Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 736462
Vorher
Neckarsee 228. V V GmbH
Eingetragen
3.2.2011
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Internationales Projektmanagement und Beratung im Bereich digitales CRM, Social-Media und Online-Targeting

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Weber
seit 4.5.2026
Geschäftsführer
Boris Terwey
seit 22.4.2026
Geschäftsführer
Thomas Vogt
seit 1.3.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

29.70% identifiziert70.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Thomas VogtHemeraa Holding GmbH
29.70%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BBDO EMEA LimitedGBR
70.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Omnicon Holding Germany GmbH
Germany
17.500 €
70.00%
Hemeraa Holding GmbH
Germany
7.500 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Smart Digital GmbH

Gerlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Smart Digital GmbH, Gerlingen

1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Smart Digital GmbH ist seit 2019 Teil der Omnicom Group Inc., New York/USA, einem der weltweit führenden Medienkonzerne für Unternehmenskommunikation, Public Relations, Werbung und Marketing. Organisatorisch ist das nunmehr ca. 100-köpfige Team von Smart Digital der Omnicom Precision Marketing Group (OPMG) zugeordnet.

Smart Digital ist ein Beratungs- und Technologieunternehmen mit Sitz in Gerlingen bei Stuttgart sowie einer Niederlassung in Berlin. Besondere Spezialisierungen sind die Entwicklung und Implementierung kundenspezifischer Marketinglösungen zur Echtzeit-Personalisierung, welche nahtlos die Marketingplattform Omni von OPMG erweitern. Die Basis für die Smart Digital Lösung bildet künstliche Intelligenz (AI), die auf Echtzeit-Datenströmen aufsetzt.

Zum langjährigen Kundenkreis zählt unter anderem einer der führenden Automobil-Konzerne Europas, für deren verschiedene Marken Smart Digital inzwischen in mehr als 20 Ländern tätig ist, sowie namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen unterschiedlicher Länder.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die globale Wirtschaft1 wuchs 2023 um 3,1 %, eine leichte Erholung von 2,9 % im Jahr 2022. Stärkere private und öffentliche Ausgaben, erhöhte Arbeitskräftebeteiligung, reparierte Lieferketten und niedrigere Energie- und Rohstoffpreise unterstützten die Widerstandsfähigkeit der globalen Aktivität im zweiten Halbjahr 2023. Im Jahr 2024 wird das globale Wachstum voraussichtlich 3,2 % betragen. Die Aussichten sind durch geringere Inflation, allmähliche geldpolitische Lockerung und anhaltende Nachfrage gestützt, obwohl einige Länder mit steigenden Forderungen nach höheren öffentlichen Ausgaben konfrontiert sind.

Für den Euro-Raum2 wird erwartet, dass das durchschnittliche jährliche reale BIP-Wachstum von 3,4% im Jahr 2022 auf 0,6% im Jahr 2023 abnimmt, bevor es sich 2024 auf 0,8% erholt. 2023 hatten die Nachwirkungen der geldpolitischen Straffung einen negativen Einfluss auf das Wachstum. Gleichzeitig beeinträchtigten die ungünstigen Kreditangebotsbedingungen insbesondere Investitionen und Exporte. 2024 hingegen soll das verfügbare Einkommen dank sinkender Inflation steigen. Zudem erholen sich die Exporte aufgrund der verbesserten ausländischen Nachfrage. Diese Entwicklungen sind entscheidend für die wirtschaftliche Situation im Euroraum in den kommenden Jahren.

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland3 einen leichten Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 %. Dies war auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter hohe Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen, schwache Nachfrage und die Energiekrise. Trotz dieser Herausforderungen konnten einige Bereiche wie der Dienstleistungssektor und der Außenhandel das BIP stützen. Für 2024 wird eine Erholung der deutschen Wirtschaft erwartet. Die Prognose sieht ein Wachstum des realen BIP um 0,2 % vor. Gründe dafür sind die allmähliche Erholung von der Krise, eine stärkere Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen sowie Investitionen in Ausrüstung und Infrastruktur.

