Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 101093
Eingetragen
18.1.1988
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieArchitekturbüros für HochbauErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Gegenstand
Erbringung von Consulting- und Projektentwicklungs-Leistungen und aller damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte. Dazu gehören auch die Erbringung von Dienstleistungen mit Bezug zur Verkehrsinfrastruktur sowie dazugehörige Schulungen oder Forschungs- und Entwicklungsleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christine Weigner
seit 13.6.2025
Prokura
Ronald Schulz
seit 13.6.2025
Prokura
Hannes Müller
seit 11.5.2020
Geschäftsführer
Prokura
Bernd Knabe
seit 6.1.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lufthansa Consulting GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lufthansa Consulting GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lufthansa Consulting GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lufthansa Consulting GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 2. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jansen, Wirtschaftsprüfer

Klammer, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 12.222,38 19.220,00
12.222,38 19.220,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 19.172,14 29.175,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.875,94 85.432,00
91.048,08 114.607,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.500,00 25.500,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 1.623,00
25.500,00 27.123,00
128.770,46 160.950,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 666.045,52 1.185.166,90
666.045,52 1.185.166,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 876.902,14 1.410.354,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.118.422,49 16.322.508,47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 138.931,58 268.546,89
22.134.256,21 18.001.410,03
III. Guthaben bei Kreditinstituten 248.698,35 276.829,35
23.049.000,08 19.463.406,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 134.052,00 120.649,35
23.311.822,54 19.745.005,63

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.744.354,06 2.744.354,06
III. Andere Gewinnrücklagen 7.310.260,21 7.310.260,21
IV. Verlustvortrag -3.760.073,95 -2.496.145,48
V. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 3.003.477,57 -1.263.928,47
10.298.017,89 7.294.540,32
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.439.873,38 6.984.755,57
2. Steuerrückstellungen 1.341.687,78 383.234,54
3. Sonstige Rückstellungen 3.266.049,87 2.554.140,03
10.047.611,03 9.922.130,14
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.666.767,46 2.051.135,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 90.894,48 156.114,40
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 936.489,15 65.842,63
4. Sonstige Verbindlichkeiten 272.042,53 255.242,74
(davon aus Steuern € 125.077,50; Vorjahr € 125.008,21)
2.966.193,62 2.528.335,17
23.311.822,54 19.745.005,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 17.620.181,03 13.951.329,68
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen -519.121,38 1.002.696,90
17.101.059,65 14.954.026,58
3. Sonstige betriebliche Erträge 642.187,35 205.210,60
(davon aus Währungsumrechnung € 24.600,62; Vorjahr: € 70.437,04)
17.743.247,00 15.159.237,18
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.251,01 -7.055,37
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.271.691,41 -1.937.311,85
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.911.006,91 -7.319.847,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.228.175,55 -1.187.948,74
(davon aus Altersversorgung: € 678.900,26; Vorjahr: € 235.970,12)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -46.080,49 -70.058,38
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.151.415,52 -2.843.440,95
(davon aus Währungsumrechnung € 41.131,70; Vorjahr: € 54.599,36)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.553.368,66 21.523,62
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 437.203,31; Vorjahr € 21.250,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -419.543,54 -2.598.622,85
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.260.026,84 -479.397,94
11. Ergebnis nach Steuern 3.004.424,39 -1.262.923,01
12. Sonstige Steuern -946,82 -1.005,46
13. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 3.003.477,57 -1.263.928,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Anwendung des HGB

Die Geschäftsanteile der Lufthansa Consulting GmbH (LCG) befinden sich im vollen Besitz der Lufthansa Commercial Holding GmbH, Frankfurt (LCH). Die Lufthansa Consulting GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist unter der Nummer HRB 101093 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Die Lufthansa Consulting GmbH ist gemäß § 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Lufthansa Consulting GmbH ist Teil des von der Deutsche Lufthansa AG, Köln, (DLH) gebildeten Konzerns, wird jedoch aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Konzernmutter für den größten, als auch für den kleinsten Konsolidierungskreis ist die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln, die ihren Konzernabschluss gemäß § 315e HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die gesetzlich zu Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke werden weitestgehend im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Software) werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt über einen Zeitraum von eineinhalb bis dreizehn Jahren. Geringwertige Anlagegüter, die € 250 nicht übersteigen, werden in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von € 250 bis zu € 1.000 werden sofort abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge zu den Sachanlagevermögen werden zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedriger beizulegenden Werten angesetzt.

Bei der Bewertung des Umlaufvermögens wird dem Niederstwertprinzip Rechnung getragen. In diesem Rahmen werden die Vorräte mit ihren Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der Gemeinkosten enthalten. Soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert aktiviert. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung von 2%, wie im Vorjahr, berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitansprüchen der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in insolvenzgeschützten Fondsanlagen beziehungsweise Rückdeckungsversicherungen angelegt, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind.

Die Deckungsvermögen werden zum beizulegenden Zeitwert unter Zugrundelegung von extern bereitgestellten Kursinformationen bewertet und mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Zeitwert des jeweiligen Deckungsvermögens die korrespondierenden Verpflichtungen, erfolgt ein gesonderter Ausweis als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Soweit die Zeitbewertung des jeweiligen Deckungsvermögens über den historischen Anschaffungskosten liegt, unterliegt die Differenz zwischen dem Zeitwert und den historischen Anschaffungskosten gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB der Ausschüttungssperre.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Neben einem angemessenen Fluktuationstrend werden dabei wie im Vorjahr ein Gehaltstrend von grundsätzlich 2,5 Prozent sowie ein Rententrend von grundsätzlich 1 Prozent bzw. in Einzelfällen von 2,25 Prozent berücksichtigt.

Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Bundesbank zum 31.Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser liegt bei 1,82 Prozent. Der Zinssatz für die Bewertung zum 31.Dezember 2022 betrug 1,78 Prozent Der Effekt aus dieser Zinssatzänderung wird im Zinsaufwand erfasst.

Die Differenz zwischen den mit dem 10-Jahres- bzw. 7-Jahresdurchschnittszinssatz per 31. Dezember 2023 ermittelten Rückstellungsbeträgen ist ausschüttungsgesperrt. Der für die Ermittlung dieses Unterschiedsbetrages korrespondierende 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,74 Prozent (Vorjahr: 1,44 Prozent).

Versorgungsverpflichtungen aus kapitalmarktabhängigen bzw. versicherungsförmig rückgedeckten Altersversorgungszusagen werden zum beizulegenden Zeitwert der zugrundliegenden Wertpapiere angesetzt, soweit dieser Wert den Barwert der Garantieleistung überschreitet.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Höhe des Erfüllungsbetrages ergibt sich aus den bis zum 31. Dezember 2023 ausstehenden Gehaltszahlungen, die in der Freistellungsphase fällig werden, sowie den zusätzlichen Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und den Aufstockungsbeträgen. Die Rückstellung wird unter angemessener Berücksichtigung biometrischer Wahrscheinlichkeiten und eines kurz- bis mittelfristigen Gehaltstrends von 4,1 Prozent ermittelt. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der durchschnittlichen vertraglichen Restlaufzeiten mit einem auf den 31. Dezember 2023 prognostizierten 7-Jahresdurchschnittszinssatz. Er beträgt 1,07 Prozent (Vorjahr 0,59 Prozent).

Der Wertansatz der übrigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung des notwendigen Erfüllungsbetrages (einschließlich zukünftigen Kosten- und Preissteigerungen).

Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und Entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuer Latenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

In Fremdwährung valutierende kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres in der beigefügten Übersicht (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen im Wesentlichen aus Mietereinbauten und EDV-Hardware.

