Borchers Sortiergesellschaft mbH
Hansestraße 44, 46325 Borken, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Borchers seit 12.2.2004 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Borchers Sortiergesellschaft mbHBorkenJahresabschluss zum 31. Dezember 2007InhaltsverzeichnisBilanz zum 31. Dezember 2007 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 Anhang zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2007 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2007 Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2007 Bestätigungsvermerk Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabshluss ohne Offenlegungserleichterungen BILANZ zum 31. Dezember 2007AKTIVA
Borken, den 14. November 2008 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2007 bis 31.12.2007
ANHANG
ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| Gesamtbetrag | Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit mehr als 5 Jahre | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 430.513,00 | 328.254,68 | 102.258,32 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 166.035,66 | 166.035,66 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Bet.verhältnis besteht | 23.703,38 | 23.703,38 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten verbundene Untern. | 4.540,81 | 4.540,81 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 94.289,61 | 94.289,61 | 0,00 | 0,00 |
Bei den Verbindlichkeiten bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte und Bürgschaften. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung am beweglichen Anlagevermögen und durch Grundpfandrechte an den Grundstücken Hansestraße in Borken gesichert.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.
Die Umsatzerlöse wurden im Inland und in nicht nennenswertem Umfang in den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft erzielt
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden in Höhe von Euro 6.782.074,53 ausgewiesen und beinhalten ausschließlich Aufwendungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
IV. Sonstige Angaben
Geschäftsführerbezüge
Die Angabe zu den Bezügen der Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2007 unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB bestehen zum Stichtag aus Mietverträgen in Höhe von Euro 1.483.523,56 und aus Leasingverträgen in Höhe von Euro 34.707,25.
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB stellen sich wie folgt dar:
Haftungsverhältnisse:
| begünstigte Person | gewährte Pfandrechte oder Sicherheiten | TEUR |
| Erika Borchers | betragsmäßig beschränkte Bürgschaft | |
| nahestehende Person | durch die Borchers Sortiergesellschaft mbH | 1.797,2 |
Angaben zum Geschäftsführungsorgan
Zur alleinigen Geschäftsführung war im Geschäftsjahr 2007 bestellt:
- Herr Georg Borchers,
Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG
Gegenüber Gesellschaftern bestehen nachfolgend aufgeführte Forderungen bzw. Verbindlichkeiten:
| Name: | Verzinsung: | EUR |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Borchers Kreislaufwirtschaft | 0,0 % p. a. | 907.676,909 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Logermann Entsorgungsgesellschaft mbH | 0,0 % p. a. | 22.217,60 |
| Darlehensverbindlichkeit Borchers Kreislaufwirtschaft GmbH | 0,0 % p. a. | 4.540,81 |
| Darlehensverbindlichkeit Logermann Entsorgungsgesellschaft mbH | 0,0 % p. a. | 1.485,78 |
Die vorgenannten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern wurden mit den angegebenen Prozentsätzen verzinst (§ 285 Nr. 9 c HGB).
Gegenüber der nahestehenden Person (Frau Erika Borchers) besteht eine Darlehensforderung am Bilanzstichtag in Höhe von Euro 16.811,49 die mit 5,0 % im Geschäftsjahr verzinst wurde.
Steuerbelastung
Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aufgrund des Jahresfehlbetrages nicht. (§ 285 Nr. 6 HGB).
Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2007 wurde durch einen außerordentlichen und periodenfremden Steuerertrag in Höhe von Euro 11.383,64 Euro gemäß § 37 KStG positiv beeinflusst.
Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer
Im Jahresdurchschnitt wurden 69 Arbeitnehmer beschäftigt (§ 285 Nr. 7 HGB).
Anteilsbesitz
Zum Ende des Geschäftsjahres bestand folgender Anteilsbesitz mit mindestens 20 v. H.:
| Firma: | Arge Sortierung Verkaufsverpackungen LVP |
| Kreis Borken GbR | |
| Anteil am Kapital in %: | 33,33 % |
| Ergebnis Geschäftsjahr 2007: | - 25,42 Euro |
| Eigenkapital 31.12.2007: | - 2.300,90 Euro |
Konzernzugehörigkeit
Die Borchers Sortiergesellschaft mbH ein Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Absatz 1 HGB. Das Mutterunternehmen ist die Borchers Kreislaufwirtschaft mit Sitz in Borken.
ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2007
| Anschaffungs-, | |||||||
| Herstellungs- | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | kumulierte | Abschreibungen | ||
| kosten | Abschreibungen | Geschäftsjahr | Buchwert | ||||
| 01.01.2007 | 31.12.2007 | 31.12.2007 | |||||
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| A. Anlagevermögen | |||||||
| I. Sachanlagen | |||||||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 4.691.423,85 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.362.645,85 | 351.352,00 | 1.328.778,00 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 359.487,03 | 52.973,40 | 1.523,90 | 0,00 | 284.800,53 | 36.785,40 | 126.136,00 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 30.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 30.000,00 |
| Summe Sachanlagen | 5.050.910,88 | 82.973,40 | 1.523,90 | 0,00 | 3.647.446,38 | 388.137,40 | 1.484.914,00 |
| II. Finanzanlagen | |||||||
| 1. Beteiligungen | 200,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 200,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 200,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 200,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Anlagevermögen | 5.051.110,88 | 82.973,40 | 1.523,90 | 0,00 | 3.647.646,38 | 388.137,40 | 1.484.914,00 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2007
I. Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Abfallbranche
1. Wettbewerbslage
Es gibt eine Vielzahl mittelständischer (Familien-)Entsorgungsbetriebe, die auf eng abgegrenzten Märkten agieren und einem verschärften Verdrängungswettbewerb unterliegen. 43% aller 5.300 umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen hierzulande kommen auf Jahresumsätze von maximal 250 Tsd. Euro bei einem Marktanteil von knapp 1,5 %. Beinahe 69% weisen höchstens 1 Mill. Euro Umsatz pro Jahr auf.
