Abwicklungsgesellschaft Vertrieb GmbH

Lloydstraße 4, 28217 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 14149 HB
Vorher
Weser Vertriebs Service GmbHDHS Vertriebs Service GmbH
Eingetragen
12.7.2005
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Vertriebliche Dienstleistungen aller Art mit Schwerpunkt Consumer Products sowie die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen im Auftrag des jeweiligen Markeninhabers.

Historie

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Management

NameRolle
Rudolf Schmidt
seit 8.11.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DHS Deutscher Handelsservice GmbH
Germany
250.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

DHS Vertriebs Service GmbH

(vormals: Weser Vertriebs Service GmbH)

Bremen

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012

Bilanz

AKTIVA

31.12.2012 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   62.547,00 142.941,00
II. Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   70.283,00 152.418,00
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.667.754,69   3.366.073,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00   359,19
3. Sonstige Vermögensgegenstände 328.716,39   67.778,45
    1.996.471,08 3.434.211,26
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   663.744,76 7.261,05
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   4.834,09 8.043,94
    2.797.879,93 3.744.875,25

PASSIVA

     
    31.12.2012 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00   250.000,00
II. Kapitalrücklage 560.000,00   0,00
III. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen 29.314,78   29.314,78
IV. Gewinnvortrag 586.089,78   928.767,18
V. Jahresfehlbetrag -417.690,93   -342.677,40
    1.007.713,63 865.404,56
B. RÜCKSTELLUNGEN      
Sonstige Rückstellungen   483.260,00 666.538,60
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00   827.853,45
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (Vorjahr EUR 827.853,45)      
2. Erhaltene Anzahlungen 170.122,12   206.490,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 170.122,12 (Vorjahr EUR 206.490,84)      
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 728.516,20   634.608,39
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 728.516,20 (Vorjahr EUR 634.608,39)      
4. Sonstige Verbindlichkeiten 408.267,98   543.979,41
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 408.267,98 (Vorjahr EUR 543.979,41)      
davon aus Steuern: EUR 223.554,36 (Vorjahr: EUR 258.486,91)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 24.458,95)      
    1.306.906,30 2.212.932,09
    2.797.879,93 3.744.875,25

Gewinn- und Verlustrechnung

2012 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   10.652.900,60 11.193.663,72
2. Sonstige betriebliche Erträge   270.146,57 87.732,86
    10.923.047,17 11.281.396,58
3. Materialaufwand      
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -5.498.163,83 -4.557.652,85
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -3.394.830,18   -4.188.723,56
b) Soziale Abgaben -707.311,14   -905.788,80
    -4.102.141,32 -5.094.512,36
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -154.505,18 -158.307,08
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -1.612.251,73 -2.552.915,18
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   1.005,65 2.197,64
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -11.279,63 -54.509,15
- davon aus der Aufzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR -9.700,77)      
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -454.288,87 -1.134.302,40
10. Außerordentliche Erträge = Außerordentliches Ergebnis   42.500,00 800.000,00
11. Sonstige Steuern   -5.902,06 -8.375,00
12. Jahresfehlbetrag   -417.690,93 -342.677,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

I. Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der Weser Vertriebs Service GmbH wurde auf der Grundlage der Vorschriften des HGB und GmbHG erstellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Der Abschluss wurde unter der Fortführungsprämisse aufgestellt. Die Gesellschaft hat sich in 2011 und 2012 strategisch neu ausgerichtet. Durch die Optimierung der Prozesse und Eliminierung unrentabler Projekte konnten deutliche Einsparungen erzielt werden. Vor diesem Hintergrund werden ab 2013 wieder positive Jahresergebnisse erwartet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und grundsätzlich planmäßig innerhalb eines Zeitraums von 3 bzw. 5 Jahren linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind grundsätzlich zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, angesetzt. Die Nutzungsdauer orientiert sich an den vom Finanzministerium veröffentlichten AfA-Tabellen und den jeweils zulässigen Höchstsätzen.

