Böttger UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Grieger seit 19.9.2022 | Prokura |
Guido Bröcker seit 17.1.2022 | Geschäftsführer |
Heiko Franitza seit 22.4.2020 | Prokura |
Susanna Böttger seit 17.8.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
die Böttger Familienstiftung - rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DECO-GLAS GmbHMontabaurJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der DECO-GLAS GmbHGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht 2. Risikobericht 3. Gesamtaussage I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die DECO GLAS GmbH versteht sich sowohl als einen Partner der Getränke-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie als auch als Bindeglied zu namenhaften Glashütten und Händlern. Mit einer ausgezeichneten Marktposition in der Glasdekoration sowie einer langjährigen Expertise in Design und Innovation der Produkte überzeugt das Unternehmen ihre Bestands- und Neukunden. Das Geschäftsmodell ist durch konsequente Investitionsbereitschaft in modernste Technologien der Produktionsanlagen sowie durch die stetige Weiterentwicklung der Mitarbeiter/innen auf das künftige Wachstum ausgerichtet. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2023 weiterhin namhafte Wein- und Sektkellereien sowie bedeutsame Markenhersteller in der Getränke- und Lebensmittelindustrie von Ihren Produkten überzeugen können und die zukünftige Zusammenarbeit ausgebaut. 2. Forschung und Entwicklung DECO GLAS investiert stetig und fortlaufend in die Entwicklung innovativer und auf den Weltmärkten konkurrenzstarker Produkte. Durch die enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit der Industrie sowie mit Verbänden und der Politik versuchen wir, neuen Herausforderungen - besonders im sich verändernden Mehrweg- und Einwegflaschen-Sektor - zeitnah zu begegnen. Die Forschung und Entwicklung wird projektbezogen und/oder fallweise gutachterlich in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten oder Hochschulen wie auch individuell mit Kunden systematisch vorangetrieben. Durch innerbetriebliche Schulung wird dafür qualifiziertes Personal aus- und weitergebildet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach der Corona-Krise erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine schnelle Erholung, durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine folgte im Jahr 2023 jedoch die nächste ökonomische Krisensituation. Viele europäische Staaten sorgten sich nach dem Angriff um die Versorgung mit russischem Öl und Erdgas, die Energiepreise auf dem Weltmarkt stiegen dadurch rasant und mit ihr die Inflation. Im Jahr 2023 stieg die Inflation auf ein Rekordniveau an, die sich wiederum negativ auf die Kaufkraft und die Binnenkonjunktur ausgewirkt hat. Das Statistische Bundesamtes (Destatis) bezifferte mit der Pressemitteilung vom 15.01.2024 einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts BIP im Jahr 2023 um -0,3% im Vergleich zum Vorjahr. Nach Angaben des ifo-Institut vom 24.11.2023 entwickelte sich das Geschäftsklima in Deutschland im Jahresverlauf 2023 rückläufig. Ausgehend von einem Indexwert von 88,7 im Dezember 2022, erreichte das Geschäftsklima seinen Höhepunkt im April 2023 bei einem Indexwert von 93,2 und sank kontinuierlich bis zum September 2023. Im November 2023 erholte sich das Geschäftsklima auf ein Niveau von 87,3 Indexpunkten. 2. Geschäftsverlauf und Lage Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat DECO GLAS trotz der Energiekrise den Fokus darauf gelegt, seinen Marktanteil in allen wesentlichen Segmenten weiter auszubauen, und dabei hauptsächlich in den Kernsegmenten Pulverbeschichtung und Siebdruck weiter Zuwächse erzielen können. Die DECO GLAS GmbH konnte ihre Kunden mit langfristigen Aufträgen gewinnen und damit die Kundenbindung stärken. Durch die Zurückhaltung der Verbraucher, insbesondere im vierten Quartal 2023, sind Produktionsleistung und Umsatz rückläufig und unter den Wert des Vorjahres gesunken. Der Exportanteil am Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 4,7%-Punkte auf 24,1%. Durch weiter ausgeweitete Vertriebsaktivitäten und gute Lieferleistungen sowie durch die Mitarbeit in Verbänden und Ausschüssen der Glas- und Getränkeindustrie wird weiterhin das Ziel verfolgt, die Marktposition und Reputation unseres Unternehmens in der Branche sowie das Vertrauen in unsere Professionalität