QFAT Holding 2 GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jinjing Yang seit 24.3.2025 | Prokura |
Falko Löhr seit 5.4.2024 | Geschäftsführer |
Jinhua Zhang seit 11.4.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Advanced Technik Composite Corp. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cotesa GmbHMittweidaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Jahr 2022A. Geschäftsmodell Als langjähriger Partner und Lieferant für die Luftfahrtindustrie ist COTESA eine feste Größe im Faserverbundbereich. Wir vereinen innovative Dynamik mit absoluter Kundenorientierung sowie höchsten industriellen Standards in Engineering, Fertigung und Qualitätssicherung. COTESA beherrscht die gesamte Wertschöpfungskette, von der Konstruktion und Technologieentwicklung über die Prozesskonzeption bis hin zu Prototypen- und Serienfertigung einzelner Bauteile sowie die Komplettierung gesamter Baugruppen. Besondere Kompetenzen liegen in der Herstellung von Profilen und Steifen aus CFK (carbonfaserverstärkter Kunststoff), 3D-geformten Sandwich-Strukturen sowie Exterieur- /Interieur-Komponenten und Transmissionswellen für höchste Drehmomentbelastungen. COTESA verfügt zur Produktion über modernste Anlagen wie Autoklaven, 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentren und vollautomatische Tape-Placements. Als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet das Management der COTESA die Umsatzerlöse, die Gesamtleistung, die Materialaufwandsquote, die Personaleinsatzquote, Ausschussquoten, Gesamtleistung pro FTE (Full time Equivalent) und den Jahresüberschuss. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wird die Personalentwicklung, insbesondere der Krankenstand betrachtet. Auch die Unfallstatistik und die Anzahl der Patentanmeldungen finden Berücksichtigung. B. Gesamtwirtschaftliche Situation I. Lage der Wirtschaft Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022 und dessen Auswirkungen haben Europa, und in besonderem Maße Deutschland, vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Die Energiepreise sind seit Beginn des Krieges weiter kräftig gestiegen. Die deutliche Einschränkung russischer Erdgaslieferungen im Sommer 2022 hat die Energiekrise verschärft und die bereits im Jahr 2021 erhöhte Inflation weiter angeheizt. Dies belastet Haushalte und Unternehmen massiv und trübt den konjunkturellen Ausblick deutlich ein. Erschwerend hinzu kommt, dass die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch nicht vollständig überwunden sind und Lieferkettenstörungen andauern. Zusammen mit spürbaren Fachkräfteengpässen verlangsamt dies die konjunkturelle Erholung. Die Energiekrise und Inflation belasten Wirtschaft: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im 3. Quartal 2022 knapp das Niveau aus dem 4. Quartal 2019 - vor der Corona-Krise - überschritten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird durch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine allerdings stark beeinträchtigt. Die massiv gestiegenen Energiepreise führen zu erheblichen Kaufkraftverlusten und dämpfen die privaten Konsumausgaben. Gleichzeitig belasten sie die Produktion insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen. Hohe wirtschaftliche Unsicherheit und ein schwaches außenwirtschaftliches Umfeld lassen in der kurzen Frist von Investitionen und Exporten kaum Wachstumsimpulse erwarten. Demgegenüber ist davon auszugehen, dass die Lieferkettenstörungen sukzessive zurückgehen. Dadurch könnte der hohe Auftragsbestand in der Industrie abgearbeitet werden. Überdies kann damit gerechnet werden, dass die privaten Haushalte einen größeren Anteil ihres Einkommens verausgaben oder Ersparnisse auflösen werden, um ihren Konsum zu glätten. Zusammen mit einem weiterhin robusten Arbeitsmarkt und den Impulsen durch die Entlastungspakete, insbesondere die Gaspreisbremse, dürfte dies den Abschwung dämpfen. Der Sachverständigenrat erwartet für Deutschland ein BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr 2022. Dabei resultiert das Wachstum im Jahr 2022 aus dem statistischen Überhang aus dem vergangenen Jahr und dem noch aufwärtsgerichteten 1. Halbjahr 2022, während im zweiten Halbjahr von einer Stagnation auszugehen ist. Im Jahr 2023 dürften die Abwärtskräfte überwiegen und das BIP um 0,2 % zurückgehen. Es bestehen erhebliche Abwärtsrisiken für den konjunkturellen Ausblick. Allen voran könnten ein besonders kalter Winter 2022/23 oder weiter verringerte Erdgaslieferungen dazu führen, dass die Energiepreise weiter steigen. Im Extremfall könnte es zu einer Gasmangellage kommen. Weitreichende Produktionsausfälle und ein starker Anstieg der Betriebsaufgaben könnten die Folge sein. (Quelle: Sachverständigenrat JG202223_Kurzfassung_Sachverständigenrat) II. Branchenentwicklung in der Luftfahrtindustrie Die Luftfahrt hat eine herausragende Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa. Zum einen leistet Luftverkehr einen großen Beitrag zur individuellen Mobilität der Menschen. Zum anderen verbindet die Luftfahrt deutsche Unternehmen mit wichtigen Zuliefer- und Absatzmärkten in aller Welt. Dabei spielt die Luftfracht eine wichtige Rolle - gerade im Handel mit Ländern außerhalb Europas. Passagierverkehr Der Passagierluftverkehr ist im Jahr 2022 wieder stark gewachsen, insbesondere nach der Aufhebung der pandemiebedingten Reisebeschränkungen im Frühjahr. In Deutschland nahm das Angebot der Fluggesellschaften um 80 Prozent gegenüber dem Jahr 2021 zu. Ebenso verzeichneten die übrigen europäischen Länder einen Anstieg um 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während in Deutschland insbesondere europäische Netzwerkairlines ihr Angebot deutlich ausbauen konnten, verzeichneten in den übrigen europäischen Ländern Punkt-zu-Punkt-Airlines und außereuropäische Netzwerkairlines ein stärkeres Wachstum. Das starke Wachstum des Luftverkehrs im Jahr 2022 drückt sich auch in deutlich gestiegenen Passagierzahlen aus. An den deutschen Flughäfen wurden 164,7 Millionen Reisende gezählt. Das waren 110 Prozent mehr als im Vorjahr. Da die Passagierzahl stärker wuchs als das Angebot, konnte somit die Auslastung der Flugzeuge verbessert werden. Nachdem das erste Quartal 2022 noch durch eine geringe Reisetätigkeit infolge der strikten Corona-Bestimmungen geprägt war, nahm die Nachfrage im Frühjahr sprunghaft zu. Ähnlich hat sich der Travel-Retail-Markt entwickelt, zu dem u.a. die Duty-Free-Shops an den Flughäfen zählen. Passagierzahl nach Zielgebieten im Detail: Innerdeutsch: 18,8 Mio. Europa: 116,6 Mio. Interkontinental: 29,3 Mio 2022 erreichte das Angebot im Luftverkehr in Deutschland 70 Prozent des Niveaus aus dem Vor-Corona-Jahr 2019. Damit verläuft der Wiederanstieg in Deutschland langsamer als in anderen europäischen Ländern: Dort lag das Angebot der Fluggesellschaften 2022 bereits bei 84 Prozent des Wertes von 2019. Ein wesentlicher Treiber hierfür ist das starke Wachstum der Punkt-zu-Punkt-Airlines außerhalb Deutschlands. In diesen europäischen Ländern hat das Angebot bereits das Niveau von 2019 überschritten (103 Prozent). Mit Hinweis auf die vergleichsweise hohen Standortkosten (insb. Luftverkehrssteuer, Gebühren für Flugsicherung, Sicherheitskontrollen) haben die Punkt-zu-Punkt-Airlines ihr Angebot in Deutschland sehr viel weniger hochgefahren. Der internationale Luftverkehr von und nach Deutschland hat 2022 wieder stark zugelegt. Auf Strecken ins europäische Ausland flogen insgesamt 83 Millionen Menschen. Das zeigt eine Analyse der Verkehrsströme durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Passagierzahl