatz neuester Technik in allen Entwicklungsphasen. Unsere stetigen vielschichtigen Aktivitäten in der Forschung und vor allem in der Entwicklung sichern der BARTEC den Absatz von morgen auf den Märkten der Zukunft. Schwerpunkte der konzernweiten Forschungs- und Entwicklungstätigkeit waren im Geschäftsjahr 2023/2024 Produktlinie Electrical Safety Solution (ESS) und Enterprise Mobility (EM) sowie Electric Heathing (EHT). Im Geschäftsjahr 2023/2024 belief sich der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auf 12.562 T€ (Vorjahr 8.500 T€), davon entfallen auf die aktivierten selbst geschaffenen Vermögensgegenstände 9.880 T€ (Vorjahr 5.686 T€). Dies entspricht einer Aktivierungsquote von 78,6 % (Vorjahr 66,9 %). Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Zu den Kunden unserer global agierenden Unternehmensgruppe zählen vor allem die Öl- und Gasindustrie sowie Chemie-, Petrochemie- und Pharmakonzerne aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt. Auch in 2023 war Mineralöl nach wie vor der größte Primärenergieträger sowohl global 1 als auch in Deutschland. Der Anteil an der Primärenergieversorgung bestand zu 31,7 % aus Öl (Deutschland 35,6 %) 2 , zu 26,5 % aus Kohle (Deutschland 17 %) und zu 23,3 % aus Gas (Deutschland 24,7 %). Zusammen sind dies 81,5 % (Deutschland 78 %) der gesamten Energieversorgung, wobei ergänzend noch die Kernkraft sowie erneuerbare Energieträger zur Primärenergieversorgung beitragen. In 2022 betrug der weltweite Anteil der erneuerbaren Energieträger wie z.B. Wasserkraft und Biomasse 15 % (Deutschland 19,6 %) am gesamten Bruttoendenergieverbrauch; mit steigender Tendenz. Dies auch im Zuge der Energiewende, die einen Übergang von fossiler zu erneuerbarer Energiegewinnung fordert. Gesamtwirtschaftlich betrachtet entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das als eines der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren zur Messung der konjunkturellen Entwicklung der Volkswirtschaft herangezogen wird, im Jahr 2023 um 0,3 % gegen- über dem Vorjahr 2022 nach oben 3 bzw. 0,2 % im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 nach oben 4. Der gesamtwirtschaftliche Auftragseingangsindex als Konjunkturindikator für das verarbeitende Gewerbe, zu dem die BARTEC-Gruppe zählt, liegt im April 2024 gesamthaft um 4,8 % unter dem Basisjahr 5.
2
https://www.bdew.de/media/documents/Jahresbericht_2023_UPDATE_Mai_2024_final_V2.pdf
3 https://de.statista.com/themen/26/bip/
Gegenüber dem Vormonat schrumpfte er um 0,063 Prozentpunkte und gegenüber dem Vorjahreswert von 96,8 Prozentpunkten um 1,68 Prozentpunkte. Im ersten Quartal 2024 stieg der Preis für Energie- und Rohstoffe auf den internationalen Märkten für Agrar- und Industrierohstoffe wieder leicht an. Der HWWI-Rohstoffpreisindex bildet die preisliche Veränderung der 30 wichtigsten internationalen Rohstoffe u.a. aus den Bereichen Energie- und Industrierohstoffe ab. Im April 2024 stieg er zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 5,7 %, befindet sich seitdem in Seitwärtsbewegung des Preisniveaus. Der Gesamtindex liegt mit 182,9 % unter dem Wert im April 2023 6. Nachdem sich der Rohölpreis der europäischen Referenzsorte Brent in den letzten Monaten zwischen 75,47 US-Dollar pro Barrel (159 I) (Monat Mai 2023) und 81,75 US-Dollar pro Barrel (Monat Mai 2024) aufwärts bewegte, betrug dieser im April 2024 durchschnittlich 89,94 US-Dollar pro Barrel (159 1). Im April 2023 waren es durchschnittlich 84,64 US-Dollar 7. Die Ölpreise steigen tendenziell seit Beginn des Jahres an, was hauptsächlich auf die angespannte geopolitische Lage zurückzuführen ist. 7 Neben der angespannten geopolitischen Lage deuten weitere Faktoren auf die Aufwärtssensibilität des Ölpreises hin, darunter sinkende Lagerbestände und die wahrscheinliche