F. u. S. Nelles GmbH
Gutenbergstraße 7, 53332 Bornheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Simone Kolz seit 4.10.2017 | Prokura |
Frank Nelles seit 13.7.2004 | Geschäftsführer |
Sandra Nelles seit 13.7.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
F. u. S. Nelles GmbHBornheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die F. und S. Nelles GmbH ist ein mittelständisches, traditionelles Familienunternehmen mit Sitz in Bornheim und vertreibt ihre Back- und Konditorwaren in 24 Fachgeschäften. Von kleinen Verkaufsstellen bis hin zu Fachgeschäften mit integrierten Cafés sind diese überwiegend in Vorkassenzonen von Supermärken anzutreffen, die sich im Großraum von Köln/Bonn befinden. In einer Nord-Südbetrachtung beginnt das Gebiet in Köln und endet in Linz. Seit den letzten Jahren konnte das Fachgeschäftenetz stetig ausgebaut werden. Das Unternehmen ist nach § 267 Abs. 1 HGB seit dem Abschlussstichtag 31.12.2019 als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen und dadurch prüfungspflichtig nach §§ 316 ff. HGB. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Seit Februar 2022 führt der anhaltende Ukraine-Konflikt zu Lieferengpässe und deutlichen Preisanstiegen insbesondere im Bereich der Energieversorgung. Der Verbraucherpreisindex stieg im Jahr 2023 um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der hohen Preise, gestiegener Zinsen und einer geringeren Nachfrage als mittelbare Folgen des anhaltenden Ukraine-Konflikts sank das Bruttoinlandsprodukt in 2023 um 0,3 %. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 5,7 %.1 Aus den aktuell verfügbaren Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. ist ein andauernder Rückgang der Betriebe festzustellen. Von 9.607 Betrieben in 2022 nahm die Zahl um 365 auf 9.242 Betriebe ab. Damit einhergehend ist die Zahl der Beschäftigten und der Auszubildenden ebenfalls rückläufig. Der branchenweite Gesamtumsatz stieg hingegen um 7,87 %. Durch die geringere Anzahl von Betrieben ist ein leichter Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl je Betrieb von 24,8 in 2022 auf 25,4 Mitarbeiter in 2023 zu vermerken.2 2. Geschäftsverlauf Die F. und S. Nelles GmbH konnte das Geschäftsjahr 2023 trotz der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen wiederholt positiv beenden. Nach einem Vorjahresüberschuss in Höhe von T€ 305 konnte dieser um rund 44 % erhöht werden, so dass das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von T€ 441 abgeschlossen werden konnte. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass im Geschäftsjahr 2023 Umsatzsteigerungen durch Preissteigerungen enthalten sind. Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung als sehr positiv. Im Geschäftsjahr 2023 standen die Zeichen weiterhin auf Konsolidierung. Der Standort in Alfter-Witterschlick wurde zum Jahresende geschlossen. Der Konsolidierungskurs bei den Fachgeschäften und die Preisanpassungen hatten auf das Rohergebnis entsprechende Auswirkungen. Nach einem Rohergebnis im Vorjahr in Höhe von T€ 9.625 wurde im Geschäftsjahr ein Ergebnis von T€ 10.394 erreicht, was einer Erhöhung von T€ 769 entspricht oder einer Steigerung von 8 %. Obwohl die Planungen für 2023 von einem Rohergebnis von T€ 9.762 ausgingen, konnte das geplante Ergebnis vor Steuern durch Umsatzzuwächse und gezieltes Kostenmanagement sogar übertroffen werden. 3. Lage Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann als zufriedenstellend bezeichnet werden und wird durch die operative Geschäftstätigkeit bestimmt. 3a) Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft weist gegenüber dem Vorjahr ein gestiegenes Jahresergebnis mit T€ 441 aus (Vorjahr: T€ 305). Durch Preissteigerungen konnte das Rohergebnis gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Aufwand beim Materialeinkauf durch gut verhandelte Konditionen reduziert werden, so dass trotz gestiegenem Einsatz von Mietpersonal, die Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr um 0,7 %-Punkte gesunken ist. Weitere aufwandsseitige Konsequenzen ergeben sich im Bereich des Personalaufwandes bedingt durch die Anhebung des Mindestlohnes. Hierdurch sind die Personalkosten um T€ 448 auf T€ 5.109 gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg merklich um 35 % von T€ 558 (Vorjahr) auf T€ 756; der Grund hierfür liegt im Wesentlichen in der Umsatzsteigerung. 