MITEC engine.tec gmbhLiquidiert

99819 Krauthausen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 400325
Eingetragen
27.8.1990
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Entwicklung und die Produktion von Wellenausgleichssystemen für Verbrennungsmotoren, Getriebekomponenten und Getrieben, Komponenten des Antriebsstranges im Automobil, Ingenieurdienstleistungen im Bereich Entwicklung und Konstruktion, die zerspanende Fertigung, Beratung und Dienstleistung im Bereich Automobilengineering, Fertigungslogistik und Fertigungsplanung, Automatisierungstechnik sowie Wärmebehandlung und Maschinenbau sowie damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen und Geschäfte jeder Art.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

MITEC engine.tec gmbh

Krauthausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen 22.726.998,05 25.516.668,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.834,00 18.564,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 17.834,00 18.564,00
II. Sachanlagen 22.709.164,05 25.498.104,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.321,00 17.024,00
2. technische Anlagen und Maschinen 21.390.630,05 24.414.355,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 918.514,00 1.066.725,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 384.699,00 0,00
B. Umlaufvermögen 13.736.952,97 12.650.059,35
I. Vorräte 3.645.413,23 3.117.450,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.017.645,94 9.150.138,24
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.143.455,30 3.124.181,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.635.456,52 1.990.250,92
2. übrige Vermögensgegenstände 5.874.190,64 6.025.956,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 73.893,80 382.470,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 143.983,42 122.385,87
Bilanzsumme, Summe Aktiva 36.607.934,44 38.289.113,27

Passiva

   
  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital 15.328.122,29 15.651.777,67
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 13.303.047,52 20.398.956,78
III. Gewinn- /Verlustvortrag 0,00 -6.872.198,56
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 1.125.019,45
V. Bilanzgewinn 1.025.074,77 0,00
B. Rückstellungen 440.219,34 519.464,41
C. Verbindlichkeiten 20.839.592,81 22.117.871,19
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.500.000,00 15.500.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.471.541,40 2.939.815,36
3. übrige Verbindlichkeiten 2.868.051,41 3.678.055,83
Bilanzsumme, Summe Passiva 36.607.934,44 38.289.113,27

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2011 - 31.12.2011
EUR
1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
1. Rohergebnis 21.467.291,65 23.442.589,27
2. Personalaufwand 6.223.137,56 6.494.410,03
a) Löhne und Gehälter 5.255.189,27 5.489.371,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 967.948,29 1.005.038,98
3. Abschreibungen 4.449.887,18 4.757.474,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 4.449.887,18 4.757.474,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.070.590,85 9.724.517,08
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.125,42 22.273,54
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 18.150,83
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 990.070,56 1.263.753,56
davon an verbundene Unternehmen 115.633,34 101.125,77
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -237.269,08 1.224.707,74
8. außerordentliche Aufwendungen 57.708,00 65.254,40
9. außerordentliches Ergebnis -57.708,00 -65.254,40
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 27.776,30 30.808,32
11. sonstige Steuern 902,00 3.625,57
12. Jahresfehlbetrag 323.655,38 -1.125.019,45

Ergebnisverwendung

  1.1.2011 - 31.12.2011
EUR
1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
12. Jahresfehlbetrag 323.655,38 -1.125.019,45
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 5.747.179,11  
a) aus der gesetzlichen Rücklage 95.909,26 0,00
b) aus anderen Gewinnrücklagen 7.000.000,00 0,00
15. Bilanzgewinn 1.025.074,77 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der MITEC engine.tec gmbh zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet.

Die angewendeten Abschreibungsmethoden und zu Grunde gelegten Nutzungsdauern sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3 - 11 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear 1 - 18 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 2 - 14 Jahre

Für geringwertige Vermögensgegenstände im Sinne von § 6 Abs. 2 a EStG wurde im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet. Dieser wurde im Zugangsjahr und wird in den folgenden vier Jahren zu jeweils 20 % abgeschrieben. Insofern wurde vom Grundsatz der Einzelbewertung abgewichen.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind einzeln mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese umfassen neben den Materialeinzelkosten, den Fertigungseinzelkosten und den Sondereinzelkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens der Fertigung.

Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Erforderliche Abwertungen wegen Reichweite und Ungängigkeit wurden vorgenommen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Pauschal- und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im notwendigen Umfang gebildet. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben EUR 5.000.000,00 (EUR 5.000.000,00) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden aktiviert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge linear aufgelöst.

Der Posten betrifft im Wesentlichen die in den Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen enthaltenen Zinsen.

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag 31. Dezember 2011 angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Zur Entwicklung des Anlagevermögens vergleiche die Darstellung auf der folgenden Seite.

Um sowohl die Entwicklung der kumulierten Abschreibungen als auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu zeigen, werden in Form eines Abschreibungsspiegels die Veränderungen der gesamten Abschreibungen dargestellt. Der Abschreibungsspiegel ist zur besseren Darstellung in den Anlagenspiegel integriert worden.

