Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 9540
Eingetragen
9.6.1999
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Import und Export sowie Handel mit Waren aller Art ausgenommen erlaubnispflichtiger, insbesondere der Import und Export von Kugellagern, Stahlkugeln und Maschinenersatzteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
John Lirong Hu
seit 5.9.2024
Geschäftsführer
Wolfgang Schopf
seit 5.9.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cixing Group Co. Ltd.CHN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cixing Group Co. Ltd.
China
43.750 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CW Bearing GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 206.046,50 164.012,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 149.725,00 190.391,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 631.507,15 679.748,65
781.232,15 870.139,65
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 27.446.001,17 37.276.984,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.775.143,74 17.727.061,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.644.944,35 1.321.358,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.876.169,83 3.254.399,42
27.296.257,92 22.302.820,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.813.560,22 4.764.159,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 125.157,30 0,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.387.259,57 2.979.389,41
63.055.514,83 68.357.504,75

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 11.827.087,53 11.827.087,53
III. Verlustvortrag -14.906.476,94 -1.737.685,81
IV. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 592.129,84 -13.168.791,13
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.387.259,57 2.979.389,41
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 605.851,66 1.587.953,25
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 5,44
2. erhaltende Anzahlungen auf Bestellungen 13.461,60 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 378.264,64 994.266,57
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.891.144,11 24.992.271,86
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 38.009.609,60 38.009.609,93
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.154.933,22 2.773.397,70
davon aus Steuern EUR 167.579,06 (i. V. EUR 113.759,29)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.533,58 (i. V. EUR 17.041,57)
62.447.413,17 66.769.551,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.250,00 0,00
63.055.514,83 68.357.504,75

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 107.287.972,14 102.942.144,63
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.232.468,58 4.099.554,34
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.361.399,13 (i. V. EUR 1.622.028,98)
110.520.440,72 107.041.698,97
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 94.915.849,24 90.089.997,33
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.796.874,54 7.069.240,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.047.420,07 1.157.088,70
davon für Altersversorgung EUR 18.181,26 (Vj. EUR 13.657,78)
7.844.294,61 8.226.329,46
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 317.636,28 331.374,98
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 246,63 1.374.074,36
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.654.389,42 13.445.086,77
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.241.037,05 (i. V. EUR 1.535.009,00)
788.024,54 -6.425.163,93
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 3.399.671,90
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60.135,75 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 249.338,40 125.922,51
10. Steuern vom Einkommen (i. V. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) 0,05 3.206.784,79
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 0,00 (i. V. EUR 3.206.784,79)
-189.202,70 -6.732.379,20
11. Ergebnis nach Steuern 598.821,84 -13.157.543,13
12. Sonstige Steuern 6.692,00 11.248,00
13. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 592.129,84 -13.168.791,13

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die CW Bearing GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 71381 eingetragen.

Der Jahresabschluss der CW Bearing GmbH wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der vorgenommenen Änderung der Postenbezeichnung der Fertigen Erzeugnisse und Waren und der Nicht-Ausübung des Wahlrechts zur Bildung eines Sammelpostens für Zugänge des Sachanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023.

Im Vergleich zum Vorjahresabschluss wurde aus Gründen der Bilanzklarheit die Postenbezeichnung der Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe zu Fertigen Erzeugnissen und Waren geändert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert (§ 275 Abs. 2 HGB).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum zwischen drei und 23 Jahren entspricht der Nutzungsdauer der Anlagegüter. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Das Wahlrecht zur Bildung einer Sammelpostens wurde für Zugänge des Sachanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 nicht mehr ausgeübt.

Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen erfolgen ggf. bei dauerhaften Wertminderungen.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Fremdwährungsgeschäfte wurden im Umrechnungskurs zum Bezugszeitpunkt gebucht.

Sofern die Posten zum Bilanzstichtag noch vorhanden waren, wurde § 256a HGB angewandt. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (32,28 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 HGB, zur Aktivierung der latenten Steuern wurde wie im Vorjahr kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäfte. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben ausnahmslos eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 773) enthalten. Die Forderungen gegenüber Gesellschafter bestehen ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft überwiegend Versicherungsaufwendungen des Folgejahres, für die die Ausgaben im Geschäftsjahr getätigt worden sind.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 606 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 266) und Gewährleistungen (TEUR 200).

