Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 207527
Eingetragen
13.12.2018
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für TragwerksplanungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Dienstleistungen für Planung, Fertigung, Errichtung und Inbetriebsetzung elektrischer Installationen und elektrischer Anlagen, mechanische und elektrische Engineering-Dienstleistungen für die Produktionsautomation sowie die Herstellung und der Handel mit gleichen oder ähnlichen Produkten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Engel
seit 22.5.2025
Prokura
Geschäftsführer
Marion Müter
seit 9.7.2024
Prokura
Ulrich Dieterich
seit 10.9.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

77.50% identifiziert22.50% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
77.50%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mütter Familienstiftung
22.50%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Uwe Renner
Kiel
387.500 €
77.50%
Mütter Familienstiftung
Germany
112.500 €
22.50%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

InPro engineering GmbH

Wolfsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.088,00 1.451,00
II. Sachanlagen 427.806,00 372.896,00
III. Finanzanlagen 8.673.791,00 8.673.791,00
9.102.685,00 9.048.138,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.109.705,40 1.500.455,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.167.646,80 4.060.815,57
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24.071,11 270.838,13
5.301.423,31 5.832.109,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.619,00 2.869,17
14.407.727,31 14.883.116,57

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (Stammkapital) 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen (andere Gewinnrücklagen) 2.502.276,57 1.357.612,31
III. Jahresüberschuss 1.198.558,41 1.144.664,26
4.200.834,98 3.002.276,57
B. Rückstellungen 1.341.000,00 1.272.300,00
C. Verbindlichkeiten 8.865.892,33 10.608.540,00
14.407.727,31 14.883.116,57

In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 23. September 2024 wurde der Jahreabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Rohertrag 7.658.157,94 7.933.132,46
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.136.254,26 4.105.120,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung davon für Altersversorgung 15.646,24 EUR (Vorjahr 14.722,56 EUR) 767.337,29 704.170,78
4.903.591,55 4.809.290,78
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 167.210,58 175.612,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.121.403,92 1.257.707,23
5. Erträge aus Beteiligungen 571.500,00 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 38.193,64 EUR (Vorjahr 42.166,65 EUR) 38.193,64 42.166,65
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 323.620,85 73.089,98
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 547.970,27 511.020,29
9. Ergebnis nach Steuern 1.204.054,41 1.148.578,59
10. sonstige Steuern 5.496,00 3.914,33
11. Jahresüberschuss 1.198.558,41 1.144.664,26

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft mit Sitz in Wolfsburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter der Nummer HRB 207527 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert anzubringenden Vermerke fast ausschließlich im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend der bisherigen Handhabung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist - vermindert um planmäßige teils lineare, teils degressive Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Abnutzbare bewegliche Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2 a EStG) mit 20 % p. a. abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet und betreffen folgende Tochterunternehmen:

Anteile Eigenkapital (31.12.2022) Jahresergebnis 2022
% EUR EUR
Steineke GmbH 60,0 402.565 -252.101
Reisdorfer engineering GmbH 50,0 -983.674 -77.583

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 4.992,98 4.992,98
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.042.696,93 231.903,58 38.470,57 1.236.129,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 625.000,00 625.000,00
2. Beteiligungen 8.048.791,00 8.048.791,00
8.673.791,00 0,00 0,00 8.673.791,00
9.721.480,91 231.903,58 38.470,57 9.914.913,92
Abschreibungen
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 3.541,98 363,00 3.904,98
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 669.800,93 166.847,58 28.324,57 808.323,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
673.342,91 167.210,58 28.324,57 812.228,92
Bilanzwerte
01.01.2023 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 1.451,00 1.088,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 372.896,00 427.806,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 625.000,00 625.000,00
2. Beteiligungen 8.048.791,00 8.048.791,00
8.673.791,00 8.673.791,00
9.048.138,00 9.102.685,00

Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet und betreffen die InPro electric GmbH (Anteil zum 31.12.2023 : 9,00 %). Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2022 16.784 TEUR und das Jahresergebnis 2022 6.644 TEUR).

Die unter Vorräten ausgewiesenen teilfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkostenanteile.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag nach Abzug von Einzel- und Pauschalwertberichtigung bewertet und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 500 TEUR (i.V. 1.580 TEUR).

Das Stammkapital ist voll eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags.