Finanzanlagen

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in den Finanzanlagen handelt es sich um die Lufthansa Consulting Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ -764 (Vorjahr: T€ -682), der Jahresüberschuss 2023 beträgt T€ 133 (Vorjahr: T€ 362). Der von der Lufthansa Consulting GmbH gehaltene Anteil an der Gesellschaft beträgt 99,9%.

Umlaufvermögen

Eine Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen wird, durch die noch nicht abgerechneten Leistungen von mittel- und langfristigen Projekten aus dem Auftragsbestand der Gesellschaft verursacht.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. T€ 21.118 (Vorjahr: T€ 16.323) betreffen im Wesentlichen die Deutsche Lufthansa AG aus dem Finanzverrechnungsverkehr mit T€ 20.912 (Vorjahr: T€ 16.270). Die Forderungen gegen weitere Konzerngesellschaften resultieren aus dem kurzfristigen Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Aktive latente Steuern entstehen aus Bewertungsunterschieden zwischen der Handels- und Steuerbilanz, insbesondere durch abweichende Ansätze bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern im Jahresabschluss nicht abzugrenzen.

Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Lufthansa Consulting GmbH, Frankfurt, beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 1.000. Es besteht aus dem Anteil der Lufthansa Commercial Holding GmbH, Frankfurt am Main.

Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 2.401 (Vorjahr: T€ 1773), die i.W. aus der Bewertung des Deckungsvermögens für die Pensionsverpflichtungen zum Zeitwert resultiert. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen andere Gewinnrücklagen in ausreichender Höhe gegenüber.

Rückstellungen

Für Mitarbeiter im Inland sowie für die ins Ausland entsandten Mitarbeiter bestehen betriebliche Altersversorgungszusagen. Die Versorgungsansprüche sind überwiegend durch Dotierungen in externes, zugriffsbeschränktes Treuhandvermögen ausfinanziert.

Für den Bilanzausweis werden die versicherungsmathematischen Verpflichtungen mit dem jeweiligen Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert am 31. Dezember 2023 saldiert. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum 31. Dezember 2023: T€ 13.221€ (Vorjahr: T€ 12.786), der beizulegende Zeitwert liegt zum 31. Dezember 2023 bei T€ 16.702 (Vorjahr: T€ 15.217).

Der versicherungsmathematische Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 wird mit T€ 22.042 (Vorjahr: T€ 22.064) angesetzt.

Neben den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von T€ 407 (Vorjahr T€ 178) und der darin enthaltenen Umbewertung der Verpflichtung auf den im Vergleich zum vorjährigen Stichtag gestiegenen Rechnungszins in Höhe von insgesamt T€ -141 (Vorjahr: T€ 331) ist aus der Zeitwertänderung des Deckungsvermögens im Berichtsjahr ein zusätzlicher Ertrag von T€ 1.049 (Vorjahr: Aufwand T€ 2.375) zu erfassen.

Daneben existieren Verpflichtungen aus Gehaltsumwandlungen, denen Vermögen aus Rückdeckungsversicherungen gegenübersteht. Der Wert des Deckungsvermögens beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 475 (Vorjahr: T€ 547). Der versicherungsmathematische Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 wird mit T€ 576 (Vorjahr: T€ 684) angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (T€ 2.924; Vorjahr T€ 1.993) sowie Aufwendungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 265; Vorjahr: T€ 207).

Verbindlichkeiten

Von den Gesamtverbindlichkeiten über T€ 2.966 (Vorjahr: T€ 2.528) entfallen T€ 81 (Vorjahr: T€ 66) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht eine Haftungserklärung gegenüber zwei Kreditinstituten für die Deutsche Lufthansa AG im Zusammenhang mit dem Zero-Balancing. Darüber hinaus bestand bis zum 31.12.2023 ein Haftungsverhältnis aus Avalverpflichtungen i. H. v. T€ 158 (Vorjahr: T€ 158). Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DLH als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen aus einem Mietvertrag i. H. v. jährlich T€ 405 (Vorjahr: T€ 391) mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2029.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen auf die folgenden Märkte:

2023
T€
% 2022
T€
%
DLH Konzern 10.891 62% 7.157 51%
Europa 521 3% 1.055 8%
(Russland,) CIS 445 2% 70 1%
Mittlerer Osten 4.342 25% 2.859 20%
Afrika 1.126 6% 2.494 18%
Asien/Pazifik 27 0% 13 0%
Amerikas 268 2% 303 2%
17.620 100% 13.951 100%
2021
T€
%
DLH Konzern 3.527 55%
Europa 823 13%
(Russland,) CIS 532 8%
Mittlerer Osten 1.042 16%
Afrika 341 5%
Asien/Pazifik 147 2%
Amerikas 85 1%
6.497 100%

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Kursgewinnen T€ 25 (Vorjahr T€ 70) und den periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 467 (Vorjahr T€ 51).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Aufwendungen sind insbesondere Werbung, Repräsentationskosten, Flugscheine für Personal, Aufwand für externe Daten und Software sowie Mieten bzw. Raumkosten, EDV-Wartung und sonstige Raumkosten enthalten.

Zinsergebnis

Die Zinserträge enthalten u.a. aufgrund der Anwendung der Vorschriften des BilMoG Erträge aus der Zuschreibung auf den Marktwert des Deckungsvermögens für die betrieblichen Altersversorgungszusagen i. H. v. T€ 1.049 (Vorjahr: Aufwand T€ 2.375). Weiterhin sind periodenfremde Zinserträge für die Vorjahre 2019-2022 in Höhe von T€ 68 enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsungen der Pensionsrückstellungen i. H. v. T€ 407 (Vorjahr: T€ 178) enthalten.

Steuern

Mit Wirkung zum 01. Januar 2024 wurde in Deutschland das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen verabschiedet.

Die Lufthansa Group fällt aufgrund der steuerlichen Ansässigkeit der Deutsche Lufthansa AG in Deutschland in den Anwendungsbereich des Gesetzes und hat auf Basis der letzten eingereichten Steuererklärungen, länderbezogener Berichterstattung und historischer Finanzdaten eine entsprechende Betroffenheitsanalyse durchgeführt.

Die Lufthansa Consulting GmbH hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen.

Steuerwirkungen, die sich aus der künftigen Anwendung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ergeben können, werden bei der Ermittlung des Ansatzes von aktiven und passiven latenten Steuern nicht berücksichtigt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 1.260 (Vorjahr: T€ 479) betreffen im Wesentlichen die Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer für das aktuelle Geschäftsjahr sowie ausländische Einkommenssteuer.

D. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen T€ 53 (Vorjahr: T€ 48).

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, auch zu verbundenen Unternehmen. Insbesondere betrifft dies den Bezug und die Erbringung von Dienstleistungen sowie das Cashpooling mit der DLH. Es wurden keine Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Personal

Im Geschäftsjahr waren ohne den Geschäftsführer und ohne Auszubildende durchschnittlich 83 Mitarbeiter (Vorjahr: 71) beschäftigt. Hierbei handelte es sich um 13 Mitarbeiter (Vorjahr: 15) der Administration und 7 Mitarbeiter im Sales (Vorjahr: 7) sowie um 63 Berater (Vorjahr: 49).