3.1. Anlagenspiegel

  Anschaffungs - u . Herstellungskosten
  Vortrag 01.01.2011
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Software 307.553,96 2.680,50 0,00 0,00 310.234,46
Schutzrechte und Werte 1.192.735,43 0,00 0,00 0,00 1.192.735,43
  1.500.289,39 2.680,50 0,00 0,00 1.502.969,89
II. Sachanlagen          
1.Grundstücke / Gebäude 18.728,20 0,00 0,00 0,00 18.728,20
2.Technische Anlagen und Maschinen 86.582.007,81 1.114.888,34 0,00 3.632.870,82 84.064.025,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.317.899,97 146.345,04 0,00 11.683,38 3.452.561,63
3.a GWG 78.662,98 32.523,30 0,00 0,00 111.186,28
4.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 384.699,00 0,00 0,00 384.699,00
  89.997.298,96 1.678.455,68 0,00 3.644.554,20 88.031.200,44
  91.497.588,35 1.681.136,18 0,00 3.644.554,20 89.534.170,33
  Kumulierte Abschreibungen
  Vortrag 01.01.2011
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge
Zuschreibung
Stand 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Software 304.228,96 1.885,50 0,00 0,00 306.114,46
Schutzrechte und Werte 1.177.496,43 1.525,00 0,00 0,00 1.179.021,43
  1.481.725,39 3.410,50 0,00 0,00 1.485.135,89
II. Sachanlagen          
1.Grundstücke / Gebäude 1.704,20 1.703,00 0,00 0,00 3.407,20
2.Technische Anlagen und Maschinen 62.167.652,76 4.117.694,34 3.611.951,82 0,00 62.673.395,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.295.909,97 304.824,04 11.683,38 0,00 2.589.050,63
3.a GWG 33.927,98 22.255,30 0,00 0,00 56.183,28
4.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  64.499.194,91 4.446.476,68 3.623.635,20 0,00 65.322.036,39
  65.980.920,30 4.449.887,18 3.623.635,20 0,00 66.807.172,28
  Buchwert
  31.12.2011
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 4.120,00 3.325,00
Schutzrechte und Werte 13.714,00 15.239,00
  17.834,00 18.564,00
II. Sachanlagen    
1.Grundstücke / Gebäude 15.321,00 17.024,00
2.Technische Anlagen und Maschinen 21.390.630,05 24.414.355,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 863.511,00 1.021.990,00
3.a GWG 55.003,00 44.735,00
4.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 384.699,00 0,00
  22.709.164,05 25.498.104,05
  22.726.998,05 25.516.668,05

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.143 davon gegenüber dem Gesellschafter MITEC Automotive AG TEUR 2.324.

Passiva

Eigenkapital

Die Sonderrücklage nach § 17 Abs. 4 DM-Bilanzgesetz in Höhe von EUR 95.909,26 und ein Teil in Höhe von EUR 7.000.000,00 der anderen Gewinnrücklagen wurden gemäß Gesellschafterbeschlüssen vom 15. Dezember 2011 aufgelöst.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden gebildet wegen:

1. Personalkosten TEUR 178 (122)
2. Ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 77 (166)
3. Gewährleistungsverpflichtungen TEUR 10 (10)
4. Prozesskosten TEUR 68 (162)
5. Aufbewahrungsverpflichtung TEUR 48 (28)

3.2. Verbindlichkeitenspiegel

    mit einer Restlaufzeit von
Bilanzposition der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
2 bis 5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.500.000,00 15.500.000,00 0,00 0,00
  (15.500.000,00) (15.500.000,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.652.121,60 1.652.121,60 0,00 0,00
  (1.913.082,52) (1.913.082,52) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.471.541,40 673.439,11 1.798.102,29 0,00
  (2.939.815,36) (597.376,75) (2.342.438,61) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.215.929,81 666.624,36 549.305,45 0,00
  (1.764.973,31) (997.873,01) (767.100,30) (0,00)
- davon aus Steuern EUR 35.666,19 (EUR 47.199,41)        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (EUR 0,00)        
  20.839.592,81 18.492.185,07 2.347.407,74 0,00
  (22.117.871,19) (19.008.332,28) (3.109.538,91) (0,00)

Die in Klammern aufgeführten Beträge betreffen die Zahlen aus dem Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 2.344 gegenüber dem Gesellschafter MITEC Automotive AG, Eisenach und in Höhe von TEUR 128 gegenüber der MITEC Powertrain Inc., Findlay, USA.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 1.151 Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen berücksichtigt, davon sind TEUR 602 fällig bis zu 1 Jahr und TEUR 549 haben eine Laufzeit von mehr als 1 bis 5 Jahren.

Besicherung der Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 18.995.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch folgende Sicherheiten besichert:

Sicherungsübereignung der finanzierten Maschinen und Anlagen, Werkzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung

Sicherungsübereignung des Warenlagers

Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen für Maschinen und Ausrüstungen sind durch Sicherungsübereignungen der entsprechenden Maschinen besichert.

Daneben bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB im Hinblick auf die Gesellschaftereigenschaft als Komplementär der MITEC engine.tec gmbh & Co. Objekt Krauthausen KG, Eisenach, und die gesamtschuldnerische Mithaft bei Mietkauf- und Darlehensverträgen der MITEC Automotive AG, Eisenach, und der PTC Production Technology Center GmbH, Krauthausen. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, weil die Verbindlichkeiten gemäß der bestehenden Unternehmensplanungen aus dem Cash-Flow zu bedienen sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2011 in Höhe von insgesamt TEUR 778 aus einem Immobilien-Leasing-Vertrag über eine Restlaufzeit von 2 Jahren und 7 Monaten mit der MITEC engine.tec gmbh & Co. Objekt Krauthausen KG, Eisenach. Die Besicherung dieser Verpflichtung erfolgt durch Mitverpflichtung der MITEC Automotive AG durch Schuldbeitritt zum Leasingvertrag sowie Abtretung der Rechte und Ansprüche aus dem Schuldbeitritt. Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 292 aus sonstigen Miet- und Leasingverträgen.

Die Fälligkeiten der finanziellen Verpflichtungen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

    mit einer Fälligkeit von
Finanzielle Verpflichtung Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
Leasing-Verträge 1.085.091,10 594.155,75 490.935,35 0,00
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 777.592,10 302.330,46 475.261,64 0,00
Maschinenmiete - davon gegenüber verbundenen Unternehmen 277.234,22 176.400,00 277.234,22 176.400,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.362.325,32 871.389,97 490.935,35 0,00

Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Im Rahmen des Leasings wurden Kraftfahrzeuge, Datenverarbeitungsanlagen und die Immobilie Stedtfelder Straße 5, Krauthausen, beschafft. Da die geleasten Vermögensgegenstände in der Bilanz des Leasinggebers ausgewiesen werden, verbessert sich die Eigenkapitalquote. Durch das fehlende Risiko der Restverwertung fällt die Investition in neue Technologien leichter. Diese Vorteile führen in der Regel zu höheren Gesamtkosten gegenüber dem fremdfinanzierten Kauf.

