Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 16063
Eingetragen
14.7.1998
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit FlachglasHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Vermarktung, Verkauf und Verwertung von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie, deren Wartung und Instandhaltung sowie sämtliche damit zusammenhängende und den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Anne Willemijn Hidma
seit 27.11.2024
Geschäftsführer
Jens Bergmann
seit 15.9.2016
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ASML Germany GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 637.753,03 850.729,26
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 723.561,07 3.110.296,44
2. Waren 23.499.376,79 24.222.937,86 17.952.607,44 21.062.903,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.902.246,89 33.533.465,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.893.248,10 19.823.452,72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.188.298,92 19.983.793,91 567.127,36 53.924.045,44
44.206.731,77 74.986.949,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 340.996,19 1.410.055,27
D. Aktive latente Steuern 392.413,32 848.868,96
45.577.894,31 78.096.602,81

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 10.425.238,15 10.425.238,15
III. Gewinnvortrag 3.903.376,88 1.406.545,62
IV. Jahresüberschuss 326.334,90 2.496.831,26
14.680.514,52 14.354.179,62
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 106.140,00 110.603,00
2. Steuerrückstellungen 443.441,76 546.412,69
3. Sonstige Rückstellungen 2.610.979,86 3.142.170,61
3.160.561,62 3.799.186,30
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.246.718,89 34.074.742,92
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.510.220,97 2.211.614,18
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.251.859,24 16.823.918,77
4. Sonstige Verbindlichkeiten 848.795,95 2.612.185,77
- davon aus Steuern EUR 235.756,26 (i. Vj. EUR 1.461.679,41) -
23.857.595,05 55.722.461,64
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.879.223,12 4.220.775,25
45.577.894,31 78.096.602,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 99.061.823,22 206.581.374,76
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -2.386.735,37 105.579,68
3. Sonstige betriebliche Erträge 295.580,15 436.443,61
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 29.909,29 (i. Vj. EUR 27.867,46) -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 72.029.785,00 182.600.216,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 913.791,25 72.943.576,25 2.309.710,13 184.909.926,51
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.443.943,13 11.499.016,29
b) Soziale Abgaben 1.624.894,89 15.068.838,02 1.340.519,73 12.839.536,02
- davon für Altersversorgung EUR 118.072,55 (i. Vj. EUR 90.978,01) -
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 192.076,19 214.915,36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.625.949,50 5.466.893,26
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 18.807,19 (i. Vj. EUR 23.625,70) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.245,14 16.049,73
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 17.013,14 (i. Vj. EUR 16.049,73) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 653.131,53 42.120,08
- davon an verbundene Unternehmen EUR 648.373,53 (i. Vj. EUR 35.828,08) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.182.006,75 1.169.225,29
- davon aus Veränderung latenter Steuern EUR 456.455,64 (i. Vj. EUR 536.207,78) -
11. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 326.334,90 2.496.831,26

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sie hat ihren Sitz in Dresden und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HR B 16063 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang gemacht worden.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für im Geschäftsjahr 2023 neu angeschaffte Vermögensgegenstände wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend betriebswirtschaftlichen Erfahrungen linear vorgenommen. Es wurden Nutzungsdauern von 2 bis 10 Jahren zugrunde gelegt.

Vorräte

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Waren betreffen ausschließlich angeschaffte Erzeugnisse. Sie sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert und sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Die Gesellschaft übt das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Bilanzierung der latenten Steuern in der Weise aus, dass sie einen entsprechenden Aktivposten in ihrer Bilanz ausweist. Latente Steuern werden auf die Unterschiede zwischen den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich mit steuerlicher Wirkung umkehren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Verwendung eines Ertragsteuersatzes in Höhe von unverändert 31,6%.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten gebildet und nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit") bewertet. Berechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung eines Rententrends von unverändert 1,0 %. Als Rechnungszinsfuß wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,82 % verwendet (Vorjahr: 1,78 %).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtung wurde auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung gebildet und nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit") bewertet. Berechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Bewertung wurde der durchschnittliche Marktzins von 1,74 % (Vorjahr: 1,78 %) sowie ein Fluktuationstrend in Höhe von 4,5 % (Vorjahr: 7,50 %) zugrunde gelegt.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die nicht der Altersvorsorge dienen, wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Abzinsungszinssatz der vergangenen sieben Jahre entsprechend der Laufzeit gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Das Ergebnis aus den Abzinsungssatzänderungen wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen werden in Höhe ihres Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Vom Wahlrecht der Abzinsung kurzfristiger Rückstellungen mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsposten wurden entsprechend § 256a Satz 1 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Passive Rechnungsabgrenzungen wurden für Einnahmen im Berichtsjahr gebildet, die in folgenden Jahren für einen bestimmten Zeitraum zu Erträgen führen.