Von den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (870 TEUR) werden 870 TEUR offen von den Vorräten abgesetzt, da insoweit teilfertige Leistungen gegenüberstehen, und 0 TEUR unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht setzen sich aus zwei Darlehen und saldierten Forderungen und Verbindlichkeiten zusammen und bestehen in Höhe von 6.837 TEUR (i.V. 8.251 TEUR). Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 60,30 EUR (i.V. 0,00 EUR).

Die Verbindlichkeiten sind - abgesehen von den üblichen Eigentumsvorbehalten - ungesichert.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne (0,5; i. V. 1 TEUR), die Auflösung von Rückstellungen (46; i. V. 0 TEUR) und Versicherungsentschädigungen (62; i. V. 29 TEUR) sowie Gewinne aus Anlageabgängen (8; i.V. 0 TEUR ) erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. Mieten, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen, Instandhaltungen, sowie Kursverluste (3; i. V. 9 TEUR), Aufwendungen aus Versicherungsentschädigungen (28; i. V. 26 TEUR) und Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen (0; i. V. 17 TEUR).

Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 38 (i. V. 42) TEUR auf verbundene Unternehmen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag (276 TEUR) sowie Gewerbesteuer (271 TEUR) für das laufende Jahr. Für Vorjahre ergeben sich Erträge in Höhe von 0,2 TEUR.

IV. Sonstige Angaben

Geschäftsführer:

 

Uwe Renner, Kiel

 

Ulrich Dieterich, Jerxheim

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 Vorjahr
Angestellte Mitarbeiter 51 53
Gewerbliche Mitarbeiter 1 1
Aushilfen 1 1
Gemäß § 267 Abs. 5 HGB 53 55
Auszubildende 0 0
Geschäftsführer 2 2
55 57

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens haben, liegen nicht vor.

 

Wolfsburg, den 1.September 2024

InPro engineering GmbH

gez. Die Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Unternehmen

Die InPro engineering GmbH ist ein Anbieter für hochentwickelte mechatronische Dienstleistungen im internationalen Umfeld. Schwerpunkt in diesem hochkomplexen Geschäft ist die Automatisierung von Abläufen in der Produktion, Fördertechnik, Endmontage, Batteriefertigung und Logistik.

Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sind überwiegend ihre Kunden, welche in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Automobilindustrie auch in den USA nennenswerte Projekte erfolgreich abwickeln konnten.

Kerngeschäft der InPro engineering GmbH ist die Automatisierungstechnik in der Automobilindustrie - besondere Kompetenz besitzt sie im Karosseriebau. Als Schwerpunkt bietet sie Produktionsautomation an. Hier hält sie eine starke Marktposition, die sie durch Know-how, hohe Qualitätsstandards, besondere Flexibilität im Bereitstellen der notwendigen Ressourcen und nicht zuletzt durch Herstellerunabhängigkeit in der Steuerungstechnik und der Roboterprogrammierung festigt und ausbaut.

Es arbeiten qualifizierte und motivierte Mitarbeiter in wechselnden Teams effektiv zusammen und sichern mit dem Anspruch, besser zu sein als die Konkurrenz, den Erfolg und die Zukunft des Unternehmens.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Mehrere Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurden identifiziert, darunter übermäßige Bürokratie, Fach- und Arbeitskräftemangel sowie unzureichende private und öffentliche Investitionen. Diese Probleme haben sich über einen längeren Zeitraum hinweg verstärkt und müssen angegangen werden, um die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig zu fördern. Die übermäßige Bürokratie kann die Flexibilität von Unternehmen einschränken und Investitionen behindern. Der Fach- und Arbeitskräftemangel beeinträchtigt die Produktivität und Innovationskraft der Wirtschaft. Unzureichende Investitionen können wichtige Infrastrukturprojekte vernachlässigen und das langfristige Wachstumspotenzial der Wirtschaft hemmen.

Deutschland als größte Volkswirtschaft spielt in der Europäischen Union eine bedeutende Rolle und hat daher einen erheblichen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum der gesamten Region. Wenn Deutschland eine Phase wirtschaftlicher Stagnation durchläuft, kann dies das Wachstum in der gesamten EU bremsen.