Die Verbindlichkeiten haben mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschafter eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 38.010 (Vorjahr: TEUR 38.010) aus Darlehen. Die Darlehensverbindlichkeit hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Vertrieb von Kugellagern.

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den geografischen Märkten in die Gebiete

2023 2022
TEUR TEUR
Deutschland 44.646 47.358
EU-Binnenmarkt * 46.364 44.147
Drittländer 16.278 11.437
107.288 102.942

* EU-Binnenmarkt ohne Deutschland

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 689 (VJ: TEUR 889) und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 624 (VJ: TEUR 0) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Jeweils alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Herr Günter Winkler-Gonze, Geschäftsführer/CEO Operation, Ottensoos/Deutschland und Herr Wolfgang Schopf, Geschäftsführer/CEO Commercial, Röthlein/Deutschland. Herr John Lirong Hu, Geschäftsführer, Finance, Irvine/USA ist seit dem 17. Juli 2023 Geschäftsführer.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen TEUR 827 für das Jahr 2024 und TEUR 656 für das Jahr 2025, die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen TEUR 222 pro Jahr. Die Mietverträge sind z. T. langfristig geschlossen und haben Laufzeiten bis in das Jahr 2027 hinein. Bei den Leasingverträgen handelt es sich um Leasingverträge für Firmenfahrzeuge, welche überwiegend eine Laufzeit von bis zu drei Jahren haben.

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 81 90
Gewerbliche Mitarbeiter 10 19
91 109

F. Konzernabschluss, Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Cixing Group Co. Ltd., Ningbo, VR China, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft in Ningbo erhältlich. Die Cixing Group Co. Ltd. erstellt zugleich den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen.

G. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich berechnete Honorar beträgt EUR 48.000,00 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

1. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 02.08.2024

CW Bearing GmbH

Geschäftsführung

Günter Winkler-Gonze

Wolfgang Schopf

John Lirong Hu

Entwicklung des Anlagevermögens der CW Bearing GmbH, Hamburg, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 695.069,88 137.682,83 4.562,00 828.190,71
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 409.297,25 0,00 10.254,82 399.042,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.286.389,37 139.859,45 100.448,86 2.325.799,96
2.695.686,62 139.859,45 110.703,68 2.724.842,39
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.399.671,90 0,00 3.399.671,90 0,00
6.790.428,40 277.542,28 3.514.937,58 3.553.033,10
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 531.057,88 91.086,33 0,00 622.144,21
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 218.906,25 38.620,00 8.208,82 249.317,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.606.640,72 187.929,95 100.277,86 1.694.292,81
1.825.546,97 226.549,95 108.486,68 1.943.610,24
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.399.671,90 0,00 3.399.671,90 0,00
5.756.276,75 317.636,28 3.508.158,58 2.565.754,45
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 206.046,50 164.012,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 149.725,00 190.391,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 631.507,15 679.748,65
781.232,15 870.139,65
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
987.278,65 1.034.151,65

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die CW Bearing GmbH ist ein Unternehmen der Cixing Group Co., Ltd. mit Sitz in Ningbo, China. Die Gruppe ist spezialisiert auf die Herstellung und Entwicklung qualitativ hochwertiger Kugellager und Kugelgewindetriebe für die Elektromotoren-, Getriebe-, Werkzeug- und Automobilindustrie.

Gegründet wurde die CW Bearing GmbH im Jahr 1999 als Vertriebsgesellschaft der Cixing Group Co., Ltd. Die CW Bearing GmbH war im aktuellen Geschäftsjahr als originäre Vertriebsgesellschaft tätig, deren wichtigstes Geschäftsfeld das Geschäft mit den von den Gruppengesellschaften in China hergestellten Produkten ist.

Die von der CW Bearing GmbH vertriebenen Kugellager umfassen Rillenkugellager, Schrägkugellager und Sonderlager. Rillenkugellager sind die weltweit am häufigsten eingesetzten Wälzlager, die durch die spezielle Geometrie der Laufbahnen sowie eine optimierte Schmiegung zwischen Laufbahn und Kugel die Aufnahme von radialen und axialen Kräften in beide Richtungen erlauben. Schrägkugellager sind durch die gegeneinander versetzten Laufbahnen von Innen- und Außenring für Lager konzipiert, die kombinierte Belastungen in axialer und radialer Richtung aufnehmen müssen.

