C. Schmid Beteiligung GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Helmut Rauch seit 14.5.2024 | Geschäftsführer |
Julia Natterer seit 18.1.2022 | Prokura |
Anette Schmid seit 12.1.2016 | Prokura |
Christian Schmid seit 9.8.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SCHMID Group N.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gebr. Schmid GmbHFreudenstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhalt Grundlagen der Gebr. SCHMID GmbH, Freudenstadt
Wirtschaftsbericht
Chancen und Risiken für die künftige
Entwicklung der SCHMID Group und der Gebr. SCHMID GmbH
Prognosebericht
Grundlagen der Gebr. SCHMID GmbH, FreudenstadtDas Geschäftsmodell der SCHMID Group und der Gebr. SCHMID GmbH Die SCHMID Group bietet als führender, global agierender Technologiekonzern Produktionslösungen für die Photovoltaik- und Elektronikindustrie an. Das Service- und Ersatzteilgeschäft rundet das Leistungsangebot des Konzerns ab. Die Gebr. SCHMID GmbH, Freudenstadt, fungiert als oberste Holdinggesellschaft der SCHMID Group. Die Geschäftstätigkeit der SCHMID Group ist in drei Märkte gegliedert. Im technischen Feld "Electronics" werden System- und Prozesslösungen für die Herstellung von Leiterplatten entwickelt und gefertigt. Der Markt "Photovoltaik" umfasst die gesamte Wertschöpfungskette der Photovoltaik mit Einzelequipment, schlüsselfertigen Produktionslinien und kompletten Fabriklösungen. Im Absatzmarkt "Customer Service" sind die Dienstleistungsangebote wie Wartungen von Anlagen, Kundenschulungen und Vor-Ort-Services sowie der Vertrieb von Ersatzteilen gebündelt. Die Gebr. SCHMID GmbH betreibt den größten Produktionsstandort der SCHMID Group am Unternehmenssitz in Freudenstadt. Hier werden Anlagen und Komponenten für alle Business Units konstruiert und gefertigt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Geschäft der SCHMID Group ist der Bereich Forschung und Entwicklung. Die Gebr. SCHMID GmbH leistet in Freudenstadt sämtliche Forschungsarbeiten und treibt die notwendigen Neu- und Weiterentwicklungen der Technologien der SCHMID Group voran. Der Vertrieb der SCHMID-Produkte erfolgt weltweit über die Gebr. SCHMID GmbH direkt, die Tochtergesellschaften und über externe Handelspartner. Zu den Kunden der SCHMID Group gehören namhafte Firmen aus dem Hard- und Software-Bereich, der Elektronik-Branche und der Solar- und Photovoltaik-Industrie, die weltweit angesiedelt sind. Die Gebr. SCHMID GmbH ist die Konzernholding der SCHMID Group und hält direkt oder indirekt die Anteile an den deutschen und ausländischen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus hält die Gebr. SCHMID GmbH direkt oder indirekt wesentliche Beteiligungen an Gesellschaften in Südkorea, der Türkei und Saudi-Arabien. Als Konzernholding ist die Gebr. SCHMID GmbH für die Steuerung, Koordination und Verwaltung der Tochtergesellschaften zuständig. Sie ist zudem die Technologieführerin im Konzern, gibt die strategische Ausrichtung der SCHMID Group vor und übernimmt das gruppenweite, zentrale Marketing. Ziele, Unternehmensstrategie und Unternehmenssteuerung Die Leidenschaft für Innovation und Technologie ist treibender Faktor für SCHMID. Ziel der Geschäftsleitung ist es, die Technologiekompetenz der SCHMID Group zu festigen und weiter auszubauen. SCHMID sieht sich als innovativer Partner der Kunden, der maßgeschneiderte Prozesslösungen für die Kunden entwickelt und passgenau darauf ausgerichtete Anlagen und Automationssysteme fertigt. Die Zielmärkte von SCHMID sind die Elektronik-, Soft- und Hardwarebranche sowie die Photovoltaik- und Solarindustrie weltweit. Zu den Kunden von SCHMID im Electronics Bereich gehören z. B. namhafte Anbieter von Computern, Mobiltelefonen und Tablets und deren Zulieferer sowie Hersteller von Leiterplatten (printed circuit boards). Im Absatzmarkt Photovoltaik vertreibt die SCHMID Group ihre Produkte an die großen Hersteller und Entwickler von Solarzellen und Solarmodulen sowie Photovoltaik-Lösungen. Die Unternehmenssteuerung orientiert sich insbesondere am Umsatz und EBITDA 1 sowie an der Nettoverschuldung 2 der Gesellschaft. Diese Kennzahlen stellen für die Gebr. SCHMID GmbH die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind von nachrangiger Bedeutung. 1 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen
Forschung und Entwicklung Als technologieorientiertes Unternehmen forscht und entwickelt die Gebr. SCHMID GmbH in eigenen, produktbezogenen Technologiezentren. Die Ausstattung mit neuester Anlagentechnik sowie Prozess- und Messtechnik bietet ideale Bedingungen für wissenschaftliche Versuche, anwendungs- und kundennahe Entwicklungen und zukunftsweisende Forschung. Im Bereich der Grundlagenforschung arbeitet die Gebr. SCHMID GmbH mit Kunden und Kooperationspartnern sowie führenden Forschungsinstituten weltweit zusammen. Gemeinsam mit verschiedenen Forschungsinstituten und Partnern wurden auch im Jahr 2022 vom Bund geförderte Forschungsprojekte bearbeitet. Im Rahmen dieser Projekte wird intensiv an der Entwicklung neuer Technologien und Produkte in den Bereichen Photovoltaik und Elektronik geforscht. Gegenstand der Forschung und Entwicklung waren - ähnlich wie im Vorjahr - Verbesserungen im Bereich Oberflächenveredelung in verschiedenen Anwendungsbereichen für Zulieferer aus der Automobilindustrie, für medizintechnische Applikationen und für Produkte aus der Luft- und Raumfahrt- sowie der Glas- und Displayindustrie. Ziel war es, die neu entstehenden Anforderungen im High-End-Bereich mit neuesten Prozess- und Fertigungstechnologien zu unterstützen. Einen Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stellte der Ausbau der neuen Anlagengeneration InfinityLine für die technischen Felder Photovoltaik und Electronics dar. Drei neue Produktreihen (C+, P+, und Plasmaline) werden weiterentwickelt. Allein im Technologiezentrum in Freudenstadt sind über 30 Wissenschaftler, Technologen und Prozessingenieure tätig, die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten insbesondere im Bereich der nasschemischen und thermischen Prozesse sowie der Beschichtungstechnik erbringen. Die Gebr. SCHMID GmbH meldet gewonnene Erkenntnisse und Neuentwicklungen regelmäßig zur Patenterteilung an. Per 31.12.2022 bestanden für die Gebr. SCHMID GmbH über 100 Patente und Schutzrechte. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Lage und konjunkturelles Umfeld In 2022 war bei der Entwicklung der weltweiten Wirtschaftsleistung erneut ein Anstieg zu verzeichnen. Das weltweite BIP legte in 2022 um rund 4 % zu. Allein die vier größten Volkswirtschaften der Welt, die USA, China, Japan und Deutschland vereinen mit ihrem Bruttoinlandsprodukt die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung auf sich. Allerdings waren bei der Entwicklung in den einzelnen Volkswirtschaften große Unterschiede zu verzeichnen. So wuchs das BIP der USA in 2022 überproportional um rund 9 %, während das BIP von China lediglich um 2 % zulegen konnte. In Japan war sogar ein deutlicher Rückgang der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen; das BIP 2022 von Japan sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 15 %. In Deutschland stieg das BIP in 2022 um moderate 1,8 % an, während in 2021 - nachdem die Corona-Krise weitestgehend überwunden war - ein kräftiger Zuwachs um 5,8 % verzeichnet werden konnte. Weltweite konjunkturelle Entwicklung der Elektronik-, Hard- und Software- sowie Photovoltaik-Industrie Die wirtschaftliche Entwicklung sowohl der Elektronik-Industrie als auch der Hard- und Software-Branche wird unter anderem getrieben vom rasanten Wachstum in den Bereichen