entspricht 69 Prozent des Niveaus von 2019. Nach dem Entfall von Einreisebeschränkungen in zahlreichen Ländern sprang 2022 auch die Nachfrage nach Interkontinentalflügen wieder an. 21 Millionen Menschen nutzten diese Flüge, was 62 Prozent der Passagierzahl von 2019 entspricht. Dagegen ist die Nachfrage nach innerdeutschen Flugreisen 2022 deutlich schwächer gewachsen. Mit rund vier Millionen Passagieren erreichte die Zahl der Reisenden 29 Prozent des Niveaus von 2019. Frachtverkehr Das Volumen der an deutschen Flughäfen verladenen Güter ging im Jahr 2022 zwar um 7 Prozent auf 5,1 Millionen Tonnen leicht zurück. Nach dem Corona-Ausnahmejahr 2021 mit einem überproportional großen Aufkommen an Luftfracht verzeichnete die Sparte aber auch 2022 eine höhere Nachfrage als in den Jahren vor der Pandemie. Die wichtigsten deutschen Standorte konnten sich 2022 im Wettbewerb mit anderen europäischen Flughäfen behaupten. Mit rund zwei Millionen Tonnen verladenen Gütern nahm der Flughafen Frankfurt erneut die Spitzenposition ein. Der Flughafen München profitierte von der Rückkehr vieler Langstreckenflüge im Passagierbereich, womit die Transportkapazität durch die eingesetzten Großraumflugzeuge ("Bellyfracht") erheblich zunahm. Ausblick 2023 Der weitere Zuwachs des Luftverkehrs von, nach und in Deutschland wird 2023 vor allem durch einen starken Anstieg des Angebots auf interkontinentalen Strecken und im Europaverkehr getrieben. Es erreicht damit 88 Prozent des Angebots von 2019. Auf Inlandsverbindungen zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: Das Angebot von und zu den Luftfahrt-Drehkreuzen (Hubs) in Frankfurt und München steigt auf 77 Prozent des Niveaus von 2019. Dagegen erholt sich das Angebot auf dezentralen Strecken, abseits der Hubs, deutlich langsamer (43 Prozent von 2019). Hier machen sich die zunehmende elektronische Kommunikation sowie eine Verlagerung auf die Verkehrsträger Straße und Schiene bemerkbar. An allen Flughäfen ist in den kommenden Monaten ein erhebliches Wachstum gegenüber dem Sommer 2022 zu erwarten. Besonders starkes Verkehrswachstum zeichnet sich an den großen Drehkreuzen Frankfurt und München sowie an einigen kleineren Flughäfen ab, an denen Punkt-zu-Punkt-Airlines ihr Angebot im Sommer stark ausbauen: Dies betrifft etwa Dortmund und Nürnberg. Dagegen fällt die Erholung des Angebots an den mittelgroßen Standorten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart unterdurchschnittlich aus. Hier haben Punkt-zu-Punkt-Airlines ihr Angebot teilweise erheblich gegenüber der Vor-Corona-Zeit reduziert. (Quelle: https://branchenreport.bdl.aero/jahreszahlen-2022) Airbus SE lieferte im Jahr 2022 insgesamt 661 (Vj.: 611) Verkehrsflugzeuge an 84 Kunden (Vj.: 88) aus und verbuchte 1.078 Bruttobestellungen. Airbus erhielt - auch dank mehrerer bedeutenden Aufträge von weltweit führenden Airlines - 1.078 neue Aufträge (820 netto), die sich auf alle Programme und Marktsegmente verteilen. In Flugzeugstückzahlen erreichte Airbus ein Netto-"Book-to-Bill"-Verhältnis, das deutlich über 1 lag. Die Erhöhung des Brutto-Auftragseinganges im Vergleich zu 2021 um 307 Stück von 771 auf 1.078 entspricht einer Steigerung um 40%. Nach Programmen verbuchte die A220 127 feste Brutto-Neubestellungen. In der A320neo-Familie wurden 888 Brutto-Neubestellungen erreicht. Im Widebody-Segment erzielte Airbus 63 Brutto-Neubestellungen, darunter 19 A330 und 44 A350, von denen 24 auf die neu eingeführte A350F entfielen. Ende Dezember 2022 belief sich der Auftragsbestand von Airbus auf 7.239 (Vj.: 7.082) Flugzeuge. (Quelle: Airbus: DE-PR_Full-Year-2022-Airbus-Commercial-Order-Deliveries.pdf) Auch bei Boeing hat sich sie Auftragslage nach den Corona-Jahren weiter gefestigt: Nach 340 Flugzeugauslieferungen im Jahr 2021 verzeichnet Boing einen weiteren Anstieg im Kalenderjahr 2022 auf 480 (+41%). Dabei hat sich auch das Modell 737 weiter erholt. Die Auslieferungen sind hier von 261 im Jahr 2021 (77 % aller Auslieferungen) auf 386 gestiegen, was 80 % aller Auslieferungen entspricht. Der Netto-Auftragseingang belief sich im Jahr 2022 auf 808 Stück über alle Programme und Marktsegmente hinweg, nach 479 im Vorjahr. (Quelle: Boeing; https://www.boeing.com/commercial/#/orders-deliveries) III. Branchenentwicklung in der Automobilindustrie Die internationalen Automobilmärkte waren im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. Es wurden 71,2 Millionen Pkw abgesetzt. Für das Jahr 2023 geht der VDA für den Pkw-Weltmarkt von einem Plus von 4 Prozent auf 74,0 Mio. Einheiten aus. (Quelle: VDA PM Internationale_Automobilmaerkte_2022_Europa_Japan_und_USA_mit_Rückgängen) Im Gesamtjahr 2022 wurden auf dem deutschen Pkw-Markt 2,7 Mio. Pkw neu zugelassen, 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des Krieges in der Ukraine hatten den Markt und die Produktion das ganze Jahr über - insbesondere aber im ersten Halbjahr - erheblich gedämpft, sodass vor allem im Frühling und Sommer 2022 deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verbleibt 2022 eine erhebliche Absatzlücke von rund 26 Prozent. Gegenüber 2021 gingen die Inlandsorder im Gesamtjahr 2022 um 15 Prozent zurück. Der ausländische Auftragseingang lag im Dezember auf Vorjahresniveau (±0 Prozent). Im Gesamtjahr 2022 liegt das Ordervolumen aus dem Ausland gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent zurück. Im Gesamtjahr 2022 wurden 3,4 Mio. Fahrzeuge in Deutschland produziert, knapp 11 Prozent mehr als 2021. Trotz des durchgängigen Wachstums der vergangenen Monate befand sich das Produktionsvolumen weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau: Die Produktionszahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 wurden 2022 deutlich um gut 26 Prozent unterschritten. (Quelle: VDA PM/2023/230104_Deutscher-Pkw-Markt-2022_Leicht über Vorjahresniveau) Im Jahr 2022 wurden auf dem europäischen Pkw-Markt 11,3 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit blieb auch im vergangenen Jahr die Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen der beiden Vorjahre aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Absatz im zurückliegenden Jahr um 29 Prozent reduziert. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr mehrheitlich negativ: Während die Neuzulassungen in Deutschland um 1 Prozent zulegten, reduzierte sich das Marktvolumen im Vereinigten Königreich (-2 Prozent), Spanien (-5 Prozent) und in Frankreich (-8 Prozent). In Italien reduzierte sich das Neuzulassungsvolumen gar um 10 Prozent. Im Dezember legte der europäische Pkw-Markt gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 Prozent auf 1,1 Mio. neuzugelassene Pkw zu. Das negative Jahresergebnis aber konnte auch dieser Jahresendspurt nicht verhindern. In den USA sind die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr 2021 um 8 Prozent auf 13,7 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Markt 2022 gut 3,2 Mio. Fahrzeuge kleiner. Der Absatz von Light Trucks (-6 Prozent gegenüber 2021) entwickelte sich dabei im vergangenen Jahr weniger schwach als der Absatz von Pkw (-15 Prozent gegenüber 2021). Im Dezember 2022 steht mit 1,3 Mio. neu zugelassenen Light Vehicle ein leichtes Wachstum von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu Buche. Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden im vergangenen Jahr 23,2 Mio. Neufahrzeuge verkauft. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Rückgänge aus dem Frühling, als Lockdowns in wichtigen Absatzregionen für ein stark eingeschränktes Geschäft sorgten, wurden auch dank einer Steuerreduktion auf einen Großteil der verkauften Fahrzeuge im zweiten Halbjahr wieder wettgemacht. Zum Jahresende wurden in China im Dezember gut 2,2 Mio. Neufahrzeuge abgesetzt, 6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. In Japan ist der Absatz von fabrikneuen Pkw im vergangenen Jahr zum vierten Mal in Folge zurückgegangen. Mit gut 3,4 Mio. verkauften Pkw im Jahr 2022 lag das Marktvolumen 6 Prozent unter dem des Vorjahres. Im Dezember wurden 284.300 Pkw verkauft, 1 Prozent mehr als im Dezember 2021. In Russland sind die Light-Vehicle-Verkäufe im Jahr 2022 um 59 Prozent auf knapp 687.400 Einheiten eingebrochen. Aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hatten sich ab März 2022 zahlreiche internationale Automobilhersteller aus Russland zurückgezogen. Auf dem indischen Pkw-Markt wurden 2022 knapp 3,8 Mio. Pkw abgesetzt. Das ist fast ein Viertel mehr als im Vorjahr (+23 Prozent). Im Jahresendspurt wurden im Dezember 235.300 fabrikneue Fahrzeuge verkauft, 7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der brasilianische Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) beschloss das Jahr 2022 knapp unter dem bereits schwachen Vorjahresniveau. Knapp 2,0 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 besteht ein Defizit von 26 Prozent. Im Dezember 2022 wurden in Brasilien 202.200 Fahrzeuge abgesetzt, 4 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres. (Quelle: VDA PM Internationale_Automobilmaerkte_2022_Europa_Japan_und_USA_mit_Rückgängen) Volkswagen-Konzern In Europa gingen die Gesamtauslieferungen um 10,4 Prozent auf 3.153.200 Fahrzeuge zurück. Der Großteil von 2.711.300 Fahrzeugen wurde nach Westeuropa geliefert, wo der Rückgang mit 5,2 Prozent weniger stark ausfiel. In Deutschland, dem Heimatmarkt des Konzerns, stiegen die Auslieferungen um 3,8 Prozent auf 1.029.600 Einheiten. Die Auslieferungen in Zentral- und Osteuropa gingen aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine deutlich um 32,9 Prozent auf 441.900 Fahrzeuge zurück. In Nordamerika nahmen 842.600 Kunden ihre Fahrzeuge entgegen, was einem Rückgang um 7,2 Prozent entspricht. Auf dem südamerikanischen Markt war ein ähnlicher Trend zu beobachten. Dort sanken die Auslieferungen um 8,0 Prozent auf 473.700 Fahrzeuge. In Brasilien, dem größten Markt der Region, wurden 337.400 Einheiten ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang um 10,4 Prozent. Asien-Pazifik verzeichnete mit 2,7 Prozent den geringsten Rückgang aller Hauptregionen. Insgesamt wurden 3.514.000 Fahrzeuge an Kunden übergeben. In China, dem größten Einzelmarkt des Konzerns, zeigte sich eine ähnliche Entwicklung. Die Auslieferungen sanken um 3,6 Prozent auf 3.184.500 Fahrzeuge. Nach deutlichen Rückgängen aufgrund von Lieferengpässen und Covid-bedingten Lockdowns im ersten Halbjahr haben sich die Auslieferungen des Konzerns in der zweiten Jahreshälfte gut erholt und das Vorjahresniveau nur leicht verfehlt. (Quelle: Transformation schreitet voran: Volkswagen Konzern liefert 26 Prozent mehr vollelektrische Fahrzeuge in 2022 aus (volkswagenag.com)) C. Geschäftsverlauf der COTESA Alle Kundenaufträge der EC automotive GmbH (Tochtergesellschaft der COTESA GmbH) wurden 2022 durch Produktionskapazitäten der COTESA GmbH bedient. Die EC automotive wurde ausschließlich als Vertriebsgesellschaft zur Bedienung der Automobilsparte am Markt positioniert. Alle Geschäfte der Luftfahrtbranche werden direkt durch die COTESA GmbH bedient. I. Auftragsbestand, Absatz und Umsatz Die COTESA GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von € 29,6 Mio. verbuchen (Vj.: € 26,5 Mio.). Darin enthalten ist der Maschinenverkauf an die Tochtergesellschaft COTESA China. Für den operativen Umsatzrückgang ggü. 2021 sind Lieferschwierigkeiten ausgelöst durch die Folgen der Corona Krise, im Wesentlichen Verschiebung von Aufträgen, Beschaffungsengpässe beim Material bzw. fehlender Fachkräfte, mitverantwortlich. Auch der Ukraine Krieg sowie die stark ansteigende Inflation und die daraus resultierende Investitions- und Konsumzurückhaltung haben dem Umsatz zugesetzt. COTESA hat ca. 70 % (Vj.: 79 %) ihres Umsatzes mit der Luftfahrtindustrie erwirtschaftet, maßgeblich im zivilen Bereich als direkter oder indirekter Lieferant für Flugzeugprogramme des Herstellers Airbus. Airbus weist im Jahr 2022 mit insgesamt 1.078 Brutto-Bruttobestellungen, bei einem Auftragsbestand von über 5.000 Einheiten, eine Reichweite von durchschnittlich mind. 5 Jahren (variiert nach Flugzeugtyp) aus. In dem für das Wachstum der COTESA GmbH maßgeblichen Segment der Leichtbau-Flugzeuge (weniger Treibstoffverbrauch und/oder mehr Zuladung) hat die Nachfrage wieder angezogen, und es dürfte in den kommenden Jahren mit einer steigenden Nachfrage wieder zu rechnen sein. Neben Airbus besteht ein hohes Interesse an der Belieferung von Composite Bauteilen bei Comac und Boeing. Die COTESA ist bei Comac als gelisteter Lieferant fest für die Belieferung der neuen Flugzeugprogramme C919 und CR929 eingeplant. Der rollierende Gesamtauftragsbestand zu bestehenden Rahmenverträgen in Höhe von € 2,6 Mio. hat sich auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert (Vj.: € 2,7 Mio.). Das Niveau ist im Wesentlichen auf die Verkürzung der Vorlaufzeit in der Platzierung verbindlicher Bestellungen zurückzuführen. Diese erfolgen mittlerweile mit einem Vorlauf von ein bis maximal zwei Monaten, um den Aufwand bei marktüblichen inhaltlichen und terminlichen Anpassungen so gering wie möglich zu halten. Größere Schwankungen und Steigerungen des Auftragsvolumens ergeben sich vor allem aus einer Veränderung der geplanten Produktionsraten beim OEM, die der COTESA GmbH in Form eines verbindlichen Forecasts mit längerem Planungshorizont regelmäßig aktualisiert mitgeteilt werden, so dass kapazitative Anpassungen mit ausreichendem Vorlauf erfolgen können. Auch wenn durch Corona hervorgerufen der Automobilmarkt im vergangenen Geschäftsjahr einen Nachfragerückgang zu verzeichnen hatte, so besteht weiterhin ein deutlicher Bedarf an Sicht- und Strukturbauteilen aus Faserverbundwerkstoffen in den Zielsegmenten Fahrzeugsonderausstattungen der Premiumhersteller sowie Fahrzeugserien im Luxussegment, insbesondere für Supersportwagen. II. Beschaffung Vorprodukte aus glas- und kohlefaserverstärkten Kunststoffgelegen (Prepregs) stellen den mit Abstand größten Anteil am Beschaffungsvolumen des Unternehmens dar. Die Produktionskapazitäten zur Herstellung dieser Faserverbundwerkstoffe werden weltweit weiter ausgebaut. Die Flugzeughersteller sind mit den Prepreg-Produzenten über langfristige Lieferverträge verbunden und stimmen ihre langfristigen Materialbedarfe direkt mit ihnen ab, um die Verfügbarkeit der Vorprodukte für ihre Flugzeugprogramme sicher zu stellen. Komponentenhersteller wie die COTESA GmbH können innerhalb ihres Lieferanteils auf diese vertraglich gesicherten Kapazitäten zugreifen und so von den vorteilhaften Konditionen profitieren, wenn sie sich den festen Dispositionsregeln unterwerfen. Die Einhaltung der langen Bestellvorläufe und Mindestabnahmemengen sichert das Unternehmen über entsprechende Langfristplanungen und eine intensive Lagerbewirtschaftung ab. Das Unternehmen war daher jederzeit in der Lage, die benötigten Prepreg-Mengen zu beschaffen. COTESA arbeitet mit zuverlässigen Lieferantenpartnern (Anbauteile/Normteile) weltweit, sowie mit qualifizierten Dienstleistern (Lackierung) zusammen. Die Materialverfügbarkeit wird u.a. durch regelmäßige Lieferantenaudits sichergestellt. Neben der