Die CW Bearing GmbH hat ihren Hauptsitz in Hamburg. Im Geschäftsjahr 2023 waren für das Unternehmen durchschnittlich 91 Mitarbeiter tätig.

Die Gesellschaft betreibt keine eigene Forschung. Das Produktmanagement für Kugelgewindetriebe führt die Gesellschaft mit eigenen Mitarbeitern und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Abteilungen der Cixing Group Co., Ltd. durch.

B. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr 1. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Geschäftsentwicklung der CW Bearing GmbH ist abhängig von der Branchenentwicklung in den Zielindustrien, dem Bau von Elektromotoren, der Werkzeugindustrie sowie der Getriebeherstellung und der Automobilindustrie. Schwankungen in den Zielindustrien haben direkte Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft. EU- Neuwagenverkäufe stiegen im Jahr 2023 zum Vorjahr um fast 14% auf 10,5 Millionen Einheiten 2. Die EU festigte ihre Position als drittgrößter Automobilhersteller der Welt mit einer Produktion von ca. 12,7 Millionen Einheiten im Jahr 2023, was einem Wachstum von über 12 % entspricht 3. Trotz nachhaltend starker Bedarfsschwankungen der Automobilindustrie sowie individuellen Bedarfsrückgängen aus dem Industriesegment, konnten die hohen Warenbestände bis zum Ende des Jahres 2023 auf Zielniveau reduziert werden.

C. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind das Umsatzwachstum und die Rohertragsspanne. Die Gesellschaft verfügt über keine bedeutsamen nicht-finanzielle Leistungsindikatoren.

1. Investitionen

Die CW Bearing GmbH hat im Jahr 2023 Investitionen in Höhe von TEUR 277,54 getätigt. Hierauf entfallen TEUR 137,68 auf EDV-Software, TEUR 66,51 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, TEUR 24,00 auf Werkzeuge, TEUR 20,78 auf Mietereinbauten, TEUR 18,67 auf Büroeinrichtung und TEUR 9,90 auf geringwertige Wirtschaftsgüter.

2. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl mit Berücksichtigung der Geschäftsführung reduzierte sich auf 91 Mitarbeiter nach 109 im Vorjahr. Der Personalaufwand reduzierte sich von EUR 8,23 Mio. im Vorjahr auf EUR 7,84 Mio. im Berichtsjahr.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/04/PD24_173_811.html
2 acea:_Press_release_car_registrations_full_year_2023
3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/216467/umfrage/anteile-einzelner-staaten-und-regionen-an-der-pkwproduktion/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159780/umfrage/weltweit-jaehrlich-hergestellte-pkw/

D. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse von EUR 102,94 Mio. auf EUR 107,29 Mio.

Für die CW Bearing GmbH ist der europäische Markt der wichtigste Markt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den geografischen Märkten in folgende Gebiete:

2023 2022
EUR Mio. EUR Mio.
Deutschland 44.646 47.358
EU-Binnenmarkt * 46.364 44.147
Drittländer 16.288 11.437
107,288 102.942

Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, für bezogene Waren sowie für bezogene Leistungen ist mit den folgenden Werten anzusetzen:

2023 2022
EUR Mio. EUR Mio.
Materialaufwand 94,916 90,089

Der Warenrohgewinn der Gesellschaft stellt sich folgedermaßen da.

2023 2022
EUR Mio. EUR Mio.
Gesamtleistung 107,288 102,942
Materialaufwand - 94,916 - 90,089
Warenrohgewinn 12,372 12,853

Der Warenrohgewinn hat sich von rund EUR 12,853 Mio. im Vorjahr auf rund EUR 12,372 Mio. im Geschäftsjahr verringert. Dies entspricht einer Verringerung der Rohertragsmarge um 0,95 %-Punkte. Aufgrund von Lieferkettenproblemen, aus denen Schwierigkeiten in der Bedarfsplanung, sowie Eil- und Sonderfrachten resultieren, sowie aufgrund von Bedarfsschwankungen sind die Frachtkosten weiterhin hoch.