Im Rahmen des echten Factorings wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Das Factoring dient durch Entlastung der kurzfristigen Kreditlinien der Verbesserung der Liquidität. Ferner wird dadurch die Eigenkapitalquote verbessert. Ein weiterer Vorteil ist die Übertragung des Ausfallrisikos der verkauften Forderungen auf den Käufer. Die Abhängigkeit vom Factor stellt ein Risiko dar.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich geographisch wie folgt:

  2011
TEUR
2010
TEUR
Inland 23.480 22.303
EU 13.661 14.967
Drittland 510 573
  37.651 37.843

Die Umsatzerlöse betreffen die folgenden Tätigkeitsbereiche:

  2011
TEUR
2010
TEUR
Ausgleichssysteme 22.030 17.094
Lohnarbeit 14.249 19.378
Pumpen 1.372 1.371
  37.651 37.843

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 240 enthalten. Dieser Betrag ergibt sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 116), der Rückerstattung von Nebenkosten (Gewerbesteuer) aus dem Immobilien-Leasingvertrag mit der MITEC engine.tec gmbh & Co. Objekt Krauthausen KG, Eisenach (TEUR 79), der Vergleichszahlung an den Architekten Gans (TEUR 39) sowie erhaltenen Kreditorengutschriften (TEUR 6).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 35 als periodenfremde Aufwendungen ausgewiesen. Diese resultieren im Wesentlichen aus Berufsgenossenschaftsbeiträgen (TEUR 21), Kreditorenbelastungen (TEUR 9) sowie Maschineninstandhaltung (TEUR 5).

Unter den Steueraufwendungen sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 28 ausgewiesen.

Außerordentliche Aufwendungen

Bei den außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 57 handelt es sich um Restrukturierungsaufwendungen (Bankgebühren für die Sicherheitenverwaltung).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren aus einer Betriebsprüfung und betreffen ausschließlich Vorjahre.

5. Sonstige Angaben

Beschäftigte Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 205 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 224).

Die Arbeitnehmer gliedern sich wie folgt auf:

  2011 2010
Angestellte 14 15
Arbeiter 191 209
  205 224

Geschäfte mit Nahestehenden

Die Geschäfte mit Nahestehenden sind in der folgenden Tabelle je Personengruppe dargestellt:

Gruppe Nahe- stehende Geschäftsvolumen aus Lieferung und Leistung 2011 Zuführung Rückstellung 2011 Saldo aus Lieferungen und Leistungen mit Nahestehenden 31.12.2011
b -106.681,71 0,00 -2.741,40
f -13.589,26 -10.000,00 -10.000,00
  -120.270,97 -10.000,00 -12.741,40

(a) das Mutterunternehmen

(b) Unternehmen mit gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss auf das Unternehmen

(c) Tochterunternehmen

(d) assoziierte Unternehmen

(e) Gemeinschaftsunternehmen, bei denen das Unternehmen ein Partnerunternehmen ist

(f) Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens oder seines Mutterunternehmens

(g) sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Das Geschäftsvolumen aus Lieferungen und Leistungen 2011 umfasst die erbrachten und empfangenen Leistungen. Ein negativer Betrag bedeutet einen Überhang der empfangenen Leistungen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Es besteht gemäß § 285 Nr. 17 HGB keine Pflicht zur Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers, da es in das im Konzernabschluss der MITEC Automotive AG, Eisenach, angegebene Gesamthonorar des Abschlussprüfers einbezogen wurde.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, das Ergebnis wie folgt zu verwenden:

Durch Beschlüsse der Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2011 wird die gesetzliche Rücklage nach § 17 Abs. 4 DM-Bilanzgesetz in Höhe von EUR 95.909,26 und ein Betrag in Höhe von EUR 7.000.000,00 aus den anderen Gewinnrücklagen aufgelöst.

  EUR
Verlustvortrag 1. Januar 2011 -5.747.179,11
Jahresfehlbetrag -323.655,38
Entnahme aus der gesetzlichen Rücklage 95.909,26
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 7.000.000,00
  1.025.074,77
Ausschüttung 0,00
Bilanzgewinn 1.025.074,77

Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen

7. Konzernzugehörigkeit

Die MITEC engine.tec gmbh wird in den Konzernabschluss der MITEC Automotive AG, Eisenach, einbezogen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde im elektronischen Bundesanzeiger am 31. Oktober 2011 veröffentlicht.

8. Darstellung der rechtlichen Verhältnisse

Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Geschäftsführer: Dr.-Ing. Otto Michael Militzer

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüge: Aufgrund § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 a HGB verzichtet.

Pensionszahlungen an Geschäftsführer liegen nicht vor. Es bestehen auch keine diesbezüglichen Zusagen.

Kredite an Geschäftsführer sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen bestehen nicht.

Unternehmensverbindungen:

Die Gesellschaft ist Komplementär-GmbH ohne Kapitaleinsatz bei der MITEC engine.tec gmbh & Co. Objekt Krauthausen KG, Eisenach, die als Leasinggeber im Rahmen des Immobilienleasings fungiert.

 

Krauthausen, 25. Juni 2012

Die Geschäftsführung

gez. Dr.-Ing. Otto Michael Militzer

Dr.-Ing. Otto Michael Militzer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Entwicklung des Marktumfelds

Nach dem schweren Einbruch des Marktes im Jahr 2009 und der einsetzenden Erholung in 2010 befindet sich die europäische Automobilindustrie im Berichtsjahr 2011 weiterhin im Aufschwung. Allerdings verlor der positive Trend ab Mitte des Jahres 2011 an Schwung, was gesamtwirtschaftlichen Einflüssen (z. B. Staatsverschuldung, Beschäftigungssituation in der EU und den USA), aber auch dem Auslaufen krisenbedingter Nachholprozesse geschuldet ist. In diesem Umfeld konnten die deutschen Hersteller ihre führende Position weiter ausbauen. Die Zahl der produzierten Fahrzeuge deutscher Herkunft stieg um 5,8 % auf 5,87 Mio. Fahrzeuge an. Der Aufschwung der deutschen Produktion wurde im Berichtsjahr 2011 wiederum wesentlich durch den Export beeinflusst. Eine Exportquote der deutschen Automobilwirtschaft von 77 % (im Vorjahr 76,3 %) drückt zugleich die starke Stellung der deutschen Automobilwirtschaft im Ausland, als auch die Abhängigkeit der Branche von der Entwicklung der Weltmärkte aus. Zwar stiegen krisenbedingt auch die Neuzulassungen in Deutschland wieder an, was an der Tatsache jedoch nichts ändert, dass Deutschland grundsätzlich ein gesättigter Fahrzeugmarkt ist.

