LMS Consult GmbH u. Co. KG

78086 Brigachtal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRA 700936
Eingetragen
23.1.2008

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LMS Consult GmbH u. Co. KG

Brigachtal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

LMS Consult GmbH & Co. KG

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die LMS Consult GmbH & Co. KG ist im Groß- und Außenhandel für Laborbedarf tätig. Dabei stehen Beratung und Belieferung unserer Kunden mit Verbrauchsmaterialien, Geräten und kompletten Laborausstattungen im Vordergrund. Unsere Kunden sind auf der einen Seite Groß- und Einzelhändler und auf der anderen Seite öffentliche und industrielle Organisationen und Unternehmen. Ein großes internationales Netzwerk von Partnern ermöglicht es uns, neue Märkte und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, so dass unsere Kunden davon profitieren. An Bedeutung gewinnt das nationale wie internationale Projektgeschäft, in dem wir weiterhin große Wachstumschancen sehen.

2. Forschung und Entwicklung

Die LMS Consult GmbH & Co.KG entwickelt oder erforscht selbst keine Produkte.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die durch die globale Corona-Pandemie bedingte negative Entwicklung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2020 hat sich deutlich erholt und weist wieder, wie auch im Jahr 2021, ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr auf.

2. Branchenentwicklung

Die deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik erzielten einen Umsatz im Jahr 2022 von 11,7 Milliarden €, der eine Steigerung um 7,5 % im Vergleich zu 2021 bedeutet. Die Branche ist auf einem Wachstumskurs und trotz Unsicherheiten aufgrund des Ukraine Krieges wird ein leichtes Umsatzplus im Jahr 2023 erwartet.

3. Geschäftsentwicklung

a) Ertragslage

Das Rohergebnis konnte um T€ 1.185 auf T€ 9.655 gesteigert werden. Ursächlich für den Anstieg sind die gestiegenen Umsatzerlöse. Die Personalkosten stiegen um T€ 246 auf T€ 2.515. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 313 auf T€ 1.943 resultiert insbesondere aus der Verminderung von Verkaufsprovisionen. Die Abschreibung beträgt T€ 171 (+49%). Die Erhöhung ist in erster Linie das Resultat hoher Investitionen im Bereich EDV. Die sonstigen Kostenbereiche verblieben weitgehend auf dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 843 auf T€ 4.134 aus den bereits o. a. Erläuterungsgründen gestiegen. Die Ertragssituation ist auch im Branchenvergleich sehr gut.

b) Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt am 31.12.2022 über ein Eigenkapital in Höhe von T€ 11.761 bei einer Bilanzsumme von T€ 18.159. Die Eigenkapitalquote ist von 60% im Vorjahr auf 65% im Jahr 2022 gestiegen. Die Eigenkapitalausstattung ist weiterhin sehr gut.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen - das gilt insbesondere für Skonti - und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Risiken aus Forderungsausfällen begegnen wir mit aktivem Forderungsmanagement. Darüber hinaus tragen wir erkennbaren Ausfallrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung.

Zur Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, die jeweils im Bedarfsfall nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Wir verfügen wie in der Vergangenheit über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten betragen 31% der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

c) Vermögenslage

Langfristige Anlagen sind durch Eigenkapital gedeckt.

Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der Bestand an Waren ist durch geplante Vorratshaltung von unseren gängigen Artikeln sowie ausgelieferter und aufgrund von nicht vollends abgeschlossenen Projekten noch zu berechnender Ware zum Jahresabschluss im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.915 gestiegen. Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+16% zu 2021) hat sich im Geschäftsjahr zum Berichtsstichtag im Verhältnis zum Umsatz in beiden Berichtsperioden mit 17% nicht verändert.

Die Liquiditätslage ist im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil geblieben. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir konstant.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung

Betriebsergebnis

Branchenentwicklung

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung neben dem Auftragseingang die Kennzahlen betr. Rohertrag, EBIT und Cash-Flow heran.

Jahr 2022
T€
2021
T€
Var.
T€
Var.
%
Betr. Rohertrag 9.655 8.470 1.185 14%
EBIT 5.034 3.834 1.200 31%
Cash-Flow 4.551 3.401 1.150 34%

Für das Jahr 2023 streben wir ein ähnlich erfolgreiches Jahr an.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir weiterhin als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung liegt über den am Anfang des Jahres getroffenen Erwartungen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch liquide Mittel und den Warenbestand gedeckt.

