Dr. Sasse Facility Management GmbH

Schöneberger Ufer 71, 10785 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 55028
Eingetragen
29.9.2004
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DrittePrivate Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Gegenstand
Die Übernahme von Gebäudeverwaltungen und Gebäudeverwaltungsaufgaben aller Art, einschließlich der technischen, infrastrukturellen und wirtschaftlichen Betreuung sowie die Übernahme von Bewachungsaufgaben gemäß § 34 a GewO.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Breilmann
seit 8.9.2025
Prokura
Andrei Arendt
seit 7.10.2024
Prokura
Steve Neuendorf
seit 26.2.2024
Prokura
Michael Hoffmann
seit 9.2.2024
Geschäftsführer
Marcel Lüling
seit 2.2.2024
Geschäftsführer
Axel Borowski
seit 2.6.2023
Prokura
Sebastian Lull
seit 30.7.2020
Geschäftsführer
Elkin Fricke
seit 27.6.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Dehelean
seit 9.8.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 DM
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dr. Sasse Facility Management GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Dr. Sasse Facility Management GmbH, Berlin

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Dr. Sasse Facility Management GmbH (im Folgenden auch "SFM" oder Gesellschaft genannt) ist ein rechtlich und organisatorisch selbständiges Unternehmen unter dem Dach der Dr. Sasse AG und wurde 1995 mit Sitz in Berlin gegründet.

Die Dr. Sasse Facility Management GmbH ist in 5 regional selbstständig agierende Betriebsteile Nord, West, Süd, Südwest und Ost gegliedert, um die jeweilige Marktpräsenz vor Ort zu gewährleisten. Die Zuständigkeiten sind in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt.

Das Leistungsspektrum der Dr. Sasse Facility Management GmbH umfasst die technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Leistungen im Bereich der Facility Services für Immobilien und Industrie.

Betrachtet man die beiden Supportbereiche Immobilie und Industrie, so ist festzustellen, dass gerade der Bereich Immobiliensupport unter einem großen Kostendruck steht und Aufträge fast ausschließlich nach Kostenkriterien vergeben werden. Die Bewertung der Leistungsqualität spielt hier eine untergeordnete Rolle. Im Bereich des gewerblichen Supports, hier insbesondere im Bereich der Unternehmen der Internetbranche, ist ein Wandel zu bemerken. Diese Unternehmen stehen in einem starken Wettbewerb um Personal und dies wirkt sich stark auf die Sichtweise der Services aus. Qualität und Leistung geraten mehr in den Fokus und die Auftraggeber sind sich vermehrt bewusst, dass hierfür ein höherer Preis zu zahlen ist.

2. Ziele und Strategien

Die Branche des Facility Managements ist nach wie vor von einem hohen Anteil des Verdrängungswettbewerbes gekennzeichnet. Wie unter 1. schon berichtet, stehen besonders die Immobilienservices unter einem erheblichen Kosten- und auch Konkurrenzdruck. Darüber hinaus versteht sich die Dr. Sasse Facility Management GmbH als Innovationstreiber in ihrem Marktsegment, wobei die Prozessgestaltung im Rahmen der Dienstleistungserbringung im Vordergrund stehen wird.

Durch das Zusammenspiel von Preisführerschaft bei gleichzeitiger Prozessoptimierung werden die geplanten Ergebnisse sichergestellt. Es gilt, zusammen mit dem Kunden neue kostenoptimierte Servicekonzepte zu entwickeln. Dabei steht auch immer wieder eine Kosten-Nutzen-Optimierung im Vordergrund.

Die Ziele Kosten- und Preisführerschaft lassen sich nur mit gut geschultem und ausgebildetem Personal vor Ort umsetzen. Hier liegt auch die größte Herausforderung der Gesellschaft. Es ist sehr schwer am Arbeitsmarkt dieses Personal zu akquirieren, zumal das Gehaltsniveau der Branche teilweise deutlich unter dem der Industrie liegt. Insbesondere in den Regionen Bayern und Baden-Württemberg, wo zum Teil Vollbeschäftigung herrscht, ist der Wettbewerb ("War of Talents") sehr ausgeprägt. Generell befinden wir uns in einem harten Wettbewerb um geeignetes, bezahlbares Personal. Ein Ausweichen aus dieser Situation ist nur durch die Weiterbildung und Qualifizierung von eigenem Personal möglich. Dieses gilt es dann an das Unternehmen zu binden.

Ein weiteres wichtiges Ziel wird es sein, sich am Markt internationaler zu präsentieren und Arbeitsprozesse weiterhin zu optimieren.

Für den Bereich der technischen Dienstleistungen ist ein Ziel, weitere Produkte zu entwickeln und so ein breiteres Spektrum an Services anbieten zu können. Hier ist die Sicherung von Fachkräften von fundamentaler Bedeutung.

Weiterhin soll das bestehende durch Eigenleistung erbringbare Dienstleistungsportfolio durch gezielten Zukauf von Unternehmen erweitert werden.