Nach einer ersten Einschätzung des ZVEI 3 wuchs die Elektronik- und Digitalindustrie in 2022 weltweit um rund 3,7 %, während in 2021 weltweit ein Zuwachs von rund 10 % verzeichnet werden konnte. Die weltweit getätigten Investitionen im IT-Bereich beliefen sich in 2022 auf rund 4,4 Billionen USD und erreichten damit in etwa das Niveau des Vorjahres 4. Die Photovoltaik-Branche verzeichnet weltweit nach wie vor hohe Wachstumsraten. So wurden in 2022 weltweit PV-Module mit einer Leistung von schätzungsweise 240 GWp produziert. Im Vorjahr belief sich die Gesamtleistung der weltweit produzierten PV-Module auf rund 175 GWp 5. Dabei wurden weit mehr als 90 % der PV-Module in Asien gefertigt. 3 Quelle: ZVEI Pressemitteilung "Elektro- und
Digitalindustrie blickt optimistisch ins Jahr 2023",
18.01.2023
Die Gebr. SCHMID GmbH in Zahlen Allgemeine Geschäftsentwicklung
Das operative Geschäft entwickelte sich in 2022 wie erwartet positiv. Das Produktionswerk der Gebr. SCHMID GmbH in Freudenstadt war in 2022 durchgehend vollständig ausgelastet. Der Auftragsbestand am Jahresanfang sowie die guten Auftragseingänge während des Jahres 2022 führten zu Umsätzen über dem geplanten Niveau. Im ersten Quartal 2022 waren auf Einkaufsseite noch die Auswirkungen der weltweiten Lieferkrise zu spüren, was zu einem relativ umsatzschwachen ersten Quartal 2022 führte. Im Jahresverlauf konnte jedoch der für 2022 geplante Umsatz erreicht bzw. sogar übertroffen werden. Die Umsätze mit Maschinen, Ersatzteilen und Service übertrafen in 2022 das budgetierte Niveau um knapp 2 %. Der Auftragsbestand zum 31.12.2022 belief sich auf rund 62 Mio. EUR. Das EBITDA ist belastet mit hohen Rechts- und Beratungskosten für den Rechtsstreit mit Cordet sowie mit Verlusten, die sich aus der Stichtagsbewertung von Fremdwährungspositionen ergeben haben. Zudem sind in 2022 Personalaufwendungen über dem budgetierten Niveau entstanden, da sowohl Corona- und Inflationsausgleichsprämien als auch Überstundenzuschläge angefallen sind. Das für 2022 budgetierte EBITDA konnte deshalb nicht erreicht werden. Zum 31.12.2022 wies die Gebr. SCHMID GmbH Bankguthaben in Höhe von 5.153 Tsd. EUR aus. Die Finanzverbindlichkeiten stiegen weiter an auf 128.556 Tsd. EUR. Damit belief sich die Nettoverschuldung auf 123.403 Tsd. EUR. Das für 2022 gesetzte Ziel, die Nettoverschuldung der Gesellschaft deutlich zu senken, konnte bis zum Jahresende noch nicht erreicht werden. Die positive Entwicklung der Nettoverschuldung im ersten Halbjahr 2023 ist im Prognosebericht erläutert. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres 2022 zufriedenstellend. Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Umsatzerlöse sehr zufrieden. Das Nicht-Erreichen des EBITDA-Ziels kann nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden.
* in Relation zu Umsatz plus Bestandsveränderung Die durchschnittliche Materialaufwandsquote belief sich in 2022 auf 37,7 % und entsprach damit den üblichen Erwartungen. Die Höhe der Materialaufwandsquote hängt sehr stark von der Zusammensetzung der erzielten Umsätze ab. Umsätze mit verbundenen Unternehmen weisen - wie auch reine Handelsumsätze - in der Regel eine hohe Materialaufwandsquote auf. Störungen logistischer Lieferketten und deutlich ausgeprägte Steigerungen der Preise für Rohstoffe, Metallerzeugnisse und Energie auf den jeweiligen Märkten waren bereits im ersten Quartal 2022 erkennbar und führten im Geschäftsjahr 2022 auch dazu, dass sich die Materialaufwandsquote und somit die Margen der Aufträge leicht verschlechterte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres umfassen erneut hohe Rechts- und Beratungskosten. Die Vertriebsaufwendungen des Vorjahres enthielten deutlich reduzierte Reisekosten, da Reisetätigkeiten und Messen aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt waren. Sowohl in 2022 als auch in 2022 schlugen allerdings erhöhte Frachtkosten zu Buche, die sich aufgrund der weltweiten Lieferkrise ergeben haben. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthielten einen Gewinn in Höhe von 6.654 Tsd. EUR aus der Verschmelzung der SCHMID Technology Systems GmbH auf die Gebr. SCHMID GmbH sowie einen Gewinn aus dem Verkauf der Anteile an der SCHMID Thermal Systems, Inc., in Höhe von 3.332 Tsd. EUR. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 8.333 Tsd. EUR betreffen zum überwiegenden Teil Kreditzinsen für die Bankverbindlichkeiten und die sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Diese Aufwendungen belasteten signifikant das Jahresergebnis der Gesellschaft; sie erreichten jedoch nicht mehr das hohe Niveau des Vorjahres. Mit dem größten Kreditgeber CORDET Lending konnte im Mai 2023 eine Vergleichsvereinbarung geschlossen werden, in der sich beide Parteien auf einen fixen Rückzahlungsbetrag geeinigt haben. Die für die CORDET-Darlehen zu berücksichtigenden Zinsen fielen damit in 2022 deutlich geringer aus als im Vorjahr. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag im Vorjahr betrafen größtenteils Quellensteuer auf Lizenzerlöse, die bei der Auszahlung der Lizenzerlöse von 15.000 Tsd. EUR an die chinesischen Steuerbehörden abgeführt wurden. Diese Quellensteuer ist in Deutschland vollständig als Betriebsausgabe abzugsfähig. Im Zusammenhang mit den Lizenzerlösen ist im Vorjahr außerdem chinesische Umsatzsteuer in Höhe von 871 Tsd. EUR angefallen, die unter den sonstigen Steuern ausgewiesen wurde. Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Ertragslage in 2022 vor dem Hintergrund der Beschaffungsmarktkrise und den Herausforderungen am Markt zufrieden. Vermögenslage Das Umlaufvermögen belief sich zum 31.12.2022 auf 121.579 Tsd. EUR (Vorjahr: 117.780 Tsd. EUR). Bedingt durch die Einkaufspreisentwicklung am Beschaffungsmarkt sind die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Handelswaren stark gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des hohen Volumens an ausgelieferten Maschinen stichtagsbedingt deutlich angestiegen. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2022 Forderungen gegen den Hauptgesellschafter Christian Schmid in Höhe von 68.570 Tsd. EUR (Vorjahr: 66.018 Tsd. EUR) aus. Die Werthaltigkeit dieser Forderung ist sichergestellt. Herr Schmid hat die kompletten Forderungen zum 30.06.2023 zurückgezahlt. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen im Anhang ("Ereignisse nach dem Bilanzstichtag") und im Prognosebericht. Insgesamt hat sich die Vermögenslage der Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsführung wie erwartet entwickelt. Kapitalstruktur Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss von 1.693 Tsd. EUR erzielt. Dennoch ergab sich zum 31.12.2022 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 14.157 Tsd. EUR (im Vorjahr 15.850 Tsd. EUR). Zur Vermeidung der bilanziellen Überschuldung der Gebr. SCHMID GmbH bestehen qualifizierte Rangrücktrittserklärungen für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 21 Mio. EUR. Zum 30.06.2023 weist die Gebr. SCHMID GmbH ein positives Eigenkapital aus. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen im Anhang ("Ereignisse nach dem Bilanzstichtag") und im Prognosebericht. Aufgrund des positiven Jahresergebnisses sind Rückstellungen für Steueraufwendungen gebildet worden. Die sonstigen Rückstellungen entwickeln sich rückläufig, da margenreduzierte Aufträge abgewickelt und entsprechende Abgrenzungen verbraucht wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen - wie auch im Vorjahr - Darlehens- und Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber insgesamt vier Banken. Die Banken haben diese im Jahr 2022 nicht aktiv eingefordert. Im ersten Halbjahr 2023 wurden die Verbindlichkeiten gegenüber einer Bank in Höhe von 1.875 Tsd. EUR zurückbezahlt. Die Darlehen der übrigen drei Banken bestehen zum Datum der Aufstellung dieses Berichts weiterhin und wurden weiterhin nicht aktiv eingefordert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 116.693 Tsd. EUR (Vorjahr: 107.171 Tsd. EUR) enthalten. Die Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:
Neben den nominalen Darlehensbeträgen werden hier auch die aufgelaufenen und noch nicht beglichenen Darlehenszinsen ausgewiesen. Das ursprüngliche Darlehen von CORDET Lending über einen nominalen Darlehensbetrag von 40.000 Tsd. EUR kam im April 2019 zur Auszahlung und war urspr. nach 5 Jahren zur Rückzahlung fällig. Nach zwei Jahren konnten vom Schuldner Tilgungen in beliebiger Höhe geleistet werden. Ein weiteres Darlehen über nominal 10.000 Tsd. EUR, das im März 2020 zur Auszahlung kam, hatte laut Vertrag eine Laufzeit von zwei Jahren. Beide Darlehensverträge mit CORDET Lending waren zum Bilanzstichtag noch Gegenstand eines laufenden Rechtsstreits. Zwischen der Gebr. SCHMID GmbH und CORDET Lending bestand Streit über die Wirksamkeit und die Kündigung der Darlehensverträge, über das Bestehen, die Höhe und die Fälligkeit von Forderungen aus den Darlehensverträgen sowie über die Wirksamkeit der Sicherheitenverträge. Im Mai 2023 schlossen beide Parteien einen Vergleichsvertrag, mit dem ein fixer Rückzahlungsbetrag in Höhe von 70 Mio. EUR vereinbart wurde. Die Parteien verpflichteten sich, alle laufenden Verfahren und Gerichtsprozesse zu beenden. Am 30.06.2023 hat die Gebr. SCHMID GmbH den Betrag in Höhe von 70 Mio. EUR vollständig beglichen. Für das Darlehen von Sextant Investments wurde im April 2019 eine Laufzeit von fünfeinhalb Jahren vereinbart. Finanzlage Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements ist es, sicherzustellen, dass eine ausreichende Liquiditätsausstattung vorhanden ist, um alle fälligen Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft erfüllen zu können. Eine Finanzierungsquelle für das Umlaufvermögen der Gesellschaft sind Kundenanzahlungen. Diese beliefen sich zum Stichtag auf 10.252 Tsd. EUR (Vorjahr: 10.653 Tsd. EUR) und sind somit fast unverändert zum Vorjahr. Der Gesellschaft standen Kredit- und Avalrahmen von insgesamt 1.950 Tsd. EUR zur Verfügung. Zum 31.12.2022 waren die Kredit- und Avalrahmen in Höhe von 1.815 Tsd. EUR ausgeschöpft. Die Gebr. SCHMID GmbH wies zum Jahresende 2022 liquide Mittel von 5.153 Tsd. EUR aus (Vorjahr: 11.814 Tsd. EUR). Die positive Entwicklung des operativen Geschäfts und die weltweiten Störungen der Lieferketten erforderten es, während des Jahres Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und an Handelswaren deutlich aufzubauen, was insgesamt zu höheren Cash-Abflüssen führte. Zudem führte das hohe Liefervolumen am Jahresende 2022 stichtagsbedingt zu einem hohen Bestand an Forderungen an Lieferungen und Leistungen und damit zu verminderten Cash-Zuflüssen im Dezember 2022. Die Investitionen in selbsterstellte Entwicklungsprojekte sowie in Sachanlagen beliefen sich insgesamt auf 4.530 Tsd. EUR. Der Cash-Bedarf des Geschäftsjahres 2022 wurde vollständig aus vorhandenen Cash-Beständen sowie aus Cash-Zuflüssen aus dem operativen Geschäft gedeckt. Die Gesellschaft konnte darüber hinaus kleinere Teilbeträge von Darlehen tilgen. Ein Bankdarlehen in Höhe von 4.500 Tsd. EUR wurde komplett zurückgeführt und durch ein neues Darlehen eines weiteren Darlehensgebers in Höhe von 4.100 Tsd. EUR ersetzt. Die Kreditzinsen für die sonstigen Finanzverbindlichkeiten wurden in 2022 - wie vertraglich vereinbart - nicht beglichen, sondern erhöhten weiter die ausstehenden Darlehensbeträge. Die Nettoverschuldung der Gesellschaft erhöhte sich dadurch deutlich und belief sich zum 31.12.2022 auf 123.403 Tsd. EUR (nach 111.746 Tsd. EUR im Vorjahr). Aus Sicht der Geschäftsführung entwickelt sich die Finanzlage wie erwartet; die ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung der Verschuldung greifen erst im Geschäftsjahr 2023. Chancen und Risiken für die künftige Entwicklung der SCHMID Group und der Gebr. SCHMID GmbHChancen- und Risikomanagement Das Chancen- und Risikomanagement von SCHMID zielt darauf ab, den Fortbestand der SCHMID Group weiter zu sichern und die Marktstellung von SCHMID zu festigen und auszubauen. Zur unternehmerischen Zielsetzung von SCHMID gehören das frühzeitige und erfolgreiche Erkennen von Chancen sowie die Identifikation und angemessene Bewertung der damit verbundenen Risiken und die adäquate Reaktion darauf. Die vielfältigen Chancen für die SCHMID Group resultieren aus der Technologiekompetenz in den relevanten Geschäftsfeldern, dem breiten Spektrum an Produkten und Lösungen für die Märkte, den Kooperationen mit internationalen Kunden sowie der globalen Ausrichtung von SCHMID. In der aktuellen Situation ist SCHMID außerdem bestrebt, die Finanzierung der Gebr. SCHMID GmbH langfristig zu sichern und sowohl die Verschuldungsquote als auch die Belastung mit Finanzierungskosten zu reduzieren. Dabei kann die SCHMID Group auf das hohe persönliche Engagement der Gesellschafter bauen. Zudem eröffnen die globale Ausrichtung und Bekanntheit der SCHMID Group und die Platzierung als High-Tech-Unternehmen Finanzierungsmöglichkeiten sowohl im internationalen Umfeld als auch im Umfeld von technologieorientierten Investoren. Die Analyse und Beurteilung der Chancen und Risiken des Konzerns und der Gesellschaft ist Gegenstand fortlaufender Betrachtungen durch die Geschäftsleitung der SCHMID Group. Auf der Grundlage eines chancenorientierten, gleichzeitig aber risikobewussten Managements, ist es jedoch nicht das Ziel der Gesellschaft, alle potentiellen Risiken grundsätzlich zu vermeiden. Vielmehr wird stets ein Optimum aus Risikovermeidung, -reduzierung und kontrollierter Risikoakzeptanz