Schell GmbH & Co. KG.

57462 Olpe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRA 7230
Eingetragen
7.5.1936

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Olpe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 21.198.738,26 17.263.093,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 852.489,92 963.766,40
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte 604.274,25 829.262,04
2. Geleistete Anzahlungen 248.215,67 134.504,36
II. Sachanlagen 20.321.248,34 16.274.326,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.999.969,52 8.485.689,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.676.197,08 3.089.182,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.018.831,27 2.691.360,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.626.250,47 2.008.094,45
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 50.669.507,88 60.290.499,35
I. Vorräte 38.226.013,64 33.465.564,85
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.153.374,00 15.822.057,75
2. Unfertige Erzeugnisse 8.256.733,77 9.940.951,72
3. Fertige Erzeugnisse 9.791.679,17 7.689.780,53
4. Geleistete Anzahlungen 24.226,70 12.774,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.604.486,03 6.423.679,57
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.509.566,37 4.050.123,43
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.094.919,66 2.373.556,14
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 327.335,28 (Vorjahr: EUR 409.423,31)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.839.008,21 20.401.254,93
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 232.504,96 271.848,70
72.100.751,10 77.825.441,28

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 13.820.251,26 16.825.027,66
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalanteile 2.652.000,00 2.652.000,00
1. Gezeichnetes Kapital der Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Olpe 52.000,00 52.000,00
2. Kapitalanteile der Kommanditisten der Schell GmbH & Co. KG, Olpe 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.540.299,03 2.540.299,03
III. Konzernbilanzgewinn 8.471.443,18 11.505.764,44
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 156.509,05 126.964,19
B. RÜCKSTELLUNGEN 31.169.761,32 32.313.145,24
1. Rückstellungen für Pensionen 27.967.578,00 28.031.468,00
2. Steuerrückstellungen 6.959,69 791.590,76
3. Sonstige Rückstellungen 3.195.223,63 3.490.086,48
C. VERBINDLICHKEITEN 26.783.557,25 28.286.387,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.892,78 27.224,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 13.458,23 (Vorjahr: EUR 12.681,82)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 40.434,55 (Vorjahr: EUR 14.542,64)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.720.184,32 4.064.841,29
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.720.184,32 (Vorjahr: EUR 4.064.841,29)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 22.009.480,15 24.194.321,66
- davon aus Steuern: EUR 358.425,50 (Vorjahr: EUR 1.186.748,90)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 16.163,45 (Vorjahr: EUR 22.303,08)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.269.599,18 (Vorjahr: EUR 5.402.991,98)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 18.739.880,97 (Vorjahr: EUR 18.791.329,68)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.281,27 34.880,97
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 305.900,00 366.000,00
72.100.751,10 77.825.441,28

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 118.377.459,02 114.860.713,70
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 417.680,69 4.441.157,25
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 2.385,00
118.795.139,71 119.304.255,95
4. Sonstige betriebliche Erträge 552.260,08 951.673,27
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 10.972,97 (Vorjahr: EUR 14.994,96)
5. Materialaufwand -56.601.019,37 -55.506.497,59
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -55.880.895,16 -53.653.322,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -720.124,21 -1.853.175,43
62.746.380,42 64.749.431,63
6. Personalaufwand -30.055.924,43 -28.821.119,09
a) Löhne und Gehälter -25.104.668,66 -24.533.239,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.951.255,77 -4.287.879,65
- davon für Altersversorgung: EUR 27.722,37 (Vorjahr: EUR 9.709,13)
7. Abschreibungen -2.591.057,56 -2.587.056,38
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.591.057,56 -2.587.056,38
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -19.897.985,08 -17.566.494,61
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 394.556,38 (Vorjahr: EUR 93.212,15)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.040,59 512,98
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.285.664,97 -2.553.907,90
- davon aus Aufzinsung: EUR 814.494,00 (Vorjahr: EUR 2.043.463,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.351.030,22 -2.089.866,90
- davon Ertrag aus latenten Steuern: EUR 60.100,00 (Vorjahr: Ertrag EUR 32.100,00)
12. Ergebnis nach Steuern 7.566.758,75 11.131.499,73
13. Sonstige Steuern -114.868,48 -120.732,34
14. Konzernjahresüberschuss 7.451.890,27 11.010.767,39
15. Anteil nicht beherrschender Anteile am Konzernergebnis 0,00 -2.575,10
16. Konzerngewinnvortrag 1.019.552,91 497.572,15
17. Konzernbilanzgewinn 8.471.443,18 11.505.764,44

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Abgrenzung des Konsolidierungskreises und Konsolidierungsmethoden einschließlich Währungsumrechnung

I. Einleitung

Das Mutterunternehmen mit Sitz in Olpe firmiert unter Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter der Nummer HRB 6731 eingetragen.

II. Konzernanteilsbesitz und Konsolidierungskreis

1. Angaben zum Konzernanteilsbesitz gem. § 313 Abs. 2 HGB

Der Konzernanteilsbesitz umfasst die nachfolgend aufgeführten Unternehmen einschließlich des Mutterunternehmens (MU):

Name Sitz Kapital Anteil am Kapital
%
Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Olpe EUR 52.000,00 MU
Schell GmbH & Co. KG Olpe EUR 2.600.000,00 0,0
Schell Polska SP. Z O. O. Wroclaw/Polen PLN 50.000,00 100,0
Ningbo SAC Valve Technology Co., Ltd. Ningbo/China CNY 1.652.480,00 100,0
Schell Belgium BV Merchtem/Belgien EUR 40.000,00 100,0
Schell India Pvt. Ltd. Neu-Delhi/Indien INR 17.500.000,00 100,0
Schell Hungaria Kft. Budapest/Ungarn HUF 3.000.000,00 100,0
Schell France S.A.R.L. Sarreguemines/ Frankreich EUR 755.500,00 100,0
Schell SEA Pte. Ltd. Singapur SGD 50.000,00 100,0
Schell Austria Armaturen GmbH Wien/Österreich EUR 150.000,00 100,0

Mit Gesellschaftsvertrag vom 21.12.2021 wurde die Schell Austria Armaturen GmbH, Wien/Österreich, gegründet. Die Eintragung im Handelsregister der Stadt Wien erfolgte am 03.02.2022 unter der Firmenbuchnummer FN 573207 b mit einem Stammkapital von EUR 150.000, welches zu 100% von der Schell GmbH & Co. KG übernommen wurde. In 2022 wurde die Geschäftstätigkeit aufgenommen.

