GBA PropCo Rüdersdorf GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Laura Garcia-Baglietto seit 16.1.2026 | Geschäftsführer |
Alexander Kurt Georg Kleinke seit 18.10.2022 | Geschäftsführer |
Kai Helge Lorenz Plinke seit 23.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 44.11% | |
| 0.47% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GBA Holding GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022I. Grundlagen des Konzerns I. 1. Geschäftsmodell I. 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht II. 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen II. 2. Geschäftsverlauf II. 3. Lage II. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Konzerns I. 1. Geschäftsmodell Gegenstand des Konzerns (im Folgenden "GBA") ist der Betrieb von Dienstleistungslaboren in den Bereichen Lebensmittel-, Umwelt-, Pharma- und Bedarfsgegenstände-Analytik an insgesamt bundesweit dreiundzwanzig Standorten, drei Standorten in Österreich, einem Standort in Belgien, acht Standorten in Polen, fünf Standorten in Finnland sowie zwei Standorten in Spanien und einem in Frankreich. Die Konzerngesellschaft GBA Gesellschaft für Bioanalytik GmbH unterhält Niederlassungen an den Standorten Hamburg, Pinneberg, Hildesheim, Gelsenkirchen, Herten, Scholven, Hameln, Berlin, Augsburg, Mönchengladbach und Freiberg. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Vorgänger-Konzern mit der GBA Investment GmbH als Konzernmutter stellte in 2016 erstmalig einen Konzernabschluss auf. Die sich ständig im Wachstum befindliche Konzernstruktur mit der GBA Gesellschaft für Bioanalytik GmbH im Mittelpunkt ist bereits seit 1989 operativ am Markt. Die GBA versteht sich als Dienstleister für pharmazeutische Unternehmen, diverse Industrien und für den kommunalen Bereich sowie in selektiven Bereichen auch direkt für Konsumenten I. 2. Forschung und Entwicklung Die GBA hat im Jahr 2022 keine signifikanten Forschungsaktivitäten generiert und den Fokus auf die weitere Verbesserung der internen Abläufe gelegt. Des Weiteren betreibt die GBA eine kontinuierliche Methodenentwicklung. Wir arbeiten kontinuierlich an der Digitalisierung der Abläufe und Informationsübermittlung an unsere Kunden II. Wirtschaftsbericht II. 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem Abflauen der Corona-bedingten Einschränkungen in unseren Hauptabsatzmärkten blieben die anhaltenden Lieferengpässe und weitere Coronawellen eine Belastung für Gesamtwirtschaft und alle Unternehmen. Hinzu kommt seit Februar 2022 der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine mit unmittelbaren Auswirkungen auf Logistik, Energieversorgung und hoher wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit. Die Politik sprach von einer "Zeitenwende", für die Unternehmen stiegen die Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung weiter an und die bereits in 2021 gestiegene Inflation zog weiter an. Wurden im letzten Lagebericht noch Wachstumsraten von 3.7% und Inflationsraten von 3.3% angenommen, so liefen die IST-Werte in Deutschland deutlich auseinander. Die Wirtschaft wuchs nur um 1.9%, die Inflation stieg sprunghaft von 3.1% auf 7.9% an. Dies führte zu schnell steigenden Referenzzinsen der Europäischen Zentralbank (der Euribor stieg um 254 bps zwischen Jahresanfang 2022 und 31.12.2022) und damit einem Abkühlen der Konjunktur. Steigende Kosten in Folge des Angriffskrieges und der Energiekrise hatten Effekte auf alle Bereiche des Lebens, zeitweise geriet war die Sicherung der Strom- und Energieversorgung nicht mehr überall abgesichert und die Knappheit an Fachkräften sowie der Kaufkraftverlust vor allem in vielen Bereichen der Mittelschicht und unterer Einkommensgruppen führte zu Verunsicherung der Menschen. Hohe Baukosten in Zusammenspiel mit steigenden Zinsen belasten außerdem den seit Jahren florierenden Bausektor. Die Wirtschaft der EU wurde von sehr ähnlichen Rahmenbedingungen belastet und die Erholung in der Spät- und Endphase der Pandemie wurde abrupt gebremst. Auch wenn die Abhängigkeit von Russland in puncto Energieversorgung in vielen Ländern deutlich geringer war als in Deutschland, so waren die Inflationsraten in vielen Ländern vergleichbar oder gar höher. Die europaweite Inflationsrate wurde auf 9.2% festgestellt. Die Wirtschaft in der Europäischen Union ist dagegen im abgelaufenen Jahr um 3.5% gewachsen, für das kommende Jahr wurde wegen der Auswirkungen des Angriffskrieges nur noch eine Wachstumsrate von 0.3 % angenommen. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Aussichten haben die weiteren Entwicklungen des Kriegsgeschehens; während viele Kennzahlen und wirtschaftliche Indikatoren davon ausgehen, dass eine Normalität bzw. eine Verhandlungslösung eintritt (als Beispiel sei hier die Entwicklung an den Futures-Märkten für Strom genannt), könnten weitere Eskalationen zu negativen Auswirkungen auf die weltweiten Ökonomien führen und die von einigen Seiten schon gesehene De-Globalisierung einleiten bzw. beschleunigen. Ein weiterer wesentlicher Effekt ist die Entwicklung der Leitzinssätze und die damit einhergehende Verlangsamung der Konjunktur. In den USA sprechen die anhaltend hohe Inflation und die nach wie vor robusten Arbeitsmarktdaten grundsätzlich weiterhin für eine straffere Geldpolitik, allerdings wird erwartet, dass die Fed angesichts der Verwerfungen im Bankensektor etwas langsamer vorgeht. Dagegen dürfte die EU Zentralbanken vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Inflation im Euroraum die Zinsschraube weiter andrehen und so die wirtschaftliche Tätigkeit verlangsamen. Dies könnte sehr schnell die in 2021 eingeleitete Erholung der Gesamtwirtschaft wieder verlangsamen. Nach neusten Schätzungen dürfte eine Rezession jedoch vermieden werden. Grundsätzlich wird durch laufend steigende regulatorische Anforderungen das Analysevolumen langfristig steigen. Einige Bereiche sollten auch von Wachstumsprogrammen, z.B. in Infrastruktur, profitieren können. II. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 begann außerordentlich dynamisch, neben dem starken organischen Wachstum wurde diverse Akquisitionen abgeschlossen. Im Laufe des zweiten Halbjahres kam es in Folge der Eintrübung des wirtschaftlichen Klimas und der Zinsanhebungen u.a. der EZB zu einer Beruhigung des Geschäftes. Trotz allem kam zu einem sehr deutlichen Umsatzanstieg verglichen mit dem Konzernabschluss des Vorjahres. Auf vergleichbarer Basis betrug das Wachstum 16%, davon 10% durch Akquisitionen und 6% aus organischem Wachstum. Bereinigt man dies um den temporären Umsatz aus Corona-Analysen bei der österreichischen Tochtergesellschaft Hygienicum GmbH, so steigt das organische Wachstum auf 9%. Vorjahresvergleiche in den Aufwands- und Ertragssummen sind aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres 2021 nicht aussagefähig. Das Geschäftsjahr der GBA Holding GmbH betrifft Januar bis Dezember, allerdings waren aufgrund der Erstkonsolidierung zum 01.05.2021 nur 8 Monate des operativen Geschäftsjahrs enthalten. Aussagen zum Vorjahr sind daher auf Basis pro-forma Werten getroffen. Die GBA Gruppe hat damit ein weiteres sehr erfolgreiches Geschäftsjahr mit Wachstum deutlich über dem Marktwachstum erzielen können. Das EBITDA ohne Sonder- und Einmaleffekte (u. a. im M&A-Bereich, weiteren Kosten in Zusammenhang mit der Erhöhung der Finanzierungsfaszilitäten) beträgt T€ 46.328. Die Rohertragsmarge lag bei 81.4%. Das Konzernergebnis ist durch nicht liquiditätswirksame Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Kundenstämme in Höhe von T€ 55.915 geprägt, die sich maßgeblich aus den Akquisitionen des aktuellen Geschäftsjahres sowie der Vorjahre zusammensetzt. Das positive operative Jahresergebnis ist wesentlich beeinflusst durch zunehmende Volumina, Effektivitätssteigerungen in den operativen Bereichen und die Konsolidierung akquirierter Gesellschaften. Negativ wirkte sich der Rückgang der Corona-Testungen aus, weitere Belastungen entstanden durch die steigenden Personal- und im Laufe des Jahres auch Energiekosten. Diese Belastungen werden zum Teil durch Preiserhöhungen, aber nur mit Zeitverzögerung, weitergegeben. Die oben beschriebenen Produktivitätsmaßnahmen tragen ebenfalls zur Margenverbesserung bei. Der Materialaufwand inkl. der Fremdleistung lag im Berichtsjahr bei T€ 35.907, was einer Materialaufwands-/Fremdleistungsquote in Höhe von 18.6% entspricht. II. 3. Lage II. 3.1 Ertragslage Die operative Ertragskraft und damit die Lage des Konzerns ist als gut zu bezeichnen. Der Umsatz im Jahr 2022 lag bei T€ 189.882. Die Verteilung des Umsatzes auf die Bereiche Lebensmittel-, Umweltanalytik und Pharma liegt etwa gleich, wobei derzeit eine leichte Übergewichtung bei den Umsätzen im Umweltbereich vorherrscht. Hohe Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und die in 2021 erfolgte Refinanzierung mit entsprechend hohem Kapitaldienst führen dazu, dass das Unternehmen für 2022 einen Konzern-Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 67.859 ausweist, welcher aber die operative Ertragskraft des Unternehmens nicht widerspiegelt. Nach Bereinigung um die Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte und Kundenstämme (T€ 55.915) sowie um die Zinsaufwendungen auf Gesellschafterdarlehen (T€ 14.512) liegt das bereinigte Konzernergebnis bei T€ 2.105. Die Personalaufwendungen lagen bei 45.7% vom Umsatz. Die GBA beschäftigt qualifiziertes, engagiertes und sehr gut ausgebildetes Fachpersonal. Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 1.995 Mitarbeiter beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtsjahr bei T€ 44.002 und damit bei ca. 22.8% vom Umsatz. II. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme der GBA lag zum 31.12.2022 bei T€ 647.982. Das Anlagevermögen hat mit 88,4% und einem Wert von T€ 573.105 den größten Anteil an der Aktivseite der Bilanz. Enthalten sind hier der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Kundenstämme mit T€ 490.957. Die technische Ausstattung der GBA sowie die vorhandenen Arbeitsmittel befinden sich auf dem neuesten Stand. Die Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr rd. T€ 17.727, welche teilweise durch Finance Leasing finanziert wurden. Investitionsschwerpunkte waren u.a. der Neubau Neuried sowie Ausweitungen der Analysekapazitäten. Darüber hinaus wurden diverse Kleingeräte zur Ausweitung des Portfolios und im Rahmen der Ersatzbeschaffung gekauft. Außerdem wurde das anorganische Wachstum weiter stark voran getrieben durch die Neuakquisition folgender Gesellschaften: Laboratorio Químico Microbiológico S.L. (LQM) (San Ginés Spanien), KaLy-Cell SAS (Plobsheim, Frankreich), MDS GmbH (Gilching, Deutschland), GLU GmbH (Hoppegarten, Deutschland). Ein großer Teil der Investitionen kann als außerordentlich im Zuge des Aufbaus der Gruppe bezeichnet werden. Das Umlaufvermögen betrug T€ 51.045, was einem Anteil in Höhe von 7,9% entspricht. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug T€ 8.819. Einzelheiten hierzu ergeben sich aus den Ausführungen zur Finanzlage. Das Vorratsvermögen hatte mit T€ 9.829 einen Anteil in Höhe von 1,5% an der Bilanzsumme. Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen T€ 3.314. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag T€ 27.981. Einzelheiten hierzu ergeben sich aus den Ausführungen zur Finanzlage und aus der Kapitalflussrechnung. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe von T€ 14.776 ausgewiesen. Die Kapitalstruktur ist dabei als stabil zu bezeichnen. Zwar beträgt das Eigenkapital T€- 9.039, aufgrund der nicht operativen Firmenwertabschreibung hat dies allerdings nur bedingt Aussagekraft. Inklusive eigenkapitalähnlicher Positionen (Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) beträgt das Eigenkapital T€ 228.979. Eigenkapitalbelastend wirken sich vor allem die hohen Abschreibungen der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Kundenstämme das Jahresergebnis des Konzerns aus, was eine Verbesserung der Konzern-Eigenkapitalquote durch die operative Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr verhinderte. Aus Sicht des Konzerns hat das Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 238.018 einen Eigenkapitalähnlichen Charakter, da es mit einem Rangrücktritt bezüglich der Fremdfinanzierung versehen ist. Dieses berücksichtigt, dass die vereinnahmten Beträge nicht zurückzuzahlen und daher als Eigenkapitalähnlich zu betrachten sind. Bei einer Bilanzsumme von T€ 647.982 beträgt die so ermittelte eigenkapitalähnliche Quote demnach 35,3%. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 48,0% der Bilanzsumme betreffen im Wesentlichen eine Unitranche-Finanzierung. Es bestehen weitere Kontokorrent- und Akquisitionskreditlinien, die zum 31. Dezember 2022 nur teilweise in Anspruch genommen wurden, so dass ein etwaiger kurzfristiger Liquiditätsengpass durch Aufnahme von Fremdkapital überbrückt werden könnte. Alle Kapitaldienste werden immer und ausnahmslos gezahlt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 1.9% der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele ausgeglichen. II. 3.3 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 31.455. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von € 129.410 beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen für Kaufpreise im Zusammenhang mit Akquisitionen (T€ 81.168) sowie Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (T€ 29.642) und das Sachanlagevermögen (T€ 16.893). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 88.881 wurde maßgeblich durch Einzahlungen aus zusätzlichen Kreditlinien (T€ 106.000) sowie Auszahlungen für Zinsen (T€ 18.577) beeinflusst. II. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesamtsteuerung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen auf Basis von monatlichen Auswertungen auf Standort- und Konzernebene. Weitere Auswertungen je Analysegruppe und Kostenart werden individualisiert von den Fachbereichen angefordert. Weiterhin erfolgen kostenstellenbezogene Wirtschaftlichkeits- und Abweichungsanalysen im laufenden Controlling. Hier haben sich für die bedeutsamsten Kennzahlen folgende Werte ergeben: Der Umsatz im Jahr 2022 lag bei T€ 189.882, der Rohertrag bei 81.4% des Umsatzes. Die Personalaufwendungen betrugen 45.7% des Umsatzes. Das EBITDA ohne Sonder- und Einmaleffekte lag bei den operativ tätigen Gesellschaften bei knapp 21.6% des Umsatzes. Wichtigster nichtfinanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist die Qualitätssicherung. Durch die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005, eine Vielzahl von Zulassungen, die Teilnahme an Facharbeitskreisen und die Mitwirkung in Normenausschüssen wird eine durchgängig hohe Analysequalität und die Qualifizierung der Mitarbeiter gewährleistet. Belegt wird dies durch die diversen Akkreditierungen der einzelnen Standorte sowie der Teilnahme an unterschiedlichen Ringversuchen. III. Prognosebericht Im Fokus der Wachstumsanstrengungen stehen weiterhin ein organisches Wachstum durch gezielte Marketingaktivitäten und die Nutzung von Wettbewerbsvorteilen der einzelnen Standorte sowie Akquisitionsaktivitäten mit den Zielen Ausbau der regionalen Präsenz und Stärkung aller Geschäftsbereiche. Die Entwicklung der IT wird weiter intensiv vorangetrieben, um auch hier entsprechende Kostensenkungspotenziale zu heben und die Sicherheit und Verfügbarkeit zu optimieren. Auf der Kostenseite gilt es, im Zuge der Transparenzerhöhung und durch Lean-Aktivitäten gezielt Kostensenkungsmaßnahmen zu verstärken. Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einer gleichbleibend guten Entwicklung gerechnet und weitere Akquisitionsaktivitäten werden angestrebt. Der Konzern geht davon aus, in allen Bereichen organisch im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich zu wachsen. Die Gesellschaft geht auch für 2023 von einem EBITDA von knapp 18% des Umsatzes aus. Die Gesellschaft erwartet für 2023 organisch steigende Umsätze bei leicht rückläufigen Rohertragsmargen. Der Personalaufwand wird im Jahr 2023 stärker ansteigen, dies liegt u.a. an FY-Effekten durch bereits abgeschlossene Investitionen in das Personal im Jahr 2022 sowie (inflationsbedingten) Gehaltsanpassungen. IV. Chancen- und Risikobericht Die permanente Weiterentwicklung deutscher und europäischer Gesetzgebungen für alle unsere Geschäftsbereiche wirken sich positiv auf das Auftragsvolumen aus. Für Projekte im Bereiche Pharma und Life Science sind die zunehmend auch Themen, die regional weitergehen. Der starke Fokus auf staatliche Infrastrukturprojekte im direkten und indirekten Zusammenhang mit ökologischen und geopolitischen Krisen bietet weitere Chancen für die Gruppe. Der Kundenkreis der GBA ist an solchen Investitionen als Auftragnehmer beteiligt und wir haben eine tragende Rolle als Dienstleister. Eine spezielle Abhängigkeit aufgrund einer Kundenkonzentration besteht weder auf Kundennoch Industrieebene. Im Rahmen unserer Tätigkeit unterliegen wir Marktrisiken, die insbesondere in Form von Preisrisiken auftreten. Auf der Absatzseite zeigen sich diese vereinzelt auch durch Preisdruck im Wettbewerb. Auf der Beschaffungsseite äußern sich die Preisrisiken in den steigenden Einkaufspreisen für Verbrauchsmaterialien, die nur bedingt und mit zeitlicher Verzögerung an die Auftraggeber weitergegeben werden können. Diese Risiken können sich ggf. negativ auf die budgetierten Umsatz- und Rohertragsziele auswirken. Durch eine Zentralisierung des Einkaufs für strategische Einkaufsgüter wirken wir dem entgegen und sehen durch weiteres Wachstum und Bündelung der Nachfrage bei den Lieferanten hier auch Chancen. Neben den finanzwirtschaftlichen Risiken können organisatorisch-technische Risiken auftreten. Auf Grund der nicht unwesentlichen Bedeutung der IT für unser Geschäftsmodell legen wir großes Augenmerk auf die Überwachung der Risiken im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit der IT. Den bestehenden Risiken begegnen wir durch Verbesserung der IT Sicherheit sowohl durch permanente Verbesserungen der Infrastruktur und intensiver Schulung unserer Mitarbeiter, ebenso führen wir permanent organisatorische Verbesserungen durch. Diesem Umstand wurde unter anderem auch durch weitere personelle Verstärkung und umfangreiche Investitionen im IT-Bereich Rechnung getragen. Der Versicherungsschutz wurde ebenfalls verlängert. Auftragsrisiken, die in Gerichts- bzw. Vergleichsverfahren münden sind ebenfalls ein dem Geschäft immanent, bei der GBA Gruppe sind derzeit aber keine