angestrebt. Chancen der SCHMID Group Beschreibung der für die SCHMID Group aussichtsreichsten Chancen Die globale Geschäftstätigkeit der SCHMID Group innerhalb eines dynamischen Marktumfelds eröffnet ständig neue Chancen, die das angestrebte Wachstum von SCHMID unterstützen und vorantreiben können. Das Erkennen und Nutzen dieser Chancen gehört daher zu den wesentlichen Bestandteilen der Wachstumspolitik. Chancen durch Technologie und Wettbewerb SCHMID beherrscht Prozesse, die in den verschiedensten Branchen genutzt werden und baut passgenau darauf ausgerichtete Anlagen und Automationssysteme. Durch die Erschließung immer neuer Anwendungsgebiete entwickelten sich drei Geschäftsfelder, die von zahlreichen Synergie-Effekten profitieren: Electronics, Photovoltaics sowie Customer Service. Das Portfolio umfasst ein breites Spektrum an Produkten und Lösungen, mit denen die Kunden von SCHMID und deren Kunden letztendlich Hightech-Produkte fertigen, die jedem im Alltag begegnen - beispielsweise Smartphones und Tablets oder Solarmodule. Die von SCHMID bedienten Märkte unterliegen einem stetigen Wandel, der durch die Informations- und Kommunikationstechnologie, aber auch durch die rasanten Entwicklungen im Automotive-Sektor beeinflusst wird. Diese agilen Märkte bieten SCHMID die Möglichkeit, immer wieder mit neuen Entwicklungen zu überzeugen, neue Absatzmärkte zu erschließen und so am technologischen Wandel teilzuhaben. Die zunehmende Abkehr von fossiler Energie führt darüber hinaus im Bereich Photovoltaik zu neuen Chancen, die Produkte und Lösungen von SCHMID in bisher wenig erschlossenen Märkten zu platzieren. Die Gebr. SCHMID GmbH hat seit Jahrzehnten den Anspruch der hohen Innovationsfähigkeit und Technologiekompetenz erfolgreich behauptet. Die Leidenschaft für Innovation und Technologie ist treibender Faktor des Handelns von Geschäftsleitung und Belegschaft. In 2022 konnten erneut zahlreiche Entwicklungsprojekte erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Die positiven Rückmeldungen der Kunden und Geschäftspartner von SCHMID zeigen, dass SCHMID technologisch auf dem richtigen Weg ist. Die Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber schätzt die Gesellschaft aufgrund der gegebenen technologischen und finanziellen Voraussetzungen als hoch ein. Operative Chancen auf internationalem Parkett und in aussichtsreichen Branchen und Märkten SCHMID ist mit Produktions-, Verkaufs- und Serviceniederlassungen weltweit vertreten und arbeitet darüber hinaus mit vielen externen Handelspartnern zusammen. Durch die internationale Präsenz bieten sich der SCHMID Group zahlreiche Chancen, weltweit neue Kunden zu akquirieren, neue Kooperationen einzugehen und an dem Wachstum der Industriemärkte in den bedeutenden und aufstrebenden Volkswirtschaften teilzuhaben. Das globale Netzwerk der SCHMID Group von Vertriebsmitarbeitern, Produktingenieuren und Handelspartnern ist darauf ausgerichtet, die branchen- und marktspezifischen Anforderungen der Kunden weltweit zu erfüllen. SCHMID ist in China und Hongkong, Taiwan, Singapur, Südkorea, Malaysia und den USA mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten und pflegt somit in den jeweiligen Märkten den direkten Kontakt zu den Kunden. Dieser direkte Kontakt gibt SCHMID die Möglichkeit, neue technologische Entwicklungen am Markt schnell wahrzunehmen und rasch darauf zu reagieren. Auch internationale Messen, auf denen SCHMID regelmäßig vertreten ist, bieten die Möglichkeit eines direkten Austauschs mit Kunden und Technologiepartnern. Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem Die SCHMID Group und die Gebr. SCHMID GmbH sind naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Risiken können sich sowohl aus eigenem unternehmerischem Handeln als auch durch externe Faktoren ergeben. Die Risikopolitik der Gebr. SCHMID GmbH orientiert sich dabei an der Erfüllung der mittelfristigen finanziellen Ziele und der Sicherung des langfristigen Fortbestandes des Unternehmens. Das Risikomanagementsystem baut im Wesentlichen auf den Instrumenten des Controllings auf und beinhaltet unter anderem das monatliche Berichtswesen mit den relevanten Ergebnis- und Liquiditätskennzahlen sowie ein umfangreiches Vertriebsreporting. Wichtiger Bestandteil zur Risikofrüherkennung ist das Qualitätsmanagement der Gebr. SCHMID GmbH. Für das Unternehmen liegt eine Zertifizierung nach ISO 9001 vor, die ein zuverlässiges, prozess- und systemorientiertes Qualitätsmanagement bestätigt. Klar strukturierte und eindeutig dokumentierte Prozesse im Rahmen des Qualitätsmanagements sorgen nicht nur für Transparenz, sondern sind mittlerweile bei den meisten Produktionskunden eine Vorbedingung für die erfolgreiche Vermarktung von Maschinen. Ein umfangreicher, aber gleichzeitig effizienter Versicherungsschutz ergänzt das Risikomanagementsystem und sichert große Risiken ab. Das Risikomanagementsystem wird darüber hinaus abgerundet durch einen Code of Conduct, Unterschriftsrichtlinien und Freigaberegelungen sowie eine IT-Richtlinie. Risiken der SCHMID Group und der Gebr. SCHMID GmbH Beschreibung der für die Gebr. SCHMID GmbH relevanten Risiken Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Gebr. SCHMID GmbH sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beschrieben. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken spiegelt dabei die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider. Bilanzielle Überschuldung durch den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag Zum 31.12.2022 weist die Gesellschaft erneut einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Die Gesellschafter der Gebr. SCHMID GmbH haben qualifizierte Rangrücktrittserklärungen über 21 Mio. EUR für ihre Forderungen gegen die Gesellschaft abgegeben. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liegt daher nicht vor. Oberstes Ziel der Geschäftsführung ist die Minimierung der Liquiditätsrisiken sowie die Optimierung der Kapitalstruktur, wie im folgenden Abschnitt beschrieben. Die sehr gute Auftragslage und der prognostizierte Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 lassen für die kommenden Monate und Jahre deutlich positive Cashflows aus dem operativen Geschäft erwarten. Die Geschäftsführung hat zudem verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung der Nettoverschuldung und zur Verbesserung der Kapitalstruktur ergriffen, die im ersten Halbjahr 2023 umgesetzt wurden. Zum 30.06.2023 weist die Gebr. SCHMID GmbH ein positives Eigenkapital aus. Es wird auf die Ausführungen im Prognosebericht verwiesen. Die Geschäftsleitung ist überzeugt, dass der Fortbestand des Unternehmens damit sichergestellt ist. Liquiditätsrisiko In 2022 befand sich die Gebr. SCHMID GmbH in einer knappen, aber nicht mehr angespannten Liquiditätssituation. Die Gesellschaft erstellte weiterhin detaillierte Cash-Planungen und achtete auf ein sorgfältiges Cash-Management. Die Cash-Zuflüsse aus dem operativen Geschäft deckten vollständig alle notwendigen Ausgaben. Alle fälligen finanziellen Verpflichtungen