III. Ausblick

Eine Prognose mit unerlässlicher Eintrittswahrscheinlichkeit lässt sich nicht treffen, weil nicht klar ist, ob die bisherigen Rahmenbedingungen - seien es auf der einen Seite die weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie und auf der anderen Seite die weltwirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine Krieges - auch künftig noch Geltung haben. Solange die Ausgänge dieser beiden globalen Extremsituationen nicht abschätzbar sind, ist auch keine definitive Aussage zur weiteren geschäftlichen Entwicklung möglich.

Um die weitere positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, wird die Suche nach leistungsstarken Vertriebspartnern forciert und das Projektgeschäft im In- und Ausland mit neuen Herstellerprodukten weiter ausgebaut. Auch an weiteren Messen - sofern möglich - in ausgewählten Ländern werden wir uns beteiligen. Über Vertriebskooperationen werden wir unser Produktportfolio ausbauen, um es für unsere Kunden attraktiver zu gestalten.

Interessante Beteiligungen und Akquisitionen schließen wir für die Zukunft nicht aus.

Einkaufskonditionen werden wir unter Berücksichtigung von Wechselkursen weiter optimieren.

Wir gehen von einer weiterhin positiven Entwicklung des Unternehmens aus, und glauben im Geschäftsjahr 2023 ein ähnliches gutes Ergebnis erzielen zu können.

Investitionen sind für die fortlaufende Optimierung unseres Internet-Shops geplant. Die Umstellung auf ein neues ERP-Systems, eine neue Rechnungswesen-Software und eines digitalen Dokumentenmanagementsystems ist wie geplant im Jahr 2023 erfolgreich umgesetzt worden.

Wir erwarten auch in den folgenden Jahren weiterhin Wachstum in asiatischen und arabischen Regionen, an dem wir durch den Einsatz geeigneter Marketingmaßnahmen partizipieren wollen.

IV. Risikomanagement

Wirtschaftspolitische Unsicherheiten sowie geopolitische Risiken infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine prägten die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres. Die Unsicherheit über die zukünftige Versorgung mit Rohstoffen ließ deren Preise dramatisch steigen und verstärkte die bereits kräftige Inflation weiter. Auch in Deutschland wird dies aller Voraussicht nach, zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Von einer weiteren Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Es ist jedoch mit Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur, ungünstigeren Finanzierungsbedingungen durch höhere Zinsen, sowie geringeren Investitionen und Kaufzurückhaltung zu rechnen. Zusätzlich rechnen wir mit signifikanten Preiserhöhungen durch die ansteigende Inflation und höheren Beschaffungs- und Produktionskosten der Hersteller, die wir versuchen an unsere Kunden weiterzugeben. Die weltweite Corona-Pandemie hat zu einer erhöhten Nachfrage der vertriebenen Produkte geführt. Eine allgemeine, negative wirtschaftliche Entwicklung und eine mögliche, einhergehende Abschwächung der Konjunktur auf Dauer, kann zu einer negativen Entwicklung der wirtschaftlichen Situation unserer Kunden führen und damit auch die Nachfrage unserer Produkte negativ beeinflussen.

Der Beschaffungsmarkt ist durch Lieferengpässe aufgrund der Corona Pandemie gekennzeichnet, die sich bis weit in das Jahr 2022 hinziehen. Daraus ergeben sich auch für uns Risiken, die sich aus erheblichen Streckungen von Lieferzeiten ergeben. Kriegsbedingte Einschränkungen bei den Transportkapazitäten und -wegen führen zu höheren Frachtkosten und längeren Lieferzeiten.

Die zunehmende Einführung von elektronischen Beschaffungsplattformen führt zu höherer Vergleichbarkeit und damit zu höherem Preisdruck unserer Kunden, dem wir mit der permanenten Optimierung unserer Einkaufskonditionen und der Investition in unsere IT-Systeme begegnen. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausbauen zu können.