konkreten Risiken zu beobachten Die Corona-Pandemie beeinflusst trotz Abflauen weiter die globale wirtschaftliche Situation und wird weiter das Geschäft beeinflussen, z.B. durch hohe Krankenstände bei der GBA Gruppe aber auch unseren Auftragnehmern. Projekte können sich verschieben, Volumina unerwartet fluktuieren und die Belastung der Mitarbeiter kurzfristig steigen. Mit fortschreitenden Impfungen und Immunisierung der Bevölkerungen sollte dieses Risiko abflauen, allerdings haben die Mutationen wie Omikron gezeigt, dass wir weitere Wellen erwarten müssen. Dies kann wieder zu Lieferkettenproblemen und Preisverwerfungen führen. Sollten diese länger als erwartet andauern oder stärker als erwartet ausfallen, so besteht die Gefahr einer weiteren inflationären Kosten-Preis-Lohn-Spirale, die durch weitere Zinserhöhungen bekämpft werden muss. Letzteres kann zu einer weiteren negativen Wachstumserwartung führen Seit gut einem Jahr überschattet der russische Angriffskrieg in der Ukraine viele anderen Themen. Die beschlossenen Sanktionen treffen vor allem die russische Wirtschaft, aber auch deutsche Unternehmen sind betroffen, wenn bestehende Handelspartner wegbrechen oder Lieferketten reißen. Die Kosten der Energie sind deutlich gestiegen, was die GBA Gruppe beeinflusst, aber gesamtwirtschaftlich gravierende Folgen. Es entstand weiterer Inflationsdruck, der die Zinswende weiter beschleunigte und das wirtschaftliche Klima eintrübte. Für 2023 wird ein leicht zurückgehende Inflation erwartet, die derzeit laufenden Verhandlungen für diverse Branchen werden potentiell die Lohn-Preisspirale weiter treiben, so dass die Inflation länger als geplant anhalten könnte und auch dies zu weiteren Zinserhöhungen mit der oben beschriebenen negativen Auswirkung für Konjunktur und wirtschaftliches Umfeld führen könnten Höherer Konsum - auch staatlich bzw. durch Infrastrukturmaßnahmen getrieben - könnte z.B. das Baugewerbe und Dienstleistungen kann auch Chancen für GBA Gruppe eröffnen. Die zunehmende Internationalisierung und das immer weiter wachsende Produktportfolio der GBA Gruppe bietet heute schon große Chancen, weitere Kundensegmente zu erschließen und durch einen gemeinsamen Auftritt das Wachstum zu beschleunigen. Entsprechende Strukturen wurden bereits in 2022 geschaffen. Die GBA Gruppe beschäftigt sich außerdem mit Lean Management und Ausweitung der Automatisierung und Digitalisierung zur Steigerung der Effizienz, besseren Vernetzung mit den Kunden und Verkürzung der Durchlaufzeiten. Diese Berichtszeitraums zur Profitabilitätssteigerung beigetragen und sind strategisch relevant, um die Märkte auch weiterhin qualitativ hochwertig zu bedienen und dem zunehmenden Mangel an qualifizierten Fachkräften entgegenzuwirken. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Neben diesen Marktrisiken unterliegen wir finanzwirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Finanzinstrumenten. Zu den in unserem Konzern genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zur Begrenzung des Zinsrisikos wurde ein Zinssicherungsgeschäft via Einmalzahlung abgeschlossen und garantiert eine Mehrzinsübernahme durch den Emittenten bei Überschreiten eines festgelegten EURIBOR-Satzes. Ein negativer Marktwert des Zinssicherungsgeschäfts ist ausgeschlossen. In 2022 wurden diese Instrumente der Geschäftsentwicklung angepasst, so dass für über 80% des Fremdkapitals langfristig das Zinsänderungsrisiko auf niedrigem Niveau begrenzt wurde. Die Gesellschaft verfügt über einen äußerst solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein angemessenes Debitorenmanagement, gegebenenfalls vorhandene Ausfall- und Bonitätsrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Währungsrisiken existieren nicht, weil fast ausschließlich in Euro fakturiert wird. In kleinem Ausmaß ist durch die Akquisition in Polen ein Translationsrisiko zu vermerken. Die Liquiditätsversorgung unserer Gesellschaft ist durch die vorgehaltenen flüssigen Mittel ausreichend sichergestellt. Darüber hinaus wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität der Gesellschaft durch eine Reserve in Form von Kreditlinien gewährleistet, diese wurden der steigenden Unternehmensgröße im Jahr 2022 weiter optimiert. Insgesamt ist es Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft, die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Risiken aus diesem Bereich, die einen wesentlichen negativen Einfluss haben können und nicht durch adäquate Maßnahmen abgesichert werden, sind nicht bekannt. Verbindlichkeiten werden immer innerhalb der Zahlungsfristen und, falls vereinbart, unter Nutzung von Skonti ausgeglichen.
