Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 29691
Eingetragen
3.6.2013
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Erstellung, der Versand und das Inkasso von Honorarforderungen für Heilberufe mit und ohne Vorfinanzierung (echtes und unechtes Factoring - §1 Abs. 1a S.2 Nr.9 KWG) und alle damit in Zusammenhang stehenden kaufmännischen Verrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Renate Klinkow
seit 11.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
Oliver Klinkow
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Petra Heidrich-Klinkow
Nürnberg
12.500 €
50.00%
Oliver Klinkow
Nürnberg
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PriAS GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PriAS GmbH ist ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Nürnberg, das seit vielen Jahren Serviceleistungen im Medizinbereich abdeckt. Die profunden Kenntnisse des Geschäftsführers aus seiner langjährigen eigenen Arzt- und Zahnarzttätigkeit decken die Kernkompetenz des Unternehmens ab, nämlich die

 

Erstellung von Privatrechnungen und die Einziehung von Honoraren unter Beachtung der Gebührenordnungen GOÄ und GOZ sowie die Beratung von Ärzten und Patienten in Erstattungsfragen.

Das Ziel von PriAS ist es, sich weiterhin im umkämpften Abrechnungsmarkt zu etablieren und durch solides Wachstum die langfristige Sicherung des Unternehmens zu gewährleisten.

Unsere Kunden sind ausschließlich in Deutschland und bestehen aus Ärzten aller Fachrichtungen, Zahnärzten, Laboren und anderen Heilberufen (Heilpraktiker, Psychotherapeuten).

Unsere betreuten Auftraggeber können unter anderem ein Modell mit Sofortauszahlung wählen, wodurch sich PriAS als Finanzdienstleistungsunternehmen im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) qualifiziert.

II. Wirtschaftliche Lage

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

2. Wirtschaftsfaktor Medizinische Versorgung

Angesichts der zuletzt rückläufigen Energie- und Erzeugerpreise und der staatlichen Stützungsmaßnahmen stabilisiert sich die Geschäftslage in der Gesundheitswirtschaft. Insgesamt bleibt die aktuelle Situation jedoch herausfordernd: Hohe Energiepreise und Inflation belasten weiterhin viele Unternehmen. Hinzu kommen langfristige Herausforderungen wie Demografie, digitale Transformation sowie Auswirkungen der finanziell schwierigen Lage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf die Preis- und Erstattungsregulierung. Ein Blick in die Sektoren zeigt, dass sich die Lageeinschätzung überall - jedoch unterschiedlich stark - verbessert hat. Insbesondere in der Medizintechnik hat sich die Stimmung gegenüber der Herbstumfrage deutlich verbessert. Bei den Gesundheits- und sozialen Diensten berichten weiterhin mehr Betriebe von einer schlechten als einer guten Geschäftslage. Der Blick auf die nächsten Monate ist zu Jahresbeginn deutlich weniger pessimistisch als noch im Herbst 2022.

3. Geschäftserwartungen für die kommenden 12 Monate

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im April auf 93,6 Punkte gestiegen, nach 93,2 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im März. Dies war auf die verbesserten Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Ihr aktuelle Lage beurteilten sie hingegen etwas schlechter. Die Sorgen der deutschen Unternehmen lassen nach, aber der Konjunktur fehlt es an Dynamik.

PriAS hat das Jahr 2023 jedoch erfolgreich abgeschlossen, obwohl die Auswirkungen der Corona-Pandemie nach wie vor Spuren hinterließen. Entscheidend für den Erfolg von PriAS wird daher erneut die Qualität, Professionalität und Flexibilität der Dienstleistung angesehen und die Fähigkeit auf die Individuellen Bedürfnisse der Markteilnehmer einzugehen.

Das Einreichungsvolumen konnte gegenüber 2022 um 16% gesteigert werden.

