Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 13907
Vorher
NET 4 U Energiehandelsgesellschaft mbHDortmunder Energie- und Wasserversorgung - Netz GmbH
Eingetragen
17.9.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
der Betrieb von Netzen zur Daseinsvorsorge, Energieversorgung und lnformationstechnik in Dortmund und Umgebung. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, die geeignet sind, den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen beteiligen, oder solche Unternehmen erwerben, errichten oder pachten sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten. Die Gesellschaft ist verpflichtet, nach den Wirtschaftsgrundsätzen gemäß § 109 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) zu verfahren. Dabei ist die Gesellschaft so zu führen, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt wird.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Dr. Unger
seit 17.11.2025
Geschäftsführer
Jens Dr. Kanacher
seit 2.4.2025
Geschäftsführer
Martin Josef Keller
seit 28.10.2015
Prokura
Marion Bentler
seit 28.10.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dortmunder Netz GmbH

Dortmund

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien.

1.3 Zukunftsprojekte

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.3 Entwicklung des nationalen energiewirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds  für Netzbetreiber

2.4 Geschäftsverlauf

2.5 Die wirtschaftliche Lage

2.5.1 Vermögenslage

2.5.2 Finanzlage

2.5.3 Ertragslage

2.5.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.5 Erläuterungen gem. § 6b Abs. 7 S. 4 EnWG

2.5.6 Bericht über Einhaltung und Erreichung der öffentlichen Zwecksetzung

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1 Risikobericht

3.1.1 Risikomanagementsystem

3.1.2 Risiken

3.2 Chancenbericht

3.3 Prognosebericht

3.3.1 Ausblick

3.3.2 Ergebnisprognose

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Dortmunder Netz GmbH (DONETZ) ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung Gesellschaft mit beschränkter Haftung (DEW21) und betreibt seit dem 01. Januar 2007 das Stromversorgungsnetz in Dortmund, das Gasversorgungsnetz in den Stadtgebieten von Dortmund und Herdecke und seit 2015 auch die Wasserversorgungsnetze in Dortmund, Herdecke und den Ortsteilen Hengsen und Opherdicke der Gemeinde Holzwickede. Sie hat als große Netzgesellschaft seit 2015 das Netzeigentum für die Sparten Strom, Gas und Wasser. Zentrale Aufgabe als örtlicher Verteilnetzbetreiber ist der technisch und wirtschaftlich einwandfreie Netzbetrieb in der Stadt Dortmund und anliegenden Gemeinden. Dabei werden die Versorgung im Interesse der Allgemeinheit und ein diskriminierungsfreier Zugang aller Marktteilnehmer[1] zu den Strom- und Gasnetzen entsprechend den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sowie den zugeordneten Verordnungen zu angemessenen Bedingungen sichergestellt.

DONETZ ist verantwortlich für das technische Management sowie Bau, Betrieb, Wartung und Instandhaltung der Strom-, Gas- und Wassernetze mit den dafür verbundenen Anlagen. Das Technische Sicherheitsmanagement (TSM) von DONETZ wurde im Jahr 2019 von den Verbänden DVGW und FNN erneut überprüft und bestätigt. DONETZ verfügt nun über eine TSM-Zertifizierung bis zum 28. Oktober 2025. Auch besteht eine Zertifizierung der Dortmunder Netz GmbH für sämtliche Geschäftsprozesse und der Netzsteuerung zur sicheren Strom- und Gasversorgung, welche im Oktober 2023 erfolgreich rezertifiziert wurde. Entsprechende Zertifikate für das Managementsystem nach ISO/IEC 27001: 2013 (DEW21 und DONETZ) sowie für das ISMS entsprechend dem Geltungsbereich des IT-Sicherheitskatalogs (DONETZ) liegen vor.

DONETZ übernimmt nach § 3 Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) den Messstellenbetrieb als grundzuständiger Messstellenbetreiber für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen im Sinne des Gesetzes, soweit nicht eine anderweitige Vereinbarung nach § 5 oder § 6 MsbG durch den Anschlussnutzer bzw. den Anschlussnehmer getroffen wird.

DONETZ ist weiter für die Beleuchtungsnetzanschlüsse und die Betriebsführung des Beleuchtungskabelnetzes in Dortmund zuständig.

Als Dienstleisterin für verschiedenste Energielieferanten, desintegrierte Netznutzer und Einspeiser koordiniert DONETZ die dezentrale Erzeugung und die Durchleitung von Strom und Erdgas im Dortmunder Verteilnetz sowie den Konzessionsgebieten. Zugleich stellt sie sicher, dass Qualität und Funktionalität der Verteilnetze unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften und Vorgaben erhalten bleiben. Regulierungsmanagement, Vertragsmanagement und Assetmanagement sind dabei zentrale Aufgaben, die DONETZ mit eigenem Personal wahrnimmt. Seit Anfang 2021 ist die Funktion des Gleichbehandlungsbeauftragten bei DONETZ angesiedelt und wird auch für DEW21 wahrgenommen.

DONETZ vergibt als große Netzgesellschaft Aufträge in den Tätigkeitsbereichen Messstellenmanagement, Abrechnung, Marktkommunikation, IT, Recht, Personal-, Finanz- und Rechnungswesen, Umweltmanagement sowie Rohr- und Kabellegetätigkeiten. Personelle und kaufmännische Dienstleistungen werden größtenteils über die Muttergesellschaft DEW21 erbracht, wodurch sich synergetische Vorteile schöpfen lassen.

Ihre Erlöse generiert DONETZ überwiegend durch Entgelte für die Durchleitung von Energie durch ihre Netze und für den Betrieb der Wassernetze sowie durch die Erbringung technischer Dienstleistungen für DEW21.

Zwischen der Muttergesellschaft DEW21 und der Dortmunder Netz GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

1.2 Ziele und Strategien

Ziel der DONETZ in ihrer Rolle als entflochtene und effiziente Netzbetreiberin ist es, die Effizienzvorgaben der BNetzA aus der Anreizregulierung bei Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit und Erhaltung der Netzsubstanz zu erreichen.

Hierbei stellt die Energiewende das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Sowohl die Einspeisung in das städtische Verteilnetz über PV-Anlagen als auch die Netzlast über Elektromobilität und Wärmepumpen führen zu einem deutlichen Lastanstieg im Stromnetz. Gleichzeitig geht der Bedarf im Erdgasnetz zurück. Bis 2045 ist der Erdgaseinsatz auf andere Energieträger CO2-neutral umzustellen. Dieser Entwicklung trägt DONETZ Rechnung, indem der langfristige Umbau der Netze und der daraus resultierende Investitionsbedarf unter den veränderten Rahmenbedingungen ermittelt und eine Netzausbaustrategie umgesetzt wird. Da auch eine starke Abhängigkeit vom weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes in Dortmund besteht, ist in 2022 der Prozess einer integrierten Zielnetzplanung gemeinsam mit DEW21 gestartet worden, die die Entwicklung aller Versorgungsnetze in Dortmund berücksichtigt. Auf Basis verschiedener Zukunftsszenarios wurde dabei ermittelt, dass deutlich höhere Investitionen als bisher in das Stromnetz bis zum Jahr 2045 erforderlich sind, um die Energiewende in Dortmund umsetzen zu können. Im Jahr 2023 wurde die Zielnetzplanung im Strombereich operationalisiert, d. h. die ermittelten Ausbaubedarfe wurden in erste konkrete Projekte überführt, welche bereits ab dem Jahr 2024 umgesetzt werden. Des Weiteren arbeitet DONETZ daran, entsprechend der Vorgaben des Gasnetzgebietstransformationsplans des DVGW, aktiv an der möglichen Weiternutzung der Gas-, als CO2-neutrale Wasserstoffnetze mitzuwirken sowie die hierfür notwendigen Betriebsstrukturen aufzubauen.

Als grundzuständiger Messstellenbetreiber hat DONETZ sich verpflichtet, die Vorgaben zum Rollout moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme in ihrem Netzgebiet umzusetzen. Beides erfolgt über ein strenges Kostenmanagement in Verbindung mit einer kontinuierlichen Prozessoptimierung. Aufgaben, die nicht effizient selbst erbracht werden können, werden durch Dienstleistungsunternehmen abgewickelt. Umgekehrt werden Dienstleistungen aus dem eigenen Portfolio für andere über den technischen Dienstleistungsbereich von DEW21 angeboten, wenn sich daraus synergetische Vorteile schöpfen lassen.

1.3 Zukunftsprojekte

DONETZ unterstützt gemeinsam mit DEW21 die laufenden Forschungsprojekte zur Netzintegration von Elektromobilität, Konzepte rund um Sektorenkopplung ("emissionsfreie Innenstadt") und Smart Grid.

Hier wurde unter anderem ein Pilotprojekt zur Datenübertragung mittels Breitband-Powerline umgesetzt.

Die Digitalisierung der Umspannanlagen und Ortsnetzstationen wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Hier wurden neue Standards und zukünftige Umsetzungsstrategien für intelligente, fernsteuerbare Ortsnetzstationen festgelegt. Vorbereitend für die netzdienliche Steuerung nach §14a EnWG wurde außerdem ein Pilotprojekt zur Bestimmung der Auslastung der Niederspannungsnetze umgesetzt. Parallel zur Messung in den Ortsnetzstationen wurden erste Schritte unternommen, Messdaten aus intelligenten Messsystemen für die Netzzustandsberechnung zu nutzen.

Außerdem wurde im Rahmen eines Smart Grid Reallabors in einem Umspanngebiet der Einfluss verschiedener Faktoren auf die Transformatorauslastung und das Netzgebiet weiter analysiert. Hier ging es unter anderem um den wachsenden Leistungsbedarf durch die steigende Anzahl an Elektroautos und Elektrobussen.

In Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft DEW21 wurde in 2023 das Thema "Rechenbare Netze" im Hinblick auf zukünftige Zielnetzplanung und Netzstudien weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang können Zukunftsszenarien hinsichtlich flexibler Lasten und Einspeiser (wie z.B. Elektromobilität und PV-Anlagen) durch reale Messwerte detailliert werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Sachverständigenrat erwartet, dass die deutsche Volkswirtschaft sich erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Angesichts der auch im Euro-Raum weiterhin erhöhten Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) im September 2023 die Leitzinsen zum zehnten Mal in Folge angehoben, auf nunmehr 4,5 %. Hierdurch sind die Marktzinsen seit Juli 2022 entsprechend kräftig angestiegen und die Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte hat sich abgekühlt. Das außenwirtschaftliche Umfeld dürfte sich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Kreditvergabe weiterhin bremsen. Der Rückgang der Inflation in Kombination mit den hohen Lohnabschlüssen dürfte aber zu Realeinkommenssteigerungen führen. Hierdurch dürfte sich der private Konsum beleben.[2] Laut Frühjahrsprognose des IfW lag für das Jahr 2023 ein Wachstum des deutschen BIP von -0,3 % vor.[3] Die Prognose ist mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. So könnten eine ausbleibende Erholung in China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher das Wachstum bremsen.

2.2 Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen rechnet mit einem Rückgang um 7,9 Prozent auf 10.791 Petajoule (PJ) oder 368,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Damit liegt der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat.

Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nach Berechnungen der AG Energiebilanzen nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch um etwa 7,4 Prozent vermindert.

Der einzige verbrauchssteigernde Effekt ging 2023 von der demographischen Entwicklung aus.[4]

Erneuerbare Energien gehören weiterhin zu den wichtigsten Stromquellen in Deutschland. Ihr Ausbau ist und bleibt eine tragende Säule der Energiewende im Stromsektor. Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien 40 bis 45 % am Bruttostromverbrauch betragen, bis 2030 80 %. Im Jahr 2023 lag ihr Anteil am Stromverbrauch nach ersten Hochrechnungen bei knapp 53 % und damit über dem Vorjahrsniveau von 45 %. Zu diesem Anstieg trugen insbesondere Wasserkraft (+11 %) und die Windkraft (+9 %) bei.[5]

2.3 Entwicklung des nationalen energiewirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds für Netzbetreiber

Für den Geschäftsverlauf eines Netzbetreibers sind die Entwicklungen im energiewirtschaftlichen Umfeld von großer Bedeutung. Neben den durch Gesetzgebung und Rechtsprechung geprägten regulatorischen und energie- sowie netzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen Entscheidungen der Regulierungsbehörde den Unternehmenserfolg nachhaltig. Im Folgenden sind ausgewählte wesentliche Verfahren und Gesetzesänderungen erläutert:

Festlegung zur Eigenkapitalverzinsung im Strom- und Gasbereich [6]

Die Bundesnetzagentur hat am 17.01.2024 eine Festlegung einer höheren Eigenkapitalverzinsung für Neuinvestitionen der Strom- und Gasnetzbetreiber im Kapitalkostenaufschlag veröffentlicht. Diese Veröffentlichung folgt auf zwei Konsultationsrunden, in denen die geplanten Regelungen mit den Netzbetreibern und -nutzern diskutiert wurden.