2. Konsolidierungskreis

Die Schell GmbH & Co. KG ist aufgrund des § 290 Abs. 1, 2 Nr. 2 HGB beherrschtes Tochterunternehmen (vgl. IDW RS HFA 7, Tz. 67). Wie im Vorjahr besteht noch eine weitere Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, für die die Ausnahmeregelung nach § 313 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen worden ist, und deren Anschaffungskosten im Posten "Anteile an verbundenen Unternehmen" des Finanzanlagevermögens ausgewiesen sind.

Das Mutter- sowie die Tochterunternehmen werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

3. Anmerkung zur Behandlung der Schell GmbH & Co. KG im Rahmen des Konzernabschlusses

Die Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung ist die einzige Komplementärin der Schell GmbH & Co. KG, Olpe. Da zwischen den Gesellschaftern der Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung und den Kommanditisten der Schell GmbH & Co. KG Gesellschafter- und Beteiligungsidentität besteht, erfolgt in der Konzernbilanz den tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechend (§ 297 Abs. 2 HGB) ein zusammengefasster Ausweis der gezeichneten Kapitalien (Kapitalanteile) der beiden genannten Gesellschaften als Eigenkapital des Konzerns.

4. Geschäftsjahr von Mutter- und Tochterunternehmen

Mit Ausnahme der Schell India Pvt. Ltd. haben sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ein kalenderjahrgleiches Geschäftsjahr sowie als Abschlussstichtag den 31. Dezember 2022. Die Schell India Pvt. Ltd. (Abschlussstichtag 31.03.2023) wird auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. Dezember 2022 in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 einbezogen.

III. Konsolidierungsmethoden einschließlich Währungsumrechnung

1. Angewandte Methoden für das Geschäftsjahr 2022

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. i. V. m. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB), für Erwerbsvorgänge nach dem genannten Stichtag nach der danach ausschließlich zulässigen Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Konsolidierungszeitpunkt ist jeweils der Erwerbszeitpunkt der betreffenden Anteile. Aus der Erstkonsolidierung von 5 Tochterunternehmen zum 01.01.2013, 01.11.2013, 01.01.2016 und zum 01.01.2022 sind keine Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung sind sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen weggelassen worden. Konsolidierungspflichtige Haftungsverhältnisse lagen nicht vor.

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung sind Umsatzerlöse, Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren, sonstige betriebliche Erträge, Beteiligungserträge, Zinserträge/Zinsaufwendungen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen des Konzerns nach den Grundsätzen der Einheitstheorie, nach der der Konzernabschluss wie ein Jahresabschluss für ein fiktives, rechtlich einheitliches Unternehmen aufzustellen ist, miteinander verrechnet worden.

Konsolidierungspflichtige Zwischenergebnisse fielen ausschließlich im Umlaufvermögen (Vorräte) an und sind durch Ansatz der betroffenen Produktbestände mit den Konzern-Herstellungskosten eliminiert worden.

Die Währungsumrechnung in EUR für Zwecke des Konzernabschlusses erfolgt gemäß § 308a HGB für die Bilanz nach dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (mit Ausnahme des zum historischen Kurs in EUR umzurechnenden Eigenkapitals) und für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Durchschnittskurs.

2. Abweichungen von Konsolidierungsmethoden, Begründung und Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Die im Vorjahr angewandten Konsolidierungsmethoden werden stetig angewendet.

B. Erläuterungsteil

I. Gliederung und Ausweis

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den gesetzlichen Schemata gem. §§ 266, 275 i. V. m. § 298 HGB gegliedert, wobei für die Ergebnisrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Grundlagen der Konzernrechnungslegung

1. Allgemeine Grundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden von dem Mutterunternehmen vorgegeben. Danach waren die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen für Zwecke des Konzernabschlusses unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit an die im Einzelabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzupassen.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzende gesellschaftsvertragliche Vorschriften einbezogener Unternehmen wurden entsprechend berücksichtigt, soweit dieses mit den Grundsätzen der Konzernrechnungslegung vereinbar war.

2. Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

a) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind mit den konzerneinheitlich ermittelten Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet.

b) Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Wiederbeschaffungskosten, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Als beizulegender Wert bei Erzeugnissen wird der realisierbare Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Bewertungsabschläge, die das Lagerrisiko und andere wertmindernde Umstände berücksichtigen, werden vorgenommen.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Den allgemeinen Kreditrisiken wird durch ausreichende Pauschalwertberichtigungen zu den Forderungen angemessen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind unbefristet oder kurzfristig angelegt und stehen zur freien Verfügung.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

c) Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" mit einem Rechnungszins von 1,78 % p.a., einem Gehaltstrend und BBG-Trend von jeweils 3,00 % p.a., einem Fluktuationsabschlag von 2,00 % p.a. sowie einer erwarteten jährlichen Rentensteigerung von 1,90 % p.a. nach den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Der Rechnungszins wird pauschal auf Basis des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre ermittelt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB).

Die unter den Steuer- und sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Posten werden einzeln bewertet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen ist mit dem versicherungsmathematischen Barwert (Abzinsungsfaktor 1,44 % bei einem Gehaltstrend von 3,00 % p.a.) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck vorgenommen worden. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

d) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

e) Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse (Handelsbilanz II) erfolgt gem. § 256a HGB.

3. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Begründung und Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Sonstige Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Berichtsjahr nicht vorgenommen worden, ebenso wenig Sachverhaltsgestaltungen, die geeignet sind, die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses wesentlich zu beeinflussen.