4. Vermögenslage

Die Forderungen an Kreditinstitute aus laufenden Guthaben in Höhe von 113 TEuro (Vorjahr: 118 TEuro) sind täglich fällig.

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 1.496 TEuro (Vorjahr: 1.386 TEuro) resultieren aus dem Bestand vorfinanzierter Forderungen.

Im Anlagevermögen in Höhe von 107 TEuro (Vorjahr: 131 TEuro) ist die Abrechnungssoftware in Höhe von 5 TEuro (Vorjahr: 7 TEuro) enthalten. Ansonsten wird die übliche Büro- und IT-Ausstattung ausgewiesen.

5. Finanzlage

In den sonstigen Fremdmitteln in Höhe von 1.351 TEuro (Vorjahr: 1.380 TEuro) sind neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEuro 20 (Vj.: TEuro 14) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 24 TEuro (Vorjahr: 2 TEuro) vor allem die Darlehen der Geschäftsführer in Höhe von 1.293 TEuro (Vorjahr: 1.343 TEuro) enthalten.

Durch die sehr gute Zahlungsmoral der Patienten war immer ausreichend Liquidität auch für Spitzenzeiten verfügbar.

Die kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 34 TEuro (Vorjahr: 22 TEuro) bestehen im Wesentlichen aus Jahresabschlusskosten in Höhe von 12 TEuro (Vorjahr: 11 TEuro) und Steuerrückstellungen in Höhe von 22 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro).

Die eigenen Mittel bestehen aus dem Stammkapital in Höhe von 25 TEuro (Vorjahr: 25 TEuro) abzüglich ausstehender Einlagen in Höhe von 12,5 TEuro (Vorjahr: 12,5 TEuro). Sie werden durch den Bilanzgewinn von 342 TEuro (Vorjahr: 266 TEuro) erhöht.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 51 TEuro (Vorjahr: -146 TEuro) reichte nicht vollständig aus, um den Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -7 TEuro (Vorjahr: -5 TEuro) sowie den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -49 TEuro (Vorjahr: 199 TEuro) auszugleichen, so dass sich der Finanzmittelbestand zum 31.12.2023 um 5 TEUR verringert hat. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

6. Ertragslage

Die Ertragslage entspricht den vorsichtigen Erwartungen.

Das Zinsergebnis betrug -22TEuro (Vorjahr: -22 TEuro) und setzt sich wie folgt zusammen:

Zinserträge 1 TEuro
Zinsaufwendungen - 23 TEuro
-22 TEuro

Das Provisionsergebnis betrug 434 TEuro (Vorjahr: 372 TEuro).

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 116 TEuro (Vorjahr: 118 TEuro) bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Porto in Höhe von 48 TEuro (Vorjahr: 46 TEuro), für Abschluss und Prüfung in Höhe von 12 TEuro (Vorjahr: 11 TEuro), für Personalaufwand in Höhe von 210 TEuro (Vorjahr: 200 TEuro) sowie für Mieten für Einrichtungen in Höhe von 9 TEuro (Vorjahr: 9 TEuro).

Der Geschäftsführer erhielt im Berichtsjahr eine monatliche Festvergütung von 5 TEuro.

Das Jahresergebnis beträgt 76 TEuro (Vorjahr: 24 TEuro).

Das Jahr 2023 entwickelte sich äußerst positiv. Es konnten neue Ärzte dazugewonnen werden, wodurch sich das Betragsvolumen deutlich steigerte.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ist nach wie vor positiv. Durch Geschäftsführerdarlehen konnte bisher das gesamte eingereichte Volumen finanziert werden. Selbst bei rasanter Entwicklung würde dies aber kein Problem darstellen, da mit der Bank eine absolut ausreichende Kreditlinie vereinbart ist. Trotz der Steigerung des Umsatzes bewies sich eine nach wie vor sehr gute Zahlungsmoral der Patienten, wodurch ausreichende Liquidität gesichert war.