Der nach wie vor verschärfte Verdrängungswettbewerb erfordert effektive und effiziente Unternehmensprozesse. Mit dem Innovations- und Digitalisierungsprogramm "Sasse 4.0" wurde dessen Umsetzung bereits vor vier Jahren eingeleitet. Mit Dr. Laura Sasse, als Chief Digital Officer der Dr. Sasse AG, wurde auf höchster Ebene der Unternehmensgruppe eine zentrale Instanz installiert, um zukunftsbestimmende Themen und deren operative Umsetzung, wie den Einsatz von Robotik und innovativen IT- und Servicemanagementsystemen, zu überwachen. Es ist unsere feste Überzeugung, dass nur durch deren Einsatz die Produktivität, Transparenz und Messbarkeit unserer Leistungen erhöht und entscheidende Wettbewerbsvorteile geschaffen werden können. Eine Vielzahl aktuell laufender Pilot- und Testprojekte, vermitteln uns erste Erfahrungen und Einblicke in die Praxistauglichkeit und Mehrwerte vorgenannter Technologien. Auch ist festzustellen, dass die Vergabe von Dienstleistungsaufträgen zugenommen hat, welche ein standortübergreifendes und internationales, wie auch mobiles Servicemanagement notwendig machen und damit Technologie dieser Art unabkömmlich sind. Nur so gelingt es standardisierte Plattformen aufzubauen und Transparenz sowie eine rechtssichere Dokumentation in den Geschäftsabläufen unseren Auftraggebern und Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) im Geschäftsjahr 2021 um 2,9% gestiegen. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote von 5,9% im Vorjahr auf einen Jahresdurchschnitt von 5,7%.

In 2020 ist die durchschnittliche Umsatzentwicklung der Top 25 Unternehmen der Lünendonk-Liste um 2,2% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Umsatz aller Facility-Service-Unternehmen in Deutschland ging in 2020 um 2,4 % zurück, für 2021 wird ein Umsatzplus von 5,9 % gegenüber 2020 prognostiziert. Das externe Marktvolumen für Facility Services sank im Jahr 2020 von 55,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf 54,0 Milliarden Euro. Damit schrumpfte der Facility-Management-Markt um -2,5% gegenüber dem Jahr 2019.

Die Konsolidierung des FM Marktes hat in 2021 weiter zugenommen. Gleichzeitig erweist sich die Haushaltslage unserer Bestandskunden noch kritischer als in den Jahren zuvor. Aufgrund preisbasierter Vergaben und durch den Versuch neuer Firmen sich am Markt zu etablieren, ist die Preissituation auf ein äußerst niedriges Niveau gesunken. Dies wird auch in 2021 anhalten. Es zeichnen sich darüber hinaus kundenseitige Verlängerungen von Leistungsintervallen ab, um dadurch Kosten einzusparen. Jedoch ergeben sich auf der anderen Seite Potentiale in Form von Outsourcing anderer Dienstleistungen, die bisher auf Kundenseite abgewickelt wurden.

Der integrierte Ansatz, welcher die Bündelung von einzelnen Services auf Systemdienstleister zum Ziel hat, impliziert die Berücksichtigung und Integration von nationalen, internationalen sowie kundenspezifischen Rahmenbedingungen. Damit steht die Dr. Sasse Facility Management GmbH in einem hoch komplexen und sich stetig verändernden Marktumfeld. Diese Anforderung muss auch in den Unternehmens- und Dienstleistungsprozessen zuverlässig und nachvollziehbar abgebildet werden. Die hohe Komplexität, zunehmende Veränderungsraten, sowie die spürbare Integration von digitalen Steuerungs- und Überwachungssystemen setzt einen hohen Qualifikationsanspruch in allen Ausführungs- und Managementebenen voraus, um die geforderte Prozesstreue abzusichern sowie unternehmerisches Risiko zu minimieren. Der Trend zu einer standort- und länderübergreifenden Vergabe von Dienstleistungen ist weiterhin ungebrochen. Viele Dienstleister bauen dafür ihre internationalen Präsenzen weiter aus bzw. gründen strategische Partnerschaften mit anderen Anbietern. Der Konsolidierungskurs der deutschen FM-Anbieter setzt sich fort und wird durch internationale Wettbewerber aus Europa und Übersee weiter verstärkt.

Der Fokus auf ein nachhaltiges Betreiben von Immobilienbeständen, Flughäfen und Transportmitteln wurde weiter verstärkt. Die GEFMA als führender Berufsverband hat, in Zusammenarbeit mit dem DGNB, mit der Richtlinie 160 einen neuen Handlungsrahmen und Zertifizierungsstandard geschaffen. Damit hat sich der Fokus von der Immobilie stark auf den Dienstleister verschoben. Die Definition und Umsetzung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen wird damit zum Standardprozess in den FM-Bewirtschaftungsmodellen erhoben und gleichzeitig fester Bestandteil der Unternehmenspolitik.

Der Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften ist weiterhin ungebrochen und stellt eine der größten Herausforderungen für unsere Branche dar, da sie auch stetig im Wettbewerb zur produzierenden Industrie steht. Neben der Ausbildung von eigenem Fachpersonal stellen die kontinuierliche Weiterbildung und das Entwickeln von individuellen Karrierepfaden notwendige Gegenpole dar, welche aktiv umgesetzt werden, um unserem Leistungsversprechen auch in Zukunft gerecht zu werden. Mit der GEFMA-Imagekampagne "Die Möglichmacher" werden weitere Impulse gesetzt, um die Dienstleistungsunternehmen als Arbeitgeber weiter bekannt und interessant zu machen. Die Sasse-Gruppe, vertreten durch Dr. Christine Sasse, setzt sich bei den "Möglichmachern" für die Aktivierung eines FM spezifischen Ausbildungsberufes seit mehreren Jahren ein.