Die Festlegung entspricht in wesentlichen Teilen dem im Juni 2023 veröffentlichten Eckpunktepapier sowie dem im November 2023 konsultierten Festlegungsentwurf. So erachtet die Bundesnetzagentur die in 2021 festgelegten Eigenkapitalzinssätze weiterhin als sachgerecht. Um unvorhergesehene und aufgrund des aktuellen Umfelds notwendig gewordene Netzinvestitionen zu fördern, legt die Bundesnetzagentur eine neue Berechnungsweise für den Eigenkapitalzins von Neuinvestitionen im Kapitalkostenaufschlag fest.

Der Eigenkapitalzinssatz für Neuinvestitionen im Kapitalkostenaufschlag wird sich aus einem jährlich variablen Basiszins (der Umlaufsrendite) zuzüglich eines konstanten Wagniszuschlags von 3 Prozent ergeben. Bislang wurde für den Basiszins der 10-Jahresdurchschnitt der Umlaufsrendite verwendet. Dieser Zinssatz wird für das jeweilige Anschaffungsjahr auf die eintretende Umlaufsrendite angehoben und bis zum Ende der Regulierungsperiode fortgeschrieben. Diese Fortschreibung wurde im Laufe des Konsultationsverfahrens vorgeschlagen, bewertet und aus Gründen der besseren Planbarkeit für Investoren in die Regelung aufgenommen.

Der Eigenkapitalzinssatz für Bestandsanlagen liegt unverändert und wie im Oktober 2021 festgelegt bei 5,07 Prozent (inklusive Gewerbesteuer bei 5,8 Prozent).

Die Festlegung ist auf die Dauer der vierten Regulierungsperiode beschränkt und wirkt sich nicht unmittelbar auf sich eventuell anschließende Regelungen aus.

Festlegung zur Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen [7]

Am 27.11.2023 wurde das Festlegungsverfahren zur Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen nach zwei Konsultationsrunden abgeschlossen.

Der Netzbetreiber darf den Anschluss von Wärmepumpen oder neuen privaten Ladeeinrichtungen für E-Autos ab dem 01.01.2024 nicht mehr mit Verweis auf mögliche lokale Überlastung seines Netzes ablehnen oder verzögern. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber, wenn eine akute Beschädigung oder Überlastung des Netzes droht, die Belastung des Netzes reduzieren, indem er den Strombezug steuerbarer Verbrauchseinrichtungen temporär "dimmt". Diese Maßnahme muss sich aus objektiven Kriterien der Netzzustandsermittlung ableiten. Die Netzzustandsermittlung stellt die aktuelle Netzauslastung anhand von Echtzeit-Messwerten dar. Zu diesem Zweck ist eine zügige Digitalisierung der Niederspannungsnetze inklusive Erhebung von Echtzeit-Messwerten notwendig.

Die Netzbetreiber dürfen dabei den Bezug für die Dauer der konkreten Überlastung auf bis zu 4,2 kW senken. Damit können Wärmepumpen weiter betrieben und E-Autos in aller Regel in zwei Stunden für 50 Kilometer Strecke nachgeladen werden. Der reguläre Haushaltsstrom ist davon nicht betroffen. Die besonderen Anforderungen von Großwärmepumpen werden berücksichtigt. Vollständige Abschaltungen der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen sind nicht mehr zulässig.

Verbraucherinnen und Verbraucher können einzelne Anlagen direkt vom Netzbetreiber ansteuern lassen. Alternativ können sie wählen, von ihrem Netzbetreiber den Wert für einen zulässigen Strombezug zu erhalten, der insgesamt nicht überschritten werden darf. In diesem Fall koordinieren sie die Reduzierung durch ein Energiemanagementsystem für mehrere steuerbare Verbrauchseinrichtungen eigenständig. Selbst erzeugte Energiemengen können eingerechnet werden. Eine Wallbox darf also zum Beispiel mehr Strom beziehen, wenn dieser aus der eigenen Solaranlage stammt. Das Ziel ist es, regelmäßige netzorientierte Steuerungsmaßnahmen zu vermeiden.

Eckpunkte zur gerechteren Verteilung von Netzkosten für den Ausbau der Erneuerbaren [8]

Die Bundesnetzagentur hat im Dezember 2023 ein Eckpunktepapier zur Verteilung der Mehrkosten veröffentlicht, die in Stromnetzen mit viel erneuerbarer Stromerzeugung entstehen. Netzbetreiber mit besonderen hohen Kosten durch den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung sollen entlastet werden, indem die Mehrkosten bundesweit verteilt werden.

In Regionen, die deutlich mehr Strom erzeugen sie als verbrauchen, entstehen für den Umbau der Netze erhebliche Kosten. Gleichzeitig versorgt der Strom nicht nur die Region, sondern ganz Deutschland. Die Netzentgelte in diesen Regionen sollen sinken. Dies führt auf der anderen Seite zu zusätzlichen Kosten für alle Stromverbraucher in Deutschland.

Konkret beabsichtigt die Bundesnetzagentur, den Mechanismus der Umlage nach § 19 StromNEV zu nutzen. Die Umlage ist ein etablierter Mechanismus zum Ausgleich bestimmter Netzkosten zwischen allen Netznutzern. Die § 19-Umlage ist Bestandteil des Strompreises. Sie dient dazu, entgangene Erlöse eines Netzbetreibers auszugleichen, die entstehen, weil bestimmte Verbraucher ein reduziertes Netzentgelt zahlen.

Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) [9]

Mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) am 27. Mai in Kraft getreten. Ziel des GNDEW, als neues Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), ist es, den Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys) durch verfahrensbedingte Entbürokratisierung zu beschleunigen und Rechtssicherheit zu stärken.

Die Netzbetreiber werden in diesem Zusammenhang stärker an den Kosten beteiligt. Die Bundesnetzagentur hat im Dezember 2023 ein Konsultationsverfahren zum Umgang mit den Kosten des Messwesens im Stromnetzbereich eingeleitet, um hier Kostensicherheit für die Stromnetzbetreiber zu schaffen.

Vorläufige politische Einigung über eine Verordnung zur Festlegung gemeinsamer Binnenmarktvorschriften für erneuerbare Gase und Erdgas sowie für Wasserstoff

In Brüssel haben sich das EU-Parlament, die -Kommission und der -Rat bezüglich der Richtlinie zum Gaspaket am 27.11.2023 geeinigt. Damit wurden die Weichenstellungen für den Wasserstoffhochlauf gesetzt. Zum einen wird wie im Erdgas zwischen H2-Netzebenen mit separaten Definitionen für H2-Transportnetze und H2-Verteilnetze differenziert und zum anderen wird weitgehend auf ein horizontales Unbundling zwischen Erdgas- und Wasserstoffnetzbetreibern verzichtet. Nur noch zwischen Fernleitungsnetzbetreibern (FNB) und H2-Transportnetzbetreiber gilt die horizontale Entflechtung (ITO, Owner-Ship-Unbundling). Von dieser Vorgabe kann jedoch unter bestimmten Bedingungen auf Antrag der FNB (Kosten-Nutzen-Analyse und Zustimmung der BNetzA) im Mitgliedstaat abgewichen werden. Für die Verteilnetzbetreiber (VNB) bedeutet die Einigung, dass sie neben den Sparten Strom und/oder Erdgas auch zukünftig die Sparte Wasserstoff ausprägen können. Damit wird in Brüssel der Argumentation gefolgt, vorhandene Synergien zu erhalten, um die bereits bestehende Infrastruktur effizient im Sinne der Transformation der Gaswirtschaft nutzen zu können. DONETZ beteiligt sich daher an der DVGW-Initiative H2VorOrt, in der sich 60 Verteilnetzbetreiber zusammengeschlossen haben, um den Bedarf und die Entwicklung von H2 in den Verteilnetzen zu erarbeiten. Aktuell wird bis Ende 2025 der Gasnetzgebietstransformationsplan (GTP) in den jeweiligen Unternehmen entwickelt.[10]

2.4 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 hat die DONETZ GmbH 1.910,3 Mio. kWh Strom und 4.319,6 Mio. kWh Gas durchgeleitet und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau.

Die in 2023 getätigten Investitionen der DONETZ betrafen sowohl in der Strom-, Gas- und Wassersparte vor allem die Versorgungsleitungen.

2.5 Die wirtschaftliche Lage

2.5.1 Vermögenslage

Bilanzstruktur

Aktiva

Passiva

%

T€

T€

%

Kurz- und mittelfristiges Vermögen

7,2

36.054

69.766

14,0

Kurzfristiges Kapital

256.801

51,6

Mittel- und langfristiges Fremdkapital

Langfristiges Vermögen

92,8

462.477

171.964

34,5

Eigenkapital u. ä.*

100,0

498.531

498.531

100,0

* inkl. 2/3 der Zuschüsse

Die Bilanz der DONETZ wird durch die Sachanlagen auf der Aktivseite und die Einlagen der Anteilseignerin sowie die Pensionsrückstellungen und Zuschüsse auf der Passivseite geprägt.

Die Bilanz zeigt eine Summe von 498.531 T€ (Vorjahr: 468.808 T€). Rund 92,8 % (Vorjahr: 93,7 %) der Bilanzsumme auf der Aktivseite betreffen das Anlagevermögen. Das Umlaufvermögen besteht überwiegend aus Forderungen aus Netzentgelten für die Durchleitung von Strom- und Erdgaslieferungen, aus geleisteten Abschlägen für Einspeisevergütungen sowie aus dem Nebengeschäftsbereich.

Auf der Passivseite macht das Eigenkapital u.ä. 34,5 % (Vorjahr: 35,7 %) der Bilanzsumme aus. Rund 51,6 % (Vorjahr: 51,4 %) der Bilanzsumme entfallen auf das mittel- und langfristige Fremdkapital, 14,0 % (Vorjahr: 12,9 %) auf das kurzfristige Fremdkapital. Die Fremdkapitalquote ist im vergangenen Geschäftsjahr zulasten der Eigenkapitalquote gestiegen. Es wurde ein Liquiditätsausgleich bei DEW21 in Anspruch genommen, die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Die Eigenkapitalausstattung der DONETZ bildet weiterhin ein solides Fundament für die unternehmerische Weiterentwicklung.

Die Bilanzsumme und somit das im Unternehmen gebundene Vermögen und Kapital hat sich um 29.723 T€ erhöht. Bei Gesamtinvestitionen von 46.838 T€ sowie Abschreibungen und Abgängen von 23.423 T€ erhöhte sich das Anlagevermögen um 23.441 T€ und beträgt nunmehr 462.477 T€.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um -2.450 T€ gestiegen. Mit 135.382 T€ sind sie der größte Einzelposten auf der Passivseite der Bilanz. Ferner erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen insbesondere aufgrund von seitens der Gesellschafterin zur Verfügung gestellter Liquiditätsausgleiche.

2.5.2 Finanzlage

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt die Mittelherkunft und die Mittelverwendung der liquiden Mittel dar. Durch Aufteilung der Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ergibt sich als Saldo die Veränderung des Finanzmittelbestandes im Geschäftsjahr.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 38.354 Tsd. €. Dies entspricht 10,8 % des Umsatzes.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -46.803 T€ und verringerte sich damit um 5.155 T€. Die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Investitionen übersteigen deutlich die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Die Investitionen in das immaterielle Vermögen und in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 46.838 Tsd. €.