BIP (Veränderung zum Vorjahr in %) 2023 2022
Deutschland -0,3 1,8
Europa Eurozone 0,4 3,5
Europa EU 0,4 3,6

Quelle: Statistisches Bundesamt BIP, eurostat

Der Pkw-Absatz in der Europäischen Union ist ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit und die Verbraucherstimmung in Europa. In den letzten Jahren haben sich verschiedene Trends und Entwicklungen abgezeichnet, die einen Einfluss auf den Absatz von Personenkraftwagen (Pkw) in der EU hatten. Seit Jahresbeginn 2023 verzeichnete der Pkw- Absatz einen kontinuierlichen Aufwärtstrend, wobei im selben Zeitraum insgesamt 10,9 Mio. Autos erstmals in den Verkehr gebracht wurden. Dies entspricht einem Zuwachs von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz dieser positiven Entwicklungen ist zu beachten, dass die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union im Jahr 2022 stark zurückgingen, da so wenige Autos wie seit 1993 nicht mehr zugelassen wurden, vor allem aufgrund von Teilemangel. Ein deutlicher Trend zeigt sich jedoch in der anhaltenden Präferenz für elektrifizierte und rein elektrische Modelle, die die Automobilbranche maßgeblich prägen.

Pkw-Neuzulassungen (in 1.000 Einheiten) 2023 2022 %
Deutschland 2.844 2.651 +7,3
Europäische Union + EFTA + UK 12.847 11.294 +13,7
davon Anteil deutscher Hersteller
VW-Konzern 25,9% 24,8% +1,1
BMW Group 7,1% 7,3% -0,2
Mercedes-Benz 5,5% 5,8% -0,3

Quelle: Kraftfahrt Bundesamt, ACEA

Die deutsche Automobilindustrie steht vor zahlreichen Herausforderungen wie der steigenden Digitalisierung, neuen Umweltstandards, dem zunehmenden Wettbewerb durch chinesische Hersteller und den scharfen CO 2 -Zielen der EU. Trotz dieser Schwierigkeiten haben deutsche Hersteller ihre Auslieferungen im Vergleich zu 2022 erhöht. Diese Herausforderungen erfordern beträchtliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Umstellung der Produktion, um Fahrzeugflotten emissionsärmer zu gestalten. Das Geschäftsmodell der Zukunft konzentriert sich zunehmend auf die Bereitstellung von Mobilitätsdienstleistungen insgesamt, was bedeutet, dass Automobilunternehmen sich mit Themen wie Carsharing und autonomem Fahren auseinandersetzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den sich wandelnden Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden.

Auslieferungen Pkw (in 1.000 Einheiten) 2023 2022 %
Volkswagen Konzern 9.239 8.263 +11,8
davon VW 4.866 4.563 +6,7
Audi 1.895 1.614 +17,4
Skoda 866 731 +18,5
Mercedes-Benz Cars 2.043 2.040 -
BMW Group 2.555 2.399 +6,5
davon BMW 2.253 2.100 +7,3

Quelle: VW, Mercedes-Benz, BMW

Insgesamt stehen deutsche Automobilhersteller vor einem tiefgreifenden Wandel, der ihre Produktions- und Geschäftsmodelle sowie ihre Positionierung im globalen Markt nachhaltig beeinflussen wird.

Mehr als die Hälfte der jährlichen Leistungsstunden wurden 2023 für die nachfolgend genannten Projekte zu neuen Modellen und Modellvarianten erbracht.

Hersteller Typ Modell Produktionsort
Audi AU51X Audi E6 Ingolstadt
Grob-Werke Innovative Technologien Mindelheim
Volkswagen VW38X Klappen Wolfsburg
Volkswagen VW 316 ID. 4 Emden
Volkswagen VW416 Atlas Chattanooga

Der Auftragseingang und -bestand liegt mit 29.309 TEUR bzw. 21.704 TEUR (i. V. 14.017 TEUR bzw. 9.339 TEUR) deutlich über dem Niveau des Vorjahres - dies entspricht einer Reichweite von ca. 67 (i.V. 42) Wochen. Die InPro engineering GmbH ist deshalb optimistisch, ihren Marktanteil auch weiterhin sichern zu können.

Im Berichtsjahr wurden weniger Projekte ergebniswirksam abgeschlossen, in direkter Folge sinken die Umsatzerlöse auf 17.633 (i.V. 25.376) TEUR. Gleichzeitig sinken auch die unfertigen Leistungen leicht um 60 auf 1.980 TEUR.

Die EBIT - Marge (Ergebnis vor Finanzergebnis sowie Ertragsteuern zu Betriebsleistung) sinkt auf 8,3 (i.V. 8,9) Prozent.

Das Unternehmen erwartet für das kommende Geschäftsjahr eine Betriebsleistung von 22.000 TEUR (plus/minus 2.000 TEUR).