Durch teilweise kurze Vertragslaufzeiten ist der technische Bereich von einer hohen Dynamik und Anpassungsfähigkeit geprägt. Da die Projekte teilweise sehr hohe Umsatzvolumina haben, müssen regelmäßig bei Auftragsstarts und -kündigungen, die Gesamtorganisation und deren Strukturen auf den Prüfstand gestellt werden.

Mit den Initiativen "Industrie 4.0" und "BIM" (Building Information Modelling) setzen die Industrie und das Bauwesen wichtige Impulse zur Einbindung digitaler Technologien in die Wertschöpfungsprozesse der Unternehmen. Diesen Initiativen muss die FM-Branche folgen, um auch weiterhin wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben. Damit setzt sich auch der Prozess der weiteren Industrialisierung und Digitalisierung in unserer Branche fort.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2021 war insgesamt für die Gesellschaft ein nachhaltiges und stabiles Jahr.

Für 2021 wurde aufgrund der Auswirkungen der COVID19-Pandemie und der sich abzeichnenden Rezession, mit einem signifikant reduzierten Umsatz unter 60 Mio. € und einem ausgeglichenen EBIT gerechnet.

Die für 2021 gesetzten wesentlichen Ziele für Umsatz- und Ergebniskennzahlen wurden deutlich übertroffen.

Trotz einer schwierigen Marktsituation ist es der Gesellschaft gelungen, ihre Marktposition auszubauen. Im Jahr 2021 konnte ein Umsatz von 83,8 Mio. € (Vorjahr 74,7 Mio. €) erwirtschaftet werden, was einer Umsatzsteigerung von 12,3% entspricht. Das Ergebnis vor Ertragssteuern lag mit 1.323 T€ leicht über dem Niveau des Vorjahres.

a) Ertragslage

2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 83.838 98,9% 74.658 100,1% 9.180 12,3%
Bestandsveränderungen 421 0,5% -491 -0,6% 912 -185,7%
Sonstige betriebliche Erträge 529 0,6% 415 0,5% 114 27,5%
Betriebsleistung 84.788 100,0% 74.582 100,0% 10.206 13,7%
Materialaufwand 51.952 61,3% 46.397 62,2% 5.555 12,0%
Personalaufwand 20.066 23,7% 19.698 26,4% 368 1,9%
Abschreibungen 372 0,4% 295 0,4% 77 26,1%
Betriebliche Steuern 19 0,0% 18 0,0% 1 5,6%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.150 13,2% 7.106 9,5% 4.044 56,9%
Betriebsergebnis 1.229 1,4% 1.068 1,4% 161 15,1%
Finanzergebnis 94 0,1% -144 -0,2% 238 -165,3%
Geschäftsergebnis 1.323 1,6% 924 1,2% 399 43,2%
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.323 1,6% 924 1,2% 399 43,2%
Ertragssteuern 378 0,4% 321 0,4% 57 17,8%
Jahresüberschuss 945 1,1% 603 0,8% 342 56,7%

Die Umsatzrentabilität vor Steuern entspricht 1,6% (Vorjahr 1,2%). Das Ergebnis vor Ertragsteuern beläuft sich im Berichtsjahr auf 1.323 T€ (Vorjahr: 924 T€). Der Jahresüberschuss stieg von 603 T€ im Vorjahr um 342 T€ auf 945 T€.

Der Anstieg der Übrigen Betriebsaufwendungen um 4.044 T€ ist vor allem auf die Erhöhung einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen.

Das Finanzergebnis ist im Vorjahr außerplanmäßig durch Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 50 T€ belastet. Der Materialaufwand (51.952 T€) hat sich entsprechend zum Umsatzwachstum entwickelt und ist um 12,0% gestiegen. Der Personalaufwand ist mit 20.066 T€ nahezu unverändert zum Vorjahr (Vorjahr: 19.698 T€).

b) Vermögens- und Finanzlage

Aktiva 2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0% 0 0,0% 0 0,0%
Sachanlagen 715 4,3% 609 4,1% 106 17,4%
Finanzanlagen 2.702 16,4% 132 0,9% 2.570 1947,0%
Mittel- und langfristige Aktiva 3.417 20,8% 741 5,0% 2.676 361,1%
Vorräte 456 2,8% 35 0,2% 421 1202,9%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.126 31,2% 6.961 46,5% -1.835 -26,4%
Forderungen Verbund 5.743 34,9% 5.164 34,5% 579 11,2%
Forderungen Beteiligungen 0 0,0% 35 0,2% -35 -100,0%
Sonstige kurzfristige Posten 1.674 10,2% 1.994 13,3% -320 -16,0%
Flüssige Mittel 36 0,2% 38 0,3% -2 -5,3%
Kurzfristige Aktiva 13.035 79,2% 14.227 95,0% -1.192 -8,4%
Summe Aktiva 16.452 100,0% 14.968 100,0% 1.484 9,9%

