MGS Modular Galley Systems AGLiquidiert

70178 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 12330
Vorher
MGS AG
Eingetragen
6.5.2004
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Konzeption, Entwicklung, Manufaktur und Integration von modularen, vernetzbaren Geräten, basierend auf prozessgesteuerten Systembaugruppen, für Catering und Küche in Luftfahrt und Industrie.

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Reinhold Maria Sell
seit 23.5.2006
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

MGS Modular Galley Systems AG

Elchingen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2010

AKTIVA

31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 640.370,59 696.062,39
2. Software 21.159,24 35.558,97
661.529,83 731.621,36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 112.308,34 127.785,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.408,57 118.688,73
157.716,91 246.474,53
Summe Anlagevermögen 819.246,74 978.095,89
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 276.879,02 222.807,76
2. Unfertige Erzeugnisse 159.671,33 150.210,70
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 77.719,34 42.903,01
514.269,69 415.921,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 456.626,08 58.954,06
2. Sonstige Vermögensgegenstände 46.710,86 31.212,41
davon mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
503.336,94 90.166,47
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 152,30 7.266,26
Summe Umlaufvermögen 1.017.758,93 513.354,20
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.197,00 7.887,00
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 5.995.000,00 5.262.000,00
7.840.202,67 6.761.337,09
PASSIVA
31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 850.000,00 850.000,00
II. Bilanzverlust -6.845.000,00 -6.112.000,00
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.995.000,00 5.262.000,00
0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
I. Sonstige Rückstellungen 311.652,40 259.992,41
311.652,40 259.992,41
C. VERBINDLICHKEITEN
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 136.895,81
II. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 523.405,77 424.625,22
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 236.000,00 (Vorjahr: EUR 249.627,00)
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 522.226,58 275.221,61
IV. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.046.731,88 32.920,00
V. Sonstige Verbindlichkeiten 3.299.290,23 5.768.577,85
davon aus Steuern: EUR 11.240,23 (Vorjahr: EUR 58.146,82)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
7.528.550,27 6.501.344,68
7.840.202,67 6.761.337,09

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

2010 2009
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.754.733,20 680.093,55
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 44.276,96 71.894,54
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.564,89 20.366,09
4. Sonstige betriebliche Erträge 83.509,17 1.314.772,95
5. Material- und Produktionsaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -641.685,75 -400.202,51
b. Produktionsaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 -132,20
6. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -839.998,52 -925.128,12
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -156.553,57 -158.528,07
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -142.843,84 -5.513.852,10
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -793.524,69 -930.141,84
-686.522,15 -5.840.857,71
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 94,44 626,06
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -46.572,29 -249.768,35
11. Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -733.000,00 -6.090.000,00
12. Bilanzverlust des Vorjahres -6.112.000,00 -22.000,00
13. Bilanzverlust -6.845.000,00 -6.112.000,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

I. Allgemeine Angaben

Die MGS - Modular Galley Systems AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften (AktG) sowie der Regelungen der Satzung der Gesellschaft aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 274a und 288 Abs. 1 HGB in Anspruch.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2010 mit T€ 5.995 bilanziell überschuldet. Das verbundene Unternehmen Filacapital hat mit der Gesellschaft unter dem Datum vom 29. März 2010 eine Rangrücktrittsvereinbarung abgeschlossen, wonach sie mit ihren Forderungen von T€ 2.561 gegenüber der MGS im Insolvenzfall im Range dergestalt hinter alle anderen Gläubiger zurücktritt, dass sie Zahlungen auf diese Forderungen nur aus einem künftigen Jahresüberschuss, einem Liquidationsüberschuss oder aus sonstigem freiem Vermögen der MGS verlangen kann. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber dem vorherigen Mehrheitsaktionär, der Alupak AG, von T€ 2.500 sowie gegenüber anderen verbundenen Unternehmen von T€ 445 sind ebenfalls mit einem gleichgestalteten Rangrücktritt mit Datum vom 29. März 2010 und 29. Dezember 2010 versehen. Eine bilanzielle Überschuldung führt jedoch nicht zu einer insolvenzrechtlichen Überschuldung, wenn das Unternehmen seine fälligen Zahlungsverpflichtungen im laufenden und im folgenden Geschäftsjahr erfüllen kann (positive insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose).