Geschäftsführung

Hannes Müller, Kaufmann, Bensheim

Auf die Angabe der Vergütungen der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Frankfurt am Main, den 31.07.2024

Lufthansa Consulting GmbH

Die Geschäftsführung

Hannes Müller

Stand und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 1.1.2023 - 31.12.2023

Anschaffungswerte Stand am 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.042.136,99 0,00 0,00 1.042.136,99
1.042.136,99 0,00 0,00 1.042.136,99
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 89.837,28 0,00 0,00 89.837,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 370.703,02 15.523,95 0,00 386.226,97
460.540,30 15.523,95 0,00 476.064,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.500,00 0,00 0,00 25.500,00
2. Sonstige Ausleihungen 1.623,00 0,00 1.623,00 0,00
27.123,00 0,00 1.623,00 25.500,00
1.529.800,29 15.523,95 1.623,00 1.543.701,24
Kumulierte Abschreibungen Stand am 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.022.916,99 6.997,62 0,00 1.029.914,61
1.022.916,99 6.997,62 0,00 1.029.914,61
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 60.662,28 10.002,86 0,00 70.665,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 285.271,02 29.080,01 0,00 314.351,03
345.933,30 39.082,87 0,00 385.016,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.368.850,29 46.080,49 0,00 1.414.930,78
Buchwerte Stand am 31.12.2023
Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.222,38 19.220,00
12.222,38 19.220,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 19.172,14 29.175,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.875,94 85.432,00
91.048,08 114.607,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.500,00 25.500,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 1.623,00
25.500,00 27.123,00
128.770,46 160.950,00

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

Geschäftsmodell

Lufthansa Consulting GmbH ist ein im Lufthansa Konzern fest etabliertes Beratungsunternehmen, das Leistungen mit dem Fokus auf Luftverkehrsthemen sowohl für Gesellschaften der Lufthansa Gruppe als auch für konzernexterne Drittkunden weltweit erbringt. Ausländische Fluggesellschaften oder Flughäfen, aber auch Investoren, staatliche Institutionen oder sonstige Unternehmen, die im Aviation-Umfeld aktiv sind, zählen dabei zu den typischen Kunden der Lufthansa Consulting GmbH. Die Gesellschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, beide Segmente (LH Group und Global) zu entwickeln, um so den unterschiedlichen Gesellschaftszielen, zu denen neben der Ergebniserzielung durch Beratungsprojekte auch die Entwicklung zukünftiger Führungskräfte für die Lufthansa Gruppe zählt, möglichst umfassend gerecht zu werden.

Wirtschaftliche Entwicklung

Lufthansa Consulting GmbH beendet das Geschäftsjahr mit äußerst erfreulichen Ergebniszahlen. 2023 zeichnete sich durch eine von Jahresbeginn an gute Auftragslage mit einer durchgängig hohen Projektauslastung der Berater:innen aus. Für das Gesamtjahr werden Erlöse von Mio. € 17,6 (2022: Mio. € 14,0) ausgewiesen, das operative Ergebnis (EBIT) liegt bei Mio. € +3,1 (Vorjahr: Mio. € +1,8), das Ergebnis vor Steuern (EBT) bei Mio. € +4,2 (Vorjahr: Mio. € -0,8). Nach 2019 und dem Ende der Corona-Krise wurde in dem Jahr wieder ein positives Gesamtergebnis erreicht. Der Jahresüberschuss beträgt Mio. € 3,0. Der Verlustvortrag der vergangenen durch Corona geprägten Jahre kann dadurch weitestgehend auf nur noch Mio. € 0,8 abgebaut werden.

Die Entwicklung der Umsätze in beiden Kundensegmenten LH Group / Global entwickelten sich im abgelaufenen Betrachtungszeitraum unterschiedlich: Die Umsätze im Segment Global, in dem die Aktivitäten außerhalb der LH Group gebündelt werden, blieben nahezu stabil zum Vorjahr bei Mio. € 6,7 (Vorjahr: Mio. € 6,8). Die Umsätze im Segment LH Group konnten gegenüber dem Vorjahr sogar um 52% auf Mio. € 10,9 gesteigert werden.

Ca. 62% der diesjährigen Gesamterlöse wurde 2023 mit Kunden aus dem Lufthansa-Umfeld erzielt; das Vor-Corona-Niveau aus 2019 wurde damit um ca. Mio. € 2,6 überschritten. Lufthansa Consulting GmbH war 2023 mit Berater:innen in zahlreichen sowohl operativen als auch strategischen Konzernprojekten eingebunden. Lufthansa Consulting Berater:innen bilden dabei oftmals das Bindeglied zwischen den betroffenen Fachbereichen und treiben gemeinsam mit diesen, ggf. auch unterstützt durch externe Beratungshäuser, Veränderungsprozesse innerhalb der Unternehmensgruppe voran. Die Gesellschaft profitierte dabei in der abgelaufenen Periode von Erholungseffekten nach den für die Branche schwierigen Corona-Jahren, von einem Rückstau an Implementierungsmaßnahmen, von durch technologische Weiterentwicklungen ausgelösten Veränderungsprozessen sowie einer hohen Reputation ihrer Leistungen im Lufthansa Konzern. Der über das komplette Jahr verzeichneten hohe Nachfrage nach Projektmanagement- und Beratungs-Know-how aus der Lufthansa-Gruppe konnte weitestgehend nachgekommen werden. Die Sichtbarkeit der Lufthansa Consulting GmbH als die Inhouse Beratung ist hoch und die Gesellschaft ist im Konzern als Anbieter von Projekt- und Fach-Know-how bestens etabliert. Das hohe Nachfrageniveau ermöglichte es der Gesellschaft ihren jüngeren als auch erfahrenen Berater:innen ein attraktives Arbeitsumfeld in herausfordernden Projekten zu bieten.

Denn der Mehrwert der Lufthansa Consulting GmbH für die Lufthansa-Gruppe kann nicht ausschließlich an ihren finanziellen Ergebnissen gemessen werden. Stärker zu gewichten ist der Beitrag, den diese zur Identifikation, Förderung und Entwicklung von Talenten erbringt, die bevor sie in Führungspositionen an anderer Stelle im Konzern wechseln, bei Lufthansa Consulting GmbH u.a. profundes Projektmanagement-Know-how erwerben. Mit Blick auf Führungstalente ist die Geschäftsführung im steten Austausch mit dem Konzernverantwortlichen für die Gesellschaft sowie der Leitung Führungskräfteentwicklung im Konzern. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft ihre Leistungen Kunden des Lufthansa Konzerns zu im Vergleich mit externen Beratungshäusern günstigen Konditionen an. Hierdurch wird ein teurerer Mittelabfluss vermieden. Insgesamt wurden somit in 2023 knapp 7.800 Projekttage (Vorjahr: ca. 5.400) im Rahmen von Konzernprojekten realisiert.

Im Vergleich zum internen Geschäft ist das Segment Global mit externen Kunden größeren Schwankungen ausgesetzt. Beratungsprojekte wurden für Kunden in den Regionen Mittlerer Osten, Americas, Asien/Pazifik, Afrika Europa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten angeboten. Im Segment Global wurden 2023 Umsatzerlöse in Höhe von Mio. € 6,7 erzielt. Dies entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahres (Mio. € 6,8). Das für dieses Segment angestrebte Wachstum konnte nicht realisiert werden, auch wenn sich in einzelnen Regionen der Aufwärtstrend nach den Corona-Jahren fortsetzte. Insgesamt jedoch blieb die Entwicklung des Geschäfts mit externen Kunden hinter den Erwartungen zurück. Der im Durchschnitt über alle Projekte und Regionen mit konzernexternen Kunden erzielte Tagessatz liegt leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Wesentlich getragen wurde das externe Geschäft durch Umsätze im Mittleren Osten (Mio. € 4,3), wo neben der Fortsetzung eines wichtigen Großprojektes auch weitere mittelgroße Projekte mit Bestands- und/oder Neukunden durchgeführt wurden. Die in dieser Region erzielbaren Tagesraten liegen insgesamt über den von Lufthansa Consulting GmbH im Segment Global im Durchschnitt bzw. in anderen Regionen erzielten Tagessätzen. Dies macht Projekte im arabischen Raum finanziell äußerst attraktiv. Lufthansa Consulting GmbH hat sich im Mittleren Osten ein durch langjährige Präsenz und Konstanz im Vertrieb treue Bestandskunden, die regelmäßig auf die Dienste der Gesellschaft zurückgreifen, erarbeitet. In dieser Region treffen Zukunftsoptimismus und finanzielle Mittel zur Realisierung von zum Teil visionären Transformationsvorhaben aufeinander, wovon auch internationale Unternehmen außerhalb der Region profitieren.