Investitionen nach Sparten (in Mio. €)

Bild

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug 8.495 T€ (Vorjahr: 5.743 Tsd. €) und resultiert im Wesentlichen aus einem Liquiditätsausgleich durch die Gesellschafterin sowie Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen, vermindert um die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die gezahlten Zinsen sowie die Ergebnisabführung an DEW21.

Aus der Entwicklung der Mittelzu- und -abflüsse ergibt sich eine Minderung der im Finanzmittelbestand erfassten liquiden Mittel um 70 Tsd. €.

2.5.3 Ertragslage

DONETZ steuert ihre Aktivitäten intern anhand des Ergebnisses vor Ertragsteuern als finanziellen Leistungsindikator.

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 39.534 T€ (12,5 %) auf 356.652 T€ gestiegen. Diese beinhalten vor allem Durchleitungsentgelte im Bereich Strom (182.575 T€; Vorjahr: 173.232 T€) und im Bereich Erdgas (60.359 T€; Vorjahr: 55.078 T€). Der Anstieg ist sowohl im Strom- als auch im Gasbereich preisbedingt.

Der Materialaufwand hat sich um 33.040 T€ auf 230.321 T€ erhöht. Dieser umfasst vor allem die für das vorgelagerte Übertragungs- und Fernleitungsnetz gezahlten Netznutzungs- bzw. Kapazitätsentgelte (60.614 T€; Vorjahr: 52.964 T€), Fremdleistungen (39.192 T€; Vorjahr: 41.739 T€) und die Belastungen aus EEG- und KWKG-Stromerzeugung (15.398 T€; Vorjahr: 10.637 T€).

Der Personalaufwand der DONETZ beträgt 46.796 T€ (Vorjahr: 37.712 T€). Die Vergütungen richten sich nach den tarifvertraglichen Regelungen des TV-V (Tarifvertrag Versorgungsbetriebe). Zum 31.12.2023 waren 396 Personen (Vorjahr: 391 Personen) bei der Gesellschaft beschäftigt. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9.083 Tsd. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für die Altersversorgung.

Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen liegen mit rund 23.389 T€ um 867 T€ über dem Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2023 von 39.522 T€ auf 37.247 T€ gesunken. Ursächlich hierfür sind vor allem geringere Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen.

Das Finanzergebnis hat sich auf -4.339 T€ verbessert (Vorjahr: -5.684 T€). Es resultiert im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen, aus Zinsen für erhaltene Darlehen sowie aus der Verzinsung der Gewinnabführung. Die Veränderung ist hauptsächlich auf einen Rückgang der Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

DONETZ hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 35.220 T€ ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis vor Ertragsteuern und Ergebnisabführung erzielt. Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr ist das Ergebnis leicht gesunken und liegt über dem Planergebnis von 28.794 T€. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber Plan höheren Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen und dem besseren Finanzergebnis. Gegenläufig wirkt vor allem der gegenüber Plan höhere Materialaufwand. Insgesamt erweist sich das Ergebnis als solide und zeugt von einer guten Ertragslage der Gesellschaft.

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DONETZ GmbH als sehr zufriedenstellend zu beurteilen. Sämtliche Kennzahlen bewegten sich auf einem guten Niveau.

2.5.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Belegschaft

DONETZ beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 394 Mitarbeitende (Vorjahr: 391).

Als Netzbetreiber ist es für DONETZ von essenzieller Bedeutung, ihre Leistungsqualität durch qualifizierte, motivierte Mitarbeitende langfristig zu sichern und kontinuierlich auszubauen. Sie werden von DONETZ in ihrer beruflichen Qualifizierung und persönlichen Entwicklung breit unterstützt. Führungskräfte nehmen ihre Führungsaufgabe ernst und pflegen eine offene Feedback-Kultur, um damit sowohl ihre Stärken als auch die ihrer Mitarbeitenden zu fördern und an ihren Entwicklungsfeldern zu arbeiten. DONETZ wertschätzt zudem Diversität auf allen Ebenen und fördert diese aktiv.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

2023 war auch mit Blick auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz ein erfolgreiches Jahr bei DONETZ. Die meldepflichtigen Unfälle - mit einem Wert von sieben - sind deutlich zum Vorjahr gefallen. Hier ist ein Rückgang von rund 40 % zu verzeichnen. Der LTIF (Lost Time Incident Frequency misst die Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit ab dem 1.Tag pro 1 Mio. Arbeitsstunden. Wegeunfälle und Sportunfälle werden dabei nicht berücksichtigt) ist dabei mit einem Wert von 8,22 zum Vorjahr merklich gesunken (2022: 11,48). Die Anzahl der gemeldeten Verbandbucheinträge mit 24 Stück ist nicht nur der bisherige Rekord seit der Erhebung bei DONETZ, sondern zeigt auch, bei allen Bemühungen Unfälle nachhaltig zu vermeiden, die hohe Transparenz und gute Fehlerkultur. Auch schwerste Unfälle in den Sparten Strom, Gas oder Wasser gab es keine im Jahr 2023. Eine absolut positive Entwicklung.

Damit diese positive Entwicklung so bleibt und diese nicht von "Zufällen" abhängt, hat man sich für die Implementierung eines zentralen Sicherheitsgremiums entschieden zur intensiveren Steuerung des Arbeitsschutzes. Neben der Geschäftsführung ist u.a. auch der größte operative Betriebsbereich der Netze und Anlagen (SB) vertreten. Es werden HSE-Kennzahlen beurteilt und analysiert, Maßnahmen abgeleitet und Arbeitspakte für ein sicheres und nachhaltiges Arbeiten in Auftrag gegeben.

Neben den intern durchgeführten Begehungen an den Betriebsstandorten Lindenhorst und Zinkhütte (elf Begehungen in den einzelnen Abteilungen) wurde im Jahr 2023 auch durch externe Unterstützung der Arbeitsalltag in Netzen und Anlagen, das Zusammenspiel vieler Beteiligter Mitarbeitenden und Partner auf Baustellen sowie die Werkstätten, Läger und Sozialräume im Fokus der Begehung beobachtetet und analysiert. Positive Verhalten und sichere Arbeitsverfahren wurden hier mindestens genauso hervorgehoben wie Anpassungsbedarfe zum sicheren Arbeiten.

Abgerundet wurde das Jahr durch ein Fahrsicherheitstraining für alle Sicherheitsbeauftragten mit Dienstfahrzeugen der DONETZ, was ein sehr positives Echo nach sich zog. Gerade vor dem Hintergrund des städtischen Netzbetreibers und des zunehmenden Verkehrsaufkommens war diese Schulung ein nicht nur "spaßiger", sondern auch sensibilisierender Tag für alle Beteiligen.

2.5.5 Erläuterungen gem. § 6b Abs. 7 S. 4 EnWG

Die Tätigkeiten der Gesellschaft umfassen:

Elektrizitätsverteilung

Gasverteilung

Moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme

Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Erdgassektors

Die Konten werden grundsätzlich den entsprechenden Tätigkeiten direkt zugeordnet. Soweit dies nicht möglich ist, erfolgt eine Zuordnung durch sachgerechte und nachvollziehbare Schlüsselung der Konten.

2.5.6 Bericht über Einhaltung und Erreichung der öffentlichen Zwecksetzung

Hinsichtlich der Berichterstattung zur Erfüllung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß § 108 Abs. 3 GO NRW i. V. m. § 10 Abs. 2 Satz 2 der Satzung der Gesellschaft ist festzustellen, dass DONETZ im Berichtsjahr ihren satzungsmäßigen Aufgaben in Form des Betreibens von Netzen zur Daseinsvorsorge, Energieversorgung und Informationstechnik in Dortmund und Umgebung nachgekommen ist.

Die Geschäfte der Gesellschaft wurden im Sinne des gültigen Gesellschaftsvertrages geführt. Dieser wurde letztmalig im August 2015 im Zuge der Bildung der großen Netzgesellschaft angepasst.

Die Einhaltung und Erreichung der öffentlichen Zwecksetzung im Geschäftsjahr 2023 war jederzeit gegeben.

Durch die wirtschaftliche und strategische Ausrichtung des Unternehmens ist die Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit langfristig gewährleistet und die wirtschaftliche und ökologische Energieversorgung sichergestellt, in den Grenzen und auf dem Niveau, welche durch die Erlösregulierung gesetzt werden.

3 Risiko- und Chancenbericht

3.1 Risikobericht

3.1.1 Risikomanagementsystem

DONETZ ist unmittelbar und vollumfänglich in das Risiken-Chancen-Managementsystem von DEW21 eingebunden. Ziele sind die Vermeidung und Steuerung von Risiken, die zu wirtschaftlichen Ergebnis- und Liquiditätsbelastungen führen oder gar den Unternehmensbestand gefährden können, sowie die Reduzierung unvermeidlicher Risiken und die Optimierung des gesamten Chancen-Risiko-Portfolios. Ein wesentliches Element des betrieblichen Risikomanagements ist dabei die Risikomatrix (Risk Map). Die Risikoidentifikation, die Festlegung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Bewertung der finanziellen Konsequenzen führen die Risikoverantwortlichen anhand einer Risikomatrix dezentral in den Fachbereichen durch. Dabei werden die Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit einer Wahrscheinlichkeitsklasse und hinsichtlich des Risikopotenzials einer Schadensklasse zugeordnet. Ab einem Erwartungswert von 50,0 Mio. € liegt die höchste Schadensklasse vor, welche als existenzbedrohend gilt.

Die Berichterstattung über die im Rahmen der Risikomatrix identifizierten Risiken erfolgt regelmäßig. Bei wesentlichen Veränderungen werden die Entscheidungsträger außerhalb der Regelberichterstattung unverzüglich informiert.

Seit 2016 ist DONETZ über DEW21 in ein Compliance Management-System (CMS) eingebunden. Das CMS dient zur Sicherstellung der Einhaltung der externen und internen Regelwerke im Sinne des nachhaltigen Unternehmenserfolges und damit zur Vermeidung von wirtschaftlichen Risiken, Reputations- und Haftungsrisiken.

Die Analyse der gegenwärtigen Risikoszenarien lässt die Aussage zu, dass im Berichtszeitraum keine Risiken bestanden haben und aus heutiger Sicht auch nicht erkennbar sind, die isoliert betrachtet bzw. in ihrem Zusammenwirken oder durch Kumulation im Zeitablauf den Fortbestand der DONETZ gefährden.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Alleingesellschafterin DEW21 ist der Fortbestand der Gesellschaft gesichert. Gleichwohl sind aus den zunehmenden Regulierungsmaßnahmen der BNetzA weitere, das Ergebnis belastende, Effekte zu erwarten.

3.1.2 Risiken

Die Risiken der Dortmunder Netz GmbH sind in bedeutendem Maße durch äußere Einflüsse bestimmt. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von DONETZ beeinflussen könnten, nach Kategorien aufgeführt.

Leistungs- und Betriebsrisiken

Die Leistungs- bzw. Betriebsrisiken betreffen im Wesentlichen den Betrieb der komplexen und hoch spezialisierten Anlagen und der Netze. Längere Betriebsstörungen können die Ertragslage beeinträchtigen. DONETZ begegnet diesen Ausfallrisiken mit umfangreichen Instandhaltungs- und Erneuerungsprogrammen. Zusätzlich werden die finanziellen Konsequenzen der Betriebsrisiken durch Versicherungen begrenzt. Störungsanzahl und Ausfallzeiten der Versorgung zeigen kein gestiegenes Risiko in 2023.

Darüber hinaus steigt der Leistungsbedarf der Stromkunden durch den Ausbau von Wärmepumpen und Elektromobilität erheblich. Wie unter 1.2 erläutert, hat DONETZ diesen Ausbaubedarf ermittelt und einen Pfad zur Umsetzung bis 2045 aufgezeigt. Um dauerhaft die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sind zukünftig trotz deutlich gestiegener Darlehenszinsen die hohen Investitionen ins Stromnetz sicher zu stellen.

Personal

Der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel zeigen sich immer deutlicher. Dem wird durch systematische Nachwuchskräfteförderung sowie Aus- und Weiterbildung begegnet. Auch ist die Art und Weise, externe Ausschreibungen zu platzieren, geändert worden.

Die für ein wettbewerbsfähiges Unternehmen notwendige Qualifikation der Mitarbeitenden wird in allen Fachbereichen und auf allen Ebenen sichergestellt.