Rund 2/3 des Weltwirtschaftswachstums sind zwischenzeitlich auf das Wachstum der Schwellenländer zurückzuführen. Dies führt jedoch auch dazu, dass diese Schwellenländer sowohl im Bereich der OEMs als auch im Zulieferbereich deutliche Kapazitäten aufbauen. Insbesondere China hat mit seiner Fahrzeugproduktion das deutsche Produktionsniveau erreicht und beginnt, sich als weltweiter Anbieter zu etablieren. Mit Ausnahme der durch Katastrophen und starkem Wechselkurs belasteten japanischen Hersteller konnten daher auch die ausländischen Hersteller teilweise überproportional an den Neuzulassungen in Deutschland partizipieren.

Positiv gegenläufig zu diesem Umfeld ist die Marktstellung der MITEC-Gruppe im Bereich Massenausgleichssysteme und Verzahnung zu sehen. Das sogenannte "Downsizing" der Motorenreihen, verbunden mit einem steigenden Komfortbedürfnis der Kunden, führt dazu, dass zunehmend auch kleinere Motoren mit schwingungsarmen und geräuschoptimierten Massenausgleichssystemen ausgestattet werden. Dies war bislang nicht der Fall und führt - jenseits der globalen Statistik - zu einem wachsenden Branchensegment. Kraftstoff- und CO2-Reduzierung wie auch Hybridisierung werden künftig deutlich erhöhte Anforderungen an Verzahnungstechnologie wie auch an verbrauchsoptimierte Ölpumpen stellen. Insbesondere die Hybridisierung mit ihren in Elektromotoren üblichen hohen Drehmomenten und der nahezu wegfallenden Motorgeräusche (im reinen Elektrobetrieb) verlangt nach Verzahnungstechnologie im High-End-Bereich und zunehmend nach völlig neuen Produktlösungen.

Auch bei den sich seit einigen Jahren etablierenden, verbrauchsreduzierenden Doppelkupplungsgetrieben, die die Lücke zwischen Automatik- und manuellem Getriebe schließen, erhöhen sich die Teilekomplexitäten deutlich, was dieses Getriebesegment zu einem Wachstumsmarkt macht. Das Gleiche gilt für den zunehmenden Einsatz von aufwendigen variablen Ölpumpen, die deutlich zur Verbrauchsoptimierung beitragen und derzeit ausschließlich in hochpreisigen Fahrzeugen verbaut werden. Überdies steigt der Anteil allradgetriebener Fahrzeuge seit Jahren kontinuierlich. Damit verbunden sind ebenfalls eine deutlich erhöhte Teilekomplexität und ein markanter Anstieg der Nachfrage nach hochwertigen Komponenten.

Der nationale Branchenerfolg hängt daher stark von Innovation und Produktivität in Deutschland sowie der Fähigkeit der Unternehmen zur globalisierten Präsenz ab. Der vor Jahren durch die OEMs eingeleitete Prozess des Global-Sourcings wird heute zunehmend durch noch komplexere Ansprüche an einen Lieferanten abgelöst. Erfolg wird nach unserer Einschätzung durch die Fähigkeit 1.) weltweit präsent zu sein, 2.) die neu entstehenden Wettbewerber durch Technologie- und Kostenkompetenz auf Abstand zu halten und 3.) dabei neue Kundenmärkte zu erschließen, definiert werden.

Es kann für die MITEC-Gruppe zusammengefasst werden, dass sowohl umsatzseitig als auch strategisch im Jahr 2011 diesem Trend gefolgt wurde. Im Branchenvergleich der Zulieferbranche kann die MITEC-Gruppe die Branchenentwicklung und Benchmark-Werte in wesentlichen, relevanten Bereichen erreichen oder übertreffen.

Finanz-, Vermögens- und Ertragslage

Vorbemerkung:

Die MITEC engine.tec gmbh ist wirtschaftlich im Wesentlichen eine interne Produktions- und Dienstleistungsgesellschaft mit nur geringen eigenen externen Kundenbeziehungen. Hauptkunde ist die Muttergesellschaft MITEC Automotive AG für deren Endkundenbedarf durch die Berichtsgesellschaft bedarfsabhängig gefertigt wird. Ebenfalls werden zentrale vertriebliche, administrative und technologische Dienstleistungen von der Konzernmutter erbracht bzw. der Berichtsgesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Analyse der Unternehmensentwicklung der Berichtsgesellschaft kann daher ggf. nicht immer die Gesamtentwicklung widerspiegeln.

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft war im Berichtsjahr um TEUR 192 leicht rückläufig. Wegen des notwendigen Bestandsaufbaus für das Strukturoptimierungsprogramm "SOP1113" und Vorleistungen für die Produktion in der amerikanischen Tochtergesellschaft MITEC Powertrain Inc. stiegen die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen zwar um TEUR 38, die Betriebsleistung lag dennoch um TEUR 78 unter dem Vorjahresniveau. Unter Einbeziehung gestiegener sonstiger betrieblicher Erträge wurde das Vorjahresniveau um TEUR 85 überschritten und TEUR 38.074 erreicht.

Aufgrund eines geänderten Teilemixes stieg jedoch auch der Materialaufwand. Zwar konnten wesentliche Materialkostenbestandteile stabil gehalten oder sogar gesenkt werden, allerdings stieg der Einkauf von Zukaufteilen im Berichtszeitraum überproportional an. Daher sank ertragsseitig die Rohergebnisquote (einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge) um TEUR 1.975 bzw. 8,4 % auf nunmehr 56,4 %.