Passiva

           
2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 102 0,6% 102 0,7% 0 0,0%
Bilanzgewinn 2.358 14,3% 2.213 14,8% 145 6,6%
Eigenkapital 2.460 15,0% 2.315 15,5% 145 6,3%
Pensionsrückstellungen 143 1,0% 137 0,9% 6 4,4%
Darlehen Familie Dr. Sasse 50 0,3% 50 0,3% 0 0,0%
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 193 1,3% 187 1,2% 6 3,2%
Rückstellungen 9.425 57,3% 4.547 30,4% 4.878 107,3%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.590 9,7% 3.566 23,8% -1.976 -55,4%
Verbindlichkeiten Verbund 1.425 8,7% 2.725 18,2% -1.300 -47,7%
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.359 8,2% 1.628 10,9% -269 -16,5%
Kurzfristiges Fremdkapital 13.799 83,9% 12.466 83,3% 1.333 10,7%
Summe Passiva 16.452 100,0% 14.968 100,0% 1.484 9,9%

Die Bilanzsumme stieg im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr von 14.968 € um 1.484 T€ auf 16.452 T€.

Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Finanzanlagen um 2.570 T€ auf 2.702 T€. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 5.126 T€ und konnten um 26,4% im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden (Vorjahr: 6.961 €).

Der Bestand der am Stichtag im Rahmen von Factoring Verträgen verkauften Forderungen betrug nach Abzug der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Sicherheitseinbehalten insgesamt 8,0 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €).

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr um 145 T€ auf 2.460 T€. Die Eigenkapitalquote entspricht 15,3% (Vorjahr 15,5%). Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von 800 T€ an die Dr. Sasse AG.

Die Rückstellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 4.684 T€ auf 9.425 T€. Der Anstieg ist vor allem auf die Erhöhung von Rückstellungen für Prozessrisiken zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken zum Stichtag von 3.566 T€ im Vorjahr um 1.976 T€ auf 1.590 T€. Gleichzeitig sanken die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.300 T€ von 2.725 T€ auf 1.425 T€.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Steuerung der Gesellschaft werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT) verwendet.

Das EBIT veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr von 1.068 T€ (EBIT Marge 1,4%) auf 1.229 T€ (EBIT Marge 1,4%).

4. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2021 war ein erfolgreiches Jahr für die Dr. Sasse Facility Management GmbH.

In einem schwierigen Marktumfeld gelang es, Bestandskunden zu halten, Verträge zu verlängern und neue Aufträge im erheblichen Umfang zu gewinnen. Zudem konnten Zusatzaufträge infolge der erhöhten Hygieneanforderungen durch die COVID-19-Pandemie gewonnen werden. Die Geschäftsentwicklung für die Dr. Sasse Facility Management GmbH war geprägt durch das Auftragswachstum und die aus Kundensicht angespannte Budgetlage. Der Umsatz liegt deutlich über der Prognose des Vorjahres. Auch beim EBIT liegt das Geschäftsjahr über der Prognose des Vorjahres, was vor allem auf die erfreuliche Umsatzentwicklung zurückzuführen ist. Mit Blick auf die dargestellten Leistungsindikatoren sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft hat eine Zweigniederlassung in München. Diese trägt wesentlich zur Geschäftsentwicklung der Dr. Sasse Facility Management GmbH bei.

IV. Prognosebericht

Für 2022 wird ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5% prognostiziert. Für Deutschland wird für das Jahr 2022 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,1% und einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,9 Prozent gerechnet.

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie sowie der Entwicklung des Ukraine-Krieges, ist es derzeit nur bedingt möglich, die langfristigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft einzuschätzen. Für 2022 rechnet die Geschäftsführung mit einem negativen Effekt durch die COVID-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine, insbesondere durch höhere Rohstoffpreise und Lieferengpässe. Aufgrund der während der COVID-19-Pandemie geltenden erhöhten Hygieneanforderungen ergeben sich aber auch positive Sondereinflüsse auf die Auftragslage. Jedoch ist es aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten derzeit noch nicht abschließend möglich, die langfristigen Auswirkungen der Krise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft einzuschätzen. Daher können weitere negative wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Pandemie zu weiteren negativen Abweichungen der nachfolgenden Prognosen führen.

Es wird erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2022 in der Bandbreite von 75 Mio. € bis 90 Mio. € liegt. Für das EBIT wird einen Wert in der Bandbreite von T€ 1.000 bis T€ 1.500 prognostiziert.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) breitete sich in den Jahren 2020 und 2021 weltweit aus und war Ursache der COVID-19 Pandemie. In Deutschland traten die ersten Erkrankungsfälle im Januar 2020 auf. Die Weltgesundheitsorganisation hat am 11. März 2020 COVID-19 zur Pandemie erklärt. Die Ausbreitung des Virus und die damit verbundenen weltweiten Lockdowns sowie die noch bestehenden Einschränkungen können sich negativ auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte der Gesellschaft auswirken. Aufgrund der zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Folgen besteht daher weiterhin das Risiko einer negativen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr wird durch den geopolitischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine belastet. Auch wenn die beschlossenen Sanktionen vor allem die russische Wirtschaft betreffen, könnten aus dem Konflikt Auswirkungen auf die Weltwirtschaft resultieren und sich negativ auf Transportzeiten, Produktionsketten sowie Rohstoffpreise auswirken.

Bei Rechtsfällen und überfälligen Forderungen besteht das Risiko, dass sich gebildete Rückstellungen bzw. gebildete Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als zu niedrig erweisen.

