Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 5065
Eingetragen
27.10.1992
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von bestückten Leiterplatten
Gegenstand
Die Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von elektronischen und mechanischen Komponenten mit dem Ziel der Verkleinerung zum Erreichen eines höheren Automatisierungsgrades.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Detlef Lücke
seit 15.2.2013
Prokura
Bernd Schöppl
seit 27.1.2009
Prokura
Eduard Wagner
seit 27.1.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EBW Holding GmbH
Germany
100.000 DM
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INSYS MICROELECTRONICS GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die INSYS MICROELECTRONICS GmbH hat ihren Sitz in Regensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Regenburg (HRB 5065).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Als Nutzungsdauer werden drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die zurechenbaren Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für bestehende Ausfallrisiken werden grundsätzlich angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bewertet.

Der Ausweis der liquiden Mittel erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Steuerrückstellungen entsprechen den erwarteten Abschlusszahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

III. Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sachanlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben.

2. Finanzanlagevermögen

Der Anteilsbesitz i.S.d. § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2023 umfasst folgende Beteiligungen:

Beteiligungsquote Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis im GJ 2023
% TEUR TEUR
INSYS MICROELECTRONICS CZ, s.r.o., Tschechien 100,00 25 47
Safecor GmbH Sicherheit und Automation, Hamburg 30,00 8.494 * 1.701 *
EBSnet eEnergy Software GmbH, Regensburg 50,00 460 20

* Werte aus dem Jahr 2022

3. Forderungen

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 28 (Vj. TEUR 32) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen Restlaufzeiten von unter einem Jahr auf.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 161) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 90) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betreffen diverse Verrechnungen.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 100.000,00 (EUR 51.129,19).

6. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500.298,03 1.117.000,00 0,00 1.617.298,03
Vorjahr 500.113,14 1.617.000,00 0,00 2.117.113,14
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 259.783,31 0,00 0,00 259.783,31
Vorjahr 421.144,44 0,00 0,00 421.144,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 183.752,61 0,00 0,00 183.752,61
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 64.260,00 0,00 0,00 64.260,00
Vorjahr 64.260,00 0,00 0,00 64.260,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 397.867,40 0,00 0,00 397.867,40
Vorjahr 350.608,03 0,00 0,00 350.608,03
1.405.961,35 1.117.000,00 0,00 2.522.961,35
Vorjahr 1.336.125,61 1.617.000,00 0,00 2.953.125,61

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Für die restlichen Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten im Sinne des § 285 Nr. 1b HGB.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen Lieferungen und Leistungen.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten im Sinne von § 251 HGB:

Es bestehen zwei Bürgschaften i.H.v. TEUR 1.240 und i.H.v. TEUR 1.142,5 für zwei Darlehen eines nahestehenden Unternehmens. Zum Stichtag besteht noch eine Restforderung i.H.v. TEUR 411 (Vj. TEUR 651) und i.H.v TEUR 1.135 (Vj. TEUR 0,00). Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Lage des nahestehenden Unternehmens als gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB haben zum Bilanzstichtag in folgender Höhe bestanden:

Miete / Leasing monatlich rund TEUR 33,4.

Nach Ablauf bestehender Verträge werden häufig Verlängerungen vereinbart oder vergleichbare Verträge abgeschlossen. Daher sind vorstehend nicht die Gesamtverpflichtungen für die Restlaufzeit der bestehenden Verträge angegeben, sondern die derzeit absehbaren jährlichen Verpflichtungen.

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 102 (Vj. 104) Mitarbeiter (nur Angestellte).

2. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Eduard B. Wagner, Betriebswirt, Regensburg.

Hinsichtlich weiterer Angaben wird von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach Abschluss des Geschäftsjahres wurde der Geschäftsbereich icom, welcher Komplettlösungen für das "Industrial Internet of Things" (IIoT) fertigt und vertreibt, an die INSYS icom veräußert. Nach Veräußerung des Geschäftsbereichs verbleibt lediglich der Geschäftsbereich locks beim Unternehmen. Die Veräußerung des Unternehmensanteils erfolgt zum Zeitwert.

4. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.039 ab. Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Regensburg, 19. Dezember 2024

Eduard B. Wagner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

historische Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.076.092,04 2.870,00 113.263,90 0,00 965.698,14
1.076.311,04 2.870,00 113.263,90 0,00 965.698,14
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 723.790,20 13.906,50 2.279,67 0,00 735.417,03
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 905.722,52 35.140,07 51.478,25 0,00 889.384,34
1.571.990,89 49.046,57 53.757,92 0,00 1.624.801,37
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.401,00 0,00 0,00 0,00 6.401,00
2. Beteiligungen 594.090,35 0,00 0,00 0,00 594.090,35
600.491,35 0,00 0,00 0,00 600.491,35
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.067.430,54 8.858,00 113.263,90 963.024,64
1.049.372,54 8.858,00 113.263,90 963.024,64
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 523.490,70 42.970,00 2.279,67 564.181,03
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 670.161,52 75.106,07 51.478,25 693.789,34
1.295.967,00 118.076,07 53.757,92 1.257.970,37
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 45.205,88 0,00 0,00 45.205,88
45.205,88 0,00 0,00 45.205,88
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.673,50 8.661,50
2.673,50 8.661,50
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 171.236,00 200.299,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 195.595,00 235.561,00
366.831,00 435.860,50
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.401,00 6.401,00
2. Beteiligungen 548.884,47 548.884,47
555.285,47 555.285,47

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die INSYS MICROELECTRONICS GmbH, Regensburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der INSYS MICROELECTRONICS GmbH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INSYS MICROELECTRONICS GmbH, Regensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW-Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW- Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Passau, 23. Dezember 2024

Consilia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Roßmayer, Wirtschaftsprüfer

Schneider, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.673,50 8.661,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 171.236,00 200.299,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 195.595,00 235.561,00
366.831,00 435.860,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.401,00 6.401,00
2. Beteiligungen 548.884,47 548.884,47
555.285,47 555.285,47
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.428.613,12 1.114.482,03
2. unfertige Erzeugnisse 1.074.588,83 252.833,76
3. fertige Erzeugnisse und Waren 740.295,09 506.075,35
3.243.497,04 1.873.391,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.952.286,93 2.173.373,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 168.467,91 368.711,08
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.701,69 89.568,18
4. Forderungen gegen Gesellschafter 142.264,91 173.630,90
5. sonstige Vermögensgegenstände 64.382,01 484.083,77
3.334.103,45 3.289.367,57
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 170.221,05 169.360,20
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 729.035,24 701.118,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 108.003,30 55.089,73
8.509.650,05 7.088.134,13

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 153.387,56 153.387,56
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
IV. Gewinnvortrag 3.120.221,77 3.191.754,52
V. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1.039.402,18 -71.532,75
4.864.140,70 3.824.738,52
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 706.128,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 416.420,00 310.270,00
1.122.548,00 310.270,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.617.298,03 2.117.113,14
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 259.783,31 421.144,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 183.752,61 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 64.260,00 64.260,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 397.867,40 350.608,03
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 7 (Vj. TEUR 17)
- davon aus Steuern: TEUR 304 (Vj. TEUR 230)
2.522.961,35 2.953.125,61
8.509.650,05 7.088.134,13

Feststellungen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 20. Januar 2025 festgestellt worden.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohertrag 11.733.153,53 9.952.892,42
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.445.896,91 -5.324.189,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.144.231,31 -1.089.641,32
- davon für Altersversorgung: TEUR 62 (Vj. TEUR 55)
-6.590.128,22 -6.413.831,30
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -126.934,07 -160.632,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.386.810,73 -3.481.461,66
- davon aus Währungsumrechnung: TEUR 15 (Vj. TEUR 7)
5. Erträge aus Beteiligungen 180.000,00 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.913,01 50.550,75
- davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 0 (Vj. TEUR 0)
- davon Gesellschafter: TEUR 0 (Vj. TEUR 46)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -774,05
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25.604,74 -20.341,66
- davon Gesellschafter: TEUR 6 (Vj. TEUR 0)
161.308,27 29.435,04
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - -751.186,60 2.022,57
10. Ergebnis nach Steuern 1.039.402,18 -71.575,75
11. sonstige Steuern 0,00 43,00
12. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) - 1.039.402,18 -71.532,75

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Die INSYS Microelectronics GmbH entwickelt für ihre Kunden industrielle Datenkommunikationssysteme und Softwarelösungen für das Internet of Things. Sie werden für Anwendungen im Bereich der Machine-to-Machine Kommunikation eingesetzt - zum Beispiel für Fernwartung, Alarmierung und Messwerteerfassung. Wir lösen sehr kundenindividuelle Erfordernisse mit einem versierten, modularen Produktportfolio. So sind selbst sehr spezifische Konzepte realisierbar. Des Weiteren bietet die INSYS Microelectronics GmbH Lösungen zur Sicherung von Wertbehältnissen bei Banken und im Handel zur Ermöglichung effizienter und sicherer Bargeldmanagement-Prozesse.

Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich in den letzten Monaten aufgehellt. Die Corona-Thematik ist überwunden. Das weltweite Wirtschaftswachstum betrug 2,5%, wobei die Erholung in verschiedenen Regionen unterschiedlich stark ausgefallen ist. In der Europäischen Union blieb das Wirtschaftswachstum mit einem Anstieg des BIP um 0,2 % verhalten. Die deutsche Wirtschaft erlebte insgesamt für das Jahr 2023 eine leichte Rezession.

Die Branche selbst verzeichnet aber weiterhin ein Wachstum. Treiber dieser Entwicklung sind insbesondere die zunehmende Vernetzung von Produktionsprozessen und die steigende Nachfrage nach intelligenten Lösungen zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion. Auch im KRITIS-Umfeld, für das INSYS Spezialist ist, wächst der Bedarf an modernen Kommunikationslösungen.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Hinsichtlich der Umsatz- und Auftragsentwicklung hat sich das Geschäftsjahr positiv entwickelt. So konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 16% gesteigert werden. Beim Auftragseingang war ebenfalls ein Anstieg um 24% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Hierzu haben beide Geschäftsbereiche einen nahezu gleich großen Teil beigetragen. Die Auftragsentwicklung im Geschäftsbereich locks ist hier besonders signifikant positiv.

3. Produktion

Die INSYS Microelectronics GmbH verfügt über keine eigene Produktion. Die Aufträge werden an insgesamt drei qualifizierte und spezialisierte EMS-Dienstleister vergeben. Mit einem ausgeprägten Qualitäts- und Logistikmanagement werden die Lieferbedürfnisse nach modernsten Gesichtspunkten abgearbeitet.

4. Beschaffung

Die arbeitsteilige Zusammenarbeit mit den EMS-Dienstleistern wird durch Kanalisierung und stetig angepasste Arbeitsteilung fortlaufend optimiert. Die wirtschafltichen Auswirkungen der Corona- Krise haben durch Lücken in den Lieferketten zu Herausforderungen und steigenden Kosten in der Beschaffung geführt. Diese bestehen weiterhin und führen zu Mehrkosten im Bereich elektronischer Bauteile und Komponenten. Den daraus resultierenden Problemen im Bereich der Beschaffung wird mit einer sorgsamen Planung der Bedarfe begegnet.

5. Investition

Die Investitionen im Bereich der Managed Services sowie weiterer Softwarelösungen bilden eine notwendige und gute Grundlage für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Hieran wird mit einem personell verstärkten Team konsequent und systematisch gearbeitet.

B. Darstellung des Geschäftsergebnisses und der Lage

1. Darstellung der Ertragslage

Nach der letztjährigen negativen Entwicklung der Umsatzerlöse aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Konflikts, hat sich der Unternehmensabsatz im Berichtsjahr wieder stabilisiert. Im Zuge dessen sind die Umsatzerlöse um 16 % auf TEUR 18.122 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Umsatzerlöse wurden zu 68% im Geschäftsbereich icom und zu 32% im Geschäftsbereich locks erwirtschaftet.

Das Rohergebnis erhöhte sich demzufolge von TEUR 9.674 im Vorjahr auf TEUR 10.966 im Berichtsjahr. Im Gegensatz zu den letzten drei Vorjahren hat die Allokationssituation nicht zu erhöhten Kosten in der Materialbeschaffung geführt. Dennoch ist aus der Erhöhung des Mindestlohns eine Erhöhung der Fertigungskosten zu spüren.

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr mit TEUR 6.590 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 176 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten insbesondere durch Einsparungen bei den vertriebsbedingten Aufwendungen in Höhe von TEUR 407 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesenkt werden.

Insgesamt haben sich die betriebsbedingten Aufwendungen um TEUR 1.774 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Das Betriebsergebnis, das im Vorjahr noch negativ war, hat sich bedingt durch die Kosteneinsparungen und der verbesserten Situation im Beschaffungsbereich um TEUR 1.484 auf TEUR 1.308 verbessert.

Das Finanzergebnis hat sich ebenso um TEUR 131 auf TEUR 161 erhöht. Die Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 180 waren maßgeblich für diese positive Entwicklung verantwortlich.

Das ordentliche Unternehmensergebnis erhöhte sich um TEUR 1.615 auf TEUR 1.469.

Aus periodenfremden Aufwendungen und Erträgen ergab sich im Berichtsjahr per Saldo ein Ertrag in Höhe von TEUR 321 (Vj. TEUR 72). Den Erträgen aus Anpassungen an das Ergebnis einer steuerlichen Außenprüfung in Höhe von TEUR 540 stehen Forderungsverluste in Höhe von TEUR 273 gegenüber, die hauptsächlich aufgrund der Zahlungsunfähigkeiten bestimmer Debitoren verbucht werden mussten.