Auf Basis der aktuellen Ergebnisplanung der Gesellschaft können die fälligen Darlehensrückzahlungen nicht allein mit Gesellschaftsmitteln getilgt werden. Zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit der MGS haben die Filacapital zusammen mit der lacobucci HF Electronics am 29. Dezember 2010 eine nicht vor dem 31. Dezember 2012 kündbare Patronatserklärung abgegeben, wonach die Filacapital verpflichtet ist, die MGS finanziell bis zu einer Höhe von T€ 1.100 so auszustatten, dass diese in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

Auf Basis der von der Geschäftsleitung vorgelegten Unternehmensplanung, die eine Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätsplanung bis zum 31. Dezember 2012 inklusive der oben genannten Patronatserklärung umfasst, geht die Geschäftsleitung derzeit davon aus, dass die Finanzierung der Verpflichtungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum gewährleistet ist.

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts, das sogenannte Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (im nachfolgenden "BilMoG"), ist in Bezug auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 anzuwenden (Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB). Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung (Art. 66 Abs. 3 Satz 6 EGHGB) wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Einführung des BilMoG kann in der sogenannten BilMoG-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 zu Bewertungs- und Ausweisänderungen von Bilanzposten des Vorjahres führen. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der erstmaligen Anwendung ist nach Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB unterblieben.

Durch die BilMoG-Erstanwendung wurde die Gliederung der Bilanz nicht geändert und es kommen keine neuen Positionen dazu. Umbewertungen waren nicht erforderlich.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden wie bisher nicht aktiviert. Der Ansatz der aktivierten Eigenleistungen erfolgt zu Herstellungskosten.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand der sogenannten FIFO-Methode (first in - first out). Die Bewertung erfolgt zu Einkaufspreisen bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten.

Die Unfertigen Erzeugnisse und die Fertigen Erzeugnisse werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet, ggf. gekürzt um einen Abschlag zur verlustfreien Bewertung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt zum aktuellen Tageskurs.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt € 850.000.

Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG haben sich nicht ergeben.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
ungewisse Verbindlichkeiten. 160 160
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 43 31
Vergütung Aufsichtsrat 41 25
Gewährleistungsverpflichtungen 28 11
übrige 40 33
Summe 312 260

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 137 137 0 0
(Vorjahr) 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 288 138 150 0
(Vorjahr) 175 25 150 0
Erh. Anz. auf Best. von verbundenen Untern. 236 0 236 0
(Vorjahr) 250 100 150 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 522 522 0 0
(Vorjahr) 275 275 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Untern. 3.047 319 167 2.561
(Vorjahr) 33 33 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.299 799 2.500 0
(Vorjahr) 5.769 208 5.561 0
Summe 7.529 1.915 3.053 2.561
Vorjahr 6.502 641 5.861 0

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Neu-Ulm wurden das Fräszentrum sowie die Forderung gegenüber einem wichtigen Kunden zwecks Sicherung einer Zwischenfinanzierung als Sicherheit verpfändet.

Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.561 gegenüber der Eigentümerin, der Filacapital srl, haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren und sie sind in ganzer Höhe mit einem Rangrücktritt versehen. Außerdem unterliegen T€ 2.500 aus den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber der vorherigen Eigentümerin, der Alupak AG, sowie T€ 445 aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (inkl. erhaltenen Anzahlungen von verbundenen Unternehmen) einem Rangrücktritt. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt T€ 300 durch Pfandrechte am Anlagevermögen gesichert.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, die mittel- und langfristigen basieren auf gewährten Darlehen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Wechselkursgewinne (T€ 17; Vorjahr T€ 3).

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen enthalten keine außerplanmäßige Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

2010 2009
T€ T€
Aufwendungen für Entwicklung 167 128
Gebäudemiete und Nebenkosten 118 132
Konzernumlagen 200 33
Aufwand für Vertriebsberater 0 93
eigene Vertriebs- und Reisekosten 82 91
Zuweisung zu Rückstellungen 18 172
übrige 209 281
Summe 794 930

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen.