Der Personalaufwand sank aufgrund des Rückgangs der Beschäftigtenzahl um 19 Mitarbeiter, absolut um TEUR 271 bzw. um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Abschreibungen reduzierten sich um TEUR 307. Bedingt durch die erheblichen Tilgungen in den Mietkauffinanzierungen und das vorherrschende Zinsniveau sank ebenfalls die Zinslast um TEUR 281 bzw. 22,6 % gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund gestiegener Werkzeug- und Energiekosten erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 347. Im Saldo der dargestellten Einflüsse wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR 324 erwirtschaftet. Das EBIT betrug im Berichtsjahr 2011 TEUR 665, das EBITDA TEUR 5.115.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Berichtsgesellschaft wird nach wie vor durch die kapitalintensive Anlagenlastigkeit des verzahnenden Gewerbes bestimmt. 62 % der Aktiva sind in Sachanlagevermögen gebunden. Wegen des oben beschriebenen Bestandsaufbaus und Rohteilzukaufs stiegen die Vorräte um TEUR 528. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum Bilanzstichtag moderat um TEUR 181 bzw. 3,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken - im Wesentlichen wegen deutlicher Tilgung von Mietkaufverträgen - um TEUR 549 bzw. rd. 31 % gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt sank die Bilanzsumme um 4,4 % bzw. EUR 1,68 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote stieg von 40,9 % auf 41,9 % an.

Finanzlage

Die Zins-, Mietkauf- und Tilgungsleistungen des Jahres 2011 konnten stets vollumfänglich und fristgerecht aus dem Cash-Flow bedient werden. Die Liquidität der Gesellschaft war im Jahresverlauf 2011 innerhalb der Barlinien jederzeit sichergestellt. Investitionsfinanzierungen wurden durch langfristige Finanzierungstrukturen unterlegt bzw. bar aus dem Cash-Flow finanziert.

Personal

Im Jahr 2011 wurden durchschnittlich 205 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) gegenüber 224 Mitarbeitern in 2010 beschäftigt. Davon waren 14 Angestellte (im Vorjahr 15).

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2011

Auch hier gilt, dass die Berichtsgesellschaft nicht losgelöst vom Gruppenverbund der MITEC-Gruppe zu sehen ist, da eine umfangreiche finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Eingliederung in die MITEC Automotive AG gegeben ist. Deshalb wird hier nicht ausschließlich auf Vorgänge der Berichtsgesellschaft eingegangen, sondern auch Vorgänge innerhalb der Gruppe erwähnt.

Die Gruppenausrichtung zu einem global aufgestellten Unternehmen in einem technologisch anspruchsvollen Umfeld wurde im Berichtsjahr 2011 konsequent weiterverfolgt.

Sowohl für die MITEC • Jebsen Automotive Systems (Dalian) Co. Ltd., China, als auch für die amerikanische Schwestergesellschaft MITEC Powertrain Inc., Findlay (OH), USA, erbringt die Gesellschaft Lieferungen für Komponenten der Endkunden in diesen Ländern. Die Entwicklung der Gesellschaften in diesen Ländern läuft planmäßig bzw. über Plan. So wurde für den neu entwickelten Weltmotor der GM-Gruppe im Oktober 2011 der technische SoP erfolgreich absolviert. Es handelt sich dabei um einen Motor, der für amerikanische Verhältnisse relativ klein ist und im Rahmen dieses Downsizings mit Massenausgleichssystemen ausgestattet wird.

Produktionsseitig wurde im Berichtsjahr am Standort Krauthausen bei der MITEC engine.tec gmbh eine komplexe Fertigungslinie mit 30 verketteten Maschinen zur künftigen Serienfertigung von Massenausgleichssystemen für den Auslandsmarkt aufgebaut. Die Inbetriebnahme der Serienfertigung dieser Massenausgleichssysteme konnte planmäßig im November 2011 erfolgen.

Zwei jeweils von den Kunden beauftragte Kapazitätserweiterungen wurden erfolgreich umgesetzt. Dabei konnten zugleich Rationalisierungs- und Optimierungsmaßnahmen in die neuen Fertigungs- und Prozessabläufe eingebracht werden.

Im Berichtsjahr hat die MITEC-Gruppe weiterhin den Auf- und Ausbau einer leistungsstarken Prototypen- und Betriebsmittelfertigung forciert. Diese interne Serviceabteilung dient zur Erhöhung der Eigenleistung im Vorrichtungs- und Sonderanlagenbau sowie der Ersatzteilfertigung und Optimierung von Maschinen-Komponenten. Ziel war es, das hauseigene Fertigungs-Know-how zu bündeln und im Hause zu halten, Reaktionszeiten zu optimieren und externe Kosten zu reduzieren. Aus diesem Aufbau von Kapazitäten und Know-how profitiert die Berichtsgesellschaft unmittelbar.

Im Rahmen dieser "make-or-buy-Analysen" wurde im Berichtsjahr 2011 auch der interne Werkstransport zur Optimierung der Logistik-Prozesse von Fremdleistung auf eigene Werkstransporte umgestellt.

Es wurde im Berichtsjahr 2011 ein Optimierungsprogramm "SOP1113" zur Strukturoptimierung an den Standorten Eisenach und Krauthausen erarbeitet sowie verabschiedet. In diesem internen Projekt wurde durch Verlagerung von Maschinen- und Anlagenkonzepten aus dem Werk der MITEC Automotive AG in die Standorte Krauthausen (MITEC engine.tec gmbh und PTC Production Technology Center GmbH) simuliert, inwiefern es rentabel ist, Flächen fertigungsoptimal zu verdichten und Materialfluss- und Fertigungsprozesse dadurch zu optimieren. Dadurch soll eine Effizienzsteigerung mit kürzeren Wegen, weniger Mitarbeitern und die Fertigung höherer Stückzahlen erzielt werden. Die Realisierung wird im Jahr 2012 erfolgen.

Im Rechtsstreit gegen die Ford Motor Company, USA, wegen eines vertragswidrigen Abbruchs der Lieferbeziehungen zur Berichtsgesellschaft im Jahr 2007, verbunden mit einer Kopie unserer Entwicklungen durch einen vom Kunden eingewiesenen Lieferanten in Mexiko, gab es weitere Fortschritte. In der dritten Instanz vor dem Bundesgerichtshof, bei der es um die essentielle Frage des Gerichtsstands ging, wurde die Nichtzulassungsbeschwerde mit Beschluss vom 05. Juli 2011 zurückgewiesen. Damit wurde die Auffassung der Vorinstanz, dass das zuständige Gericht das Landgericht Meiningen ist, höchstrichterlich bestätigt. Am 17. November 2011 wurde die mündliche Verhandlung vor dem Landgericht Meiningen wieder aufgenommen und Zeugen der Parteienvertreter vernommen. Der Geschäftsführer sieht nach dem derzeitigen Prozessverlauf seine Auffassung der Klage bestätigt. Das Jahr 2011 war durch diesen Prozess durch Kosten von TEUR 40 belastet.