4. Ausweisstetigkeit

Es wurde eine Umgliederung im Bereich des Anlagevermögens der chinesischen Tochtergesellschaft zur Angleichung an die handelsrechtliche Gliederung der Bilanz vorgenommen. Im Eröffnungswert des Anlagevermögens wurde eine Umgliederung zwischen den Bilanzpositionen "Technische Anlagen und Maschinen" sowie "Betriebs- und Geschäftsausstattung" vorgenommen.

III. Erläuterungen und Aufgliederungen zu einzelnen Posten des Konzernabschlusses

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt. Bei der Offenlegung wird der Anlagenspiegel nach dem Anhang gezeigt.

2. Sonstige Aktiva

Vorräte

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Bestand der Vorräte entfällt hauptsächlich auf inländische Konzernunternehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren Einzelwertberichtigungen in einem Umfang von TEUR 159,9 sowie Pauschalwertberichtigungen in einem Umfang von TEUR 108,0 vorzunehmen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen in Höhe von TEUR 327,3 das nicht verpfändete oder treuhänderisch gehaltene Deckungskapital der zu den Pensionsverpflichtungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen sowie Steuerrückforderungen von TEUR 1.220,1.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen über den Bilanzstichtag hinaus gezahlte Aufwendungen.

3. Passiva

Wegen des Eigenkapitalausweises der Schell GmbH & Co. KG wird auf die Anmerkung zu Punkt A. II. 3. des Anhangs verwiesen. Das gezeichnete Kapital der Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung und die Kapitalanteile der Kommanditisten der Schell GmbH & Co. KG werden danach zusammengefasst ausgewiesen.

Die passivierten Rückstellungen für Pensionen entfallen ausschließlich auf inländische Gesellschaften. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz (1,78 %) und dem Erfüllungsbetrag mit einem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,44 %) beläuft sich auf TEUR 1.213,0, der grundsätzlich einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB unterliegt, wenngleich sie nach h. M. nur für Kapitalgesellschaften im Einzelabschluss gelten soll. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung beträgt TEUR 510,9 und der Zinsaufwand aus der Änderung des Rechnungszinses TEUR 296,8.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Urlaubsrückstände und Zeitguthaben der Belegschaft (TEUR 478,6), Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 395,0) sowie Garantieverpflichtungen (TEUR 227,7) und Vertriebsprämien (TEUR 812,2).

Verbindlichkeiten

Angaben zu den Restlaufzeiten:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamtbetrag 31.12.2021
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.892,78 13.458,23 40.434,55 0,00 27.224,46
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.720.184,32 4.720.184,32 0,00 0,00 4.064.841,29
Sonstige Verbindlichkeiten 22.009.480,15 3.269.599,18 18.739.880,97 0,00 24.194.321,66
26.783.557,25 8.003.241,73 18.780.315,52 0,00 28.286.387,41

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert.

Die Verbindlichkeiten enthalten keine erläuterungspflichtigen Posten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i. S. v. § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 42 Abs. 3 GmbHG, § 264c Abs. 1 HGB in Höhe von TEUR 17.717,3 (Vj. TEUR 18.370,2).

Die passiven latenten Steuern von TEUR 305,9 wurden gem. § 306 HGB ausschließlich aufgrund von ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen bei Zugrundelegung eines konzerneinheitlichen Ertragsteuersatzes von 30 % gebildet. Nachdem zum 31.12. des Vorjahres bereits passive latente Steuern in Höhe von TEUR 366,0 gebildet wurden, ergibt sich insoweit ein Steuerertrag von TEUR 60,1.

4. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäften (§ 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB)

Anzugeben sind solche für die Beurteilung der Finanzlage notwendigen außerbilanziellen Geschäfte des Mutterunternehmens und von vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Die im Schell-Konzern bestehenden außerbilanziellen Geschäfte sind unbedeutend.

5. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

a) Haftungsverhältnisse (§§ 298 Abs. 1, 251, 268 Abs. 7 HGB)

- Fehlanzeige bzw. unwesentlich -

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB)

Anzugeben sind sonstige finanzielle Verpflichtungen des Mutterunternehmens und von vollkonsolidierten Tochterunternehmen, deren Kenntnis für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung ist und die nicht unter die Angabepflicht zu § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB fallen oder als Haftungsverhältnis (§§ 251, 268 Abs. 7 HGB) anzugeben sind:

TEUR
Bestellobligo aus Investitionen 1.895,5

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind unbedeutend.

6. Finanzinstrumente

Originäre

Die Finanzanlagen der Gesellschaft betragen TEUR 25,0.

Die kurzfristigen Finanzinstrumente (wie insbesondere liquide Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie andere geldnahe Aktiva und Passiva) werden zum Nennwert, bzw. unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind durch Devisentermingeschäfte gesicherte, in amerikanischer und chinesischer Währung valutierende Forderungen und Bankguthaben, die zum entsprechenden Terminkurs angesetzt worden sind.

Derivative

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit hauptsächlich Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Zinssätzen und Wechselkursen zurückgehen.

Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente grundsätzlich bei bestehenden Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag festgestellt. Zum Bilanzstichtag langen keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB für Devisentermingeschäfte in USD und CNY (Portfolio-Hedge) vor.

7. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns teilen sich auf:

nach Regionen

2022
in %
Inland 56,6
Ausland 43,4
100,0

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 552,3 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Kraftfahrzeugnutzung durch Angestellte (TEUR 305,9).

Zum Personalaufwand von TEUR 30.055,9 ergänzend die Angabe der im Konzern im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer (ohne angestellte Geschäftsführer von Konzerngesellschaften und Auszubildende):

2022 Arbeitnehmer
Inland 343
Ausland 84
427

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen vor allem Fremdreparaturen, Kosten für Zeitarbeiter, Werbekosten, Delkredereprovisionen sowie allgemeine Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten.

Die Zinsaufwendungen resultieren hauptsächlich aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und solchen an Gesellschafter.

8. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die als Teil des Konzernabschlusses aufzustellende Konzern-Kapitalflussrechnung wurde gemäß dem "Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21)" aufgestellt und ist nach dem Konzern-Anhang gesondert abgedruckt. Als "Finanzmittelfonds" wird der Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" (Liquide Mittel) abzüglich der innerhalb von 3 Monaten fälligen (Finanz-)Kreditverbindlichkeiten gemäß DRS 21.9. verwendet.

9. Ergänzende Angaben zum Konzern-Eigenkapitalspiegel

Der als Teil des Konzernabschlusses aufzustellende Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde gemäß dem "Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 22 (DRS 22)" aufgestellt und ist nach dem Konzern-Anhang gesondert abgedruckt.

IV. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss

1. Hinweis zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften für Personenhandelsgesellschaften i. S. v. § 264a HGB

Die Schell GmbH & Co. KG, Olpe, ist in den vorliegenden Konzernabschluss der Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung (Mutterunternehmen) einbezogen worden. Die Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung ist persönlich haftende Gesellschafterin der genannten Kommanditgesellschaft. Durch Offenlegung des Konzernabschlusses beim Betreiber des Bundesanzeigers (§ 325 Abs. 3 HGB) und zusätzliche Mitteilung der Schell GmbH & Co. KG an den Betreiber des Bundesanzeigers, welche Gesellschaft ihr Mutterunternehmen ist und dass die Voraussetzungen des § 264b HGB vorliegen, tritt für die genannte Kommanditgesellschaft Befreiung von den Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten ein.

2. Gesamtbezüge der aktiven und ehemaligen Organmitglieder des Mutterunternehmens

Die Gesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB betragen TEUR 1.117,3.

3. Vorschüsse, Kredite an und Haftungsverhältnisse zugunsten aktiver und ehemaliger Organmitglieder des Mutterunternehmens

Im Berichtszeitraum wurden vom Mutterunternehmen oder von Tochterunternehmen keine Vorschüsse, Kredite oder Haftungsverhältnisse an den genannten Personenkreis ausgereicht.

4. Gesamthonorar Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr

Für das Geschäftsjahr 2022 beträgt das voraussichtliche von dem Konzernabschlussprüfer für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse der Mutter- und Tochterunternehmen berechnete Honorar TEUR 90,5. Weiter wurden von ihm sonstige Leistungen i. S. d. § 314 Abs. 1 Nr. 9d HGB in Höhe von TEUR 1,0 erbracht.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Der Jahresüberschuss von TEUR 0,6 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Geschäftsführung des Mutterunternehmens

Mutterunternehmen des Schell-Konzerns ist die

Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Olpe.

Geschäftsführer dieser Gesellschaft sind

Frau Dipl.-Kff. Andrea Schell, Olpe,

Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. Joachim Schell, Olpe,

Frau Dipl.-Betriebswirtin Andrea Bußmann, Pulheim und

Herr Dipl.-Ing. Andreas Ueberschär, Bergisch-Gladbach.

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

 

Olpe, den 13.7.2023

Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022
EUR
Veränderung aus Währungsumrechnung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte 2.706.939,19 -76,00 85.114,26 -374,19
2. Geleistete Anzahlungen 134.504,36 0,00 113.711,31 0,00
2.841.443,55 -76,00 198.825,57 -374,19
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.214.313,85 -65,61 24.561,47 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.447.719,57 -173.428,82 333.041,97 -1.169,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.188.284,16 164.592,69 1.266.652,19 -42.023,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.008.094,45 -470,93 4.739.848,53 -11.250,52
73.858.412,03 -9.372,67 6.364.104,16 -54.443,31
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00
76.724.855,58 -9.448,67 6.562.929,73 -54.817,50
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Umbuchungen
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte 0,00 2.791.603,26
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 248.215,67
0,00 3.039.818,93
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 22.238.809,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.433,00 25.695.596,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.538,06 25.598.043,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -109.971,06 6.626.250,47
0,00 80.158.700,21
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
0,00 83.223.519,14
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022
EUR
Veränderung aus Währungsumrechnung
EUR
Zugänge
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte 1.877.677,15 0,00 310.026,05
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
1.877.677,15 0,00 310.026,05
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.728.624,39 0,00 510.215,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.358.536,98 0,00 660.862,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.496.923,83 -2.359,88 1.109.953,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
57.584.085,20 -2.359,88 2.281.031,51
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
59.461.762,35 -2.359,88 2.591.057,56
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Abgänge
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte -374,19 2.187.329,01
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
-374,19 2.187.329,01
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 14.238.840,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 23.019.399,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -25.304,96 22.579.212,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
-25.304,96 59.837.451,87
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
-25.679,15 62.024.780,88
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte 604.274,25 829.262,04
2. Geleistete Anzahlungen 248.215,67 134.504,36
852.489,92 963.766,40
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.999.969,52 8.485.689,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.676.197,08 3.089.182,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.018.831,27 2.691.360,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.626.250,47 2.008.094,45
20.321.248,34 16.274.326,83
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
21.198.738,26 17.263.093,23

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 7.452 11.011
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.591 2.587
- / + Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -1.143 503
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -822 -2.836
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -4.902 -12.442
- / + Abnahme /Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -951 2.288
- / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -7 16
+ Zinsaufwendungen 1.284 2.553
+ Ertragsteueraufwand 1.351 2.090
- Ertragsteuerzahlungen -1.344 -1.298
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.509 4.472
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -199 -218
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 43 15
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -6.364 -3.098
+ Erhaltene Zinsen 6 5
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -6.514 -3.296
- Umbuchungen von Ergebnisbestandteilen auf Gesellschafterkonten -11.110 -6.464
- Gezahlte Zinsen -475 -514
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -11.585 -6.978
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -14.590 -5.802
+ / - Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1 1
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.374 26.175
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.785 20.374
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
+ Zahlungsmittel 5.839 20.401
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -54 -27
5.785 20.374

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Gezeichnetes Kapital/Kapitalanteile

Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Schell Verwaltungsgesellschaft mbH
TEUR
Schell GmbH & Co. KG
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 31. Dezember 2020 52,0 2.600,0 2.652,0
Ausschüttung/Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten sowie sonstige konsolidierungsbedingte Veränderungen 0,0 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 0,0 0,0
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31. Dezember 2021 52,0 2.600,0 2.652,0
Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Stand am 31. Dezember 2020 2.540,3 50,0
Ausschüttung/Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten sowie sonstige konsolidierungsbedingte Veränderungen 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 76,9
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0
Stand am 31. Dezember 2021 2.540,3 126,9
Eigenkaptial des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Konzernbilanzgewinn
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn
TEUR
Stand am 31. Dezember 2020 10.576,5 15.818,8 -0,2 1,7
Ausschüttung/Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten sowie sonstige konsolidierungsbedingte Veränderungen -10.078,9 -10.078,9 -2,4 -1,7
Währungsumrechnung 0,0 76,9 0,0 0,0
Konzernjahresüberschuss 11.008,2 11.008,2 2,6 0,0
Stand am 31. Dezember 2021 11.505,8 16.825,0 0,0 0,0
Nicht beherrschende Anteile
Summe
TEUR
Konzerneigenkapital
TEUR
Stand am 31. Dezember 2020 1,5 15.820,3
Ausschüttung/Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten sowie sonstige konsolidierungsbedingte Veränderungen -4,1 -10.083,0
Währungsumrechnung 0,0 76,9
Konzernjahresüberschuss 2,6 11.010,8
Stand am 31. Dezember 2021 0,0 16.825,0

Gezeichnetes Kapital/Kapitalanteile

Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Schell Verwaltungsgesellschaft mbH
TEUR
Schell GmbH & Co. KG
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 31. Dezember 2021 52,0 2.600,0 2.652,0
Ausschüttung/Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten sowie sonstige konsolidierungsbedingte Veränderungen 0,0 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 0,0 0,0
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31. Dezember 2022 52,0 2.600,0 2.652,0
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Stand am 31. Dezember 2021 2.540,3 126,9
Ausschüttung/Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten sowie sonstige konsolidierungsbedingte Veränderungen 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 29,7
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0
Stand am 31. Dezember 2022 2.540,3 156,6
Eigenkaptial des Mutterunternehmens
Konzernbilanzgewinn
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Stand am 31. Dezember 2021 11.505,8 16.825,0
Ausschüttung/Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten sowie sonstige konsolidierungsbedingte Veränderungen -10.486,3 -10.486,3
Währungsumrechnung 0,0 29,7
Konzernjahresüberschuss 7.451,9 7.451,9
Stand am 31. Dezember 2022 8.471,4 13.820,3

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzerns

SCHELL ist ein weltweit führender Hersteller von Armaturen für die Gebäudeinstallation. Neben unseren umfassenden Produktsortimenten Eckregulierventile und Geräteanschluss-Armaturen sind wir der Systemanbieter für alle Armaturen rund um Waschtisch und Dusche, WC und Urinal im öffentlichen Sanitärraum.

Wir zählen zu den Technologieführern unserer Branche. Kompromisslose Qualitätspolitik, Nachhaltigkeit und unsere innovativen Produkte begründen seit über 80 Jahren das international hervorragende Image unserer Marke.

B. Wirtschaftsbericht

I. Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen

Nachdem die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren maßgeblich beeinflusst haben, ist im Jahr 2022 eine stete Normalisierung der Situation zu erkennen. Dennoch ist das vorherrschende Wachstum im Laufe des Jahres 2022 deutlich abgeflacht. Die bereits durch die Corona-Krise geschwächte Wirtschaft wird durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erneut stark belastet.

Gestiegene Energiepreise, brüchige Lieferketten, sowie eine hohe Teuerung und Rekordschulden lasten unverändert auf der Weltwirtschaft. Die Europäischen Staaten sind vor allem von der voranschreitenden Inflation stark betroffen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) geht davon aus, dass die Inflation deutlich langsamer zurückgeht, als zunächst erwartet. So liegt die durchschnittliche Inflation 2022 noch bei 8,4 % und soll in 2023 nur um 2,1 % auf 6,3 % sinken. Um dem entgegenzuwirken, strebt die EZB für 2023 ein restriktives Zinsniveau an und hebt im Dezember 2022 alle drei Leitzinsen um 0,5 %-Punkte. So wird dem Markt auf lange Sicht Liquidität entzogen.

China, die global zweitgrößte Volkswirtschaft, hat im Jahr 2022 ein Wachstum von 3,0 % erreicht; damit blieb China in diesem Jahr unter seinen vorgegebenen Zielen zurück. Auch für das Jahr 2023 wird erwartet, dass China seine Wachstumsziele nicht erfüllen kann. Dies ist vor allem auf die Abkehr von der Null-Covid-Politik im Dezember 2022 zurückzuführen, die bereits zu Beginn des Jahres 2023 eine Welle an Virusinfektionen ausgelöst hat, die sich in den nächsten drei bis sechs Monaten negativ auf die chinesische Wirtschaft auswirken werden.

In Deutschland hat sich die Wirtschaft trotz der Energiekrise und Lieferkettenproblemen als widerstandsfähig erwiesen. So ist das Bruttoinlandsprodukt gemäß Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 13.01.2023 um 1,9 % gestiegen, nachdem im Vorjahr ein Anstieg von 2,7 % verzeichnet werden konnte. Somit befand sich die deutsche Wirtschaft trotz des Ukraine-Krieges und der damit einhergehenden Energiepreiskrise auf Wachstumskurs.

Die Produktion wurde dennoch durch Schwierigkeiten in den Lieferketten sowie Materialengpässe beeinträchtigt, nachdem sie bereits im Vorjahr aufgrund stockender Lieferketten noch nicht wieder richtig hochgefahren werden konnte.

Bei der Bauleistung wird für das Jahr 2022 ein Volumen von 1.897 Milliarden Euro prognostiziert (Stand November 2022). Für 2023 wird immer noch ein Volumen von 1.902 Milliarden Euro erwartet, bevor in 2024 eine Stagnation eintreten soll.