Beibehaltung der OPEC-Kürzungen. Die Lage im Gazastreifen verstärkt die Vorsicht bei Spekulationen für fallende Preise, ist jedoch nicht der alleinige Treiber für steigende Ölpreise. Die Aussicht auf eine Lockerung der US-Geldpolitik könnte den Aufwärtstrend der Ölpreise verstärken 8. Trotzt dem soeben beschriebenen leichten Aufwärtstrend des Ölpreises darf nicht außer Acht gelassen werden, dass weiterhin Billionen USD in saubere Energietechnologien und -infrastruktur investiert werden, so ein neuer Bericht von IEA (International Energy Agency) 9. Dies lässt mitunter die Szenarien als wahrscheinlich erachten, dass die Erdöl-Industrie, als eine der großen Abnehmer der BARTEC-Gruppe sich neuen Geschäftsfeldern zuwendet, die auf erneuerbare Energien, Wasserstoff und Chemie setzt. Dies hat für die gesamte BARTEC-Gruppe eine sukzessive Neuorientierung zur Folge. Branche Eine der größten Abnehmerbranche für die Produkte der BARTEC-Gruppe ist traditionell die Öl- und Gasindustrie einschließlich der Petrochemischen Industrie. Daneben sind die Pharmaindustrie, die Energieerzeugung und die Lebensmittelindustrie wesentliche Abnehmer der Produkte und Leistungen der BARTEC-Gruppe. Sowohl die Anlageninvestitionen als auch die laufenden Wartungs- und Reparaturaufwendungen dieser Branchen sind dabei die entscheidenden Einflussfaktoren für die Geschäftsentwicklung der BARTEC-Gruppe.
6
https://www.hwwi.org/wp-content/uploads/2024/05/HWWI_Pressemitteilung_RSPI.pdf
8
https://www.fastenergy.de/heizoel-news/heizoel-news_2024_05_4737.htm
Die Anlageninvestitionen insbesondere der Öl- und Gasindustrie hängen zum Großteil vom Rohölpreis und vom Rohölverbrauch ab. Wie in allen Bereichen der Wirtschaft hatte der Ausbruch des Russland-Ukraine- Kriegs große Verwerfungen zur Folge, die bis heute anhalten. Zudem hatte die spürbare konjunkturelle Abkühlung in Deutschland einen spürbaren Effekt auf die Geschäftsentwicklung in der Öl- und Gasindustrie. Wir sehen aber eine gesteigerte Nachfrage in nachhaltige Energien, wo wir bereits vertreten sind. In den Bereichen Chemie und Lebensmittelindustrie rechnen wir aus heutiger Sicht für die kommenden Jahre allenfalls mit einem moderaten Wachstum. Geschäftsverlauf Entwicklung der finanziellen Steuerungsgrößen Die in diesem Abschnitt erläuterten, auf den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) basierenden finanziellen Steuerungsgrößen der BARTEC GmbH haben sich im Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
*) Aufgrund der Berechnung mit exakten Zahlen können in dieser und in nachfolgenden Tabellen Rundungsunterschiede bei Summen und Prozentsätzen auftreten. Die Steuerungsgrößen haben sich nicht entsprechend des Lageberichts des Vorjahres entwickelt. Bei den Umsätzen hatten wir mit einer signifikanten Steigerung gerechnet, konnten aber die selbst gesteckten Ziele nicht erreichen. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass wir die Auftragseingänge nicht wie erwartet steigern konnten und keine neuen Großprojekte gewinnen konnten. Weiterhin konnte der Marktstart unseres neuen Mobiltelefons nicht wie geplant durchgeführt werden, so dass wir die Umsatzziele im Geschäftsbereich ACS nicht erreichen konnten. Dementsprechend blieb auch das Nachhaltige EBITDA hinter unseren Erwartungen zurück. Für das Nettoumlaufvermögen konnten hingegen dementsprechend eine Reduzierung mehr als erwartet erreicht werden und damit die Kapitalbindung reduziert werden. Umsatzerlöse Die Nettoumsatzerlöse der BARTEC GmbH belaufen sich für den zum 30. April 2024 abgelaufenen Zwölfmonatszeitraum auf 43.825 T€ (Vorjahr 45.791 T€) was einem Rückgang von 4,3 % entspricht. Dies ist insbesondere auf die Produktbereiche EHT und ACS zurückzuführen. Die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen betreffen 