Beteiligungsgesellschaften
Stadtwerke Schwerte GmbH
Liethstraße 32, 58239 Schwerte, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Chris Dr. Kittl seit 8.8.2025 | Prokura |
Holger Gies seit 12.1.2021 | Prokura |
Sebastian Kirchmann seit 1.4.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (6)
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Schwerte GmbHSchwerteJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz für das Geschäftsjahr 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss der Stadtwerke Schwerte GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Regelungen sind die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet worden. Die Stadtwerke Schwerte GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit des Jahresabschlusses wurde die Bilanz gemäß § 265 Abs. 5 HGB um die Posten "Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" ergänzt. Die Stadtwerke Schwerte GmbH hat ihren Sitz in Schwerte und ist beim Amtsgericht Hagen mit der Nummer HRB 4526 eingetragen. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Anlagevermögen a) Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. b) Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung bzw. Herstellung linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis 250 Euro werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst; geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro werden nach der Sammelpostenmethode bewertet und über fünf Jahre linear abgeschrieben. c) Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen Gesellschafter, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Bei erkennbaren Einzelrisiken wird diesen durch individuelle Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine der Situation angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. 4. Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. 5. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach dem Teilwertverfahren gebildet. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) wurde der Rechnungszins auf Basis der für Ende Dezember 2023 veröffentlichten Werte der Bundesbank mit 1,82 Prozent p. a. in die Berechnung einbezogen. Einkommens- und Rentensteigerungen sind in Abhängigkeit vom Empfänger mit 1,0 bzw. 2,5 Prozent p. a. eingerechnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Soweit die Restlaufzeit mehr als ein Jahr betrug, sind die Rückstellungen abgezinst worden. 6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 7. Rechnungsabgrenzung Unter dem Posten passive Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen die empfangenen Baukostenzuschüsse ausgewiesen. Die bis zum 31. Dezember 2002 empfangenen Baukostenzuschüsse werden mit 5 Prozent jährlich ertragswirksam aufgelöst, die Neuzugänge ab dem 1. Januar 2003 werden passiviert und zum Bilanzstichtag analog den Nutzungsdauern der entsprechenden Aktivposten erfolgswirksam in den Umsatzerlösen aufgelöst. III. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Sachanlagen und der Finanzanlagen (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage 1 dieses Anhangs dargestellt. 2. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft besitzt zum 31. Dezember 2023 mindestens 20 % der Anteile am Kapital von folgenden Unternehmen:
* Ergebnisübernahme Stadtwerke Schwerte
GmbH (874 T€)
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Mit Ausnahme eines Betrages von 3.066 T€ (Vorjahr: 4.066 T€) der Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen aus noch nicht abgelesenem Verbrauch (1.074 T€; Vorjahr: 822 T€). Sie resultieren aus der Hochrechnung des Verbrauchs seit der letzten Ablesung bis zum Bilanzstichtag. Der tatsächliche Verbrauch wird im Rahmen der Jahresverbrauchsabrechnung im Jahr 2024 in Rechnung gestellt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.433 T€ enthalten Forderungen gegen die Stadtentwässerung Schwerte GmbH in Höhe von insgesamt 465 T€ (davon 460 € aus dem Ergebnisabführungsvertrag) sowie Forderungen gegen die Elementmedia GmbH, die sich wie folgt gliedern:
Bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus Abrechnungen mit dem übergeordneten Netzbetreiber 216 T€ (59 T€ KWK- Aufschlag, 97 T€ Off-Shore-Umlage, 60 T€ § 19 StromNEV-Umlage), Forderungen an fremde Händler (83 T€), debitorische Kreditoren (171 T€) und Forderungen aus der Preisbremse Wärme (59 T€) ausgewiesen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital setzt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:
Die Kapitalrücklage enthält das bei der Ausgabe der Geschäftsanteile erzielte Ausgabeaufgeld sowie sonstige Einzahlungen der Gesellschafter. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023 insgesamt 22.976 T€ (Vorjahr: 22.976 T€). Aufgrund des mit Wirkung zum 1. Januar 2006 mit der Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages ergibt sich für das Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von 0,00 €. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 vor Ergebnisabführung betrug 10.486.237,09 €. 5. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 6.850 T€ (Vorjahr 7.114 T€) resultieren aus Pensionszusagen gegenüber den ehemaligen Geschäftsführern. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt am Bilanzstichtag 67 T€. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre, ist aber nach herrschender Meinung nicht hinsichtlich der Gewinnabführung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Sonstigen lt. f) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen 1.395 T€, für den Abrechnungsprozess der Marktraumumstellung Gas 1.633 T€ sowie für ein Risiko aus der Umsetzung der Preisbremse Strom und Gas 1.052 T€ zusammen. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 4.907 T€ durch Bürgschaften der Gesellschafter gesichert und weitere 146 T€ sind durch Sicherungsübereignung der Photovoltaikanlagen gesichert. Die erhaltenen Anzahlungen betreffen überwiegend Kundenvorauszahlungen für Strom- und Gaslieferungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Energiebezugsrechnungen und Verbindlichkeiten gegenüber den vorgelagerten Netzbetreibern. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus laufenden Lieferungen und Leistungen. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kreditorische Debitoren in Höhe von 5.365 T€ (Vorjahr: 9.586 T€), die aus Kundenguthaben aus der Jahresverbrauchsabrechnung stammen, drei Darlehen gegenüber der Stadt Schwerte (10.285 T€, Vorjahr: 11.475 T€) sowie die Verbindlichkeit gegenüber der Amprion GmbH aus den voraussichtlichen Erstattungsbeträgen der Preisbremsen Strom und Gas (832 T€) ausgewiesen. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Baukostenzuschüsse in Höhe von 5.337 T€ (Vorjahr: 5.218 T€). 8. sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnisse Es bestehen wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus Energiebezügen für Strom, Gas und Wasser in Höhe von 49,24 Mio. €. Zugunsten der Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG hat sich die Stadtwerke Schwerte GmbH gegenüber einem Kreditinstitut bis zu einer Darlehenshöhe von 3.150 T€ verbürgt. Eine Inanspruchnahme wird als unwahrscheinlich eingeschätzt, da die Zahlungsfähigkeit der Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG derzeit als jederzeit gewährleistet angesehen wird. 9. Derivative Finanzinstrumente Die Stadtwerke Schwerte GmbH setzt derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente) zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen aus Darlehen (Grundgeschäft) ein. Dafür werden als Sicherungsinstrument Zinsswaps abgeschlossen. Die Laufzeit erstreckt sich bis Juni 2034. Diese Zinssicherungsgeschäfte sind hinsichtlich ihres finanziellen Risikos durch festgelegte Zinsobergrenzen limitiert, so dass aus dieser Art der Geschäfte keine negativen Risiken für die wirtschaftliche Existenz des Betriebes resultieren. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestanden folgende Zinssicherungsgeschäfte mit Kreditinstituten zur Absicherung von Grundgeschäften:
Der genannte Marktwert gibt eine Einschätzung der Marktgegebenheiten zum Berechnungszeitpunkt wieder. Er wird durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungen und je nach Geschäftsart unter Hinzunahme eines Bewertungsmodells rechnerisch ermittelt. Das verwendete Modell beinhaltet allgemein anerkannte und marktübliche finanzmathematische Verfahren. Der Marktwert wurde unter Verwendung der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden, handelsunabhängigen Marktdaten, wie der Terminsätze, die jedoch kontinuierlichen Veränderungen unterliegen, ermittelt. Das o. g. Swapgeschäft unterliegt einer Bindung zu einem Grundgeschäft, so dass es in Zusammenhang mit diesem Grundgeschäft als Bewertungseinheit anzusehen ist und bilanziert wird (Micro-Hedge). Die Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse
2. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3.581 T€ (Vorjahr: 2.593 T€) beinhalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1.003 T€, Vorjahr 542 T€) und Erstattungen aus der Marktraumumstellung Gas (2.224 T€, Vorjahr 856 T€). 3. Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 51.226 T€ (Vorjahr: 41.965 T€) enthalten im Wesentlichen Energiebezugskosten sowie die Zuführung einer Rückstellung für ein Risiko aus der Umsetzung der Preisbremsen Strom und Gas (995 T€). 4. sonstige betriebliche Aufwendungen In diesem Posten sind im Wesentlichen Konzessionsabgaben, Aufwendungen für IT-Dienstleistungen, Marketingaufwendungen, Reinigungs- und Instandhaltungsaufwendungen, Aufwendungen für die Marktraumumstellung Gas sowie Prüfungs- und Beratungskosten enthalten. 5. auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommene Ergebnisse
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten den Zinsanteil der durch die nach dem BilMoG vorgeschriebene Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen (164 T€). 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Hierbei handelt es sich um Gewerbesteuerumlagen der Organmutter Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG. 8. Jahresüberschuss Aufgrund des mit Wirkung zum 1. Januar 2006 mit der Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wird für das Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von 10.486 T€ abgeführt. 9. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird unter Verweis auf § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese im Konzernabschluss des Sondervermögens Bäder der Stadt Schwerte enthalten ist. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Geschäfte mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen bzw. nahestehenden Unternehmen und Personen Die wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind in der Anlage 2 dieses Anhangs dargestellt. 2. Arbeitnehmer Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
3. Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Dipl.-Volksw. Sebastian Kirchmann. Im Geschäftsjahr 2023 erhielt der Geschäftsführer folgende Bezüge von der Gesellschaft:
Die Tätigkeit wird hauptberuflich ausgeübt. Gegenüber den ehemaligen Geschäftsführern bestehen Pensionsverpflichtungen, die in der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 6.850 T€ (Vorjahr 7.114 T€) berücksichtigt sind. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Inanspruchnahme in Höhe von 387 T€ verbucht. 5. Aufsichtsrat Gemäß § 7 des Gesellschaftsvertrages vom 16. November 2004 besteht der Aufsichtsrat aus 14 Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr aus nachfolgenden Personen zusammen: 1. Dimitrios Axourgos Bürgermeister Stadt Schwerte, Aufsichtsratsvorsitzender 2. Guntram Pehlke (bis 31.05.2023) Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21), (erster) stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 2. Heike Heim Vorsitzende der Geschäftsführung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), (dritte) stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzender (bis 31.05.2023) Vorstandsvorsitzende der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21), (erste) stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzender (ab 01.06.2023) 3. Egon Schrezenmaier Unternehmer, (zweiter) stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 4. Peter Flosbach Geschäftsführer der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) (dritter) stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (ab 01.06.2023) 5. Andreas Czichowski Dipl.-Biologe der Remondis Production GmbH 6. Christiane Ganske Technische Projektleiterin der SVA System Vertrieb Alexander GmbH 7. Bruno Heinz-Fischer Lehrer i.R. 8. Dr. Ilka Homberger Prokuristin / Leiterin des Bereichs Recht (DSW21) 9. Jörg Jacoby Finanzvorstand der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) 10. Matthias Klein-Lassek (ab 01.06.2023) Geschäftsführer/Arbeitsdirektor der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) 11. Marc Seelbach Dipl.-Ing. Raumplanung der Ruhr-Universität Bochum 12. Christian Wever Angestellter Stadtwerke Schwerte GmbH 13. Anna Theis Angestellte Stadtwerke Schwerte GmbH 14. Werner Zurnieden genannt Döhmann Prokurist / Leiter Finanzen der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) Im Geschäftsjahr 2023 wurden Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt 30 T€ (Vorjahr: 30 T€) gezahlt. 6. Konzernabschluss Die Stadtwerke Schwerte GmbH wird in den Konzernabschluss des Sondervermögens Bäder der Stadt Schwerte, Schwerte, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und bekanntgegeben.