wurden rechtzeitig erfüllt. Ein Einbruch des operativen Geschäfts könnte die immer noch knappen finanziellen Ressourcen reduzieren und die Gesellschaft erneut in Liquiditätsschwierigkeiten bringen. Dieses Risiko wird derzeit als gering angesehen. Das operative Geschäft, insbesondere in den Marktfeldern "Electronics" und "Customer Service" entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts beläuft sich der Auftragsbestand auf rund 52 Mio. EUR. Darüber hinaus werden laufend vielversprechende Gespräche und Verhandlungen mit alten und potentiell neuen Geschäftspartnern über neue Aufträge geführt. Die Gebr. SCHMID GmbH nimmt keinerlei Anzeichen für eine Verlangsamung der positiven Geschäftsentwicklung wahr. Die Gesellschaft geht davon aus, dass aus dem laufenden operativen Geschäft während der kommenden 12 Monate weiterhin stabile Cash-Zuflüsse aus der Realisierung von margenstarken Aufträgen generiert werden können. Trotzdem war es für eine erfolgreiche Fortführung der Geschäftstätigkeit der Gebr. SCHMID GmbH erforderlich, die Finanzierung neu zu ordnen und die hohe Nettoverschuldung, die zum 31.12.2022 bestand, deutlich zu reduzieren. Die Cash-Zuflüsse aus dem operativen Geschäft reichten nicht aus, um sowohl die anfallenden Darlehenszinsen als auch Darlehensrückzahlungen in nennenswerter Höhe abzudecken. Zur Rückführung der Nettoverschuldung wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen und im ersten Halbjahr 2023 umgesetzt. Die Maßnahmen werden im Folgenden beschrieben: Der Hauptgesellschafter der Gebr. SCHMID GmbH, Herr Christian Schmid, hat zum 30.06.2023 seine Verbindlichkeiten bei der Gesellschaft in Höhe von 70 Mio. EUR beglichen. Die Mittel zur Begleichung seiner Verbindlichkeiten erzielte Herr Schmid aus dem Verkauf der Schmid Silicon Group, einer Firmengruppe, die die Entwicklung und Produktion von Siliziummaterialien zum Gegenstand hat. Die Firmengruppe, die sich mehrheitlich im Eigentum von Herrn Schmid befand, wurde am 30.06.2023 an Group 14 Technologies veräußert. Der Kaufpreis wurde teilweise in Cash und teilweise in Aktien von Group 14 Technologies geleistet. Aus dem Cash-Anteil hat Herr Schmid das von der Gesellschaft gewährte Darlehen in Höhe von 70 Mio. EUR ausgeglichen. Die Gebr. SCHMID GmbH hat zum 30.06.2023 - unter Verwendung dieses Rückzahlungsbetrags - ihre Verbindlichkeiten gegenüber CORDET Lending komplett beglichen. Aus einem Vergleichsvertrag, der im Mai 2023 zwischen der Gesellschaft und CORDET Lending geschlossen wurde, ergab sich ein fixer Rückzahlungsbetrag in Höhe von 70 Mio. EUR. Der Betrag ist über einen verkürzten Zahlungsweg direkt von Group 14 Technologies an CORDET Lending geflossen. Das Darlehen der Volksbank in Höhe von 1.875 Tsd. EUR wurde im Juni 2023 komplett zurückbezahlt. Mit dem Darlehensgeber Sextant wurde im März 2023 eine Vereinbarung geschlossen, wonach die Zinsen rückwirkend nach unten angepasst wurden. Die Gesellschaft konnte somit im ersten Halbjahr 2023 rund 6 Mio. EUR des bisher passivierten Darlehensbetrags ertragswirksam auflösen. Die Rückzahlung des Sextant-Darlehens wird innerhalb der kommenden zwei Monate erfolgen. Zur Begleichung des Darlehens werden Group-14-Technologies-Aktien an Sextant übertragen werden. Derzeit werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie zwei weitere Bankdarlehen abgelöst werden können. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Darlehen über insgesamt rund 8,8 Mio. EUR noch vor Jahresende 2023 zurückbezahlt werden können. Durch Umsetzung dieser Maßnahmen konnte die Nettoverschuldung der Gebr. SCHMID GmbH bereits deutlich reduziert werden. In den kommenden Monaten ist ein weiterer Rückgang zu erwarten. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 30.06.2023 ist positiv. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft zum 30.06.2023 ist als stabil zu bezeichnen. Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Finanzielle Risiken aus dem operativen Geschäft Das Geschäftsmodell der Gebr. SCHMID GmbH basiert auf der Entwicklung und Fertigung von kundenspezifischen Anlagen, die genau die Anforderungen des Kunden erfüllen und teilweise in bestehende Fertigungslinien des Kunden eingebunden werden. Die Qualitätsanforderungen an die Anlagen von SCHMID sind in der Regel sehr hoch. Die Gesellschaft muss üblicherweise die Entwicklungsleistungen und die Ressourcen für die Fertigung vorfinanzieren, während die Zahlungseingänge von Kunden erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt erwartet werden. Es besteht für SCHMID das Risiko, dass die Kundenzahlungen verspätet geleistet werden oder sogar ausfallen. SCHMID würde dann finanzielle Einbußen erleiden, die unter Umständen schwer zu verkraften wären. SCHMID wirkt dem entgegen, indem für Kundenaufträge in der Regel Anzahlungen in angemessener Höhe verlangt werden. Für den Erhalt der Kundenanzahlungen ist - je nach Wunsch des Kunden - die Verfügbarkeit entsprechender Avallinien erforderlich. Zudem führt SCHMID für jeden Kunden Bonitätsprüfungen durch, um Zahlungsausfälle von Kunden möglichst auszuschließen. Die Gesellschaft fakturiert einen großen Teil ihrer Umsätze in Euro, sodass bei diesen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Ein Projekt wird derzeit in US-Dollar fakturiert, die Kursentwicklung wirkt sich dabei entsprechend auf die Ertragslage der Gesellschaft aus. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung in chinesischen YUAN aufgrund von Zulieferungen von Tochterunternehmen. Die Währungsrisiken werden insgesamt als gering einstuft. Mitarbeiterspezifische Risiken Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind für Unternehmen heute von entscheidender Bedeutung. Entsprechend sind Fluktuation, die nicht ausreichende Gewinnung von neuen oder auch zusätzlichen geeigneten Mitarbeitern oder Auszubildenden, gerade bei Standorten im ländlichen Raum, erhebliche Risiken. Die Gebr. SCHMID GmbH steuert hier aktiv über eine sehr hohe Ausbildungsquote (> 11 %) inklusive entsprechender Studienangebote, die fachliche und persönliche Weiterbildungsmöglichkeit in der SCHMID Academy, weitreichende Sozialleistungen, flexible Arbeitszeitmodelle ebenso gegen, wie durch eine Firmenkultur, die in flachen Hierarchien teamorientiertes Arbeiten an gemeinsamen Projekten ermöglicht. Abschließende Würdigung der Chancen und Risiken Die Gesamtbetrachtung der Chancen und Risiken zeigt, dass die Gebr. SCHMID GmbH sich in einer gefestigten Marktposition sieht und aufgrund ihrer Technologiekompetenz und ihres Produktportfolios hohe Auftragseingänge und Umsätze erzielen kann. Auf der Risiko-Seite war die Gesellschaft in der Vergangenheit überwiegend Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Mit den bereits eingeleiteten Maßnahmen und dem angestrebten Wachstum wurde die Finanzlage der Gesellschaft bis zum Datum der Aufstellung dieses Berichts deutlich verbessert. Die vorher bestehenden Liquiditätsrisiken konnten vollständig beseitigt werden. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Entwicklung weltweit und in Deutschland Die OECD sagt in ihrem Wirtschaftsausblick vom 17.03.2023 für das Gesamtjahr 2023 ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum voraus und geht von einem Zuwachs der weltweiten Wirtschaftsleistung um 2,6 % aus. Für 2024 rechnet die OECD mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von rund 2,9 %. Die Inflation wird nach Einschätzung der OECD im weiteren Verlauf des aktuellen Jahres und im kommenden Jahr weiter zurückgehen und letztendlich in 2023 einen Wert von 5,9 % und in 2024 einen Wert von 4,5 % erreichen. Für Deutschland sagt die OECD für 2023 lediglich ein Wirtschaftswachstum von 0,3 % voraus sowie eine Teuerungsrate von 6,7 %. In 2024 soll die deutsche Wirtschaft um rund 1,7 % wachsen; für die Inflationsrate erwartet die OECD einen Wert von ca. 3,1 %. Die konjunkturelle Entwicklung im deutschen Maschinenbau zeichnet derzeit kein positives Bild. Nach einer aktuellen Meldung des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) vom 03.07.2023 ging der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Mai 2023 weiter zurück. Der VDMA zeichnet das Bild einer anhaltend schwachen globalen Investitionsnachfrage und geht für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau in den kommenden Monaten von deutlichen Umsatzrückgängen aus. Auswirkungen der Entwicklung der Weltwirtschaft auf das operative Geschäft der Gebr. SCHMID GmbH In 2023 kann die Gebr. SCHMID GmbH eine weitere positive Entwicklung des Auftragseingangs und des Umsatzes verzeichnen. Das Produktionswerk in Freudenstadt ist vollständig ausgelastet. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts beläuft sich der Auftragsbestand der Gebr. SCHMID GmbH auf rund 52 Mio. EUR. Die Gebr. SCHMID GmbH spürt derzeit keinen Rückgang bei Kundenbestellungen. Entgegen dem aktuellen Trend im Maschinen- und Anlagenbau geht die Gesellschaft in den nächsten Monaten weiter von guten Auftragseingängen und margenstarken Umsätzen aus. Es werden laufend vielversprechende Gespräche und Verhandlungen über neue Aufträge sowohl mit bereits bekannten Kunden als auch mit potentiellen Neukunden geführt. Prognostizierter Geschäftsverlauf der Gebr. SCHMID GmbH für das Geschäftsjahr 2023 Die Gebr. SCHMID GmbH kann für 2023 bisher einen erfolgreichen Geschäftsverlauf verzeichnen. Im ersten Halbjahr konnten Umsätze in Höhe von 27 Mio. EUR erzielt werden. Für das Gesamtjahr 2023 geht die Gebr. SCHMID GmbH davon aus, Umsätze in Höhe von ca. 75 bis 85 Mio. EUR zu erzielen. Das EBITDA wird für 2023 erneut deutlich positiv sein und voraussichtlich mehr als 20 % der Umsatzerlöse betragen. Für 2024 werden aufgrund der guten Auftragslage und der vielversprechenden Kundenaktivitäten weltweit weitere Umsatzsteigerungen erwartet. Das EBITDA wird auch in 2024 deutlich positiv sein; die EBITDA-Marge wird voraussichtlich erneut mehr als 20 % betragen. In 2023 konnten bis zum Datum der Aufstellung dieses Berichts wichtige Maßnahmen umgesetzt werden, die die Eigenkapitalquote der Gesellschaft gestärkt und die Nettoverschuldung deutlich reduziert haben. Diese Maßnahmen werden nachfolgend im Einzelnen beschrieben: Mit dem Darlehensgeber Sextant wurde im März 2023 eine Vereinbarung geschlossen, wonach die Zinsen rückwirkend nach unten angepasst wurden. Die Gesellschaft konnte somit im ersten Halbjahr 2023 rund 6 Mio. EUR des bisher passivierten Darlehensbetrags ertragswirksam auflösen. Der Hauptgesellschafter der Gebr. SCHMID GmbH, Herr Christian Schmid, hat zum 30.06.2023 seine Verbindlichkeiten bei der Gesellschaft in Höhe von 70 Mio. EUR beglichen. Die Mittel zur Begleichung seiner Verbindlichkeiten erzielte Herr Schmid aus dem Verkauf der Schmid Silicon Group, einer Firmengruppe, die die Entwicklung und Produktion von Siliziummaterialien zum Gegenstand hat. Die Firmengruppe, die sich mehrheitlich im Eigentum von Herrn Schmid befand, wurde am 30.06.2023 an Group 14 Technologies veräußert. Der Kaufpreis wurde teilweise in Cash und teilweise in Aktien von Group 14 Technologies geleistet. Aus dem Cash-Anteil hat Herr Schmid das von der Gesellschaft gewährte Darlehen in Höhe von 70 Mio. EUR ausgeglichen. Die Gebr. SCHMID GmbH hat zum 30.06.2023 - unter Verwendung dieses Rückzahlungsbetrags - ihre Verbindlichkeiten gegenüber CORDET Lending komplett beglichen. Aus einem Vergleichsvertrag, der im Mai 2023 zwischen der Gesellschaft und CORDET Lending geschlossen wurde, ergab sich ein fixer Rückzahlungsbetrag in Höhe von 70 Mio. EUR. Der Betrag ist über einen verkürzten Zahlungsweg direkt von Group 14 Technologies an CORDET Lending geflossen. Die Gebr. SCHMID GmbH wies zum 31.12.2022 ihrerseits Forderungen gegen Gesellschaften der Schmid Silicon Group aus. Diese Forderungen beliefen sich nominal auf rund 17,6 Mio. EUR und waren größtenteils wertberichtigt. Im Zuge des Verkaufs der Schmid Silicon Group am 30.06.2023 wurden diese Forderungen mit Aktien des Käufers beglichen. Zum 30.06.2023 konnte die Gesellschaft somit Wertaufholungen in Höhe von rund 11 Mio. EUR ertragswirksam realisieren und weist nun Aktien an Group 14 Technologies im Wert von 17,6 Mio. EUR aus. Das Darlehen der Volksbank in Höhe von 1,9 Mio. EUR wurde im Juni 2023 komplett zurückbezahlt. Das Eigenkapital der Gebr. SCHMID GmbH zum 30.06.2023 ist - unter Berücksichtigung des operativen Ergebnisses des ersten Halbjahres 2023 und der hier beschriebenen Sondereffekte - positiv und beläuft sich auf rund 5,5 Mio. EUR. Die bilanzielle Überschuldung ist damit beseitigt. Die Nettoverschuldung der Gesellschaft beträgt zum 30.06.2023 rund 47,6 Mio. EUR und konnte damit im Vergleich zum 31.12.2022 um rund 74,8 Mio. EUR reduziert werden. Die Gebr. SCHMID GmbH plant, das Sextant-Darlehen innerhalb der kommenden zwei Monate komplett zurückzuzahlen. Sextant wird zur Begleichung des Darlehens Aktien von Group 14 Technologies in entsprechender Höhe erhalten. Die Vereinbarungen hierzu werden gerade final verhandelt. Dadurch wird sich die Nettoverschuldung der Gesellschaft um weitere 19 Mio. EUR reduzieren. Der im 3. Quartal 2022 unterzeichnete Sale-and-Lease-Back-Vertrag, der die Betriebsgrundstücke der Gesellschaft in Freudenstadt zum Gegenstand hatte, wurde nicht final umgesetzt. Die Gesellschaft hat mit dem Vertragspartner inzwischen eine Rückabwicklung des Sale-and-Lease-Back-Vertrags vereinbart. Als Entschädigung erhielt die Gebr. SCHMID GmbH vom Vertragspartner eine Zahlung in 7-stelliger Höhe, die im Juli 2023 ertragswirksam vereinnahmt wurde. Derzeit werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie zwei weitere Bankdarlehen in Höhe von rund 8,8 Mio. EUR zurückbezahlt werden können. Eine Möglichkeit wäre der Abschluss eines neuen Sale-and-Lease-Back-Vertrags für die Betriebsgrundstücke in Freudenstadt, der bei der Gesellschaft zu Cash-Zuflüssen in ausreichender Höhe führen würde. Die Gesellschaft ist bestrebt, die beiden Bankdarlehen noch vor Jahresende 2023 komplett zurückzuführen. Damit könnte die Nettoverschuldung der Gebr. SCHMID GmbH auf ca. 20 Mio. EUR reduziert werden.
