Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 4352
Vorher
GN ReSound GmbH
Eingetragen
16.12.1994
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Design, die Entwicklung, Beschaffung, Fertigung und der Vertrieb medizinischtechnischer Geräte, Komponenten, Bau- und Ersatzteile sowie Zubehör auf dem Gebiet der Schwerhörigkeit und Akustik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oana Wetzig
seit 2.12.2024
Prokura
Christian Lücke
seit 17.6.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GN Hearing A/SDNK
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GN Hearing GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird wie bisher das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

B. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma GN Hearing GmbH mit Sitz in Münster im Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter der Nummer HRB 4352 eingetragen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Alle in dem vergangenen Jahr angeschafften Wirtschaftsgüter mit einem Wert von bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt worden.

Vorräte

Warenbestände werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bestandsrisiken wird durch Abwertungen Rechnung getragen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Vorräte sind frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Periode nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Periode nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern sind in der Bilanz nicht ausgewiesen. Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angaben zu den latenten Steuern gemäß § 285 Nr. 29 HGB von der Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Name, Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
v. H. TEUR TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
GN Audio Germany GmbH Raubling/Deutschland * 100 16.174 0

* Mit der GN Audio Germany GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Ergebnis vor Abführung TEUR 9.399.

Die Anteile an die GN Hearing Czech Republic spol. s.r.o. Prag/Tschechien wurden im Jahr 2023 innerhalb des Konzerns an die GN Hearing A/S veräußert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten eine Forderung gegen die GN Audio Germany GmbH, Raubling, und stammt aus der Ergebnisabführung des Jahres 2023 i.H.v. TEUR 9.399 (i.Vj. TEUR 8.040).

Des Weiteren werden Forderungen aus Finanzverrechnungen TEUR 32.930 (i.Vj. TEUR 4.872) gegen die GN Store Nord A/S, Ballerup, Dänemark, sowie eine Forderung gegen die GN Hearing A/S, Ballerup, Dänemark i.H.v. TEUR 4.275 aus einem Erstattungsanspruch für entrichtende Einfuhrumsatzsteuer ausgewiesen.

In Höhe von TEUR 1.502 besteht zudem eine Forderung aus der Korrektur der Ergebnisabführung des Jahres 2022 gegen die Gesellschafterin, die GN ReSound GmbH Hörtechnologie, Münster. Die übrigen Forderungen im Verbundbereich (TEUR 407) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt It. Handelsregister unverändert DM 580.000,00 (EUR 296.549,29) und wird von der GN ReSound GmbH Hörtechnologie, Münster, gehalten.

Rückstellungen

Bei Lieferungen der Gesellschaft wird den Kunden aus Kulanz ein Rückgaberecht für einen Zeitraum von drei Monaten eingeräumt. Die Umsatzrealisation erfolgt bei Lieferung an den Unternehmenskunden und im Falle eines Verkaufs auf Probe bei der Abrechnung an deren Endkunden. Für die Rücknahmeverpflichtung wird eine Rückstellung basierend auf einer aus Vergangenheitswerten ermittelten Rücklieferquote gebildet.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus mittelbaren Zusagen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected- Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Erfüllungsbetrag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem ermittelten Barwert unter Berücksichtigung des von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Geschäftsjahre angesetzt (1,82 %, i. Vj. 1,78 %). Bei der Wahl des Zinssatzes wird eine pauschale Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. In die Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,8 % (i. Vj. 2,5 %) sowie ein Rententrend in Höhe von 2,2 % (i. Vj. 2,2 %) einbezogen. Basis sind die biometrischen Rechnungsgrundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Das zu verrechnende Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB wurde mit den Pensionsverpflichtungen saldiert. Der sich ergebende Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.088 (i. Vj. TEUR 3.220) aus diesen mittelbaren Zusagen wurde gemäß Artikel 28 EGHGB nicht bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.942 (i. Vj. TEUR 5.970) betreffen im Wesentlichen Kundenboni und -rabatte TEUR 1.283 (i. Vj. TEUR 975), Garantie- und Rücknahmeverpflichtungen TEUR 1.390 (i. Vj. EUR 868), variable Vergütung von Mitarbeitern und Management TEUR 336 (i. Vj. TEUR 469) sowie Rückstellungen für Personalangelegenheit TEUR 377 (i.Vj. TEUR 31).