Die Region Europa bleibt aufgrund des Lufthansa-Branding und der Zugehörigkeit zur Lufthansa-Gruppe ein traditionell schwierigeres Marktumfeld, welches aufgrund ausbleibender Neuakquise nicht an dem Vorjahresniveau anschließen konnte.

Die Einstellung sämtlicher Aktivitäten in Russland belastete auch 2023 das Ergebnis des Segments Global. Faktisch konzentrieren sich die Verkaufsanstrengungen in der Region Russland/CIS seit dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts und den seitens der Europäischen Union gegenüber Russland verhängten Sanktionen auf potentielle Kunden in den zentralasiatischen Ländern. Die in Russland 2006 etablierte Betriebsstätte besteht formal weiterhin, verzeichnete 2023 jedoch keine Aktivitäten. Gesetzliche sowie Konzernregularien bestimmen den Umgang mit Kunden in der Region. Aus diesem Grund wurde zum Jahreswechsel eine Vertriebsrepräsentanz in Kasachstan etabliert.

Insgesamt über alle internen und externen Beratungsaufträge hinweg, kann die Gesellschaft auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Lufthansa Consulting GmbH ist es gelungen, die zur Verfügung stehenden Beratungskapazitäten erfolgreich zu vermarkten. Die bezahlte Projektauslastung war im Jahresverlauf durchweg hoch und übertraf den Planwert um fünf Prozentpunkte. Die absolute Anzahl der verkauften Beratertage wurde ebenfalls erheblich gesteigert. Bei Umsatzerlösen von Mio. € 17,6 und einem Bestandsabbau an unfertigen Leistungen in Höhe von Mio. € -0,5 (Vorjahr: Mio. € +1,0) erzielte die Gesellschaft einen operativen Gewinn von Mio. € +3,1 (Vorjahr: Mio. € +1,8 Mio. €). Die positive Marktwertentwicklung der Fondsanteile zur Finanzierung zukünftiger Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung (2023: Mio. € +1,0, Vorjahr: Mio. € -2,2) sowie die aufgrund der Zinswende der Europäischen Zentralbank erstmals wieder erzielten Zinserträge (Mio. € 0,4) trugen ebenfalls zum positiven Jahresergebnis bei. Das Ergebnis vor Steuern liegt für 2023 bei Mio. € +4,2 (Vorjahr: Mio. € -0,8). Der Jahresüberschuss für das Jahr beläuft sich auf Mio. € +3,0 (Vorjahr: Mio. € -1,3), so dass der während der Corona-Jahre aufgelaufene Fehlbetrag weitestgehend abgebaut werden konnte.

Unternehmensentwicklung

Lufthansa Consulting GmbH blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Operativ wurden wie im Vorjahr die gesetzten Ziele erreicht. Personalseitig ist die Gesellschaft nach enormer Schrumpfung während der Corona-Jahre wieder erheblich gewachsen und aufgrund der hohen Nachfrage nach Projektmanagement- und Aviation-Knowhow erlösseitig wieder auf dem Niveau von 2019 angekommen. Für 2024 werden weiter steigende Erlöse unterstellt. Die dafür notwendigen Beratungskapazitäten wurden in 2023 durch sukzessive kontinuierliche Neueinstellungen aufgebaut. Weitere Einstellungen im kommenden Jahr sind zunächst als Ersatz für Abgänge vorgesehen. Die Rekrutierungsanstrengungen werden indes unvermindert fortgesetzt, da nach zwei Jahren mit geringer Fluktuation mit einem Wiederanstieg von Personalabgängen insbesondere in Richtung der Lufthansa-Gruppe zu rechnen ist. Die Ausbildung zukünftiger Führungskräfte für den Lufthansa Konzern ist ein wichtiger Auftrag der Lufthansa Consulting GmbH im Konzernverbund, bedingt aber gleichzeitig, dass die Gesellschaft kontinuierlich große Anstrengungen zur stetigen Gewinnung und Ausbildung neuer Mitarbeiter:innen unternehmen muss.

Das Anbieten von Projektmanagement- und Aviation-Knowhow für Gesellschaften im Lufthansa Konzernverbund bildet das Rückgrat des Erfolgs der Lufthansa Consulting GmbH. Das Segment LH Group trägt in den letzten Jahren mit steigender Tendenz zu mindestens der Hälfte der Umsatzerlöse und ca. Dreiviertel der Projekttage zum Erfolg der Gesellschaft bei. Lufthansa Projekte kommen dem Ausbildungsauftrag nach und bieten junioren Berater:innen interessante Einsatzmöglichkeiten und die Chance ihr Wissen und Engagement in unterschiedliche operative Themen oder bei Stabseinheiten des Konzerns einzubringen. Seniore Berater:innen der Gesellschaft führen die Projektteams und gestalten im Team mit Abteilungsverantwortlichen notwendige Veränderungsprozesse. Die Einsätze im Konzern sind im Vergleich zu Projekten mit externen Kunden weltweit aufgrund dem geringeren Ausfall-Risiko finanziell risikoärmer. Regelmäßige Rücksprachen der für das Lufthansa-Geschäft verantwortlichen Marktleiter der Lufthansa Consulting GmbH mit dem jeweiligen Projektpaten seitens der Lufthansa Gesellschaft oder Abteilung helfen mögliche Unstimmigkeiten und Probleme frühzeitig zu identifizieren und zu lösen. Die für das Lufthansa Geschäft Verantwortlichen unterstützt durch die Geschäftsführung der Lufthansa Consulting GmbH pflegen enge Beziehungen zu Führungskräften des Konzerns und sind sehr gut vernetzt. Die Aussichten für die weitere Entwicklung dieses Segments werden als sehr gut erachtet. Zahlreiche in 2023 begonnene Projekte werden in 2024 fortgesetzt. Die Unterstützung von Unternehmensneugründungen, die strategische Vorbereitung von Zukäufen bzw. deren nachfolgende operative Integration sind nur einige der Themen, bei denen die entsprechenden Fachabteilungen im Konzern absehbar auch weiterhin auf die Unterstützung von Lufthansa Consulting Berater:innen zurückgreifen werden. Basierend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre wird erwartet, dass weitere nach entsprechender Beauftragung zumeist unverzüglich beginnende Einsätze folgen werden. Vorhandene Beratungskapazitäten sind daher zu großen Teilen bereits in Lufthansa-Projekten geplant, so dass insgesamt davon auszugehen ist, dass zumindest das erste Halbjahr wesentlich durch das Lufthansa-Geschäft getragen werden wird.