Der in Deutschland vorhandene Fachkräftemangel zeigt sich auch bei uns. Wir sehen wenige Chancen unseren inländischen Vertrieb durch qualifizierte Mitarbeiter weiter auszubauen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Potenzielle Währungsrisiken und -chancen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, versuchen wir über sogenanntes Natural Hedging zu kompensieren.

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir verschiedene Kennzahlen wie z.B. Auftragseingang, EBIT und Cash-Flow heran, um die entsprechenden Trends und Risiken im laufenden Geschäftsbetrieb frühzeitig zu erkennen. Das EBIT und der Cashflow waren im laufenden Geschäftsjahr zufriedenstellend.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von internationalen Liefermöglichkeiten im gleichen Produktsortiment zurückgreifen.

Dem Wettbewerb am Markt, bedingt durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin mit Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und einem hohen Maß an Flexibilität und Qualität begegnen.

Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, in dem weiteren Aufkommen von Krisenherden in der Welt und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Brigachtal, 31.08.2023

gez. Steffen Bauermeister

gez. Christina Bauermeister

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 852.570,55 1.065.273,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 202.906,00 199.913,45
II. Sachanlagen 273.635,00 268.569,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 273.635,00 262.569,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 6.000,00
III. Finanzanlagen 376.029,55 596.790,79
1. Beteiligungen 273.261,24 524.022,48
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 102.768,31 72.768,31
B. Umlaufvermögen 17.260.131,74 15.777.230,52
I. Vorräte 3.135.704,92 2.851.528,75
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.653.478,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.116.325,66 7.817.239,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.008.101,16 5.108.461,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.970,15 41.401,91
Aktiva 18.158.672,44 16.883.905,67

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 11.761.335,34 10.098.741,12
I. Kapitalanteile 11.761.335,34 10.098.741,12
1. Kapitalanteile Kommanditisten 11.761.335,34 10.098.741,12
II. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 12.500,00 12.500,00
C. Rückstellungen 757.571,33 444.949,01
D. Verbindlichkeiten 5.627.265,77 6.327.715,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.092,89 50.431,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.244,47 9.517,57
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.596.928,41 6.267.766,37
Passiva 18.158.672,44 16.883.905,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 9.655.572,47 8.470.125,98
2. Personalaufwand 2.515.481,61 2.269.377,18
a) Löhne und Gehälter 2.108.921,00 1.871.524,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 406.560,61 397.852,72
davon für Altersversorgung 45.159,52 46.596,31
3. Abschreibungen 170.754,42 115.444,96
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 170.754,42 115.444,96
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.943.427,00 2.255.910,72
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 96.899,44 75.822,92
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.588,86 3.758,23
davon aus verbundenen Unternehmen 3.588,86 3.758,23
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.496,03 238,72
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 250.761,24
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 250.761,24
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.899,40 40.928,82
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 628.347,50 501.652,81
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 3.265,50 23.642,01
10. Ergebnis nach Steuern 4.133.986,19 3.290.808,44
11. sonstige Steuern 4.739,00 4.941,00
12. Jahresüberschuss 4.129.247,19 3.285.867,44
13. Gutschrift auf Kapitalkonten 4.129.247,19 3.285.867,44
14. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die LMS Consult GmbH & Co. KG hat ihren Sitz im Brigachtal. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRA 700936 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft & Co. im Sinne der §§ 264 a, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungs-und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften & Co. geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265Abs. 1 S. 2, 266 ff HGB).

Das Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen, wurde erstmals angewendet.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und den Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibung. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzung des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§253 Abs. 1 S. 1, III HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden erstmals offen von den Vorräten abgesetzt. Bei gleicher Bilanzierung im Vorjahr stellt sich der Vorjahresvergleich wie folgt dar:

Vorräte: 31.12.2022 3.135.704,92
31.12.2021 1.627.344,10

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene Einzelwertberichtigung vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB), die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (gem. § 256a Abs. 2 HGB) bewertet.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt (§ 253 Abs. 1 S. 2, 2. HS HGB). Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden (§ 253 Abs. 2 S. 1, 4 HGB).

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB).

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Abs. 2 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben i. H. von € 59.080,00 eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: € 194.080,00).