Nach Abzug der Ertragssteuern konnte ein Jahresüberschuss von TEUR 1.039 (Vj. TEUR -72) erzielt werden.

Die Prognose aus dem Lagebericht des Vorjahres konnte durch das umfassende Handeln der Geschäftsleitung annähernd erreicht werden.

2. Darstellung der Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.421 auf TEUR 8.509 erhöht. Das Vermögen der Gesellschaft ist zu 89,3 % (Vj. 86,0 %) kurzfristig gebunden und betrifft neben den Vorräten (TEUR 3.244, Vj. TEUR 1.873) insbesondere Finanzmittel (TEUR 899, Vj. TEUR 870) sowie Kundenforderungen (TEUR 2.952, Vj. TEUR 2.173).

Die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ist gut - die Eigenkapitalquote beträgt 57,2 % (Vj. 53,9 %).

Das Fremdkapital in Höhe von TEUR 3.645 ist in Höhe von TEUR 1.117 mittelfristig- und langfristig gebunden und wird planmäßig getilgt. Das kurzfristige Fremdkapital umfasst neben den jährlichen Tilgungsleistungen für Darlehen in Höhe von TEUR 500, insbesondere Steuerrückstellungen (TEUR 706, Vj. 0), sonstige Rückstellungen (TEUR 416, Vj. 310) und Lieferantenverbindlichkeiten (TEUR 260, Vj. 422). Die Steuerrückstellungen betreffen in Höhe von TEUR 256 frühere Geschäftsjahre.

3. Darstellung der Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt über einen ausreichenden Bestand an frei verfügbaren Finanzmitteln. Die liquiden Mittel und Wertpapiere betragen mit TEUR 899 10,6 % (Vj. 12,3 %) der Bilanzsumme.

Ausgehend vom Jahresüberschuss ergab sich ein Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 388 (Vj. TEUR -1.420). Der im Vergleich zum Jahresergebnis niedrige Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist auf Investitionen in das Vorratsvermögen sowie stichtagsbedingte, höhere Ausstände bei Kundenforderungen zurückzuführen.

Aufgrund von erhaltenen Beteiligungserträgen und Zinsen in Höhe von TEUR 187 (Vj. 1) sowie unter Berücksichtigung der Investitionsaufwendungen von TEUR 52 (Vj. 304) ergibt sich im Wirtschaftsjahr ein positiver CashFlow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 135 (Vj. -303).

Nach Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von per Saldo TEUR -494 (Vj. TEUR 1.058) ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes von TEUR 29. Der Finanzmittelbestand (inkl. Wertpapiere) erhöhte sich zum Bilanzstichtag damit auf TEUR 899.

C. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen- und Risikobericht

Die INSYS Microelectronics GmbH befindet sich weiterhin in einigen Bereichen im Umbruch und im Strukturwandel. Zum 01.01.2024 ist der Geschäftsbereich icom in eine eigenständige Gesellschaft überführt worden. Die Überführung erfolgt im Wege eines Asset Deals, in dessen Rahmen der gesamte Geschäftsbereich an die neu gegründete INSYS icom veräußert wurde. Wir sind davon überzeugt, durch diesen Schritt die Fokussierung auf die jeweiligen Kerngeschäfte noch besser vorantreiben zu können. Wesentliche Felder bleiben neue Produkte und Lösungen mit einer Reihe von fachlichen Herausforderungen, strukturellen Anpassungen und Erweiterungen sowie die Ausweitung des Vertriebes.

Chancen sehen wir in unserer fortlaufenden Entwicklung neuer Produkte insbesondere auch Softwarelösungen. Wir legen großen Wert auf die fachliche Qualifikation unserer Mitarbeiter und können dadurch spezielle, innovative und sehr kundenindividuelle Lösungen und hohe Qualitätsstandards bieten. Durch unsere klare, außenwirksame Leistungsdarstellung können wir dem Unternehmen die nötige Transparenz und Klarheit verleihen.

Weitere Chancen sehen wir in der Ausweitung unseres Vertriebes und der damit verbundenen Erschließung neuer Märkte und Absatzkanäle in In- und verstärkt auch Ausland.