3b) Finanzlage Die Finanzlage stellt sich gefestigt dar. Die Gesellschaft finanziert sich im Kurzfristbereich durch Guthaben bei Kreditinstituten und durch Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die langfristige Finanzierung erfolgt über langfristige Darlehen bei Kreditinstituten. Der Fremdkapitalanteil (einschließlich Rückstellungen) beträgt für das Berichtsjahr 58,9 % (Vorjahr: 69,4 %) und hat sich um 10,5 %-Punkte verringert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten werden durch das gesamte Umlaufvermögen gedeckt. Der vereinfachte Cashflow der operativen Tätigkeit (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) erhöhte sich um T€ 120 von T€ 710 auf T€ 830. 3c) Vermögenslage Das Bruttovermögen der Gesellschaft hat sich in 2023 von T€ 4.005 im Vorjahr um T€ 39 auf T€ 4.044 im Berichtsjahr erhöht. Auf der Aktivseite der Bilanz ist gegenüber dem Vorjahr eine Verringerung der Guthaben bei Kreditinstituten i.H.v. T€ 167 zu verzeichnen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich erhöht. Die Anlagenintensität verringerte sich von 46,9 % (Vorjahr) auf 40,1 % im Berichtsjahr. Im Bereich der Mittelherkunft kommt es durch den Ergebnisvortrag des Vorjahresergebnisses sowie den im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten Jahresüberschuss zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote von 30,6 % auf 41,1 %. Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 102. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gebildeten Steuerrückstellungen sowie aus höheren Rückstellungen für Personalkosten sowie gestiegenen Kosten für Rückbauverpflichtungen der Fachgeschäfte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 22 gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich insgesamt um T€ 516. Die langfristigen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für interne unternehmerische Zwecke wird neben dem Rohergebnis auch die Eigenkapitalquote für die Steuerung des Unternehmens verwendet. Insbesondere ist das Ergebnis der einzelnen Fachgeschäfte von entscheidender Rolle für das Gesamtergebnis. Sollten Dauerdefizite auftreten, werden Schließungen konsequent vorgenommen. Der Verschuldungsgrad wird ermittelt, indem vom Gesamtbestand der Verbindlichkeiten die liquiden Mittel abgezogen werden und ins Verhältnis zum Eigenkapital gesetzt wird. Der Verschuldungsgrad beträgt im Geschäftsjahr 0,7 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (1,2) fast halbiert. III. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft ist auf dem Weg in eine Rezession. Die Produktion verzeichnete einen Rückgang von 1,5 % und auch die Umsätze im Einzelhandel sind rückläufig; die Stimmung der Verbraucher wird maßgeblich durch die wachsende Unsicherheit hinsichtlich der aktuellen Entwicklung der deutschen Wirtschaft getrübt. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2024 konnten die geplanten Umsatzziele erreicht werden. Gleichzeitig sind in Bezug auf die Umsätze und Betriebsausgaben, insbesondere die Entwicklung der Lohnkosten und der Energiekosten, belastend und ungewiss. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurde das Fachgeschäft Brühl geschlossen. Im vierten Quartal 2024 ist die Schließung des Fachgeschäfts Köln-Höhenhaus geplant. Zur Jahreshälfte 2025 ist die Schließung des Fachgeschäfts Rodenkirchen avisiert. Im Gegenzug ist die Eröffnung von zwei Fachgeschäften in 2025 geplant. Die von der Gesellschaft erstellte Unternehmensplanung sieht für das Geschäftsjahr 2024 eine Steigerung des Rohergebnis auf T€ 9.895 vor. Das entspräche einer Minderung gegenüber dem Ergebnis des Berichtsjahrs (T€ 10.393) von T€ 498 und beruht auf der Schließung von zwei unrentablen Standorten. Nach der Planung rechnet die Geschäftsführung für 2024 trotzdem mit einem positiven Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. T€ 138. Diese Prognose wurde unter der Prämisse aufgestellt, dass der Fachkräftemangel und der damit verbundenen Anstieg der Personalkosten und Kosten für Mietpersonal noch das ganze Jahr 2024 andauern wird. Wegen der bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der deutschen Wirtschaft kann jedoch keine präzisere und über das Geschäftsjahr 2024 hinausgehende, verlässliche Prognose getroffen werden. Festzuhalten ist, dass sich das laufende Ergebnis 2024 bereits positiver als von der Geschäftsführung geplant, entwickelt hat. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Das Risikomanagement der Gesellschaft hat das grundlegende Ziel, den Unternehmenserfolg gegenüber jeglichen signifikanten Risiken abzusichern. Hierbei verfolgt die Geschäftsführung einen überwiegend konservativen Ansatz. Das Risikomanagement umfasst die Identifikation, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken des Unternehmensumfeldes, damit adäquat und zeitnah auf beeinträchtigende Entwicklungen reagiert werden kann. Begünstigt wird dies durch einen schnellen Informationsfluss aufgrund klar definierter Anweisungen und flacher Hierarchien. Volkswirtschaftliche Risiken / Branchenspezifische Risiken Die jüngst eingetretene Wirtschaftskrise hat eine deutliche Abschwächung der Konjunktur zur Folge (siehe oben). Die hieraus final resultierenden Auswirkungen sind insgesamt noch nicht abschätzbar, wie auch das weitere Konsumverhalten der Verbraucher in Bezug auf Backwaren. In den letzten Jahren war der Verzehr von Backwaren rückläufig. Sofern dieser Trend anhält und durch die negativen Folgen der wirtschaftlichen Entwicklung noch weiter verstärkt wird, kann sich dies auf den Absatz negativ auswirken. Entgegen diesem Trend konnte der Backwarenabsatz bei der Gesellschaft in den letzten Jahren stetig gesteigert werden. Das Risiko, dass durch vorgenannte Entwicklung ein deutlich spürbarer Rückgang eintritt, sieht die Geschäftsführung derzeit als gering an. Strategische Risiken Unternehmensstrategische Risiken, wie ein zu schnelles Wachstum auf der einen Seite gegenüber einem zu vorsichtigen Agieren auf der anderen Seite, können in dem sich befindenden Wettbewerb zu negativen finanziellen Auswirkungen führen. Durch eine gute Forecast-Planung und einer gezielten Standortanalyse werden Investitionen in zukünftiges Wachstum von der Geschäftsleitung wohl überlegt. Zudem können strategische Risiken im Zusammenhang mit der Sicherung des künftigen Unternehmensbestandes auftreten. Diesen Nachfolgerisiken wurde jedoch bereits dadurch entgegengewirkt, dass ein Familienmitglied als Arbeitnehmer in das Unternehmen eingetreten ist und auf eine Tätigkeit in der Geschäftsleitung vorbereitet wird. Die notwendige fachliche Eignung wurde durch das Ablegen der Meisterprüfung als Bäcker bereits erreicht. Personalrisiken Personelle Risiken können entstehen, wenn Mitarbeiter in leitenden Positionen dem Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stehen und kurzfristig nicht substituiert werden können. Weiterhin macht der anhaltende Fachkräftemangel im Verkauf für die weitere Entwicklung Sorgen. Durch Öffentlichkeitsarbeit unter Verwendung von Social Media, des Internetauftritts, den Einsatz von Flyern und der Gemeinwohlzertifizierung wird versucht auf sich als Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Ertragsorientierte Risiken Die Gesellschaft ist den üblichen leistungswirtschaftlichen Risiken der Branche ausgesetzt, die sich insbesondere im Spannungsfeld des hohen Wettbewerbs niederschlägt. Hiermit verbunden ist der anhaltende Preisdruck und das hohe Qualitätsbewusstsein der Kunden. Weiterer Wettbewerbsdruck entsteht durch die zunehmende Verbreitung der Backautomaten in den Discountern, die ihre Backartikel wesentlich preisgünstiger anbieten können. Daneben machen sich steigende Einkaufpreise bei der Beschaffung bemerkbar. Den Risiken begegnet die Gesellschaft mit Preisanpassungen und einem hohen Bestreben nach Effizienz und Optimierung der internen Arbeitsabläufe. Daneben versucht sich die Gesellschaft mit neuen Produktideen von der Konkurrenz abzusetzen. Ebenfalls wird versucht die Kundenbindung durch die vorhandene Produktvielfalt mit der gebotenen Qualität und eines Servicebewusstseins zu festigen. Die vermutlich weiter steigenden Personalkosten durch die stetige Anhebung des Mindestlohns sowie die weiterhin hohen Energiepreise erhöhen das Risiko von Preissteigerungen. Der Mindestlohn steigt ab dem 1.1.2025 um weitere 41 Cent auf 12,82 Euro. Bei den Energiekosten ist der Gasvertrag zum 31.12.2023 ausgelaufen. Ab dem Jahr 2024 wird das Gas, wie bereits der Strom, am Spot-Markt eingekauft. Bei den anderen Nebenkosten (inkl. Heizkosten) sind in den jeweiligen Fachgeschäften mit den Vermietern Pauschalen