Die Werbewirtschaft4 in Deutschland hat sich von der Corona-Krise erholt und wächst vor allem dank der digitalen Werbung. Im Jahr 2023 verzeichnete sie ein Wachstum auf 48,87 Mrd. Euro (+1,6 %), was über dem Niveau vor der Pandemie (48,33 Mrd. Euro) liegt. Die Investitionen in Werbung stiegen auf 37,07 Mrd. Euro (+2,5 %), und die Netto-Werbeeinnahmen der Medien erreichten 26,06 Mrd. Euro (+1,4 %). Dieser positive Trend ist hauptsächlich auf das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung zurückzuführen, welches bei den vom ZAW erfassten digitalen Werbeträgern mit +5,4 % deutlich über dem Gesamtmarkt (+1,4 %) liegt. Für das Jahr 2024 sind jedoch Herausforderungen und Risiken zu erwarten. Positive Konjunkturprognosen und Verbesserungen beim Verbrauchervertrauen aufgrund merklicher Lohnsteigerungen könnten Potenziale eröffnen. Dennoch könnten drastische Werbeverbote und Behinderungen des Wettbewerbs im Digitalbereich Chancen zunichtemachen und ganze Sektoren hart treffen. Laut einer ZAW-Trendumfrage befürchten 50 % der ZAW-Mitglieder Insolvenzen, 67 % erwarten Fusionen, 56 % stufen den Fachkräftemangel als groß oder sehr groß ein, und 39 % sehen Arbeitsplätze durch Werbeverbotspläne gefährdet. Insgesamt erfordert die Werbewirtschaft in Deutschland für 2024 produktive Rahmenbedingungen und eine faire Wettbewerbsordnung, um den positiven Trend fortzusetzen und die Branche weiterhin zu stärken.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Die wichtigsten Ziele (finanzielle Leistungsindikatoren) für die Gesellschaft sind zum einen das Erreichen einer Rohertrags-Marge von mindestens 70 % und zum anderen einer EBIT-Marge von über 13 % im Jahr. Beide Zielsetzungen wurden in 2023 wieder erfüllt.

Des Weiteren ist es unser Anspruch, keine Fremdfinanzierung in Anspruch zu nehmen. Dies ist uns seit Bestehen der Gesellschaft gelungen. Wir konnten unseren monatlichen finanziellen Verpflichtungen jederzeit ohne Unterstützung von Dritten nachkommen.

Als besondere qualitative Zielsetzung steht das Wohl der Mitarbeiter im Fokus von Smart Digital. So kommen die Mitarbeiter in den Genuss einer Vielzahl von Zusatzangeboten, wie z.B. Warengutscheinen, Zuschüssen zu ÖPVN als direkter finanzieller Mehrwert, sowie auch viele gemeinsame Aktivitäten, die sowohl die Bindung untereinander als auch zur Firma stärken.

Seit Jahren messen wir die Effekte dieser Aktivitäten über eine anonyme Mitarbeiterumfrage, die wir einmal im Jahr in immer gleicher Struktur und Inhalt durchführen. Die Ergebnisse der Befragung spiegeln die Zufriedenheit der Mitarbeiter wider - sowohl mit dem Unternehmen, den Führungskräften, der Zusammenarbeit im Team als auch über die Teams hinweg. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, Kritik und Verbesserungsvorschläge anonym zu äußern. Die Ergebnisse in 2023 lagen wie in den Vorjahren auf sehr gutem Niveau.