Das Geschäft mit externen Kunden (Segment Global) ist im Vergleich zum Konzern-Geschäft weitaus volatiler und erfordert intensive Verkaufsanstrengungen. Auch wenn die Möglichkeiten virtueller Meetings in den letzten Jahren verstärkt genutzt werden, ist der persönliche Kontakt zum Aufbau eines Vertrauensverhältnisses gerade mit Neukunden oftmals unerlässlich. Die Vergütung externer Projekte liegt in der Regel über jenen, die im Lufthansa-Konzern erzielt werden und ist somit lukrativ. Gleichzeitig sind diese Projekte außerhalb des eigenen Konzernes für den strategischen Mindset der Gesellschaft von besonderer Bedeutung.

Daher sind auch diese Projekte mit externen Kunden aus unterschiedlichen Regionen zukünftig weiter wichtig für die Gesellschaft. Hohe Gewinnmargen, insbesondere wenn es sich um volumenstarke bzw. über einen längeren Zeitraum verlaufende Einsätze handelt, die Chance für juniore Berater:innen im Rahmen von Auslandseinsätzen andere Airlines kennenzulernen oder Prozesse bei Systempartnern wie z. B. Flughäfen mitzugestalten und so ein umfassenderes Branchen- und international geprägtes Kulturverständnis zu entwickeln, sind nur einige der Gründe, wieso neben dem LH Group-Segment auch das externe Geschäft weiter vorangetrieben wird.

Die Chancen der zukünftigen Entwicklung werden mit Blick auf die einzelnen geographisch gegliederten, jeweils durch einen Verkaufsverantwortlichen geführten Märkte, unterschiedlich bewertet. Die größten Chancen für externes Geschäft werden mit der Region Mittlerer Osten verbunden. Langjährige stabile Geschäftsbeziehungen mit unterschiedlichen Kunden in der Region lassen weitere bedeutsame Beauftragungen erwarten, zumal seit Ende 2023 intensive Vertragsverhandlungen mit einzelnen Kunden geführt wurden. Für Afrika wird mit einem Wiederanstieg der Beratungsaktivitäten gerechnet. Die Basis hierfür bildet ein Ende 2023 unterzeichneter Vertrag mit einer Fluggesellschaft im südlichen Teil des Kontinents, in dem die Erbringung von Beratungsleistungen bis Mitte 2024 geregelt ist. Die Betreuung der Region (Russland)/CIS durch einen eigenen Verkaufsverantwortlichen wird auch nach den sanktionsbedingten Einschränkungen mit Blick auf Russland zunächst beibehalten. Sofern sich die CIS-Länder politisch weiter von Russland entkoppeln, ergeben sich gegebenenfalls weitere Opportunitäten für Beratungsaufträge, um Fluggesellschaften und Flughäfen auf diesem Weg zu begleiten. Schwieriger zu prognostizieren und deutlich verhaltender bleiben die Erwartungen in den Regionen Europa, Nord/Südamerika bzw. Asien/Pazifik.

Die gegenwärtige Organisationsstruktur der Lufthansa Consulting GmbH mit der weitestgehenden Trennung kundenbezogener Markt-/Verkaufsverantwortung von den Knowhow-Einheiten der Solution Groups hat sich bewährt. Mögliche Anpassungen wie eine Stärkung bzw. Anpassung der Verkaufsorganisation oder eine Ausweitung der Knowhow-Felder der Solution Groups werden fortlaufend überprüft.

Ebenfalls bewährt haben sich die internen Steuerungsprozesse der Beratungskapazitäten. Im wöchentlichen Rhythmus werden dabei freie, d.h. ohne aktuellen bezahlten Projekteinsatz verfügbare Berater:innen den neu gewonnenen Projekten zugeordnet. Die finanziellen Kenngrößen der Projektsteuerung sind ebenfalls etabliert und als Richtgröße anerkannt, so dass Entwicklungen im Mehrjahresverlauf bzw. regionsübergreifend vergleichbar sind. Ähnliches gilt für die Kenngrößen der Unternehmenssteuerung, deren Fokus einerseits auf der Abbildung vergangenheitsbezogener Ist-Daten liegt, gleichzeitig aber auch Prognosen zur Ergebnisentwicklung zukünftiger Perioden erlauben. Die internen Prozesse der Gesellschaft werden fortlaufend auf Verbesserungen bzw. im Hinblick auf erforderliche Anpassungen gemonitort. 2023 erfolgte u.a. die Migration der Finanzbuchhaltung auf ein neues Buchhaltungssystem einer Konzerngesellschaft sowie eine stärkere IT-seitige Integration an Lufthansa, um die Kollaboration der Berater:innen mit Lufthansa-Kolleg:innen zu verbessern. Weitere insbesondere durch IT-seitige Entwicklungen getriebene Anpassungen sind geplant.

Themen wie die Digitalisierungskompetenz oder nachhaltige, "sustainable" Geschäftsmodelle haben zunehmenden Einfluss auf die Aviation Branche. Dies gewinnt somit auch an Bedeutung für die Geschäftsperspektiven der Kunden der Lufthansa Consulting GmbH. Gleichzeitig eröffnen solche Fragestellungen Ansätze für zukünftige Beratungsfelder. Daher ist die Entwicklung innovativer Beratungsprodukte und -ansätze im Fokus der Gesellschaft. So sind Trainings, Dialogveranstaltungen und Produktentwicklung zu Themen wie Sustainability oder dem Ausbau digitaler Beratungs- und Projektkompetenzen in 2024 geplant.

Die Anzahl der Mitarbeiter:innen wurde 2023 mit Fokus auf die Beratungseinheit weiter aufgestockt. Im Jahresdurchschnitt verfügte die Gesellschaft über insgesamt 80,3 Beschäftigungsjahre (Vorjahr: 66,8 Beschäftigungsjahre). Zum Stichtag 31.Dezember hatten 93 Mitarbeiter:innen ein Anstellungsverhältnis mit Lufthansa Consulting GmbH (Vorjahr: 79).

Ertragslage

Die Ertragssituation der Lufthansa Consulting GmbH hat sich 2023 weiter gefestigt. Die Gesellschaft verzeichnete während des gesamten Geschäftsjahres bezogen auf die wesentlichen Leistungsindikatoren Umsatz und verkaufte Beratertage eine gute Auftrags- und Auslastungslage. Insgesamt wurden Erlöse in Höhe von Mio. € 17,6 (Vorjahr: Mio. € 14,0) erzielt, 62% hiervon entfielen auf das Segment LH Group (Vorjahr: 51%). Mehr als 10.000 Beratertage wurden im Markt abgesetzt. Die Ziele im Geschäft innerhalb der Lufthansa-Gruppe wurden dabei übererfüllt, wohingegen die gesteckten Erlösziele im Segment Global nicht erreicht wurden. Die in diesem externen Segment durchgeführten Projekte waren jedoch finanziell sehr erfolgreich. Die Fertigstellung und damit Gewinnrealisierung von im Vorjahr begonnenen (Teil-) Projekten mit externen Kunden im Geschäftsjahr 2023 trug nicht unerheblich zum sehr guten Jahresergebnis bei.

Da große im Vorjahr begonnene Projekte in 2023 fertiggestellt wurden und im Vergleich zu 2022 weniger volumenstarke jahresübergreifende Projekte in der zweiten Jahreshälfte starteten reduziert sich der Bestand an unfertigen Leistungen zum 31.12.2023 auf Mio. € 0,7. Die Bestandsveränderung gegenüber 2022 beläuft sich auf Mio. € -0,5.