Die langfristige Strategie des Unternehmens ist die Anwendung neuer Kundentechnologien voranzutreiben, sich auf Schlüsselprojekte der Autoindustrie im Karosseriebau, der Fördertechnik, Endmontage und Batteriefertigung zu konzentrieren, systematisch Tools für das Erstellen und Verbessern von Steuerungs- und Roboterprogrammen selbst zu entwickeln sowie dem Kunden dabei eine professionelle Projektabwicklung und ein effizientes Projektmanagement zu bieten. Kontinuität und Verbesserung soll die Unternehmenspolitik bestimmen.

3. Mitarbeiter

Das Unternehmen legt in seiner Personalpolitik großen Wert auf die Gewinnung und Weiterbildung neuer, junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Technologiebereiche Batteriefertigung, Endmontage und Fördertechnik erfordern ein hohes Maß an technischem Know-how. Durch interne Ausbildungsprogramme und Schulungen steigert das Unternehmen sowohl die Qualifikation als auch die Motivation der Belegschaft.

Eine professionelle und effiziente Projektabwicklung garantiert den Erfolg des Unternehmens - die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meistern diese Herausforderungen mit Engagement.

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ergibt sich wie folgt:

Vorjahr
Angestellte Mitarbeiter 53 55
Gewerbliche Mitarbeiter 1 1
Aushilfen 1 1
Auszubildende 0 0
55 57

Zum Jahresende 2023 beträgt die Zahl eigener Mitarbeiter 53 (57 am Vorjahresende) und 55 am 1. Januar 2024.

4. Ertragslage

Die InPro engineering GmbH erzielte 2022 Umsatzerlöse in Höhe von 17.633 (i.V. 25.376) TEUR. Der Umsatzrückgang ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Vergleich zum Vorjahr weniger Großprojekte abgeschlossen wurden.

Die unfertigen Leistungen reduzieren sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 60 TEUR.

Die bezogenen Fremdleistungen sinken auf 9.936 (i.V. 10.397) TEUR, bleiben aber dennoch auf einem relativ hohen Niveau und zeigen, dass der Auftragsbestand nicht ohne externe Dienstleister abgearbeitet werden kann.

Die Materialquote (Materialaufwand zu Betriebsleistung) sinkt von 58,9 auf 57,6 Prozent.

Der Rohertrag geht, wegen der um 7.742 TEUR niedrigeren Umsätze, auf 7.658 TEUR zurück.

Der Personalaufwand summiert sich auf 4.903 (i. V. 4.809) TEUR - eine geringe Erhöhung von 94 TEUR.

Die Abschreibungen bleiben auf gleichem Niveau von 167 (i. V. 176) TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 1.121 (i. V. 1.258) TEUR nur unwesentlich gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Insgesamt weist das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 1.465 (i. V. 1.691) TEUR aus - bezogen auf die Betriebsleistung entspricht dies einer Marge von 8,3 (i. V. 8,9) Prozent.

5. Vermögens- und Finanzlage

Im Berichtsjahr 2023 blieb die Bilanzsumme des Unternehmens stabil auf einem Niveau von 14.407 (i.V. 14.883) TEUR. Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Bedingungen konnte das Unternehmen seine Position am Markt behaupten und seine finanzielle Basis weiter stärken.

Das Anlagevermögen erhöht sich nur unwesentlich auf 9.102 (i.V. 9.048) TEUR.

Im Umlaufvermögen bleiben die unfertigen Leistungen mit 1.980 TEUR nahezu auf dem Stand des Vorjahres (2.040 TEUR) und sind durch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gedeckt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Stichtag auf 3.554 (i.V. 2.459) TEUR. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sinken um 1.080 auf 500 TEUR, auch ein stichtagsbezogener Wert.

Das Guthaben bei Kreditinstituten sinkt auf 24 TEUR. Trotz dieses Rückgangs besteht weiterhin ausreichend Liquidität, um die laufenden Projekte zu finanzieren.

Das Eigenkapital steigt um 1.198 auf 4.200 TEUR. Der Anstieg resultiert aus dem erzielten Jahresüberschuss von 1.198 TEUR. Die Eigenkapitalquote von 29,2 (i.V. 20,2) Prozent zeigt die weiterhin gute finanzielle Stabilität des Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen summiert um nur 69 auf 1.341 (i.V. 1.272) TEUR gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sinken aufgrund von Teilrückzahlung eines Darlehns (6.600 i.V. 10.235 TEUR) und saldierten Forderungen und Verbindlichkeiten (-237 TEUR) auf 6.837 TEUR.