96,3 % (Vorjahr 98,7 %) der Gesamtumsätze. Nachhaltiges Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) Als Saldo aus Erträgen und Aufwendungen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, ergibt sich nach Bereinigung von Sonderaufwendungen ein nachhaltiges EBITDA in Höhe von -3.646 T€ (Vorjahr -1.094 T€). Die Bereinigungen sind so angesetzt, wie sie im Rahmen der internen operativen Unternehmenssteuerung klassifiziert werden und betreffen vor allem einmalige Erträge aus Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen (3.979 T€, im Vorjahr 30.697 T€). Nettoumlaufvermögen Das Nettoumlaufvermögen im Geschäftsjahr 2023/2024 ist von 7.274 T€ im Vorjahr um 1.910 T€ auf 5.364 T€ gesunken und beträgt damit 1,9 % (Vorjahr 2,2 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Verminderung des Vorratsbestandes zurückzuführen. Nettoverschuldung Die Nettoverschuldung hat sich von -20.995 T€ auf T€ -12.943 T€ verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das Cashpooling innerhalb der BARTEC Gruppe zurückzuführen. Obwohl sich hierdurch die Flüssigen Mittel verringert haben, liegt mangels Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unverändert ein übersteigender Wert der Flüssigen Mittel, d. h. eine negative Nettoverschuldung, vor. Ertragslage Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche der BARTEC GmbH ist wie folgt:
Produktbereich Electrical Safety Solutions Entsprechend der bestehenden Organisationsstruktur werden in diesem Geschäftsbereich die Geschäftsfelder Schalt-, Steuerungs- und Verbindungstechnik, Industriebeleuchtung sowie Motoren zusammengeführt. Der Umsatz des Geschäftsbereichs konnte durch die Durchführung von Sonderprojekten besonders in Deutschland um 4,9% gesteigert werden, blieb aber dennoch unter unseren Erwartungen. Die gute Auftragslage zu Beginn des Geschäftsjahres konnte nicht weiter ausgebaut werden, so dass wir die selbstgesteckten Umsatzziele nicht vollumfänglich erreichen konnten. Produktbereich Electric Heating Tracing In diesem Produktbereich sind die Geschäftsfelder Elektrische Heizungen und Engineering & Service mit dem Fokus auf Industriekunden zusammengefasst. Im Geschäftsjahr ist der Umsatz mit Lizenzen und Zulieferteile für den Standort Gotteszell der BARTEC GmbH zurückgegangen, da wir zu Beginn des Geschäftsjahres die russische Vertriebsgesellschaft geschlossen haben. Weiterhin fokussierten wir uns auf eine stärkere Konzentrierung auf die Produktion am Standort Gotteszell, so dass weniger Zulieferteile der BARTEC GmbH geliefert werden mussten. Produktbereich Automation and Communication Systems Der Geschäftsbereich Kommunikationstechnik umfasst die projektabhängigen Geschäftsfelder der Kommunikationstechnik. Im Angebot befinden sich vernetzte Elemente als auch Support für die Vernetzung im explosionsgefährdeten Bereich, um unseren Kunden spezifische Lösungen für IIoT und Industrie 4.0 zu bieten. Das Human-Machine-Interface-Portfolio (POLARIS) von BARTEC bietet Lösungen von 7 Zoll bis 24 Zoll rund um die Prozessvisualisierung und das Bedienen und Beobachten aus einer Hand. Im Verbund mit den weiteren Produkten des BARTEC Portfolio liefert das System eine skalierbare Lösung für die OEM, die sich von Komponenten bis hin zur Komplettlösung erstreckt. Das im EX-Markt breiteste Enterprise Mobility Portfolio umfasst Mobiltelefone, Handscanner, mobile Kamerasysteme, mobile Computer, Tablets und Tablet-PCs mit einer Displaygröße zwischen 3,7 Zoll bis 10 Zoll. Insgesamt sind die Umsätze im Geschäftsbereich um 9,6% zurückgegangen, was mehr war als erwartet. Dies liegt vor allem in dem verspäteten Marktstart unseres neu entwickelten Mobiltelefons begründet, das nun im Geschäftsjahr 2024/2025 auf den Markt kommt. Produktbereich Central Services/others Der