Zahlungsausfälle

Die Entwicklung an den Energiemärkten ist weiterhin starken Schwankungen ausgesetzt. Daher ist das Insolvenzrisiko bei Energielieferanten weiterhin hoch. Schließungen von Unternehmen durch Insolvenz oder die Aufgabe von Geschäftszweigen bei noch offenen Posten im Vertragsverhältnis bergen finanzwirtschaftliche Risiken. Abgesichert ist dieses Risiko durch eine seit 2016 bestehende Forderungsausfall- und Insolvenzanfechtungsversicherung für Netzentgelte, die einen Großteil der Forderungen übernimmt. Allerdings werden durch deren internes Rating einige Lieferanten erst gar nicht versichert, bei anderen wird die Versicherungssumme gekürzt oder diese ganz aufgekündigt. Als Netzbetreiber ist es DONETZ nicht möglich, Lieferanten den Zugang zum Netz zu verwehren, solange diese nicht in unserem Vertragsverhältnis auffällig werden. Durch ein gutes Forderungsmanagement mit schnell greifendem Mahnverfahren kann DONETZ das finanzielle Risiko hier geringhalten.

Auch die Nichtzahlung von Netzanschlusskosten durch private Bauherren oder die Insolvenz beauftragter Firmen ist ein mögliches finanzwirtschaftliches Risiko. Entsprechend unserer Vertragsbedingungen wird durch vorherige Anfragen bei Schufa bzw. Bürgel die Möglichkeit der Vorkasse vor Baubeginn bei entsprechender Risikoklassifizierung genutzt, um die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos zu verringern.

Compliance-Management

Die DONETZ sieht sich einer Vielzahl von nationalen und europäischen Regelwerken gegenüber, die im Sinne des nachhaltigen Unternehmenserfolges einzuhalten sind. Um insbesondere Reputations- und Haftungsrisiken zu minimieren, ist seit längerer Zeit ein Compliance-Management-System installiert.

Informationssicherheitsmanagement

Gezielte Angriffe auf IT-Infrastrukturen sind im Alltag allgegenwärtig. Die kritischen Infrastrukturen in Deutschland sind daher gesetzlich verpflichtet ein Mindestmaß an IT-Sicherheit in Ihren Geschäftsprozessen sicherzustellen. Zur Risikominimierung unterhalten DEW21 GmbH/DONETZ technische, organisatorische und prozessuale Sicherheitseinrichtungen gemäß dem Stand der Technik. Durch die Sensibilisierungs-Kampagne "The Human Firewall" wird die Belegschaft kontinuierlich im richtigen Umgang mit Informations- und IT-Sicherheit geschult. Alle Mitarbeitenden und Führungskräfte wurden mittels E-Learnings, einem digitalen E-Mail-Sicherheitstraining und Dialogveranstaltungen persönlich adressiert. Die IT-Sicherheitslage wird fortwährend und aufmerksam überprüft.

Mit dem am 25. Juli 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme ist DONETZ als Betreiber kritischer Infrastruktur dazu verpflichtet, eine Cyber-Sicherheitsstrategie umzusetzen. Daher betreiben DEW21 GmbH/DONETZ ein Informationssicherheitsmanagementsystem (im Folgenden "ISMS"), das gemäß ISO/IEC 27001, ISO/IEC 27019 und TR 03109-6 zertifiziert ist. Das ISMS hält darüber hinaus den behördlichen Kontakt zur BNetzA und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Die Rezertifizierung des ISMS wurde im November 2023 erfolgreich durch die TÜV Nord CERT GmbH durchgeführt.

Das System zur Angriffserkennung, das für die DONETZ gesetzlich verpflichtend ist, wurde im April 2023 erfolgreich im BSI § 8a Nachweisverfahren abgenommen und ist seitdem in aktiver Nutzung.

Auch die Wasserwirtschaft ist als kritische Infrastruktur in die Zertifizierung einbezogen. Der erneute Nachweis gemäß § 8a Abs. 2 BSI-Gesetz zur Erfüllung der Sicherheitsvorgaben nach Branchenstandard B3S WA wurde im Jahr 2020 erfolgreich erbracht. Das Nachweisverfahren wurde im November 2022 im 2. Überwachungsaudit durch die TÜV Nord CERT GmbH durchgeführt. Die Unterlagen wurden dem BSI vorgelegt und akzeptiert. Ein erneuter Nachweis muss im Februar 2025 erfolgen.

In Deutschland tritt die nationale Umsetzung mit dem NIS2UmsuCG und dem KRITIS-Dachgesetz zum Oktober 2024 in Kraft. Hieraus werden zusätzliche Kosten, Aufwände und damit verbundene zusätzliche Personalbedarfe zur Aufrechterhaltung der gesetzlichen Anforderungen entstehen.

Datenschutzmanagement

Ein nach wie vor bestehendes Risiko bringen die Gesetzgebungen (u.a EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)) mit sich. Jene Vorgaben erfordern weiterhin einen erhöhten rechtlichen, betrieblichen und technisch-organisatorischen Aufwand an die Organisationseinheiten und an das Datenschutzmanagementsystem der DONETZ. Auch 2023 war die Datenschutzwelt in Deutschland und Europa dadurch geprägt, dass sowohl große als auch mittelständische und kleine Unternehmen aufgrund von Datenschutzverstößen mit teils empfindlichen Bußgeldern und neuerdings auch mit Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen konfrontiert wurden.

Um wesentliche Risiken wie bspw. Datenschutzverstöße, Bußgeldzahlungen und Schadensersatzforderungen zu minimieren, wurden auch im Jahr 2023 mithilfe des Datenschutzmanagementsystems Maßnahmen umgesetzt. Hierzu gehörten u.a. die kontinuierliche Berichterstattung gegenüber der Datenschutzorganisation (Koordinierende, Führungskräfte und Geschäftsführung), Dienstleister- und Auftragsverarbeiteraudits sowie ausführliche Prozessdokumentationen. Durch diese Maßnahmen sowie durch die fortwährende Sensibilisierung der Führungskräfte und Mitarbeitenden mithilfe von dokumentierten Schulungen und der Bereitstellung von Datenschutzinhalten im Intranet der DEW21/DONETZ wird die Eintrittswahrscheinlichkeit der aufgezeigten Risiken weiterhin als gering bewertet.

Umweltmanagement

Umweltrisiken betreffen regelmäßig und im Wesentlichen mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt, die von den betrieblichen Aktivitäten der DONETZ ausgehen, da Verursacher von Umweltschäden gemäß Umweltrecht für diese haften müssen.

Weiterhin entstehen Risiken aufgrund von rechtlichen Verpflichtungen, die den Betrieb von umweltrelevanten Anlagen und Prozessen regeln, beispielsweise einzuhaltende Grenzwerte bezüglich der Schadstoffbelastung von Emissionen, oder die Zulässigkeit des Einsatzes von alternativen Baustoffen im Tiefbau.

Das bei DEW21/DONETZ etablierte und seit 2022 nach ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsystem begegnet den Risiken, die sich unter anderem aus sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben, durch prozessbasierte Überwachungs- und fortlaufende Verbesserungsmechanismen und leistet dadurch einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Reduzierung.

Gesamtbild der Risikolage

Aufgrund betrachteter Eintrittswahrscheinlichkeiten und deren finanzieller Auswirkungen sind geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung und -steuerung getroffen und in den Wirtschaftsplanungen berücksichtigt worden. Insgesamt sind keine den Fortbestand des Unternehmens und des Teilkonzerns gefährdenden Risiken zu erkennen.

3.2 Chancenbericht

DONETZ verfügt über Personalressourcen, die ein breites Eigenleistungsspektrum für alle Versorgungsnetze abdecken. Da, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, werden Eigenleistungen durch Fremdleistungen ergänzt. DONETZ verfügt in allen Bereichen über das notwendige Fachwissen, um die Dienstleistersteuerung und Qualitätskontrolle jederzeit zu gewährleisten. Strategische Ziele sind neben dem Thema Nachhaltigkeit auch die Digitalisierung und Kundenzentrierung. Dieser Weg wird konsequent fortgeführt. So werden sowohl die Kundenprozesse als auch die internen Abläufe IT-gestützt standardisiert und beschleunigt. Die Softwarelösung Lovion kommt hierbei in vielen Prozessen zum Einsatz.

Die Energiewende erfordert zwar einen erheblichen Umbau und Ausbau der Strom- und Gasnetze, gleichzeitig geht aber auch eine Modernisierung der Netze damit einher. Der deutlich beschleunigte Austausch von Stationen führt zu mehr Steuer- und Messtechnik und ermöglicht so vermehrt eine schnelle Wiederversorgung durch Schalthandlungen.

Die Wärmewende ist ohne molekulare Energieträger wie Wasserstoff nicht umzusetzen. Dies wird sich auch in den Energienutzungsplänen zeigen. Hier ergibt sich die Chance, Teil des bestehenden Gasnetzes auch zukünftig für Wasserstoff zu verwenden und so eine langfristige Nutzung der vorhandenen Anlagen in Teilen zu gewährleisten.

3.3 Prognosebericht

3.3.1 Ausblick

Für die 5. Regulierungsperiode im Gas- und Stromnetz (Basisjahre 2025 und 2026) hat die Bundesnetzagentur im Januar 2024 das Eckpunktepapier "Netze. Effizient. Sicher. Transformiert." veröffentlicht, das weitreichende Veränderungen des Regulierungsrahmens in Aussicht stellt. Zur Diskussion stehen unter anderem eine Verkürzung der Regulierungsperioden, eine brancheneinheitliche Verzinsung nach dem WACC-Ansatz sowie verschiedene Pauschalierungen, um der Forderung nach einer Vereinfachung der Systematik Rechnung zu tragen.

Das Wahlrecht zur Verkürzung der kalkulatorischen Nutzungsdauern von Erdgasleitungsinfrastrukturen ("KANU"; BK 09 - 22/614 vom 08.11.2022) wurde betreffend die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 im Februar 2024 dahingehend ausgeübt, dass die verkürzten Nutzungsdauern für die regulatorischen Ermittlungen Anwendung finden sollen. Die finale Feststellung erfolgt erst auf Basis der in 2024 erfolgenden Meldung zur Führung des Regulierungskontos nach § 5 ARegV. Die tatsächliche wirtschaftliche Nutzungsdauer ist unabhängig von dieser kalkulatorischen Nutzungsdauer, die netzwirtschaftlichen Zielen dient. Die handelsrechtlichen Nutzungsdauern orientieren sich an der tatsächlichen voraussichtlichen Nutzungsdauer und wurden entsprechend nicht angepasst. Ein Beschluss zum Ende der Anreizregulierung für Gasnetze oder zum Betriebsverbot liegt aktuell nicht vor.

Weiterhin soll die Möglichkeit der degressiven Abschreibung im Gasnetz sowie die Anerkennung der Bildung von Rückbau-Rückstellungen ermöglicht werden. Die BNetzA BK9 hat für 2024 außerdem eine Konsultation von Eckpunkten zur Anpassung der Abschreibungen ("KANU 2.0") angekündigt, die in Fortschreibung von KANU über die Neuanlagen hinaus auch die kalkulatorische Anpassung der Abschreibung von Bestandsanlagen inkludiert.

Auch in 2024 wird das regulierte Netzgeschäft auf Basis des bestehenden Regulierungsrahmens und der anstehenden Veränderungen weiter wirtschaftlich und organisatorisch optimiert. Dabei wird ein Konzept zur langfristigen Sicherung der Ergebnisbeiträge aus dem regulierten Netzgeschäft für die nachfolgende Regulierungsperiode auf Basis der Mittelfristplanung erarbeitet und der Umsetzungsplan vorbereitet. Zudem werden die Kosten- und Erlösstrukturen innerhalb der Regulierungsperioden auf die neuen Anforderungen der Bundesnetzagentur angepasst.