Hamburg, 21. April 2023 Alexander Kleinke Steffen Walter Mark Piekereit Ralf Murzen Torben Giese Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022I. Vorbemerkungen Die GBA Holding GmbH hat Ihren Sitz in Hamburg und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 169762 geführt. Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 Nr. 1 HGB in Verbindung mit § 293 Abs. 1 Satz 1 HGB. Sie erfolgt nach den Vorschriften des HGB unter besonderer Berücksichtigung der Vorgaben der §§ 297 ff. HGB. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach Maßgabe der §§ 298 Abs. 1, 266 HGB. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren, §§ 298 Abs. 1, 275 Abs. 2 HGB. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir in diesem Anhang die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke gemacht. Nach dem Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird der Abschluss unter der Annahme aufgestellt, dass der Konzern für die absehbare Zukunft seine Geschäftstätigkeit fortführt. Da der Konzernabschluss der GBA Holding GmbH im Geschäftsjahr 2021 erstmalig aufgestellt wurde und lediglich das operative Geschäft für den Zeitraum Mai bis Dezember 2021 abbildet, ist eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr nicht gegeben. II. Beteiligungen und Konsolidierungskreis 1. Verbundene Unternehmen Vollkonsolidierung Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 hielt die GBA Holding GmbH im nachgenannten Umfang folgende Beteiligungen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden:
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde die im Geschäftsjahr erworbene TW Service GmbH auf die GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH verschmolzen. Im Geschäftsjahr wurden durch die GBA Holding GmbH 100% der Geschäftsanteile an der GBA Lifesciences GmbH (vormals: Blitz H22-307 GmbH) sowie an der GUC Gesellschaft für Umweltconsulting GmbH (vormals: Blitz H22-306 GmbH) erworben. Im Geschäftsjahr wurden des Weiteren durch die GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH 100 % der Anteile an der GBA Medical Device Services GmbH (vormals: Medical Device Services - Dr. Rossberger GmbH), Gilching, an der GLU Gesellschaft für Lebensmittel- und Umweltconsulting GmbH, Hoppegarten, an der GUP Gesellschaft für Umwelt- und Probenahmetechnologie mbH, Hoppegarten, an der GBA PropCo Hoppegarten GmbH (vormals: Blitz H22-311 GmbH), Hamburg, an der GBA PropCo Althüttendorf GmbH (vormals: Blitu H22-312 GmbH), Hamburg, sowie an der GBA Espana SL, Madrid, erworben. Diese wiederum hat 80% der Anteile an der Laboratorio Químico Microbiológico S.L, San Ginés, erworben. Des Weiteren hat die Pharmacelsus GmbH im Geschäftsjahr 100% der Anteile an der Kaly-Cell SAS, Plobsheim, erworben. Die Erstkonsolidierungszeitpunkte der Zukäufe von Tochtergesellschaften sind:
2. Unternehmen zur Veräußerung gehalten 100 % der Anteile an der stra lab Baustoff und Straßenprüfung GmbH, Rüdersdorf, sowie an der GBA PropCo Rüdersdorf GmbH, Hamburg, wurden im Rahmen der Akquisition der GLU Gesellschaft für Lebensmittel- und Umweltconsulting mbH, Hoppegarten, miterworben und sollen veräußert werden. Da die Gesellschaften seit Beginn der Beherrschung nicht dauerhaft gehalten werden sollen, erfolgt ein Ausweis zu fortgeführten Anschaffungskosten unter dem Posten Anteile an verbundenen Unternehmen. III. Konsolidierungsmethoden 1. Kapitalkonsolidierung Die Tochtergesellschaften wurden gemäß §§ 300 bis 309 HGB im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss, § 301 Abs. 1 S. 2 HGB. Dabei werden die Wertansätze der Beteiligungen dem Zeitwert des anteiligen konsolidierungspflichtigen Eigenkapitals gegenübergestellt. Ein aus der Kapitalkonsolidierung resultierender Unterschiedsbetrag der Aktivseite wird als Geschäfts- oder Firmenwert sowie auf der Passivseite als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Für die Abschreibung des hieraus resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts wurde entsprechend eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Diese orientiert sich dabei an der voraussichtlichen Nutzungsdauer für Geschäftsbeziehungen. Die Geotaix Umwelttechnologie GmbH stellt aufgrund ihres zum Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres zum 31. Dezember ihren Zwischenabschluss auf. Sämtliche übrigen Gesellschaften stellen ihren Jahresabschluss auf den 31. Dezember eines Geschäftsjahres auf. 2. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. 3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden die Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aus gegenseitigen Verrechnungen aufgerechnet (§ 305 Abs. 1 HGB). 4. Latente Steuern Latente Steuern wurden entsprechend § 306 HGB auf die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten nach § 301 Satz 2 HGB angesetzt. Das Wahlrecht des unsaldierten Ausweises von aktiven und passiven latenten Steuern entsprechend § 306 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Eine Saldierung von latenten Steuern aus den Einzelgesellschaften mit denen aus der Konsolidierung erfolgt nicht. 