Umsatzrückgang im Produktbereich Central Services/others resultiert im Wesentlichen aus der Schließung unserer russischen Vertriebsgesellschaft, die im letzten Geschäftsjahr Erlöse aus Markennutzungsrechte von 114 TEUR beigetragen hatte. In den nachfolgenden Abschnitten werden die neben den Steuerungsgrößen relevanten Einzelbestandteile des Jahresergebnisses für den zum 30. April 2024 beendeten Zwölfmonatszeitraum dargestellt. Der Auftragsbestand hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 3.340 T€ verringert (30. April 2023: 5.400 T€). Der Auftragsbestand der BARTEC GmbH beinhaltet zum überwiegenden Anteil Aufträge von verbundenen Unternehmen, wird in der Regel kurzfristig erteilt und ist damit im Verhältnis zum Umsatz eher gering. Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat sich der Auftragsbestand reduziert, was mit dem verspäteten Marktstart unseres neuen Mobiltelefons begründet werden kann. Der Anstieg der anderen aktivierten Eigenleistungen um 4.194 T€ auf T€ 9.880 (Vorjahr 5.686 T€) resultiert aus der Fokussierung der Entwicklungsaktivitäten auf den Bereich "Enterprise Mobility" unter Berücksichtigung der anspruchsvollen Marktsituation. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf 11.041 T€ (Vorjahr 53.401 T€) gesunken. Die Reduzierung resultiert wesentlich aus der niedrigeren Zuschreibung Anteile aus verbundenen Unternehmen sowie niedrigere Erträge aus bereits abgeschriebenen Intercompany-Forderungen. Der Materialaufwand beläuft sich zusammen mit den Bestandsveränderungen bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 23.129 T€ (Vorjahr 21.751 T€). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zzgl./ abgzl. Bestandsveränderung in Relation zu den Umsatzerlösen) der BARTEC GmbH beträgt 52,8 % (Vorjahr 47,8 %). Der Anstieg der Quote ergibt sich aus Veränderungen im Produktmix hin zu Produkten mit einer höheren Materialaufwandsquote. Unser Rohertrag (20.696 T€, Vorjahr 24.040 T€) ist definiert als Umsatzerlöse zzgl./ abzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand. Er wird beeinflusst von verschiedenen Faktoren, u. a. die Einkaufpreise von Waren (einschließlich der von uns zu übernehmenden Frachtkosten) und anderen Änderungen unserer Fertigungskosten, Änderungen im Hinblick auf unseren Produkt- und Kunden-Mix, geographische Verschiebungen im Absatz sowie Änderungen infolge von Marketing-Initiativen, Einführungen von neuen Produkten und Produktverbesserungen. Durch die Anpassung des Angebots der von uns bezogenen Produkte im Hinblick auf die Erfüllung einer veränderlichen Nachfrage, kann der von uns erwirtschaftete Rohertrag im normalen Geschäftsgang Schwankungen unterliegen. Der Personalaufwand für den am 30. April 2024 beendeten Zwölfmonatszeitraum beläuft sich auf 14.694 T€ oder 33,5 % der Umsatzerlöse (Vorjahr 12.950 T€ oder 28,3 % der Umsatzerlöse). Der Anstieg ist durch die Erhöhung der Mitarbeiterzahl und Tariferhöhungen beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um -14.406 T€ auf 26.915 T€ vermindert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Fremdleistungen, Finanzanlagenabgangsverlusten, realisierten Kursverlusten von Darlehen an verbundenen Unternehmen sowie Forderungsverzichten an verbundenen Unternehmen. Als Saldo aus diesen Erträgen und Aufwendungen und unter Bereinigung signifikanter Sondererträge und -aufwendungen ergibt sich das nachhaltige EBITDA, das im Geschäftsjahr 2023/2024 -3.646 T€ (Vorjahr -1.094 T€) beträgt. Die Abschreibungen erhöhten sich leicht um 319 T€ auf 2.592 T€. Das Finanzergebnis hat sich von 23.092 T€ um 2.554 T€ auf 25.646 T€ verbessert. Es ist wesentlich geprägt durch Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträgen sowie das Zinsergebnis (Saldo aus den Positionen "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" und "Sonstige Zinsen und finanzielle Erträge"). Das Zinsergebnis ist maßgeblich durch die Verzinsung im Verbundbereich geprägt. Die BARTEC GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023/2024 einen Gewinn vor Ergebnisausgleich von 23.034 T€ aus (Vorjahr 56.032 T€) aus. Vermögenslage Die Bilanzsumme der BARTEC GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 283.147 T€ (Vorjahr 325.063 T€). Anlagevermögen Die Kapitalbindung durch Anlagevermögen ist mit 66 % der Bilanzsumme deutlich über dem Vorjahresniveau (41,0 %). Das Anlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 53.579 T€. Es beträgt zum Geschäftsjahresende 186.830 T€ und besteht hauptsächlich mit 163.784 T€ aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Umlaufvermögen Das Umlaufvermögen besteht vor allem aus Vorräten und Forderungen, die aus dem laufenden Geschäftsbetrieb der operativen BARTEC Gruppe sowie aus dem Ergebnisausgleich mit dem Gesellschafter resultieren. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Steuerungsgröße "Nettoumlaufvermögen". Der Rückgang des Umlaufvermögens um 95.661 T € resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 156.496 T€ auf 72.072 T€. Finanzlage Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert 25 T€. Die Kapitalrücklage erhöhte sich auf 139.883 T€ (Vorjahr 103.649 T€) wegen der Übernahme der Gesellschaft Bartec Engineering & Services AG (Cham/ Schweiz). Jahresergebnisse werden aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft, die BARTEC Top Holding GmbH, abgeführt bzw. von dieser ausgeglichen. Rückstellungen In den Rückstellungen sind nur sonstige Rückstellungen enthalten. Sie betragen 2.836 T€ (Vorjahr 3.077 T€). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Ausgewiesen sind zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.300 T€ (Vorjahr 3.527 T€), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 111.029 T€ (Vorjahr 188.746 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 362 T€ (Vorjahr 981 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um 77.717 T€ auf 111.029 T€ vornehmlich durch die Verrechnung der Ergebnisabführung aus Vorjahren mit der Muttergesellschaft Bartec Top Holding. Liquiditätslage Das Liquiditätsmanagement der gesamten BARTEC-Gruppe wird von der Gesellschafterebene im Zusammenwirken mit der BARTEC GmbH gesteuert und koordiniert. Die BARTEC-Gruppe hatte mit der Refinanzierung 2019 und 2020 eine neue Finanzierung mit einer Laufzeit von 7 Jahren abgeschlossen. Diese Refinanzierungsmaßnahmen betrafen nicht unmittelbar die BARTEC GmbH, hatten aber über die Einbindung der BARTEC GmbH in die Konzernfinanzierung als Folge einer Garantenstellung eine große risikomindernde, indirekte Bedeutung für die BARTEC GmbH. Die Steuerung dieses Kreditvertrags sowie das Liquiditätsmanagement werden zentral für die BARTEC-Gruppe von der BARTEC Top Holding GmbH, Bad Mergentheim, übernommen. Dabei werden auch die kurzfristige Finanzausstattung der Konzerngesellschaften sowie die Kreditrisiken zentral koordiniert und es wird über die Grundsätze der Währungsrisikosicherung entschieden. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel über einen Cash-Pool innerhalb Deutschlands bereitgehalten. Diese stehen sowohl für operative Zahlungsströme als auch für die Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten zur Verfügung. Ziel der Finanzierungspolitik ist es, über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen der Unternehmensgruppe jederzeit erfüllen zu können. Die operative Geschäftstätigkeit und die daraus resultierenden Einzahlungen stellen die wichtigste Liquiditätsquelle dar. Im Rahmen unseres Cash-Management-Systems werden die Liquiditätsüberschüsse der GmbH genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Darüber hinaus reduziert BARTEC kostenpflichtige Bankumsätze durch Verrechnung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften. Aus heutiger Sicht ist über den künftigen Geschäftsverlauf und die nunmehr bestehenden Finanzierungsvereinbarungen zu erwarten, dass die BARTEC GmbH ihre finanziellen Verpflichtungen auch für die Zukunft erfüllen kann. Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 11,8 Mio. € (Vorjahr 8,8 Mio. €) investiert worden. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betreffen hauptsächlich selbst erstellte Entwicklungen von Neuprodukten. Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage Die BARTEC Top Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften haben ihren finanziellen Transformationsprozess der Vorjahre zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/2022 abgeschlossen. Die schwierigen Marktbedingungen der vorausgegangenen Jahre haben weiterhin Bestand und wurden durch die seit Februar 2020 bestehende COVID-Krise und ab Februar 2022 durch den Ukraine-Krieg noch verschärft. Insgesamt ist das Jahresergebnis der GmbH zufriedenstellend. Der abgeführte Gewinn an die BARTEC Top Holding beträgt 23,0 Mio. €. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GmbH stellt sich insgesamt weiterhin als hinreichend dar. Chancen- und Risikobericht Die GmbH ist in das Risikomanagementsystem der BARTEC Gruppe eingebunden, deren Risikopolitik darauf ausgerichtet ist, die nachhaltige Ertragskraft und damit den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern und die mittelfristig definierten strategischen Zielgrößen zu erreichen. Die BARTEC Gruppe verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Früherkennung und Minimierung von Risiken und Entwicklungen, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe auswirken können. Es erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette von Einkauf, Produktion, Vertrieb und Marketing. Das Risikomanagementsystem schließt eine kontinuierliche Beobachtung von Märkten, Kunden und Lieferanten ein und sorgt somit in Verbindung mit dem Controlling, dass Risiken erkannt und Chancen genutzt werden können. Ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige, monatliche Berichterstattung des jeweiligen Managements der Konzerntochtergesellschaften an die Geschäftsführung der BARTEC Gruppe über Entwicklungen in allen relevanten Geschäftsbereichen, die Auswirkungen auf die BARTEC Gruppe haben können. Die direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken basiert vor allem auf finanzwirtschaftlichen Größen im Rahmen der laufenden monatlichen Finanzberichterstattung. Hinzu kommt die monatliche Bewertung von Produkthaftpflichtrisiken. Darüber hinaus werden steuerliche Risiken insbesondere aus gruppeninternen Transferpreisen regelmäßig überprüft. Aus der Überprüfung der Mittelbindung insbesondere bei Projektgeschäften erfolgt vor allem auch die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität durch Optimierung der Gruppenfinanzierung, die Erfüllung sämtlicher Anforderungen aus den Kreditverträgen und die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Die operativen Finanzrisiken beinhalten im Wesentlichen Projektgeschäft-, Forderungsausfall- und Währungsrisiken sowie Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und im Hinblick auf ihr größtmögliches Schadenspotenzial und die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens bewertet und Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung bzw. -abwehr vorgeschlagen. Bei Bedarf werden erforderliche Maßnahmen zur Beherrschung des identifizierten Risikos definiert und umgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Finanzwirtschaftliche Risiken wie Währungs- und Zinsrisiken werden grundsätzlich nicht durch den Abschluss