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nach dem Schluss dieses Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht vor:

III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Risikobericht

Aus dem Factoring-Geschäft ergeben sich verschiedene Risiken, denen PriAS durch systematische Prüfung, Begrenzung der Einzelrisiken, Beobachtung von Branchenrisiken sowie durch fortlaufende Überwachung Rechnung trägt.

1.1 Risiken wirtschaftlicher Art

Es bestehen folgende wesentliche wirtschaftliche Risiken:

 

Adressenausfallrisiko

 

Veritätsrisiko

 

Liquiditätsrisiko

 

Operationelles Risiko

Risiken aus dem Abrechnungsgeschäft ergeben sich vor allem aus dem Bonitätsrisiko (Adressenausfallrisiko). Wir betreiben kein echtes Factoring, das heißt das Delkredererisiko bleibt beim Arzt. Das Risiko des Forderungsverlustes ist somit auf die gleichzeitige Insolvenz des Arztes und des Patienten beschränkt. Dieses wird seitens PriAS durch eine eingehende Bonitätsprüfung bei Neugeschäften, durch Bonitätsprüfung der Patienten bei höheren Privatleistungen, laufende Überwachung des Zahlungsverhaltens der Patienten und mit einem prozessintegrierten Mahnwesen beschränkt. Durch strenge Mahnverfahren wird dieses Risiko zusätzlich abgesichert.

Es existieren keine Investitionsdarlehen gegenüber Fremdinstituten. Es bestehen nur Gesellschafterdarlehen mit Rangfolgeabtretung. Ebenfalls sind keine "ungesunde" Tilgungsleistungen zu verzeichnen.

Die Liquiditätslage ist sehr gut, es sind auch aus heutiger Sicht keine Engpässe zu erwarten. Aufgrund der Liquiditäts- und Kapitalstruktur sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Für Finanzierungsspitzen bestehen zusätzlich ungenutzte Kreditrahmenabsicherungen in ausreichender Höhe

Als weitere unwesentliche Risiken wurden identifiziert:

 

Zinsänderungsrisiko

 

Investitionsrisiko

 

Refinanzierungsrisiko

 

Klumpenrisiko

 

Währungsrisiko

 

Abrechnungsbetrug

 

Teilzahlungsrisiko

 

Personal

 

Technischer Ausfall

 

Vandalismus

 

Volatilitätsrisiko

 

Datenverlust

 

Rechtsrisiko

 

Drittparteienrisiko

 

Informationsrisiko

 

Kompromittierung

Eine Gefährdung des Unternehmens ist aufgrund der geringen Bedeutung bzw. wegen der getroffenen Vorkehrungen nicht zu erwarten.

1.2. Risiken rechtlicher Art

Auch die rechtlichen Risiken haben eine wesentliche Bedeutung für PriAS. So können aus vertraglichen Mängeln oder aus anderen PriAS ungewollt erwachsenden Verpflichtungen Risiken entstehen. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung von Standardverträgen.

Wir überwachen die Einhaltung der für uns relevanten gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien. Die Prokuristin und Gesellschafterin Petra Heidrich-Klinkow ist gleichzeitig Rechtsanwältin und leitet die eigene Rechtsabteilung. Das Compliance Management ist der Geschäftsleitung direkt unterstellt. Es bestehen monatliche Jour fixes mit den Mitarbeitern zu den Themen Geldwäscheprävention, Betrugsprävention und Datenschutz.

Frau Renate Klinkow ist TÜV-zertifizierte Geldwäsche- und Datenschutzbeauftragte. Es wurde eine vollständige Bestandsaufnahme der kunden-, produkt- und transaktionsbezogenen Risiken vorgenommen. Sämtliche systemrelevante Risiken wurden definiert und deren Überprüfung terminiert.