5. Anteile Fremder Dritter Auf konzernfremde entfallende Anteile am Eigenkapital werden entsprechend § 307 HGB unter "Nicht beherrschende Anteile" im Eigenkapital ausgewiesen. IV. Inanspruchnahme von Erleichterungen der Tochtergesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die GBA Gesellschaft für Bioanalytik GmbH, die GBA Pharma GmbH, die Pharmacelsus GmbH, die LKF Laboratorium für Klinische Forschung GmbH, die Analytikum Umweltlabor GmbH, die nuTIQ GmbH, die Ivario Dienstleistungen GmbH, die GBA Analytical Services GmbH, die Thüringer Umweltinstitut Henterich GmbH, die TeLA Technische Lebensmittel- und Umweltanalytik GmbH , die IFUA Umweltberatung und Gutachten GmbH, die Geotaix Umwelttechnologie GmbH, die GLU Gesellschaft für Lebensmittel- und Umweltconsulting mbH, die GUP Gesellschaft für Umwelt- und Probenahmetechnologie, die GBA Medical Device Services GmbH, die GBA PropCo Hoppegarten GmbH, die GBA PropCo Althüttendorf GmbH, die GUC Gesellschaft für Umweltconsulting GmbH sowie die GBA Lifesciences GmbH machen von der Befreiung zur Offenlegung Gebrauch. Von der Befreiung zur Anwendung der Vorschriften zur Aufstellung eines Jahresabschlusses machen diese Gesellschaften insoweit Gebrauch, als dass sie keinen Anhang und Lagebericht erstellen. V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach den Bilanzierungsvorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB). Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen sowie gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode gleichmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Von dem Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Für die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts wurde entsprechend § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Diese Nutzungsdauer orientiert sich dabei an der voraussichtlichen Nutzungsdauer für Geschäftsbeziehungen. Für die Abschreibung des Kundenstamms aus Erstkonsolidierung wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 8 und 10 Jahren zugrunde gelegt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden in die Herstellungskosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten mit einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennbetrag bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren, beizulegenden Wert angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag angefallen sind, deren Aufwendungen jedoch erst im Folgejahr eintreten. Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind länderrechtsspezifische Bewertungsangaben zu berücksichtigen, bei denen eine Vereinheitlichung der Bewertung nicht sachgerecht ist, da in den vorliegenden Fällen eine solche Verpflichtung nicht im deutschen Recht vorgesehen ist (Abfertigungsrückstellungen in Österreich). Für Abfertigungsrückstellungen in Österreich, die unter diesem Posten mit einem Buchwert von T€ 472 ausgewiesen werden, sind folgende Bewertungsmethoden angewendet worden: Der Erfüllungsbetrag wurde gemäß gesetzlicher Vorgaben aus dem letzten Brutto-Grundgehalt zuzüglich der im Geschäftsjahr durchschnittlich gezahlten Sonderentgelte multipliziert und sodann mit einem Zinssatz von 1,71% (HUS GmbH) bzw. 2,3% (Hygienicum GmbH) über den Zeitraum bis zur wahrscheinlichen Inanspruchnahme abgezinst. Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von kleiner einem Jahr werden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmens-individuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i. S. d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. VI. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist diesem Anhang als Anlage beigefügt. Im Anlagenspiegel ist insgesamt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 347.865 (Vj: T€ 340.839 enthalten. Dieser resultiert zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 5.957 (Vj: T€ 4.934) aus einem Geschäfts- oder Firmenwert aus einbezogenen Einzelgesellschaften. Sie wurden im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 1.096 abgeschrieben. Zum Stichtag entfallen auf diesen Geschäfts- oder Firmenwert kumulierte Anschaffungskosten von T€ 9.085 (Vj: T€ 10.701). Im Anlagenspiegel ist des Weiteren ein Kundenstamm von T€ 143.093 (Vj: T€ 97.340) enthalten. Dieser wurde im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 17.647 (Vj: T€ 8.272.) abgeschrieben. Weiterhin ist im Anlagenspiegel ein Markenrecht von T€ 26.044 (Vj: T€ 27.998) enthalten, welches im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 1.953 (Vj: T€ 1.302) abgeschrieben wurde. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr auf den Geschäfts- oder Firmenwert und weitere immaterielle Vermögensgegenstände Abschreibungen i. H. v. T€ 60.399 (Vj: T€ 34.024) vorgenommen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von T€ 537 (VJ: T€ 292). Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von T€ 1.103, resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Geschäftsjahr ein Disagio in Höhe von TEUR 4.980. 4. Eigenkapital Zur Entwicklung und Zusammensetzung des Eigenkapitals verweisen wir auf die beigefügte Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals. Aus Sicht des Konzerns hat das Gesellschafterdarlehen einen eigenkapitalähnlichen Charakter, da es mit einem Rangrücktritt bezüglich der Fremdfinanzierung versehen ist.