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die gesonderte Darstellung im Anlagenspiegel verwiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen betragen unverändert zum Vorjahr nicht mehr als ein Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.720 (Vorjahr: TEUR 19.687) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 136) abgebildet.

In den sonstigen Forderungen sind Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 71) enthalten.

Aktive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB saldiert und. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung eines Steuersatzes von 31,6 %.

In Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird der zum Bilanzstichtag ermittelte aktive latente Steuerüberhang bilanziert. Die latenten Steuern resultieren aus insbesondere abweichenden Wertansätzen im Bereich des Anlagevermögens und der Vorräte in Höhe von insgesamt TEUR 1.031 (Vorjahr: TEUR 2.692) sowie aus abweichenden Wertansätzen der Rückstellungen für Pensionen sowie Jubiläen in Höhe von TEUR 211(Vorjahr: TEUR 4).

Passiva

Eigenkapital

Das Eigenkapital enthält Beträge, die gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegen in Höhe von TEUR 393 (Vorjahr: TEUR 853). Sie resultieren aus der Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 849) sowie aus dem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4).

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für:

2023
TEUR
Personalkosten 1.624
Servicekosten 603
Gewährleistungsaufwendungen 146
Prüfungs- und Beratungskosten 69
Übrige 169
2.611

Verbindlichkeiten

Die gesamten Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 18.221 (Vorjahr: TEUR 16.590) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 233) ausgewiesen.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben folgende Zusammensetzung:

2023 2022
TEUR TEUR
Net System Sales 37.353 128.491
Verbundbereich 29.998 29.453
Serviceumsatz 24.627 29.193
Field Option Sales 6.027 16.677
Net Installation Sales 559 2.536
Übrige 498 231
99.062 206.581

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 409) sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 28) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 24) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 29).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Zinsaufwand sind TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der ausgewiesene Betrag entfällt in Höhe von TEUR 1.774 auf Vorjahre.

VI. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 94 Arbeitnehmer (Vorjahr: 83) dauerhaft im Unternehmen beschäftigt.

Graduate Engineers or Technicians 59
Software Developers 14
Commercial Area 21
94

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr

 

Jens Bergmann, CS Site Manager ASML Germany GmbH

 

Angelique van Beek - van Doremaele, Head of Tax NL & EMEA (ab 13. September 2024)

 

Anne Hidma, Head of EU/US Custom Team (ab 13. September 2024)

 

Dick Mans, Head of Tax Expertise ASML Holding N.V. (bis 13. September 2024)

 

Cornelis Hendrikus Alfons van den Heuvel, Head of ABS Financial Operations ASML Holding N.V. (bis 13. September 2024)

Für die Angabe der Geschäftsführergehälter wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. § 285 Nr. 3a HGB setzen sich wie folgt zusammen:

2024 2025 bis 2028 Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Mietverträge 196 16 212
PKW-Leasingverträge 314 366 680
Übrige 2 1 3
512 383 895

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft wird als 100%iges Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der ASML Holding N.V., De Run 6501, 5504 DR Veldhoven, einbezogen (kleinster und größter Kreis). Der Konzernabschluss ist auf der Webseite der Muttergesellschaft einsehbar.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 30 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 326 das auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.

 

Dresden, 2. Oktober 2024

ASML Germany GmbH, Dresden

gez. Angelique van Beek - van Doremaele, Geschäftsführerin

gez. Anne Hidma, Geschäftsführerin

gez. Jens Bergmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.278.715,03 1.194.854,30 1.554.180,05 919.389,28
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.985,77 192.076,19 338.425,71 281.636,25
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 637.753,03 850.729,26

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Branche und Positionierung in der Branche

Die ASML Unternehmensgruppe (ASML) ist der weltweit führende Anbieter von Lithographie-Systemen für die Halbleiterindustrie. ASML produziert komplexe Maschinen, welche entscheidend sind für die Produktion von integrierten Schaltkreisen oder Chips. Die Konzernzentrale liegt in Veldhoven/Niederlande.

1.2. Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft im Unternehmensverbund

Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der ASML Holding N. V., Veldhoven/Niederlande (kurz: ASML Holding). Der Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft sind System Sales sowie die Wartung und der Service von komplexen Lithografie-Maschinen.