Nur etwa ein Dutzend der deutschen Entsorgungsunternehmen ist überregional aktiv. Insgesamt kamen zuletzt 11 Unternehmen auf Jahresumsätze von jeweils mindestens 100 Mill. Euro, wobei sich ihr Marktanteil zusammen auf 16,5 % summiert (Stand 2005) - mit stark steigender Tendenz. Diese Großunternehmen konzentrieren sich verstärkt auf den Bau und Betrieb von kapitalintensiven Sortier-, Aufbereitungs- und Recyclinganlagen und können dadurch das Marktgeschehen in einzelnen Regionen bzw. Marktsegmenten diktieren. Denn moderne Anlagen, die den großen Auftragsvolumina und den kontinuierlich verschärften Umweltauflagen durch die automatische Sortierung und Trennung der Abfälle gerecht werden, bieten erhebliche Wettbewerbs- und Ertragsvorteile. Die enge Verflechtung mit der Politik hat in der Vergangenheit zudem für eine Zementierung der oligopolistischen Branchenstrukturen gesorgt.
Das reine Sammeln und Transportieren des Abfalls entwickelte sich angesichts der engen Margen immer mehr zur Domäne der Kleinbetriebe. Sie können sich häufig nur durch Zusammenarbeit mit überregional tätigen Entsorgungspartnern behaupten. Folge dieser Entwicklung ist eine zunehmende Polarisierung zwischen den großen Unternehmen, die die Anlagen betreiben, und den kleinen Betrieben, die als reine Logistiker fungieren. Mittelgroße Unternehmen, die sich nicht auf bestimmte Regionen oder Nischen zurückziehen können, geraten immer mehr in Schwierigkeiten. Um zu überleben, fusionieren sie mit Wettbewerbern oder werden übernommen.
Da die Abfallwirtschaft in Deutschland weiterhin sehr heterogen organisiert ist, müssen die privaten Unternehmen mit kommunalen Betrieben konkurrieren, die früher aufgrund hoheitlicher Aufträge den Großteil aller Entsorgungsleistungen erbrachten. In letzter Zeit nimmt die Konkurrenz zwischen den privaten und den kommunalen Entsorgern wieder zu: Wegen der vergleichsweise günstigen Geschäftsaussichten, angesichts überdurchschnittlicher Margen und im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung hat jüngst eine Reihe von Kommunen ihre Verträge mit privaten Entsorgungsbetrieben gekündigt oder nicht verlängert und die Entsorgung auf eigene Betriebe rückübertragen (Trend zur Rekommunalisierung). Kommunale Anbieter profitieren insbesondere davon, dass sie im Gegensatz zur privaten Konkurrenz von der Mehrwertsteuer befreit sind. Zudem haben mehrere Regionalentsorger, unter ihnen die Stadtwerke Krefeld, die restlichen Teile (30%) des ehemaligen Marktführers RWE Umwelt übernommen, die nicht an Rethmann gegangen waren. Mit der Übernahme des größeren (70%-)Anteils an RWE Umwelt ist die frühere Nr.2 Rethmann zum Branchenführer im Entsorgungssektor avanciert. Sie firmiert inzwischen unter dem Namen Remondis.
Sinkende Abfallmengen, verschärfte gesetzliche Auflagen, kapitalintensive Entsorgungsverfahren - all das fördert den Trend zu Fusionen und Übernahmen. Hinzu kommen erhebliche Überkapazitäten in einzelnen Teilsegmenten. An die Stelle des reinen Müllsammelns ist das verstärkte Angebot einer kompletten Abfallbehandlung getreten. Zur Schließung der Wertschöpfungskette setzen deshalb viele Anbieter auf Vorwärts- und Rückwärtsintegrationen, um im Idealfall den gesamten Verwertungskreislauf zu kontrollieren.
Forciert wird diese Entwicklung dadurch, dass große Handelsbetriebe genauso wie internationale Großkonzerne meist nur noch einen einzigen Entsorgungspartner pro Land anstreben. Bei Verkaufsverpackungen besteht für den Grünen Punkt (Duales System), der seit 2004 zum Portfolio des US-Finanzinvestors KKR gehört und in absehbarer Zeit veräußert oder an die Börse gebracht werden soll, ein faktisches Verwertungsmonopol. Diese Vormachtstellung ist aber zunehmend ins Wanken geraten. So sank der Marktanteil des DSD von weit über 90% zuletzt auf knapp über 70%.
Mit Interseroh und Landbell bieten inzwischen zwei Konkurrenten ebenfalls das duale System bundesweit an. Neben weiteren kleineren Interessenten strebt zudem der Marktführer Remondis unter dem Namen "Eko-Punkt" einen flächendeckenden Markteintritt noch im Verlauf des Jahres 2007 an. Der große Vorteil für Remondis: Als einziger Betreiber kann man auf eine eigene Fahrzeugflotte sowie eigene Sortier- und Verwertungsanlagen zurückgreifen. Vor diesem Hintergrund und durch die geplante Novellierung der Verpackungsordnung (mit zwingender Einführung einer haushaltsnahen Entsorgung sämtlicher Verkaufsverpackungen aus dem Verkauf an Privathaushalte über ein duales System) wird sich der Wettbewerbsdruck unter den kleinen Entsorgungsunternehmen, die bisher für das DSD tätig geworden waren, massiv verschärfen.