Die Aufwendungen für bezogen Leistungen, die im Wesentlichen projektbezogene Sachaufwendungen sowie Fremdleistungen umfassen, sind trotz eines Erlösanstiegs von 26% um Mio. € 0,7 auf Mio. € 1,3, d.h. um 34%, gesunken. Den Hintergrund hierfür bildet die umfassendere Abwicklung von Beratungsaufträgen mit eigenem Personal. Die Personalaufwendungen der Gesellschaft sind hingegen um 19% gegenüber 2022 auf Mio. € 10,1 angestiegen. Ursächlich hierfür sind zahlreiche Neueinstellungen sowie ein Anstieg der Gehälter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um Mio. € 0,3 (Anstieg im Vorjahr Mio. 1,2) auf Mio. € 3,2. Die Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im mittleren fünfstelligen Bereich.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem betrieblichen Ergebnis von Mio. € +3,1 und liegt damit erheblich über dem Vergleichswert des Vorjahres (Mio. € +1,8). Das Finanzergebnis hat sich ebenfalls wesentlich verbessert und beläuft sich nunmehr auf Mio. € +1,1 (Vorjahr: Mio. € -2,6). Darin enthalten sind positive Effekte der Marktwertentwicklung der Fondsanteile zur zukünftigen Finanzierung von Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung (Mio. € 1,1), Zinserträge aus der konzerninternen Anlage von Cash-Beständen (Mio. € +0,4) sowie der rückläufigen Rückstellung für den Zinsaufwand für die betriebliche Altersversorgung (Mio. € -0,4). Das Vorsteuerergebnis liegt bei Mio. € +4,3 und ist damit erstmals seit 2019 wieder positiv. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf Mio. € 3,0 (Vorjahr: Mio. € -1,3).

Die positiven Jahreszahlen verweisen auf eine insgesamt sehr gute Ertragslage der Gesellschaft. Das Geschäftsmodell einer Inhouse Beratungsgesellschaft, die neben dem Kernkunden Lufthansa ihr Aviation-Knowhow auch an konzernexterne Drittkunden vermarktet, erweist sich als stabil und nachhaltig erfolgreich.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjahres 2023 konnte gegenüber dem Vorjahr um 18% gesteigert werden. Sie beläuft sich per 31.12.2023 auf Mio. € 23,3 (Vorjahr: Mio. € 19,7).

Die größte Bilanzposition auf der Aktivseite bleiben die im Umlaufvermögen abgebildeten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. € 21,1 (Vorjahr: Mio. € 16,3).

Die meisten der im zweiten Halbjahr des Vorjahres begonnenen unfertigen Projekte wurden im Laufe des Jahres 2023 fertiggestellt. Da 2023 jedoch weniger neue, als unfertig zu bewertende, Projekte hinzukamen, sinkt deren Bestand per Ende 2023 um Mio. € 0,5 auf Mio. € 0,7.

Der 2023 erzielte Jahresüberschuss verbessert auf der Passivseite das Eigenkapital der Gesellschaft. Dieses liegt nunmehr bei Mio. € 10,3 (Vorjahr: Mio. € 7,3). Die Rückstellungen zum Ende des Geschäftsjahres belaufen sich auf insgesamt Mio. € 10,0. Hiervon entfallen Mio. € 5,4 auf zukünftige Pensionsverpflichtungen. Weitere Mio. € 1,3 wurden für Verpflichtungen gegenüber den Finanzbehörden zurückgestellt (Vorjahr: Mio. € 0,4). Die erhaltenen Anzahlungen für zukünftig zu erbringenden Leistungen liegen zum 31.12.2023 bei Mio. € 1,7 (Vorjahr: Mio. € 2,1). Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt nunmehr bei 44% (Vorjahr: 37%).

Die Veränderung der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag des Vorjahres beträgt T€ -28. Lufthansa Consulting GmbH ist in das Cash Pooling des Lufthansa Konzerns einbezogen. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über ausreichend liquide Mittel. Die Finanz- und Vermögenslage wird als stabil bewertet.

Chancen- und Risikomanagement

Die Marktleiter:innen sind dafür verantwortlich Entwicklungen in ihren jeweiligen Regionen zu monitoren und kontinuierlich neue Geschäftspotentiale zu identifizieren. Analoges gilt im Hinblick auf potentielle Risiken, die z.B. aus politischen Veränderungen oder plötzlich auftretenden wirtschaftlichen Verwerfungen resultieren. Mittels der Bündelung der Geschäftstätigkeiten innerhalb dem Segment LH Group bzw. Segment Global unter einem jeweils Gesamtverantwortlichen wird sichergestellt, dass Marktleiter:innen ihre Vorgehensweisen und Einschätzungen zur Gewinnung neuer Beratungsaufträge regelmäßig in Rücksprache mit dem jeweiligen Segmentverantwortlichen auf den Prüfstand stellen.

Im Hinblick auf vertraglich fixierte Leistungsverpflichtungen gestalten bzw. monitoren die Mitarbeiter:innen des Justitiariats der Lufthansa Consulting GmbH sämtliche Verträge, mit denen die Gesellschaft Verpflichtungen gegenüber Dritten eingeht bzw. Leistungen von Dritten zukauft. Sobald ein Kundenvertrag unterzeichnet und die Projektarbeit begonnen wurde, schließt sich eine regelmäßige Information zum finanziellen Projektverlauf sowie den zahlungsseitigen Verpflichtungen des Kunden durch das Controlling sowohl im Hinblick auf die Ist-Situation als auch mit Blick auf zukünftige Entwicklungen an. Neben der Funktion des Projektleiters ist für jedes Projekt ein sogenannter Projektdirektor etabliert. In der Regel handelt es sich dabei um den jeweiligen Marktverantwortlichen. Der Projektdirektor fungiert dabei u.a. im Fall von Unstimmigkeiten als Bindeglied und Vermittler zwischen Kunde und Projektleiter. In einer sogenannten "Risk Map" werden darüber hinaus in regelmäßigen Abständen sonstige allgemeine Unternehmensrisiken gemonitort, um so entsprechend auf Risiken vorbereitet zu sein. Die jeweiligen unternehmensinternen Prozesse sind fest etabliert und wurden 2023 im Rahmen einer Routineprüfung der Gesellschaft durch die interne Konzernrevision ohne Einschränkung als umfassend und zielführend eingestuft.

Risiken der künftigen Entwicklung

Lufthansa Consulting GmbH ist als kleines, in einen Großkonzern eingebundenes, weltweit agierendes Unternehmen und somit auch von den zu beobachtenden, zahlreichen und sich beschleunigenden exogenen Veränderungsprozessen weltweit betroffen. Neben den Chancen, die sich möglicherweise hieraus ergeben, erfordern solche Veränderungen aber gleichzeitig auch, dass kontinuierlich Antworten auf sich abzeichnende Risiken zu finden sind. Solche exogenen Risiken kann das Unternehmen selbst nicht beeinflussen, muss die Konsequenzen für die eigene Geschäftstätigkeit aber rechtzeitig erkennen, um darauf angemessen reagieren zu können. Darüber hinaus gilt es genauso wachsam gegenüber möglichen unternehmensinternen Risiken, welche z.B. aus Personalveränderungen erwachsen können, zu bleiben.