Im Wohnungsneubau wird für 2022 ein Niveau von 941 Milliarden Euro erwartet. Das Wachstum in diesem Bereich wird vor allem vom Renovierungsgeschäft getragen. So soll der Wohnungsneubau nur um 2,6 % zulegen, während im Renovierungsgeschäft mit einem Plus von 6,1 % zu rechnen ist. Diese Sonderkonjunktur in der Renovierung ist jedoch vor allem staatlichen Fördermaßnahmen in einigen europäischen Ländern zuzuschreiben. Infolge des Auslaufens dieser Programme ist in diesem Sektor in 2023 mit einer rückläufigen Entwicklung zu rechen.

Der VDMA bemerkt, dass der Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2022, trotz unerwartet schwieriger Umstände auf Kurs geblieben ist. Er geht für 2023 von einer anhaltenden Belastung durch die Ukraine-Krise aus, ist aber dennoch zuversichtlich gestimmt. Die Unternehmen der Branche hätte im Angesicht der Krise ihre "unternehmerische Freiheit, Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit bewiesen. Für 2023 sei mit einem leichten Produktionsrückgang von 2 % zu rechnen. Dies sei jedoch weit entfernt von Rückschlägen früherer Jahre und bestätige die Robustheit der Industrie".

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Dezember 2022 bei 8,6 %, fiel damit jedoch deutlich niedriger aus, als in den Vormonaten. Im November 2022 hatte sie bei 10,0 % gelegen und im Oktober noch bei 10,4 %. Dies ist auf die zum Jahresende ausgezahlten Dezember-Soforthilfen zurückzuführen. Im Jahr 2022 betrug die Inflationsrate im Durchschnitt 7,9 %, einen höheren Stand hat man zuletzt im Jahr 1993 verzeichnet. Am Arbeitsmarkt hielt die Erholung bis zuletzt an. Es zeichnet sich aber ab, dass die Kurzarbeit wieder steigen könnte, darauf deuten die Anzeigen im Dezember hin.

II. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns - Analyse

Nach unserer Einschätzung konnte das Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Umsatzerlöse von 118,4 Mio. EUR übertrafen das Vorjahr mit einem Zuwachs von 3,5 Mio. EUR. Dies entspricht einer Veränderung von + 3,0 %. Die Gesamtleistung (= Umsatzerlöse +/ Bestandsveränderung bei den unfertigen/fertigen Erzeugnissen + andere aktivierte Eigenleistungen) hingegen verminderte sich von 119,3 Mio. EUR in 2021 um 0,5 Mio. EUR auf 118,8 Mio. EUR in 2022 (= - 0,4 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,5 Mio. EUR sanken gegenüber dem Vorjahr (0,9 Mio. EUR).

Im Wesentlichen aufgrund höherer Rohstoffpreise erhöhte sich der Materialaufwand von 55,5 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR (= + 2,0 %) auf 56,6 Mio. EUR. Bei einer höheren Materialintensität von 47,6 % verminderte sich der Rohertrag (= Gesamtleistung - Materialaufwand) um 1,6 Mio. EUR (= - 2,5 %).

Der Personalaufwand erhöhte sich trotz einer leicht fallenden Zahl an Beschäftigten (2022: 427; 2021: 431 jeweils ermittelt i. S. v. § 267 Abs. 5 HGB) um 1,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Personalintensität stieg in diesem Zuge von 24,2 % um 1,1 %-Punkte auf 25,3 %.

Der sonstige betriebliche Aufwand stieg um 2,3 Mio. EUR auf 19,9 Mio. EUR. Im Verhältnis zur Gesamtleistung betrug dieser Aufwand 17,8 % gegenüber 14,8 % im Vorjahr.

Der Zinsaufwand der Gesellschaft verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. EUR und betrug im Berichtsjahr 1,3 Mio. EUR.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken auf 1,4 Mio. EUR.

Der Jahresüberschuss verringert sich von 11,0 Mio. EUR in 2021 um 3,5 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR in 2022. Die Umsatzrentabilität (= Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand / Umsatzerlöse) minderte sich gegenüber dem Vorjahr von 13,2 % auf 8,6 %.

Bei einer Verkürzung der Bilanzsumme um 5,7 Mio. EUR zeigen die Aktiva- und Passivastruktur keine signifikanten Veränderungen zum Vorjahr. Der Anteil des mittel- und langfristigen Vermögens (mit einer Fälligkeit von > 1 Jahr) erhöht sich um 7,2 %-Pkte. auf 29,8 % der Bilanzsumme. Das mittel- und langfristige Kapital (mit einer Fälligkeit von > 1 Jahr) erhöhte sich um 2,0 %-Pkte. auf 84,6 % der Bilanzsumme. Der "goldenen Finanzierungsregel", dass langfristig gebundenes Vermögen durch langfristiges Kapital finanziert werden soll wird damit unverändert genügt.

Im Kurzfristbereich ist die "working capital ratio" (= Umlaufvermögen / Fremdkapital mit Restlaufzeiten von nicht mehr als einem Jahr) als wichtige Kennziffer zur Beurteilung der Wahrung des finanziellen Gleichgewichts mit 4,7 im Vergleich zum Vorjahr mit 4,6 leicht gestiegen.

Das bilanzielle Eigenkapital ist mit 13,8 Mio. EUR um 3,0 Mio. EUR zum Bilanzstichtag des Vorjahres vermindert. Die um 2,5 %-Pkte. niedrigere Eigenkapitalquote von 19,1 % (31.12.2021: 21,6 %), als Verhältnisgröße, ist vor allem durch die Bilanzverkürzung in Höhe von 5,7 Mio. zum 31.12.2022 bedingt. Unter Einbeziehung der langfristigen Gesellschafterverbindlichkeiten in Höhe von 17,8 Mio. EUR (31.12.2021: 17,8 Mio. EUR) beträgt das "wirtschaftliche" Eigenkapital 31,5 Mio. EUR (31.12.2021: 34,6 Mio. EUR). Dies entspricht einer "wirtschaftlichen" Eigenkapitalquote von 43,7 % (31.12.2021: 44,5 %) und damit einer Verminderung um 0,8 %-Punkte.