Hinzu kommt, dass Systemanbieter wie das DSD immer mehr mit den großen Handelsketten Rahmenlizenzverträge abschließen. Einzelne Hersteller und Abfüller sind dadurch nicht mehr direkte Vertragspartner, sie müssen ihre Lizenzgebühren automatisch über gekürzte Großhandelspreise bezahlen. Auf diese Weise werden die oligopolistischen Marktstrukturen gefördert. Die weltweit größten Entsorger sind: Waste Management (USA), Suez (F), Veolia Environnement (F), Allied Waste (USA) und Remondis aus Deutschland. Hierzulande zählen darüber hinaus Sulo (nach dem Aufkauf von Cleanaway), Alba zusammen mit Interseroh (Alba hält 46% an Interseroh und hat kürzlich mit U-Plus die Entsorgungstochter von EnBW übernommen) und indirekt auch das DSD zu den bedeutendsten Entsorgungsunternehmen. Anders als in vielen anderen EU-Staaten ist die deutsche Marktkonzentration trotz der Übernahmen und Aufkäufe der letzten Jahre immer noch relativ gering: Hierzulande summiert sich der Marktanteil der 3 Marktführer (Remondis, Sulo und Alba/Interseroh) auf lediglich 17%, während er beispielsweise in Spanien und Frankreich jeweils deutlich über 50% liegt. Inzwischen wurde Sulo von den bisherigen Eigentümern - den US-Finanzinvestoren Apax und Blackstone - an die französische Veolia veräußert.
Auch Suez besitzt mit Sita bereits ein größeres deutsches Entsorgungsunternehmen. Generell besteht ein starker Einfluss durch Finanzinvestoren: KKR kontrolliert das DSD, mit den Aufkäufen der Post-Tochter VfW (großer Anbieter eines Selbstentsorgungssytems) und von CCR durch die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft MCP ist Ende 2007 / Anfang 2007 ein weiteres Private-Equity-Unternehmen in den deutschen Markt eingestiegen. Der Markteinfluss der technologischen Rahmenbedingungen ist sehr hoch - dies gilt vor allem im Hinblick auf die kontinuierlichen Fortschritte in den Sortiertechniken (optische Sortierung, Röntgentechnik). Sollte es zur flächendeckenden Einführung einer vollautomatischen Müllsortierung mit Einstellung der Mülltrennung bei den Haushalten kommen, könnten die bislang bestehenden Marktstrukturen vollständig umgewälzt werden. Während die Betreiber der kapitalintensiven Sortieranlagen spürbare Zuwächse verzeichnen dürften, würden vor allem die kleineren Entsorgungsunternehmen allmählich vom Markt verschwinden.
2. Langfristige Tendenzen
Die Branche umfasst nach der offiziellen statistischen Abgrenzung nicht die öffentlichen, sondern nur die privaten Entsorger. Auch das Recycling und die Herstellung von Entsorgungsanlagen gehören nicht zur Dienstleistungsbranche "Entsorgungswirtschaft". Zu der hier analysierten Branche der privaten Entsorger zählen damit im Wesentlichen Mülltransporteure, Abfallverbrennungsanlagen, Deponien, die Städtereinigung und die Bodensanierung. Die Sammlung, Beförderung und Zwischenlagerung von Abfällen ist dabei mit einem Umsatzanteil von fast 58% das bedeutendste Branchensegment. Auf die Abfallverbrennung entfallen gut 7%, auf die Abwasserbeseitigung (Kläranlagen und Sammelkanalisation) ebenfalls rd. 7%, auf Abfalldeponien knapp 3% und auf die biologische Abfallbeseitigung 1,5 %. Der Rest betrifft im Wesentlichen die sonstige Abfallbeseitigung (20%).
Das weltweite Marktvolumen der privatrechtlich organisierten Entsorgungswirtschaft dürfte bei schätzungsweise 400 Mrd. Euro liegen, in Deutschland beläuft es sich auf ca. 35 bis 40 Mrd. Euro. Die Abfallbeseitigung von Hausmüll obliegt nach wie vor dem Regime öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger, aufgrund der knappen Kassen vieler Kommunen wird letztlich aber der Großteil der Hausmüllbeseitigung von privaten Unternehmen durchgeführt (zurzeit werden nur 37% des Hausmüllaufkommens von reinen Kommunalbetrieben entsorgt; überdurchschnittlich hoch ist dabei der Anteil in den großen Städten). Auch der Markt für die stoffliche bzw. energetische Verwertung ist inzwischen weitgehend privatisiert.
Einen Sonderfall stellt die Entsorgung von Verkaufsverpackungen, Papier und Altglas dar, die vom DSD und anderen Privatunternehmen organisiert wird, indem Entsorgungsaufträge an private Subunternehmen vergeben werden. Die Entsorgung von Industrie- und Gewerbeabfällen schließlich erfolgt im Regelfall ebenfalls durch nichtkommunale Betriebe.