Freudenstadt, im August 2023 Christian
Schmid
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2022 (§ 284 ff. HGB)A. ALLGEMEINE ANGABENDas Unternehmen führt die Firma "Gebr. SCHMID GmbH" und hat seinen Sitz in Freudenstadt. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 738354 eingetragen. Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. Im Lagebericht der Gesellschaft werden Risiken mit möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung und den Bestand der Gesellschaft dargestellt. Es wird von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Auf die Ausführungen unter "Beschreibung der für die Gebr. SCHMID GmbH relevanten Risiken" und "Liquiditätsrisiko" im Lagebericht wird verwiesen. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB).
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB mit den Herstellungskosten in Form der Entwicklungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB aktiviert, sofern diese eindeutig zugeordnet und abgegrenzt werden können. In die Aktivierung werden die Entwicklungskosten einbezogen, die nach Manifestation der technischen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung des immateriellen Vermögensgegenstandes anfallen. Die Entwicklungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Teile an Gemeinkosten und Abschreibungen sowie der allgemeinen Verwaltungskosten, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung über deren geplante Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beläuft sich auf vier bis zehn Jahre. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Nutzungsdauer für Einbauten in Gebäude beläuft sich auf 10 bis 21 Jahre. Die Nutzungsdauern des beweglichen Anlagevermögens liegen zwischen 3 und 21 Jahren. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit 20% linear abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten - gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - angesetzt.
a) Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Auf schwer- bzw. nicht gängige Posten werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang bewertet. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen die Vorräte übersteigen, werden sie unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie sind zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt. Auf fremde Währung lautende Anzahlungen sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt. b) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt. Besonderen Ausfallrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wird nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Kreditinstitut verrechnet, wenn sie sich aufrechenbar gegenüberstehen. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Gem. § 250 Abs. 1 HGB werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Die unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Disagien sind zum Nennwert unter Absetzung planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet. Die Absetzung wird auf die Laufzeit der Darlehen verteilt.
Latente Steuern werden auf Buchwertunterschiede zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen einerseits und steuerlichen Wertansätzen andererseits gebildet, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Steuerliche Verlustvorträge und steuerliche Zinsvorträge werden berücksichtigt, wenn eine Verlustverrechnung innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwarten ist.
Die Steuerrückstellung ist in Höhe des erwarteten Steuersolls gebildet. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) mittels eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Es werden grundsätzlich, entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen, folgende Berechnungsgrundlagen angewendet:
Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt unter Anwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach einem modifizierten Teilwertverfahren. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins beträgt 1,45%. Bei der Berechnung wurde eine Fluktuationsrate von 5,00% p. a. zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen sind mit einem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung
lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu
einem Jahr sind mit den Devisenkassamittelkursen am
Abschlussstichtag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind wie oben dargestellt umgerechnet. Die Posten des Anlagevermögens sind zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum jeweiligen Stichtagskurs eingebucht. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 14.801.723,45 betreffen mehrere aktivierte Entwicklungsprojekte. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 4 bis 10 Jahren. Der Gesamtbetrag an Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr EUR 4.576.124,23. Davon entfallen EUR 2.778.849,84 auf Entwicklungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER WERTBERICHTIGUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Die Beteiligungsunternehmen stellen sich wie folgt dar:
Die Gebr. SCHMID GmbH kann trotz Mehrheitsanteilen keinen beherrschenden Einfluss auf die Advanced Energy Storage Systems Investments Company Ltd. ausüben. Daher erfolgt der Ausweis als Beteiligungsunternehmen.