entsprechender Sicherungsinstrumente verringert. Zum 30. April 2024 bestehen weder Währungs- noch Zinssicherungsgeschäfte. Für die GmbH ist das Währungsrisiko aufgrund des hauptsächlich innerdeutschen Geschäftsvolumens als gering einzuschätzen. Die Finanzierung der BARTEC Gruppe wird auf Gruppenebene gesteuert. Die BARTEC GmbH selbst ist innenfinanziert, weshalb das Zinsänderungsrisiko als gering eingeschätzt wird. Als Gesamtbewertung der Chancen und Risiken, denen die Unternehmensgruppe marktbezogen ausgesetzt ist, kann zusammengefasst werden, dass die internationale konjunkturelle und politische Entwicklung für die BARTEC Gruppe sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite einen wesentlichen Einfluss auf die Chancen- und Risikoposition hat. Neben der allgemeinen konjunkturellen und politischen Entwicklung spielt deren Einfluss auf die branchenspezifischen Parameter, wie Preis- und Mengenentwicklung, (wie z. B. die Ölpreisentwicklung) eine entscheidende und für unsere Risikoposition hohe Rolle. Sie wirkt sich zudem auf die eigene wirtschaftliche Unternehmensentwicklung wichtiger Kunden aus, was wiederum deren Investitionsverhalten und damit unser Absatzpotenzial stark beeinflusst. Die BARTEC Gruppe verfolgt die Marktentwicklung in den einzelnen Ländern sehr genau, um so mögliche Risiken ggf. auch durch entsprechende Ressourcenanpassung bzw. Ressourcenallokation und andere Maßnahmen zu begrenzen. Unsere breite internationale Ausrichtung in der gesamten Wertschöpfungskette reduziert dabei die Abhängigkeit von einzelnen Märkten. Gleiches gilt für die stark differenzierte Produkt-, Lieferanten- und Kundenstruktur. Die Finanzierung ist gesichert und hinreichend unter der Voraussetzung, dass keine zusätzlichen Marktrisiken oder Produktrisiken eintreten. Die Umsatz- und Ergebnischancen liegen für die BARTEC Gruppe vor allem in der Entwicklung von Produktinnovationen, der weiteren Internationalisierung des Vertriebsnetzwerks, der kontinuierlichen Verbesserung unserer Produktionsprozesse und der konsequenten Kostenoptimierung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die BARTEC Gruppe sieht sich angesichts der konjunkturellen Rahmenbedingungen und wettbewerbsintensiven Marktstrukturen mit einem herausfordernden Umfeld konfrontiert. Die hohen und als Folge des am 24. Februar 2022 ausgebrochenen Ukraine-Krieges nochmals verstärkten Unsicherheiten über den Fortgang der globalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung bestehen weiterhin. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass unser Kerngeschäft hinreichend attraktiv bleibt. Weitere Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Gruppe gefährden könnten, sind derzeit jedoch nicht erkennbar. Prognosebericht Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung Die Entwicklung der Industrierohstoffpreise als Indikator für die weltwirtschaftliche Konjunktur lässt seit dem Tiefpunkt im April 2020 erahnen, dass die Krise seit dem Ausbruch der Pandemie zu Beginn in 2020 sich stetig zu erholen scheint. Fortwährend entwickelte sich der Energierohstoffindex ausgehend von April 2020 zunächst mit einem Wert von 50 stetig nach oben bis zum 3. Quartal 2022, wo er einen bislang einzigartigen Rekordwert von 337 erreicht. Jedoch war der Index seit September 2022 stark rückläufig, u.a. aufgrund der Ankündigung der US-Regierung zur Freigabe der strategischen Ölreserven und die vorübergehende Erhöhung der Ölproduktion der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) und befand sich im 2. Quartal 2023 bei einem Tiefpunkt von 195. Seitdem sank der Index tendenziell weiter ab, erholte sich jedoch bereits seit Februar 2024 wieder und lag im April 2024 bei 201. 