Für die Veranlagungszeiträume 2006 - 2009 wurde im Geschäftsjahr 2011 eine steuerliche Betriebsprüfung durchgeführt. Diese ist materiell - bis auf die Prüfung der Leistungsbeziehung zum Joint-Venture MITEC • Jebsen Automotive Systems (Dalian) Co. Ltd., China, - abgeschlossen. Ein Bericht mit vorläufigen Prüfungsfeststellungen wurde uns im Dezember 2011 zugeleitet. Dieser enthält zum Stand der Abschlusserstellung noch keine durch das Finanzamt ermittelten Mehrsteuern und steuerliche Nebenleistungen. Trotzdem wurden vorsorglich Rückstellungen in Höhe von TEUR 28 für die zu erwartenden Nachforderungen gebildet.

Investitionen und Innovation

Forschung und Entwicklung

Um die technologische Kompetenz der MITEC-Gruppe weiter auszubauen, beschäftigt die MITEC-Gruppe in der MITEC Automotive AG eine leistungsfähige Abteilung zur Produktentwicklung in den Kerngebieten. Diese Entwicklungsleistung wird ergänzt und verstärkt durch eine leistungsfähige Fertigungsoptimierung und den neu aufgebauten Betriebsmittel- und Werkzeugbau. Damit wird das komplette Spektrum der Entwicklungsleistung von der Grundlagenforschung bis hin zur Implementierung eigenen Produktionswissens in Fertigungsabläufe inhouse abgedeckt, was zu einer deutlichen Verstärkung der Wettbewerbsfähigkeit führt. Davon profitiert die Berichtsgesellschaft als wesentlicher interner Lieferant unmittelbar.

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung verfügt über eigene Prüfstands-Kapazität und hat Fragestellungen der Grundlagenforschung und auftragsnahen Innovationen in folgenden Wachstumsmärkten als F&E Schwerpunkt: Massenausgleichssysteme, Allradtechnologie, Entwicklung und Herstellung von Räderketten und Komponenten für Motoren von Commercial Vehicles (CV) und Passenger Vehicles (PV), Teileproduktion von Zahnrädern für die Antriebstechnik, Verbrauchsoptimierung, regelbare Ölpumpen, Nutzung von Abgasströmen und Wirkungsgradverbesserung für Motoren.

Die Gruppe nimmt dazu ausführlich Stellung im Lagebericht des Einzel- und Konzernabschlusses der MITEC Automotive AG. Es wird insoweit auf die Veröffentlichungen dieser Gesellschaft verwiesen.

Investitionen

Die Investitionen des Unternehmens im Jahr 2011 beliefen sich auf TEUR 1.681 und waren damit deutlich über dem Niveau von 2010 (TEUR 560). Schwerpunkte dieser Investitionen waren Maschinen- und Anlageinvestitionen.

Prozessoptimierung, KVP, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

Die Zukunftsfähigkeit im technologisch, wie auch kostenseitig umkämpften Automotive-Markt hängt signifikant von der Fähigkeit eines Unternehmens ab, ständig seine eigene Leistungsfähigkeit zu hinterfragen, systematisch Unternehmensabläufe zu optimieren, Produkt- und Prozessinnovation zu implementieren und damit die Marktstellung zu verteidigen, um Freiheitsgrade für ein künftiges, globales Wachstum zu gewinnen. Dies ist für die MITEC-Gruppe umso bedeutender, weil die Geschäftsfelder zu den kapitalintensivsten des gesamten Zuliefergewerbes zählen. Abschreibung und Finanzierungskosten liegen aufgrund des teuren Maschinenparks weit über Branchenvergleichswerten.

Klare Projekt-Priorisierung, Zuordnung von Verantwortlichkeiten sowie ein leistungs- und aussagefähiges Unternehmensinformationssystem sind zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung. Dazu wurden bereits in Vorjahren organisatorische Vorkehrungen (z. B. durch systematisierte Regelkommunikation und standardisiertes Berichtswesen) getroffen, die auch im Berichtsjahr 2011 (und darüber hinaus) erfolgreich fortgesetzt wurden.

Das Instrument des durch ISO-Zertifizierung überwachten "Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses" (KVP) wurde auch im Berichtsjahr 2011 systematisch angewandt, umgesetzt und deren Ergebnisse nachverfolgt. Dadurch konnten beispielsweise eine Vielzahl von Arbeitsschritten komplett entfallen oder Stückzahlsteigerungen ohne zusätzlichen Personalaufbau oder Nachinvestitionen realisiert werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Nach der Erholung der Nachfrage nach MITEC-Produkten in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 steht das Geschäftsjahr 2012 tendenziell unter dem Vorzeichen einer Umsatzkonsolidierung sowie der Vorbereitung auf neue akquirierte Projekte der Folgejahre. Zudem werden die in der Vergangenheit als notwendig erkannten Restrukturierungsprogramme zur teilweisen strategischen Neuausrichtung des Produktportfolios unvermindert weitergeführt. Daher wird für das Geschäftsjahr 2012 mit relativ stabilen Umsätzen und einer operativ ausgeglichenen Ertragslage gerechnet.

Für diesen Generationenwechsel im Produktspektrum wurde das oben ausgeführte, beschlossene Standortoptimierungsprogram "SOP1113" im Jahr 2012 planmäßig begonnen. Dazu werden in den Werken der MITEC engine.tec gmbh und PTC Production Technology Center GmbH Flächen geräumt, Fertigungskonzepte überarbeitet und bis zu 100 Maschinen umgestellt. Mit dem Umzug der ersten Maschinen aus dem Standort Eisenach wurde im Mai 2012 begonnen. Um eine reibungslose Kundenversorgung sicherzustellen, wurden zum einen rund 70 Leiharbeiter eingestellt, zum anderen temporär Puffer-Bestände aufgebaut, um einen Maschinenumzug und Herstellung einer erneut prozesssicheren Fertigung unter optimierten Bedingungen sicherzustellen. Dadurch wird das Umsatzvolumen der Berichtsgesellschaft erheblich wachsen. Damit einhergehend werden sich die optimierten eigenen Abläufe und der höhere Output der Fertigung in gesteigerter Profitabilität niederschlagen.