a) Vorräte In den Vorräten sind Abwertungen in Höhe von EUR 7.128.936,18 (im Vorjahr EUR 7.007.728,16) enthalten. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und Verbindlichkeiten werden, soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen, miteinander verrechnet ausgewiesen. Die Aufgliederung und die Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:
In den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen sind sowohl Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 7.019.626,12 (im Vorjahr EUR 5.652.413,73) als auch Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 0,00 (im Vorjahr EUR 2.100.000,00) ausgewiesen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Unternehmen werden, soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen, miteinander verrechnet ausgewiesen. Gegen Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Kontokorrentforderungen in Höhe von EUR 68.570.081,06 (im Vorjahr EUR 66.018.383,83). Es handelt sich um ein Gesellschafterverrechnungskonto zur Abwicklung des laufenden Zahlungsverkehrs. Dieses ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann mit einer Frist von 4 Wochen zum Kalendervierteljahr gekündigt werden. Das Verrechnungskonto wird seit 1. Januar 2013 mit dem 3-Monats-Euribor, mindestens jedoch mit 0,25% p. a., zum jeweiligen Abrechnungsstichtag sowohl im Soll als auch im Haben verzinst. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von EUR 4.500.000,00 enthalten. Nachdem im Rahmen eines Ergänzungsvertrages die bestehenden Anteile an der Holdinggesellschaft einer ehemaligen Tochtergesellschaft komplett abgegeben wurden, betreffen diese Forderungen zukünftig anfallende Veräußerungsgewinne im Rahmen eines Verkaufs von Anteilen der ehemaligen Tochtergesellschaft durch deren Holdinggesellschaft. Die Werthaltigkeit ist durch eine Bürgschaft abgesichert. 3. Liquide Mittel Seit dem Geschäftsjahr 2019 besteht ein Pfandrecht auf die Geschäftskonten der Volksbank eG sowie der Kreissparkasse in Freudenstadt, welche aufgrund der Darlehensverträge mit CORDET Lending an die "Wilmington Trust (London) Limited" erteilt wurden. Im Juli 2021 hat die "Wilmington Trust (London) Limited" angezeigt, dass die Verfügungsberechtigung der Gebr. SCHMID GmbH mit sofortiger Wirkung widerrufen wird. Seither sind Verfügungen über das Konto und die Kreditlinie nicht möglich. Der Saldo der Geschäftskonten mit der Volksbank eG beträgt zum Bilanzstichtag EUR 9.862,82 (im Vorjahr EUR 9.172,88) und mit der Kreissparkasse in Freudenstadt EUR -1.174.466,02 (im Vorjahr EUR -1.201.324,57), ausgewiesen in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ein Disagio in Höhe von EUR 0,00 (im Vorjahr EUR 656.187,92). 5. Aktive latente Steuern Grundsätzlich ergab sich zum Bilanzstichtag ein Überhang aktiver latenter Steuern für die Gesellschaft. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz Sachanlagevermögen, sonstige Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Die latenten Steuern haben sich dabei wie folgt entwickelt:
Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich für die Bewertung latenter Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 29,125% (im Vorjahr 29,125%). 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 21.604.900,00. Bei der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 57.484.840,76 (im Vorjahr EUR 57.484.840,76) handelt es sich um eine frei verfügbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 20.096.684,45. Diese setzt sich aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, unter Berücksichtigung passiver latenter Steuern in Höhe von EUR 10.490.721,50, und der Aktivierung von aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 9.561.001,95 sowie dem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB in Höhe von EUR 44.961,00 zusammen. Aufgrund der Verlustsituation des Unternehmens kommt die Ausschüttungssperre nicht zum Tragen. 7. Pensionsrückstellungen Es wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2012 ein Vertrag über eine Versorgungszusage zu einem Erfüllungsbetrag in Höhe von EUR 1.418.917,00 geschlossen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischem Gutachten zum 31. Dezember 2022 weist eine planmäßige Zuführung zur Pensionsrückstellung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 31.407,00 auf. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB beträgt EUR 44.961,00 (im Vorjahr EUR 72.679,00). Dieser Betrag führt bei der Gebr. SCHMID GmbH zu einer rechnerischen Ausschüttungssperre in dieser Höhe. 8. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Personal betreffen im Wesentlichen Gehälter, Prämien, Urlaubsrückstände, Gleitzeitguthaben und Jubiläen. 9. Verbindlichkeiten Forderungen und Verbindlichkeiten werden, soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen, miteinander verrechnet ausgewiesen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.875.000,00 durch Grundschulden besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind sowohl Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 18.873.643,97 (im Vorjahr EUR 19.139.003,38) als auch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 2.634.610,69 (im Vorjahr EUR 2.239.257,39) ausgewiesen. Die Aufgliederung und die Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:
Zur Vermeidung der bilanziellen Überschuldung der Gebr. SCHMID GmbH bestehen qualifizierte Rangrücktrittserklärungen für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 21.000.000,00. Diese Verbindlichkeiten können somit wirtschaftlich betrachtet als langfristige Verbindlichkeiten angesehen werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:
Weitere Erläuterungen zur den sonstigen Finanzverbindlichkeiten finden sich im Lagebericht wieder. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedert sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographischen Märkten wie folgt auf:
Im August 2021 wurde ein Joint-Venture-Vertrag mit dem chinesischen Investor XJ Capitals und der chinesischen Tochtergesellschaft SCHMID Technology (Guangdong) Co. Ltd. ("STG") abgeschlossen. Gleichzeitig wurde eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen, mit der die Gebr. SCHMID GmbH der STG ein Exklusivrecht für die Weiterentwicklung, die Produktion und den Vertrieb von definierten SCHMID-Technologien auf dem chinesischen Markt gewährt. Die Erlöse aus der Lizenzvereinbarung beliefen sich auf EUR 15.000.00,00. Sie wurden unter Abzug von Quellensteuer im August und Dezember 2021 an die Gesellschaft ausgezahlt. Dieser Ertrag ist im Vorjahr in der Aufstellung der Umsatzerlöse als "übrige" klassifiziert. 2. Sonstige betriebliche Erträge
Im November 2021 verkaufte die Gebr. SCHMID GmbH ihre Anteile an der SCHMID Thermal Systems Inc. (USA) im Rahmen eines Management-Buy-Outs an neue Anteilseigner. Die vertraglichen Vereinbarungen führten insgesamt zu Erlösen in Höhe von rund T-USD 10.000, die im Dezember 2021 an die Gesellschaft ausgezahlt wurden. Der hierbei entstandene Ertrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres ausgewiesen. Aus der Verschmelzung der deutschen Tochtergesellschaft Schmid Technology Systems GmbH auf die Gebr. SCHMID GmbH im Dezember 2021 ergab sich ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 6.654.343,19, welcher im sonstigen betrieblichen Ertrag des Vorjahres ausgewiesen wird. 3. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 11.243,00 (im Vorjahr EUR 57.723,00) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Forderungsverluste in Höhe von EUR 86.970,61 (im Vorjahr EUR 1.323.868,93) enthalten. Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Kursverluste betragen EUR 1.187.683,42 (im Vorjahr EUR 254.711,89). 5. Finanzergebnis In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Zuführung zu langfristigen Rückstellungen in Höhe von EUR 2.473,00 (im Vorjahr EUR 23.042,00) enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen EUR 0,00 (im Vorjahr EUR 156.487,62) verbundene Unternehmen. E. SONSTIGE ANGABEN1. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum 31. Dezember 2022 bestehen folgende Haftungsverhältnisse: Die Gebr. SCHMID GmbH erklärt durch Patronatserklärungen gegenüber einem Unternehmen der SCHMID Group, diese mit genügend finanziellen Mitteln auszustatten, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Weiterhin bestehen Patronatserklärungen zugunsten SCHMID-Gesellschaften für Forderungen in Höhe von HKD 7.360.887,37 (EUR 880.414,00), welche verschiedene Gesellschaften innerhalb der SCHMID Group betreffen. Ansprüche wurden bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nicht geltend gemacht, können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es wird auch zukünftig nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschafter haben im Geschäftsjahr 2016 beschlossen auf Forderungen in Höhe von insgesamt EUR 5.000.000,00 zu verzichten. Die Gesellschafter haben hierfür einen Besserungsschein erhalten. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinem Wiederaufleben von Verbindlichkeiten. Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 427.425,00. Weiter bestehen Leasingverträge für PKWs mit einer Restverpflichtung von EUR 315.246,00. Aus Wartungs-, Service-, Lizenz- und sonstigen Verträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 1.670.854,55. Es bestehen Bestellobligo in Höhe von EUR 4.305.123,00. 3. Geschäftsführer Zum Geschäftsführer sind
bestellt. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird unter Bezugnahme auf § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB verzichtet. 6. Konzernzugehörigkeit Die Gebr. SCHMID GmbH gehört zur Schmid-Gruppe und ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist auf der Homepage des Bundesanzeigers erhältlich. 7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Folgenden werden die wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dargestellt:
Darüber hinaus verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht bezüglich der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023. 8. Ergebnisverwendungsvorschlag Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.692.725,48 auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Freudenstadt, den 25. August 2023 Geschäftsführung Christian
Schmid
Der Jahresabschluss wurde per Gesellschafterbeschluss vom 01. September 2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gebr. SCHMID GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gebr. SCHMID GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gebr. SCHMID GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 25. August 2023 RSM
GmbH
Hahn
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