Schwerte, 31. Juli 2024 Sebastian Kirchmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerte GmbH Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Angaben zu § 6b Abs. 2 EnWG im Geschäftsjahr 2023alle wesentlichen Geschäfte (> 10 T€) mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind folgende:
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhalt I. Grundlage des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage d) Sonstiges 3. Gesamtaussage III. Erläuterungen zu Tätigkeiten § 6b EnWG IV. Bericht über die Einhaltung und Erreichung der öffentlichen Zwecksetzung V. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Prognosebericht I. Grundlage des Unternehmens Die Stadtwerke Schwerte GmbH ist ein kommunales Querverbundunternehmen mit Sitz in Schwerte. Die Gesellschafterstruktur wird durch die Stadt Schwerte, die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH und die Dortmunder Stadtwerke AG bestimmt. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 standen die Energieversorgung (Strom, Gas und Wärme), die Wasserversorgung sowie der Betrieb von öffentlichen Bädern. Ferner ist die Gesellschaft zur Erbringung von Kommunikationsdienstleistungen, die Entwicklung und Vermarktung von eigenen Grundstücken, die Planung, den Bau und die Unterhaltung von Straßen, Ingenieurbauwerken und Gewässern innerhalb des Stadtgebietes Schwerte sowie zur Erledigung sämtlicher mit dem Unternehmensgegenstand zusammenhängender Geschäfte befähigt. Die gesellschaftsrechtlichen Zusammenhänge stellen sich wie folgt dar:
II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Primärenergieverbrauch in Deutschland betrug im Jahr 2023 insgesamt 10.735 PJ oder 366,3 Mio. t SKE (Steinkohleäquivalente), gegenüber dem Vorjahr nahm der Primärenergieverbrauch damit um 8,1 % ab. Das Niveau des Energieverbrauchs sowie seine Zusammensetzung (Energiemix) wurden im Jahr 2023 weiterhin durch die Folgen des Krieges in der Ukraine bzw. die damit verbundenen spürbar höheren Energiepreise sowie Wachstumsverluste und sektorale Veränderungen innerhalb der deutschen Wirtschaft geprägt. Darüber hinaus wird der Energieverbrauch auch weiterhin durch politische und regulatorische Vorgaben auf nationaler oder europäischer Ebene beeinflusst, so die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. Wichtigster Energieträger für Deutschland blieb auch 2023 das Mineralöl mit einem Anteil von 35,6 %. Es folgte das Erdgas mit einem gegenüber dem Vorjahr leicht auf 24,7 % erhöhten Anteil. Die Position an dritter Stelle belegten die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 19,6 %. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 449,8 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 11,8 % weniger als im Jahr 2022. Gründe für den Rückgang waren insbesondere ein geringerer Strombedarf infolge der konjunkturellen Abschwächung in den energieintensiven Industriezweigen sowie der gestiegene Import von Strom aus dem Ausland. Mit einem Anteil von 56,0 % stammte der im Jahr 2023 erzeugte und ins Netz eingespeiste Strom mehrheitlich aus erneuerbaren Energieträgern, im Jahr 2022 hatte der Anteil an erneuerbaren Energieträgern noch 46,3 % betragen. Die Entwicklung des Primärenergieverbrauchs ist von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig. Dazu gehören neben Veränderungen der energiepolitischen und ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen vor allem makroökonomische und sektorale Entwicklungen wie der Strukturwandel, demografische Faktoren, die Energiepreise sowie Temperatur-schwankungen. Für den geringen Energieverbrauch sind vor allem die nach wie vor erhöhten Energiepreise, die sich abschwächende Konjunktur bzw. sogar schrumpfende Wirtschaftsleistung sowie die milde Witterung verantwortlich. Darüber hinaus waren die eher langfristig wirksamen Determinanten des Energieverbrauchs auch im Jahr 2023 weiter wirksam. Insbesondere gingen von der Verbesserung der Energieeffizienz, energiesparenden Substitutionsprozessen sowie dem sektoralen Strukturwandel verbrauchssenkende Impulse auf die Entwicklung des Primärenergieverbrauchs aus. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten in der Rezession überproportional Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 496 Mrd. kWh elektrische Energie verbraucht, das sind rund 17 Mrd. kWh Strom weniger als im Jahr 2022. Der bundesweit durchschnittliche Strompreis für Haushalte mit einem Verbrauch von 3.500 kWh lag im Geschäftsjahr 2023 rund 14% über dem Vorjahreswert und zeigte fallende Tendenzen. Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb lagen in 2023 aufgrund der langfristigen Beschaffung im Voraus bei Haushaltstarifen um rund 15% über den Vorjahreswerten. Auch hier sorgen gesunkene Großhandelspreise für eine leichte Trendumkehr. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 708 Mrd. kWh Erdgas verbraucht, das sind rund 33 Mrd. kWh Erdgas weniger als im Jahr 2022. Der bundesweit durchschnittliche Erdgaspreis für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh ist gegenüber dem Vorjahreswert um 24% gesunken. Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb sind weiterhin gesunken, waren aber immer noch rund doppelt so hoch wie vor der Energiekrise, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate für 2023 fiel damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, so das Statistische Bundesamt. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. Im Jahresverlauf zeigte sich zudem von März bis Dezember 2023 bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Entlastungsmaßnahmen, wie die Strom-, Gas- und Wärmepreisbremse, milderten die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 wie bereits im Vorjahr 2022 teilweise ab. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund 12,3 Mio. Euro liegt das Ergebnis um rund 6,8 Mio. Euro über dem Planansatz 2023 (5,5 Mio. Euro). Die Ergebnisverbesserung vor Steuern gegenüber dem Planergebnis 2023 ist trotz einer verringerten Umsatzlage (-6,1 Mio. Euro) auf gegenüber dem Plan deutlich geringere Materialaufwendungen (-12,7 Mio. Euro) zurückzuführen. Die Personalaufwendungen liegen 0,1 Mio. Euro unter Planansatz, die Aufwendungen für Abschreibungen entwickelten sich planmäßig und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen gegenüber dem Planansatz um 3,6 Mio. Euro bzw. 3,2 Mio. EUR. Die Planabweichung in diesen beiden Posten ist vornehmlich auf die Aufwendungen bzw. Erträge aus der Marktraumumstellung in Höhe von jeweils 2,2 Mio. EUR zurückzuführen. Die Umsatzerlöse - nach Strom- und Erdgassteuer- haben sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Plan und zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Die unterjährigen Wechselaktivitäten waren aufgrund der krisenbedingten Energiemarktvolatilitäten von temporären Kundenzuwächsen und ungeplanten Abgängen in den Sparten Gas und Strom geprägt. Die Umsatzerlöse - nach Strom- und Erdgassteuer - betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 81,6 Mio. Euro (Vorjahr 64,2 Mio. Euro). Die Erdgasumsatzerlöse (inkl. Wärme-Contracting) nach Erdgassteuer liegen mit 29,5 Mio. Euro über denen des Vorjahres (Vorjahr 21,1 Mio. Euro) und 1,7 Mio. Euro unter Plan. Die deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreswert resultiert im Wesentlichen aus den krisenbedingten unterjährigen Preisanpassungen in den Sparte Erdgas. Die Umsatzerlöse in der Sparte Strom betrugen 42,9 Mio. Euro und somit 8,4 Mio. Euro über dem Vorjahr und 0,6 Mio. Euro unter Plan. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der krisenbedingten unterjährigen Preisanpassung. Die Wassererlöse liegen mit 6,9 Mio. Euro (Vorjahr 6,8 Mio. Euro) unter dem Planwert von 7,4 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber ist hier der Rückgang der Absatzmengen. Die sonstigen Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen, liegen unter dem Planwert. Die sonstigen Umsatzerlöse stellen im Wesentlichen die FTTH- Weiterberechnung an die Elementmedia GmbH und die Wärmeerlöse dar. Die nutzbare Abgabe stellt sich dabei wie folgt dar:
Die Energiebranche wurde auch im Jahr 2023 durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges geprägt. Der Energiemarkt zeigte weiterhin deutliche Schwankungen. Diesem Umstand musste die Stadtwerke Schwerte GmbH adäquat begegnen und mit einer umfassenden Risikostrategie, u. a. durch vier unterjährige Preisanpassungen in der Sparte Gas und einer Preisanpassung in der Sparte Strom, begleiten. Die Wasserverbrauchsmengen sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,4 % gesunken. Neben den witterungsbedingten Effekten zeigt sich auch in der Wassersparte der durch die Krise in der Energiebranche zu bemerkende sorgsame Umgang mit Ressourcen, sowohl bei den Tarif-, als auch bei den Gewerbe- und Industriekunden. Bundesweit haben seit der Liberalisierung der Energiemärkte kumuliert rund 50 % (Strom) und rund 40 % (Gas) der Haushalte ihren Lieferanten gewechselt. Die Wechselbereitschaft der Kunden ist weiterhin hoch, einfache Tarif- und Anbietervergleiche im Internet, in Verbindung mit standardisierten Kundenwechselprozessen, gestalten den Anbieterwechsel einfach und unkompliziert. Schon jetzt zeichnet sich aufgrund weiterhin fallender Marktpreise und damit einhergehender Belieferungsangebote ein Anziehen des Wettbewerbes in der Strom- und Gasversorgung ab. Zum Ende des Jahres 2023 lagen die kumulierten Wechselquoten der Stadtwerke Schwerte GmbH in den Bereichen Strom und Gas deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Mit den Tochtergesellschaften Elementmedia GmbH und Stadtentwässerung Schwerte GmbH bestehen jeweils Ergebnisabführungsverträge. Der von der Elementmedia GmbH abgeführte Jahresüberschuss lag mit 874 T€ unter dem geplanten Ergebnis in Höhe von 998 T€. Bei der Stadtentwässerung Schwerte GmbH liegt die Gewinnabführung mit rund 459 T€ über dem geplanten Ergebnis von 368 T€. Aus dem gewöhnlichen Betrieb des Schwerter Stadtbades sind im Geschäftsjahr 2023 Verluste in Höhe von 622 T€ (Plan -677 T€) aufgelaufen. Gemäß dem Gesellschaftervertrag der Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG zur Gewinn-/ Verlustverwendung aus dem Betrieb des Stadtbades werden die Verluste im Rahmen der Gewinnverteilung ausschließlich durch das Sondervermögen Bäder der Stadt Schwerte getragen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 vor Steuern um 4,6 Mio. Euro und liegt um rund 6,8 Mio. Euro über dem Planansatz in Höhe von 5,5 Mio. Euro. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG wird das gesamte Ergebnis an eben diese abgeführt. b) Finanzlage Die Finanzlage wird als ausgewogen und stabil eingeschätzt. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel abzgl. jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten) erhöhte sich im Geschäftsjahr um 11,8 Mio. Euro. c) Vermögenslage Die wesentlichen Bilanzposten gliedern sich wie folgt:
Bei einer um 8.871 T€ (8,1 %) gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 28,2 Prozent (Vorjahr 30,4 Prozent).