Von 2008 bis 2011 wurde für abnutzbare bewegliche und einer selbständigen Nutzung fähige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 150 aber nicht EUR 1.000 übersteigen, ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebnismindernd aufgelöst wird. Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten bis EUR 410,00 betragen, werden seit 2012 in voller Höhe abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem speziellen und allgemeinen Ausfallrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nominalwert ausgewiesen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlußstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab. Sie werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum durchschnittlichen Devisenkurs des Vortages der Transaktion eingebucht.

Aktive latente Steuern ergeben sich aus den bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Es wird zum Bilanzstichtag vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeines

Unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vorjahr Beträge enthalten, die dem Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzuordnen sind.

2. Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Berichtsjahres werden im nachfolgenden Anlagegitter aufgezeigt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 812.671,00 7.729,25 433.733,25 386.667,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 763.931,00 13.501,93 472.609,57 304.823,36
  1.576.602,00 21.231,18 906.342,82 691.490,36
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 669.730,00 80.341,25 425.951,25 324.120,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 611.513,00 74.163,93 451.136,57 234.540,36
  1.281.243,00 154.505,18 877.087,82 558.660,36
Buchwerte
Stand 31.12.2012
EUR
Stand 31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.547,00 142.941,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.283,00 152.418,00
  132.830,00 295.359,00

3. Fristigkeiten und Sicherheiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital lautet auf EUR 250.000,00 und ist zum Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Es wird zum Bilanzstichtag von folgenden Gesellschaftern gehalten:

DAH Beteiligungs GmbH, Mannheim EUR 150.000,00
ConSero Management GmbH, Ettlingen EUR 50.000,00
Ökonova Consult GmbH, Mörfelden-Walldorf EUR 50.000,00
  EUR 250.000,00

Unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses, beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag EUR 1.007.713,63. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich in der Berichtsperiode auf EUR - 454.288,87.

Im Geschäftsanteilskauf- und übertragungsvertrag vom 27. Januar 2012 mit der Veräußerin der Anteile, der Steinbeck Holding AG, und den Käufern der Anteile (DAH Beteiligungs GmbH, ConSero Management GmbH und Ökonova Consult GmbH) wurde vereinbart, dass die Verkäuferin der Anteile einen Betrag in Höhe von EUR 560.000,00 in die Kapitalrücklage einzuzahlen hat. Ein weiterer Ertragszuschuss des Altgesellschafters von EUR 42.500,00 (Vorjahr: TEUR 800 durch Darlehensverzicht des Altgesellschafters) wurde unter den außerordentlichen Erträgen ausgewiesen.

Mit Vertrag vom 16. Juli 2013 und Wirkung zum 1. Juli 2013 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Weser Vertriebs Service GmbH an die DHS Deutscher Handelsservice GmbH veräußert. Der neue Gesellschafter hat beschlossen, die Firmierung Weser Vertriebs Service GmbH in DHS Vertriebs Service GmbH zu ändern.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber den Sozialversicherungsträgern (TEUR 150,0), Rückstellungen aus Personalverpflichtungen (TEUR 106,7), Rückstellungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 59,6), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 56,5), Rückstellungen für die Abschlusserstellung, Abschlussprüfung und Steuerberatung (TEUR 37,9), Rückstellungen für Beiträge der Berufsgenossenschaft und aus der Schwerbehindertenabgabe (TEUR 38,5) sowie Rückstellungen für weitere Verpflichtungen (TEUR 34,1).

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2012 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Angabe der in Folgejahren jährlich anfallenden Aufwendungen):

2013
TEUR
2014 - 2017
TEUR
2018 ff.
TEUR
aus Mietverträgen 82,5 0,0 0,0
aus Leasing und sonstigen Verträgen 191,8 62,4 0,0
  274,3 62,4 0,0

7. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 270,1 bestehen aus den Positionen:

- Auflösung Rückstellungen und Wertberichtigungen TEUR 130,2
- Erlöse geldwerte Vorteile aus Firmen Pkws TEUR 79,7
- Vorsteuererstattungen aus nachträglicher Änderung des Kleinunternehmerstatus im Rahmen von Geschäftsbeziehungen bei bezogenen Leistungen TEUR 24,7
- Beitragserstattungen der SV-Träger und übrige Erträge TEUR 35,5

Davon entfallen TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 50) auf periodenfremde Erträge u.a. im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen (TEUR 130,2) und Vorsteuererstattungen aus nachträglicher Änderung des Kleinunternehmerstatus im Rahmen von Geschäftsbeziehungen bei bezogenen Leistungen (TEUR 24,7).