Branchenüblich werden die Aufträge durch regelmäßig wiederkehrende Ausschreibungen vergeben. Bei der aktuellen Wettbewerbssituation besteht das Risiko, dass es zu einem Preisverfall und Verlust von Deckungsbeiträgen kommt.

Allgemeines Branchenrisiko ist in der Regel die kurzfristige Laufzeit von Verträgen. Dies erhöht das Risiko kurzfristiger Umsatzausfälle und kann die effiziente Auslastung der Personalkapazitäten erschweren.

Bei Auftragsverlusten können finanzielle Risiken durch einen erforderlichen Mitarbeiterabbau an einzelnen Standorten entstehen. Bei Neuaufträgen besteht das Risiko, dass sich die Mitarbeiter erst einarbeiten müssen und die Effizienz bei Neuaufträgen zunächst unter dem kalkulierten Niveau liegt.

Es besteht zudem das Risiko, dass tariflich vereinbarte Lohnkostensteigerungen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können und so zu Margenverlusten führen. Tariflohnsteigerungen können nicht automatisch an Kunden durch Preiserhöhungen weitergegeben werden, so dass hier das Risiko besteht, dass Personalkostensteigerungen die Marge der Gesellschaft zukünftig belasten können, wenn keine entsprechenden Preisanpassungen mit den Kunden verhandelt werden können.

Der anhaltende Kostendruck sowie das gleichzeitige Einhergehen von steigenden Qualitätsansprüchen stellen eine Gefahr sowohl für Zuwachs- als auch Ergebnispotentiale dar. Es müssen daher sowohl Bestands- wie Neuaufträge ständig optimiert werden. Zudem erfordert das Renditeniveau der Gesellschaft eine laufende und strikte Überwachung, damit Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt werden.

Ein Risiko liegt in dem zum Teil zur Absicherung der Qualität und der Kundenzufriedenheit notwendigen höheren Managementaufwendungen.

Weiterhin ist die Gewinnung von qualifiziertem und gleichzeitig bezahlbarem Personal Risiko und Chance zugleich. Es ist erkennbar, dass es zunehmend anspruchsvoller wird, genügend geeignetes und bezahlbares Personal zu rekrutieren.

Ein weiteres finanzielles Risiko besteht in der am Markt zu beobachtenden Verlängerung der Zahlungsziele bei Großkunden, die in der Gruppe und bei der Gesellschaft zu einem weiter steigenden Finanzierungbedarf führen kann. Der hohe Bestand an Lieferforderungen erfordert zudem eine zeitnahe Abrechnung, Verbuchung und Realisierung der Forderungen, damit die laufende Finanzierung des Geschäftsbetriebs gesichert ist.

Im Beteiligungsbereich besteht ein grundsätzliches Risiko in der Bewertung der Beteiligungen sowie der Anteile an verbundenen Unternehmen.

2. Chancenbericht

Die organisatorische Aufteilung der Gesellschaft ermöglicht neben der Zuweisung von Verantwortungsbereichen eine bessere Messung des betriebswirtschaftlichen Erfolgs.

Der Ausbau der Sasse Service App sichert uns im Bereich der Prozessoptimierung eine gute Basis zur Stabilisierung der Marge trotz anhaltendem Preisdruck.

Die Gesellschaft ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000, DIN ISO 14001:2004 und dem Arbeitsschutzmanagementsystem OHSAS 18001.

Die Basis für zukünftige mögliche Umsatzsteigerungen und den Erhalt der Bestandskunden bildet die kontinuierliche Weiterbildung des Personals sowie Flexibilität und Anpassung an den Markt.

Ungeachtet dessen, besteht in der ständigen Optimierung der Prozesse die Chance, trotz des starken Verdrängungswettbewerbs mit marktfähigen Preisen bestehende Aufträge zu halten und neue zu gewinnen.

Durch die Coronavirus-Pandemie und die dadurch geltenden Anforderungen an die Hygiene besteht ein zusätzlicher Bedarf an speziellen Reinigungs- und Desinfektionsleistungen. Diese Dienstleistungen können sich auch im Jahr 2022 voraussichtlich noch positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

3. Gesamtaussage

Nach Einschätzung der Geschäftsführung weisen die vorgenannten Chancen und Risiken unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft keinen bestandsgefährdenden Charakter auf. Die Gesellschaft ist an das Konzern-Cash-Pooling der Sasse-Gruppe der Hauptgesellschafterin (Dr. Sasse AG, München) angeschlossen.

VI. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Geschäftsführung. Hinsichtlich des CSR Berichts verweisen wir auf den CSR Bereich unserer Webseite: https://www.sasse.de/corporate-social-responsibility-csr/.

VII. Beteiligungen

Die Gesellschaft hält Anteile an sechs Gesellschaften, die in der Schweiz und in Osteuropa als Dr. Sasse Facility Management firmieren. Wir verweisen auf die Angaben im Anhang. Zudem hält die Gesellschaft 100% der Anteile an der RealCo Consulting GmbH, die als Consultinggesellschaft im Facility Management tätig ist.