Die Binnennachfrage wird maßgeblich von der staatlichen Umweltpolitik geprägt. Damit gehört die Entsorgung zu den am stärksten regulierten Branchen in Deutschland, wobei die Verpackungsverordnung von 1991, das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz von 1996 und das Elektro- und Elektronikgerätegesetz von 2005 die Branche prägen. Zudem müssen ständig neue Vorgaben seitens der EU in nationale Regelungen übernommen werden. Die derzeit bestehenden Abfallverwertungsvorschriften hierzulande begünstigen vor allem Müllverbrennungsanlagen (MVAs), aber auch Mechanischbiologische Anlagen (MBAs). Generell ist für die Zukunft mit weiter rückläufigen Abfallmengen zu rechnen: Umfangreiche Verwertungsmaßnahmen wie das Duale System, der untertägige Versatz oder die energetische Verwertung haben in Verbindung mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz zu einem regelrechten "Müllmangel" geführt. Verstärkt wird die Wiederverwertung von Abfällen durch Gewinnung sogenannter Sekundärrohstoffe ("Urban Mining") wegen der in den letzten Jahren stark gestiegenen Rohstoffpreise.
Auch die Einführung der Pfandpflicht auf Getränke-Einwegverpackungen hat die zu entsorgenden Abfallmengen reduziert. Von den 37,6 Mill. Tonnen Haushaltsabfällen wurden 2005 bereits 21,3 Mill. Tonnen (das sind 57%) mittels Kompostierung und Recycling wiederverwertet - 1990 hatte die Wiederverwertungsquote erst bei 13% gelegen. Nach den Vorstellungen des Bundesumweltministeriums sollen sogar alle Siedlungsabfälle (Hausmüll und hausmüllähnliche Abfälle) in Deutschland bis spätestens 2020 vollständig umweltverträglich verwertet oder behandelt werden, so dass sich die Abfallablagerung auf ein Minimum reduziert.
Die ungeklärte Grenzziehung zwischen Verwertung (insbesondere Recycling) und Beseitigung erschwert aber eine verlässliche Prognose der tatsächlichen Nachfrageentwicklung. Die inzwischen in nationales Recht überführte EU-Richtlinie zur Verwertung von Elektroschrott wird längerfristig nur bei den Anbietern zu Wachstumsimpulsen führen, die auch im Recycling-Geschäft gut aufgestellt sind. Positiv für die Branche könnten sich Outsourcing-Bestrebungen von Industrie und öffentlicher Hand auswirken.
Durch die Verschärfung der Entsorgungsanforderungen gemäß der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) in Verbindung mit der EU-Deponierichtlinie von 1999 sind seit Juni 2005 bereits zahlreiche Deponien geschlossen worden. Weitere Schließungen werden folgen, wenn die vorübergehenden, für maximal 3 Jahre geltenden Ausnahmegenehmigungen auslaufen. Hierzulande ist wegen der rückläufigen Müllmengen kaum noch mit organischem Wachstum, sondern nur noch mit strategischem Wachstum zu rechnen. Um sich erfolgreich am Markt zu behaupten, setzen viele Unternehmen verstärkt auf Diversifizierungen mit Übernahme von Tätigkeiten rund um die Stoffströme.
Zudem ist eine zunehmende Verlagerung der Geschäftsaktivitäten vor allem nach Osteuropa festzustellen, da die neuen EU-Länder ihren Umweltschutz allmählich an den europäischen Standard anpassen müssen. Davon können insbesondere auch ostdeutsche Entsorgungsfirmen profitieren.
Ferner sind für alle EU-Länder zunehmend strengere Umweltschutzvorschriften für MVAs vorgesehen. Generell bestehen für deutsche Entsorger wegen ihres Technologievorsprungs gute Wachstumschancen im Ausland. Umsatzzuwächse resultieren im Inlandsgeschäft im Wesentlichen aus Preissteigerungen, im Auslandsgeschäft sind dagegen auch deutliche Mengensteigerungen erzielbar. Per Saldo wird die Entsorgung zukünftig in etwa im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft wachsen.
3. Kurzfristige Tendenzen
Seit Mitte der 90er Jahre gaben die nominalen Branchenumsätze hierzulande - bedingt durch die kontinuierlich sinkenden Abfallmengen - dem Trend nach bis einschließlich 2001 nach. In den Jahren 2002 und 2003 war es dann zu einer Zwischenerholung gekommen, die 2004 allerdings bereits wieder auslief. Erst 2006 stieg der Umsatz in der deutschen Entsorgungswirtschaft wieder kräftig an (+3%).
Allerdings wird die Branchenentwicklung in der Vergangenheit negativ überzeichnet; denn viele Entsorgungsunternehmen haben ihren Tätigkeitsspielraum inzwischen auf angrenzende Geschäftsbereiche ausgedehnt, um ihr Überleben zu sichern. Die zugehörigen Umsätze werden unter Umständen nicht mehr den Entsorgungsleistungen zugerechnet, sondern beispielsweise im Bereich "Recycling" statistisch erfasst.
Im Allgemeinen entwickelt sich die Branche weitgehend parallel zur deutschen Binnenkonjunktur. Die meisten Entsorgungsunternehmen schätzen ihre aktuelle Lage als befriedigend bis gut ein. Die Geschäftserwartungen sind durchaus positiv. Allerdings polarisiert sich die Stimmung immer mehr: Während größere Betriebe auf günstige Perspektiven verweisen können, kämpfen viele Kleinbetriebe um ihre Existenz.
Besonders die starke Abhängigkeit der Entsorgungswirtschaft von ständig wechselnden politischen Entscheidungen und regionalen Besonderheiten führt in einzelnen Sparten zu Entwicklungen, die spürbar vom Branchendurchschnitt abweichen. So müssen insbesondere auch der bisherige Marktführer DSD und seine Entsorgungspartner im Zuge der Marktöffnung für mehr Wettbewerb und wegen des Zwangpfands auf Getränkeeinwegverpackungen mit weiteren Umsatzeinbußen rechnen. Auch den Entsorgern von Elektronikschrott stehen schwere Zeiten bevor, wenn es ihnen nicht gelungen ist, in die Komplettrücknahme und Verwertung von Elektro-Altgeräten eingebunden zu werden.