Eine zu berücksichtigende bedeutende Änderung ist die 2024 in Kraft getretene Novellierung des MsbG. Die Messstellenbetriebsentgelte müssen bisher für intelligente Messsysteme (iMSys) und moderne Messeinrichtungen (mMe) vom Anschlussnutzer getragen werden (direkt oder über seinen Stromlieferanten). Diese Kosten werden nun so aufgeteilt, dass ein großer Teil der Kosten vom Messstellenbetreiber (grundzuständig oder wettbewerblich) dem Verteilernetzbetreiber in Rechnung gestellt wird. Der Anschlussnutzer wird dadurch deutlich entlastet. Der Verteilernetzbetreiber kann die von ihm zu tragenden Kosten dann im Rahmen der Erlösobergrenzen in der Anreizregulierung ansetzen.

Die Gesetzgebung zur Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen (§14a) stellt das Unternehmen außerdem vor umfassende Herausforderungen. Neben der Einführung einer Niederspannungsnetzführung müssen Prozesse mit den verschiedensten Akteuren und Themen von Messtechnik über Netzbetrieb bis hin zu Regulierung und Marktkommunikation auf den Prüfstand gestellt und überarbeitet werden. Die perspektivisch anfallenden Daten können wiederum im Bereich Asset Management und Netzplanung genutzt werden und den intelligenten und bedarfsgerechten Netzausbau unterstützen.

Ein Schwerpunkt für zukünftige Investitionen wird in den Strom- und Gasnetzen in diesem Sinne weiterhin die Digitalisierung und Automatisierung sowie eine kontinuierliche Erneuerung des Netzanlagenbestandes sein. Nach der erfolgreichen Finalisierung der Zielnetzplanung Strom steht ab 2024 insbesondere die Umsetzung der daraus hervorgehenden Maßnahmen, mit einer deutlichen Steigerung des Investitionsvolumens im Bereich Netze und Anlagen zur Vorbereitung auf die zukünftigen Bedarfe an. Die Zielnetzplanung für die Sparte Wasser wird 2024 erstellt.

Auch in den kaufmännischen Prozessen ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern dient der operativen Exzellenz in den Prozessen. Gemeinsam mit DEW21 wird so z.B. ein Digitalisierungsfahrplan für die Themen Asset Monitoring, Kennzahlen-Steuerung und Prozessoptimierung sowie die Zusammenarbeit und den Datenaustausch mit großen Partnern wie unseren Konzessionsgebern erstellt und in konkrete Projekte überführt.

Die Energiewende wird zukünftig das Netz nicht nur im Bereich Strom stark verändern. Die Klimaziele zur CO2-Neutralität können im Wärmemarkt und beim Industriebedarf nur erreicht werden, wenn das heutige Erdgasnetz klimaneutrales Gas zu den Kunden liefert. Da insbesondere Wasserstoff als zukünftiger Wärmeenergieträger zur Substitution von Erdgas gilt, wird die Maßnahmenplanung für die Vorbereitung des Gasnetzes auf Wasserstofftauglichkeit weitergeführt und verschiedene Zukunftsszenarien unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus dem Entwurf des Wasserstoff-Kernnetzes und der Entwicklungspotenziale im Bereich Fernwärme in Dortmund geprüft.

In 2024 wird DONETZ die Widerstandsfähigkeit der (kritischen) Infrastruktur weiter erhöhen, u.a. gegenüber Cyber-Angriffen und Sabotage. Das System zur Angriffserkennung wird um unter anderem unternehmensspezifische Detektions- und Reaktionsfunktionen ausgebaut und soll zum 01.05.2025 auf Reifegrad 4 auditiert werden. Das Konzept inklusive Schulungen für Black- und Brown-Out-Szenarien wird weiter optimiert und mit Übungen getestet.

3.3.2 Ergebnisprognose

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte DONETZ ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 35,2 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 21,0 Mio. € geplant.

 

Dortmund, den 27. März 2024

Die Geschäftsführung

Dr.-Ing. Bernd Ramthun

Jens Viefhues

[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf eine Aneinanderreihung von geschlechtsbezogenen Bezeichnungen verzichtet und stattdessen jeweils nur eine Form (z.B. der Arbeitnehmer, der Mitarbeiter) verwendet. Selbstverständlich gelten sämtliche Angaben geschlechtsunabhängig.

[2] Vgl. Sachverständigenrat, Konjunkturerholung verzögert sich, veröffentlicht im Jahresgutachten 2023/23.

[3] Vgl. Frühjahrsprognose IfW Kiel: Erholung verzögert sich, https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/aktuelles/erholung-verzoegert-sich/

[4] Vgl. Energieverbrauch ist 2023 kräftig gesunken » AG Energiebilanzen e. V. (ag-energiebilanzen.de); https://ag-energiebilanzen.de/energieverbrauch-ist-2023-kraeftig-gesunken/

[5] Vgl. https://ag-energiebilanzen.de/wp-content/uploads/2023/10/STRERZ_Abgabe-12-2023.pdf

[6] Vgl. BNetzA BK 4 (2023): "Festlegung von Regelungen für die Bestimmung des kalk. EK-Zinses für Neuanlagen im KKAuf (BK4-23-002)", https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/BK4-GZ/2023/BK4-23-0002/BK4-23-0002_PlanFestlegung_EKZins_download_BF.pdf?__blob=publication-File&v=5.

[7] https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/20231127_14a.html

[8] https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/20231201_EckpunkteNetzkosten.html

[9] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/01/20230111-kabinett-beschliesst-neustart-fur-die-digitalisierung-der-energiewende.html

[10] Gaspaket: Rat und Parlament erzielen Einigung zum Wasserstoff- und Gasmarkt der Zukunft - Consilium (europa.eu).

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023

31.12.2022

Anhang

A. Anlagevermögen

(3)

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

5.115.192,00

2.641.229,00

2. geleistete Anzahlungen

0,00

861.255,58

5.115.192,00

3.502.484,58

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

22.111.107,59

21.422.760,14

2. technische Anlagen und Maschinen

378.242.803,00

366.826.656,00

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

11.902.170,00

11.881.748,00

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

44.605.109,99

34.927.365,90

456.861.190,58

435.058.530,04

III. Finanzanlagen

1. sonstige Ausleihungen

500.600,00

475.400,00

462.476.982,58

439.036.414,62

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

6.881.904,50

5.758.790,70

2. CO2 Emissionszertifikate

15.735,72

15.735,72

6.897.640,22

5.774.526,42

II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände

(4)

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

27.596.826,20

19.823.692,03

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

245.546,40

238.996,85

3. sonstige Vermögensgegenstände

269.593,35

2.817.864,85

28.111.965,95

22.880.553,73

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

(5)

1.035.977,41

1.105.810,98

36.045.583,58

29.760.891,13

C. Rechnungsabgrenzungsposten

8.197,89

10.785,62

498.530.764,05

468.808.091,37

Passiva

31.12.2023

31.12.2022

Anhang

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

(6)

20.000.000,00

20.000.000,00

II. Kapitalrücklage

86.603.987,37

86.603.987,37

106.603.987,37

106.603.987,37

B. Zuschüsse

1. Ertragszuschüsse

96.132.601,00

89.608.743,00

2. noch nicht verrechnete Investitionszuschüsse

1.908.162,63

1.847.397,09

98.040.763,63

91.456.140,09

C. Rückstellungen

(7)

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

135.381.900,00

132.932.400,00

2. sonstige Rückstellungen

53.147.082,57

51.524.253,14

188.528.982,57

184.456.653,14

D. Verbindlichkeiten

(8)

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

16.826.840,00

19.659.912,00

2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

0,00

4.416.407,12

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

11.633.305,72

8.707.318,72

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

73.544.219,09

51.231.093,66

5. sonstige Verbindlichkeiten

3.352.665,67

2.276.579,27

105.357.030,48

86.291.310,77

498.530.764,05

468.808.091,37

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31.Dezember 2023

2023

2022

Anhang

1. Umsatzerlöse

(9)

356.652.321,44

317.118.760,91

2. andere aktivierte Eigenleistungen

10.982.296,40

12.055.910,21

3. sonstige betriebliche Erträge

(10)

9.920.099,38

10.543.833,54

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren

-92.956.041,73

-64.750.485,14

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

-137.364.460,53

-132.529.639,17

-230.320.502,26

-197.280.124,31

5. Personalaufwand

(11)

a) Löhne und Gehälter

-31.755.220,83

-28.863.298,14

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

-15.040.289,17

-8.848.832,17

-46.795.510,00

-37.712.130,31

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

-23.389.257,09

-22.522.561,50

7. sonstige betriebliche Aufwendungen

-37.246.691,74

-39.521.573,23

8. Finanzergebnis

(12)

-4.338.526,61

-5.683.693,55

9. Ergebnis nach Steuern

35.464.229,52

36.998.421,76

10. sonstige Steuern

(13)

-244.345,54

-407.871,30

11. Aufwendungen aus Gewinnabführung

-35.219.883,98

-36.590.550,46

12. Jahresüberschuss

0,00

0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die Dortmunder Netz GmbH hat ihren Sitz in Dortmund und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dortmund (HRB 13907).

Der Jahresabschluss wird nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches und nach den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt und gegliedert.

Laut Gesetz- und Gesellschaftsvertrag ist die Geschäftsführung verpflichtet, den Jahresabschluss sowie den Lagebericht nach Maßgabe der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen und prüfen zu lassen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

(1) Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Die Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH ist der größte Konsolidierungskreis, die DEW21 Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH ist der kleinste Konsolidierungskreis. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht und ist am Sitz der Dortmunder Stadtwerke AG in Dortmund erhältlich.

(2) Mindestbesteuerungsgesetz

Die Dortmunder Netz GmbH zählt zu den Einheiten des Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH Konzerns im Sinne des § 4 (1) MinStG und fällt somit unter den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Von der künftigen Anwendung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung werden keine zusätzlichen Steuerbelastungen erwartet.

(3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gemäß § 254 HGB liegt eine Bewertungseinheit in Form eines Micro-Hedges zwischen einem Bankdarlehen und einem Swap-Vertrag vor. Das variable Zinsrisiko wird mit einem Festzinsswap fristenkongruent abgesichert. Der Darlehensvertrag und der parallel abgeschlossene Swap-Vertrag sind zum 31.12.2023 ausgelaufen, so dass der Marktwert des Swaps 0,00 € beträgt.

Bei der Bewertungseinheit wird die "Einfrierungsmethode" buchhalterisch angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierung und Bewertung folgen nachstehenden Grundsätzen.

Einzelne Posten sind zu einem Finanzergebnis zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen und weiter untergliedert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert angewendet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen bei zeitlich begrenzten Nutzungsdauern.

Eigene Leistungen sind in angemessenem Umfang in den Wertansatz einbezogen. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst worden ist. Erhaltene Investitionszuschüsse werden aktivisch von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert.

Bis zum Geschäftsjahr 2002 minderten Kapitalzuschüsse unmittelbar die Anschaffungs- und Herstellungskosten; im Zusammenhang mit der Neuregelung zur Behandlung von Baukostenzuschüssen erfolgt seit 2003 ein einheitlicher passivischer Ausweis.

Die Zugänge des Geschäftsjahres werden über die voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Bei degressiver Abschreibung im Bestand wird auf die lineare Methode übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt.

Die Zugänge des Geschäftsjahres werden linear, unabhängig von der steuerlichen Behandlung, unter Berücksichtigung anerkannter Nutzungsdauern abgeschrieben. Da Alt-Bestände teilweise noch der degressiven Abschreibung unterliegen, sind die Abschreibungen in der Handelsbilanz höher als in der Steuerbilanz.

Die Poolbildung nach § 6 Abs. 2a EStG für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter wird nicht mehr vorgenommen. Seit dem 01.01.2019 kommt die Wertgrenze 250-800 € zum Tragen. Die bis zum 31.12.2018 gebildeten Poolbildungen werden fortgeführt.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 250 € netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Die sonstigen Ausleihungen beinhalten an Werksangehörige vergebene unverzinsliche und verzinsliche Wohnungsbaudarlehen, die mit ihren Barwerten angesetzt werden.