5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Verpfändungserklärungen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 238.018 (VJ: T€ 223.505). 6. Latente Steuern Aufgrund temporärer zeitlicher Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen wurden unter Berücksichtigung eines Gesamtsteuersatzes von 31,925% (Deutschland), 20% (Finnland), 27,5% (Frankreich) bzw. 25% (Spanien) passive latente Steuern gebildet. Diese betrugen zum Bilanzstichtag T€ 49.151 (Vj: T€ 40.283). Im Geschäftsjahr 2022 wurden T€ 5.956 (Vj: T€ 3.280) an passiven latenten Steuern aufgelöst. Die Auflösung wurde als Ertrag in der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Von den in der Bilanz ausgewiesenen passiven latenten Steuern sind T€ 10.608 in den nächsten 12 Monaten fällig. Aktive latente Steuern bestehen im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 16. VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Verteilung des Umsatzes auf die Bereiche Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände, Umweltanalytik und Pharmaanalytik lag jeweils bei annähernd einem Drittel mit einer derzeit leichten Übergewichtung im Umweltbereich. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr Erträge aus dem Verkauf eines Zinssicherungsgeschäftes in Höhe von T€ 7.782 enthalten. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 6 enthalten. In dem Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 242 enthalten. Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 67 enthalten. VIII. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Die Kreditlinie, Bankgarantien und Darlehen aus dem Kreditvertrag vom 12. April 2021 zwischen der GBA Holding GmbH als Kreditnehmer und einem Bankenkonsortium als Kreditgeber, sind durch Verpfändungen, Abtretungen und Garantien besichert. Die Kredite wurden mit der Auflage vergeben, bestimmte Covenants einzuhalten. Als Sicherheiten dienen hierbei: - die Anteile einiger Unternehmen im Konzernverbund (share-pledge), - Guthaben bei Kreditinstituten einiger Unternehmen im Konzernverbund (account-pledge), - die Vorräte einiger Unternehmen im Konzernverbund (inventory-pledge), - die Intercompany Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einiger Unternehmen im Konzernverbund (receivables-pledge) Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2022 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB):
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben eine Laufzeit zwischen einem und 14 Jahren. 3. Finanzinstrumente Zur Zinssicherung von Darlehen bestehen Zinscaps, jedoch ohne eine Bewertungseinheit darzustellen. Sie werden als schwebende Geschäfte nicht bilanziert. Die Angaben nach §314 Abs. 1 Nr. 11 HGB ergeben sich wie folgt:
4. Beschäftigte Personen Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
5. Geschäftsführer - Herr Steffen Walter, Kaufmann - Herr Torben Giese, Kaufmann - Herr Ralf Murzen, Kaufmann - Herr Mark Piekereit, Kaufmann - Herr Alexander Kurt Georg Kleinke (seit dem 5. Dezember 2022), Kaufmann - Herr Dr. Roland Bernerth (bis zum 27. Juni 2022), Kaufmann - Herr Kai Plinke (bis zum 05. Dezember 2022), Kaufmann Alle Mitglieder der Geschäftsführung sind einzelvertretungsberechtigt. Die im Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen T€ 1.971. 6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss haben könnten, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben. 7. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich insgesamt für das Geschäftsjahr auf T€ 140. 8. Sonstiges Die GBA Holding GmbH, Hamburg, stellt für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, den Konzernabschluss auf. Zum Bilanzstichtag beträgt der Konzernjahresfehlbetrag der GBA Holding T€ 67.859. Der Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen (§ 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB).
Hamburg, 21. April 2023 Alexander Kleinke Steffen Walter Mark Piekereit Ralf Murzen Torben Giese Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GBA Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GBA Holding GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 31. Dezember 2022 - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GBA Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; - holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 28. April 2023 Ernst
& Young GmbH
Brorhilker, Wirtschaftsprüfer Fröhlich, Wirtschaftsprüferin BilligungDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 25. Oktober 2023 gebilligt. |
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