Im Zuge der zu "SOP1113" gehörigen Mitarbeiterverlagerung von der MITEC Automotive AG zur MITEC engine.tec gmbh und PTC Production Technology Center GmbH wurden mit den Arbeitnehmervertretern Tarifangleichungen der betroffenen Mitarbeiter vereinbart.

Die MITEC Automotive AG konnte im März 2012 ihre Unternehmensanleihe im Wege der Eigenemission erfolgreich an der Stuttgarter Börse, im sogenannten BondM-Segment, platzieren. Die Wertpapierkennnummer ist ISIN:DE000A1K0NJ5. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren rund TEUR 23.750 an Anleihen am Markt platziert. Die Anleihe rentiert nominal mit 7,75 % und hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Gruppe verfolgt damit die Ziele, die Passivseite der Bilanz zu optimieren, in Forschung und Entwicklung zu investieren, den Standort in den USA deutlich auszubauen und ggf. Unternehmensakquisitionen zu forcieren. Insgesamt kann die MITEC-Gruppe damit den technologischen und globalen Wachstumsprozess - über das organische Wachstum hinaus - deutlich beschleunigen, was auch der Berichtsgesellschaft zugutekommt. In einem sich konsolidierenden Zuliefermarkt ist die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft dadurch deutlich gestärkt. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Webseite der MITEC Automotive AG http://www.mitec-automotive-ag.de/investor-relations.html.

Am 23. Februar 2012 wurde das mündliche Hauptsache-Verfahren der Berichtsgesellschaft gegen die Ford Motor Company Inc., USA, vor dem Landgericht Meiningen fortgesetzt und Zeugen aus Europa, Asien und Amerika befragt. In der Beweisaufnahme und unserer Einlassung ging es um Fragen des Vertragsschlusses, Vertragsbeginn und -laufzeit sowie Lieferpreise. Die Berichtsgesellschaft arbeitet derzeit die Klageerweiterung hinsichtlich des Streitwertes aus. Weitere Schritte seitens des Gerichtes sind zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch nicht bekannt.

Hinweis auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Die Energie- und Rohstoffmärkte unterliegen vielfältigen Einflüssen. Nachfragen aus Fernost führen zu einem globalen Verteilungswettbewerb um Energie und Metalle. Die Abkehr von der atomaren Stromerzeugung ist aus unserer Sicht nicht ohne das Risiko einer eingeschränkten Versorgungssicherheit darstellbar. Bei der Subvention erneuerbarer Energien durch die sogenannte EEG-Umlage kann es bei energieintensiven Unternehmen grundsätzlich zu einer künftigen Herabsetzung bzw. Erlass kommen. Mit Stand heute ist noch nicht gesichert, dass für die Berichtsgesellschaft diese Regelungen (ab 2013) greifen werden, was mit dem operativen Risiko einer weiteren Energiepreisteuerung einhergeht, die aller Erfahrung nach nicht auf die Endkundenpreise überwälzbar ist. Weiterhin ist deutlich, dass die Vorkommen an fossilen Energieträgern immer aufwendiger zu erschließen sind. Dies belebt zwar grundsätzlich den Markt an energiesparenden Produkten - auch im Automobilsektor.

Allerdings wird die MITEC-Gruppe auf absehbare Zeit nicht ohne hohen Primärenergieeinsatz (insbesondere Erdgaseinsatz für die Härtetechnik) auskommen, deren Energiekosten sich in den letzten Jahren deutlich erhöht haben. Daher hat die Gruppe bereits 2010 einen hauptamtlichen Energiemanager eingestellt, der zu allen Fragen der Energiekosten (Einsparungen, Tarife, Steuern) Verbesserungsmaßnahmen vorschlägt, einleitet und umsetzt. Als weiteres Kostenrisiko sind die sogenannten Preissicherungsinstrumente, z. B. Warentermingeschäfte und Derivate, zu sehen. Derzeit wird ein Vielfaches des Primärbedarfs an Energie und Metallen spekulativ an den Commodity-Börsen gehandelt, was eine Planungssicherheit deutlich erschwert. Neben diesen Kostenrisiken sind politische Risiken in energiefördernden Ländern oder Regionen mit strategischer Verkehrsbedeutung (z. B. Suez-Kanal, Straße von Hormus) nicht ausgeschlossen, welche zu einer absoluten Verknappung bzw. einer enormen Verteuerung führen können.

Das Beispiel von Japan im Berichtsjahr 2011 oder auch der Brand bei dem Rohstoffhersteller Evonik zeigen, dass der Einfluss von Katastrophen nicht auszuschließen ist, sondern aufgrund der vielfältigen, globalen Daten- und Liefervernetzung sogar an Bedeutung gewinnt.

Die Automobilbranche ist eine Schlüsselindustrie für Tarifverhandlungen. Es kann branchenbedingt nie ausgeschlossen werden, dass es durch Streiks in der Lieferkette oder beim Hersteller zu massiven temporären Umsatzausfällen kommen kann.

Der demographische Wandel wie auch der tendenzielle Wegzug qualitativ hochausgebildeter Mitarbeiter führt mittelfristig zu dem Risiko eines Fachkräftemangels, insbesondere im Ingenieur- und Facharbeitersegment. Hier steht die Unternehmensgruppe im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, insbesondere mit den Herstellern der Automobilindustrie. Nicht zuletzt aus diesem Grund kann ein hochtechnologisches Unternehmen bei Auftragsschwankungen und -einbrüchen nicht im betriebswirtschaftlich notwendigen Umfang qualifizierte Mitarbeiter freisetzen, da es sich ansonsten dem Risiko aussetzt, dass gerade die Qualifiziertesten ihre Mobilität nutzen und somit dem Unternehmen dauerhaft Know-How verloren geht. Um diesem Prozess entgegenzuwirken und die Mitarbeitertreue zu erhöhen, bildet die MITEC-Gruppe in einer eigenen Lehrwerkstatt derzeit insgesamt 17 gewerbliche Mitarbeiter/-innen und 7 kaufmännische Mitarbeiter/-innen im eigenen Haus aus und gibt eine Übernahmegarantie für alle qualifizierten Ausbildungsabsolventen.