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 20.000 enthalten. Es hat eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und wird marktüblich verzinst. Hierbei handelt es sich um ein Darlehen der GN Financing 2 A/S (übernommen von der GN Store Nord A/S), Ballerup, Dänemark, an die GN Hearing GmbH.

Weitere Verbindlichkeiten im Verbundbereich bestehen in Höhe von TEUR 31.076 gegenüber der GN Hearing S.R.L., Vontegrotto Termen, Italien, aus der Korrektur der Abrechnung von Waren und Dienstleistungen. Gegenüber unserer Gesellschafterin, der GN ReSound GmbH Hörtechnologie, Münster, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 419 (i. Vj. TEUR 7.660).

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Mit der Ausnahme des o.a. Darlehens der GN Financing 2 A/S, Ballerup, Dänemark, haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Sie beinhalten vertraglich garantierte verlängerte Garantieleistungen, deren Laufzeit die Vorgaben der gesetzlichen Gewährleistung überschreitet. Der Posten wird in Folgejahren über die Vertragslaufzeit ratierlich gegen die Umsatzerläse aufgelöst.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Rohergebnis

Das Rohergebnis beträgt im Berichtsjahr TEUR 11.580 (i. Vj TEUR 10.061).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 108 (i.Vj. TEUR 155) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten 2023 Aufwendungen aus dem Transferprice Agreement i.H.v. TEUR 1.216 (i.Vj. TEUR 710) und basieren auf einer Margenvereinbarung nach der jeweils aktuellen OECD-Verrechnungspreisrichtlinie zwischen der Gesellschaft und der dänischen Muttergesellschaft.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Es handelt sich um die Ergebnisübernahmen der GN Audio Germany GmbH, Raubling, (TEUR 9.399; i.Vj. TEUR 8.040) auf Grund des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit dieser Gesellschaft.

F. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in folgender Höhe:

31.12.2023 31.12.2022
Fällig in TEUR TEUR
2024 (2023) 156 132
2025 (2024) 105 75
2026 (2025) 40 25
Summe 301 233

Die Gesellschaft hat eine Reihe von Leasingverträgen abgeschlossen, deren Zweck es ist, die Liquidität zu verbessern und das Verwertungsrisiko der genutzten Gegenstände auszuschließen. Art und Laufzeit der Verträge sind so beschaffen, dass besondere Risiken daraus nicht entstehen.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 62 (i. Vj. 63) Angestellte.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist weiterhin Herr Christian Lücke, Recklinghausen, seit dem 20. Mai 2021. Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angaben zu den Organbezügen gemäß § 285 Nr. 9a HGB von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des § 285 Nr.17 letzter Halbsatz HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe der Abschlussprüferhonorare, da diese Angaben im befreienden Konzernabschluss der GN Store Nord A/S enthalten sein wird.

Ergebnisabführungsvertrag und Angaben zum Konzernabschluss

Zwischen der Gesellschaft und der GN Audio Germany GmbH, Raubling, besteht seit dem 01. Januar 2020 ein Organschafts- und Ergebnisabführungsvertrag.

Der Organschafts- und Ergebnisabführungsvertrag, der seit 1995 zwischen der GN Hearing GmbH und der GN ReSound GmbH Hörtechnologie bestand, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2023 gekündigt.

Die Gesellschaft und ihre unmittelbare Muttergesellschaft, die GN ReSound GmbH Hörtechnologie, Münster, werden in den befreienden Konzernabschluss der GN Store Nord A/S, Ballerup/Dänemark, einbezogen.

Dieser Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die GN Hearing GmbH einbezogen wird, ist am Ort des Sitzes der Konzernobergesellschaft erhältlich.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GN Hearing GmbH haben.