Die Investitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf rd. 9,4 Mio. Euro (Vorjahr 10,3 Mio. Euro) und liegen um 0,4 Mio. Euro über Plan. Von den Gesamtinvestitionen entfielen 8,4 Mio. Euro (Vorjahr 8,4 Mio. Euro) auf Investitionen in Sachanlagen und 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,2 Mio. Euro) auf immaterielle Vermögensgegenstände. Bei den Sachinvestitionen standen der Ausbau, die Erweiterung und die Erneuerung des Strom- und Wasserverteilungsnetzes im Vordergrund. Die Investitionen lagen um 4,6 Mio. Euro über den Abschreibungen des Jahres. d) Sonstiges Das Geschäftsjahr 2023 war ein außerordentliches Geschäftsjahr. Neben den massiven Auswirkungen des Ukraine- Krieges auf die Energiebeschaffung und Lieferketten wurde das Geschäftsjahr durch technische, regulatorische und vertriebliche Themen geprägt. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine gab es mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsfelder der Stadtwerke Schwerte GmbH. Wie bereits im Vorjahr war der Energiegroßhandel von deutlichen Preisschwankungen geprägt. Aufgrund langfristiger und vorausschauender Beschaffungsstrategien konnten die in 2023 benötigten Erdgas- und Strommengen realisiert werden. Die Strategie der Stadtwerke Schwerte GmbH dämpfte die Entwicklungen an den Energiebörsen ab und sicherte eine preiswürdige Versorgung mit Energie in Schwerte ab. Der Handelspreis der hierfür notwendigen CO 2 -Zertifikate im europäischen CO 2 -Handel blieb in 2023 stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Die in 2023 umgesetzten Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung wie die Energiepreisbremsen für Erdgas, Strom und Wärme oder die temporäre Absenkung der Umsatzsteuer auf die Belieferung mit Erdgas haben auf Seiten der Schwerter Energiekunden für eine deutliche monetäre Entlastung gesorgt. Gleichwohl führte die systemtechnische Umsetzung auf Seiten der Stadtwerke Schwerte GmbH zu zusätzlichen Belastungen, die deutliche Auswirkungen auf vorhandene Ressourcen haben. Die Großhandelspreise (Base Frontjahr 2024) für Strom lagen Ende Dezember 2023 bei 108,62 Euro pro MWh (Vorjahr 300,00 Euro pro MWh), dabei lag das 52-Wochen-Hoch bei 214,27 Euro pro MWh (Vorjahr 985,00 Euro pro MWh), das 52-Wochen-Tief lag bei 86,62 Euro pro MWh (Vorjahr 113,59 Euro pro MWh) Die Großhandelspreise (THE Base Frontjahr 2024) für Erdgas lagen Ende Dezember 2023 bei 36,78 Euro pro MWh (Vorjahr 116,68 Euro pro MWh), dabei lag das 52-Wochen-Hoch bei 78,00 Euro pro MWh (Vorjahr 312,04 Euro pro MWh), das 52- Wochen-Tief lag bei 34,90 Euro pro MWh (Vorjahr 41,33 Euro pro MWh). Die Beschaffungsstrategie der Stadtwerke Schwerte GmbH ist unter anderem darauf ausgerichtet, unsystematische Preisrisiken durch Diversifikation der Einkaufszeitpunkte zu vermeiden bzw. so weit wie möglich abzumildern. Die Marktrisiken, die sich aus kurzfristigen, starken Preisschwankungen an den Großhandelsmärkten ergeben, führen daher nicht unmittelbar zu einem entsprechend starken Beschaffungspreisanstieg in dem Mengenportfolio der Stadtwerke Schwerte GmbH. Ein extremer Großhandelspreisanstieg und ein langanhaltendes hohes Preisniveau wirken sich mit fortschreitender Zeit auch immer stärker im Beschaffungs- Portfolio der Stadtwerke Schwerte GmbH aus und konnten daher nicht dauerhaft abgemildert werden. Die aus der Krisensituation resultierenden Markt- und Beschaffungsrisken wurden im Rahmen eines kontinuierlichen Analyseprozesses bewertet und mittels risikominimierender Maßnahmen, u. a. Preisanpassungen getragen. Für das Lieferjahr 2023 bedeutete dies, dass zum 1. Januar 2023 die Erdgaspreise in der Grundversorgung und zum 1. Januar, 1. Juli und 1. Oktober 2023 die Erdgaspreise bei den Sondervertragskunden erhöht wurden. Zum 1. Januar 2023 wurden die Strompreise über die gesamte Tarifstruktur erhöht. Das Abrechnungsmodell für die Belieferung mit Trinkwasser wurde zum 1. November 2023 umstrukturiert, in der Struktur wurden die Trinkwasserpreise erhöht. Die Umstrukturierung des Abrechnungsmodells berücksichtigt, dass das Verhältnis der fixen und variablen Aufwandspositionen verursachungsgerechter allokiert werden. Seit Beginn des Ukrainekrieges ist es in Deutschland zu einzelnen zusätzlichen IT- Sicherheitsvorfällen gekommen, die auch in der Region und in der Kommune Auswirkungen hatten. Die Stadtwerke Schwerte GmbH war hiervon nicht betroffen. Im Jahr 2023 wurden gemäß den Vorgaben aus dem BSIG und dem EnWG Systeme zur Angriffserkennung in der Unternehmensgruppe implementiert. Im Geschäftsjahr 2023 waren teilweise sowohl Lieferprobleme als auch Preissteigerungen im Bereich technischer Komponenten und Dienstleistungen zu verzeichnen, auf die rechtzeitig und adäquat reagiert wurde, sodass die geplanten Investitionsmaßnahmen größtenteils fristgerecht umgesetzt werden konnten. Die Umstellung von L-Gas auf H-Gas in Schwerte wurde im September 2023 technisch umgesetzt und bis zum Jahresende weitestgehend abgeschlossen. Zur Umsetzung der CO 2 -Minderungsziele der Bundesregierung hat die Stadtwerke Schwerte GmbH die Grundzüge und den Fahrplan für eine Dekarbonisierungsstrategie entwickelt, die unter Einbeziehung möglicher Restriktionen operationalisiert wird. Die in der Dekarbonisierungsstrategie hinterlegten Maßnahmen werden für die Folgejahre erhebliche Investitions- und Ressourcenbedarfe auslösen. Mit der Operativsetzung der Schwerter Strom Management- GmbH wurde die Voraussetzung geschaffen, die Erzeugung erneuerbarer Energien u. a. mittels Freiflächen-Fotovoltaikanlagen in Schwerte voranzutreiben. Die Projektentwicklung, die Errichtung und der Betrieb der Erzeugungsanlagen findet in jeweiligen Projektgesellschaften statt, deren Gesellschaftsanteile mehrheitlich bei der Schwerter Strom-Management GmbH liegen. Bürgerpartizipation kann durch den Erwerb von Geschäftsanteilen an den Projektgesellschaften durch die Energiegenossenschaft Schwerte eG und ggf. Dritte sichergestellt werden. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in der Energiebranche konnten in 2023 temporär deutliche Kundenzuwächse, insbesondere in den Grund- und Ersatzversorgungstarifen der Sparten Strom und Gas, verzeichnet werden. Lokalität und Vertrauen in die Versorgungssicherheit und umfassender Service vor Ort sind in Schwerte weiterhin durch den Kunden anerkannte und honorierte Produktmerkmale. 3. Gesamtaussage Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist positiv und orientiert sich grundsätzlich an den Planungs- und Prognosewerten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die geplanten Ziele deutlich übertroffen. Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden anhaltend die Prozesse und Schnittstellen innerhalb der Unternehmensgruppe bewertet und ggf. angepasst. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei den Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen sind mit 98,6% nahezu vollumfänglich durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögensgegenstände abgedeckt. III. Erläuterungen zu Tätigkeiten § 6b EnWG Die Stadtwerke Schwerte GmbH übt folgende Tätigkeiten i. S. d. § 6 b Abs. 3 EnWG aus:
Die Tätigkeiten 1. und 3. umfassen die Elektrizitäts- bzw. Erdgasverteilung, die Tätigkeiten 2. und 4. umfassen insbesondere den Vertrieb und Handel mit Elektrizität und Erdgas. Die Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Erdgassektors umfassen die Bereiche Wasser, Wärme, Badbetrieb, Dienstleistungen, Messstellenbetrieb und Übrige. Für die genannten Tätigkeiten werden getrennte Konten geführt. Für die Tätigkeitsbereiche 1., 3. den Messstellenbetrieb Strom und die Ladeinfrastruktur werden gesonderte Tätigkeitsabschlüsse erstellt. IV. Bericht über die Einhaltung und Erreichung der öffentlichen Zwecksetzung Hinsichtlich der Berichterstattung zur Erfüllung der öffentlichen Zwecksetzung gem. § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW i. V. m. § 14 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft ist festzustellen, dass die Stadtwerke Schwerte GmbH im Berichtsjahr ihren vertragsmäßigen Aufgaben in Schwerte nachgekommen ist. Die Geschäfte der Gesellschaft wurden im Sinne des gültigen Gesellschaftsvertrages und der übrigen geltenden gesetzlichen Regelungen geführt. Die Einhaltung und Erreichung der öffentlichen Zwecksetzung im Geschäftsjahr 2023 war jederzeit gegeben. V. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Umsetzung des Risikomanagements erfolgt in den vier Stufen des Risikoprozesses: Risikoidentifizierung, Risikoanalyse, Risikobewertung und Risikokommunikation. Die Geschäftsführung und alle verantwortlichen Führungskräfte sind unmittelbar in das System des Risikomanagements eingebunden. Der Risikobericht wird jährlich erstellt, dem Aufsichtsrat erläutert und zur Kenntnisnahme vorgelegt. Für die Unternehmensgruppe Stadtwerke Schwerte bestehen im Wesentlichen folgende Risiken: Bestandsgefährdende Risiken Es sind zurzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe Stadtwerke Schwerte gefährden könnten. Wirtschaftliche Risiken Wirtschaftliche Risiken entstehen im Wesentlichen im Kerngeschäft der Gesellschaft, dabei stellen neben den Personalaufwendungen und Abschreibungen die bedarfs- und marktorientierte Beschaffung von Gas, Strom und die regelmäßige Beschaffung von Trinkwasser die größten Posten der betrieblichen Aufwendungen dar. Das Risikomanagement erfolgt bezüglich der volatilen Kostenposition für die Beschaffung und den Vertrieb auf Basis eines dezentralen Risikohandbuches. Seit Ende des Jahres 2021 unterliegen die Beschaffungspreise für Gas und Strom an den Energiebörsen volatilen Schwankungen. Um die avisierten wirtschaftlichen Ziele abzusichern, bedarf es eines engmaschigen und transparenten Controllings, welches im dezentralen Risikohandbuch verankert ist. Das Beschaffungsportfolio wird mittels einer ratierlichen Eindeckung gedeckt. Den vertrieblichen Risiken begegnet die Stadtwerke Schwerte GmbH mit einer intensiven Wettbewerbsbeobachtung vor Ort, maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen für die relevanten Kundengruppen und einem umfangreichen Vor-Ort-Service. Ein definierter Controlling-Prozess sorgt für Transparenz in den Kernprozessen und ist somit Grundlage der operativen und strategischen Managemententscheidungen. Betriebsrisiken Betriebsrisiken entstehen hauptsächlich aus den technischen Arbeiten am Wasser-, Gas-, Strom- und Wärmenetz. Dabei unterliegen sowohl die unterirdischen als auch oberirdischen Anlagen einer besonderen Wartungs- und Instandhaltungspflicht. Neben den regelmäßigen Netzerneuerungen und Netzerweiterungen werden permanent Instandhaltungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung eines sichereren und wirtschaftlichen Netzbetriebs durchgeführt. Mit der regelmäßigen Rezertifizierung der hohen Sicherheitsstandards aus dem "Technischen Sicherheitsmanagementsystems (TSM)" sind ernsthafte technische Risiken weitestgehend auszuschließen. Sonstige betriebliche Risiken werden z. B. über den Einsatz von angemessenen Versicherungen gemindert. Durch regelmäßige Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen wird ein hoher Kompetenzstandard bei allen Mitarbeitenden sichergestellt. Finanzierungsrisiken Geplante Investitionen der kommenden Fünf-Jahres-Planung werden über den Einsatz von Eigen- und Fremdmitteln finanziert. Aufgrund der hohen Investitionsbeträge in die Infrastruktur, hier seien primär die umfangreichen Baumaßnahmen in der Infrastruktur und die Investitionen in die erneuerbaren Energien und innovativen Technologien genannt, überwiegt der Einsatz von Fremdmitteln. Der Kapitalbedarf wird unter Berücksichtigung der aktuellen finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch Bankinstitute gedeckt. Aufgrund der aktuell anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation und verhaltenen Aussichten zum Wirtschaftswachstum verbleibt der europäische Leitzins auf weiterhin hohem Niveau. Das Zinsschwankungsrisiko wird in der Mittelfristplanung als wahrscheinlich eingeschätzt. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hat die Stadtwerke Schwerte GmbH in der Vergangenheit Zins-Swap-Geschäfte (Micro Hedge) abgeschlossen. Je nach aktueller Marktzinssituation schwanken die Marktwerte der eingesetzten Finanzierungsinstrumente. Zum 31.12.2023 weist der Swap-Vertrag einen negativen Barwert aus. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Anhang. Die Absicherung möglicher Zinsschwankungen mittels SWAP-Instrumenten unterliegt einem gemeinsamen Verständnis zwischen den Vertragsparteien. Die langfristigen Laufzeiten können durch Breakout-Klauseln einseitig beendet werden. Liquiditätsrisiken Die Liquidität der Stadtwerke Schwerte GmbH war im Geschäftsjahr 2023 durchgängig sichergestellt. Ein proaktives Cash-Management stellte eine ausreichende Liquidität zu jedem Zeitpunkt sicher. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken aufgrund von Gerichtsprozessen bzw. Schiedsverfahren gegen die Stadtwerke Schwerte GmbH sind ggf. über Rückstellungen bzw. Rückdeckungen berücksichtigt. 2. Chancenbericht Mit der Entwicklung einer Dekarbonisierungsstrategie wurden die Weichen für die Themenschwerpunkte der Zukunft gesetzt. Mit dem definierten Ausstiegsszenario aus der CO 2 - belasteten Energieversorgung verbinden sich Herausforderungen und Chancen zugleich. Die annähernd flächendeckende Umwandlung der Wärme- und Stromversorgung in Schwerte kann nur einem systematischen Aus- und Umbaupfad folgen, da nach europäischen Recht der Einsatz von CO 2 -belasteten Energien spätestens in 2045 endlich sein wird. Im Zuge einer kommunalen Wärmeplanung kommt der Stadtwerke Schwerte GmbH eine zentrale Rolle zu. Die Einschätzung zu künftigen Bedarfen, Realisierungschancen und notwendigen Netzstrukturen kann im Wesentlichen nur durch den örtlichen Netzbetreiber getroffen werden. Neben den Herausforderungen zur Finanzierung der Netzum- und ausbauaktivitäten werden weitere Restriktionen und Engpässe die Umsetzung der Dekarbonisierungsstrategie begleiten. Unterstützend kann hier die weitere Digitalisierung der Netzstrukturen wirken, um situationsbedingt die Energienachfrage im Netz und die Steuerung der dezentralen Energieerzeugung in Einklang zu bringen. Der zunehmende Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung wird ein weiterer Baustein zur Umsetzung der übergeordneten Klimaschutzziele in Schwerte sein. Dabei werden in Schwerte Sonnen- und Windenergie eine wesentliche Rolle spielen. Die Unternehmensgruppe der Stadtwerke Schwerte hat sich organisatorisch in die Lage versetzt, sowohl den Ausbau von PV-Freiflächenanlagen und möglicherweise Windenergieanlagen zu forcieren. Über die enge Einbindung einer Schwerter Energiegenossenschaft wird Bürgerpartizipation bei der Erzeugung regenerativer Energie in Schwerte etabliert. Zur Steuerung der Last- und Erzeugungsströme und Einordung der Betriebszustände schreitet der Ausbau des flächendeckenden Glasfaser- und LoRa-WAN-Netzes kontinuierlich voran. Mittels dem voranschreitenden Smartmeter-Rollouts werden die Möglichkeiten der Netzsteuerung, Transparenz und Modellierung flexibler Tarife weiterhin erhöht. Das Angebot von Contractingmodellen bei der Energie- und Wärmeversorgung, die Errichtung und der Betrieb intelligenter Schnellladeinfrastruktur sowie eine angemessene und preiswürdige Gestaltung unserer Tarifstrukturen für unsere Haushalts-, Gewerbe- und Industriekunden bieten weitere Chancen für stabile wirtschaftliche Ergebnisse, sichere Arbeitsplätze und eine attraktive Infrastruktur in Schwerte. 3. Prognosebericht Die Stadtwerke Schwerte GmbH stellt sich aktiv auf die Herausforderungen der Zukunft ein. Der Grundstein hierfür sind engagierte und gut ausgebildete Mitarbeitende. Die Entwicklung und die Sicherung weiterer Fach- und Nachwuchskräfte nehmen eine besondere Rolle ein. Wichtige Instrumente hierbei sind u. a. die Möglichkeit der berufsbegleitenden Weiterbildung und attraktive Arbeitsbedingungen. Die mittelfristige Ausrichtung der Stadtwerke Schwerte GmbH wird im Wesentlichen geprägt durch eine sichere und preiswürdige Energieversorgung, das Vorantreiben der Energiewende und Dekarbonisierung unter Einbeziehung der lokalen Akteure, die Weiterentwicklung von Partizipationsmodellen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schwerte sowie die Bereitstellung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Geplante Umsatzsteigerungen in den Geschäftsfeldern der dezentralen Wärme- und Energieerzeugung und eine Ausweitung des Dienstleistungs- und Contractinggeschäftes tragen zur Kompensation zukünftig wegbrechender Deckungsbeiträge aus der Erdgasversorgung bei. Die bedarfsorientierte, strukturierte und vorausschauende Beschaffung von Strom und Gas, der wirtschaftliche Bezug von Material und Fremdleistungen und eine den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen angepasste Personalressource werden auch in Zukunft die notwendigen Aufwendungen in der Unternehmensgruppe prägen. Dabei wird die Stadtwerke Schwerte GmbH weiterhin bedarfsgerecht in die Infrastruktur zur Sicherung der Versorgungsqualität mit Strom, Gas, Wärme und Wasser investieren. Steigende Geschäftsergebnisse aus den Beteiligungen stärken das solide Fundament und bieten zusätzliche Chancen für Investitionen in eine moderne Infrastruktur. Das Planergebnis vor Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2024 beträgt unter Berücksichtigung der Umsatzerlöse i. H. v. 93,5 Mio. Euro und den Materialaufwendungen in Höhe von 69,4 Mio. Euro, 5,7 Mio. Euro und liegt damit spürbar unter dem Ergebnis vor Steuern des Jahres 2023 in Höhe von 12,3 Mio. Euro.