III. Nicht finanzielle Ziele/Leistungsindikatoren

Zur Sicherung des langfristigen Erfolges werden von uns insbesondere folgende Ziele verfolgt:

Herstellung von Produkten mit der Spitzenqualität "Made in Germany".

Wir liefern heute mehr als 2.000 kompetente Antworten auf die weltweit gestiegenen Ansprüche unserer Kunden hinsichtlich Hygiene, Wassersparen, Zuverlässigkeit und Robustheit. Unsere Produkte und Prozesse werden ständig geprüft und sind somit mit den entsprechenden Qualitäts- und Sicherheitszertifikaten ausgezeichnet. So ist z. B. das Qualitätsmanagement von SCHELL vom »TÜV« nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.

Weil Qualität gerade bei Armaturen in öffentlichen, halböffentlichen und gewerblichen Sanitärräumen eine große Rolle spielt, legen wir sehr großen Wert auf hochwertige und hygienische Materialien sowie ein technisches Design, das hohe Lebensdauer und besten Schutz bei eventuell auftretendem Vandalismus garantieren.

Nachhaltigkeit

Es ist unser Ziel, einen wesentlichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Hierzu haben wir Armaturentechnologie entwickelt, die den Wasserverbrauch signifikant reduziert und Energie zur Warmwassernutzung effizient nutzt. Viele unserer Produkte sind mit dem europäischen Water Efficiency Label "WELL" ausgezeichnet.

Mit dem SCHELL Wassermanagement-System SWS lassen sich alle SCHELL Armaturen eines Gebäudes intelligent vernetzen und steuern, parametrieren und verwalten - mit SMART.SWS sogar per Fernzugriff weltweit. Der Nutzer hat so stets die volle Kontrolle und auch den Überblick über Abgabemengen und Defekte. So kann er Effizienz und Nachhaltigkeit gezielt steuern - und steigern.

Nachhaltigkeit geht bei uns jedoch weit über Produkte hinaus. Unsere Produktionsprozesse finden z. B. komplett in unseren beiden Werken im Sauerland statt. Das erspart Logistikkosten und der Natur vermeidbare Umweltbelastungen, für uns ebenso selbstverständlich wie der ressourcenschonende Einsatz von Materialien. So werden z. B. sämtliche Messingspäne und -grate, die in der Produktion anfallen, in einem Materialkreislauf gesammelt und dem Messinghersteller zur Wiederverwertung zurückgegeben. Weiterhin haben wir durch bauliche Veränderungen energiesparende Maßnahmen umgesetzt, die die Produktion deutlich ressourcenschonender gestalten.

Mitarbeiter

Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg sind die Mitarbeiter/innen und deren Know-How.

Seit 90 Jahren produzieren wir am Standort Olpe unsere Sanitär-Armaturen. Ausbildung bei SCHELL hat eine lange Tradition. Damit wir diese auch zukünftig fortsetzen können, bilden wir stetig aus.

Entsprechend der Unternehmens- und Qualitätspolitik ist das Personalmanagement ein wesentlicher Einflussfaktor für den Erfolg. Folglich sind u. a. das regelmäßige Angebot und die Durchführung von Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen wichtig für die Fähigkeiten, das Sach- und Fachwissen der Mitarbeiter. Wir verstehen Schulung als Mittel, um eine optimale Nutzung der organisatorischen wie technischen Möglichkeiten zu erreichen sowie ein qualitäts-, kunden- und verbesserungsorientiertes Denken bei allen Mitarbeitern zu fördern.

C. Forschungs und Entwicklungsbericht

An der Weiterentwicklung der Fertigungsverfahren wird ebenso kontinuierlich gearbeitet wie an weiteren rationalisierungs- und qualitätsverbessernden Maßnahmen. Zugehörige Projekte sind in der ständigen Entwicklung. Die Forschung und Entwicklung von ressourcenschonenden und hygieneförderlichen Produkten wird verstärkt.

D. Prognose, Chancen und Risikobericht

Unsere Geschäftspolitik ist von dem Grundsatz geprägt, die unvermeidbaren Risiken jeder unternehmerischen Tätigkeit durch möglichst frühzeitige Identifikation, Bewertung und Ergreifen von Gegenmaßnahmen gering zu halten. Aufgrund der Größe des Konzerns benötigen wir dazu kein ausgebautes Überwachungssystem, sondern gewährleisten dieses unmittelbar auf Geschäftsführungsebene.

Gleichzeitig verfolgt die Geschäftsführung die Strategie, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen, um ertragsorientiertes Wachstum zu realisieren.

I. Wesentliche Risiken

Absatzmarktrisiken

Konjunktureintrübungen führen zu einem rückläufigen Neubau von Immobilien sowie einer rückläufigen Sanierung von Immobilien und somit im Ergebnis zu Absatzrückgängen. Wir begegnen diesem Risiko durch unser diversifiziertes Produktportfolio und den weltweiten Vertrieb unserer Produkte, der es uns ermöglicht, regionale Nachfragerückgänge in anderen Regionen zu kompensieren. Konjunkturellen Eintrübungen wird kurzfristig mit entsprechenden Plänen entgegengewirkt.

Beschaffungsmarktrisiken

Wir verfügen über einen materialintensiven Produktionsprozess. Die Materialquote lag im Geschäftsjahr 2022 bei ca. 47,6 %. Die Rohstoffpreise für Messing und Kupfer haben sich in 2022 kontinuierlich bis zum Jahresende gesteigert. Ebenso sind die Preise für die Komponenten und Halbleiterprodukte gestiegen. Wir begegnen diesem Materialpreisrisiko durch einen vorausschauenden und diversifizierten Einkauf und nutzen konsequent Marktpreisrückgänge im Rahmen der Marktentwicklung.

Forderungsausfallrisiken

Für den Forderungsbestand bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken. Diese Ausfallrisiken werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten unserer Kunden laufend überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Ferner werden die Ausfallrisiken durch den Abschluss von Warenkreditversicherungen minimiert.