 

Münster, den 6. November 2024

GN Hearing GmbH

Christian Lücke, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.503 0 0 1.503
1.503 0 0 1.503
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.786 26 0 5.812
2. Technische Anlagen und Maschinen 28 4 0 32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 900 6 38 868
6.714 36 38 6.712
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.810 0 10 19.800
19.810 0 10 19.800
28.027 36 48 28.015
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.503 0 0 1.503
1.503 0 0 1.503
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.949 103 0 4.052
2. Technische Anlagen und Maschinen 25 2 0 27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 815 43 38 820
4.789 148 38 4.899
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7 0 7 0
7 0 7 0
6.299 148 45 6.402
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0 0
0 0
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.760 1.837
2. Technische Anlagen und Maschinen 5 3
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48 85
1.812 1.925
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.800 19.803
19.800 19.803
21.612 21.728

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GN Hearing GmbH, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GN Hearing GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GN Hearing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 3. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Moritz Plate, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.759.674,55 1.836.879,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.142,44 3.468,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.583,46 84.629,96
1.812.400,45 1.924.978,45
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.800.000,00 19.803.278,18
21.612.400,45 21.728.256,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 1.370.761,92 971.225,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.779.336,29 4.858.798,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.512.619,43 13.106.863,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 25.093,95 4.041.528,88
52.317.049,67 22.007.190,93
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 560.541,68
53.687.811,59 23.538.958,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.025,17 46.376,71
75.380.237,21 45.313.591,79

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 296.549,29 296.549,29
II. Kapitalrücklage 3.800.388,22 3.800.388,22
III. Jahresüberschuss 8.949.593,36 0,00
13.046.530,87 4.096.937,51
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 451.667,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.941.933,22 5.970.441,82
4.393.600,22 5.970.441,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123.556,78 150.134,88
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 124 (Vorjahr: T€ 150)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 54.408.018,16 30.277.555,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 34.408 (Vorjahr: T€ 10.278)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 357.109,96 1.714.056,67
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 357 (Vorjahr: T€ 1.714)
- davon aus Steuern: T€ 62 (Vorjahr: T€ 57)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T€ 2 (Vorjahr: T€ 5)
54.888.684,90 32.141.747,02
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.051.421,22 3.104.465,44
75.380.237,21 45.313.591,79

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 11.580.013,64 10.061.885,84
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.605.649,55 4.467.086,22
b) Soziale Abgaben
davon für Altersversorgung: T€ 159 (Vorjahr: T€ 125) 844.041,92 840.366,35
5.449.691,47 5.307.452,57
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 148.099,03 151.651,82
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.861.914,33 4.966.156,18
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 515.790,47
davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 0 (Vorjahr: T€ 516)
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 9.398.941,39 8.040.132,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 309.188,05 8.930,34
davon aus der Abzinsung: T€ 1 (Vorjahr: T€ 1)
davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 307 (Vorjahr: T€ 8)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 517.299,48 518.705,55
davon an verbundene Unternehmen: T€ 517 (Vorjahr: T€ 519)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.343.078,00 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 8.968.060,77 7.682.772,53
11. Sonstige Steuern 18.467,41 22.982,37
12. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 7.659.790,16
13. Jahresüberschuss 8.949.593,36 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeines

Die GN Hearing GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der GN ReSound GmbH Hörtechnologie, Münster, und gehört zur GN Store Nord A/S-Gruppe in Dänemark. Die Gesellschaft vertreibt exklusiv GN-Hörsysteme und -zubehör in Deutschland. Der Vertrieb beinhaltet Verkauf, Marketing, die Kundenbetreuung sowie die Reparatur- und Retourenabwicklung. Hörgeräteakustiker in Deutschland bilden die Kundenbasis der GN Hearing GmbH.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Branchenentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf dem inländischen Markt nach Angaben des Berufsverbandes insgesamt 1.609.990 Hörsysteme (im Vorjahr ~1,602 Mio.) abgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung von 0,5% - nicht so stark wie in früheren Jahren. Hierbei handelt es sich um die Absatzzahlen der Hersteller an den Einzelhandel (B2B-Zahlen). Dieser umfasst sowohl unternehmenseigene als auch unternehmensfremde Fachgeschäfte. Preiserhöhungen und der Verkauf höherwertiger Hörsysteme führten jedoch trotzdem zu einem positiven Umsatzverlauf - insgesamt wurde mit Hörakustik ein Umsatz von rund 2,3 Mrd. € erzielt. 2023 sind die durchschnittlichen Umsätze der Betriebe gestiegen und auch die Rentabilität nahm zu. Ausschlaggebend für die Rentabilitätsentwicklung waren verbesserte Margen und ein straffes Kostenmanagement.

Laut Ifo Institut gab es 2023 in Deutschland rund 7.300 Hörakustiker-Fachgeschäfte, die zu über 2.600 Hörakustiker-Unternehmen gehörten. In den Unternehmen waren knapp 20.000 Personen tätig, darunter rund 2.800 Auszubildende.

Die Filialisierungstendenzen hin zu größeren wirtschaftlichen Einheiten halten unvermindert an. Spürbar ist seit geraumer Zeit die Expansion ausländischer Industrie- und Handelsunternehmen im deutschen Hörakustikmarkt (zum Beispiel Demant). Der klassische Einzelverkauf gerät immer mehr unter Druck und der zugängliche Markt für Hersteller ohne Retailambitionen schrumpft.

Nach ersten Einschätzungen von Branchenvertretern hat sich der Hörgeräteabsatz im ersten Quartal 2024 weiterhin gut entwickelt, sodass für das Gesamtjahr mit einer Steigerung des Branchenumsatzes zu rechnen ist.

(Quelle: u. a. biha - Bundesinnung der Hörgeräteakustiker, Branchen special - Ifo Institut)

2. Vertrieb

Das Geschäftsmodell unserer Gesellschaft umfasste im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen den Vertrieb von Hörsystemen sowie die kundenindividuelle Betreuung im Rahmen unseres Customer Care Centers.

Die Aufgaben reichen von der Auftragsbearbeitung über den technischen und kaufmännischen Support bis hin zur Reklamations- und Rücklieferungsbearbeitung.

Der GN Konzern versorgt mit den Marken ReSound, Interton und Beltone den deutschen Markt mit hochwertigen und technologisch führenden Hörsystemlösungen. Dabei soll die GN Hearing GmbH ihren Kunden, Hörgeräteakustiker-Betrieben in allen Größen und Strukturen, ein verlässlicher Partner sein, der durch herausragende Dienstleistungen in Beratung, Kundensupport und Marketing professionelle Unterstützung über die Hörsystemversorgung hinaus anbietet. Den Kern bildet eine vom Gesamtunternehmen gelebte Kundenzentriertheit, die auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe baut. GN wird weiterhin auf ein starkes Netzwerk aus hoch qualifizierten Hörakustikern bauen, um weiterhin innovative Produkte und Services zu entwickeln und den Fachhandel mehr denn je zu unterstützen.

3. Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr bei 62 (im Vorjahr 63) Mitarbeiter.

Der kontinuierlichen Verbesserung unserer Kundenzentriertheit, um unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten sowie dem Ausbau unserer Marktposition gilt die ganze Aufmerksamkeit des Führungsteams.

Unsere Mitarbeiter werden laufend intern und extern fortgebildet, um den hohen Ansprüchen des Marktes gerecht zu werden. Wir setzen bei unserem Wachstum auf eigene Ausbildung und offene Stellen werden bevorzugt intern besetzt.

C. Darstellung der Lage des Unternehmens

1. Vermögens- und Finanzlage

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme um TEUR 30.067 gestiegen. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen, verursacht im Wesentlichen durch eine Korrektur der Waren- und Serviceabrechnung zwischen dem Unternehmen und verbundenen Unternehmen.