Andererseits haben die Anbieter des dualen Systems zuletzt ihre Wiederverwertungsquoten aus Kostengründen nahezu auf die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestquoten reduziert. Dadurch verringerte sich der Entsorgungsbedarf weit weniger als ursprünglich zu erwarten war.
Auch die geplante Novelle zur Verpackungsordnung sieht bislang keine stofflichen Verwertungsquoten für gewerbliche Verpackungsabfälle mehr vor, so dass statt des Recycling hier nun eine Entsorgung möglich wird. Hinzu kommt, dass die vorgesehene Neuregelung mit Einführung einer Teilnahmepflicht an einem dualen System zur Verwertung des Verpackungsmülls aus privaten Haushalten das Marktvolumen nach Branchenschätzungen um mindestens 500 Mill. Euro anwachsen lassen dürfte.
Bei Alt-Deponien, die den strengen Anforderungen der TASi nicht genügen und bislang noch mit Ausnahmegenehmigungen betrieben werden, wird es in den nächsten Monaten zu weiteren Schließungen in nennenswertem Umfang kommen.
Demgegenüber wird sich der Boom bei den MVAs und MBAs genauso fortsetzen wie bei denjenigen Sortier- und Recyclinganlagen, die auf dem neuesten Stand der Technik sind. Das führt von Zeit zu Zeit immer wieder zum Phänomen des sogenannten 'Mülltourismus' mit Müllimporten aus den westlichen Anrainerstaaten Deutschlands. Zwar hat sich der Entsorgungsengpass vor allem bei den MVAs, der 2005 nach Schließung zahlreicher Alt-Deponien eingetreten war, inzwischen merklich verbessert, allerdings sind die Kapazitäten im Regelfall ausgelastet.
Deshalb und weil die Verwertungskapazitäten regional sehr unterschiedlich verteilt sind, ist der Bau weiterer MVAs und MBAs geplant (insbesondere in Ostdeutschland). Ostdeutsche Unternehmen profitieren darüber hinaus von ihrer Nähe zu den Abfallmärkten der neuen EU-Länder in Osteuropa, wo der Bedarf an Mülltrennungs- und -sortierungsanlagen sowie Recycling-, Verbrennungs- und Kompostierungssystemen noch sehr viel höher ist. In den Sparten dagegen, die nicht zum Hightech-Bereich gehören, dämpft auch die zunehmende ausländische Konkurrenz mögliche Zuwachsraten.
Insgesamt erwarten wir für 2007 und 2008 einen Umsatzanstieg in der privaten Entsorgungsbranche von nominal jeweils 2% bis 3%, der sich nach wie vor im Wesentlichen auf die steigenden Entsorgungspreise stützt.
Im Hinblick auf die Verwertungsverfahren gewinnt die Trockenstabilat-Methode weiter an Bedeutung. Hierbei wird der Abfall biomechanisch getrennt. Übrig bleibt am Ende eine Misch-Leichtfraktion, die in Kraftwerken oder in Zementfabriken verbrannt werden kann. Dieses Verfahren besitzt gegenüber der getrennten Müllerfassung in verschiedenen Einzeltonnen einen Kostenvorteil von rund einem Drittel. Auch durch die immer besseren Sortiertechniken gerät die Mülltrennung im Bereich der Privathaushalte unter Druck.
4. Ertragslage
Da sowohl die realen Umsätze (knapp +1%) als auch die Preise (gut +2%) im vergangenen Jahr angezogen haben, während die Lohnstückkosten leicht um 0,5 % gesenkt werden konnten, hat sich die Ertragslage im Branchendurchschnitt zuletzt erneut ein wenig verbessert. Die moderat positive Ertragsentwicklung sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass hauptsächlich kleine Betriebe infolge ihrer lokalen Orientierung und ihrer überwiegenden Abhängigkeit von Großunternehmen nach wie vor meist nur über eine sehr schwache Ertragskraft verfügen.
Negativ wirken sich auf der Kostenseite besonders die seit 2004 stark erhöhten Energiepreise aus. Hinzu kommt, dass die boomenden Rohstoffmärkte durch verstärkte Recyclingbestrebungen das reine Entsorgungsaufkommen spürbar reduziert haben. Die günstige Entwicklung der Entsorgungspreise beruht darüber hinaus zu einem Großteil auf einem Sondereffekt, der vor allem den Betreibern von Verbrennungsanlagen zugute gekommen ist: Ende Mai 2005 war die extrem kostengünstige Ablagerung unbehandelter Abfälle auf sogenannten Alt-Deponien ausgelaufen. Dadurch war es zu erheblichen Kapazitätsengpässen bei den nun zwingend in Anspruch zu nehmenden MVAs und MBAs gekommen. Diese Engpässe sind inzwischen zwar weitgehend behoben, doch die Verwertungspreise blieben auf hohem Niveau und belaufen sich noch immer auf ein Mehrfaches des ursprünglichen Preisniveaus vor Schließung vieler Alt-Deponien. Das belastet besonders die kleineren mittelständischen Entsorger, die auf die Inanspruchnahme der thermischen Verwertung angewiesen sind. Gleichzeitig müssen sie bei neuen Entsorgungsverträgen mit Kommunen, die inzwischen europaweit auszuschreiben sind, Preisnachlässe hinnehmen. Auch die operativen Entsorgungspartner des Dualen Systems haben anhaltende Einnahmeeinbußen zu verkraften, seit die Entsorgungsverträge auf Beschluss der EU-Wettbewerbskommission auszuschreiben sind und zur Verhinderung von Preisabsprachen eine Bieterkreisbeschränkung besteht. Durch die Einführung des Zwangspfands auf Getränkeeinwegverpackungen und durch den Einstieg von Konkurrenten hat sich der Ertragsdruck auf das Duale System und seine operativen Entsorgungspartner ohnehin schon erhöht. Vor diesem Hintergrund wird es in der Branche auch zukünftig zu Schließungen insbesondere kleinerer Betriebe kommen.