Die Gesellschaft erbringt im Verbundbereich Serviceleistungen, Installationsleistungen sowie Garantieleistungen und erhält dafür von Schwesterunternehmen feste Vergütungen. Diese Vergütungen sind durch Cost-plus-Verträge geregelt. Die Gesellschaft erhält über diese Verträge überwiegend ihre Aufwendungen zuzüglich eines Gewinnbestandteiles von den Schwesterunternehmen erstattet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 verzeichnete die Halbleiterindustrie weltweit einen Umsatzrückgang von 8,2 %. Für die Jahre 2024 und 2025 wird jedoch ein zweistelliges Umsatzwachstum für die Branche prognostiziert. Der Wachstumstrend wirkt sich auch positiv auf die Geschäftsentwicklung der ASML Germany GmbH aus. Durch den anhaltenden Mangel an Halbleitern ist zu erwarten, dass die Chiphersteller ihre Produktionskapazitäten weiter steigern werden. Dies wird wiederum die Nachfrage nach unseren Chipherstellungsmaschinen bis 2025 und darüber hinaus erhöhen.

Der Bedarf an höherer Rechenleistung, KI und digitaler Konnektivität hat zu einem erheblichen Wachstum des Halbleitermarktes geführt.

KI und lokale Produktion sind Wachstumsmotoren für den Halbleitermarkt. Obwohl die Aktien der Halbleiterausrüstungsunternehmen bereits erhebliche Kursgewinne verzeichnet haben, könnten sie noch weiteres Aufwärtspotenzial haben, da Analysten die Branche derzeit am Beginn einer Aufschwung Phase verorten, die in der Regel drei Jahre dauert. Darüber hinaus könnte der Aufschwung diesmal stärker ausfallen und möglicherweise länger anhalten. Dafür sprechen zumindest einige besondere Faktoren wie KI und der weltweite Aufbau von lokalen Chipfabriken.

Trotz der aktuell stagnierenden Zulassungszahlen bei Elektrofahrzeugen ist ein stetig wachsender Bedarf an Halbleitern für die gesamte Automobilindustrie zu erwarten. Die Autoindustrie wird bis 2030 zum drittwichtigsten Chip-Abnehmer nach der mobilen Kommunikation und der Datenspeicherung.

2.2. Darstellungen zum Geschäftsverlauf

Im Vergleich zu anderen Industrien ist die Halbleiterindustrie weniger von zyklischen Schwankungen betroffen. In Bezug auf den Standort in Dresden konnte ASML auch im Geschäftsjahr 2023 einen stabilen Service für unsere lokalen Kunden gewährleisten. Auch bei unserem Hauptkunden wurde die Produktion in einer ausgelasteten Fabrik stabil fortgesetzt.

Ertragslage

Die Ertragslage für den Berichtszeitraum hat sich wie folgt entwickelt:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 99.062 206.581 -107.519
Bestandsveränderungen -2.387 106 -2.493
Gesamtleistung 96.675 206.687 -110.012
Materialaufwand -72.944 -184.910 111.966
Rohergebnis 23.731 21.777 1.954
Personalaufwand -15.069 -12.840 -2.229
Planmäßige Abschreibungen -192 -215 23
Übrige betriebliche Aufwendungen -5.607 -5.467 -140
Betriebliche Aufwendungen -20.868 -18.522 -2.346
Betriebsergebnis 2.863 3.255 -392
Finanzergebnis -632 -26 -606
Betriebsergebnis nach Zinsen 2.231 3.229 -998
Neutrales Ergebnis 277 436 -159
Ertragsteuern -2.182 -1.169 -1.013
Jahresüberschuss = Ergebnis nach Steuern 326 2.496 -2.170

Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse mit Drittkunden und das Ergebnis nach Steuern, die für die interne Steuerung herangezogen werden.

Die Gesellschaft erzielte rd. 70% (Vorjahr. 86%) der Umsätze mit Kunden außerhalb des Konzernverbunds. Für eine Aufgliederung der Umsätze nach Produkten und Leistungen wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Die Umsatzerlöse sind um 52% gesunken. Der Umsatzrückgang entfällt im Wesentlichen auf Net System Sales (rd. 85 %) sowie auf Field Option Sales (rd. 10 %). Der Rückgang ist vor allem durch eine deutlich geringere Anzahl verkaufter Maschinen bedingt.

Die Bestandsminderungen resultieren aus dem Abgang der unfertigen Leistungen des Vorjahres, denen kein entsprechender Bestandsaufbau infolge der unter den Erwartungen liegenden Nachfrage gegenübersteht.