Im Geschäftsjahr wurden zudem 100% der Anteile an der August Renschler GmbH & Co. KG, Mannheim, erworben.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 3.417.091,57 740.996,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,50
II. Sachanlagen 714.868,02 608.674,58
1. technische Anlagen und Maschinen 105.834,36 124.777,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.033,66 483.896,73
III. Finanzanlagen 2.702.223,55 132.321,14
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.702.223,55 132.321,14
B. Umlaufvermögen 13.033.164,83 14.226.763,46
I. Vorräte 455.609,42 35.000,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.000,00 35.000,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 420.609,42 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.541.200,28 14.153.453,01
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.126.884,56 6.997.534,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.743.174,49 5.161.624,95
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 251,08
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.671.141,23 1.994.042,34
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.538,40 7.055,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 36.355,13 38.310,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.455,04 0,00
Aktiva 16.451.711,44 14.967.759,68

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 2.459.530,86 2.314.852,02
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Gewinnvortrag 1.412.593,64 1.610.075,09
III. Jahresüberschuss 944.678,84 602.518,55
B. Rückstellungen 9.592.233,70 4.684.051,68
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 142.530,00 137.225,00
2. Steuerrückstellungen 24.000,00 469.290,37
3. sonstige Rückstellungen 9.425.703,70 4.077.536,31
C. Verbindlichkeiten 4.399.946,88 7.749.855,98
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.590.128,65 3.565.910,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.590.128,65 3.565.910,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.425.091,79 2.725.006,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.425.091,79 2.725.006,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.384.726,44 1.458.938,71
davon aus Steuern 546.823,40 1.244.609,95
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 29.423,58 29.130,66
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.384.726,44 1.458.938,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 219.000,00
Passiva 16.451.711,44 14.967.759,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 83.838.360,11 74.657.543,53
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 420.609,42 -491.134,76
3. sonstige betriebliche Erträge 529.312,24 414.994,87
4. Materialaufwand 51.952.168,69 46.396.922,30
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.111.739,93 2.306.700,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 49.840.428,76 44.090.221,51
5. Personalaufwand 20.066.066,99 19.697.905,42
a) Löhne und Gehälter 16.630.202,77 16.416.453,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.435.864,22 3.281.451,82
6. Abschreibungen 372.057,42 244.114,08
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 372.057,42 244.114,08
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.150.298,54 7.106.215,91
8. Erträge aus Beteiligungen 266.271,98  
davon aus verbundenen Unternehmen 266.271,98  
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.833,66 47.005,08
davon aus verbundenen Unternehmen 35.833,66 45.868,29
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   50.682,54
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen   50.682,54
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 208.095,24 191.393,89
davon an verbundene Unternehmen 124.971,85 106.126,17
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 377.790,06 320.657,03
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 24.000,00  
13. Ergebnis nach Steuern 963.910,47 620.517,55
14. sonstige Steuern 19.231,63 17.999,00
15. Jahresüberschuss 944.678,84 602.518,55

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Dr. Sasse Facility Management GmbH, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Dr. Sasse Facility Management GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft wird unter HRB 55028 im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg geführt.

Die Gesellschaft erfüllt die Kriterien für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ausgewiesene Software wurde mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend einer 3-jährigen Nutzungsdauer, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Ab dem Geschäftsjahr 2012 bis 2020 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben (Poolabschreibung). Seit dem Geschäftsjahr 2021 wird bei der Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um den darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Bewertung der Beteiligungen und der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgten zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB sind keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden.

Die Pensionsrückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (PUC-Methode) ermittelt. Es wurde ein Zinsfuß von 1,87% zu Grunde gelegt. In Anwendung des Wahlrechts gem. Artikel 75 Abs. 7 EGHGB n.F. beträgt der Zeitraum für die Ermittlung des Zinssatzes für die Diskontierung zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag, der sich zwischen einer sieben- und einer zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung bei der Zinsermittlung ergibt, beträgt TEUR 9. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. Die Berechnung der Rückstellung erfolgt auf Basis von Versorgungsverordnungen bei einem Gehalts-, Fluktuations- und Rententrend von 0,0%. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen beruht auf den biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Von der Verteilung des Zuführungsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB machte die Gesellschaft keinen Gebrauch.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Umrechnung in Euro erfolgt zum Umrechnungskurs im Transaktionszeitpunkt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Die Zugänge der Anteile an verbundenen Unternehmen resultieren aus den Akquisitionen von jeweils 100% der Anteile an August Renschler GmbH & Co. KG, Mannheim, August Renschler Verwaltungs-GmbH, Mannheim, O.HA.MA.UG (haftungsbeschränkt) Onlinehandel mit Sanitär und Zubehör, Neustadt an der Weinstraße sowie der Dr. Sasse Luft- und Wasserhygiene GmbH, Mannheim im Geschäftsjahr 2021.

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sowie unfertige Leistungen ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe an eine Bank abgetreten.

Die Mitzugehörigkeit der Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Gesamt
EUR
davon Lieferungen und Leistungen
EUR
davon sonstige Vermögensgegenstände
EUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.743.174,49 3.857.355,07 1.885.819,42

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 1.872 (Vorjahr: TEUR 2.441) Forderungen gegen die Gesellschafterin Dr. Sasse AG, München, (§ 42 Absatz 3 GmbHG) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr der Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung (TEUR 14), diverse Mietkautionen (TEUR 9) sowie Forderungen gegenüber Arbeitnehmern (TEUR 31) enthalten (Vorjahr in Summe TEUR 51).

Die wesentlichen Einzelposten in den sonstigen Vermögensgegenständen sind Gewerbesteuerrückforderungen (TEUR 547, Vorjahr: TEUR 0), Körperschaftssteuerrückforderungen (TEUR 396, Vorjahr: TEUR 0) und im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuern (TEUR 150, Vorjahr: TEUR 0).