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.612,2 resultieren im Wesentlichen aus den Positionen:

- Fahrzeug- und Kraftstoffkosten TEUR 395,8
- Reisekosten und sonstige Auslagen TEUR 233,3
- Rechts- und Beratungsaufwendungen TEUR 174,8
- Miete und Mietnebenkosten TEUR 117,3
- Kommunikationsaufwendungen TEUR 116,8
- IT-Aufwendungen für Wartung und Programmierung TEUR 88,8
- Trainingskosten TEUR 88,0

Darin enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 23) die u.a. aus Vorsteuerzahlungen aus nachträglicher Änderung des Kleinunternehmerstatus im Rahmen von Geschäftsbeziehungen bei bezogenen Leistungen (TEUR 24,3) zurückzuführen sind bzw. aus Rechnungen für Leistungen des Vorjahres (TEUR 24,2) resultieren.

IV. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt ergaben sich folgende Mitarbeiterzahlen:

2012
Anzahl
2011
Anzahl
Feste Mitarbeiter 84 119
Geringfügig Beschäftigte 596 1.074
Gesamt 680 1.193

Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Rolf Kukemüller, Betriebswirt, Weyhe

Herr Rudolf Schmidt, Kaufmann, Mörfelden-Walldorf (ab 24.9.2012)

Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und hat auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Der Beirat setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Herr Rudolf Schmidt, Kaufmann, Mörfelden-Walldorf (Vorsitzender)

Herr Daniel Hopp, Kaufmann, Mannheim

Herr Jürgen Müller, Kaufmann, Ettlingen

 

Ettlingen, den 23. Juli 2013

Weser Vertriebs Service GmbH

Die Geschäftsführung

Rudolf Schmidt

Rolf Kukemüller

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Das Kalenderjahr 2012 war stark geprägt von der Banken- und Staatsschuldenkrise in Europa. Die Staatsverschuldung im Euroraum liegt seit 2011 bei 87,2% (zum Vergleich 2008: 70,1%). Die deutsche Wirtschaft ist nach wie vor stabil, bei einer ebenfalls deutlich gestiegenen Staatsverschuldung von zwischenzeitlich 81,2% (zum Vergleich 2008: 66,7%).

Die Zinsen liegen auf historischem Tiefstand. So lag der Leitzins der EZB im Jahr 2011 bei durchschnittlich 1,25% und sank im Jahr 2012 auf 0,75%. Aufgrund der neuen Eigenkapital-Anforderungen an die Banken ist dennoch die Kreditvergabe an die Unternehmen restriktiv, da für potenzielle Ausfallrisiken erhöhte Vorsorge seitens der Banken getroffen werden muss. Daher kommen zumeist die Unternehmen in den Genuss von günstigen Finanzierungen, die sie primär kaum oder nur temporär benötigen, und für die übrigen Unternehmen hat sich die Situation für die Liquiditätsbeschaffung nur wenig verändert und ist damit nach wie vor sehr schwierig.

Die Wachstumsrate des realen BIP in Deutschland ist gegenüber Vorjahr mit knapp 3% gewachsen. Damit hat sich der Binnenmarkt gegenüber den europäischen Nachbarstaaten noch durchweg positiv entwickelt. Gerade die südeuropäischen Länder haben mit einer negativen Entwicklung zu kämpfen.