Umlaufvermögen

Bei den Vorräten sind die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu durchschnittlichen Anschaffungskosten und die CO2-Emissionszertifikate zu Anschaffungskosten, jeweils unter Beachtung des Niederstwertprinzips, bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Weiterhin werden die Abschlagszahlungen der Kunden mit den abgegrenzten und noch nicht abgerechneten Netznutzungsentgelten saldiert ausgewiesen. Für Kunden mit einer jährlichen Verbrauchsermittlung (rollierende Jahresverbrauchsablesung) werden die noch nicht abgerechneten Netznutzungsentgelte auf kundenindividueller Basis, zählpunktgenau, auf Grundlage der bilanzierten Werte aus dem Energiedatenmanagement, der aktuellen Tarife und eines angenommenen Verbrauchsverhaltens anhand eines Schätzverfahrens hochgerechnet. Die Guthaben bei Kreditinstituten und die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Zuschüsse

Die bis zum Geschäftsjahr 2002 erhaltenen und passivierten Ertragszuschüsse werden im Wesentlichen mit 5,0 % p. a. ihres Ursprungsbetrages aufgelöst. Die Auflösung der ab 2003 vereinnahmten Kapitalzuschüsse für Hausanschlüsse (Baukostenzuschüsse) erfolgt analog der Abschreibungen im Anlagevermögen zu Gunsten der Umsatzerlöse.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren. Künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Rentenanpassungen werden berücksichtigt. Zur Ermittlung der Verpflichtungen werden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Für die Bewertung der Aufstockungszahlungen von Altersteilzeitverpflichtungen wurde der volle Barwert der Verpflichtung angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Latente Steuern

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die DSW21 als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen.

(4) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der dem Anhang beigefügt ist.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 27.596,8 T€  (Vorjahr: 19.823,7 T€) setzen sich im Wesentlichen aus Strom- und Erdgaslieferungen, Mehr- und Mindermengenabrechnungen, geleisteten Abschlägen für Einspeisevergütungen, sowie Weiterberechnungen von Baukostenzuschüssen für Hausanschlüsse und Arbeiten und Lieferungen im Nebengeschäftsbereich zusammen. Bei der Bewertung der Forderungen wurden Wertberichtigungen von 316,9 T€ (Vorjahr: 684,9 T€) berücksichtigt.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden im Wesentlichen Dienstleistungen für die DSW21 AG in Höhe von 233,7 T€ (Vorjahr: 223,8 T€) ausgewiesen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 18,3 T€ (Vorjahr: 22,7 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(6) Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen aus Beständen auf laufenden Bankkonten.

(7) Gezeichnetes Kapital

Stammkapital

31.12.2023

31.12.2022

%

T€

%

T€

Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH

100

20.000

100

20.000

(8) Rückstellungen

Der versicherungsmathematischen Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen folgende Parameter zugrunde:

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.916,6 T€. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt aufgrund des mit DEW21 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Der Versorgungsanteil des Saldos aus der Zuführung und der Inanspruchnahme 2023 (7.536,3 T€) ist im Personalaufwand, der Zinsanteil der Rückstellungen (1.268,8 T€) im Finanzergebnis und Auflösungen (7.200,0 T€) in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Darüber hinaus ist ein Übertrag an DEW21 (765,3 T€) und an die DSW21 (79,1 T€) zu verzeichnen.

31.12.2023

31.12.2022

in %

in %

Rechnungszins

1,82

1,78

Gehaltstrend

2,00

2,00

Rententrend

2,00

2,00

Die Rückstellung für Jubiläen und für Altersteilzeitverpflichtungen ist auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Abzinsung erfolgte pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,74 % (Vorjahr 1,44 %).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen, neben den Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft (9.392,1 T€), Mehrerlöse Vorjahre (12.610,0 T€), Archivierungskosten (1.878,1 T€), Altlasten (1.900,0 T€) und ausstehende Eingangsrechnungen (1.476,0 T€). Aufgrund von Umlageverpflichtungen aus nicht abgeschlossenen Versicherungsfällen beim Kommunalen Schadensausgleich westdeutscher Städte (KSA) wurden 9.800,0 T€ zurückgestellt. Bezüglich noch nicht abgerechneter Strom- und Gasbezüge wurden 13.998,8 T€ zurückgestellt.

(9) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen mit folgenden Restlaufzeiten:

Restlaufzeit

bis zu

von mehr

davon mehr

in T€

Gesamt

einem Jahr

als einem Jahr

als fünf Jahre

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

16.826,8

1.068,4

15.758,4

11.484,8

(Vorjahr)

19.659,9

2.833,1

16.826,8

12.553,2

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

0,0

0,0

-

-

(Vorjahr)

4.416,4

4.416,4

-

-

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

11.633,3

11.633,3

-

-

(Vorjahr)

8.707,3

8.707,3

-

-

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

73.544,2

33.544,2

40.000,0

31.764,6

(Vorjahr)

51.231,1

11.231,1

40.000,0

34.117,6

Sonstige Verbindlichkeiten

3.352,7

0,0

-

-

(Vorjahr)

2.276,6

2.276,6

-

-

- davon aus Steuern

365,6

365,6

-

-

(Vorjahr)

1.361,3

1.361,3

-

-

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

0,0

0,0

-

-

(Vorjahr)

0,0

0,0

-

-

Summe

105.357,0

46.245,9

55.758,4

43.249,5

(Vorjahr)

86.291,3

29.464,5

56.826,8

46.670,8

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden im Wesentlichen Verpflichtungssalden gegenüber der E.ON Portfolio Solutions GmbH sowie der Amprion GmbH ausgewiesen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit 74.307,9 T€ hauptsächlich die mit den Forderungen aufgerechneten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin DEW21 ausgewiesen. Diese setzen sich aus einer langfristigen Finanzierung über 40 Mio. €, abgegrenzten und abgerechneten Netznutzungsentgelten, verschiedenen Lieferungen und Leistungen sowie der Ergebnisabführung zusammen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3.352,7 T€ (Vorjahr: 2.276,6 T€) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konzessionsabgaben in Höhe von 2.595,2 T€, aus Steuern in Höhe von 365,6 T€ (Vorjahr: 1.361,3 T€) sowie aus dem kommunalen Schadensausgleich 382,7 T€ (Vorjahr: 691,4 T€).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

2023

2022

%

%

Umsatzerlöse Strom

223.235.321

62,6%

194.784.549

61,4%

Umsatzerlöse Erdgas

60.359.456

16,9%

55.078.133

17,4%

Umsatzerlöse Wasser

46.706.374

13,1%

46.652.117

14,7%

Sonstige Umsatzerlöse

26.351.171

7,4%

20.603.962

6,5%

356.652.321

100,0%

317.118.761

100,0%

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 8.118,6 T€ (Vorjahr: 8.837,9 T€) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen.

(12) Personalaufwand

Von den Personalaufwendungen in Höhe von 46.795,5 T€ entfallen 9.234,0 T€ (Vorjahr: 3.139,6 T€) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge und 5.755,3 T€ (Vorjahr: 5.666,7 T€) auf Beiträge zur Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft.

(13) Finanzergebnis

2023

2022

T€

T€

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

68

23

- davon aus verbundenen Unternehmen

41

23

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-4.407

-5.707

- davon aus Aufzinsung für langfristige Rückstellungen

-1.325

-4.825

- davon an verbundene Unternehmen

-2.897

-632

-4.339

-5.684

 (14) Steuern

2023

2022

T€

T€

Sonstige Steuern

244

408

244

408

Der bisher als fiktive Steuerumlage gebuchte Ergebnisanteil wird seit dem Geschäftsjahr 2022 als Ergebnisabführung erfasst.

(15) Belegschaft

2023

2022

Anzahl Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

394

391

davon Geschäftsführer

2

2

(16) Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Im Rahmen von Betriebsführungs- und Dienstleistungsverträgen wurden von der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH technische und kaufmännische Dienstleistungen in Höhe von 43.948,6 T€ (Vorjahr: 43.389,9 T€) erbracht.

Gegenüber DEW21 werden Dienstleistungen in Höhe von 7.417,8 T€ (Vorjahr: 6.205,8 T€) geleistet.

Im Rahmen der Konzerninnenfinanzierung hat die Dortmunder Netz GmbH an DEW21 Zinsaufwendungen in Höhe von 2.897,1 T€ (Vorjahr: 631,3 T€) abgeführt.

 (17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Restlaufzeit

Gesamt

bis 1 Jahr

über 1 Jahr

über 5 Jahre

T€

T€

T€

T€

Dienstleistungsverträge

Westenergie AG

164,3

164,3

0,0

-

Westenergie Netzservice GmbH

640,0

160,0

480,0

rku.it GmbH

531,1

303,5

227,6

-

Verbundene Unternehmen

DSW21

10.515,5

2.118,8

8.396,7

-

DOKOM Gesellschaft für Telekommunikation mbH

337,7

210,4

127,3

-

12.188,6

2.957,0

9.231,6

-

Miet-, Pacht- und Wartungsverträge

766,0

Aus rechtsverbindlich erteilten Bestellungen besteht zum Bilanzstichtag ein Obligo von 18.543,5 T€.

(18) Honorare für Abschlussprüfung

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB zum Honorar für Abschlussprüfung erfolgen im Teilkonzernabschluss der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH.

(19) Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Dortmunder Netz GmbH haben, liegen nicht vor.

(20) Geschäftsführung

Dr.-Ing. Bernd Ramthun, Geschäftsführer Ressort Netzwirtschaft, Dortmund

Jens Viefhues, Geschäftsführer Service und Netzsteuerung, Werne

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 355.582,81 €, wobei 212.036,83 € auf Herrn Dr. Ramthun und 143.545,98 € auf Herrn Kattein fielen.

Für die Versorgungszusagen der aktiven Geschäftsführer wurden im Berichtsjahr 2023 für Herrn Dr. Ramthun 21.546,00 € und Herrn Viefhues 7.608,00 € zu den Pensionsrückstellungen zugeführt. Damit beträgt der Stand der Pensionsrückstellungen per 31.12.2023 für Herrn Dr. Ramthun 532.363,00 € und Herrn Viefhues 7.608,00 €. Der Stand der Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Geschäftsführer beträgt 926.288,00 €.

 

Dortmund, den 27. März 2024

Die Geschäftsführung

Dr.-Ing. Bernd Ramthun

Jens Viefhues

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand am

Stand am

01.01.2023

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

31.12.2023

T€

T€

T€

T€

T€

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

12.785

1.022

0

2.133

15.940

2. geleistete Anzahlungen

861

0

0

-861

0

13.646

1.022

0

1.272

15.940

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

83.294

260

5

1.302

84.851

2. technische Anlagen und Maschinen

1.297.637

21.828

756

9.380

1.328.089

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

40.218

1.220

404

861

41.895

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

34.927

22.509

16

-12.815

44.605

1.456.076

45.817

1.181

-1.272

1.499.440

III. Finanzanlagen

1. sonstige Ausleihungen

475

140

115

0

501

1.470.197

46.979

1.296

0

1.515.881

Kumulierte Abschreibungen

Stand am

Stand am

01.01.2023

Zugänge

Abgänge

31.12.2023

T€

T€

T€

T€

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

10.144

681

0

10.825

2. geleistete Anzahlungen

0

0

0

0

10.144

681

0

10.825

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

61.871

872

4

62.739

2. technische Anlagen und Maschinen

930.810

19.791

756

949.845

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

28.336

2.045

387

29.994

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0

0

0

0

1.021.017

22.708

1.147

1.042.578

III. Finanzanlagen

1. sonstige Ausleihungen

0

0

0

0

1.031.161

23.389

1.147

1.053.403

Buchwerte

Stand am

Stand am

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

5.115

2.641

2. geleistete Anzahlungen

0

861

5.115

3.502

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

22.111

21.423

2. technische Anlagen und Maschinen

378.243

366.827

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

11.902

11.882

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

44.605

34.927

456.861

435.059

III. Finanzanlagen

1. sonstige Ausleihungen

501

475

462.477

439.036

Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Erläuterungen

Vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen haben, um Diskriminierungen zu vermeiden, für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG jeweils getrennte Konten zu führen und für jeden Tätigkeitsbereich einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen.

Die Tätigkeitsbereiche gemäß § 6b Abs. 3 EnWG sind zum einen die Elektrizitätsübertragung, Elektrizitätsverteilung, Gasfernleitung, Gasverteilung, Gasspeicherung, der Betrieb von LNG-Anlagen oder die Entwicklung, Verwaltung oder der Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile; zum anderen gehört zu den Tätigkeiten jede wirtschaftliche Nutzung eines Eigentumsrechts an Strom- und Gasnetzen, Gasspeichern, LNG-Anlagen oder Ladepunkten für Elektromobile.

Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2023 erfüllt die Dortmunder Netz GmbH die Berichtspflicht nach § 6b Abs. 3 EnWG.

In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für

(I)        Elektrizitätsverteilung

(II)       Gasverteilung

(III)      Tätigkeiten außerhalb der Elektrizitäts- und Gasverteilung

sowie nach § 3 Abs. 4 MsbG für den Bereich des grundzuständigen Messstellenbetriebs für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme.

Bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die den Tätigkeitsabschlüssen zugrunde gelegt werden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses 2023 der Dortmunder Netz GmbH.

Für die Elektrizitätsverteilung, die Gasverteilung und die modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsysteme erstellen wir eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung. Die Entwicklung des Anlagevermögens wird für jede einzelne Tätigkeit ermittelt.

Eine Veränderung der Abschreibungsmethoden wird durch die Zuordnung nicht vorgenommen.

Grundsätze für die Zuordnung der Konten zu den einzelnen Unternehmenstätigkeiten

Auf der Grundlage von Einzelkontierungen werden die Vorgänge - soweit möglich - den Tätigkeiten direkt zugeordnet. Soweit direkte Zuordnungen nicht möglich oder nur mit unvertretbarem Aufwand verbunden sind, werden sachgerechte Schlüssel zur Verteilung auf die einzelnen Tätigkeiten verwendet. Hierzu wurden die nachfolgend angezeigten Schlüssel zur Erstellung der Tätigkeiten-GuV und Bilanz angewendet:

Strukturparameterschlüssel

Schlüssel aus Strukturparametern "Netzlänge", "Anzahl Entnahmestellen/Ausspeisepunkte", "geografische Fläche" und "Anzahl  Zähler".

Schlüssel aktivierte Eigenleistungen

Dieser Schlüssel wird im Verhältnis der direkten Zuordnung der aktivierten Eigenleistungen gebildet.

Schlüssel gemeinsamer Bereich Baukostenzuschüsse (BKZ)

Dieser Schlüssel wird im Verhältnis der direkten Zuordnung der Baukostenzuschüsse gebildet.

Schlüssel Abrechnung/Messung

Grundlage des Schlüssels ist die Anzahl der Netznutzungsabrechnungen.

Schlüssel Restbuchwerte (RBW) abzüglich BKZ

Der Schlüssel ergibt sich auf Basis der ermittelten RBW (direkte Zuordnung zzgl. Verteilung des gemeinsamen Bereiches anhand des Strukturparameterschlüssels) ab-zgl. BKZ (gem. BKZ im Verhältnis der direkten Zuordnung).

Ergebnisschlüssel

Schlüssel aus allen Ergebnissen der jeweiligen Tätigkeiten.

Schlüssel Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Dieser Schlüssel wird im Verhältnis der direkten Zuordnung gebildet.

Materialschlüssel (MGK Umlage)

Schlüsselermittlung aus Lagerentnahmen und Rückgaben, die direkt auf Sparten mitkontiert werden.

Veränderungen in der Struktur der Passiva der einzelnen Tätigkeiten werden in der Kaskade Zuschüsse, Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapital erst durch direkte Zuordnungen, dann durch Schlüsselung und schließlich komplementär zu den vorhergegangenen Verteilungen rechenlogisch berücksichtigt. In den jeweiligen Tätigkeiten-Bilanzen ergeben sich durch diese Zuordnungslogik keine Kapitalverrechnungsposten. Insofern in den einzelnen Tätigkeiten aufgrund der vorgenannten Verteilungssystematik negative Bilanzpositionen entstanden sind, wurden diese entsprechend umgegliedert, sodass keine Bilanzposten mit negativen Beträgen vorhanden sind.

Sonstige Angaben

Der Großteil der Forderungen und Verbindlichkeiten hat eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren.

Eine direkte Zuordnung der Mitarbeiter auf die Tätigkeitsbereiche ist nicht möglich. Daher erfolgt eine zeitanteilig geschlüsselte Zuordnung.

Der gewählte Schlüssel orientiert sich an den Maßstäben der BNetzA zur Beurteilung einer effizienten Leistungserbringung im Rahmen der Effizienzvergleiche und berücksichtigt die Netzstruktur (Abdeckung des Netzes im Versorgungsgebiet) und den Einsatz der Betriebsmittel im Netz (Entnahmestellen und Zähler).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden unter der Annahme der steuerrechtlichen Selbständigkeit der Tätigkeitsbereiche ermittelt und diesen zugeordnet.

Grundsätze der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung

Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Tätigkeiten werden mit den tatsächlich angefallenen Kosten bewertet und über die innerbetriebliche Leistungsverrechnung abgebildet.

Tätigkeitsbilanz zum 31. Dezember 2023

- Elektrizitätsverteilung -

Aktiva

31.12.2023

31.12.2022

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

2.932.805,42

2.012.057,19

II. Sachanlagen

183.351.191,53

166.136.058,66

III. Finanzanlagen

sonstige Ausleihungen

287.020,00

272.544,63

186.571.016,95

168.420.660,48

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

3.783.431,20

2.699.584,49

II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

15.086.559,22

10.788.844,05

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

140.784,51

137.554,25

3. sonstige Vermögensgegenstände

161.389,55

2.029.471,77

15.388.733,28

12.955.870,07

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

643.675,06

658.480,09

19.815.839,54

16.313.934,66

C. Rechnungsabgrenzungsposten

4.700,28

6.183,35

206.391.556,77

184.740.778,48

Passiva

31.12.2023

31.12.2022

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

6.136.404,41

5.447.810,08

II. Kapitalrücklage

12.152.431,58

10.994.500,57

18.288.835,99

16.442.310,65

B. Zuschüsse

43.700.429,81

38.295.039,13

C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

77.621.479,41

76.209.532,20

2. sonstige Rückstellungen

34.483.787,44

29.699.238,54

112.105.266,85

105.908.770,74

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

-

660.169,61

2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

-

2.469.315,21

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

8.289.791,67

6.764.034,23

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

22.118.642,46

13.006.015,25

5. sonstige Verbindlichkeiten

1.888.589,97

1.195.123,66

-davon aus Steuern: 209.633,10 €

-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 €

32.297.024,10

24.094.657,96

206.391.556,76

184.740.778,47

Tätigkeitengewinn- und -verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

- Elektrizitätsverteilung -

2023

2022

1. Umsatzerlöse

229.254.447,97

200.043.099,61

2. andere aktivierte Eigenleistungen

6.352.639,72

5.983.990,84

3. sonstige betriebliche Erträge

5.768.188,86

6.252.597,26

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Energiebezug

75.510.298,63

48.042.666,69

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

16.160.846,85

18.314.896,67

c) Aufwendungen für Netznutzung

45.535.993,45

42.966.032,29

d) Aufwendungen für Konzessionsabgabe

22.684.318,45

22.820.551,15

159.891.457,38

132.144.146,80

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

18.256.669,61

16.547.195,79

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

8.573.628,36

5.072.994,70

26.830.297,97

21.620.190,49

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

8.832.376,71

8.358.265,05

7. sonstige betriebliche Aufwendungen

21.898.975,96

25.325.740,25

8. Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen

-,--

-,--

9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

26.674,32

8.535,09

10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1.911.381,48

3.039.435,95

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-,--

-,--

12. Ergebnis nach Steuern

22.037.461,36

21.800.444,27

13. sonstige Steuern

154.589,55

261.081,86

14. Aufwendungen aus Gewinnabführung

21.882.871,81

21.539.362,41

15. Jahresüberschuss

-,--

-,--

Anlagenspiegel Elektrizitätsverteilung 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand am

Stand am

01.01.2023

Schlüsselanpassungen

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

31.12.2023

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

7.177.919,76

703,57

585.958,76

0,00

729.328,18

8.493.910,27

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

55.936.845,03

1.806,51

229.896,39

-4.689,80

1.135.598,51

57.299.456,64

2. technische Anlagen und Maschinen

544.393.242,89

46,11

12.594.821,34

-428.377,67

4.437.785,50

560.997.518,17

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

22.779.218,54

2.204,41

691.246,09

-231.619,38

493.878,20

23.734.927,86

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

17.814.691,48

587,63

12.862.954,99

0,00

-6.784.864,27

23.893.369,83

640.923.997,94

4.644,66

26.378.918,80

-664.686,85

-717.602,06

665.925.272,49

III. Finanzanlagen

sonstige Ausleihungen

272.544,63

26,90

80.269,28

-65.820,81

0,00

287.020,00

648.374.462,33

5.375,13

27.045.146,84

-730.507,66

11.726,12

674.706.202,77

Kumulierte Abschreibungen

Stand am

Stand am

01.01.2023

Schlüsselanpassungen

Zugänge

Abgänge

31.12.2023

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

-5.165.862,57

-505,94

-394.736,34

0,00

-5.561.104,85

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

-39.541.619,02

-1.494,74

-591.569,49

4.053,01

-40.130.630,24

2. technische Anlagen und Maschinen

-419.089.414,23

-25,22

-6.702.065,98

428.377,67

-425.363.127,76

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

-16.156.906,04

-1.559,05

-1.144.004,90

222.147,03

-17.080.322,96

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

-474.787.939,29

-3.079,01

-8.437.640,37

654.577,71

-482.574.080,96

III. Finanzanlagen

sonstige Ausleihungen

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

-479.953.801,86

-3.584,95

-8.832.376,71

654.577,71

-488.135.185,81

Buchwerte

Stand am

Stand am

31.12.2023

31.12.2022

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

2.932.805,42

2.012.057,19

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

17.168.826,39

16.395.226,01

2. technische Anlagen und Maschinen

135.634.390,41

125.303.828,66

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

6.654.604,90

6.622.312,51

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

23.893.369,83

17.814.691,48

183.351.191,54

166.136.058,66

III. Finanzanlagen

sonstige Ausleihungen

287.020,00

272.544,63

186.571.016,96

168.420.660,48

Sonstige Angaben - Elektrizitätsverteilung -

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 15.087 Tsd. € werden i. W. abgegrenzte Netzentgelte (5.866 Tsd. €) und Forderungen aus geleisteten Abschlägen für Einspeisevergütungen (5.411 Tsd. €) ausgewiesen. Ebenfalls in dieser Position enthalten sind aufgerechnete Forderungen aus Baukostenzuschüssen (2.967 Tsd. €), gegenüber der Erlösabgrenzung saldierte erhaltene Anzahlungen für die Netznutzung (2.741 Tsd. €) sowie Forderungen für Hausanschlüsse (2.382 Tsd. €).

Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen i. H. v. 34.484 Tsd. € werden neben den Rückstellungen für Personal (5.385 Tsd. € u.a. personalwirtschaftliche Maßnahmen und Jubiläum) i. W. Rückstellungen für Strombezug (13.984 Tsd. €), Mehrerlöse aus Vorjahren (6.070 Tsd. €), kommunaler Schadensausgleich (5.619 Tsd. €), Archivierungskosten (1.077 Tsd. €), ausstehende Rechnungen (846 Tsd. €) und Kanalsanierung (476 Tsd. €) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

2023

Restlaufzeit

in T€

bis zu

von mehr

davon mehr

Gesamt

einem Jahr

als einem Jahr

als fünf Jahre

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

-

-

-

-

(Vorjahr)

660,2

660,2

-

-

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

-

-

-

-

(Vorjahr)

2.469,3

2.469,3

-

-

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

8.289,8

8.289,8

-

-

(Vorjahr)

6.764,1

6.764,1

-

-

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

22.118,6

10.088,5

+ 12.030

+ 9.553

(Vorjahr)

13.006,0

2.851,2

+ 10.155

+ 8.661

Sonstige Verbindlichkeiten

1.888,6

1.888,6

-

-

(Vorjahr)

1.195,1

1.195,1

-

-

- davon aus Steuern

209,6

209,6

-

-

(Vorjahr)

780,4

780,4

-

-

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

-

-

-

-

(Vorjahr)

-

-

-

-

Summe

32.297,0

20.266,9

12.030,1

+ 9.553

(Vorjahr)

24.094,7

13.939,9

10.154,8

+ 8.661

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (8.290 Tsd. €) werden Verpflichtungssalden ausgewiesen (u.a. aus Stromeinspeisungen aus EEG und Netzentgelten vorgelagerter Netzbetreiber). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 22.119 Tsd. €. Dieser Saldo setzt sich i. W. aus Verbindlichkeiten aus der Ergebnisübernahme 2023 der Elektrizitätsverteilung (21.883 Tsd. €), sowie Verbindlichkeiten aufgrund eines Liquiditätsausgleichs i. H. v. 25.681 Tsd. € zusammen. In Abzug gebracht werden i. W. die Forderungen aus Netzentgelten (25.760 Tsd. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen i. W. Verbindlichkeiten aus Konzessionsabgaben (1.454 Tsd. €), Kommunalen Schadensausgleich (219 Tsd. €) und Umsatz,- Lohn- und Kirchensteuer (210 Tsd. €).