Beim Personalaufwand ist eine Reduzierung um EUR 0,38 Mio. auf EUR 7,84 Mio. zu verzeichnen. Die Reduzierung beruht im Wesentlichen auf den personellen Änderungen aufgrund umgesetzter Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Dies zeigt sich auch in der von durchschnittlich 109 Mitarbeitern in 2022 auf 91 Mitarbeiter in 2023 reduzierten Mitarbeiterzahl.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzierten sich um EUR 0,014 Mio. auf EUR 0,317 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von EUR 13,45 Mio. auf EUR 6,65 Mio. Die Verringerung betrifft überwiegend den Wegfall von einmaligen Sondereffekten aus der Ausbuchung von nicht operativen Forderungen gegen Altgesellschafter in Höhe von EUR 4,98 Mio. im Jahr 2022.

Das Geschäftsergebnis vor Steuern und dem Ergebnis aus Zinsaufwand und -ertrag (EBIT) betrug EUR 0,79 Mio.

In Summe wird ein Jahresüberschuss von EUR 0,59 Mio. erzielt, nachdem im Vorjahr ein Jahresfehlbetrag von EUR 13,169 Mio. ausgewiesen wurde. Der hohe Jahresfehlbetrag des Vorjahres ist hauptsächlich durch die Auflösung der Tochtergesellschaft in Brasilien, Ausbuchen der Forderung gegen ehemalige Minderheitsgesellschafter sowie Geschäftsführer sowie die Auflösung der aktiven latenten Steuer entstanden.

Die erwartete Umsatzausweitung wurde nicht vollständig erreicht. Insgesamt sieht die Geschäftsführung Potenzial zur Verbesserung der Geschäftsentwicklung durch die Stärkung definierter Produktentwicklungen, die Erschließung neuer Wachstumsmärkte, die Erweiterung des Marktanteils und die Bewältigung der allgemeinen Herausforderungen in den Lieferketten.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich um EUR 5,30 Mio. auf EUR 63,06 Mio. reduziert.

Das Vorratsvermögen ist von EUR 37,28 Mio. auf EUR 27,45 Mio. gesunken, da gezielt Maßnahmen getroffen wurden, um die Kapitalbindung des Vorratsvermögens zu reduzieren. Dazu gehörte beispielsweise die Einführungen und Intensivierung der regelmäßigen, auf Bestandsreduzierung fokussierten, Analyse und Prognose der Bestände. Hieraus wurden entsprechende Anpassungen der Bestellmengen sowie der Mindest- und Maximalbestände der Produkte vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 17,73 Mio. auf EUR 23,78 Mio. angestiegen. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in einer Steigerung der Gesamtleistung sowie in einer Veränderung der Zusammensetzung innerhalb der Fälligkeiten begründet.

Die Gesellschaft konnte zum 31. Dezember 2023 liquide Mittel in Höhe von EUR 4,81 Mio. ausweisen, nach liquiden Mitteln von EUR 4,76 Mio. zum 31. Dezember 2022.

Die sonstigen Rückstellungen sind von EUR 1,59 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,61 Mio. gesunken. Die Verringerung betrifft überwiegend die Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von EUR 0,59 Mio.

Die Verbindlichkeiten sind von EUR 66,77 Mio. auf insgesamt EUR 62,45 Mio. gesunken. Die Verringerung resultiert aus einem Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft.

3. Kapitalstruktur

Der nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag hat sich in Folge des Jahresüberschusses um EUR 0,592 Mio. vermindert. Das Fremdkapital beinhaltet EUR 59,90 Mio. an Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar mit der Konzerngesellschaft zusammenhängen, hiervon sind EUR 38,010 Mio. langfristig. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten vollständig ab, sodass kein Liquiditätsengpass erwartet wird. Des Weiteren wird für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den verbundenen Unternehmen ein langfristiges Zahlungsziel gewährt.

Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 jederzeit nachkommen.

E. Risikomanagement

Im vergangenen Geschäftsjahr hat sich das Risikoprofil im Unternehmensumfeld nur geringfügig verschlechtert. Die schwankenden Bedarfslagen in den Absatzmärkten der Gesellschaft führen zu azyklischen und kurzfristigen Bedarfsänderungen, die zum Teil höhere Logistikkosten bedingen und unter anderem Warenbestandserhöhungen zur Folge haben. Die Gesellschaft konnte durch die weiterführenden Strukturänderungen im Vertrieb die Realisierungsquote bei neuen Projekten weiter erhöhen. Zudem verfolgt die Geschäftsführung aufmerksam den Wechselkurs des RMB und wird bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einleiten.