Der Ergebnisabführungsvertrag mit der GN ReSound GmbH Hörtechnologie ist mit Wirkung auf den Ablauf des 31. Dezember 2022 gekündigt worden.

Es existieren keine langfristigen Kreditlinien von Kreditinstituten bei der GN Hearing GmbH, die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch den GN Konzern.

Unsere Gesellschafterin, die GN ReSound GmbH Hörtechnologie, Münster, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag bis Ende des Jahres 2022 bestand, ist direkt nicht in der Lage, uns bei Bedarf mit Liquidität oder Finanzierung zu unterstützen, da sie als reine Holdinggesellschaft keine eigenen wesentlichen operativen Tätigkeiten ausführt und nicht über entsprechende Mittel verfügt. Daher sind wir von einer ausreichenden finanziellen Unterstützung durch die Konzernobergesellschaft, die GN Store Nord A/S mit Sitz in Dänemark, abhängig. Zur Absicherung der Liquidität ist mit Wirkung ab August 2020 eine Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 20 Mio. in ein längerfristiges Darlehen umgewandelt worden.

Vor diesem Hintergrund sehen wir uns jederzeit in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.

Die Eigenkapitalquote (als Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme) beträgt 17,3% nach 9,0% im Vorjahr und ist auf den Jahresüberschuss zurückzuführen.

2. Ertragslage

Die Gesamtleistung ist um TEUR 2.304 auf TEUR 25.732 gesunken. Dies ist auf die Reduzierung der Umsatzerlöse (TEUR 2.362) zurückzuführen

Das Rohergebnis ist um TEUR 1.518 auf TEUR 11.580 gestiegen. Ursächlich hierfür ist die gestiegene Marge.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 104 gefallen. Diese Entwicklung ist auf eine im Vorjahr vorgenommene Anpassung der konzerninternen Leistung i.H.v. TEUR 1.032 zurückzuführen. Gegenläufig wirkt der Aufwand aus dem Transferprice Agreement i.H.v. TEUR 1.216 (im Vorjahr TEUR 710) und die Anpassung der Rückstellungen für Garantieleistungen TEUR 627. Die Transferpreisanpassungen basieren auf einer Margenvereinbarung nach der jeweils aktuellen OECD Verrechnungspreisrichtlinie zwischen der Gesellschaft und der dänischen Muttergesellschaft.

Die Personalaufwendungen sind in Bezug auf die Gesamtleistung gestiegen, während der Personalbestand leicht zurückgegangen ist.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 8.968 und liegt um TEUR 1.285 über dem Ergebnis des Vorjahres (TEUR 7.683).

Die Entwicklung ist in voller Höhe auf die höhere Ergebnisabführung der GN Audio Germany GmbH zurückzuführen. Die Prognose der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz und Ergebnis nach Steuern gemäß IFRS) für das Jahr 2023 wurde seitens der GN Hearing GmbH erfüllt.

D. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie voraussichtliche Entwicklung

Folgende wesentliche Chancen mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden gesehen:

Wir gehen für das Jahr 2024 grundsätzlich von einem steigenden Markt aus (4% - 6%). Die Marktentwicklung in Deutschland (Anzahl Hörgeräte) im ersten Quartal 2024 beträgt jedoch erst +4,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Chancen und Stärken von GN Hearing liegen im überaus innovativen und qualitativ hochwertigen Produktportfolio und in der bei den Kunden geschätzten sehr umfangreichen Unterstützung der Hörgeräte-Akustiker hinsichtlich Trainings, Support und Marketing. Auch im Jahr 2024 sind weitere wichtige Produkt-Launches geplant. Als weiterer zentraler Punkt steht der kontinuierliche Ausbau der Kundenbasis sowie die partnerschaftliche Unterstützung unserer Kunden auf Augenhöhe im Fokus.

Die eindeutige Positionierung unseres Gesamtkonzerns, keine Strategie der vertikalen Integration zu verfolgen, zusammen mit dem hohen Produkt-, Service- und Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter ermöglicht es uns, Hauptlieferant weiterer Kunden zu werden.