vereinbart. Finanzwirtschaftliche Risiken Das Unternehmen verfügt über eine insgesamt stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation. Inzwischen weist die Gesellschaft durch den in den letzten Jahren verfolgten Konsolidierungskurs eine zufrieden stellende Eigenkapitalausstattung aus. Trotzdem greift die Gesellschaft auf Fremdkapitalgeber zu. Durch ein vertrauensvolles Arbeiten mit den finanzierenden Banken, die durch regelmäßiges Reporting über die aktuelle Situation der Gesellschaft unterrichtet werden, ist die finanzielle Situation der Gesellschaft gefestigt. Ihren finanziellen Verpflichtungen kommt die Gesellschaft stets zeitgerecht nach. Insgesamt sind derzeit keine Liquiditätsrisiken ersichtlich. 2. Chancenbericht Unternehmensstrategische Chancen Durch die bestehenden und neuen Fachgeschäfte sowie des intensiven Austauschs mit dem hauseigenen Zulieferer kann das bestehende Sortiment kurzfristig an den Gegebenheiten der Nachfrage angepasst werden. Zudem wird versucht die Produktqualität stetig zu verbessern. Die Zufriedenheit der Kunden steht in unserem Fokus. Ein weiterer Aspekt ist die aufgestellte Nachhaltigkeitsbilanz der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) und dessen Zertifizierung. Hierbei wurden die Abläufe und Prozesse innerhalb des Unternehmens, der Umgang mit den Mitarbeitern aber auch die Auswahl von Geschäftspartnern auf nachhaltige, innovative und ökologische Kriterien überprüft. Die Zertifizierung hat sowohl das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Gemeinwohl innerhalb der Gesellschaft samt geschärft als auch eine positive Wahrnehmung bei den Kunden ausgelöst. Leistungswirtschaftliche Chancen Leistungswirtschaftliche Chancen sind für die Gesellschaft Planungssicherheit, Kundenbindung und die Positionierung am hart umkämpften Markt. Mit einem permanenten Bestreben nach verbesserter Effizienz und einer ausgewogenen Preispolitik wird auf langfristige Stabilität gesetzt. Zukünftig sollen Fachgeschäfte mit einem hohen Deckungsbeitrag eröffnet werden. Durch ein ausgewogenes Produktangebot mit neuen Kreationen zu einer hohen Qualität versuchen wir unsere Kunden an uns zu binden. Aufgrund des bestehenden Finanzkonzepts und eines guten Krisenmanagements konnten die bisherigen Krisen verhältnismäßig gut verkraftet werden. Der Zukunft begegnen wir in dieser Hinsicht optimistisch. 3. Gesamtaussage Der Wettbewerb, in dem wir uns auf dem Markt befinden, ist weiterhin hoch. Daneben ist die Konsumfreudigkeit der Kunden durch die aktuellen Krisen und der bestehenden Unsicherheiten in der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung schwer einzuschätzen. Zusätzlich bereiten steigende Personalkosten zusätzlichen Druck auf die Margen der Verkaufspreise. Die Gesellschaft reagiert auf die aktuelle Situation am Markt durch die Straffung des Produktsortiments und durch Rabattaktionen. Zudem werden Preissteigerungen zeitversetzt an die Kunden weitergegeben. Durch die bestehenden sowie neuen Fachgeschäften sieht sich die Geschäftsführung gut gerüstet, den Risiken durch Kostensteigerungen entgegenzutreten. Nach Einschätzung der Geschäftsführung bestehen somit für die Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken. Die zukünftigen Investitionen werden von der Gesellschaft in den weiteren Ausbau bzw. Erneuerung der Fachgeschäfte fließen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Unternehmen ist von den gewöhnlichen Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten tangiert. Zu den Finanzinstrumenten gehören im Berichtsjahr die sonstigen Vermögensgegenstände, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten. Die übliche Abwicklung der Geschäftsvorfälle mit Kunden erfolgt im Wesentlichen durch Barverkäufe und durch die Zahlung mit EC-Karte und Kreditkarten. Durch den unmittelbaren Ausgleich entstehen keine Forderungsbestände. Das Forderungsausfallrisiko ist folglich sehr gering. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und Sicherstellung einer auskömmlichen Liquidität eine laufende Überwachung der Liquiditätslage der Gesellschaft. Zudem wird eine jährliche Finanzplanung erstellt, damit Unterdeckungen in der Liquidität sichtbar werden. In der Planung wird vor allem der voraussichtliche Liquiditätsbedarf ermittelt. Insgesamt wird einer konservativen Finanzpolitik nachgegangen.