nachhaltig zu erhalten und weiter auszubauen. Ertragslage DECO GLAS erzielte im Jahr 2023 ein Rohergebnis von 17,2m und liegt rund €0,2m unter dem Vorjahr von € 17,4m. Der Rückgang im Rohergebnis resultiert sowohl aus Preis- als auch aus Mengeneffekten neuer Aufträge. Der Betriebsaufwand liegt im Jahr 2023 bei rund € 17,1m und damit leicht über dem Vorjahr von € 17,0m. Wesentliche Aufwandspositionen sind Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen. Der Personalaufwand sank im Jahr 2023 auf € 8,5m von € 9,4m im Vorjahr um 9,6%. Einerseits konnten Tariferhöhungen der direkten Lohnkosten nahezu durch Produktivitätsfortschritte kompensiert werden, andererseits führte ein Abbau der Belegschaft zu insgesamt geringeren Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschreibungen im Jahr 2023 liegen auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im Jahr 2023 bei €7,9m und erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von €7,0m um €0,9m und sind im Wesentlichen durch Miet-Leasing Aufwendungen für den Maschinenpark begründet. Das Betriebsergebnis EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) liegt im Jahr 2023 bei €0,2m und damit unter dem Vorjahr von €0,4m. b) Finanzlage Die Bilanzsumme ist im Jahr 2023 auf € 13,2m von € 12,9m um €0,3m im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Das Eigenkapital verblieb zum Bilanzstichtag 2023 auf dem Betrag des Vorjahres (€ 8,4m). Dementsprechend ist infolge der Bilanzverlängerung im Jahr 2023 die Eigenkapitalquote auf 64,2% im Vergleich zum Vorjahr mit 65,2% gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 2023 sind um € 0,2m gegenüber dem Vorjahr 2022 gesunken. Zur Absicherung des fälligen Zahlungseingangs der Forderungen arbeitet die DECO GLAS mit Factoring Partnern zusammen und rund 80% der Forderungen sind über dieses Finanzierungs-Instrument direkt in den Bankbestand überführt worden. Daraus folgend ergab sich im Jahr 2023 eine weiterhin stabile Liquiditätslage und sämtliche finanzielle Verpflichtungen der DECO GLAS konnten jederzeit zur Fälligkeit bedient werden. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen der DECO GLAS erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 auf € 5,0m von € 4,6m im Vergleich zum Vorjahr und ist im Wesentlichen mit Investitionen in den Maschinenpark und sowie in der IT-Infrastruktur begründet. Das Umlaufvermögen der DECO GLAS beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 € 8,1m. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 von € 8,3m veränderten sich die Vermögengestände des Umlaufvermögens um € 0,2m. Während sich die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an fertigen Erzeugnissen um rund € 0,7m erhöhten, verringerten sich die Forderungen, die sonstigen Vermögengestände sowie der Kassenbestand auf € 4,9m im Jahr 2023 um € 0,8m Vergleich zum Vorjahr 2022. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren beziehen sich auf - Produktivität, gemessen in Umsatz pro Mitarbeitenden - Rohergebnis - Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) Die Belegschaft inklusive des Zeitpersonals entwickelte sich im Jahresdurchschnitt 2023 rückläufig und liegt damit unter dem Niveau des Vorjahres 2022. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr 2022 stärker rückläufig als die Anpassung der Belegschaft. Dementsprechend entwickelte sich die Produktivität im Jahr 2023, gemessen am Umsatz pro Mitarbeitenden, leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr 2022. Das Rohergebnis von € 17,2m lag unter dem Vorjahr 2022 von € 17,4m. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von € 0,2m lag unter dem Vorjahr 2022 von € 0,4m und ist im Wesentlichen auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen. 4. Gesamtaussage Die operative Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 lag leicht unter dem Niveau des Vorjahres 2022. Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzsituation war im Jahr 2023 weiterhin stabil und entsprach der Geschäftsplanung. Das im Vorjahr 2022 prognostizierte EBIT wurde leicht unterschritten. Sämtliche finanzielle Verpflichtungen konnten uneingeschränkt bedient werden und unterstreichen die weiterhin starke finanzielle Leistungsfähigkeit. III. Prognosebericht Die für das Jahr 2023 prognostizierten Ressourcenengpässe bei steigenden Energiepreisen und der damit verbundenen hohen Inflation beeinträchtigten die Kostenstruktur und Wettbewerbsfähigkeit. Die Glasindustrie hat bereits eine Preissteigerung in der Höhe der Inflation angekündigt und teilweise umgesetzt. Die Deutsche Bundesbank geht in ihrem Monatsbericht Dezember vom 14.12.2023 davon aus, dass sich die deutsche im Jahr 2024 erholt. Sie prognostiziert, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 kalenderbereinigt um 0,4 % zulegt, nach einem leichten Rückgang um 0,1% im abgelaufenen Jahr 2023. In den Jahren 2025 und 2026 sieht sie ein Wachstum der Wirtschaft von 1,2 % beziehungsweise 1,3 %. Im Vergleich zur Juni 2023 -Projektion wurde die BIP-Rate für 2024 deutlich und für 2025 leicht herabgesetzt. Maßgeblich seien eine schwächere Auslandsnachfrage, der langsamer anziehende Konsum und straffere Finanzierungskonditionen Laut ifo-Institut hat sich im März 2024 die Stimmung in der deutschen Wirtschaft aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März 2024 auf 87,8 Punkte gestiegen, nach 86,3 Punkten im Dezember 2023. Die DECO GLAS erwartet ein herausforderndes Geschäftsjahr 2024. Während sich die Nachfrage auf dem Glasmarkt weiter stabilisiert, sind Erwartungen auf der Kundenseite nach massiven Preissenkungen geweckt worden. Um ein Produktionsvolumen und die Auslastung der Kapazitäten auf dem Niveau des Vorjahres zu gewährleisten, werden Preiszugeständnisse wahrscheinlich und führen und damit zu einer verschlechterten Erlösqualität. Der Ausblick auf das erste Quartal 2024 prognostiziert einen Umsatz unter dem Vorquartal 2023 und wird einhergehend mit Steigerungen bei den Personalaufwendungen sowie den immer noch auf hohem Niveau liegenden Energiepreisen eine signifikante Herausforderung, das Betriebsergebnis (EBIT) auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. IV. Chancen- und Risikobericht 3. Chancenbericht Effektives Chancen- und Risikomanagement ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Geschäftstätigkeit der DECO GLAS und unterstützt die Umsetzung der strategischen Ziele. Die Chancen- und Risikenlage der DECO GLAS wird von einem dynamischen Umfeld in der Glasdekoration, von einem kontinuierlich hohen Investitionsbedarf zur Absicherung der Marktposition, sich außerordentlich schnell wandelnde Kundenbedürfnisse, der Dekarbonisierung sowie der Digitalisierung geprägt. Die Chancen- und Risikenpoliltik ist darauf ausgerichtet, einerseits sich ergebene Chancen zeitnah in der einer dem Unternehmenswert steigernden Weise umgesetzt wird, andererseits Risiken frühzeitig zu erkennen und aktiv Gegenmaßnahmen einzuleiten, um insbesondere bestandsgefährdenden Risiken zu vermeiden. Das Chancen- und Risikomanagement ist eng mit der Unternehmensplanung verknüpft und obliegt der übergeordneten Verantwortung der Geschäftsführung. Aktuell deuten die Markindikatoren auf ein zukünftiges Marktwachstum hin und stellen bei deren Eintritt eine Chance auf ein Wachstum der DECO GLAS dar. 4. Risikobericht Mittels einer Risikoklassifizierungsmatrix, die den Grad der Auswirkung sowie den Grad der Eintrittswahrscheinlichkeit angibt, werden Risiken als "sehr hoch", "hoch", "mittel" oder "gering" klassifiziert. Bestandsgefährdende Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens beeinträchtigen oder gefährden könnten, oder sonstige Risiken, aus denen sich wesentliche Einflüsse auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ergeben könnten, werden nach dieser Methode bewertet. Strategische Risiken könnten von kurzfristigen Marktschwankungen ausgelöst werden oder durch erhebliche Wettbewerbsintensität und einen daraus entstehenden Preisdruck. Ein solches Risiko würde sich bei einem signifikanten Rückgang der Nachfrage auf dem Glasmarkt ergeben. Die Geschäftsführung der DECO GLAS schätzt eine wesentliche Änderung der Nachfrage als eher gering ein und stützt diese auf strategische Marktstudien der Glas- und Verpackungsindustrie. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen hauptsächlich Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 5. Gesamtaussage Die Geschäftsführung der DECO GLAS schätzt Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, eher gering ein. Zukünftigen Risiken steht eine solide Finanzstruktur gegenüber, die den Fortbestand der Gesellschaft sicherstellt. Die Markindikatoren lassen ein zukünftiges Marktwachstum erkennen und stellen bei dessen Eintritt eine Chance auf Wachstum der DECO GLAS dar.