Sofern der Vertrieb über eine Tochtergesellschaft erfolgt, trägt diese das Fremdwährungsrisiko.

Beteiligungsrisiken

Die Gesellschaft ist an mehreren Tochtergesellschaften beteiligt. Im Falle negativer wirtschaftlicher Entwicklungen dieser Tochtergesellschaften kann dieses dazu führen, dass der Zeitwert der Beteiligungen zurückgeht und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen sind. Diesem Risiko wird durch ein effektives Beteiligungscontrolling entgegengewirkt.

IT-Risiken

Zur Begrenzung der Risiken aus dem IT-Bereich wird moderne Hard- und Software eingesetzt. Die üblichen Backup-Systeme sind im Einsatz. Neben Virenscannern, Firewall-Systemen sowie Verschlüsselungsverfahren sorgen Zugangs- und Zugriffskontrollen für ein hohes Maß an Sicherheit.

Risiken aus der Ukraine-Krise

Das Absatzrisiko in der Ukraine, Russland und Weißrussland ist wegen niedriger Umsätze gering; ein direkter Bezug von Waren aus diesen Ländern ist nicht vorhanden. Daher sehen wir keine negativen Einflüsse für unsere Gesellschaft, welche über die der gesamtdeutschen Industrie hinausgehen.

II. Wesentliche Chancen

Schell verfügt über konkurrenzfähige Produkte, einen starken Markennamen, ein dichtes Vertriebsnetz, eine moderne und flexible Produktion sowie Mitarbeiter mit fundiertem Know-How. Dieses versetzt uns in die Lage, flexibel auf die Kundenanforderungen zu reagieren, neue Kunden zu gewinnen sowie neue Märkte zu erschließen. Auch verfügen wir mit unserem Produktportfolio und Qualitätsbewusstsein über die passenden Lösungen auf die Nachfrage zu mehr Trinkwasser- und Sanitär-Hygiene.

III. Prognose zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2023 ff.

Die Experten des Branchennetzwerks Euroconstruct prognostizieren, dass das Wachstum der Bauproduktion bis zum Jahr 2023 europaweit auf 0 % sinken wird. Lediglich für den Tiefbau ist eine positive Tendenz zu erwarten. Die Entwicklung in anderen Sektoren wird jedoch negativ ausfallen. Die Wachstumprognose für das europäische Baugewerbe ist auf 0,2 % gesunken, sodass die Produktion schwächer ausfallen dürfte als erwartet. Mit einer Erholung ist erst in 2025 zu rechnen.

Ein Großteil der negativen Prognosen ist auf den Wohnungsbau- und den Renovierungssektor zurückzuführen. Der Boom bei Wohnungsneubauten in ganz Europa ist aufgrund der steigenden Zinsen jedoch stark zurückgegangen. Die Immobilienverkäufe haben sich verlangsamt, das Verbrauchervertrauen ist gesunken und in vielen Ländern besteht ein Überangebot.

Mit Ausnahme der Länder Schweiz, Österreich, Tschechien, Norwegen, Schweden und Dänemark wird für Europa dennoch ein Wachstum in der Baubranche prognostiziert.

Italien schneidet wie bereits im Vorjahr mit einem Wachstumsniveau von 12,1 % am besten ab. Dies ist zu einem großen Teil auf EU-Subventionen zurückzuführen. Das Vereinigte Königreich ist die unter anderem am schlechtesten abschneidende Volkswirtschaft, mit einer Wachstumsprognose von -0,4 % in der Bauproduktion. Es steht somit auf einer Stufe mit Deutschland. Hier ist bis 2025 mit stagnierenden bis negativen Wachstumsaussichten zu rechen (Euroconstruct November 2022).

Die deutsche Wirtschaft hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Verlauf des Jahres 2022 gut verkraftet, weshalb auch für 2023 pandemiebedingte Wachstumsrückgänge weitestgehend ausgeschlossen werden können. Lediglich die Abkehr der chinesischen Politik von der bisher verfolgten Null-Covid-Strategie birgt ein gewisses Risiko aufgrund der Vielzahl an Ungeimpften und potenzieller Entwicklungen neuer Mutationen. Dies kann bisher jedoch nur schwer abgeschätzt werden.

Corona hat weltweit das Bewusstsein für die Handwasch-Hygiene geschärft, da in großen Öffentlichkeitskampagnen immer wieder regelmäßiges und gründliches Händewaschen als der einfachste und effektivste Schutz vor Corona propagiert wurde. Für zusätzliche Sicherheit und maximale Hygiene sorgen berührungslose Armaturen, wie die modernen Produkte für den öffentlichen und semi-öffentlichen Bereich von SCHELL. Auch das Thema Wiederinbetriebnahme von Büro-Gebäuden wird nach der Pandemie eine große Rolle spielen. Der Gebäudestillstand kann gefährliche Bakterien wie Legionellen in den Trinkwasser-Installationen auf den Plan rufen. Neben elektronischen Armaturen helfen intelligente Systemlösungen wie SCHELL SWS oder SMART.SWS dabei, Nutzer, Gebäude und Investitionen zu schützen.

Für das Jahr 2023 rechnen wir trotz Lieferengpässen und Preissteigerungen bei den Rohmaterialien mit einer weiterhin anhaltenden steigenden Nachfrage nach unseren hygienischen Lösungen. Unsere Wachstums-Prognose für 2023 liegt im 1-stelligen Prozentbereich. Vor dem Hintergrund der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen gehen wir allerdings von einem leichten Ergebnisrückgang aus.

Die Vermögenslage wird im Wesentlichen unverändert bleiben, da das bisherige Investitionsniveau stabil bleiben wird. Auch für die Finanzlage werden keine außergewöhnlichen Veränderungen erwartet.

 

gez. Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Olpe

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Olpe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schell Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Olpe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen vor Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtürmern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtürmern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtürmern resultierende wesentliche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Attendorn, den 14. Juli 2023

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