In 2023 ist es uns erneut gelungen, internationale Projekte im Omnicom- Umfeld gemeinsam mit den Schwestergesellschaften zu betreuen. So konnten Bestandsprojekte aus 2022 fortgeführt werden und auch neue Projekte im Intercompany Umfeld gewonnen werden. Smart Digital liefert dabei die Technologie, Consulting-Leistungen und den Backend-Service für die Kunden.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft einen Umsatz (inkl. Bestandsveränderung) in Höhe von 16.021 TEUR realisieren, statt dem ursprünglich ambitionierten Umsatzziel von 20.000 TEUR. Dies ist vor allem auf Auswirkungen der Chipkrise, einem verhaltenen Investitionsgebahren der Kunden aufgrund der allgemeinen politischen Lage verhalten und der damit zusammenhängenden Lieferengpässe eines unserer Großkunden zurückzuführen.

In der Gesamtschau sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 sehr zufrieden. Wir konnten - trotz der Verfehlung unseres Wachstumsziel bezogen auf den Umsatz - unsere wichtigsten Leistungsindikatoren gesetzten Ziele erneut erreichen.

2.3 ERTRAGSLAGE

Die Umsatzerlöse (inkl. Bestandsveränderungen) betrugen 16.021 TEUR im Vergleich zu 16.230 TEUR im Vorjahr, was einer Minderung von 1,29 % entspricht. Diese Abnahme ist vor allem auf das zurückhaltende Investitionsverhalten im Automobilbereich zurückzuführen.

Die Rohertragsmarge im Geschäftsjahr 2023 betrug 84 % (2022 81 %), die EBIT-Marge lag bei 20,59 % (2022 18,7 %). Die Verbesserung der EBIT-Marge ist vor allem auf die nachfolgend genannten Punkte zurückzuführen.

Aufwendungen für bezogene Leistungen (2.713 TEUR / 2022 3.115 TEUR) sind im Vergleich zum Vorjahr um 12,9% gesunken, was vor allem auf geringe bezogene Leistungen von einer Schwestergesellschaft zurückzuführen ist.

Es gab einen geringen Abfall von 37 TEUR bei der Position "sonstiger betrieblicher Aufwand" (2023 1.576 TEUR / 2022 1.613 TEUR). Kostensenkungen sowie -erhöhungen innerhalb der einzelnen Positionen glichen sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu aus.

Der Personalkostenblock ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (2023 8.775 TEUR / 2022 8.658 TEUR). Im Durchschnitt waren in 2023 99 statt 101 Arbeitnehmer im Jahr 2022 beschäftigt. Der Anstieg der Personalkosten beruht darauf, dass sich das Gehaltsniveau insgesamt erhöht hat.

Insgesamt erzielte die Smart Digital im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.327 TEUR (2022 2.178 TEUR). Die Verbesserung in Höhe von 149 TEUR zum Vorjahr beruht v.a. auf den verminderten Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 402 TEUR, die die Kostenanstiege der anderen Bereiche abfedern konnten.

2.4 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 8.034 TEUR (2022 7.772 TEUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 476 TEUR auf 5.270 TEUR (2022 4.794 TEUR). Dieser Anstieg hat seine Ursache vor allem darin, dass das Umsatzvolumen innerhalb des Konzerns zugenommen aber sich auch das Zahlungsverhalten der Schwestergesellschaften im Vergleich zum Vorjahr weiter verschlechtert hat.

2.5 FINANZLAGE

Der Bankbestand zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 350 TEUR ist im Vergleich zum Vorjahr wiederum gesunken (403 TEUR). Dies liegt daran, dass seit dem Geschäftsjahr 2020 ein Verrechnungskonto mit der Omnicom Financial Services Limited eingerichtet wurde. Hierauf sind nicht für den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb notwendige Barmittel einzuzahlen. Zum Jahresende belief sich der Bestand auf 3.144 TEUR, so dass einschließlich dieser IC Forderung Finanzmittel von 3.494 TEUR vorhanden sind (2022 4.306 TEUR).