Als weltweit agierendes Unternehmen der Reisebranche unterliegt die Lufthansa-Gruppe zahlreichen Veränderungsprozessen. Aber auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Inflation und Rohstoffpreisentwicklung, militärische Konflikte, oder auch sonstige Themen, die sich auf das Verkehrsaufkommen in Deutschland bzw. weltweit auswirken, beeinflussen den Erfolg und das Geschäftsmodell der Lufthansa-Gruppe. Nach äußerst schwierigen Corona-Jahren, verlief 2023 für viele Konzerngesellschaften sehr erfolgreich, wovon u.a. auch Lufthansa Consulting GmbH profitierte. Inwieweit sich anhaltende bzw. sich verfestigende politische Krisen weltweit, wie z.B. der Ukraine-Krieg, der Nahost-Konflikt oder ein möglicher Konflikt um Taiwan, aber auch Diskussionen über Maßnahmen zur Klimakrise oder Deutschland-spezifische steuerliche Mehrbelastungen für die Luftverkehrsbranche, sich dämpfend auf die Branche auswirken werden, bleibt abzuwarten. Sollte ein solcher Abschwung die Lufthansa-Gruppe treffen, könnte dies u.a. zu einer Zurückhaltung bei der Beauftragung der Lufthansa Consulting GmbH führen.

Das Geschäft mit externen Kunden weltweit bedarf eine andere Marktbearbeitung als die Vermarktung und Erbringung von Beratungsleistungen für Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns. Während die Umsätze mit Kunden in der Region Mittlerer Osten in den letzten Jahren, stetig gestiegen sind und es auch in Afrika immer wieder gelingt, neue, auch größere Projekte zu akquirieren, zeigt sich die Entwicklung in anderen Regionen aktuell wesentlich volatiler. Insbesondere Geschäfte mit Kunden aus Russland werden absehbar in den kommenden Jahren nicht möglich sein, bestehende Kundenbeziehungen sind weggebrochen und wären nach Aufhebung der Sanktionen neu aufzubauen. Wann jedoch eine solche Rückkehr ins Russland-Geschäft sein könnte, ist aktuell nicht absehbar. Je länger der Ukraine-Konflikt anhält und desto stärker sich Russland "vom Westen" entkoppelt, desto schwieriger und langwieriger wird sich ein solcher Neueinstieg in den russischen Markt gestalten.

Risiken, wie politische Einflussnahmen bei der Beauftragung oder Projektdurchführung (Stichwort: Compliance), Risiken der Leistungserbringung, rechtliche Haftungsrisiken oder auch nachgelagerte Zahlungsrisiken sind zwar ebenfalls stetig im Blick zu behalten, die Auswirkungen solcher Risiken werden aber durch entsprechende interne Prozesse und Regularien begrenzt. Mittels regelmäßiger Compliance Schulungen, Sensibilisierung aller Mitarbeiter:innen Compliance-relevanter Themen durch eine regelmäßige Tone-from-the-top Kommunikation, der Etablierung von sogenannten Projektdirektoren als Mittler zwischen Kunde und Beratungsteam oder auch internen Richtlinien zur Reduzierung von Zahlungsausfällen mittels von an Leistungsschritten gekoppelter Zahlungen, wird diesen Risiken rechtzeitig entgegengewirkt.

Neben möglichen mit der Beratung direkt im Zusammenhang stehenden Risiken kann der nachhaltige Erfolg der Gesellschaft durch weitere Faktoren beeinträchtigt werden. Auch diese gilt es kontinuierlich im Blick zu behalten um rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten: Lufthansa Consulting GmbH ist nach starker Schrumpfung in den vergangenen beiden Jahren erheblich gewachsen und hat inzwischen nicht nur das Personalniveau aus 2019 wieder erreicht, sondern dieses sogar überschritten. Auch wenn in den vergangenen Jahren vergleichsweise wenig Mitarbeiter:innen die Gesellschaft verlassen haben, ist aufgrund von Erfahrungswerten im Hinblick auf die Verweildauer von Mitarbeiter:innen in den kommenden Jahren mit einem Wiederanstieg der Fluktuation zu rechnen. Die Bedeutung einer guten Mitarbeiterbindung in Zeiten kleiner werdender Absolventenjahrgänge und kürzerer Verweildauer von Arbeitnehmern bei einem Arbeitgeber ist erkannt und bleibt für ein kleines Unternehmen wie Lufthansa Consulting GmbH eine stetige Herausforderung. Neben der Fluktuation von Mitarbeiter:innen stellen auch Nachfolgeregelungen infolge des altersbedingten Ausscheidens von Führungskräften kleinere Gesellschaften wie Lufthansa Consulting GmbH vor Herausforderungen, dies insbesondere wenn es sich um langjährige Mitarbeiter:innen mit Kundenkontakten handelt.

Die hohe Relevanz von IT-System und Programmen u.a. zur Kollaboration mit Kunden erfordern es, stets zeitnah neuere IT-Entwicklungen technisch umzusetzen und parallel die System-Nutzer:innen zu schulen. Kurze Update-Zyklen ziehen so oftmals einen hohen Arbeitsaufwand in der IT nach sich. Hohe IT-Sicherheitsanforderungen innerhalb der Lufthansa Gruppe erfordern ebenfalls immer größere Aufmerksamkeit, gleichzeitig gilt es mögliche Bedrohungen von außen, z.B. durch Cyberangriffe, rechtzeitig zu erkennen bzw. abzuwehren.

Kleinere, aber insbesondere auch größere, potentiell bestandsgefährdende Risiken werden bei Lufthansa Consulting GmbH kontinuierlich in einer sogenannten Risk Map im Zeitverlauf gemonitort. Damit insbesondere neue Risiken rechtzeitig als solche erkannt werden, ist eine regelmäßige Sensibilisierung der Führungskräfte des Unternehmens, aber auch der sonstigen Mitarbeiter:innen unerlässlich. Mittels regelmäßiger Schulungen aus dem Lufthansa Trainingskatalog, aber auch unternehmensspezifischen Vorträgen oder Maßnahmen wird versucht, potentielle Risiken möglichst früh zu adressieren.

Chancen der künftigen Entwicklung

Das sehr gute Jahresergebnis 2023 ermöglicht es Lufthansa Consulting GmbH den während der Corona-geprägten Jahre 2020-2022 aufgelaufenen Verlustvortrag fast komplett abzubauen. Die Gesellschaft ist gut in das Jahr 2024 gestartet und erwartet, dieses mit einem positiven Ergebnis abzuschließen. Hierzu gilt es jedoch die identifizierten Chancen für eine nachhaltig positive Entwicklung zu ergreifen.