Dementsprechend ist auch die Gesamtleistung gesunken.

Der Materialaufwand hat sich im Zusammenhang mit den gesunkenen Umsatzerlösen ebenfalls rückläufig entwickelt. Die Materialeinsatzquote ist aufgrund der Verschiebung der Umsatzerlösanteile von den System Sales hin zu den Service Sales und dem damit verbundenen niedrigeren Materialeinsatzdeutlich um 16 Prozentpunkte auf 74 %gesunken.

Der im Vergleich zu Gesamtleistung überproportionale Rückgang der Materialaufwendungen führte zu einem um rd. 9 % verbesserten Rohergebnis.

Die Zunahme der Personalaufwendungen ist vor allem durch die gestiegene Mitarbeiteranzahl sowie tarifliche Gehaltssteigerungen bedingt.

Der deutliche Rückgang der Materialaufwendungen konnte die gesunkenen Umsatzerlöse sowie die gestiegenen Personal- und übrigen betrieblichen Aufwendungen nicht vollständig kompensieren. Daraus resultierte ein Rückgang des Betriebsergebnis um rd. 12 %.

Das gesunkene Finanzergebnis ist durch die gestiegenen Zinsen für die im Vergleich zum Vorjahr höheren Cashpool-Verbindlichkeiten bedingt.

Im Ertragsteueraufwand werden Aufwendungen für das Berichtsjahr sowie für Vorjahre ausgewiesen (vergleiche hierzu die Angaben im Anhang). Der Ertragssteueraufwand ist aufgrund des deutlich gesunkenen Jahresüberschusses ebenfalls gesunken.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 und das vorangegangene Geschäftsjahr sind nachfolgend dargestellt:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
AKTIVA TEUR Anteil TEUR Anteil TEUR Anteil
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 638 1,4% 851 1,1% -213 -25,0%
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 24.223 53,1% 21.063 27,0% 3.160 15,0%
Kundenforderungen 5.902 12,9% 33.533 42,9% -27.631 -82,4%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.893 12,9% 19.824 25,4% -13.931 -70,3%
übrige Aktiva 8.922 19,6% 2.826 3,6% 6.096 215,7%
44.940 98,5% 77.246 98,9% -32.306 -41,8%
45.578 99,9% 78.097 100,0% -32.519 -41,6%
PASSIVA
Eigenkapital
Bilanzielles Eigenkapital 14.681 32,2% 14.354 18,4% 327 2,3%
Mittel- und langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 106 0,2% 111 0,1% -5 -4,5%
Kurzfristiges Fremdkapital
Übrige Rückstellungen 3.054 6,7% 3.688 4,7% -634 -17,2%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.252 40,0% 16.824 21,5% 1.428 8,5%
Lieferantenverbindlichkeiten 2.510 5,5% 2.212 2,8% 298 13,5%
übrige Passiva 6.975 15,3% 40.908 52,5% -33.933 -82,9%
30.791 67,5% 63.632 81,5% -32.841 -51,6%
45.578 99,9% 78.097 100,0% -32.519 -41,6%

Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme insbesondere aufgrund gesunkener Kundenforderungen und gesunkener Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf der Aktivseite sowie deutlich geringerer übriger Passiva zurückgegangen.

Der Anstieg des Vorratsbestands im Berichtsjahr entfällt vor allem auf Ersatzteile, deren Zunahme im Zusammenhang mit den im vorangegangenen Geschäftsjahr höheren Anzahl verkaufter Maschinen steht.

Aufgrund der geringeren Nachfrage im Berichtsjahr sind die Forderungen gegen Kunden und verbundene Unternehmen zurückgegangen.

Die Zunahme der übrigen Aktiva entfällt insbesondere auf Forderungen gegen das Finanzamt.

Das bilanzielle Eigenkapital veränderte sich im Berichtsjahr um das Jahresergebnis. Ursächlich für den Anstieg der Eigenkapitalquote um 13,8 Prozentpunkte ist die um 42 % gesunkene Bilanzsumme.

Der Rückgang der übrigen Passiva betrifft vor allem die in diesem Posten ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen. Die erhaltenen Anzahlungen sind aufgrund der geringen Anzahl von Maschinenverkäufen ebenfalls gesunken.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über eine Cashpool-Vereinbarung mit der ASML Holding N. V., Veldhoven/Niederlande. Die Gesellschaft unterhält keine eigenen liquiden Mittel. Es gab keine finanziellen Engpässe.