Die Gesellschaft ist zu 100 % eigenfinanziert.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 5.246 TEUR (2022 5.019 TEUR). Im Geschäftsjahr wurde eine Gewinnausschüttung über 2.100 TEUR durchgeführt.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

3 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 RISIKOMANAGEMENT

Im Zuge unseres umfassenden Risikomanagements ist es unser Ziel, sowohl potenzielle Risiken als auch sich abzeichnende Chancen frühzeitig zu identifizieren.

Dadurch können wir Risiken minimieren und Chancen gezielt nutzen. Ein Schlüsselelement unseres Risikomanagementsystems ist ein detailliertes, monatliches Reporting, welches auf Unternehmensebene sowie im Rahmen der Omnicom Gruppe stattfindet. So sind wir in der Lage, globalen Risiken effektiv zu begegnen.

3.2 WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben volatil, was Smart Digital vor Herausforderungen stellt allerdings auch Chancen eröffnet.

Die bestehenden Konjunkturschwankungen können zu Budgetkürzungen bei unseren Kunden führen, bieten jedoch auch Chancen in Phasen wirtschaftlichen Wachstums. Insbesondere unser stärkster Bereich (Automobilwirtschaft) ist von diesen Schwankungen besonders betroffen.

Die Zugehörigkeit zur Omnicom Gruppe mildert das Risiko der Kundenkonzentration und eröffnet neue Akquisitionschancen.

Die anhaltenden globalen Unsicherheiten, die anhaltend hohen Energiepreise und die Inflation beeinflussen das Investitionsverhalten unserer Kunden ebenso. Diese Entwicklungen erfordern von uns hohe Flexibilität, eine vorausschauende Planung und stetige Anpassung sowie die Suche nach innovativen Lösungen, um die Risiken zu minimieren und gleichzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

Der Fachkräftemangel speziell im technologischen Bereich bleibt weiterhin eine Herausforderung, auf die wir mit gezielter Talentförderung und attraktiven Arbeitsbedingungen reagieren. Unsere Bemühungen konzentrieren sich darauf, Smart Digital als bevorzugten Arbeitgeber zu positionieren und interne Entwicklungswege zu stärken.

1 International Monetary Fund, Global Economy Approaches Soft Landing, but Risks Remain, 30.01.2024, https://www.imf.org/en/Blogs/Articles/2024/01/30/global-economy-approaches-soft-landing-but-risks-remain

2 Europäische Zentralbank, Gesamtwirtschaftliche Euroraum-Projektionen, Dezember 2023, https://www.ecb.europa.eu/pub/projections/html/ecb.projections202312_eurosystemstaff~9a39ab5088.de.html

3 Statistisches Bundesamt (Destatis), Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland (PDF), 15.01.2024, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf

4 Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V., Werbemarkt 2023 dank digitaler Erlöse im leichten Plus, 21.12.2023, https://zaw.de/werbemarkt-2023-dank-digitaler-erloese-im-leichten-plus/

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 49.874,00 17.721,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.562,00 4,00
II. Sachanlagen 12.262,00 17.667,00
III. Finanzanlagen 25.050,00 50,00
B. Umlaufvermögen 7.947.303,24 7.702.339,60
I. Vorräte 193.374,44 167.092,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.403.897,70 7.132.340,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 350.031,10 402.906,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.322,89 52.280,00
Summe Aktiva 8.033.500,13 7.772.340,60

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.246.208,85 5.019.092,12
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.894.092,12 2.816.420,01
III. Jahresüberschuss 2.327.116,73 2.177.672,11
B. Rückstellungen 2.087.062,97 2.113.270,30
C. Verbindlichkeiten 582.659,34 492.507,03
D. Rechnungsabgrenzungsposten 117.568,97 147.471,15
Summe Passiva 8.033.500,13 7.772.340,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.542.201,37 13.347.247,74
2. Personalaufwand 8.775.335,45 8.657.950,90
a) Löhne und Gehälter 7.530.903,95 7.421.602,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.244.431,50 1.236.348,19
davon für Altersversorgung 35.557,39 34.223,42
3. Abschreibungen 5.763,50 41.795,11
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.763,50 41.795,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.575.731,07 1.613.002,34
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.158,08 1.567,13
davon aus verbundenen Unternehmen 57.156,98 1.566,03
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 915.412,70 858.394,41
7. Ergebnis nach Steuern 2.327.116,73 2.177.672,11
8. Jahresüberschuss 2.327.116,73 2.177.672,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Smart Digital GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt und ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den geltenden besonderen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1 S. 2, § 266 ff HGB).