Jede unternehmerische Tätigkeit ist aber auch mit allgemeinen und speziellen, aus der jeweiligen Art der Geschäftstätigkeit resultierenden Risiken verbunden. Aufgabe der Geschäftsleitung ist es, derartige Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und über mögliche Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken zu entscheiden. In Anbetracht der mittelständischen Struktur der Gesellschaft, die über flache Hierarchien und kurze Kommunikationswege verfügt, stehen bei der Umsetzung des Risikomanagements insbesondere die Förderung aller Mitarbeiter hinsichtlich Risikobewusstsein im eigenen Arbeitsbereich und deren Motivation zu einer entsprechenden Kommunikation mit der Geschäftsleitung im Vordergrund. Damit erreichen wir, dass identifizierte Risiken im Bereich Wettbewerb (zunehmender Wettbewerbs- und Preisdruck), Verkauf (Kundenbeziehungen, Marktentwicklung, Veränderung der Kundenbedürfnisse, Zahlungsverhalten der Kunden), Investitionsbedarf und interne Verwaltung/IT-Sicherheit zeitnah der Geschäftsleitung mitgeteilt werden. Mögliche gesamtwirtschaftliche oder branchenspezifische Risiken, wie sie insbesondere aufgrund der konjunkturellen Eintrübung nicht ausgeschlossen werden können, hat die Geschäftsleitung jederzeit im Blick.

Zusammenfassend sind aus Sicht der Geschäftsleitung darüber hinaus keine konkreten Risiken für das Gesamtunternehmen in den Bereichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar.

2. Gesamtaussage und Prognose

Nachdem sich Rohergebnis und Ergebnis des Berichtsjahres entsprechend der Erwartungen verbessert haben, geht die Geschäftsleitung aufgrund der dargestellten Chancen und Risiken sowie des bisherigen Geschäftsverlaufs 2024 trotz der beschriebenen wirtschaftlichen Herausforderungen von einem guten Geschaftsjahr 2024 aus. Mit dem Verkauf des Geschäftsbereichs icom geht eine Reduktion der betrieblichen Tätigkeit und daraus resultierend von Umsatzerlösen und zugehörigen Aufwendungen einher. Für den nach dem Verkauf in der INSYS Microelectronics verbleibenden Geschäftsbereich locks wird dennoch mit einem Umsatz von EUR 8,5 Mio gerechnet. Hierbei unterstützte auch der Abschluss eines Großauftrages über einen Distributionspartner. Insoweit wird ein postives Jahresergebnis von ca. EUR 1,9 Mio erwartet. Neue Produkte und Bedienkonzepte versprechen auch für die Zukunft eine erfreuliche Geschäftsentwicklung.

D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Darstellung der Risikomanagementziele und -methoden

Die INSYS Microelectronics GmbH verfügt aktuell über einen hohen Bestand an frei verfügbaren Finanzmitteln. Sie sind in Festgeldkonten und mit einem kontrollierten Anteil, verwaltet durch eine professionelle Vermögensverwaltung, auch in einer mit Aktien besetzten kontrolliert defensiveren Form angelegt.

Es existiert eine detaillierte Planung für das folgende Geschäftsjahr. Die Planzahlen werden monatlich mit den tatsächlich erreichten Zahlen abgeglichen, um bei Abweichungen entsprechend gegensteuern zu können. In dem monatlichen Berichtswesen werden alle betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und eine Cash-Flow-Betrachtung sowie die Liquiditätsübersicht dargestellt.

Ausgangsrechnungen werden fast ausschließlich in EUR fakturiert, so dass hier Währungsrisiken in überschaubarem Umfang bestehen. Dagegen werden Materialeinkäufe regelmäßig, jedoch im Anteil nicht bedeutend, in USD fakturiert. Die INSYS Microelectronics GmbH sichert bestehende Währungsrisiken bei Bedarf fallweise ab.

Ausfallrisiken werden durch Kreditlimits reduziert, die nach Einzelfallentscheidung festgelegt werden. Aufgrund der überwiegend geringen Forderungsausfallquote wird auf Kreditversicherungen weitestgehend verzichtet. Mit nennenswerten künftigen Zahlungsausfällen ist trotz der erhöhten Ausfälle im Berichtsjahr aufgrund der guten Bonität der Kunden nicht zu rechnen.

2. Forschung und Entwicklung

Die INSYS Microelectronics betreibt keine Forschung im eigentlichen Sinne, sondern konzentriert sich im Wesentlichen auf das Feld der Anwendungsentwicklung. Die Anwendungsentwicklung wird ausschließlich im eigenen Haus durchgeführt. Eine Verwertung der Ergebnisse und der in diesem Zusammenhang entstehenden Kosten geht in der Regel in ein Produkt oder in eine Produktplattform ein.

 

Regensburg, 19.12.2024

Eduard B. Wagner, Geschäftsführer

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