1.3. Datensicherheit

Es besteht ein redundantes Spiegelserver Hostsystem mit jeweils RAID10-Verbund. Die einzelnen Geschäftsbereiche laufen darauf auf mehreren getrennten Virtualserver-Systemen die je nach Gewichtung mehrmals täglich auf redundante externe Systeme gesichert werden. Der unternehmenskritische Datenbankserver wird in 10 Minuten Takt gesichert. Die WEB Server sind in einer DMZ ausgelagert. Somit ist eine hohe Ausfallsicherheit im laufenden Betrieb gewährleistet. Täglich werden die Backups außer Haus zusätzlich gesichert. Ein Testrollback der Datenbank Server wird regelmäßig auf externes Testsystem durchgeführt. Ein IT-Notfallkonzept ist dokumentiert.

1.4. Sonstige Risiken mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die sonstigen Risiken, z. B. Geschäftsrisiken, Imageschäden, Nichterkennen von Marktentwicklungen, werden durch geeignete Maßnahmen, wie beispielsweise die Überprüfung der Kundenzufriedenheit und systematische Prozesskontrollen etc., überwacht. Über die üblichen Geschäftsrisiken hinaus sind auch für das Folgejahr weitergehende zukünftige Risiken nicht erkennbar. Den Marktunwägbarkeiten sowie den geschäftsspezifischen Risiken wird durch das bestehende Risikomanagement Rechnung getragen.

2. Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements ist es, alle Risiken, die aus dem Geschäftsbetrieb insgesamt entstehen können, zu identifizieren, zu bewerten, zu beschreiben und zu steuern. Hierzu werden alle Risiken von der Geschäftsleitung regelmäßig und unter unterschiedlichsten Aspekten erwogen und - wenn notwendig - mit den entsprechenden Konsequenzen belegt. Die dabei zur Anwendung kommenden Kontrollmechanismen und Instrumente spiegeln auch die langjährige Erfahrung wider, die sich durch die Konzentration auf Aktivitäten im Medizinbereich entwickelt hat.

Das Risikomanagement von PriAS ist geschäftsprozessbezogen organisiert und unterliegt der Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung. Durch regelmäßige Auswertung von Statistiken aus allen Bereichen sowie zeitnahe Kontrollen durch und der Mitarbeiter werden frühzeitig eventuelle Risiken erkannt und entsprechend gegengesteuert.

Entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben werden die Aufgabeninhalte der Innenrevision persönliche durch den Geschäftsführer im Rahmen der Selbstvergewisserung wahrgenommen.

3. Chancen der künftigen Entwicklung

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist gekoppelt an die wirtschaftliche Entwicklung allgemein und damit die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Diese impliziert das Hineinwachsen junger, gut ausgebildeter Mitarbeiter in Gehaltsklassen über der Beitragsbemessungsgrenze und damit eine erhöhte Nachfrage nach Gesundheitsleistungen. Von weiterer Bedeutung ist der gewachsene Wettbewerb zwischen den Abrechnungsstellen.

Die künftige wirtschaftliche Entwicklung planen wir auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht als wahrscheinlich erscheinen. In heutiger Zeit wäre es vermessen, sich detailliert auf Aussagen festzulegen, da alles im Geschäftsjahr mit Risiken und Unsicherheiten behaftet ist, sodass Ergebnisse von einer jetzt abgegebenen Einschätzung durchaus abweichen können. Was sich jedoch im ersten Quartal abzeichnet, ist eine stabile Umsatzlage durch den Kundenneuzuwachs, der die negativen Tendenzen am Markt zu kompensieren scheint.

Durch verschiedene strategische Maßnahmen und die weiterhin intensive Betreuung der bestehenden Kundenverbindungen und daraus resultierenden Empfehlungen für Neukunden erwarten wir trotzdem eine erneute Steigerung der Umsatzerlöse. Dies wird erreicht durch den persönlichen Kontakt und einen vertrauensvollen Umgang mit unseren Kunden und deren Patienten, was wir als einen zentralen Bestandteil der Kundenbeziehung ansehen.