Finanzergebnis

2023

       Tsd. €

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

27

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-1.911

- davon aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen

 (-727)

-1.884

Tätigkeitsbilanz zum 31. Dezember 2023

- moderne und intelligente Messsysteme -

Aktiva

31.12.2023

31.12.2022

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

-

-

II. Sachanlagen

-

-

III. Finanzanlagen

Sonstige Ausleihungen

-

-

-

-

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

-

-

2. Fertige Erzeugnisse und Waren

-

-

-

-

II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

33.789,53

57.309,59

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

351.099,87

-

3. Sonstige Vermögensgegenstände

-

-

384.889,40

57.309,59

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

16.964,89

-

401.854,29

57.309,59

C. Rechnungsabgrenzungsposten

-

-

401.854,29

57.309,59

Passiva

31.12.2023

31.12.2022

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

-

-

II. Kapitalrücklage

401.854,29

-1.137.032,72

401.854,29

-1.137.032,72

B. Zuschüsse

-

-

C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

-

-

2. Sonstige Rückstellungen

-

-

-

-

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

-

-

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

-

-

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

-

-

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

-

1.194.342,31

5. Sonstige Verbindlichkeiten

-

-

- davon aus Steuern: 0,00 €

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 €

-

1.194.342,31

401.854,29

57.309,59

Tätigkeitengewinn- und -verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

-moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme-

2023

2022

1. Umsatzerlöse

2.172.555,57

1.776.764,38

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

-,--

-,--

3. Sonstige betriebliche Erträge

-,--

-,--

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Energiebezug

-,--

-,--

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

1.529.996,00

1.280.004,00

c) Aufwendungen für Netznutzung

-,--

-,--

d) Aufwendungen für Konzessionsabgabe

-,--

-,--

1.529.996,00

1.280.004,00

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

-,--

-,--

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

-,--

-,--

-,--

-,--

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

-,--

-,--

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

65.808,13

63.636,83

8. Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen

-,--

-,--

9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

-,--

-,--

10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-,--

-,--

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-,--

-,--

12. Ergebnis nach Steuern

576.751,44

433.123,55

13. Sonstige Steuern

-,--

-,--

14. Aufwendungen/Erträge aus Verlustübernahme

576.751,44

433.123,55

15. Jahresüberschuss

-,--

-,--

Sonstige Angaben - moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme -

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus dem Messstellenbetrieb für moderne und intelligente Zähler ausgewiesen (928 Tsd. €). In Abzug gebracht werden Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung i. H. v. 577 Tsd. €.

Tätigkeitsbilanz zum 31. Dezember 2023

-Erdgasverteilung-

Aktiva

31.12.2023

31.12.2022

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1.418.687,84

971.198,11

II. Sachanlagen

114.087.594,38

113.928.921,65

III. Finanzanlagen

sonstige Ausleihungen

138.840,37

132.185,41

115.645.122,59

115.032.305,17

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

3.007.515,41

2.969.096,15

2. Fertige Erzeugnisse und Waren

15.735,72

15.735,72

3.023.251,13

2.984.831,87

II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

12.104.730,53

7.375.053,74

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

68.101,78

66.102,42

3. Sonstige Vermögensgegenstände

73.911,27

825.193,80

12.246.743,58

8.266.349,96

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

258.175,90

287.360,30

15.528.170,61

11.538.542,13

C. Rechnungsabgrenzungsposten

2.273,67

2.998,95

131.175.566,87

126.573.846,26

Passiva

31.12.2023

31.12.2022

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

5.517.095,69

5.969.266,60

II. Kapitalrücklage

25.535.826,27

21.492.415,95

31.052.921,96

27.461.682,55

B. Zuschüsse

19.552.521,90

19.397.744,51

C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

37.547.887,80

36.961.976,58

2. Sonstige Rückstellungen

14.977.531,93

17.985.245,49

52.525.419,73

54.947.222,07

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

-

485.531,55

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

-

962.776,21

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.936.482,01

1.529.787,67

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

25.538.619,03

21.183.443,35

5. Sonstige Verbindlichkeiten

569.602,24

605.658,35

-davon aus Steuern: 101.405,95 €

-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 €

28.044.703,28

24.767.197,13

131.175.566,87

126.573.846,26

Tätigkeitengewinn- und -verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

-Erdgasverteilung -

2023

2022

1. Umsatzerlöse

74.992.449,82

65.607.093,63

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

1.382.365,99

2.006.628,15

3. Sonstige betriebliche Erträge

2.690.707,97

2.792.068,40

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Energiebezug

1.348.547,12

1.184.515,13

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

19.796.769,19

19.145.994,87

c) Aufwendungen für Netznutzung

15.077.686,36

9.998.436,68

d) Aufwendungen für Konzessionsabgabe

2.537.609,52

2.280.376,81

38.760.612,19

32.609.323,49

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

8.831.310,45

8.025.466,70

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

4.147.326,72

2.460.425,96

12.978.637,17

10.485.892,66

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

6.406.433,08

6.194.939,99

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

10.960.791,37

10.085.601,51

8. Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen

-,--

-,--

9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

17.950,89

6.277,26

10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1.142.502,36

1.542.640,03

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-,--

-,--

12. Ergebnis nach Steuern

8.834.498,51

9.493.669,76

13. Sonstige Steuern

57.352,22

93.905,23

14. Aufwendungen aus Gewinnabführung

8.777.146,30

9.399.764,52

15. Jahresüberschuss

-,--

-,--

Anlagenspiegel Erdgasverteilung 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand am

Stand am

01.01.2023

Schlüsselanpassungen

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

31.12.2023

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

4.087.635,27

-8.741,64

283.446,21

0,00

352.798,39

4.715.138,23

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

11.852.517,59

-22.445,19

20.682,05

0,00

128.744,97

11.979.499,42

2. Technische Anlagen und Maschinen

371.272.415,46

-572,93

2.607.207,30

-65.336,84

2.750.745,81

376.564.458,80

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

11.379.695,06

-27.388,95

334.376,91

-112.041,39

238.904,02

11.813.545,65

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

9.106.603,38

-7.301,06

3.807.264,53

-16.313,50

-3.468.771,05

9.421.482,30

403.611.231,49

-57.708,13

6.769.530,79

-193.691,73

-350.376,25

409.778.986,17

III. Finanzanlagen

Sonstige Ausleihungen

132.185,41

-334,21

38.828,71

-31.839,54

0,00

138.840,37

407.831.052,17

-66.783,98

7.091.805,71

-225.531,27

2.422,14

414.632.964,77

Kumulierte Abschreibungen

Stand am

Stand am

01.01.2023

Schlüsselanpassungen

Zugänge

Abgänge

31.12.2023

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

-3.116.437,15

6.286,12

-186.299,35

0,00

-3.296.450,38

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

-10.132.669,36

18.571,59

-120.155,66

0,00

-10.234.253,43

2. Technische Anlagen und Maschinen

-271.604.206,06

313,38

-5.526.128,34

65.336,84

-277.064.684,18

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

-7.945.434,42

19.370,66

-573.849,74

107.459,32

-8.392.454,18

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

-289.682.309,84

38.255,63

-6.220.133,74

172.796,16

-295.691.391,79

III. Finanzanlagen

Sonstige Ausleihungen

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

-292.798.746,99

44.541,75

-6.406.433,09

172.796,16

-298.987.842,17

Buchwerte

Stand am

Stand am

31.12.2023

31.12.2022

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1.418.687,85

971.198,11

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

1.745.245,99

1.719.848,23

2. Technische Anlagen und Maschinen

99.499.774,62

99.668.209,40

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

3.421.091,47

3.434.260,64

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

9.421.482,30

9.106.603,38

114.087.594,39

113.928.921,65

III. Finanzanlagen

Sonstige Ausleihungen

138.840,38

132.185,41

115.645.122,60

115.032.305,17

Sonstige Angaben - Gasverteilung -

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 12.105 Tsd. € werden Mehr-/Minderabrechnungen (10.076 Tsd. €) sowie die abgegrenzten Netzentgelte i. H. v. ausgewiesen (1.183 Tsd. €) ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen i. H. v. 14.978 Tsd. € werden neben den Rückstellungen für Personal (2.605 Tsd. € u.a. personalwirtschaftliche Maßnahmen und Jubiläum) i. W. Rückstellungen für Mehrerlöse aus Vorjahren (6.540 Tsd. €), kommunaler Schadensausgleich (2.718 Tsd. €), Altlasten (1.466 Tsd. €), Archivierungskosten (521 Tsd. €) und ausstehende Rechnungen (409 Tsd. €) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

2023

Restlaufzeit

in T€

bis zu

von mehr

davon mehr

Gesamt

einem Jahr

als einem Jahr

als fünf Jahre

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

-

-

-

-

(Vorjahr)

485,5

485,5

-

-

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

-

-

-

-

(Vorjahr)

962,8

962,8

-

-

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.936,5

1.936,5

-

-

(Vorjahr)

1.529,8

1.529,8

-

-

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

25.538,6

11.648,4

13.890,2

11.030,4

(Vorjahr)

21.183,4

4.643,9

16.539,5

14.107,2

Sonstige Verbindlichkeiten

569,6

569,6

-

-

(Vorjahr)

605,7

605,7

-

-

- davon aus Steuern

101,4

101,4

-

-

(Vorjahr)

378,5

378,5

-

-

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

-

-

-

-

(Vorjahr)

-

-

-

-

Summe

28.044,7

14.154,5

13.890,2

11.030,4

(Vorjahr)

24.767,4

8.227,9

16.539,5

14.107,2

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1.936 Tsd. €) werden i. W. Verpflichtungssalden aus Mehr- und Mindermengenabrechnungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. 25.539 Tsd. € setzen sich i. W. aus Verbindlichkeiten aus der Ergebnisübernahme 2023 der Gasverteilung (8.777 Tsd. €) sowie Verbindlichkeiten aufgrund eines Liquiditätsausgleichs i. H. v. 17.283 Tsd. € zusammen. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen i. W. Verbindlichkeiten aus Konzessionsabgaben (360 Tsd. €), Kommunalen Schadensausgleich (106 Tsd. €) und Umsatz,- Lohn- und Kirchensteuer (101 Tsd. €).

Finanzergebnis

2023

        Tsd. €

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

18

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-1.143

- davon aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen

(-352)

-1.125

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dortmunder Netz GmbH

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGE­BERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dortmunder Netz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dortmunder Netz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchfüh­rung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendun­gen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstim­mung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festge­stellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrecht­lichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstim­mung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungs­urteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beach­tung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Ver­hältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwort­lich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fort­führung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwick­lung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresab­schluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwick­lung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungs­urteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts­prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstel­lungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insge­samt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirt­schaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses rele­vanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Ver­tretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unter­nehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegeben­heiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fort­führung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestä­tigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lage­bericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresab­schlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unter­nehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeig­neter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorien­tierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunfts­orientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein­schließlich etwaiger beudeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung" und "Grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme Elektrizität" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vor­schrif­ten des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzuneh­men, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage­berichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Aus­nahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Duisburg, den 10. Mai 2024

PKF Fasselt

Partnerschaft mbB

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Rechtsanwälte

Jahn

Wirtschaftsprüfer

Hesse

Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27.06.2024 festgestellt.

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