V. Geschäftslage, -ausblick für die Jahre 2011 und 2012

Lage und Ausblick 2011

Die Geschäftsentwicklung in 2011 ist weiter aufwärtsgerichtet und es werden Umsatzsteigerungen auf ca. 2,7 Mio. € (im Jahr 2010: 1,8 Mio. €) erwartet. Aufgrund der hohen Entwicklungsaufwendungen für die ARINC-fähigen Produkte für den neuen A350 wird jedoch ein ausgeglichenes Ergebnis noch nicht ganz erreicht werden können und es werden Verluste von ca. 0,2 Mio. € anfallen. Die Politik von Airbus, die Kosten für Neuentwicklungen für neue Flugzeuge auf die Lieferanten abzuwälzen, verursacht eine hohe finanzielle Bürde für MGS und erst ab den Jahren 2013 / 2014 werden positive Rückflüsse aus diesem Projekt erwartet.

Die am 29. Dezember 2010 von der Eigentümerin und einem verbundenen Unternehmen unterzeichnete Patronatserklärung in Höhe von 1,1 Mio. € finanziert die Rückzahlungsverpflichtungen aus den in 2011 fälligen Darlehensbeträgen vollumfänglich und deckt auch die in 2010 noch entstehende Finanzierungslücke ab. Darüber hinaus gibt es jedoch wenig Spielraum, um evt. ungünstige Planabweichungen auszugleichen. Denn um die gegenüber Airbus eingegangen Entwicklungsverpflichtungen erfüllen zu können und um die in Arbeit befindlichen neuen Entwicklungen zu stemmen, kann bei den Kosten nicht oder nur minimal gegengesteuert werden.

So sind die Geschäftserwartung und die finanzielle Lage in 2011 insgesamt zwar besser als im Vorjahr, jedoch immer noch sehr angespannt und Planabweichungen können nur schwer ausgeglichen werden.

Vorschau 2012

Für 2012 werden weitere Umsatzsteigerungen auf 4,0 Mio. € erwartet. Dazu wird auch die jetzt noch in der Entwicklung befindliche Mikrowelle beitragen, die als Prototyp bereits auf den Messen gezeigt wurde und eine äußerst positive Kundenresonanz erfahren hat. Daraus kann sich neben den Induktionsöfen und den Entwicklungsleistungen für Dritte ein weiterer starker Geschäftsbereich entwickeln. In 2012 wird das Ergebnis dann voraussichtlich erstmals positiv ausfallen.

Per Ende 2011 werden alle kurzfristig fälligen Darlehen getilgt sein, und aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs 2012 wird kein zusätzlicher Finanzbedarf entstehen, so dass dieses Geschäftsjahr ohne neue Darlehen bewältigt werden kann. Falls das Geschäft nach Plan läuft, ist sogar die Bildung einer kleinen finanziellen Rücklage möglich.

Das Risiko für 2012 liegt wie bisher in der Erreichung der angestrebten Umsatzziele. Die Entwicklung und / oder Zulassung der Mikrowelle kann sich verzögern mit den dann negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Im Gegensatz zum bisherigen Geschäftsverlauf wird es dann aber einen kleinen Spielraum geben, um negative Planabweichungen auszugleichen.

Weiter gibt es Verhandlungen mit der Hausbank, den bestehenden Kreditrahmen zu erweitern, um zusätzliche Möglichkeiten zu schaffen, evt. Planabweichungen ausgleichen zu können.

VI. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2010 waren durchschnittlich 16 (Vj. 17) Mitarbeiter beschäftigt (ohne Vorstand).

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2010 die Herren

Vorsitzender

 

Lucio lacobucci, Ferentino / Italien
Vorstand, Präsident

Stellvertretender Vorsitzender

 

Felix N. Steinbrecher, Maur / Schweiz
Kaufmann, Geschäftsführer der Paperboard AG, Zürich

Drittes Mitglied

 

Riccardo Palmeri Lolli, Italien
Marketing Direktor der lacobucci HF, Italien

Im Geschäftsjahr ausgeschiedene Aufsichtsratmitglieder

 

Peter Brogle, Maur / Schweiz
Unternehmensberater

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf T€ 18 (Vj. T€ 23).