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird nach vollständiger Gewinnverwendung ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Gewährleistungsrückstellung 127
Rückstellung Personalkosten 88
Rückstellung Steuererklärungen und Prüfung 48
Aufbewahrungsrückstellung 11

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt (§ 253 I 2 HGB).

Restlaufzeit
> 1 Jahr >1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten VJ
T€
VJ
T€
VJ
T€
gegenüber Kreditinstituten 21.092,89 30 0,00 20 0,00 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellung 0,00 1.224 0,00 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 5.131.683,00 3.717 0,00 0 0,00 0
gegenüber persönlich haftender Gesellschafter 9.244,47 10 0,00 0 0,00 0
Sonstige 465.245,18 1.327 0,00 0 0,00 0
Summe 5.627.265,54 6.308 0,00 20 0,00 0
Summe davon gesichert Art und Form der Sicherheit
Verbindlichkeiten VJ
T€
T€ VJ
T€
gegenüber Kreditinstituten 21.092,89 50 21 50 Sicherungsübereignung
erhaltene Anzahlungen auf Bestellung 0,00 1.224
aus Lieferungen und Leistungen 5.131.683,00 3.717 - -
gegenüber persönlich haftender Gesellschafter 9.244,47 10
Sonstige 465.245,18 1.327 - -
Summe 5.627.265,54 6.328

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) betragen € 9.244,47 (Vorjahr: € 9.517,57).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2022 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):

Sonstige finanzielle Verpflichtungen < 1 Jahr
T€
2 - 5 Jahre
T€
>5 Jahre
T€
aus Mietverträgen Geschäftsräume 242 968 0

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Angaben der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt (§ 285 Nr. 7 HGB).

Angestellte 30
Arbeiter 5
Summe 35

Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die LMS Consult Verwaltungs-GmbH geführt (Sitz in Brigachtal, Stammkapital: € 25.000,00), die wiederum vertreten wird durch die Geschäftsführer:

Christina Bauermeister, kaufmännische Geschäftsführerin

Steffen Bauermeister, kaufmännischer Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Durch den Krieg in der Ukraine ist der Rohstoff- und Energiemarkt weiterhin angespannt, was zu Preissteigerungen und Lieferengpässen führt. Die steigenden Zinsen verteuern die Finanzierung von Investitionen zusätzlich. Kommt es zu einer dauerhaften Abschwächung der Konjunktur, wird dies die Auftragslage negativ beeinflussen. Aufgrund der guten Finanz- und Liquiditätslage gehen wir von keiner Bestandsgefährdung aus.

Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht.

 

Brigachtal, 07.09.2023

LMS Consult Verwaltungs-GmbH

gez. Steffen Bauermeister

gez. Christina Bauermeister

Geschäftsführung

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

LMS Consult GmbH u. Co. KG, Brigachtal

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 363.550,88 80.093,05
2. geleistete Anzahlungen 11.943,45 2.590,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 375.494,33 82.683,05
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 875.785,50 96.130,92 16.694,50
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.000,00
Summe Sachanlagen 881.785,50 96.130,92 16.694,50
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 524.022,48
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 72.768,31 30.000,00
Summe Finanzanlagen 596.790,79 30.000,00
Summe Anlagevermögen 1.854.070,62 208.813,97 16.694,50
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.533,45 458.177,38
2. geleistete Anzahlungen -14.533,45 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 458.177,38
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.000,00 961.221,92
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -6.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 961.221,92
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 524.022,48
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 102.768,31
Summe Finanzanlagen 626.790,79
Summe Anlagevermögen 0,00 2.046.190,09
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.580,88 79.690,50 255.271,38 202.906,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 175.580,88 79.690,50 255.271,38 202.906,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 613.216,50 91.063,92 16.693,50 687.586,92 273.635,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 613.216,50 91.063,92 16.693,50 687.586,92 273.635,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 250.761,24 250.761,24 273.261,24
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 102.768,31
Summe Finanzanlagen 0,00 250.761,24 250.761,24 376.029,55
Summe Anlagevermögen 788.797,38 421.515,66 16.693,50 1.193.619,54 852.570,55

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.12.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LMS Consult GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LMS Consult GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LMS Consult GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264 a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264 a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 29. September 2023

Widmann - Mayer
Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lothar Widmann, Wirtschaftsprüfer

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