Die im vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Smart Digital GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gerlingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 736462

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zum Zeitpunkt des Erwerbs des wirtschaftlichen Eigentums zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt 8 Jahre.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurde von der Bewertungsfreiheit in sinngemäßer Anwendung des nach § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz Gebrauch gemacht. Diese Wirtschaftsgüter sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte auf Basis der angefallenen Herstellungskosten (basierend auf den geleisteten Arbeitsstunden oder Festpreispauschalen ohne Gewinnaufschlag). Projekte mit Verlusterwartung wurden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Wertberichtigungen waren keine vorzunehmen.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital als Teil des Eigenkapitals der Gesellschaft wird zum Nennwert angesetzt.

Passivierungspflichtige Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines Aktivüberhangs latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen, welcher als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

Es werden 100% der Anteile an der Credera Deutschland GmbH, Berlin (Eigenkapital 31.12.2023: 25.000 €, Ergebnis 31.12.2023 -199.923,06) gehalten.

2. Unfertige Leistungen

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um Projekte, die im Geschäftsjahr begonnen, aber noch nicht fertiggestellt und noch nicht abgerechnet wurden.

3. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der Betrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beläuft sich auf EUR 5.269.980,18 (Vj.: EUR 4.793.971,61) und resultiert aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.692.767,97 (Vj.: EUR 890.597,66) sowie aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 3.330.932,21 (Vj.: EUR 3.903.373,95).

4. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem Rückstellungen für Personal in Höhe von EUR 992.719,65 (Vj.: EUR 982.524,29) sowie Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 258.287,58 (Vj.: EUR 195.964,11).

6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf EUR 335.185,68 (Vj.: EUR 246.084,10) und resultiert aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Schwesterunternehmen (EUR 122.492,71), sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber einem Tochterunternehmen und der Umsatzsteuervorauszahlung Dezember 2023 (EUR 212.692,97).

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 197.131,14 (Vj.: EUR 149.138,06), die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Raumkosten (EUR 240.782,15, Vj.: EUR 405.584,83), Softwarelizenzen (EUR 247.000,78, Vj.: EUR 192.436,35) sowie Werbe- und Reisekosten (EUR 265.945,04, Vj.: EUR 226.714,15).

E. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 99 Arbeitnehmer (Vj.: 101 Arbeitnehmer) im Unternehmen beschäftigt. Diese verteilen sich wie folgt:

Verwaltung 16 (Vj.: 14)
Consultants 82 (Vj.: 87)

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 203.398,01, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 125.200,11 sowie mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren in Höhe von EUR 78.197,90. Hierbei handelt es sich um Mietverpflichtungen (EUR 62.713,20) und Leasingverpflichtungen (EUR 140.684,81).

3. Angabe der Gesamtbezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Von der Schutzklausel des § 286 HGB Abs. 4 wurde Gebrauch gemacht.

4. Namen der Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Thomas Vogt CEO, Diplom-Kaufmann

5. Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Omnicom Group Inc., New York / Vereinigte Staaten von Amerika, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten des Mutterunternehmens und der United States Securities an Exchange Comission (www.sec.gov) veröffentlicht.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.327.116,73 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.894.092,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

F. Nachtragsbericht

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Gerlingen, den 13.3.2024

Thomas Vogt

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Smart Digital GmbH, Gerlingen

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Jahresabschluss der Smart Digital GmbH, Gerlingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Smart Digital GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 2. Juli 2024

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