Der Tätigkeitsschwerpunkt der Weser Vertriebs Service GmbH sind Dienstleistungen für die deutsche Markenindustrie am Point of sales (POS). Dadurch ist der Unternehmenserfolg nicht unerheblich vom Konsumverhalten der Endverbraucher abhängig. In Deutschland haben sich die Einzelhandelsumsätze insgesamt positiv entwickelt. Dies hat nicht zuletzt mit den höheren Löhnen bei bislang robuster Konjunktur zu tun.

Das gesamte Marktumfeld im Jahr 2012 ist gekennzeichnet durch eine weitere Ausweitung der Zahlungsziele zu Lasten der Dienstleistungsunternehmen bei steigenden Lohn- und Sozialleistungen. Den gestiegenen Kostenstrukturen wurde in der Weser Vertriebs Service GmbH durch ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm Rechnung getragen.

1.2. Auftrags- und Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit der operativen Neuausrichtung der Weser Vertriebs Service GmbH begonnen. Dieser Prozess konnte in der Berichtsperiode 2012 weitgehend abgeschlossen werden. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden sämtliche Projekte im Hinblick auf ihre Ertragspotentiale überprüft.

Projekte, die insgesamt negativ waren bzw. die wenig Aussicht auf eine positive Entwicklung hatten, wurden beendet; die dazugehörenden Personalstrukturen abgebaut. Die Weser Vertriebs Service GmbH untergliedert ihre Aktivitäten künftig in die Bereiche

System Merchandising

Datamanagement

Promotion

Innerhalb dieser drei Bereiche arbeitet die Gesellschaft noch für knapp 20 Kunden. Mit 5-6 Kunden erzielt sie zwischen 70% und 80% des Jahresumsatzes. Mit einem Jahresumsatz von EUR 10,653 Mio. wurde die Wirtschaftsleistung gegenüber Vorjahr um ca. 4,8% zurückgefahren (Vorjahr: EUR 11,194 Mio.).

Die Umsatzspitzen erfolgen im 4. Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft. In den Monaten November und Dezember wird rund 1/4 des Jahresumsatzes erzielt. Hierbei kommen vorwiegend selbständige Gewerbetreibende zum Einsatz.

1.3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2011 wurde noch umfangreich in die Vertriebsprozesse investiert. Die Maßnahme ist abgeschlossen. Der Fokus des Geschäftsjahres 2012 lag in einem konsequenten Kosten- und Ausgaben-Controlling.

In der Berichtsperiode 2012 wurden lediglich Ersatzinvestitionen bzw. Anschaffungen getätigt, die zwingend erforderlich waren oder innerhalb kurzer Zeit einen Return on Investment (ROI) möglich machen. Die Gesamtinvestition des Geschäftsjahres beträgt TEUR 21,2.

1.4. Finanzierungsmaßnahmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Vorjahren wurden mit einer Kapitaleinlage des Gesellschafters vollständig zurückgeführt. Das Geschäftsmodell wird im Geschäftsjahr 2012 aus dem eigenen Cashflow heraus betrieben.

Liquiditätsspitzen aus dem Projektgeschäft werden über Vorkassen der betreffenden Kunden vorfinanziert. Die Weser Vertriebs Service GmbH verfügt zusätzlich über eine Kontokorrentlinie von TEUR 350, die projektbezogen auch kurzfristig ausgeweitet werden kann. Die Besicherung dieser Kreditlinien erfolgt in der Regel über Zessionsverträge mit der Hausbank.

Daneben gibt es zur Finanzierung des Working Capital Miet- und Leasingverträge.

1.5. Personal- und Sozialbereich

Saisonal treten Schwankungen in der Beschäftigung auf. Erfahrungsgemäß erbringt die Weser Vertriebs Service GmbH in den Monaten November und Dezember die größte Betriebsleistung, wobei hierbei vorwiegend mit selbständigen Gewerbetreibenden zusammen gearbeitet wird. Im Jahresdurchschnitt 2012 beschäftigte das Unternehmen noch 680 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.193 Mitarbeiter). Die Mehrheit sind mit 596 Personen (Vorjahr: 1.074 Personen) geringfügig Beschäftigte.