Vor dem Hintergrund bestehender (Über-)Kapazitäten im Automobilmarkt werden die Wettbewerbsintensität und der Preisdruck weiter zunehmen. Insourcing von ausgelagerten Aktivitäten durch den OEM stellt ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Schwache Zulieferer, die nicht in der Lage sind temporäre Verluste zu verkraften und ihre Liquidität zu sichern, werden den Markt verlassen müssen. Kapazitätsüberhänge werden aufgelöst oder vom Wettbewerb übernommen. Weitere Risiken bestehen durch den forcierten Technologiewandel der OEMs sowie aus gemeinsamen Plattformen. Trotz der Markenvielfalt wird es - zumindest bei den amerikanischen und europäischen Automobilherstellern - zu einer weiteren Konzentration und Kooperation kommen. Die Abhängigkeit von wenigen großen Herstellern wird weiter zunehmen, was sich in dem tendenziell geringeren Preisspielraum der Zulieferer niederschlagen wird. Dadurch kann das operative Risiko, Entwicklungs- und Vorleistungskosten sowie die notwendige unternehmerische Risikoprämie von den Kunden nur partiell erstattet zu bekommen, steigen.

Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise sind zwar immer noch spürbar, dennoch haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber den Jahren 2009 und 2010 erheblich verbessert. In die aktualisierten Unternehmensbereichsplanungen sind diese verbesserten Marktentwicklungen eingeflossen. Somit ist das Risiko einer außerordentlichen Wertberichtigung bei den Sachanlagen deutlich gesunken. Sollten sich zu den aktualisierten Unternehmensbereichsplanungen wesentliche Abweichungen ergeben, besteht ggf. ein Werthaltigkeitsrisiko, sodass außerplanmäßige Abschreibungen erforderlich werden könnten.

Die Finanzmärkte sind auch drei Jahre nach der Banken- und Wirtschaftskrise noch nicht in einer stabilen Verfassung. Dies wird auf globaler Ebene noch verstärkt durch die Schuldenkrise im Euroraum bzw. die Währungsentwicklung zwischen EUR und USD. Für die MITEC-Gruppe werden daraus zwei Risiken identifiziert: Das Risiko einer Konjunktureintrübung in Europa kann sich auf das Verbraucherverhalten negativ auswirken. Die Auslastung des Unternehmens würde davon nicht unbeeinflusst bleiben und dann nur durch Wachstum der Produktionen in China und den USA ausgeglichen werden. Trotz der platzierten Unternehmensanleihe baut das Unternehmen auch für die zukünftige Liquiditätssicherung und zur Finanzierung der Investitionen auf die Bereitstellung von Finanzierungsmitteln durch Banken und Leasinggesellschaften. Demgegenüber besteht noch immer ein vergleichsweise restriktives Verhalten der Banken bei der Kreditvergabe. Hierin wird ein wesentliches Risiko gesehen. Die MITEC-Gruppe steht in Neuverhandlungen mit ihren Hausbanken, um die Kreditlinien - unter Berücksichtigung der Anleihemittel - neu zu strukturieren und zu prolongieren. Derzeit sind die Kreditlinien bis 31. Juli 2012 gesichert. Alle Vertragspartner gehen jedoch von einer Verlängerung aus. Der Entwurf des künftigen Konsortialvertrags liegt bereits vor.

Ein global agierendes Unternehmen ist hinsichtlich seiner Wettbewerbsfähigkeit zunehmend Wechselkursrisiken ausgesetzt. Wirksam kann diesem Risiko nahezu ausschließlich durch eine Produktion in den Zielmärkten entgegengesteuert werden, denn der Kurssicherungszeitraum durch Finanzprodukte ist im Allgemeinen kürzer als die Produktlaufzeiten unserer Produkte. Die Produktion in China und den USA ist daher ein konsequenter und folgerichtiger Schritt. Allerdings besteht aufgrund von vereinbarten Lieferbeziehungen zum Stammhaus nach wie vor dieses Risiko. Im Laufe des Jahres 2012 wird daher ein Währungskurssicherungskonzept mit Finanzierern zu verhandeln sein.

Marktposition und Produkte

MITEC hat im Bereich Balancer in Europa neben der Technologie- und Innovationsführerschaft mit ca. 50 % Marktanteil eine starke Marktposition. Die Festigung und der Ausbau der Marktposition der MITEC-Gruppe werden u. a. bedingt durch Diversifizierung des Kundenstammes durch Neukunden in Asien, USA und Europa und den Ausbau des Engineering sowie Testing von Neuentwicklungen induziert. Die Krise und das Wettbewerbsumfeld werden zur weiteren Branchenbereinigung führen, die allerdings auch die Wettbewerbsposition der MITEC-Gruppe verbessern kann.

Ziel ist, die Beziehungen zu den bestehenden namhaften und führenden Kunden weiter zu festigen und auszubauen sowie zusammen mit diesen die weitere Internationalisierung der MITEC-Gruppe in wachstumsstarke Regionen voranzutreiben. Darüber hinaus werden die Produkte und Dienstleistungen der MITEC-Gruppe ständig verbessert und neue Produkte entwickelt, um die Technologieführerschaft abzusichern bzw. weiter auszubauen. Dabei werden die Entwicklung und Produktion von Serienteilen und -komponenten durch die MITEC-Gruppe auch noch in den nächsten Jahren im Wesentlichen für die Automobilindustrie und deren Zulieferer erfolgen.

Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2012 steigende Umsatzerlöse und eine steigende Gesamtleistung. Dies wird insbesondere durch die Werksverlagerung "SOP1113" begünstigt, die im II. Halbjahr 2012 abgeschlossen sein und erstmalig einen deutlichen Beitrag zur Fixkostendeckung bringen wird. Daher geht die Geschäftsleitung für 2012 von einem operativ positiven Ergebnis aus.

 

Krauthausen, 25. Juni 2012

Die Geschäftsführung

gez. Dr.-Ing. Otto Michael Militzer

Dr.-Ing. Otto Michael Militzer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.07.2012 festgestellt.

Bescheinigung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MITEC engine.tec gmbh für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Fulda, 25. Juni 2012

Herber GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer

Michael Herber, Wirtschaftsprüfer

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