4. Ausblick

Wir erwarten aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation jedoch im Geschäftsjahr 2024 wieder zweistellige Umsatzsteigerungsraten und gehen erneut von einer stabilen Ergebnisentwicklung auf Vorjahresniveau aus.

 

Nürnberg, 27. Mai 2024

gezeichnet PriAS GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Dr. Emil Klinkow

Renate Klinkow

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.179,94 464,84
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 113.405,22 118.041,46
3. Forderungen an Kunden 1.496.040,01 1.386.325,07
4. Immaterielle Anlagewerte 5.193,00 6.800,00
5. Sachanlagen 101.785,00 124.689,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 8.192,75 19.812,46
7. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.344,37
1.725.795,92 1.658.477,20

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 24.287,21 2.101,33
2. Sonstige Verbindlichkeiten 20.368,25 13.775,19
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 22.458,00 0,00
b) andere Rückstellungen 12.000,00 21.800,00
34.458,00 21.800,00
4. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.292.500,00 1.342.500,00
5. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 12.500,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen -12.500,00 -12.500,00
12.500,00 0,00
b) Bilanzgewinn 341.682,46 265.800,68
354.182,46 265.800,68
1.725.795,92 1.645.977,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.102,09 0,00
2. Zinsaufwendungen -23.500,56 -21.900,00
-22.398,47 -21.900,00
3. Provisionserträge 434.443,43 373.760,07
4. Provisionsaufwendungen 0,00 -599,07
5. Sonstige betriebliche Erträge 58.464,06 50.193,57
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -180.625,69 -171.943,84
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -29.733,31 -28.280,28
darunter: für Altersversorgung: € 1.715,00 (Vorjahr: € 1.475,00)
-210.359,00 -200.224,12
b) andere Verwaltungsaufwendungen -116.017,22 -117.659,91
-326.376,22 -317.884,03
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -31.715,65 -33.832,36
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 0,00 -7.430,46
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -383,38 -4.200,00
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 112.033,77 38.107,72
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -36.151,99 -13.707,04
12. Jahresüberschuss 75.881,78 24.400,68
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 265.800,68 241.400,00
14. Bilanzgewinn 341.682,46 265.800,68

Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Nürnberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HRB 29691 eingetragen.

Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 9 des Kreditwesengesetzes (KWG).

Die Gesellschaft hat gemäß §§ 32 Abs. 1, 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG mit Schreiben vom 11. März 2013 die Ausübung der Tätigkeit als Finanzdienstleister im Sinne von § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angezeigt. Gemäß § 64j KWG gilt die Erlaubnis für Factoringleistungen mit der Anzeige als erteilt. Das Bestätigungsschreiben der BaFin datiert vom 30. Juli 2013.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß der §§ 340 bis 340o des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt.

Das Institut hat gemäß § 2 Absatz 1 RechKredV bei der Aufstellung des Jahresabschlusses (Gliederung der Bilanz) das Formblatt 1 und das Formblatt 3 (Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung) verwendet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

B. ANGABEN ZU DEN IN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ANGEWANDTEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

I. Angaben zur Bilanz

Der Kassenbestand ist zum Nennwert bilanziert.

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert ausgewiesen.

Forderungen an Kunden werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Es wurde eine Einzelwertberichtigung in Höhe von T€ 7 gebildet. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Erworbene Immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Der Gesamtbetrag (Buchwert) der von dem Institut im Rahmen seiner Tätigkeit genutzten Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug T€ 102 (Vorjahr: T€ 125).

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel in der Anlage 1 zum Anhang zu entnehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nennbetrag angesetzt. Sie entfallen im Wesentlichen mit T€ 8 (Vorjahr T€ 8) auf Guthaben bei Lieferanten. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 8) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen und beinhalten als wesentliche Einzelposten Guthaben von Kunden in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 0) sowie durchlaufende Posten in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 1) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (T€ 2; Vorjahr T€ 2) und Umsatzsteuer (T€ 10; Vorjahr T€ 10).