Langfristig gehen wir weiterhin von einem steigenden Bedarf an Hörsystemen aus, da angesichts des demografischen Wandels und steigender Akzeptanz kleinerer und leistungsfähigerer Hörgeräte eine gute Marktperspektive gegeben ist. Laut EuroTrak Studie 2022 (größte Vergleichsstudie zu Hörverlust und Hörgerätenutzung) stieg der Anteil der Hörgeräte Träger in Deutschland von 4,2% (2019) auf 4,6% (2022). Des Weiteren gehen die Experten nach wie vor von einer Unterversorgung der Bevölkerung aus. Laut EuroTrak Studie verzichten zahlreiche Betroffene trotz selbsteingeschätzer Hörminderung auf eine ärztliche Diagnose. 19% (1,75 Mio. Menschen) lassen ihre Hörminderung nicht ärztlich abklären. Die Dunkelziffer nicht diagnostizierter Hörminderungen dürfte noch höher liegen. Und fast ein Drittel der Hörgeminderten mit ärztlicher Empfehlung ist noch nicht mit Hörsystemen versorgt.

Folgende wesentliche Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden gesehen:

1.

Abhängigkeit von strategischen und operativen Entscheidungen der Konzernobergesellschaft,

2.

Verstärkter Wettbewerbsdruck und sinkende Anzahl "freier" Kunden durch vertikale Integrationsstrategien unserer Wettbewerber (erreichbarer Markt schrumpft),

3.

Höherer Wettbewerbsdruck durch immer kürzer werdende Produktlebenszyklen und die Erwartung von Lieferungen neuer Produkte.

Bedingt durch die Einbindung in den Konzern der GN Store Nord A/S mit Sitz in Dänemark, ist unsere zukünftige Entwicklung abhängig von den Produktentwicklungen und -investitionen und den bei der Muttergesellschaft getroffenen strategischen Entscheidungen.

Des Weiteren beziehen wir unsere Produkte hauptsächlich von verbundenen Unternehmen zu Einkaufspreisen, die die Ertragslage wesentlich beeinflussen. Diese Einkaufspreise sind durch uns nur bedingt beeinflussbar.

Der zukünftige Erfolg und die Höhe der finanziellen Überschüsse werden maßgeblich von dem Erfolg der stabilen Lieferbeziehungen mit unseren Kunden abhängen.

Des Weiteren findet bei den Akustikern ein Konzentrationsprozess auf wenige Hersteller statt. Zusätzlich wird der Wettbewerbsdruck durch immer kürzer werdende Produktlebenszyklen verstärkt. Die aktuelle Konsolidierung im Markt sowie die Strategie der vertikalen Integration führender Wettbewerber führen zu tiefgreifenden Marktveränderungen, und stellen ein Risiko für uns und unsere Kunden dar, deren Auswirkungen derzeit noch nicht abschätzbar sind.

Die Risiken von bedeutenden Forderungsausfällen werden mit einem effektiven Debitorenmanagement überwacht. Somit hatten wir auch in den vergangenen Jahren keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Ein Substitutionsrisiko besteht nur theoretisch, da die Produkte den technischen Anforderungen der gesetzlichen Krankenversicherungen entsprechen müssen und der Hörgeräte Fachhandel hohe Qualitätsanforderungen an die Hörgeräte und deren Anpassung sowie an den Service stellt.

Nach Abwägung der Chancen und Risiken gehen wir davon aus, dass sich die Leistungsindikatoren (Umsatz und Ergebnis nach Steuern gemäß IFRS) zumindest auf dem Niveau des Jahres 2023 befinden werden. Die aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das erste Halbjahr 2024 entspricht bereits den gesetzten Zielen.

Auch die Tochtergesellschaft unseres Unternehmens, die GN Audio Germany GmbH, rechnet für das Jahr 2024 mit einem Ergebnis in Höhe des Vorjahres bei einem geringfügig steigenden Umsatz.

 

Münster, den 6. November 2024

GN Hearing GmbH

Christian Lücke, Geschäftsführer

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