Vorstand

Alleinvorstand ist seit dem 01.02.2010 ist:

 

Herr Jonathan Smith, Chief Executive Officer, Toulouse / Frankreich.

Sein Vorgänger, Alleinvorstand

 

Herr Dipl.-Volkswirt Manfred Link, Memmingen ist zum 31. 01. 2010 ausgeschieden.

Sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

Aus einem Besserungsschein im Rahmen eines Forderungserlasses in 2008 besteht eine bedingte Verpflichtung gegenüber dem vormaligen Eigentümer in Höhe von T€ 4.500.

Es bestehen Miet- und Leasingverträge mit Restlaufzeiten von 42 bis 60 Monaten. Die Gesamtverpflichtung beträgt T€ 454 (Vj. T€ 414), davon sind T€ 100 (Vj. T€ 92) innerhalb eines Jahres fällig.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Elchingen, den Fuhrpark und Software. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG:

Der pflichtgemäß erstellte Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2010 enthält die folgende Schlussbemerkung:

"Nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, erhielt die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen nicht vor."

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Seit dem 20.10.2009 ist die Filacapital Srl in Fronsinone / Italien am Grundkapital unserer Gesellschaft gem. § 20 Abs. 4 AktG mit Mehrheit beteiligt.

Beschränkt haftender Gesellschafter

Die Eigentümerin hat gemeinsam mit einem verbundenen Unternehmen eine Patronatserklärung unterzeichnet, die die Rückzahlungsverpflichtungen der Darlehen für 2011 deckt. Die Rückzahlungsansprüche sind mit einem Rangrücktritt versehen.

Ereignisse, die zu einer persönlichen Haftung führen könnten, sind bis zum heutigen Tage nicht bekannt geworden.

Gewinnverwendung

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von € 733.000,00 wird in voller Höhe mit dem Verlustvortrag verrechnet.

 

Elchingen, den 8. Juli 2011

MGS - Modular Galley Systems AG

Vorstand

Jonathan Smith

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2010

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR
Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 7.639.034,16 0,00 7.639.034,16 0,00
Anlagevermögen
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Lizenzen 880.000,00 0,00 0,00 880.000,00
Software 136.503,02 201,60 1.529,90 135.174,72
1.016.503,02 201,60 1.529,90 1.015.174,72
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 219.569,77 13.450,00 2.604,00 230.415,77
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.449,02 12.689,89 95.570,72 299.568,19
602.018,79 26.139,89 98.174,72 529.983,96
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 1.618.521,81 26.341,49 99.704,62 1.545.158,68
9.257.555,97 26.341,49 7.738.738,78 1.545.158,68
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR
Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 7.639.034,16 7.639.034,16 0,00
Anlagevermögen
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Lizenzen 183.937,61 55.691,80 0,00 239.629,41
Software 100.944,05 14.601,33 1.529,90 114.015,48
284.881,66 70.293,13 1.529,90 353.644,89
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 91.783,97 28.751,86 2.428,40 118.107,43
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.760,29 43.798,85 53.399,52 254.159,62
355.544,26 72.550,71 55.827,92 372.267,05
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 640.425,92 142.843,84 57.357,82 725.911,94
8.279.460,08 142.843,84 7.696.391,98 725.911,94
NETTOBUCHWERTE
31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR
Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 0,00 0,00
Anlagevermögen
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Lizenzen 640.370,59 696.062,39
Software 21.159,24 35.558,97
661.529,83 731.621,36
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 112.308,34 127.785,80
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.408,57 118.688,73
157.716,91 246.474,53
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 819.246,74 978.095,89
819.246,74 978.095,89

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die MGS Modular Galley Systems AG

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der MGS Modular Galley Systems AG, Elchingen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Ohne unsere Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die in Abschnitt 5. "Ausführungen zu bestandsgefährdenden Tatsachen" des Anhangs dargestellt sind. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft von der weiteren finanziellen Unterstützung durch andere Konzerngesellschaften abhängig ist.

 

München, den 11. Juli 2011

PicewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsberatungsgesellschaft

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Klaus Rekitt, Wirtschaftsprüfer

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