Entscheidend gestützt wird der positive Ausblick durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Beratungsunterstützung aus der Lufthansa Gruppe. Lufthansa Consulting GmbH ist bei zahlreichen Großprojekten insbesondere in den Zentralfunktionen des Konzerns bzw. bei Lufthansa Passage mit einzelnen Berater:innen oder größeren Berater-Teams eingebunden. Viele im Geschäftsjahr 2023 begonnene Themen werden die betreffenden Konzerneinheiten auch 2024 beschäftigen, sei es ob es um Integrationsthematiken im Zusammenhang mit Airline-Zukäufen, Neugründungen oder auch die Identifikation und Umsetzung operativer Maßnahmen zur Verbesserung von Unternehmensprozessen insbesondere im Hinblick auf Kundenbeziehungen geht. Gerade im Themenfeld "Customer Experience" hat Lufthansa Consulting GmbH in den letzten Jahren zahlreiche Projekte durchgeführt und kann so auf ein breites Wissen- und Erfahrungsspektrum zurückgreifen. Ähnliches gilt auch für Gesellschaftsneugründungen bzw. die Integration von neuen Airlines in den Lufthansa Airline-Verbund. Chancen für weiteres Wachstum werden u.a. im Ausbau des Geschäfts mit Lufthansa-Tochtergesellschaften und -Beteiligungen gesehen, die bislang eher zurückhaltend bei der Beauftragung von Lufthansa Consulting GmbH waren. Das in den vergangenen beiden Jahren erfolgte Wachstum der Beratungskapazitäten ermöglicht es den unterschiedlichen Lufthansa-Kunden verstärkt Unterstützung durch größere Projektteams anzubieten und so umfassendere Arbeitspakete als in der Vergangenheit zu übernehmen. Derartige Einsätze werden soweit möglich bevorzugt, da in solchen Projekten sowohl Projektmanagement-Skills als auch Fach-Knowhow gefordert sind und diese so den Berater:innen umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Auch im Segment Global gibt es Entwicklungen die positiv in 2024 blicken lassen. In der Region Mittlerer Osten wird von der Fortsetzung bzw. dem Ausbau eines wichtigen Großprojektes ausgegangen. Speziell in dieser Region wird auch das größte Potential für weitere Projekte mit Bestands- und Neukunden gesehen. Daneben wird unterstellt, dass das Geschäft in Afrika 2024 wieder einen größeren Umfang einnehmen wird. Kontinuität im Verkauf und zahlreiche bestehende Kundenkontakte stützen diese Annahme. Anfang 2024 wurde eine Repräsentanz in Kasachstan zur Akquirierung von Aufträgen in den CIS-Staaten eingerichtet. Ziel ist es mit einem Mitarbeiter vor Ort das Geschäft mit Kunden in den zentralasiatischen Staaten auszubauen. 2023 wurden auch die Anstrengungen verstärkt, wieder in Asien Fuß zu fassen. So beteiligte sich Lufthansa Consulting GmbH verstärkt an branchenspezifischen Fachveranstaltungen, um dort ihr Beratungsportfolio potentiellen Airline- und Airport-Kunden zu offerieren. Gleichzeitig erfolgt eine intensivere Vernetzung mit der Lufthansa-Außenorganisation weltweit zur Identifikation potentieller Geschäftsopportunitäten mit sogenannten Drittkunden.

Das in den vergangenen beiden Jahren stattgefundene Personalwachstum in der Beratungseinheit zusammen mit der guten bezahlten Auslastung der Berater:innen der Lufthansa Consulting GmbH hat die Kostenstruktur der Gesellschaft insgesamt erheblich verbessert. Die Overhead-Kosten sind im Verhältnis zum Erlös unterproportional angestiegen. Selbst bei einem weiteren Wachstum in der Beratung wird es in den administrativen Bereichen lediglich zu geringen Kapazitäts- bzw. Kostenanpassungen kommen. Der Zuwachs an Personal in den Produktiveinheiten ermöglicht es, ggf. weitere Führungsfunktionen einzurichten und so Karriere- und Entwicklungsperspektiven innerhalb der Lufthansa Consulting GmbH zu schaffen. Neben der Entwicklung von junioren Berater:innen gelingt es der Gesellschaft zunehmend auch seniore Berater:innen aus dem Konzern oder auch von externen Beratungshäusern zu gewinnen. Dies ist wichtig um die Zielsetzung umfassendere Projekte im Konzern aber auch für externe Kunden abzuwickeln, umzusetzen. Insbesondere für die Gewinnung externer Projekte weltweit ist es von Vorteil, wenn sich Branchen- und Projektmanagement-Knowhow in der Seniorität der eingesetzten Berater:innen spiegelt.

Die ausgesprochen positive Entwicklung des abgeschlossenen Geschäftsjahres, der gute Auftragsbestand zu Jahresbeginn 2024, die anhaltend hohe Nachfrage nach Beratungsunterstützung aus der Lufthansa Gruppe sowie die Verbesserung der Kostenstruktur durch die Verbesserung des Verhältnisses Beratung - Administration lässt die Gesellschaft insgesamt optimistisch ins Geschäftsjahr 2024 blicken.

Ziele & Strategien

Lufthansa Consulting GmbH plant auch in Zukunft ihr Branchen- und Projektmanagement-Knowhow sowohl an Kunden der Lufthansa Gruppe als auch an externe Kunden weltweit zu vermarkten. Dabei gilt es den Anteil des externen Geschäfts am Gesamtumsatz zu stärken, um wieder eine ausgewogenere Verteilung der Projektaktivitäten zu erzielen. So ergeben sich Chancen zum Wissenserwerb und zur Mitarbeiterentwicklung durch Projekteinsätze in einem Großkonzern als auch in kleineren oder mittelgroßen Gesellschaften im In- und Ausland. Sollten sich Einsatzmöglichkeiten auch außerhalb der Kernbranche "Aviation" ergeben, werden auch diese - sofern verfügbare Kapazitäten bestehen - verfolgt um mögliche weitere Kundensegmente zu entwickeln. Die Aviation-Branche bleibt aber im Fokus der Gesellschaft.

Nachfolgend eine Auflistung der zentralen Ziele der Gesellschaft:

- Stabilisierung bzw. Wachstum der Beratungseinheit zur fortgesetzten Stärkung der strukturellen Balance von Beratung, Verkauf und Administration;

- Erhöhung der Mitarbeiterbindung zur Stützung des nachhaltigen Unternehmenswachstums;

- Stärkung der Seniorität im Beratungsbereich zur Festigung des externen Geschäfts und zur Verbesserung des Beratungs-Angebots für Lufthansa-Kunden im Sinne der Bereitstellung umfassender Projektteams

- Investition in das Knowhow der Mitarbeiter:innen zur Sicherung und zum Ausbau der Beratungskompetenzen;

- Absicherung wachstumsbedingter Anpassungen durch Investitionen in IT Systeme und IT-unterstützte Prozesse;

- Ausbau digitaler Beratungs- und Projektkompetenzen;

- Talententwicklung zukünftiger Führungskräfte für den Lufthansa Konzern;

- Festigung beziehungsweise weiterer Ausbau des Beratungsgeschäfts im Segment LH Group;

- Verstetigung und Ausbau des Projektgeschäfts im Segment Global mit besonderem Augenmerk auf der Entwicklung von Key Account Kunden;

- Entwicklung innovativer Beratungsprodukte und -ansätze mit dem Fokus Luftverkehr;

- Ideenentwicklung, Transfer und Vermarktung von Kernkompetenzen der Aviation-Branche für Unternehmen anderer Wirtschaftssegmente sowie

- Weiterentwicklung und Adaption interner Prozesse und -abläufe an sich ändernde gesetzliche und konzernseitige Regularien und weitere Verbesserung des Wissensmanagements.

Prognosebericht

Der während der Corona-Jahre 202-2022 aufgelaufene Verlust konnte durch das Ergebnis in 2023 fast komplett abgebaut werden. Die Prognose für 2024 weist auf eine positive Fortsetzung der Entwicklung aus 2023 hin. Für 2024 wird ein weiterer leichter Anstieg der Umsatzerlöse (Planwert Mio. € 18,7) und ein positives operatives Ergebnis angestrebt. Aufgrund der Entwicklung auf dem Zinsmarkt wird für 2024 ein leicht positives Finanzergebnis unterstellt. Während die Beauftragungen aus der Lufthansa Gruppe tendenziell besser planbar sind, wird auch im Segment Global ein Erreichen der gesteckten Erlösziele unterstellt.

Die Liquidität der Lufthansa Consulting GmbH ist weiterhin gut und gesichert. Zum 01.01.2024 beläuft sich diese auf Mio. € 20,4. Die kurzfristig verfügbare Liquidität ist jederzeit gegeben, um laufende Zahlungsverpflichtungen bedienen zu können.

 

Frankfurt am Main, den 31. Juli 2024

Lufthansa Consulting GmbH

Die Geschäftsführung

Hannes Müller

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde am 28.08.2024 festgestellt.

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