Im kommenden Jahr wird die Gesellschaft weiterhin die Entwicklungen in den Zielindustrien, Hauptmärkten und bei den wesentlichen Kunden genau beobachten. Dies geschieht neben der Berücksichtigung von Risiken in den Absatzmärkten auch der Auswirkungen der hohen Inflation. Die Organisation ist darauf vorbereitet, bei Bedarf risikomindernde Maßnahmen zu ergreifen.

Die enge Einbindung der Geschäftsführung in das operative Geschäft stellt sicher, dass Risiken aus allen Teilbereichen des Unternehmens der Geschäftsführung gemeldet werden, um Situationen, welche das Betriebsergebnis und die Nachhaltigkeit der Gesellschaft gefährden könnten, früh zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Die Liquidität wird kontinuierlich überwacht und optimal genutzt. Um den gestiegenen Risiken von potenziellen Zahlungsausfällen seitens der Kunden gerecht zu werden, wurden entsprechende Maßnahmen definiert und bereits umgesetzt. Zudem wurden die Deckungssummen der Forderungsausfallversicherung angepasst, um die wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit Zahlungsausfällen effektiver abzudecken.

F. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1. Wesentliche Chancen

Die Geschäftsleitung sieht wesentliche Chancen in dem weiteren Ausbau der Vertriebs- und Produktlösungsstrategien in der Automobil- und Maschinenbauindustrie in Europa. Die Gesellschaft geht insbesondere für den Bereich der e-Mobilität und der Aktuatoren im Automobil- und Nutzfahrzeugsegment von einem weiteren Wachstum aus. Die Gesellschaft ist in zahlreichen Projekten der e-Mobilität, etwa elektrischen Getriebeanwendungen, elektrischen Brems- und Lenkungssystemen sowie zunehmend auch im Bereich von smarten Haushaltanwendungen involviert, die zum Beispiel Kugellager mit sehr hohen Drehzahlkapazitäten erfordern. Zur Verbesserung der Realisierungsquoten bei Projektausschreibungen sieht die Gesellschaft vor, ihre Investitionen in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Produktmanagement und Key Account Management zu tätigen. Neben bereits laufenden Projekten steht hierbei die Realisierung von längerfristigen Projekten besonders im Fokus.

2. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

Die anhaltende Volatilität der Marktentwicklung im Kundensegment der Gesellschaft steht mittelbar im Zusammenhang mit den nachhaltigen Marktschwankungen im Bereich der e-Mobilität. In der europäischen Automobilindustrie führten die nationalen Gesetzesänderungen zur Förderung der e-Mobilität zu erheblichen Bedarfsverschiebungen, welche bis über das Ende des Geschäftsjahres hinausgehen. Weiterhin kam der Markt für E- Bikes im Laufe des Jahres 2023 fast vollständig zum Erliegen. Die wesentlichen Umsatzeinbußen der Gesellschaft betreffen überproportional die Monate Juli bis Dezember. Die Umsatzeinbußen führen insgesamt zu einer Lücke von ca. 17% gegenüber der getroffenen Budgetannahme.

Die anhaltenden Wechselwirkungen der nachhaltig deutlich gestiegenen Inflation beeinflussen direkt und indirekt das Geschäftsrisiko, welche mittelbar im Zusammenhang zur Kriegssituation in der Ukraine steht. Das durch Unsicherheit negativ beeinflusste Kauf- und Investitionsverhalten, in den für die Gesellschaft relevanten Industrien, steigert das Geschäftsrisiko zusätzlich. Um den identifizierten Risiken zu begegnen und die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Branchen weiter zu reduzieren, wurde eine Analyse der Marktpotentiale durchgeführt. Davon wurden beispielsweise Maßnahmen, wie die Investition in zusätzliche Mitarbeiter in Italien und Frankreich, abgeleitet.

Die Summe der aktuell verfügbaren Einschätzungen des weiteren Verlaufs der Wechselwirkungen im Marktumfeld der Gesellschaft lässt den Schluss zu, dass sich trotz der zurückgenommenen Förderung der E-Mobilität die verbesserte Auftragslage im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 weiter fortsetzen wird und eine leichte Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2023 zu erwarten ist. Der tatsächliche zeitliche Verlauf kann lediglich prognostiziert werden und birgt das Risiko entsprechender Verschiebungen der erwarteten Verbesserung der Bedarfsentwicklung allgemein und somit auch explizit in der Marktentwicklung der Automobilindustrie und den damit einhergehenden Bedarfserhöhungen der Kunden.