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 102.258,38.

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Prozesskosten (TEUR 6.500), Kosten der Risikovorsorge aus diversen Sachleistungsverpflichtungen (TEUR 1.961), ausstehende Rechnungen, Archivierung, Urlaub und Tantiemen sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten enthalten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamt
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.590.128,65 1.590.128,65 0,00
Vorjahr 3.565.910,85 3.565.910,85 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.425.091,79 1.425.091,79 0,00
Vorjahr 2.725.006,42 2.725.007,42 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.384.726,44 1.334.726,44 50.000,00
Vorjahr 1.458.938,71 1.408.938,71 50.000,00
Summe 4.399.946,88 4.349.946,88 50.000,00
Summe Vorjahr 7.749.855,98 7.699.856,98 50.000,00

davon mehr als 5 Jahre: EUR 0,00 davon durch Grundpfandrechte gesichert: EUR 0,00

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil übliche Eigentumsvorbehalte.

Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

Gesamt
EUR
davon Lieferungen und Leistungen
EUR
davon sonstige Vermögensgegenstände
EUR
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 1.425.091,79 312.091,79 1.113.000,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.113 (Vorjahr: TEUR 1.113). Darin enthalten sind Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.113 (Vorjahr: TEUR 1.113).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Dr. Sasse AG, München (§ 42 Absatz 3 GmbHG) in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Beteiligung an der August Renschler GmbH und Co. KG und wurden mit dem Körperschaftsteuersatz der Gesellschaft berechnet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden in Deutschland im Tätigkeitsbereich Facility Management erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben Sachbezügen auch Versicherungserstattungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erlöse aus Anlagenverkäufen enthalten. Der Posten beinhaltet auch periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 231.

Die Zinserträge im Rahmen des Cash-Managements im Geschäftsjahr betragen TEUR 33. Die Zinsaufwendungen im Rahmen des Cash-Managements betragen im Jahr 2021 ca. TEUR 22.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten.

Währungskursgewinne wurden nicht erzielt (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine Kursverluste (Vorjahr: TEUR 0).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 24 enthalten. Der laufende Steueraufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 354.

Der sonstige betriebliche Aufwand enthält einen außergewöhnlichen Aufwand in Höhe von TEUR 5.200 aus der Zuführung der Rückstellung für Rechtsrisiken.

V. Sonstige Angaben

Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2021
A. III. 1. Anteile an verbundenen Unternehmen      
RealCo Consulting GmbH, Berlin 100% 369 TEUR -22 TEUR
Sasse Grün Services GmbH, Düsseldorf 100% 138 TEUR 108 TEUR
Dr. Sasse Facility Management GmbH, Reinach, Schweiz 100% 826 TEUR -7 TEUR
    (843 TCHF) (-7 TCHF)
Dr. Sasse Facility Management srl, Bukarest, Rumänien 99% 10 TEUR -5 TEUR
    (46 TRON) (-23 TRON)
Dr. Sasse Facility Management sp.z.o.o., Warschau, Polen * 99% -8 TEUR -7 TEUR
    (-35 TPLZ) (-30 TPLZ)
Dr. Sasse Facility Management s.r.o., Prag, Tschechien * 90% 40 TEUR -4 TEUR
    (1.002 TCZK) (- 115 TCZK)
Dr. Sasse Facility Management kft, Budapest, Ungarn 96,67% -26 TEUR -7 TEUR
    (-14.394 THUF) (-7.431 THUF)
Dr. Sasse Facility Management EOOD, Sofia, Bulgarien * 100% -43 TEUR -8 TEUR
    (-85 TBGN) (-16 TBGN)
August Renschler GmbH & Co. KG, Mannheim 100% 77 TEUR 266 TEUR
August Renschler Verwaltungs-GmbH, Mannheim 100% 59 TEUR 2 TEUR
O.HA.MA.UG (haftungsbeschränkt) Onlinehandel mit      
Sanitär und Zubehör, Neustadt an der Weinstraße 100% -0,2 TEUR -0,8 TEUR
Dr. Sasse Luft- und Wasserhygiene GmbH, Mannheim 100% -38 TEUR -50 TEUR

* Da der Abschluss für das Geschäftsjahre 2021 noch nicht vorlag, sind hier die Abschlussdaten des Jahres 2021 dargestellt.

Die Umrechnung des Eigenkapitals und des Ergebnisses der ausländischen Gesellschaften erfolgte mit dem Mittelkurs der Fremdwährung zum Bilanzstichtag.

Zur Beschaffung von liquiden Mitteln sowie zur Bilanzverkürzung und damit Verbesserung der Eigenkapitalquote verkauft die Gesellschaft im Rahmen von Factoring Verträgen Forderungen (verkaufte Forderungen zum 31.12.2021: TEUR 8.025, Vorjahr: TEUR 5.843). Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit ihrem Guthaben (Sicherheitseinbehalte und Abrechnungsguthaben zum 31.12.2021: TEUR 0, Vorjahr: TEUR 668) bei einer Factoring Bank, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen sind, für die Ansprüche aller der am Factoring beteiligten Sasse-Gesellschaften. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung halten wir aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Dr. Sasse Gruppe für gering.