Der Cashflow i. e. S. (Jahresüberschuss plus Abschreibungen) von 1.365 (i. V. 1.320) TEUR steigt. Die liquiden Mittel von 24 (i. V. 270) TEUR sind stichtagsbezogen zwar auf einem niedrigen Stand, das Unternehmen hat aber eine ausreichend hohe Rechnungstellung um die laufende Projekt zu finanzieren.

Zusammenfassend ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr folgende Kennzahlen:

Vorjahr
Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) 29,2% 20,2%
Umsatzrentabilität (EBIT zu Umsatz) 8,3% 6,7%
Leistungsrentabilität (EBIT zu Leistung) 8,3% 8,9%
Eigenkapital TEUR 4.200 3.002
Bilanzsumme TEUR 14.407 14.883
Umsatzerlöse TEUR 17.633 25.376
Betriebsleistung TEUR 17.573 19.076
EBIT TEUR 1.466 1.691
davon neutrales Ergebnis TEUR 90 -22
Zins- und Beteiligungsergebnis TEUR 286 -31
Ergebnis vor Steuern TEUR 1.752 1.660

EBIT = Ergebnis vor Finanzergebnis sowie vor Ertragsteuern

6. Risikobericht

Das Unternehmen überprüft regelmäßig mögliche Risiken.

Das unternehmensweite Auftragsbearbeitungssystem wertet mindestens einmal monatlich alle Aufträge und Projekte nach bestimmten Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Leistungsstand, Abrechnung, Termintreue u. ä. aus.

Im Anfrage- und Angebotsstadium werden Projekte auch nach technischen Inhalten kontrolliert. Projekte mit vielen technischen Besonderheiten und Neuerungen werden besonders bewertet und gewichtet. Die kapazitätsmäßige Durchführbarkeit - mittels einer strukturierten und stetig angepassten Personaleinsatzplanung geprüft - wird in regelmäßig stattfindenden Planungsrunden abgefragt und sichergestellt.

Ausfallrisiken werden durch Bonitätsprüfungen im Anfrage- und Angebotsstadium, durch zeitnahe Abrechnungen und Bonitätsüberwachung geprüft und gemindert.

Ausführungsrisiken werden durch umfangreich gestaltete Montage- und Betriebshaftpflichtversicherungen eingeschränkt.

Die ausgeweiteten Auslandsgeschäfte werden zunehmend in Fremdwährungen abgewickelt und führen somit zu Währungsrisiken. Insgesamt jedoch ist der Umfang zu gering, als dass sich dieses Risiko sinnvoll über Finanzinstrumente absichern ließe.

Bestandsgefährdende oder sonstige Risiken der zukünftigen Entwicklung bestehen zurzeit nicht und sind auch nicht absehbar.

7. Prognosebericht

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben im laufenden Jahr weiterhin angespannt, insbesondere aufgrund des Stockens der Investitionen der Automobilhersteller. Dies wird vor allem durch den sich abzeichnenden Wandel in der Automobilindustrie hin zu Elektrofahrzeugen beeinflusst. Die verstärkte Ausrichtung auf Elektromobilität erfordert beträchtliche Umschichtungen in den Investitionsplänen der Hersteller, was zu einer vorübergehenden Zurückhaltung bei traditionellen Investitionen führt.

Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge erfordert nicht nur neue Technologien und Produktionsprozesse, sondern auch eine Neuausrichtung der gesamten Wertschöpfungskette. Dieser Übergang wirkt sich auf die Investitionsbereitschaft der Automobilhersteller im Bereich Anlagenbau aus, da sie ihre Ressourcen verstärkt auf die Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen konzentrieren.

In diesem dynamischen Umfeld erwartet das Unternehmen für das Jahr 2024 eine Betriebsleistung von 20 Mio. EUR (plus/minus 2.000 TEUR). Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern wird eine voraussichtliche Spanne von 2,0 Mio. EUR, plus/minus 0,5 Mio. EUR, erwartet.

Trotz dieser Herausforderungen bekräftigt die InPro engineering GmbH ihre Position als anerkannt starker Partner für die Produktionsautomation und strebt an, ihre Marktstellung weiter zu festigen.

 

Wolfsburg, den 2. September 2024

InPro engineering GmbH

gez. Die Geschäftsführung

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) handelt es sich um die gemäß § 327 HGB für Offenlegungszwecke bestimmte verkürzte Fassung. Zum vollständigen Jahresabschluss und zum Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die InPro engineering GmbH, Wolfsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der InPro engineering GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der InPro engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Braunschweig, den 9. September 2024

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