Trotzdem verbesserte sich die Insolvenzquote der Entsorgungswirtschaft 2006 leicht auf 1,3%, nachdem sie 2005 bei 1,5% und 2004 bei 1,6% gelegen hatte. Im Gesamtsektor 'Sonstige Dienstleistungsunternehmen' reduzierte sich die Insolvenzquote in den letzten drei Jahren allerdings auf 0,5% und fiel damit nach wie vor spürbar niedriger aus als in der Entsorgungswirtschaft. Auch im langfristigen Vergleich liegt die durchschnittliche Insolvenzquote der Entsorger deutlich über derjenigen der 'Sonstigen Dienstleister' (1,3% im Zeitraum von 1996 bis 2006 gegenüber 0,6%). Pro Insolvenzfall beliefen sich die gerichtlich angemeldeten Forderungen bei den Entsorgern auf durchschnittlich 283 Tsd. Euro, bei den 'Sonstigen Dienstleistern' auf 205 Tsd. Euro. Etwas günstiger schnitten die Entsorger dagegen zuletzt bei der Ablehnungsquote mangels Masse ab. So mussten in der Branche 2006 insgesamt 30% der beantragten Insolvenzverfahren abgelehnt werden, was sich mit 34% im 'Sonstigen Dienstleistungsgewerbe' vergleicht.
Durchaus günstige Ertrags- und Wachstumsaussichten ergeben sich in Marktnischen und faktischen Monopolbereichen. Hinzu kommt, dass die Müllgebühren für private Haushalte im bundesweiten Durchschnitt von 1996 bis 2006 um beinahe 37% gestiegen sind, während die Zunahme des gesamten Verbraucherpreisindex im genannten Zeitraum lediglich knapp 16% betrug.
Per Saldo wird in der Entsorgungsbranche eine Umsatzrendite erreicht, die weit über dem Industriedurchschnitt (zuletzt rd. +2,5 %) liegt. Schätzungen zufolge bewegen sich die Renditen beim Sammeln und Sortieren von Hausmüll zwischen +8% und +12%, bei Verbrennungsanlagen sogar zwischen +15% und +25%. Je nach Unternehmensgröße sowie Art der Entsorgungstätigkeit herrscht in der Branche aber eine ausgesprochen starke Polarisierung zwischen Gewinnern und Verlierern vor. Gerade Kleinunternehmen, die überwiegend von einem einzelnen großen Auftraggeber abhängig sind, erzielen häufig nur noch Selbstkostenpreise. Nach Angaben des BVSE (Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung), der im Gegensatz zum BDE (Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft) vorrangig die mittelständischen Entsorgungsunternehmen repräsentiert, ist die Eigenkapitalquote seiner Mitgliedsunternehmen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken und belief sich zuletzt im Mittel nur noch auf 12% (deutscher Mittelstand insgesamt ca. 15%).
II. Unternehmensspezifische Situation
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Ertragslage:
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 verlief für die Borchers Sortiergesellschaft mbH nicht erfolgreich. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Ergebnisminderung in Höhe von Euro 175.000,62 eingetreten. Vor Steuern weisen wir ein positives Ergebnis von Euro -103.901,85 aus. Im Vorjahr betrug das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Euro 133.122,67.
Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag in erster Linie im Trennen und Sortieren von Abfallstoffe. Im Abgelaufenen Geschäftsjahr war eine Auslastung unserer Umsatzkapazitäten gegeben. Für das Geschäftsjahr 2007 haben wir eine Umsatzsteigerung in Höhe von 10,5 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. Die Aufwendungen für Entsorgung, Verwertung und Fremdleistungen für das Geschäftsjahr 2007 haben sich um 1,2 % erhöht.
Die Auslastung unserer technischen und personellen Kapazitäten und die Umsatzsteigerung in Höhe von 10,5 % wurde durch erhöhte Umsätze im Bereich der Sortierung von DSD Material einerseits und durch den erhöhten Verkaufspreis von Papier andererseits erzielt.
Trotz Umsatzsteigerung und Minderung der Aufwendungen für Entsorgung, Verwertung, Fremdleistung und für Betriebskosten der Sortieranlagen können wir keinen positiven Jahreserfolg ausweisen, da durch die erhöhte Sortiertätigkeit die Personalkosten und die Aufwendungen für Fremdpersonal/Zeitarbeit überproportional gestiegen sind.
Im Bereich Papier sind die Einaufspreise gegenüber den Verkaufspreisen prozentual höher gestiegen. Der Rohertrag im Bereich Papier ist daher gegenüber dem Vorjahr erheblich gesunken. Die Marge im Bereich Papiervermarktung hat sich nahezu halbiert.
Auch im Bereich der Sortiertätigkeit ist der Umsatzerlös pro Tonne bei gleichbleibenden Entsorgungskosten und steigenden Personalkosten gesunken. Die Rohertragsmarge aus der Sortiertätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls erheblich gesunken.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEuro 308,3 erzielen. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr jederzeit gegeben.
Aufgrund unseres wirtschaftlichen Wachstums konnte unsere Unternehmung der allgemeinen in Deutschland nicht so guten wirtschaftlichen Situation entgegentreten.