Der Rückbau der Personalstrukturen im Rahmen des Effizienzprogamms hat das Unternehmensergebnis nachhaltig belastet. Die Kosten für Reorganisation schlugen einmalig mit mehr als TEUR 500 zu Buche. Neben den Kosten für Personalfreistellung wurden TEUR 144,3 für Abfindungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Arbeitsplätze für die Mitarbeiter aufgewendet.

1.6. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Die Steinbeck Holding AG, Zürich, Schweiz, hat ihre Anteile an der Weser Vertriebs Service GmbH in Höhe von EUR 250.000 (100% des Stammkapitals) mit Kaufvertrag vom 27. Januar 2012 an die neuen Eigentümer veräußert. Die neuen Gesellschafter haben eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung initiiert.

Das gesamte Geschäftsjahr 2012 war gekennzeichnet durch Kostenanalysen und Reorganisationsmaßnahmen zur Verbesserung der Ertragssituation. In diesem Zusammenhang wurde die interne Leistungsverrechnung als fester Bestandteil der laufenden Deckungsbeitragsrechnung eingeführt, um größtmögliche Transparenz über die anfallenden Kosten und Erträge zu erlangen. Weiterhin wurde eine verbesserte, spezifizierte Deckungsbeitragsrechnung nach einzelnen Projekten auf monatlicher Basis etabliert.

1.7. Wichtige Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres

Mit Vertrag vom 16. Juli 2013 und Wirkung zum 1. Juli 2013 wurden 100% der Geschäftsanteile der Weser Vertriebs Service GmbH an die DHS Deutscher Handelsservice GmbH veräußert und diese hat beschlossen, die Firmierung Weser Vertriebs Service GmbH in DHS Vertriebsservice GmbH zu ändern.

2. Darstellung der Lage

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Anlagevermögen in Höhe von 4,8% (Vorjahr: 7,9%) der Bilanzsumme besteht im Wesentlichen aus Hard- und Software sowie Telekommunikationsgeräten zur Steuerung des Vertriebs. Hierfür gab es im Vorjahr umfangreiche Investitionen, die auf 3 Jahre bzw. 5 Jahre abgeschrieben werden.

Das Umlaufvermögen hat einen Anteil von 95,1% (Vorjahr: 91,9%) der Bilanzsumme. Die Kapitalbindungsdauer liegt innerhalb eines Jahres. Das Umlaufvermögen besteht zu 62,7% (Vorjahr: 97,8%) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 25,0% entfallen auf liquide Mittel (Vorjahr: 0,2%) und 11,2% auf ein kurzfristiges Darlehen (Vorjahr: 0,0%).

Das Eigenkapital mit TEUR 1.008 (Vorjahr: TEUR 865) beträgt 36,0% (Vorjahr: 23,1%) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Vorjahren (Vorjahr: TEUR 828) sind am Bilanzstichtag vollständig getilgt.

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Sie enthalten Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Aufträge in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 206) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 729 (Vorjahr: TEUR 635). Deutlich rückläufig ist die Bilanzposition sonstige Rückstellungen mit TEUR 483 (TEUR -183 gegenüber Vorjahr) und die sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 408 (TEUR -136 gegenüber Vorjahr).

In der Berichtsperiode erzielte das Unternehmen Umsätze in Höhe von TEUR 10.653 (Vorjahr: TEUR 11.194). Die größten Ausgabenblöcke waren die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 5.498 (Vorjahr: TEUR 4.558), Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 4.102 (Vorjahr: TEUR 5.095) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.612 (Vorjahr 2.553). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 158) blieben weitgehend konstant.

Das Finanzergebnis hat sich aufgrund der besseren Kapitalausstattung gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und beträgt TEUR -10 (Vorjahr: TEUR -52). Dieser Effekt wurde zudem durch das niedrigere Zinsniveau gegenüber dem Vorjahr begünstigt.