Optimierung der Beschaffungskonditionen arbeitet das Unternehmen permanent an der Optimierung der Bestandssituation, was zu positiven Einflüssen auf Materialaufwand und Liquidität führt. III. Personal Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2022 wurde aufgrund der noch latent herrschenden Corona-Pandemie, der Energiekrise und den inflationären Belastungen der Wirtschaft infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine mit einer weiteren Anpassung bei den festen Mitarbeitern reagiert. Der Personalbestand hat sich gegenüber dem Jahr 2021 verringert. Im Durchschnitt waren 352 Mitarbeiter beschäftigt (Vj.: 372). Ende Dezember bestanden 330 Beschäftigungsverhältnisse im gesamten Unternehmen, davon 1 Geschäftsführer, 116 Angestellte, 210 gewerbliche Mitarbeiter und 4 Auszubildende. Die im Unternehmen beschäftigten Zeitarbeitnehmer haben sich zudem erhöht. Die Anzahl der Leiharbeitnehmer belief sich im Dezember 2022 auf 67 Mitarbeiter (Dezember 2021 4 Zeitarbeiter). Die COTESA GmbH hat einzelne tarifliche Rahmenbedingungen (bspw. Entgeltrahmentarifvertrag) mit der IG-Metall vereinbart, welche sich an Tarifverträgen der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie anlehnen. IV. Forschung und Entwicklung Ende 2022 beschäftigte die Cotesa GmbH insgesamt 9 MA im Bereich Engineering, 5 MA in der Konstruktion und 5 MA in der Forschung. Zusätzlich sind 6 Fertigungsingenieure permanent mit Produktionsoptimierungen beschäftigt. Forschung (Research) Der im Vorjahr gegründeten Abteilung Forschung zur konsequenteren Bearbeitung von nicht unmittelbar kundenbezogenen Forschungsaufgaben waren im Geschäftsjahr 2022 - wie im Vorjahr - 4 Ingenieure und ein Leiter zugeordnet. Durch die Abteilung wurden - zum Teil mit Unterstützung des COTESA-Werkstofflabors - interne, nicht öffentlich bezuschusste Forschungsaufgaben, Aufgaben zur fachlichen Unterstützung des Gesellschafters ATCC sowie öffentlich bezuschusste Projekte bearbeitet. Im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Einsatzgebiete für die COTESA-Produkte wurde zunehmend auch Forschung im Bereich Produktentwicklung betrieben. Insbesondere das Projekt RECYCLING zielt darauf ab, durch die stoffliche Verwertung von Produktionsverschnitt die Ökobilanz bei der Herstellung von Faserverbundbauteilen zu verbessern. Im Jahre 2022 erhielt die COTESA GmbH die Förderzusage für ein öffentlich gefördertes Forschungsprojekt "Selbsttragender Liner" im Rahmen des Bundesprogramms Technologietransfer Leichtbau (TP-LB). Dies ist auf die inhaltliche Forschungslinie Wasserstoffbasiertes Fliegen abgestimmt. So ist die COTESA GmbH in einer Reihe von Zukunftsmärkten tätig mit dem Ziel, spezifisches IP-Wissen aufzubauen, um bei sich bietenden Marktchancen Referenz-Applikationen vorweisen sowie adäquate Produktionsprozesse aufbauen zu können. Als neuer Forschungsschwerpunkt wurden Automatisierte Fertigungsverfahren für die Faserverbundteileproduktion aufgenommen. In diesem Zusammenhang soll auch die maschinelle und personelle Ausstattung in diesem Bereich erweitert werden. Diese Zukunftsmärkte betreffen zum Beispiel
Die COTESA GmbH erbringt außerdem Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Rahmen von Kundenaufträgen, z.B. für das Airbus CTC Stade, APUS Aeronautical Engineering und für den Triebwerkhersteller Rolls-Royce. Daneben werden zahlreiche interne, nicht öffentlich bezuschusste Forschungsaufgaben zur Verbesserung der Herstellprozesse und -verfahren bearbeitet. Im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Einsatzgebiete für die COTESA-Produkte wird zunehmend auch Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Bereich Produktentwicklung und Materialentwicklung betrieben, wobei in der Vergangenheit der Schwerpunkt mehr im Bereich der Herstellverfahren lag. Die COTESA GmbH kooperiert sehr aktiv mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen, insbesondere der TU Chemnitz, der TU Dresden und der Hochschule Mittweida und verschiedenen Fraunhofer- und Steinbeis-Einrichtungen. Die COTESA GmbH ist weiterhin Konsortialpartner im Forschungscluster FUTURETEX (Programm BMBF Zwanzig20), im Industriebeirat des Exzellenzclusters MERGE und in zahlreichen Fachausschüssen vertreten. Alle geplanten Projekte dienen neben der Erarbeitung von technischen Alleinstellungsmerkmalen auch der Verstärkung unserer Kundenbindung, da in den meisten Projekten die Forschung gemeinsam mit Kunden (z.B. Boeing, AOA) erfolgt. Weitere Forschungsprojekte sind in Vorbereitung. Die im Unternehmen bestehenden, standardisierten Entwicklungsprozesse wurden im Geschäftsjahr 2019 erfolgreich gemäß EN9100 per Überwachungsaudit bestätigt. Das Werkstofflabor erweitert planmäßig das nach ISO 17025 akkreditierte Leistungsspektrum und kann damit weiterhin akkreditierte Laborleistungen für interne und externe Kunden anbieten. COTESA besitzt per Ende des Geschäftsjahres 2022 35 (Vj.: 32 Stück) eigene Patente, wovon einige auch im Ausland angemeldet wurden.
Im Jahr 2022 betrieb die COTESA GmbH öffentlich geförderte Forschung in 6 Projekten (Vj.: 9).
Mit Wirkung 1. Januar 2023 sind zwei weitere öffentlich geförderte Forschungsprojekt hinzugekommen:
Sales & Engineering Die nach der Bildung der Abteilung Forschung verbleibende Entwicklungsabteilung war in 2021 mit der Vertriebsorganisation zur neuen Organisationseinheit "Sales & Engineering" zusammengefasst worden. Zweck dieser Restrukturierung war es, den Vertrieb besser mit Know-How zu unterstützen. Außerdem erforderte das strategische Ziel "Innovationspartner" der Kunden zu werden, ein verstärkt kompetenzbasiertes Auftreten im Kundenkontakt. Die Abteilung Sales & Engineering stellt den technischen Vertrieb sicher und erbringt Entwicklungsleistungen im Rahmen von Kundenaufträgen. V. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von T€ 1.488 (Vj.: T€ 5.985) getätigt. Die allgemeine Investitionszurückhaltung gegenüber dem Vorjahr ist auf das aktuell schwierige Investitionsklima zurückzuführen und durch, soweit nötig, im Wesentlichen Ersatzbeschaffung gekennzeichnet. T€ 64 (Vj.: T€ 488) entfallen diesjährig auf den Ausbau der IT-Infrastruktur sowie zur Verbesserung der Datensicherheit. Es erfolgten Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 1.424 (Vj.: T€ 337), hauptsächlich in Maschinen, Betriebsvorrichtungen und technischen Anlagen zur Erhaltung, zur Steigerung der Produktivität und zur Sicherung der Produktqualität. Bei dem Zuwachs an immateriellen Vermögensgegenständen um T€ 64 handelt es sich überwiegend um Investitionen in die Datensicherheit. Das Unternehmen verfügt über ein vollständig integriertes SAP-System, das sämtliche Produktions-, Logistik-, Qualitäts- und Finanzprozesse abdeckt und miteinander verknüpft. Über eine zusätzliche Business Intelligence Anwendung lassen sich die Daten aus dem ERP-System miteinander und mit Daten von Fremdsystemen entscheidungsorientiert verknüpfen. Mit Zielsetzung auf eine zeitgemäße Archivierung sowie auf eine unternehmensweite und prozessintegrierte Digitalisierung der betrieblichen Dokumente hat das Unternehmen darüber hinaus sein bestehendes Dokumentenmanagementsystem ausgebaut, das über Standardschnittstellen die wechselseitige Kommunikation und Datenverknüpfung mit dem SAP-System ermöglicht. Der Beteiligungsansatz für Tochterunternehmen beträgt T€ 11.469 (Vj.: T€ 13.329). Darin enthalten ist der um die außerplanmäßige Abschreibung geminderte Ansatz für die EC automotive GmbH, Mittweida, in Höhe von € 1 (Vj. T€ 1.860) sowie der Cotesa (China) Co. Ltd. in Höhe T€ 11.469 (Vj. T€ 11.469). VI. Finanzierung / Investor Um das langfristige Wachstum des Unternehmens und die Erschließung neuer Märkte abzusichern, wurde ein strategischer Investor gesucht. Seit dem 16.05.2018 ist die QFAT Holding 2 GmbH 100%ige Gesellschafterin der COTESA GmbH. Dahinter steht in China die Investmentgesellschaft ATCC, Advanced Technik Composite Corp. Changzhou, China. An dieser Gesellschaft ist mehrheitlich der finanzstarke Konzern AT&M (Advanced Technology & Materials Co., Ltd.) beteiligt. Aufgrund erhöhter Auflagen für Kapitaleinlagen von chinesischen Unternehmen im Ausland, wurde ab dem Sommer 2020 ein On-/Offshore Darlehen mit einer Kreditlinie zwecks Stärkung der Kapitalstruktur, der COTESA GmbH bereitgestellt. Mit Änderungsvertrag vom 22. Juni 2022 wurde der Darlehensrahmen von 16 Mio. € auf 24 Mio. € erweitert. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 waren hiervon T€ 17.380 in Anspruch genommen. Die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden überwiegend durch Eigenfinanzierung getätigt, aber auch Mietkauf wurde genutzt. VII. Sonstige wichtige Vorgänge Außer den in diesem Lagebericht ausgeführten Ereignissen sind bei der COTESA GmbH, der EC automotive GmbH und der COTESA (China) GmbH keine besonderen Ereignisse zu verzeichnen. VIII. Zusammenfassung Zusammenfassend ist festzustellen, dass COTESA sich in einem durch den russischen Angriffskrieg beeinträchtigten Marktumfeld (Energiekrise, Inflation und Investitionszurückhaltung) sowie den Folgen aus COVID-19 recht gut behauptet hat. Der Plan-Umsatz wurde in Summe fast erreicht, was im Westlichen im Intercompany-Geschäft begründet liegt. Bereinigt um diesen Effekt ist ein Umsatzrückgang zum Budget zu verzeichnen, der in erster Linie auf den oben genannten Effekten basiert. Die COTESA hat aufgrund Performance- und Qualitätsproblemen keine Kunden oder Projekte verloren. Die Akquise neuer Projekte für die Folgejahre läuft erfolgreich und Cotesa ist optimistisch, die COVID-19 bedingte Eintrübung in den kommenden Jahren vollständig ausgleichen zu können. Insbesondere das Engagement der COTESA in China wirkt sich nachhaltig positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Nach erfolgter Installation der Kapazitäten, Implementierung des ERP-Systems und Zertifizierung der Prozesse nach DIN ISO 9100 sowie entsprechender Abnahme durch unsere Kunden ist der Standort seit Ende 2020 Teil des globalen Produktionsnetzwerks der COTESA Gruppe. Der im Jahr 2019 begonnene Restrukturierungsprozess an den deutschen Standorten wurde weiter erfolgreich umgesetzt und stärkt damit die Position von COTESA im globalen Marktumfeld. D. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage I. Ertragslage Die Umsatzerlöse entwickelten sich nominal positiv im Geschäftsjahr 2022, von T€ 26.525 auf T€ 29.549. Der Anstieg in Höhe von T€ 3.024 bzw. +11 % gegenüber Vorjahr beruht im Wesentlichen auf gestiegenen Umsätzen mit verbundenen Unternehmen (+T€ 3.789). Der anderweitig leichte Rückgang ist auf das weiterhin schwierige Flugzeugbauumfeld (-T€ 357 bzw. -1,7% ggü. Vj.), die Sparten Automotive (-T€ 435 bzw. -14,9% ggü. Vj.) zurückzuführen. Die unternehmerische Gesamtleistung beträgt für das Jahr 2022 T€ 29.691 und beinhaltet Bestandsveränderungen in Höhe von T€ -141. Letztere wurden von T€ 467 im Vorjahr um T€ 609 reduziert. Die Materialintensität, die den Materialeinsatz im Verhältnis zur Gesamtleistung misst und monatlich erhoben und mit Vorjahresvergleichsmonat sowie Plan- und Vorausschauwert verglichen wird, lag mit 53,7 % der Gesamtleistung über dem Niveau des Vorjahres (51,0 %). Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Verhältnis zum Gesamtumsatz des jeweiligen Jahres, der Anteil des Kunden FACC, mit einem vergleichsweise hohen Materialeinsatz im Jahre 2022 höher lag. Bestandteil der Materialkosten sind u.a. die Zeitarbeiter, welche im Jahr 2022 von 4 auf 67 ausgebaut wurden und entsprechend sich auf den Materialeinsatz ausgewirkt haben. Produktivitätsmaßnahmen, die konzeptionell im Jahr 2021 begonnen wurden, wurden im Geschäftsjahr 2022 fortgeführt und werden bei sich belebender Konjunktur ihre volle Wirkung entfalten. Dazu beitragen wird auch die Bündelung von Produktfamilien in Kompetenzzentren, um die Qualitätskosten wie Verschrottung, Ausschuss oder Nacharbeit (5,7 % vom Produktionsvolumen) durch verbesserte Produktionsprozesse weiter zu verbessern (Vj.: 7,9 %). Die Personalaufwendungen verringerten sich leicht um T€ 137 auf T€ 14.638 (Vj.: T€ 14.775). Gleichzeitig erhöhten sich die Aufwendungen für Leiharbeiter auf T€ 658 (Vj.: T€ 269), welche in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen werden. Der Rückgang der Personalaufwendungen gegenüber 2021 um 1% ist im Wesentlichen auf Abbau der festen Mitarbeiter zurückzuführen, da sich die Anzahl der Festangestellten gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 verringert hat. Im Durchschnitt waren 343 Mitarbeiter beschäftigt (Vj.: 372). Ende Dezember bestanden 330 Beschäftigungsverhältnisse im gesamten Unternehmen (Vj.: 381). Dem gegenüber steht der Anstieg der Krankheitsquote. Diese beträgt 12,1% der Sollarbeitszeit (Vj.: 8,0%). Diesem Anstieg entgegenzuwirken, steht weiterhin im Fokus im Jahr 2023. Die operativen Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahr sowie unter anderem die hohe Krankheitsquote haben dazu geführt, dass die Personaleinsatzquote noch einmal um 1,8 %-Punkte auf 57,5 % vom Umsatz im Jahr 2022 gestiegen ist. Die operative Gesamtleistung pro FTE (Full time Equivalent) ist wie im Jahr 2021 auf dem Niveau von ungefähr T€ 72 verharrt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 1.742 bzw. 24 % auf T€ 9.146 resultiert zum Großteil aus einem Anstieg des Aufwands drohender Verluste um T€ 355 auf T€ 416 (Vj.: T€ 61), aus dem Anstieg IT-Beratungskosten um T€ 542 auf T€ 1.788 (Vj.: T€ 1.246) sowie der höheren Instandhaltungskosten in Höhe von T€ 984 (Vj.: T€ 745). Das negative Finanzergebnis setzt sich zusammen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung auf den Beteiligungsansatz der EC automotive in Höhe T€ 1.860 (Vj.: T€ 0) und den Zinsaufwendungen von T€ 704 (Vj.: 648). Unter Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses in Höhe von T€ 2.564 wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 9.749 (Vj.: T€ 9. 050) verbucht. II. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.285 auf T€ 38.547 (Vj.: T€ 39.832) verringert. Hierbei wurde das Anlagevermögen um T€ 5.401 auf T€ 22.514 (Vj.: T€ 27.915) abgebaut, während das Umlaufvermögen sich um T€ 4.121 auf T€ 15.810 (Vj.: T€ 11.689) erhöht hat. Der Abbau auf der Aktivseite aus der Verringerung des Anlagevermögens um T€ 5.401 beruht im Wesentlichen auf den Abgang von Grundstücken und Bauten in Höhe von T€ 3.035 auf T€ 4.176 (Vj.: T€ 7.211). Aufgrund von Überkapazitäten ist es zu einem Immobilienverkauf des sog. Areal B für 3 Mio. Euro mit Kaufvertrag vom 14. April 2022 gekommen. Auch verzeichnen die Technischen Anlagen und Maschinen einen Rückgang um T€ 954 auf T€ 3.950 (Vj.: T€ 4.904). Ferner erfolgte der Ansatz der EC automotive GmbH, Mittweida, mit € 1 (Vj.: T€ 1.860). Während das Vorratsvermögen mit T€ 8.351 (Vj.: T€ 9.391) im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10% zurückging, sind die Forderungen aus Lieferung und Leistung mit T€ 2.707 um T€ 2.053 deutlich gestiegen. Das gleiche betrifft die Forderungen aus Lieferungen an verbunden Unternehmen; hier war ein Anstieg um T€ 1.045 auf T€ 1.250 (Vj.: T€ 205) zu verzeichnen. Die Liquiden Mittel sind ihrerseits gegenüber dem Vorjahreswert um T€ 2.080 auf T€ 3.124 (Vj.: T€ 1.044) gestiegen. Das Eigenkapital auf der Passivseite hat sich um T€ 1.849 auf T€ 11.342 verringert (Vj.: T€ 13.191). Dies ergibt sich aus dem Verlustvortrag in Höhe von T€ 48.964 (Vj.: T€ 39.914) sowie der Kaptalrücklage in Höhe von T€ 69.363, der im Geschäftsjahr 2022 T€ 7.900 durch Einlage zugeführt worden sind. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 9.749 (Vj.: T€ 9.050) sowie der Verlustvortrag in Höhe von T€ 48.964 werden insoweit durch die bestehende Kapitalrücklage in Höhe von T€ 69.363 vollständig kompensiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum 31. Dezember 2022 in Höhe T€ 17.380 (Vj.: T€ 10.348) gegenüber der HSBC Bank und sind insgesamt als langfristig anzusehen. Gleichzeitig belaufen sich die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf T€ 3.449 (Vj.: T€ 3.944). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um T€ 518 auf T€ 2.928, wovon T€ 2.130 auf Lieferanten zurückzuführen sind und T€ 832 aus Mietkaufverträgen resultieren. Letztere weisen einen Rückgang von T€ 533 gegenüber Vorjahr aufgrund ausgelaufener Verträge aus. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um T€ 408 auf T€ 1.580 und sind wesentlich durch den Anstieg der Drohverlustrückstellung um T€ 414 auf T€ 475 bedingt. Die Personalkosten bezogenen Rückstellungen in Höhe von 546 T€ haben sich gegenüber dem Vorjahr dagegen um T€ 55 gemindert (Vj.: 601 T€). Auf Basis des negativen Jahresergebnisses 2022, und bei einer reduzierten Bilanzsumme um ca. 4% verringert sich die Eigenkapitalquote auf knapp unter 30 % (Vj.: 33 %). E. Gesamtbeurteilung Das Wirtschaftsgeschehen im Wirtschaftsjahr 2022 war nicht nur durch die immer noch anhaltende Corona-Pandemie und deren Folgen, aber auch durch den Ukraine Krieg sowie die stark ansteigende Inflation und die daraus resultierende Investitions- und Konsumzurückhaltung beeinträchtigt. Die COTESA GmbH hat jedoch auch im Jahr 2022 ihr Ziel, nämlich die Abbildung wirtschaftlich effizienter Abläufe und Prozesse um sich langfristig am Markt positionieren und die bisheriger Wettbewerbsposition weiter ausbauen zu können, unbeirrt weiterverfolgt. Die COTESA GmbH befindet sich seit dem Kalenderjahr 2019 in einem fortlaufenden Umstrukturierungs- bzw. Anpassungsprozess, um sich an die geänderten Marktbedingungen anzupassen. Hiervon ist bereits ein Großteil umgesetzt. Gleichzeitig ist auf ein, wenn auch vorerst leichtes Anziehen der Nachfrage zu hoffen. Da es gleichzeitig gezielte Maßnahmen zur Produktivitäts- und Effizienzsteigerung gibt, ist mit einer stabilen Personalentwicklung im Jahr 2023 zu rechnen mit positiven Auswirkungen auf Krankenstand und Unfallstatistik. Mit dem Fokus im Bereich "Forschung und Entwicklung" und dem Ziel, diesen weiter auszubauen, sollte mittelfristig auch die Anzahl der Patentanmeldungen weiter steigen. F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht Die Entwicklung verläuft in den einzelnen Weltregionen unterschiedlich. In Nordamerika und Asien gibt es sehr große Inlandsmärkte, die insofern, getragen vom starken Inlandsgeschäft, sich schneller von Covid erholen werden. Insoweit ist insbesondere weiteres Wachstum durch den chinesischen Flugzeughersteller Comac zu erwarten. Das Modell C919, welches in Konkurrenz zum Airbus A320 bzw. zur Boeing 737 treten wird, und dessen Hochlauf sich um das eine oder andere Mal verzögert hat, ist nun im Jahr 2022 zertifiziert worden, um anschließend in Serie gebaut zu werden. Das Model CR929 befindet sich noch in der Entwicklung und wird als Konkurrent zum Airbus A330 aber auch A350 und zur Boeing 787 antreten. Der Erstflug wird in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts erwartet. Airbus fasst den 20-Jahres Ausblick 2022-2041 folgendermaßen zusammen:
Airbus prognostiziert, dass sich die Nachfrage nach neuen Flugzeugen in den nächsten 20 Jahren schrittweise vom Flottenwachstum zum beschleunigten Ersatz älterer, weniger treibstoffeffizienter Flugzeuge verlagern wird. Dies bedeutet einen Bedarf von über 39.400 neuen Passagier- und Frachtflugzeugen, die in den nächsten 20 Jahren ausgeliefert werden - etwa 15.440 davon werden als Ersatz für ältere, weniger treibstoffeffiziente Modelle dienen. Der Bedarf an neuen Flugzeugen umfasst rund 31.620 Flugzeuge, in der Regel Single-Aisle-Flugzeuge wie die A320 und A320-Familien und die A321XLR. Im typischen Widebody-Segment, das durch die A330Neo und A350 abgedeckt wird, wird bis 2041 ein Bedarf von etwa 7.870 Auslieferungen erwartet. Bis zu diesem Jahr wird die überwiegende Mehrheit der in Betrieb befindlichen Verkehrsflugzeuge der neuesten Generation angehören, was die CO 2 -Effizienz der weltweiten Verkehrsflugzeugflotten erheblich verbessern wird. Für das Passagieraufkommen wird voraussichtlich ein jährliches Wachstum von 3,6 % erwartet. (Quelle: Global Market Forecast | Airbus 2022 - 2041) Boeing prognostiziert im 20-Jahresforecast (2022-2041) ein jährliches Wachstum von 2,8 % mit regionalen Unterschieden; so wird zum Beispiel mit einem Wachstum von durchschnittlich 4,8 % in Asia-Pacific, 1,6 % in Nordamerika, 2,7 % in Europa, oder 3,5 % in Afrika gerechnet. Dabei hat sich die Pandemie unterschiedlich auf die Kurz- bzw. Langstrecke ausgewirkt. Der Kurzstreckendienst hat sich schneller erholt, und nähert sich nun dem Niveau von 2019 (oder übertrifft (in einigen Regionen) das Niveau von 2019), während die Langstreckendienste sich nicht so schnell erholt haben. Die Fluggesellschaften werden 19.575 Flugzeuge ausliefern, um den Bedarf des Markts bis 2031 zu decken. Auslieferungen über 20 Jahren bis 2041 beziffern sich auf 41.170 Flugzeuge. Dabei werden neue Single-Aisle Auslieferungen 75 % der Gesamtauslieferungen ausmachen, wobei die Fluggesellschaften mehr als 30.880 Flugzeuge in den nächsten 20 Jahren benötigen. Die Auslieferungen von Großraumflugzeugen über den 20-Jahres-Prognosezeitraum betragen insgesamt 7.230 Flugzeuge, 18 % des Gesamtbedarfs. Die Nachfrage nach Single-Aisle-Flugzeugen von 2022-2031 werden sich auf insgesamt 14.620 Flugzeuge belaufen, was einem Anteil von 75 % der neuen Auslieferungen in den nächsten 10 Jahren ausmacht. Die Nachfrage für neue Widebody-Auslieferungen zwischen 2022-2031 wird sich auf 3.300 Flugzeuge belaufen, was 17 % der Gesamtnachfrage entspricht. (Quelle: Boeing - Commercial Market Outlook 2022-2041) Für das Jahr 2023 wird für den deutschen Markt ein Wachstum um 2 Prozent auf gut 2,7 Mio. Einheiten erwartet. Dies bedeutet aber immer noch ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Für Europa (EU27, EFTA & UK) wird von einem Absatzplus von 5 Prozent auf 11,8 Mio. Pkw ausgegangen. China, wo sich der Markt auch 2022 schon auf hohem Niveau bewegt hat, dürfte 2023 nur leicht um 3 Prozent auf 23,7 Mio. Pkw wachsen. Das bedeutet im Ergebnis, dass der Weltmarkt zwar moderat um 4 Prozent auf 74,0 Mio. Einheiten wachsen dürfte, aber damit auch im Jahr 2023 noch 6,5 Mio. Fahrzeuge (8 Prozent) hinter dem Marktvolumen des Vor-Corona-Jahres 2019 zurückbleibt. Die schrittweise Entspannung der Versorgungslage dürfte im Jahr 2023 zu einer weiteren Erholung der Pkw-Inlandsproduktion führen. Der VDA erwartet einen Zuwachs von 6 Prozent auf 3,7 Mio. Einheiten. Das wären 20 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Die Pkw-Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,3 Mio. Pkw ebenfalls um 6 Prozent zulegen. (Quelle: VDA-Pressemeldung "Standort- und Wettbewerbspolitik unterstützt Klimapolitik" | VDA vom 11. Januar 2023) Mit ihrer anerkannten Kompetenz in der Herstellung anspruchsvoller Faserverbundstrukturen und als Lieferant für sämtliche Airbus-Flugzeugprogramme wird die COTESA GmbH entsprechend von jeder weiteren positiven Entwicklung profitieren. Im Hinblick auf die seitens der Flugzeughersteller fortgeführte Produktion im Berichtsjahr 2022 und die zukünftig auch wieder zu erwartenden Steigerungen der Produktionsraten sowie durch den Ausbau von Lieferanteilen erwartet die COTESA allein aus Lieferungen zu bestehenden Verträgen im Jahr 2022 und auch in den Folgejahren ein stabiles Umsatzwachstum. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Beziehungen auch zunehmend zu Flugzeugherstellern und Lieferanten außerhalb der Airbus-Gruppe, insbesondere zu Comac, aber auch zu Boeing intensiviert. Die COTESA ist bereits bei Comac als fester Lieferant gelistet und wird bei Anfragen bezüglich neuer und bestehender Flugzeugtypen umfangreich berücksichtigt werden. Erste Entwicklungsaufträge wurden bereits vereinbart. Die Cotesa wird auch weiterhin Anfragen beispielsweise aus Bereichen der erweiterten Luftfahrt wie Drohnen und Air Taxis, oder Sonderfahrzeuge, oder auch Tanks für Wasser- bzw. Wasserstoff erhalten, da Anwendungen im Leichtbau aus Faserverbund in vielen Einsatzbereichen zunehmend gefragt werden und komplexe Formen, niedriges Gewicht und hohe Festigkeiten mit Composite Materialen wirtschaftlich herstellbar sind. Auch der Automobilmarkt zeigte wie schon in den vergangenen Geschäftsjahren einen deutlichen Bedarf an Sicht- und Strukturbauteilen aus Faserverbundwerkstoffen. Zielsegmente für die Cotesa sind Fahrzeugsonderausstattungen und -serien der Premiumhersteller sowie Fahrzeugserien im Luxussegment, insbesondere für Supersportwagen. Nach Einbußen im Geschäftsjahr 2022 muss das Unternehmen versuchen, an die alte Stärke im Bereich der faserverstärkten Interieur- und Exterieur-Bauteilen im Jahr 2023 wieder anzuknüpfen. Auf der Grundlage der dargestellten Prognosen für die Entwicklung der Wirtschaft und der Branchen, in denen das Unternehmen aktiv ist, geht die Cotesa davon aus, dass sich der Geschäftsverlauf in Geschäftsjahr 2023 positiver darstellen wird. Auch wenn die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch nicht gänzlich überwunden zu sein scheinen und die gestiegenen Energiekosten und Inflation die Wettbewerbsfähigkeit erschweren, so kann man jedenfalls gleichzeitig feststellen, dass die Luftfahrt-Kunden der COTESA im Berichtsjahr 2022 - nach Drosselungen während der Pandemie in 2021/22 - ihre Produktion teilweise wieder kontrolliert angehoben haben. Inwieweit die Cotesa daran partizipieren kann, ist jedoch nicht direkt von den Absatzzahlen von Airbus ableitbar, da die COTESA hauptsächlich Tier 1 und Tier 2 beliefert und in den meisten Fällen eine Second Source besteht. Auch wenn viele Lieferketten des in der Automobilindustrie üblichen Fertigungsverbundes wiederhergestellt werden konnten, so ist auch hier mit weiteren Verzögerungen zu rechnen und die Rückkehr zum ursprünglich geplanten Absatzniveau bleibt noch abzuwarten. Das von der COTESA für 2023 noch zu verabschiedende Budget ist jedenfalls geprägt von gestiegenen Investitionen gegenüber 2022 und einem rigiden Kostenmanagement, gleichwohl optimistisch und ambitioniert. Potenzielle Reduzierungen seitens Airbus oder Boeing aufgrund von weiteren Corona-bedingter Auswirkungen, sollen hierbei durch Ausbau der Projekte mit Comac überkompensiert werden. Insoweit erwartet die COTESA für das Geschäftsjahr 2023 wieder einen deutlichen Anstieg sowohl des Umsatzvolumens als auch der Gesamtleistung von mindestens 10%, welches zu ca. 90 % aus bestehenden Verträgen und zu 10 % aus Neugeschäft gespeist werden soll. Wichtige Umsatzimpulse werden dabei aus dem Luftfahrtbereich und den sogenannten Zukunftsmärkte (zum Beispiel Drohnen, Air Taxis etc.) erwartet. Effizienzverbesserungen bei der Materialaufwandsquote werden durch Kunden-Struktureffekte, Preissteigerungen und der ungünstigen Euro/US-Dollar-Kursentwicklung zunichte gemacht, sodass weiterhin mit einer Quote von 48-50% für das Jahr 2023 und darüber hinaus gerechnet werden muss. Andererseits wird aufgrund gestiegener Produktivität für 2023 von einer verbesserten Personaleinsatzquote von 5%-Punkten ausgegangen. Dabei wird die Gesamtleistung pro FTE (Full time Equivalent) vorerst das Niveau des Wirtschaftsjahres 2022 betragen. Ziel hier ist es, eine deutliche Steigerung herbeizuführen, wenn und sobald der angestrebte, wachstumsbedingte Mitarbeiteraufbau voll integriert worden ist. Auch die Bildung von Kompetenzzentren und entsprechenden Produktionsteams wird zu einer verbesserte Prozesseffizienz beitragen und die Qualitätskosten wie Verschrottung, Ausschuss oder Nacharbeit auf unter 5% im Jahr 2023 drücken. II. Chancen- und Risikobericht Die COTESA bietet unseres Erachtens als wachstumsorientiertes Unternehmen folgende Vorteile und Chancen:
Die Gesellschaft erfasst und bewertet in regelmäßigen Abständen die wesentlichen operativen Risiken hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risikomanagementsystem deckt dabei die Bereiche Management, Finanzen, Vertrieb, Technologie- und Projektmanagement, Einkauf, Produktion, Qualität und IT-Systeme ab. Herausragende Gefährdungspotenziale sind Bestandteil der monatlichen internen Berichterstattung. Folgende Betrachtungen werden unter anderem regelmäßig angestellt:
Über die Nutzung integrierter Planungsrechnungen und die aktive Steuerung aller relevanten Risikokategorien sichert die Gesellschaft die bestmögliche Erreichung ihrer Ziele ab und begrenzt die Auswirkungen geschäftsspezifischer Risiken in verantwortlicher Weise. Darstellung einzelner Risiken:
Bestandsgefährdende Risiken Die konjunkturelle Aussicht bedingt durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022, die sich weiter verschärfenden Energiepreise und die ohnehin hohe Inflation belasten die Cotesa erheblich. Zudem sind die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch nicht vollständig überwunden. Störungen in den Lieferketten dauern weiter an und führen zu Auslieferengpässen bei der Cotesa ebenso wie der in der Region spürbare Fachkräftemangel. Durch diese Gemengelage ergeben sich erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Geschäftstätigkeit der COTESA. Zur Überbrückung möglicher Liquiditätsengpässe aus der Krise sowie um weitere Ersatz- sowie Wachstumsinvestitionen in Deutschland und China tätigen zu können, ist die COTESA auf die weitere finanzielle Unterstützung des Gesellschafters in China angewiesen. Sollte der Finanzbedarf der COTESA nicht durch Liquide Mittel des Gesellschafters abgedeckt werden können, ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft gefährdet. Diesem Umstand Rechnung tragend hat der indirekte Gesellschafter, die Investmentgesellschaft ATCC, Advanced Technik Composite Corp. Changzhou, China Changzhou (ehemals QFAT Composite Technologies Co. Ltd., Changzhou, China), gegenüber der COTESA eine Patronatserklärung abgegeben und sich verpflichtet, die Gesellschaft finanziell bis zum 31. Dezember 2025 zu unterstützen. Die Verpflichtung ist der Höhe nach unbegrenzt. Ferner besteht seit dem Sommer 2020 ein On-/Offshore Darlehen mit einer Kreditlinie bis max. 24 Mio. €, zwecks Stärkung der Kapitalstruktur der COTESA GmbH. Mit Änderungsvertrag vom 22. Juni 2022 wurde der Darlehensrahmen von 16 Mio. € auf 24 Mio. € erweitert. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 waren hiervon T€ 17.380 (Vj.: T€ 10.347) in Anspruch genommen.