Es hat sich als positiv erwiesen, dass der schnelle technische Fortschritt in der Verwertungs- und Entsorgungsbranche durch unser Unternehmen umgesetzt wurde.
Der Erfolg unserer Unternehmung ist insbesondere auf unsere Unternehmenspolitik und auf die Qualität der von uns angebotenen Dienstleistungen zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr 2007 wurden Neuinvestitionen in Höhe von Euro 82.973,40 getätigt. Die Neuinvestitionen konnten ohne Neuverschuldungen getätigt werden. Die Investitionen wurden aus der Jahresabschreibung und somit ausschließlich aus dem Cash-Flow finanziert.
Aufgrund des stetigen Wachstums unseres Unternehmens und der Verbesserung der Betriebsabläufe wurde das Personalwesen im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Die Borchers Sortiergesellschaft mbH hat keinen Betriebsrat und ist nicht tarifgebunden. Per 31. Dezember 2007 waren 53 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Aushilfen) im Unternehmen beschäftigt. Der Personalbestand wurde in 2007 gegenüber 2006 um 9 Mitarbeiter aufgestockt. Die Personalkosten haben sich aufgrund der Erhöhung der Mitarbeiter um 14,51 % gegenüber dem Vorjahr erhöht.
Aufgrund von umgesetzten Kosteneinsparungen konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit Ausnahme der Aufwendungen für Zeitarbeit stabil gehalten werden.
Vermögens- und Finanzlage:
Bei einer Bilanzsumme von 3.222.741,62 Euro sind neben den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände die Sachanlagen der wichtigste Aktivposten. In den Sachanlagen enthalten sind die technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 1.328.778,00 Euro. Die bedeutensten Positionen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.576.609,89 Euro. Das langfristige Anlagevermögen in Höhe von 1.484.914,00 Euro ist finanziert durch das Eigenkapital in Höhe von 2.430.145,47 Euro.
Aufgrund der Verminderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, war im Geschäftsjahr 2007 ausreichende Liquidität vorhanden. Wir können für das Geschäftsjahr Geschäftsjahr 2007 einen positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 308,3 TEUR ausweisen.
2. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Für den Zeitraum vom 01. Januar 2008 bis 30. September 2008 liegt eine als lediglich befriedigende Geschäftsentwicklung vor. Unser Unternehmen hat sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2007 trotz der Turbulenzen in der Branche gut behauptet.
Zukünftig wird jedoch mit sinkenden zu sortierenden Abfallmengen gerechnet, da Mitbewerber zur Auslastung ihrer neuen Sortier-, Aufbereitungs- und Recyclinganlagen Abfallmengen bei sinkenden Annahmepreise übernehmen. Diese Entwicklung hat bereits im Geschäftsjahr 2007 begonnen.
Die Umsatzrendite pro to. Material wird sich daher zukünftig vermindern, da einerseits aufgrund der Wettbewerbssituation die Annahmepreise wegen den verminderten Abfallmengen sinken und die Kosten für die Entsorgung und Sortierung steigen werden. Diese Entwicklung hat bereits im Geschäftsjahr 2007 begonnen.
Die in den vergangenen Jahren erfolgten Investitionen in die technische Kapazität zur Sortierung haben sich bewährt. Die Auslastung unserer maschinellen Kapazitäten ist auch im Folgejahr gewährleistet.
Das Geschäftsjahr 2008 wird sich gegenüber dem Vorjahr, aufgrund der sich ergebenen Wettbewerbssituation und der steigenden Entsorgungskosten und der steigenden Personalkosten, nicht positiv entwickeln. Bei vorsichtiger Prognose für das Jahr 2008 rechnen wir mit einem ausgeglichenem Ergebnis.
Die allgemeine Entwicklung und die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken des Marktes im Bereich der Sortierung, Entsorgung und Verwertung sind für unser Unternehmen zur Zeit nicht als gut zu bezeichnen.
Unser Unternehmen ist eine Zweckgesellschaft der Borchers Kreislaufwirtschaft GmbH und der Logermann Entsorgungsgesellschaft mbH. Die gesellschaftsrechtliche Leistungsverpflichtung unserer Gesellschafter, zur Anlieferung aller sortierbaren Abfallstoffe, sichern für die Zukunft (kurz- und mittelfristig) eine Kapazitäts- und Umsatzauslastung.
Laufende Neu- und Ersatzinvestitionen in hochwertige Werkzeuge und Maschinen, sowie Schulungen und Fortbildungen in allen technischen Disziplinen sichern eine wirtschaftliche hochwertige Umsatzkapazität.
Für das Geschäftsjahr 2008 sind ausschließlich Ersatzinvestitionen geplant. Die im Geschäftsjahr 2007 begonnenen Investitionen werden im Geschäftsjahr 2008 fertiggestellt.
Aufgrund der hohen erforderlichen Kapazität an technischen Anlagen ist fortlaufend ein Finanzierungsbedarf gegeben. Unterschiedliche Finanzierungsmaßnahmen sind je nach Maßnahme und Zweckbestimmung erforderlich. Mit dem bestehenden Kreditrisiko sind auch weitere erzielbare Chancen am Markt verbunden, die zu einer verbesserten Eigenkapitalrendite führen können.
Im Bereich des Personalwesens wird für das Jahr 2008 mit Personalkosten auf Vorjahreshöhe gerechnet.