Bornheim, den 19. November 2024 1 Daten vom Statistischen Bundesamt 2 Strukturzahlen 2016 bis 2023 des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die F. und S. Nelles GmbH mit Sitz in Bornheim ist unter der HRB 13195 beim Amtsgericht Bonn eingetragen. Der Jahresabschluss der F. und S. Nelles GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen hat die Gesellschaft nach Überschreitung der in § 267 Abs. 1 HGB angegebenen Merkmalen die Größenkriterien einer "mittelgroßen Kapitalgesellschaft" erreicht. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276 HGB sowie § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich - unverändert zum Vorjahr - wie folgt dar: Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben. Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 €, die im Geschäftsjahr 2023 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,00 € bis zu 1.000,00 € werden bis zum 31.12.2022 jahresweise in einen Sammelposten eingestellt und entsprechend den steuerlichen Vorschriften sowie vernünftiger kaufmännischer Beurteilung über 5 Jahre gleichmäßig abgeschrieben. Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zum Abschlussstichtag beizulegen war. Geleistete Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten werden grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 11.877,76 € (Vorjahr: 13.091,79 €). Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Der Ansatz von latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Bilanzposten. Eine insgesamt ergebene Steuerbelastung führt zum Ansatz von passiven latenten Steuern auf der Passivseite. Bei der Bewertung wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,0 % berücksichtigt. III. Angaben zur Bilanz Das satzungsmäßige gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 €. Der im Bilanzgewinn ausgewiesene Gewinnvortrag beträgt 1.198.524,32 €. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Gliederung der Restlaufzeit nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (in Klammern: 31. Dezember 2022).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften der beiden Gesellschafter besichert. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 360.699,69 € durch Sicherungsübereignung des beweglichen Anlagevermögens der Gesellschaft besichert. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:
IV. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 4.739 (Vorjahr: T€ 6.183). 2. Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB im Jahr 2023 betrug 183,75 (Vorjahr: 189,50), davon gewerbliche Arbeitnehmer 179,75 und Angestellte 4. Die im Unternehmen tätigen Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt. 3. Gesellschaftsorgane Zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind -unverändert- bestellt: Frau Sandra Nelles, Kauffrau, Bornheim Herr Frank Nelles, Bäckermeister, Bornheim. Angesichts der Bezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 4. Haftungsverhältnisse Fremde Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschaft in Höhe von T€ 170 gesichert. Nach der Einschätzung der Geschäftsführung können die den Bürgschaften zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. 5. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 440.557,06 € zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von 1.199.524,32 € abzüglich der Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 1.000,00 €, insgesamt 1.639.081,38 € auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige Berichtsbestandteile
Bornheim, den 19. November 2024 F. und S. Nelles GmbH vertreten durch ihre Geschäftsführer gez. Sandra Nelles vertreten durch ihre Geschäftsführer gez. Frank Nelles Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 12.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die F. und S. Nelles GmbH, Bornheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der F. und S. Nelles GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der F. und S. Nelles GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 28. November 2024 W
I R O G GmbH
Daniel Hübner, Wirtschaftsprüfer |
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