Mittweida, den 20. März 2023 Tiemin Li George Rabanes Jinhua Zhang Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft hat als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (3) HGB ihren Jahresabschluss und Lagebericht unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB und der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des GmbH Gesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz wurde auf der Passivseite um den Posten "Sonderposten für Zuwendungen" erweitert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt. In die Herstellungskosten für die selbst erstellten Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches sowie anteilige Abschreibungen einbezogen. Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden ab dem Wirtschaftsjahr 2020 direkt abgeschrieben. Die bis dahin gebildeten Sammelposten für geringerwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 1.000,00 werden über Ihre Restnutzungsdauer bis maximal 31.12.2023 linear abgeschrieben, unabhängig davon, ob darin enthaltene Wirtschaftsgüter vor der vollständigen Abschreibung bereits anderweitig abgegangen sind. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für einzelne Kategorien des Anlagevermögens betragen:
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bilanziert. Für nicht gängige Bestände sind angemessene Wertabschläge vorgenommen worden. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches und anteilige Verwaltungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Produktionsbereich entfallen, einbezogen. Die Ermittlung der Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt auf Basis einer Standartkalkulation. Vertriebskosten und Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Die Waren wurden mit Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennwert aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Möglichen Ausfallrisiken wird durch die Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Des Weiteren wurde einem allgemeine Ausfallrisiken über eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Unter dem Sonderposten für Zuwendungen werden vereinnahmte Investitionszulagen sowie beantragte und vereinnahmte Investitionszuschüsse ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände. Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede zwischen den Bilanzansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ermittelt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Die gesamten ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern werden sodann saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt die Bewertung zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufteilung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang beigefügt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Der Ansatz für Tochterunternehmen erfolgt in Höhe von T€ 11.469 (Vj.: T€ 13.329). Darin enthalten ist der um die außerplanmäßige Abschreibung geminderte Ansatz für die EC automotive GmbH, Mittweida, in Höhe von € 1 (Vj. T€ 1.860) sowie der Cotesa (China) Co. Ltd. in Höhe T€ 11.469 (Vj. T€ 11.469). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.250 (Vj.: T€ 205) ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände besitzen, unverändert zum Vorjahresbilanzstichtag, ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Aktive Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,48 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Sachanlagen und Finanzanlagen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei Sonstigen Verbindlichkeiten saldiert. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert. 4. Eigenkapital Die Kapitalrücklage wurde im laufenden Jahr um T€ 7.900 auf T€ 69.363 erhöht. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 9.749 (Vj. 9.050) sowie der Verlustvortrag in Höhe von T€ 48.963 werden durch die bestehende Kapitalrücklage in Höhe von T€ 69.363 vollständig kompensiert. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Gewährleistungen sowie für drohende Verluste. 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen in Höhe von T€ 168 (Vj. T€ 5.865) Anzahlungen von verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 131 (Vj.: T€ 99), Darlehensverpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 800 (Vj.: T€ 3.686) und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.518 (Vj.: T€ 160). Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Mietkaufdarlehen in Höhe von T€ 832 (Vj.: T€ 1.365) sind durch Eigentumsvorbehalt an den Anlagen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt in Höhe von T€ 321 (Vj.: T€ 372), aus Steuern in Höhe von T€ 102 (Vj.: T€ 446) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 12 (Vj.: T€ 79). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografischen Gesichtspunkten wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produktgruppen wie folgt auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge Der Sonderposten für Zuwendungen wurde entsprechend der Abschreibungen der bezuschussten Wirtschaftsgüter im Berichtsjahr in Höhe von T€ 834 (Vj.: T€ 287) aufgelöst. Darin enthalten ist die teilweise Auflösung des Sonderposten im Zusammenhang mit dem Verkauf des Areal B. In den sonstigen betrieblichen Erträgen befinden sich Erträge aus Überbrückungshilfe in Höhe von T€ 3.084. Die periodenfremden Erträge betragen T€ 285 (Vj.: T€ 242). Sie beinhalten im Wesentlichen Guthabenerstattungen der Berufsgenossenschaft aus Vorjahren, Buchgewinne aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens sowie Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahresbetrag angepasst. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 25 (Vj.: T€ 11). 4. Sonstige Steuern Sonstige Steuern in Höhe von T€ 60 (Vj. T€ 104) betreffen Steuern für im Drittland ausgeführte Dienstleistungen. V. Sonstige Angaben 1. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungs- und Zinsrisiken aus dem laufenden Geschäft wurden im Wirtschaftsjahr 2022 nicht eingesetzt. 2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements sowie zur Liquiditätsbeschaffung wurden mit einer Factoringgesellschaft Factoringverträge abgeschlossen, die wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen. Zum Stichtag belief sich der Stand der von der Gesellschaft abgekauften Forderungen bei der Factoringgesellschaft auf T€ 255 sowie T€ 1.277 (Vj.: T€ 1.856). Darüber hinaus hat die Gesellschaft unter anderem aus Liquiditätsgesichtspunkten Miet- und Leasingverhältnisse abgeschlossen, die nicht in der Bilanz abgebildet werden. Zum Umfang der damit in Zusammenhang stehenden finanziellen Verpflichtungen wird auf die Ausführungen unter V. 7. verwiesen. 3. Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr im Durchschnitt 343 Mitarbeiter (Vj.: 372), davon 220 (Vj.: 251) gewerbliche Mitarbeiter und 123 Angestellte (Vj.: 121). Daneben bestanden noch 4 Ausbildungsverhältnisse (Vj.: 4). 4. Organe der Gesellschaft Es waren folgende Personen zur Geschäftsführung bestellt:
5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr T€ 187 (Vj.: T€ 335). 6. Angaben zum Anteilsbesitz Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mindestens 20 % hat:
Die COTESA GmbH stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis wird wiederum in den Konzernabschluss der QFAT Holding 1 GmbH, München, einbezogen (größter Konsolidierungskreis), welcher im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben wird. Die Tochterunternehmen EC automotive GmbH und Cotesa China Ltd. Sind von der Offenlegung des Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreit. 7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 2.240 (Vj.: T€ 1.761). 8. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
9. Nachtragsbericht Auch in 2022 sind die Folgen der Corona-Pandemie in Deutschland zu spüren. Die bereits sichtbaren Auswirkungen auf die Wirtschaft halten weiter an und wirken sich auf die Geschäftstätigkeit der Cotesa weiter aus. Dazu kommen erste Einflüsse aus dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, welche die Kosten für Ressourcen jeglicher Art in die Höhe treiben. Eine Umlage auf die Abnehmer ist bei langjährigen Verträgen nur schwer möglich. Zur Überbrückung der Liquiditätsengpässe aus der Krise sowie um weitere Ersatz- und Wachstumsinvestitionen in Deutschland und China tätigen zu können, ist die Cotesa weiterhin auf die finanzielle Unterstützung des Gesellschafters in China angewiesen. Sollte der Finanzbedarf der Cotesa nicht durch liquide Mittel des Gesellschafters abgedeckt werden können, ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft gefährdet. Der indirekte Gesellschafter Advanced Technik Composite Corp. Changzhou, China, hat gegenüber der Cotesa eine Patronatserklärung abgegeben und sich verpflichtet, die Gesellschaft finanziell bis zum 31. Dezember 2025 zu unterstützen. Die Verpflichtung ist der Höhe nach unbegrenzt. Aufgrund erhöhter Auflagen für Kapitaleinlagen von chinesischen Unternehmen im Ausland wurde das seit Sommer 2020 bestehende On-/Offshore Darlehen mit einer Kreditlinie bis max. 16 Mio. €, zwecks Stärkung der Kapitalstruktur, der Cotesa GmbH bereitgestellt und Mitte 2022 auf max. 24 Mio. € erweitert. Davon waren zum 31.12.2022 T€ 17.380 in Anspruch genommen. Zur Stärkung der Eigenkapitalstruktur wurden im Geschäftsjahr 2022 T€ 7.900 der Kapitalrücklage zugeführt. 10. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den ausgewiesenen Jahresverlust von € 9.749.256,02 auf neue Rechnung vorzutragen.
Mittweida, 20. März 2023 COTESA GmbH Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Cotesa GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Cotesa GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cotesa GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Nachtragsbericht des Anhangs sowie in Abschnitt E. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie im Nachtragsbericht des Anhangs und in Abschnitt F.Il. des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Dresden, den 31. Mai 2023 RSM
GmbH
Hesse, Wirtschaftsprüferin Schüppel, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 Die Gesellschafterversammlung vom 13. November 2023 hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 mit einer Bilanzsumme von 38.546.953,15 € und einem Jahresfehlbetrag von 9.749.256,02 € festgestellt. |
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