Montabaur, den 12.04.2024 gez. Susanna Böttger gez. Guido Bröcker HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der DECO-GLAS GmbHInhaltsverzeichnis: I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Eigenkapital 4. Rückstellungen 5. Verbindlichkeiten 6. Latente Steuern 7. Haftungsverhältnisse 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung VI. Sonstige Pflichtangaben I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die DECO-GLAS GmbH hat ihren Sitz in Montabaur. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter dem Aktenzeichen HRB 2889 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungsmöglichkeiten wurde Gebrauch gemacht. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsrechtes sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Dabei wurden grundsätzlich die für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze beibehalten (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). Der Anhang wurde nach den Vorschriften der §§ 284 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB, für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde erneut das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenbewertet bewertet und -soweit abnutzbar- um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für die maschinengebundenen Werkzeuge und Formatteile wurde gemäß § 240 Abs. 3 HGB ein Festwert geführt, der die gesetzliche Fiktion, dass sich während der Geltungsdauer des Festwertes Mengen- und Wertschwankungen ausgleichen, berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden analog § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten aktiviert und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden grundsätzlich linear ermittelt. Die Nutzungsdauer, die den Abschreibungen zugrunde liegt, ist unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts und der wirtschaftlichen Veralterung geschätzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko, Zinsverlust und Mahnaufwand wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 1,0 % ausreichend Rechnung getragen. Passiva Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Latente Ertragsteuern werden für sämtliche Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen berechnet. Die latenten Steuern werden auf Basis der für die Gesellschaft geltenden Steuersätze ermittelt. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Abs. 2 HGB).
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betragen zum Bilanzstichtag € 917k, (VJ € 830k). 3. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug unverändert DM500k und entspricht € 256k. Eine Euro-Glättung hat noch nicht stattgefunden. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 1.703k beinhalten € 784k Personalverpflichtungen, € 106k Garantieaufwendungen sowie € 238kk übrige Positionen, € 307k Umsatzrückvergütung, € 158k Instandhaltung sowie € 110k Berufsgenossenschaft. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten in Höhe von €2.764k sind wie folgt strukturiert:
Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen €55k (VJ €496k). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen €2k (VJ €2k). 6. Latente Steuern
7. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB (§ 268 Abs. 7 HGB) Eventualverbindlichkeiten durch Bürgschaften bestehen in Höhe von €569k (VJ €732k). Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Ferner bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Leiharbeiter in Höhe von €958k enthalten. VI. Sonstige Pflichtangaben Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt:
Während des Geschäftsjahrs wurden außerdem durchschnittlich 20 (im Vorjahr: 27) Leiharbeitnehmer beschäftigt. Die Ermittlung der Anzahl der Leiharbeitnehmer erfolgte abweichend zu der der Mitarbeiter auf Basis der durchschnittlich in einem Quartal beschäftigten. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft mit Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB sowie alleinvertretungsberechtigt: Frau Susanna Böttger, Glasmalerin, Koblenz Herr Guido Bröcker, Dipl. Ingenieur, Nauort Die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleibt, da von der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht wird. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss i.H.v. €42k mit dem Gewinnvortrag i.H.v. €8.025k auf neue Rechnung vorzutragen.
Montabaur, den 12.04.2024 gez. Frau Susanna Böttger gez. Herr Guido Bröcker sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 03.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die DECO-GLAS GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DECO-GLAS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DECO-GLAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Großmaischeid, den 12. April 2024 Marx
& Jansen Revisions-GmbH
Olaf Werner, Wirtschaftsprüfer Dr. Stefan Eickes, Wirtschaftsprüfer |
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