Die Diskrepanz der mittelfristigen Bedarfsplanung, insbesondere in der Automobilindustrie, und den kurzfristig tatsächlich abgenommenen Bedarfsmengen und der gestiegenen Logistiklaufzeiten, führt zum Jahresende zu einer Verfestigung der, zum Vorjahr deutlichen Erhöhung der Warenbestände und beeinflusst somit auch die Cash Flow Position der Gesellschaft.

Die von der Gesellschaft getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung, wie z.B. die gezielten Prozessanpassungen und eine stärkere Berücksichtigung der Kundennachfrage bei Planung ihre Lagerbestände, werden somit zukünftig Kosten senken und die Cash Flow Position der Gesellschaft nachhaltig verbessern. Eine bedarfsorientierte Anpassung der Bestände durch entsprechende Anpassungen der Einkaufsvolumina ist vorgesehen. Es muss davon ausgegangen werden, dass Erholungen in den individuellen Märkten der Automobilhersteller zu kurzfristigen starken Bedarfserhöhungen führen werden, welche ausschließlich durch Warenbestände in Deutschland termingerecht bedient werden können. Entsprechende Steuerungen zur Erreichung der gesetzten Warenumschlagshäufigkeiten sind implementiert und werden regelmäßig bewertet und entsprechend nachgehalten.

Grundsätzliche Risiken bestehen darüber hinaus in der globalen Wirtschaftsentwicklung und einem weiteren Abkühlen der Konjunktur in den Produktionsindustrien, insbesondere der Maschinenbauindustrie, der Getriebe- und Automobilindustrie. Daraus besteht ein konstantes Risiko für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Hier besteht eine direkte Korrelation. Gemäß den Gegebenheiten in der Automobilindustrie ist der Umsatz auf verhältnismäßig wenige, dafür absatzstarke Kunden konzentriert. Bedingt durch die Marktmacht der Kunden ist mittelfristig von einem Rückgang der durchschnittlichen Marge im Bestandsgeschäft auszugehen.

Da die Handelswaren aus China geliefert werden, besteht das Risiko steigender Produktionskosten in China, welche sich negativ auf die Einkaufspreise der Gesellschaft auswirken.

Grundsätzliche Risiken bestehen in einer potentiellen Verschlechterung der Währungsrelation Euro/US-Dollar sowie der Währungsrelation Euro/RMB.

Wie zuvor bei der Kapitalstruktur erwähnt, hat sich das negative Eigenkapital aufgrund des positiven Ergebnisses im Jahr 2023 auf EUR 2,387 Mio. zum 31.12.2023 verringert. Dies bedeutet, dass CW Bearing GmbH einem Überschuldungsrisiko ausgesetzt ist. Dieses Risiko wird über das Forderungsmanagement der chinesische Muttergesellschaft abgesichert. Die CW Bearing GmbH ist in hohem Maße von der Aufrechterhaltung der Konzernfinanzierung durch die chinesische Muttergesellschaft abhängig.

Bestandsgefährdende oder andere bedeutsame Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

G. Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2024

Die Ergebnisplanung der Gesellschaft für das Jahr 2024 ist vor den anhaltenden Unsicherheiten der Markteinflüsse und der damit einhergehenden Bedarfsrisiken geplant und finalisiert worden. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen Umsatz, der über dem Niveau des Vorjahres liegt und ein gestiegenes Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Neben der prognostizierten Bedarfserholung im Automobilsegment werden Anpassungen der Distributionskanäle im Industriesegment zu Volumenerhöhung führen. Negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis der Gesellschaft durch fehlendende Umsatzerlöse, werden durch vordefinierte Maßnahmen kompensiert, wie z.B. den Ausbau der Vertriebsaktivitäten in den absatzstärksten Märkten oder eine Kostenreduzierung durch Anpassung der Organisationsstruktur.

 

Hamburg, den 02.08.2024

gez. Günter Winkler-Gonze

Geschäftsführung

gez. Wolfgang Schopf

Geschäftsführung

gez. John Lirong Hu

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CW Bearing GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CW Bearing GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CW Bearing GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 2. August 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer

Julian Kübler, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 04. September 2024.

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