Schwerte, 31.07.2024 Sebastian Kirchmann, Geschäftsführer Tätigkeitsabschluss gemäß § 6bEnWGBilanz gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG für den Bereich Gas- und Elektrizitätsverteilung sowie Bilanz gem. § 3 Abs. 4 MsbG in Verbindung mit § 6 b Abs. 3 EnWG für den Messstellenbetrieb Strom sowie § 6 b Abs. 7 EnWG für die Ladeinfrastruktur zum 31. Dezember 2023mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Erläuterungen für den Bereich Gas- und Elektrizitätsverteilung nach § 6 b Abs. 3 EnWG sowie für den Bereich Messstellenbetrieb nach § 3 Abs. 4 MsbG in Verbindung mit § 6 b Abs. 3 EnWG für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung nach § 6 b Abs. 3 EnWG / nach § 3 Abs. 4 MSBG in Verbindung mit § 6 b Abs. 3 EnWG sowie § 6 b Abs. 7 EnWG für die Ladeinfrastruktur Die Zuweisung der GuV- und Bilanzposten, die direkt den jeweiligen Tätigkeiten zugeordnet werden können, erfolgt über Buchung der Posten auf Geschäftsbereiche bzw. Kostenstellen, die systemisch fest in den jeweiligen Sparten angelegt sind. Posten, die nicht direkt zugeordnet werden können, werden per geschlüsselten Anteilen den Sparten zugeordnet. Dabei erfolgt die Verteilung der Bilanzpositionen analog zur Verteilung der GuV-Konten. Für die Jahre 2020 ff. wurden neue Schlüssel ermittelt, da aufgrund veränderter betrieblicher und organisatorischer Abläufe die alten Schlüssel nicht mehr den tatsächlichen Gegebenheiten und den neuen regulatorischen Anforderungen entsprachen. Für das Jahr 2023 wurden die Werte der Schlüssel unter stetiger Schlüsseldefinition an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Im Einzelnen wurden im Jahr 2023 folgende Schlüssel festgelegt:
Die Schlüssel wurden wie folgt auf nicht direkt zugeordnete Posten auf Bilanz- und GuV-Konten angewendet:
Seit 2020 erfolgt für die Finanzanlagen sowie Erträge hieraus keine Verteilung mehr auf die regulierten Sparten, da die Landesregulierungsbehörde diese nicht anerkennt. Forderungen und Umsatzerlöse, die außerhalb der Sparten Strom, Gas, Wasser und Wärme gebucht werden, verbleiben im Bereich "Sonstiges". Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden direkt tätigkeitsbezogen zugeordnet. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern wurden der Sparte "Sonstiges" zugerechnet, soweit es sich um Forderungen aus Kassenkrediten und Steuern handelt, die nicht die Verteilungstätigkeit betreffen. Die Zuordnung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Gewinnabführungsverträgen sowie aus Steuern vom Einkommen und Ertrag erfolgt gemäß Spartenergebnis, Schlüssel 09. Darlehen, die vor 2015 aufgenommen wurden, werden weiter gem. der alten Schlüssel verteilt, da diese als verursachungsgerecht angesehen werden. D.h. die Kredite zum Erwerb der Stromsparte im Jahr 2008 wurden dieser direkt zugeordnet und entsprechend den aufgestockten Buchwerten im Verhältnis zum Kaufpreis dem Netz zugeordnet, der Rest dem Vertrieb. Die vor der Verschmelzung 2008 aufgenommenen Kredite werden zu 34 % der Gasverteilung und zu 66% der Sparte Sonstiges zugeordnet. Im Jahr 2019 wurden gesellschafterseitig 1,6 Mio. Euro eingelegt. Da der Betrag zur Finanzierung des anstehenden Neubaus der 10-kV-Leistungsschalteranlage "UW Schwerte" verwendet wird, wurde er zur Gänze der Sparte Strom Netz zugeordnet und verbleibt auch dort. Im Jahr 2020 wurden seitens der Muttergesellschaft Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG weitere zehn Millionen Euro eingelegt. Im Rahmen der Neufestlegung der Verteilungsschlüssel wurde das Eigenkapital, das nicht fest zugeordnet ist, mit dem Schlüssel 01 verteilt, der in diesem Bereich als verursachungsgerecht angesehen wird. Grundlage des Schlüssels bilden die jeweiligen Anteile des festzugeordneten Sachanlagevermögens abzüglich der jeweiligen Baukostenzuschüsse pro Sparte. Die Kapitalverrechnungsposten innerhalb des Eigenkapitals ergeben sich als Differenzgröße zwischen Aktiva und Passiva. Die erhaltenen Anzahlungen konnten direkt tätigkeitsbezogen gebucht werden. Dies trifft auch auf die Rechnungsabgrenzungsposten zu, die überwiegend aus empfangenen Ertragszuschüssen bestehen. Die Werte des grundzuständigen Messstellenbetriebs werden ab dem Jahr 2020 als gesonderte Sparte dargestellt. Die Anlagenspiegel für die Bereiche Gas-, Elektrizitätsverteilung sowie des Messtellebetriebs und der Ladeinfrastruktur zum 31. Dezember 2023 sind als Anlage 5/6 bis 5/9 beigefügt. Erläuterungen für den Bereich Gas- und Elektrizitätsverteilung nach § 6 b Abs. 3 EnWG für das Geschäftsjahr 2023II. Angaben zur Bilanz nach § 6 b Abs. 3 EnWG Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG für den Bereich Gas- und Elektrizitätsverteilung sowie Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 3 Abs. 4 MsbG in Verbindung mit § 6 b Abs. 3 EnWG für den Messstellenbetrieb Strom sowie § 6 b Abs. 7 EnWG für die Ladeinfrastruktur für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023mit Vergleichszahlen für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anlagenspiegel für den Bereich Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023
Anlagenspiegel für den Bereich Gasverteilung zum 31. Dezember 2023
Anlagenspiegel für den Bereich Messstellenbetrieb Strom zum 31. Dezember 2023
Anlagenspiegel für den Bereich Ladeinfrastruktur zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stadtwerke Schwerte GmbH, Schwerte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Schwerte GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Schwerte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 1 HGB (Angabe zur Frauenquote im Abschnitt "II. Ziele und Strategie des Unternehmens") sowie die Angaben zur Nachhaltigkeit im Abschnitt "Umwelt/Nachhaltigkeit/Corporate Sustainability Reporting" haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und moderne Messeinrichtungen nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die im Anhang der Gesellschaft enthaltenen Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können. Der Jahresabschluss ist am 21.08.2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt worden
Dortmund, den 6. August 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Marco Brokemper, Wirtschaftsprüfer Philipp Jarzina, Wirtschaftsprüfer |
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