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind aus der Anlage 2 zum Anhang ersichtlich.

Die Steuer- und anderen Rückstellungen enthalten als wesentliche Einzelposten Rückstellungen für die ergebnisbedingten Steuern des Geschäftsjahres 2023 ( T€ 22) sowie in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 11), Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses.

Nachrangige Verbindlichkeiten bestehen in Form von Darlehen der Geschäftsführer Renate Klinkow (€ 400.000,00) und Dr. Dr. Emil Klinkow (€ 892.500,00) Für diese nachrangigen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2023 Zinsen in Höhe von € 23.500,56 (Vorjahr: € 21.900,00) angefallen.

Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 25. Es ist in Höhe von T€ 12,5 eingezahlt. Der nicht einbezahlte Betrag wurde bislang nicht eingefordert.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 265.800,68 enthalten (Vorjahr: € 241.400,00).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken und Fristengliederung nach § 9 RechKredV

Der Betrag der Forderungen an Kreditinstitute und sonstigen Vermögensgenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 7.098,25.

Forderungen an Kunden mit einer Restlaufzeit

bis drei Monate: € 1.488.941,76 (Vorjahr: € 1.386.325,07)

mehr als drei Monate bis ein Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)

mehr als ein Jahr bis fünf Jahre: € 7.098,25 (Vorjahr: € 0,00)

mehr als fünf Jahre: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit einer Restlaufzeit

bis drei Monate: € 24.287,21 (Vorjahr: € 2.101,33)

mehr als drei Monate bis ein Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)

mehr als ein Jahr bis fünf Jahre: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)

mehr als fünf Jahre: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)

II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die ausgewiesenen Provisionserträge resultieren aus dem Inkasso- und Factoringgeschäft und wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die ausgewiesenen >Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Mahngebühren (T€ 39 (Vj.: T€ 27).

andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten als wesentliche Posten Portokosten (T€ 48, Vj.: T€ 46), Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 12; V.: T€ 11) sowie Mietaufwendungen für die Büroräume (T€ 9; Vj.: T€ 9).

C. ZUSÄTZLICHE ANGABEN

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigt neben dem Geschäftsführer zwei weitere Angestellte in Vollzeit und eine Mitarbeiterin auf geringfügiger Basis.

Namen der Geschäftsführer und Gesamtbezüge

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dr. Dr. Emil Klinkow; ausgeübter Beruf: Zahnarzt

Die Gesamtbezüge belaufen sich auf EUR 75.168,00 (Vorjahr: EUR 75.168,00).

Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde Frau Renate Klinkow zur weiteren Geschäftsführerin bestellt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 11.500,00 und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
Abschlussprüfungsleistungen inkl. Veröffentlichung 11.500,00

 

Nürnberg, 31. März 2024

Dr. Dr. Emil Klinkow

Renate Klinkow

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Anlagewerte
Lizenzen 129.848,01 1.269,36 0,00 131.117,37
II. Sachanlagen
Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 219.583,45 5.935,29 0,00 225.518,74
349.431,46 7.204,65 0,00 356.636,11
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Anlagewerte
Lizenzen 123.048,01 2.876,36 0,00 125.924,37
II. Sachanlagen
Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.894,45 28.839,29 0,00 123.733,74
217.942,46 31.715,65 0,00 249.658,11
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Anlagewerte
Lizenzen 5.193,00 6.800,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.785,00 124.689,00
106.978,00 131.489,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PriAS GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PriAS GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PriAS GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Essen, 28. Mai 2024

Märkische Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dirk Herrmann, Wirtschaftsprüfer

Markus Keller, Wirtschaftsprüfer

ANGABEN ZUR FESTSTELLUNG

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 03. Juni 2024 festgestellt.

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