Im Berichtsjahr hat sich die Finanzlage wie folgt entwickelt:

TEUR
1. Periodenergebnis 326
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 192
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -639
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1.650
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 18.375
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -33.635
7. -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen/Verbindlichkeiten im Verbundbereich 12.795
8. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.216
9. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 632
10. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.182
11. - Ertragsteuerzahlungen -3.814
12. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -720
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.195
14. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.195
15. - Gezahlte Zinsen -648
16. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -648
17. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.563
18. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -15.604
19. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode -18.167

Die laufende Geschäftstätigkeit, die Investitionstätigkeit und auch die Finanzierungstätigkeit waren durch den Abfluss an liquiden Mitteln gekennzeichnet. Die Verbindlichkeiten aus der Nutzung des Cashpools sind dementsprechend angestiegen.

Im Finanzmittelfonds werden ausschließlich Verbindlichkeiten aus Cashpooling ausgewiesen.

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft trotz des Geschäftsrückgangs im Berichtsjahr stabil. Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 wird aufgrund der erwarteten ansteigenden Nachfrage als positiv eingeschätzt.

2.3. Personal- und Sozialbereich

Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 94 Mitarbeiter. Bei der überwiegenden Anzahl der Mitarbeiter (ca. 63 %) handelt es sich um Dipl.-Ingenieure oder Techniker, welche mit der Wartung, Instandsetzung sowie der Fehleranalyse an den Kundenanlagen beschäftigt sind. Etwa 15 % der Mitarbeiter sind Softwareentwickler, und die verbleibenden 22 % arbeiten im kaufmännischen Bereich.

Im Jahr 2023 wurden 10 neue Mitarbeiter in Dresden eingestellt, hauptsächlich im Bereich der Softwareentwicklung und im kaufmännischen Bereich.

Es werden freiwillige Leistungen an Mitarbeiter gewährt, bei denen es sich um Schichtzulagen, Zulagen für Bereitschaftsdienst, Überstundenvergütungen, Vermögenswirksame Leistungen, Direktversicherungen, Bonuszahlungen, Gewinnbeteiligungen (Gewinn der Muttergesellschaft), Dienstwagen und Umzugskostenerstattungen handelt. Außerdem werden die Mitarbeiter am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der Muttergesellschaft beteiligt, die sämtliche Kosten des Programms trägt.

Die Servicetechniker werden regelmäßig in speziellen Trainingszentren zur Vorbereitung auf die Arbeit beim Kunden ausgebildet.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Die zukünftige Entwicklung ist eng an die Entwicklung der Halbleiter- und Chipindustrie gekoppelt.

3.1. Risikobericht

Dem Risiko eines Umsatzrückganges im Service des existierenden Anlagenparks steht die Erwartung der Bestellung von weiteren neuen Anlagen durch bestehende Kunden sowie der mögliche Ausbau der Fabrikkapazität bei einem wichtigen lokalen Kunden gegenüber.

Als Dienstleister für die globale Halbleiterindustrie unterliegt die ASML Germany GmbH den Konjunkturzyklen der Branche, von denen der Zeitpunkt, die Dauer und die Höhe der Schwankungen nur schwer vorherzusagen sind. Die Halbleiterindustrie wird seit jeher durch diese Zyklen bestimmt, und jeder Abschwung kann damit auch zu negativen Beeinträchtigungen führen. Wie viele Lithografie-Systeme letztendlich verkauft werden, hängt größtenteils von der Höhe der Investitionen der Halbleiterhersteller ab.

Im Folgenden sind die einzelnen Risiken erläutert und in der Reihenfolge der Bedeutung für das Unternehmen aufgeführt.

Als Risiko mit der höchsten Bedeutung können Kürzungen oder Verzögerungen bei geplanten Investitionen auf Kundenseite zu erheblichen negativen Auswirkungen auf die Lieferung von Lithografie-Systemen und damit auf die Ertragslage unseres Serviceunternehmens haben.

Weitere Risiken sieht die Gesellschaft in folgenden Punkten:

ein großer Teil unserer Umsätze wird mit einigen wenigen Kunden erzielt;

zur Erzielung der Umsatzerlöse sind wir auf einen unterbrechungsfreien Betrieb der Produktionsstätten angewiesen.

Die gegenwärtige und erwartete Nachfrage nach Halbleitern und Halbleiterprodukten ist insbesondere abhängig von folgenden Faktoren:

Halbleiterpreise,

Produktionskosten,

Lagerbestandsveränderungen,

allgemeine Wirtschaftslage und

Zugang zum Kapital.