Auch im Geschäftsjahr 2008 wird versucht, die Wartungs- und Betriebskosten der Sortieranlagen sowie die Energiekosten stabil zu halten. Die allgemeine Preisentwicklung trägt jedoch nicht dazu bei, dass die Kosten langfristig kalkulierbar sind. Die Weiterberechnung von erhöhten Entsorgungskosten ist am Markt nicht durchzusetzen.
Unser Unternehmen wird dafür sorgen, dass die zusätzlichen Rohstoffressourcen besser genutzt werden können. Zum einen durch die Organisation des Recyclings von Verpackungen und von Produkten für ganze Industriebranchen. Zum anderen dadurch, dass unser Unternehmen eine Vielzahl von kleineren Abfallmengen erfasst und aufbereitet, die dann zu großen Materialströmen gebündelt und als Rohstoffe vermarktet werden.
Insgesamt rechnet unser Unternehmen unter Berücksichtigung aller gesamtwirtschaftlicher Faktoren - zum Jahresende 2008 - mit einem nicht zufriedenstellenden Jahresergebnis.
3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Seit dem Bilanzstichtag haben sich die geschäftlichen Aktivitäten entsprechend dem Marktgeschehen nicht im ursprünglich geplanten Rahmen entwickelt. Der Geschäftsverlauf hat sich nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 wegen den Preisschwankungen für Entsorgungskosten und den Betriebskosten für die Sortieranlagen sowie den Personalkosten nicht positiv entwickelt.
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2007 traten keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung auf.
4. Risikomanagement
Die Risikostrategie unseres Unternehmens sieht vor, bestimmte Risiken nicht einzugehen oder soweit sie nicht vermeidbar sind, diese zu versichern. Dabei handelt es sich um operative Risiken, die sich aus dem Tagesgeschäft ergeben. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen, die ein bewusstes Eingehen aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ermöglichen. Im Bereich des Risikomanagement werden daher ausgewählte Krisensymptome intensiv durch die Geschäftsführung beobachtet, um frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen.
Grundsätzlich bestehen Risiken für unsere Unternehmung in Bezug auf die innerbetrieblichen Abläufe, als auch in Bezug auf die Geschäftsabwicklung mit Dritten. Eine Minimierung der Risiken wird durch verschiedene Maßnahmen erreicht.
Zur kurzfristigen Überwachung der Geschäftsentwicklung werden monatliche Zwischenabschlüsse der Finanzbuchhaltung sowie Umsatzstatistiken erstellt. Die Eingrenzung der betrieblichen Risiken erfolgt somit anhand des Rechnungswesens.
Unter Berücksichtigung der Größe und der Komplexität des Unternehmens, sowie unter Berücksichtigung der Gesellschafterstruktur (Zweckunternehmen), werden von der Geschäftsführung die betrieblichen Risiken in Zusammenarbeit mit der Leiterin der Finanzbuchführung, Frau Erika Borchers, analysiert. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Risikoanalyse ist wegen der hohen Priorität ausschließlich dem Geschäftsführer und Frau Erika Borchers zugeordnet.
Risiken der künftigen Entwicklung, insbesondere bestandsgefährdende und solche Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nicht erkennbar.
5. Beurteilung der Chancen und Risiken
Unser Unternehmen ist stets Risiken, die das originäre Dienstleistungsgeschäft der Recycling- und Abfallbranche mit sich bringt, ausgesetzt. Offen ist, ob weitere zukünftige politische Vorgaben, die die allgemeine und auch regionale Branchenentwicklung beeinflussen, zu erwarten sind, aus denen sich weitere Risiken und Chancen für unser Unternehmen ergeben.
Derzeit sehen wir am Entsorgungsmarkt für unser Unternehmen gute Chancen, da die in der Vergangenheit getätigten laufenden Neu- und Ersatzinvestitionen in hochwertige Werkzeuge und Maschinen, sowie Schulungen und Fortbildungen in allen technischen Disziplinen eine hochwertige Kapazität sichern.
Die Hauptrisiken in unserem Unternehmen werden wie folgt definiert:
• Preisrisiko sowohl auf dem Beschaffungsmarkt als auch auf dem Absatzmarkt
• Risiken aus Kundenbeziehungen bei Materialannahmegeschäften (Abhängigkeit von Lieferanten)
• Risiken aus Kundenbeziehungen bei Absatzgeschäften (Abhängigkeit von Kunden)
• Politische Risiken, insbesondere durch kurzfristige Änderungen der relevanten gesetzlichen Rahmenbedingungen
• Strategische Risiken (Kundenverluste oder fehlende Kundenbindung insbesondere eine Marktanteilsbeeinträchtigung)
• Risiken aus verschärften Wettbewerben aus Unternehmenszusammenschlüssen und damit zusammenhängende Margenverluste
• Investitions- und Finanzierungsrisiken
Da der Bereich Abfallverwertung und -aufbereitung auch künftig von zunehmendem Wettbewerb gekennzeichnet sein wird, wird die Borchers Sortiergesellschaft mbH in ihre unternehmerischen Aktivitäten weiter intensivieren.
6. Forschung und Entwicklung
Im Bereich der Forschung und Entwicklung war unser Unternehmen im Geschäftsjahr 2007 nicht tätig.
7. Zweigniederlassungen
Eine Zweigniederlassung in Form einer dauerhaften räumlich von der Hauptniederlassung getrennten Einrichtung unterhält unsere Unternehmung nicht.
Borken, den 14. November 2008
Georg Borchers, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss
für das am 31. Dezember 2007 endende
Geschäftsjahr
Ich habe den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Borchers Sortiergesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.
Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamminkeln, den 14. November 2008
Hubert Heesen, Wirtschaftsprüfer
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, soweit hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird.
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