Aufgrund der ganzen Sondereffekte erzielte die Gesellschaft in der Berichtsperiode nach wie vor einen Jahresfehlbetrag von TEUR -418 (Vorjahr: TEUR -343). In diesem Ergebnis ist ein Sanierungsbeitrag als Zuschuss des Gesellschafters von TEUR 42,5 (Vorjahr: TEUR 800) verarbeitet.

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der Erfolg des Unternehmens wird auch in Zukunft sehr stark von der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland abhängen, da die Projekte der Markenindustrie Konsum getrieben sind. Als Exportweltmeister ist Deutschland auf lange Sicht von der europäischen Gesamtwirtschaft abhängig, da sich hier auch die stärksten Handelspartner befinden.

Die allgemeine Entwicklung der Lohnkosten wird gerade in Deutschland dazu führen, dass diese kontinuierlich ansteigen werden. Die letzten zehn Jahre sind in Deutschland die Löhne und Gehälter im Gegensatz zum übrigen Euroraum nahezu unverändert geblieben, wodurch viele Beschäftigte real an Kaufkraft verloren haben. Die Debatte um gesetzliche Mindestlöhne leistet dazu einen weiteren Beitrag.

Die Investitionen in Software und Prozesse einerseits, als auch die organisatorische Reorganisation haben die Grundlage geschaffen, dass der Break Even Point gesenkt wurde und zudem Strukturen für weiteres Wachstum zur Verfügung stehen. Die Weser Vertriebs Service GmbH wird daher einen Fokus auf die Neukundenakquise richten. Aufgrund des verstärkten Einsatzes gewerblicher Subunternehmer ist die Weser Vertriebs Service GmbH zudem in der Lage schneller und effizienter auf Marktveränderungen zu reagieren.

Das Risikomanagement der Weser Vertriebs Service GmbH stellt die künftige Finanzierung und Deckung von Liquiditätsspitzen über flexible Finanzinstrumente sicher. Die Sicherung der Banklinien erfolgt über Zessionsverträge. Auf dieser Grundlage lässt sich die Betriebsmittelfinanzierung auch langfristig gewährleisten. Die Voraussetzung hierfür ist eine profunde, mittelfristige Liquiditätsplanung und ein exaktes, tagaktuelles Debitorenmanagement.

4. Voraussichtliche Entwicklung

Die Weser Vertriebs Service GmbH ist strategisch neu ausgerichtet und wird auch künftig den Marktanforderungen der Markenindustrie gerecht werden. Das zurückliegende Wirtschaftsjahr stand noch einmal unter einem konsequenten Kosten-Controlling. Durch Optimierung der Prozesse und Eliminierung unrentabler Projekte konnten deutliche Einsparungen erzielt werden.

Aufgrund der vorhandenen Strukturen wird es das Ziel sein, zusätzliches Geschäft in die Gesellschaft zu integrieren, sofern das Gesamtportfolio dadurch ergänzt bzw. ausgebaut wird.

Die Wirtschaftslage im Kalenderjahr 2013 hat sich für die Weser Vertriebs Service GmbH deutlich stabilisiert. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen zur Prozessoptimierung, der exakten Kostensteuerung durch interne Leistungsverrechnung und projektbezogener Vor- und Nachkalkulationen auf Deckungsbeitragsebene, ist im Geschäftsjahr 2013 erstmalig wieder ein positives Jahresergebnis von ca. EUR 130.000 zu erwarten.

Der neue Gesellschafter beabsichtigt zudem, neue Geschäftsbereiche zu erschließen und durch Kooperationen zusätzliche Synergieeffekte zu erzielen. Dadurch wird mit einer leichten Umsatzsteigerung gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2014 wird vor diesem Hintergrund neben der laufenden Geschäftstätigkeit mit zusätzlichen Erlösen von ca. EUR 100.000 und einem positiven Jahresergebnis gerechnet.

 

Bremen, den 23. Juli 2013

Weser Vertriebs Service GmbH

Geschäftsführung

Rudolf Schmidt

Rolf Kukemüller

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Weser Vertriebs Service GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 26. Juli 2013

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Andreas Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Daniel Stephan, Wirtschaftsprüfer

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