Die Außenstände sind zur Sicherung der Kontokorrentlinien des Dr. Sasse AG Konzerns im Rahmen einer Globalzession an die Hausbanken abgetreten.

Im Geschäftsjahr 2021 sind Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 685 aufwandswirksam verbucht worden. Die Leasingverträge haben in der Regel Laufzeiten von 3 bis 5 Jahren. Die diesbezüglichen Leasingverpflichtungen sind nicht in der Bilanz ausgewiesen. Die Vorteile der Leasinggeschäfte sind die Verbesserung der Liquidität und die Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen bei einer vorzeitigen Auflösung des Leasingvertrages oder höheren als im Vertrag vorgesehenen Kilometerleistungen (bei Fahrzeugen).

Zudem sind im Geschäftsjahr 2021 Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten in Höhe von insgesamt TEUR 294 aufwandswirksam erfasst worden.

Weiterhin wurden Bürgschaften für an die Dr. Sasse AG zur Verfügung gestellte Kontokorrentrahmen und Kredite in Höhe von insgesamt TEUR 2.085 übernommen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften halten wir aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage der Muttergesellschaft für gering. Zudem bestehen Avale in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 75).

Die Dr. Sasse Facility Management GmbH hat sich gegenüber der Sasse Grün Service GmbH, Düsseldorf, durch eine Patronatserklärung verpflichtet, diese zu jeder Zeit in dem Umfang finanziell auszustatten, so dass die Gesellschaft stets in der Lage ist, ihren gegenwärtigen und künftigen, auch bedingten und befristeten Verbindlichkeiten, die aus deren gesamter Geschäftstätigkeit und Finanzierungstätigkeit entstehen, nachzukommen.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Jahre 2021:

Angestellte und Arbeiter: 433
Aushilfen: 38

Geschäftsführer:

Frau Katja Böhmer, Dipl.-Ing.

Herr Thomas Ansorge, Dipl. Kfm.

Herr Stephan Mangold, Dipl.-Betriebswirt

Herr Heiko Röskes, Kaufmann Herr Elkin Fricke, Kaufmann Herr Sebastian Lull, Dipl.-Betriebswirt

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Jahr 2021 betrugen TEUR 1.276.

Ein Aufsichtsrat besteht nicht.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften wird in den befreienden Konzernabschluss der Dr. Sasse AG, München, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis) und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Gesellschaft wird ebenfalls in den Konzernabschluss der Dr. Sasse Holding GmbH & Co. KG, München, einbezogen (größter Konsolidierungskreis), dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Gesellschaft stellt selbst keinen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf und nimmt die diesbezüglichen gesetzlichen Befreiungsregelungen gemäß § 291 HGB in Anspruch.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 hat Russland einen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Aus diesem Krieg ergeben sich voraussichtlich keine direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass durch Folgewirkungen auch die Gesellschaft negativ betroffen wird. So könnten sich z.B. Preis- und Lohnkostensteigerungen negativ auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken, wenn es nicht gelingen sollte, mögliche Kostensteigerungen vollumfänglich an die Kunden weiterzugeben. Zudem besteht das Risiko, dass sich die Konjunktur negativ entwickelt, was auch Auswirkungen auf die Kunden der Gesellschaft haben kann.

Dr. Sasse Facility Management GmbH, Berlin

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 1.153,90 0,00 -1.153,90 0,00
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- 251.625,25 50.457,52 -58.882,20 243.200,57
ausstattung 1.235.786,34 462.925,48 -335.943,93 1.362.767,89
  1.487.411,59 513.383,00 -394.826,13 1.605.968,46
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 259.484,40 2.569.902,41 0,00 2.829.386,81
2. Beteiligungen 159.250,87 0,00 0,00 159.250,87
  418.735,27 2.569.902,41 0,00 2.988.637,68
  1.907.300,76 3.083.285,41 -395.980,03 4.594.606,14
Abschreibungen
01.01.2021
EUR
Zuführungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 1.153,40 0,00 -1.153,40 0,00
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 126.847,40 39.456,51 -28.937,70 137.366,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 751.889,61 332.600,91 -330.756,29 753.734,23
  878.737,01 372.057,42 -359.693,99 891.100,44
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.163,26 0,00 0,00 127.163,26
2. Beteiligungen 159.250,87 0,00 0,00 159.250,87
  286.414,13 0,00 0,00 286.414,13
  1.166.304,54 372.057,42 -360.847,39 1.177.514,57
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 0,00 0,50
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 105.834,36 124.777,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.033,66 483.896,73
  714.868,02 608.674,58
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.702.223,55 132.321,14
2. Beteiligungen 0,00 0,00
  2.702.223,55 132.321,14
  3.417.091,57 740.996,22

sonstige Berichtsbestandteile

 

Berlin, den 30. März 2022

gez. Katja Böhmer, Geschäftsführerin

gez. Thomas Ansorge, Geschäftsführer

gez. Heiko Röskes, Geschäftsführer

gez. Stephan Mangold, Geschäftsführer

gez. Elkin Fricke, Geschäftsführer

gez. Sebastian Lull, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.04.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dr. Sasse Facility Management GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dr. Sasse Facility Management GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dr. Sasse Facility Management GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 15. April 2022

gkm . glück . kock . mäschke
partgmbb wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kock, Wirtschaftsprüfer

gez. Glück, Wirtschaftsprüfer

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