Die Änderungen dieser Faktoren, wie z. B. der Verfall der Halbleiterpreise oder die Erhöhung der Produktionskosten, beinhaltet das Risiko eines Nachfragerückgangs und erschwert damit den Zugang zum Kapital.

Ein weiteres Risiko ist, dass unser Erfolg und die Zukunftsaussichten davon abhängig sind, dass wir weiterhin gut ausgebildete Mitarbeiter gewinnen und qualifizierte Fachkräfte an das Unternehmen binden können. ASML führt regelmäßig Benchmark-Analysen mit Hilfe einer Peerliste vergleichbarer Firmen in der Halbleiter- und Technology-Branche durch. Dafür nutzen wir einen Benchmark Survey nach Radford P50.

Risiken in Bezug auf den Ukraine-Russland-Krieg können in einem künftigen zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden bestehen, was sich in einer rückläufigen Nachfrage nach unseren Maschinen äußern könnte. Das Risiko wird nach den bisherigen Erfahrungen im Geschäftsjahr 2024 mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Aus diesem Grund wurden in der Planung keine Abschläge wegen kriegsbedingten Umsatzrückgängen berücksichtigt.

Der aktuellen Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt und der damit verbundenen Güterknappheit und den gestiegenen Preisen begegnen wir mit einer entsprechend vorzeitigen und vorsichtigen Planung. Derzeit können wir alle Lieferverpflichtungen einhalten.

Die Risiken werden durch die Geschäftsführung als nicht bestandsgefährdend angesehen.

3.2. Chancenbericht

Die Halbleiterindustrie in Dresden wächst weiter. Neben der zunehmenden Nachfrage nach Mikrochips aus der Automobilindustrie hat nicht zuletzt die besonderen Umstände in der Zeit der Coronakrise dafür gesorgt, dass die Nachfrage nach Mikrochips weiter steigt. Die gestiegene Nachfrage wirkt sich auch positiv auf das Geschäft der ASML Germany GmbH aus.

Es gilt, die in Dresden ansässigen Chiphersteller als langjähriger und vertrauerter Partner bei dem geplanten deutlichen Ausbau ihrer Produktionskapazitäten bestmöglich zu begleiten. Sei es mit der Lieferung neuer Anlagen, der Bereitstellung von Serviceleistungen oder die Hersteller auf den vorhandenen Maschinen durch die Modifikation der verschiedenen Hardware und Software und einer damit einhergehenden Effizienzsteigerung zu unterstützen.

Die Ansiedlung von ESMC mit der Errichtung einer neuen Fabrik bringt langfristig weitere Chancen für die ASML Germany GmbH.

Weitere Chancen bestehen in der zunehmenden Nachfrage nach Halbleitern und Halbleiterprodukten, die zu einer höheren Investitionsbereitschaft unserer Kunden führen könnte.

Die weitere zukünftige Entwicklung ist von der Muttergesellschaft, der ASML Holding N. V., Veldhoven/Niederlande, abhängig.

3.3. Prognosebericht

Der Markt für Halbleiter wird langfristig weiterwachsen. Dem weltweiten Trend folgend, hat auch ein wichtiger lokaler Kunde Pläne für einen weiteren Ausbau seiner aktuellen Produktionskapazitäten. Wir werden diesen Prozess als vertrauter Partner mit begleiten. Des Weiteren besteht mit diesem Kunden bis einschließlich 2026 ein Full-Service Wartungsvertrag für alle ASML-Systeme.

Das Halbleiterwerk von einem weiteren Kunden in Dresden wurde im Jahr 2021 offiziell eröffnet und hat ab dem Jahr 2022 mit der Volumen Produktion begonnen. Auch an diesen Partner werden wir in den kommenden Jahren weitere Maschinen liefern. Im Januar 2024 wurde eine weitere Anlage geliefert und installiert. Aktuell wird mit der nächsten Lieferung und Installation weiterer Anlagen im Jahr 2026 gerechnet.

Insgesamt erwartet die ASML Germany GmbH im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz mit Drittkunden in Höhe von TEUR 44.000 sowie einen Jahresüberschuss leicht über dem Niveau des Berichtsjahres.

 

Dresden, 2. Oktober 2024

gez. Angelique van Beek - van Doremaele, Geschäftsführer

gez. Jens Bergmann, Geschäftsführer

gez. Anne Hidma, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ASML Germany GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ASML Germany GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASML Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 4. Oktober 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rößler, Wirtschaftsprüfer

Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

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