10 In gleicher Weise lag der Industrierohstoffindex noch im 3. Quartal 2022 bei einem historischen Höhepunkt von etwas mehr als 143, angesichts der weltweit schwachen Konjunkturaussichten sank die Nachfrage nach Industrierohstoffen stetig weiter, sodass im 2. Quartal 2023 der Wert bei 120 lag, steigt tendenziell seit Februar 2024 wieder und lag im April 2024 bei 122. 10 Die Weltwirtschaft befindet sich, angesichts der internationale Währungsfonds (IWF), ab 2025 wieder auf einem guten Kurs und in Deutschland dürfte die Wirtschaft demnach aufgrund der aktuellen Prognose sogar im Jahr 2025 bis 2026 von 1 % bis 1,5 % zulegen. 11 Trotz vieler düsterer Vorhersagen des IWF sei die Welt von einer Rezession dennoch verschont geblieben. Dabei hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche Herausforderungen gegeben. Man denke an die Unterbrechungen der Lieferketten im Zuge der Coronapandemie, eine weltweite Energie- und Nahrungsmittelkrise wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, an den beträchtlichen Anstieg der Inflation und als Reaktion eine straffe Geldpolitik mit Zinsanhebungen. Positiv sei immerhin, dass die hohe Inflation keine unkontrollierte Lohn-Preis-Spirale ausgelöst habe 12Q. Zuversichtlich werten wir, dass der IWF für 2025 wieder ein positives Weltwirtschaftswachstum über 3,3 % gegenüber dem Vorjahr prognositiziert. 13 Erwartete Entwicklung der Steuerungsgrößen Auf Basis vorläufiger Abschlusszahlen rechnen wir für die BARTEC GmbH im Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Umsatzanstieg von 24%. Hierin spiegeln sich der erwartete Marktstart unseres neuen Mobiltelefons im kommenden Geschäftsjahr wider, sowie ein solides Wachstum im Bereich ESS. Für das nachhaltige EBITDA der BARTEC GmbH und der Umsetzung der Transferpreisrichtlinie erwarten wir im Geschäftsjahr 2024/2025 auf Basis vorläufiger Abschlusszahlen einen Betrag von 2,3 Mio. € (2023/2024: -1,5 Mio. €). Durch die umgesetzten Maßnahmen sieht die Geschäftsführung die BARTEC GmbH mittelfristig aber weiterhin operativ hinreichend gut positioniert. Als Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit zielen wir für zukünftige Perioden auf weitere Verbesserungen in unserem Produktionsnetzwerk, auf Innovationen und auf eine fortlaufende Senkung unserer Kostenbasis ab.
10
https://www.hwwi.org/wp-content/uploads/2024/05/HWWI_Pressemitteilung_RSPI.pdf
Für die Steuerungsgröße "Nettoumlaufvermögen" (30.04.2024: 5,4 Mio. €) erwarten wir zum 30. April 2025 einen Anstieg um 30 % aufgrund des angestrebten Umsatzwachstums. Die "Nettoverschuldung" (30.04.2024: -12,9 Mio. €) erwarten wir zum 30. April 2024 wegen der geplanten Ergebnisverbesserung trotz des höheren Nettoumlaufvermögens auf ähnlichem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 durch Effizienzsteigerungen eine konstante beziehungsweise leicht höhere Anzahl an Mitarbeitern. Die Prognosen beruhen auf verschiedenen Annahmen sowie derzeit verfügbaren Informationen und Markttendenzen. Die tatsächlichen Ergebnisse können bei Eintreten unterschiedlicher Umstände davon abweichen.
Bad Mergentheim, den 24. Oktober 2024 BARTEC GmbH Die Geschäftsführung Dr. Martin Uwe Schefter Dr. Thomas Rudolf Fritzmann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BARTEC GmbH, Bad MergentheimPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BARTEC GmbH, Bad Mergentheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BARTEC GmbH, Bad Mergentheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 25. Oktober 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Fuat Kalkan, Wirtschaftsprüfer Max Waiz, Wirtschaftsprüfer Feststellungsbeschlussder BARTEC GmbH, Bad MergentheimDer Jahresabschluss der BARTEC GmbH, Bad Mergentheim, für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde am 29. Oktober 2024 festgestellt. |
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